Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Französisch-Polynesien

Steckbrief

Französisch-Polynesien - Fakten

Fläche 4.167 km2
Hauptstadt Papeete
Bevölkerung 275.918
Sprache Französisch, Tahitianisch
Staats-/Regierungsform Überseegebiet
Regierungschef Édouard Fritch
Währung Comptoirs Français du Pacifique Franc (CFP-Franc)
Zeitzone UTC-10
ISO-3166 PF, PYF
Internet-TLD .pf
Landesvorwahl +689
Website http://www.polynesie-francaise.pref.gouv.fr/

Geographie

Die fünf Inselgruppen Französisch-Polynesiens – die Gesellschaftsinseln, dasTuamotu-Archipel, die Marquesasinseln, die Austral-Inseln sowie die Gambierinseln – befinden sich im südlichen Pazifik. Tahiti, die bekannteste und bevölkerungsreichste Insel, gehört zu den Gesellschaftsinseln. Die Inseln nehmen eine Wasserfläche von etwa 4 Mio. km² ein.

Politik und Bevölkerung

Seit Mitte 2000 genießen die Inseln, die bis dahin als französisches Übersee-Territorium galten, ein relativ hohes Maß an Autonomie. Obwohl Französisch-Polynesien kein Mitglied in der EU ist, sind die Einwohner französische Staatsbürger und somit auch Unionsbürger, folglich für das Europäische Parlament wahlberechtigt. Die Bevölkerung setzt sich aus Polynesiern und unterschiedlichen Minderheiten wie Chinesen und Franzosen zusammen. Offizielle Sprache ist Französisch.

Geschichte

Da das Land aus zahlreichen einzelnen Archipelen besteht, ist seine Geschichte sehr komplex. Vor etwa 3.000 bis 4.000 Jahren kam es im Zuge einer Völkerwanderung von Süd-Ost-Asien aus zur Besiedelung Französisch-Polynesiens durch die Polynesier. Die einzelnen Inseln des Landes wurden später auf unterschiedliche Weise entdeckt und besiedelt: Spanier, Engländer und Franzosen nahmen die Inseln in Besitz und unterwarfen die ursprüngliche Bevölkerung, bis schließlich 1946 alle Polynesier die französische Staatsbürgerschaft erhielten. 1966 fand auf dem Atoll Mururoa der erste Atomversuch statt, dem weitere folgten. Aufgrund wachsender internationaler Proteste wurden die Versuche 1996 eingestellt.

Südsee - Geschichte

ca. 3500 v. Chr. Die ersten Polynesier erreichen den Westteil des Pazifiks; sie entstammen vermutlich der Lapitakultur
1300-80 v. Chr. Siedler lassen sich auf Fidschi nieder, dann auf Tonga und schließlich auf Samoa. 80 v. Chr. ist die Erstbesiedlung der Südseeinseln weitgehend abgeschlossen
1642/43 Der holländische Seefahrer Abel Janszoon Tasman entdeckt Tonga, einen Teil Fidschis und Neuseeland
1767 Der Brite Samuel Wallis entdeckt einige Tuamotu-Atolls und Tahiti; Philip Carteret findet die Pitcairn-Insel
1769-78 James Cook erforscht den Pazifik und entdeckt Neuseeland, viele Cook- und Gesellschafts-Inseln, Niue und Neukaledonien
1919/20 Nach dem Ersten Weltkrieg verliert Deutschland die Kolonie West-Samoa, das nun von Neuseeland verwaltet wird
1958 Die französischen Territorien sprechen sich dafür aus, weiterhin unter dem Schutz Frankreichs zu stehen
1962 West-Samoa wird unabhängig
1965 Unter dem Schutz Neuseelands werden die Cook-Inseln souverän
1970 Fidschi wird unabhängig, und Tonga, zuvor britisches Protektorat, erhält die völlige Unabhängigkeit
1997 Die westlichen Großmächte erklären die Südsee zur nuklearwaffenfreien Zone
2000-08 Vereinzelte politische Unruhen in Fidschi, Tonga sowie auf den Salomon-Inseln beschädigen auch die touristische Entwicklung der Länder.
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Embassy of the Federal Republic of Germany

Wellington | Neuseeland | 90-92 Hobson Street | Tel. 0064/4/4736063 | Fax 4736069 | www.wellington.diplo.de; zuständig auch für Tokelau, Cook Islands, Fiji, Niue, Samoa, Amerikan. Samoa, Tonga, Tuvalu und Pitcairn.

Canberra | Australien | 119 Empire Circuit | Tel. 0061/262701911 | Fax 62701951 | www.canberra.diplo.de; zuständig für Papua-Neuguinea, Solomon Islands, Vanuatu und Nauru

Für Franz.-Polynesien, Neukaledonien, Wallis und Futuna ist die deutsche Botschaft in Paris zuständig (Tel. 0033/153834500 | www.paris.diplo.de)

Consulate-General of Austria

57 Willis Street | Wellington | Tel. 0064/4/4996393 | Fax 4996302

Embassy of Switzerland

22-24 Panama St. | Wellington | Tel. 0064/4/4721593 | Fax 4996302

Internet

Den besten touristischen Überblick erhält man unter www.south-pacific.travel bzw. www.tourismsouthpacific.com sowie unter www.southpacific.org, der Seite des Südsee-Insiders David Stanley. Einen guten kartografischen Überblick gibt www.mapsouthpacific.com, gute Links und Hintergrundinfos in Deutsch vermittelt www.pacifica.info. Eine große Auswahl von Unterkünften präsentiert www.pacific-resorts.com. Den interessanten Nachrichtendienst der "Pazifik-Informationsstelle" erreicht man unter www.pazifik-infostelle.org (bzw. www.pazifik-netzwerk.org), Stichwort "Pazifik aktuell". Länderinformationen zu den Südsee-Inseln liefert das Auswärtige Amt unter www.auswaertiges-amt.de, und das australische Außenministerium informiert unter www.dfat.gov.au über Reisewarnungen. Neuigkeiten aus der Südsee-Welt erfährt man unter www.pazifik-news.com. Der ausgezeichnete Südsee-Versandhandel der Berlinerin Monika Berg, der auch in diverse deutsche Pazifik-Netzwerke eingebunden ist, hat die Website www.lapirogue.de.

Internetcafés & Wlan

In allen größeren Touristenzentren wie Rarotonga, Suva, Nadi (Fidschi), Apia (Samoa), Nuku'alofa (Tonga) und Papeete (Tahiti) gibt es Internetcafés, frei zugängliche Terminals vor allem auch in den Backpacker-Unterkünften. Einige teurere Resorts und Hotels haben kabelgebundene Internetanschlüsse auf den Zimmern. Seltener sind Wireless Hotspots. Auf den Cook-Inseln kostet eine prepaid Wifi-Card (50 MB) ca. 7 Euro. Hotspots gibt es am Telecom Centre in Avarua und am Airport (Infos: www.telecom.co.ck). In Franz.-Polynesien kann man einige wenige Hotspots unter www.manaspots.pf finden. Unter www.hotspot-locations.de und www.wi-fihotspotsdirectory.com werden neue Stellen weltweit registriert.

