Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Philippinen

Steckbrief

Philippinen - Fakten

Ländername Republik der Philippinen/ Republic of the Philippines
Beste Reisezeit Januar, Februar, März, April, Dezember
Fläche 343.448 km2
Hauptstadt Manila
Bevölkerung 109.035.343
Sprache Filipino, Englisch
Religion Römisch-Katholisch 83%, Protestanten 9%, Muslime 5%, Buddhisten und andere 3%
Staats-/Regierungsform Republik
Staatsoberhaupt Rodrigo Roa Duterte (seit 30.06.2016, Partido Demokratiko Pilipino - Lakas ng Bayan (PDP-Laban) - Demokratische Partei der Philippinen - Macht des Volkes)
Regierungschef Rodrigo Roa Duterte (seit 30.06.2016, Partido Demokratiko Pilipino - Lakas ng Bayan (PDP-Laban))
Außenminister Teodoro López Locsin Jr. (seit Oktober 2018, Partido Demokratiko Pilipino - Lakas ng Bayan (PDP-Laban) - Demokratische Partei der Philippinen - Macht des Volkes)
Währung philippinischer Peso (PHP)
Zeitzone MEZ+7h
Stromnetz 220 V / 60 Hz, ABC
Reiseadapter A, B, C
Kfz-Länderkennzeichen RP
ISO-3166 PH, PHL
Internet-TLD .ph
Landesvorwahl +63
Website https://www.gov.ph
Reisepass & Visum Notwendig

Geographie

Von den rund 7100 Inseln des Staates sind 800 bewohnt, unter ihnen die größten Inseln Luzon und Mindanao. Die Landschaft der Inseln prägen in erster Linie meridional streichende, stark gegliederte Gebirgsketten. Lediglich auf Mindanao finden sich auch weite Hochländer. Größere Tieflandebenen fehlen weithin, ausgenommen z. B. die Ebene nördlich der Hauptstadt Manila. Das Land ist immer wieder von Vulkanausbrüchen und Erdbeben bedroht. Die Lage in den inneren Tropen bedingt hohe Temperaturen, geringe Temperaturschwankungen, hohe Luftfeuchtigkeit und gleichmäßig über das Jahr verteilte Niederschläge.

Politik und Bevölkerung

1987 wurde die jüngste Verfassung der Präsidialrepublik verabschiedet. Innenpolitisch haben sich die Regierungen immer wieder mit islamischen und kommunistischen Aufständischen auseinanderzusetzen. Die jungmalaiischen Filipinos stellen den Hauptteil der Bevölkerung. Dazu kommen altindonesische Bergvölker, Altmalaien, Chinesen, Inder und Negritos. Das jährliche Bevölkerungswachstum ist mit 2,3 % sehr hoch. Rund 80 % der philippinischen Bevölkerung sind katholisch, 5 % muslimisch.

Geschichte und Kultur

Ab etwa 1000 v. Chr. wanderten Malaien in mehreren Wellen ein. Im 14. Jh. breitete sich der Islam aus. Nachdem Magellan 1521 die Inselwelt entdeckt hatte, war sie 1571–1898 spanische Kolonie. 1872–98 tobten die Kämpfe um die Unabhängigkeit. Nach einem blutigen Krieg 1899-1902 standen die Philippinen lange unter der Herrschaft der USA, waren 1942–44 von den Japanern besetzt und wurden 1946 unabhängige Republik. 1965–86 regierte Präsident Marcos als Alleinherrscher, zeitweise mit Kriegsrecht. 1992 gaben die USA den letzten ihrer Flottenstützpunkte zurück und beendeten damit eine fast 100 Jahre währende Militärpräsenz. Marcos musste nach massiven Wahlfälschungen das Land 1986 verlassen. Die philippinische Volkskultur kennzeichnet eine eigentümliche Mischung aus Katholizismus und heidnischen Bräuchen.

Philippinen - Geschichte

Ab ca. 250000 v. Chr. Erste Besiedlungen in Nordluzon
Ab 3000 v. Chr. Malaiische Völker siedeln sich an
1380 Islamisierung Mindanaos und der Sulu-Inseln
1521 Ferdinand Magellan landet auf Samar und erklärt die Inseln zum spanischen Besitz
1542 López de Villalobos nennt das Inselreich Felipinas nach dem spanischen Thronerben Philipp II.
1571 Die Spanier gründen Manila
Ab 1578 Feldzüge gegen Moslems
1892 Beginn des Unabhängigkeitskampfes gegen Spanien
1896 José Rizal wird exekutiert
1898 Spanien tritt die Philippinen an die USA ab
1941-44 Japan vertreibt die USA aus den Philippinen
1946 Die Philippinen erhalten die Unabhängigkeit
1965 Ferdinand E. Marcos wird Präsident
1986 Die Peoples Power Revolution zwingt Marcos ins Exil
2001 Präsident Joseph Estrada wird von Gloria M. Arroyo abgelöst
2012 Präsident Benigno "Noynoy" Aquino schließt mit der islamischen Bewegung Moro Islamic Liberation Front (MILF) in Mindanao ein Friedensabkommen
2013 Am 8. November 2013 rast Taifun Haiyan über die Inseln Samar und Leyte sowie die Nordspitze von Cebu. Etwa 6000 Menschen kommen ums Leben
Klimadaten
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Publikumsverkehr Mo-Fr 8-11 Uhr, telefonische Anfragen Mo-Do 7.30-15.30 Uhr, Fr 7.30-13.30 Uhr | 6819 Ayala Ave. | RCBC Plaza, Tower 2, 25. Stock | Makati | Manila | Tel. 02 7023000 | www.manila.diplo.de

Österreichische Botschaft

Mo-Fr 9-12 Uhr | 117 Thailand St. | Prince Building, 4. Stock | Makati | Manila | Tel. 02 8179191 | www.aussenministerium.at/manila

Schweizerische Botschaft

Mo-Fr 9-12 Uhr | 8751 Paseo de Roxas | Equitable Bank Tower, 24. Stock | Makati | Manila | Tel. 02 7579000 | www.eda.admin.ch/manila

Notruf

Tel. 166, Tourist Police (Manila): Tel. 02 5241660

Wlan

Die meisten Filipinos sind permanent online. Möglich machen das zahlreiche kostenlose Hot Spots für WLAN in Hotels, Restaurants, Cafés und Einkaufszentren, ja sogar an Bord von Fernbussen und interinsularen Fähren, dazu kommen Internetcafés mit sehr günstigen Gebühren (20-60 P/Std.). Die Geschwindigkeit der Verbindungen ist gut, auf vielen Rechnern sind MSN, Skype und Yahoo Messenger installiert.

Post

Briefe nach Europa sind mindestens 10 Tage unterwegs. Postkarten kosten 18 Pesos, Briefe 45 Pesos. Postämter sind meist 8-12 und 13-17 Uhr geöffnet.

Telefon & Handy

Da das Telefonnetz landesweit nicht gut ausgebaut ist, empfiehlt sich ein Handy. Um die Gebühren für eingehende Anrufe zu sparen, kaufen Sie am besten vor Ort eine Prepaid-Karte von Globe oder Smart (ab 500 Pesos). Günstige Alternative zum Telefonieren sind SMS. Hohe Kosten verursacht die Mailbox: besser abschalten! Vorwahl von den Philippinen nach Deutschland: 0049, nach Österreich: 0043, in die Schweiz: 0041, von Deutschland in die Philippinen: 0063.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Den Spaß am Feiern lassen sich die Filipinos nicht nehmen. Ohne Zweifel sind sie asiatische Meister in dieser Disziplin. Neben einer stattlichen Anzahl an offiziellen Feiertagen werden zahllose lokale Feste und Umzüge veranstaltet. Meist geht es bunt, laut und fröhlich zu. Bei populären Volksfesten wie dem Ati-Atihan-Festival auf Panay sind die Hotelzimmer im Umkreis lange im Voraus ausgebucht.

Feste & Veranstaltungen

Januar

9. Jan.: Fest des Schwarzen Nazareners: Eine aus dunklem Holz geschnitzte Christusfigur, die angeblich übernatürliche Kräfte besitzt, wird in einer Prozession um die Quiapo Church (Manila) getragen. Wer sie berührt, erhofft sich Heilung oder Vergebung der Sünden.

3. Wochenende: Ati-Atihan-Festival: das populärste Fest des Archipels. In Kalibo (Panay) wird drei Tage lang fast rund um die Uhr gefeiert. Bunte Masken- und Kostümparaden erinnern an die friedliche Landnahme durch Malaien aus Borneo im 13. Jh.

3. Wochenende: Sinulog Festival: Zu Ehren des Santo Niño (Jesuskind) geht es in Cebu City hoch her. Höhepunkt: eine Parade, bei der Hunderttausende durch die Straßen "strömen", wie es der Name sinulog (Strom) gebietet.

4. Wochenende: Dinagyang Festival: Auch in Iloilo (Panay) wird die Ankunft der malaiischen Vorfahren zelebriert. Hier herrscht aber nicht so ein Gedränge wie in Kalibo.

Januar/Februar

Chinesisches Neujahrsfest: Besonders in Manilas China Town wird gefeiert, aber auch andernorts ziehen Drachentänzer und Musiker durch die Straßen.

März/April

Butanding Arribada Festival: In der ersten Märzwoche feiert man in Donsol (Südluzon) die Rückkehr der Walhaie (Butanding). Höhepunkt der ausgelassenen Feierlichkeiten ist eine Parade mit riesigen, aus Pappe gefertigten Walhaien entlang des Donsol River.

Malasimbo Music Festival: Am Fuße des Mt. Malasimbo (Mindoro) spielen internationale Spitzenmusiker Hip Hop und Soul, Reggae und World Music, Electronica und Alternative Rock.

Passionsspiele: Die Karwoche findet in vielen Orten, wie etwa San Fernando und Antipolo, am Karfreitag in Geißelungen und Kreuzigungen ihren blutigen Höhepunkt.

Das Moriones Festival auf Marinduque (alle Luzon) geht über mehrere Tage.

Mai

1. Maiwoche: Viva Vigan: Townfiesta in Vigan (Luzon) mit Straßentänzen, Kutschenparaden und Musik

15. Mai: Pahiyas: Für das Erntefest putzen sich Dutzende Häuser des pittoresk am Fuße des Mt. Banahaw gelegenen Ortes Lucban (Luzon) mit Gemüse- und Blumenschmuck heraus. Junge Paare in wunderschönen Kostümen geben dem Umzug die besondere Note.

Oktober

MassKara-Festival: Am Wochenende um den 19. Okt. feiert Bacolod City (Negros) Karneval mit farbenprächtigen Maskenparaden und viel Musik.

Dezember

Giant Lantern Festival: Am Samstag vor Weihnachten erstrahlt San Fernando (Luzon) im Glanz einer Laternenparade.

