Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Neuseeland

Steckbrief

Neuseeland - Fakten

Ländername Neuseeland / New Zealand
Klima gemäßigt
Beste Reisezeit Februar, März, April, November, Dezember
Lage Ausdehnung von 29 bis 57 Grad südlicher Breite und von 166 bis 179 Grad östlicher Länge (inklusive aller vorgelagerten kleinen Inseln)
Fläche 268.107 qkm
Hauptstadt Wellington, ca. 200.000 Einwohner (Schätzung City Council v. Februar ; Großraum Wellington: ca.400.000 Einwohner
Bevölkerung 4,69 Mio. Einwohner (Statistics NZ Juni 2016)ca. 74 % europäischer Abstammung, ca. 15 % Maori (einheimische Polynesier), ca. 7 % Pazifik-Insulaner (zugewanderte Polynesier); ca. 12 % Asiaten; ca. 1 % Sonstige (Mehrfachnennung war bei Volkszählung 2013 möglich); Wachstumsrate 1,9 %.
Sprache Englisch, Maori und neuseeländische Gebärdensprache
Religion Anglikanisch 14 %, Römisch-Katholisch 13 %, Presbyterianer 10 %, Methodisten 3 %
Nationaltag 6. Februar (Waitangi Day, Feiertag anlässlich der Unterzeichnung des Vertrags von Waitangi im Jahr 1840)
Unabhängigkeit 26. September 1907 (von Großbritannien, zunächst als Dominion, seit dem 25. November 1947 völlige Souveränität)
Staats-/Regierungsform Parlamentarische Demokratie
Staatsoberhaupt Ihre Majestät Königin Elizabeth II., Königin von Neuseeland, vertreten durch Generalgouverneurin Dame Patsy Reddy (Amtseinführung 28.09.2016)
Regierungschef Jacinda Ardern, Premierministerin, Labour Party (Amtsantritt: 26.10.2017)
Außenminister The Right Honourable Winston Peters (Amtsantritt: November 2017), New Zealand First Party
Parlament Einkammerparlament ("House of Representatives") mit 120 Sitzen, Legislaturperiode: 3 Jahre; letzte Wahl: 23. September 2017 - (nächste Wahl: 09/2020)
Währung New Zealand Dollar, Kurs(unterliegt Schwankungen): 1 Euro = 1,6429 New Zealand Dollar (NZD)HinweisDieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.
Zeitzone NZST = UTC+12 (April-September); NZDT = UTC+13 (Oktober-März); Chatham-Inseln: +45 min
Stromnetz 230 V/ 50Hz
Reiseadapter I
Kfz-Länderkennzeichen NZ
ISO-3166 NZ, NZL
Internet-TLD .nz
Landesvorwahl +64
Website http://newzealand.govt.nz/
Reisepass & Visum Notwendig

Geographie

An der Plattengrenze von Indo-Australischer und Pazifischer Platte werden die Nord- und die Südinsel von Erdbeben heimgesucht. Es gibt Geysire und schweflige Schlammpools sowie aktive und erloschene Vulkane. Auf der Südinsel dominieren die gletscher- und schneebedeckten Berge der sich über 450 km erstreckenden Südalpen (Southern Alps) sowie die Fjordlands, eine Seenlandschaft mit Regenwäldern.

Politik und Bevölkerung

In dieser konstitutionellen Monarchie im Commonwealth of Nations mit dem britischen Monarchen als Staatsoberhaupt werden die Mitglieder des Einkammerparlaments (House of Representatives) alle drei Jahre gewählt. Die überwiegend in Städten auf der Nordinsel lebende, protestantische Bevölkerung ist mehrheitlich angelsächsischer Herkunft. Jeder zehnte Neuseeländer gehört zur polynesischen Urbevölkerung, den Maori.

Geschichte

Die Besiedlung durch Polynesier erfolgte im 9. und im 14. Jh. 1642 erreichte mit Abel Tasman der erste Europäer Neuseeland. 1769/70 nahm James Cook es für die britische Krone in Besitz. Nach 1777 setzte die Kolonisierung mit Landraub und Annexion der Südinsel ein. Daher kam es trotz des Vertrages von Waitangi (1840), der traditionelle Landrechte schützte, zu den sogenannten Maori-Kriegen (1843–48 und 1860–70). Neuseeländische Soldaten zogen für das britische Empire in den Ersten und Zweiten Weltkrieg, beteiligten sich am Korea- und am Vietnamkrieg. Die Kultur vereint die Einflüsse der Maori mit denen des Westens. Weltweit bekannt wurde der Regisseur Peter Jackson mit dem Film „Herr der Ringe“.

Neuseeland - Geschichte

ca. 925 Kupe, ein berühmter polynesischer Navigator, erreicht nach der Maori-Überlieferung die Inseln. Wissenschaftler weisen aber nach, dass eine erste Besiedlung erst 1280–1300 n. Chr. begonnen hatte. In diesem Zeitraum erreichten Polynesier (Maori) in großen Kanus Aotearoa, das „Land der langen weißen Wolke“. Sie kamen aus dem sagenhaften Hawaiki, dessen genaue Lage bis heute unbekannt ist
1642 Abel Janzoon Tasman annektiert Neuseeland als „Staten Land“ für Holland. „Nieuw Zeeland“ wird es später genannt
1769 Am 9. Oktober des Jahres landet Entdecker James Cook in der Nähe des heutigen Gisborne und nimmt die Inseln für König George III. in Besitz
1840 Am 6. Februar wird der „Treaty of Waitangi“ zwischen den Pakehas (Weißen) und den Maori unterzeichnet, in dem die Maori die britische Souveränität akzeptieren, Land an die Siedler abtraten und gleichzeitig die Privilegien britischer Bürger erhalten. Zu diesem Zeitpunkt kauft die „New Zealand Company“ Maori-Land auf, um es an englische Siedler zu veräußern – bis heute Streitpunkt
1947 Neuseeland erlangt seine Unabhängigkeit von Großbritannien, bleibt aber Mitglied im Commonwealth
1985 Die Regierung erklärt das Land zur weltweit ersten atomwaffenfreien Zone
2008 Nationalheld Sir Edmund Hillary, 1953 erster Mount-Everest-Bezwinger, stirbt mit 88 Jahren in Auckland
2011 Fast 200 Menschen sterben bei dem fürchterlichen Erdbeben in Christchurch. Die Innenstadt muss in weiten Teilen neu aufgebaut werden, die Schäden betragen mehr als 12 Mrd. NZ-Dollar
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Embassy of the Federal Republic of Germany

Hobson Street 90–92 | Wellington | Tel. 04 4736063 | www.wellington.diplo.de

Consulate-General of Austria

Willis Street 57 | Wellington | Tel. 04 4996393 | www.austria.org.au

Embassy of Switzerland

Panama Street 22–24 | Wellington | Tel. 04 4721593 | www.eda.admin.ch/wellington

Internetcafés & Wlan

Internetcafés gibt es in den touristischen Zentren an jeder Ecke und alle Vier- und Fünf-Sterne Hotels bieten Internetanschluss (meist gegen Aufpreis) auf den Zimmern. Auch viele i-Sites (Visitor Information) verfügen über Internetanschluss für die Gäste. Haben Sie ein WLAN-fähiges Handy oder Notebook, können Sie landesweit in rund 600 Cafés, auf Campingplätzen oder in Hotels auf Hotspots zurückgreifen – fast ausschließlich gegen Gebühr (das erfahren Sie nach Öffnen des Browsers). Ipass (www.ipass.com), Telecom New Zealand (www.telecom.co.nz/wirelesshotspot) oder das populäre CaféNET (www.cafenet.co.nz) bieten Prepaidkarten für WLAN an. Auf folgenden Seiten finden Sie Hotspots in Ihrer Nähe: www.jiwire.com, www.hotspot-locations.de, www.wi-fihotspotsdirectory.com, www.wififreespot.com, www.totalhotspots.com (nur ipass-WLAN-Service)

Post

Eine Postkarte nach Europa kostet 1,90 NZ$ und ist ca. 6–10 Tage unterwegs. Ein Brief kostet 2,40 NZ$.

Telefon & Handy

Ortsgespräche sind von privaten Telefonen gebührenfrei. In öffentlichen Telefonzellen benutzt man Telefonkarten, die jeder Dairy oder Zeitschriftenhändler führt. Preiswerter sind Karten von privaten Anbietern in vielen Internetcafés überall im Land. Oft kostet dort ein Telefonat nach Deutschland ca. 6 Cent/Min.

Mit dem heimischen Mobiltelefon (GSM) sind Sie auch in Neuseeland über das Roaming erreichbar – je nach Dienstleister ein mehr oder weniger teurer Spaß. Bei einem längeren Aufenthalt kann es unter Umständen günstig sein, wenn Sie alle Handyanrufe vor dem Abflug auf Ihre Mailbox umleiten. In Neuseeland kaufen Sie dann z. B. bei Vodafone einen prepaid chip, der in Ihr GSM-Handy passt (40 NZ$ inkl. 10 NZ$ Gesprächsguthaben). Sie bekommen sofort eine neuseeländische Mobilrufnummer sowie eine Sprachmailbox. Gebühren/Min.: 1,39–1,99 NZ$ für ein Gespräch nach Deutschland (19–7 Uhr).

Vorwahl nach Deutschland 0049, Österreich 0043, in die Schweiz 0041, Vorwahl nach Neuseeland 0064. Die in diesem Band angegebenen 0800-Nummern sind in Neuseeland gebührenfrei. Für einen Notruf wählen Sie generell 111.

