Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Thailand

Steckbrief

Thailand - Fakten

Ländername Königreich Thailand
Klima tropisch
Beste Reisezeit Januar, Februar, März, April, November, Dezember
Lage Südostasien, zwischen 6° und 20° 30' nördlicher Breite sowie 97° 30' und 105° 45' östlicher Länge
Fläche 513.115 km2
Hauptstadt Bangkok, auf thailändisch (phonetisch) " Krung Thep Mahanakhon Amon Rattanakosin Mahinthara Ayuthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udomratchaniwet Mahasathan Amon Piman Awatan Sathit Sakkathattiya Witsanukam Prasit"; Kurzform: "Krung Thep" ("Stadt der Engel"), circa 12 Millionen Einwohner
Bevölkerung circa 67,2 Millionen, weit überwiegend ethnisch Thais (circa 15% der Bevölkerung chinesisch-stämmig); Malaien: circa 2 Millionen, Chinesen: circa 223.000, sogenannte "Bergvölker" (darunter Akha, Hmong, Karen, Lahu, Lisu, Mien, Mon, Shan, u.a.) , Zahlenangaben schwanken zwischen 0,6 und 6,5 Millionen, ferner Khmer, Vietnamesen, Inder, Birmanen, NepaliDeutsche: circa 25.000 bis 31.000 (keine Registrierungspflicht)
Sprache Thai
Religion Buddhismus (Theravada) 95 %, Islam 4 %, Christentum 0,7 %, Hinduismus 0,1 %, andere 0,2 %
Nationaltag 5. Dezember (Geburtstag des am 13.10.2016 verstorbenen Königs Bhumibol)
Staats-/Regierungsform Konstitutionelle Monarchie
Staatsoberhaupt König Maha Vajiralongkorn Bodindradebayavarangkun (Rama X), Proklamation erfolgte am 1.12.2016, die feierliche Krönung ist noch nicht terminiert.
Vertreter des Staatsoberhaupts Königin Sirikit
Regierungschef Prayut Chan-o-cha (seit 25.8.2014 Premierminister der Übergangsregierung nach dem Militärputsch vom 22.5.2014, zugleich Vorsitzender des Militärrats "National Council for Peace and Order")
Außenminister Don Pramudwinai
Parlament Seit 7.8.2014 fungiert die "National Legislative Assembly" mit 250 Mitgliedern als vom Militärrat ernanntes Parlament. Der am 29.3.2016 von der Verfassungskommission vorgelegte Entwurf für eine neue Verfassung wurde am 7.8.2016 in einem Referendum und muss nun noch vom König unterzeichnet werden.
Währung 38,28 Baht = 1 Euro (Jahresdurchschnittskurs 2017 )
Zeitzone UTC+7 (MEZ+6, MESZ+5), keine Sommerzeit
Reiseadapter A, B, C
Kfz-Länderkennzeichen T
ISO-3166 TH, THA
Internet-TLD .th
Landesvorwahl +66
Website http://www.thaigov.go.th/
Reisepass & Visum Notwendig
Geeignet für Kultur, Shopping, Meer, Feiern

Geographie

Kernraum Thailands ist das nur wenige Meter über Meeresniveau aufragende, in der Regenzeit weithin überflutete Menam-(Chao Praya-)Becken. Bis zu 2000 m hohe Gebirgsketten bilden eine natürliche Grenze nach Westen. Die Gebirgszüge im Norden umschließen zahlreiche Becken. Den Nordosten nimmt das Khoratplateau (Nakhon Rat Sima) ein. Von Mai bis Oktober bringt der Südwestmonsun hohe Niederschläge. Trockenzeit herrscht von November bis Januar. Die hohen Temperaturen im tropischen Klima schwanken nur geringfügig. Die 80 Inseln des kleinen Archipels um Ko Samui im Golf von Thailand sind die bei Touristen beliebteste Region.

Politik und Bevölkerung

Die Verfassung der konstitutionellen Monarchie wurde seit Beginn der 1990er-Jahre mehrfach geändert, je nach dem vom Militär ausgeübten Einfluss. An der Spitze des Staates steht der König. Das Repräsentantenhaus wird vom Volk gewählt, der Senat vom Militär ernannt. Nach den Unruhen und dem Putsch im Mai 2014 wurde der Premierminister vom Militär bestimmt, das auch eine „National Legislative Assembly“ mit 197 Mitgliedern ernannte. Über 80 % der Bevölkerung gehören zu den Thai-Völkern; 4 % sind Malaien, etwa 3 % Khmer und 10 % Chinesen. Zur Staatsreligion des Hinajana-Buddhismus bekennen sich 92 % der Thailänder. Die malaiische Bevölkerung bekennt sich zum Islam.

Geschichte und Kultur

600–1300 errichteten die Mon-Khmer-Völker im Nordosten ein Reich. Das 1238 gegründete Königreich von Sukhothai dehnte sich bis auf die Malaiische Halbinsel aus. Ab 1511 landeten Portugiesen, Holländer, Engländer und Franzosen an der Küste; 1688 wurden sie vertrieben. Das Königreich Siam blühte auf, wurde aber 1767 durch birmanische Truppen zerstört. General Chakri errichtete 1782 ein neues Reich Siam mit der Hauptstadt Bangkok. Das Land öffnete sich dem Westen. 1932 beendete ein Militärputsch die Herrschaft der „Gottkönige“. Seit 1946 regiert König Bhumibol (Rama IX.). 1939 wurde der Staatsname „Thailand“ (= Land der freien Männer) eingeführt. Stilrichtungen aus unterschiedlichen Zeiten prägen die von Indien beeinflusste siamesische oder thailändische Kunst.

Thailand - Geschichte

8.–11. Jh. Thais wandern aus Südchina ein
1238 Sukhothai wird Hauptstadt des ersten Thai-Königreichs
1350 In Ayutthaya entsteht ein neues Königreich
1512 Portugiesische Händler kommen nach Ayutthaya, gefolgt von Holländern, Engländern und Franzosen
1767 Burmesen erobern und zerstören Ayutthaya
1782 König Chakri, Rama I., gründet die Chakri-Dynastie und macht das Dorf Bangkok zur neuen Hauptstadt
1868–1910 König Chulalongkorn, Rama V., schickt Thais zur Ausbildung nach Europa und schafft die Sklaverei ab
1932 Unblutiger Staatsstreich. Umwandlung der absoluten in eine konstitutionelle Monarchie
1939 Siam erhält den Namen Thailand (Land der Freien)
1946 König Bhumibol Adulyadej wird als Rama IX. gekrönt. Er ist der am längsten regierende thailändische Monarch
1980–88 Thailands Wirtschaft boomt
1997 Wirtschaftskrise
2004 Eine Tsunami-Flutwelle erreicht Südthailand. 5400 Menschen sterben
2009 Erstes Teilstück der Bahnlinie über den Mekong von Nong Khai nach Vientiane (Laos) eingeweiht
2010 Blutige Unruhen in Bangkok. Gewaltsame Auflösung einer Demonstration der „Rothemden“, die den 2006 aus dem Amt geputschten Ex-Premier Thaksin unterstützen
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Tel. 02 2879000 | www.bangkok.diplo.de | Mo–Fr 8.30–11.30 Uhr

Österreichische Botschaft

Tel. 02 3036057 | www.aussenministerium.at/botschaft/bangkok | Mo–Fr 9–12 Uhr

Schweizer Botschaft

Tel. 02 6746900 | www.eda.admin.ch/bangkok | Mo–Fr 9–11.30 Uhr

Deutschland und Österreich unterhalten auch Honorarkonsulate in Chiang Mai, Pattaya und Phuket (Adressen auf den Websites der Botschaften).

Internetzugang

Der Minutenpreis in Internetcafés beträgt meist 1 Baht, oft gibt es sogar eine Stundenpauschale von unter 60 Baht. Wenn Sie am Hotel-PC ins Netz gehen, ist das meist deutlich teurer. In vielen Lokalen und fast allen Hotels kommen Sie mit dem eigenen Netbook via WLAN drahtlos ins Netz. Für das Passwort in Hotels müssen Sie aber eventuell Gebühren bezahlen, die zum Teil deutlich über denen in Internetcafés liegen. Manche Hotels zocken mit Stundenpreisen von 200 Baht oder mehr ihre Gäste regelrecht ab. Falls Sie in Ihrer Unterkunft länger online sein möchten, prüfen Sie besser vorher, wie hoch die WLAN-Gebühren sind.

Hotspot-Listen finden Sie z. B. auf www.hotspot-locations.de. In Thailand ist für WLAN der Begriff WiFi (gesprochen: waifai) gebräuchlich.

Post

Luftpostbriefe nach Europa bis 10 g kosten 17 Baht, Postkarten 15 Baht. Sie sind meist fünf bis sieben Tage unterwegs. Tarife für Pakete sind gestaffelt nach Gewicht und Beförderungsart (per Schiff oder Flugzeug). Luftpostpakete mit 10 kg Gewicht kosten 4250 Baht. Die meisten Postämter verkaufen genormte Pakete.

Telefon & Handy

Vorwahl nach Deutschland 00149, nach Österreich 00143, in die Schweiz 00141, dann die Ortsnetzkennzahl ohne Null. Vorwahl aus dem Ausland nach Thailand 0066, dann die örtliche Nummer ohne Null. In Thailand wird auch bei Ortsgesprächen die Ortsvorwahl mitgewählt: Das sind die ersten zwei (Bangkok) bzw. ersten drei (Provinz) Ziffern der in diesem Band angegebenen Telefonnummern.

Das mitgebrachte Handy wählt sich automatisch in das Netz des thailändischen Partners Ihrer Mobilfunkgesellschaft ein. Die Roaminggebühren sind aber sehr hoch. Selbst bei ankommenden Anrufen aus Deutschland müssen Sie den größten Teil der Gebühren selbst bezahlen. Auch Anrufe über Hoteltelefone sind oft sehr teuer. Günstiger telefonieren Sie mit einer thailändischen SIM-Karte, für die Sie eine eigene Telefonnummer bekommen (funktioniert aber nur, wenn Ihr Handy nicht für andere SIM-Karten gesperrt ist). Diese wiederaufladbaren Karten gibt es in vielen Shops sowie in allen 7-Eleven-Läden. Ein Anruf nach Deutschland kostet ca. 20 Baht pro Minute. Wenn Sie statt der 001 die Billigvorwahlnummern 007, 008 oder 009 eintippen, kostet der Anruf sogar nur noch ca. 10 Baht.

Am günstigsten telefonieren Sie in den Filialen der Communications Authority of Thailand (Adressen auf www.cattelecom.com/site/en/listservice.php). Dort kostet eine Minute nach Deutschland, nach Österreich oder in die Schweiz nur 2,50 Baht. Umsonst geht's auch: von Skype zu Skype (www.skype.com/intl/de) im Internetcafé oder am eigenen Laptop.

Falls Sie ein Zweithandy für die thailändische SIM-Karte suchen, werden Sie in vielen Shops fündig. Ein brandneues Handy ohne Schnickschnack und Vertragsbindung gibt es schon ab ca. 25 Euro. Gebrauchte Handys sind noch günstiger zu haben.

Medien

Die Tageszeitungen „Bangkok Post“ (www.bangkokpost.com) und „The Nation“ (www.nationmultimedia.com) informieren ausführlich über nationale Ereignisse und übers Weltgeschehen. Der in Thailand verlegte „Tip“ (www.tipthailand.de) bringt wöchentlich Berichte über Thailand und deutsche Nachrichten. In den Touristenorten bekommen Sie auch fast alle führenden ausländischen Zeitungen und Magazine. Alle besseren Hotels bieten Satellitenfernsehen an (Deutsche Welle, CNN, CNBC, BBC).

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Religiöse Feste fallen meist auf bestimmte Vollmondtage, weshalb ihre Daten sich von Jahr zu Jahr ändern. Lokale Feste können sich ebenfalls verschieben. Die staatliche Tourismusbehörde TAT (www.tourismthailand.org) stellt die Termine jedes Jahr neu zusammen. Eine gute Übersicht finden Sie auch auf www.thailandgrandfestival.com.

Feste und Veranstaltungen

Januar

Bor-Sang-Schirmfestival: Das Dorf Bor Sang bei Chiang Mai in Nordthailand ist berühmt für seine handbemalten Papierschirme. Bei einem Umzug präsentieren Mädchen in Festgewändern die schönsten Schirme.

Januar/Februar

Chinesisches Neujahrsfest: Das neue Jahr wird in Bangkoks Chinatown und in der zentralthailändischen Stadt Nakhon Sawan mit einer Drachen-und-Löwenparade begrüßt. Auf Phuket findet ein einwöchiges Tempelfest im Kloster Wat Chalong (beim Dorf Chalong) statt.

