Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Oman

Steckbrief

Oman - Fakten

Ländername Sultanat Oman (Saltanat 'Uman; Sultanate of Oman)
Klima Sehr heiß (im Sommer in Maskat bis 52°, im Inland bis 57°, im Winter 25 - 35°C) bei hoher Luftfeuchtigkeit im Küstengebiet; geringe Niederschläge
Lage Südosten der Arabischen Halbinsel zwischen 16°40' und 26°20' N, 51°50' und 59°40' O.
Fläche 309.500 Quadratkilometer (entspricht annähernd der Größe Deutschlands)
Hauptstadt Maskat, einschließlich erweitertem Hauptstadtgebiet circa 1,2 Millionen Einwohner
Bevölkerung Gesamtbevölkerung circa 4,6 Millionen; Wachstumsrate: 2 Prozent; Araber, auch zugewanderte Belutschen, Perser und Inder; ca. 2,1 Mio. Ausländer, überwiegend vom indischen Subkontinent. Mehr als 80 Prozent der omanischen Bevölkerung sind jünger als 35 Jahre.
Sprache Arabisch (Geschäftssprache auch Englisch)
Religion Ibadhi-Muslime 75% sowie weitere islam. Richtungen
Nationaltag 18. November (Geburtstag des Sultans)
Unabhängigkeit Formell nie abhängig, jedoch ab Ende des 19. Jahrhunderts besonderes Vertragsverhältnis zu Großbritannien, das ab 1951 schrittweise abgebaut wurde. Aufnahme in die Vereinten Nationen am 7. Oktober 1971.
Staats-/Regierungsform Monarchie
Staatsoberhaupt S.M. Sultan Qabus bin Said bin Taimur Al Said, Amtsantritt 23. Juli 1970
Regierungschef S.M. Sultan Qabus; zwei Vertreter: S.H. Sayyid Fahd bin Mahmoud Al Said (Stellvertretender Ministerpräsident für Kabinettsangelegenheiten) und S.H. Sayyid Asa'ad bin Tariq bin Taimur Al Said (Stellvertretender Ministerpräsident für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit und persönlicher Repräsentant Seiner Majestät des Sultans)
Außenminister S.M. Sultan Qabus, Vertreter: S.E. Yousuf bin Alawi bin Abdullah
Währung 1 Omani Rial (OMR= 1.000 Baizas; 1 OMR = 2.60 USD (feste Parität) 1 OMR = 2,28 EUR (Januar 2019)
Zeitzone UTC+04:00
Stromnetz 240 V/ 50 Hz
Reiseadapter C, G
Kfz-Länderkennzeichen OM
ISO-3166 OM, OMN
Internet-TLD .om
Landesvorwahl +968

Geographie

Omans Landschaft ist sehr unterschiedlich. Die nördliche Küstenebene Batinah wird landwirtschaftlich genutzt und ist durch das Omangebirge, Al-Hagar (Al-Hajar), von der inneren Wüste getrennt. Im Süden erstreckt sich der Gebirgszug (1400 m) der Karaberge.

Politik und Bevölkerung

Der Sultan von Oman herrscht uneingeschränkt als Staatsoberhaupt und Regierungschef über ein buntes Völkergemisch. Parlament und Staatsrat haben lediglich beratende Funktion. Dominant sind Araber verschiedener Herkunft. Besonders in den Städten treten Inder, Pakistani, Belutschen, Perser und Schwarze stärker in Erscheinung.

Geschichte

Als die Portugiesen im 16. Jh. das Land im Südosten der arabischen Halbinsel eroberten und Stützpunkte einrichteten, fanden sie neben den Nomadenstämmen kaum feste Siedlungen vor. 1741 setzte sich in Masqat und Oman die noch heute regierende Dynastie durch und überstand auch den britischen Einfluss seit 1891. Das Sultanat musste sich in den 1970er- Jahren gegen eine starke Guerillabewegung wehren.

Special Geschichte

5000 v. Chr. Erste Siedler nahe Muscat
2700 – 1800 v.Chr. Das antike Reich Magan im heutigen Oman exportiert Kupfer nach Mesopotamien, Entstehung der Umman-Nar-Hochkultur
ca. 500 v.Chr. Persische Besetzung Omans
ca. 200 n.Chr. Einwanderung der arabischen Urbevölkerung aus Hadramaut (Jemen)
um 622 n.Chr. Jolanda-Könige regieren Oman; Islamisierung
1507 – 1650 portugiesische Besetzung Omans
1650 – 1718 Al-Ya’aruba-Dynastie, Bau der Festungen in Nizwa, Bahla, Jabrin, Rustaq und Al Hazm
1718 – 1744 Bürgerkrieg, persische Truppen besetzen Batinahküste
1744 Ahmad bin Said al-Busaidi vertreibt die Perser
1805 – 1856 Größte Ausdehnung des omanischen Herrschaftsgebiets; Insel Sansibar Regierungssitz, wirtschaftlicher Niedergang Omans
1958 – 1959 Aufstand am Jebel Akhdar; Niederschlagung mit englischer Hilfe
1965 – 1975 Dhofarkrieg
1967 Beginn des Erdölexports
1970 Sultan Qaboos löst seinen Vater ab, Beginn der omanischen Renaissance
2011 Arabischer Frühling; mehr Mitspracherecht für Volksvertretung
2013 Erschließung des nordöstlichen Dhofargebirges durch neue Straße hinter Hasik
2015 Beginn der Neugestaltung des historischen Viertels al-Hafah in Salalah
Klimadaten
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Hillat al-Jazeera, Way 4911 | Ruwi | Muscat | Tel. 24 83 50 00 | www.maskat.diplo.de

Österreichische Botschaft

Vertretung in Saudi-Arabien: Diplomatic Quarter Riyadh | Tel. +966 1 14 80 12 17 | www.aussenministerium.at/riyadh

Schweizer Botschaft

Villa 1366, Way 3017 | Shatti al-Qurum | Muscat | Tel. 24 60 32 67 | www.eda.admin.ch/muscat

Notruf

Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen: Tel. 99 99

Internetzugang & WLAN

Alle großen Hotels bieten WLAN (in Oman: WiFi). Die Verbindungen in Internetcafés sind oft langsam. Günstig und schneller ins Netz kommt man per Handy mit Prepaid-Karten der Anbieter Omantel (www.omantel.om) und Ooredoo (www.ooredoo.om). Beide haben Verkaufsstände an den Flughäfen.

Post

Eine Postkarte kostet ca. 400 bz inkl. Porto, die Post (Briefkästen mit Schlitz für „national“ und „international“) braucht eine Woche nach Europa.

Telefon & Handy

Die Landesvorwahl von Oman ist +968, dann folgt die achtstellige Rufnummer mit integrierter Städtevorwahl. Das Telefonnetz ist ausgezeichnet. Überall finden sich Kartentelefonzellen, Karten gibt es in allen kleinen Läden und Restaurants. Für Vieltelefonierer lohnt sich der Kauf einer Prepaidkarte für das eigene Mobiltelefon von Omantel (www.omantel.om) und Ooredoo (www.ooredoo.om) für etwa 5 RO mit 3 RO Gesprächsguthaben. Vorwahl Deutschland: 0049; Österreich: 0043; Schweiz: 0041; danach die Ortsvorwahl ohne Null und die Rufnummer.

Medien

Ausländische Magazine und Zeitungen sind teuer in Oman und nur in wenigen internationalen Hotels zu bekommen. Gute englischsprachige Zeitungen sind Oman Observer oder Times of Oman.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Stellen Sie sich vor, es ist Weihnachten, aber Sie wissen nicht genau, wann! Dann können Sie sich ungefähr die Sache mit den wichtigsten Feiertagen in Oman vorstellen. Warum das so ist? Wie in der arabischen Welt üblich, richten sich auch in Oman die religiösen Feiertage nach dem islamischen Mondkalender, der elf Tage kürzer ist als „unser“ Sonnenkalender, weshalb sich die Feiertage durch das Jahr (ver-)schieben. In Oman gibt es allerdings eine Besonderheit – es ist eines der wenigen Länder mit einer „Mondkommission“. Die schaut nach (bei Wolken per Hubschrauber), ob tatsächlich Neumond ist, und entscheidet dann, ob z. B. der Ramadan auch wirklich zu Ende ist. Das würde bei uns bedeuten, Weihnachten ist entweder am 23., 24.oder 25. Dezember. Und wegen des Mondkalenders im Jahr darauf dann elf Tage früher. Für uns ist das kaum vorstellbar, doch die Omanis sind es gewöhnt und sind vorbereitet. Sie haben rechtzeitig eingekauft – was Sie vielleicht auf den proppevollen Wochenmärkten vor den Feiertagen erleben werden –, die Häuser sind bunt geschmückt mit Fahnen und/oder Lichterketten, die kleinen Kinder frisch eingekleidet und mit Süßigkeiten verwöhnt, die Mädchen mit Haarspangen und die Jungen mit dem ersten kleinen Dolch ausgestattet. Das öffentliche Leben ruht an diesen Tagen und – das ist der Nachteil – überall, sei es in den wadis, den Wüstencamps oder an den Stränden, ist sehr viel los. Das Tolle an dieser Zeit ist wiederum die Möglichkeit, mit den Einheimischen noch schneller in Kontakt zu kommen. Die gängige Grußformel lautet dann eid (sprich ied) mubarak („gesegnete Feiertage“) und es finden viele Kamelund Pferderennen statt. Einen Terminkalender gibt es nicht – Sie müssen Augen und Ohren offenhalten.

Feste & Veranstaltungen

Januar /Februar

Muscat Festival: ein vierwöchiges Volksfest mit der Darbietung von Tänzen und Gesängen aus dem gesamten Oman. www.muscat-festival.com

Februar

Tour of Oman: Das sechstägige Radrennen à la Tour der France findet rund um Muscat statt. www.tourofoman.com.

