Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Malaysia

Steckbrief

Malaysia - Fakten

Klima in beiden Landesteilen:feuchtheißes Tropenklima mit Nordost- und Südwestmonsun, aber ohne deutliche jahreszeitliche Schwankungen, Durchschnittstemperatur 27°, (Maxima: 35°, Minima: 21°); Luftfeuchtigkeit meist über 80%
Beste Reisezeit März, April, Mai, Juni, Juli, August, September
Lage 109° - 119° östliche Länge, 1°- 7° nördliche Breite
Fläche Sarawak: 124.000 (38%), Sabah: 77.000 (22%), West-Ost-Ausdehnung: 1.120
Hauptstadt Kuala Lumpur, 1,6 Millionen Einwohner; Bundesterritorium (Großraum Kuala Lumpur: mehr als 7,2 Millionen Einwohner). Kuala Lumpur ist Parlamentssitz und Residenz des Königs; Premierminister und Ministerien haben ihren Sitz in der administrativen Hauptstadt Putrajaya, 30 km von Kuala Lumpur entfernt
Bevölkerung 31,7 Millionen (2016; Department of Statistics Malaysia), davon 68,6 % Malaien und verwandte Bevölkerungsgruppen/Ureinwohner (Anteil steigend), 23,4% chinesisch-stämmige Malaysier 7,0 % indischstämmige Malaysier, jährliches Wachstum 1,5 % Urbanisierungsgrad ca. 72%.
Sprache Malaiisch (seit 1967 unter der Bezeichnung "Bahasa Malaysia") als Amtssprache; Englisch weit verbreitet, daneben chinesische und indische Sprachen
Religion Muslime 53 %, Buddhisten 17 %, Taoisten, Hindus, Christen, Sikhs
Nationaltag 31. August (Unabhängigkeitstag)
Unabhängigkeit seit August 1957 (anfangs als Föderation Malaya ohne Sarawak und Sabah, seit 16.09.1963 - mit Singapur nach Beitritt von Sarawak und Sabah - als Malaysia, 1965 wurde Singapur wieder ausgeschlossen)
Staats-/Regierungsform Föderale parlamentarische Wahlmonarchie
Staatsoberhaupt Seine Majestät Sultan Muhammad V, Yang Di-Pertuan Agong XV (König von Malaysia), Amtsantritt 13.12.2016. Alle fünf Jahre wählen die neun Monarchen Westmalaysias einen neuen König aus ihrer Mitte.
Regierungschef Perdana Menteri (= Premierminister) Dato' Sri Haji (Titel) Mohd. Najib Bin Tun Haji Abdul Razak (seit 3.4.2009; UMNO)
Außenminister Datuk (Titel) Anifa Bin Haji Aman, seit 10.04.2009 (UMNO)
Währung Aufhebung der festen Koppelung des malaysischen Ringgit (RM) an den US-Dollar im Juli 2005; Jahresdurchschnittskurs 2016: 1 Euro = 4,58 RM
Zeitzone MEZ+7h
Stromnetz 230 - 240 V/ 50 Hz
Reiseadapter G
Kfz-Länderkennzeichen MAL
ISO-3166 MY, MYS
Internet-TLD .my
Landesvorwahl +60
Reisepass & Visum Notwendig

Geographie

Das 600 km breite Südchinesische Meer trennt West- und Ostmalaysia. Auf der Malaiischen Halbinsel bilden Gebirgsketten das Rückgrat, an die sich küstenwärts sanft geschwungene Hügel und schließlich sumpfige Küstenniederungen anschließen. Sarawak und Sabah auf Nordborneo sind in erster Linie geprägt durch versumpfte Küstenebenen, aus denen das Land sanft zu Rumpfflächen und Bergzügen ansteigt. Immerfeuchtes innertropisches Klima kennzeichnet diesen Raum. Mangroven- und Regenwälder bedeckten ursprünglich weit über 70 % der Fläche.

Politik und Bevölkerung

Der Staat besteht aus 13 Bundesstaaten und zwei Bundesterritorien. Er ist eine Wahlmonarchie auf parlamentarisch-demokratischer Grundlage im Commonwealth of Nations. Repräsentantenhaus (192 Sitze) und Senat (Länderversammlung mit 70 Sitzen) bilden das Parlament. Das Staatsoberhaupt wird alle fünf Jahre durch die Sultane gewählt. In neun Bundesstaaten (Fürstentümer) regieren Sultane. Das Verhältnis der 53 % Malaien zu den 26 % Chinesen und 8 % Indern ist nicht spannungsfrei. Zwar ist der Islam Staatsreligion, doch garantiert die Verfassung Religionsfreiheit. 60 % sind Muslime, 19 % Buddhisten, 2,6 % Konfuzianer und Daoisten, 6 % Hindus und 9 % Christen.

Geschichte und Kultur

Seit dem 2. Jh. n. Chr. kam es auf der Malaiischen Halbinsel zur Bildung von malaiischen Königreichen. Indonesische Großreiche übten zeitweise ihre Oberherrschaft aus. Bis 1641, als die Holländer Melaka (Malacca) eroberten, beherrschten mehrere aufeinander folgende Dynastien den Raum. 1795 besetzten die Briten Melaka, die malaiischen Sultane unterwarfen sich aber erst 1874; 1888 wurden Sarawak, Brunei und Sabah unter britischen Schutz gestellt. Nach der japanischen Besetzung (1941–45) wurde 1946 die Malaiische Union gegründet, die 1963 mit dem Namen Malaysia endgültig unabhängig wurde. Wegen ökonomischer Interessengegensätze schied Singapur 1965 aus dem Bundesstaat aus. Die ethnische und religiöse Vielfalt hat die Entstehung einer einheitlichen Kultur verhindert. Eine Vielzahl von Baustilen, Festen, Sitten und Bräuchen existiert nebeneinander.

Malaysia - Geschichte

35000 v. Chr. Ein 1958 in den Niah-Höhlen entdeckter Schädel beweist: In der Altsteinzeit lebten Menschen auf Borneo
Ab ca. 200 v. Chr. Indische Händler führen die Sprache Sanskrit und die buddhistisch-hinduistische Kultur ein
1414 Melakas Herrscher Parameshwara übernimmt den Islam
1641 Holland erobert Melaka und Westmalaysia
1824 Holland überlässt Großbritannien die malaiische Halbinsel
1896-1914 Auf der Halbinsel entsteht eine erste Föderation malaiischer Staaten
1941/42 Japan erobert British Malaya. Viele Malaysier werden zur Zwangsarbeit gepresst
1948-1960 Kolonialkrieg gegen die zurückkehrenden Briten, der offiziell erst 1989 mit einem Friedensvertrag zwischen Malaysia, Thailand und der Guerillaführung endet
1957 Unabhängigkeit Malayas; 1963 treten Singapur, Sarawak und Sabah der Föderation bei, die seitdem Malaysia heißt. Singapur tritt zwei Jahre später aus
1969 Unruhen zwischen Malaien, Chinesen und Indern
2003 Nach 22 Jahren übergibt Premierminister Mahathir Mohamad sein Amt an Nachfolger Abdullah Ahmad Badawi
2008 Bei den Wahlen verliert die regierende "Barisan Nasional" die Zweidrittelmehrheit
2009 Najib Tun Razak wird Premierminister
2013 Zu den Neuwahlen bildet sich eine starke Koalition aus Oppositionsparteien
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Ausländische Botschaften in Kuala Lumpur

Deutschland: 26. Stock, Menara Tan & Tan | 207, Jalan Tun Razak | Tel. 03 21709666 | www.kuala-lumpur.diplo.de

Österreich: Suite 10.1-2, 10. Stock | Wisma Goldhill | 67, Jalan Raja Chulan | Tel. 03 20570020 | kuala-lumpur-ob@bmaa.gv.at

Schweiz: 16, Pesiaran Madge | Tel. 03 21480622 | www.eda.admin.ch/kualalumpur

Notruf

Polizei und Notarzt: Tel. 999

Internetzugang & WLan

Internetcafés gibt es in großer Zahl in allen größeren Städten und Touristenorten des Landes (www.worldofinternetcafes.de/Asia/Malaysia). Hotspots sind in vielen Städten Malaysias verbreitet und mit "WiFi" gekennzeichnet. Zahlreiche Hotels sowie auch immer mehr Restaurants und Bars bieten den zumeist kostenfreien Zugang zum Internet über ein WLAN-Netzwerk. Manchmal müssen Sie sich zunächst registrieren lassen oder einen Code anfordern, bevor Sie ins Internet gehen können. Vor allem in teuren Hotels wird ein Zugang häufig extra berechnet. Auch die meisten Kaffeehausketten und Flughäfen sind mit WLAN ausgestattet.

