Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Philippinen

Steckbrief

Philippinen - Fakten

Ländername Republik der Philippinen/ Republic of the Philippines
Klima maritimes Tropenklima, v.a. im Südosten ganzjährig humid; Nordost-Monsun (November bis April); Südwest-Monsun (Mai bis Oktober); von August bis Dezember Taifune über der Mitte und dem Norden der Philippinen möglich
Beste Reisezeit Januar, Februar, März, April, Dezember
Lage Südostasien, Archipel zwischen der Philippinsee und dem Südchinesischen Meer, erstreckt sich östlich von Vietnam
Fläche circa 300.000 qkm
Hauptstadt Manila (ca. 1,8 Millionen, Großraum Manila (National Capital Region/NCR) ca. 13 Millionen Einwohner)
Bevölkerung ca. 106 Millionen Einwohner (Schätzung der Vereinten Nationen für 2018)
Sprache Pilipino (Tagalog) und Englisch (allgemeine Verkehrssprache), wenig Spanisch
Religion Römisch-Katholisch 83%, Protestanten 9%, Muslime 5%, Buddhisten und andere 3%
Nationaltag 12. Juni (Unabhängigkeitstag)
Unabhängigkeit 12. Juni 1898
Staats-/Regierungsform Republik
Staatsoberhaupt Rodrigo Duterte (seit 30. Juni 2016)
Regierungschef Rodrigo Duterte (seit 30. Juni 2016)
Außenminister Alan Peter Cayetano (seit Mai 2017)
Parlament Zwei-Kammer-System: Repräsentantenhaus und Senat, deren 286 bzw. 24 Mitglieder auf gesamtstaatlicher Ebene gewählt werden.
Währung Philippinischer Peso (PHP),1 € = 59,85 PHP (07.10.2017)
Zeitzone MEZ+7h
Reiseadapter A, B, C
Kfz-Länderkennzeichen RP
ISO-3166 PH, PHL
Internet-TLD .ph
Landesvorwahl +63
Website http://www.gov.ph/
Reisepass & Visum Notwendig

Geographie

Von den rund 7100 Inseln des Staates sind 800 bewohnt, unter ihnen die größten Inseln Luzon und Mindanao. Die Landschaft der Inseln prägen in erster Linie meridional streichende, stark gegliederte Gebirgsketten. Lediglich auf Mindanao finden sich auch weite Hochländer. Größere Tieflandebenen fehlen weithin, ausgenommen z. B. die Ebene nördlich der Hauptstadt Manila. Das Land ist immer wieder von Vulkanausbrüchen und Erdbeben bedroht. Die Lage in den inneren Tropen bedingt hohe Temperaturen, geringe Temperaturschwankungen, hohe Luftfeuchtigkeit und gleichmäßig über das Jahr verteilte Niederschläge.

Politik und Bevölkerung

1987 wurde die jüngste Verfassung der Präsidialrepublik verabschiedet. Innenpolitisch haben sich die Regierungen immer wieder mit islamischen und kommunistischen Aufständischen auseinanderzusetzen. Die jungmalaiischen Filipinos stellen den Hauptteil der Bevölkerung. Dazu kommen altindonesische Bergvölker, Altmalaien, Chinesen, Inder und Negritos. Das jährliche Bevölkerungswachstum ist mit 2,3 % sehr hoch. Rund 80 % der philippinischen Bevölkerung sind katholisch, 5 % muslimisch.

Geschichte und Kultur

Ab etwa 1000 v. Chr. wanderten Malaien in mehreren Wellen ein. Im 14. Jh. breitete sich der Islam aus. Nachdem Magellan 1521 die Inselwelt entdeckt hatte, war sie 1571–1898 spanische Kolonie. 1872–98 tobten die Kämpfe um die Unabhängigkeit. Nach einem blutigen Krieg 1899-1902 standen die Philippinen lange unter der Herrschaft der USA, waren 1942–44 von den Japanern besetzt und wurden 1946 unabhängige Republik. 1965–86 regierte Präsident Marcos als Alleinherrscher, zeitweise mit Kriegsrecht. 1992 gaben die USA den letzten ihrer Flottenstützpunkte zurück und beendeten damit eine fast 100 Jahre währende Militärpräsenz. Marcos musste nach massiven Wahlfälschungen das Land 1986 verlassen. Die philippinische Volkskultur kennzeichnet eine eigentümliche Mischung aus Katholizismus und heidnischen Bräuchen.

Philippinen - Geschichte

Ab ca. 250000 v. Chr. Erste Besiedlungen in Nordluzon
Ab 3000 v. Chr. Malaiische Völker siedeln sich an
1380 Islamisierung Mindanaos und der Sulu-Inseln
1521 Ferdinand Magellan landet auf Samar und erklärt die Inseln zum spanischen Besitz
1542 López de Villalobos nennt das Inselreich Felipinas nach dem spanischen Thronerben Philipp II.
1571 Die Spanier gründen Manila
Ab 1578 Feldzüge gegen Moslems
1892 Beginn des Unabhängigkeitskampfes gegen Spanien
1896 José Rizal wird exekutiert
1898 Spanien tritt die Philippinen an die USA ab
1941-44 Japan vertreibt die USA aus den Philippinen
1946 Die Philippinen erhalten die Unabhängigkeit
1965 Ferdinand E. Marcos wird Präsident
1986 Die Peoples Power Revolution zwingt Marcos ins Exil
2001 Präsident Joseph Estrada wird von Gloria M. Arroyo abgelöst
2012 Präsident Benigno "Noynoy" Aquino schließt mit der islamischen Bewegung Moro Islamic Liberation Front (MILF) in Mindanao ein Friedensabkommen
2013 Am 8. November 2013 rast Taifun Haiyan über die Inseln Samar und Leyte sowie die Nordspitze von Cebu. Etwa 6000 Menschen kommen ums Leben
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Publikumsverkehr Mo-Fr 8-11 Uhr, telefonische Anfragen Mo-Do 7.30-15.30 Uhr, Fr 7.30-13.30 Uhr | 6819 Ayala Ave. | RCBC Plaza, Tower 2, 25. Stock | Makati | Manila | Tel. 02 7023000 | www.manila.diplo.de

Österreichische Botschaft

Mo-Fr 9-12 Uhr | 117 Thailand St. | Prince Building, 4. Stock | Makati | Manila | Tel. 02 8179191 | www.aussenministerium.at/manila

Schweizerische Botschaft

Mo-Fr 9-12 Uhr | 8751 Paseo de Roxas | Equitable Bank Tower, 24. Stock | Makati | Manila | Tel. 02 7579000 | www.eda.admin.ch/manila

Notruf

Tel. 166, Tourist Police (Manila): Tel. 02 5241660

Wlan

Die meisten Filipinos sind permanent online. Möglich machen das zahlreiche kostenlose Hot Spots für WLAN in Hotels, Restaurants, Cafés und Einkaufszentren, ja sogar an Bord von Fernbussen und interinsularen Fähren, dazu kommen Internetcafés mit sehr günstigen Gebühren (20-60 P/Std.). Die Geschwindigkeit der Verbindungen ist gut, auf vielen Rechnern sind MSN, Skype und Yahoo Messenger installiert.

Post

Briefe nach Europa sind mindestens 10 Tage unterwegs. Postkarten kosten 18 Pesos, Briefe 45 Pesos. Postämter sind meist 8-12 und 13-17 Uhr geöffnet.

Telefon & Handy

Da das Telefonnetz landesweit nicht gut ausgebaut ist, empfiehlt sich ein Handy. Um die Gebühren für eingehende Anrufe zu sparen, kaufen Sie am besten vor Ort eine Prepaid-Karte von Globe oder Smart (ab 500 Pesos). Günstige Alternative zum Telefonieren sind SMS. Hohe Kosten verursacht die Mailbox: besser abschalten! Vorwahl von den Philippinen nach Deutschland: 0049, nach Österreich: 0043, in die Schweiz: 0041, von Deutschland in die Philippinen: 0063.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Den Spaß am Feiern lassen sich die Filipinos nicht nehmen. Ohne Zweifel sind sie asiatische Meister in dieser Disziplin. Neben einer stattlichen Anzahl an offiziellen Feiertagen werden zahllose lokale Feste und Umzüge veranstaltet. Meist geht es bunt, laut und fröhlich zu. Bei populären Volksfesten wie dem Ati-Atihan-Festival auf Panay sind die Hotelzimmer im Umkreis lange im Voraus ausgebucht.

Feste & Veranstaltungen

Januar

9. Jan.: Fest des Schwarzen Nazareners: Eine aus dunklem Holz geschnitzte Christusfigur, die angeblich übernatürliche Kräfte besitzt, wird in einer Prozession um die Quiapo Church (Manila) getragen. Wer sie berührt, erhofft sich Heilung oder Vergebung der Sünden.

3. Wochenende: Ati-Atihan-Festival: das populärste Fest des Archipels. In Kalibo (Panay) wird drei Tage lang fast rund um die Uhr gefeiert. Bunte Masken- und Kostümparaden erinnern an die friedliche Landnahme durch Malaien aus Borneo im 13. Jh.

3. Wochenende: Sinulog Festival: Zu Ehren des Santo Niño (Jesuskind) geht es in Cebu City hoch her. Höhepunkt: eine Parade, bei der Hunderttausende durch die Straßen "strömen", wie es der Name sinulog (Strom) gebietet.

4. Wochenende: Dinagyang Festival: Auch in Iloilo (Panay) wird die Ankunft der malaiischen Vorfahren zelebriert. Hier herrscht aber nicht so ein Gedränge wie in Kalibo.

Januar/Februar

Chinesisches Neujahrsfest: Besonders in Manilas China Town wird gefeiert, aber auch andernorts ziehen Drachentänzer und Musiker durch die Straßen.

März/April

Butanding Arribada Festival: In der ersten Märzwoche feiert man in Donsol (Südluzon) die Rückkehr der Walhaie (Butanding). Höhepunkt der ausgelassenen Feierlichkeiten ist eine Parade mit riesigen, aus Pappe gefertigten Walhaien entlang des Donsol River.

Malasimbo Music Festival: Am Fuße des Mt. Malasimbo (Mindoro) spielen internationale Spitzenmusiker Hip Hop und Soul, Reggae und World Music, Electronica und Alternative Rock.