April

Songkran: Das Neujahrsfest (13. bis 15. April) ist das wildeste Fest von allen. Die Menschen bespritzen und überschütten sich mit Wasser. Auch Touristen bekommen ihre Dusche ab. Besonders ausgiebig und mit einem großen Umzug wird in der Nordmetropole Chiang Mai gefeiert. Dort beginnt Songkran sogar schon am 12. April. In Bangkok ist die Khao San Road ein Zentrum der Wasserschlachten. www.songkran.net

Mai

Königliche Zeremonie des Pflügens: Das Fest in der zweiten Maiwoche markiert den Beginn der Reispflanzsaison. Es findet ein prächtiges Spektakel vor dem Großen Palast in Bangkok statt, und auch das Königshaus ist dabei. Tribünenplätze sind über das Touristenbüro in Bangkok zu buchen

Oktober

Büffelrennen: In Chonburi (zwischen Bangkok und Pattaya) sind Bauernjungen die Jockeys und Wasserbüffel die Reittiere.

Vegetarierfestival: Bizarres Fest auf Phuket und, in kleinerem Ausmaß, in Trang (Südthailand). Chinesischstämmige Thais versetzen sich in Trance und treiben sich Spieße, Nadeln, Haken und sogar Handbohrer oder Regenschirme ins Fleisch. Während des Festes leben die Teilnehmer streng vegetarisch. www.phuketvegetarian.com

November

Loi Kratong: Das bezauberndste Fest des Jahres, zu Vollmond im November. Körbchen mit Blumen, Räucherstäbchen und brennenden Kerzen werden zu Wasser gelassen. Am romantischsten sind die Feierlichkeiten in den alten Königsstädten Sukhothai und Ayutthaya sowie in Chiang Mai zu erleben.

November/Dezember

River Kwai Bridge Week: Die berühmte Brücke am Kwai und die „Todeseisenbahn“ stehen im Mittelpunkt der Festwoche. Fahrten mit alten Dampfloks, Feuerwerk mit Licht- und Tonschau an der Brücke in Kanchanaburi.

Offizielle Feiertage

1. Januar Neujahrstag
Vollmond im Februar Makha Pucha (Gedenken an Buddhas Predigt vor 1250 Gläubigen)
6. April Chakri-Tag (Thronbesteigung Ramas I., Gründung der Chakri-Dynastie im Jahr 1782)
13.–15. April Songkran (thailändisches Neujahrsfest)
1. Mai Tag der Arbeit
5. Mai Krönungstag des jetzigen Monarchen, König Bhumibol Adulyadej (Rama IX.)
Vollmond im Mai Visakha Pucha (Gedenken an Buddhas Geburt, Erleuchtung und Tod)
Vollmond im Juli Asaha Pucha (Gedenken an Buddhas erste Predigt)
einen Tag nach Asaha Pucha Khaopansa (Beginn der buddhistischen Fastenzeit)
12. August Geburtstag von Königin Sirikit
23. Oktober Chulalongkorn-Tag (Todestag von König Chulalongkorn (Rama V.), der 1910 starb)
5. Dezember Geburtstag von König Bhumibol
10. Dezember Tag der Verfassung
31. Dezember Silvester
Mobilität vor Ort

Öffentliche Verkehrsmittel

Die wichtigsten Bahnstrecken führen von Bangkok nach Norden, in den Nordosten bis zur laotischen Grenze und nach Süden bis Malaysia und nach Singapur. Zugfahrpläne und Tarife: www.railway.co.th/english/index.asp

Mit Direktbussen erreichen Sie von Bangkok aus praktisch jede größere Stadt des Landes. Bequem sind die klimatisierten VIP-Busse mit Schlafsitzen (von Bangkok nach Phuket ca. 25 Euro).

Taxi

Sogenannte Meter Taxis, die auch den Taxameter einschalten, finden Sie nur in Bangkok und auf Phuket. Auf Phuket sind die Meter Taxis allerdings nur am Flughafen stationiert. Überall sonst muss der Fahrpreis ausgehandelt werden – und zwar vor Antritt der Fahrt! Der erste Kilometer im Meter Taxi kostet 35 Baht, jeder weitere 5,50 Baht. Zu diesen Preisen ist es, zumindest für Touristen, fast unmöglich, ein dreirädriges Tuk-Tuk (Motorradrikscha) zu chartern.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

An jeder Ecke dampft und brutzelt es in kleinen Kneipen. Fliegende Händler verkaufen gegrillten Tintenfisch, Fleischspießchen oder auf Eis gekühltes Obst. Fahrbare Garküchen parken am Straßenrand, ein paar Hocker und Tischchen stehen auf dem Gehsteig, und fertig ist das Open-Air-Restaurant.

Überm fauchenden Gaskocher oder über Holzkohle wird im Handumdrehen ein köstliches Essen zubereitet: Nudelsuppe mit Huhn oder Ente, gebratener Reis mit Krabben, ein Omelett mit Muscheln oder Pfannkuchen mit Ananasstückchen. Fleisch wird sparsam verwendet. Eher schon kommen Geflügel und Meeresfrüchte auf den Teller. Gemüse wird nur kurz gegart, bleibt dadurch knackig und behält seine Vitamine. Viele unterschiedliche Gewürze und Kräuter geben den Speisen den besonderen Pfiff, zum Beispiel Koriander, Zitronengras und -blätter, Ingwer, Basilikum, Tamarinde, Minze, Curry und Garnelenpaste. Nicht zu vergessen: Knoblauch und Chili!

Nur die gehobenen Speiserestaurants halten sich an feste Zeiten für Lunch (etwa 11.30 bis 14 Uhr) und Dinner (etwa 18 bis 22 Uhr). Viele Lokale aber tischen bis spät in die Nacht etwas auf, und Garküchen an den Straßen warten in den großen Städten und den Touristenorten sogar fast rund um die Uhr auf Gäste.

Thai-Gerichte kommen schon in mundgerechten Stücken auf den Teller oder können leicht mit Löffel und Gabel zerteilt werden. Gegessen wird mit dem Löffel in der rechten Hand. Die Gabel dient nur dazu, den Bissen auf den Löffel zu schieben. Lediglich Nudelgerichte und auch Suppen werden mit Essstäbchen gereicht, die von den Chinesen übernommen wurden. Ein typisches Thai-Menü für eine größere Runde besteht aus Speisen in bis zu fünf Geschmacksrichtungen: bitter, süß, sauer, salzig und scharf. Dazu gehört ein großer Topf mit Reis. Jeder bedient sich selbst, wobei es egal ist, in welcher Reihenfolge die Speisen verzehrt werden.

Thais verwenden Chili sehr großzügig. In Touristenlokalen werden die kleinen Scharfmacher jedoch sparsamer eingesetzt. Vorsichtshalber können Sie bei der Bestellung ein mai peht (nicht scharf) angeben. Standardgerichte wie gebratener Reis, gebratene Nudeln oder Nudelsuppen werden vom Gast selbst gewürzt. Auf jedem Tisch stehen dazu kleine Gefäße mit getrockneten und zermahlenen Chilischoten, Zucker (für die Nudelsuppe) und einer süßsauren Essigbrühe, in der frische Chilistückchen schwimmen. Anstelle von Salz gibt es nam pla, eine hellbraune Flüssigkeit aus fermentierten Fischen. Versetzt mit gehacktem Chili wird aus der Fischsauce pik nam pla – Vorsicht beim Dosieren!

Salat im deutschen Sinn, wie etwa grünen Salat oder Tomatensalat, gibt es in der Thai-Küche nicht. Ein typischer thailändischer Salat (yam) ist eher schon ein eigenständiges Gericht und wird gern als Zwischenmahlzeit verzehrt. Er ist fast immer sehr scharf! Zum Beispiel der herzhafte yam nüa, ein säuerlicher Salat aus gebratenen Rindfleischstückchen, garniert mit Knoblauch, Koriander, Zwiebeln und zerstoßenen Chilischoten. Sehr beliebt ist auch yam wunsen, dessen wichtigste Zutat Glasnudeln sind.

Thais lieben Süßigkeiten (kanom). Wobei die Betonung zumeist wirklich auf „süß“ liegt. Die kleinen Kalorienbomben finden Sie in allen Farben des Regenbogens an Ständen auf Festen, Märkten und bei Straßenhändlern. Besonders beliebt sind die in Bananenblätter eingepackten Leckereien aus Klebreis, der in Kokosnussmilch gegart wurde.

Thailand ist ein Paradies für feines Obst. Für Thais ist die Durian oder Stinkfrucht die Königin der Früchte. Das weißgelbe Fruchtfleisch unter der Stachelschale ist fast cremig weich – man wird entweder süchtig danach oder hat nach dem ersten Bissen für immer genug davon. Die Mango (mamuang) hingegen entzweit die Obstliebhaber nicht. Besonders gut schmeckt sie mit konzentrierter Kokosmilch und mit Klebreis. Thais schätzen auch grüne Mangostreifen, die sie in ein Zucker-Chili-Gemisch stippen. Hinter der weinroten Schale der delikaten Mangostan (mangkut) verbirgt sich weißes, saftiges Fruchtfleisch, das süßlich und zugleich etwas säuerlich schmeckt. Auch die haarige Rambutan (ngo), die feinen Litschis (lintschi) oder die wie Glöckchen aussehenden roten Javaäpfel (dschompu) sollten Sie probieren.

Das Angebot an frisch gepressten Obstsäften beschränkt sich meist auf Orangensaft. Trinkwasser (nam bau) aus Flaschen und Mineralwasser sind überall zu haben. Das beliebteste einheimische Bier ist Chang, eines der billigeren Gebräue. Ebenfalls im Land gebraut werden Marken wie Heineken, Tiger und Singha. Der preiswerte Rum Mekhong wird aus Reis destilliert und als „Whisky“ bezeichnet. Besser schmeckt der Saeng Som, der aber nicht pur getrunken wird, sondern als Longdrink mit Sodawasser und einem kräftigen Spritzer Limonensaft (Touristen mischen ihn gern mit Cola).

Trinkgeld

Trinkgeld, der tip, ist in sehr einfachen Lokalen oder an Imbissständen nicht üblich. Viele bessere Restaurants erheben eine service charge (Bedienungszuschlag) von 10 Prozent. Hier sollte man nur Trinkgeld geben, wenn die Bedienung außergewöhnlich aufmerksam war. In Restaurants ohne service charge, aber mit gutem Service sind 10 Prozent Trinkgeld angemessen. Auch viele Hotels schlagen auf den Zimmerpreis eine zehnprozentige service charge auf. Gleichwohl freuen sich Gepäckträger oder Roomboy über einen kleinen Schein. Trinkgeld für Taxifahrer ist nicht üblich, schon gar nicht, wenn der Preis erst ausgehandelt werden musste.

Einkaufen und Shoppen

Die üblichen Mitbringsel vom bunt bemalten Papierschirm über Lackarbeiten bis zum geschnitzten Elefanten sind nicht alles, was Ihnen geboten wird. Brillen, Markenmedikamente, Gewürze, Kleidung und vieles mehr kosten oft nur einen Bruchteil dessen, was Sie zu Hause dafür bezahlen. In den Kaufhäusern (department stores) gelten Festpreise. Auch viele einzelne Geschäfte, zumal in Shoppingcentern, zeichnen ihre Waren aus. Aber dort können Sie den Preis oft noch herunterhandeln. Bei den Straßenhändlern ist Feilschen Pflicht.

Antikes

Achtung: In Thailand lebt eine ganze Industrie davon, Neues antik aussehen zu lassen. Offiziell dürfen Antiquitäten nicht ohne Genehmigung ausgeführt werden. Ein seriöses Geschäft wird diese für Sie besorgen. Zuständig für Ausfuhrgenehmigungen ist das Department of Fine Arts (Tel. 02 2217811) des Nationalmuseums in Bangkok. Echte Thai-Antiquitäten sind sehr selten. Händler bieten deshalb meist Stücke aus vielen asiatischen Ländern an, beispielsweise chinesisches Porzellan oder Landkarten aus der kolonialen Vergangenheit Südostasiens.

Souvenirs

Buddhastatuen

Selbst Buddhastatuen aus neuester Produktion dürfen offiziell nicht ohne Genehmigung ausgeführt werden. Zuständig dafür sind die Nationalmuseen, zum Beispiel in Bangkok oder auf Phuket. Ein seriöser Händler wird das Papier für Sie besorgen. Die Ausfuhr von historisch wertvollen Buddhafiguren ist generell verboten.