Zeitungen & Magazine

Zeitungen und Magazine aus Europa liegen – wenn überhaupt – erst ein bis zwei Wochen nach Erscheinen aus. Die Auswahl an neuseeländischen Zeitungen ist im Verhältnis zur Einwohnerzahl groß.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Bloß nichts unter den Tisch fallen lassen: Down under wird mancher Feiertag, der auf einen Sonntag fällt, am folgenden Montag nachgefeiert. Ein echter Kiwi weiß zu feiern, was die Feste hergeben. Davon gibt es reichlich: ob in Sportverein, beim Wohltätigkeits- oder Schulfest, bei Barbecue oder potluck dinner, zu dem jeder Gast etwas zu essen mitbringt. Spätestens am Labour Weekend im Frühling trifft man sich zu Festen draußen. Dann hält die sportverrückten Neuseeländer einfach nichts mehr im Haus.

Feste & Veranstaltungen

Januar

Buskers Festival: Gaukler aus aller Welt bieten in Christchurch zehn Tage lang kostenloses Straßentheater. www.worldbuskersfestival.com

Glenorchy Races: Bei Pferderennen und Rodeo vor der traumhaft schönen Bergkulisse am entlegenen Nordende des Lake Wakatipu sind die Farmer aus der Umgebung schon lange nicht mehr nur unter sich. Ein deftiges Volksfest, zu dem Sie am besten Ihr eigenes Picknick mitbringen (erstes Wochenende im Januar).

Februar

Speights Coast to Coast Triathlon: 238 km quer über die Südinsel: Laufen, Rad- und Kajakfahren. Zum Finish in Christchurch gibt's eine Strandparty im Vorort Sumner (Mitte Feb.).

Marlborough Wine and Food Festival: Das älteste der vielen kulinarischen Festivals zählt nach wie vor zu den besten und beliebtesten. Allerdings werden nicht mehr als 12 000 Besucher zugelassen. Deshalb sollten Sie Tickets (Tel. 03 5778977) reservieren (Ende Feb.).

Art-déco-Festival: Jedes Jahr aufs Neue schwelgt Napier am dritten Februar-Wochenende im Stil der Goldenen Zwanziger – ein farbenprächtiges Straßenfest mit viel Musik und tollen Kostümen.

März

Wildfood Festival: Der wein- und bierselige Jahrmarkt der Köstlichkeiten lockt am zweiten Wochenende Zigtausende ins kleine Hokitika. Und die berüchtigte „wild coast“ hätte ihren Namen nicht verdient, würden nicht auch „wilde“ Sachen wie gegrillte Würmer aufgetischt.

Championship Golden Shears: In Masterton messen sich Anfang März um die 400 Teilnehmer im Schafescheren.

New Zealand International Festival of Arts: Drei Wochen lang währt das hochkarätige Kulturspektakel aus Theater, Musik und Tanz, das alle zwei Jahre in Wellington stattfindet (in geraden Jahren).

WOMAD: Die Abkürzung steht für „World of Music, Arts & Dance“ und verwandelt ein Wochenende lang die Taranaki-Stadt New Plymouth in eine turbulente Künstlerhochburg mit Theater, Film und viel Musik in der ausgedehnten Parkanlage der Brooklands. www.womad.co.nz

April

Arrowtown Autumn Festival: Wenn der Herbst die Blätter färbt, erblüht das Goldgräberstädtchen nahe Queenstown zu alter Pracht. Höhepunkt ist der nostalgische Umzug in historischen Kostümen.

Juni/Juli

Winter Festival: Viel Pulver(schnee) wird verschossen, wenn Queenstown mit Trickski-Shows, Symphoniekonzerten im Schnee und Skulpturen aus Eis die Wintersportsaison eröffnet.

Matariki: Eine Art Erntedank- und Neujahrsfest der Maori mit vielen Veranstaltungen. www.matarikifestival.org.nz

November

Rhododendron Festival: Über 100 Gärten in und um New Plymouth präsentieren zwei Wochen lang ihre Blütenpracht. Insbesondere der Pukeiti Rhododendron Garden (Carrington Road 2290 | 20 km südwestl. der Stadt) lohnt den Besuch.

Gesetzliche Feiertage

1. Januar New Year
6. Februar Waitangi Day
März/April Good Friday (Karfreitag; Ostermontag)
25. April ANZAC Day: Gedenktag für Kriegsopfer
1. Montag im Juni Geburtstag der englischen Königin
4. Montag im Oktober Labour Weekend (Tag der Arbeit)
25. Dezember Christmas Day (1. Weihnachtstag)
26. Dezember Boxing Day (2. Weihnachtstag)
Mobilität vor Ort

Auto

In Neuseeland wird links gefahren, defensiv und dank geringer Verkehrsdichte recht stressfrei. Die Hauptstrecken (State Highways, in diesem Buch abgekürzt SH, und Highways) sind asphaltiert und gut ausgebaut, aber bisweilen sehr kurvenreich. Dadurch schätzt man Entfernungen oft falsch ein. Mehrspurige Schnellstraßen gibt es nur im Umkreis der Großstädte. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 100 km/h, in Ortschaften 50 km/h. Achtung: intensive Geschwindigkeitskontrollen mit speed cameras und Alkoholkontrollen (0,4 Promille-Grenze). Im Kreisverkehr gilt rechts vor links, ebenso an Kreuzungen (Hier soll die Regelung aber aufgehoben werden. Bitte erkundigen Sie sich!). Man braucht einen internationalen Führerschein. Der ist nur in Verbindung mit dem nationalen gültig. Telefonieren am Steuer nur mit Freisprechanlage!

Inlandsreiseverkehr

Züge verkehren nur zwischen Auckland und Wellington, Picton und Christchurch und zwischen Christchurch und Greymouth; Infos: TranzAlpine (www.railnewzealand.com).

Busse pendeln regelmäßig zwischen allen Orten auf der Nord- und der Südinsel; sie sind zuverlässig und ideales Verkehrsmittel für Rucksacktouristen.

Besonders günstig sind Pässe für Bus, Bahn, Fähre und Flugzeug, z. B. Flexi Pass bzw. Hop-on-Hopp-off-Tickets (www.intercitycoach.co.nz und www.flexitrips.co.nz) und Scenic Rail Pass (www.tranzscenic.co.nz). Die Backpackerbusse von Magic (www.magicbus.co.nz) und Kiwi Experience (www.kiwiexperience.com) fahren noch preiswerter. Alle Pässe können auch vor Ort gekauft werden.

Nationale Flüge werden von Air New Zealand (Tel. 0800 737000 | www.airnewzealand.com) und der Qantas-Tochter Jetstar (Tel. 0800 800995 | www.jetstar.com) angeboten. Sonderangebote übers Internet. Der Hin- und Rückflug Auckland–Christchurch kostet ca. 100 Euro, je nach Tageszeit.

Für Wohnmobilfahrer: Die Fähre zwischen Nord- und Südinsel (Nov.–März) möglichst schon zu Hause buchen, sonst sofort nach Ankunft in Christchurch oder Auckland. Tel. 4 4983000 | www.interislander.co.nz oder www.bluebridge.co.nz

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Die neuseeländische Küche hat reichlich Geschmack bekommen, nicht zuletzt dank der Entwicklungshilfe zahlreicher ausländischer Küchenchefs. Die heimischen Grundnahrungsmittel sind von hervorragender Qualität. Was lässt sich nicht alles aus zartem Lammfleisch kreieren? Rindfleisch wird oft und gerne als Steak verspeist: Filet, Rump- und sirloin steak unterscheiden sich in Zartheit und Preis. Besonders saftig bleibt das marmorierte rib eye filet. Die tellergroßen T-Bone-Steaks eignen sich für den Bärenhunger. Venison ist Fleisch vom neuseeländischen Wild, das, ob Reh oder Hirsch, fast zahm hinter den Zäunen von Farmen gehalten wird. Und tatsächlich fehlt den Fleischgerichten deshalb auch der typische Wildgeschmack. Ganz wild sind die Neuseeländer auf chicken, ob als gebratene Hühnerbrust oder panierte Hähnchenschenkel. Um die Mittagszeit füllt chicken, gut sortiert, die Vitrinen der Selbstbedienungstheken in kleinen Imbissen und Coffee Shops. Im Angebot sind auch phantasievoll zubereitete Häppchen wie Sandwiches, rolls (Brötchen) und pies (kleine herzhafte Kuchen).

Morgens gibt's nur eines: English Breakfast, das Frühstück zum Sattwerden mit Eiern und Schinken, Würstchen und/oder Fisch und hash browns, knusprigen, kleinen Bratkartoffeln. Mittags (lunch) isst man kalt, und zwar – mit allerhand Grünzeug und Sprossen – gesund! Viele Neuseeländer sind wahre Gesundheitsfanatiker.

Einwanderer aus aller Herren Länder haben die gastronomische Vielfalt vergrößert: Kleine, feine chinesische Restaurants findet man fast überall; die Italiener wagen sich inzwischen mit mehr auf den Tisch als Lasagne und Cannelloni; französisch kochen in der Regel die Gourmettempel; den zahlreichen japanischen Touristen huldigen vor allem Sushibars mit ihren rohen Fischhappen.

In den Fischgeschäften liegen blue cod (Kabeljau), red snapper oder heimischer hoki kopflos und schon filetiert aus. Derart präpariert, schwimmen sie hier auch schnell im Frittierfett und landen anschließend mit Pommes frites in einer Papiertüte, wenn Fish & Chips als take away (zum Mitnehmen) bestellt wurden.

1 kg Pazifikaustern im Plastikschälchen ist bei einer Oyster Farm in der Bay of Islands für rund 9 Euro zu haben. Die Bluff oysters, benannt nach der Stadt auf der Südinsel, gibt's meist nur Ende März bis August. Noch günstiger, in der Plastiktüte, sind greenshell mussels (oder auch green lipped mussels – Grünlippenmuscheln), ähnlich den Miesmuscheln, nur fast doppelt so groß. Schalenlos, haltbar geräuchert und unterschiedlich gewürzt, stillen die Muscheln den kleinen Hunger zwischendurch. Auch mit kleinem Geldbeutel muss man nicht auf Langusten (crayfish) verzichten. Meist werden die Tiere knallrot, weil schon gekocht und damit verzehrbereit, in unterschiedlichen Größen verkauft. Gute Adressen sind die kleinen Verkaufsstände um Kaikoura sowie in Whitianga (Coromandel-Halbinsel). Wenn die Neuseeländer kleine Fische backen, packen sie white bait, winzige, ganz junge, durchsichtige Hechtlinge, in der Pfanne in ein Omelett ein – ein eher fade schmeckendes Gericht.