Passionsspiele: Die Karwoche findet in vielen Orten, wie etwa San Fernando und Antipolo, am Karfreitag in Geißelungen und Kreuzigungen ihren blutigen Höhepunkt.

Das Moriones Festival auf Marinduque (alle Luzon) geht über mehrere Tage.

Mai

1. Maiwoche: Viva Vigan: Townfiesta in Vigan (Luzon) mit Straßentänzen, Kutschenparaden und Musik

15. Mai: Pahiyas: Für das Erntefest putzen sich Dutzende Häuser des pittoresk am Fuße des Mt. Banahaw gelegenen Ortes Lucban (Luzon) mit Gemüse- und Blumenschmuck heraus. Junge Paare in wunderschönen Kostümen geben dem Umzug die besondere Note.

Oktober

MassKara-Festival: Am Wochenende um den 19. Okt. feiert Bacolod City (Negros) Karneval mit farbenprächtigen Maskenparaden und viel Musik.

Dezember

Giant Lantern Festival: Am Samstag vor Weihnachten erstrahlt San Fernando (Luzon) im Glanz einer Laternenparade.

Offizielle Feiertage

Allgemein Wenn ein Feiertag auf einen Dienstag oder Donnerstag fällt, wird er oft auf Montag oder Freitag verlegt, um ein langes Wochenende zu schaffen. Geschäfte und Banken sind an Gründonnerstag, Karfreitag und dem 25. Dezember geschlossen, Banken zudem am Neujahrstag.
1. Jan. Neujahrstag
März/April Gründonnerstag, Karfreitag
9. April Bataan Day (erinnert an eine Niederlage gegen die Japaner im Zweiten Weltkrieg)
1. Mai Tag der Arbeit
12. Juni Independence Day (die 1898 erlangte Unabhängigkeit von Spanien wird gefeiert)
Letzter Sonntag im August Heldengedenktag
1. Nov. Allerheiligen
30. Nov. Bonifacio Day (zur Erinnerung an den Freiheitskämpfer Andres Bonifacio)
25. Dez. Weihnachten
30. Dez. Rizal Day (zum Gedenken an den Nationalhelden José Rizal)
Mobilität vor Ort

Auto

Auf den Philippinen Auto zu fahren ist ein Abenteuer. In Großstädten schieben sich Pkw, Jeepneys, Busse und tricycles (Mopeds mit Beiwagen) kreuz und quer durch die Straßen. Da die Fahrweise der Filipinos aber eher defensiv ist, passieren relativ wenig Unfälle. Für Ortsunkundige ist die sehr mangelhafte Beschilderung problematisch. Ausländer benötigen einen internationalen Führerschein.

Fähren

Im gesamten Archipel verkehren ganze Flotten von Fähren und Auslegerbooten zum Inselhopping. Der Zustand der häufig voll besetzten Schiffe ließ lange Zeit zu wünschen übrig, und es kam zu teilweise verheerenden Unglücken. In den vergangenen Jahren haben die großen Betreiber indes in die Sicherheit ihrer Schiffe investiert, und für Reisende ohne Kinder kann eine Fährüberfahrt zumal in den Visayas eine Alternative zu Flügen sein. Die Preise sind sehr niedrig, so kostet eine Überfahrt mit der Supercat Fast Ferry von Cebu City nach Tagbilaran (Bohol) 600 Pesos. Fahrpläne sind oft Makulatur, erkundigen Sie sich lieber direkt bei den Schiffsunternehmen, und kaufen Sie Ihr Ticket rechtzeitig. Während der Taifunzeit bleiben Fähren oft im Hafen. Grundsätzlich sollten Sie trotz der verbesserten Sicherheitslage die Situation vor dem Auslaufen eines Schiffes beurteilen. Bei Bedenken wegen Überfüllung oder drohenden Sturms gehen Sie nicht an Bord, sondern buchen ein anderes Schiff bzw. verschieben die Abfahrt.

Öffentliche Verkehrsmittel

Jeepneys und Tricycles sind zwar sehr billig, aber oft unbequem, überfüllt, quälend langsam - und ein ideales Revier für Taschendiebe. In Manila gibt es eine Art S-Bahn, die MRT und LRT, allerdings sind die Züge teils unglaublich voll!

Taxi

Achten Sie darauf, dass das Taxameter angestellt wird (Start: 40 P, dann 3,5 P pro 300 m). Besser in Schuss, aber dreimal so teuer sind Hoteltaxis.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Die landestypische Speisekarte ist ein multikulturelles Potpourri aus vielen Küchen: Da werden spanisch klingende Gerichte mit einer Prise China gewürzt und nach philippinischer Art geköchelt. Nicht wegzudenken ist auch die amerikanische Burger-Invasion. Grundlage aller Gerichte ist Reis, das Hauptnahrungsmittel der Filipinos. Bereits zum Frühstück kommt er auf den Tisch, wobei es sich immer um geschälten und polierten Reis handelt. Dazu wird entweder Gemüse, Fisch, Huhn oder Fleisch, zumeist Schwein, serviert.

Was und wie viel auf den Tisch kommt, hängt natürlich vom Geldbeutel ab. So müssen ärmere Familien oftmals mit Reis, Reis und nochmals Reis auskommen, zu dem es verschiedene Gemüse gibt. Fisch oder gar Fleisch können sich viele nur an Feiertagen leisten. Ganz anders sieht es bei den Reichen aus: Ihr ausschweifender Nahrungsmittelkonsum lässt sich mitunter direkt am Bauchumfang ablesen.

Die philippinische Küche ist, abgesehen von Gerichten mit Schweinefleisch, recht einfach und bekömmlich. Einheimisches Gemüse wie der spinatähnliche kangkong, die Süßkartoffelart camote oder sayote, eine milde Version von Kohlrabi, sind preiswert und lecker. Die Art der Zubereitung lässt sich oft am Namen der Speisen erkennen. So bedeutet adobo, dass die Zutaten (meist Huhn oder Schwein) in Essig, Sojasauce und mit viel Knoblauch gegart werden. Sinigang ist eine durch Tamarinden gesäuerte Suppe, in der Fisch, Schwein oder Huhn gegart werden.

Für westliche Mägen (und Augen) nicht so geeignet sind einige traditionelle Spezialitäten wie balut. Den angebrüteten Enteneiern mit bereits ausgeprägtem Embryo sagen Einheimische eine Steigerung der Manneskraft nach. Auch nicht jedermanns Geschmack sind das aus Hundefleisch bestehende Gericht aso, eine Leibspeise der Bergvölker in Nordluzon, oder frittierte Hühnerfüße.

See- und Süßwasserfische sowie allerlei Meeresfrüchte gehören zum Besten, was die philippinische Küche zu bieten hat. Beliebt und preiswert sind die Süßwasserfische Tilapia und Bangus, etwas teurer sind Lapu-Lapu, Thunfisch und Schwertfisch, die frisch gegrillt besonders lecker schmecken. Krabben und Shrimps werden meist in der Schale serviert, Puhlen gehört also dazu, wenn Sie Meeresfrüchte bestellen. Hummer und Langusten bekommt man nur direkt an der Küste wirklich frisch und zu akzeptablen Preisen.

Was den Deutschen Kaffee und Kuchen, das ist den Filipinos ihre merienda. Gerne essen sie dann ein Stück buko pie (Kokosnusskuchen) oder ensaymadas (mit Käse bestreute süße Brötchen). Besonders reich gefüllt ist der Früchtekorb auf den Philippinen. Die goldgelben Mangos gelten als die leckersten der Welt. Zwischen März und Juni ist Erntezeit, dann gibt es sie spottbillig an jeder Straßenecke. Auch Ananasfrüchte sind besonders saftig und süß. Sie zählen zu den wichtigsten Exportgütern der Philippinen. Und noch andere köstliche Tropenfrüchte wachsen hier: Papayas und Pomelos, eine saftig-erfrischende Zitrusfrucht. Es gibt mehr als ein Dutzend Sorten Bananen, die frisch, gekocht, gebraten oder als Kuchen verzehrt werden. Eine Besonderheit ist die Durian-Frucht. Sie scheidet ihre Esser in Fans und Feinde. Die einen können den "höllischen Gestank" schlicht nicht ertragen, die anderen lieben den "himmlischen Geschmack" dieser stacheligen Frucht.

Früchte, Gemüse, Fisch und Fleisch können Sie gut auf Bauernmärkten kaufen. Sie werden wet markets genannt, da der Boden rund um die Stände durch die angebotenen Produkte oft feucht ist. In allen großen Städten gibt es außerdem Supermärkte mit dem kompletten Lebensmittelsortiment.

In Manila empfiehlt es sich, abends im Restaurant einen Tisch zu reservieren. Feste Öffnungszeiten gibt es übrigens nur in den Städten. Eine preisgünstige Alternative zum Restaurantbesuch ist die turo-turo-Variante. Turo heißt zeigen, und so können Sie an vielen Ständen einfach auf die fertigen Speisen deuten und sich selbst ein Überraschungsmenü zusammenstellen. Eine gute Gelegenheit, philippinische Spezialitäten einmal auszuprobieren. Solche food stalls genannten mobilen kleinen Stände finden sich häufig rund um wet markets, an Fährhäfen oder Bus- und Jeepneystationen. Wählen Sie mit Bedacht, oft wird nicht genug auf Hygiene geachtet. Als Faustregel gilt: Wo viele Einheimische essen, kann man nicht nur auf einen niedrigen Preis, sondern auch auf Qualität hoffen!

Zum Essen schmeckt ein erfrischender kalamansi juice (Saft aus kleinen, grünen Zitrusfrüchten) oder buko juice. Der Saft aus jungen, grünen Kokosnüssen löscht nicht nur den Durst, sondern wird von Ärzten auch bei leichten Durchfallerkrankungen empfohlen.

Wer auf Alkohol nicht verzichten mag, greift am besten zu Bier. Die heimische Biermarke San Miguel ist auch bei Ausländern beliebt. Leitungswasser sollten Sie nicht trinken, es kann mit Bakterien verunreinigt sein. Die bessere Wahl ist Mineralwasser. Es kostet nur wenige Cent pro Liter. Gemüse oder Früchte sollten Sie mit abgekochtem Leitungswasser oder Mineralwasser waschen.

Trinkgeld

Weist die Rechnung im Restaurant bereits eine service charge von zehn Prozent aus, können Sie dennoch Trinkgeld geben (fünf bis zehn Prozent). Auch Taxifahrer oder Zimmermädchen hoffen darauf.