Raubkopien

Es wird alles als Raubkopie angeboten, was teuer ist und einen Namen hat, ob Armbanduhren, T-Shirts, Jeans oder Parfum. In Thailand werden Käufer keinen Ärger mit der Polizei bekommen, aber der heimische Zoll gratuliert bei der Einreise bestimmt nicht zum Schnäppchen.

Schmuck

Gold & Juwelen

Kaufen Sie nie Juwelen von fliegenden Händlern, lassen Sie sich nie von Schleppern in ein Geschäft lotsen. Infos finden Sie auf der Website der Deutschen Botschaft (www.bangkok.diplo.de) unter dem Suchbegriff „Edelsteinbetrug“. Gold-schmuck zu 23 Karat gibt es in speziellen Goldgeschäften, die Sie an der roten Innenausstattung erkennen. Der Preis richtet sich nach dem aktuellen Goldkurs plus ca. 10 Prozent für die Verarbeitung.

Perlen

Die thailändischen Zuchtperlen stammen aus dem Meer vor der Insel Phuket im Süden des Landes. Sie können die Farmen besuchen, wo die kostbaren Rundlinge in Muscheln wachsen.

Mode

Kleidung nach Mass

Vereinbaren Sie beim Schneider mindestens eine Anprobe und bestehen Sie, falls nötig, auf Änderungen. Eine Anzahlung ist üblich, aber die ganze Summe sollten Sie erst dann begleichen, wenn alles zu Ihrer Zufriedenheit ausgeführt worden ist.

Mode & Accessoires

In Thailand finden Sie Markenmode aus aller Welt, dazu Schuhe und Accessoires jedes bekannten Labels. Aber auch einheimische Fashiondesigner machen mit ihren Kreationen immer mehr Furore. Das mit Abstand beste Einkaufsziel für modischen Schick ist Bangkok. In gigantischen Shoppingcentern und Kaufhäusern ist der Kaufrausch vorprogrammiert.

Seide

Da thailändische Seide von Hand gewebt wird, ist sie niemals vollkommen glatt, sondern mit kleinen Knötchen durchsetzt, was ihrer Eleganz übrigens keineswegs abträglich ist.

Drogerie & Parfümerie

Kosmetik

Gehen Sie einfach der Nase nach! In den Kaufhäusern sind die Kosmetikabteilungen zumeist im Erdgeschoss angesiedelt, und zwar auf der gesamten Grundfläche. Thailänderinnen lieben Parfums, Cremes & Co. Entsprechend riesig ist das Angebot.

Sperrstunde

Die nächtliche Sperrstunde wurde von der Regierung auf 1 Uhr festgelegt, für ausgewählte Nightlifebezirke auf 2 Uhr.

Fotografieren

Speicherkarten für Digitalkameras sind billiger, Ausdrucke von digitalen Fotos und Papierabzüge etwas billiger als in Deutschland. Diafilme sind abseits der Touristenzentren nur schwer zu bekommen. Bevor Sie Menschen fotografieren, sollten Sie mit einem Lächeln um Erlaubnis fragen. Das gilt besonders, wenn Sie muslimische Thais ablichten wollen.

Spezialitäten

gaeng kiau wan gai grüner Curry mit Hühnchenfleisch und Auberginen, leicht süßlich (wan)
gaeng massaman roter Curry mit Rindfleischstückchen, Erdnüssen und Kartoffeln (etwas scharf), besonders beliebt in Südthailand
gung hom pa Garnelen im Teigmantel, besonders wohlschmeckend, wenn sie in Sauce tartare (eine Art Remouladensauce) oder eine süßsaure Essigsauce mit Chiliringen gestippt werden
kao niau Klebreis, besonders im Nordosten Thailands geschätzt
kao pat gebratener Reis mit Ei (kai) und Gemüse (pak). Weitere Zutaten sind Krabben (gung), Schweinefleisch (mu) oder Huhn (gai)
kui tiao nam Nudelsuppe, meist mit Schweinefleisch oder Huhn zubereitet, besonders lecker aber mit Ente (pet). Thailands beliebteste Zwischenmahlzeit
plamuk tohd katiam pik thai Tintenfischstückchen, gebraten mit Knoblauch und Pfeffer (nicht scharf)
pla piau wan gebratener Fisch süßsauer, auch ein Fest fürs Auge: Die Sauce wird mit viel buntem Gemüse und Ananasstückchen angerichtet
som tam Salat aus dünnen Streifen von grünen Papayas, der auch mit Cocktailtomaten, getrockneten Krabben, kleinen Krebsen und viel Chili zubereitet wird. Dazu passen rohes Gemüse, Klebreis und gegrilltes Huhn (gai yang)
tom kha gai Suppe mit Hühnchenfleisch in Kokosmilch, ein besonderer exotischer Genuss. Vorsicht: In der Brühe schwimmen auch Chilischoten!
tom yam gung säuerliche Garnelensuppe mit Zitronengras und viel Chili. Thailands inoffizielles Nationalgericht
yam wunsen Glasnudelsalat mit Kräutern, Garnelen und Schweinehack. Auch ihm verleiht Chili beachtliche Schärfe!
Stichworte

Amulette

Thais wissen es: Das Unglück schläft nie. Deshalb muss man sich dagegen wappnen, zum Beispiel mit Amuletten. Meist sind es kleine Buddhafiguren oder Abbilder berühmter Mönche, die sich Thais um den Hals legen – wenn möglich, an Ketten aus massivem Gold. Leute mit besonders gefährlichen Berufen, wie etwa Busfahrer, bekränzen sich schon mal mit einem ganzen Dutzend solcher Glücksbringer.

Die Amulette können ihre Kräfte natürlich nur dann entfalten, wenn sie von einem Mönch geweiht wurden. Mit Buddhismus hat das zwar nichts zu tun, aber die Thais sehen das nicht so eng und mischen Glaube unbekümmert mit Aberglaube.

Bergvölker

Die chao kao, die Völker der Berge, werden allgemein als hill tribes (Bergstämme) bezeichnet. In langen Wanderungen sind sie aus dem Süden Chinas und Tibets in den Norden Thailands gezogen. Ihre Zahl wird auf rund 1,3 Mio. Menschen geschätzt. Das größte Volk mit rund 550 000 Angehörigen sind die Karen, die nahezu entlang der gesamten Grenze zwischen Thailand und Myanmar siedeln.

Den Anbau von Schlafmohn zur Herstellung von Opium und Heroin haben Razzien von Armee und Polizei eingedämmt. Auch mit internationaler Unterstützung wird in zahlreichen Projekten versucht, den Anbau von Gemüse, Obst, Kaffee und Tee in den Bergen zu fördern. Vielen Dörfern hat der Trekkingtourismus eine bescheidene Einnahmequelle eröffnet.

Bevölkerung

In Thailand wohnen ca. 67 Mio. Menschen. Zur Ethnie der Thais werden 75 Prozent der Bevölkerung gezählt. 14 Prozent haben chinesische Vorfahren. Die 3,5 Prozent muslimischen Malaien (eine Volksgruppe, keine Nationalität) leben in den Provinzen nahe der malaysischen Grenze. Die restliche Bevölkerung setzt sich aus Khmer, Laoten, Vietnamesen, Mon, Shan und verschiedenen Stammesvölkern zusammen.

Buddhismus

Etwa 95 Prozent aller Thais bekennen sich zum Buddhismus. Vor allem auf dem Land gehen junge Männer auch heute noch als Mönche auf Zeit für ein paar Tage, Wochen oder Monate ins Kloster. Im Buddhismus bedeutet Leben Leiden. Nur wer den Kreislauf von Geburt und Wiedergeburt – und damit alles Leiden – überwindet, gelangt ins Nirwana. Der Grund für die Leiden sind Begierden, zum Beispiel nach Besitz. Doch das Streben nach Wohlstand ist fast zu einer neuen Religion geworden und hat sogar Mönche und Klöster erfasst. Manche Buddhajünger, die mit ihren Bettelschalen morgens von Haus zu Haus ziehen, nehmen auch Geld an – was sie nach der reinen Lehre nicht sollten.

Falang

Alle Ausländer mit weißer Haut werden von den Thais als falang bezeichnet – was nicht abwertend gemeint ist. Es bedeutet einfach „weißer Fremder“ und ist möglicherweise eine Verballhornung des englischen Wortes foreigner.

Geisterhäuschen

Auch wenn sie noch so gläubige Buddhisten sind – die Welt der Thais ist voller phii, Geister. Damit diese nicht Unheil stiftend umherirren, muss ihnen ein Haus gebaut werden. Egal, ob es klein und schlicht wie ein Vogelhäuschen ist oder meterhoch und prächtig wie ein Tempel. Und jeden Morgen werden die unsichtbaren Nachbarn mit Gaben erfreut: mit Blumen, Reis, einem Glas Wasser und an wichtigen Tagen auch schon mal mit einem gebratenen Hähnchen.

Berühmt im ganzen Land ist der Erawan Shrine in Bangkok an der Ecke Ploenchit Road/Ratchadamri Road Dort erweisen sogar Tänzerinnen in Prunkgewändern den Geistern ihre Reverenz. Dieses Geisterhaus ist dem Hindugott Brahma geweiht. Als in den 1950er-Jahren das Erawan Hotel (heute Grand Hyatt Erawan) gebaut wurde, kam es immer wieder zu tödlichen Unfällen. Um die Geister des Grundstücks zu besänftigen, wurde der Schrein gebaut. Und von da an kam kein Arbeiter mehr zu Tode.

Königshaus

Auch wenn Thailand seit 1932 keine absolute Monarchie mehr ist, genießt das Königshaus immer noch höchstes Ansehen. Majestätsbeleidigung ist wie eh und je ein strafbares Delikt.

Insbesondere das Oberhaupt der Chakri-Dynastie, König Bhumibol Adulyadej, wird als Rama IX. in allen Bevölkerungsschichten verehrt. Der 1927 in den USA geborene Monarch bestieg 1946 den Thron und hat seine Autorität als Landesvater durch alle politischen Wirren hindurch erhalten und sogar noch gesteigert. Zusammen mit Königin Sirikit hat er vier Kinder: Prinzessin Ubol Ratana (geboren 1951), Prinz Maha Vajiralongkorn (1952), Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn (1955) und Prinzessin Chulabhorn (1957).

Namen

Ob Postbote oder Premierminister: Thais reden einander generell mit dem Vornamen an, vor den der Titel Khun (Herr oder Frau) gestellt wird. Man findet kaum Thais, die keinen Spitznamen (tschu len, wörtlich: Spielname) haben. Sehr beliebt sind Tiernamen. Nur Westler mögen sich darüber wundern, wenn sich jemand unbekümmert als mu (Schwein), kob (Frosch), gung (Krabbe) oder gai (Huhn) vorstellt. Die inoffiziellen Zweitnamen werden schon den Säuglingen von ihren Müttern in die Wiege gelegt.

Ökologie

Die Umweltschutzbewegung steckt in Thailand noch in den Kinderschuhen. Uraltbusse stoßen dunkle Rußwolken aus, Bauern fackeln ihre Stoppelfelder ab, Abwässer fließen ungeklärt in Flüsse und ins Meer, Menschen werfen ihren Abfall einfach irgendwo weg. Viele Westler schütteln empört darüber den Kopf, vergessen aber dabei, dass es in ihren eigenen Ländern noch bis in die 1970er-Jahre nicht viel anders aussah.

Aber auch in Thailand gibt es Ansätze, die Hoffnung machen. Ganze Schulklassen ziehen los, um Straßenränder, Plätze und Strände von Abfall zu säubern. Tauchschulen veranstalten regelmäßig Säuberungsaktionen unter Wasser. Touristen sind als Helfer willkommen, wenn Korallenriffe von alten Netzen, Flaschen und sonstigem Müll befreit werden. Hotels halten ihre Gäste dazu an, sparsam mit Wasser umzugehen, und Klimaanlagen werden automatisch abgeschaltet, wenn der Gast das Zimmer verlässt. Und vereinzelt gibt es auch schon Initiativen, die Jute statt Plastik propagieren. Auch jeder Tourist kann dazu einen Beitrag leisten, indem er auf die Plastiktüte verzichtet, die in den Shops selbst für kleinste Einkäufe ausgehändigt wird.

Preise

Unterschiedliche Preise für Einheimische und Touristen sind für Urlauber ein ständiges Ärgernis, aber sie sind von höchster Ebene gewollt. Während Ausländer beispielsweise für den Besuch von Nationalparks 200 Baht (etwa fünf Euro) Eintritt bezahlen, dürfen Einheimische schon für 20 Baht hinein, selbst wenn sie im dicken Mercedes vorfahren. Auch überall dort, wo der Preis Verhandlungssache ist, etwa auf Märkten, müssen Sie davon ausgehen, dass Sie trotz Feilschens mehr bezahlen als ein Einheimischer. Und sogar in manchen Klöstern sind nicht alle Besucher gleich. Während die fremden Besucher Eintritt bezahlen müssen, dürfen die Einheimischen umsonst vor Buddha treten.

