Die Städte Andalusiens bieten einen tiefen Einblick in die Geschichte der Region. So gewann Sevilla, die Hauptstadt Andalusiens, insbesondere als religiöses Zentrum und Ausgangspunkt des spanischen Überseehandels an Bedeutung. Der Real Alcázar de Sevilla zeigt mit seinen kunstvoll gestalteten Innenhöfen und Stuckarbeiten noch heute die Spuren der maurischen Baukunst. Nicht weit davon entfernt erhebt sich die Kathedrale von Sevilla, die als größtes gotisches Gotteshaus Spaniens Kolumbus' Sarkophag beherbergt. Dieser wird von vier lebensgroßen Figuren getragen, die die vier Königreiche Kastilien, León, Aragón und Navarra repräsentieren. Ebenso im Zentrum der Stadt befindet sich die halbkreisförmige Plaza de España, die im frühen 20. Jahrhundert anlässlich der Iberoamerikanischen Ausstellung errichtet worden ist. Mit seinen Arkaden, Brücken und dem Kanal vereint dieser Platz historische Baustile mit repräsentativer Architektur.
Weiter östlich an der Costa del Sol liegt Málaga, eine der ältesten Städte Europas. Mildes Klima, goldene Strände des Mittelmeeres und moderne Atmosphäre treffen hier auf historische Bauwerke. Die Geburtsstadt von Pablo Picasso hat viel zu bieten: Von dem Castillo de Gibralfaro, das mit einem spektakulären Panoramablick über Málaga glänzt, über die imposante Kathedrale La Manquita bis hin zur Atarazanas-Markthalle, in welcher Stände frische, lokale Spezialitäten anbieten.
In Granada, wo der kulturelle Austausch zwischen Islam und Christentum besonders spürbar ist, zeigt sich diese Vielfalt eindrucksvoll in der Architektur der Alhambra. Erbaut zwischen 1232 und 1273, diente sie als Residenz der Nasriden-Dynastie bis zur christlichen Eroberung 1492. Seit 1984 zählt sie zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als bedeutendstes Beispiel maurischer Architektur in Europa.