Einkaufen und Shoppen

Ein Tipp gleich vorneweg: Packen Sie Ihren Koffer nicht randvoll, wenn Sie auf die Philippinen reisen! Sie werden sonst verzweifeln, weil die vielen Mitbringsel nicht mehr ins Gepäck passen.

Kulinarisches

Ein leckeres, besonders leicht im Gepäck zu verstauendes Andenken sind getrocknete Mangos oder Ananas. Den erfrischenden Kalamansisaft können Sie als dickflüssigen, mit Honig gesüßten Sirup (reicht für einige Liter Saft) mit nach Hause nehmen.

Kunsthandwerk

Schnitzereien, Korbwerk oder Webstoffe gibt es auf den Provinzmärkten am preiswertesten. Fragilere Andenken sind aus Perlmutt oder aus der Capizmuschel gefertigte Untersetzer, Teller oder Weihnachtssterne. Wunderschön und leicht zu transportieren sind handbemalte oder -beklebte Karten zu allen Anlässen. Auch Geschenkpapier mit eingearbeiteten Rosenblättern bekommen Sie günstig. Viele philippinische Stämme fertigen Korb- und Webwaren in traditionellem Design. Attraktive Mitbringsel sind kunstvoll bestickte Tischdecken und Servietten, Handwebstoffe aus piña (Ananasfaser) oder Bambusbestecke mit Einlegearbeiten aus dem Horn des Wasserbüffels carabao.

Malls

Das sogenannte Malling ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung der Filipinos. Sie verbringen gerne mit Freunden oder Familie Stunden in den sauberen, kühl klimatisierten Malls. Mit guten Nerven erstehen Sie in Greenhills (www.greenhills.com.ph), einer Mall in Manila (San Juan), günstig Schuhe, Kleidung, elektronische Artikel und CDs.

Märkte & Basare

Während in den großen Einkaufszentren die Preise feststehen, kann man durch freundliches Verhandeln auf Märkten oder Basaren zwischen 20 und 30 Prozent, mitunter auch mehr Nachlass erzielen. Abseits der Touristenzentren wird allerdings von vornherein ein angemessener Preis verlangt, handeln Sie daher weniger hartnäckig. Auf dem AWCP-Basar (www.awcphilippines.org) in Manilas World Trade Center können Sie bei relaxter Atmosphäre gut handeln und vor allem Kunsthandwerk, Schmuck und Kleidung in sehr guter Qualität bekommen. Der Basar findet einmal im Monat, entweder montags oder dienstags, statt (8.30-14.30 Uhr). Schnäppchenjäger finden in Manila auf dem Divisoria-Markt (Binondo) ein gutes Revier. In einer älteren Mall und dem Platz davor werden Stoffe, Kleidung und ausgefallene Dekomaterialien zum Minipreis angeboten.

Mode & Schmuck

Designerkleidung können Sie in einer der zahllosen Malls Manilas kaufen. Besonders günstig ist Kinderbekleidung, da namhafte Hersteller auf den Philippinen fertigen lassen. (Damen-)Hüte gibt es in ausgefallenen Designs à la Ascott zum Spottpreis. Besonders farben- und formenreiche Exemplare hat Hat Momma (www.hatmomma.com) im Angebot. Supergünstig sind auch trendige Taschen und Flip-Flops. Auf den Philippinen hat sich in den letzten Jahren eine junge, freche Modeszene entwickelt. Ob auf Bestellung oder von der Stange - ein Blick in kleine Shops lohnt sich. Witziger Modeschmuck und handbemalte Schuhe sind das Markenzeichen von Baubles, Bangles n' Beads. Die Teile bekommen Sie z. B. im Brand-Shop Peppered Cherry (Serendra Piazza | Bonifacio Global City). Die kreativen Designer von Team Manila (www.teammanilalifestyle.com) haben es inzwischen sogar in einige der besten Malls Manilas geschafft.

Perlen

Dieses ebenso leichtgewichtige wie schöne Mitbringsel gibt es zum Dumpingpreis auf den Philippinen. Das Angebot an Frischwasserperlen in allen Formen und Farben oder seidig dunkel schimmernden Südseeperlen ist riesengroß, Fälschungen tauchen kaum auf. Testen Sie Ihr Verhandlungsgeschick an einem der zahlreichen Schmuckstände in der Mall Greenhills in Manila.

Fotografieren

Fotogeschäfte gibt es in jeder größeren Stadt, Papierabzüge sind günstig. Filipinos haben nichts dagegen, fotografiert zu werden. Sie fotografieren aber auch gerne selber. Beliebtes Motiv sind blonde Kinder! In einigen Gegenden wie der Mountain Province posieren vor allem alte Stammesangehörige für einige Pesos vor der Kamera. Entscheiden Sie selbst, ob Sie das Motiv unbedingt brauchen bzw. was ein angemessenes Honorar für die meist in großer Armut lebenden "Models" ist. Grundsätzlich gilt bei ethnischen Minderheiten das Gebot der Zurückhaltung.

SpeisenGetränke

Adobo sehr populäres Gericht. Hühner- oder Schweinefleisch, mitunter auch Tintenfisch, wird mit Kartoffeln und Karotten in Essig, Sojasauce und mit viel Knoblauch geköchelt
Ampalaya con carne Rindfleischgericht mit dem leicht bitteren Gemüse ampalaya
Arroz caldo Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer würzen diese eingekochte Hühner-Reis-Suppe. Simpel, aber lecker
Bangus beliebter Fisch, auch milkfish genannt. Gegrillt oder mit einer Füllung aus Kartoffeln, Karotten, Tomaten, Rosinen und Zwiebeln gebacken
Bibingka süße Leckerei aus Reismehl, Kokosraspeln und Zucker
Crispy Pata Schweinshaxe mit knusprig gebratener Haut, kommt meist klein geschnitten auf den Tisch
Ginataan Gerichte mit Fleisch, Fisch oder Gemüse, in Kokosmilch gekocht
Halo-Halo Früchte, Mais, evtl. auch Haferflocken werden mit gestoßenem Eis gemixt und mit Kondensmilch übergossen. Lieblingsdessert vieler Filipinos
Lapu-Lapu der beliebteste Speisefisch des Archipels kommt oft inihaw, also gegrillt, auf den Tisch. Schmackhaft auch in einer süß-sauren Variante
Lechon keine Fiesta ohne lechon, gegrilltes Spanferkel. Es wird mit einer dicken Lebersauce serviert
Lumpia philippinische Frühlingsrollen, mit Fleisch oder Gemüse gefüllt
Mami Nudelsuppe mit Hühner-, Rind-, Schweinefleisch oder Krabben
Pancit chinesische Nudeln mit gebratenem Hühner- oder Schweinefleisch bzw. Krabben und Gemüse
Basi Wein aus Zuckerrohr
Green mango juice erfrischender Saft unreifer Mangos
Lambanog hochprozentiger Kokosschnaps
Stichworte

Balikbayan

Obwohl die Filipinos ihre Heimat über alles lieben, arbeiten und leben derzeit etwa 11 Mio. von ihnen im Ausland. Ursachen dafür sind in erster Linie Armut und wirtschaftliche Not in ihrem Heimatland. Die sogenannten balikbayan verdienen in Ländern wie Saudi-Arabien, Hongkong und Singapur als Chauffeur, Kindermädchen oder Musiker erheblich mehr als auf den Philippinen, wo der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn bei knapp sechs Euro am Tag liegt. Die Auslandsfilipinos kurbeln mit ihren Devisentransfers kräftig die heimische Ökonomie an. Fast 20 Mrd. US-Dollar haben balikbayan allein im Jahr 2012 in die Heimat überwiesen. Hinzu kommen Geld und Importgüter, die sie bei regelmäßigen Besuchen auf den Philippinen ihren Familien schenken.

Demokratie

Die nach US-Vorbild gestaltete präsidiale Demokratie ist fragil und stößt vor allem im Wahlkampf an ihre Grenzen. Insbesondere Wahlkämpfe auf regionaler und lokaler Ebene sind geprägt durch gewaltsame Auseinandersetzungen rivalisierender Kandidaten beziehungsweise der hinter ihnen stehenden Clans. Sitze im Senat und Kongress sind häufig im "Familienbesitz", weswegen die politische Bühne seit Jahrzehnten von denselben Namen bestimmt ist. Auch Wahlbetrug durch Stimmenkauf oder Verfälschung der Ergebnisse durch Offizielle waren in der Vergangenheit selbst bei Präsidentschaftswahlen leicht möglich. Im Jahr 2010 wurden erstmals Computer bei den Präsidentschaftswahlen eingesetzt, die Benigno "Noynoy" Aquino von der Liberal Party mit deutlichem Votum gewann.

Im demokratischen System der Philippinen spielen Parteien eine stark untergeordnete Rolle. Die bekanntesten sind die konservative Lakas-CMD (Christlich-Muslimische Demokraten), die liberaler geprägte Laban ng Demokratikon Pilipino (Bewegung Demokratischer Filipinos), die Liberal Party (LP) und die älteste Partei der Philippinen, die bereits 1907 gegründete Nacionalista Party (NP). Allerdings spalten sich immer wieder Flügel aus den großen Parteien ab und bilden neue Gruppierungen, sodass die Parteienlandschaft völlig unübersichtlich ist. Kein Wunder also, dass jeder Wahlkampf personenbezogen ist und die Parteizugehörigkeit eine untergeordnete Rolle spielt. Was zählt, ist der Name, weswegen neben den Vertretern der reichen Clans auch Sporthelden wie der vielfache Boxchampion Manny Paquiao im Kongress sitzen. Bestes Beispiel: der Action-Filmstar Joseph Estrada, der 1998 gar Präsident wurde. Allerdings bereicherte er sich dermaßen im Amt, dass er nach zweieinhalb Jahren zum Rücktritt gezwungen wurde.