Jul i/August

Khareef Festival: Volksfest in Salalah mit kulturellen Veran

Religiöse Feiertage

Ramadan  An religiösen Feiertagen wird kein Alkohol ausgeschenkt und während des Fastenmonats sind auch Lokale tagsüber geschlossen. In den Hotels haben meist ein oder zwei Restaurants geöffnet, oder Sie bekommen Zimmerservice. 2018: 16. Mai bis 14. Juni, 2019: 6. Mai bis 5. Juni
Eid al-Fitr wird am Ende des Fastenmonats für drei bis vier Tage gefeiert. Beginn 2018: 15. Juni, 2019: 6. Juni
Maulid al-Nabi Geburtstag des Propheten Mohammed. 2018: 20. Nov., 2019: 10. Nov. 
Lailat al-Miraj wird anlässlich der Himmelfahrt (miraj) des Propheten gefeiert. Per Leiter oder – je nach Lesart – auf dem Wunderpferd Buraq gelangte der Prophet in den Himmel und durfte einen Blick auf Paradies und Hölle werfen. In dieser Nacht werden Gebete besonders erhört. 2018: 13. April, 2019: 2. April
Eid al-Adha das Opferfest am Ende des Pilgermonats. Einmal im Leben soll jeder Muslim, der körperlich und finanziell dazu in der Lage ist, nach Mekka reisen und wird danach respektvoll mit hajji bzw. hajjia angesprochen. 2018: 22. Aug., 2019: 12. Aug.
Ras al-Sana das islamische Neujahrsfest. 2018: 11. Sept., 2019: 31. Aug.
Mobilität vor Ort

Auto

Autofahren ist in Oman kein Problem. Es wird rechts gefahren, die Straßen sind in gutem Zustand, die Benzinversorgung ist dank des dichten Tankstellennetzes auch in abgelegeneren Regionen gesichert und die Ausschilderung in Englisch. Das Mindestalter für Fahrer ist 18, bei Geländewagen 25 Jahre, ein internationaler Führerschein ist nicht nötig. Es gibt Radarkontrollen, die Strafen sind empfindlich und Alkohol am Steuer bedeutet Gefängnis! In den Kreisverkehren hat Vorfahrt, wer im Kreisverkehr ist, und bei Regen sollten Sie langsamer fahren, weil es rutschig werden kann.

Öffentliche Verkehrsmittel

Das gängigste Verkehrsmittel in den Städten sind Taxen, für Überlandreisen z. B. nach Salalah, Nizwa oder Dubai (VAE) bieten sich die Busse der staatlichen Gesellschaft Mwasalat (www.mwasalat.om) an.

Taxi

Taxen sind weiß mit orangefarbenen Kotflügeln und mit einem Schild auf dem Dach. Taxameter haben noch nicht alle, deshalb müssen Sie vor der Fahrt den Preis aushandeln. Einen Fixpreis haben Taxen am Flughafen: 10 RO nach Mutrah.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Zu den klassichen Zutaten des Landes zählen die in den Gärten der Küstenebene oder im Schatten der Dattelhaine am Wüstenrand angebauten Obst- und Gemüsesorten wie etwa Kohl, Auberginen, Zucchini und Tomaten. Die von den Terrassenfeldern der höher gelegenen Bergoasen stammenden Granatäpfel, Walnüsse oder Weintrauben ergänzen den Speiseplan. Im Süden Omans sind es Kokosnüsse, Mangos und Papayas. Dazu gibt es Fisch (samak) oder Fleisch (lahm), wobei im Alltag Huhn, Ziegen- oder Lammfleisch auf den Tisch kommen, da man die Milch gebenden Kamele nur zu besonderen Anlässen wie Hochzeit oder Geburt schlachtet. Ein einfaches Alltagsgericht ist der sehr nahrhafte, aus Fleisch und Weizen gekochte harees – Brei. Dazu gab es früher knuspriges, auf einer flachen Scheibe über offenem Feuer gebackenes Brot (khubs rakhal), das jedoch vom typisch arabischen Fladenbrot (khubs lubnani) sowie indischen Brotvarianten wie paratha oder chapati abgelöst wurde. Für europäische Gaumen sehr gewöhnungsbedürftig ist getrockneter Hai, der aufgrund seiner langen Haltbarkeit vor allem bei den Beduinen sehr beliebt war. Man bekommt ihn noch heute überall auf den Märkten zu kaufen. Dank staatlich organisierter Kühltransporte gibt es aber jede Menge frischen Fisch, darunter Thunfisch oder Makrele.

Sehr aufwendig ist shoowa und wird deshalb nur an Feiertagen zubereitet: Jedes größere Dorf verfügt dafür über eine Feuergrube, die zwei bis drei Tage ordentlich geschürt wird. Währenddessen würzen die Einwohner ihre Ziegen- oder Lammfleischportionen mit einer Marinade aus Salz, Pfeffer, Limetten- oder Zitronensaft, Datteln und manchmal auch Honig und wickeln sie in Bananenblätter. Ist ordentlich Glut vorhanden, werden alle Portionen gleichzeitig hineingeworfen und die Grube luftdicht abgedeckt. Nach 12 bis 24 Stunden ist das Fleisch wunderbar zart und saftig. Abgerundet wird ein traditionelles Essen mit qahwa – dem arabischen Kaffee mit Kardamom aus der Schnabelkanne (dalla), der ungesüßt in kleinen Schälchen serviert wird. Ist man als Gast zu einem qahwa nach Hause eingeladen, gibt es vorab immer Datteln und eine Schale Obst. Überhaupt ist die Dattel in der omanischen Küche allgegenwärtig, sei es als Beilage zu Fischgerichten, als entkernte Paste oder als erste Speise beim abendlichen Fastenbrechen im Ramadan.

Allerdings waren die Omanis nicht allein auf ihre lokalen Naturprodukte beschränkt. Vielmehr verstanden sie es seit Jahrhunderten – dank ihrer internationalen Seefahrertätigkeit – den Speiseplan mit Zutaten aus dem fernen China, Indien oder ihren ostafrikanischen Besitzungen erheblich zu erweitern. An erster Stelle ist natürlich der unverzichtbare Reis zu nennen, im Supermarkt sogar in stammesfreundlichen 20-Kilo-Säcken erhältlich! An zweiter Stelle folgen die unzähligen Gewürze, vor allem indische Curry- und Masala-Mischungen, die es in verschiedenen Schärfegraden zu kaufen gibt. Omanis mögen es grundsätzlich eher weniger scharf, weshalb auch Europäer bedenkenlos in den vielen indischen und pakistanischen Restaurants entlang der Überlandstraßen und in den Ortschaften einkehren können. Sollte es doch mal eine Chilischote zu viel sein, sorgt Joghurt (rob) für Linderung.

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung nach 1970 erfuhr die omanische Küche nochmals eine Erweiterung. Denn nun kamen Gastarbeiter aus Ägypten, Jordanien, Syrien oder dem Libanon und brachten schmackhafte Spezialitäten wie hummus, baba ghanoush oder falafel mit, die sich heute großer Beliebtheit erfreuen. Natürlich fehlen mittlerweile auch Tiefkühlkost und Fast-Food-Ketten nicht – worüber manche Omanis aber nicht begeistert sind. Ihrer Meinung nach mag die Auswahl früher kleiner gewesen sein, dafür war das Essen aber gesünder. Die großen Hotelketten bieten zu den Hauptmahlzeiten grundsätzlich internationale Küche à la carte oder als Büfett an. Während die Omanis in der Regel etwas Brot, Ziegenkäse und Tee frühstücken, erwartet den Gast auch in einfacheren Unterkünften ein kontinental ausgerichtetes Frühstück mit Marmelade, Säften und sogar Müsli. Während des Fastenmonats Ramadan müssen nichtmuslimische Hotelgäste übrigens auf keine Mahlzeit verzichten, denn die Restaurants werden dann entweder mit Tüchern verhüllt oder in die oberen Stockwerke verlegt.

Aufgrund des Klimas ist Wasser natürlich das wichtigste Getränk und man bekommt es überall in Flaschen, überwiegend ohne Kohlensäure. „Mit“ gibt es nur in Dosen. Schwarzer Tee wird zu allen Tages- und Nachtzeiten getrunken, allerdings ohne eine großartige Zeremonie, wie man sie aus anderen Ländern kennen mag. Heißes Wasser auf profane Teebeutel – fertig. Eine Ausnahme ist indischer yz karak-Tee, der mit viel Dosenmilch, einem Schuss Ingwer, Kardamom, Zimt und je nach Hausrezept einer Prise Safran gekocht wird. Die meisten Restaurants servieren zum Nachtisch Nescafé, den traditionellen qahwa eher selten. Den gibt es entweder bei privaten Einladungen oder in größeren Hotels. Für einen schwächelnden Kreislauf ist das joghurtähnliche Getränk laban ein guter Stabilisator, besonders die salzige Variante. Labneh ist seine entwässerte Form, der frischkäseähnliche Rahmjoghurt wird mit Olivenöl serviert. Neben der obligatorischen Cola lieben Omanis alle Arten von pappsüßen Limonaden. Viele Restaurants bieten frische Säfte an, besonders beliebt ist der Zitrone-Minz- Mix (Lemon-Mint-Juice). Alkohol gibt es nur in wenigen lizenzierten Restaurants und in größeren Hotels.

 

Trinkgeld

Trinkgeld ist in kleineren Restaurants oder bei Taxifahrern generell nicht üblich, in den Hotels mit ihren Restaurants dagegen schon. Üblich sind etwa 10 Prozent des Rechnungsbetrags, Kofferträger bekommen pro Gepäckstück 200–400 bz.

Einkaufen und Shoppen

Wie man handwerklich aus sehr wenig sehr vielseitige und kunstvoll-schöne Dinge des täglichen Lebens herzustellen vermag, darin haben es die Omanis im Lauf der Jahrhunderte zur wahren Meisterschaft gebracht. In vielen Bereichen ist diese Kunstfertigkeit – auch dank staatlicher Förderung – bis heute erhalten geblieben und z. B. auf den Märkten von Mutrah, Nizwa, Ibra und Salalah zu bewundern. Oder direkt vor Ort wie etwa an der Straße auf den Jebel Shams, wo Teppichweber ihre Produkte verkaufen. Indische und pakistanische Händler erweitern seit Jahrhunderten das Warenangebot um geschmeidige Stoffe, farbenfrohe Kleidung und duftende Gewürzmischungen. Shopping ist eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen im Sultanat, weshalb derzeit allerorten neue Konsumtempel ihre Pforten öffnen. In den klimatisierten Hallen geht es keineswegs nur ums Einkaufen, hier finden Sie Kinos, Restaurants, Cafés, Eislaufbahnen, Bowlingcenter, Bankautomaten. Und während es auf den Souks die leckeren Datteln in ihrer natürlichen Form zu kaufen gibt, finden sich hier Geschäfte mit innovativen Kreationen mit Schokolade und Nüssen. Jeder kleinere Ort verfügt zudem über einen Supermarkt, in dem Sie alles Lebensnotwendige bekommen. Übrigens: Bei Kleinkram lohnt das Handeln in der Regel nicht. Bei wertvollen Dingen wie Schmuck oder Dolchen kann man schon mal mit einem um ein Drittel des verlangten Preises reduziertes Angebot in die Verhandlung einsteigen.