Praktisch von der Hand in den Mund ernährt man sich aus dem reich gefüllten Obstkorb Neuseelands. Außer verschiedenen Apfel- und Birnensorten locken nashis, saftige Kreuzung von Birne und Apfel, und preiswerte Avocados und Kiwis. Appetit auf einen süßen Erdapfel? Die kumara, die Süßkartoffel, wurde schon von den alten Maori im Erdofen zubereitet. Eine Garmethode, die für Touristen beim Hangi in Rotorua regelmäßig zelebriert wird.

Weil Bienenvölker an der Fülle blühender Vegetation ihre wahre Freude haben, liefern sie eilfertig delikate Honigsorten. Ebenso lecker wie gesund ist Manuka Honey (aus der Blüte der gleichnamigen Staude und mit dem Begriff UMF bzw. MGO klassifiziert), dem wissenschaftliche Studien (bei äußerer Anwendung) sogar eine antibakterielle Wirkung bescheinigen – ein Hoffnungsträger im Kampf gegen antibiotika-resistente Bakterien.

Riesling, Chardonnay, Cabernet-Sauvignon und Müller-Thurgau sind Rebsorten, die auch auf neuseeländischem Boden gedeihen. Dry oder medium dry – richtig populär als ordentlicher Tischwein ist der günstige „Cask“-Wine im Minicontainer (3 l). Sparkling wine brut (trockener Sekt) hat Klasse bekommen. Die Hawke Bay und die Auckland-Region sind bekannt für gute Rotweine, Marlborough mehr für ausgezeichnete Weißweine. Kosten Sie auch Kiwi-Wein!

Biertrinker sollten trotz Deutsch klingender Marken keine falschen Hoffnungen hegen. Die Gläser kommen wie in England randvoll und ohne Schaum auf die Theke. Sehr beliebt sind die vielen kleinen Boutique-Brauereien, auch Mikro-Brauereien genannt, die Sie zuverlässig über die Internetseite www.beertourist.co.nz finden. Riesengroß ist die Auswahl bei Fruchtsäften, die aufgrund der Apfelschwemme gern über eine apple base von bis zu 75 Prozent verfügen, d. h. auch Orangen- und Kirschsaft sind zu drei Vierteln mit Apfelsaft versetzt.

Nicht zuletzt den italienischen Immigranten ist es zu verdanken, dass sich in der Nation eine regelrechte Kaffeekultur etabliert hat. Heute beherrscht die/der Barrista die Klaviatur an der Espressomaschine. Eine gefragte Fachkraft, die mehr können muss als bloß Kaffee kochen, denn Cappuccino & Co. lassen sich die Kiwis gerne zelebrieren.

Trinkgeld

Trinkgelder sind nicht üblich – auch wenn diese Regel bei wirklich gutem Service mehr und mehr durchbrochen wird.

Einkaufen und Shoppen

An der Wolle von knapp 40 Mio. Schafen kommen Neuseelandbesucher nur schwer vorbei. Besonders hochwertige Strickwaren werden aus feinster Merinowolle von den Hochlandfarmen auf der Südinsel gefertigt (z. B. Icebreaker). Echter Luxus auf der Haut sind Kleidungsstücke aus einer Mischung von Merinowolle und Opossum-Haaren, Merino Mix genannt (z. B. von Untouched World). Wer etwas Robustes für Wind und Wetter sucht, kauft einen großkarierten Wollüberzieher (etwa von Swanndri), wie ihn seit jeher der neuseeländische Schafhirte trägt.

Stoffe & Leder

Fell & Leder

Was man aus Schafsfell alles herstellen kann, zeigen die prall gefüllten Auslagen der Souvenirshops: vom weichen Bettvorleger bis zum pink eingefärbten Kuscheltier. Längst wissen junge Modedesigner mit den Fellen umzugehen und schneidern schicke Jacken und Mäntel, auch aus dem kurz geschorenen Fell von Jungtieren, das bevorzugt innen getragen wird. Immer noch hipp sind UGG Boots, flache Fellstiefel, die es überall zu kaufen gibt. Hirschleder stammt in der Regel von den zahlreichen Rotwildfarmen im Land.

Schmuck

Greenstone & Gold

Neuseeländische Jade muss nicht teuer sein. Greenstone ist ein Halbedelstein, dem erst die Kunstfertigkeit des Schleifers großen Wert verleiht. Aus sogenannten Greenstone Factories, z. B. in Hokitika, kommen die Schmucksteine als günstige Massenartikel in den Handel. Bei kleinen Kostbarkeiten waren Künstler am Werk, die den in allen Grüntönen vorkommenden Stein oft nach alten Maori-Motiven in Form bringen. Beliebt sind Koru (der Spirale des Farnwedels nachempfunden) und Twist (einem verschlungenen Knoten ähnelnd), die als Tiki (Amulett) um den Hals getragen werden. Verlässliche Adressen für garantierte Greenstone-Preziosen sind einige Ateliers in Hokitika sowie das Arts Centre in Christchurch und der Te Papa Museum Shop in Wellington. Wenn es auch etwas teurer sein darf, erstehen Sie ein glänzendes Mitbringsel aus einer der noch aktiven Goldminen Neuseelands: z. B. kleine Nuggets, die zu Ohrringen oder Anhängern verarbeitet werden.

Paua & Perlmutt

Geschliffen und poliert macht die bunt schillernde Schale einer Paua-Muschel als Tisch- oder Raumschmuck allerhand her. Auch ansonsten muss die Muschelschale für lauter Schmuck herhalten, aber viele der Ohrgehänge, Amuletts, Armbänder und Haarspangen sind ihr Geld nicht wert. Doch mit etwas Suchen finden Sie unter dem ganzen Talmi auch schön gearbeitete Stücke, z. B. bei Pauanesia (High Street 35) in Auckland. Schmuck aus Perlmutt (Mother of Pearl) sieht fast immer edel aus, vor allem wenn er aus dem Atelier von Neil Hanna stammt. Die erschwinglichen Kunstwerke können Sie per Mail (www.neilhanna.com) bestellen oder nach Terminvereinbarung im Atelier im Aucklander Stadtteil Remuera (Tel. 09 5247516) kaufen.

Kunsthandwerk & Design

Maori-Kunsthandwerk

Das gibt es nur in Neuseeland: Holz- und Knochenschnitzereien nach traditionellen Motiven der Polynesier sowie Flecht- und Webarbeiten aus Flachs. Hochwertige Skulpturen oder Masken aus Künstlerhand haben natürlich ihren Preis. Eine sehr gute Auswahl bietet z. B. das Te Puia Arts and Crafts Centre in Rotorua. Als Souvenir für die Ewigkeit sind Tätowierungen mit Maori-Ornamenten in Mode gekommen. Kleine Tattoostudios bieten beinahe an jeder Ecke ihre Dienste an.

Sport & Wandern

Outdoor-Kleidung

Bevor Sie sich zu Hause mit entsprechender Kleidung für Ihren Trip durch die Natur Neuseelands eindecken: Down under ist die Auswahl groß, sind die Preise klein. Die Vielzahl an Spezialgeschäften hat ein üppiges Angebot an ebenso schickem wie zweckmäßigem Outfit, das dem wechselhaften Wetter Neuseelands trotzt. Outdoor-Shops gibt es vor allem in Auckland, Wellington, Christchurch und Queenstown. Vor allem rund um Ostern gibt es Rabatte. Für exzellente und zudem in Neuseeland gefertigte Qualität bürgt das Familienunternehmen Earth Sea Sky (www.earthseasky.co.nz) in Christchurch.

Öffnungszeiten

Seit der Liberalisierung des Ladenschlussgesetzes haben viele Supermärkte bis spät abends und am Wochenende geöffnet. Alle übrigen Geschäfte öffnen wochentags meist von 9–17.30 Uhr, beim Late Night Shopping am Donnerstag bzw. Freitag bis ca. 20 Uhr. In größeren Städten sind sie auch sonntags zwischen 11 und 16 Uhr geöffnet.

Spezialitäten

afternoon tea nachmittägliche Teepause, zu der süße Brötchen (scone) mit Marmelade und Sahne gereicht werden
blt Speck (bacon), Salat (lettuce) und Tomate (tomato) verbergen sich hinter der Abkürzung, mit der Hamburger garniert werden oder die für entsprechend belegte Sandwichs steht
latte populärer Milchkaffee (ein Drittel Espresso, aufgefüllt mit zwei Drittel heiß aufgeschäumter Milch), oft in Pappbechern „to go“
muffin warmes Gebäck für zwischendurch, entweder herzhaft-würzig oder fruchtig-süß
mussel patty in Panade gebackene Grünschalenmuscheln
oaky Bezeichnung für Weine, die in kleinen Eichenfässern gereift sind. Den Barriqueweinen aus Europa ähnlich
oysters kilpatrick mit Speckwürfeln überbackene Austern
pavlova zuckersüßes Dessert, das dem steifen Tutu der gleichnamigen russischen Primaballerina ähnelt
pumpkin ohne Kürbis brodelt im Spätsommer und Herbst kaum eine Suppenküche in Neuseeland. Doch er schmeckt jedes Mal anders, dank unterschiedlichster Rezepte aus Ost und West
sandwich der traditionell englische Imbiss hat down under die Phantasie angeregt und wird heute mit (fast) allem belegt, was zwischen zwei Weißbrotscheiben passt – gerne getoastet und diagonal in handgerechte Happen geschnitten
seafood chowder eine helle, sämige Meeresfrüchtesuppe zum Sattwerden
silverbeet Mangold, schon lange von den Maori angebaut
steak & kidney pie mit Hackfleisch und Nierenklein gefüllte Pastete, mehr ein deftiger Snack auf die Hand als ein Gaumenkitzler für Gourmets
tuatua fritters bei den Maori beliebtes frittiertes Muschelgericht, das heute nur noch selten auf den Speisekarten zu finden ist
Stichworte

Cycling

Radfahren gehört seit einigen Jahren zu den beliebtesten Freizeitsportarten der Neuseeländer. Wobei die Betonung auf „Sport“ liegt. Denn cycling down under dient weniger dem zeitsparenden oder ökologisch korrekten Vorankommen als vielmehr der körperlichen Ertüchtigung – eine Art Volksbewegung im Zug der anhaltenden Fitnesswelle. Etliche schwingen sich aufs Rad und trainieren hart für Ihre Ausdauer. Tourenräder sehen Sie hier so gut wie gar nicht, dafür umso mehr schnittige Rennräder und geländegängige Mountainbikes. Immer nach Feierabend und an Wochenenden werden Straßen und Pisten förmlich überrollt von pfeilschnellen Menschen in hautengen Outfits und dem verordneten Helm auf dem Kopf. Seien Sie also auf der Hut, sollten Sie in scheinbar ruhigen Gegenden gemächlich die Straße überqueren.