Ethnische Minderheiten

So freundlich die Filipinos Fremden begegnen, so wenig Achtung bringen sie den eigenen ethnischen Minderheiten entgegen. Etwa fünf Prozent der Insulaner gehören zu den rund 100 verschiedenen Volksgruppen, die bereits von den Kolonialmächten unterdrückt worden waren. Die Stämme der Ureinwohner verteilen sich über den ganzen Archipel. Offiziell gelten auch die über 4 Mio. Moslems als ethnische Minderheit. Die Kultur der Ureinwohner geht zunehmend verloren, oft werden sie als billige oder gar unbezahlte Arbeitskräfte ausgenutzt. Durch eingeschleppte Krankheiten sowie Unter- und Mangelernährung infolge ihrer Verdrängung aus den angestammten Gebieten ging die Gesamtzahl der Angehörigen ethnischer Minderheiten drastisch zurück. Von den verbliebenen Nachkommen leben heute die meisten unter ärmlichen und beengten Verhältnissen am äußersten Rand der philippinischen Gesellschaft.

Manche Stämme wie die Negritos, Mangyan und Batak weichen seit Jahrhunderten der Zivilisation aus und führen ein abgeschiedenes Dasein. Die in den Kordilleren Nordluzons ansässigen Igorot (Menschen der Berge) oder die im Süden des Archipels in der offenen See als Nomaden lebenden Badjaos halten an uralten Traditionen und Bräuchen fest.

Familie

Ein Filipino ohne Familie ist wie eine Blume ohne Licht. Zweifelsohne gibt es kaum ein Land auf der Welt, in dem die Familie einen so hohen Stellenwert hat wie auf den Philippinen. Während dem Vater die Rolle des Wirtschaftsbosses zukommt, ist die Mutter Managerin für Erziehung und Haushalt und hält in schweren Zeiten die Moral aufrecht. Oft nimmt sie noch zusätzliche Jobs an, um die Haushaltskasse aufzubessern. Jungen werden grundsätzlich zu kleinen Machos erzogen, während Mädchen früh lernen, Verantwortung für ihre kleineren Geschwister zu übernehmen. Ältere Familienangehörige werden nicht als Belastung betrachtet, sondern können sich des Respekts des ganzen, oft mehrere Dutzend Verwandte umfassenden Clans sicher sein.

Glaube & Aberglaube

Die Bewohner der Philippinen sind ein zutiefst gläubiges Volk. 81 Prozent der Filipinos sind Katholiken, weitere 9 Prozent bekennen sich ebenfalls zum Christentum und gehören etwa der protestantischen Kirche, der Iglesia ni Christo oder der Philippine Independent Church an. So ist der Inselstaat neben Osttimor das einzige christlich geprägte Land Asiens, lediglich im Süden des Archipels regiert der Koran. Christliche Riten wie Taufe oder Hochzeit werden zwar ausgiebig zelebriert, daneben ist aber auch eine animistisch geprägte Wundergläubigkeit tief verwurzelt. Die Frömmigkeit der Filipinos lässt die Verehrung der Jungfrau Maria ebenso zu wie die Anbetung von Geistern.

Wunderheiler praktizieren noch im 21. Jh. wie ihre Vorväter: Durch allerlei magische Mittel wie Handauflegen, Kräutersäfte und spirituelle Zeremonien sollen Krankheiten und andere Übel gelindert oder geheilt werden. Auch christliche Prozessionen sind häufig mit heidnischen Elementen verbunden. Sie wirken auf Außenstehende wie farbenfrohe Karnevalsumzüge.

Grüne Welle

Grundsätzlich spielen Natur- und Tierschutz auf den Philippinen noch eine untergeordnete Rolle. Was die Natur zu bieten hat, wird von der rasant wachsenden und vor allem in ländlichen Gebieten oft bitterarmen Bevölkerung über die Maßen ausgeschöpft. Waldrodungen und Dynamitfischen sind nur zwei Stichworte, die Umweltschützer zum Verzweifeln bringen können. Hinzu kommen die Begehrlichkeiten internationaler Unternehmen, die mit groß angelegten Minenprojekten vor allem das an Erzen reiche Mindanao ausbeuten.

Doch das Bewusstsein ist mittlerweile geweckt, dank einiger Pioniere und unermüdlich arbeitender NGOs (Nichtregierungsorganisationen), die sich für den Umweltschutz engagieren. Dazu gehören die auf Mindanao angesiedelte Frauengruppe Ecolink Women's Network, die sich auch um den Schutz ethnischer Minderheiten kümmert, das Environmental Legal Assistance Center, das etwa Rechtsbeistand bei Umweltfragen bietet, Friends of the Earth Philippines (www.lrcksk.org), die ethnische Minderheiten in ländlichen Gemeinschaften unterstützen, sowie die Haribon-Stiftung (www.haribon.org.ph), die sich zum Ziel gesetzt hat, die Artenvielfalt auf den Philippinen zu erhalten.

Im Vergleich zu vielen westlichen Ländern sind Ökoprodukte auf den Philippinen noch Mangelware. Vor allem in der Hauptstadt Manila können sich Bio-Überzeugte aber mit entsprechenden Lebensmitteln und Kosmetika eindecken. Auch einige Resorts haben die grüne Welle für sich entdeckt und setzen besonders im Wellnessbereich auf natürliche Pflegemittel.

Hahnenkampf

Böse Zungen behaupten, dass ein Filipino bei einem Hausbrand zunächst seinen Kampfhahn und dann erst Frau und Kinder rettet. Unbestritten ist der in vielen Teilen der Welt geächtete Hahnenkampf auf den Philippinen ungeheuer populär. Die Kampfhähne erhalten spezielles Futter, werden mit Medizin gestärkt und mit besonderem Shampoo gewaschen - nur um sonntags mit einer rasiermesserscharfen Klinge am Fußgelenk auf ihren Gegner losgelassen zu werden. Das blutige Spektakel endet meist nach wenigen Sekunden und teilt die Zuschauer in Gewinner und Verlierer. Beim Hahnenkampf können die Männer unbeobachtet von ihren Frauen der verbreiteten Wettleidenschaft frönen. Während die Pesos ausgetauscht werden, endet der besiegte Hahn im Kochtopf. Dem notdürftig zusammengeflickten Sieger steht dieses Schicksal früher oder später ebenfalls bevor.

Jeepneys

Ihr viel gerühmtes Improvisationstalent stellten die Filipinos einmal mehr mit der Erfindung des Jeepneys unter Beweis. Dieses grellbunt bemalte Vehikel, das mindestens 16 Leuten Platz bietet und überall auf dem Archipel den Transport von Menschen, Tieren und Gütern gewährleistet, ist eine philippinische Version des amerikanischen Militärjeeps. Fahrgestell und Aufbauten der robusten Gefährte, die von US-Truppen nach ihrem Abzug 1946 zurückgelassen wurden, hat man schlicht verlängert. Bis heute hat sich an diesem Design nichts Wesentliches geändert. Jeepneys sind längst zu einem nationalen Symbol geworden.

Naturgewalten

Die Philippinen liegen auf dem Feuergürtel genannten Bereich der Erdkruste. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind typisch für dieses geologisch äußerst instabile Gebiet. Die Inselbewohner fürchten vor allem die 18 noch aktiven Vulkane. Zu Recht, wie der ebenso schöne wie gefährliche Mt. Mayon in Südluzon am 7. Mai 2013 bewies, als bei einer gewaltigen Dampfgasexplosion drei deutsche Bergsteiger und ihr einheimischer Guide durch herabstürzende Gesteinsbrocken getötet wurden.

Auch Erdbeben haben keinen Seltenheitswert. Irgendwo grummelt es immer im Bauch der Philippinen. Meist zwischen Juni und November ziehen zudem alljährlich um die 20 Taifune heran, die mit heftigem Wind und starkem Regen vor allem die Insel Luzon und den Nordosten der Visayas beeinträchtigen können. So verwüstete am 8. November 2013 der Taifun Haiyan, einer der weltweit stärksten Tropenstürme überhaupt, weite Regionen der Inseln Samar und Leyte. Er zerstörte mehr als eine Million Häuser und Hütten, etwa 6000 Menschen kamen ums Leben.

Sextourismus

Prostitution ist auf den Philippinen offiziell verboten. Dennoch gibt es ganze Städte, in denen sich Stripbars und Puffs aneinanderreihen. Sie sind ein Erbe der US-Besatzungszeit, als sich GIs in Girly-Städten rund um die Militärbasen vergnügten. Heute sind Sextouristen aus Europa, Amerika oder Australien auf der Suche nach billigen Liebesabenteuern. Besonders begehrt sind Minderjährige, laut Unicef-Schätzungen verkaufen zwischen 60000 und 100000 Mädchen und Jungen ihre Körper, um die bittere Armut ihrer Familie zu lindern.

Da viele Freier die Benutzung von Kondomen verweigern, sind ungewollte Schwangerschaften nicht gerade selten. "Hurenkinder" gehören in den Sexhochburgen inzwischen zwar zum Straßenbild, in der philippinischen Gesellschaft sind sie indes geächtet. Ihr westliches Aussehen verrät ihre Abstammung. Vaterlos und verachtet wachsen sie im Schatten einer ausufernden Sexindustrie auf.

SMS

Die Filipinos sind davon überzeugt, Weltmeister im Verschicken von SMS-Nachrichten zu sein: Mehr als 200 Mio. elektronische Kurznachrichten zirkulieren pro Tag quer durchs Land. Ob im Sitzen, Stehen oder Laufen, im Restaurant, Sportstudio oder Kino - die Insulaner schicken von überall Freunden und Verwandten kurze Nachrichten aufs Handy. Oder zetteln damit gar eine Revolution an: Zehntausendfach wurden im Januar 2001 SMS verschickt, die erfolgreich zum Widerstand gegen den damaligen Präsidenten Joseph Estrada aufforderten. Heute können sich die Philippinen rühmen, das einzige Land zu sein, das sein Staatsoberhaupt mithilfe von Mobiltelefonen abgesetzt hat.

Sprachen

Für Linguisten und andere Sprachliebhaber sind die Philippinen mit ihren mehr als 70 Dialekten ein unerschöpfliches Betätigungsfeld. Offiziell anerkannt sind aber nur zwei Sprachen: das auf Tagalog (der Muttersprache der Tagalen auf Luzon) basierende Filipino und das amerikanische Englisch. Etwa 75 Prozent der Bevölkerung beherrschen die englische Sprache. Verbreitet ist außerdem Taglish oder Engalog, ein Gemisch aus Tagalog und Englisch. Mitglieder der philippinischen Oberschicht sprechen zudem vereinzelt Spanisch oder Chinesisch.

Bloss nicht!