Düfte des Orients

„Ein guter Geruch macht das Leben leichter“ ist eine Devise, der man noch heute folgt. Deshalb gibt es in Oman nicht nur viele Parfümerien mit den Düften aus aller Welt, sondern immer noch zahlreiche Geschäfte mit Ölen, Essenzen und Räucherstoffen wie Weihrauch, Myrrhe oder Sandelholz. Erste Adresse ist natürlich der Souk al-Luban, der Weihrauchmarkt, in Salalah. Das teuerste Wässerchen ist Amouage, in dessen ursprünglicher Kreation alle Düfte Omans vereint sind.

Kunsthandwerk

Ein Schmuckstück sind die aus Gräsern geflochtenen Schüsseln wie sie z. B. von Frauen aus dem Küstenort Shuwaymiyah hergestellt werden. Sie sind wasserdicht, da sie auch als Melkschüsseln für Kamelmilch verwendet wurden, und an ihrem Boden aus braunem Ziegenleder leicht zu erkennen. Der Ort Bahla nahe Nizwa ist für seine Töpferwaren bekannt – überall im Land hängen die bauchigen, ca. 50 cm hohen Wasserkrüge mit dazugehörigen Bechern. Leichter nach Hause zu transportieren sind die kleinen Teelichthalter, durch deren Deckel orientalische Lichtmuster entstehen. Neben Teppichen verkaufen die Menschen am Jebel Shams auch bunte Schlüsselanhänger, deren geflochtene Ledervariante man auch in der Wahiba-Wüste oder auf den Beduinenmärkten von Sanaw oder Ibra findet.

Silberschmuck

Den Rohstoff für ihre Schmuckstücke gewannen omanische Silberschmiede früher vor allem aus den Maria-Theresia-Talern, die als Zahlungsmittel in ganz Arabien wegen ihres hohen und beständigen Silbergehalts von etwa 23 g sehr beliebt waren. Man findet sie heute noch einzeln oder z. B. als Zierelement an schweren Halsketten. Außerdem fertigte man bis zu 500 g schwere Fuß- und Armreifen, Fingerringe, filigrane Ketten und kleine Schmuckkästchen, in denen Koranverse als Schutz gegen Krankheiten oder Neid aufbewahrt wurden. Antiker Schmuck ist meist teuer. Typisch sind die Dolche Omans mit ihren filigran verzierten Griffen und der aufwendig gearbeiteten Scheide vor allem aus Nizwa.

Stoffe

Feinste Paschminawolle, flauschiges Kaschmir, federleichte Seidenstoffe in allen Farben aus China, Indien oder Vietnam, Baumwollstoffe aus aller Herren Länder, gemustert, gestreift, kariert – in Oman gibt es bis hin zur Kunstseide fast alles beinahe überall zu kaufen, in den größeren Orten ist die Auswahl natürlich breiter gefächert. Indische Schneider sind nicht weit und fertigen Hemden, Hosen oder Jacken binnen weniger Tage.

Öffnungszeiten

Die in diesem Reiseführer genannten Zeiten können sich – auch spontan – ändern. Die meisten Lokale und Restaurants haben keine fest geregelten Öffnungszeiten. Wo dies verlässlich doch der Fall ist, haben wir sie angegeben. Die Lokale öffnen meist bereits gegen 10 Uhr vormittags und sind mit einer ca. 30-minütigen Unterbrechung zur mittäglichen Gebetszeit bis ca. 22 Uhr geöffnet. Freitags sind die meisten Restaurants von 12 bis 12.45 wegen des Gebets geschlossen. Die normalen Öffnungszeiten der Geschäfte und Wechselstuben sind Samstag bis Donnerstag 8 bis 13 und 16 bis 20 Uhr. Banken haben – wie Behörden – Sonntag bis Donnerstag von 8 bis 14 Uhr geöffnet. Festungen und Museen folgen individuellen Öffnungszeiten, in der Regel entsprechen diese in etwa den normalen Geschäftszeiten. Am Freitag und Samstag ist Wochenende: Freitag findet das wichtige Mittagsgebet statt, dann ist alles von ca. 11.30 bis 13 Uhr geschlossen. Am Vormittag und späten Nachmittag haben Souks, Supermärkte und Geschäfte wieder normal geöffnet.

Baden

Oman hat tolle Badestrände und auch in einigen wadis bieten sich herrliche Schwimmgelegenheiten. Duschen, Restaurants und Liegen gibt es allerdings nur an Hotelstränden, die man gegen Gebühr auch als Nichtgast nutzen kann. In Salalah sind die Strände am schönsten, achten Sie aber auf die Strömung!

Fotografieren

Respekt und Höflichkeit gebieten auch in Oman, fremde Menschen nicht ungefragt abzulichten – hier besonders die Frauen. Im Botschaftsviertel von Muscat ist Fotografieren verboten, Angehörige von Polizei oder Militär mögen Kameras ebenfalls nicht.

SpeisenGetränke

baba ghanoush Püree aus gegrillten Auberginen und Sesamöl
biryani Reisgericht, entweder mit Fleisch, Fisch oder Gemüse
bizar Gewürzmischung aus Kardamom, Zimt, Pfeffer und Nelken
daal indisches Linsengericht mit Kokosmilch und Curry
halwa traditionelle Süßspeise aus Butter, Zucker, Eiern, Gewürzen und Nüssen
harees lahm ein aus Fleisch und Weizen gekochter Brei
hummus bi tahina Püree aus Kichererbsen mit Sesamsauce
khub lubnani das typische Fladenbrot 
mishkak Spieße mit gegrilltem Fleisch und würziger Sauce
samosa mit Fleisch oder Gemüse gefüllte, dreieckige Teigtaschen aus Indien oder Pakistan
shawarma arabische Ausgabe des Döner mit Hühner- oder Rindfleisch
shoowa in einer Feuergrube bis zu 24 Stunden lang gegartes Fleisch
tamar Datteln umm ali – Dessert aus Blätterteig, Milch, Nüssen, Rosinen, Zucker und Zimt
karak  indischer Gewürztee
qahwa arabischer Kaffee (meist mit Kardamom)
shai haleeb schwarzer Tee mit Dosenmilch
shai suleimani schwarzer Tee
Stichworte

Baum des Lebens

Ein Fitzel von dem Batzen Lehm, aus dem er den Menschen erschaffen hatte, war noch übrig und flugs formte Allah daraus ... die Dattelpalme. Dass sie zwar etwas zickig in der Pflege ist und viel Wasser braucht – geschenkt! Die Araber verehren sie trotzdem als Baum des Lebens. Die Frucht enthält fast 50 Mineralien und ihr Zuckergehalt macht sie lange haltbar, was den Beduinen auf ihren langen Wegen durch die Wüste ebenso half wie den omanischen Seeleuten bei ihren ausgedehnten Reisen übers Meer. Letztere behielten dadurch nämlich ihre Zähne, ganz im Gegensatz zu ihren europäischen Kollegen, die der Skorbut zum Suppeschlürfen verdammte. Mediziner untersuchen derzeit sogar, ob der hohe Dattelkonsum etwas mit der geringen Zahl an Krebserkrankungen in Arabien zu tun haben könnte. Doch damit nicht genug: Die Palme war Schattenspender und lieferte Baumaterial, aus dem Stamm fertigte man Dachbalken und Fensterrahmen, aus den Blättern entstanden Bodenmatten oder Tragkörbe. Weil sie außerdem für jedermann erschwinglich war, gaben die Omanis ihr darüber hinaus den ehrenvollen Titel Umm al-Faqir – „Mutter der Armen“.

Mehr als Beduinen

Sie müssen jetzt ganz stark sein – aber die Bilder aus den alten Karl-May- Romanen und Hollywood-Monumentalschinken mit stolzen Beduinen auf Kamelen mit bunten Troddeldecken werden Sie eher nicht erleben. Erstens sind diese längst umgestiegen in Geländeautos. Zweitens wird der Begriff „Beduine“ allzu freizügig verwendet, denn diese definieren sich im Wesentlichen über drei Kriterien: Abstammung, Kamelzucht und Nomadenleben in der Wüste – was sie ebenfalls aufgegeben haben. Der Begriff passt also nicht, weder zu den Einwohnern der Städte noch zu den Menschen in den Hajarbergen oder an der Küste. Noch weniger passt er zu den dunkelhäutigen Nachfahren afrikanischer Sklaven und den „Sansibaris“ – die Insel gehörte lange zu Oman. Letztere sind stolz auf ihre Rolle beim Wiederaufbau des Landes: Da sie Zugang zu afrikanischen Schulen und Universitäten hatten und deshalb über die nötige Bildung verfügten, vertraute Sultan Qaboos ihnen u. a. den Aufbau einer funktionierenden Verwaltung an. Und dann sind da ja noch die Gastarbeiter – Syrer, Ägypter, Inder, Pakistaner, Amerikaner und Europäer –, die rund 20 Prozent der Einwohner ausmachen – und alles sind, nur keine Beduinen!

Wahrhaftiges Seemannsgarn

Wissen Sie, was den deutschen Flugpionier Gustav Weißkopf mit dem omanischen Navigator Ahmed bin Majid verbindet? Beide leisteten Pionierarbeit, für die andere in die Geschichtsbücher eingingen. Weißkopf soll zwei Jahre vor den Gebrüdern Wright der erste Motorflug gelungen sein und Ahmed bin Majid soll der Navigator gewesen sein, der dem Portugiesen Vasco Da Gama, dem „Entdecker des Seewegs nach Indien“ Ende des 15. Jhs., überhaupt erst den Weg gewiesen haben soll. Wobei bin Majid wohl nicht der Erste war: Omanische Seeleute beherrschten seit dem 8. Jh. den Indischen Ozean und segelten bis nach China, wo sie erfolgreich Handel trieben. Marco Polo schien davon keine Kenntnis zu haben, denn belustigt attestierte er den omanischen Schiffen Seeuntauglichkeit: Ihre Planken seien mittels Kokosseilen „angenäht“. Eiserne Nägel lernten Omans Schiffbauer tatsächlich erst durch die Portugiesen kennen. Weil sie auch verschiedene Stilelemente übernahmen, kamen die traditionellen Holzschiffe, die Dhaus, mit der heute noch omanische Fischer und Touristen auslaufen, zu ihrem Aussehen.

