Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Südafrika

Steckbrief

Südafrika - Fakten

Ländername Republik Südafrika (Republic of South Africa)
Klima trocken bis subtropisch-feucht
Beste Reisezeit Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember
Lage 22 bis 35 Grad südliche Breite, 17 bis 33 Grad östliche Länge
Fläche 1.219.090 Quadratkilometer (= 3,4 mal so groß wie Deutschland)
Hauptstadt Pretoria; ca. 1 Million Einwohner (im Großraum über 2 Millionen Einwohner)
Bevölkerung 58,78 Millionen (2019), jährliche Zuwachsrate: 1,6 Prozent. Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner pro Quadratkilometer
Sprache Alle 11 Landessprachen sind offizielle Sprachen: isi Zulu (23,8 Prozent), isi Xhosa (17,6 Prozent), Afrikaans (13,3 Prozent), sePedi (9,4 Prozent), English (8,2 Prozent), seTswana (8,2 Prozent), seSotho (7,9 Prozent), xiTsonga (4,4 Prozent), siSwati (2,7 Prozent), tshiVenda (2,3 Prozent), isiNdebele (1,6 Prozent), andere Sprachen (0,6 Prozent). Deutsch gehört zu den gemäß Verfassung geförderten 14 anderen Sprachen.
Religion Christen 68 % (die meisten Weißen und Farbigen), ungefähr 60 % der schwarzen Bev., 2% Muslime, 1,5% Hindus
Nationaltag 27. April ("Freedom Day"; Tag der ersten freien Wahlen 1994)
Staats-/Regierungsform Republik
Staatsoberhaupt Cyril Ramaphosa (ANC), President of the Republic of South Africa
Vertreter des Staatsoberhaupts David Dabede Mabuza (ANC), Deputy President of the Republic of South Africa
Regierungschef Cyril Ramaphosa (ANC), President of the Republic of South Africa
Außenminister Grace Naledi Mandisa Pandor (ANC), Minister for International Relations and Cooperation
Parlament Zweikammersystem bestehend aus der Nationalversammlung (National Assembly, 400 Sitze) und dem Nationalen Rat der Provinzen (National Council of Provinces, 90 Sitze)Zusammensetzung der Nationalversammlung:ANC - African National Congress: 230 SitzeDA - Democratic Alliance Party: 84 SitzeEFF - Economic Freedom Fighters: 44 SitzeIFP - Inkatha Freedom Party: 14 SitzeFF+ - Freedom Front Plus: 10 SitzeACDP - African Christian Democratic Party: 4 Sitze, u. aZusammensetzung des Nationalen Rats der Provinzen: Zehn Mitglieder aus jeder der neun Provinzen (jede Provinz hat eine Stimme)
Währung 1 Südafrikan. Rand (ZAR)= 100 Cents
Zeitzone UTC +2, MEZ +1, MESZ +0
Stromnetz 230V/ 50Hz, Dreipunktstecker
Reiseadapter M, D, C, N
Kfz-Länderkennzeichen ZA
ISO-3166 ZA, ZAF
Internet-TLD .za
Landesvorwahl +27
Website http://www.gov.za
Reisepass & Visum Notwendig
Geeignet für Kultur, Shopping, Outdoor, Meer, Feiern

Geographie

Hinter dem schmalen, fast 3000 km langen Küstensaum steigt das Gelände steil zur „Großen Randstufe“ empor, die ein etwa 1000–1400 m hohes Binnenhochland umschließt. Nur vereinzelt überragen Bergkuppen und Höhenzüge die weiten Hochflächen, die vom Oranjefluss (Länge: 2092 km) nach Westen und vom Limpopo nach Osten entwässert werden. Nach Nordwesten dacht das Gelände allmählich zum Kalaharibecken ab, während im Osten die Drakensberge bis auf 3000 m Höhe ansteigen. Insgesamt im Bereich der Subtropen gelegen, nehmen die Niederschläge von Ost nach West ab. Die Vegetation reicht von den wenigen noch verbliebenen immergrünen Wäldern in der östlichen und südlichen Küstenzone über die weiten Grasflächen der Hochebenen bis zur Dornstrauchsavanne, der Halbwüste in der Karoo und der Vollwüste der Kalahari am unteren Oranje.

Politik

Nach dem Ende der Apartheid hat Südafrika den schwierigen politischen Umbruch gut bewältigt. Am 8. Mai 1996 trat eine neue Verfassung in Kraft, die die junge Demokratie weiter festigte und bezüglich der Menschenrechte zu den fortschrittlichsten der Welt zählt. Die Gesetzgebungskompetenz liegt bei einem Zweikammerparlament. Der Präsident wird von der Nationalversammlung gewählt; er ist Staatsoberhaupt und Regierungschef. Das Ende der Apartheid hatte für das Land auch auf außenpolitischer Ebene die Qualität eines Befreiungsschlags.

Bevölkerung

Die Bevölkerung besteht zu rund drei Vierteln aus schwarzen Afrikanern (Zulu, Xhosa, Nord-Sotho, Tswana u. a.), 9 % Weißen, 9 % Mischlingen (Coloureds) und 2,5 % Asiaten. Der überwiegende Teil der Einwohner (knapp 80 %) sind Christen unterschiedlicher Konfessionen. Neben Anhängern traditioneller Religionsgemeinschaften sind Hindus, Muslime und Juden in der Minderheit.

Geschichte und Kultur

Als Jan van Riebeck 1652 in der Tafelbucht beim heutigen Kapstadt landete, traf er auf verschiedene Bantu-Völker, Khoikhoi (Hottentotten) und Buschmänner. Siedler aus den Niederlanden, Deutschland und Frankreich verdrängten zunächst diese Völker, ehe sie im Landesinnern auf Xhosa-Stämme trafen, mit denen sie 1779–1879 neun Kriege führten. Die Nachfahren der weißen Siedler, die Buren, entwickelten mit dem Afrikaans eine eigene Sprache. 1795 besetzten die Briten das Kapland und dehnten ihre Kolonien aus. Um der britischen Herrschaft zu entgehen, zogen etwa 6000 Buren im „Großen Treck“ nach Nordosten. Sie verdrängten dort die Zulu und gründeten die Burenrepubliken Natal (1838), den Oranjefreistaat (1854) und Transvaal (1860). Bereits vor der Entdeckung von Diamanten und Gold versuchte Großbritannien, die drei Republiken zu annektieren. Dies gelang schließlich nach dem Sieg im Burenkrieg (1899–1902). 1910 wurden alle Kolonien als Dominion Großbritanniens zur „Südafrikanischen Union“ vereint. Ab 1911 regierte die weiße Minderheit mit rassendiskriminierenden Gesetzen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde mit der totalen räumlichen und politischen Trennung der Rassen die Apartheidpolitik noch forciert. Gleichzeitig wuchs der passive, später der aktive Widerstand der Schwarzen. 1990 wurde das Verbot der Befreiungsbewegung African National Congress (ANC, heute größte der Regierungsparteien) aufgehoben.1994 endete nach 342 Jahren die Herrschaft der Weißen. Nelson Mandela war der erste schwarze Präsident der Republik. Die zahlreichen schwarzen Ethnien behalten teilweise noch ihre traditionellen Lebensweisen bei. Da viele Schwarze in Industrie und Bergbau arbeiten, ändert sich das Verhältnis zu überkommenen Sitten, Gebräuchen, Trachten und Wirtschaftsweisen.

Südafrika - Geschichte

100 v. Chr. Die Khoisan-Stämme wandern aus Zentralafrika in den Süden des Kontinents ein
600 n. Chr. Die ersten Bantustämme lassen sich an der Ostküste Südafrikas nieder
1488 Bartolomëu Diaz umsegelt das Kap der Guten Hoffnung
1652 Erste weiße Siedler unter Jan van Riebeeck gründen eine Versorgungsstation am Kap
1658 Ankunft von asiatischen und afrikanischen Sklaven
1688 Ankunft der Hugenotten aus Frankreich
1795 Englische Besetzung des Kaps
1814 Burenrebellion gegen die britische Verwaltung
1815 Shaka wird König der Zulu
1835 Die Buren beginnen den großen Treck nach Norden
1838 Schlacht zwischen Buren und Zulu am Blutfluss
1867 Der erste Diamantenfund
1886 Gründung der Stadt Johannesburg
1910 Zusammenschluss der britischen Kolonien und der Burenrepubliken zur Südafrikanischen Union
1948 Beginn der Apartheid
1960 Widerstand gegen die Passgesetze, 60 Tote in Sharpeville
1961 Austritt aus dem Commonwealth
1976 Schülerunruhen in Soweto
1990 Nelson Mandela kommt frei
1994 Erste freie, demokratische Wahlen. Mandela wird Präsident
2001 Die südafrikanische Wahrheits- und Versöhnungskommission legt ihren Bericht vor
2009 Jacob Zuma wird der vierte Präsident Südafrikas nach der Apartheid
2010 In Südafrika findet die erste Fußballweltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent statt
Klimadaten
Kapstadt
Durban
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Generalkonsulat

Safmarine House | 8001 Cape Town | Tel. 021 4053000

Österreichische Botschaft

Duncan Street 1109 | Pretoria | Tel. 011 4211440

Schweizer Konsulat

Thibault Sq. 1 | 8001 Cape Town | Tel. 021 4183665

Internet

Allgemeine Informationen: www.suedafrika.net, www.southafrica.info und www.sa-venues.com. Website der südafrikanischen Botschaft: www.suedafrika.org. Für Übernachtungen aller Art: www.portfoliocollection.com. Veranstaltungen, Ticketreservierung: www.computicket.com. Über Wildparks informieren www.sanparks.org und www.iafrica.com.

Post

Postkarten nach Europa kosten 4,40 Rand, ein Brief bis 10 g 5,75 Rand. Luftpostaufkleber nicht vergessen. Dann braucht die Post fünf bis sieben Tage.

Telefon & Handy

Telefonnummern sind zehnstellig, die ehemalige Ortsvorwahl muss immer mitgewählt werden.

An den Flughäfen des Landes werden Mobiltelefone vermietet. Wer sein Handy benutzen möchte, sollte vorher mit seinem Provider klären, ob es in Südafrika funktioniert. Dann kann man eine Simcard bei der Ankunft mieten, Preis 20 Rand am Tag und 5 Rand pro Minute. Es wird über die Kreditkarte abgerechnet. Oder in einem der Telefon Shops von Cell C (www.cellc.co.za), Vodacom (www.vodacom.co.za) oder MTN (www.mtn.co.za) einen Starterpack kaufen und dann kann man in Supermärkten, Shopping Malls oder Tankstellen Prepaidkarten kaufen. Es muss der Pass und das Flugticket vorgelegt werden!

Die Vorwahl für Deutschland lautet 0049, für die Schweiz 0041, für Österreich 0043; die Vorwahl für Südafrika ist 0027.

Wichtige Telefonnummern: Nationale Telefonauskunft Tel. 10 23 Internationale Telefonauskunft Tel. 1 0903 Polizei Tel. 1 0111 Krankenwagen und Feuerwehr Tel. 1 0177 Notfallnummer vom Festnetz Tel. 1 07 Notfallnummer vom Handy Tel. 1 12 Telefonnummer der nächsten Polizeistation Tel. 1 0111 Touristische und Sicherheitsinformation Tel. 08 31232345

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

In den überlieferten Feiern und in vielen Veranstaltungen Südafrikas spiegelt sich die Vielfalt der Kulturen wider.

