Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Malaysia

Steckbrief

Malaysia - Fakten

Ländername Malaysia
Beste Reisezeit März, April, Mai, Juni, Juli, August, September
Fläche 330.290 km2
Hauptstadt Kuala Lumpur
Bevölkerung 32.447.385
Sprache Malaiisch
Staats-/Regierungsform Konstitutionelle Wahlmonarchie und Parlamentarische DemokratieZwei-Kammer-Parlament:Abgeordnetenhaus (Dewan Rakyat), 222 Sitze (gewählt)Senat (Dewan Negara), 70 Sitze (je 2 Vertreter der 13 Bundesstaaten und 44 vom König auf Empfehlung des Premierministers ernannte Mitglieder)
Staatsoberhaupt Seine Majestät Abdullah Ri'ayatuddin, Yang Di-Pertuan Agong XVI (König von Malaysia), Amtsantritt 31.01.2019. Alle fünf Jahre wählen die neun Monarchen aus den Staaten Malaysias mit Erbmonarchien einen neuen König aus ihrer Mitte.
Regierungschef Ismail Sabri Yaakob (seit 21.08.2021)
Währung Ringgit
Zeitzone UTC+8
Reiseadapter G
Kfz-Länderkennzeichen MAL
ISO-3166 MY, MYS
Internet-TLD .my
Landesvorwahl +60
Website https://www.malaysia.travel/en/us
Reisepass & Visum Notwendig

Geographie

Das 600 km breite Südchinesische Meer trennt West- und Ostmalaysia. Auf der Malaiischen Halbinsel bilden Gebirgsketten das Rückgrat, an die sich küstenwärts sanft geschwungene Hügel und schließlich sumpfige Küstenniederungen anschließen. Sarawak und Sabah auf Nordborneo sind in erster Linie geprägt durch versumpfte Küstenebenen, aus denen das Land sanft zu Rumpfflächen und Bergzügen ansteigt. Immerfeuchtes innertropisches Klima kennzeichnet diesen Raum. Mangroven- und Regenwälder bedeckten ursprünglich weit über 70 % der Fläche.

Politik und Bevölkerung

Der Staat besteht aus 13 Bundesstaaten und zwei Bundesterritorien. Er ist eine Wahlmonarchie auf parlamentarisch-demokratischer Grundlage im Commonwealth of Nations. Repräsentantenhaus (192 Sitze) und Senat (Länderversammlung mit 70 Sitzen) bilden das Parlament. Das Staatsoberhaupt wird alle fünf Jahre durch die Sultane gewählt. In neun Bundesstaaten (Fürstentümer) regieren Sultane. Das Verhältnis der 53 % Malaien zu den 26 % Chinesen und 8 % Indern ist nicht spannungsfrei. Zwar ist der Islam Staatsreligion, doch garantiert die Verfassung Religionsfreiheit. 60 % sind Muslime, 19 % Buddhisten, 2,6 % Konfuzianer und Daoisten, 6 % Hindus und 9 % Christen.

Geschichte und Kultur

Seit dem 2. Jh. n. Chr. kam es auf der Malaiischen Halbinsel zur Bildung von malaiischen Königreichen. Indonesische Großreiche übten zeitweise ihre Oberherrschaft aus. Bis 1641, als die Holländer Melaka (Malacca) eroberten, beherrschten mehrere aufeinander folgende Dynastien den Raum. 1795 besetzten die Briten Melaka, die malaiischen Sultane unterwarfen sich aber erst 1874; 1888 wurden Sarawak, Brunei und Sabah unter britischen Schutz gestellt. Nach der japanischen Besetzung (1941–45) wurde 1946 die Malaiische Union gegründet, die 1963 mit dem Namen Malaysia endgültig unabhängig wurde. Wegen ökonomischer Interessengegensätze schied Singapur 1965 aus dem Bundesstaat aus. Die ethnische und religiöse Vielfalt hat die Entstehung einer einheitlichen Kultur verhindert. Eine Vielzahl von Baustilen, Festen, Sitten und Bräuchen existiert nebeneinander.