Die Leopardenlinie

Den Omanis ging es 1962 wirtschaftlich miserabel. Der alte Sultan Said bin Taimur saß in seinem Palast in Salalah und unternahm – nichts. Schließlich erhob sich die Bevölkerung des Dhofar gegen den Regenten, und durch die Einmischung des kommunistischen Süd-Jemen eskalierte der lokale Konflikt zum Dhofarkrieg. Als dieser 1970 auf den ölreichen Nord-Oman überzugreifen drohte, löste Sultan Qaboos seinen Vater auf dem Thron ab und traf zahlreiche Maßnahmen, um den Krieg 1975 zu beenden. Er sprach u. a. eine Amnestie für die gegen seinen Vater kämpfenden Omanis aus, die mehrere hundert Männer in Anspruch nahmen. Aus deren Reihen wurde die heute noch existierende Militäreinheit firqa gebildet, deren türkisfarbene Stationen über das gesamte Dhofargebirge verteilt sind. Tragische Konsequenzen hatte dagegen eine zweite Maßnahme der Militärs: Sie verlegten (inzwischen längst geräumte) Minengürtel wie etwa die „Leopardenlinie“, um die Nachschubwege aus dem Süd-Jemen zu unterbinden. Kurz nach Kriegsende kam der englische Archäologe Andrew Williams durch eine dieser Minen ums Leben, als er mit seinem Wagen darüberfuhr.

Unmusikalische Platten

Wenn Sie bei Plattentektonik jetzt an etwas „mit Musik“ denken, haben Sie in der Schule in Erdkunde echt nicht aufgepasst. Also, folgende Grundlage: Die Kontinente driften als Platten auf der Erdkugel, mal voneinander weg, mal aufeinander zu. Zwischen den Platten liegen die Ozeane, deren Boden als Ophiolit bezeichnet wird. Nun muss dieses Gestein ja irgendwohin, wenn die Platten aufeinander zudriften. Normalerweise wird es unter die Kontinente gedrückt – Ihr Lehrer nannte das Subduktion. In Oman gab’s nun eine Ausnahme: Das dunkle Ophiolitgestein wurde vor etwa 90 Mio. Jahren auf die Platte geschoben, eine sogenannte Obduktion. Die hatte zur Freude von Geologen (und Touristen) mehrere Folgen. Erstens bildete sich das Hajargebirge, zweitens lagerten sich Gesteine und darin eingeschlossene Mineralien ab, die interessante Informationen über unseren Planeten und seine Entstehung enthalten und an die man sonst nirgends auf der Erde herankommt. Drittens können Sie auf Ihrer Reise phantastische Formationen, bizarre Farben, senkrecht stehende Felsplatten und versteinerte Muscheln in 2000 m Höhe bewundern!

Fehlende Leichtigkeit

Beim Thema Islam gibt es seit Längerem fast nur negative Schlagzeilen, von Intoleranz und Gewalt ist viel die Rede. Es fehlt die Leichtigkeit im Umgang miteinander. Dabei geht es durchaus anders, wie Sie in Oman erleben werden. Dort bestimmen zwar auch religiöse Werte und Normen das tägliche Leben, aber nicht fanatisch. So werden die täglich fünf vorgesehenen Gebete – die längst nicht alle Omanis abhalten, obwohl sie gläubig sind – z. B. (auch) als eine Art Meditation betrachtet, die den Menschen eine kurze Auszeit von der Hektik des Alltags ermöglicht. Man ist stolz auf seine eigenen theologischen Wurzeln, die im 7. Jh. vom Gelehrten Abdullah ibn Ibad in Basra im heutigen Irak entwickelt worden sind, weshalb sich Omanis als Ibaditen bezeichnen und nicht als Sunniten oder Schiiten. Geprägt sind die Auslegungen Ibn Ibads von Toleranz und gegenseitigem Respekt. Deshalb herrscht auch Religionsfreiheit, und wenn Sie möchten, können Sie am Sonntag in die Kirche gehen – in Muscat und Salalah stehen Gotteshäuser beider christlicher Konfessionen!

Keine Entführungen

Ja, so ist das wohl: Der Sultan ist Premier-, Finanz-, Außen- und Verteidigungsminister in einer Person, es gibt keine Parteien, keine Gewerkschaften und auch kein gesetzgebendes Parlament. Klingt schlimmer, als es ist: In den vergangenen 40 Jahren bestand die Politik von Sultan Qaboos etwa darin, aus der nicht immer homogenen Stammesgesellschaft eine Nation mit Gemeinschaftsgefühl zu formen, deren äußere Symbole u. a. eine neue Nationalhymne und eine neue Landesflagge sind. Für Sie als Gast bedeutet es, dass Sie sicher reisen, da Sie keine Entführungen wie im benachbarten Jemen fürchten müssen, wo die Stämme bis heute autonom sind. So, wie der Sultan sein Land wirtschaftlich in die Moderne führte, nämlich behutsam, tut er es auch politisch. Durch die Etablierung von Regierungsgremien (Ministerrat, Volksvertretung) und Beteiligung der Bevölkerung durch aktives und passives Wahlrecht wandelt sich Oman stetig von der absoluten zur konstitutionellen Monarchie.

Hat er - oder nicht?

So etwas wie eine Boulevardpresse gibt es in Oman nicht und das Privatleben des 1940 geborenen Sultans ist tabu! Absolut. Deshalb weiß außer ihm niemand, ob er nun einen leiblichen Nachfolger hat – oder eben nicht. Das tut seinem Ansehen keinen Abbruch, hat er doch dem Begriff „Landesvater“ alle Ehre gemacht. Da verzeiht man ihm, dem Klassikliebhaber, auch mal den teuren Bau der opulenten Oper. Geboren und aufgewachsen ist Sultan Qaboos im Schatten der dhofarischen Palmen, sein Rüstzeug für die Regentschaft lernte er an englischen Universitäten und der Militärakademie in Sandhurst – die ihn für ein halbes Jahr auch in Deutschland stationierte. Wo es ihm so gut gefiel, dass er sich in Garmisch eine Residenz einrichtete und dort ein gern gesehener Gast ist, denn er bringt dann schon mal sein Orchester mit und lässt aufspielen. Aber wie gesagt, Privates ist absolut tabu, und da bis 1970 das omanische Volk nichts von Sultan Qaboos’ Existenz wusste, wäre es durchaus denkbar, dass er vielleicht doch einen leiblichen Nachfolger …

Ein Herz für Tiere

Vom Reiseleiter nach dem Grund ihrer schlaflosen Nacht im Zelt gefragt, lautete die überraschende Antwort der Teilnehmerin: aus Angst vor den Leoparden! Lachen Sie nicht – die gibt es tatsächlich, allerdings sind sie so selten, dass ihr Aussterben befürchtet werden muss. Ein ähnliches Schicksal droht leider auch den wilden Bergziegen Nordomans, den tahr. Etwas besser geht es den eleganten Oryxantilopen, den kleinen arabischen Gazellen und den verschiedenen Arten von Meeresschildkröten, die an Omans Küsten regelmäßig ihre Eier ablegen. Bemerkenswert ist, dass sich Sultan Qaboos bereits in den 1970er-Jahren – als sehr viel drängendere Probleme zu lösen waren – auch um diesen Aspekt kümmerte und die ersten Naturschutzgebiete für die genannten Arten einrichten ließ.

Graben muss niemand mehr

Ein arabisches Sprichwort besagt, dass man einen Brunnen graben soll, bevor man Durst hat. Schön! Aber was, wenn da, wo man wohnt, gar kein Wasser im Boden ist? Dann zapft man eben unterirdische Bergquellen an und baut eines der aufwendigsten und beeindruckendsten Kanalsysteme der Welt, welches das Wasser über zig Kilometer zu den Siedlungen bringt. Dabei werden Schluchten und wadis überwunden und zwar so hoch oben an unzugänglichen Felswänden, dass die Kanäle von Regenfluten nicht weggespült werden können. Bis heute ist das 2500 Jahre alte falaj- System, das die Perser um 600 v. Chr. ins Land brachten, in Gebrauch und so erfolgreich, dass die Unesco gar nicht anders konnte, als es 2006 in ihr Weltkulturerbe aufzunehmen. Das Rückgrat der omanischen Wasserversorgung sind heute allerdings Meerwasserentsalzungsanlagen und ein Heer von blauen LKW, die die Wassertanks auf den Hausdächern befüllen – auf Musandam übernehmen Tankschiffe diese Aufgabe.

Fluch und Segen

War das nicht herrlich, im Frühjahr 2016 mal wieder volltanken zu können, ohne vorher im Lotto gewinnen zu müssen? Doch so breit das Lächeln europäischer Autofahrer angesichts niedriger Benzinpreise, so tief die Sorgenfalten des omanischen Wirtschaftsministers. Denn die Öl- und Gasreserven Omans sind bis heute die wichtigste Einnahmequelle, und früher waren sie ein Segen, ohne den der Aufschwung so nie möglich gewesen wäre. Der jüngste Preisverfall machte die eklatante Abhängigkeit Omans vom Energiemarkt deutlich: Der Etatverlust des Landes betrug zeitweise 40 Prozent des geplanten Budgets. Ein weiterer Fluch waren und sind die begrenzten Arbeitsplätze in diesem Wirtschaftszweig, denen eine hohe Zahl arbeitsloser Jugendlicher gegenübersteht. Andere Bodenschätze gibt es in Oman kaum, Fischerei und Landwirtschaft bieten ebenfalls nur begrenzte Möglichkeiten und sind zudem stark subventioniert – dank Erdöl. Eine Maßnahme gegen die Arbeitslosigkeit ist die Omanisierung: staatlich verordnete Mindestbeschäftigung in allen Industriezweigen, so auch im Tourismus, einem der großen Hoffnungsträger für die Zukunft. Leicht wird es nicht, denn irgendwann ist Schicht an den Bohrlöchern. Und dann müssen Oman und seine Nachbarn ölunabhängig sein.