Veranstaltungen

Januar

Kapstadt: Coon Carnival, Straßenkarneval der coloureds vom 1. bis 7. Januar. Sie ziehen bunt gekleidet durch die Straßen, machen Musik und tanzen dazu.

Am letzten Samstag des Monats findet auf dem Kenilworth Race Course in Kapstadt das wichtigste und mondänste Pferderennen des Landes statt: das J & B Met.

März/April

Oudtshoorn: Klein Karoo National Arts Festival. Kulturfest mit Theateraufführungen und einem Kunstmarkt in der letzten Märzwoche.

Kapstadt: Cape Argus Cycle Tour: größtes Straßenrennen der Welt mit über 30.000 Teilnehmern. 2. Sonntag im März

April

Kapstadt: Nationale und internationale Musiker treffen sich beim Cape Town International Jazz Festival am ersten Wochenende im April.

Juni

Pietermaritzburg und Durban: Comrades Marathon. Jährlicher Lauf über die Distanz zwischen den beiden Städten am 16. Juni

Juni/Juli

Grahamstown: National Arts Festival. Zwei Wochen lang (letzte Juni– bis erste Juliwoche) verwandelt sich das verschlafene Universitätsstädtchen in eine Arena für Kunst.

Juli

Knysna: Knysna Oyster Festival. Austern stehen in der ersten Juliwoche im Mittelpunkt, wie z. B. beim Austernkochwettbewerb und beim Austernwettessen. Dazu gibt es viele Sportveranstaltungen

Franschhoek: Bastille Day. Am Sonntag, der dem 14. Juli am nächsten ist, erinnern die Weinfarmer und Restaurantbesitzer an die Gründer ihres Dorfs: ein Fest mit den besten Weinen und Speisen der Region.

August

Kapstadt: Die Cape Town Fashion Week in der zweiten Augustwoche ist ein Schaufenster südafrikanischer Mode.

September

Hermanus: Whale Festival. Zwischen Juni und November kommen Wale an die Küste des Indischen Ozeans, um sich zu paaren und ihre Jungen zur Welt zu bringen. Das Festival am letzten Septemberwochenende steht ganz im Zeichen der großen Meeressäugetiere.

Oktober

Pretoria: Jacaranda Festival. Wenn in der Innenstadt das zarte Lila der Blüten von 70 000 Jacaranda-Bäumen leuchtet, findet in der dritten Oktoberwoche ein Straßenfest mit Musikanten und einem großen Floh- und Bauernmarkt statt.

Stellenbosch: Food and Wine Festival: alle Weine aus dem Anbaugebiet um Stellenbosch; letzter Oktobermittwoch bis -samstag.

Dezember

Sun City/Lost City: 1-Million-Dollar-Golf-Turnier. Die weltbesten Spieler werden zu diesem Turnier eingeladen.

Offizielle Feiertage

1. Januar Neujahrstag
21. März Tag der Menschenrechte
27. April Tag der Freiheit
16. Juni Tag der Jugend
9. August Nationaler Frauentag
24. September Heritage-Tag
16. Dezember Tag der Versöhnung
Allgemein Falls einer dieser Feiertage auf einen Sonntag fällt, ist der folgende Montag der Feiertag.

Religiöse Feiertage

Allgemein Rund drei Viertel aller Südafrikaner bekennen sich zum Christentum. Deshalb sind Weihnachten, Ostern und Himmelfahrt im ganzen Land Feiertage.
Mobilität vor Ort

Auto

In Südafrika darf kein Auto ohne die Haftpflichtversicherung Third Party gefahren werden, die nur Personenschäden deckt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt in Ortschaften 60 km/h, auf Landstraßen 100 km/h und auf der Autobahn 120 km/h. Wer beim zu schnellen Fahren erwischt wird, muss tief in die Tasche greifen. Es herrscht Linksverkehr. Die Promillegrenze liegt bei 0,5.

Rund 84 000 km Straße sind befestigt, weitere 163 000 km ohne festen Belag. Einige Autobahnstrecken, zum Beispiel um Johannesburg und Durban und fast die ganze Strecke von Johannesburg bis zum Kruger Park, sind mautpflichtig; am besten zahlen Sie per Kreditkarte. Die Strecken sind durch ein weißes T auf blauem Grund gekennzeichnet. Verwirrend ist für Besucher aus Europa die Regelung an Kreuzungen mit vier Stoppschildern. Rechts vor links gilt nur, wenn zwei Autos gleichzeitig heranfahren. Ansonsten fährt das Auto zuerst, das zuerst ankommt. Die anderen folgen nach dem gleichen Prinzip. Im ganzen Land ist der Automobilclub AA vertreten.

Bahn

Die normalen Zugverbindungen sind nicht empfehlenswert, denn sie sind meist langsam und unbequem. Die meisten Urlauber nutzen deswegen die Luxuszüge.

Eine Fahrt im Zug Blue Train (Tel. 012 3348459 | www.bluetrain.co.za) ist unvergesslich. Von Kapstadt nach Pretoria, mit nur einem Stopp in Johannesburg, dauert die Reise rund 24 Stunden. Der Zug fährt montags, mittwochs und freitags in beide Richtungen. Die Preise liegen für eine einfache Fahrt zwischen 10 930 und 18 750 Rand pro Person, je nach Jahreszeit und danach, ob man eine Kabine teilt.

Ähnlich lebt das goldene Zeitalter der Dampflokomotive und der Luxusreisen bei der Rovos Rail (Tel. 012 3158242 | www.rovosrail.com) wieder auf. Die Fahrten in Südafrika kosten zwischen 12 000 und 24 000 Rand pro Person.

Der große Unterschied zwischen den beiden Zugfahrten ist, dass Rovos Rail doppelt so lange braucht: 48 Stunden. Es ist eine gemütliche und erholsame Art zu reisen. Die langsamere Geschwindigkeit macht es auch möglich, die Fenster während der Fahrt zu öffnen. In beiden Nächten bleibt der Zug einige Stunden stehen, um einen ruhigen Schlaf für die Passagiere sicherzustellen.

Bus

Durch die Fußballweltmeisterschaft hat zumindest in den Austragungsstädten das öffentliche Transportsystem davon profitiert. Das Transportmittel Nummer eins ist nach wie vor das „Mini-Taxi“, ein kleiner Bus für zwölf bis 15 Passagiere. Sie fahren auf allen Strecken und halten überall auf Wunsch an. In den letzten Jahren ist es durch Subventionen gelungen, die Busunternehmer dazu zu bringen, neue und sicherere Wagen zu kaufen.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Die Afrikaaner lieben ihr braai, ein Barbecue, das häufig mehr wegen seiner Geselligkeit als wegen seiner kulinarischen Genüsse in Erinnerung bleibt. Es werden erstklassige Steaks und boerewors, gut gewürzte Bratwürste, gegrillt. Dazu gibt es stywe pap, einen fast trocken gekochten Brei aus Maismehl. Echt afrikaanisch verhalten Sie sich, wenn Sie den pap mit den Händen zu einem Klumpen formen und in eine Sauce tauchen, bevor Sie ihn mit der Wurst essen. An Wochenenden trifft man sich überall in Südafrika zu braai partys: Die Männer stehen um das Feuer, ein Bier in der Hand, die Frauen sitzen am Tisch und reden über Alltagsprobleme.

Fast alle Restaurants haben ein großes Angebot an Fisch, der gerade in den Küstenregionen garantiert fangfrisch ist. Der crayfish ist geschmacklich eine Mischung aus Hummer und Languste. Verglichen mit den Preisen in Europa kostet diese Delikatesse in Südafrika weit weniger. Das Angebot an Obst und Gemüse ist sehr groß und die Qualität hervorragend. Fast immer handelt es sich um Freilandprodukte. Das wirkt sich auf Duft und Geschmack aus. Besonders empfehlenswert sind Weintrauben, Melonen und Äpfel. Gemüse- und Obstsorten entsprechen durchweg dem europäischen Angebot, einmalig am Kap sind jedoch Cape gooseberries. Die kleinen, gelben Früchte werden hauptsächlich für Kuchen und Konfitüren verwendet. Außerdem wachsen auf vielen Teichen ab Mai die waterblommetjies. Die Blüten der seerosenähnlichen Wasserpflanze, die nur am Kap wächst, werden gern als Bestandteil eines Lammeintopfs genommen.

Das Leitungswasser können Sie überall bedenkenlos trinken. Südafrika hat mit die beste Wasserqualität der Welt. Deshalb kam Mineralwasser erst vor nicht allzu langer Zeit in Mode. Zu jedem Essen bestellen sich die Südafrikaner ein Glas Eiswasser. Das populärste alkoholische Getränk bei der schwarzen Bevölkerung ist Bier; Weiße trinken gern Brandy mit Cola, aber auch andere Longdrinks. Gin, Rum, Wodka und Whisky – viele Schnäpse werden in Südafrika hergestellt oder zumindest abgefüllt.

Obwohl das Land seit über 300 Jahren Wein anbaut, sind die Südafrikaner selbst erst vor zwei Jahrzehnten so richtig auf den Geschmack gekommen. Südafrikanische Weine sind ausgezeichnet, für Weinliebhaber ist das Kapland ein Paradies. Die Trauben wachsen unter idealen Bedingungen.

Wenn Sie Ihre Reise am Kap beginnen, sollten Sie die Weinrouten von Franschhoek, Stellenbosch, Paarl oder Constantia abfahren. Bei den überall angebotenen Weinproben können Sie gleich herausfinden, welche Tischweine Sie auf Ihrer Reise trinken wollen. Hier einige Empfehlungen: Meerlust, Hamilton Russell, Springfield, Simonsig, Bouchard Finlayson, Waterford und Tokara erzeugen wunderbare Rot- und Weißweine. Den roten Pinotage gibt es nur in Südafrika. Die Traube ist eine Kreuzung aus Pinot Noir und Cinsaut.

Der Kaffee entspricht nicht immer dem Geschmack der Besucher aus Europa, weil häufig – vor allem in ländlichen Regionen – Instantkaffee verwendet wird. Vielleicht probieren Sie stattdesssen auch einmal den Rooibos-Tee, hergestellt aus den feinen, nadelähnlichen Blättern eines Busches, der nur in den Cedarbergen wächst.

Besonders in den Großstädten und Ferienorten finden Sie eine große Auswahl an Lokalen. Die Küche ist international. Es gibt kaum eine Nationalität, die in Südafrika nicht mit einem Restaurant vertreten ist. Wenn Sie gern Wein oder Bier zum Essen trinken und zum Schluss auch einen Schnaps, überzeugen Sie sich zuvor, ob das Lokal eine Schanklizenz hat. Dabei wird unterschieden zwischen einer Volllizenz und einer Lizenz, die nur den Ausschank von Wein und Bier gestattet. Wenn ein Lokal den Hinweis unlicensed trägt, können Sie sich Ihre eigenen alkoholischen Getränke mitbringen. Dann zahlt sich der vorherige Besuch eines Weinguts besonders aus. Normalerweise wird man bei der Tischreservierung darauf hingewiesen, wenn ein Restaurant not licensed ist.

Restaurants sind meist mittags von 12 bis 14.30 und abends von 19 bis 23 Uhr geöffnet. Montags haben viele Lokale geschlossen, in ländlichen Gebieten oft auch Sonntagabends. Es empfiehlt sich, vor allem für das Abendessen, in den größeren Städten immer einen Tisch zu reservieren. Dabei sollten Sie beachten, dass einige Restaurants und Hotels speziell am Abend auf elegante Kleidung Wert legen.

Rauchen ist in Südafrika in Gebäuden mit Publikumsverkehr verboten. Einige Restaurants verfügen aber über eine Raucherecke.