Malaysia - Geschichte

35 000 v. Chr. Erste Siedlungen auf Borneo
Ab ca. 200 v. Chr. Indische Händler führen Sanskrit und buddhistischhinduistische Kultur ein
1414 Melakas Herrscher tritt zum Islam über
1511 Portugiesen erobern Melaka
1641 Die Niederlande erobern Melaka und Westmalaysia
1824 Die malaiische Halbinsel geht an Großbritannien
1941/42 Japan besetzt British Malaya
1948–1960 Kolonialkrieg gegen die zurückkehrenden Briten
1957 Unabhängigkeit Malayas; ab 1963 heißt die Föderation mit Singapur, Sarawak und Sabah Malaysia.  Singapur tritt 1965 aus
2003 Nach 22 Jahren übergibt Premierminister Mahathir Mohamad sein Amt an Abdullah Ahmad Badawi
2018 Bündnis Pakatan Harapan stellt Mehrheit im Parlament
2020/21 Coronakrise: Malaysia schließt Grenzen, ist aber selbst nur wenig betroffen
Klimadaten
Kommunikation & Adressen

Auskunft vor Ort

Tourism Malaysia

Malaysian Tourism Centre (MaTiC) | 109, Jalan Ampang | Kuala Lumpur | Tel. 03 92 35 48 00 | matic.gov.my

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Menara Tan & Tan, 26. Stock | 207, Jalan Tun Razak | Tel. 03 21 70 96 66 | kuala-lumpur.diplo.de

Österreichische Botschaft

Wisma Goldhill | Suite 10.1–2, 10. Stock | 67, Jalan Raja Chulan | Tel. 03 20 57 89 69 | bmeia.gv.at/oeb-kuala-lumpur

Schweizerische Botschaft

16, Pesiaran Madge | Tel. 03 21 48 06 22 | eda.admin.ch/kualalumpur

Notfallnummern

Polizei und Notarzt: Tel. 999

Feuerwehr: Tel. 994

Notruf vom Handy: Tel. 112

Internetzugang & WLAN

Die Internetabdeckung ist in Malaysia hervorragend. Fast alle Hotels und immer mehr Restaurants und Bars bieten den meist kostenfreien Zugang über WLAN an, ebenso die meisten Kaffeehausketten und Flughäfen. Eine gute und sichere Alternative ist der Internetzugang über Handy mit einer lokalen SIM-Karte.

Post

Die malaysische Post ist recht schnell und zuverlässig. Briefmarken für Postkarten gibt es an der Rezeption großer Hotels und in den Postämtern. Ein Brief (20 g) per Luftpost nach Deutschland oder Europa kostet RM 4,80, eine Postkarte RM 0,50 Genauere Tarife und Laufzeiten unter pos.com.my.

Telefon & Handy

Malaysia hat ein sehr gutes Handynetz. Um die Roaminggebühren zu umgehen, lohnt es sich, eine Simkarte eines lokalen Anbieter wie Maxis (Hotlink | hotlink.com.my) oder Celcom (Xpax | xpax.com.my) zu kaufen. Einige Tarifoptionen bieten große Datenpakete oder sogar unbegrenztes Internet, sodass man problemlos per WhatsApp telefonieren kann. 

Internationale Vorwahlen: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, Malaysia 0060.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Veranstaltungen

Januar/ Februar

Thaipusam (Batu Caves, Hill Top Murugan- Tempel in Penang, Johor): Pilgerumzüge; gläubige Hindus in Trance bohren sich Spieße und Speere durch die Zunge; wechselnde Daten: 2022: 18. Jan., 2023: 5. Feb.

Chinesisches Neujahr: 14 Tage lang werden mit Knallkörpern, Musik und Drachentänzen die bösen Geister vertrieben; wechselnde Daten: 2022: 1. Feb., 2023: 22. Jan.

Chingay-Parade (Penang, Johor Bharu): Opulente Parade zum Ende des chinesischen Neujahrs

April

Qingming: chinesisches Totengedenkfest; 4. bzw. 5. April

Ramadan: wechselnde Daten, 2021: 12. April–11. Mai, 2022: 2. April–1.Mai

Mai

Wesak Day: Fest zur Geburt Buddhas; wechselnde Daten, 2021: 26. Mai, 2022: 15. Mai, 2023: 4. Mai

Hari Raya Puasa: Ende des Ramadan

Tadau Ka’amatan Harvest Festival (Sabah): Erntedankfest der Kadazan; 30./31. Mai.

Juni

Gawai Dayak (Sarawak): Erntedankfest der Dayak am 1./2. Juni

Juli/ August

Rainforest World Music Festival (Sarawak): Internationales Musikfestival am 2. Juliwochenende. rwmf.net

George Town Festival: Kunst und Performance. georgetownfestival.com

Hari Raya Aidiladha: Islamisches Opferfest; wechselnde Daten, 2021: 19.–23. Juli, 2022: 9.–13. Juli

Merdaka Day: Malaysischer Nationalfeiertag am 31. Aug. mit Paraden, Feuerwerk, Sport und Kultur

Oktober/ November

Deepavali: Indisches Lichterfest; wechselnde Daten, 2021: 4. Nov., 2022: 24. Okt.