Ungeduldig sein

Wer auf die Philippinen reist, sollte seine innere Uhr auf das landeseinheitliche Zeitmaß justieren: Eile ist ein Fremdwort. Filipinos gehen langsam, nehmen sich Zeit zum Essen und lassen sich von nichts aus der Ruhe bringen. So wird eine Kassiererin niemals schneller Preise eintippen, nur weil ein genervter Tourist mit den Zähnen knirscht. Ungeduldiges Auftreten verunsichert Filipinos und hat zur Folge, dass alles noch länger dauert.

Arrogant sein

Einem armen Filipino kann man nichts mehr nehmen - außer seiner Würde. Halten Sie sich im Zaum, wenn Sie sich überlegen fühlen. Gefühlsausbrüche wie Anschreien schaden Ihnen selbst. In den Augen der Filipinos verlieren Sie so Ihr Gesicht. Schlimmer ist es, wenn Sie durch Arroganz oder ungerechtfertigte Kritik einen Einheimischen in seiner Würde verletzen. Ein Filipino, der sein Gesicht verloren hat, denkt schnell an Rache.

Das Klima unterschätzen

Das tropische Klima ist für die meisten Europäer schwer zu verkraften. Ein unbedachtes Sonnenbad beschert statt Urlaubsbräune Sonnenbrand oder im schlimmsten Fall einen Hitzschlag. Ein guter Sonnenschutz ist deshalb ebenso wichtig wie ausreichendes Trinken (2 bis 3 Liter am Tag). Wenn Sie sich zusätzlich noch körperlich anstrengen, fließt der Schweiß in Strömen. Ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr dehydriert der Körper schnell. Denken Sie auch daran, dass noch im Dezember oder bereits im April Taifune übers Land fegen können. Informieren Sie sich in diesen Randjahreszeiten besonders über die Wetterlage.

Leichtgläubig sein

Unbestritten sind Fremde auf den Philippinen herzlich willkommen. Doch die Kriminalitätsrate ist hoch, und Touristen sind leichte Opfer. Vor allem in den Städten lauern Gefahren, von denen Taschendiebstahl noch die geringste ist. In Bars sollten Sie sich nicht von Unbekannten zu einem Drink einladen lassen - K.o.-Tropfen sind ein gern benutztes Mittel, um Ausländer auszurauben. Lassen Sie sich nicht von der Armut im Land dazu verleiten, auf jammervolle Geschichten hereinzufallen und Geld zu geben. Leider passiert es immer wieder, dass Ausländer nach einer ersten Hilfsaktion mit immer neuen, hartnäckigen Anfragen belästigt werden. Ehrliche Filipinos würden Fremde nie um finanzielle Hilfe bitten, das verbietet ihnen die Ehre.

Leichtfertig mit SMS sein

Weil das Verschicken von SMS so billig ist, hat sich landesweit etabliert, alles vom Putschaufruf über Kreditvermittlung bis zu Sexangeboten an wildfremde Handys zu schicken. Reagieren Sie nie, wenn Sie eine SMS von einem Unbekannten bekommen! Aus dem Fremden kann ein SMS-Stalker werden, der Sie nicht mehr loslässt.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Tourismus

Die Philippinen sind unverändert ein beliebtes Reiseziel in Südostasien, das überwiegend von asiatischen und amerikanischen, aber auch von europäischen Touristen besucht wird. Reiseziele mit ausgebauter touristischer Infrastruktur finden sich insbesondere auf einzelnen Inseln der Inselgruppe der Visayas (z. B. Cebu, Boracay).
Von der Benutzung einfacher öffentlicher Transportmittel ist aufgrund des technischen Zustands der Fahrzeuge abzuraten. Auch Nachtfahrten sollten aus Sicherheitsgründen unterlassen werden.

Geld, Kreditkarten, Schecks

Reiseschecks (Traveller Cheques) sind nur mit Schwierigkeiten einzulösen. Es muss auf jeden Fall die Kaufquittung vorgelegt werden. Geldautomaten stehen nicht überall zur Verfügung.
Nutzen Sie Ihre Kreditkarte nur in renommierten Geschäften und Hotels.

Mobiltelefone

Der Empfang für Handys ist insbesondere auf einigen Inseln teilweise eingeschränkt oder nicht verfügbar.

Flughafengebühr

An den internationalen Flughäfen (mit Ausnahme vom Flughafen Manila) wird bei der Ausreise eine Flughafengebühr in Höhe von bis zu 750,- PHP erhoben. Die Flughafengebühr muss bar in PHP oder US-Dollar bezahlt werden. Auch bei Inlandsflügen sind meist Flughafengebühren (i.d.R. ca. 200,- PHP) zu entrichten.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Impfschutz

Eine gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt, siehe hierzu www.who.int
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich der Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de). Dazu gehören auch für Erwachsene Auffrisch-Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch die Nachholimpfung gegen Polio (Kinderlähmung) und eine fehlende Standardimpfung gegen Mumps, Masern, Röteln (MMR), sowie gegen Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Japanische Enzephalitis empfohlen.

Dengue-Fieber

Dengue-Fieber tritt mit hohen Fallzahlen ganzjährig in Manila und anderen Regionen auf, insbesondere während und kurz nach der Regenzeit von April bis Oktober. Denguefieber wird durch überwiegend tagaktive Stechmücken übertragen. Eine Impfung oder Chemoprophylaxe ist nicht möglich. Konsequente Barrieremaßnahmen (Schutz vor Mückenstichen, s.u.) sind die einzig möglichen Schutzmaßnahmen.

Chikungunya

Chikungunya ist analog zu Dengue eine durch den Stich infizierter Mücken übertragene Viruserkrankung mit Fieber und besonders mit manchmal langanhaltenden Gelenkschmerzen, die auf den Philippinen immer wieder auftreten kann. Auch hier gibt es keine Schutzimpfung, sorgfältiger Mückenschutz ist wichtig.

Zika-Virus-Infektion

Gemäß der Weltgesundheitsorganisation () werden die Philippinen mit einer möglichen Übertragbarkeit von Zika-Viren klassifiziert, d.h. Kategorie 1 bzw. 2 der aktuellen -Einteilung, auch wenn u.U. aktuell keine neuen Erkrankungsfälle dokumentiert werden.
Das Übertragungsrisiko kann dabei sowohl regional als auch saisonal erheblich variieren.
In Anlehnung an die derzeitigen -Empfehlungen empfiehlt das Auswärtige Amt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, von vermeidbaren Reisen in Regionen der o.g. -Kategorie 1 oder 2 abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (DTG) sowie dem Robert Koch-Institut (RKI) abgestimmten Merkblatt Zika-Virus des Gesundheitsdienstes.

Malaria

Malaria tritt auf den Philippinen regionsabhängig mit einem mittleren bis geringen Risiko auf (v.a. ländliche Gebiete von Palawan, Luzon, Mindoro, Mindanao). Die Übertragung ist ganzjährig möglich, verstärkt aber in den Regenzeiten und vorwiegend Pl. falciparum (Malaria tropica). Manila, die Inseln Bohol, Cebu, Catanduanes und Leyte gelten als malariafrei.
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe (Schutz vor Mückenstichen) evtl. eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) oder eine sog. "Standby - Notfallselbstbehandlung" sinnvoll. Für die Malariaprophylaxe und die Selbstbehandlung sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Mefloquin, Artemether/Lumefantrin, Doxycyclin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl des Medikamentes und dessen persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten entsprechend dem Reiseprofil (Dauer, Ort und Zeit) unbedingt vor Abreise mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
- körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- tagsüber (Dengue) und in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
- ggf. unter einem imprägmierten Moskitonetz zu schlafen.
Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe.

Durchfallerkrankungen

Durchfallerkrankungen treten auf den Philippinen sehr häufig auf. Durch Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Vereinzelte Cholerafälle treten vor allem in der Regenzeit auf und sind durch entsprechende Hygiene ebenfalls vermeidbar.
Einige Grundregeln:
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Japanische Enzephalitis

Aus dem Norden von Luzon wird seit Mitte 2017 über einen Ausbruch von Infektionen an Japanischer Enzephalitis berichtet. Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechmücken übertragen. Vor allem Schweine und Wasservögel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selber zu erkranken. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber häufig schwer und hinterlassen oft bleibende Schäden oder enden tödlich. Es gibt keine Medikamente. Deshalb ist ein sorgfältiger Mückenschutz und ggf. eine vorbeugende Schutzimpfung wichtig.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelmäßig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde und damit Übertragung einer Tollwut. Die notwendigen medizinischen Maßnahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften sind auf den Philippinen nicht immer möglich. Einen zuverlässigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung. Deshalb kommt einer vorbeugenden Tollwutimpfung für Reisen auf die Philippinen eine besondere Bedeutung zu.

Tuberkulose

Tuberkulose kommt landesweit wesentlich häufiger als in Mitteleuropa vor. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgemäße oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente Tuberkuloseerreger.

HIV/AIDS

Die HIV-Infektionsrate zeigt eine deutlich ansteigende Tendenz. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen), Tätowierungen und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird bei sexuellen Kontakten immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Leptospirose-Infektionen

Nach Überschwemmungen wie z.B. nach Taifunen kommt es regelmäßig unter der betroffenen Bevölkerung zu Leptospiroseinfektionen. Hautkontakt mit Überschwemmungswasser sollte unbedingt vermieden werden.

Medizinische Versorgung

In Manila wie in den anderen größeren Metropolen des Landes ist die ambulante und stationäre ärztliche Versorgung durch private Krankenhäuser gut geregelt. In ländlichen Gebieten ist dies - inklusive Rettungswesen - in der Regel nicht der Fall. Die meisten Ärzte können sich auf Englisch verständigen, Medikamente sind in breiter Auswahl in den Apotheken erhältlich. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden trotzdem dringend empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs vor hohen Temperaturen geschützt werden.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (siehe z.B. http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de/).

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Es gibt ca. 1600 Krankenhäuser, etwa 75% davon sind Privatkliniken, die einen besseren Ruf genießen. Auf dem Land ist es schwer, Ärzte zu finden, dort sind auch die Krankenhäuser oft mangelhaft ausgestattet.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird unbedingt empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Gelbfieber 1 -
Essen & Trinken 4 -
Typhus & Polio Ja -
Malaria 3 -
Cholera 2 -

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird bei der Einreise von allen Besuchern verlangt, die über ein Jahr alt sind und sich innerhalb der vorangegangenen sechs Tage in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete aufgehalten haben. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende auf den Philippinen. Kinder unter einem Jahr können bei Verdacht unter Beobachtung gestellt werden.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Cholera kommt in der National Capital Region, Iloilo, Kalookan, Malabon, Manila, Muntinlupa und Paranaque vor. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.