Offizielle Feiertage

Allgemein Wenn ein Feiertag auf einen Dienstag oder Donnerstag fällt, wird er oft auf Montag oder Freitag verlegt, um ein langes Wochenende zu schaffen. Geschäfte und Banken sind an Gründonnerstag, Karfreitag und dem 25. Dezember geschlossen, Banken zudem am Neujahrstag.
1. Jan. Neujahrstag
März/April Gründonnerstag, Karfreitag
9. April Bataan Day (erinnert an eine Niederlage gegen die Japaner im Zweiten Weltkrieg)
1. Mai Tag der Arbeit
12. Juni Independence Day (die 1898 erlangte Unabhängigkeit von Spanien wird gefeiert)
Letzter Sonntag im August Heldengedenktag
1. Nov. Allerheiligen
30. Nov. Bonifacio Day (zur Erinnerung an den Freiheitskämpfer Andres Bonifacio)
25. Dez. Weihnachten
30. Dez. Rizal Day (zum Gedenken an den Nationalhelden José Rizal)
Mobilität vor Ort

Auto

Auf den Philippinen Auto zu fahren ist ein Abenteuer. In Großstädten schieben sich Pkw, Jeepneys, Busse und tricycles (Mopeds mit Beiwagen) kreuz und quer durch die Straßen. Da die Fahrweise der Filipinos aber eher defensiv ist, passieren relativ wenig Unfälle. Für Ortsunkundige ist die sehr mangelhafte Beschilderung problematisch. Ausländer benötigen einen internationalen Führerschein.

Fähren

Im gesamten Archipel verkehren ganze Flotten von Fähren und Auslegerbooten zum Inselhopping. Der Zustand der häufig voll besetzten Schiffe ließ lange Zeit zu wünschen übrig, und es kam zu teilweise verheerenden Unglücken. In den vergangenen Jahren haben die großen Betreiber indes in die Sicherheit ihrer Schiffe investiert, und für Reisende ohne Kinder kann eine Fährüberfahrt zumal in den Visayas eine Alternative zu Flügen sein. Die Preise sind sehr niedrig, so kostet eine Überfahrt mit der Supercat Fast Ferry von Cebu City nach Tagbilaran (Bohol) 600 Pesos. Fahrpläne sind oft Makulatur, erkundigen Sie sich lieber direkt bei den Schiffsunternehmen, und kaufen Sie Ihr Ticket rechtzeitig. Während der Taifunzeit bleiben Fähren oft im Hafen. Grundsätzlich sollten Sie trotz der verbesserten Sicherheitslage die Situation vor dem Auslaufen eines Schiffes beurteilen. Bei Bedenken wegen Überfüllung oder drohenden Sturms gehen Sie nicht an Bord, sondern buchen ein anderes Schiff bzw. verschieben die Abfahrt.

Öffentliche Verkehrsmittel

Jeepneys und Tricycles sind zwar sehr billig, aber oft unbequem, überfüllt, quälend langsam - und ein ideales Revier für Taschendiebe. In Manila gibt es eine Art S-Bahn, die MRT und LRT, allerdings sind die Züge teils unglaublich voll!

Taxi

Achten Sie darauf, dass das Taxameter angestellt wird (Start: 40 P, dann 3,5 P pro 300 m). Besser in Schuss, aber dreimal so teuer sind Hoteltaxis.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Die landestypische Speisekarte ist ein multikulturelles Potpourri aus vielen Küchen: Da werden spanisch klingende Gerichte mit einer Prise China gewürzt und nach philippinischer Art geköchelt. Nicht wegzudenken ist auch die amerikanische Burger-Invasion. Grundlage aller Gerichte ist Reis, das Hauptnahrungsmittel der Filipinos. Bereits zum Frühstück kommt er auf den Tisch, wobei es sich immer um geschälten und polierten Reis handelt. Dazu wird entweder Gemüse, Fisch, Huhn oder Fleisch, zumeist Schwein, serviert.

Was und wie viel auf den Tisch kommt, hängt natürlich vom Geldbeutel ab. So müssen ärmere Familien oftmals mit Reis, Reis und nochmals Reis auskommen, zu dem es verschiedene Gemüse gibt. Fisch oder gar Fleisch können sich viele nur an Feiertagen leisten. Ganz anders sieht es bei den Reichen aus: Ihr ausschweifender Nahrungsmittelkonsum lässt sich mitunter direkt am Bauchumfang ablesen.

Die philippinische Küche ist, abgesehen von Gerichten mit Schweinefleisch, recht einfach und bekömmlich. Einheimisches Gemüse wie der spinatähnliche kangkong, die Süßkartoffelart camote oder sayote, eine milde Version von Kohlrabi, sind preiswert und lecker. Die Art der Zubereitung lässt sich oft am Namen der Speisen erkennen. So bedeutet adobo, dass die Zutaten (meist Huhn oder Schwein) in Essig, Sojasauce und mit viel Knoblauch gegart werden. Sinigang ist eine durch Tamarinden gesäuerte Suppe, in der Fisch, Schwein oder Huhn gegart werden.

Für westliche Mägen (und Augen) nicht so geeignet sind einige traditionelle Spezialitäten wie balut. Den angebrüteten Enteneiern mit bereits ausgeprägtem Embryo sagen Einheimische eine Steigerung der Manneskraft nach. Auch nicht jedermanns Geschmack sind das aus Hundefleisch bestehende Gericht aso, eine Leibspeise der Bergvölker in Nordluzon, oder frittierte Hühnerfüße.

See- und Süßwasserfische sowie allerlei Meeresfrüchte gehören zum Besten, was die philippinische Küche zu bieten hat. Beliebt und preiswert sind die Süßwasserfische Tilapia und Bangus, etwas teurer sind Lapu-Lapu, Thunfisch und Schwertfisch, die frisch gegrillt besonders lecker schmecken. Krabben und Shrimps werden meist in der Schale serviert, Puhlen gehört also dazu, wenn Sie Meeresfrüchte bestellen. Hummer und Langusten bekommt man nur direkt an der Küste wirklich frisch und zu akzeptablen Preisen.

Was den Deutschen Kaffee und Kuchen, das ist den Filipinos ihre merienda. Gerne essen sie dann ein Stück buko pie (Kokosnusskuchen) oder ensaymadas (mit Käse bestreute süße Brötchen). Besonders reich gefüllt ist der Früchtekorb auf den Philippinen. Die goldgelben Mangos gelten als die leckersten der Welt. Zwischen März und Juni ist Erntezeit, dann gibt es sie spottbillig an jeder Straßenecke. Auch Ananasfrüchte sind besonders saftig und süß. Sie zählen zu den wichtigsten Exportgütern der Philippinen. Und noch andere köstliche Tropenfrüchte wachsen hier: Papayas und Pomelos, eine saftig-erfrischende Zitrusfrucht. Es gibt mehr als ein Dutzend Sorten Bananen, die frisch, gekocht, gebraten oder als Kuchen verzehrt werden. Eine Besonderheit ist die Durian-Frucht. Sie scheidet ihre Esser in Fans und Feinde. Die einen können den "höllischen Gestank" schlicht nicht ertragen, die anderen lieben den "himmlischen Geschmack" dieser stacheligen Frucht.

Früchte, Gemüse, Fisch und Fleisch können Sie gut auf Bauernmärkten kaufen. Sie werden wet markets genannt, da der Boden rund um die Stände durch die angebotenen Produkte oft feucht ist. In allen großen Städten gibt es außerdem Supermärkte mit dem kompletten Lebensmittelsortiment.

In Manila empfiehlt es sich, abends im Restaurant einen Tisch zu reservieren. Feste Öffnungszeiten gibt es übrigens nur in den Städten. Eine preisgünstige Alternative zum Restaurantbesuch ist die turo-turo-Variante. Turo heißt zeigen, und so können Sie an vielen Ständen einfach auf die fertigen Speisen deuten und sich selbst ein Überraschungsmenü zusammenstellen. Eine gute Gelegenheit, philippinische Spezialitäten einmal auszuprobieren. Solche food stalls genannten mobilen kleinen Stände finden sich häufig rund um wet markets, an Fährhäfen oder Bus- und Jeepneystationen. Wählen Sie mit Bedacht, oft wird nicht genug auf Hygiene geachtet. Als Faustregel gilt: Wo viele Einheimische essen, kann man nicht nur auf einen niedrigen Preis, sondern auch auf Qualität hoffen!

Zum Essen schmeckt ein erfrischender kalamansi juice (Saft aus kleinen, grünen Zitrusfrüchten) oder buko juice. Der Saft aus jungen, grünen Kokosnüssen löscht nicht nur den Durst, sondern wird von Ärzten auch bei leichten Durchfallerkrankungen empfohlen.

Wer auf Alkohol nicht verzichten mag, greift am besten zu Bier. Die heimische Biermarke San Miguel ist auch bei Ausländern beliebt. Leitungswasser sollten Sie nicht trinken, es kann mit Bakterien verunreinigt sein. Die bessere Wahl ist Mineralwasser. Es kostet nur wenige Cent pro Liter. Gemüse oder Früchte sollten Sie mit abgekochtem Leitungswasser oder Mineralwasser waschen.

Trinkgeld

Weist die Rechnung im Restaurant bereits eine service charge von zehn Prozent aus, können Sie dennoch Trinkgeld geben (fünf bis zehn Prozent). Auch Taxifahrer oder Zimmermädchen hoffen darauf.

Einkaufen und Shoppen

Ein Tipp gleich vorneweg: Packen Sie Ihren Koffer nicht randvoll, wenn Sie auf die Philippinen reisen! Sie werden sonst verzweifeln, weil die vielen Mitbringsel nicht mehr ins Gepäck passen.

Kulinarisches

Ein leckeres, besonders leicht im Gepäck zu verstauendes Andenken sind getrocknete Mangos oder Ananas. Den erfrischenden Kalamansisaft können Sie als dickflüssigen, mit Honig gesüßten Sirup (reicht für einige Liter Saft) mit nach Hause nehmen.

Kunsthandwerk

Schnitzereien, Korbwerk oder Webstoffe gibt es auf den Provinzmärkten am preiswertesten. Fragilere Andenken sind aus Perlmutt oder aus der Capizmuschel gefertigte Untersetzer, Teller oder Weihnachtssterne. Wunderschön und leicht zu transportieren sind handbemalte oder -beklebte Karten zu allen Anlässen. Auch Geschenkpapier mit eingearbeiteten Rosenblättern bekommen Sie günstig. Viele philippinische Stämme fertigen Korb- und Webwaren in traditionellem Design. Attraktive Mitbringsel sind kunstvoll bestickte Tischdecken und Servietten, Handwebstoffe aus piña (Ananasfaser) oder Bambusbestecke mit Einlegearbeiten aus dem Horn des Wasserbüffels carabao.

Malls

Das sogenannte Malling ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung der Filipinos. Sie verbringen gerne mit Freunden oder Familie Stunden in den sauberen, kühl klimatisierten Malls. Mit guten Nerven erstehen Sie in Greenhills (www.greenhills.com.ph), einer Mall in Manila (San Juan), günstig Schuhe, Kleidung, elektronische Artikel und CDs.

Märkte & Basare

Während in den großen Einkaufszentren die Preise feststehen, kann man durch freundliches Verhandeln auf Märkten oder Basaren zwischen 20 und 30 Prozent, mitunter auch mehr Nachlass erzielen. Abseits der Touristenzentren wird allerdings von vornherein ein angemessener Preis verlangt, handeln Sie daher weniger hartnäckig. Auf dem AWCP-Basar (www.awcphilippines.org) in Manilas World Trade Center können Sie bei relaxter Atmosphäre gut handeln und vor allem Kunsthandwerk, Schmuck und Kleidung in sehr guter Qualität bekommen. Der Basar findet einmal im Monat, entweder montags oder dienstags, statt (8.30-14.30 Uhr). Schnäppchenjäger finden in Manila auf dem Divisoria-Markt (Binondo) ein gutes Revier. In einer älteren Mall und dem Platz davor werden Stoffe, Kleidung und ausgefallene Dekomaterialien zum Minipreis angeboten.