Post

Briefe und Postkarten nach Europa sind gut zwei Wochen unterwegs. Wollen Sie sich Briefe aus Europa nachsenden lassen, müssen diese an das General Post Office des jeweiligen Landes geschickt werden und den Vermerk "Poste restante" (postlagernd) tragen.

Telefon & Handy

Vorwahlen von Deutschland/Österreich/Schweiz aus:

Cook-Inseln: 00682

Fidschi: 00679 (Vorwahl ins Ausland: 05-, dann die Länderkennziffer ohne die Nullen)

Franz.-Polynesien: 00689 (Telefonieren ist teuer: ca. 2 Euro/Min., bis zu 8,50 Euro/Min. in Hotels!)

Samoa: 00685

Tonga: 00676 (3-Min.-Gespräch nach Deutschland ca. 6 Euro)

Auch über Mobiltelefon sind Sie in einigen Teilen der Südsee zu erreichen, z.B. auf den Cook-Inseln, Fidschi, Tonga und Samoa (seit 2007), die über ein digitales GSM-Netz verfügen. Roaming mit dem mitgebrachten Handy funktioniert hier also auch. Erkundigen Sie sich vor der Abreise bei Ihrem Provider nach den Gebühren. Viel preiswerter sind in jedem Fall die Phonecards oder Calling Cards, die es überall gibt.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Wenn kein Instrument greifbar ist, wird in die Hände geklatscht, um den Takt für die rhythmischen Tanzbewegungen vorzugeben. Musik und Tanz sind Ausdruck der Freude, und die zeigt man hier gern. Sonntags dagegen herrscht keine ausgelassene Festtagslaune, vielmehr feiern die gläubigen Christen in Ehrfucht den Tag des Herrn, indem sie im Sonntagsstaat zur Kirche gehen.

Feste und Veranstaltungen

Februar

Cook-Inseln: Cultural Festival Week; im Kulturzentrum in Avarua wird Kunsthandwerk ausgestellt, begleitet von Folkloredarbietungen

April

Cook-Inseln: Dancer of the year; die besten Tänzer/innen des Jahres werden innerhalb einer Woche und mittels vieler Wettbewerbe auf Rarotonga ermittelt. Sehenswert!

Juni

Samoa: Independence Celebrations; drei Tage dauern die Feiern zu Unabhängigkeit - das wichtigste Fest Samoas, mit Tanz, Musik und Ruderwettkämpfen

Juni/Juli

Franz.-Polynesien: Heiva I Tahiti; das Volksfest mit Feuertänzen und traditionellen Zeremonien hält Tahitianer und Besucher wochenlang in Atem; die Hotels sind ausgebucht! (ab Ende Juni, ca. 3 Wochen)

Juli

Tonga: Heilala-Fest; der amtierende König wird von seinem Volk eine Woche lang gefeiert. Vor allem in Nuku'alofa wird buchstäblich auf den Tischen getanzt, alle Hotels sind ausgebucht! (Anfang Juli)

Fidschi: Bula-Festival; melanesische Folklore und Paraden in Nadi

August

Fidschi: Hibiscus Festival; in der Hauptstadt Suva tanzt man sich die Seele aus dem Leib, um beim traditionellen Hibiskusball allen anderen die Schau zu stehlen (1. Hälfte August)

September

Franz.-Polynesien: Floralies Day; die größte Blumenshow Französisch-Polynesiens (Ende September)

Oktober

Cook-Inseln: National Gospel Day; in Aitutaki würdigen die Insulaner mit Chorkonzerten die Ankunft der ersten Missionare im Jahr 1823 (26. Oktober)

Oktober/November

Fidschi: Diwali; wenn die indische Bevölkerung ihre Lichterfest feiert, sind viele Häuser mit Öllampen und Kerzen geschmückt (Ende Oktober/Anfang November)

Franz.-Polynesien: Stone Fishing Ceremony; beim traditionellen Fischfang auf Taha'a treiben die Männer in ihren Kanus mit Steinwürfen die Lagunenfische zusammen - unverfälschtes polynesisches Brauchtum! (Ende Oktober/Anfang November)

Samoa: Palolo Day; sieben Tage nach Vollmond kommt es bei der Ortschaft Papa auf Savai'i alljährlich zu einem Naturschauspiel, wenn im Morgengrauen Millionen kleiner Palolowürmer aus dem Riff an die Oberfläche tauchen. Die bis zu 20 cm langen Meerestiere gelten als Delikatesse und werden mit Netzen gefangen

Dezember

Franz.-Polynesien: Tiare Tahiti Day; ein fröhliches Blumenfest, bei dem die Nationalblüte der Inseln, die Tiare, wie die weiß blühende Gardenienart genannt wird, allerorten großzügig verteilt wird (1. Dezember)

Offizielle Feiertage

Gesetzliche Feiertage Diese Feiertage werden auf allen Inseln begangen:
März/April Karfreitag (Good Friday)
März/April Ostermontag
25. Dezember Weihnachten (Christmas Day)
26. Dezember Boxing Day
1. Januar Neujahr
Mobilität vor Ort

Auto

Cook-Inseln

Linksverkehr, Gurtanlegepflicht. Höchstgeschwindigkeit 50 km/h; achten Sie auf Hunde und Schweine auf der Straße.

Fidschi

Linksverkehr, Gurtanlegepflicht. Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen: 80, in Dörfern 50 km/h, z.T. weniger, wenn die Strecke mit road humps verkehrsberuhigt ist.

Französisch-Polynesien

Rechtsverkehr, Gurtanlegepflicht. Höchstgeschwindigkeit 40 km/h in Dörfern, 80 km/h auf Landstraßen.

Samoa

2009 wurde von Rechts- auf Linksverkehr umgestellt. Höchstgeschwindigkeit 55, in Dörfern 40 km/h. Die Straßen abseits der Rundstrecke sind bisweilen holperig, die Dörfer mit Straßenschwellen verkehrsberuhigt.

Tonga

Linksverkehr. Höchstgeschwindigkeit 65, in Dörfern 40 km/h. Wenn Ihnen der König im Kleinbus mit Motorradeskorte entgegenkommt, müssen Sie anhalten. Trampen ist unerwünscht. Um ein Auto zu mieten, müssen Sie auf Tongatapu für ca. 5 Euro einen Führerschein beantragen (am Nachmittag ist es auf der Central Police Station in Nuka'alofa, Salote Road, nicht so voll).