Bloss nicht!

Gefängnisaufenthalt riskieren

Natürlich gibt es Reisende, die sich auch in Oman freizügig und offenherzig kleiden und mit der Einstellung „Die kriegen mein Geld, deshalb darf ich mich benehmen, wie ich will“ durchs Land reisen. Beispiele dafür gibt es genug – und die Omanis werden niemanden daran hindern, denn dafür sind die Menschen hier viel zu höflich. Schließlich sollen sich die Touristen doch auf ihrer Reise wohlfühlen! So manche Tür bleibt einem dann allerdings verschlossen, und das respektlose Verhalten wird sehr wohl registriert. Denn man sollte auch berücksichtigen, dass man als Repräsentant der westlichen Zivilisation durchaus Verantwortung trägt. Offen stehen übrigens andere Türen, sollte man nackt baden gehen: Sie bestehen aus Gittern und schließen sich denn auch für eine Weile hinter allen FKK-Fans. Und über die Verpflegung im omanischen Knast hört man nichts Gutes!

Auf die Natur pfeifen

Oman ist ein wildes Land voller Extreme, die Sie auf keinen Fall unterschätzen dürfen. Wasser spielt dabei eine wichtige Rolle: Regenfluten rauschen bisweilen durch die wadis und reißen alles mit, was nicht niet- und nagelfest ist – also meiden Sie die Täler, wenn’s regnet. Außerdem sollten Sie auf keinen Fall die Hitze unterschätzen und immer genügend Trinkwasser bei Ihren Ausflügen dabeihaben.

Einen über den Durst trinken

Omanis sind auch nur Menschen und trinken mal einen zu viel, haben aber einen entscheidenden Vorteil: Sie kennen den Cousin des Bruders vom Freund des Nachbarn, der bei der Polizei arbeitet. Sie nicht! In der Öffentlichkeit lallend aufzufallen, ist daher eine ganz schlechte Idee. Denn es droht Gefängnis – das auch blüht, wenn Sie sich nach Alkoholgenuss ans Steuer setzen. Und die Verpflegung im omanischen Knast ... naja, Sie können sich’s denken!

Meckern ...

... wenn der Polizist oder der Soldat Ihnen die Kamera weggenommen hat, weil Sie unbedacht auf den Auslöser gedrückt haben. Alle Einrichtungen des Militärs und der Polizei, deren Angehörige und Botschaften dürfen nicht fotografiert werden. Auch Frauen in Oman mögen es überhaupt nicht, ungefragt abgelichtet zu werden.

Allein in die Wüste fahren

Tun Sie den Soldaten der omanischen Armee einen Gefallen: Fahren Sie nicht allein und ohne Guide in abgelegene Regionen oder gar in die Wüste. Denn die armen Kerle müssen Sie suchen, wenn Sie nicht mehr auftauchen, und da haben die nicht wirklich Lust drauf.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Der Zustand der Straßen ist meist gut. Gemessen an der geringen Bevölkerungsdichte und der Weitläufigkeit des Landes ist die Verkehrsunfallrate auch mit tödlichem Ausgang allerdings relativ hoch.

Fahrten über längere Entfernungen, insbesondere auf der 1000 km langen Strecke zwischen Maskat und Salalah, die über weite Strecken durch monotone Wüstenlandschaften führt, werden häufig unterschätzt. Geschwindigkeitsübertretungen sind vor allem außerhalb der Städte an der Tagesordnung. Fernstraßen verlaufen wegen der Gefahr von Überschwemmungen mitunter auf erhöhten Dämmen. Durch Überflutungen können sonstige Straßen schnell unpassierbar werden.

Bei Fahrten außerhalb des Großraums Maskat besteht insbesondere bei Dunkelheit eine erhöhte Unfallgefahr, auch wegen freilaufender Kamele. In abgelegenen Regionen kann es mehrere Stunden bis zum Eintreffen eines Unfallrettungsdienstes dauern.
Vor dem Hintergrund der momentanen Lage in Jemen ist bei Überlandfahrten im ganzen Sultanat Oman mit verstärkten Straßenkontrollen durch Polizei/Militär zu rechnen.

Mietwagen sind nicht immer, insbesondere beim Insassenschutz hinreichend versichert. Bei Ausflügen in die Vereinigten Arabischen Emirate muss die Versicherung auch dort gültig sein.

Es gibt strenge Verkehrskontrollen. Verkehrsverstöße wie Geschwindigkeitsüberschreitungen, Nutzung eines Mobiltelefons und Fahren in Gefahrenzonen (etwa in Trockenflüssen bei Hochwassergefahr) können empfindliche Strafen - auch Haftstrafen - nach sich ziehen.

Wanderwege sowohl im Gebirge als auch in den Wadis sind weitgehend ungesichert und können sich als überaus gefährlich erweisen. Auch Wanderungen an beliebten Touristenzielen (Wadi Shab, Wadi Bani Khalid) können mitunter durch so steiles oder abschüssiges Gelände führen, dass selbst eine kleine Unachtsamkeit an der falschen Stelle tödlich enden kann.

  • Fahren Sie im Straßenverkehr stets defensiv und vorausschauend.
  • Achten Sie bei Mietwagen auf Versicherungsbedingungen.
  • Achten Sie bei langen Wüstentouren auf die üblichen Vorsichtsmaßnahmen, machen Sie regelmäßig Pausen und planen Sie rechtzeitig Übernachtungen ein.
  • Vermeiden Sie Fahrten außerhalb Maskats bei Dunkelheit.
  • Unternehmen Sie Fahrten in die Wüste, Wadis und Berge möglichst mit einem Reiseveranstalter, stets zu mehreren Personen mit mindestens einem weiteren geländegängigen Fahrzeug sowie unter Mitnahme eines reichlich bemessenen Vorrats an Benzin und Trinkwasser. Nehmen Sie eine angemessene Notfallausrüstung (Erste Hilfe, Mobiltelefon, Seilwinde, Proviant) und Ortungsmittel (möglichst GPS) mit.
  • Für Off-Road Touren sollten Sie Reiseroute und den voraussichtlichen Zeitpunkt der Rückkehr im Hotel bzw. beim Gastgeber hinterlegen.
  • Seien Sie bei Wanderungen in Wadis besonders vorsichtig.

Auch wenn der deutsche Führerschein grundsätzlich für Touristen für die Anmietung eines Mietwagens ausreicht, wird ein Internationaler Führerschein empfohlen, der aber nur in Verbindung mit dem deutschen Führerschein gültig ist. Bei Aufenthalten von mehr als drei Monaten ist ein omanischer Führerschein erforderlich.

Während des Fastenmonats Ramadan ist mit Einschränkungen im Alltag (tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) und mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen zu rechnen. Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit sind auch Nichtmuslimen untersagt. Ein entsprechender Erlass des Religionsministeriums verpflichtet außerdem zum Tragen dezenter, den Körper verhüllender Kleidung.

Homosexuelle Handlungen sind in Oman strafbewehrt. Verurteilten kann gar die Todesstrafe drohen. Gleichgeschlechtliche Ehen werden nicht anerkannt.

  • Beachten Sie auch die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.

Der Besitz und die Einfuhr von sowie der Handel mit (illegalen) Drogen wird strafrechtlich streng geahndet. Auf den Handel mit Drogen steht die Todesstrafe.

Alkoholkonsum ist auch Nichtmuslimen in der Öffentlichkeit (an öffentlichen Stränden) streng untersagt und strafbar.

Die Einfuhr von Schmerzmitteln sowie halluzinogenen Medikamenten, Antidepressiva und anderen Psychopharmaka ohne mehrsprachiges ärztliches Attest kann als strafbare Handlung angesehen werden, da eine Reihe dieser Medikamente in Oman als illegale Drogen angesehen werden, deren Besitz und Einfuhr unter Strafe steht.

In der Regel kann man religiöse Stätten von außen fotografieren; dies sollte aber nicht geschehen, während dort gebetet wird oder wenn sich an der Kultstätte Gläubige aufhalten. Generell sollten Personen nicht ungefragt fotografiert werden.

Polizei-, Militär- und Grenzstationen sowie Soldaten und Polizisten dürfen nicht fotografiert werden.

Die Ausfuhr von Kulturgütern - dazu gehören auch geologische, archäologische oder maritime Fundstücke - ist strafbar.

Verstöße gegen die omanischen Straßenverkehrsregeln können zu einer vorläufigen Festnahme führen.

Bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden erfolgt in jedem Fall eine Festnahme unter Einbehalt des Reisepasses. Abhängig vom Schadenswert ist dies auch bei Sachschäden möglich. Voraussetzung für die Haftentlassung bzw. Rückgabe des einbehaltenen Reisepasses durch die omanische Polizei ist grundsätzlich die Klärung der Schuldfrage. Dazu erforderliche gerichtliche Verfahren können einige Zeit in Anspruch nehmen.

Landeswährung ist der Rial Omani (OMR). Das Abheben von Bargeld an Geldautomaten und die Bezahlung mit Kreditkarten sind vielerorts möglich.

Die hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ergänzen.

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise finden Sie hier.

Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe auch Merkblatt Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Es besteht ein minimales Risiko in Dakhliyah, im Norden von Batinah sowie im Norden und im Süden von Sharqiyah. Meist handelt es sich um importierte Einzelfälle, siehe Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V..
Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe auch Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie unter einem imprägnierten Moskitonetz.

Oman hat im internationalen Vergleich eine niedrige HIV/AIDS Rate. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht ein grundsätzliches HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera kommt im Oman derzeit kaum vor, obwohl im Nachbarland Jemen eine Epidemie herrscht. Die Erkrankung wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Diese Infektionskrankheit löst seit 2012 vorrangig in Ländern der Arabischen Halbinsel vereinzelt schwere Atemwegserkrankungen aus. Ursache ist ein Coronavirus (MERS-CoV), dessen Biologie nicht abschließend geklärt ist. Kamele scheinen an der Übertragung auf den Menschen beteiligt zu sein. Zu Übertragungen von Mensch zu Mensch kam es nur bei sehr engem Kontakt zu Kranken, siehe Merkblatt MERS-Coronavirus.