Mode & Schmuck

Designerkleidung können Sie in einer der zahllosen Malls Manilas kaufen. Besonders günstig ist Kinderbekleidung, da namhafte Hersteller auf den Philippinen fertigen lassen. (Damen-)Hüte gibt es in ausgefallenen Designs à la Ascott zum Spottpreis. Besonders farben- und formenreiche Exemplare hat Hat Momma (www.hatmomma.com) im Angebot. Supergünstig sind auch trendige Taschen und Flip-Flops. Auf den Philippinen hat sich in den letzten Jahren eine junge, freche Modeszene entwickelt. Ob auf Bestellung oder von der Stange - ein Blick in kleine Shops lohnt sich. Witziger Modeschmuck und handbemalte Schuhe sind das Markenzeichen von Baubles, Bangles n' Beads. Die Teile bekommen Sie z. B. im Brand-Shop Peppered Cherry (Serendra Piazza | Bonifacio Global City). Die kreativen Designer von Team Manila (www.teammanilalifestyle.com) haben es inzwischen sogar in einige der besten Malls Manilas geschafft.

Perlen

Dieses ebenso leichtgewichtige wie schöne Mitbringsel gibt es zum Dumpingpreis auf den Philippinen. Das Angebot an Frischwasserperlen in allen Formen und Farben oder seidig dunkel schimmernden Südseeperlen ist riesengroß, Fälschungen tauchen kaum auf. Testen Sie Ihr Verhandlungsgeschick an einem der zahlreichen Schmuckstände in der Mall Greenhills in Manila.

Fotografieren

Fotogeschäfte gibt es in jeder größeren Stadt, Papierabzüge sind günstig. Filipinos haben nichts dagegen, fotografiert zu werden. Sie fotografieren aber auch gerne selber. Beliebtes Motiv sind blonde Kinder! In einigen Gegenden wie der Mountain Province posieren vor allem alte Stammesangehörige für einige Pesos vor der Kamera. Entscheiden Sie selbst, ob Sie das Motiv unbedingt brauchen bzw. was ein angemessenes Honorar für die meist in großer Armut lebenden "Models" ist. Grundsätzlich gilt bei ethnischen Minderheiten das Gebot der Zurückhaltung.

SpeisenGetränke

Adobo sehr populäres Gericht. Hühner- oder Schweinefleisch, mitunter auch Tintenfisch, wird mit Kartoffeln und Karotten in Essig, Sojasauce und mit viel Knoblauch geköchelt
Ampalaya con carne Rindfleischgericht mit dem leicht bitteren Gemüse ampalaya
Arroz caldo Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer würzen diese eingekochte Hühner-Reis-Suppe. Simpel, aber lecker
Bangus beliebter Fisch, auch milkfish genannt. Gegrillt oder mit einer Füllung aus Kartoffeln, Karotten, Tomaten, Rosinen und Zwiebeln gebacken
Bibingka süße Leckerei aus Reismehl, Kokosraspeln und Zucker
Crispy Pata Schweinshaxe mit knusprig gebratener Haut, kommt meist klein geschnitten auf den Tisch
Ginataan Gerichte mit Fleisch, Fisch oder Gemüse, in Kokosmilch gekocht
Halo-Halo Früchte, Mais, evtl. auch Haferflocken werden mit gestoßenem Eis gemixt und mit Kondensmilch übergossen. Lieblingsdessert vieler Filipinos
Lapu-Lapu der beliebteste Speisefisch des Archipels kommt oft inihaw, also gegrillt, auf den Tisch. Schmackhaft auch in einer süß-sauren Variante
Lechon keine Fiesta ohne lechon, gegrilltes Spanferkel. Es wird mit einer dicken Lebersauce serviert
Lumpia philippinische Frühlingsrollen, mit Fleisch oder Gemüse gefüllt
Mami Nudelsuppe mit Hühner-, Rind-, Schweinefleisch oder Krabben
Pancit chinesische Nudeln mit gebratenem Hühner- oder Schweinefleisch bzw. Krabben und Gemüse
Basi Wein aus Zuckerrohr
Green mango juice erfrischender Saft unreifer Mangos
Lambanog hochprozentiger Kokosschnaps
Stichworte

Balikbayan

Obwohl die Filipinos ihre Heimat über alles lieben, arbeiten und leben derzeit etwa 11 Mio. von ihnen im Ausland. Ursachen dafür sind in erster Linie Armut und wirtschaftliche Not in ihrem Heimatland. Die sogenannten balikbayan verdienen in Ländern wie Saudi-Arabien, Hongkong und Singapur als Chauffeur, Kindermädchen oder Musiker erheblich mehr als auf den Philippinen, wo der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn bei knapp sechs Euro am Tag liegt. Die Auslandsfilipinos kurbeln mit ihren Devisentransfers kräftig die heimische Ökonomie an. Fast 20 Mrd. US-Dollar haben balikbayan allein im Jahr 2012 in die Heimat überwiesen. Hinzu kommen Geld und Importgüter, die sie bei regelmäßigen Besuchen auf den Philippinen ihren Familien schenken.

Demokratie

Die nach US-Vorbild gestaltete präsidiale Demokratie ist fragil und stößt vor allem im Wahlkampf an ihre Grenzen. Insbesondere Wahlkämpfe auf regionaler und lokaler Ebene sind geprägt durch gewaltsame Auseinandersetzungen rivalisierender Kandidaten beziehungsweise der hinter ihnen stehenden Clans. Sitze im Senat und Kongress sind häufig im "Familienbesitz", weswegen die politische Bühne seit Jahrzehnten von denselben Namen bestimmt ist. Auch Wahlbetrug durch Stimmenkauf oder Verfälschung der Ergebnisse durch Offizielle waren in der Vergangenheit selbst bei Präsidentschaftswahlen leicht möglich. Im Jahr 2010 wurden erstmals Computer bei den Präsidentschaftswahlen eingesetzt, die Benigno "Noynoy" Aquino von der Liberal Party mit deutlichem Votum gewann.

Im demokratischen System der Philippinen spielen Parteien eine stark untergeordnete Rolle. Die bekanntesten sind die konservative Lakas-CMD (Christlich-Muslimische Demokraten), die liberaler geprägte Laban ng Demokratikon Pilipino (Bewegung Demokratischer Filipinos), die Liberal Party (LP) und die älteste Partei der Philippinen, die bereits 1907 gegründete Nacionalista Party (NP). Allerdings spalten sich immer wieder Flügel aus den großen Parteien ab und bilden neue Gruppierungen, sodass die Parteienlandschaft völlig unübersichtlich ist. Kein Wunder also, dass jeder Wahlkampf personenbezogen ist und die Parteizugehörigkeit eine untergeordnete Rolle spielt. Was zählt, ist der Name, weswegen neben den Vertretern der reichen Clans auch Sporthelden wie der vielfache Boxchampion Manny Paquiao im Kongress sitzen. Bestes Beispiel: der Action-Filmstar Joseph Estrada, der 1998 gar Präsident wurde. Allerdings bereicherte er sich dermaßen im Amt, dass er nach zweieinhalb Jahren zum Rücktritt gezwungen wurde.

Ethnische Minderheiten

So freundlich die Filipinos Fremden begegnen, so wenig Achtung bringen sie den eigenen ethnischen Minderheiten entgegen. Etwa fünf Prozent der Insulaner gehören zu den rund 100 verschiedenen Volksgruppen, die bereits von den Kolonialmächten unterdrückt worden waren. Die Stämme der Ureinwohner verteilen sich über den ganzen Archipel. Offiziell gelten auch die über 4 Mio. Moslems als ethnische Minderheit. Die Kultur der Ureinwohner geht zunehmend verloren, oft werden sie als billige oder gar unbezahlte Arbeitskräfte ausgenutzt. Durch eingeschleppte Krankheiten sowie Unter- und Mangelernährung infolge ihrer Verdrängung aus den angestammten Gebieten ging die Gesamtzahl der Angehörigen ethnischer Minderheiten drastisch zurück. Von den verbliebenen Nachkommen leben heute die meisten unter ärmlichen und beengten Verhältnissen am äußersten Rand der philippinischen Gesellschaft.

Manche Stämme wie die Negritos, Mangyan und Batak weichen seit Jahrhunderten der Zivilisation aus und führen ein abgeschiedenes Dasein. Die in den Kordilleren Nordluzons ansässigen Igorot (Menschen der Berge) oder die im Süden des Archipels in der offenen See als Nomaden lebenden Badjaos halten an uralten Traditionen und Bräuchen fest.

Familie

Ein Filipino ohne Familie ist wie eine Blume ohne Licht. Zweifelsohne gibt es kaum ein Land auf der Welt, in dem die Familie einen so hohen Stellenwert hat wie auf den Philippinen. Während dem Vater die Rolle des Wirtschaftsbosses zukommt, ist die Mutter Managerin für Erziehung und Haushalt und hält in schweren Zeiten die Moral aufrecht. Oft nimmt sie noch zusätzliche Jobs an, um die Haushaltskasse aufzubessern. Jungen werden grundsätzlich zu kleinen Machos erzogen, während Mädchen früh lernen, Verantwortung für ihre kleineren Geschwister zu übernehmen. Ältere Familienangehörige werden nicht als Belastung betrachtet, sondern können sich des Respekts des ganzen, oft mehrere Dutzend Verwandte umfassenden Clans sicher sein.

Glaube & Aberglaube

Die Bewohner der Philippinen sind ein zutiefst gläubiges Volk. 81 Prozent der Filipinos sind Katholiken, weitere 9 Prozent bekennen sich ebenfalls zum Christentum und gehören etwa der protestantischen Kirche, der Iglesia ni Christo oder der Philippine Independent Church an. So ist der Inselstaat neben Osttimor das einzige christlich geprägte Land Asiens, lediglich im Süden des Archipels regiert der Koran. Christliche Riten wie Taufe oder Hochzeit werden zwar ausgiebig zelebriert, daneben ist aber auch eine animistisch geprägte Wundergläubigkeit tief verwurzelt. Die Frömmigkeit der Filipinos lässt die Verehrung der Jungfrau Maria ebenso zu wie die Anbetung von Geistern.

Wunderheiler praktizieren noch im 21. Jh. wie ihre Vorväter: Durch allerlei magische Mittel wie Handauflegen, Kräutersäfte und spirituelle Zeremonien sollen Krankheiten und andere Übel gelindert oder geheilt werden. Auch christliche Prozessionen sind häufig mit heidnischen Elementen verbunden. Sie wirken auf Außenstehende wie farbenfrohe Karnevalsumzüge.

Grüne Welle

Grundsätzlich spielen Natur- und Tierschutz auf den Philippinen noch eine untergeordnete Rolle. Was die Natur zu bieten hat, wird von der rasant wachsenden und vor allem in ländlichen Gebieten oft bitterarmen Bevölkerung über die Maßen ausgeschöpft. Waldrodungen und Dynamitfischen sind nur zwei Stichworte, die Umweltschützer zum Verzweifeln bringen können. Hinzu kommen die Begehrlichkeiten internationaler Unternehmen, die mit groß angelegten Minenprojekten vor allem das an Erzen reiche Mindanao ausbeuten.

