Oman – Entdeckungen im Weihrauchland

Oman – Entdeckungen im Weihrauchland

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Eine Rundreise durch Oman – willkommen im Land der Gastfreundschaft

Nirgendwo sonst auf der Arabischen Halbinsel finden wir so vielfältige Naturräume wie in Oman. Unwegsame, schroffe Gebirgszüge mit tiefen Schluchten sowie menschenleere Stein- und Sandwüsten wechseln sich ab mit fruchtbaren, immergrünen Oasen, episodisch Wasser führenden Flussbetten und endlosen Stränden. Das sind die Gegensätze, die Oman prägen. Gepaart mit einer reichen Kultur und der sprichwörtlichen Gastfreundschaft der Omanis wird eine Rundreise durch Oman zu einem orientalischen Mosaik, das seinesgleichen sucht.

Es ist Morgen in Muscat. Die Muezzine rufen von den Moscheen zum Gebet, die Sonne taucht die Stadt und die Gebirgsausläufer in warmes Licht, in den Basaren und in den Straßen macht man sich bereit für den Tag. Unsere Rundreise durch Oman beginnt in einer Stadt, die sich trotz breiter Autobahnen und glitzernder Fassaden den Charme des Orients bewahrt hat. Entspannt geht es zu im Muttrah Souq, wo es die Düfte und Farben sind, die uns in ihren Bann ziehen. In der Sultan Qaboos Moschee wiederum beeindrucken uns die schiere Größe und das Licht. 2001 wurde sie eröffnet, bietet 6.000 Menschen im Inneren und weiteren 14.000 Gläubigen auf dem Gebetsplatz Raum. Der 4.200 Quadratmeter große Teppich im Inneren weist nicht weniger als 1,7 Milliarden Knoten auf. Und das Beste: Auch Nicht-Muslime können die Moschee während ihrer Rundreise durch Oman besuchen.

Sultan Qaboos

Rundreise Oman Sultan-Qabus-MoscheeÜber Sultan Qaboos, den Namensgeber der Moschee und regierenden Herrscher Omans, gibt es viele Geschichten, insbesondere in den vergangenen Jahren, in denen er sich bei seinem Volk rar gemacht hat. Der liberale Herrscher stürzte vor nun fast 50 Jahren seinen Vater vom Thron und entwickelte seither sein Sultanat zu einem modernen Staat, in dem althergebrachte Traditionen respektiert und die Kultur des Landes bewahrt werden. Qaboos hat übrigens eine enge Beziehung zu Deutschland und besitzt ein Anwesen in Garmisch-Partenkirchen.

Dhows, Wüsten, Wadis

In Muscat müssen wir uns entscheiden: Führt uns unsere Rundreise durch Oman zunächst hinauf in das Landesinnere ins Hajar-Gebirge? Oder fahren wir die Küstenstraße entlang nach Osten? Wir entscheiden uns für letzteres. Sur ist unser Ziel, die Küstenstadt im Osten. Hier wurde seit jeher mit Indien und Afrika gehandelt. Und wer handelt, braucht im Oman Schiffe. Bei den letzten Schiffsbauern von Sur kann man sie sehen, die strapazierfähigen Dhows, die heute wie damals ohne einen einzigen Nagel auskommen und Oman mit Indien und Sansibar verbinden. Der Osten ist eine Region großer landschaftlicher Abwechslung. Rundreise Oman Wadi-Bani KhalidIm ansonsten trockenen Umland tritt das Wadi Bani Khalid einen ersten Beweis an. Ganzjährig fließendes Wasser schuf rund um die kühlen, natürlichen Wasserbecken eine üppige grüne Vegetation. Ein magischer Ort, an dem sich Einheimische und Besucher häufig treffen, um sich auszutauschen. Dann ganz in der Nähe der Kontrast: Wahiba Sands heißt die wohl kleinste Inlandswüste Omans. 15.000 Quadratkilometer sind mit Sanddünen bedeckt, mitten drin locken bei einer Rundreise durch Oman mehrere Zeltcamps mit komfortablen Übernachtungen und atemberaubenden Sonnenuntergängen über den Dünen.