Die Thais sehen das Zweitarifesystem übrigens als eine Art ausgleichender Gerechtigkeit an: Sie gehen davon aus, dass die Touristen mehr Geld haben als sie selbst.

Prostitution

1996 wurde in Thailand die Erwachsenenprostitution legalisiert, nicht aber ihre Förderung und das Zuhältertum. Gleichzeitig wurde dem sexuellen Missbrauch von Kindern der Kampf angesagt, indem die Schutzaltersgrenze auf das 15. Lebensjahr festgelegt und die Strafen für Täter drastisch erhöht wurden. Die Zahl der Prostituierten in Thailand liegt nach Schätzungen zwischen 200 000 und 800 000.

Der Tourismus hat in erheblichem Maß zur Ausbreitung von Prostitution und zu sexueller Ausbeutung von Kindern im Besonderen beigetragen. Seit 1993 werden Täter auch durch deutsche Gerichte verfolgt und zu Haftstrafen verurteilt.

Schreibweise

Sind Sie, der weiße Fremde, nun ein falang oder ein farang? Machen Sie Urlaub auf Ko Samui oder auf Koh Samui? Ko(h) bedeutet Insel, aber warum gibt es zwei Schreibweisen? Warum wird Strand mal hat, mal had und mal haad geschrieben? Solche Fragen werden von Neuankömmlingen immer wieder gestellt, aber eine klare Antwort darauf gibt es nicht. Die Thai-Schrift ist für Fremde ein Buch mit sieben Siegeln, verfasst in zwar anmutigen, aber nicht entzifferbaren Schnörkeln. Und es gibt keine verbindliche Regel, wie man diese in lateinische Buchstaben überträgt.

Sitten

Thais sind tolerant und mischen sich nicht in die Angelegenheiten anderer ein. Es gibt allerdings Situationen, in denen ihre Duldsamkeit ein Ende hat, zum Beispiel bei abfälligen Bemerkungen über das Königshaus.

Auch der Buddhismus, seine Vertreter und Symbole sollten mit Respekt behandelt werden. In Tempeln (gilt nicht für chinesische Tempel), Moscheen und Privathäusern müssen die Schuhe ausgezogen werden. Frauen dürfen Mönche keinesfalls berühren und sich auch nicht im Bus neben sie setzen.

Wer nicht auf sein Äußeres achtet, verliert sein Gesicht. Bei Tempelbesuchen oder auch Behördengängen sollten Sie unbedingt auf gepflegte Kleidung achten. Sie werden sonst nicht eingelassen bzw. nur schleppend oder gar nicht bedient. Oben-ohne-Baden ist ein Verstoß gegen die Landessitten. Wer seinem Ärger lautstark Luft macht, wird ebenfalls verachtet: Die Selbstkontrolle zu verlieren ist für Thais eine der schlechtesten Charaktereigenschaften.

Der Kopf ist zwar für Thais nicht „heilig“, wie manche Westler meinen, aber er ist auch im übertragenen Sinne der höchste Körperteil. Als Fremder sollten Sie den Kopf eines Einheimischen nicht berühren, selbst wenn es freundschaftlich gemeint ist. Die Fußsohle als niederster Körperteil darf nicht auf andere gerichtet werden.

Thaiboxen

Beim Nationalsport muay thai werden außer den Fäusten auch die bloßen Füße eingesetzt. Trommler heizen die Stimmung zusätzlich an. Fast genauso interessant wie der Kampf im Ring ist die Begeisterung der Zuschauer auf den Rängen. Als notorische Zocker lassen die Thais keine Gelegenheit zum Wetten aus, schon gar nicht beim Boxen. Boxkämpfe werden in allen Provinzstädten veranstaltet. Die besten Kämpfer aus dem In- und Ausland steigen in Bangkok in den Ring. Im Lumpini Boxing Stadium (Rama IV Road | beim Lumphini Park | www.muaythailumpini.com) kocht dienstags, freitags und samstags die Luft beim muay thai.

Transvestiten

Frauen, die mal Männer waren (oder es unter ihren Kleidern noch sind), werden Sie in Thailand öfter sehen. Besonders hübsche katoy oder Ladymen treten in prachtvoll inszenierten Travestieshows in den Touristenzentren auf. Viele Zuschauer können es kaum glauben, dass diese verführerischen Wesen auf der Bühne gar keine richtigen Damen sind. Und mancher Nachtschwärmer hat schon die Erfahrung gemacht, dass eine stattliche Oberweite noch keine Garantie für eine hundertprozentige Frau ist. Viele Transvestiten prostituieren sich, viele gehen aber auch ganz normalen Berufen nach, was in Thailand ohne Spießrutenlaufen möglich ist. Zwar amüsieren sich die Thais gern über die Ladymen, aber der Spaß ist nie verletzend gemeint.

Wai

Thais begrüßen sich nicht per Handschlag, sondern mit einem wai. Bei dieser anmutigen Geste werden die gefalteten Hände vor die untere Gesichtshälfte geführt. Das hört sich einfacher an, als es ist, denn es gilt eine Vielzahl von Regeln zu beachten. So entbietet der Jüngere den Wai zuerst. Auch wer einen niedrigeren Rang bekleidet, muss zuerst grüßen. Die Thais werden Ihre Versuche mit (belustigtem) Wohlwollen betrachten. Es ist aber durchaus in Ordnung, wenn Sie nur mit einem freundlichen Lächeln und einem Kopfnicken grüßen. Den Wai eines Kindes, von Dienstpersonal oder gar eines Bettlers sollten Sie nicht erwidern – Sie machen sich sonst lächerlich.

Wat

Wat ist die Bezeichnung für Tempel- und Klosteranlage. Deshalb kann es in deutscher Sprache sowohl der Wat heißen (wenn nur der Tempel selbst gemeint ist) wie auch das Wat (wenn von der ganzen Klosteranlage die Rede ist). Normalerweise gehören Tempel und Kloster zusammen. Eine Ausnahme ist der Wat Phra Kaeo im Großen Palast in Bangkok: Zu diesem Königlichen Tempel gehört kein Kloster. Die Gebetshalle eines Wat wird bot genannt. Chedi sind spitz zulaufende Türme mit glockenartigem Fuß, Türme im klassischen Khmer-Stil heißen prang.

Wirtschaft

Auch wenn etwa die Hälfte aller arbeitenden Thais ihren täglichen Reis in der Landwirtschaft verdienen, hat die Industrialisierung des Landes in den zurückliegenden Boomjahren große Fortschritte gemacht. Wichtige landwirtschaftliche Ausfuhrprodukte sind Reis (Thailand ist der größte Exporteur weltweit), Ananas, Kautschuk, Palmöl und tiefgefrorene Garnelen. Die Industrie exportiert insbesondere Elektro- und Elektronikartikel sowie Zubehör für die Automobilindustrie und Textilien. Thailand ist außerdem ein bedeutendes Ausfuhrland für Juwelen und Schmuck.

Bloss nicht!

Sich mit Drogen abgeben

Auch wenn in Thailand Drogenhandel im schlimmsten Fall mit der Todesstrafe geahndet wird, so kann es doch vorkommen, dass Ihnen illegale Rauschmittel angeboten werden – zum Beispiel auf der berühmt-berüchtigten Vollmondparty auf Ko Phangan. Aber Vorsicht: Selbst die geringste Menge von weichen Drogen wie ganja (Marihuana) kann Sie ins Gefängnis bringen!

Fahrzeuge an der Straße mieten

In vielen Urlaubsorten bieten Verleiher Autos oder Motorräder ohne Vertrag an. Sie müssen lediglich Ihren Pass hinterlegen. Aber immer wieder kommt es vor, dass schadhafte Fahrzeuge ausgeliehen werden und der Tourist hinterher zur Kasse gebeten wird. Auch wird hin und wieder der Wagen oder das Motorrad mit Nachschlüssel gestohlen – dann müssen Sie für den Schaden aufkommen. Lesen Sie den Vertrag genau durch, denn das günstigste Angebot kann Sie teuer zu stehen kommen.

In den tiefen Süden reisen

Pattani, Yala und Narathiwat sind die drei südlichsten Provinzen. Die Mehrheit der Bevölkerung sind Muslime. Hier kommt es fast täglich zu Anschlägen. Seit 2004 fielen ihnen fast 4000 Menschen zum Opfer. Die Terroristen wollen die Unabhängigkeit von Thailand erzwingen. Meiden Sie diese Krisengebiete!

Den König beleidigen

Bhumibol Adulyadej selbst hat erklärt, dass er nicht über der Kritik steht. Trotzdem ist Majestätsbeleidigung strafbar und kann auch für Ausländer schlimme Folgen haben. 2009 wurde der australische Autor Harry Nicolaides zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er sich in einem Buch kritisch über den Kronprinzen geäußert hatte. Der König selbst begnadigte ihn zwar bald darauf, aber Nicolaides musste vorher ein halbes Jahr Untersuchungshaft absitzen.

Schleppern folgen

Wo Touristen sind, lauern auch Schlepper. Sie bieten alles Mögliche an: Edelsteine, kostenlose Sightseeingtouren, Prostituierte. Thais sind normalerweise Fremden gegenüber zurückhaltend und sprechen sie nicht einfach auf der Straße an. Wenn es doch jemand tut, können Sie fast immer sicher sein, dass Sie am Ende draufzahlen.

Sich auf Streit einlassen

In seltenen Fällen kann es sein, dass die ansonsten sehr kontrollierten Thais es auf Ärger anlegen, etwa in alkoholisierter Runde. Lehnen Sie Einladungen zu Trinkgelagen mit Einheimischen, die Sie nicht kennen, freundlich ab oder entfernen Sie sich nach einem Höflichkeitsschluck. Falls Sie doch einmal Aggression zu spüren bekommen, bleiben Sie ruhig. Vermeiden Sie auch unbedingt, einem ohnehin schon wütenden Thai einen Gesichtsverlust zuzufügen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Grundsätzlich hat sich die Sicherheitslage in Thailand nach dem Militärputsch im Mai 2014 stabilisiert. Das öffentliche Leben verläuft weitgehend normal. Meinungs- und Versammlungsfreiheit sind allerdings weiterhin erheblich eingeschränkt. Reisende sollten sich des strengen Majestätsbeleidigungsgesetzes in Thailand bewusst sein. Es wird generell empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen zu meiden, da gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften nicht auszuschließen sind.

Terrorismus

Wie in vielen anderen Ländern auch, kann in Thailand eine allgemeine Gefahr von terroristischen Anschlägen niemals ausgeschlossen werden.
Vor allem in den mehrheitlich muslimischen südlichen Grenzprovinzen zu Malaysia (Narathiwat, Yala und Pattani sowie weite Teile von Songhkla) besteht die Gefahr terroristischer Anschläge.
Im August 2016 kam es in Hua Hin, Phuket, Krabi, Trang und Surat Thani sowie weiteren Orten und Provinzen im Süden Thailands zu Bomben- und Brandanschlägen. Dabei gab es Tote und Verletzte. Im Mai 2017 gab es einen Bombenanschlag in einem Militärkrankenhaus in Bangkok. Weitere Anschläge, auch in Urlaubsgebieten, können nicht ausgeschlossen werden. Reisenden in Thailand wird weiterhin empfohlen, besonders wachsam zu sein und den Anordnungen der örtlichen Sicherheitskräfte und Behörden Folge zu leisten.

Von Reisen in und durch die unter Notstandsrecht stehenden Provinzen im Süden Thailands an der Grenze zu Malaysia (Narathiwat, Yala und Pattani sowie Teile von Songkhla) wird dringend abgeraten. Dort kommt es regelmäßig zu Auseinandersetzungen zwischen Separatistengruppen und Sicherheitskräften sowie zu terroristischen Anschlägen, auch auf von Ausländern frequentierte Ziele.

Reisen auf dem Landweg nach Kambodscha sind nur über die offiziellen Grenzübergänge möglich.
Von Reisen nach Preah Vihear und den umliegenden Tempelanlagen wird abgeraten, da der gesamte Bereich weiterhin militärisches Sperrgebiet ist. Zur Situation auf kambodschanischer Seite beachten Sie bitte die Reise- und Sicherheitshinweise Kambodscha.

Kriminalität

Thailand verzeichnet zunehmende Kriminalität (auch Diebstahl, Vergewaltigung, Raubüberfall, teilweise mit Todesfolge). Das betrifft insbesondere die Tourismushochburgen Phuket, Koh Samui und Pattaya.