  • Vermeiden Sie zur Krankheitsprävention unnötigen Kontakt mit Kamelen.

Die saisonalen Influenzaviren, einschließlich der neuen Influenza A/H1N1 ("Schweinegrippe"), zirkulieren in Oman vor allem in den Wintermonaten.

Tollwut war in Oman bis 1990 unbekannt; seitdem werden sporadische Fälle registriert. Überträger sind Füchse und Hunde, siehe Merkblatt Tollwut.

  • Vermeiden Sie den Kontakt zu Füchsen und Hunden.
  • Suchen Sie bei Biss- und Kratzverletzungen sowie Kontakt von Schleimhäuten oder Wunden mit Speichel eines potenziell infizierten Tieres umgehend einen Arzt auf.
  • Lassen Sie sich bei Langzeitaufenthalten hinsichtlich einer Tollwutimpfung beraten.

Die durch die Äquatornähe intensive Sonneneinstrahlung, besonders zur Mittagszeit, wird von Urlaubern oft unterschätzt. Auch bei trübem Himmel kann der UV-Index sehr hoch sein.

  • Achten Sie auf guten Sonnenschutz und ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, insbesondere bei Kindern und älteren Personen.

Gefährliche Meeresströmungen führen an den Küsten zu tragischen Ertrinkungsunfällen.

  • Achten Sie auf Warnungen ist an den Stränden.
  • Konsumieren Sie keinen Alkohol beim Baden und Schwimmen.
  • Beaufsichtigen Sie Ihre Kinder beim Spielen an Stränden.

Durch Tierkot verunreinigte Strände bergen ein Infektionsrisiko für parasitäre Hauterkrankungen (Larva migrans cutanea). Badeunfälle durch Quallen, Giftfische, Wasserschlangen und Haie sind möglich, aber selten.

Geschwindigkeitsübertretungen sind vor allem außerhalb der Städte an der Tagesordnung. Schwere Verkehrsunfälle sind insbesondere bei Überlandfahrten häufig. Eine rasche, medizinische Versorgung, gerade bei Notfällen oder Unfällen, kann in weiten Landesteilen nicht gewährleistet werden, ein zuverlässig funktionierendes Rettungswesen ist auch in den Städten nicht überall existent.

Die medizinische Versorgung in den entlegenen Landesteilen entspricht technisch-apparativ, hygienisch und organisatorisch nicht überall europäischem Standard. Sprachbarrieren können darüber hinaus die Kommunikation erheblich erschweren. In Maskat ist die medizinische Versorgung in allen Fachdisziplinen auf einem hohen, meist sehr teurem Niveau möglich.
Eine rasche, medizinische Versorgung, gerade bei Notfällen oder Unfällen, kann in weiten Landesteilen nicht gewährleistet werden.

Privatmedizinische Einrichtungen erwarten vom Patienten vor Behandlungsbeginn in aller Regel eine erhebliche Anzahlung oder eine Bürgschaft für die entstehenden Kosten.
Die Versorgung mit zuverlässigen Medikamenten und eine ununterbrochene Kühlkette sind nicht in allen Landesteilen gesichert.

Die deutsche Botschaft in Maskat verfügt für den Notfall über eine Adressenliste von Ärzten und Krankenhäusern in der Stadt.

  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke und regelmäßig einzunehmende Medikamente mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V..

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss:

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Versorgung auf dem Land ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ oder hygienisch problematisch. Vielfach fehlen dort auch europäisch ausgebildete, Englisch oder Französisch sprechende Ärzte, während die Versorgung in der Hauptstadt relativ gut ist.

Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Essen und Trinken

Das Leitungswasser entstammt überwiegend Meerwasserentsalzungsanlagen. Wegen starker Erwärmung in den Sommermonaten (Zwischentank auf dem Hausdach) hat es keine Trinkwasserqualität. Leitungswasser sollte daher vor dem Trinken, Zähneputzen und vor der Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Einheimisches stilles Mineralwasser in Flaschen ist empfehlenswert. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Die Versorgung mit Nahrungsmitteln ist gut. Milch ist außerhalb der Stadtgebiete in der Regel nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Cholera Nein -
Gelbfieber 1 -
Typhus & Polio Ja -
Malaria 2 -
Essen & Trinken - -

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt oder Transit in den von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen wollen. Ausgenommen sind Transitpassagiere in Oman, die den Flughafen nicht verlassen.

[2] Sehr geringes Malariarisiko der vorherrschenden gefährlicheren Form Plasmodium falciparum in den nördlichen Landesteilen der Provinz Musandam. Chloroquinresistenz wurde gemeldet.
Reisende (Besucher oder Rückkehrer) aus (Ost-)Afrika, müssen sich bei der Einreise am Flughafen ggf. einem Malaria-Test unterziehen. Für Ankünfte aus Europa oder anderen Regionen kommt diese Maßnahme nicht zur Anwendung.

Gesundheitszeugnis

Für Arbeitsaufenthalte wird von speziellen Personengruppen ein HIV-Test in englischer Sprache verlangt.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Vereinzelt kommt es zu schweren Infektionen der Atemwege durch das Coronavirus (MERS-CoV, die Abkürzung für Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus). Wo genau und wie sich Menschen in verschiedenen Ländern anstecken können, ist unklar. Enger Kontakt zu Kamelen und zu Fledermäusen sollte vermieden werden, da sie als Krankheitsüberträger vermutet werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass es bei sehr engem Kontakt zu Erkrankten auch zu einer Übertragung von Mensch zu Mensch kommen kann.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist weltweit ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Arabische Länder wie Oman werden erst jetzt verzögert und zahlenmäßig noch relativ gering betroffen. Die bekannten Risiken sollte man auch hier meiden.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Tuberkulose kommt vor. Bei besonderer Exposition sollte eine Impfung erwogen werden.

Bei längerem Aufenthalt, vor allem in den Wintermonaten, sollte über eine Grippeschutzimpfung nachgedacht werden.

Während der Sommermonate ist auf einen ausreichenden Sonnenschutz und die Mitnahme von genügend Trinkwasser bei Unternehmungen zu achten.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Wed, 03 Jul 2019 12:45:00 +0100
(Unverändert gültig seit: Wed, 03 Jul 2019 12:30:57 +0100)

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz
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- Folgen Sie uns auf Twitter: AA_SicherReisen
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Letzte Änderungen:
Gesundheit

Sicherheit

Terrorismus

Innenpolitische Lage

Im Grenzgebiet des Dreiländerecks von Jemen, Saudi Arabien und Oman können Übergriffe aus der Konfliktregion Jemens als auch Reiseeinschränkungen auftreten. Mit verstärkten Straßenkontrollen durch die Polizei bzw. das Militär ist zu rechnen.

  • Meiden Sie die unmittelbare Grenzregion zu Jemen und beachten Sie die Reisewarnung für Jemen.
  • Folgen Sie stets den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate und die Gefahr von Gewaltverbrechen sind sehr niedrig. Raub und Diebstahl kommen aber besonders an von Touristen frequentierten Orten vor.

  • Lassen Sie die übliche Vorsicht walten.
  • Halten Sie Türen und Fenster von Fahrzeugen geschlossen und lassen Sie sie nicht unbeaufsichtigt.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtige Dokumente sicher auf.

Piraterie

Vor den Küsten besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Arabischen Meer gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden.

  • Als Schiffsführer in den gefährdeten Gewässern sollten Sie besonders vorsichtig sein und unbedingt eine Registrierung beim Maritime Security Center vornehmen.

Baden im Meer

Gefährliche Meeresströmungen führen an den Küsten zu tragischen Ertrinkungsunfällen.

  • Achten Sie auf Hinweisschilder und Warnungen an den Stränden.
  • Lassen Sie Kinder an Stränden nicht unbeaufsichtigt spielen.

Naturkatastrophen

Trotz des grundsätzlich sehr trockenen Klimas kann es insbesondere im Winter zu starken Regenfällen und Überschwemmungen kommen. Wadis können sich dann schnell in reißende Flüsse verwandeln und sollten bei Unwetterwarnungen schnellstmöglich verlassen werden.

Vereinzelt können tropische Zyklonen aus dem Indischen Ozean auf die omanischen Küsten treffen.

Reiseinfos

Infrastruktur/Straßenverkehr

Der Zustand der Straßen ist meist gut. Gemessen an der geringen Bevölkerungsdichte und der Weitläufigkeit des Landes ist die Verkehrsunfallrate auch mit tödlichem Ausgang allerdings relativ hoch.

Fahrten über längere Entfernungen, insbesondere auf der 1000 km langen Strecke zwischen Maskat und Salalah, die über weite Strecken durch monotone Wüstenlandschaften führt, werden häufig unterschätzt. Geschwindigkeitsübertretungen sind vor allem außerhalb der Städte an der Tagesordnung. Fernstraßen verlaufen wegen der Gefahr von Überschwemmungen mitunter auf erhöhten Dämmen. Durch Überflutungen können sonstige Straßen schnell unpassierbar werden.

Bei Fahrten außerhalb des Großraums Maskat besteht insbesondere bei Dunkelheit eine erhöhte Unfallgefahr, auch wegen freilaufender Kamele. In abgelegenen Regionen kann es mehrere Stunden bis zum Eintreffen eines Unfallrettungsdienstes dauern.
Vor dem Hintergrund der momentanen Lage in Jemen ist bei Überlandfahrten im ganzen Sultanat Oman mit verstärkten Straßenkontrollen durch Polizei/Militär zu rechnen.

Mietwagen sind nicht immer, insbesondere beim Insassenschutz hinreichend versichert. Bei Ausflügen in die Vereinigten Arabischen Emirate muss die Versicherung auch dort gültig sein.

Es gibt strenge Verkehrskontrollen. Verkehrsverstöße wie Geschwindigkeitsüberschreitungen, Nutzung eines Mobiltelefons und Fahren in Gefahrenzonen (etwa in Trockenflüssen bei Hochwassergefahr) können empfindliche Strafen – auch Haftstrafen – nach sich ziehen.

Wanderwege sowohl im Gebirge als auch in den Wadis sind weitgehend ungesichert und können sich als überaus gefährlich erweisen. Auch Wanderungen an beliebten Touristenzielen (Wadi Shab, Wadi Bani Khalid u.a.) können mitunter durch so steiles oder abschüssiges Gelände führen, dass selbst eine kleine Unachtsamkeit an der falschen Stelle tödlich enden kann.