Doch das Bewusstsein ist mittlerweile geweckt, dank einiger Pioniere und unermüdlich arbeitender NGOs (Nichtregierungsorganisationen), die sich für den Umweltschutz engagieren. Dazu gehören die auf Mindanao angesiedelte Frauengruppe Ecolink Women's Network, die sich auch um den Schutz ethnischer Minderheiten kümmert, das Environmental Legal Assistance Center, das etwa Rechtsbeistand bei Umweltfragen bietet, Friends of the Earth Philippines (www.lrcksk.org), die ethnische Minderheiten in ländlichen Gemeinschaften unterstützen, sowie die Haribon-Stiftung (www.haribon.org.ph), die sich zum Ziel gesetzt hat, die Artenvielfalt auf den Philippinen zu erhalten.

Im Vergleich zu vielen westlichen Ländern sind Ökoprodukte auf den Philippinen noch Mangelware. Vor allem in der Hauptstadt Manila können sich Bio-Überzeugte aber mit entsprechenden Lebensmitteln und Kosmetika eindecken. Auch einige Resorts haben die grüne Welle für sich entdeckt und setzen besonders im Wellnessbereich auf natürliche Pflegemittel.

Hahnenkampf

Böse Zungen behaupten, dass ein Filipino bei einem Hausbrand zunächst seinen Kampfhahn und dann erst Frau und Kinder rettet. Unbestritten ist der in vielen Teilen der Welt geächtete Hahnenkampf auf den Philippinen ungeheuer populär. Die Kampfhähne erhalten spezielles Futter, werden mit Medizin gestärkt und mit besonderem Shampoo gewaschen - nur um sonntags mit einer rasiermesserscharfen Klinge am Fußgelenk auf ihren Gegner losgelassen zu werden. Das blutige Spektakel endet meist nach wenigen Sekunden und teilt die Zuschauer in Gewinner und Verlierer. Beim Hahnenkampf können die Männer unbeobachtet von ihren Frauen der verbreiteten Wettleidenschaft frönen. Während die Pesos ausgetauscht werden, endet der besiegte Hahn im Kochtopf. Dem notdürftig zusammengeflickten Sieger steht dieses Schicksal früher oder später ebenfalls bevor.

Jeepneys

Ihr viel gerühmtes Improvisationstalent stellten die Filipinos einmal mehr mit der Erfindung des Jeepneys unter Beweis. Dieses grellbunt bemalte Vehikel, das mindestens 16 Leuten Platz bietet und überall auf dem Archipel den Transport von Menschen, Tieren und Gütern gewährleistet, ist eine philippinische Version des amerikanischen Militärjeeps. Fahrgestell und Aufbauten der robusten Gefährte, die von US-Truppen nach ihrem Abzug 1946 zurückgelassen wurden, hat man schlicht verlängert. Bis heute hat sich an diesem Design nichts Wesentliches geändert. Jeepneys sind längst zu einem nationalen Symbol geworden.

Naturgewalten

Die Philippinen liegen auf dem Feuergürtel genannten Bereich der Erdkruste. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind typisch für dieses geologisch äußerst instabile Gebiet. Die Inselbewohner fürchten vor allem die 18 noch aktiven Vulkane. Zu Recht, wie der ebenso schöne wie gefährliche Mt. Mayon in Südluzon am 7. Mai 2013 bewies, als bei einer gewaltigen Dampfgasexplosion drei deutsche Bergsteiger und ihr einheimischer Guide durch herabstürzende Gesteinsbrocken getötet wurden.

Auch Erdbeben haben keinen Seltenheitswert. Irgendwo grummelt es immer im Bauch der Philippinen. Meist zwischen Juni und November ziehen zudem alljährlich um die 20 Taifune heran, die mit heftigem Wind und starkem Regen vor allem die Insel Luzon und den Nordosten der Visayas beeinträchtigen können. So verwüstete am 8. November 2013 der Taifun Haiyan, einer der weltweit stärksten Tropenstürme überhaupt, weite Regionen der Inseln Samar und Leyte. Er zerstörte mehr als eine Million Häuser und Hütten, etwa 6000 Menschen kamen ums Leben.

Sextourismus

Prostitution ist auf den Philippinen offiziell verboten. Dennoch gibt es ganze Städte, in denen sich Stripbars und Puffs aneinanderreihen. Sie sind ein Erbe der US-Besatzungszeit, als sich GIs in Girly-Städten rund um die Militärbasen vergnügten. Heute sind Sextouristen aus Europa, Amerika oder Australien auf der Suche nach billigen Liebesabenteuern. Besonders begehrt sind Minderjährige, laut Unicef-Schätzungen verkaufen zwischen 60000 und 100000 Mädchen und Jungen ihre Körper, um die bittere Armut ihrer Familie zu lindern.

Da viele Freier die Benutzung von Kondomen verweigern, sind ungewollte Schwangerschaften nicht gerade selten. "Hurenkinder" gehören in den Sexhochburgen inzwischen zwar zum Straßenbild, in der philippinischen Gesellschaft sind sie indes geächtet. Ihr westliches Aussehen verrät ihre Abstammung. Vaterlos und verachtet wachsen sie im Schatten einer ausufernden Sexindustrie auf.

SMS

Die Filipinos sind davon überzeugt, Weltmeister im Verschicken von SMS-Nachrichten zu sein: Mehr als 200 Mio. elektronische Kurznachrichten zirkulieren pro Tag quer durchs Land. Ob im Sitzen, Stehen oder Laufen, im Restaurant, Sportstudio oder Kino - die Insulaner schicken von überall Freunden und Verwandten kurze Nachrichten aufs Handy. Oder zetteln damit gar eine Revolution an: Zehntausendfach wurden im Januar 2001 SMS verschickt, die erfolgreich zum Widerstand gegen den damaligen Präsidenten Joseph Estrada aufforderten. Heute können sich die Philippinen rühmen, das einzige Land zu sein, das sein Staatsoberhaupt mithilfe von Mobiltelefonen abgesetzt hat.

Sprachen

Für Linguisten und andere Sprachliebhaber sind die Philippinen mit ihren mehr als 70 Dialekten ein unerschöpfliches Betätigungsfeld. Offiziell anerkannt sind aber nur zwei Sprachen: das auf Tagalog (der Muttersprache der Tagalen auf Luzon) basierende Filipino und das amerikanische Englisch. Etwa 75 Prozent der Bevölkerung beherrschen die englische Sprache. Verbreitet ist außerdem Taglish oder Engalog, ein Gemisch aus Tagalog und Englisch. Mitglieder der philippinischen Oberschicht sprechen zudem vereinzelt Spanisch oder Chinesisch.

Bloss nicht!

Ungeduldig sein

Wer auf die Philippinen reist, sollte seine innere Uhr auf das landeseinheitliche Zeitmaß justieren: Eile ist ein Fremdwort. Filipinos gehen langsam, nehmen sich Zeit zum Essen und lassen sich von nichts aus der Ruhe bringen. So wird eine Kassiererin niemals schneller Preise eintippen, nur weil ein genervter Tourist mit den Zähnen knirscht. Ungeduldiges Auftreten verunsichert Filipinos und hat zur Folge, dass alles noch länger dauert.

Arrogant sein

Einem armen Filipino kann man nichts mehr nehmen - außer seiner Würde. Halten Sie sich im Zaum, wenn Sie sich überlegen fühlen. Gefühlsausbrüche wie Anschreien schaden Ihnen selbst. In den Augen der Filipinos verlieren Sie so Ihr Gesicht. Schlimmer ist es, wenn Sie durch Arroganz oder ungerechtfertigte Kritik einen Einheimischen in seiner Würde verletzen. Ein Filipino, der sein Gesicht verloren hat, denkt schnell an Rache.

Das Klima unterschätzen

Das tropische Klima ist für die meisten Europäer schwer zu verkraften. Ein unbedachtes Sonnenbad beschert statt Urlaubsbräune Sonnenbrand oder im schlimmsten Fall einen Hitzschlag. Ein guter Sonnenschutz ist deshalb ebenso wichtig wie ausreichendes Trinken (2 bis 3 Liter am Tag). Wenn Sie sich zusätzlich noch körperlich anstrengen, fließt der Schweiß in Strömen. Ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr dehydriert der Körper schnell. Denken Sie auch daran, dass noch im Dezember oder bereits im April Taifune übers Land fegen können. Informieren Sie sich in diesen Randjahreszeiten besonders über die Wetterlage.

Leichtgläubig sein

Unbestritten sind Fremde auf den Philippinen herzlich willkommen. Doch die Kriminalitätsrate ist hoch, und Touristen sind leichte Opfer. Vor allem in den Städten lauern Gefahren, von denen Taschendiebstahl noch die geringste ist. In Bars sollten Sie sich nicht von Unbekannten zu einem Drink einladen lassen - K.o.-Tropfen sind ein gern benutztes Mittel, um Ausländer auszurauben. Lassen Sie sich nicht von der Armut im Land dazu verleiten, auf jammervolle Geschichten hereinzufallen und Geld zu geben. Leider passiert es immer wieder, dass Ausländer nach einer ersten Hilfsaktion mit immer neuen, hartnäckigen Anfragen belästigt werden. Ehrliche Filipinos würden Fremde nie um finanzielle Hilfe bitten, das verbietet ihnen die Ehre.

Leichtfertig mit SMS sein

Weil das Verschicken von SMS so billig ist, hat sich landesweit etabliert, alles vom Putschaufruf über Kreditvermittlung bis zu Sexangeboten an wildfremde Handys zu schicken. Reagieren Sie nie, wenn Sie eine SMS von einem Unbekannten bekommen! Aus dem Fremden kann ein SMS-Stalker werden, der Sie nicht mehr loslässt.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Die Verkehrswege und die touristische Infrastruktur können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang mit der Eindämmung von beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Es gibt ein Inlandsflugnetz, zahlreiche Fährverbindungen, Überlandbusse, teilweise Schienenverkehr und Taxidienste.
Fähren sind häufig überladen, nicht immer mit ausreichend Rettungsbooten ausgestattet, oft unzureichend gewartet und relativ gering gesichert. Auch andere öffentliche Verkehrsmittel sind häufig überfüllt und schlecht gewartet.
Ungeachtet der im Beförderungsschein enthaltenen Gebühren fallen häufig gesonderte Flug- oder Seehafengebühren vor Ort an, die in der Regel in bar zu entrichten sind.

Der Zustand der Straßen ist landesweit in der Regel schlecht. Es gibt sehr viel Verkehr in Ballungszentren. Fahrzeuge in oft keinem guten technischen Zustand und mangelnde Fahrdisziplin stellen erhöhte Unfallgefahren dar.

Reiseziele mit ausgebauter touristischer Infrastruktur finden sich insbesondere auf einzelnen Inseln der Inselgruppe der Visayas (Cebu, Bohol). Informationen zu zugelassenen Touristenunterkünften bietet das philippinische Department of Tourism sowie die Philippine Information Agency.

Mobiltelefone haben auf einigen Inseln nur eingeschränkten oder keinen Empfang.

  • Vermeiden Sie Fahrten mit Fähren, wenn andere Reisemöglichkeiten bestehen.
  • Nutzen Sie einfache öffentliche Transportmittel nicht.
  • Lassen Sie besondere Vorsicht in der Regenzeit walten.
  • Vermeiden Sie Nachtfahrten.
  • Erfragen Sie mögliche Zusatzgebühren beim Beförderer oder beim Flug- bzw. Seehafen.