Einwanderer

Seit jeher haben Einwanderer die einst menschenleeren neuseeländischen Inseln bevölkert. Erst nur Maori, später Immigranten aus der ganzen Welt, die meisten aus Großbritannien und Irland. Heute sind knapp 75 Prozent der Neuseeländer europäischer Abstammung, Tendenz sinkend. Dafür nimmt der Anteil asiatischer Volksgruppen rapide zu: Bereits über zehn Prozent stammen aus Asien, das sind 35 Prozent mehr, als aus dem Pazifikraum (Südsee-Inseln) kommen. Neuseeland würde gern als Schmelztiegel der Kulturen funktionieren, doch vor allem die Chinesen und Koreaner tun sich schwer mit der Integration.

Fauna

Obwohl ziemlich hässlich, halb blind und struppig, ist der Brown Kiwi der am meisten umsorgte Vogel Neuseelands. Er ist eine von insgesamt fünf Vogelarten, die das Fliegen mangels Feinden verlernt haben, und steht, obwohl nicht mehr vom Aussterben bedroht, unter Naturschutz. Wie auch der blaugrüne Takahe (vergleichbar mit unserem Teichhuhn) und der Eulenpapagei Kakapo. Viele der hier vorkommenden 250 Vogelarten gibt es nur in Neuseeland, wie den Tui und den Kea. Letzterer ist zweifellos der frechste Vogel, ein grüner Bergpapagei mit einem scharfen Schnabel, der überhaupt keinen Respekt vor Gummidichtungen an Autotüren oder vor Scheibenwischerblättern hat. Während die Moas (Riesenlaufvögel) ausgestorben sind, haben sich eingeführte Tiere wie Rotwild, Wiesel und Possum mangels natürlicher Feinde zu stark vermehrt. Also werden sie gejagt, besonders das Blumenbeete leer fressende Possum.

Die Küstengewässer sind immer noch reich an großen und kleinen Fischen. Saisonbedingt tauchen riesige Wale auf. Die Binnengewässer sind voller Leben, zum Teil reich gesegnet mit schillernden Regenbogenforellen. Zwei Fledermausarten sind die einzigen heimischen Landsäugetiere. Außerdem lebt in Neuseeland noch eine der ältesten Tierarten der Welt: Seit 200 Mio. Jahren bevölkert die Gattung der Brückenechse, Tuatara, die Erde.

Flora

Welche Vielfalt unterschiedlicher Farne die Natur hervorgebracht hat, zeigt sich im neuseeländischen Busch, einem dicht verschlungenen Urwald in subtropisch-gemäßigtem Klima. Fast 200 verschiedene Arten Farn gibt es, einige werden bis zu 15 m hoch, manche bringen es auf eine Blattlänge von 3 m. Mitte des 18. Jhs. waren noch zwei Drittel des Landes mit dichten Wäldern überzogen, heute ist es weniger als ein Drittel. Die unter Naturschutz stehenden Kauri-Bäume gehören in den Wäldern Neuseelands heute zu den Raritäten. Schneller machen sich eingeführte Baumarten, z. B. Pinien, breit, zum Nachteil der ursprünglich beheimateten Baumarten wie Rata oder Pohutukawa, dem neuseeländischen Weihnachtsbaum, der Ende Dezember mit seinen knallroten Blüten für die richtige Feststimmung sorgt.

Friday Night

Immer wieder freitags gerät das Nachtleben downunder aus den Fugen. Dann steigt der Alkoholkonsum springflutartig an, nicht nur in Pubs und Bars, sondern auch bei Partys und Veranstaltungen. Koma-Saufen (binge drinking) hat leider auch unter den jüngeren Neuseeländern zugenommen. In einigen der berüchtigten „watering holes“, also jenen Lokalen, in denen über die Maßen getankt wird, kommt es zu späterer Stunde auch gerne mal zu Handgreiflichkeiten unter angetrunkenen Gästen. Diese Lokale sollten Sie tunlichst meiden. Und in den Innenstädten von der Straße bleiben. Denn dort sind freitags die „hoons“ unterwegs: junge Leute in ihren frisierten und tiefer gelegten Kisten, die mit aufheulenden Motoren um die Blocks jagen. Die Polizei behält das Treiben im Blick, unternimmt aber nicht viel dagegen.

Geologie

Vor ungefähr 230 Mio. Jahren, als Australien schon eine Landmasse für sich war, lag Neuseeland noch unter der Meeresoberfläche. Mehr als 100 Mio. Jahre mussten noch vergehen, bis im Zuge vulkanischer Tätigkeit und tektonischer Erdbewegungen Neuseeland auftauchte. Eiszeitliche Gletscher formten die Oberfläche und haben sichtbare Spuren hinterlassen: Fjorde, lang gezogene Seen und Moränenlandschaften. Vulkanische und thermische Aktivitäten prägen und verändern noch heute das Landschaftsbild. Drei Viertel der Landfläche liegen mehr als 200 m über dem Meeresspiegel, über 3000 m erheben sich die Gipfel der Südinsel. Weitere Informationen zu Vulkanen und Erdbeben unter www.geonet.org.nz

Landwirtschaft

Neuseeland wird häufig als die größte Farm der Welt bezeichnet. Rund 170 000 km2 (von 268 000 km2 Gesamtfläche) werden landwirtschaftlich genutzt zum Anbau von Kulturpflanzen und als Weideland für Rinder, Schafe und Rotwild. Einige der 27 000 Schaffarmer sind zweifellos Großgrundbesitzer, die ihre meist weit abgelegenen Ländereien nicht mehr zu Fuß abgehen können. Seit den 1960er-Jahren wird Wildfleisch nach Europa exportiert und auf den ersten Farmen Rotwild gezüchtet. Inzwischen gibt es rund 4000 Wildfarmen mit insgesamt 2 Mio. Tieren.

Ein anderer Exportschlager ist das Obst. Als Vorzeigefrucht muss The world's finest kiwifruit herhalten, obwohl viele Farmer nicht den erhofften Profit erzielen. Anbau, Ernte und Versand der empfindlichen Kiwis sind arbeits- und kostenintensiv. Neuseeländische Apfelbauern profitieren von den verschobenen Jahreszeiten: Im europäischen Winter und Frühling können sie die Obstregale der Supermärkte mit erntefrischen Äpfeln füllen.

Maori

Rund 620 000 Menschen in Neuseeland bezeichnen sich als Maori. Woher die Polynesier genau kamen, damals vor über tausend Jahren, weiß keiner. Sie selbst behaupten, aus Hawaiki, einem Land, das so rätselhaft ist wie Atlantis, vermutlich aber im Bereich Französisch-Polynesiens liegt (Insel Raiatea). Die einfachen, schlanken Holzkanus mussten Tausende von Kilometern wilden Ozeans hinter sich bringen, bis sie am Schluss ihrer Expedition Aotearoa fanden, das „Land der langen weißen Wolke“, wie Neuseeland in der bildhaften Sprache der Maori genannt wird.

Der Iwi, der Stamm, war die größte Einheit, die die Maoris zu dieser Zeit kannten. Er wurde geleitet von einem Häuptling, dem Ariki, der allerdings Entscheidungen nicht allein traf. Auf den Dorfplätzen, den Marae, wurden Versammlungen abgehalten, bei denen jedes Familienoberhaupt seine Meinung kundtun konnte. Zwischen den Stämmen bestanden Handelsbeziehungen.

Über 500 Maori-Stämme teilten sich im 19. Jh. Nord- und Südinsel. Mit der Besiedlung Neuseelands durch die Weißen wurden Unzählige allein durch eingeschleppte Krankheiten dahingerafft. Als am 6. Februar 1840 der Vertrag von Waitangi geschlossen wurde, der den Maori die Privilegien britischer Bürger zusicherte und – zumindest auf dem Papier – ihre Landrechte schützte, lebten 100 000 Maori, aber nur etwa 1000 europäische Siedler in Neuseeland. 18 Jahre später waren die Weißen bereits in der Überzahl. Aggressive Siedlerpolitik, aber auch Uneinigkeit der Maori-Stämme machten den im kolonialen Zeitalter sicherlich recht fortschrittlichen Vertrag zunichte. Seit Jahrzehnten schon leben Maori und Pakeha (die Weißen) harmonisch nebeneinander, aber nicht unbedingt miteinander. Die weißen und die dunkelhäutigen Neuseeländer blieben in vielen Punkten ein Volk fremder Nachbarn, obwohl es offizielle Rassenschranken oder Diskriminierungen bis heute nicht gibt. Trotzdem sind die Maori gegenüber der weißen Bevölkerung in vielen Bereichen benachteiligt: Sie stellen einen großen Teil der Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger. Ein großer Teil der jüngeren Generation bemüht sich allerdings mit Unterstützung des Staates um ein neues polynesisches Selbstbewusstsein, Maoritanga genannt. Sprache und Kultur werden wiederbelebt, doch nur ein Fünftel der Maori ist der Maori-Sprache mächtig.