Trinkgeld

Generell wird in Südafrika zwischen 10 und 15 Prozent Trinkgeld gegeben. Das gilt besonders in Restaurants, weil dort im Preis die Bedienung nicht eingeschlossen ist – meistens jedenfalls. In den letzten Jahren sind einige Restaurants, besonders in den Tourismusmetropolen, allerdings dazu übergegangen, 10 Prozent vom Betrag als Service gleich auf die Rechnung aufzuschlagen. Sie sollten also das Kleingedruckte unbedingt kontrollieren.

Einkaufen und Shoppen

Mitbringsel aus Südafrika sind exotisch, kunstvoll und vielfältig. Sicher wird Ihnen die Entscheidung schwer fallen, was Sie wem mitbringen möchten und durch welche Souvenirs Sie sich selbst an die Reise erinnert fühlen wollen: Reich verzierte Kleider, Schmuck, Schnitzereien und Handarbeiten aller Art gibt es in enormer Auswahl. In allen Städten gibt es die bei den Südafrikanern sehr beliebten Shopping Malls. In den Einkaufszentren, oft mit weit über 100 Geschäften, gibt es alles unter einem Dach – und das bei angenehmen, weil klimatisierten Temperaturen.

Kunsthandwerk & Design

Holzfiguren

Hier sollten Sie unbedingt darauf achten, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Viele der angebotenen Arbeiten kommen aus Massenwerkstätten in den Nachbarländern nach Südafrika. Wer also wirklich Kunst kaufen möchte, sollte sich in einem Fachgeschäft beraten lassen.

Fast alle der südafrikanischen Stämme arbeiten mit Perlen. Sie werden fasziniert sein von den wundervollen Kunstwerken, die zudem auch bedeutsame Botschaften übermitteln sollen. Zulu und Xhosa zum Beispiel schicken als kunstvolle Liebesbriefe kleine Teppiche aus besagten Perlen, die an Sicherheitsnadeln hängen.

Die Zulu fertigen außerdem Stoffpuppen, Vögel aus Tannenzapfen und Gefäße aus Kürbisrinde, die Kalabasch. Typisch für die Xhosa sind Kleider und Taschen in Weiß oder Orange, die mit Perlen und Knöpfen bestickt sind. Die Ndebele wiederum sind berühmt für ihre Lendenschurze aus Tierhaut. Bis zu 1 m hohe Puppen in Ndebele-Tracht verkörpern Fruchtbarkeit und Männlichkeit. In einigen Geschäften kommt der Erlös aus dem Verkauf von traditionellem Kunsthandwerk wohltätigen Organisationen zu Gute, in Kapstadt: Wola Nani (Unit 3, Block A, Collingwood Place | Drake Street 9 | www.wolanani.co.za) ; in Knysna: The Muse Factory (The Old Goal Complex | Queen Street 17) ; in Durban: Woza Moya (Old Main Road 26) ; in Johannesburg: Kunye (Garden Shop | Main Road 278).

Schmuck

Der Gold- und Diamantenpreis in Südafrika unterscheidet sich nicht von dem in anderen Ländern, er wird vom internationalen Markt bestimmt. Es lohnt sich aber, Schmuck zu kaufen, wenn es sich um südafrikanische Handarbeit handelt. Solche Ware kostet hier weniger als in Deutschland und ist von hervorragender Qualität. Sie sollten aber nur in ein Fachgeschäft, ein Mitglied des Jewellery Council of South Africa, gehen.

Sport & Wandern

Safariausrüstung

Auf jeden Fall sollten Sie erst in Südafrika für die Safari einkaufen. Die Ausrüstung ist hier billiger und qualitativ sehr gut. Zu empfehlen ist die Geschäftskette Cape Union Mart (www.capeunionmart.co.za), die Filialen in allen größeren Einkaufszentren hat.

Souvenirs

Straußenleder

Die Auswahl ist groß: Hand- und Brieftaschen, Koffer, Portemonnaies, Schuhe etc. werden aus dem Leder des großen Laufvogels hergestellt. Original und Fälschung sind jedoch oft schwer zu unterscheiden. Waren aus Straußenleder sollten Sie deshalb ebenfalls nur im Fachgeschäft kaufen. Je weniger Noppen das Leder hat, um so preiswerter muss das Stück sein. Das glatte Leder stammt von den Beinen des Tiers und ist nicht so wertvoll.

Tabak, Wein & Spirituosen

Für Liebhaber edler Tropfen ist Südafrika ein Paradies. Viele Wine Estates bieten Weinproben an und liefern auch ins Ausland – wichtig, da der Zoll nur zwei Flaschen bei der Ausreise erlaubt. Spitzenwein kostet um 10 Euro, aber für 2,50 Euro bekommt man einen ordentlichen Tropfen. Sehr hilfreich bei der Auswahl ist der „John Platter Wine Guide“ (www.platterwineguide.com). In ihm werden alle Güter und Weine vorgestellt und beurteilt. Das Buch erhalten Sie in Buchhandlungen und Schreibwarenläden.

Öffnungszeiten

Die Geschäfte in Südafrika sind meist montags bis freitags von 8.30 bis 17 Uhr, samstags von 9.30 bis 13 Uhr geöffnet. Die großen Einkaufszentren der Städte sind an sieben Tagen in der Woche geöffnet, meistens samstags bis 17 Uhr und sonntags bis 13 Uhr. Die Waterfront in Kapstadt hat an 365 Tagen im Jahr von 10 bis 21 Uhr geöffnet. Schalterstunden der Post: Mo–Fr 8.30–16.30, Sa 8–12 Uhr

Backpackers

Die Übernachtungsmöglichkeiten für Backpackers sind in Südafrika sehr gut. Viele Häuser bieten neben Schlafsälen auch Doppelzimmer mit privaten Bädern. Sie sind eine wirkliche Alternative auch für Koffer-Touristen – und viel billiger als selbst ein B & B. Die Bibel für diese Art des Reisens ist der Führer „Coast to Coast“, den es in jedem Backpacker kostenlos gibt (www.coasttocoasat.co.za).

Safaris

Besuche in den Wildparks werden für jeden Geschmack und Geldbeutel angeboten. Preiswert können Sie in den staatlichen Parks (€) übernachten. Buchen Sie einen solchen Aufenthalt am besten ein Jahr im Voraus: National Parks (Tel. 012 4289111 | reservations@parks.sa.co.za). KwaZulu-Natal verwaltet die staatlichen Parks in seinen Landesgrenzen selbst (Tel. 033 8451002 | www.rhino.org.za). Beste Zeit für den Besuch eines Wildparks ist der südafrikanische Winter (April bis September). Im Sommer, zur Regenzeit, zieht es die Tiere nicht an die Wasserlöcher, wo man sie gut beobachten kann. Auch sind die Bäume und Sträucher viel üppiger, sodass Sie weniger sehen. Wenn Sie mit dem Auto einen öffentlichen Wildpark besuchen, sollten Sie die vorgegebene Route aus Sicherheitsgründen nicht verlassen. Steigen Sie auch nicht aus dem Auto aus und halten Sie die Fenster stets geschlossen.

Spezialitäten

Biltong luftgetrocknetes und gesalzenes Filet vom Rind oder Wild; es wird in dünnen Scheiben serviert und ist ein Überbleibsel aus der Zeit des großen Trecks der Buren, als das Fleisch lange haltbar sein musste
Bobotie Der Auflauf besteht aus Lammhackfleisch, das stark mit Curry gewürzt ist, und Aprikosen, Marmelade, Rosinen und Mandeln. Darüber kommt eine Sauce aus Eigelb und Milch. Als Beilage wird meist Safranreis serviert
Bredie Fleischeintopf mit Gemüse, besonders mit Tomaten zu empfehlen
Droë Wors luftgetrocknete Wurst, sehr lange haltbar. Auch sie ist ein Relikt des großen Trecks
Isibindi dünn geschnittene Lammleber mit Zwiebeln
Kingklip der beliebteste Seefisch in Südafrika gehört zur Dorschfamilie. Er hat festes weißes Fleisch und kommt meist filetiert auf den Teller
Koeksisters sehr süßes Gebäck. Der Teig wird geflochten, in Öl ausgebacken und in Sirup getaucht serviert
Pap Brei aus Maismehl, den man mit Polenta vergleichen kann. Die Afrikaaner nennen ihn pap und essen ihn mit sous, einer Sauce aus Tomaten und Zwiebeln. Aber eigentlich kommt der ziemlich trockene Brei aus der schwarzafrikanischen Küche. Dort heißt er pute und spielt in der Ernährung eine wichtige Rolle. Dazu gibt es amasi, eine Sauce aus saurer Milch
Perlemon auch Abalone genannt, eine handgroße Muschel aus dem Atlantischen Ozean
Potjiekos Gericht aus Kartoffeln, Fleisch und Gemüse, das bis zu fünf Stunden auf dem offenen Feuer schmort
Samoosa kleine, dreieckige Blätterteigtaschen mit Gemüse- oder Fleischfüllung, in heißem Fett gebraten
Sosaties Spieße mit Lammfleisch, Trockenfrüchten, Tomaten und Zwiebeln, meist gegrillt
Sousboontjies getrocknete Bohnen, die mit Butter, Zucker, Essig und anderem Gemüse zusammen gekocht werden
Ulusu weich gekochte Kutteln in einer Sauce aus Zwiebeln, Sellerie und Kartoffeln
Stichworte

Aids

Die Zahl der Aidskranken im südlichen Afrika ist weiterhin hoch. In Südafrika sind 20 Prozent der Erwachsenen HIV-positiv. Die Prognose der durchschnittlichen Lebenserwartung liegt bei nur 36 Jahren. Es gibt schon 1 Mio. Aidswaisen. Aber es gibt auch Hoffnung: Die ANC-Regierung hat HIV verstärkt den Kampf angesagt.

Apartheid

Das Wort kommt aus der Sprache Afrikaans und bezeichnet die gesetzliche Trennung und ungleiche Rechtsstellung von Menschen wegen ihrer Hautfarbe. Mit dieser Rassendoktrin versuchten die Weißen, ihre Macht zu sichern und enthielten der zahlenmäßig stärkeren schwarzen Bevölkerung gleiche Rechte vor. Der 1912 gegründete African National Congress (ANC) hat jahrzehntelang die Herrschaft der weißen Minderheit bekämpft. Heute bildet er die stärkste Partei des Landes.

Bevölkerung

Südafrika hat knapp 50 Mio. Einwohner, davon sind 77 Prozent schwarz, 11 Prozent weiß, 9 Prozent farbig und 3 Prozent indisch. Dazu kommen geschätzte 4 Mio. Simbabwer, die illegal aus dem Nachbarland eingewandert sind. Elf offizielle Sprachen werden gesprochen. Zu den frühesten Bewohnern des Landes zählen die Khoisan-Stämme. Dazu gehörten die Khoikhoi, die völlig ausgerottet wurden, und die San. Die wenigen Nachfahren dieses Nomadenvolks leben heute wie ihre Urahnen in der Kalahari bzw. am Rand der Wüste. Höhlenmalereien zeugen von ihrer Geschichte.

Die angestammte Heimat der Zulu ist das Königreich Zululand in KwaZulu-Natal. Die Xhosa-Stämme sind seit dem 15. Jh. in der Gegend von Umtata nachgewiesen.