  • Fahren Sie im Straßenverkehr stets defensiv und vorausschauend.
  • Achten Sie bei Mietwagen auf Versicherungsbedingungen.
  • Achten Sie bei langen Wüstentouren auf die üblichen Vorsichtsmaßnahmen, machen Sie regelmäßig Pausen und planen Sie rechtzeitig Übernachtungen ein.
  • Vermeiden Sie Fahrten außerhalb Maskats bei Dunkelheit.
  • Unternehmen Sie Fahrten in die Wüste, Wadis und Berge möglichst mit einem Reiseveranstalter, stets zu mehreren Personen mit mindestens einem weiteren geländegängigen Fahrzeug sowie unter Mitnahme eines reichlich bemessenen Vorrats an Benzin und Trinkwasser. Nehmen Sie eine angemessene Notfallausrüstung (Erste Hilfe, Mobiltelefon, Seilwinde, Proviant) und Ortungsmittel (möglichst GPS) mit.
  • Für Off-Road Touren sollten Sie Reiseroute und den voraussichtlichen Zeitpunkt der Rückkehr im Hotel bzw. beim Gastgeber hinterlegen.
  • Seien Sie bei Wanderungen in Wadis besonders vorsichtig.

Führerschein

Auch wenn der deutsche Führerschein grundsätzlich für Touristen für die Anmietung eines Mietwagens ausreicht, wird ein Internationaler Führerschein empfohlen, der aber nur in Verbindung mit dem deutschen Führerschein gültig ist. Bei Aufenthalten von mehr als drei Monaten ist ein omanischer Führerschein erforderlich.

Besondere Verhaltenshinweise/Ramadan

Während des Fastenmonats Ramadan ist mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) und mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen zu rechnen. Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit sind auch Nichtmuslimen untersagt. Ein entsprechender Erlass des Religionsministeriums verpflichtet außerdem zum Tragen dezenter, den Körper verhüllender Kleidung.

LGBTIQ

Homosexuelle Handlungen sind in Oman strafbewehrt. Verurteilten kann gar die Todesstrafe drohen. Gleichgeschlechtliche Ehen werden nicht anerkannt.

Strafrecht

Der Besitz und die Einfuhr von sowie der Handel mit (illegalen) Drogen wird strafrechtlich streng geahndet. Auf den Handel mit Drogen steht die Todesstrafe.

Alkoholkonsum ist auch Nichtmuslimen in der Öffentlichkeit (z.B. an öffentlichen Stränden) streng untersagt und strafbar.

Die Einfuhr von Schmerzmitteln sowie halluzinogenen Medikamenten, Antidepressiva und anderen Psychopharmaka ohne mehrsprachiges ärztliches Attest kann als strafbare Handlung angesehen werden, da eine Reihe dieser Medikamente in Oman als illegale Drogen angesehen werden, deren Besitz und Einfuhr unter Strafe steht.

In der Regel kann man religiöse Stätten von außen fotografieren; dies sollte aber nicht geschehen, während dort gebetet wird oder wenn sich an der Kultstätte Gläubige aufhalten. Generell sollten Personen nicht ungefragt fotografiert werden.

Polizei-, Militär- und Grenzstationen sowie Soldaten und Polizisten dürfen nicht fotografiert werden.

Die Ausfuhr von Kulturgütern – dazu gehören auch geologische, archäologische oder maritime Fundstücke – ist strafbar.

Verstöße gegen die omanischen Straßenverkehrsregeln können zu einer vorläufigen Festnahme führen.

Bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden erfolgt in jedem Fall eine Festnahme unter Einbehalt des Reisepasses. Abhängig vom Schadenswert ist dies auch bei Sachschäden möglich. Voraussetzung für die Haftentlassung bzw. Rückgabe des einbehaltenen Reisepasses durch die omanische Polizei ist grundsätzlich die Klärung der Schuldfrage. Dazu u.U. erforderliche gerichtliche Verfahren können einige Zeit in Anspruch nehmen.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der Rial Omani (OMR). Das Abheben von Bargeld an Geldautomaten und die Bezahlung mit Kreditkarten sind vielerorts möglich.

Einreise und Zoll

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Alle Reisedokumente müssen noch sechs Monate nach Einreise gültig sein.

In der Vergangenheit wurde Inhabern von vorläufigen deutschen Reisepässen die Mitnahme auf Flügen, mit Ziel Oman, in Einzelfällen verweigert. Weitere und verbindliche Auskünfte zur Einreise nach Oman kann nur die Botschaft Omans in Berlin erteilen

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Oman ein Visum. Dieses muss seit der Eröffnung des neuen Internationalen Flughafens in Maskat im März 2018 grundsätzlich als e-Visum bei der Royal Oman Police und kann nur noch in bestimmten Fällen ausnahmsweise bei Einreise beantragt werden.

Es gibt Touristenvisa für Aufenthalte von bis zu zehn und 30 Tagen sowie bis zu einem Jahr, jeweils für mehrfache Einreisen.

Geschäftsleute, die ihre regelmäßigen Geschäftsreisen nach Oman belegen können, können ebenfalls ein Visum für Aufenthalte von bis zu drei Monaten und einer Nutzungsdauer von bis zu einem Jahr erhalten.

Passagiere und Besatzungsmitglieder von Kreuzfahrtschiffen sind z.B. im Rahmen eines Landganges für Aufenthalte von max. 48 Stunden von der Visumpflicht befreit.

Weitere Informationen erteilt die Botschaft des Oman in Berlin und die omanische Polizei sowie Oman Airports.

Visa vor der Einreise (eVisa)

Es kann bei der Nutzung anderer Webseiten zu abweichenden höheren Gebühren kommen.

Visa bei Einreise („on arrival")

Die Erteilung eines Visums für Touristen bei Einreise ist weiterhin, aber nur noch im Ausnahmefall ersatzweise am Flughafen, an den Häfen und Grenzübergängen an Land am Travelex Foreign Exchange-Schalter gegen Zahlung von omanischen Rial (OMR) oder Devisen möglich. Es ist mit Wartezeiten zu rechnen.

Transit

Für den Transit am internationalen Flughafen Maskat ist kein Visum erforderlich, wenn ein durchgebuchtes Ticket für den Weiterflug vorliegt und der internationale Transitbereich nicht verlassen wird.
Transit-Flugreisende, die den internationalen Flughafen Maskat verlassen möchten, benötigen ein Visum zur einmaligen Einreise.

Einreise aus und Weiterreise nach Katar

Zwischen Oman und Katar besteht eine Regierungsvereinbarung über die Erteilung gemeinsamer Visa. Deutsche Flugreisende, die auf direktem Weg von Doha/Katar nach Maskat reisen, benötigen für Oman kein Visum, sofern sie in Besitz eines in Katar erteilten gebührenpflichtigen Sondervisums sind, das eine Besuchserlaubnis für Oman beinhaltet und mindestens einen Monat gültig ist.

Einreise aus den und Weiterreise in die Vereinigten Arabischen Emirate

Für die Einreise aus den Vereinigten Arabischen Emiraten benötigen deutsche Staatsangehörige ein gültiges Visum. Dieses wird an der Landgrenze oder am Flughafen ausgestellt oder kann vorab als e-Visum beantragt werden. Bei Ausreise aus Oman in die Vereinigten Arabischen Emirate ist zu beachten, dass ein für Oman erteiltes einmaliges Visum nicht zur Wiedereinreise nach Oman berechtigt, sondern ein neues Visum erforderlich wird. Im Übrigen sind die Visabestimmungen der Vereinigten Arabischen Emirate zu beachten.

Einreise aus und Weiterreise nach Jemen

Auf die aktuelle Reisewarnung für Jemen wird ausdrücklich hingewiesen. Bei Ausreise aus Oman nach Jemen ist zu beachten, dass ein für Oman erteiltes einmaliges Visum nicht zur Wiedereinreise nach Oman berechtigt, sondern ein neues Visum erforderlich wird. Das Visum für die Wiedereinreise auf dem Landweg kann nicht an den Grenzübergängen ausgestellt werden.

Minderjährige

Allein oder nur mit einem Elternteil reisende Minderjährige sollten vorsorglich eine Einverständniserklärung der Eltern/des Elternteils in englischer und /oder arabischer Sprache mit sich führen.

Einfuhrbestimmungen

Sämtliche mitgeführten Gepäckstücke werden bei Ankunft durchleuchtet und können auch gründlich durchsucht werden. Zollfrei dürfen nur Gegenstände des persönlichen Bedarfs eingeführt werden.

Bei der Einfuhr von Schmerzmitteln sowie halluzinogenen Medikamenten, Antidepressiva und anderen Psychopharmaka. sollte ein mehrsprachiges ärztliches Attest des behandelnden Arztes unbedingt mitgeführt werden.

Verboten ist die Einfuhr von frischen Lebensmitteln, vor allem Schweinefleischprodukten, und mehr als zwei Flaschen Alkoholika (max. zwei Liter) sowie von Zeitschriften mit freizügigem Inhalt, von Pornographie und von Waffen.

Videokassetten und Filme können vom Zoll eingezogen werden und dürfen erst nach der Sichtung und Unkenntlichmachung anstößiger Stellen durch die Zensurbehörde wieder abgeholt werden. 

Gesundheit

Aktuelles

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise finden Sie hier.

Dengue-Fieber

Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe auch Merkblatt Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Malaria

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Es besteht ein minimales Risiko in Dakhliyah, im Norden von Batinah sowie im Norden und im Süden von Sharqiyah. Meist handelt es sich um importierte Einzelfälle, siehe Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V..
Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe auch Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.

HIV/AIDS

Oman hat im internationalen Vergleich eine niedrige HIV/AIDS Rate. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht ein grundsätzliches HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera

Cholera kommt im Oman derzeit kaum vor, obwohl im Nachbarland Jemen eine Epidemie herrscht. Die Erkrankung wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

MERS (Middle East Respiratory Syndrome)

Diese Infektionskrankheit löst seit 2012 vorrangig in Ländern der Arabischen Halbinsel vereinzelt schwere Atemwegserkrankungen aus. Ursache ist ein Coronavirus (MERS-CoV), dessen Biologie nicht abschließend geklärt ist. Kamele scheinen an der Übertragung auf den Menschen beteiligt zu sein. Zu Übertragungen von Mensch zu Mensch kam es nur bei sehr engem Kontakt zu Kranken, siehe Merkblatt MERS-Coronavirus.