Post

Die malaysische Post ist recht schnell und zuverlässig. Briefmarken für Postkarten gibt es an der Rezeption großer Hotels und in den Postämtern. Dort können zudem Wertbriefe und Pakete aufgegeben werden. Ein Brief (50 g) per Luftpost nach Deutschland oder Europa kostet RM3, eine Postkarte RM0,50 (genauere Tarife und Laufzeiten: www.pos.com.my).

Telefon & Handy

Man kann Orts- oder Überseegespräche von Münz- und Kartentelefonzellen aus führen. Für Auslandstelefonate lohnt es sich, an einem Kiosk eine Telefonkarte zu kaufen. Sie können auch von einem der Büros der Telekom Malaysia aus telefonieren. Eine Festnetznummer in Deutschland erreichen Sie schon ab RM0,14 pro Minute, einen Mobilfunkanschluss ab RM0,80 pro Minute. Innerhalb von Malaysia kostet eine Minute je nach Prepaidtarif zwischen RM0,12 und 0,40. Top-Up-Karten zum Auffüllen des Kontos bekommt man überall. Wer das eigene Handy mitnimmt, kann mit einer Simkarte der lokalen Anbieter Maxis (Hotlink | Tel. (*) 1300 820120 | www.hotlink.com.my) oder Celcom (Xpax | Tel. (*) 1300 111000 | www.xpax.com.my) mit entsprechender Vorwahl (Maxis: 132, Celcom: 131) sehr günstig auch ins Ausland telefonieren. In Sachen Roaming gilt: Ihr Handy bucht sich automatisch in ein verfügbares Netz ein. Über den Menüpunkt "Netzwahl" können Sie manuell zu günstigeren Betreibern wechseln. Am preiswertesten ist das Versenden von SMS. Riesige Kosten verursacht die Mailbox: Schalten Sie sie am besten ab, bevor Sie Ihr Heimatland verlassen.

Internationale Vorwahlen: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, Malaysia 0060.

Medien

Internationale Zeitungen sind bei Händlern in Luxushotels und Großstädten erhältlich. In guten Hotels liegt morgens eine der englischsprachigen Lokalzeitungen The Star, The Straits Times, New Sabah Times oder Sarawak Tribune vor der Tür. Die Homepage der deutschsprachigen Monatszeitschrift "KL-Post" finden Sie unter: www.kl-post.com.my

Fernsehgeräte stehen in den Zimmern der meisten Hotels (ab Mittelklasse), viele haben Kabelfernsehen (BBC, CNN, Deutsche Welle TV).

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Moslems, Chinesen, Hindus - sie alle pflegen eigene Feiertage und Festivals. Dabei werden die Daten religiöser Feiertage oft nach dem Mondkalender bestimmt. Sie finden deshalb jedes Jahr an einem anderen Tag statt. Fällt ein offizieller Feiertag auf einen Freitag bzw. Sonntag, ist der nächste Wochentag arbeitsfrei. Auch die Geburtstage der Sultane sind in ihren Bundesstaaten offizielle Feiertage. Infos in den Touristenbüros oder unter www.tourism.gov.my/en/events

Feste & Veranstaltungen

Mitte Januar/Anfang Februar

Thaipusam: Höchst bizarr sind die Pilgerumzüge bei diesem wichtigen Hindufest in Kuala Lumpur und den Batu Caves in der Nähe von Penang. Gläubige in Trance bohren sich dabei Spieße und Speere durch die Zunge, Opfergestelle kavadis sind mit Haken in der Haut verankert; seltsamerweise fließt dabei aber kein Blut.

Chinesisches Neujahr: Mit Knallkörpern, lauter Musik und Drachentänzen sollen die bösen Geister vertrieben werden. Die Feierlichkeiten dauern zwei Wochen und legen in den ersten Tagen das Geschäftsleben lahm. Auf Penang enden sie mit der überschwenglichen Chingay-Prozession.

April

Qingming: Damit ihre Ahnen im Jenseits weltliche Genüssen erleben können, verbrennen Chinesen aus Papier gefertigte Güter wie Autos, Uhren und Geld.

Mai

Pesta Kaamatan: Den ganzen Monat lang feiern die Kadazan auf Sabah ihr Erntedankfest. Höhepunkt sind die Erntedankzeremonien der Bobhizan (Priesterinnen) am 30./31. Mai.

Wesak Day: Buddhisten gedenken an diesem Feiertag der Geburt, Erleuchtung und des Todes Buddhas mit Laternenprozessionen.

Ende Mai findet am Pantai Sri Tujuh (Beach of Seven Lagoons) das Int. Drachenfestival statt.

1. und 2. Juni

Gawai Dayak: Die Dayak in Sarawak feiern von der Nacht zum 1. Juni bis zum 2. Juni mit Reiswein, Tänzen und traditioneller Musik Erntedankfest.

Zweites Juliwochenende

Rainforest World Music Festival: Drei Tage lang treten im Cultural Village bei Kuching (Sarawak) Musiker aus aller Herren Länder auf und tauschen sich in Workshops aus - Publikum erwünscht.

August

Yulan: Chinesen opfern zum Fest der hungrigen Geister den Seelen der auf die Erde zurückgekehrten Ahnen Essen.

Merdaka Day: Zum malaysischen Nationalfeiertag am 31. August finden jedes Jahr im ganzen Land Paraden, Feuerwerke, Sport- und Kulturveranstaltungen statt.

Oktober/November

Deepavali: Ende Oktober oder Anfang November feiern die Hindus das Lichterfest. Häuser und Straßen werden dabei mit Lichterketten und Lampions geschmückt - als Triumph des Lichts über die Dunkelheit.

Feste Feiertage

1. Jan. Neujahr (nicht in Johor, Kedah, Kelantan, Perlis, Terengganu)
1. Mai Tag der Arbeit
1./2. Juni Dayak Festival (nur in Sarawak)
3. Aug. Offizieller Königsgeburtstag
31. Aug. Merdeka Day (Unabhängigkeitstag)
25. Dez. Weihnachten

Variable Feiertage

Januar/Februar Thaipusam (Johor, Negeri Sembilan, Perak, Penang, Selangor)
Flexibel übers Jahr: Geburtstag des Propheten
Mobilität vor Ort

Öffentliche Verkehrsmittel

Bahnfahrten sind ein besonderes Vergnügen - sei es entlang der Westküste der Halbinsel oder durch die dschungelbewachsene Mitte zur Ostküste. Reizvoll ist auch die Fahrt zwischen Kota Kinabalu und Tenom in Sabah. Die zweite und erste Klasse sind angenehm und haben zum Teil Schlafwagen. Sitzplätze sollten Sie vorher reservieren. Die Website der malaysischen Bahn ist unter www.ktmb.com.my zu finden.

Die Überlandbusse sind bequem und preiswert. Eine Fahrt von Kuala Lumpur nach Penang kostet je nach Standard der Busse zwischen RM 35 und 74 und dauert fünf Stunden. Allerdings sind die Busfahrer berüchtigt für ihre aggressive, mitunter unverantwortliche Fahrweise, durch die es schon öfter zu fatalen Unfällen gekommen ist. Etwa alle zwei Stunden wird auf einer solchen Reise eine Pause bei einem Restaurant eingelegt. An den Busbahnhöfen stehen Taxis bereit.