Afrikaaner heißen die Nachfahren holländischer und deutscher Siedler. Sie sprechen Afrikaans, eine Mischung aus Holländisch und Deutsch mit leichten französischen und malaiischen Anklängen. Die kleinste Bevölkerungsgruppe stellen die Inder. Sie sind überwiegend in KwaZulu-Natal zu Hause. Ihre Vorfahren kamen Mitte des 19. Jhs. für die Arbeit auf den Zuckerplantagen nach Südafrika.

Black Economic Empowerment

Schwarze Beteiligung an der noch immer überwiegend von Weißen gelenkten Wirtschaft Südafrikas ist eines der großen Ziele der Regierung. Gemäß BEE werden größere und kleinere Firmen aufgefordert, Südafrikaner nicht-weißer Hautfarbe in den Vorstand oder auch als Partner an Bord zu nehmen. Obwohl BEE nicht gesetzlich erzwungen werden kann, sind viele Firmen dazu bereit. Sicherlich auch, weil sie sonst keine Geschäfte mit der Regierung machen können.

Flora

Durch die verschiedenen Klimazonen in den Regionen gibt es einen üppigen Pflanzenreichtum mit knapp 23 000 Arten von Blütenpflanzen. Allein von der Nationalblume, der Protea, sind 400 Arten bekannt. Die Blumenpracht können Sie in den zahlreichen botanischen und Wildblumengärten des Landes bewundern. Der eindrucksvollste ist Kirstenbosch in Kapstadt (www.nbi.ac.za).

Auf der Welt gibt es sechs Blumenkönigreiche, in denen alle Mitglieder einer Pflanzenfamilie innerhalb der Grenzen eines Landes wachsen. Eines dieser Königreiche ist das Westkap, wo alle 6552 Arten der Fynbos-Familie gedeihen. Dazu gehören die Protea ebenso wie die Erika.

Homeland

Die Homelands waren während der Apartheid der Versuch der Regierung, zehn unabhängige Staaten für die schwarze Bevölkerung zu gründen und das übrige Land für Weiße freizuhalten. Homelands entstanden in den historischen Siedlungsgebieten der schwarzen Völker. Auf nur 13 Prozent der Landesfläche mussten 80 Prozent der Einwohner leben. Das Elend war groß. Heute gehören diese Gebiete wieder zu Südafrika, aber es wird dauern, bis das Erbe der Apartheid nicht mehr spürbar ist.

Kunst

Die ältesten Kunstwerke sind Höhlenzeichnungen der San, die zum Teil vor Tausenden von Jahren entstanden. Mit den Europäern kam auch deren Kunst. Der berühmteste Landschaftsmaler, europäischer Abstammung, Jan Hendrik Pierneef, lebte Anfang des 19. Jhs. Seine Bilder erzielen bei Auktionen Höchstpreise. Irma Stern zählt ebenfalls zu den herausragenden Künstlern des Landes. Die deutschstämmige Malerin ließ sich in den 1920er-Jahren in Kapstadt nieder. Ihr ist ein Museum gewidmet.

So vielfältig wie die Bevölkerung präsentiert sich die Kunst seit dem Ende der Apartheid. Der zeitgenössische Maler, der die höchsten Preise, auch international, erzielt, ist William Kentridge. Inzwischen haben sich aber auch etliche schwarze und farbige Künstler einen Namen gemacht. Das Leben der armen Bevölkerung in den riesigen Townships wird in den Arbeiten von Willie Bester und Vusi Khumalo thematisiert. Beide Künstler sind auch in Europa und Amerika erfolgreich.

Nelson Mandela

Nach 27 Jahren in Gefängnissen wurde der damals über 70-jährige Nelson Mandela 1990 in die Freiheit entlassen. Er war in den Jahren der Apartheid die Ikone der Freiheitsbewegung ANC. Unter seiner Führung schaffte Südafrika den friedlichen Wandel von einem Unrechtssystem zu einer Demokratie.

1993 erhielt Mandela zusammen mit dem letzten weißen Präsidenten des Landes, Frederik Willem de Klerk, den Friedensnobelpreis. Von 1994 bis 1999 war er Präsident des Landes, von allen Südafrikanern demokratisch gewählt. Nach einer Amtszeit zog er sich aus der Politik zurück und im Gegensatz zu den meisten afrikanischen Ländern hat Südafrika schon den dritten gewählten Präsidenten.

Sicherheit

Immer wieder hören Touristen Schreckensmeldungen über die Kriminalität in Südafrika, besonders aus den Großstädten. Dabei hat die Polizei in den letzten Jahren durch drastische Maßnahmen das Problem ziemlich gut in den Griff bekommen – in Kapstadt und Johannesburg wird zum Beispiel die Innenstadt mit Kameras überwacht. Wer sich an die Regeln hält, die auch für andere Länder mit großem Wohlstandsgefälle gelten, hat wenig zu befürchten. Wichtig ist: Kameras und Schmuck nie auffällig tragen, Vorsicht an Geldautomaten. Und auf keinen Fall abends zu einem Spaziergang durch einsame Straßen aufbrechen. Aus Sicherheitsgründen ist es erlaubt, nachts auf verkehrsarmen Straßen bei Rot über die Kreuzung zu fahren.

Sport

Südafrikaner lieben Sport – aktiv und passiv. Es wird gejoggt oder geschwommen, und man fährt mit dem Rad. Sport wird auch an Schulen groß geschrieben, und fast alle Jungen spielen Rugby und Kricket (und seit der WM im eigenen Land mehr und mehr Fußball), die Mädchen bevorzugen Hockey oder Volleyball.

Wenn eine der südafrikanischen Nationalmannschaften – ganz gleich in welcher Sportart – international erfolgreich ist, steht das Land geschlossen hinter ihr. Dass Sport vereint, hat schon Nelson Mandela erkannt. Er holte in den 1990er-Jahren die Rugby-Weltmeisterschaft nach Südafrika und unterstützte das Team des bis dahin hauptsächlich „weißen“ Sports. Unvergesslich für alle Südafrikaner ist der bewegende Moment, als Mandela im Trikot der Mannschaft dem Kapitän den Siegerpokal überreichte. Für die Einheit Südafrikas hat dieses Sportereignis mehr bewirkt als viele politische Aktionen. Dieses Gefühl der Gemeinsamkeit hatten die Menschen auch wieder bei der erfolgreichen Fußballweltmeisterschaft 2010.

Städtenamen

Gleich zu Beginn des neuen Südafrika wurden Provinznamen geändert, z. B. wurde aus Transvaal Gauteng. Jetzt geschieht das auch bei einigen Städtenamen: Pietersburg heißt heute Polokwane. Auf Verkehrsschildern erscheinen im Moment noch alte und neue Namen. In den Städten wurde damit begonnen, die Straßen umzubenennen, besonders in Durban.

Township

Das ist die Bezeichnung für die Vorstädte. In der Zeit der Apartheid wurden die Wohngebiete nach Hautfarbe der Bewohner getrennt. Es gab weiße, farbige, indische und schwarze Stadtteile, wenngleich sich gerade in den Großstädten die Grenzen zunehmend verwischten. Township werden heute nur noch die vielfach riesigen Vororte genannt, in denen die armen Südafrikaner leben.

Wildlife

In den südafrikanischen Wildparks herrscht eine Artenvielfalt wie sonst kaum auf der Welt. In den staatlichen Parks können Besucher im eigenen geschlossenen Wagen fahren. Im offenen Geländewagen geht es hingegen durch die privaten Reservate, begleitet von einem kundigen Ranger. Das ist natürlich eine bessere Voraussetzung, um Tiere hautnah zu erleben. Abgesehen davon, dass die Unterbringung in privaten Parks in den meisten Fällen anspruchsvoller ist, sind die hohen Preise auch gerechtfertigt, weil es sehr teuer ist, privat Naturschutz zu leisten.

Der größte und schönste Park ist der Kruger National Park. Hier leben die Big Five (Elefant, Löwe, Büffel, Leopard und Nashorn) in großer Zahl; besonders die Büffelherden sind riesig. Man hat gute Chancen, sogar den scheuen Leoparden zu sehen. Das gilt erst recht für die privaten Parks, die seit einigen Jahren nicht mehr nur am Rand des Kruger National Parks liegen, sondern auch im Innern. Teilweise sind es Gebiete, die nach dem Ende der Apartheid an Stämme, die enteignet wurden, damit der Park vergrößert werden konnte, zurückgegeben wurden.

Südafrika war schon immer im Naturschutz vorbildlich, jetzt ist er sogar Teil der neuen Verfassung. In den letzten Jahren wurden die Transfrontier Parks eingerichtet, die länderübergreifend zwischen Südafrika und Namibia und Südafrika, Simbabwe und Mosambik liegen.

Wirtschaft

Der Bergbau zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen und bietet – neben der Landwirtschaft – die meisten Arbeitsplätze. Südafrika ist der größte Goldproduzent der Erde und deckt über 50 Prozent des weltweiten Bedarfs. Es gehört auch zu den größten Diamantenlieferanten. Jedes Jahr werden in den Meeren um das Kap 1,2 Mio. t Fisch gefangen, wovon 90 Prozent ins Ausland verkauft werden. Der Tourismus ist der drittgrößte Devisenbringer. In den letzten zwei Jahrzehnten sind sowohl die Investitionen wie auch die Gewinne stetig gestiegen. Viele Tausend Ausbildungs- und Arbeitsplätze wurden geschaffen.

In den letzten Jahren hat sich in Kapstadt eine florierende Filmindustrie entwickelt. Es werden Hollywoodfilme, aber auch deutsche Serien und internationale Werbefilme gedreht.

Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs und der erfolgreichen Finanzpolitik der Regierung gibt es immer noch viele Arbeitslose im Land. Ihr Anteil an der erwerbsfähigen Bevölkerung wird auf 30 Prozent geschätzt. Dagegen klappt die amtlich verordnete Affirmative Action, die bevorzugte Einstellung von historisch benachteiligten Südafrikanern bei gleicher Qualifikation, sehr gut.

Bloss nicht!

Auf Autobahnen zu schnell fahren

Für deutsche Besucher ist es unvorstellbar, dass Autobahnen von Fußgängern und Hunden überquert werden. Doch stellen Sie sich in Südafrika darauf ein, dass das vorkommen kann, und fahren Sie entsprechend vorausschauend. Achten Sie besonders auch auf Pferde, Kühe oder Schafe, die häufig auf dem Grünstreifen an der Autobahn grasen.

Bettlern vom Auto aus etwas geben

An vielen Ampeln in den Städten warten Bettler darauf, dass die Fahrzeuge anhalten müssen. Es kann riskant sein, das Fenster zu öffnen, um ihnen Geld zu geben. Häufig wird bei solchen Gelegenheiten rabiat zugegriffen, und Taschen sowie Schmuck gelangen blitzschnell in die bittenden Hände.

Tiere füttern

Das Füttern von Tieren ist in allen Wildparks generell verboten. Aber auch die Paviane, die oftmals in der Nähe von Straßen und Rastplätzen leben, sollten und dürfen nicht gefüttert werden. Sie haben ihre Scheu vor den Menschen völlig verloren, und wenn ein Auto hält, klettern sie durchaus aufs Dach. Wenn sich eine Tür öffnet, sitzen sie auch schon im Wagen und suchen nach Essbarem. Mit Vorliebe stehlen sie alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Schon manche Handtasche mit allen Papieren verschwand dadurch auf Nimmerwiedersehen.

Drängeln

Nach guter englischer Sitte steht man Schlange in Südafrika. Ganz gleich, wo oder worauf die Menschen warten, ob vor der Kinokasse, an der Bushaltestelle oder bei der Bank, es ist absolut unüblich, sich vorzudrängeln.