  • Vermeiden Sie zur Krankheitsprävention unnötigen Kontakt mit Kamelen.

Grippe (Saisonale Influenza)

Die saisonalen Influenzaviren, einschließlich der neuen Influenza A/H1N1 („Schweinegrippe"), zirkulieren in Oman vor allem in den Wintermonaten.

Tollwut (Rabies)

Tollwut war in Oman bis 1990 unbekannt; seitdem werden sporadische Fälle registriert. Überträger sind Füchse und Hunde, siehe Merkblatt Tollwut.

  • Vermeiden Sie den Kontakt zu Füchsen und Hunden.
  • Suchen Sie bei Biss- und Kratzverletzungen sowie Kontakt von Schleimhäuten oder Wunden mit Speichel eines potenziell infizierten Tieres umgehend einen Arzt auf.
  • Lassen Sie sich bei Langzeitaufenthalten hinsichtlich einer Tollwutimpfung beraten.

Geographisch und klimatisch bedingte Erkrankungen

Die durch die Äquatornähe intensive Sonneneinstrahlung, besonders zur Mittagszeit, wird von Urlaubern oft unterschätzt. Auch bei trübem Himmel kann der UV-Index sehr hoch sein.

  • Achten Sie auf guten Sonnenschutz und ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, insbesondere bei Kindern und älteren Personen.

Gefährliche Meeresströmungen führen an den Küsten zu tragischen Ertrinkungsunfällen.

  • Achten Sie auf Warnungen ist an den Stränden.
  • Konsumieren Sie keinen Alkohol beim Baden und Schwimmen.
  • Beaufsichtigen Sie Ihre Kinder beim Spielen an Stränden.

Durch Tierkot verunreinigte Strände bergen ein Infektionsrisiko für parasitäre Hauterkrankungen (Larva migrans cutanea). Badeunfälle durch Quallen, Giftfische, Wasserschlangen und Haie sind möglich, aber selten.

Weitere Gesundheitsgefahren

Geschwindigkeitsübertretungen sind vor allem außerhalb der Städte an der Tagesordnung. Schwere Verkehrsunfälle sind insbesondere bei Überlandfahrten häufig. Eine rasche, medizinische Versorgung, gerade bei Notfällen oder Unfällen, kann in weiten Landesteilen nicht gewährleistet werden, ein zuverlässig funktionierendes Rettungswesen ist auch in den Städten nicht überall existent.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung in den entlegenen Landesteilen entspricht technisch-apparativ, hygienisch und organisatorisch nicht überall europäischem Standard. Sprachbarrieren können darüber hinaus die Kommunikation erheblich erschweren. In Maskat ist die medizinische Versorgung in allen Fachdisziplinen auf einem hohen, meist sehr teurem Niveau möglich.
Eine rasche, medizinische Versorgung, gerade bei Notfällen oder Unfällen, kann in weiten Landesteilen nicht gewährleistet werden.

Privatmedizinische Einrichtungen erwarten vom Patienten vor Behandlungsbeginn in aller Regel eine erhebliche Anzahlung oder eine Bürgschaft für die entstehenden Kosten.
Die Versorgung mit zuverlässigen Medikamenten und eine ununterbrochene Kühlkette sind nicht in allen Landesteilen gesichert.

Die deutsche Botschaft in Maskat verfügt für den Notfall über eine Adressenliste von Ärzten und Krankenhäusern in der Stadt.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Türkei Ja Ja Ja
Andere EU-Länder Ja Ja Ja
Schweiz Ja Ja Ja
Österreich Ja Ja Ja
Deutschland Ja Ja Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 12 Monate gültig sein und mind. 1 leere Seite enthalten.

Visainformationen

Erforderlich u.a. für Staatsbürger der in der obigen Tabelle genannten Länder.

E-Visum:
 
Ein E-Visum mit einer Gültigkeit von 10 Tagen oder 30 Tagen bzw. 1 Jahr müssen u.a. die Staatsangehörigen der folgenden in der obigen Tabelle genannten Länder online auf dem Portal der Royal Oman Police beantragen:
 
(a) Deutschland, Österreich und alle anderen EU-Länder;
 
(b) Schweiz;
 
(c) Türkei.
 

Visum bei der Einreise:
U.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder, können in Ausnahmefällen an allen Grenzübergangsstellen von Oman ein Visum für einen Aufenthalt von 1 Monat für 20 Rial (ca. 50 €) erwerben:

(a) Deutschland, Österreich und alle anderen EU-Länder;
 
(b) Schweiz;
 
(c) Türkei.
 

Hinweis: Es kann auch ein Visum (für 50 Rial (ca. 120 €) beantragt werden, das mehrfache Einreisen für Aufenthalte von jeweils bis zu 30 Tagen innerhalb von einem Jahr erlaubt. Kreuzfahrpassagiere erhalten ein 24-Stunden-Visum kostenlos. Weitere Auskünfte erteilt die Botschaft.

 


Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer:
Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Bearbeitungsdauer

1-2 Tage (Schengen-Länder) bzw mind. 2 Wochen (Nicht-Schengen-Länder).

Gültigkeit

Visum bei der Einreise: 1 Monat oder 1 Jahr.

Vorab ausgestelltes Einfachvisum: 3 Monate ab Ausstellungsdatum für einen Aufenthalt von bis zu 3 Wochen.

Vorab ausgestelltes Mehrfachvisum: Ersteinreise muss innerhalb von 3 Monaten ab Ausstellungsdatum erfolgen, Gesamtgültigkeit ab Ausstellungsdatum 6 Monate, je maximal 3 Wochen Aufenthalt (zwischen jedem Aufenthalt müssen mind. 3 Wochen liegen).

Transit

Transitreisende, die den Transitraum nicht verlassen und innerhalb von 6 Std. weiterreisen, benötigen kein Transitvisum. Transitvisa werden auf Antrag der befördernden Fluggesellschaft bei Ankunft am internationalen Flughafen Seeb (Maskat) erteilt. Sie berechtigen zu einem maximalen Aufenthalt von 72 Stunden ab Einreise. 

Visaarten und Kosten

Touristen- und Geschäftsvisum.

Touristenvisa für eine Aufenthaltsdauer von 10 oder 30 Tagen oder von einem Jahr.

Kosten

Deutschland und Schweiz

Touristenvisum:

5 OR / ca. 10 €/13 CHF, max. 10 Tage Aufenthalt, einmalige Einreise, (online oder bei der Ankunft beantragbar)

20 OR/ ca. 50 € / ca. 51 CHF (max. 30 Tage Aufenthalt), (einmalige Einreise), (online oder bei der Ankunft beantragbar);

50 OR / ca. 120 € / ca. 128 CHF, mehrfache Einreise mit jeweils bis zu 30 Tage pro Aufenthalt (1 Jahr gültig); (online beantragbar)

Geschäftsvisum:

50 OR / ca. 120 €, mehrfache Einreisen, mindestens 6 Monate und maximal 1 Jahr gültig, einzelne Aufenthalte dürfen jeweils max. 3 Monate andauern.

Transitvisum:

20 OR / 50 €, einmalige Einreise.
 

Antrag erforderlich

(a) Online ausgefülltes und ausgedrucktes Antragsformular.
(b) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist (Geschäftsvisum zur mehrmaligen Einreise: mindestens 1 Jahr) und mind. 1 leere Seite enthält.
(c) Gebühr (per Verrechnungsscheck, kein Bargeld).
(d) Frankierter Einschreiben-Rückumschlag.

Geschäftsvisum zusätzlich:
(e) Entsendungsschreiben der eigenen Firma mit Angaben zu Reiseanlass und -dauer und Bestätigung der Kostenübernahme.

Unterlagen für ein Visum bei der Einreise
(a) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(b) Rück- oder Weiterreisetickets und -papiere.
(c) Ausreichende Geldmittel.

Online-Beantragung:

(a) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.

(b) Kreditkarte.

(c) digitales Foto.

Geld

Geldwechsel

Die Mitnahme von US-Dollar in bar ist empfohlen. In abgelegene Gebiete sollte man jedoch ausreichend Bargeld in Landeswährung mitnehmen, da dort die Umtauschmöglichkeiten begrenzt sind.

Währung

1 Omanischer Rial = 1000 Baiza. Währungskürzel: OR, OMR (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 50, 20, 10, 5, 1 und 1/2 OR sowie 200 und 100 Baiza; Münzen in den Nennbeträgen 50, 25, 10 und 5 Baiza. Der Omanische Rial ist an den US-Dollar gebunden.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist unbeschränkt. Unbeschränkte Einfuhr von Fremdwährungen; Deklarationspflicht. Ausfuhr von Fremdwährungen ist auf den bei der Einreise deklarierten Betrag beschränkt.
Die Einfuhr Israelischer Landeswährung ist verboten.

Kreditkarten

Alle internationalen Kreditkarten wie Mastercard, Visa, Diners Club und teilweise auch American Express werden von allen internationalen Hotels, Autovermietern, großen Reisebüros und Banken akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Reiseschecks werden in Oman kaum noch akzeptiert, weshalb eine alternative Geldversorgung ratsam ist.

Öffnungszeiten der Bank

So-Do 08.00-12.00 Uhr und 14.30-18.00 Uhr.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Oman eingeführt werden:

400 Zigaretten (Personen ab 21 J.);
1 Flasche alkoholische Getränke (nur Nicht-Moslems ab 21 J.)*;
100 ml Parfüm für den persönlichen Gebrauch.
[*] Bei Nichteinhaltung muss mit einer Strafe und der Beschlagnahme der Waren gerechnet werden.

Verbotene Importe

Verderbliche Lebensmittel, Schweinefleischprodukte, mehr als 2 Liter Alkoholika, Datteln aller Art, pornographische Materialien, Bienen, Waffen aller Art und Munition.

Quellenangaben
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Oman - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 04.07.2019 (Unverändert gültig seit: 03.07.2019)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Marco Polo - Oman, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2016-01
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 04.07.2019 (Unverändert gültig seit: 03.07.2019)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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