Auf längeren Strecken fahren Sammeltaxis zumeist von den Busbahnhöfen ab. Man kann sie chartern oder warten, bis sich vier Passagiere mit gleichem Ziel eingefunden haben. Ihre recht günstigen Preise sind zwar festgelegt, die Fahrer verlangen aber häufig mehr, vor allem wenn sie Gäste an Hotels abholen bzw. absetzen oder nachmittags, wenn sie mit großer Wahrscheinlichkeit keine Passagiere für die Rückfahrt finden können. In einigen Städten, z. B. in Penang, verkehren Fahrradrikschas. Der Preis für eine Fahrt ist vorher auszuhandeln.

www.myhoponhopoff.com bietet Informationen zum Sightseeing-Bus in Kuala Lumpur und seinen Haltestellen. Stadtbahn und Busse finden Sie unter: www.myrapid.com.my

Gepäck

Für das tropische Klima sind leichte, natürliche Materialien geeignet. Pullover oder eine dünne Jacke braucht man in den kühleren Gebirgsregionen und für klimatisierte Räume. Unentbehrlich ist ein Regenschutz. Nützlich sind Geldgürtel, Sonnenhut und -brille, Taschenmesser und -lampe, Reisewecker, Ohrstöpsel, Fernglas sowie Steckdosenadapter.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Malaysias kulturelle Vielfalt spiegelt sich auch in den Speisen wider. Satay, kwai teow oder tandoori chicken - jede ethnische Gruppe hat ihre Spezialitäten. Das Land ist ein Paradies für Feinschmecker: An jeder Ecke gibt es Essensstände und einfache Restaurants, in denen man für umgerechnet einen Euro ein vollwertiges, köstliches Mittag- oder Abendessen bekommt. Selbst in den besseren Lokalen zahlt man nur zwischen fünf und zehn Euro für ein komplettes Menü. Meist sehr viel teurer sind die Restaurants in Fünf-Sterne-Hotels, womit aber nicht zwingend eine bessere Qualität des Essens einhergeht. Auch in den internationalen Restaurants zahlen Sie mehr, da die Zutaten für die Speisen importiert werden müssen.

Traditionell essen Malaien und Inder mit der rechten Hand, die Chinesen mit Stäbchen - Besteck gibt es aber überall. Während des Fastenmonats Ramadan bleiben malaiische Lokale bis zum Sonnenuntergang geschlossen.

Reis (nasi) und Nudeln (mee) bilden die Basis der Ernährung. Sambal, eine mit zerstoßenem Chili und Knoblauch angereicherte Shrimppaste, ist den Malaien als Beigabe unentbehrlich, die meisten Europäer finden sie aber zu scharf. Überhaupt finden Gewürze in der Küche der Malaien reichlich Anwendung. Rind (lembu), Huhn (ayam), Ziege (kambing) oder Lamm (kambing) und Fisch (ikan) werden in Currys (kari) zubereitet, und in verschiedenen Saucen mit Kokosmilch, Ingwer, Chili, Knoblauch, Gelbwurz (tumeric), Garnelenpaste (belacan) und zahlreichen anderen exotischen Zutaten verfeinert.

Die Chinesen pflegen auch in Malaysia diverse regionale Küchen: Eine Spezialität der kantonesischen sind dim sum, kleine Häppchen wie Frühlingsröllchen oder gedämpfte beziehungsweise gebratene Klößchen, die vom Frühstück bis zum Mittagessen serviert werden. In der würzigen Szechuan-Küche wird viel Chili und Knoblauch verwendet, aus Peking stammen viele Nudelgerichte und aus Shanghai Eintöpfe. Populär ist steamboat, eine Art Fondue, bei dem Gemüse, Fleisch- und Fischsorten in eine kochende Bouillon getaucht werden. Mutige Gäste probieren Fischkopfcurry oder die berühmte Vogelnestsuppe.

Vor allem in Melaka und Penang ist die Nyonya-Küche verbreitet, eine Verschmelzung aus chinesischer und malaiischer Kochkunst. Typisch für sie sind exotische Salate sowie laksa, ein reichhaltiger, dickflüssiger Nudeleintopf auf Fischbasis.

Die Tamil-Küche der Südinder ist mit einer großen Auswahl an Gemüse eine Wohltat für Vegetarier. Versuchen Sie das Linsengericht dal, palak paneer (Spinat mit Frischkäse) oder ladyfingers (Okraschoten). Idli sind weiße, dicke, gedämpfte Küchlein aus zermahlenen fermentierten Linsen oder Reis, die in Südindien zum Frühstück zusammen mit chutneys gegessen werden, ebenso wie dosa, dünne, große, knusprige Pfannkuchen. Mit einem aromatischen Gemüsecurry gefüllt werden sie als masala dosa bezeichnet.

Die reichen Saucen der nordindischen Küche genießen Sie am besten mit naan. Diese pizzateigähnlichen Fladenbrote kommen aus dem tandoor, einem tonnenförmigen Lehmofen, in dem auch mariniertes Fleisch am Spieß gegart wird. Roti canai sind eine köstliche Alternative zum langweiligen Toastfrühstück: Die Köche backen hauchdünne Pfannkuchen auf einer Herdplatte aus, legen die roti dann zusammen und servieren sie mit einer Sauce zum Eintunken. Wenn sie mit Eiern oder Fleisch gefüllt sind, heißen die Pfannkuchen murtabak.

Auf Borneo können Sie auch Dschungelprodukte kosten: etwa wildes Farngemüse, Pilze, Wildschweinbraten und Fische oder Krebse aus den Flüssen.

Vor allem die chinesische Küche bietet eine reiche Auswahl an Meeresfrüchten: Fisch, Muscheln, Garnelen, Krebse und Tintenfisch gibt es in verschiedenen Varianten und vielseitigen Zubereitungsarten. Preislich ist ein solches Seafood-Dinner immer deutlich höher angesiedelt als ein vergleichbares Abendessen ohne Meeresfrüchte.

Früchte bekommen Sie am besten auf dem Markt. Von April bis August werden Sie sich wundern, warum ausgerechnet die Stinkfrucht durian Königin der südostasiatischen Obstvielfalt sein soll. Halten Sie sich die Nase zu und probieren Sie das weißlich-cremige Fruchtfleisch - Sie werden entweder von dem vanilleartigen Geschmack begeistert sein oder sich nie wieder freiwillig in die Nähe einer durian begeben. Wassermelonen, Sternfrucht, Ananas, Bananen, Papaya, Äpfel und Orangen gibt es das ganze Jahr über, anderes Obst wie Mangos, Guaven, Pomelos, Rambutan, Litschis oder Mangostanen sind dagegen nur saisonal erhältlich.

Der Saft junger Kokosnüsse (kelapa muda) ist ein populärer Durstlöscher. Tee (teh) und Kaffee (kopi) serviert man schwarz (oh) oder mit süßer Kondensmilch (susu). Alkoholische Getränke werden Ihnen nur in chinesischen, manchen indischen und westlichen Restaurants ausgeschenkt. Auf Borneo produzieren die Einheimischen Reiswein, der in Sarawak tuak und in Sabah tapai genannt wird, sowie Palmweine variierender Potenz.

Trinkgeld

In vielen Hotels und Restaurants wird eine Service Charge von zehn Prozent berechnet. Ansonsten kann man etwas Wechselgeld liegen lassen, an Imbissständen und in einfachen Restaurants wird dies nie erwartet. Ein Guide oder ein Fahrer, mit dem man länger reist, freut sich über ein Trinkgeld.

Einkaufen und Shoppen

Ganz unasiatisch wird den Touristen in Malaysia von den Verkäufern keine Ware aufgedrängt. Sie können in aller Ruhe und ohne Kaufdruck stöbern.

Einkaufszentren

In und um Kuala Lumpur gibt es riesige Shoppingtempel, die alle westlichen Konsumgüter führen. Zu den nobelsten und teuersten gehören das Suria KLCC (www.suriaklcc.com.my) direkt an den Twin Towers und das Pavilion (www.pavilion-kl.com) am Bukit Bintang (www.starhillgallery.com). Das in Petaling Jayas Stadtteil Subang gelegene Sunway Pyramid (www.sunwaypyramid.com) ist Einkaufszentrum und Themenpark zugleich. Interessant ist ein Bummel durch das bereits 1977 eröffnete Sungei Wang Plaza (www.sungeiwang.com). Hier bieten über 700 Läden Waren aller Art zu erschwinglichen Preisen. Das größte Shoppingcenter Malaysias ist das Berjaya Times Square (www.timessquarekl.com), in dem Sie auch eine Achterbahn finden.

Holz

Holzschnitzereien gibt es vor allem in Sarawak und Sabah. Sie werden in einigen Geschäften rund um den Central Market in Kuala Lumpur sowie natürlich vor Ort verkauft. Die Holzmasken, die die Mah Meri auf der Port Klang vorgelagerten Insel Carey aus tropischem Hartholz herstellen, sind äußerst ausdrucksstark. Verbinden Sie einen Besuch des Eilands mit einem Mittag- oder Abendessen in einem der vielen Seafoodrestaurants.