Tramper mitnehmen

Wegen des ungeregelten öffentlichen Personenverkehrs gibt es viele Leute, die als Anhalter am Straßenrand stehen. Die Einheimischen sind im Allgemeinen sehr hilfsbereit, und niemand muss lange warten, bis ein Auto hält. Aber Touristen sollten in dieser Hinsicht vorsichtig sein. Sie können nur schwer beurteilen, ob und in welcher Gegend es sicher ist, diesen oder jenen Fahrgast mitzunehmen.

Auf den Zebrastreifen vertrauen

So diszipliniert die Südafrikaner sind, wenn es darum geht, in der Schlange zu stehen, so undiszipliniert verhalten sie sich im Straßenverkehr. Als Fußgänger sollten Sie also, besonders in Kapstadt, auf keinen Fall davon ausgehen, dass Autofahrer anhalten, nur weil Sie die Straße auf dem Zebrastreifen überqueren wollen. Als Autofahrer wiederum sollten Sie nicht darauf vertrauen, dass Fußgänger an einer roten Ampel warten. Das zumindest tun die Autofahrer.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Der öffentliche Fernverkehr funktioniert in aller Regel zuverlässig. Es gibt ein Inlandsflugnetz und Busverbindungen zwischen allen großen Städten, aber nur wenige Zugverbindungen.

Ein Mietwagen ist für Einzelreisende und kleine Gruppen empfehlenswert, denn die öffentlichen Nahverkehrsnetze sind unsicher und unübersichtlich. Eine Ausnahme bildet der "Gautrain" zwischen Johannesburg und Pretoria, der in aller Regel sicher und zuverlässig ist.

In Südafrika herrscht Linksverkehr. Das Straßennetz ist dicht und Überlandstraßen zumeist in gutem Zustand. Auf Autobahnen herrscht oft Mautpflicht, die teils direkt zu zahlen ist, teils elektronisch verrechnet wird. Informationen bietet zum Beispiel -Toll-Tariffs.
Nebenstraßen hingegeben sind vor allem in ländlichen Gebieten oft unzureichend gesichert und von schlechter Qualität. Gefahren bestehen durch Rücksichtlosigkeit anderer Verkehrsteilnehmer, insbesondere von Sammeltaxis, und häufiges Linksüberholen trotz Verbotes.

Zum Teil haben Verkehrszeichen eine andere Bedeutung als in Deutschland. So bedeutet ein grün erleuchteter Abbiegepfeil an der Ampel nicht, dass weder auf Fußgänger noch Gegenverkehr geachtet werden muss. In Südafrika gibt es viele "4-way-stop"-Kreuzungen, dass alle Autos an der Kreuzung zunächst halten müssen; die Weiterfahrt erfolgt dann entsprechend der Ankunftsreihenfolge, das Auto, welches als erstes an der Kreuzung gehalten hat, fährt auch als erstes wieder los.

Es gibt viele Radarkontrollen und bei Verstößen ist mit hohen Geldbußen zu rechnen. Die Promillegrenze beträgt 0,5. Bei Überschreitungen muss mit Festnahme und Inhaftierung gerechnet werden.

Während bessere Wohngegenden oft großzügig angelegt und gepflegt sind, bestehen die "Townships", in denen nach wie vor der Großteil der nicht-weißen Bevölkerungsgruppen lebt, aus überwiegend einfachen Häusern, Baracken oder Hütten. Townships sind nicht gleichzusetzen mit Slums, es gibt auch in Townships Wohngegenden der Mitteklasse. Vor allem aber die Townships und Innenstädte der großen Städte wie Johannesburg, Kapstadt, Pretoria und Durban leiden unter der hohen Kriminalität im Land.

  • Meiden Sie die Vorortzüge in Johannesburg, Kapstadt, Pretoria und Durban (Ausnahme "Gautrain"). Falls Sie die Züge gleichwohl nutzen, empfiehlt es sich, in der 1. Klasse und nur zu den Hauptverkehrszeiten am Tag zu reisen.
  • Bestellen Sie Taxis nur bei zuverlässigen, bekannten Unternehmen; bei der Reservierung sind Gästehäuser und Hotels oft behilflich. Winken Sie Taxis nicht auf der Straße heran.
  • Unterlassen Sie Fahrten per Anhalter und mit sog. Minibus-Taxis.
  • Werden Sie von der Polizei angehalten und eine Barzahlung einer Geldbuße an Ort und Stelle verlangt, ist dies nicht rechtens.
    Verständigen Sie in solchen Fällen die südafrikanische Korruptionshotline "fraud and anti-corruption hotline" unter 0800 00 28 70.
  • Fahren Sie äußerst defensiv; vermeiden Sie jegliche Auseinandersetzung mit anderen Verkehrsteilnehmern. Beharren Sie weder auf Ihrem Recht, noch tun Sie anderen verbal oder durch Gesten kund, wenn Sie mit dem Fahrverhalten anderer Verkehrsteilnehmer nicht einverstanden sind.
  • Unternehmen Sie nach Einbruch der Dunkelheit keine Überlandfahrten, da Autopannen, Schlaglöcher, nicht hinreichend ausgeschilderte und gesicherte Baustellen und Tiere auf der Fahrbahn ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.

Der Internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

Es gibt keine Einschränkungen im öffentlichen Leben und Touristen müssen nicht mit Nachteilen rechnen. Die Akzeptanz unter der Bevölkerung kann jedoch unterschiedlich sein und in ländlichen Gebieten oder Townships sind Ressentiments nicht ausgeschlossen.

  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.

Besitz, Konsum, Ein- und Ausfuhr von sowie Handel mit Drogen sind strafbar. Die gesetzlich vorgesehenen Strafen reichen von einer Geldstrafe bis hin zu 25 Jahren Haft, je nach Schwere der Tat.

Prostitution ist in Südafrika strafbar. Mit besonders hohen Haftstrafen (bis zu 20 Jahren) können Taten im Bereich der Kinderprostitution geahndet werden. Unter Strafe gestellt sind sexuelle Handlungen mit Kindern gegen Bezahlung an das Kind selbst oder eine dritte Person, aber auch das Profitieren sowie das Leben von Profiten aus Kinderprostitution. Als Kind gilt jede Person bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres.

Nacktbaden ist strafbar.

Das Pflücken geschützter Pflanzen und das Fangen von Tieren geschützter Arten ist verboten und kann, je nachdem ob es auf privatem oder öffentlichem Grund, oder gar in einem Naturschutzgebiet stattfand, zu empfindlichen Geld- und Haftstrafen von zwei bis zehn Jahren führen. Dies gilt auch für die ungenehmigte Ausfuhr geschützter Pflanzen und Tiere.

Landeswährung ist der südafrikanische Rand (ZAR). Bank- und Kreditkarten, die dem Maestro-System angeschlossen sind, können an ausreichend vorhandenen internationalen Geldautomaten benutzt werden. Die Zahlung mit Kreditkarte ist üblich und gerne gesehen.

Bargeld (Euro oder US-Dollar) kann in den Metropolen überall gewechselt werden. Beim Geldtausch ist zwingend der Reisepass vorzulegen. Nähere Informationen bietet die South African Reserve Bank.

Die hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ergänzen.

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Allerdings ist bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen. Das gilt auch für einen transitbedingten Zwischenaufenthalt von über 12 Stunden in Nairobi oder Addis Abeba. Eine Impfung wird auch bei kürzerem Transit empfohlen, da es zu Verspätungen kommen bzw. in Einzelfällen die Aufenthaltszeit im Transit nicht nachvollzogen werden kann. Eine einzige Impfung gilt inzwischen als lebenslanger Impfnachweis im internationalen Reiseverkehr.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B und Tollwut empfohlen (Selbstfahrer unter Campingbedingungen, Kontakt zu Wildtieren oder Projektarbeit im Tierschutz).
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die .

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Ein mittleres bis hohes Risiko besteht von Oktober bis Mai im Osten der Mpumalanga-Provinz (mit gesamtem Krügerpark und angrenzenden privaten Wildreservaten) und im Norden und Nordosten der Limpopo-Provinz. Eine Malariaprophylaxe (s.u.) ist für diesen Zeitraum empfohlen.
Ein geringes Risiko besteht von Juni bis September im Osten der Mpumalanga-Provinz (mit Krügerpark) und im Norden und Nordosten der Limpopo-Provinz; von September bis Mai im Norden und Nordosten von KwaZulu-Natal (inkl.Tembe- und Ndumo- als auch Umfolozi- und Hluhluwe-Wildreservate).

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, insbesondere in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie unter einem imprägnierten Moskitonetz.

Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

Das größte Gesundheitsproblem in Südafrika ist HIV/AIDS mit einer sehr hohen Häufigkeit. Bis zu 20% der erwachsenen Bevölkerung (regionale Unterschiede) sind mit HIV infiziert. Eine durch die Immunschwäche bedingte Ko-Infektion mit Tuberkulose ist die Ursache der hohen Sterblichkeit, wobei gegen Tuberkulosemedikamente multiresistente Keime zum großen Teil mitverantwortlich sind.
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.
Eine Gefahr der Tuberkuloseansteckung über Tröpfcheninfektion besteht nur in entsprechenden medizinischen Einrichtungen bzw. bei längerem Aufenthalt in beengten Wohnräumen Tuberkulosekranker.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern (der Limpopo- und Mpumalanga-Provinz, sowie in KwaZulu-Natal und in der östlichen Kapprovinz bei Port Elizabeth), siehe Merkblatt Schistosomiasis.

  • Baden Sie nicht im offenen Süßwasser in den erwähnten Gebieten.

Übermäßige Belastung durch UV-Licht führt zu vorzeitiger Hautalterung und kann auch Hautkrebs verursachen. Südafrika liegt geographisch in einer Zone erhöhter UV-Strahlung, so dass entsprechende Vorsorge getroffen werden sollte (Kopfbedeckung, Sonnenschutzcreme mit hohem Schutzfaktor je nach Hauttyp, besondere Vorsicht an Küsten mit kühlem Seewind).

Die medizinische Versorgung ist insgesamt gut. Die privaten Krankenhäuser in den großen Städten haben europäisches Niveau, die staatlichen Krankenhäuser fallen dahinter zurück, bieten aber auch im Notfall einen zielorientierten Service. Die ärztliche Versorgung ist in den ländlichen Gebieten nicht so gut wie in den großen Städten.

Für ärztliche Leistungen und Krankenhausbehandlung ist grundsätzlich Vorauskasse in teilweise erheblicher Höhe zu leisten. Der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung mit Rückholversicherung wird dringend angeraten!

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die .

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss:

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Versorgung ist insgesamt gut. Die privaten Krankenhäuser in den großen Städten haben europäisches Niveau, die staatlichen Krankenhäuser sind dagegen überlaufen und leiden unter Budgetkürzungen. Die ärztliche Versorgung ist in den ländlichen Gebieten nicht so gut wie in den großen Städten.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sowie einer Reiserückholversicherung wird empfohlen.