[3] Malaria kommt ganzjährig und landesweit in Gebieten unter 600 m Höhe vor, einschließlich der Region um Manila. Ein erhöhtes Malariarisiko besteht dabei in den Regionen Ost-Mindanao, Sulu Archipel, Palawan, Mindoro sowie in Nord- und Ost-Luzon. Die vorherrschende gefährlichere Malariaart Plasmodium falciparum (75 %) soll hochgradig chloroquin- und sulfadoxin-pyrimethaminresistent sein. Die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax (25 %) tritt seltener auf. Ausreichenden Malariaschutz bietet langärmelige Kleidung und Mückenschutzmittel. In Gebieten mit erhöhtem Risiko bieten sich zusätzlich Notfallmedikationen an.

[4]
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten (z.B. Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen), die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden. Daher ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Einheimische Milchprodukte außerhalb der Städte vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr von Riff-Fischen und Meeresfrüchten, die als Delikatessen in Speiserestaurants angeboten werden, ist wegen möglicher Algenvergiftung Vorsicht geboten.

Gesundheitszeugnis

Ausländer, die eine Arbeits- oder Aufenthaltserlaubnis beantragen, müssen sich im Land einem HIV-Test unterziehen. Mitgebrachte Zeugnisse werden nicht anerkannt.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen v.a. in Luzon, Mindoro, Mindanao, Samar, Bohol und Leyte vor. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Chikungunya-Fieber kommt in einigen Regionen vor. Chikungunya-Fieber ist wie Dengue eine durch den Stich infizierter Mücken übertragene Viruserkrankung mit Fieber und vorrangig z.T. langanhaltenden Gelenkschmerzen. Impfschutz gibt es nicht. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen. 

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Während der Regenzeit (Juni-Oktober) und in Cotabato und Koronadal auf Mindanao ist mit einem erhöhten Risiko zu rechnen. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

V.a. in den ländlichen Gebieten in Minadanao, Palawan, Sorsogon und Samar tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Ein wirksamer Insektenschutz reduziert die Übertragungsgefahr.

Fleckfieber tritt v.a. auf den nördlichen Inseln auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

Hepatitis A und E sowie Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht ganzjährig vor allem in ländlichen Gebieten. Eine Impfung und Mückenschutz reduzieren das Ansteckungsrisiko.

Masern kommen vor. Reisende sollten ihren Impfschutz vor einer Reise auf die Philippinen unbedingt überprüfen und ggf. auffrischen.

Tollwut kommt vor (lt. Schätzungen sind 300-600 Personen jährlich betroffen). Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Tue, 14 Aug 2018 13:08:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Tue, 14 Aug 2018 13:12:49 +0200)

Letzte Änderungen:
Landesspezifische Sicherheitshinweise – Teilreisewarnung (Terrorismus und Entführungskriminalität)

Aktuelle Hinweise

Die Insel Boracay ist seit dem 26. April 2018 für Touristen für einen Zeitraum von sechs Monaten geschlossen. Die Maßnahme wird mit Abwasserproblemen und umfassenden Bauarbeiten an Straßen und Kanalisation begründet.
Reisende werden gebeten, den Anweisungen lokaler Behörden Folge zu leisten und sich bei ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluglinie nach aktuellen Informationen erkundigen.

Nach schweren Kämpfen der philippinischen Sicherheitskräfte mit terroristischen Gruppen in Marawi gilt in ganz Mindanao bis mindestens bis Ende 2018 Kriegsrecht. Diese Maßnahme beinhaltet u.a. die Einführung von Ausgangsperren, die Einrichtung von Militärposten sowie die Aussetzung der Habeas-Corpus-Rechte, d.h. dem Grundsatz der unverzüglichen Haftprüfung vor Gericht.

In mehreren Regionen des Landes besteht die Gefahr terroristischer Anschläge und von Entführungen, sowohl zu Land als auch zur See. Am 31. Juli 2018 sind nach Angaben der Behörden bei einer Bombenexplosion in Lamitan City auf der Insel Basilan 11 Menschen getötet und 8 verletzt worden. Ein terroristischer Hintergrund wird vermutet.
Reisenden wird geraten, besonders vorsichtig zu sein, Reise- und Ausflugspläne ggf. nochmals zu überdenken und den Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge zu leisten.

Drogenbesitz und Drogenhandel werden von den philippinischen Behörden unnachgiebig bekämpft. Der Besitz oder Konsum auch geringer Mengen von Drogen wird strikt geahndet.

Landesspezifische Sicherheitshinweise - Teilreisewarnung

Terrorismus und Entführungskriminalität
Angesichts der Sicherheitslage und akuter Entführungsgefahr wird vor Reisen in folgende Regionen oder Gebiete gewarnt:

  • Zamboanga Peninsula (Region IX)
  • Northern Mindanao (Region X)
  • Davao-Region (Region XI), einschließlich der Insel Samal, aber mit Ausnahme von Davao City
  • Soccsksargen (Region XII)
  • Autonomous Region of Muslim Mindanao (ARMM) mit dem Sulu-Archipel, also den Inseln zwischen Mindanao und Ost-Malaysien (wie Tawi-Tawi, Sulu, Basilan)
  • Sulu-See
  • Süd-Palawan (südlich von Puerto Princesa)

Von nicht erforderlichen Reisen in andere Regionen von Mindanao und in der Mindanao-See wird abgeraten.

In diesen Gebieten sind unterschiedliche Gruppen von islamistischen Terroristen und Rebellen aktiv, es kommt immer wieder zu Anschlägen sowie Kampfhandlungen mit der philippinischen Armee und Sicherheitskräften. So gab es bis Oktober 2017 massive Gefechte mit zahlreichen Todesopfern in und um Marawi.

Die in der Region operierende islamistische Terrorgruppe Abu Sayyaf ist für Entführungen und Ermordungen vor allem auf Mindanao und in der Sulu-See verantwortlich und zielt vermehrt auf ausländische Entführungsopfer. Die Behörden der Insel Palawan riefen im August 2018 wegen einer gestiegenen Gefahr von Entführungsversuchen durch Abu Sayyaf-Kämpfer zu erhöhter Wachsamkeit auf. Am 26. Februar 2017 wurde von ihr eine deutsche Geisel ermordet, nachdem sie bereits im November 2016 in der Sulu-See verschleppt und die Reisegefährtin getötet worden war. Auch ortskundige Ausländer sind dort derzeit besonders gefährdet.

Terroristische Anschläge und Entführungen können im gesamten Gebiet der Philippinen nicht ausgeschlossen werden.

Im April 2017 ist es in Bohol und Umgebung und in Davao zu Gefechten zwischen schwerbewaffneten Gruppen und philippinischen Sicherheitskräften gekommen. In Manila im Stadtteil Quiapo kam es im selben Zeitraum wiederholt zu Bombenanschlägen. Veranstaltungen und Orte großer Menschenansammlungen sind besonders gefährdet.

Die philippinische Polizei wurde landesweit bis auf weiteres in eine erhöhte Alarmbereitschaft versetzt und seit Anfang September 2016 besteht landesweit ein „State of Lawlessness", der die philippinische Armee mit dem Recht zur Ausübung polizeilicher Aufgaben ausstattet.

Reisende sollten sich stets über die Sicherheitslage vor Ort informieren und Warnmeldungen der Behörden bzw. aus den örtlichen Medien ernst nehmen.

Naturkatastrophen
Die Philippinen liegen in einer seismisch aktiven Zone, so dass es zu vulkanischen Aktivitäten, Erd- und Seebeben sowie Tsunamis kommen kann. Erhöhte Aktivitäten zeigte zuletzt der etwa 10 km nordwestlich der Stadt Legazpi gelegene Vulkan Mount Mayon, für den weiterhin eine Sperrzone von 6 bzw. 7 km gilt. Eine Eruption und Ascheregen sind weiterhin jederzeit möglich, so dass es auch im Flugverkehr zu Ausfällen und Sperrungen kommen kann.
Eine Übersicht über aktuelle vulkanische Aktivitäten und Warnstufen bietet die philippinische Vulkan- und Erdbebenwarte (PHILVOLCS). Reisende werden gebeten, Hinweise lokaler Behörden und insbesondere Sperrzonen zu beachten und zu respektieren.
Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Deutschen Geoforschungszentrums Potsdam.

Die Philippinen werden zudem jährlich von etwa 20 Taifunen getroffen. Vor allem in der Regenzeit, die normalerweise von Juni bis November andauert, kommt es immer wieder zu örtlich heftigen Regenfällen, die mit Überschwemmungen und Erdrutschen einhergehen können. Dabei kann es zu Unterbrechungen in der öffentlichen Versorgung und zu Flugausfällen kommen. Da sich die Wetterlage in den Philippinen mitunter ohne Vorwarnung ändert, sollten sich Reisende regelmäßig in den Medien informieren und die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland beachten. Wetternachrichten, insbesondere Taifunwarnungen, können auf der Website des philippinischen Wetterdienstes „Pagasa" abgerufen werden.

Kriminalität
Auf den Philippinen wird ein harter „Krieg gegen Drogen" geführt, dem seit Juli 2016 bereits über 7.000 Menschen zum Opfer gefallen sind. Die eindringlichen Warnungen der Behörden vor illegalem Drogenbesitz, der in den Philippinen mit harten Gefängnisstrafen geahndet wird (ab 5 g lebenslange Freiheitsstrafe möglich, bei Festnahme in einem Flug- oder Fährhafen wird strafverschärfend Handel unterstellt) sollten unbedingt befolgt werden.

Die allgemeine Kriminalitätsrate, einschließlich schwerer Gewaltverbrechen, ist hoch.