Der deutsche Führerschein ist für touristische Aufenthalte von bis zu drei Monaten ausreichend.

Es gibt in den Philippinen keine gegen die Rechte von LGBTIQ-Personen gerichteten gesetzlichen Einschränkungen; eine völlige rechtliche Gleichstellung besteht jedoch nicht. Das philippinische Familienrecht kennt keine gleichgeschlechtliche Partnerschaft/Ehe und erkennt diese nicht an.

Die Akzeptanz ist gesellschaftlich gut ausgeprägt. Zahlreiche offen homosexuelle Modedesigner, Schauspieler und Künstler genießen große gesellschaftliche Akzeptanz.

  • Beachten Sie dennoch die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.

Die Todesstrafe wurde 2006 abgeschafft; eine Wiedereinführung wird gelegentlich diskutiert. Sehr hohe Freiheitsstrafen werden verhängt bei Drogenstraftaten, Sexualdelikten und insbesondere bei Kindesmissbrauch und Menschenhandel. Prostitution ist in den Philippinen verboten.

Illegaler Drogenbesitz wird in den Philippinen mit harten Gefängnisstrafen geahndet wird, ab 5 Gramm ist lebenslange Freiheitsstrafe möglich, bei einer Festnahme in einem Flug- oder Fährhafen wird strafverschärfend Handel unterstellt. Die eindringlichen Warnungen der Behörden sollten unbedingt befolgt werden.

Die philippinische Regierung verbietet Alkoholkonsum auf der Straße und das Rauchen außerhalb ausgewiesener Raucherzonen; bei Zuwiderhandlungen drohen Geldbuße oder auch Arrest. Die Ahndung von Verstößen ist uneinheitlich, insbesondere auch Ausländer werden für Übertretungen zur Rechenschaft gezogen.

Landeswährung ist der philippinische Peso (PHP). Geldautomaten stehen landesweit zur Verfügung, für einen Aufenthalt in der Provinz ist jedoch die Mitnahme von Bargeld in US-Dollar oder Euro anzuraten. Kreditkarten sind ein gängiges Zahlungsmittel, jedoch werden Karten ausländischer Banken außerhalb renommierter Geschäfte und Hotels als Zahlungsmittel gelegentlich nicht akzeptiert.

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Erkrankung, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

Die hat im Juli 2019 einen Hinweis auf drei gefälschte Tollwutimpfstoffe (Verorab®, Speeda® und Rabipur®) sowie ein gefälschtes Anti-Tollwut-Serum (Equirab®) auf den Philippinen veröffentlicht.

  • Lassen Sie sich nach dem Biss eines tollwutverdächtigen Tieres möglichst nur in vertrauenswürdigen Institutionen, den großen privaten Krankenhäusern Manilas, behandeln und impfen.

Die hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ergänzen.

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit eines Gelbfiebergebiets müssen alle Personen ab einem Alter von einem Jahr eine Gelbfieberimpfung nachweisen. Die Philippinen selbst sind kein Gelbfieberinfektionsgebiet.

Ab Juni 2019 wurden auf den Philippinen Fälle von Poliomyelitis (Kinderlähmung) mit Impfpolioviren dokumentiert. Reisende unter 4 Wochen Reisezeit sollen einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis mit Auffrischimpfungen alle 10 Jahre haben. Bei Einwohnern und Langzeitreisenden über 4 Wochen soll gemäß eine Impfung 4 Wochen bis 12 Monate vor Ausreise sichergestellt werden, siehe Merkblatt Poliomyelitis.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Polio, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Japanische Enzephalitis empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die .

Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.

  • Beachten Sie für Ihre Reise die Empfehlungen im Merkblatt Zika-Virus-Infektion.

Dengue-Viren werden landesweit insbesondere während und kurz nach der Regenzeit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe Merkblatt Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie, siehe Merkblatt Chikungunya-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Auf den Philippinen besteht regionsabhängig ganzjährig ein Malariarisiko. Auf der Insel Palawan liegt ein hohes Risiko, im Rest des Landes ein minimales Risiko vor. Als malariafrei gelten Manila und andere große Städte, siehe Ständiger Ausschuss Reisemedizin (StAR) der.
Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie unter einem imprägnierten Moskitonetz.

Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht ein grundsätzliches HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden ganzjährig von nachtaktiven Stechmücken übertragen, insbesondere in den Monaten Juni und Juli. Vor allem Schweine und Wasservögel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selber zu erkranken. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber häufig schwer und hinterlassen oft bleibende Schäden oder enden tödlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren, siehe Merkblatt Japanische Enzephalitis.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Japanischer Enzephalitis im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen und lassen Sie sich impfen.

Nach Überschwemmungen wie nach Taifunen kommt es regelmäßig unter der betroffenen Bevölkerung zu Leptospiroseinfektionen. Hautkontakt mit Überschwemmungswasser sollte unbedingt vermieden werden.

Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelmäßig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden. Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde. Die notwendigen medizinischen Maßnahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften sind nicht immer möglich. Einen zuverlässigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung.

  • Vermeiden Sie den Kontakt mit streunenden Tieren.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Tollwut-Impfung beraten und impfen.
  • Suchen Sie auch bei bestehender Impfung nach Kontakt mit einem potentiell infizierten Tier oder Menschen (Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen) umgehend einen Arzt auf.

Tuberkulose kommt landesweit wesentlich häufiger als in Mitteleuropa vor. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgemäße oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente Tuberkuloseerreger.

In Manila wie in den anderen größeren Metropolen des Landes ist die ambulante und stationäre ärztliche Versorgung durch private Krankenhäuser gut geregelt. In ländlichen Gebieten ist dies - inklusive des Rettungswesens - in der Regel nicht der Fall. Die meisten Ärzte können sich auf Englisch verständigen, Medikamente sind in breiter Auswahl in den Apotheken erhältlich.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die .

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss:

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Reisewarnung

Überblick

Stand - Fri, 03 Dec 2021 14:30:00 +0100
(Unverändert gültig seit: Fri, 03 Dec 2021 14:41:14 +0100)

Letzte Änderung: Aktuelles - COVID-19 (Einreise)

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
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- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz
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Aktuelles

Die Ausbreitung von COVID-19 kann weiterhin zu Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens führen.

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Philippinen wird derzeit gewarnt.

Epidemiologische Lage

Die Philippinen sind von COVID-19 stark betroffen, wobei von einer hohen Dunkelziffer bei den Infektionszahlen auszugehen ist. Das Gesundheitssystem ist sehr belastet. Die Philippinen sind als Hochrisikogebiet eingestuft.
Aktuelle und detaillierte Zahlen bieten das philippinische Gesundheitsministerium und die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Einreise

Bis auf weiteres ist Ausländern die Einreise für touristische Zwecke in die Philippinen verboten. Erteilte philippinische Einreise-Visa wurden für ungültig erklärt, neue touristische Visa werden derzeit grundsätzlich nicht ausgestellt. Ausnahmen gelten für Familienangehörige (Ehegatten, Kinder, Eltern) von philippinischen Staatsangehörigen, für Ausländer, die bereits im Besitz von Langzeitvisa sind, für Diplomaten und Angehörige internationaler Organisationen, die in den Philippinen akkreditiert sind, sowie Flugzeug- und Schiffsbesatzungen.

Die Quarantänevorgaben richten sich nach dem Aufenthalt in den letzten 14 Tagen vor Einreise aus einem der vom Gesundheitsministerium definierten Länder der „Green" oder „Yellow List" und dem Impfstatus.

Einreisen aus Ländern der „Red List" (darunter derzeit Österreich, Tschechien, Ungarn, Niederlande, Schweiz, Belgien und Italien) sind bei Voraufenthalten in den letzten 14 Tagen verboten. Ausschließlicher Flughafentransit fällt nicht unter dieses Verbot. Deutschland gehört bislang zu den Ländern der „Yellow List".

Reisenden, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in bestimmten Hochrisikogebieten, in denen die neue Omikron-Mutation des Coronavirus festgestellt wurde, aufgehalten haben und die nicht die philippinische Staatsangehörigkeit besitzen, ist die Einreise in die Philippinen derzeit untersagt. Aus diesen Ländern ankommende internationale Flüge wurden bis auf weiteres ausgesetzt. Nähere Informationen können bei der philippinischen Botschaft erfragt werden.

Passagiere, die sich in diesen Ländern lediglich im Flughafentransit aufgehalten haben, sind von der Einreisesperre nicht betroffen. Sie unterliegen den aktuellen philippinischen Quarantänevorschriften.

Green List (derzeit ausgesetzt):

  • Vollgeimpft, PCR-Test nicht älter als 72 Stunden vor Abflug → keine Quarantäne, 14 Tage Selbstbeobachtung auf Symptome.
  • Ungeimpft, nicht vollständig geimpft, Impfstatus nicht feststellbar oder vollgeimpft, aber kein PCR-Test vor Abreise → Quarantäne in Quarantäne-Einrichtung, Buchung muss bei Abflug vorliegen, PCR-Test am fünften Tag, nach negativem Ergebnis Entlassung und Selbstbeobachtung auf Symptome bis zum 14. Tag.

Yellow List:

  • Vollgeimpft, PCR-Test nicht älter als 72 Stunden vor Abflug → Quarantäne in Quarantäne-Einrichtung, Buchung muss bei Abflug vorliegen, PCR-Test am fünften Tag, nach negativem Ergebnis Entlassung und Heimquarantäne bis zum 14. Tag.
  • Ungeimpft, nicht vollständig geimpft, Impfstatus nicht feststellbar, PCR-Test nicht älter als 72 Stunden vor Abflug → Quarantäne in Quarantäne-Einrichtung, Buchung muss bei Abflug vorliegen, PCR-Test am siebten Tag, nach negativem Ergebnis Entlassung und Heimquarantäne bis zum 14. Tag.

Als vollständig geimpft gilt, wer einen Impfnachweis über eine in den Philippinen erfolgte vollständige Impfung oder einen von den Philippinen anerkannten ausländischen Impfnachweis vorlegt. Deutsche Impfnachweise in Form des gelben WHO-Impfbuches oder das Digitale COVID-Zertifikat der EU werden anerkannt. Kreuzimpfungen werden akzeptiert, eine einfache Impfung nach einem durchgemachten Infekt ist hingegen nicht ausreichend.

Die Quarantänevorgaben für Minderjährige richten sich nach den Vorgaben für begleitende Sorgeberechtigte/Eltern, unabhängig von ihrem eigenen Impfstatus oder Herkunftsland.

Vollständig geimpfte Diplomaten und Angehörige internationaler Organisationen müssen bei Einreise aus einem Land der „Green oder Yellow List" einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden, bei Einreise aus einem Land der „Red List" nicht älter als 48 Stunden ist Bei Einreise aus einem Land der „Green oder Yellow List" sind Heimquarantäne und am fünften Tag ein PCR-Test zu absolvieren. Nach negativem Ergebnis endet die Heimquarantäne und es erfolgt Selbstbeobachtung auf Symptome bis zum zehnten Tag. Bei Einreise aus einem Land der „Red List" ist eine 14-tägige Heimquarantäne mit PCR-Test am siebten Tag zu absolvieren.