Essen und Trinken

Das Leitungswasser ist in den Großstädten gesundheitlich unbedenklich, wenn auch nicht besonders wohlschmeckend. In den ländlichen Gegenden ist Leitungswasser jedoch nicht immer keimfrei und sollte sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist pasteurisiert und Milchprodukte, Fleischwaren, Geflügel, Meeresfrüchte, Obst und Gemüse können unbesorgt verzehrt werden. Fleisch und Gemüse sollte jedoch durchgekocht und nicht lau aufgewärmt sein.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Gelbfieber 1 -
Cholera 2 -
Typhus & Polio Ja -
Malaria 3 -
Essen & Trinken - -

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von sechs Tagen nach Aufenthalt in den von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebieten einreisen wollen und über ein Jahr alt sind. Dies gilt auch für Reisende, die sich als Transitpassagiere länger als 12 Stunden in den Infektionsgebieten aufgehalten haben. Bei Direktflügen aus Europa wird keine Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Infektionsgebiete für Cholera sind: Eshowe/Nkandla, Hlabisa, Ngwelezane, die unteren Regionen des Umfolozi Distriktes, die Südküste (KwaDukuza/Stanger, Jozini und die Ugu-Region), die Eastern Cape-Provinz, die Northern Province und Port Shepstone. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.

[3] Die gefährlichere Malariaart Plasmodium falciparum kommt ganzjährig in den niederen Ebenen der Provinz Mpumalanga (einschließlich der Nationalparks), der Nord Provinz und im Nordosten von Kwazulu-Natal vor. Ein geringes Risiko besteht im Osten von Kwazulu-Natal bis zum Tugela-Fluss und im Nordwesten bis Swartwater. Die größte Ansteckungsgefahr besteht von Oktober bis Mai. Chloroquinresistenz wurde gemeldet.

Gesundheitszeugnis

Für Arbeitsaufenthalte wird ein Gesundheitszeugnis verlangt.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Bilharziose-Erreger können in manchen Teichen und Flüssen vor allem in Transvaal (einschließlich der Nationalparks), Transkei, Ciskei und in der Südost-Kap-Provinz vorkommen. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist eines der größten Gesundheitsprobleme Südafrikas. Es ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Pest-Fälle wurden aus dem Norden des Landes gemeldet. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufigeres Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflicher Tätigkeit in Pestgebieten empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.

Die Rifttal-Fieberinfektion kommt landesweit regional vor und Touristen können sich, trotz eher geringem Risiko, anstecken. Schutzmaßnahmen sind ein guter Mückeschutz, keine ungekochte Frischmilch trinken und kein rohes Fleisch essen.

Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Tuberkulose kommt vor. Bei besonderer Exposition sollte eine Impfung erwogen werden.

Die UV-Strahlung ist sehr hoch und kann zu Hautschäden führen. Sonnenschutz durch hautbedeckende Kleidung und Sonnenschutzmittel (LSF > 20) ist daher unbedingt erforderlich.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Mon, 02 Sep 2019 16:15:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Mon, 02 Sep 2019 16:10:36 +0200)

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz
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Letzte Änderungen:
Einreise und Zoll (Mindestrestgültigkeit Reisedokumente, Korrektur)
Redaktionelle Änderungen

Sicherheit

Terrorismus

Innenpolitische Lage

Es kann zu Protesten und Demonstrationen sowie insbesondere Konflikten häufig aufgrund der großen sozialen Unterschiede im Land kommen. Vereinzelte gewaltsame Auseinandersetzungen und Verkehrsbehinderungen können nicht ausgeschlossen werden.

  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Kriminalität

Südafrika verzeichnet eine hohe Kriminalitätsrate, vor allem in Großstädten und deren Randgebieten. Dies schließt auch Straftaten unter Anwendung von körperlicher Gewalt ein. Der überwiegende Teil der Gewaltkriminalität findet in Gegenden und unter Umständen statt, von denen Reisende nicht betroffen sind. Reisende können dennoch Ziel und Opfer von Diebstählen, Einbrüchen, Raub und ähnlicher Delikte werden.

Häufig werden auf den Straßen, vor allem in den Innenstädten, Handtaschen weggerissen. Auch in Hotelrestaurants und -zimmern treten Diebstähle auf. An Geldautomaten kommt es immer wieder zu Manipulationen oder versuchtem Trickbetrug durch Personen, die vorgeben beim Geldabheben behilflich sein zu wollen, aber tatsächlich das Ziel verfolgen, die Bank-/Kreditkarte gegen eine Fälschung auszutauschen oder die PIN zu erschleichen. Auch andere Betrugsmaschen und Kreditkartenmissbrauch sind verbreitet.

Reisende bzw. Reisegruppen werden auf Autobahnen oder -zufahrten angehalten und ausgeraubt, indem sie z.B. eingekeilt oder vereinzelt durch Fahrzeuge angehalten werden, die sich fälschlicherweise als Polizei ausgeben. Die Strecken von und zu den Flughäfen in Johannesburg und Pretoria sind hiervon besonders betroffen.

In dichtem Verkehr und an roten Ampeln erfolgen häufiger Blitzeinbrüche, sog. „smash-and-grab"- Überfälle, bei denen Autotüren geöffnet oder Scheiben eingeschlagen werden, um Wertgegenstände aus dem Auto zu entwenden. Nach Einbruch der Dunkelheit besteht an weniger befahrenen Straßenkreuzungen die Gefahr von Fahrzeugentführungen (sog. „carjackings").

Bei der Autobahnfahrt im städtischen Umland, insbesondere beim Transit durch bestimmte Vorortgebiete (z.B. Kapstadt: N2 Weg zum und vom Flughafen, Strecke Kapstadt – Stellenbosch/Somerset West-Kapstadt; Pretoria: Fahrten auf der N4 zum Pilanesberg oder zum Flughafen Lanseria auf der N14) besteht bei Dämmerung und Dunkelheit ein erhöhtes Risiko des sog. „Stoning", d.h. Fahrzeuge werden durch Steinwürfe oder Steinblöcke zum Abbremsen und Stoppen gezwungen, um die Situation zum Überfall auf die Insassen zu nutzen.

  • Verzichten Sie bei einem Überfall auf jede Gegenwehr, die Täter könnten bewaffnet sein.
  • Führen Sie während Ihres Aufenthalts ein Mobiltelefon mit, tragen Sie dieses im innerstädtischen Bereich nicht sichtbar. Notrufnummern: Polizei 10 111, Rettungsdienste 10 177 oder 112.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtige Dokumente sicher auf.
  • Tragen Sie Wertsachen nicht zur Schau; verzichten Sie möglichst auf große, wertvolle Handtaschen.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Lassen Sie Ihre Kreditkarte nie aus den Augen, sondern bestehen Sie auf ein portables Lesegerät.
  • Wählen Sie keine Geldautomaten auf offener Straße, sondern in Einkaufszentren, Supermärkten oder Banken und lassen Sie sich nie von Fremden beobachten oder helfen.
  • Meiden Sie nach Geschäftsschluss und insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit die Innenstädte von Johannesburg, Kapstadt, Pretoria, Durban, Port Elizabeth und anderer großer Städte; an Sonn- und Feiertagen sollten Sie sich nur in Gruppen in den Innenstädten aufhalten. Lassen Sie auch tagsüber Vorsicht walten.
  • Halten Sie Autofenster immer geschlossen und Autotüren von innen verriegelt.
  • Handtaschen, Fotoapparate, Mobiltelefone etc. sollten Sie nie sichtbar im Auto liegen lassen, sondern diese im Kofferraum transportieren.
  • Achten Sie bei Wartezeiten an großen Kreuzungen aufmerksam auf Ihre Umgebung und halten Sie ausreichend Abstand zu anderen Fahrzeugen.
  • Unternehmen Sie Ausflüge am besten nur in Gruppen. Wenn Sie alleine reisen, suchen Sie möglichst Anschluss an größere Reisegruppen.
  • Nutzen Sie bei Ausflügen in öffentlich zugängliche Naturflächen und Parks und zu bekannten Sehenswürdigkeiten keine einsam gelegenen Wanderwege und meiden Sie unbelebte Gegenden.
  • Seien Sie auch bei Wanderungen in und um den Table Mountain Nationalpark besonders wachsam.
  • Unternehmen Sie Township-Besuche nur in organisierter Form und nur mit ortskundiger Führung.
  • Achten Sie als Rucksacktouristen auf sichere Unterkünfte. Einschlägige Reiseführer geben Empfehlungen für Backpacker Hostels ab, trotzdem ist Vorsicht geboten.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Naturkatastrophen

Vor allem in den Sommermonaten kommt es in Südafrika aufgrund der vorherrschenden klimatischen Bedingungen immer wieder zu Busch- und Waldbränden. Eine Beeinträchtigung der Infrastruktur auch in den Tourismusgebieten ist in diesen Fällen nicht ausgeschlossen.

Starke Regenfälle können zu Überschwemmungen in Nationalparks (wie im Krüger-Nationalpark) führen.

Infolge eines mehrjährigen Niederschlagsmangels und einer dadurch bedingten schwerwiegenden Wasserknappheit in der Kapregion gelten in Kapstadt strenge Wasserrestriktionen. Weitere Informationen erteilt die Stadtverwaltung City of Cape Town.

Im Meer gibt es teilweise starke (Unter-)Strömungen, die selbst erfahrene und geübte Schwimmer auf das Meer hinausziehen. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Badeunfällen. Auch Haie stellen eine potentielle Gefahr für Badende dar.

  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen, sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
  • Informieren Sie sich in den lokalen Medien über aktuelle Meldungen. Informationen zu Überschwemmungen können Sie insbesondere in der Regenzeit (Januar bis März) bei SAN-Parks (South African National Parks) abrufen.
  • Beachten Sie in der Kapregion mögliche Hinweise auf Wasserrestriktionen.
  • Erkundigen Sie sich immer, wo das Baden im Meer sicher ist und halten Sie sich an bewachten Stränden auf.

Reiseinfos

Infrastruktur/Verkehr

Der öffentliche Fernverkehr funktioniert in aller Regel zuverlässig. Es gibt ein Inlandsflugnetz und Busverbindungen zwischen allen großen Städten, aber nur wenige Zugverbindungen.

Ein Mietwagen ist für Einzelreisende und kleine Gruppen empfehlenswert, denn die öffentlichen Nahverkehrsnetze sind unsicher und unübersichtlich. Eine Ausnahme bildet der „Gautrain" zwischen Johannesburg und Pretoria, der in aller Regel sicher und zuverlässig ist.

In Südafrika herrscht Linksverkehr. Das Straßennetz ist dicht und Überlandstraßen zumeist in gutem Zustand. Auf Autobahnen herrscht oft Mautpflicht, die teils direkt zu zahlen ist, teils elektronisch verrechnet wird. Informationen bietet zum Beispiel AA-Toll-Tariffs.
Nebenstraßen hingegeben sind vor allem in ländlichen Gebieten oft unzureichend gesichert und von schlechter Qualität. Gefahren bestehen durch Rücksichtlosigkeit anderer Verkehrsteilnehmer, insbesondere von Sammeltaxis, und häufiges Linksüberholen trotz Verbotes.

Zum Teil haben Verkehrszeichen eine andere Bedeutung als in Deutschland. So bedeutet z.B. ein grün erleuchteter Abbiegepfeil an der Ampel nicht, dass weder auf Fußgänger noch Gegenverkehr geachtet werden muss. In Südafrika gibt es viele „4-way-stop"-Kreuzungen, d.h. dass alle Autos an der Kreuzung zunächst halten müssen; die Weiterfahrt erfolgt dann entsprechend der Ankunftsreihenfolge, d.h. das Auto, welches als erstes an der Kreuzung gehalten hat, fährt auch als erstes wieder los.

Es gibt viele Radarkontrollen und bei Verstößen ist mit hohen Geldbußen zu rechnen. Die Promillegrenze beträgt 0,5. Bei Überschreitungen muss mit Festnahme und Inhaftierung gerechnet werden.