Reisende sollten es vermeiden, die Aufmerksamkeit durch öffentlich sichtbar getragene Wertgegenstände auf sich zu lenken oder größere Bargeldbeträge bei sich zu tragen.
Es wird empfohlen, bei Fahrten mit Privat-Pkw oder Taxi in der Stadt die Türen und die Fenster zu schließen. Ebenso wird geraten, keine Nahrung und Getränke von Fremden anzunehmen (Gefahr von K.O.-Tropfen) und in Gesellschaft bei Alkoholkonsum (Strandpartys) vorsichtig zu sein, da unvermittelt Gewalttätigkeit ausbrechen und es dabei auch zu Todesfällen kommen kann. Angebote von Fremden zu Touristenführungen, wie auch die Mitnahme von Gepäckstücken (insbesondere bei inländischen und internationalen Flügen), sollten abgelehnt werden. Es sind auch Fälle bekannt geworden, bei denen Polizisten, aufgrund angeblicher Ordnungswidrigkeiten, erpresserischen Druck auf Ausländer ausgeübt haben.

Seereisen
Fahrten mit Fähren sollten vermieden werden, wenn andere Reisemöglichkeiten bestehen. Fähren sind häufig überladen, nicht immer mit ausreichend Rettungsbooten ausgestattet, oft unzureichend gewartet und relativ gering gesichert.
Auf die Reisewarnung für die Sulu-See und Mindanao-See wird nochmals hingewiesen.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall unverzüglich Kontakt aufnehmen zu können.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Versorgung im Notfall
Reisende auf die Philippinen sollten unbedingt auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Tourismus
Die Philippinen sind unverändert ein beliebtes Reiseziel in Südostasien, das überwiegend von asiatischen und amerikanischen, aber auch von europäischen Touristen besucht wird. Reiseziele mit ausgebauter touristischer Infrastruktur finden sich insbesondere auf einzelnen Inseln der Inselgruppe der Visayas (z. B. Cebu, Boracay).
Von der Benutzung einfacher öffentlicher Transportmittel ist aufgrund des technischen Zustands der Fahrzeuge abzuraten. Auch Nachtfahrten sollten aus Sicherheitsgründen unterlassen werden.

Führerschein
Der deutsche Führerschein ist für touristische Aufenthalte von bis zu drei Monaten ausreichend.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der philippinische Peso (PHP). Geldautomaten stehen nicht überall zur Verfügung, so dass sich die Mitnahme von Bargeld in US-Dollar oder Euro empfiehlt. Kreditkarten werden nur in renommierten Geschäften und Hotels als Zahlungsmittel akzeptiert.

Mobiltelefone
Der Empfang für Handys ist insbesondere auf einigen Inseln teilweise eingeschränkt oder nicht verfügbar.

Flughafengebühr
An den internationalen Flughäfen (mit Ausnahme vom Flughafen Manila) wird bei der Ausreise eine Flughafengebühr in Höhe von bis zu 750,- PHP erhoben. Die Flughafengebühr muss bar in PHP oder US-Dollar bezahlt werden. Auch bei Inlandsflügen sind meist Flughafengebühren (i.d.R. ca. 200,- PHP) zu entrichten.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Es wird empfohlen darauf zu achten, dass Reisedokumente noch 6 Monate über die vorgesehene Aufenthaltsdauer hinaus gültig sind.

Visum
Für deutsche Touristen, die Inhaber eines Reisepasses sind, wird bei der Einreise ein gebührenfreies Visum (Visa on Arrival) für 30 Tage erteilt. Bei Einreise ist ein gültiges Rück- bzw. Weiterflugticket vorzulegen.
Eine Verlängerung des Visums auf maximal 59 Tage ist beim Bureau of Immigration, Intramuros, Manila oder in einem der Regionalbüros (u.a. in Cagayan de Oro, Cebu City, Davao City, Iloilo, Pampanga, San Fernando, Tacloban) möglich.
Die Gebühr für diese Verlängerung beträgt insgesamt ca. 3.050,- PHP. Bei weiteren Verlängerungen, die im Ermessen des Bureau of Immigration liegen, ist mit zusätzlichen Kosten zu rechnen (z. B. für die Ausstellung einer sogenannten ACR I-Card). Die philippinische Immigrationsbehörde achtet bei der Ausreise von Ausländern darauf, dass die Gültigkeitsdauer des Visums nicht überschritten wurde; bei Verstößen wird die Ausreise erst nach Bezahlung hoher Strafgebühren und ggf. Haft gestattet. Wenn Sie nicht in der Lage sind, die Kosten für die Strafe zu zahlen, setzen Sie sich bitte vor Ihrer Ausreise mit der Botschaft in Verbindung. Es kann dann eine Stundung erwirkt werden, wenn Sie im Besitz eines Flugscheins sind.

Für eine Arbeitsaufnahme o. ä. oder längerfristigen Aufenthalt ist vorab bei der zuständigen philippinischen Auslandsvertretung ein Visum einzuholen.

Hinweise für die Einreise von Minderjährigen
Alleinreisende oder in Begleitung sonstiger Personen reisende Kinder unter 15 Jahren benötigen ein Travel Permit, ausgestellt von der Philippinischen Botschaft in Berlin, in dem die Eltern bestätigen, dass sie mit der Reise einverstanden sind. In jüngster Zeit wird diese Regelung verschärft durchgesetzt. Es ist dabei rechtlich vorgesehen, dass bei Einreise eine Gebühr von 3120 PHP erhoben werden kann und der Pass der betroffenen Person bis zur Ausreise am Flughafen einbehalten wird. Nähere Informationen sind beim Bureau of Immigration and Deportation erhältlich.

Sonstige Hinweise
Am Flughafen wird ein nach hiesigem soziokulturellem Verständnis grob unhöfliches Benehmen mit Verweigerung der Einreise, Geldstrafe oder Haft geahndet.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Ohne Deklaration ist die Ein- und Ausfuhr von 10.000 PHP und 10.000 US-$ gestattet. Die Einhaltung wird mit speziell ausgebildeten Hunden kontrolliert.

Achtung: Schon der Besitz geringer Drogenmengen ist strafbar und kann zu hohen Freiheitsstrafen führen.

Weitere Importverbote bestehen insbesondere für:

  • Nachtsichtgeräte
  • Waffen, Waffenteile und Munition, auch wenn sie nur dekorativen Charakter haben (z.B. Amulette in Waffenform, die überall angeboten werden)
  • Subversive, obszöne oder pornographische Materialien
  • Medikamente oder medizinische Geräte zur Durchführung einer Abtreibung

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Die Todesstrafe ist im Juni 2006 gesetzlich abgeschafft worden. Sehr hohe Freiheitsstrafen werden verhängt bei Drogenstraftaten, Sexualdelikten und insbesondere bei Kindesmissbrauch und Menschenhandel. Prostitution ist in den Philippinen verboten.

Vor illegalem Drogenbesitz wird ausdrücklich gewarnt. Schon der Besitz von 5g kann nach philippinischen Gesetzen zu einer lebenslangen Haftstrafe führen. Bei Festnahme in einem Flug-oder Fährhafen wird strafverschärfend Handel unterstellt.

Die philippinische Regierung verbietet Alkoholkonsum auf der Straße und das Rauchen außerhalb ausgewiesener Raucherzonen; bei Zuwiderhandlungen drohen Geldbuße oder auch Arrest. Die Ahndung von Verstößen ist uneinheitlich, teilweise werden gerade Ausländer gezielt für Übertretungen zur Rechenschaft gezogen.

Medizinische Hinweise

Impfschutz
Eine gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt, siehe hierzu www.who.int
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich der Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de). Dazu gehören auch für Erwachsene Auffrisch-Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch die Nachholimpfung gegen Polio (Kinderlähmung) und eine fehlende Standardimpfung gegen Mumps, Masern, Röteln (MMR), sowie gegen  Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Japanische Enzephalitis empfohlen.

Dengue-Fieber
Dengue-Fieber tritt mit hohen Fallzahlen ganzjährig in Manila und anderen Regionen auf, insbesondere während und kurz nach der Regenzeit von April bis Oktober. Denguefieber wird durch überwiegend tagaktive Stechmücken übertragen. Eine Impfung oder Chemoprophylaxe ist nicht möglich. Konsequente Barrieremaßnahmen (Schutz vor Mückenstichen, s.u.) sind die einzig möglichen Schutzmaßnahmen.

Chikungunya
Chikungunya ist analog zu Dengue eine durch den Stich infizierter Mücken übertragene Viruserkrankung mit Fieber und besonders mit manchmal langanhaltenden Gelenkschmerzen, die auf den Philippinen immer wieder auftreten kann. Auch hier gibt es keine Schutzimpfung, sorgfältiger Mückenschutz ist wichtig.

Zika-Virus-Infektion
Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden die Philippinen mit einer möglichen Übertragbarkeit von Zika-Viren klassifiziert, d.h. Kategorie 1 bzw. 2 der aktuellen WHO-Einteilung, auch wenn u.U. aktuell keine neuen Erkrankungsfälle dokumentiert werden.
Das Übertragungsrisiko kann dabei sowohl regional als auch saisonal erheblich variieren.
In Anlehnung an die derzeitigen WHO-Empfehlungen empfiehlt das Auswärtige Amt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, von vermeidbaren Reisen in Regionen der o.g. WHO-Kategorie 1 oder 2 abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (DTG) sowie dem Robert Koch-Institut (RKI) abgestimmten Merkblatt Zika-Virus des Gesundheitsdienstes.

Malaria
Malaria tritt auf den Philippinen regionsabhängig mit einem mittleren bis geringen Risiko auf (v.a. ländliche Gebiete von Palawan, Luzon, Mindoro, Mindanao). Die Übertragung ist ganzjährig möglich, verstärkt aber in den Regenzeiten und vorwiegend Pl. falciparum (Malaria tropica). Manila, die Inseln Bohol, Cebu, Catanduanes und Leyte gelten als malariafrei.
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe (Schutz vor Mückenstichen) evtl. eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) oder eine sog. „Standby - Notfallselbstbehandlung" sinnvoll. Für die Malariaprophylaxe und die Selbstbehandlung sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Mefloquin, Artemether/Lumefantrin, Doxycyclin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl des Medikamentes und dessen persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten entsprechend dem Reiseprofil (Dauer, Ort und Zeit) unbedingt vor Abreise mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
- körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- tagsüber (Dengue) und in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
- ggf. unter einem imprägmierten Moskitonetz zu schlafen.
Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe.