Öffentliche Verkehrsmittel

Cook-Inseln

Für 35 Euro (Budget oder Avis) bekommt man auf Rarotonga einen offenen Jeep, ca. 15 Euro/Tag kosten die populären Kleinmotorräder (scooter), für ca. 5 Euro gibt's ein Fahrrad (push-bike). Wer ein Fahrzeug mieten will, muss zuvor bei der Polizei einen Inselführerschein abholen (ca. 6 Euro). Je nach Laune der Beamten wird eine "Fahrprüfung" um den Block gemacht. Busse fahren im Halbstundentakt rund um Rarotonga und haben alle paar Hundert Meter Haltepunkte. Ein Tagespass kostet ca. 10 NZ$. Auch abends werden die Restaurants entlang der Inselstraße regelmäßig abgefahren.

Fidschi

Ein Mietwagen ohne Kilometerbegrenzung und Versicherung kostet ca. 55 Euro/Tag. Die Taxifahrt von Nadi Airport zur Denarau-Insel (ca. 20 km vom Flughafen entfernt) berechnet der Fahrer mit ca. 12 Euro. Gebührenzähler gibt es nicht. Klimatisierte Busse (Fiji Express und Transport Pacific) fahren täglich morgens von Suva entlang der Coral Coast nach Nadi Airport und zurück (ab ca. 1.30 Uhr). Preis maximal 20 Euro.

Französisch-Polynesien

Die Kosten für Taxifahrten, vor allem nachts, sind hoch (ca. 25 Euro für 10 km). Auf Tahiti kommen Sie preiswert mit "le truck" voran. Wenn Sie den Bus verlassen, bezahlen Sie ca. 1,20 Euro (max. 5 Euro). Für eine Inselrundfahrt auf Tahiti ist ein Mietwagen sinnvoll (ab 85 Euro/Tag), auf den übrigen Inseln kommt man mit Motor- und Fahrrädern bzw. dem Bus gut voran. Bei entfernter liegenden Zielen sollten Sie sich erkundigen, wann der letzte Bus zurückfährt.

Samoa

Für die Strecke Airport-Apia (ca. 30 km) verlangt der Taxifahrer etwa 13 Euro, der Busfahrer 3,50 Euro. Ein Mietwagen kostet ab 35 Euro/Tag und sollte über eine Klimaanlage verfügen. Für ca. 5 Euro müssen Sie auf der Polizeistation einen Fahrlizenz erwerben (gegen Vorlage des nationalen Führerscheins). Für 70 Euro/Tag vermietet Tulei Rentals | Beach Road | Apia | Tel. 24145 | Geländemotorräder. Taxis erkennt man am "T" auf dem Nummernschild. Der Busverkehr ist rege, die Fahrt in den hölzernen, fensterlosen Aufbauten hart gefederter Trucks ein Erlebnis, das durch laute Musik auch akustisch gesteigert wird. In den Dörfern fährt der letzte Bus meist gegen 14 Uhr nach Apia zurück, sonntags verkehren nur sehr wenige Busse (Fahrpreis 30 Cent-2 Euro).

Tonga

Die 25-km-Strecke vom Flughafen nach Nuku'alofa kostet ca. 7,50 Euro. Ein Mietwagen kostet ca. 40 Euro/Tag. Busse fahren unregelmäßig.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Wer sich in der Südsee auf reich gedeckte Tische mit exotisch gewürzten, fremdartigen Speisen freut, wird vermutlich enttäuscht sein. Die Hotels und Restaurants bieten überwiegend internationale Küche. An hochwertigen Grundnahrungsmitteln besteht kein Mangel.

Die immer noch sauberen Meeresgewässer rund um die Inseln garantieren frische Fische, Krustentiere und Muscheln. Gemüse und Früchte oder delikates Lammfleisch liefert meist Neuseeland, Schweine und Hühner werden auf vielen Inseln gehalten.

Kulinarisch ist die Südsee für Touristen also kein Abenteuer. Vielmehr ein Schlaraffenland, in dem man die Bananen am Wegesrand von der Staude brechen und die bunten Lagunenfische fast mit der Hand im klaren Wasser fangen kann. Dass die Natur hier Tischlein-deck-dich spielt, hat allerdings die Kreativität in der Kochkunst eher gehemmt. Würzige Soßen, cremige Suppen, raffiniert zubereitete Braten oder gefüllte Fischgerichte kennt der traditionelle Südsee-Speiseplan nicht. Dass Gourmets in Französisch-Polynesien schon eher auf ihre Kosten kommen, dafür bürgt die gute, aber auch teure Haute Cuisine des Mutterlandes. Eine hervorragende indische Küche wird in Fidschi geboten. Kein Wunder, denn etwa die Hälfte der Bevölkerung ist indischer Abstammung.

Das traditionelle Südsee-Essen ist kaum gewürzt und kommt aus dem Erdofen. Überall auf den Inseln wird diese Art der Zubereitung seit Generationen gepflegt; sie steht auch im Mittelpunkt aller Feste und Familienfeiern. Für den Erdofen wird eine Grube ausgehoben, in der erhitzte Steine für die nötige Temperatur sorgen. Die Zutaten werden übereinandergeschichtet. Der Garprozess in der von Palmenblättern gedeckten Grube dauert Stunden und kann mit den austretenden Düften den Appetit nur steigern. Das wissen auch die Küchenchefs der Hotels, die den Gästen Gegartes aus dem Erdofen als südseetypisches Büfett offerieren. Hähnchen- und meist fettes Schweinefleisch kommen heiß auf den Tisch, ebenso Wurzel- und Blattgemüse.

So ähnlich die Speisen auf den einzelnen Südseeinseln zubereitet werden und auch schmecken, so verschieden klingen die Bezeichnungen in der jeweiligen Sprache: So heißt der Erdofen auf den Cook-Inseln Umukai, in Französisch-Polynesien Himaa, in Fidschi Lovo, in Tonga und Samoa Umu.

Im Tropenklima der Südsee benötigt der Körper Flüssigkeit. Wasser ist das einfachste Mittel, diesen Bedarf zu stillen. In neun Inselstaaten wird aber auch Bier gebraut. Der heimische Gerstensaft ist meist nicht nur preiswerter, sondern kann es auch geschmacklich mit internationalen Marken aufnehmen. Vailima heißt das Bier, das, so die Werbung, nach deutschem Reinheitsgebot in Samoa gebraut wird und im Land jetzt Konkurrenz bekommen hat - von Manuia, dessen Zutaten ein Neuseeländer mischt. Tusker wird in Vanuatu in die Bierflaschen gefüllt und Hinano in Französisch-Polynesien, Number One steht auf den Etiketten in Neukaledonien, und in Papua-Neuguinea heißt der Gerstensaft South Pacific Lager, im Königreich Tonga selbstverständlich Royal Lager. Fidschi hat sein Fiji Bitter, die Cook-Inseln haben ihr Cooks Lager, und auch die Salomon-Inseln sind mit Sol Brew unter deutscher Anleitung in die Bierproduktion eingestiegen.