Auf den monatlich stattfindenden,,Mondscheinpartys" (Full Moon Party) auf der nördlich von Koh Samui gelegenen Insel (Koh) Pha Ngan ist es bereits mehrfach zu tödlichen Zwischenfällen gekommen. Wiederholt sind Frauen und Mädchen von unter Drogen oder Alkohol stehenden Teilnehmern vergewaltigt worden.

In vielen Touristenhochburgen ist die Zusammenarbeit von Banden mit korrupten Polizeibeamten keine Seltenheit. Dabei wird den Touristen unterstellt, sie hätten gemietete Gegenstände (insbesondere Jet Skis oder Motorroller) beschädigt zurückgegeben oder Bagatelldelikte (Diebstahl von Uhrenimitaten etc.) begangen, um Geld zu erpressen. Besonders auffällig geworden ist die Polizeistation am Patong Beach. Es wird dringend geraten, in diesen Fällen unverzüglich telefonischen Kontakt mit der deutschen Botschaft in Bangkok aufzunehmen.

Touristen sollten generell nur in Taxis oder Tuk-Tuks steigen, deren Fahrer sie selbst angesprochen haben. Die Gefahr von Betrugsversuchen unter Mitwirkung von Taxi- und Tuk-Tuk-Fahrern ist hoch, z. B. werden Touristen gezielt in diverse Geschäfte geführt und dann unter Druck gesetzt, dort Fälschungen oder minderwertige Produkte zu kaufen. Gerade bei Fahrten mit Tuk-Tuks ist besondere Vorsicht geboten. Der Preis sollte schon vor Fahrtantritt verbindlich ausgehandelt werden. Andernfalls ist damit zu rechnen, anschließend mit stark überteuerten Forderungen konfrontiert zu werden. Außerhalb Bangkoks gibt es kaum Taxameter. In Phuket dürfen Taxis aus dem Ostteil der Insel nicht in den Westteil (an die Strände) fahren. Hingegen können sich Tuk-Tuks frei über die ganze Insel bewegen.

In entlegenen Gebieten und in den Grenzgebieten zu Kambodscha und Myanmar kann es zu Überfällen durch bewaffnete Banden kommen. Trekking-Touren sollten generell nur gut vorbereitet und am besten in einer Reisegruppe unter sachkundiger Führung unternommen werden.

Sicherheitsvorkehrungen (z. B. in Hotels und Discos) in Thailand entsprechen teilweise nicht europäischen Standards. Auf Fähren und Ausflugsbooten sind Sicherheits- und Rettungseinrichtungen oftmals mangelhaft; Vorsicht ist angebracht.

Naturkatastrophen

Insbesondere in der Regenzeit von Mai bis Oktober kommt es häufig zu großflächigen Überschwemmungen und Erdrutschen, denen jährlich Menschen zum Opfer fallen. Im Südosten der Thai-Halbinsel (u.a. auch Koh Samui) kommt es auch von November bis Januar zu Starkregen und vereinzelten Tropenstürmen.
Reisenden wird empfohlen, sich zu jeder Jahreszeit über lokale Medien (z.B. Bangkok Post, Nationmultimedia) und staatliche Wetterwarnungen (Flood Monitoring) über die aktuelle Lage zu informieren und ggfs. die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland zu beachten.

Thailand befindet sich in einer seismisch aktiven Zone, in der mit Erd- und Seebeben gerechnet werden muss. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Reisende mit Pauschalangeboten erhalten Informationen auch zur Sicherheit normalerweise über die Reiseveranstalter.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Thailand ist eine konstitutionelle Monarchie, in der der König sowohl als Staatsoberhaupt als auch als oberster Hüter der Religion eine zentrale Rolle einnimmt. Buddhismus ist Staatsreligion. Um keine religiösen Gefühle zu verletzen, ist beim Betreten von Tempeln auf angemessene Kleidung zu achten.

Wohneigentum

Größte Umsicht ist geboten beim Erwerb von Wohneigentum, auch von Time-Sharing-Wohnrechten. In vielen Fällen werden die Leistungen nicht in der vertraglich zugesicherten Weise erbracht. Zudem ist es entgegen der vertraglichen Vereinbarung häufig nicht mehr möglich, die Wohnrechte zu veräußern oder zu tauschen. Eine Durchsetzung eigener Rechte scheitert in der Regel daran, dass die Firmen nach kurzer Zeit vom Markt verschwinden.

Auch wenn die Polizei in vielen Fällen nicht immer im notwendigen Umfang ermittelt, sollte sie oder die örtliche Touristenpolizei in jedem Fall sofort verständigt werden. Die Touristenpolizei ist ausschließlich für Streitigkeiten zwischen Touristen und Thais zuständig und spricht Englisch.

Straßenverkehr

Im Straßenverkehr ist besondere Vorsicht angezeigt. In Thailand ist die Zahl tödlicher Verkehrsunfälle wesentlich höher als in Deutschland, 70% der Opfer sind Zweiradfahrer. Auch in Thailand gilt Helmpflicht. Ist es zu einem Verkehrsunfall gekommen, sind impulsive Reaktionen von Beteiligten (selbst Waffengewalt) nicht auszuschließen. Es wird geraten, in solchen Fällen ruhig zu bleiben und Eskalationen zu vermeiden.

Führerscheine

Deutsche Führerscheine und in Deutschland ausgestellte internationale Führerscheine werden in Thailand offiziell nicht anerkannt. Zum Führen von Kraftfahrzeugen ist grundsätzlich eine thailändische Fahrerlaubnis erforderlich. In der bisher bekannten Praxis genügt allerdings selbst renommierten Fahrzeugvermietungen der deutsche Führerschein.
Die Umschreibung einer deutschen in eine thailändische Fahrerlaubnis kann auch für kurzfristige Aufenthalte in Thailand beantragt werden. Verbindliche Informationen zur Antragstellung können beim Department of Land Transport erfragt werden.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Visum

Für touristische Aufenthalte in Thailand ist für deutsche Staatsangehörige grundsätzlich kein vor der Einreise einzuholendes Visum erforderlich. Bitte beachten Sie, dass Reisende dann visumspflichtig sind, wenn sie ihre Weiter- oder Rückreise nicht mittels Flugschein oder Bus- bzw. Zugticket nachweisen können. Die zulässige Aufenthaltsdauer wird bei der Einreise durch die Einwanderungsbehörde festgelegt: bei Einreisen sowohl auf dem Luftweg als auch auf dem Landweg ist ein Aufenthalt von längstens 30 Tagen zulässig. Eine einmalige Verlängerung des visumfreien Aufenthalts um weitere max. 30 Tage für ausschließlich touristische Zwecke ist möglich. Die Visumverlängerung muss vor Ablauf der zulässigen visumfreien Aufenthaltsdauer beim zuständigen thailändischen Immigration Bureau beantragt werden.
Sofortige Wiedereinreisen ohne Visum (sog. Visa-run) sind seit Mai 2014 allenfalls noch für touristische Zwecke möglich, nicht für einen fortwährenden Aufenthalt.
Einreisen ohne Visum auf dem Land- und Schiffsweg sind seit Ende 2016 auf max. 2 Mal pro Kalenderjahr begrenzt. Die Einreise über internationale Flughäfen ist von dieser Regelung nicht betroffen.

Vor der Einreise bei einer thailändischen Auslandsvertretung eingeholte Visa berechtigen im Regelfall unabhängig von der Art der Einreise zu einem Aufenthalt von längstens 60 Tage. Touristenvisa können einmalig um 30 Tage verlängert werden. Deutsche, die beabsichtigen, sich länger in Thailand aufzuhalten, benötigen ein "Non Immigrant" Visum. Nähere Informationen zu den einzelnen Visatypen sind dem Internetauftritt der thailändischen Einwanderungsbehörden (in englischer Sprache) zu entnehmen: www.immigration.go.th.

Wichtige Hinweise

Verstöße gegen aufenthaltsrechtliche Bestimmungen sind in Thailand keine Kavaliersdelikte. Reisende, die die zulässige Aufenthaltsdauer überschreiten ("overstay"), riskieren Festnahme und Abschiebehaft, empfindliche Geld- und Haftstrafen, eine Abschiebung auf eigene Kosten und eine Wiedereinreisesperre. Für "overstay" bis zu längstens 40 Tagen wird zur Zeit eine pauschalierte Geldstrafe in Höhe von THB 500,- je zusätzlichem Aufenthaltstag, maximal THB 20.000, erhoben. Kann diese nicht bezahlt werden, folgt ein gerichtliches Verfahren, das im Regelfall zur Verhängung einer Geldstrafe oder einer Ersatzfreiheitsstrafe führt. Geldstrafen können auch bei Mittellosigkeit nicht auf deutsche öffentliche Mittel übernommen werden. Bis zur Abschiebung wird in der Regel Abschiebehaft angeordnet.
Es wird dringend dazu geraten, Visa nur unmittelbar bei den thailändischen Einwanderungsbehörden (Bureau of Immigration) verlängern zu lassen und keine Dienste von Dienstleistern, z. B. Reisebüros oder Hotels, in Anspruch zu nehmen. Es sind zahlreiche Betrugsfälle bekannt geworden, in denen Reisenden gefälschte Visa verkauft wurden. Reisende haben in diesen Fällen mit zusätzlichen Strafverfahren wegen des Besitzes gefälschter Dokumente zu rechnen.
Auch wenn bei der Einreise in der Regel nur der beabsichtigte Aufenthaltsort angegeben werden muss, führen die thailändische Immigration in Zweifelsfällen (z. B. bei manchen Rucksackreisenden) Befragungen durch und fordern auch nähere Angaben oder sogar Nachweise über die beabsichtigte Unterkunft.

Hinweise für die Einreise von Minderjährigen

Alleinreisende Minderjährige müssen eine offizielle Zustimmungserklärung des oder der Sorgeberechtigten mit sich führen.
Verbindliche Auskunft zu thailändischen Einreise- und Ausreisebestimmungen kann nur von einer thailändischen Behörde erteilt werden. Weitere Informationen können u. a. bei den thailändischen Auslandsvertretungen, z. B. der Botschaft des Königsreichs Thailand in Berlin, eingeholt werden.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Ein- und Ausfuhr von Devisen

Die Ein- und Ausfuhr ausländischer Devisen ist in unbegrenzter Höhe zulässig; Reisende müssen jedoch ein- oder auszuführende Beträge, die (insgesamt) den Gegenwert von US$ 20.000,- übersteigen, deklarieren.

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung Baht ist ebenfalls unbegrenzt gestattet. Bei der Einfuhr ist auch keine Anzeige erforderlich. Bei der Ausfuhr sind Beträge von THB 50.000,- bzw. THB 500.000,- (nur für die Ausfuhr nach Myanmar, Kambodscha, Laos, Malaysia und Vietnam) oder mehr zu deklarieren.

Vorsicht ist geboten vor in Umlauf befindlichem Falschgeld. Es wird empfohlen, Geld nur in autorisierten Wechselstuben zu tauschen.

Antiquitäten

Die Ausfuhr bestimmter Antiquitäten (z. B. Buddhafiguren oder -bilder) ist nur mit Genehmigung des Fine Arts Department erlaubt. Nähere Informationen hierzu sind bei der thailändischen Botschaft in Berlin oder den thailändischen Zollbehörden erhältlich.

Souvenirs

Die Ausfuhr von bestimmten Lederprodukten (z. B. Elefant, Krokodil, Schlangen) und Elfenbein sowie deren Einfuhr nach Deutschland unterliegen dem Washingtoner Artenschutzabkommen. Es wird dringend empfohlen, sich darüber vor dem Kauf zu informieren.

Zigaretten

Zigaretten dürfen nur bis zu max. 200 Stück pro Person in Thailand eingeführt werden. Bei Überschreiten der Höchstgrenze kann eine Geldstrafe in zehnfacher Höhe des Warenwerts verhängt und die Ware konfisziert werden.
Die Einfuhr von sog. Verdampfern, z.B. E-Zigaretten (auch IQOS), E-Barakus, und Zubehör nach Thailand ist verboten und kann mit Gefängnisstrafe bis zu 10 Jahren bestraft werden.
Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Vor Erwerb, Besitz, Verteilung sowie Ein- und Ausfuhr von Rauschgiften aller Art (auch Marihuana, Ecstasy und anderer Amphetamine) wird dringend gewarnt. Schon der Besitz geringer Rauschgiftmengen führt zu hohen Freiheitsstrafen; für einzelne Delikte sehen die thailändischen Strafgesetze die Todesstrafe vor. Die Mitnahme bzw. der Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts kann verhängnisvolle Folgen haben.