Für ungeimpfte, nicht vollständig geimpfte Diplomaten oder Diplomaten, deren Impfstatus nicht feststellbar ist, sind Heimquarantäne und am siebten Tag ein PCR-Test zu absolvieren. Nach negativem Ergebnis endet die Heimquarantäne und es erfolgt Selbstbeobachtung auf Symptome bis zum vierzehnten Tag.

Reisende müssen sich vor Einreise über das Portal „One Health Pass" registrieren. Der Nachweis in Form eines QR Codes ist den Fluggesellschaften beim Einchecken vorzulegen.

Durch- und Weiterreise

Reisen zwischen den Provinzen sind eingeschränkt möglich. Es müssen Gesundheitszeugnisse, gegebenenfalls ein negativer PCR-Test oder philippinische/anerkannte ausländische Impfnachweise vorgelegt und in der Zielprovinz im Einzelfall Quarantäne abgeleistet werden.

Die Ausreise ist Ausländern, die sich im Land aufhalten, jederzeit erlaubt. Viele Fluggesellschaften verlangen für den Reiseantritt in den Philippinen einen negativen PCR-Test oder einen Impfnachweis.

Reiseverbindungen

Für die Einreise über die Flughäfen in Manila, Clark und Cebu bestehen Kontingente. Fluggesellschaften erhalten ihre Kontingente mit geringem zeitlichen Vorlauf, was zu kurzfristigen Umbuchungen oder Flugstornierungen führen kann.

Beschränkungen im Land

Die Quarantänemaßnahmen sind regional unterschiedlich. Derzeit gilt im Großraum Manila eine Quarantänestufe mit Einschränkungen in der Versorgung und der Bewegungsfreiheit sowie eine nächtliche Ausgangssperre für Minderjährige. Stadtbezirke können diese Einschränkungen eigenständig verschärfen.

Die zwischenzeitlich unterbrochenen regulären Verkehrsverbindungen zwischen den Inseln des Landes wurden wieder aufgenommen, können jedoch jederzeit kurzfristig wiedereingestellt werden.

Die touristische Infrastruktur ist eingeschränkt, zahlreiche Hotels und Resorts sind geschlossen.

Hygieneregeln

Im öffentlichen Raum (in Gebäuden, aber auch im Freien) gilt die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, in medizinischen Einrichtungen zusätzlich einen Gesichtsschutz (face-shield). Es gibt das Gebot, sozialen Abstand zu wahren. Massenansammlungen sind verboten. Verstöße sind mit Geld- bis hin zu Gefängnisstrafen bewehrt. Im Fall einer Infektion erfolgt die Isolierung grundsätzlich in staatlicher Unterbringung.

Empfehlungen

  • Seien Sie bei allen Reisen weiterhin besonders vorsichtig und beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierte Infobox zu COVID-19/Coronavirus.
  • Achten Sie bei Einreise nach Deutschland auf die geltenden Einreisevoraussetzungen zu Anmelde-, Quarantäne- und Nachweisregelungen (vollständige Impfung oder Genesenennachweis oder aktueller negativer COVID-19-Test).
  • Achten Sie auf die Einhaltung der AHA-Vorschriften und befolgen Sie zusätzlich die Hinweise lokaler Behörden. Bei Verstößen gegen die Hygienevorschriften können hohe Geldstrafen oder Gefängnisstrafen verhängt werden.
  • Informieren Sie sich über detaillierte Maßnahmen und ergänzende Informationen der philippinischen Regierung.
  • Falls Sie im Besitz eines Langzeitvisums sind oder eine Sondereinreisegenehmigung mit Touristenvisum beantragen möchten, erkundigen Sie sich bei den philippinischen Behörden, in Deutschland z.B. bei der Philippinischen Botschaft, ob Sie zur Gruppe derjenigen gehören, für die eine Einreise möglich ist.
  • Erkundigen Sie sich bei Ihrer Fluggesellschaft über die genauen Vorgaben.
  • Bei COVID-19 Symptomen oder Kontakt mit Infizierten kontaktieren Sie das lokale Gesundheitsamt.

Sicherheit - Teilreisewarnung

Vor Reisen in folgende Regionen oder Gebiete wird gewarnt:
- Zamboanga Peninsula (Region IX)
- Northern Mindanao (Region X)
- Davao-Region (Region XI)
mit Ausnahme des Stadtgebietes von Davao City
- Soccsksargen (Region XII)
- Bangsamoro Autonomous Region in Muslim Mindanao (BARMM)
- Inseln des Sulu-Archipels
- Süd-Palawan
mit Ausnahme von Puerto Princesa

Von nicht erforderlichen Reisen in andere Regionen von Mindanao und in der Mindanao-See wird abgeraten.

Terrorismus

In mehreren Regionen des Landes besteht eine erhöhte Gefahr terroristischer Anschläge und von Entführungen, sowohl zu Land als auch zur See.

In den o.g. Gebieten sind unterschiedliche Gruppen von islamistischen Terroristen und Rebellen aktiv, es kommt immer wieder zu Anschlägen sowie Kampfhandlungen mit der philippinischen Armee und Sicherheitskräften. Die Armee konnte die von IS-nahen Terroristen besetzte Stadt Marawi im Oktober 2017 erst nach fünf Monaten schwerster Gefechte mit über 1000 Todesopfern und hunderttausenden Vertriebenen zurückerobern.
In Westmindanao werden bis heute vermehrt Bombenanschläge verübt, bei denen zahlreiche Menschen getötet und eine noch höhere Zahl von Personen verletzt wurden. Die Anschlagsziele lagen in Midsayap, Cotabato City, Isulan,General Santos City und Datu Saudi Ampatuan auf Mindanao; in Lamitan City auf Basilan sowie auf Jolo und Indanan in Sulu.

Die in der Region operierende islamistische Terrorgruppe Abu Sayyaf ist für Entführungen und Ermordungen vor allem auf Mindanao und in der Sulu-See verantwortlich und zielt auf ausländische Entführungsopfer. Im November 2016 wurde eine deutsche Geisel ermordet, im Februar 2017 ihr Reisegefährte und zuletzt 2019 ein niederländischer und 2020 ein indonesischer Staatsangehöriger. Auch ortskundige Ausländer sind gefährdet.

Im April 2017 gab es in Bohol sowie bei Davao Gefechte zwischen schwerbewaffneten Gruppen und philippinischen Sicherheitskräften.

Innenpolitische Lage

Seit Juli 2016 führen Polizei und Behörden eine intensivierte Kampagne gegen illegale Drogen. Eine Folge dieser oft auch „Krieg gegen Drogen" genannten Politik sind sehr hohe Todesopferzahlen. Nach Regierungsangaben kamen bei Polizeieinsätzen über 8500 Personen ums Leben, Nichtregierungsorganisationen und andere Beobachter liegt die Zahl der Todesopfer weit höher, bei bis zu 30.000. Es besteht stets die Gefahr, „zur falschen Zeit am falschen Ort" zu sein und in Schusswechsel zu geraten.

Es kann zu Protesten und Demonstrationen kommen, bei denen auch gewalttätige Auseinandersetzungen nicht ausgeschlossen werden können.

  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Seien Sie im gesamten Land besonders vorsichtig und meiden Sie jeden Kontakt mit Drogen und Personen, die mit Drogen handeln.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate ist hoch. Es kommt zu Taschendiebstählen, Handtaschenraub z.B. durch Motoradfahrer und verschiedene Betrugsmaschen werden angewandt. Straßenkriminalität hat im Zuge der Corona-Pandemie deutlich zugenommen.
Von schweren Gewaltverbrechen sind vor allem Einheimische bedroht, jedoch steigt auch die Zahl von Überfällen auf Ausländer durch organisierte Banden, aber auch durch Einzeltäter. Hiervon ist auch der Autoverkehr, z.B. wartende Fahrzeuge an Ampeln, betroffen.

Entführungen insbesondere von Geschäftsleuten und andere Erpressungsmethoden zwecks Erlangung von Löse- und Schutzgeldern sind verbreitet. Vereinzelt haben auch Sicherheitsmitarbeiter verbotene Gegenstände in das Gepäck von Reisenden platziert, um unter Androhung von Strafen und des Herbeiziehens von Polizei aufgrund angeblich begangener Ordnungswidrigkeiten Geld zu erpressen.
Des Öfteren werden Touristen gebeten, Gegenstände und Gepäckstücke zu transportieren, insbesondere auf inländischen aber auch internationalen Flügen. Hierbei kann es sich um Drogen handeln, die im Falle des Auffindens dann oft schwerwiegende Folgen für Touristen haben.

In Vergnügungsvierteln kommt es zum Einsatz von Drogen bzw. K.o.-Tropfen in Speisen und Getränken, um einen Raub zu begehen sowie zu erhöhten Rechnungen. Dies ist auch bei Taxis häufiger, die auf der Straße angehalten werden, wie auch Touristenführern der Fall.
Zudem bergen private Fahrzeuge oder illegale Taxidienste auch die Gefahr von Raubüberfällen.

Kreditkartenbetrug und Trickbetrügereien (Scams) beim Geldwechsel, von Künstlern, aber auch per Telefon und E-Mail sind ebenfalls weit verbreitet.
Aus den Philippinen heraus werden häufig Internetbetrügereien begangen. Nicht selten werden zunächst im Internet persönliche Scheinbeziehungen angebahnt, um sich dann Geld zu leihen, welches nie zurückgezahlt wird.

Bei Alkoholkonsum wie z.B. bei Strandpartys kann unvermittelte Gewalt ausbrechen und es dabei auch zu Todesfällen kommen.

  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtige Dokumente sicher auf.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen, lassen Sie Ihre Karten nicht außer Sicht und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine Wertsachen mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Busbahnhöfen, im Bus besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Halten Sie bei Fahrten mit Privat-Pkw oder Taxi in der Stadt die Türen und die Fenster geschlossen.
  • Nutzen Sie möglichst nur offizielle Taxis oder Hoteltaxis, achten Sie auf den Einsatz des Taxameters oder vereinbaren Sie den Fahrpreis vor Fahrtantritt.
  • Nehmen Sie keine Angebote von Fremden zu Touristenführungen an und lehnen Sie die Mitnahme von Gepäckstücken ab.
  • Lassen Sie Speisen und Getränke nie unbeaufsichtigt und nehmen diese nicht von Fremden an.
  • Seien Sie in Gesellschaft bei Alkoholkonsum vorsichtig und zurückhaltend.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Tropenstürme und Überschwemmungen

Es herrscht maritimes Tropenklima, vor allem im Südosten ganzjährig mit hoher Luftfeuchtigkeit.
Jährlich ziehen durchschnittlich 20 Taifune über das Gebiet der Philippinen, vor allem in der Regenzeit von Juni bis Dezember. Dabei kommt es örtlich zu heftigen, lebensbedrohlichen Stürmen und Starkregenfällen, die Überschwemmungen und Erdrutsche auslösen können. Zuletzt haben die Taifune Rolly und Ulysses im November 2020 die Region Luzon heimgesucht, wo sie mehr als 130 Menschenleben gefordert und erhebliche Schäden angerichtet haben. Die Infrastruktur und insbesondere Straßen und Brücken werden regelmäßig stark beschädigt und werden unpassierbar.

Erdbeben, Vulkane, Tsunamis

Die Philippinen liegen in einer seismisch sehr aktiven Zone, dem Feuerring, sodass es jederzeit zu Erd- und Seebeben, vulkanischen Aktivitäten sowie Tsunamis kommen kann.
Stärkere Erdbeben richten regelmäßig erhebliche Schäden an und fordern Todesopfer.