Während bessere Wohngegenden oft großzügig angelegt und gepflegt sind, bestehen die „Townships", in denen nach wie vor der Großteil der nicht-weißen Bevölkerungsgruppen lebt, aus überwiegend einfachen Häusern, Baracken oder Hütten. Townships sind nicht gleichzusetzen mit Slums, es gibt auch in Townships Wohngegenden der Mitteklasse. Vor allem aber die Townships und Innenstädte der großen Städte wie Johannesburg, Kapstadt, Pretoria und Durban leiden unter der hohen Kriminalität im Land.

  • Meiden Sie die Vorortzüge in Johannesburg, Kapstadt, Pretoria und Durban (Ausnahme „Gautrain"). Falls Sie die Züge gleichwohl nutzen, empfiehlt es sich, in der 1. Klasse und nur zu den Hauptverkehrszeiten am Tag zu reisen.
  • Bestellen Sie Taxis nur bei zuverlässigen, bekannten Unternehmen; bei der Reservierung sind Gästehäuser und Hotels oft behilflich. Winken Sie Taxis nicht auf der Straße heran.
  • Unterlassen Sie Fahrten per Anhalter und mit sog. Minibus-Taxis.
  • Werden Sie von der Polizei angehalten und eine Barzahlung einer Geldbuße an Ort und Stelle verlangt, ist dies nicht rechtens.
    Verständigen Sie in solchen Fällen die südafrikanische Korruptionshotline „fraud and anti-corruption hotline" unter 0800 00 28 70.
  • Fahren Sie äußerst defensiv; vermeiden Sie jegliche Auseinandersetzung mit anderen Verkehrsteilnehmern. Beharren Sie weder auf Ihrem Recht, noch tun Sie anderen verbal oder durch Gesten kund, wenn Sie mit dem Fahrverhalten anderer Verkehrsteilnehmer nicht einverstanden sind.
  • Unternehmen Sie nach Einbruch der Dunkelheit keine Überlandfahrten, da Autopannen, Schlaglöcher, nicht hinreichend ausgeschilderte und gesicherte Baustellen und Tiere auf der Fahrbahn ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.

Führerschein

Der Internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

LGBTIQ

Es gibt keine Einschränkungen im öffentlichen Leben und Touristen müssen nicht mit Nachteilen rechnen. Die Akzeptanz unter der Bevölkerung kann jedoch unterschiedlich sein und in ländlichen Gebieten oder Townships sind Ressentiments nicht ausgeschlossen.

Strafrecht

Besitz, Konsum, Ein- und Ausfuhr von sowie Handel mit Drogen sind strafbar. Die gesetzlich vorgesehenen Strafen reichen von einer Geldstrafe bis hin zu 25 Jahren Haft, je nach Schwere der Tat.

Prostitution ist in Südafrika strafbar. Mit besonders hohen Haftstrafen (bis zu 20 Jahren) können Taten im Bereich der Kinderprostitution geahndet werden. Unter Strafe gestellt sind sexuelle Handlungen mit Kindern gegen Bezahlung an das Kind selbst oder eine dritte Person, aber auch das Profitieren sowie das Leben von Profiten aus Kinderprostitution. Als Kind gilt jede Person bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres.

Nacktbaden ist strafbar.

Das Pflücken geschützter Pflanzen und das Fangen von Tieren geschützter Arten ist verboten und kann, je nachdem ob es auf privatem oder öffentlichem Grund, oder gar in einem Naturschutzgebiet stattfand, zu empfindlichen Geld- und Haftstrafen von zwei bis zehn Jahren führen. Dies gilt auch für die ungenehmigte Ausfuhr geschützter Pflanzen und Tiere.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der südafrikanische Rand (ZAR). Bank- und Kreditkarten, die dem Maestro-System angeschlossen sind, können an ausreichend vorhandenen internationalen Geldautomaten benutzt werden. Die Zahlung mit Kreditkarte ist üblich und gerne gesehen.

Bargeld (Euro oder US-Dollar) kann in den Metropolen überall gewechselt werden. Beim Geldtausch ist zwingend der Reisepass vorzulegen. Nähere Informationen bietet die South African Reserve Bank.

Einreise und Zoll

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja, sofern nicht verlängert oder aktualisiert

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Reisedokumente müssen noch mindestens 30 Tage über den Tag der Ausreise hinaus gültig sein und über mindestens zwei freie Seiten für Visastempel verfügen.
Auch bei Weiterreise in Nachbarländer und anschließender Rückkehr nach Südafrika müssen wieder ausreichende Seiten für Stempel vorhanden sein.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für kurzfristige touristische, Besuchs- oder Geschäftsreisen nach Südafrika grundsätzlich kein Visum.
Gegen Vorlage eines gültigen Rückflugscheins wird bei Einreise in aller Regel eine Besuchsgenehmigung („visitor's visa") für den Zeitraum der geplanten Reise, maximal für 90 Tage erteilt.

Für andere als kurzfristige touristische, Besuchs- oder Geschäftsreisen benötigen deutsche Staatsangehörige ein Visum, das vor Einreise bei der südafrikanischen Botschaft in Berlin beantragt werden sollte.

Inhaber von in Deutschland ausgestellten „Reiseausweisen für Flüchtlinge gem. Abkommen vom 28.07.1951", Inhaber von deutschen „Reiseausweisen für Flüchtlinge gem. Abkommen vom 15.10.1946", sowie Inhaber von „Reisedokumenten" unterliegen der Visumpflicht für Südafrika.

Überschreitung des Aufenthalts („Overstay")

Gemäß geltender Einreisebestimmungen führt die Überschreitung jeder Aufenthaltserlaubnis („overstay") auch um wenige Tage zu einer „Erklärung zur unerwünschten Person". Dies hat eine automatische Einreisesperre von ein bis fünf Jahren zur Folge. Die südafrikanischen Behörden wenden diese neue Vorschrift strikt an, Ausnahmen sind bislang nicht bekannt. Sie werden bei verspäteter Ausreise auch dann zur unerwünschten Person erklärt, wenn Sie eine Verlängerung Ihrer Aufenthaltserlaubnis beantragt haben, darüber aber noch nicht entschieden ist. Dagegen kann nur nach Ausreise Widerspruch eingelegt werden. Der Widerspruchsprozess ist jedoch langwierig und ein Erfolg nicht garantiert. Das Auswärtige Amt und seine Auslandsvertretungen haben hierauf keinen Einfluss.

  • Halten Sie sich unbedingt an die Ihnen erteilte Aufenthaltserlaubnis und vermeiden Sie einen „Overstay".

Minderjährige

Auch wenn seit Dezember 2018 die Grenzpolizei nicht mehr lückenlos danach fragt, müssen Personen unter 18 Jahren bei der Ein- und Ausreise grundsätzlich eine Geburtsurkunde mitführen. Diese kann nach Auskünften des südafrikanischen Innenministeriums auch in anderen Sprachen als Englisch abgefasst sein, kurzfristige Änderungen der Bestimmungen oder abweichende Auslegung durch einzelne Dienststellen können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Reist ein Minderjähriger nicht in Begleitung beider sorgeberechtigter Elternteile, muss außerdem nachgewiesen werden, dass jeder nicht anwesende Elternteil entweder mit der Reise einverstanden sind (eidesstattliche Versicherung „affidavit", die nicht älter als sechs Monate ist und mit Passkopie des nicht anwenden Elternteils) bzw. dass die Einverständniserklärung nicht erforderlich ist (gerichtlicher Beschluss über alleiniges Sorgerecht oder Sterbeurkunde oder Negativbescheinigung des deutschen Jugendamts, wenn die minderjährige Person in Deutschland wohnhaft ist).

Allein reisende Minderjährige müssen darüber hinaus bei Einreise ein Bestätigungsschreiben sowie die Kontaktdaten und eine Passkopie derjenigen Person vorlegen, zu welcher der Minderjährige reisen soll.

  • Führen Sie möglichst eine internationale Geburtsurkunde oder eine Geburtsurkunde mit englischer Übersetzung für Ihr Kind mit.
  • Reisen nicht beide Elternteile mit dem Kind, führen Sie die Zustimmungserklärung und Dokumente wie von der südafrikanischen Botschaft in Berlin genannt mit. Fragen hierzu können Ihnen nur das Department of Home Affairs oder die südafrikanische Botschaft beantworten.

Einfuhrbestimmungen

Die Einfuhr von Fremdwährung ist unbeschränkt möglich, aber ab einem Gegenwert von 10.000 US-Dollar deklarationspflichtig. Die Einfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 25.000 ZAR erlaubt und bei höheren Beträgen deklarationspflichtig. Die Ausfuhr von Rand ist auf 5.000 ZAR beschränkt, von Fremdwährungen auf den bei Einreise deklarierten Betrag.

Gebrauchte persönliche Gegenstände können zollfrei eingeführt werden. Bei der Einfuhr von Jagd- und Sportwaffen gab es in jüngster Zeit vermehr Schwierigkeiten.

  • Möchten Sie Waffen nach Südafrika einführen, setzen Sie sich rechtzeitig vor Abreise mit der südafrikanischen Auslandsvertretung nahe Ihres Wohnorts in Verbindung und sorgen Sie möglichst dafür, dass Ihr Reiseveranstalter vor Ort bei der Einfuhr Unterstützung leistet.

Heimtiere

Einfuhrbestimmungen für Heimtiere hängen im Wesentlichen davon ab, aus welchem Land die Tiere nach Südafrika eingeführt werden. Erforderlich ist in jedem Fall eine sechs Monate gültige Importgenehmigung. Diese und alle weiteren Informationen bietet Animal Health.

Gesundheit

Aktuelles

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Allerdings ist bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen. Das gilt auch für einen transitbedingten Zwischenaufenthalt von über 12 Stunden z.B. in Nairobi oder Addis Abeba. Eine Impfung wird auch bei kürzerem Transit empfohlen, da es zu Verspätungen kommen bzw. in Einzelfällen die Aufenthaltszeit im Transit nicht nachvollzogen werden kann. Eine einzige Impfung gilt inzwischen als lebenslanger Impfnachweis im internationalen Reiseverkehr.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B und Tollwut empfohlen (z.B. Selbstfahrer unter Campingbedingungen, Kontakt zu Wildtieren oder Projektarbeit im Tierschutz).
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Malaria

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Ein mittleres bis hohes Risiko besteht von Oktober bis Mai im Osten der Mpumalanga-Provinz (mit gesamtem Krügerpark und angrenzenden privaten Wildreservaten) und im Norden und Nordosten der Limpopo-Provinz. Eine Malariaprophylaxe (s.u.) ist für diesen Zeitraum empfohlen.
Ein geringes Risiko besteht von Juni bis September im Osten der Mpumalanga-Provinz (mit Krügerpark) und im Norden und Nordosten der Limpopo-Provinz; von September bis Mai im Norden und Nordosten von KwaZulu-Natal (inkl.Tembe- und Ndumo- als auch Umfolozi- und Hluhluwe-Wildreservate).

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, insbesondere in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz. 

Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

HIV/AIDS

Das größte Gesundheitsproblem in Südafrika ist HIV/AIDS mit einer sehr hohen Häufigkeit. Bis zu 20% der erwachsenen Bevölkerung (regionale Unterschiede) sind mit HIV infiziert. Eine durch die Immunschwäche bedingte Ko-Infektion mit Tuberkulose ist die Ursache der hohen Sterblichkeit, wobei gegen Tuberkulosemedikamente multiresistente Keime zum großen Teil mitverantwortlich sind.
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.
Eine Gefahr der Tuberkuloseansteckung über Tröpfcheninfektion besteht nur in entsprechenden medizinischen Einrichtungen bzw. bei längerem Aufenthalt in beengten Wohnräumen Tuberkulosekranker.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera

Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Schistosomiasis (Bilharziose)

Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern (der Limpopo- und Mpumalanga-Provinz, sowie in KwaZulu-Natal und in der östlichen Kapprovinz bei Port Elizabeth), siehe Merkblatt Schistosomiasis.