Mehr als ein Getränk ist Kava. Kava ist eine Zeremonie, Ausdruck reiner Südseekultur. Und die Südseeinsulaner sind versessen auf Kava - bis auf die Tahitianer, bei denen das Getränk unbekannt ist. Dabei ähnelt die bräunliche Flüssigkeit eher Spülwasser und ist - pardon - auch geschmacklich nicht weit davon entfernt. Kava enthält keinen Alkohol, soll aber in größeren Mengen eine beruhigende bis leicht berauschende Wirkung haben. Zubereitet wird das Getränk aus Yaqona, den getrockneten Wurzeln der Pfefferpflanze, die zu Pulver zerstampft und in einer Holzschale mit Wasser vermengt werden. Je weniger Wasser, desto stärker der Kava, was sich sofort an der Betäubung der Zunge bemerkbar macht. Zubereitung und Trinken sind feierliche Handlungen nach einer vorgeschriebenen Zeremonie, insbesondere bei der Begrüßung von Gästen. Wer von Einheimischen eingeladen wird, sollte als Gastgeschenk auf dem Markt ein Bündel Kavawurzeln besorgen. Wird einem dann eine Schale mit Kava gereicht (lehnen Sie auf keinen Fall ab!), klatscht man einmal in die Hände, bevor das Gefäß angenommen wird. Die Schale sollte in einem Zug ausgetrunken werden. Wenn Sie das leere Gefäß zurückgereicht haben, schreibt die Kavazeremonie dreimaliges In-die-Hände-Klatschen vor.

Trinkgeld

Trinkgelder sind in der Südsee weder im Restaurant noch im Hotel üblich, teilweise sogar verpönt. Ausnahme: mikronesische Inseln mit vielen japanischen und US-Touristen.

Einkaufen und Shoppen

Typische und im Reisegepäck leicht verstaubare Mitbringsel sind Produkte aus Tapa, einem filzähnlichen Stoff, der aus Rindenbast des Papiermaulbeerbaumes gefertigt und anschließend bemalt wird. Ob als Kleidungsstück, Teppich, Tischset oder Wandbehang, Tapa ist allgegenwärtig in der Südsee. Besonders schöne Arbeiten findet man in Tonga. Material für Flecht- und Webarbeiten (Körbe, Hüte, Bodenmatten) liefern die Blätter des Pandanus-Strauchs. Muschelschalen, die an den Stränden herumliegen, werden zu Modeschmuck gefügt, nicht jedermanns Geschmack, aber preiswert. Farbenprächtige Wickeltücher (Pareos) heißen in Französisch-Polynesien und auf den Cook-Inseln Pareu, bei den Tonganern und Samoanern Lavalava und auf Fidschi Sulu. Das etwa 1 x 2 m große Stück Stoff kleidet Mann wie Frau, wird mittels geschickter Wickeltechniken sogar als kurze Hose oder elegantes Abendkleid getragen. Das schönste Mitbringsel ist aber Glück! Deshalb erstehen viele ein Tiki, eine Art Talisman aus Stein oder schwarzer Koralle. Philatelisten schlagen angesichts von bunten Briefmarken aus der Südsee die Herzen höher. Sammlerausgaben werden meist in den Hauptpostämtern der Inselmetropolen verkauft.

Cook-Inseln

Avarua auf der Hauptinsel Rarotonga hat sich in den letzten Jahren zu einem kleinen Shoppingcenter entwickelt. Deutlich preiswerter als auf Tahiti werden hier die schwarzen Zuchtperlen von der Insel Manihiki gehandelt. Besonders gut kann man auch Pareus, T-Shirts sowie Parfüm, Seife und Hautcremes auf Pflanzenbasis kaufen. Der billige Modeschmuck stammt meist aus Indonesien.

Fidschi

In Geschäften und Markthallen spiegelt sich die bikulturelle Gesellschaft aus Indern und Fidschianern wieder. Neben Saris aus Seide und Henna-Produkten wird auch mit Sulus und Kavawurzeln gehandelt. Die größte Auswahl hat man in den Städten Nadi, Sigatoka, Suva sowie im Arts Village in Pacific Harbour.

Französisch Polynesien

Die hohen Preise machen den Souvenirkauf nicht zum Vergnügen. Zu den Ausnahmen gehören handbemalte oder -gefärbte Pareos. Besonders auf Bora Bora wird man in kleinen Läden und Ateliers fündig. Eine reiche Auswahl an hübschem Muschelschmuck liegt in der Markthalle von Papeete aus. Schwarze Perlen füllen die Auslagen der Juweliergeschäfte und sind im Vergleich zu Europa oder Amerika immer noch relativ günstig. Seit den 1960er-Jahren werden die Perlen auf den östlich gelegenen Inseln des Tuamotu-Archipel gezüchtet. Der Wert einer schwarzen Perle hängt von Größe, Form, Oberflächenglätte und Farbintensität ab. Nur etwa fünf Prozent gelten als makellos. Selbst unter Zuchtperlen wird es nie zwei identische geben. Die besten Preise bekommt man direkt beim Erzeuger: Auf den Perlenfarmen werden die Kostbarkeiten bis zur Hälfte preiswerter verkauft - aber nur gegen Bargeld!

Samoa

Kokosnussschalen sind kostenloses und dankbares Rohmaterial. Aus ihnen werden Haarspangen und Armreifen, Knöpfe, Schälchen, Gürtelschnallen und vieles mehr geschnitzt. Im Batikverfahren eingefärbte Wickeltücher gibt es schon für wenig Geld.

Tonga

Ursprünglich verwendete jedes Dorf andere Motive für die Einfärbung ihrer Tapas. Auch mit den Blättern des Pandanus-Strauchs können die Tonganer, vor allem die Frauen auf der Insel Vava'u, geschickt umgehen: Zur Landestracht gehört die Tao'vala, eine geflochtene Matte, die über Rock oder Hose um die Hüfte gewickelt wird. Die Kunsthandwerk-Geschäfte in der Hauptstadt Nuku'alofa bieten die größte Auswahl an Web- und Flechtwaren.

FKK

Auch wenn Reiseprospekte die Freizügigkeit in der Südsee propagieren - es geht fast überall ziemlich puritanisch zu. FKK ist verpönt, oben ohne erregt nur in Französisch-Polynesien kein Aufsehen. Nicht nur wegen der Sonne zieht man lieber ein Kleidungsstück mehr als zu wenig an. Das gilt vor allem beim Besuch der Inseldörfer in Tonga, Samoa und Fidschi. Frauen steigen meist mit Wickeltuch ins Wasser.