Märkte

Dichtes Gedränge herrscht auf dem Nachtmarkt in der Petaling Street von Kuala Lumpur. Neben Obst und Speisen finden Sie hier Kleidung, Taschen aller Art oder Uhren. Doch Vorsicht: Es handelt sich häufig um kopierte Markenwaren, deren Einfuhr in die Länder der EU verboten ist!

Vergessen Sie nicht, zu handeln. Die erstgenannten Preise sind in der Regel stark erhöht und können deutlich gedrückt werden. Viel weniger auf Tourismus ausgerichtet sind die meisten anderen Nachtmärkte im Land. Das Angebot konzentriert sich dort auf Lebensmittel, Kleidung und lokale Speisen. Ein Besuch bietet einen, wenn auch flüchtigen, Einblick in die Lebensgewohnheiten der Menschen. Die Preise auf den Märkten sind die landesüblichen, d. h. ohne Touristenzuschlag. Dennoch: Außer in Kaufhäusern mit ausgepreisten Waren ist es üblich, zu handeln oder nach einem Rabatt zu fragen ("Is there any discount?").

Stoffe

In Malaysia sind Batikstoffe sehr beliebt, nicht nur bei formellen Anlässen. Hergestellt werden die Stoffe insbesondere in Kelantan und Terengganu an der Ostküste. Einige Muster finden Sie auf der Website www.kelantanbatik.bravehost.com. Hier können Sie vor Ort bei der Batikproduktion zuschauen: Nordin Batik (Wisma Nordin | Lot 74, Kg. Paloh, Jalan Pintu Geng | Kota Bharu | Kelantan | Tel. 09 7473397 | www.nordinbatik.com) oder im Kompleks Kraf (Section 63 | Jalan Conlay | Kuala Lumpur | Tel. 03 21627459 | www.kraftangan.gov.my). Auch in der großen Kompleks-Kraf-Filiale auf Langkawi können Kunsthandwerker bei der Arbeit beobachtet werden. Wunderschöne Ikatstoffe, die pua kumbu, stellen die Iban in Sarawak her. Die Muster entstehen durch Abbinden der Fäden und mehrere Färbvorgänge vor dem Weben. Ein Besuch im Textilmuseum (tgl. 9-16.30 Uhr | Eintritt frei | Jalan Haji Openg | Kuching) schärft den Blick, denn vieles, was als Souvenir angeboten wird, ist Fabrikware.

Zinn & Silber

In einer Fabrik bei Kuala Lumpur wird Zinn zu Gebrauchs- und Dekorationsgegenständen verarbeitet. Die Royal Selangor ist eine der größten Firmen, ihre Produkte finden Sie in jedem großen Einkaufszentrum. Wunderschön und kunstvoll sind die Silberschmiedearbeiten mit filigranen Mustern, die vor allem an der Ostküste Malaysias hergestellt werden. Die Produkte sind in einigen Silberwarenläden und in den Kompleks-Kraf-Filialen erhältlich.

Öffnungszeiten

Geschäfte haben meist zwischen 10 und 18/19 Uhr geöffnet, die großen Einkaufszentren täglich zwischen 10 und 22 Uhr. Bürozeiten und damit auch die Öffnungszeiten der Banken und Behörden sind zwischen 9 und 16.30/17 Uhr, teils mit einer langen Mittagspause. Vorwiegend in den mehrheitlich malaiischen Bundesstaaten Kedah, Kelantan, Perlis und Terengganu ist der Donnerstag ein halber Arbeitstag und der Freitag ein Feiertag.

ChinesischIndischMalaiisch

Bak kut teh ein bräunlicher, sehr würziger Eintopf aus fettem Schweinefleisch, Pilzen, Tofu, chinesischen Kräutern und Gewürzen
Hainanese chicken rice zartes Hühnerfleisch auf Reis, garniert mit Frühlingszwiebeln, Koriander und Gurkenscheiben
Pau gedämpfte Hefeteigklöße mit verschiedenen Füllungen (Schweinefleisch, Ei, rote Bohnenpaste, Gemüse); zum Frühstück oder als Imbiss gegessen
Korma Fleisch oder Gemüse in einer milden, aromatischen Currysauce; als Beilage gibt es Reis oder naan
Nasi biryani Reis, der zusammen mit Fleisch (meist Lamm oder Huhn), Gemüse und Gewürzen langsam gegart und mit chutneys, Joghurt und anderen Beilagen serviert wird
Samosa ausgebackene, dreieckige Teigtäschchen mit Gemüse- oder Fleischfüllung; zum Eintunken gibt es eine süße Sauce; meist als Vorspeise
Hokkien hae mee Nudelsuppe mit Shrimps; wird in Kuala Lumpur als Hokkien char mee mit Fleisch oder Fisch angeboten
Ice kacang frisch geraspeltes Eis mit süßem Sirup und mit marinierten Früchten, Gelees und roten Bohnen garniert; ein neuartiges Desserterlebnis!
Ikan panggang in Bananenblätter eingewickelter und auf Holzkohle gegrillter Flussfisch
Laksa eine Suppe, die sauer (mit Tamarinde) oder als Variante mit Kokosmilch, Fleisch oder Fisch und Nudeln zubereitet wird
Nasi lemak Reis in Kokosnussmilch gekocht und serviert mit frittierten Anchovis, einer kleinen Portion rendang oder Huhn, gerösteten Erdnüssen, hart gekochtem Ei, Gurkenscheiben und sambal
Rendang daging in Kokosmilch und Gewürzen gegartes Rindfleisch
Satay über Holzkohle gegrillte Fleischspießchen serviert mit einer würzigen, dicken Erdnusssauce, Gurken, Zwiebeln und in Würfel geschnittenem Klebreis (ketupat)
Stichworte

Animismus

Im gesamten südostasiatischen Raum war die ursprüngliche Religion der Animismus, der in den malaiischen Einflusssphären von großer Toleranz und Offenheit gegenüber neuen Einflüssen und Konzepten geprägt war. Für jene Ureinwohner, die noch heute den Animismus praktizieren, sind Omen in der Natur, Träume und die Kommunikation mit Verstorbenen von großer Bedeutung. Auch Chinesen pflegen ihre Beziehung zu Schutzgeistern und Ahnen. Schamanen und Hexenmeisterinnen sterben zwar langsam aus, aber der uralte Glaube wurzelt tief. Selbst wenn sich moderne Malaysier zu einer der Weltreligionen bekennen - an der Effizienz von weißer und schwarzer Magie zweifeln nur wenige.

Brunei

Brunei-Darussalam war bereits im 15. Jh. ein mächtiges Sultanat, das sich bis ins heutige philippinische Staatsgebiet erstreckte. Es ging im Lauf der Geschichte aber fast unter, dann wurde 1929 vor der Küste Erdöl entdeckt. Erst 1984 wurde das kleine Land unabhängig, bis dahin stand es als Protektorat unter britischem Schutz. Der absolute Herrscher Sultan Hassanal Bolkiah gilt als einer der reichsten Monarchen der Welt und beschert Brunei einen Wohlstand sondergleichen: keine Steuern, freie Kranken- und Rentenversicherung sowie Spitzenlöhne. Der Staat ist gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf das sechstreichste Land der Erde, mit einem Durchschnittseinkommen, das mehr als 20 Prozent über dem von Deutschland liegt. Für unliebsame Arbeiten wird ein Heer von Gastarbeitern aus Malaysia, Indonesien, den nahen Philippinen und anderen Ländern beschäftigt. So fällt es den rund 400000 Einwohnern des kleinen Ministaats (5765 km2) leicht, ihrem Herrscher den teuren Palast mit 1788 Räumen auf einer Fläche von 28 Fußballfeldern, eine Armada aus 2500 italienischen, englischen und deutschen Luxuskarossen und die 200 argentinischen Polopferde zu gönnen.

Bumiputra

Landwirtschaft, Fischerei und Jagd sind traditionellerweise Sache der hier lebenden Volksgruppen (Protomalaien) sowie der vorwiegend aus dem indonesischen Raum stammenden Malaien. Malaien und Protomalaien werden als Bumiputra ("Söhne der Erde") vom Staat mit Privilegien gefördert (z. B. Steuervergünstigungen, leichterer Zugang zu Regierungspositionen und Universitäten, bessere Bankkonditionen). In Politik und Gesellschaft sind sie heute führend, aber an der Spitze der Wirtschaft stehen nach wie vor die Chinesen. Sie trieben seit ewigen Zeiten Handel mit den Malaien und wanderten im 19. Jh. im Zuge des Zinnbooms zu Hunderttausenden ein. Chinesen stellen heute 24 Prozent der Bevölkerung. Die britischen Kolonialherren holten im 19. Jh. zudem massenweise indische Plantagenarbeiter ins Land. Sie machen heute etwa sieben Prozent der Malaysier aus. Verwirrung gibt es beim unterschiedlichen Gebrauch der Begriffe Malaysier und Malaien: Letztere sind Angehörige der malaiischen Volksgruppe, also der Bumiputra. Alle unterschiedlichen Ethnien zusammen - Malaien, Chinesen, Inder und die Nachkommen der Protomalaien - sind dagegen Malaysier, also Staatsbürger Malaysias.