Das Streben nach Besitz und Konkurrenzdenken sind den Maori noch immer fremd. Ansonsten unterscheidet sich ihre Lebensform kaum noch von der der weißen Bevölkerung Neuseelands. Weitere Infos unter www.maori.orgnz.tikanga

Nationalparks

Die 14 Nationalparks Neuseelands nehmen mit fast 30 000 km2 zehn Prozent der Gesamtfläche ein. Hinzu kommen noch drei Maritime Parks an der Küste und andere Schutzgebiete, sodass insgesamt 35 Prozent der Landesfläche unter Naturschutz stehen. Nur Wanderer dürfen auf unterschiedlich langen und schwierigen Tracks tief in die abgeschiedene Natur eindringen, vorausgesetzt, sie lassen nichts zurück außer Fußspuren.

Open Home

Wer einfach mal sehen will, wie es bei Neuseeländern daheim aussieht, sollte eine der öffentlichen Einladungen zur Hausbesichtigung wahrnehmen, bei der, zu festgelegten Zeiten, die jeweilige Immobilie zum Verkauf angeboten wird. Also keine Scheu, wenn ein Schild am Grundstück das Objekt als „Open Home“ ausweist! Andere schauen, vor allem samstags oder sonntags, auch nur aus Neugier herein, die wenigsten Besucher sind ernsthafte Kaufinteressenten. Denn auf dem Immobilienmarkt sind in den vergangenen Jahren die Preise derart explodiert, dass viele sich kein Eigenheim mehr leisten können. In Relation zum Einkommen sollen die Häuser in Auckland, so eine Untersuchung, teurer als in New York sein. Bisher haben Generationen von Kiwis vertrauensvoll auf das eigene Haus gebaut, vor allem als Altersversorgung. Junge Leute in größeren Städten haben jetzt das Nachsehen, zumal es überall an bezahlbarem Mietraum mangelt.

Politik

Die meisten Kiwis sind längst nicht mehr königstreu, doch die wenigsten geben es zu. Also bleibt der Staat bis auf Weiteres Mitglied des Commonwealth mit der englischen Königin als Oberhaupt.

Damit kein Zweifel aufkommt: Neuseeland regiert sich als souveräner, also unabhängiger Staat ganz allein. Mit der vorletzten Parlamentswahl musste die damalige Premierministerin Helen Clark (Labour Party) nach neun Jahren die Regierungsgeschäfte an den konservativen John Key (National Party) abgeben. Key bildete eine Mitte-Rechts-Regierung unter anderem mit den Stimmen der Maori-Partei und wurde im November 2011 sehr erfolgreich wiedergewählt. Zur Wahl treten jedes Mal mehr als ein Dutzend Parteien an. Wenn ganz wichtige Entscheidungen für das Land anstehen, werden auch mal Volksabstimmungen abgehalten.

Umweltschutz

Ausgerechnet im Naturparadies Neuseeland sind Umweltsünden leider an der Tagesordnung: Zu viele offene Kaminfeuer und zu viele alte Autos verschmutzen die Luft, zu viele Vorgärten, Parks und Rasenflächen verschwenden in heißen Sommern die Wasserreserven. Und die meisten Häuser werden immer noch so gebaut, als sei Energieeinsparung durch Wärmedämmung purer Luxus. Alle wissen, dass es so nicht weiter geht. Doch bis auch der letzte Kiwi vom Umweltschutz überzeugt ist und seine Gartenabfälle nicht mehr im Freien verbrennt, wird noch Zeit ins Land gehen.

Zumindest gibt die Regierung mit einem umfassenden Katalog an Vorschriften und Sanktionen den richtigen Weg vor. Selbst Supermarktbetreiber haben inzwischen ein Einsehen und schaffen nach und nach die kostenlose Plastikeinkaufstüte ab. Immerhin, ein paar Pioniere gibt es auch downunder und die zählen explizit auf das Umweltbewusstsein der Neuseeland-Reisenden: „Eco-friendly places to eat, stay and explore in New Zealand“, also lauter Ökospots, listet www.organicexplorer.co.nz auf.

Bloss nicht!

Zu viele Stopps

Lassen Sie sich nicht verführen, zu viele Stopps auf der Reise nach Neuseeland einzulegen. Die Zahl lockender Zwischenaufenthalte bei der Reise um die Welt ist groß, aber Neuseeland braucht Zeit für sich: Mindestens drei bis vier Wochen sollten Sie für Touren über die Nord- und Südinsel veranschlagen.

Dem Jetlag nachgeben

Meiden Sie eiweißreiche (Energie zuführende) Nahrung im Flugzeug. Trinken Sie während des Fluges viel, aber möglichst gar keinen Alkohol. So bekämpfen Sie den Jetlag (Störung des internen Rhythmus durch die Zeitverschiebung) schon ganz gut. Versuchen Sie auf jeden Fall nach Ankunft in Neuseeland erst in den Abendstunden und nach einem leichten Essen schlafen zu gehen. So gewöhnen Sie sich leichter an den neuen Tagesrhythmus.

Wasser aus Flüssen trinken

Mehr als die Hälfte der Gewässer und Flüsse in den Nationalparks sind vom Giardia-Parasiten befallen. Tabu ist die Erfrischung aus dem Bach und der Sprung in so manches Gewässer. Der Parasit dringt über den Mund in den Magen-Darm-Trakt ein und verursacht nach drei Wochen Durchfall, starke Blähungen und Magenkrämpfe. Mit Medikamenten lässt er sich erfolgreich und schnell behandeln. Kochen Sie Wasser aus der Natur vor dem Trinken ab, oder reinigen Sie es chemisch (z. B. mit transportablen Filtergeräten, den Giardia rated filters, oder mit Tabletten). In der Wildnis sollten Sie Ihre Notdurft weit entfernt von Wasserquellen verrichten und mit Erde zudecken. Danach keinesfalls die Hände im Fluss oder See waschen, sondern in einem Behälter. Das Wasser anschließend auf die Erde schütten! Große Probleme bereitet auch Didymo, eine gefährliche Alge, die bereits einen Großteil der neuseeländischen Gewässer befallen hat. Deshalb unbedingt sämtliche sichtbare Materie von Gegenständen, die im Wasser waren, beseitigen, bevor sie wieder in Kontakt zu einem anderen Gewässer kommen (Infos unter www.biosecurity.govt.nz).

Hotel und Motel verwechseln

Die örtliche Kneipe heißt in Neuseeland hotel – und sie hat nur in den seltensten Fällen einfache Gästezimmer (pub beds), die an Touristen vermietet werden. Fragen Sie besser nach motels, wenn Sie ein Bett für die Nacht suchen.

Zu viel Sonne

Mit Hautkrebs ist down under nicht zu spaßen. Die starke Sonneneinstrahlung mit Nähe zum Ozonloch ist gefährlich. Wappnen Sie Ihre Haut durch Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor. Tragen Sie draußen Sonnenbrille, eine breitkrempige Kopfbedeckung und Oberbekleidung, die ihre Schultern und Arme schützt. Und denken Sie daran: In und auf dem Wasser wirkt die Sonneneinstrahlung besonders aggressiv!

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Der Zyklon Gita hat am 20. bzw. 21. Februar 2018 in mehreren Landesteilen teils erhebliche Schäden verursacht. Weiterhin sind einzelne Verkehrsverbindungen unterbrochen. Die nach Erdrutschen zunächst vollständig gesperrte Staatsstraße 60 (Golden Bay, Nelson Tasman) ist derzeit nur in Begleitung und in bestimmten Zeitfenstern passierbar. Die Staatsstraße 1 von Picton über Kaikoura Richtung Christchurch ist derzeit nur tagsüber befahrbar.
Aktuelle und detaillierte Informationen zu den Straßenverhältnissen sind bei der New Zealand Transport Agency erhältlich.

Kriminalität

Insbesondere an Orten, an denen sich Touristen aufhalten, kommt es häufig zu Diebstählen und Autoaufbrüchen. Gepäck, insbesondere Wertgegenstände und wichtige Dokumente (z.B. Reisepässe) sollten auf keinen Fall unbeaufsichtigt im Auto/Campervan zurückgelassen werden. Rucksacktouristen sollten sich besonders in Backpacker-Unterkünften der erhöhten Diebstahlgefahr bewusst sein.
Vereinzelt kam es in der Vergangenheit außerdem zu Überfällen auf Touristen, die per Anhalter unterwegs waren oder nachts außerhalb organisierter Campingplätze gezeltet bzw. geparkt hatten ("freedom camping").

Naturkatastrophen

Neuseeland befindet sich in einer seismisch aktiven Zone und schwächere Erdbeben sind an der Tagesordnung. Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln bei Erdbeben und eventuell daraus resultierenden Tsunamis vertraut machen.
Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam.

Aktuelle Informationen in englischer Sprache - auch für den Notfall - bieten die folgenden neuseeländischen Webseiten: Civil Defence, Geonet und WREMOnz.