Durchfallerkrankungen
Durchfallerkrankungen treten auf den Philippinen sehr häufig auf. Durch Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Vereinzelte Cholerafälle treten vor allem in der Regenzeit auf und sind durch entsprechende Hygiene ebenfalls vermeidbar.
Einige Grundregeln:
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Japanische Enzephalitis
Aus dem Norden von Luzon wird seit Mitte 2017 über einen Ausbruch von Infektionen an Japanischer Enzephalitis berichtet. Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechmücken übertragen. Vor allem Schweine und Wasservögel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selber zu erkranken. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber häufig schwer und hinterlassen oft bleibende Schäden oder enden tödlich. Es gibt keine Medikamente. Deshalb ist ein sorgfältiger Mückenschutz und ggf. eine vorbeugende Schutzimpfung wichtig.

Tollwut
Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelmäßig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde und damit Übertragung einer Tollwut. Die notwendigen medizinischen Maßnahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften sind auf den Philippinen nicht immer möglich. Einen zuverlässigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung. Deshalb kommt einer vorbeugenden Tollwutimpfung für Reisen auf die Philippinen eine besondere Bedeutung zu.

Tuberkulose
Tuberkulose kommt landesweit wesentlich häufiger als in Mitteleuropa vor. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgemäße oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente Tuberkuloseerreger.

HIV/AIDS
Die HIV-Infektionsrate zeigt eine deutlich ansteigende Tendenz. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen), Tätowierungen und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird bei sexuellen Kontakten immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Leptospirose-Infektionen
Nach Überschwemmungen wie z.B. nach Taifunen kommt es regelmäßig unter der betroffenen Bevölkerung zu Leptospiroseinfektionen. Hautkontakt mit Überschwemmungswasser sollte unbedingt vermieden werden.

Medizinische Versorgung
In Manila wie in den anderen größeren Metropolen des Landes ist die ambulante und stationäre ärztliche Versorgung durch private Krankenhäuser gut geregelt. In ländlichen Gebieten ist dies - inklusive Rettungswesen – in der Regel nicht der Fall. Die meisten Ärzte können sich auf Englisch verständigen, Medikamente sind in breiter Auswahl in den Apotheken erhältlich. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden trotzdem dringend empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs vor hohen Temperaturen geschützt werden.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben ( siehe z.B. http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de/ ).

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Österreich Ja Nein Ja
Deutschland Ja Nein Ja
Schweiz Ja Nein Ja
Andere EU-Länder Ja Nein Ja
Türkei Ja Nein Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind:

U.a. Touristen aus den folgenden, in der obigen Tabelle genannten Ländern für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen (An- und Abreisetag zählt mit), sofern sie im Besitz eines 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültigen Reisepasses, gültiger und vom Reisebüro bestätigter Rück-/Weiterreisetickets und ausreichender Geldmittel sind:

EU-Länder, Schweiz und Türkei.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Achtung: Alleinreisende Kinder unter 15 Jahren und Minderjährige unter 15 Jahren, die nur von einem Elternteil/Erziehungsberechtigten begleitet werden, benötigen ein "Travel Permit" von der zuständigen philippinischen Botschaft, in dem die nicht-mitreisenden Eltern bestätigen, dass sie mit der Reise einverstanden sind. Da diese Regelung in jüngster Zeit verschärft durchgesetzt wird, ist eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit der philippinischen Botschaft diesbezüglich ratsam. Das philippinische Gesetz sieht vor, für die Einreise dieser Personen eine Gebühr von jeweils 3120 PP (ca. 51 €) zu erheben und deren Pass bis zur Ausreise am Flughafen einzubehalten.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Für alle Haustiere werden ein tierärztliches Gesundheitszeugnis aus dem Herkunftsland und eine Einfuhrgenehmigung vom Bureau of Animal Industry benötigt. Das maximal 30 Tage alte Gesundheitszeugnis muss bestätigen, dass das Tier gesund ist und dass das Tier am Herkunftsort keinen ansteckenden Krankheiten ausgesetzt war. Des Weiteren ist das Formular "Certification of Authenticity" vom zuständigen philippinischen Konsulat erforderlich (Gebühr: ca. 20 US$).

Für Hunde und Katzen wird zusätzlich ein Tollwutimpfzertifikat verlangt.

Die transportierende Fluggesellschaft muss den Quarantäneinspekteur 24 Std. vor der Ankunft von der Einfuhr des Tieres in Kenntnis setzen.

Bearbeitungsdauer

Ca. 5 Werktage. Die Antragsunterlagen sollten 4-5 Wochen vor der geplanten Abreise bei der zuständigen konsularischen Vertretung der Philippinen eingehen.

Antragstellung in Berlin: In sehr dringenden Fällen Bearbeitung in 1 Arbeitstag möglich (Visumgebühr + 10 €).

Gültigkeit

Besuchsvisum: 3 Monate für einen Aufenthalt von bis zu 59 Tagen ab dem Tag der Einreise.
Geschäftsvisum: 6 Monate oder 1 Jahr für einen Aufenthalt von bis zu 59 Tagen ab dem Tag der Einreise.

Aufenthaltsverlängerung

Der Aufenthalt kann bis zu fünf Mal beim Bureau of Immigration, Magallanes Drive, Port Area, Manila, oder in einem der Regionalbüros verlängert werden. Die Gesamtaufenthaltsgrenze von einem Jahr darf nicht überschritten werden. Die Visas sind 6 Monate gültig. Hierfür ist ein gültiges Rückflugticket erforderlich. Die Bearbeitungsgebühren für die Verlängerung betragen zurzeit 3.050 PP.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die innerhalb von 24 Stunden weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über eine Buchungsbestätigung der Sitze im Flugzeug verfügen, benötigen kein Transitvisum. Weitere Auskünfte erteilen die zuständigen diplomatischen Vertretungen.

Visaarten und Kosten

Besuchsvisum (einmalige Einreise) und Geschäftsvisum (mehrmalige Einreise).

Kosten

Deutschland und Österreich
Deutsche, österreichische und türkische Staatsangehörige, die in Deutschland oder in Österreich wohnen, erhalten bei der Einreise ein gebührenfreies Visum für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen.

Touristenvisum für EU-Bürger

27 € (einmalige Einreise innerhalb von 3 Monaten, 59 Tage Aufenthalt, drei Monate gültig).
54 € (mehrmalige Einreise, innerhalb von 6 Monaten, 59 Tage Aufenthalt, sechs Monate gültig). 
81 € (mehrmalige Einreise innerhalb eines Jahres, 59 Tage Aufenthalt, ein Jahr gültig).

Wer einen Aufenthalt von mehr als 30 Tagen plant, kann zwecks Aufenthaltsverlängerung Visa erhalten, die 6 Monate gültig sind.
 

Schweiz
Schweizer und türkische Staatsbürger, die in der Schweiz wohnen, erhalten bei der Einreise ein gebührenfreies Visum für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen. 

Touristenvisum für EU-Bürger und Schweizer

30 CHF (einmalige Einreise, 3 Monate gültig).
60 CHF (mehrmalige Einreise, 6 Monate gültig). 
90 CHF (mehrmalige Einreise, 1 Jahr gültig).

Wer einen Aufenthalt von mehr als 30 Tagen plant, kann zwecks Aufenthaltsverlängerung Visa erhalten, die 6 Monate gültig sind.

Antrag erforderlich

(a) 1 Antragsformular (downloadbar auf der Internetseite der Botschaft).
(b) 1 aktuelles Passfoto in Farbe.
(c) Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig ist.
(d) Kopie des Rückflug- oder Weiterreisetickets.
(e) Nachweis ausreichender Geldmittel.
(f) Gebühr (bei Antragstellung in bar (auch postalisch in bar).

Geschäftsreisen zusätzlich:
(g) Entsendungsschreiben der eigenen Firma mit Angaben zum Reiseanlass und Bestätigung der Kostenübernahme.

Bei postalischer Antragstellung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizufügen.

Geld

Geldwechsel

Reiseschecks (mit Kaufquittung) und Fremdwährungen können bei allen Banken einschließlich der Zweigstellen der Zentralbank gewechselt werden wie auch in vielen Hotels und größeren Geschäften. Man sollte in Manila nur die offiziellen Wechselstuben oder Banken in Anspruch nehmen, obwohl die Banken mitunter sehr langsam arbeiten. Außerhalb der Hauptstadt gibt es seltener Gelegenheit zum Geldwechseln, und der Kurs wird schlechter, je weiter man sich von der Hauptstadt entfernt. Alle Tauschbelege sollten aufbewahrt werden.

Währung

1 Philippinischer Peso = 100 Centavos. Währungskürzel: P, PHP (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 1.000, 500, 200, 100, 50 und 20 P, Münzen in den Nennbeträgen 10, 5 und 1 P sowie 25, 10, 5 und 1 Centavo.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist bis 10.000 PP gestattet (höhere Beträge nur mit Genehmigung der philippinischen Zentralbank).
Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbegrenzt, ab dem Gegenwert von 10.000 US$ besteht Deklarationspflicht (Belege gut aufbewahren). Die Ausfuhr von Fremdwährungen ist auf den bei der Einreise deklarierten Betrag, abzüglich der Umtauschbeträge, begrenzt.

Kreditkarten

Mastercard, Visa, American Express und Diners Club werden vielerorts akzeptiert, sollten aber nur in renommierten Hotels und Geschäften eingesetzt werden. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
 

Reiseschecks

S. Geldwechsel. Reiseschecks sollten in US-Dollar ausgestellt sein, werden aber nur mit Schwierigkeiten angenommen.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei in die Philippinen eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

2 Stangen Zigaretten (ca. 400 Zigaretten) und 2 Dosen Tabak (ca. 250 g Tabak);
2 Flaschen alkoholische Getränke (davon keine über 1 l).

Einen Gebrauchsgegenstand einer Art im Gegenwert von bis zu 200 US$.

Gegenstände des persönlichen Bedarfs bis zu einem maximalen Gegenwert von 1000 US$ von Personen ab 18 Jahren (bis zu 250 US$ von Personen unter 18 Jahren). 

Verbotene Importe

Waffen, Waffenteile und Munition (auch unecht), Sprengstoffe, Nachtsichtgeräte, Drogen, Spielautomaten und Glücksspielartikel, Produkte, die aus Wertmetallen gefertigt sind und keinen Hinweis auf den Reinheitsgehalt haben, pornographisches Material, Betäubungsmittel und Mittel, mit denen ein Schwangerschaftsabbruch herbeigeführt werden kann.

Quellenangaben
  • Marco Polo - Philippinen, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2015-08, 2009-06
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Philippinen - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 13.03.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 13.03.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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Copyright und Haftungsausschluss

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