Yang di-Pertuan Agpong ist der Titel des malaysischen Königs. Zum "Ersten unter den höchsten Durchlauchten" wird jeweils für die Amtszeit von fünf Jahren einer der Sultane gewählt, die in den neun Bundesstaaten das Reich ihrer Vorväter repräsentieren (in Melaka, Penang, Sarawak und Sabah regiert ein Gouverneur). Die Allüren und Eskapaden mancher royals stehen denen der britischen in nichts nach.

Drachen und Gasing

Im Bundesstaat Kelantan erfreuen sich hoch in den Lüften kreisende, bunte Drachen aus Bambus und Seidenpapier, mit Flügelspannweiten von bis zu 2,5 m, noch immer großer Beliebtheit. Bei professionellen Wettbewerben treten die besten Drachenflieger gegeneinander an. Dabei wird nicht nur das Flugverhalten, sondern auch der vom wau (Drachen) ausgehende Klang und die Eleganz seines Aussehens bewertet. Es braucht übrigens zwei Männer, um einen Drachen zu führen. Noch anspruchsvoller ist gasing, das Kreiselspiel: Der Werfer rollt auf einer tellergroßen Holzscheibe (mit Zinnrand bis zu 7 kg schwer) ein Seil fest und schießt die Scheibe mit voller Kraft und Präzision gen Boden. Ein zweiter Spieler fängt diesen Kreisel mit einer flachen Holzschaufel auf und setzt ihn auf einen Pflock, wo er weiter dreht und dreht. Gewonnen hat derjenige, dessen Kreisel als Letztes aufhört, sich zu drehen. An der Ostküste der Halbinsel sind die Spiele auf Volksfesten und in den Kulturzentren zu sehen.

Flora und Fauna

Dank der stabilen klimatischen Verhältnisse sind Malaysias tropische Regenwälder älter als die des Amazonas. In Millionen von Jahren konnte sich die Flora und Fauna hier extrem vielseitig entwickeln. Allein auf der Halbinsel wachsen 8500 Pflanzenarten. Neben mehr als tausend Orchideenarten gedeiht in Malaysia auch die Rafflesia. Sie ist mit bis zu einem Meter Durchmesser die größte Blüte der Welt. In den Regenwäldern der Flachlandzonen leben große Säugetiere wie Leopard, Wildbulle (seladang), Elefant, Nashorn, Orang-Utan, Tiger und Tapir, die Sie aber höchstwahrscheinlich auch bei einer ausgedehnten Dschungeltour nicht zu Gesicht bekommen werden. Ihr Lebensraum wird durch die Rodung der Wälder, die kontinuierlich voranschreitende Ausbreitung der Ölpalmplantagen und die Ausdehnung urbaner Siedlungen immer mehr eingeschränkt. Zahlreicher als die Säugetiere sind noch die Vogelarten. Mehr als 600 wurden bislang gezählt, unter ihnen Königsfischer, Bienenfresser, Silberreiher und Eisvogel. Auch 150000 Insektenarten sollen in Malaysia beheimatet sein, außerdem Krokodile, Echsen und viele Schlangenarten (z. B. Kobra, Viper und Python).

Kris

Als Waffe aus Tausendundeiner Nacht, die den Träger unverwundbar, gar unsichtbar machen kann, ist der magische kris eine Legende. Rar geworden sind die Meister (empu), die diesen Dolch, von Zeremonien und Meditationen begleitet, in einem langwierigen, aufwendigen Prozess schmieden. Die Klinge ist gerade, geschwungen oder wie eine Schlange geformt, der Griff ein geschnitztes Kunstwerk aus Edelhölzern, Knochen, Elfenbein oder Silber. Bis zur Perfektion beherrschten die Meister die Waffe im traditionellen Selbstverteidigungskampf silat melaya. Besonders schöne Sammlungen der magisch geladenen Dolche finden Sie im Islamic Arts Museum in Kuala Lumpur oder im Terengganu-Nationalmuseum in Kuala Terengganu.

Namen

Malaien setzen anstelle des Nachnamens den Namen des Vaters hinter den eigenen; somit ist Herr Rewat Mohamed Mr. Rewat. Chinesen stellen ihren Vornamen (sofern er kein westlicher ist) hinter den Familiennamen - Frau Jap Kit Loo wird als mit Mrs. Jap angesprochen. Inder wiederum stellen oft die Initialen des väterlichen Namens vor den eigenen. Fragen Sie Ihr Gegenüber im Zweifelsfall nach der richtigen Anrede. Darüber hinaus gibt es einige sehr dezidierte Regeln: Männer werden von Jüngeren mit uncle (Onkel) angesprochen, Frauen entsprechend als aunty (Tante). Jüngere Menschen, z. B. eine Kellnerin oder einen Kellner im Restaurant, kann man durchaus mit adik (kleiner Bruder oder kleine Schwester) ansprechen. In der Familie hat jeder Bruder einen eigenen Titel: Der älteste heißt abang long, der nächste abang ngah und so weiter. Entsprechendes gilt für Schwestern: kak long ist die älteste, kak ngah die zweite usw. Sich nur mit dem Namen anzusprechen, gilt als unhöflich.

Rubber Ridley

Der Brite Henry N. Ridley schmuggelte 1888 Sprösslinge des brasilianischen Gummibaums (lat. hevea brasiliensis) aus dem Land und brachte sie über den Umweg London nach Singapur. Dort propagierte der ehemalige Direktor der Kew Gardens, des königlichen Botanischen Gartens in London, den Anbau der Pflanzen mit einer solchen Überzeugung, dass er nur noch Rubber Ridley genannt wurde. Es zeigte sich schnell, dass Ridley das richtige Gespür besessen hatte: Malaysia stieg zu einem der bedeutendsten Kautschukproduzenten der Welt auf. Bis in die 1980er-Jahre boomte das Geschäft mit dem weißdicklichen Saft des Gummibaums. Mittlerweile ist das Land, nach Thailand und Indonesien, nur noch der drittgrößte Hersteller von Kautschuk, auch weil Malaysia noch einen anderen, lukrativeren Nutzbaum gefunden hat: die Ölpalme (lat. elaeis guineensis). Sie wird überall im Land in riesigen, aus ökologischer Sicht fatalen Monokulturen angebaut. Das aus ihren Früchten gewonnene Öl macht ein gutes Drittel der Weltproduktion aus. Beide Rohstoffe werden in Industrieländern für zahllose Produkte verwendet, und beide tragen in Malaysia weit mehr zur Schrumpfung des Regenwalds bei als das Geschäft mit Tropenholz.

Schildkröten

Immer seltener schleppen sich nachts die mächtigen Suppen- und Karettschildkröten an die Strände der Ostküste, Sabahs und Sarawaks, buddeln einen Graben und legen 40 bis 150 Eier hinein. Um den schwindenden Zahlen entgegenzuwirken, entnehmen Ranger im Rahmen von Schutzprojekten die "Pingpongbälle" und vergraben sie in Aufzuchtstationen, wo die Eier geschützt vor Feinden heranreifen können. Sind die Jungen nach 50 bis 60 Tagen aus dem Sand gekrabbelt, geht es im Schutz der Nacht zum Meer. Allerdings überleben nur rund zwei Prozent die gefährliche Zeit des Heranwachsens. Doch vielleicht ist darunter ein Weibchen, das nach 15 bis 20 Jahren an den Geburtsstrand zurückfinden wird, um seinerseits dort Eier abzulegen.