In der Zeit von November bis April kann es vereinzelt zu tropischen Zyklonen kommen. Reisende werden in dieser Zeit gebeten, die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland zu beachten.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

V

erkehrssicherheit

In letzter Zeit wurden ausländische Reisende, die mit Mietwagen oder Campervans in Neuseeland unterwegs sind, immer wieder in schwere Verkehrsunfälle verwickelt. Der ungewohnte Linksverkehr und die oft unübersichtlichen Landstraßen mit teils starkem Schwerlastverkehr tragen zu der hohen Zahl der Unfälle bei. Für Radfahrer gibt es kaum ausgewiesene Radwege. Die Entfernungen und entsprechend notwendigen Fahrzeiten im Land werden häufig unterschätzt. Auf ausreichende Ruhezeiten, insbesondere auch nach den Belastungen langer Flugreisen, ist zu achten. Die neuseeländische Regierung empfiehlt, vor Reiseantritt die - auch deutschsprachige - Webseite zur Straßenverkehrssicherheit in Neuseeland zu konsultieren. Außerdem hält die neuseeländische Verkehrsbehörde ein Merkblatt in deutscher Sprache zu den wichtigsten neuseeländischen Verkehrsregeln bereit, das hier heruntergeladen werden kann.

Um die Zahl der Unfälle mit Beteiligung von ausländischen Fahrern zu senken, haben sich zahlreiche Fahrzeugverleiher einem selbstverpflichtenden Verhaltenskodex unterworfen. Dieser verpflichtet die beteiligten Unternehmen, ausländische Kunden umfassend über die neuseeländischen Straßenverkehrsvorschriften zu informieren. Zusätzlich sollen die Kunden vor Übernahme des Fahrzeugs zum Stand ihrer Vorbereitung auf das Fahren in Neuseeland und zu ihrer Fahrerfahrung befragt werden. Es liegen derzeit noch keine Erfahrungswerte für den Fall vor, dass Mietwagenunternehmen zu einer negativen Einschätzung gelangen. Es wird empfohlen, diese Frage ggf. vorab mit der jeweiligen Verleihfirma zu klären.

Führerschein

Ausländische Führerscheine werden für einen Zeitraum von längstens einem Jahr ab Einreise anerkannt. Sofern der Führerschein nicht auch in englischer Sprache ausgestellt ist, muss stets eine beglaubigte, englische Übersetzung mitgeführt werden. Dieses Erfordernis gilt u. a. für alle deutschen Führerscheine einschließlich des seit 2013 ausgestellten -einheitlichen Führerscheins im Scheckkartenformat. Ein internationaler Führerschein ist nicht zwingend notwendig, er wird jedoch in Verbindung mit dem nationalen Führerschein als Übersetzung, anerkannt.
Weitere Informationen, sowie Adressen anerkannter Übersetzungsmöglichkeiten, finden Sie bei der neuseeländischen Verkehrsbehörde.

Freizeitaktivitäten

Vor Wanderungen in der Wildnis sollten sich Reisende mit passender Ausrüstung für alle Wetterlagen ausstatten und mit allen Risiken vertraut machen. Dazu gehört der "Outdoor Safety Code" der neuseeländischen Naturschutzbehörde DOC. Weitere Informationen sind vor Ort, z.B. beim lokalen DOC-Büro oder der Touristeninformation I-Site, erhältlich.
Angesichts der wechselnden und teils extremen Wetterlagen bergen auch Rundflüge Risiken, die Reisende kennen und bei ihrer Entscheidung berücksichtigen sollten. Vor der Durchführung der in ganz Neuseeland angebotenen Extremsportaktivitäten sollten Reisende sich vergewissern, dass es sich um einen vertrauenswürdigen Anbieter handelt und dass ausreichender Versicherungsschutz besteht.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens einen Monat über den vorgesehenen Aufenthaltszeitraum hinaus gültig sein, siehe Information der neuseeländischen Einwanderungsbehörde.

Visum

Deutsche Staatsangehörige, die sich bis zu drei Monate als Touristen oder Geschäftsreisende in Neuseeland aufhalten wollen, benötigen kein Visum. Sie erhalten bei Ankunft eine dem Reisezweck entsprechende Einreiseerlaubnis. Hierfür sind ein Rück- oder Weiterflugticket vorzulegen (nebst Visum, sofern für das entsprechende Land erforderlich) und ausreichende finanzielle Mittel für die Bestreitung des Aufenthaltes nachzuweisen.

Für andere Aufenthaltszwecke, u. a. für jede Form der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, oder für längere Aufenthalte ist ein Visum erforderlich. Weitere Informationen sind auf der Webseite der neuseeländischen Einwanderungsbehörde erhältlich.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Neuseeland hat außerordentliche strenge Einfuhrbestimmungen für Lebensmittel und andere pflanzliche und tierische Produkte, die ein Risiko für die indigene Flora und Fauna des Landes darstellen könnten. Reisende sind verpflichtet, bei der Einreise als Risiko in Frage kommende Produkte bzw. Gegenstände zu deklarieren. Dazu zählen u. a. alle Lebensmittel, Pflanzen, Saaten, Tiere und Tierprodukte sowie sonstige Organismen. Auch gebrauchte Sport- und Campingausrüstung, Wander- und andere Sportschuhe, Gartengeräte und andere Gegenstände, denen Reste von Erdreich, Saaten oder Wasser anhaften könnten, sind zu deklarieren. Diese Liste ist nicht abschließend; ausführliche Informationen sind dem Internetauftritt des Quarantäne-Dienstes des Ministeriums für Primärindustrien zu entnehmen.

Bei der Ankunft in Neuseeland muss mit eingehenden Kontrollen, d.h. Durchsuchung des Gepäcks u. a. mit Spürhunden, sowie Durchleuchtung, gerechnet werden. Verstöße gegen die Einfuhrbestimmungen werden unnachgiebig mit Geld- (in der Regel mindestens 400,- NZ Dollar) und ggf. auch Haftstrafen oder Ausweisung geahndet. Selbst das versehentliche Mitführen von Reiseproviant, z. B. ein einziger im Handgepäck vergessener, nicht-deklarierter Apfel, kann zu einer sofort fälligen, substanziellen Geldstrafe führen.

Die Zollfreimengen für Genussmittel im Reiseverkehr belaufen sich für Personen über 17 Jahren auf maximal 4,5 Liter Wein oder Bier und höchstens drei Flaschen Spirituosen zu je maximal 1,125 Liter sowie höchstens 50 Zigaretten oder 50 Gramm Tabak bzw. Zigarren (oder eine anteilige Zusammenstellung dieser Waren bis maximal 50 Gramm). Andere Waren dürfen bis zu einem Gesamtwert von 700,- NZD je Reisendem eingeführt werden. Ausführliche Informationen finden Sie beim neuseeländischen Zoll.

Einfuhrverbote beziehungsweise -beschränkungen bestehen u.a. für Waffen, so auch für bestimmte Arten von Messern. Weitere Informationen hält die neuseeländische Polizei bereit., Bei Ein- und Ausreise sind mitgeführte Bargeldbeträge (einschließlich Schecks, Reiseschecks, Geld- oder Postanweisungen, Wechsel und andere übertragbare Inhaberpapiere) anzuzeigen, soweit ihr Gesamtwert NZD 10.000 beträgt oder übersteigt.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden. Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Das Sammeln von Pflanzen und das Fangen von Tieren sowie die Ausfuhr von Pflanzen und Tieren ohne erforderliche Genehmigung stehen in Neuseeland unter Strafe; auch der Versuch ist strafbar. Verstöße werden hart geahndet, auch bei Ersttätern sind Haftstrafen von mehreren Monaten die Regel, nicht selten in Kombination mit Geldstrafen in Höhe von mehreren Tausend Neuseeland-Dollar. Diese Bestimmungen gelten nicht nur für akut vom Aussterben bedrohte Arten, sondern auch für alle von der Naturschutzbehörde als gefährdet eingestuften Arten. Dazu zählen u. a. Geckos, Papageienvögel (Kaka, Parakeet) und Orchideen.

Impfschutz

Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften. Die Gelbfieberimpfung wird auch bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet nicht mehr gefordert.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza sowie Pneumokokken.
Bei besonderen Risiken wird auch die Impfung gegen Hepatitis A und B empfohlen, lassen Sie sich hierzu von einem erfahrenen Tropen-/Reisemediziner beraten.

Sonstiges

Das Gesundheitssystem in Neuseeland ist gut ausgebaut. Da es in Neuseeland nicht alle in Deutschland erhältlichen Medikamente gibt, empfiehlt es sich, dringend benötigte Medikamente mitzubringen. Alle Medikamente müssen auf dem Einreiseformular (Arrival Card) angeben werden und entsprechende ärztliche Rezepte und Originalpackungen sind mitzuführen (dies gilt v.a. für Medikamente, die Narkotika oder deren Auszüge enthalten (auch z. B. Ephedrin oder Pseudoephedrin, häufig in Erkältungsmitteln!).
Im Krankheitsfall muss zunächst ein Allgemeinarzt (General Practitioner, GP) aufgesucht werden, der dann erforderlichenfalls die Überweisung an einen Facharzt veranlasst.

Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer guten Reiserückholversicherung ist dringend notwendig.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die Gesundheitsfürsorge in Neuseeland ist gut. Medizinische und zahnärztliche Behandlungen sind für ausländische Besucher kostenpflichtig.

Es ist empfohlen, dringend benötigte Medikamente mitzubringen. Hierbei ist zu beachten, dass bei Medikamenten, die Narkotika enthalten, die entsprechenden Rezepte bzw. Originalverpackungen mitgeführt werden müssen (Zollvorschrift).


Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird empfohlen. Im Krankheitsfall muss zunächst ein Allgemeinarzt (General Practioner) aufgesucht werden, der dann ggf. die Überweisung an einen Facharzt veranlasst.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Essen & Trinken 1 -
Malaria Nein -
Typhus & Polio Nein -
Cholera Nein -
Gelbfieber Nein -

Anmerkungen Impfungen

[1] Trinkwasser birgt keine Gefahren. Milch ist pasteurisiert und kann, ebenso wie einheimische Milchprodukte, Fleisch, Geflügel, Meeresfrüchte, Obst und Gemüse, unbesorgt verzehrt werden. 

Gesundheitszeugnis

Für Langzeitaufenthalte wird ein Gesundheitszeugnis ("Health Certificate") sowie ein HIV-Test in englischer Sprache verlangt.