Spezialitäten

Brotfrucht die Frucht des breadfruit tree wird als Beilage gereicht
Curry das scharf gewürzte, fernöstliche Eintopfgericht steht in Fidschi dank der indischen Bevölkerung auf fast jeder Speisekarte.
Fafaru roher Fisch, wie er in Französisch-Polynesien in Meerwasser eingelegt wird. Macht geruchsmäßig wenig Appetit, ist aber eine Delikatesse!
Hua sättigende Fruchtspeise aus Bananen, Papaya und Ananas, die mit geraspelten Maniokwurzeln gegart und kalt mit Kokosmilch aufgetischt wird
Kassava auch Tapioka oder Maniok; bis zu 50 cm lange Wurzelknollen, die erst beim Garen ihre giftigen Bitterstoffe verlieren
Kava das alkoholfreie, dennoch leicht berauschende Getränk ist besonders verbreitet in Fidschi, Tonga, Samoa und Vanuatu, wo in Vila und Luganville Kavabars zum geselligen Trinken einladen
Kumara die traditionell im Erdofen gegarte Süßkartoffel ist eine beliebte Beilage
Marinierter Fisch heißt in Fidschi Kokodo (sprich: Kokonda), in Französisch-Polynesien Poisson Cru. Eingelegt werden die Weißfischstücke in Kokosmilch und Zitronensaft. Echt lecker!
Palusami kleine, gegarte Päckchen aus Taroblättern, gefüllt mit in Kokosmilch eingelegten Meeresfrüchten oder Corned beef
Papaya das weiche Fleisch der melonenartigen Frucht ist ausgesprochen beliebt. Aber Vorsicht: Wer zu viel davon isst, muss mit Durchfall rechnen!
Sea Urchin das saftige Innere des Seeigels wird am liebsten roh genossen
Taro die stärkehaltige Knolle schmeckt am besten, wenn sie im Erdofen gegart wurde. Delikat auch das aus den Blättern zubereitete Gemüse
Yams die Knolle der uralten Kulturpflanze ist nach wie vor ein wichtiges Grundnahrungsmittel
Stichworte

Besiedlung

Die Südseeinseln gehören zu den letzten Gebieten der Erde, die von Menschen besiedelt wurden. Woher die Siedler kamen, ist bis heute ungewiss. Eine ungefähre zeitliche Einordnung wurde durch radiologische Messungen möglich, die eine erste Besiedlung der Südseeinseln auf 3500 v. Chr. datierten. Tonga wurde später als Fidschi, Samoa erst 500 v. Chr. und die noch weiter im Osten gelegene Osterinsel schließlich 400 n. Chr. von Menschen betreten.

Die ethnischen Unterschiede zwischen den Inselbewohnern lassen auf verschiedene Herkunftsgebiete schließen. So haben die Mikronesier einen asiatischen Einschlag und sind vermutlich lange vor Christi Geburt von Osten her in den Pazifik gewandert. Die dunkelhäutigen Melanesier besitzen negroide Züge und sollen vom afrikanischen Kontinent abstammen. Im Gegensatz zu den fast hellhäutigen Polynesiern, deren Urheimat wohl im heutigen Indonesien, möglicherweise aber auch in Südamerika lag. Letzteres wollte der norwegische Forscher Thor Heyerdahl beweisen, als er 1947 mit seinem aus Balsaholz gebauten Floß "Kon-Tiki" ohne moderne Navigationsgeräte in 97 Tagen den Pazifik von Calao in Peru nach Tahiti überquerte. Trotz dieser Meisterleistung gilt seine Theorie weiterhin als umstritten.

Die Wissenschaftler glauben heute, dass die Steinzeitmenschen damals mit dem Ziel, Land zu entdecken, bewusst nach Osten gegen den Wind gesegelt sind - um im Falle eines Scheiterns leichter, mit dem Wind im Rücken, nach Hause zurückkehren zu können. In den geräumigen Kanus war Platz für ausreichend Kokosnüsse, für Setzlinge, die in der neuen Heimat angepflanzt werden sollten, und für Haustiere wie Schweine und Hühner. So ausgerüstet, war die Grundlage für einen Neuanfang gegeben.

Fauna

Die Tierwelt außerhalb des Meeres ist artenarm. Es dominieren Seevögel; einige Zugvögel lassen sich periodisch nieder, mancherorts sind auch Landvögel wie z.B. Papageien heimisch. Fast überall sieht man die schwarze Molukken-Amsel, die einst zur Bekämpfung von Insekten eingeführt wurde. Unter den Säugetieren sind Fledermäuse heimisch und heute noch zahlreich. Schon bei der ersten Besiedlung landeten Ratten auf den Inseln, die sich schnell vermehrten. Ebenfalls eingeführt wurden Mäuse, und Nutztiere wie z.B. Schweine, die immer reichlich Fliegen anziehen. Deshalb sollte man den Gecko, eine überall präsente kleine Echse, lieb gewinnen. Er frisst Insekten und ist harmlos. Schmerzhafte Stiche und Bisse verursachen Skorpione und Tausendfüßler.

Ausgesprochen artenreich ist die maritime Fauna. Fische in allen Größen und Farben bevölkern den Pazifik. Ganze Schwärme ziehen durch die Korallenwelt. Ungefährlich ist die Unterwasserwelt nicht. Im tiefen Meer jenseits des Riffs muss man mit Haien rechnen. Bis zu 2 m lange, giftige Seeschlangen, deren Biss tödlich ist, leben zwischen Korallen und kriechen nachts auch schon mal an den Strand. Rund 250 giftige Fischarten können unvorsichtigen Tauchern auch im Lagunenwasser gefährlich werden: Der Stich des Stachelrochen ist schmerzhaft, aber nicht tödlich. Anders der stachelige Steinfisch (Skorpionfisch), ein wahrer Tarnkünstler, dessen Gift zum Tod führen kann.

Besonders bizarr sind viele Muschelarten, wie die riesige Clam-Muschel (Paua), die bei den Polynesiern roh als Delikatesse gilt, aber inzwischen unter Naturschutz steht. Es gibt Kegelschnecken (Conus-Schnecken), die winzige Giftpfeile abschießen, wenn ihnen Taucher zu nahe kommen. Leider liegen Seeigel mit manchmal giftigen und immer schmerzhaft stechenden Stacheln auch im seichten Wasser in Strandnähe auf dem Meeresboden.

Flora

Abgesehen von den großen Inseln Fidschis und Papua-Neuguineas ist die Pflanzenwelt im restlichen Südseeraum relativ artenarm, dafür farbenreich. Ursprungsland der Pflanzen dürfte Malaysia sein. Wind, Vögel und das Meer haben Samen auf die Inseln transportiert. So konnte sich in der Bergwelt der hohen Vulkaninseln auch tropischer Regenwald ausbreiten, wurden die Flussmündungen von Mangroven versumpft. Dazwischen, in den Niederungen, dominieren Bambus, Akazien, Feigen- und Papiermaulbeerbäume (Pandanus).