Ureinwohner Borneos

In 40000 Jahren haben sich auf Borneo sehr unterschiedliche Volksgruppen herausgebildet. Im heutigen Sarawak machen die einst als Kopfjäger gefürchteten Iban ein Drittel der Bevölkerung aus. Viele von ihnen leben in Langhäusern und bauen Tapioka, ein Wurzelgemüse, an. Die Bidayuh (etwa acht Prozent der Einwohner Sarawaks) sind in den Gebirgsregionen des westlichen Regenwalds beheimatet, die Melanau (sechs Prozent) leben als Küstenbewohner von der Fischerei und dem Anbau der Sagopalme. Die Orang Ulu (fünf Prozent) setzen sich aus 21 Untergruppen zusammen - dazu gehören die Kelabit-Reisbauern des Bareo-Hochlands und die von den Früchten des Regenwalds lebenden Penan.

In Sabah stellen die 30 Ureinwohnervölker noch rund 70 Prozent der Einwohner. Die Kadazan, ein Drittel der Bevölkerung Sabahs, betreiben Reis- und Gemüseanbau. Die 40000 Muruts lebten ursprünglich vom Wanderfeldbau und der Blasrohrjagd. Die Bajaus (14 Prozent der Einwohner) wiederum waren einst Seenomaden, bevor sie sich an der Westküste ansiedelten.

Vogelnestsuppe

Abertausende von Salanganen (Seglervögel) bauen in den Tropfsteinhöhlen Borneos Nester aus Speichel. Chinesen schätzen diese bird's nests seit tausend Jahren als Delikatesse in Suppen. Die Sammler klettern halsbrecherisch an Bambusstangen und Rattanleitern die Höhlenwände hoch: das erste Mal, bevor die Salanganen die Eier gelegt haben, sodass Zeit für den zweiten Nestbau bleibt, und das zweite Mal, wenn die Jungen ausgeflogen sind. Die exklusive Delikatesse erhält zunehmend Konkurrenz von Nestern aus Schwalbenfarmen, die in leer stehenden Häusern und Schuppen eingerichtet sind und an Gefängnisse erinnern.

Zinn

Malaysia war vom Ende des 19. Jhs. an für fast einhundert Jahre der größte Zinnproduzent der Welt. Bereits vor über 500 Jahren begann man damit, das Erz zu schürfen, das die wirtschaftliche Entwicklung und ethnische Zusammensetzung Malaysias nachhaltig beeinflussen sollte. Von den ersten 87 Chinesen, die zu Beginn des Booms im Jahr 1857 dort Zinn gefunden hatten, wo heute im Zentrum von Kuala Lumpur die Jamek-Moschee steht, überlebten nur 18 (reich gewordene) Männer Tropenkrankheiten und Kriminalität. In der Folgezeit kamen immer mehr chinesische Einwanderer aus ihrem von Hungersnöten, Überschwemmungen und Armut geplagten Vaterland, um ihr Glück im Zinngeschäft in British Malaya zu versuchen. Wenige von ihnen brachten es zu Reichtum und Macht, viele hingegen ließen bei Unfällen ihr Leben oder gaben all ihre Einkünfte für den Opiumkonsum, beim Glücksspiel oder für Prostituierte aus. Es war ein raues, hartes, von Männern dominiertes Leben. Erst im 1912 wurde es mit der Einführung des Dredging, einer Förderungsmethode, bei der riesige, schwimmende Schaufelbagger den schlammigen Boden umgruben, weniger arbeitsintensiv. Bis in die 1980er-Jahre hinein kamen etwa zwei Drittel des Weltbedarfs an Zinn aus Malaysia.

Bloss nicht!

Drogen nehmen

Schon der Besitz kleinster Mengen klassifiziert Sie als Händler, was (auch für Ausländer) den Gang zum Galgen zur Folge haben kann. Deshalb: Hände weg von jeder Art von Drogen, die Polizei ist wachsam!

Falsch schenken

Chinesen sollten Sie Dinge nur in einer geraden Anzahl schenken - das verheißt Glück. Bei Langhausbesuchen ist es ratsam, kleine Mitbringsel dabeizuhaben, sie gehören zur Begrüßungszeremonie. Geschenke gibt und nimmt man immer mit der rechten Hand.

Benimmregeln missachten

Schmusen oder gar Küssen in der Öffentlichkeit ist verpönt, nackt oder oben ohne zu baden landesweit untersagt. An der Ostküste sollten Sie dezente Kleidung tragen. Fremden auf die Schulter zu klopfen oder ihnen freundschaftlich über den Kopf zu streicheln, wird als rüde empfunden, denn der Kopf ist der Sitz der Seele. Und deuten Sie nicht mit dem Finger auf Menschen, ein in die entsprechende Richtung weisendes Kopfnicken genügt und wird universell verstanden. Wohn- und Gebetshäuser betritt man generell barfuß, die Schuhe müssen draußen bleiben. Apropos Füße: Sie gelten als der geringwertigste und damit als der schmutzigste Körperteil. Beim Sitzen auf dem Boden schlägt man sie deshalb im Schneidersitz unter das Gesäß und erspart seinem Gegenüber so, die blanken oder auch beschuhten Fußsohlen ansehen zu müssen. Weniger verwestlichte Malaysier (z. B. auf dem Land lebende) würden dies als einen großen Affront empfinden und es als ein Zeichen äußerster Geringschätzung werten.

Das Gesicht verlieren

Malaysierinnen und Malaysier sind Gefühlsausbrüche und Schreien nicht gewöhnt. Wer auf diese Weise versucht, etwas durchzusetzen, wird sicher das Gegenteil bewirken. Die sonst sehr hilfsbereiten Menschen können dann äußerst stur werden. In einer Problemsituation ist es weit angemessener und führt sehr viel eher zu einer Lösung, sein Gegenüber um Rat oder Hilfe zu fragen, statt ihm seine Fehler vorzuhalten. Auf eine Frage versucht man immer zu antworten, auch wenn es falsch ist. Achten Sie jedenfalls darauf, dass niemand sein Gesicht verliert.

Unbedacht essen und trinken

Malaien, einige Inder und andere Ethnien sind Muslime. Schenken und erwarten Sie bei Einladungen, Empfängen oder Festen keinen Alkohol. Schweinefleisch-Gerichte stehen zudem höchstens in einigen chinesischen Restaurants und bei Christen auf dem Speiseplan. Auch Nicht-Muslime befolgen Essensvorschriften. So verzehren Hindus kein Rindfleisch, und Buddhisten verzichten zumindest an einigen Tagen auf Fleisch.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Reisen über Land

Wegen der anhaltenden Gewalt in drei thailändischen Südprovinzen wird für Reisen von Malaysia nach Thailand auf dem Landweg dringend empfohlen, die Thailand betreffenden Reisehinweise zu beachten.
Es ist zu empfehlen, bei Überlandreisen mit Bussen besonders auf das Reisegepäck zu achten, welches im Gepäckfach verstaut wird.
Bei Nutzung von Fahrrad, Moped oder Motorrad wird zu besonderer Umsicht geraten, insbesondere für Ungeübte. Linksverkehr und die andere Fahrweise in Malaysia kann zu gefährlichen Fehleinschätzungen und Unfällen führen.
Bei dem Besuch von Naturparks ist die Begleitung durch ortskundige geprüfte Begleiter empfehlenswert, da die Ausschilderung bei Dschungelpfaden oft unzureichend ist.

In den flachen Küstengewässern Malaysias (zuletzt in Langkawi, einer Insel im Nord-Osten des Landes) kann es Vorkommen von Würfelquallen, einer der gefährlichsten Quallenarten, geben. Es wird daher eine besondere Umsicht beim Schwimmen im Meer empfohlen.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Impfschutz

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Polio (Kinderlähmung), Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut sowie Japanische Encephalitis empfohlen.
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird nur für bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet gefordert, siehe www.who.int.
Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften.

Dengue-Fieber

wird durch den Stich hauptsächlich tagaktiver, infizierter Mücken übertragen. Eine Impfung oder Chemoprophylaxe ist nicht möglich. Konsequente Barrieremaßnahmen (Schutz vor Mückenstichen, s.u.) sind die einzig möglichen Schutzmaßnahmen. Da es in Malaysia keine terminierten Regenzeiten gibt, ist ständig mit einem Übertragungsrisiko zu rechnen, das nach stärkeren Regenperioden regional ansteigt. Der Schutz vor tag- und nachtaktiven Mücken ist die beste und einzige Vorsorgemaßnahme.