Von zahlreichen Vulkanen sind 53 aktiv. Der Höchste von ihnen ist der knapp 3000 Meter hohe Mount Apo, der aktivste Feuerberg ist der Mayon und als gefährlichster gilt der Pinatubo. Der Taal gilt als Supervulkan. Es gelten oft Gefahrenstufen und Sperrzonen.
Vulkan-Eruptionen und Ascheregen mit Auswirkungen auf den Flugverkehr sind jederzeit möglich.

Reiseinfos

Infrastruktur/Verkehr

Die Verkehrswege und die touristische Infrastruktur können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang mit der Eindämmung von COVID-19 beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Es gibt ein Inlandsflugnetz, zahlreiche Fährverbindungen, Überlandbusse, teilweise Schienenverkehr und Taxidienste.
Fähren sind häufig überladen, nicht immer mit ausreichend Rettungsbooten ausgestattet, oft unzureichend gewartet und relativ gering gesichert. Auch andere öffentliche Verkehrsmittel sind häufig überfüllt und schlecht gewartet.
Ungeachtet der im Beförderungsschein enthaltenen Gebühren fallen häufig gesonderte Flug- oder Seehafengebühren vor Ort an, die in der Regel in bar zu entrichten sind.

Der Zustand der Straßen ist landesweit in der Regel schlecht. Es gibt sehr viel Verkehr in Ballungszentren. Fahrzeuge in oft keinem guten technischen Zustand und mangelnde Fahrdisziplin stellen erhöhte Unfallgefahren dar.

Reiseziele mit ausgebauter touristischer Infrastruktur finden sich insbesondere auf einzelnen Inseln der Inselgruppe der Visayas (z.B. Cebu, Bohol). Informationen zu zugelassenen Touristenunterkünften bietet das philippinische Department of Tourism sowie die Philippine Information Agency.

Mobiltelefone haben auf einigen Inseln nur eingeschränkten oder keinen Empfang.

  • Vermeiden Sie Fahrten mit Fähren, wenn andere Reisemöglichkeiten bestehen.
  • Nutzen Sie einfache öffentliche Transportmittel nicht.
  • Lassen Sie besondere Vorsicht in der Regenzeit walten.
  • Vermeiden Sie Nachtfahrten.
  • Erfragen Sie mögliche Zusatzgebühren beim Beförderer oder beim Flug- bzw. Seehafen.

Führerschein

Der deutsche Führerschein ist für touristische Aufenthalte von bis zu drei Monaten ausreichend.

LGBTIQ

Es gibt in den Philippinen keine gegen die Rechte von LGBTIQ-Personen gerichteten gesetzlichen Einschränkungen; eine völlige rechtliche Gleichstellung besteht jedoch nicht. Das philippinische Familienrecht kennt keine gleichgeschlechtliche Partnerschaft/Ehe und erkennt diese nicht an.

Die Akzeptanz ist gesellschaftlich gut ausgeprägt. Zahlreiche offen homosexuelle Modedesigner, Schauspieler und Künstler genießen große gesellschaftliche Akzeptanz.

Rechtliche Besonderheiten

Die Todesstrafe wurde 2006 abgeschafft; eine Wiedereinführung wird gelegentlich diskutiert. Sehr hohe Freiheitsstrafen werden verhängt bei Drogenstraftaten, Sexualdelikten und insbesondere bei Kindesmissbrauch und Menschenhandel. Prostitution ist in den Philippinen verboten.

Illegaler Drogenbesitz wird in den Philippinen mit harten Gefängnisstrafen geahndet wird, ab 5 Gramm ist lebenslange Freiheitsstrafe möglich, bei einer Festnahme in einem Flug- oder Fährhafen wird strafverschärfend Handel unterstellt. Die eindringlichen Warnungen der Behörden sollten unbedingt befolgt werden.

Die philippinische Regierung verbietet Alkoholkonsum auf der Straße und das Rauchen außerhalb ausgewiesener Raucherzonen; bei Zuwiderhandlungen drohen Geldbuße oder auch Arrest. Die Ahndung von Verstößen ist uneinheitlich, insbesondere auch Ausländer werden für Übertretungen zur Rechenschaft gezogen.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der philippinische Peso (PHP). Geldautomaten stehen landesweit zur Verfügung, für einen Aufenthalt in der Provinz ist jedoch die Mitnahme von Bargeld in US-Dollar oder Euro anzuraten. Kreditkarten sind ein gängiges Zahlungsmittel, jedoch werden Karten ausländischer Banken außerhalb renommierter Geschäfte und Hotels als Zahlungsmittel gelegentlich nicht akzeptiert.

Einreise und Zoll

Ein- und auch Durchreisebestimmungen können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 derzeit abweichen, siehe Aktuelles.

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Reisedokumente sollten noch sechs Monate über die vorgesehene Aufenthaltsdauer hinaus gültig sein.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum. Bedingt durch die weltweite COVID-19-Pandemie haben die Philippinen die Visumserteilung für Ausländer bis auf weiteres ausgesetzt, siehe Aktuelles.

Für die Verlängerung eines Visums ist das Bureau of Immigration (BI), Intramuros, Manila oder ein örtliches BI-Regionalbüro (u.a. in Cagayan de Oro, Cebu City, Davao City, Iloilo, Pampanga, San Fernando, Tacloban) zuständig.

Die philippinische Immigrationsbehörde achtet bei der Ausreise von Ausländern darauf, dass die Gültigkeitsdauer des Visums nicht überschritten wurde; bei Verstößen wird die Ausreise erst nach Bezahlung hoher Strafgebühren und ggf. Haft gestattet.

Für eine Arbeitsaufnahme o. ä. oder längerfristigen Aufenthalt ist grundsätzlich vorab bei der zuständigen philippinischen Auslandsvertretung ein Visum einzuholen. Diese Verfahren sind wegen der weltweiten COVID-19-Pandemie bis auf weiteres ausgesetzt

Am Flughafen wird ein nach soziokulturellem Verständnis grob unhöfliches Benehmen mit Verweigerung der Einreise, Geldstrafe oder Haft sanktioniert.

Minderjährige

Alleinreisende oder in Begleitung sonstiger Personen reisende Kinder unter 15 Jahren benötigen ein Travel Permit, ausgestellt von der philippinischen Botschaft in Berlin, in dem die Eltern bestätigen, dass sie mit der Reise einverstanden sind. In jüngster Zeit wird diese Regelung verschärft durchgesetzt. Es ist dabei rechtlich vorgesehen, dass bei Einreise eine Gebühr von 3.120 PHP erhoben werden kann und der Pass der betroffenen Person bis zur Ausreise am Flughafen einbehalten wird. Nähere Informationen bietet das Bureau of Immigration and Deportation.

Einfuhrbestimmungen

Ohne Anmeldung ist die Ein- und Ausfuhr von 50.000 PHP und 10.000 US-Dollar gestattet.

Importverbote bestehen insbesondere für
- Nachtsichtgeräte,
- Waffen, Waffenteile und Munition, auch wenn sie nur dekorativen Charakter haben (z.B. Amulette in Waffenform, die überall angeboten werden),
- Subversive, obszöne oder pornographische Materialien und
- Medikamente oder medizinische Geräte zur Durchführung einer Abtreibung.

Heimtiere

Für die Einfuhr von Tieren muss vorab beim Bureau of Animal Industry eine Erlaubnis eingeholt werden, die mit zwei- bis dreimonatiger Gültigkeit ausgestellt wird.

Gesundheit

Aktuelles

Coronavirus

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Erkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

Gefälschte Tollwutimpfstoffe

Die WHO hat im Juli 2019 einen Hinweis auf drei gefälschte Tollwutimpfstoffe (Verorab®, Speeda® und Rabipur®) sowie ein gefälschtes Anti-Tollwut-Serum (Equirab®) auf den Philippinen veröffentlicht.

  • Lassen Sie sich nach dem Biss eines tollwutverdächtigen Tieres möglichst nur in vertrauenswürdigen Institutionen, z.B. den großen privaten Krankenhäusern Manilas, behandeln und impfen.

Masern

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit eines Gelbfiebergebiets müssen alle Personen ab einem Alter von einem Jahr eine Gelbfieberimpfung nachweisen. Die Philippinen selbst sind kein Gelbfieberinfektionsgebiet.

Ab Juni 2019 wurden auf den Philippinen Fälle von Poliomyelitis (Kinderlähmung) mit Impfpolioviren dokumentiert. Reisende unter 4 Wochen Reisezeit sollen einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis mit Auffrischimpfungen alle 10 Jahre haben. Bei Einwohnern und Langzeitreisenden über 4 Wochen soll gemäß WHO eine Impfung 4 Wochen bis 12 Monate vor Ausreise sichergestellt werden, siehe Merkblatt Poliomyelitis.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Polio, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Japanische Enzephalitis empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Zika-Virus-Infektion

Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.

Dengue-Fieber

Dengue-Viren werden landesweit insbesondere während und kurz nach der Regenzeit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe Merkblatt Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Chikungunya-Fieber

Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie, siehe Merkblatt Chikungunya-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Malaria

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Auf den Philippinen besteht regionsabhängig ganzjährig ein Malariarisiko. Auf der Insel Palawan liegt ein hohes Risiko, im Rest des Landes ein minimales Risiko vor. Als malariafrei gelten Manila und andere große Städte, siehe Ständiger Ausschuss Reisemedizin (StAR) der DTG.
Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz. 

Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht ein grundsätzliches HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Japanische Enzephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden ganzjährig von nachtaktiven Stechmücken übertragen, insbesondere in den Monaten Juni und Juli. Vor allem Schweine und Wasservögel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selber zu erkranken. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber häufig schwer und hinterlassen oft bleibende Schäden oder enden tödlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren, siehe Merkblatt Japanische Enzephalitis.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Japanischer Enzephalitis im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen und lassen Sie sich impfen.

Leptospirose-Infektionen

Nach Überschwemmungen wie z.B. nach Taifunen kommt es regelmäßig unter der betroffenen Bevölkerung zu Leptospiroseinfektionen. Hautkontakt mit Überschwemmungswasser sollte unbedingt vermieden werden.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelmäßig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden. Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde. Die notwendigen medizinischen Maßnahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften sind nicht immer möglich. Einen zuverlässigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung.

  • Vermeiden Sie den Kontakt mit streunenden Tieren.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Tollwut-Impfung beraten und ggf. impfen.
  • Suchen Sie auch bei bestehender Impfung nach Kontakt mit einem potentiell infizierten Tier oder Menschen (Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen) umgehend einen Arzt auf.

Tuberkulose

Tuberkulose kommt landesweit wesentlich häufiger als in Mitteleuropa vor. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgemäße oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente Tuberkuloseerreger.