Die Südseevegetation ist blüten- und farbenreich; neben zahlreichen Orchideenarten blühen weiße Gardenien (in Tahiti die Nationalblume) und Hibiskus in den Farben Weiß, Gelb und Rosa. Feurig rot strahlen die Blüten des Flametree (auch Flamboyant), allerdings nur von Dezember bis März. Von tiefroter Farbe sind die Blüten des Tulpenbaums.

Dort, wo die Böden aus verwittertem Vulkangestein bestehen, findet auch die Landwirtschaft eine fruchtbare Krume vor. Hier werden eingeführte Kulturpflanzen angebaut: Süßkartoffel (auch Batate), Taro, Yams, Maniok (auch Tapioka oder Cassava genannt), Pfeilwurz und der Brotfruchtbaum (auch Uru). Auf Plantagen gedeihen Bananen, Ananas, Mango und Papayas (pawpaw).

Geologie

Auf dem Meeresgrund des Pazifiks herrscht Bewegung, die sogenannte Plattentektonik. Wenn sich die Platten verhaken, kann es an diesen Kontaktstellen zu Spannungen kommen, die im Extremfall Erdbeben im Innern der Erdkruste auslösen. Die labile Kontaktzone ist auch vulkanisch ausgesprochen aktiv.

Bei den Südseeinseln werden fünf Haupttypen unterschieden:

1. Kontinentalinseln: Sie ragen als Gipfel untermeerischer Berge aus dem Wasser und bestehen aus sehr altem, leichtem Fels, der sich bei entsprechenden Bewegungen des Meeresgrundes mit anderen Landmassen vereinigt. Beispiele: die Fidschi-Inseln Viti Levu und Vanua Levu.

2. Hohe vulkanische Inseln: Sie entstehen über einem Hot Spot, der unterhalb des Meeresbodens Magma ausstößt. Der aus erkalteter Gesteinsschmelze gewachsene Berg kann eine Höhe von bis zu 4 km erreichen und ragt mit seiner Spitze aus dem Wasser. Durch das Wandern der Pazifischen Platte entfernt sich der Vulkan von dem Hot Spot, die Eruptionen hören auf. Im seichten Küstengewässer beginnt jetzt das Wachstum der Korallen, die im Lauf der Zeit ein Saumriff um die Insel bilden. Beispiele: Rarotonga (Cook-Inseln), Upolu und Savai'i (Samoa), Tutuila (Amerikanisch-Samoa).

3. Barriereriffinseln: Je weiter sich die erloschene Vulkaninsel vom Hot Spot entfernt, desto niedriger erhebt sie sich über der Meeresoberfläche, verursacht durch Erosion oder einfaches Absinken. Weiter in die Höhe wächst dagegen das Korallenriff, bis es sich über den Wasserspiegel erhebt und Pflanzen Wurzeln schlagen. Motus heißen diese kleinen palmenbewachsenen Eilande, die draußen im Meer einen schützenden Ring um die Vulkaninsel und das seichte Küstengewässer (Lagune) bilden. Beispiele: Bora Bora (Französisch-Polynesien), Aitutaki (Cook-Inseln).

4. Atolle: Die Vulkaninsel ist gänzlich im Meer versunken. Nur noch die flachen Motus des Korallenriffs erheben sich über dem Meer und umschließen das seichte, ruhige Salzwasser der Lagune. Beispiele: Tuamotu-Inseln (Französisch-Polynesien), Manihiki, Pukapuka (Cook-Inseln).

5. Koralleninseln: Ein untermeerischer, mit Korallenbänken überlagerter Vulkanstumpf wird gehoben und erhebt sich mit der Kalksteinschicht flach über dem Meeresspiegel. Beispiele: Vava'u, Tongatapu (Tonga).

Kokospalme

Die Kokosnusspalme ist keine heimische Pflanze. Woher sie kommt und wie sie den Weg übers Meer gefunden hat, ist ungeklärt. Schwimmfähig ist die nusshaltige Frucht allemal. Bei entsprechender Strömung kann sie unbeschadet mehrere Tausend Kilometer zurücklegen. Der Nährstoffgehalt der keimenden Frucht reicht monatelang, bis der grüne Schößling sprießt. Selbst auf kargen Korallenböden schlägt die Palme Wurzeln und wächst bis zu einer Höhe von 30 m. In der Krone sprießen zwischen den großen, gefiederten Blättern männliche und weibliche Blüten. An Letzteren reifen innerhalb von zwölf Monaten die schweren, zunächst grünen Früchte. Zwischen dem 12. und 40. Lebensjahr kann eine Palme jährlich um die 80 Nüsse abwerfen. Nach spätestens 100 Jahren stirbt sie ab. Nur die grüne Frucht mit wenig weichem Kokosfleisch enthält den erfrischenden Saft. Erst die reife Nuss birgt im Innern das herzhafte, bissfeste, nährstoffreiche Fleisch.

Ein angespitzter Holzpflock hilft den Insulanern, die Nuss aus der dunklen, faserigen Außenschale zu pellen. Ein paar Schläge auf die drei feinen Linien der haarigen Schale, und die Nuss ist in zwei Hälften gespalten. Mittels scharfer Muschelschalensplitter wurde früher das Fleisch aus den Hälften geraspelt, um daraus cremige Kokosmilch zu pressen. Kopra, getrocknetes Kokosnussfleisch, ist auf vielen Inseln das einzige Exportgut. Die ausgehöhlten Schalen dienen als Behältnisse in Haushalt und Werkstatt, als Schmuckstücke und Klangkörper für Musikinstrumente.

Zyklone

Von November bis März ist die Zyklon-Gefahr in der Südsee am größten. In diesen Monaten werden in Fidschi im Schnitt zehn Zyklone registriert. Der wuchernden tropischen Vegetation ist es zu verdanken, dass die Wunden relativ schnell heilen. Zyklone entstehen im Pazifik zwischen dem 5. und 20. Längengrad. Einer der Hauptgründe für die steigende Zahl ist die starke Erwärmung des Meeres im östlichen Pazifik. Daran ist nicht nur die allgemeine Erderwärmung, sondern auch eine warme südliche Wasserströmung mit Namen "El Niño" schuld, die alle zwei bis sieben Jahre, meist um die Weihnachtszeit, den Ozean zwischen Südamerika und der Datumslinie an der Oberfläche stark erwärmt - und dann teils für Überschwemmungen, teils für extreme Trockenheit sorgt.

Bloss nicht!

Ohne Badeschuhe ins Meer

So weich der Strand auch sein mag, wer sich ins Wasser begibt, sollte Bade-, Tauch- oder Sportschuhe tragen. Korallen sind scharf und können böse Verletzungen verursachen. Es versteht sich von selbst, dass man eine Riffwanderung nicht ohne entsprechendes Schuhwerk antritt. Wer mit bloßen Füßen in der Lagune auf einen Seeigel tritt, leidet ebenfalls. Zwei bis drei Wochen dauern die Schmerzen an, bis sich die abgebrochenen Kalkstacheln im menschlichen Gewebe auflösen.