Andere Risiken

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Die UV-Strahlung in Neuseeland ist sehr hoch und kann zu Hautschäden führen. Sonnenschutz durch hautbedeckende Kleidung und Sonnenschutzmittel (LSF > 20) ist daher unbedingt erforderlich.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Thu, 19 Jul 2018 09:45:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Thu, 19 Jul 2018 10:33:41 +0200)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise (gelöscht)
Allgemeine Reiseinformationen

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität
Insbesondere an Orten, an denen sich Touristen aufhalten, kommt es häufig zu Diebstählen und Autoaufbrüchen. Gepäck, insbesondere Wertgegenstände und wichtige Dokumente (z.B. Reisepässe) sollten auf keinen Fall unbeaufsichtigt im Auto/Campervan zurückgelassen werden. Rucksacktouristen sollten sich besonders in Backpacker-Unterkünften der erhöhten Diebstahlgefahr bewusst sein.
Vereinzelt kam es in der Vergangenheit außerdem zu Überfällen auf Touristen, die per Anhalter unterwegs waren oder nachts außerhalb organisierter Campingplätze gezeltet bzw. geparkt hatten („freedom camping").  

Naturkatastrophen
Neuseeland befindet sich in einer seismisch aktiven Zone und schwächere Erdbeben sind an der Tagesordnung. Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln bei Erdbeben und eventuell daraus resultierenden Tsunamis vertraut machen. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam.

Aktuelle Informationen in englischer Sprache - auch für den Notfall - bieten die folgenden neuseeländischen Webseiten von Civil Defence, Geonet und WREMOnz.

In der Zeit von November bis April kann es vereinzelt zu tropischen Zyklonen kommen. Reisende werden in dieser Zeit gebeten, die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland zu beachten.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Versorgung im Notfall
Reisende nach Neuseeland sollten unbedingt auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Straßenverkehr/Verkehrssicherheit
Die Zahl tödlicher Verkehrsunfälle ist in den letzten Jahren erheblich angestiegen. Unter den Verunglückten befanden sich zunehmend junge Touristen.
Um die Zahl der Unfälle mit Beteiligung von ausländischen Fahrern zu senken, haben sich zahlreiche Fahrzeugverleiher einem selbstverpflichtenden Verhaltenskodex unterworfen. Ausländische Kunden werden vor Übernahme des Fahrzeugs nicht nur umfassend über die neuseeländischen Straßenverkehrsvorschriften informiert, sondern auch zum Stand ihrer Vorbereitung auf das Fahren in Neuseeland und zu ihrer Fahrerfahrung befragt. Der Verhaltenskodex sieht vor, dass die Vermietung in letzter Konsequenz ggf. verweigert werden kann.
Die neuseeländische Regierung empfiehlt, vor Reiseantritt die - auch deutschsprachige - Webseite zur Straßenverkehrssicherheit in Neuseeland zu konsultieren. Außerdem hält die neuseeländische Verkehrsbehörde ein Merkblatt in deutscher Sprache zu den wichtigsten neuseeländischen Verkehrsregeln bereit, das hier heruntergeladen werden kann.

In Neuseeland herrscht Linksverkehr. Das erfordert insbesondere bei schwierigen Straßenverhältnissen selbst bei erfahrenen Fahrern aus Ländern mit Rechtsverkehr besondere Aufmerksamkeit und hat Gefahrenpotenzial.
Auch Entfernungen werden hinsichtlich anzusetzender Reisezeiten oftmals unterschätzt. Die Straßenverhältnisse in Neuseeland lassen im Vergleich zu mitteleuropäischen Verhältnissen nur deutlich geringere Reisegeschwindigkeiten zu.
Ausbau und Zustand von Straßen unterscheiden sich in Neuseeland teils erheblich von den Verhältnissen in Mitteleuropa. Mehrspurige Autobahnen und -straßen existieren nur auf wenigen, vergleichsweise kurzen Teilstrecken in den urbanen Großräumen Auckland (bis nach Hamilton), Wellington, Christchurch und Dunedin.
Der überwiegende Teil der Staats- und Landstraßen in Neuseeland ist einspurig und kurvenreich und eng, vereinzelt gibt es starke Steigungen und Gefälle. Nebenstraßen sind oft nicht durchgehend asphaltiert. Auf den Durchgangsstrecken sind viele Lastkraftwagen unterwegs.

Zu allen Jahreszeiten können die klimatischen Verhältnisse mit starken Regenfällen und starken Winden (insbesondere für Wohnmobile und Motorräder) zusätzliche Herausforderungen bedeuten. Straßensperrungen nach Erdrutschen oder Unterspülungen kommen nicht selten vor und erfordern zum Teil weite Umwege.
Reisende sollten Fahrtzeiten entsprechend sorgfältig und großzügig kalkulieren und mit Behinderungen rechnen. Auf ausreichende Ruhezeiten sollte insbesondere nach einer langen Fluganreise sowie auf ausreichende Pausen geachtet werden, ungeduldige oder gar aggressivere andere Verkehrsteilnehmer sollten vorbei gelassen werden, indem an Haltebuchten kurz gestoppt wird.
Aktuelle und detaillierte Informationen zu den Straßenverhältnissen sind bei der New Zealand Transport Agency https://www.govt.nz/organisations/new-zealand-transport-agency/ erhältlich.

Führerschein
Ausländische Führerscheine werden für einen Zeitraum von längstens einem Jahr ab Einreise anerkannt. Sofern der Führerschein nicht auch in englischer Sprache ausgestellt ist, muss stets eine beglaubigte, englische Übersetzung mitgeführt werden. Dieses Erfordernis gilt u. a. für alle deutschen Führerscheine einschließlich des seit 2013 ausgestellten EU-einheitlichen Führerscheins im Scheckkartenformat. Ein internationaler Führerschein ist nicht zwingend notwendig, er wird jedoch in Verbindung mit dem nationalen Führerschein als Übersetzung, anerkannt.
Weitere Informationen, sowie Adressen anerkannter Übersetzungsmöglichkeiten, finden Sie bei der neuseeländischen Verkehrsbehörde.

Ausflüge/Extremsportaktivitäten
Vor Wanderungen in der Wildnis sollten sich Reisende mit passender Ausrüstung für alle Wetterlagen ausstatten und mit allen Risiken vertraut machen. Dazu gehört der „Outdoor Safety Code" der neuseeländischen Naturschutzbehörde DOC. Weitere Informationen sind vor Ort, z.B. beim lokalen DOC-Büro oder der Touristeninformation I-Site, erhältlich.
Angesichts der wechselnden und teils extremen Wetterlagen bergen auch Rundflüge Risiken, die Reisende kennen und bei ihrer Entscheidung berücksichtigen sollten. Vor der Durchführung der in ganz Neuseeland angebotenen Extremsportaktivitäten sollten Reisende sich vergewissern, dass es sich um einen vertrauenswürdigen Anbieter handelt und dass ausreichender Versicherungsschutz besteht.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens einen Monat über den vorgesehenen Aufenthaltszeitraum hinaus gültig sein, siehe Information der neuseeländischen Einwanderungsbehörde.

Visum
Deutsche Staatsangehörige, die sich bis zu drei Monate als Touristen oder Geschäftsreisende in Neuseeland aufhalten wollen, benötigen kein Visum. Sie erhalten bei Ankunft eine dem Reisezweck entsprechende Einreiseerlaubnis. Hierfür sind ein Rück- oder Weiterflugticket vorzulegen (nebst Visum, sofern für das entsprechende Land erforderlich) und ausreichende finanzielle Mittel für die Bestreitung des Aufenthaltes nachzuweisen.
Für andere Aufenthaltszwecke, u. a. für jede Form der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, oder für längere Aufenthalte ist ein Visum erforderlich. Weitere Informationen sind auf der Webseite der neuseeländischen Einwanderungsbehörde erhältlich.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Neuseeland hat außerordentliche strenge Einfuhrbestimmungen für Lebensmittel und andere pflanzliche und tierische Produkte, die ein Risiko für die indigene Flora und Fauna des Landes darstellen könnten. Reisende sind verpflichtet, bei der Einreise als Risiko in Frage kommende Produkte bzw. Gegenstände zu deklarieren. Dazu zählen u. a. alle Lebensmittel, Pflanzen, Saaten, Tiere und Tierprodukte sowie sonstige Organismen. Auch gebrauchte Sport- und Campingausrüstung, Wander- und andere Sportschuhe, Gartengeräte und andere Gegenstände, denen Reste von Erdreich, Saaten oder Wasser anhaften könnten, sind zu deklarieren. Diese Liste ist nicht abschließend; ausführliche Informationen sind dem Internetauftritt des Quarantäne-Dienstes des Ministeriums für Primärindustrien zu entnehmen.

Bei der Ankunft in Neuseeland muss mit eingehenden Kontrollen, d.h. Durchsuchung des Gepäcks u. a. mit Spürhunden, sowie Durchleuchtung, gerechnet werden. Verstöße gegen die Einfuhrbestimmungen werden unnachgiebig mit Geld- (in der Regel mindestens 400,- NZ Dollar) und ggf. auch Haftstrafen oder Ausweisung geahndet. Selbst das versehentliche Mitführen von Reiseproviant, z. B. ein einziger im Handgepäck vergessener, nicht-deklarierter Apfel, kann zu einer sofort fälligen, substanziellen Geldstrafe führen.

Die Zollfreimengen für Genussmittel im Reiseverkehr belaufen sich für Personen über 17 Jahren auf maximal 4,5 Liter Wein oder Bier und höchstens drei Flaschen Spirituosen zu je maximal 1,125 Liter sowie höchstens 50 Zigaretten oder 50 Gramm Tabak bzw. Zigarren (oder eine anteilige Zusammenstellung dieser Waren bis maximal 50 Gramm). Andere Waren dürfen bis zu einem Gesamtwert von 700,- NZD je Reisendem eingeführt werden. Ausführliche Informationen finden Sie beim neuseeländischen Zoll .