Luftverschmutzung

Medizinische Versorgung

In Manila wie in den anderen größeren Metropolen des Landes ist die ambulante und stationäre ärztliche Versorgung durch private Krankenhäuser gut geregelt. In ländlichen Gebieten ist dies - inklusive des Rettungswesens – in der Regel nicht der Fall. Die meisten Ärzte können sich auf Englisch verständigen, Medikamente sind in breiter Auswahl in den Apotheken erhältlich.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Es gibt ca. 1600 Krankenhäuser, etwa 75% davon sind Privatkliniken, die einen besseren Ruf genießen. Auf dem Land ist es schwer, Ärzte zu finden, dort sind auch die Krankenhäuser oft mangelhaft ausgestattet.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird unbedingt empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Gelbfieber 1 -
Essen & Trinken 4 -
Typhus & Polio 2 -
Malaria 3 -
Cholera 5 -

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird bei der Einreise von allen Besuchern verlangt, die über ein Jahr alt sind und sich innerhalb der vorangegangenen sechs Tage in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete aufgehalten haben. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende auf den Philippinen. Kinder unter einem Jahr können bei Verdacht unter Beobachtung gestellt werden.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Polio ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Die WHO empfiehlt Langzeitbesuchern, die sich länger als 4 Wochen auf den Philippinen aufhalten, sich vier Wochen bis 12 Monate vor der Reise gegen Polio impfen zu lassen.

[3] Malaria kommt ganzjährig und regionsabhängig vor. Ein mittleres bis geringes Malariarisiko besteht vor allem in den ländlichen Gebieten Mindanao, Sulu Archipel, Palawan, Mindoro sowie in Luzon. Die vorherrschende gefährlichere Malariaart Plasmodium falciparum (Malaria tropica) tritt gehäuft während der Regenzeit auf. Die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax tritt seltener auf. Als malariafrei gelten Manila sowie die Inseln Bohol, Cebu, Catanduanes und Leyte. Ausreichenden Malariaschutz bieten langärmelige Kleidung und Mückenschutzmittel. In Gebieten mit erhöhtem Risiko bieten sich zusätzlich Notfallmedikationen an.

[4]
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten (z.B. Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen), die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden. Daher ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Einheimische Milchprodukte außerhalb der Städte vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr von Riff-Fischen und Meeresfrüchten, die als Delikatessen in Speiserestaurants angeboten werden, ist wegen möglicher Algenvergiftung Vorsicht geboten.

[5] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Cholera kommt in der National Capital Region, Iloilo, Kalookan, Malabon, Manila, Muntinlupa und Paranaque vor. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen. 

Gesundheitszeugnis

Ausländer, die eine Arbeits- oder Aufenthaltserlaubnis beantragen, müssen sich im Land einem HIV-Test unterziehen. Mitgebrachte Zeugnisse werden nicht anerkannt.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen v.a. in Luzon, Mindoro, Mindanao, Samar, Bohol und Leyte vor. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Chikungunya-Fieber kommt in einigen Regionen vor. Chikungunya-Fieber ist wie Dengue eine durch den Stich infizierter Mücken übertragene Viruserkrankung mit Fieber und vorrangig z.T. langanhaltenden Gelenkschmerzen. Impfschutz gibt es nicht. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen. 

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit sehr häufig vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

V.a. in den ländlichen Gebieten in Minadanao, Palawan, Sorsogon und Samar tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Ein wirksamer Insektenschutz reduziert die Übertragungsgefahr.

Fleckfieber tritt v.a. auf den nördlichen Inseln auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

Hepatitis A und E sowie Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht ganzjährig vor allem in ländlichen Gebieten. Eine Impfung und Mückenschutz reduzieren das Ansteckungsrisiko.

Masern kommen vor. Reisende sollten ihren Impfschutz vor einer Reise auf die Philippinen unbedingt überprüfen und ggf. auffrischen.

Tollwut kommt vor (lt. Schätzungen sind 300-600 Personen jährlich betroffen). Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Österreich Ja Nein Ja
Deutschland Ja Nein Ja
Schweiz Ja Nein Ja
Andere EU-Länder Ja Nein Ja
Türkei Ja Nein Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.

Visainformationen

Ein Visum ist für die Philippinen allgemein erforderlich, ausgenommen sind:

U.a. Touristen aus den folgenden, in der obigen Tabelle genannten Ländern für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen (An- und Abreisetag zählt mit), sofern sie im Besitz eines 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültigen Reisepasses, gültiger und vom Reisebüro bestätigter Rück-/Weiterreisetickets und ausreichender Geldmittel sind:

EU-Länder, Schweiz und Türkei.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Achtung: Alleinreisende Kinder unter 15 Jahren und Minderjährige unter 15 Jahren, die nur von einem Elternteil/Erziehungsberechtigten begleitet werden, benötigen ein "Travel Permit" von der zuständigen philippinischen Botschaft, in dem die nicht-mitreisenden Eltern bestätigen, dass sie mit der Reise einverstanden sind. Da diese Regelung in jüngster Zeit verschärft durchgesetzt wird, ist eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit der philippinischen Botschaft diesbezüglich ratsam. Das philippinische Gesetz sieht vor, für die Einreise dieser Personen eine Gebühr von jeweils 3120 PP (ca. 51 €) zu erheben und deren Pass bis zur Ausreise am Flughafen einzubehalten.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Für alle Haustiere werden ein tierärztliches Gesundheitszeugnis aus dem Herkunftsland und eine Einfuhrgenehmigung vom Bureau of Animal Industry benötigt. Das maximal 30 Tage alte Gesundheitszeugnis muss bestätigen, dass das Tier gesund ist und dass das Tier am Herkunftsort keinen ansteckenden Krankheiten ausgesetzt war. Des Weiteren ist das Formular "Certification of Authenticity" vom zuständigen philippinischen Konsulat erforderlich (Gebühr: ca. 20 US$).

Für Hunde und Katzen wird zusätzlich ein Tollwutimpfzertifikat verlangt.

Die transportierende Fluggesellschaft muss den Quarantäneinspekteur 24 Std. vor der Ankunft von der Einfuhr des Tieres in Kenntnis setzen.

Bearbeitungsdauer

Ca. 5 Werktage. Die Antragsunterlagen sollten 4-5 Wochen vor der geplanten Abreise bei der zuständigen konsularischen Vertretung der Philippinen eingehen.

Antragstellung in Berlin: In sehr dringenden Fällen Bearbeitung in 1 Arbeitstag möglich (Visumgebühr + 10 €).

Gültigkeit

Besuchsvisum: 3 Monate für einen Aufenthalt von bis zu 59 Tagen ab dem Tag der Einreise.
Geschäftsvisum: 6 Monate oder 1 Jahr für einen Aufenthalt von bis zu 59 Tagen ab dem Tag der Einreise.

Aufenthaltsverlängerung

Der Aufenthalt kann auf bis zu 59 Tagel beim Bureau of Immigration, Intramuros, Manila, oder in einem der Regionalbüros verlängert werden. Die Gesamtaufenthaltsgrenze von einem Jahr darf nicht überschritten werden. Die Visas sind 6 Monate gültig. Hierfür ist ein gültiges Rückflugticket erforderlich. Die Bearbeitungsgebühren für die Verlängerung betragen zurzeit 3.050 PP.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die innerhalb von 24 Stunden weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über eine Buchungsbestätigung der Sitze im Flugzeug verfügen, benötigen kein Transitvisum. Weitere Auskünfte erteilen die zuständigen diplomatischen Vertretungen.

Visaarten und Kosten

Besuchsvisum (einmalige Einreise) und Geschäftsvisum (mehrmalige Einreise).

Kosten

Deutschland und Österreich
Deutsche, österreichische und türkische Staatsangehörige, die in Deutschland oder in Österreich wohnen, erhalten bei der Einreise ein gebührenfreies Visum für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen.

Touristenvisum für EU-Bürger


54 € (mehrmalige Einreise, innerhalb von 6 Monaten, 59 Tage Aufenthalt, sechs Monate gültig). 
81 € (mehrmalige Einreise innerhalb eines Jahres, 59 Tage Aufenthalt, ein Jahr gültig).


 

Schweiz
Schweizer und türkische Staatsbürger, die in der Schweiz wohnen, erhalten bei der Einreise ein gebührenfreies Visum für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen. 

Touristenvisum für EU-Bürger und Schweizer

30 CHF (einmalige Einreise, 3 Monate gültig).
60 CHF (mehrmalige Einreise, 6 Monate gültig). 
90 CHF (mehrmalige Einreise, 1 Jahr gültig).

Wer einen Aufenthalt von mehr als 30 Tagen plant, kann zwecks Aufenthaltsverlängerung Visa erhalten, die 6 Monate gültig sind.

Antrag erforderlich

(a) 1 Antragsformular (downloadbar auf der Internetseite der Botschaft).
(b) 1 aktuelles Passfoto in Farbe.
(c) Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig ist.
(d) Kopie des Rückflug- oder Weiterreisetickets.
(e) Nachweis ausreichender Geldmittel.
(f) Gebühr (bei Antragstellung in bar (auch postalisch in bar).

Geschäftsreisen zusätzlich:
(g) Entsendungsschreiben der eigenen Firma mit Angaben zum Reiseanlass und Bestätigung der Kostenübernahme.

Bei postalischer Antragstellung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizufügen.

Geld

Währung

1 Philippinischer Peso = 100 Centavos. Währungskürzel: P, PHP (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 1.000, 500, 200, 100, 50 und 20 P, Münzen in den Nennbeträgen 10, 5 und 1 P sowie 25, 10, 5 und 1 Centavo.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist bis 50.000 PP ohne Deklaration gestattet (höhere Beträge nur mit Genehmigung der philippinischen Zentralbank).
Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbegrenzt, ab dem Gegenwert von 10.000 US$ besteht Deklarationspflicht (Belege gut aufbewahren). Die Ausfuhr von Fremdwährungen ist auf den bei der Einreise deklarierten Betrag, abzüglich der Umtauschbeträge, begrenzt.

Ohne Deklaration darf eine maximale Summe von 50.000 PP und Fremdwährungen im Gegenwert von 10.000 US$ eingeführt werden.

Kreditkarten

Gängige Kreditkarten wie Mastercard, Visa, American Express und Diners Club werden in renommierten Hotels und Geschäften akzeptiert. Außerhalb von großen Hotels und gehobenen Geschäften ist die Akzeptanz von Kreditkarten nicht immer gewährleistet. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
 

Reiseschecks

Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich. Reiseschecks können in den Philippinen in Manila in wenigen Banken und im The Peninsula Manila Hotel (nur von Hotelgästen) sowie in Cebú City in einer Wechselstube eingelöst werden. Reiseschecks sollten unbedingt in US-Dollar ausgestellt sein.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei in die Philippinen eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

2 Stangen Zigaretten (ca. 400 Zigaretten) und 2 Dosen Tabak (ca. 250 g Tabak);
2 Flaschen alkoholische Getränke (davon keine über 1 l).

Einen Gebrauchsgegenstand einer Art im Gegenwert von bis zu 200 US$.

Gegenstände des persönlichen Bedarfs bis zu einem maximalen Gegenwert von 1000 US$ von Personen ab 18 Jahren (bis zu 250 US$ von Personen unter 18 Jahren). 

Verbotene Importe

Waffen, Waffenteile und Munition (auch unecht), Sprengstoffe, Nachtsichtgeräte, Drogen, Spielautomaten und Glücksspielartikel, Produkte, die aus Wertmetallen gefertigt sind und keinen Hinweis auf den Reinheitsgehalt haben, pornographisches Material, Betäubungsmittel und Mittel, mit denen ein Schwangerschaftsabbruch herbeigeführt werden kann.

Quellenangaben
  • Marco Polo - Philippinen, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2017-09, 2015-08, 2009-06
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Philippinen - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 04.12.2021 (Unverändert gültig seit: 03.12.2021)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 04.12.2021 (Unverändert gültig seit: 03.12.2021)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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