Hinauf ins Gebirge

Unsere Rundreise führt uns weiter in das Jebel-Akhdar-Gebirge, in das Kernland Omans, in dem sich viele Zeugnisse der Geschichte des Landes finden. Zum Beispiel im Ort Bahla mit seiner Festung aus vorislamischer Zeit und einer elf Kilometer langen Stadtmauer. Oder im Dorf Al Hamra, dessen traditionelle mehrstöckige Lehmhäuser üppige Dattelplantagen umgeben. Rundreise Oman Nizwa-FestungNizwa ist ehemalige Königsstadt und zweifellos einer der Orte, den man während einer Rundreise durch Oman nicht verpassen darf. Ein Hauch von altem Morgenland umgibt die Stadt. Der Souk ist zwar modern, bietet aber eine hervorragende Gelegenheit, sich mit Lebensmitteln und Essgewohnheiten der Omanis vertraut zu machen. Frisches Obst und Gemüse, Kräuter und Gewürze, riesige Stapel von Datteln, Fleisch und frischer Fisch werden feilgeboten. Gleich nebenan liegt das Fort von Nizwa, eine monumentale Festungsanlage des 17. Jahrhunderts, behutsam restauriert. Vor allem in dieser Zeit war Nizwa ein blühendes Zentrum von Religion, Kunst und Handel.

Wasser für alle

Ein wenig weiter, in den Dörfern an den Hängen des Jebel-Akhdar Gebirges, finden wir bei unserer Rundreise eine der wichtigsten Quellen des Lebens und der Zivilisation im Oman. Es gluckert und rauscht in den künstlich geschaffenen Kanälen der in Terrassen angelegten Gärten und Felder. Wasser ist hier ein rares Gut. Die gerechte Verteilung zu organisieren, ist zum Überlebensprinzip geworden. Seit 4.000 Jahren definiert das Aflaaj-Kanalsystem die gesamte Gesellschaft. Die Regeln des Wassers sind Lebensregeln, denn nicht die Natur hat weite Teile des Landes in blühende Landschaften verwandelt, sondern die Geschicklichkeit und der Erfindungsreichtum der Omanis, die den Stein- und Sandwüsten der Arabischen Halbinsel Leben abtrotzten. Heute wie damals achten Wasserwächter darauf, dass jeder im Dorf und der Gemeinde vom Wasser so viel bekommt, wie er braucht, um sein Land zu bewässern.

Weihrauchland Dhofar

Rundreise Oman WüsteSzenenwechsel: Wir sind bei unserer Rundreise durch Oman im äußersten Süden angekommen. Zwischen uns und der Hauptstadt, dem Jebel-Akhdar und den Werften vor Sur liegt die große Wüste, die Rub Al-Khali. Wir haben sie überflogen und sind in Dhofar. Zwei Dinge prägten die Region: Weihrauch und Handel. In Dhofar begann früher die legendäre Weihrauchstraße, auf der schon vor rund 2.000 Jahren das begehrte und wohlriechende Harz über die Arabische Halbinsel und Gaza bis nach Alexandria, Petra und Damaskus und von dort weiter in den Norden gebracht wurde. Der Siegeszug des Islam hemmte den Handel, denn im Islam spielt der Weihrauch keine rituelle Rolle. Wohl aber im Christentum: Noch im europäischen Mittelalter war Weihrauch aus Dhofar südlich und nördlich der Alpen eine teuer erkaufte Ware. Aber auch heute macht es schlichtweg Spaß, in den Weihrauchgeschäften von Salalah omanische Damen zu beobachten, die fachkundig die vielen unterschiedlichen Qualitäten des Harzes begutachten. Ein wenig weiter die Küste hinunter in Sumhuram erinnern die Ruinen des 5. vorchristlichen Jahrhunderts daran, wer die Wege des Weihrauchs kontrollierte.

Der letzte Ausflug unserer Rundreise durch Oman gebührt den Abhängen der Küstengebirge Dhofars, des Jebel Qamar, Jebel Qara und Jebel Samham. Hier kann man jährlich ein besonderes Phänomen beobachten. Zwischen Juni und September, wenn das Thermometer in Muscat Rekordwerte anzeigt, hat der Monsun die Region im Griff, als einzige der Arabischen Halbinsel. Ein verrücktes Bild: Salalah und Dhofar wandeln sich fast über Nacht zu einer grünen Oase. Und unter die Einheimischen mischen sich Besucher aus den Vereinigten Emiraten und Saudi-Arabien. Was sie tun? Zum Beispiel im Nieselregen picknicken. Wann hat man schon einmal so gutes Wetter? Willkommen in „felix Arabia“.

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