  • Baden Sie nicht im offenen Süßwasser in den erwähnten Gebieten.

Sonnenschutz

Übermäßige Belastung durch UV-Licht führt zu vorzeitiger Hautalterung und kann auch Hautkrebs verursachen. Südafrika liegt geographisch in einer Zone erhöhter UV-Strahlung, so dass entsprechende Vorsorge getroffen werden sollte (Kopfbedeckung, Sonnenschutzcreme mit hohem Schutzfaktor je nach Hauttyp, besondere Vorsicht an Küsten mit kühlem Seewind).

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist insgesamt gut. Die privaten Krankenhäuser in den großen Städten haben europäisches Niveau, die staatlichen Krankenhäuser fallen dahinter zurück, bieten aber auch im Notfall einen zielorientierten Service. Die ärztliche Versorgung ist in den ländlichen Gebieten nicht so gut wie in den großen Städten.

Für ärztliche Leistungen und Krankenhausbehandlung ist grundsätzlich Vorauskasse in teilweise erheblicher Höhe zu leisten. Der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung mit Rückholversicherung wird dringend angeraten!

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Österreich Ja Nein Ja
Deutschland Ja Nein Ja
Türkei Ja Nein Ja
Andere EU-Länder Ja 1 Ja
Schweiz Ja Nein Ja

Reisepassinformationen

Die Einreise ist nur mit einem maschinenlesbaren Reisepass möglich. Der Reisepass muss noch mindestens 30 Tage über den Aufenthalt hinaus gültig sein und mindestens zwei freie Seiten enthalten.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für Urlaubs- oder Geschäftsreisen (nicht Studienreisen):

(a) EU-Länder und Schweiz: für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen ([1] Ausnahmen: Visumpflicht besteht für Staatsangehörige von Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakische Republik und Slowenien);
(b) Polen, Ungarn und Zypern: für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen;
(c) Türkei: für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen.

Achtung: Inhaber von u.a. deutschen, österreichischen oder schweizer Reiseausweisen für Flüchtlinge/Staatenlose benötigen für Südafrika ein Visum.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener maschinenlesbarer Reisepass. Achtung: Kinderreisepässe mit Verlängerungs- oder Aktualisierungsetikett können für die Einreise nach Südafrika nicht genutzt werden.

Österreicher: Eigener maschinenlesbarer Reisepass.

Schweizer: Eigener maschinenlesbarer Reisepass.

Türken: Eigener maschinenlesbarer Reisepass.

Anmerkung: Alle Reisedokumente für Minderjährige sollten bei Reiseantritt mindestens zwei freie Seiten für Sichtvermerke haben. Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Achtung:

Ausländische visumbefreite Minderjährige, die von einem oder von zwei Elternteilen/Sorgeberechtigten bzw. von einer Drittperson begleitet werden, müssen keine Geburtsurkunden und Reiseerlaubnisse mehr vorlegen, auch dann nicht, wenn Eltern und Kinder nicht den gleichen Nachnamen tragen.

Gänzlich unbegleitete Personen unter 18 Jahren müssen bei der Ein- und Ausreise eine ungekürzte bzw. vollständige Geburtsurkunde im Original vorweisen, aus der beide Eltern hervorgehen. Ist die Geburtsurkunde nicht in englischer Sprache, sollte man zusätzlich über eine beglaubigte Übersetzung verfügen. Empfehlenswert ist eine internationale Geburtsurkunde, die im Original vorgelegt wird. 

Minderjährige, die gänzlich unbegleitet reisen, benötigen außerdem eine Zustimmungserklärung, die nicht älter als sechs Monate sein darf, Passkopie und Kontaktdaten der Eltern/Sorgeberechtigten bzw. eine Bescheinigung darüber, dass die Einverständniserklärung nicht erforderlich ist (gerichtlicher Beschluss über alleiniges Sorgerecht bzw. Sterbeurkunde).

Gänzlich alleinreisende Minderjährige benötigen über die Bescheinigung / Zustimmungserklärung hinaus einen Einladungsbrief, die Kontaktdaten, eine Passkopie und ggf. das Visum oder die Aufenthaltsgenehmigung derjenigen Person, zu welcher der Minderjährige in Südafrika reist.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (maschinenlesbarer Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Für alle Tiere muss vor der Abreise eine Einfuhr- oder Transitgenehmigung beim Director Veterinary Services (Private Bag X138, Pretoria) beantragt werden, die am Tag der Einreise gültig ist. Für jedes Haustier wird zusätzlich ein Gesundheitszeugnis benötigt, das bestätigt, dass das Tier aus einem Ort kommt, um den es in einem Radius von 25 km in den letzten 6 Monaten keinen Tollwutfall gab und, dass der Hund/die Katze maximal 3 Jahre (für Katzen 1 Jahr) und mindestens 2 Monate vor der Einreise gegen Tollwut geimpft worden ist. Haustiere müssen mit einem implantierten Mikrochip versehen sein.

Bearbeitungsdauer

Besuchervisum: 5-10 Arbeitstage;
Studien- und Arbeitsgenehmigungen: reine Bearbeitungszeit i.d.R. 15 Arbeitstage. Es wird dennoch empfohlen, für Genehmigungen längere Bearbeitungszeiten einzuplanen.

Aufenthaltsverlängerung

Reisende, die ihren visumfreien Aufenthalt verlängern wollen, müssen mindestens zwei Monate vor Ablauf der in den Reisepass eingestempelten Frist eine gebührenpflichtige Verlängerung beim Department of Home Affairs beantragen. Dazu werden u. a. ein Rück- oder Weiterreiseticket, ein Krankenversicherungsnachweis und der Nachweis über ausreichende Geldmittel benötigt.

Transit

Visumpflichtige Reisende, die am selben Tag mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum (nur in Johannesburg möglich). Der maschinenlesbare Reisepass muss auch hier noch mindestens zwei freie Seiten enthalten.

Achtung: Visumpflichtige Reisende, die über Südafrika nach Botswana, Lesotho, Mosambik, Namibia, Simbabwe  oder Swasiland reisen wollen, benötigen (auch über Johannesburg) ein vorab besorgtes Transitvisum

Visaarten und Kosten

Besuchervisum (auch für Geschäftsreisen), Studien- und Arbeitsvisum (als Langzeitvisum) und Transitvisum. Mit einem Besuchervisum darf man in Südafrika weder bezahlte noch unbezahlte Arbeit aufnehmen und auch nicht studieren.

Kosten


Deutschland, Österreich
Deutsche, Österreicher und Türken brauchen für touristische und geschäftliche Aufenthalte bis 90 bzw. 30 Tagen kein Visum. In allen anderen Fällen gelten die folgenden Gebühren:

Besucher- und Transitvisum: 33 €.
Einige Nationalitäten erhalten das Visum kostenlos. Nähere Auskünfte erteilt die zuständige Botschaft.
Für Studien- und Arbeitserlaubnisse werden ggf. anfallende Telex-/Faxgebühren erhoben.

Schweiz
Schweizer und Türken brauchen für touristische und geschäftliche Aufenthalte kein Visum. Ab 90 bzw. 30 Tagen gelten für die einzelnen Aufenthaltszwecke die angegebenen Gebühren.

Besuchervisum: 35 CHF

Transitvisum: 34,35 CHF.
 


Einige Nationalitäten erhalten das Visum kostenlos. Nähere Auskünfte erteilt die zuständige Botschaft.
Für Studien- und Arbeitserlaubnisse werden ggf. anfallende Telex-/Faxgebühren erhoben.

Visagebühren ändern sich häufig, daher ist es ratsam, sich vor Antragstellung bei den zuständigen konsularischen Vertretungen zu erkundigen (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

Touristen- und Geschäftsvisum:
(a) 1 Antragsformular.
(b) 2 Passfotos.
(c) Maschinenlesbarer Reisepass, der noch mindestens 30 Tage über die geplante Ausreise hinaus gültig ist und mindestens zwei freie Seiten enthält. 
(d) Ggf. gültige, langfristige oder unbefristete Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
(e) Nachweis ausreichender Geldmittel für die Dauer des Aufenthalts.
(f) Rück- oder Weiterreiseticket.
(g) Gebühr (je nach Konsulat unterschiedlich in bar, per Überweisung oder per Verrechnungsscheck; Berlin: Überweisung spätestens 5 Werktage vor Antragstellung).
(h) Ggf. Gelbfieberimpfbescheinigung nach Aufenthalt in Infektionsgebieten.
(i) Nachweis einer Auslandsreisekrankenversicherung (auf Englisch).
(j) Erklärung oder Dokumente, die den Zweck und die Dauer der Reise belegen.
(k) Ggf. Firmenschreiben der eigenen Firma und Einladungsschreiben eines südafrikanischen Unternehmens (Geschäftsreisen) oder Einschreibungsnachweis an Universität.

(l) Unterkunftsnachweis (z.B. Hotelbuchung).

Transitvisum:
(a) -(j) und
(l) Visum für das Zielland.

Der Antragstellung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag (DIN A5) beizulegen.

Geld

Geldwechsel

Geld (vor allem Euro und US-Dollar) kann in den meisten Banken und Hotels umgetauscht werden (nur gegen Vorlage des Reisepasses), am Cape Town International Airport sogar 24 Stunden am Tag. Vom Geldtausch auf dem Schwarzmarkt wird abgeraten.

Währung

1 Südafrikanischer Rand = 100 Cents. Währungskürzel: R, ZAR (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 200, 100, 50, 20, und 10 R im Umlauf; Münzen in den Nennbeträgen 5, 2 und 1 R sowie 50, 20, 10 und 5 Cent.

Devisenbestimmungen

Die Einfuhr der Landeswährung muss ab einer Summe von 25.000 R deklariert werden. Die Ausfuhr der Landeswährung ist auf 5.000 R beschränkt. Unbeschränkte Einfuhr von Fremdwährungen, Summen ab einem Wert von 10.000 US$ müssen deklariert werden. Die Ausfuhr von Fremdwährungen ist auf auf den bei der Einfuhr deklarierten Betrag beschränkt. 

Kreditkarten

Mastercard und Visa sind weithin gebräuchlich, aber auch American Express und Diners Club werden angenommen. Nicht alle Einrichtungen akzeptieren Kreditkarten. So kann man beispielsweise an Tankstellen und im Landesinneren nicht oder selten mit einer Kreditkarte bezahlen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich. In Südafrika können Reiseschecks in den Großstädten bei wenigen Banken und Wechselstuben eingelöst werden.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-15.30 Uhr, Sa 08.30-11.00 Uhr (regionale Variationen sind möglich).

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Südafrika eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

200 Zigaretten und 20 Zigarren und 250 g Tabak;
1 l Spirituosen und 2 l Wein;
50 ml Parfüm und 250 ml Eau de Toilette;
Geschenke bis zu einem Wert von 5.000 R (keine Fernseher, keine Verbrauchsgüter wie Lebensmittel).

Quellenangaben
  • Marco Polo - Südafrika, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2017-15, 2012-12
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Südafrika - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 03.09.2019 (Unverändert gültig seit: 02.09.2019)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 03.09.2019 (Unverändert gültig seit: 02.09.2019)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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