Zika-Virus-Infektion

Gemäß der Weltgesundheitsorganisation () wird Malaysia mit einer möglichen Übertragbarkeit von Zika-Viren klassifiziert, d.h. Kategorie 1 bzw. 2 der aktuellen -Einteilung, auch wenn u.U. aktuell keine neuen Erkrankungsfälle dokumentiert werden.
Das Übertragungsrisiko kann dabei sowohl regional als auch saisonal erheblich variieren.
In Anlehnung an die derzeitigen -Empfehlungen empfiehlt das Auswärtige Amt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, von vermeidbaren Reisen in Regionen der o.g. -Kategorie 1 oder 2 abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (DTG) sowie dem Robert Koch-Institut (RKI) abgestimmten Merkblatt Zika-Virus-Infektion des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amtes.

Malaria

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufiger tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Eine Malariainfektion ist ganzjährig in einigen Landesteilen möglich. Plasmodium falciparum (40%),Plasmodium vivax (60%); Anteile regional sehr unterschiedlich. Plasmodium knowlesi vereinzelt, auf Borneo 70% der Fälle.
Ein mittleres Malariarisiko besteht auf Borneo: in Sabah ist das Risiko höher im Landesinneren, geringer in Kota Kinabalu und den Küstenregionen; in Sarawak ist das Risiko höher im Grenzgebiet zu Kalimantan und nimmt nach Norden hin ab. Geringes Risiko in den küstennahen Landesteilen von Sarawak (Borneo).
Sehr geringes Risiko herdförmig im Landesinneren (zentral, Norden und Nordosten) von West-Malaysia (Halbinsel).
Als malariafrei gelten die Küstenregionen, Städte sowie das gesamte Federal Territory um die Hauptstadt auf der malayischen Halbinsel.

Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe (Schutz vor Mückenstichen) eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

  • körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber (Dengue) und in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe.

HIV/AIDS

ist in Malaysia bisher weniger weit verbreitet als in manchen anderen Staaten Südostasiens, die Anzahl der Neuinfektionen steigt aber an; Durchseuchung in den bekannten Risikogruppen. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen/Cholera

Erhöhtes Risiko besteht landesweit; durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.

Andere Infektionskrankheiten

Chikungunya-Fieber

Chikungunya-Fieber ist analog zu Dengue eine durch den Stich infizierter Mücken übertragene Viruserkrankung mit Fieber und vorrangig z.T. langanhaltenden Gelenkschmerzen. Auch hier gibt es keine Schutzimpfung, nur das Vermeiden von Mückenstichen kann helfen.

Sarkozystose

Es kommen Fälle von Sarkozystose auf der Insel Tioman vor. Die Übertragung erfolgt durch Nahrungsaufnahme (Fleisch oder durch Fäkalien verunreinigte Lebensmittel/Trinkwasser), auf gute Hygiene ist zu achten, Fleisch sollte niemals roh verzehrt werden.

Japanische Enzephalitis

Die meisten Fälle dieser durch Moskitos übertragenen Virusinfektion des Gehirns treten in ländlichen Gebieten (v.a. Sarawak) auf. Bei längeren Aufenthalten auf dem Land sind Mückenschutz (siehe Malaria) und Impfung wirksame Prophylaxemaßnahmen.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelmäßig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen). Landesweit, aber v.a. auf der malayischen Halbinsel, besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde und damit Übertragung einer Tollwut. Die notwendigen medizinischen Maßnahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften sind in Malaysia nicht immer möglich. Einen zuverlässigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung. Deshalb kommt einer vorbeugenden Tollwutimpfung für Reisen nach Malaysia eine besondere Bedeutung zu.

Vogelgrippe

Auch in Malaysia ist die klassische Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza, Vogelgrippe) aufgetreten, umschriebene Ausbrüche bei Tieren auch 2015/16, bisher keine menschlichen Erkrankungsfälle. Bei Reisen im Land sollte daher auf Kontakt mit Vögeln und Geflügel verzichtet werden, insbesondere auf den Besuch von Geflügelmärkten.
Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft www.bmel.de veröffentlichten aktuellen Informationen ("Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe").

Weitere tropische Infektionskrankheiten (z.B. Hand-Fuß-Mundkrankheit, Typhus, Bilharziose) kommen vor, allerdings in unterschiedlicher Gefährdung für Reisende.

Haze

Die Luftqualität in Malaysia insbesondere im Großraum Kuala Lumpur ist während des gesamten Jahres häufig eingeschränkt. Teile Malaysias sind zudem immer wieder vom sogenannten "Haze" betroffen. Beim "Haze" handelt es sich um periodisch auftretende, Smog-ähnliche Luftverunreinigungen, die durch Brandrodung und Schwelbrände in Malaysia und vor allem in Indonesien verursacht werden. Je nach Wetterlage können die Schadstoffwerte, die von malaysischen Stellen veröffentlicht werden, täglich und von Ort zu Ort schwanken. Es wird daher empfohlen, sich regelmäßig aus der lokalen Presse oder im Internet (aqicn.org) über die veröffentlichten Zahlen am Aufenthaltsort zu informieren. Dabei ist zu beachten, dass in Malaysia die gefährlicheren Feinpartikel (PM 2,5) nicht gemessen werden, so dass die tatsächliche Belastung zumeist deutlich höher ist als die veröffentlichten Zahlen. Soweit dort stark erhöhte Schadstoffkonzentrationen vorliegen, können Reizungen der Augen und der Atemwegsorgane auftreten. Insbesondere Herz- und/oder Lungenkranke sowie Alte und Kleinkinder sind stärker gefährdet, aber auch gesunde Erwachsene sollten dann eine körperliche Betätigung im Freien vermeiden und weitere Vorsichtsmaßnahmen treffen. Menschen mit den genannten oder anderen einschlägigen gesundheitlichen Problemen (Asthmatiker, Allergiker, u.a.) sollten vor Reisen in eventuell betroffene Gebiete einen Arzt konsultieren.

Medizinische Versorgung

In Großstädten allgemein befriedigende Gesundheitsversorgung mit oft im Ausland ausgebildeten Fachärzten. An der Westküste der malaiischen Halbinsel findet man weitgehend gute hygienische Verhältnisse vor. Westliche Arzneimittel, auch viele deutsche Präparate, sind in städtischen Gebieten erhältlich.

Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind auch wegen evtl. hoher Krankenhaus- und Arztrechnungen, die meist sofort (oft vorab) beglichen werden müssen, dringend empfohlen.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

In Malaysia herrscht ein allgemein befriedigender Gesundheitsdienst mit im Ausland ausgebildeten Fachärzten. An der Westküste der malaiischen Halbinsel findet man weitgehend gute hygienische Verhältnisse vor. Westliche Arzneimittel, auch viele deutsche Präparate, sind in städtischen Gebieten erhältlich. Krankenhäuser gibt es in allen größeren Städten. In Kleinstädten und ländlichen Gegenden gibt es Ärzte und mobile Apotheken.

Die Notrufnummer ist 999.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und einer Reiserückholversicherung wird empfohlen.

Essen und Trinken

Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Das Leitungswasser in Kuala Lumpur ist genießbar, Abkochen wird jedoch empfohlen. Leitungs- und Brunnenwasser ist außerhalb von Kuala Lumpur nicht immer keimfrei und sollte zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung abgekocht oder sterilisiert werden, oder es sollte abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist in der Regel nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser weiterverarbeiten. Milchprodukte aus ungekochter Milch außerhalb der Städte sollte man vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Auf frische Fruchtsäfte von Straßenständen sollte man besser verzichten.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Cholera 2 -
Gelbfieber 1 -
Malaria 3 -
Typhus & Polio Ja -
Essen & Trinken - -

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von sechs Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiet einreisen wollen und über ein Jahr alt sind. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitpassagiere, die in Malaysia den Transitraum nicht verlassen.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion ist jedoch nicht auszuschließen. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Landesweit besteht in verschiedenen Regionen (vor allem in Selangor, Kuala Lumpur und Klang Valley) ein erhöhtes Cholerarisiko, das vor allem die einheimische Bevölkerung betrifft. Die Infektionsgefahr bei Touristen ist sehr gering. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.

[3] Malariarisiko besteht in Sabah (Borneo) und im äußersten Hinterland. Ein geringes Ansteckungsrisiko ist in West-Malaysia und in Sarawak zu erwarten. Städte und Küstenregionen gelten als frei von Malaria. In Sabah (Borneo) tritt die gefährlichere Malariaart Plasmodium falciparum das ganze Jahr über auf. Hochgradige Chloroquin- und Sulfadoxin/Pyrimethaminresistenz wurde gemeldet.