Ausweispflicht

Reisende sind verpflichtet, stets ihre Ausweise mit sich zu führen. Es werden häufig Ausweiskontrollen, insbesondere in den Vergnügungsvierteln der Hauptstadt, aber auch in Pattaya, Phuket und Chiang Mai, durchgeführt. Eine Fotokopie des Passes ist ausreichend, sofern auch die Seite mit dem thailändischen Visum bzw. Einreisestempel kopiert und mitgeführt wird.

Majestätsbeleidigung

Das thailändische Königshaus genießt besonderen Respekt. Abfällige oder kritische Bemerkungen können als Majestätsbeleidigung mit Haftstrafen bis zu 15 Jahren bestraft werden.

Diebstahl

Der Diebstahl von Gegenständen mit geringem Wert kann mit sehr hohen Haftstrafen geahndet werden. Strafmilderung wird auch dann nicht gewährt, wenn der Diebstahl "zwanghaft" (Kleptomanie) erfolgt.

Sexueller Missbrauch von Kindern

Der sexuelle Missbrauch von Minderjährigen in Thailand wird hart bestraft und auch dann in Deutschland strafrechtlich verfolgt, wenn die Tat in Thailand begangen wurde. Im Zweifel sollte man sich über das Alter des Partners/der Partnerin vergewissern. Ausweise sind allerdings häufig gefälscht.

Zugangsbeschränkungen zu Bars und Diskotheken

Personen unter 20 Jahren ist der Zutritt zu Bars, Diskotheken und Massagesalons generell verboten. Für Jugendliche unter 18 Jahren gilt eine Sperrstunde ab 22.00 Uhr. Jugendlichen, die nach dieser Zeit ohne elterliche Begleitung in der Öffentlichkeit angetroffen werden, droht die vorläufige Festnahme. Der Begriff "Öffentlichkeit" wird von den Behörden weit ausgelegt und umfasst neben Restaurants auch Kinos. Alkoholkonsum ist Jugendlichen unter 18 Jahren in der Öffentlichkeit verboten und wird bestraft. Generell ist das Trinken von Alkohol im Inneren eines fahrenden oder parkenden Fahrzeugs verboten; dies gilt für alle Insassen.

Kleidungsvorschriften

Nacktbaden, Baden ohne Bikinioberteil sowie sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit sind verboten und können bestraft werden.

Fotografierverbot

Abgesehen von militärischen Objekten besteht grundsätzlich kein Fotografier-Verbot. Beim Fotografieren von Menschen ist allerdings - wie überall - ein gewisses Taktgefühl angezeigt. Zu beachten ist in Verbindung damit jedoch, dass intime Aufnahmen von Opfern von Gewaltverbrechen oftmals in der thailändischen Presse publiziert werden.

Strafverfahren

Strafverfahren in Thailand sind langwierig. Die Möglichkeiten der Verteidigung sind beschränkt und entsprechen oft nicht deutschen rechtsstaatlichen Erwartungen. Mit langer Untersuchungshaft, unzureichender, teurer anwaltlicher Vertretung und harten Haftbedingungen muss gerechnet werden. Jede Verurteilung wegen einer Straftat in Thailand (auch wegen Bagatelldelikten) führt nach Verbüßung der Strafe zur Abschiebung und einem unbefristeten Wiedereinreiseverbot.

Rauchverbot/E-Zigaretten

Ab dem 1. November 2017 wird an einigen Stränden in Pattaya, Bangsaen, Cha-am, Hua Hin, Phuket, Samui, Phang Nga and Songkhla Rauchverbot gelten. Bei Verstößen gegen das Rauchverbot droht eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr und/oder Geldstrafe bis zu THB 100.000,-.
Neben dem Einfuhrverbot ist auch der Verkauf oder Kauf von E-Zigaretten (auch IQOS) oder sonstigen Verdampfern kann mit einer hohen Geldstrafe oder Haftstrafe bis zu fünf Jahren belegt werden.

Drohnen

Die Einfuhr von Drohnen für den privaten Gebrauch nach Thailand ist zwar grundsätzlich erlaubt. Für die Inbetriebnahme in Thailand ist jedoch zwingend eine Registrierung der Drohnen bei der National Broadcasting and Telecommunications Commission (NBTC) oder der Civil Aviation Authority of Thailand (CAAT) erforderlich. Bei Verstoß gegen die Registrierung droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe von bis zu THB 100.000,-.

Impfschutz

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird nur bei Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet gefordert (siehe www.who.int). Bei direkter Einreise aus Deutschland besteht keine Impfnotwendigkeit gegen Gelbfieber.
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de) für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps-Masern-Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt sowie bei besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut Japanische Enzephalitis und Typhus empfohlen.

Dengue-Fieber

Dengue-Fieber wird durch den Stich hauptsächlich tagaktiver, infizierter Mücken übertragen. Eine Impfung oder Chemoprophylaxe ist nicht möglich. Dengue-Fieber tritt in Thailand häufig auf, vorwiegend während der Regenzeit von Mai bis Oktober, Stadtgebiete sind oftmals stark betroffen, mit einem Übertragungsrisiko ist aber landesweit zu rechnen. Konsequente Barrieremaßnahmen (Schutz vor Mückenstichen, s. u.) sind die einzig möglichen Schutzmaßnahmen.

Chikungunya-Fieber

Chikungunya-Fieber ist analog zu Dengue eine durch den Stich infizierter Mücken übertragene Viruserkrankung mit Fieber und vorrangig z.T. langanhaltenden Gelenkschmerzen. Seit 2008 werden zunehmende Krankheitszahlen in den südlichen Provinzen Thailands, auch in den Touristenzentren, verzeichnet. Auch hier gibt es keine Schutzimpfung. Konsequente Barrieremaßnahmen (Schutz vor Mückenstichen, s. u.) sind die einzig möglichen Schutzmaßnahmen.

Zika-Virus-Infektion

Gemäß der Weltgesundheitsorganisation () wird Thailand mit einer möglichen Übertragbarkeit von Zika-Viren klassifiziert, d.h. Kategorie 1 bzw. 2 der aktuellen -Einteilung, auch wenn u.U. aktuell keine neuen Erkrankungsfälle dokumentiert werden.
Das Übertragungsrisiko kann dabei sowohl regional als auch saisonal erheblich variieren.
In Anlehnung an die derzeitigen -Empfehlungen empfiehlt das Auswärtige Amt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, von vermeidbaren Reisen in Regionen der o.g. -Kategorie 1 oder 2 abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (DTG) sowie dem Robert Koch-Institut (RKI) abgestimmten Merkblatt Zika-Virus-Infektion des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amtes.

Malaria

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Beim Auftreten von Fieber nach einem Thailandbesuch ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Malaria tritt in Thailand regionsabhängig ganzjährig auf, ca. 40-50% der Fälle im Land werden durch die gefährlichere Form Plasmodium falciparum hervorgerufen, ca. 50% durch Plasmodium vivax (selten auch Infektionen mit Plasmodium knowlesii). Zunehmende Artemisinin-Resistenzen werden berichtet.
Ein Malariarisiko besteht im nordwestlichen Grenzgebiet zu Myanmar, v. a. in den Provinzen Tak und Mae Hong Son, im westlichen Grenzgebiet in der Provinz Ranong sowie im Süden in der Provinz Yala. Des Weiteren im westlichen Grenzgebiet zu Myanmar (Provinzen Chumphon, Prachuab, Khiri Khan, Kanchanaburi, Petchaburi) sowie im Süden (Narathiwat, Songkhla), im südöstlichen Grenzgebiet zu Kambodscha (Trat, Chantaburi) und auf einigen Inseln (z.B. Ko Chang bei Ranong); außerdem in den ländlichen bewaldeten Regionen von Phuket und Phang Nga.
Das Malariarisiko ist geringer aber vorhanden (mehr in der Regenzeit, weniger in der Trockenzeit) in den Waldgebieten des mittleren Westens sowie der nördlichen und östlichen Landesteile; auf einigen Inseln, z. B. Ko Chang und Ko Mak vor Trat im Südosten, Similan-Inseln in der Andamanensee vor der Provinz Phang Nga im Südwesten.
Ein sehr geringes Malariarisiko besteht in den zentralen Landesteilen und Küstengebieten, auf den meisten vorgelagerten Inseln sowie in den höheren Gebirgslagen.
Großstädte und Touristikzentren wie Bangkok, Pattaya, Hua Hin, Cha Am, Chiang Mai, Ko Samui, Phuket (Stadtgebiet), Krabi (Stadtgebiet), Songkhla (Stadtgebiet), Hat Yai gelten als malariafrei.
Neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe (Schutz vor Mückenstichen) kann je nach Reiseprofil für die Risikogebiete ggf. eine Chemoprophylaxe erwogen werden. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
- körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- tagsüber (Dengue) und in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
- ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.
Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe.

HIV /

AIDS

HIV/AIDS ist im Lande insbesondere in den Risikogruppen ein großes Problem. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Durchfallerkrankungen treten in Thailand sehr häufig auf. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich Durchfallerkrankungen vermeiden.

Einige Grundregeln

Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen. Einmalhandtücher verwenden.

Neue Influenza A/H1N1 2009 (Schweinegrippe)

Auch in Thailand gibt es seit April 2009 nachgewiesene Infektionen mit der neuen Influenza A/H1N1. Seit Dezember 2009 sind die Fallzahlen deutlich zurückgegangen und mischen sich mit dem Vorkommen der saisonalen Influenza.

Saisonale Influenza

Die üblichen saisonalen Influenzaviren zirkulieren ganzjährig in Thailand mit leichtem Anstieg der Fallzahlen während und kurz nach den Regenzeiten. Insgesamt ist das Vorkommen aber seltener als in europäischen Gebieten mit größerer Temperaturdifferenz, epidemische Verläufe sind nicht bekannt.

Aviäre Influenza (Vogelgrippe)

Seit Jahren ist in Thailand auch die hochpathogene Form der aviären Influenza ("Vogelgrippe") aufgetreten, in den letzten Jahren ist es allerdings nicht mehr zu menschlichen Erkrankungsfällen gekommen. Fast immer erfolgt die Übertragung auf den Menschen durch den engen und direkten Kontakt zu infiziertem Geflügel.

Weiter vorkommende Infektionen sind Tollwut, Japanische Enzephalitis sowie Melioidose und L

eptospirose.

In Thailand kommen diverse giftige Schlangenarten vor (auch in den Stadtgebieten, v. a. während der Regenzeit), hier ist besondere Vorsicht geboten!

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist insbesondere in Bangkok und auch in den großen Städten von hoher Qualität, auf dem Land entspricht sie evtl. jedoch nicht europäischem Standard. Vielfach fehlen dort auch europäisch ausgebildete, Englisch bzw. Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden. Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll. Daher sollte vor der Reise ein Beratungsgespräch mit einem erfahrenen Tropenmediziner geführt werden.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

In größeren Ortschaften ist die medizinische Versorgung sehr gut, auf dem Land entspricht sie eventuell nicht europäischem Standard. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Alle großen Hotels haben Bereitschaftsärzte.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sowie einer Reiserückholversicherung wird empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Essen und Trinken

Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte vor dem Trinken, Zähneputzen und vor der Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. In den meisten Hotels wird abgefülltes Trinkwasser kostenlos zur Verfügung gestellt.

Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Von dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird abgeraten.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Cholera Nein -
Typhus & Polio Ja -
Malaria 2 -
Essen & Trinken - -
Gelbfieber 1 -

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von Reisenden verlangt, die innerhalb von sechs Tagen nach Aufenthalt in den von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebieten einreisen wollen und älter als neun Monate sind. Ausgenommen sind Transitpassagiere, die den Transitraum in Thailand nicht verlassen. Sollte keine Gelbfieberimpfbescheinigung vorgewiesen werden können, wird eine Quarantäne von sechs Tagen verhängt bzw. wird der Reisende ausgewiesen.

[2] Malaria in der gefährlicheren Form Plasmodium falciparum kommt ganzjährig in ländlichen Regionen und vor allem in den Wäldern und Hügellandschaften im ganzen Land und vor allem in den Grenzgebieten vor. Ein mittleres Risiko in diesen Gebieten weiter landeinwärts, ein geringes Risiko in den Waldgebieten der zentralen, nördlichen und östlichen Landesteile und auf einigen Inseln (Ko Chang). Als malariafrei gelten Großstädte und Touristikzentren wie Bangkok, Pattaya, Hua Hin, Cha Am, Chanthaburi, Chiang Mai, Chiang Rai, Phuket, Ko Samui, Krabi, Songkhla. Starke Chloroquin-, Sulfadoxin/Pyrimethamin- und Mefloquin-Resistenz wurde gemeldet.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Bilharziose-Erreger können in manchen Teichen und Flüssen landesweit, vor allem in Phitsanulok, Phichit und Surat Thani vorkommen, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Chikungunya-Fieber ist eine durch den Stich infizierter Mücken übertragene Viruserkrankung mit Fieber und vorrangig z.T. langanhaltenden Gelenkschmerzen. Es werden zunehmende Krankheitszahlen in den südlichen Provinzen Thailands, auch in den Touristenzentren und in den zentralen, nördlichen und in den nord-östlichen Provinzen verzeichnet.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit, auch in den Stadtgebieten, und vor allem während der Regenzeit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz, denn die Fallzahlen haben steigende Tendenz. Eine Impfung gegen Dengue-Fieber existiert nicht.