Beim Tauchen und Baden leichtfertig sein

In der Nähe einiger Inseln leben Haie. Die Gefahr, die von ihnen ausgeht, wird meist übertrieben, doch Vorsicht ist geboten. Haie werden von hellen, leuchtenden Dingen wie Uhren oder Messern angezogen. Darauf sollten Sie beim Tauchen achten. Generell sollte man nicht an einem Strand baden, der von den Einheimischen wegen gefährlicher Strömungen, zumal in Riffnähe, gemieden wird. Unterschätzen Sie beim Hinausschwimmen nicht die Entfernung und die Dünung.

Europäisches Zeitgefühl erwarten

Auf den Südseeinseln gehen die Uhren langsamer. Und es hat keinen Zweck, sich darüber aufzuregen. Die Insulaner quittieren westliche Hetze (zumeist) mit einem Lächeln - und ändern an der Gangart nichts. Planen Sie die Aufenthaltsdauer nicht zu knapp - vor allem verspätete Inlandsflüge mit kleinen Fluggesellschaften können den sorgfältigsten timetable durcheinanderwirbeln.

Verbotene Souvenirs mitnehmen

Verstoßen Sie nicht gegen das Artenschutzgesetz, indem Sie Schildpattprodukte (aus dem Panzer der Meeresschildkröte) oder die in Tonga häufig angebotenen Walzähne kaufen und in die Heimat einführen. Berühren Sie bitte beim Schnorcheln und Tauchen die Korallengärten der Inseln nicht.

Zu viele Zwischenstopps

Lassen Sie sich nicht verführen, zu viele Stopps auf der Reise in die Südsee einzulegen. Es ist zwar (fast) eine Reise um die Welt, und die Zahl der lockenden Zwischenaufenthalte ist groß, aber die Zeit- und Klimasprünge bei Zwischenstopps ermüden meist stärker als der Langstreckenflug.

Einen Sonnenbrand riskieren

Draußen gehört Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor auf die Haut. Kopfbedeckung und Sonnenbrille wappnen zusätzlich gegen die intensive Sonneneinstrahlung. Brenzlig wird's in und auf dem Wasser. Deshalb bei Bade- und Schnorcheltrips den Körper bedecken: mit T-Shirt, leichtem Wet-Suit oder speziellem Badeanzug. Am Strand sollte man schattige Plätze aufsuchen, z.B. unter ausladenden Palmwedeln.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Reisen im Land / Straßenverkehr / Kriminalität

Es wird empfohlen, mit Wohnmobilen und Campingwagen nur bewachte Campingplätze anzusteuern. Von Übernachtungen auf Rastplätzen, insbesondere entlang der Autobahnen in der Nord-Süd-Richtung nach Südfrankreich oder nach Spanien und im gesamten Süden Frankreichs, wird wegen Aktivitäten organisierter Banden dringend abgeraten.

Überfälle auf Fahrzeuge im Straßenverkehr werden insbesondere aus der Region Auvergne-Rhône-Alpes, Provence-Alpes-Côte d'Azur, Languedoc-Roussillon, Midi-Pyrénées, Aquitaine und der Insel Korsika gemeldet. Zur Vorbeugung wird empfohlen, auch während der Fahrt Wertsachen möglichst nicht sichtbar im Fahrzeug aufzubewahren, das Fahrzeug verriegelt zu lassen und nicht unbewacht abzustellen.

Daneben kann es auf der Strecke zum Fähranleger von Calais zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen durch Personen kommen, die illegal ins Vereinigte Königreich zu gelangen versuchen.

Autofahrer und Fahrer zwei- und dreirädriger Motorräder, die mehr als 50 ccm haben (auch Touristen), sind in Frankreich ausnahmslos verpflichtet, einen Alkohol-Schnelltester im Fahrzeug mit sich zu führen. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Verkehrssicherheit auf französischen Straßen zu erhöhen.

Alle Kraftfahrzeuge und Krafträder benötigen unabhängig von der Antriebsart für die Zone innerhalb des Stadtautobahnrings von Paris (Umweltzone) vom 15. Januar 2017 an zwingend die Plakette "Crit'Air", die in Abhängigkeit vom Emissionsniveau des Fahrzeugs in 6 Stufen vergeben wird. Abhängig von der vergebenen Stufe können daneben gesondert ausgewiesene Bereiche innerhalb der Umweltzone für die Einfahrt oder das Parken gesperrt werden. Vor dem 1. Januar 1997 erstmals zugelassene Kraftfahrzeuge und vor dem 1. Juni 1999 erstmals zugelassene Krafträder dürfen nicht in die Umweltzone einfahren. Die Plakette kann unter https://www.certificat-air.gouv.fr online beantragt werden. Eine deutsche Umweltplakette berechtigt nicht zur Einfahrt in die Pariser Umweltzone.

Im Straßenverkehr gelten eine Reihe von Sonderregelungen für Fahrverbote und teilweise zeitlich begrenzte Verkehrsbeschränkungen. Nähere Informationen unter http://www.bison-fute.equipement.gouv.fr/.

Reisen nach Korsika

Es besteht die Gefahr von Sprengstoffanschlägen auf öffentliche Einrichtungen und vereinzelt auch auf unbewohnte Zweitwohnungen. Die Anschläge sind politisch motiviert und richten sich nicht gegen ausländische Touristen, sondern gegen Symbole der Staatsgewalt (Gendarmerie- und Polizeistationen, Gebäude der Finanzverwaltung - Trésor Public). Da jedoch in zunehmendem Maße auch von Touristen frequentierte Einrichtungen Anschlagsziele darstellen (z.B. Flughäfen) oder die Anschläge sich in der Nähe vielbesuchter Orte ereignen,, kann die Gefährdung von Personen nicht ausgeschlossen werden.

Übergriffe mit eindeutig kriminellem Charakter auf Touristen haben zugenommen.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt.

Aktuelle medizinische Hinweise
Zika-Virus-Infektion
In Lateinamerika, inklusive der Karibik wird aktuell eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellten. Betroffen sind hiervon auch die französischen Überseegebiete Frz. Guayana, Guadeloupe, Martinique und St. Martin. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung.

Das Auswärtige Amt empfiehlt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) sowie dem Robert-Koch-Institut von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.

Bei unvermeidbaren Reisen muss auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung von Mückenstichen geachtet werden, siehe auch Schutzmaßnahmen Mückenstiche.

Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im Zika-Merkblatt des Gesundheitsdienstes.

Impfschutz

Für die Einreise nach Frankreich sind keine besonderen Impfungen vorgeschrieben.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden.
Darüber hinaus wird für die Mittelmeerküste und Korsika eine Hepatitis-A-Impfung empfohlen.
In der Rheinebene und im Elsass kann eine Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sinnvoll sein.