Gesundheitszeugnis

Für Arbeitsaufenthalte wird ein HIV-Test in englischer Sprache verlangt. Studenten müssen sich im Land - je nach Universität - einer medizinischen Untersuchung einschließlich HIV-Test unterziehen.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Bilharziose-Erreger kommen landesweit, vor allem in Selangor und Perak, in manchen Teichen und Flüssen vor. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Das durch tagaktive Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt zurzeit gehäuft landesweit vor. Übertragungsmonate sind vor allem März bis September, aber auch außerhalb der Regenzeiten ist ein Übertragungsrisiko gegeben. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Auch Chikungunya tritt auf. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Vereinzelt tritt in ländlichen Gebieten die durch Insekten verursachte Filariose auf. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. 

Fleckfieber tritt landesweit auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

Hepatitis A, B und C kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Ein Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht insbesondere in den ländlichen Gebieten von Penang, Perak, Selangor, Jahore und Sarawak.

HIV/Aids ist eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, Piercings, Tätowierungen, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen. 

Tollwut kommt landesweit und am häufigsten auf der malayischen Halbinsel vor. Hauptüberträger sind (streunende) Hunde, aber auch Katzen und andere Tiere. Eine Impfung wird für alle Reisenden empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Auf der Insel Tioman kommt Sarkozystose vor, diese wird durch verunreinigte Lebensmittel und den Kontakt mit Fäkalien ausgelöst. Fleisch sollte niemals roh gegessen werden.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Deutschland Ja Nein Ja
Schweiz Ja Nein Ja
Österreich Ja Nein Ja
Andere EU-Länder Ja Nein Ja
Türkei Ja Nein Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich. Der Reisepass muss noch mindestens 6 Monate bei der Ausreise gültig sein.

Anmerkung zum Reisepass

Von allen Reisenden über 12 Jahren werden bei der Einreise Fingerabdrücke genommen.

Visainformationen

Allgemein erforderlich. Ausgenommen sind u.a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle angegebenen Länder für touristische oder private Aufenthalte von bis zu 3 Monaten (Im Bundesstaat Sarawak bis zu 1 Monat):

EU-Länder, Schweiz und Türkei.

Reisende, die ein Arbeitsverhältnis planen, benötigen eine nur schwer erhältliche Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis, die vor der Einreise bei der malaysischen Botschaft im Wohnortland beantragt werden muss.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass. 

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Hinweis: Allein oder mit nur einem Elternteil/Sorgeberechtigten reisende Minderjährige sollten eine Einverständniserklärung der Eltern/Sorgeberechtigten bzw. des anderen Elternteils/Sorgeberechtigten in englischer Sprache mitführen.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Für Haustiere wird ein Gesundheitszeugnis verlangt, das maximal 7 Tage vor der Abreise ausgestellt worden sein darf und das bestätigt, dass innerhalb der letzten 6 Monate im Herkunftsland kein Fall von Tollwut aufgetreten ist und dass es sich nicht um ein importiertes Tier handelt.

Zusätzlich muss eine Einfuhrgenehmigung beim malaysischen Veterinäramt (Malaysian Veterinary Department, Import Permit, 8th Floor, Shell Building, Exchange Square Off. Jalan Semantan, Bukit Damansara, Kuala Lumpur, Tel: (03) 254 00 77) beantragt werden.

Für Hunde und Katzen besteht eine Quarantänepflicht von mindestens 30 Tagen (ausgenommen sind Tiere aus Australien, Neuseeland, Großbritannien und Irland (Rep.)). Ein Platz muss im Voraus bei der Kuala Lumpur Quarantine Station reserviert werden.

Bearbeitungsdauer

Je nach Nationalität verschieden.

Gültigkeit

Die Aufenthaltsdauer wird von den Behörden bestimmt und im Besucherpass (Visit Pass) eingetragen. Verlängerungen sind möglich.

Transit

Visumfrei nur für Reisende, die innerhalb von 24 Std. weiterreisen, auf dem internationalen Flughafen Kuala Lumpur (KUL) ankommen und wieder abfliegen, nicht zwischen dem Hauptabfertigungsgebäude und Low-Cost-Carrier-Terminal wechseln und die über ein bestätigtes Rück- oder Weiterreiseticket sowie über ihren gültigen nationalen Reisepass verfügen.

Visaarten und Kosten

Einfaches Einreisevisum (für Besuche und Geschäftsreisen), mehrfaches Einreisevisum (für Geschäftsreisen), Transitvisum.

Kosten

Je nach Nationalität unterschiedlich.

Antrag erforderlich

(a) 1-2 Antragsformulare (kann auf www.imi.gov.my heruntergeladen werden).
(b) 1-2 aktuelle Passfotos in Farbe (3,5 x 5 cm).
(c) Reisepass, der bei der Ankunft noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(d) Gebühr (Zahlungsmodus beim Konsulat zu erfragen).
(e) Nachweis eines bestätigten Flug-, Rück- oder Weiterflugtickets.
(f) Nachweis ausreichender Geldmittel (Verdienstbescheinigung, Kontoauszüge o. Ä.).
(g) Unterkunftsnachweis mit Adressangabe. 

(h) ausländische Antragsteller: Kopie des noch mindestens 6 Monate gültigen Aufenthaltstitels für das Land, in dem der Visumantrag gestellt wird.

U. U. sind weitere Unterlagen notwendig.

Der postalischen Antragstellung sind ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag und der Zahlungsbeleg über die Visumgebühren beizulegen

Geld

Geldwechsel

Die meisten Währungen können problemlos in den Touristenzentren und in größeren Hotels sowie generell bei Banken und Wechselstuben umgetauscht werden. Wechselstuben bieten hier meist die günstigsten Kurse an.

Währung

1 Ringgit = 100 Sen. Währungskürzel: RM, MYR (ISO-Code). Geldscheine gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10, 5, 2 und 1 RM. Münzen sind in den Nennbeträgen 50, 20, 10, 5 und 1 Sen im Umlauf. Viele Gedenkmünzen in verschiedenen Werten sind ebenfalls gültige Zahlungsmittel. Der Ringgit wird teilweise auch als malaiischer Dollar bezeichnet.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist auf einen Gegenwert von 10.000 US$ beschränkt. Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährung muss ab einem Gegenwert von 10.000 US$ (auch Reiseschecks) deklariert werden. Dazu muss ein Travellers Declaration Form (TDF Nr.22) ausgefüllt werden, das von malaysischen Botschaften und Konsulaten, von Tourism Malaysia sowie an allen Ein- und Ausreisestellen und Flughäfen erhältlich ist. 

Kreditkarten

Visa und Mastercard, aber auch Diners Club und American Express werden in Hotels, Restaurants oder Einkaufszentren angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
 

Reiseschecks

Werden von allen Banken, Hotels (Gebühr von bis zu 10%), Wechselstuben und großen Kaufhäusern angenommen (US-Dollar empfohlen).

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.30-17.00 Uhr (häufig mit zeitlich variierender Mittagspause) und Sa 08.30-12.00 Uhr (Variationen möglich).

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Malaysia eingeführt werden (Personen ab 18 J., die sich mindestens 72 Std. in Malaysia aufhalten werden):

200 Zigaretten oder gemischte Tabakwaren bis zu 225 g;
1 l Spirituosen, Wein oder Likör;
3 Teile neu gekaufter Kleidung;
1 Paar neue Schuhe;
jeweils ein Exemplar batteriebetriebenes oder elektrisches Gerät für die Körperpflege;
zollpflichtige Nahrungsmittel bis zum Gesamtwert von 75 MYR;
Geschenke bis zum Gesamtwert von 400 MYR (500 MYR, wenn die Gegenstände aus Langkawi oder Labuan stammen).

Verbotene Importe

Wertgegenstände müssen deklariert und eventuell muss eine Sicherheit hinterlegt werden (in der Regel 50% des Warenwertes, Quittung verlangen).
Die Einfuhr von Waren aus Israel, Südafrika und Haiti ist verboten, ebenso wie die Einfuhr von Falschgeld, gedrucktem anstößigen oder pornographischen Material und Abbildungen, die den Koran verunglimpfen. Auf die Einfuhr von und den Handel mit Rauschgiften steht die Todesstrafe (auch Kleinstmengen).

Quellenangaben
  • Marco Polo - Malaysia, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2014-07, 2009-05
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Malaysia - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 13.03.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 13.03.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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