In den Grenzgebieten im Westen und in den Feuchtbiotopen an der Südostküste tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren das Übertragungsrisiko, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

Fleckfieber tritt vor allem im Buschland im Norden und Nordosten auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Auf Nahrungshygiene ist zu achten. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen. 

HIV/AIDS ist im Lande insbesondere in den Risikogruppen ein großes Problem. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht von Mai bis Oktober vor allem in den ländlichen und suburbanen Gebieten im Norden.

Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Das Zika-Virus wird durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. Zu den Symptomen gehören u.a. Fieber, Gelenkschmerzen und eine Bindehautentzündung. Häufig bleibt die Infektion unbemerkt oder verläuft nur mit milden Symptomen. Das Zika-Virus steht im Verdacht, bei Ungeborenen Mikrozephalie zu verursachen.
Es existiert weder eine Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe. Eine konsequente Einhaltung persönlicher Mückenschutzmaßnahmen wird empfohlen.

Reisewarnung

Überblick

Thailand

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 16.02.2017
Unverändert gültig seit: 08.02.2017

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Am 13. Oktober 2016 ist der thailändische König, Bhumibol Adulyadej, verstorben.

Die angeordnete Trauerperiode dauert ein Jahr. Während dieser Zeit können Einschränkungen des gesellschaftlichen und öffentlichen Lebens nicht ausgeschlossen werden. Reisende sollten die Gefühle und Trauerbekundungen des thailändischen Volkes respektieren; auf angemessene Kleidung in der Öffentlichkeit sollte geachtet werden.

Im August 2016 kam es in Hua Hin, Phuket, Krabi, Trang und Surat Thani sowie weiteren Orten und Provinzen im Süden Thailands zu Bomben- und Brandanschlägen. Dabei gab es Tote und Verletzte. Reisenden in Thailand wird weiterhin empfohlen, besonders wachsam zu sein und den Anordnungen der örtlichen Sicherheitskräfte und Behörden Folge zu leisten.

Grundsätzlich hat sich, nach dem Militärputsch im Mai 2014, die Sicherheitslage in Thailand stabilisiert. Das öffentliche Leben verläuft weitgehend normal. Meinungs- und Versammlungsfreiheit sind allerdings, nach wie vor, erheblich eingeschränkt. Es wird daher empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen zu meiden, da gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften nicht auszuschließen sind.

Am Abend des 17. August 2015 kam es in Bangkok, an der auch bei Touristen beliebten Rajaprasong-Kreuzung, nahe des sogenannten Erawan Shrine, zu einem Bombenanschlag, dessen Hintergründe, nach wie vor, nicht vollständig aufgeklärt sind. Es gab zahlreiche Todesopfer und Verletzte. Weitere Anschläge, auch in anderen Urlaubsgebieten, können nicht ausgeschlossen werden. Reisenden wird daher empfohlen, besonders vorsichtig zu sein und auch die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.

Von Reisen in und durch die unter Notstandsrecht stehenden Provinzen im Süden Thailands an der Grenze zu Malaysia (Narathiwat, Yala und Pattani sowie Teile von Songkhla) wird dringend abgeraten. Es besteht die anhaltende Gefahr terroristischer Anschläge, auch auf von Ausländern frequentierte Ziele. 

Von Reisen in die Grenzregion zu Kambodscha, insbesondere nach Preah Vihear und zu den anderen in diesem Bereich befindlichen Tempelanlagen, wird dringend abgeraten. Der gesamte Bereich ist weiterhin militärisches Sperrgebiet. Das Urteil des Internationalen Gerichtshofes vom 11. November 2013 zu dem den Tempel umgebenden Gebiet ist von beiden Seiten akzeptiert, bislang aber noch nicht umgesetzt worden. Zur Situation auf kambodschanischer Seite beachten Sie bitte die Externer Link, öffnet in neuem FensterReise- und Sicherheitshinweise für Kambodscha.

Terrorismus

Wie in vielen anderen Ländern auch, kann in Thailand eine allgemeine Gefahr von terroristischen Anschlägen niemals ausgeschlossen werden.

In den mehrheitlich muslimischen südlichen Grenzprovinzen zu Malaysia (Narathiwat, Yala und Pattani sowie weite Teile von Songhkla) besteht ebenfalls die Gefahr terroristischer Anschläge. Seit Anfang 2004 verüben dort radikale muslimische Gruppen fast täglich Anschläge gegen staatliche Einrichtungen und Privatpersonen, oft mit schwerwiegenden Folgen. Bei Bombenanschlägen im öffentlichen Raum gibt es immer wieder Tote und Verletzte. Über das Unruhegebiet ist seit 2005 der Notstand verhängt.

Kriminalität

Thailand verzeichnet zunehmende Kriminalität (auch Diebstahl, Vergewaltigung, Raubüberfall, teilweise mit Todesfolge). Das betrifft insbesondere die Tourismushochburgen Phuket, Koh Samui und Pattaya. Auf den monatlich stattfindenden ,,Mondscheinpartys" (Full Moon Party) auf der nördlich von Koh Samui gelegenen Insel (Koh) Pha Ngan ist es bereits mehrfach zu tödlichen Zwischenfällen gekommen. Wiederholt sind Frauen und Mädchen von unter Drogen oder Alkohol stehenden Teilnehmern vergewaltigt worden.

In vielen Touristenhochburgen ist die Zusammenarbeit von Banden mit korrupten Polizeibeamten keine Seltenheit. Dabei wird den Touristen unterstellt, sie hätten gemietete Gegenstände (insbesondere Jet Skis oder Motorroller) beschädigt zurückgegeben oder Bagatelldelikte (Diebstahl von Uhrenimitaten etc.) begangen, um Geld zu erpressen. Besonders auffällig geworden ist die Polizeistation am Patong Beach. Es wird dringend geraten, in diesen Fällen unverzüglich telefonischen Kontakt mit der Botschaft (+66 2 2879000 während der Dienstzeiten und +66 81 8456224 Bereitschaftsdienst) aufzunehmen.

Touristen sollten generell nur in Taxis oder Tuk-Tuks steigen, deren Fahrer sie selbst angesprochen haben. Die Gefahr von Betrugsversuchen unter Mitwirkung von Taxi- und Tuk-Tuk-Fahrern ist hoch, z. B. werden Touristen gezielt in diverse Geschäfte geführt und dann unter Druck gesetzt, dort Fälschungen oder minderwertige Produkte zu kaufen. Gerade bei Fahrten mit Tuk-Tuks ist besondere Vorsicht geboten. Der Preis sollte schon vor Fahrtantritt verbindlich ausgehandelt werden. Andernfalls ist damit zu rechnen, anschließend mit stark überteuerten Forderungen konfrontiert zu werden. Außerhalb Bangkoks gibt es kaum Taxameter. In Phuket dürfen Taxis aus dem Ostteil der Insel nicht in den Westteil (an die Strände) fahren. Hingegen können sich Tuk-Tuks frei über die ganze Insel bewegen.

In entlegenen Gebieten und in den Grenzgebieten zu Kambodscha und Myanmar kann es zu Überfällen durch bewaffnete Banden kommen. Trekking-Touren sollten generell nur gut vorbereitet und am besten in einer Reisegruppe unter sachkundiger Führung unternommen werden.

Sicherheitsvorkehrungen  (z. B. in Hotels und Discos) in Thailand entsprechen teilweise nicht europäischen Standards. Auf Fähren und Ausflugsbooten sind Sicherheits- und Rettungseinrichtungen oftmals mangelhaft; Vorsicht ist angebracht.

Straßenverkehr

Im Straßenverkehr ist Vorsicht angezeigt. In Thailand ist die Zahl tödlicher Verkehrsunfälle wesentlich höher als in Deutschland, 70% der Opfer sind Zweiradfahrer. Auch in Thailand gilt Helmpflicht. Ist es zu einem Verkehrsunfall gekommen, sind impulsive Reaktionen von Beteiligten (selbst Waffengewalt) nicht auszuschließen. Es wird geraten, in solchen Fällen ruhig zu bleiben und Eskalationen vermeiden.

Wohneigentum

Größte Umsicht ist geboten beim Erwerb von Wohneigentum, auch von Time-Sharing-Wohnrechten. In vielen Fällen werden die Leistungen nicht in der vertraglich zugesicherten Weise erbracht. Zudem ist es entgegen der vertraglichen Vereinbarung häufig nicht mehr möglich, die Wohnrechte zu veräußern oder zu tauschen. Eine Durchsetzung eigener Rechte scheitert in der Regel daran, dass die Firmen nach kurzer Zeit vom Markt verschwinden.

Auch wenn die Polizei in vielen Fällen nicht immer im notwendigen Umfang ermittelt, sollte sie oder die örtliche Touristenpolizei in jedem Fall sofort verständigt werden. Die Touristenpolizei ist ausschließlich für Streitigkeiten zwischen Touristen und Thais zuständig und spricht Englisch.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Türkei Ja Nein Ja
Deutschland Ja Nein Ja
Österreich Ja Nein Ja
Schweiz Ja Nein Ja
Andere EU-Länder Ja 1, 2 Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig und in gutem Zustand sein.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder, wenn ein bestätigtes Rück- bzw. Weiterflugticket und ausreichende Geldmittel vorgewiesen werden können:

(a) EU-Länder, Schweiz und Türkei für touristische Aufenthalte von max. 30 Tagen (Begrenzung auf max. 2 Einreisen pro Kalenderjahr und pro Person auf dem Land- und Seeweg. Die Einreise auf dem Luftweg ist von der Begrenzung nicht betroffen.), ([1] Ausnahmen: Staatsangehörige von Bulgarien, Lettland, Litauen, Malta, Rumänien und Zypern sind visumpflichtig, sie können bei der Ankunft ein Visum beantragen, das zu einem 15-tägigen Aufenthalt berechtigt, oder vor der Reise ein Visum beantragen. Staatsangehörige von Kroatien sind ebenfalls visumpflichtig, sie müssen vor der Reise ein Visum beantragen).
 

Touristenvisum bei der Einreise
U.a. Staatsangehörige der folgenden Länder, die im Besitz eines gültigen Reisepasses sowie bestätigter Weiter- bzw. Rückreisetickets sind, können ein Touristenvisum bei der Einreise über die Flughäfen Bangkok, Chiang Mai, Chiang Rai, Krabi, Phuket, Hat Yai, Samui International, Sukhothai International, Surat Tani und Utapao für max. 30 Tage erhalten. Touristen, die auf dem Landweg einreisen und bei der Einreise ein Visum beantragen, können sich max. 15 Tage im Land aufhalten (Wegen einer Verlängerung des Aufenthalts siehe: Aufenthaltsverlängerung):

[2] Bulgarien, Lettland, Litauen, Malta,  Rumänien und Zypern.
(Visagebühren in Höhe von ca. 2000 BHT, 2 aktuelle Passfotos, bestätigte Weiterreisetickets, eine Adresse, unter der man in Thailand erreichbar ist, und der Nachweis ausreichender finanzieller Mittel für die Dauer des Aufenthaltes [ca. 10.000 BHT pro Person] sind hierfür erforderlich.)