Dengue

Im Spätsommer traten vereinzelt Fälle von Dengue-Virus-Infektionen in Südfrankreich (Region Nizza) auf. Mückenschutzmaßnahmen (Repellentien, langärmlige Kleidung) sind daher empfehlenswert.

Bilharziose

Auf Korsika wurde in letzter Zeit über einzelne Fälle von Bilharziose durch Schistosoma haematobium berichtet. Sämtliche Infektionen stehen im Zusammenhang mit Aufenthalten und Süßwasserkontakten am Unterlauf des Flusses Cavu/Cavo nahe der Stadt Porto Vecchio im Süden der Insel. Eine grundsätzliche Gefährdung kann dort insbesondere beim Baden im Fluss bzw. Seen oder Teichen derzeit nicht sicher ausgeschlossen werden.

Krankenversicherung

Es besteht in Frankreich für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf Behandlung bei Ärzten, Zahnärzten und in Krankenhäusern, die vom ausländischen gesetzlichen Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Als Nachweis ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), bzw. Ersatzbescheinigung (beide Dokumente erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse) vorzulegen. Unabhängig davon wird dringend empfohlen, für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden (z. B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall, Behandlung bei Privatärzten oder in Privatkliniken). Weitere Einzelheiten enthält die Internetseite www.dvka.de der Deutschen Verbindungsstelle für Krankenversicherung Ausland unter der Rubrik "Urlaub im Ausland". Ansonsten erhalten Sie auch von Ihrer Krankenkasse Auskünfte über die aktuellen Regelungen.

Ergänzende medizinische Hinweise für die französischen Übersee-Departements
Das Auswärtige Amt empfiehlt vor Reisen in die französischen Übersee-Départements, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene zu überprüfen und ggf. zu vervollständigen, siehe www.rki.de. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza sowie Pneumokokken.

Regionenspezifische Impfempfehlungen und Hinweise siehe unten.

Durchfallerkrankungen

Reiseassoziierte Durchfallerkrankungen treten häufiger auf. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden

Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer guten Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor einer Reise in die französischen Übersee-Départements wird empfohlen (www.dtg.org oder www.frm-web.de).

Besonders chronisch kranke und behandlungsbedürftige Menschen sollten sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise bewusst sein. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs vor den hohen Temperaturen entsprechend geschützt werden. Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen erfahrenen Tropen- oder Reisemediziner sinnvoll.

Französisch Guayana

Impfschutz

Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen, die älter als 1 Jahr sind, zur Einreise vorgeschrieben. Im Juli 2017 ist erstmals seit vielen Jahren wieder Gelbfieber an der Grenze zu Brasilien aufgetreten.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.

Malaria

Es besteht ganzjährig ein hohes Risiko in den Gebieten der Grenzflüsse Maroni (im Westen) und Oipoque (im Osten). Ein geringes Risiko besteht südlich des Küstenstreifens, malariafrei ist die Küste (Cayenne, Kourou) und die Ile de Diable.

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.

Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll.

Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquone/Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
- körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- tagsüber (Dengue, Zika!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
- ggf. unter einem (imprägnierten) Moskitonetz zu schlafen

Chikungunya und Dengue s.u.

Martinique
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird bei Einreise (ggf. auch Transit > 12 Std) aus einem Gelbfiebergebiet gefordert (s. u. www.who.int). Bei der direkten Einreise aus Deutschland ist keine Impfung notwendig. Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.

Malaria

Martinique gilt als malariafrei.

Chikungunya und Dengue s.u.

Guadeloupe

Impfschutz

Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen vorgeschrieben, die älter als 1 Jahr sind, und aus gelbfieberendemischen Regionen (siehe unter www.who.int) einreisen. Bei der direkten Einreise aus Deutschland ist diese nicht notwendig.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.

Malaria

Guadeloupe gilt als malariafrei.

Chikungunya und Dengue s.u.

St. Barthelemy

Impfschutz

Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen, die älter als 1 Jahr sind, und aus gelbfieberendemischen Regionen (s.u. www.who.int) einreisen vorgeschrieben. Bei der direkten Einreise aus Deutschland ist diese nicht notwendig.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.

Malaria

St. Barthelemy gilt als malariafrei.

Chikungunya und Dengue s.u.

St. Martin

Impfschutz

Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen, die älter als 1 Jahr sind, und aus gelbfieberendemischen Regionen (s.u. www.who.int) einreisen vorgeschrieben. Bei der direkten Einreise aus Deutschland ist diese nicht notwendig.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.

Malaria

St. Martin gilt als malariafrei.

Chikungunya und Dengue s.u.

Französisch Polynesien und Neukaledonien

Impfschutz

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird bei Einreise (ggf. auch Transit > 12 Std) aus einem Gelbfiebergebiet gefordert (s.u. www.who.int). Bei der direkten Einreise aus Deutschland ist keine Impfung notwendig.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.

Malaria

Französisch Polynesien und Neukaledonien gelten als malariafrei.

Chikungunya und Dengue s.u.

La Réunion
Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen, die älter als 1 Jahr sind und aus gelbfieberendemischen Regionen einreisen, vorgeschrieben. Bei der direkten Einreise aus Deutschland ist keine Impfung vorgeschrieben.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B empfohlen.

Malaraia

La Réunion ist malariafrei.

Mayotte

Impfschutz

Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen, die älter als 1 Jahr sind und aus gelbfieberendemischen Regionen einreisen, vorgeschrieben. Bei der direkten Einreise aus Deutschland ist keine Impfung vorgeschrieben. Offiziell wird auch bei einem Transit in einem Gelbfieberendemiegebiet unter 12 Stunden keine Impfung verlangt, es gibt jedoch Hinweise, daß dies nicht durchgängig am Flughafen bekannt ist.

Malaria

Es besteht ganzjährig ein geringes Risiko. Die meisten Fälle sind importiert.

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.

Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe die Mitnahme einer Notfallselbstmedikation sinnvoll. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Dengue-Fieber und Chikungunya in den französischen Übersee-Departements

Beide Viruserkrankungen werden von der tagaktiven Aedes-Mücke übertragen.
Dengue geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher. Chikungunya-Fieber verläuft ähnlich und vorrangig z.T. mit langanhaltenden Gelenkschmerzen.

In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung bei Dengue zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden extrem selten.

Ein Übertragungsrisiko besteht ganzjährig mit Häufung während und nach den Regenzeiten. Für beide Viruserkrankungen gibt es keine ursächliche Behandlung, die Therapie beschränkt sich auf die Linderung der Beschwerden, daher ist Mückenschutz die einzige Vorsorgemaßnahme.

Afgrund der verschiedenen, mückengebundenen Infektionsrisiken in den französischen Übersee-Départements wird allen Reisenden empfohlen,

  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),

Quellenangaben
  • Marco Polo - Südsee, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2011-08, 2009-07
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Französisch-Polynesien - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 12.03.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
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