Einfuhrverbote beziehungsweise -beschränkungen bestehen u.a. für Waffen, so auch für bestimmte Arten von Messern. Weitere Informationen hält die neuseeländische Polizei bereit., Bei Ein- und Ausreise sind mitgeführte Bargeldbeträge (einschließlich Schecks, Reiseschecks, Geld- oder Postanweisungen, Wechsel und andere übertragbare Inhaberpapiere) anzuzeigen, soweit ihr Gesamtwert NZD 10.000 beträgt oder übersteigt.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden. Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Das Sammeln von Pflanzen und das Fangen von Tieren sowie die Ausfuhr von Pflanzen und Tieren ohne erforderliche Genehmigung stehen in Neuseeland unter Strafe; auch der Versuch ist strafbar. Verstöße werden hart geahndet, auch bei Ersttätern sind Haftstrafen von mehreren Monaten die Regel, nicht selten in Kombination mit Geldstrafen in Höhe von mehreren Tausend Neuseeland-Dollar. Diese Bestimmungen gelten nicht nur für akut vom Aussterben bedrohte Arten, sondern auch für alle von der Naturschutzbehörde als gefährdet eingestuften Arten. Dazu zählen u. a. Geckos, Papageienvögel (Kaka, Parakeet) und Orchideen.

Medizinische Hinweise

Impfschutz
Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften. Die Gelbfieberimpfung wird auch bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet nicht mehr gefordert.
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza sowie Pneumokokken.
Bei besonderen Risiken wird auch die Impfung gegen Hepatitis A und B empfohlen, lassen Sie sich hierzu von einem erfahrenen Tropen-/Reisemediziner beraten. 

Medizinische Versorgung
Das Gesundheitssystem in Neuseeland ist gut ausgebaut. Da es in Neuseeland nicht alle in Deutschland erhältlichen Medikamente gibt, empfiehlt es sich, dringend benötigte Medikamente mitzubringen. Alle Medikamente müssen auf dem Einreiseformular (Arrival Card) angeben werden und entsprechende ärztliche Rezepte und Originalpackungen sind mitzuführen (dies gilt v.a. für Medikamente, die Narkotika oder deren Auszüge enthalten (auch z. B. Ephedrin oder Pseudoephedrin, häufig in Erkältungsmitteln!).
Im Krankheitsfall muss zunächst ein Allgemeinarzt (General Practitioner, GP) aufgesucht werden, der dann erforderlichenfalls die Überweisung an einen Facharzt veranlasst.

Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer guten Reiserückholversicherung ist dringend notwendig.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Türkei Ja Ja Ja
Andere EU-Länder Ja Nein Ja
Schweiz Ja Nein Ja
Österreich Ja Nein Ja
Deutschland Ja Nein Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, der Reisepass muss noch mindestens 3 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein (Deutsche Staatsbürger: 1 Monat über die Ausreise hinaus).  

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen nicht verlängerbaren touristischen oder geschäftlichen Aufenthalt von maximal 90 Tagen (sofern nicht anders angegeben):

EU-Länder und Schweiz (Briten mit dauerhaftem Wohnsitz in Großbritannien: 6 Monate.).

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass (empfohlen).

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Achtung: Für Minderjährige unter 17 Jahren, die allein oder nur mit einem Elternteil reisen, muss eine beglaubigte Reisegenehmigung der Eltern oder des nicht mitreisenden Elternteils in englischer Sprache dem Antrag beigelegt/mitgeführt werden.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Es gelten sehr strenge Einfuhrbestimmungen für Haustiere, die bei Ankunft einer einmonatigen Quarantänepflicht unterliegen, wenn sie nicht aus einem tollwutfreien Land stammen. Vor der Abreise muss eine Genehmigung in Neuseeland beantragt werden. Genaue Informationen zu den Einfuhrbestimmungen erteilen das Land- und Forstwirtschaftsministerium (Ministry for Primary Industries).

American Pit Bull Terrier und die Züchtungen Brasilianischer Fila, Dogo Argentino, Japanischer Tosa und Perro de Presa Canario dürfen nicht nach Neuseeland verbracht werden.

Bearbeitungsdauer

In London dauert die Bearbeitung bis zu 25 Tage (für generell visumpflichtige Reisende wesentlich länger).

Gültigkeit

Touristenvisum: in der Regel 3 Monate, maximal 9 Monate innerhalb einer 18-monatigen Frist. Transitvisum: 24 Std.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die innerhalb von 24 Stunden mit dem nächsten Anschluss direkt von Neuseeland nach Australien weiterfliegen, über alle nötigen Reisedokumente (Visum!) und über reservierte Sitzplätze verfügen sowie den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. 
Kein Transitvisum benötigen von der Visumpflicht befreite Reisende, die zur Gruppe der Visa-Waiver-Länder gehören sowie Staatsangehörige der Länder, die von der Visumpflicht für den Transit befreit sind.

Visaarten und Kosten

U.a. Besuchervisum, Transitvisum, Studenten- und Arbeitsvisum, Working Holiday Visum (nur für Personen, die zwischen 18 und 30 Jahre alt sind und die u.a. die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Für schweizer Bürger existiert ein Working Holiday Scheme derzeit noch nicht. Weitere Informationen von New Zealand Immigration

Kosten

Deutschland

Deutsche Staatsbürger brauchen für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten kein Visum. Für längere Aufenthalte muss ein Besuchervisum beantragt werden. Türkische Staatsangehörige mit Wohnsitz in Deutschland sind von der Visumgebühr für ein Besuchervisum befreit (jedoch nicht von der Visumpflicht).

Besuchervisum: 105 £ (bei persönlicher Beantragung) /165 NZ$ online (für Deutsche und Bürger anderer Nationalitäten mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland).

Studenten- und Traineevisum: 182 £ bei persönlicher Beantragung (für Deutsche und Bürger anderer Nationalitäten mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland) / 298 NZ$ online.

Germany Working Holiday Visa: 208 NZ$ online

Österreich und die Schweiz

Schweizer und österreichische Staatsbürger brauchen für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten kein Visum. Für längere Aufenthalte muss ein Besuchervisum beantragt werden. Türkische Staatsangehörige mit Wohnsitz in der Schweiz oder in Österreich sind von der Visumgebühr für ein Besuchervisum befreit (jedoch nicht von der Visumpflicht).

Besuchervisum: 105 £ bei persönlicher Beantragung (für Schweizer, Österreicher und Bürger anderer Nationalitäten mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung für die Schweiz oder Österreich)/ 165 NZ$ online.

Studenten- oder Traineevisum: 182 £ bei persönlicher Beantragung (für Schweizer, Österreicher und Bürger anderer Nationalitäten mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung für die Schweiz oder Österreich) / 298 NZ$ online.

Austria Working Holiday Visa: 208 NZ$ online.

Bearbeitungsgebühr des New Zealand Visa Application Centres in London: 18 £.

Antrag erforderlich

Besuchervisum:
(a) 1 Antragsformular.
(b) 2 aktuelle Passfotos.
(c) Reisepass, der noch mindestens 3 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig ist.
(d) Gebühr (in bar oder per Verrechnungsscheck).
(e) Nachweis des bezahlten Rück-/Weiterflugtickets.

(f) Lebenslauf der letzten 5 Jahre mit Auflistung der Arbeitgeber.
(g) Nachweis ausreichender Geldmittel von 1.000 NZ$ oder 500 € pro Person pro Monat bzw. 400 NZ$ oder 200 € pro Person pro Monat, falls die Unterkunft schon bezahlt worden ist oder bei Verwandtenbesuch (in Form von Reiseschecks, Kreditbrief oder Kontoauszug).
(h) Ausreichend frankierter Einschreiben-Rickumschlag (DIN A5). 

Zusätzlich müssen visumpflichtige Nationalitäten, die eine Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz haben (diese muss wie der Reisepass noch mindestens drei Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein), eine schriftliche Bestätigung des Arbeitgebers oder der Universität einreichen, dass der Betreffende an seinen Arbeits- bzw. Studienplatz zurückkehren wird.

 

Geld

Geldwechsel

Fremdwährungen können überall in Neuseeland gewechselt werden, wobei Banken meist den besseren Kurs anbieten.

Währung

1 Neuseeländischer Dollar = 100 Cents. Währungskürzel: NZ$, NZD (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10 und 5 NZ$. Münzen sind im Wert von 2 und 1 NZ$ sowie 50, 20 und 10 Cents im Umlauf.

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen, es besteht jedoch Deklarationspflicht (Border Cash Report) für die Ein- und Ausfuhr von Beträgen (einschl. Schecks und Wertpapieren) ab einem Gegenwert von 10.000 NZ$.

Kreditkarten

American Express, Diners Club, Mastercard und Visa werden fast überall akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Reiseschecks werden empfohlen und sollten in US-Dollar oder Euro ausgestellt sein. Sie werden in Hotels, Banken und in einigen Geschäften akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.30-16.30 Uhr.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Neuseeland eingeführt werden:

50 Zigaretten oder 50 g Tabak (Personen ab 17 J.);
drei Flaschen Spirituosen (maximal 1125 Milliliter pro Flasche) (jedoch nicht Anisette oder Absinth) und 4,5 l Wein oder 4,5 l Bier (Personen ab 17 J.);
Persönliche Gebrauchsgegenstände bis zu einem Wert von 700 NZ$ (ausgenommen Tabak und Alkohol).
 

Verbotene Importe

Lebensmittel (zum Beispiel Fleisch, Früchte, Honig), Pflanzen (auch Holz und Stroh) und Tiere sowie Pflanzen- und Tierprodukte.

Quellenangaben
  • Marco Polo - Neuseeland, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2012-11
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Neuseeland - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 14.03.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 14.03.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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