Visa on arrival sind an den folgenden Grenzübergängen erhältlich:

Flughäfen

Suvarnabhumi Airport 

Don Muang International Airport , Bangkok 

Chiangmai International Airport , Chiangmai 
Phuket International Airport , Phuket 
Hatyai International Airport , Songkhla 
U Tapao Airport , Rayong 
Samui Airport , Surat Thani 
Sukhothai International Airport, 
Trang Airport, Trang
Prachup Khiri Khan Checkpoint at Hua Hin Airport, Prachup Khiri Khan
Chiangrai Airport Immigration Checkpoint, Chiangrai 
Surat Thani Airport Immigration Checkpoint , Surat Thani
 
Grenzübergänge
Mae Sai Immigration Checkpoint , Chiengrai 
Chieng Saen Immigration Checkpoint , Chiengrai 
Chieng Khong Immigration Checkpoint , Chiengrai 
Betong Immigration Checkpoint , Yala 
Sadoa Immigration Checkpoint , Songkhla 
Tak Immigration Checkpoint 
Bangkok Harbour Immigration Checkpoint, Bangkok 
Sri Racha Immigration Checkpoint , Chonburi 
Mabtaput Immigration Checkpoint , Rayong 
Nong Khai Immigration Checkpoint, Nong Khai 
Samui Immigration Checkpoint , Surat Thani 
Phuket Immigration Checkpoint , Phuket 
Satun Immigration Checkpoint , Satun 
Krabi Immigration Checkpoint , Krabi 
Songkhla Harbour Immigraion Checkpoint , Songkhla 
Sattahip Habour Immigration Checkpoint, Chonburi
Khlong Yai Immigration Checkpoint, Trat
Pong Nam Ron Immigration Checkpoint, Chanthaburi 
Aranyaprathet Immigration Checkpoint, Sakaeo 
Mukdahan Immigration Checkpoint, Mukdahan 
Tak Immigration Checkpoint, Tak 
Padang Besar Immigration Checkpoint, Songkhla 
Su-ngai Kolok Immigration Checkpoint, Narathiwat 
Nong Khai Immigration Checkpoint, Nong Khai 
Bueng Kan Immigration Checkpoint, Bueng Kan 
Phibun Mangsahan Immigration Checkpoint, Ubon Ratchathani 
Tha Li Immigration Checkpoint, Loei 
Nakhon Phanom Immigration Checkpoint, Nakhon Phanom 
Nan Immigration Checkpoint, Nan 
Ban Prakob Immigration Checkpoint, Songkhla 
Khuan Don Immigration Checkpoint, Satun 
Tak Bai Immigration Checkpoint, Narathiwat 
Bukit Tal Immigration Checkpoint, Narathiwat 
Samut Prakan Checkpoint, Samut Prakan
Kanchanaburi Land Border Checkpoint, Kanchanaburi
Phusing Land Border Checkpoint, Sisaket
Satun Checkpoint at Koh Lipe Marine Port, Satun
 

 

ACMECS Single Visum (ermöglicht die Einreise nach Thailand und Kambodscha):

Das ACMECS Single Visum ermöglicht bis zu 3 Einreisen nach Thailand und eine Einreise nach Kambodscha. Die max. Aufenthaltsdauer für Thailand beträgt 60 Tage pro Einreise und für Kambodscha 30 Tage. U.a. Staatsangehörige der folgenden Länder dürfen dieses Visum beantragen:

Deutschland, Österreich, die Schweiz und die Türkei  sowie Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Schweden und Spanien.


Generell wird allen visumpflichtigen Staatsbürgern empfohlen, ein Visum vor der Einreise zu beantragen. Reisende, die einen Aufenthalt von mehr als 30 Tagen planen, müssen vor ihrer Ankunft ein Visum beantragen.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Alleinreisende Minderjährige müssen eine offizielle Einverständniserklärung des/der Sorgeberechtigten in englischer Sprache, der bei der Reise nicht dabei ist, mit sich führen sowie die Ausweiskopien der Eltern/ Sorgeberechtigten. Begleitende Elternteile/Sorgeberechtigte müssen das Verwandtschaftsverhältnis /die Sorgeberechtigung mit dem / für das Kind nachweisen.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Für Haustiere wird ein Gesundheitszeugnis benötigt. Für Hunde und Katzen wird zusätzlich ein Tollwutimpfzertifikat verlangt.
Vor der Verbringung oder dem Transit durch Thailand müssen der Quarantänestation am Flughafen Bangkok (als Handgepäck Tel: 25 35 14 25 oder als Frachtgut Tel: 25 35 15 46) folgende Angaben gemacht werden: Flugstrecke, Ankunftszeit, Angaben zu den Tieren (z.B. Rasse, Geschlecht, Anzahl).
Der Export von Tieren ist nur mit einer Exportgenehmigung und einem amtlichen Gesundheitszeugnis erlaubt, das beim Amtstierarzt am Flughafen Bangkok erhältlich ist.
Anmerkung: Die Einfuhr von Pitbull Terriern, Rottweilern und amerikanischen Staffordshire Terriern ist verboten.

Bearbeitungsdauer

Vertretungen in Deutschland und Österreich: In der Regel 3 Werktage, u.U. bis zu 4 Wochen. Postalische Beantragung: Bis zu 4 Wochen. Kein Visa-Express-Service in Berlin.

Vertretungen in der Schweiz: 2-3 Werktage bei persönlicher Beantragung; Ca. 1-2 Wochen bei postalischer Beantragung.

Gültigkeit

Wer nicht rechtzeitig vor Ablauf seines Visums/seiner Aufenthaltserlaubnis ausreist, muss mit Geld- und Haftstrafen und Abschiebung rechnen. "Overstay" ist in Thailand kein Kavaliersdelikt.

Touristenvisum:
Einmalige Einreise: 90 Tage ab Ausstellungsdatum für einen Aufenthalt von bis zu 60 Tagen.
Zwei-/dreimalige Einreise: 180 Tage ab Ausstellungsdatum für einen Aufenthalt von bis zu 60 Tagen pro Einreise.

Non-Immigrant Visa:
Einmalige Einreise: 90 Tage ab Ausstellungsdatum für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen.
Mehrmalige Einreise: 1 Jahr ab Ausstellungsdatum für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen pro Einreise.

Hinweis zu Non-Immigrant-Visa der Kategorie B: Die Konsulate in Frankfurt/M. und München erteilen diese Visa derzeit nur für eine einmalige Einreise mit Gültigkeitsdauer von 90 Tagen ab Ausstellungsdatum. Eine Verlängerung kann vor Ort beantragt werden, ebenso wie eine Arbeitserlaubnis.

Aufenthaltsverlängerung


Touristen- und Non-Immigrant Visa werden um bis zu 30 Tage verlängert. Anträge sollten nur beim Immigration Office bzw. an den Grenzübergängen gestellt werden, nicht über Visum-Vermittlerfirmen.

Transit

Transitreisende, die innerhalb von 12 Stunden weiterfliegen, über gültige Papiere für die Weiterreise sowie bestätigte Flugtickets verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Visaarten und Kosten

U.a. Touristen-, Transit- und Non-Immigrant Visa (für Geschäftsreisen), ACMECS Single Visum (ermöglicht die Einreise nach Thailand und Kambodscha).

Kosten

Deutschland und Österreich
Die Visagebühren sind für alle Reisenden, die ein Visum benötigen, gleich.

Touristenvisum:
30 € (bis zu 60 Tage Aufenthalt; einmalige Einreise), 
150 € (jeweils bis zu 60 Tage Aufenthalt; mehrfache Einreise).

Transitvisum: 
25 € (einmalig), 
50 € (zweimalig), 
75 € (dreimalig).

Non-Immigrant Visum:
60 € (bis zu 90 Tage Aufenthalt; einmalige Einreise),
150 € (bis zu 90 Tagen Aufenthalt, mehrmalige Einreise).

ACMECS Single Visum:
30 € pro Einreise (bei der Thailändischen Botschaft). Die Visagebühr für Kambodscha wird erst bei Grenzübergang fällig.

 

Visa on Arrival: 2.000 THB


Schweiz
Die Visagebühren sind für alle Reisenden, die ein Visum benötigen, gleich.

Touristenvisum:
40 CHF (bis zu 60 Tage Aufenthalt; einmalige Einreise);
80 CHF (bis zu 60 Tage Aufenthalt; zweimalige Einreise);
185 CHF (bis zu 60 Tage Aufenthalt; dreimalige Einreise).
Transitvisum: 30 CHF.

Non-Immigrant Visum: 80 CHF pro Einreise (bis zu 90 Tage Aufenthalt; einmalige Einreise).

Visa on Arrival: 2.000 THB

Antrag erforderlich

Touristenvisum (einmalige Einreise)

(a) Antragsformular (einige Nationalitäten benötigen 4 Antragsformulare).
(b) 1-2 aktuelle, biometrische Passfotos.
(c) Reisepass im Original, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist (und Kopie der ersten Seite des Reisepasses).
(d) Visumgebühr (Bei Antragstellung in bar, in München auch per Verrechnungsscheck).
(e) Bestätigtes Weiterreise- bzw. Rückflugticket (Kopie), bei mehrfacher Einreise werden die entsprechenden Tickets benötigt.
(f) Hotelbuchung oder Einladungsschreiben (nötig für alle Nationalitäten außer Deutsche).
(g) Nachweis ausreichender finanzieller Mittel für die Dauer des Aufenthaltes, mindestens 4.000 €/1.000 CHF Haben auf dem Konto.
(h) ggf. gültige Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.

(i) Kinder unter 15 Jahren: Kopie der Geburtsurkunde und Kopie der Reisepässe der Eltern.

Geschäftsvisum/Non-Immigrant Visa zusätzlich:

(j) Von der Firma in Deutschland: Kostenübernahmeerklärung der Firma mit Angabe des Aufenthaltszeitraums.
(k) Von der Firma in Thailand: Einladungsschreiben mit Angabe und Zeitraum der Tätigkeit, Gewerberegister, Namensliste der Gesellschafter, aktuelle Handelsbilanz.

Bei postalischer Antragstellung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizufügen.

Unterlagen für ein Visum bei der Einreise
S. Touristenvisum bei der Einreise.

Geld

Geldwechsel

Bargeld kann in Banken, Hotels (hohe Gebühren) und in autorisierten Wechselstuben (beste Kurse) in größeren Städten getauscht werden (Öffnungszeiten 08.00-20.00 Uhr). Außerhalb der größeren Städte und Touristenzentren lassen sich Banknoten über 500 Bt nur schwer wechseln, es empfiehlt sich daher die Mitnahme von Geldbeträgen in kleinerer Stückelung.

Währung

1 Baht = 100 Satang. Währungskürzel: Bt, THB (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 1000, 500, 100, 50 und 20 Bt. Münzen sind im Wert von 10, 5, 2 und 1 Bt sowie 50 und 25 Satang im Umlauf. Zusätzlich gibt es eine große Anzahl von Gedenkmünzen, die ebenfalls gesetzliche Zahlungsmittel sind.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen ist unbeschränkt. Bei der Ein- und Ausfuhr von Fremdwährung müssen Beträge, die den Gegenwert von USD 20.000 übersteigen, deklariert werden. Bei der Ausfuhr der Landeswährung müssen Beträge ab 50.000 Bt deklariert werden.
Achtung: Bei der Weiterreise nach Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar oder Vietnam müssen bei der Ausfuhr von Landeswährung Beträge im Gegenwert ab 500.000 Bt deklariert werden.

In Thailand ist der Einsatz der virtuellen Währung Bitcoin gesetzlich verboten. Die virtuelle Währung darf nicht für Zahlungsvorgänge genutzt werden, auch Überweisungen ins Ausland sind verboten.

Kreditkarten

American Express, MasterCard und Visa werden vielerorts angenommen, Diners Club seltener. Mit Kreditkarten kann man auch im ganzen Land Geld abheben. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Reiseschecks, die in Banken und größeren Hotels und Geschäften akzeptiert werden, sollten in Euro order US-Dollar ausgestellt sein.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.30/09.30-15.30 Uhr.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Thailand eingeführt werden (Personen jeden Alters mit eigenem Reisepass):

200 Zigaretten oder 250 g Zigarren oder Tabakwaren;
1 l alkoholische Getränke.

Anmerkung: Übersteigen die einzuführenden Waren einen Gesamtwert von 20.000 BHT pro Person, müssen sie schriftlich deklariert werden. Eine schriftliche Deklaration von Goldschmuck ist dringend angeraten, um Probleme bei der Ausreise zu vermeiden. Der Kauf von Warenfälschungen ist verboten.

Verbotene Importe

Die Einfuhr von Waffen, Munition, Feuerwerkskörpern, Falschgeld, Raubkopien, gefälschte Markenware, Raubkopien von urheberrechtlich geschützten Produkten sowie die Einfuhr von Produkten, auf denen die thailändische Flagge abgebildet ist, Drogen und Betäubungsmitteln sowie pornografischen Erzeugnissen ist verboten.

Die Einfuhr von Verdampfern wie E-Zigaretten und Nachfüllflüssigkeit ist verboten.

Drogenbesitz wird mit langjährigen Gefängnisstrafen oder der Todesstrafe geahndet.

Exportbestimmungen

Die Ausfuhr von bestimmten Lederprodukten (z.B. Elefant, Krokodil, Schlangen) und Elfenbein unterliegen dem Washingtoner Artenschutzabkommen. Es wird dringend empfohlen, sich darüber vor dem Kauf zu informieren.

Quellenangaben
  • Marco Polo - Thailand, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2012-14
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Thailand - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 13.03.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 13.03.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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