Feiertage

1. Januar Neujahr (nicht in Johor, Kedah, Kelantan, Perlis, Terengganu)
1. Mai Tag der Arbeit
1. Montag im Juni Offizieller Königsgeburtstag
31. August Merdeka Day (Unabhängigkeitstag)
16. September Malaysia Day
25. Dezember Weihnachten
Mobilität vor Ort

Fähren

Nahezu alle Inseln sind per Fähre zu erreichen. Allerdings lohnt es sich, bereits vor der Fahrt zur Fähre einen Blick auf die Abfahrtszeiten zu werfen. Meist kann man vorab im Internet buchen. Verschieben sich die Abfahrtszeiten, z. B. aufgrund der Gezeiten oder des Wetters, wird man per E-Mail benachrichtigt.

Öffentliche Verkehrsmittel

Die einfachste Variante für lange Überlandfahrten sind Fernbusse, die oft sehr bequem ausgestattet sind. Etwa alle zwei Stunden legen die Busse eine kurze Pause an einem Restaurant ein. Auch Bustickets hier lassen sich im Internet vorausbuchen, zum Beispiel über das Vergleichsportal busonlineticket.com. Die Strecke Kuala Lumpur – Melaka gibt es schon ab RM 10.

Landschaftlich besonders schön, wenn auch nicht immer sehr schnell, sind Bahnfahrten. Allerdings gibt es nur zwei große Zugstrecken in Malaysia: Ein führt entlang der Westküste der Halbinsel von Johor Bahru via Kuala Lumpur bis nach Thailand mit einem Abstecher nach Butterworth, die andere verläuft entlang der Ostküste von Gemas via Kuala Lipis nach Kota Bharu. Die zweite und erste Klasse sind angenehm und haben zum Teil Schlafwagen. Sitzplätze solltest du vorher über die Webseite der malaysischen Bahn (ktmb.com.my) reservieren.

Innerhalb von Kuala Lumpur sind vor allem der Sightseeing-Bus (myhoponhopoff.com) und die Stadtbusse- und -bahnen (myrapid.com.my) interessant.

Taxi und Rikscha

Taxis gibt es fast überall, freilich kaum Taxometer. Und falls doch: Kaum ein Fahrer benutzt sie. Den Preis sollte man daher unbedingt vor der Fahrt genau aushandeln.

Auf längeren Strecken verkehren Sammeltaxis zumeist von den Busbahnhöfen. Man kann sie direkt chartern oder warten, bis sich vier Passagiere mit gleichem Ziel eingefunden haben. Ihre recht günstigen Preise sind zwar festgelegt, die Fahrer verlangen aber mehr, wenn sie Gäste an Hotels abholen bzw. absetzen oder nachmittags, wenn sie mit großer Wahrscheinlichkeit keine Passagiere für die Rückfahrt finden können. In einigen Städten, z. B. in Melaka, verkehren noch Fahrradrikschas. Auch hier solltest du den Preis mit deinem Fahrer unbedingt im Voraus aushandeln.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Viele Ethnien, viele Küchen – daher gilt Malaysia als echte Feinschmecker- Destination. Von der malaiischen Kochkunst bis hin zu chinesischen und indischen Spezialitäten gibt es eine breite – und leckere – Auswahl. Nur die wenigsten Restaurants bieten eine gemischte Speisekarte aller regionalen Küchen – du hast die Qual der Wahl.

Gut gewürzt

In der malaiischen Küche sind Reis (nasi) und Nudeln (mee) die Grundnahrungsmittel. Sambal, eine mit Knoblauch angereicherte Chilipaste, finden die meisten Malaien als Beigabe unentbehrlich, Europäern ist sie aber oft zu scharf. Überhaupt wird hier mit vielen Gewürzen gekocht: Rind (lembu), Huhn (ayam), Ziege oder Lamm (kambing) und Fisch (ikan) werden in Currys (kari) zubereitet, und in verschiedenen Saucen mit Kokosmilch, Ingwer, Chili, Knoblauch, Gelbwurz (tumeric), Garnelenpaste (belacan) und vielen anderen exotischen Zutaten verfeinert. Schweinefleisch gibt es in der malaiischen Küche nicht, denn es gelten die islamischen Speiseregeln. Während des Fastenmonats Ramadan bleiben malaiische Lokale bis zum Sonnenuntergang geschlossen, dafür geht es nachts üppig zur Sache. Gegessen wird meist mit Gabel oder Löffel, allerdings nur mit der rechten Hand, denn die Linke gilt als unrein.

Chinesische Vielfalt

In Malaysia findest du chinesische Restaurants und Stände aller regionalen Ausrichtungen: herzhafte Hokkien-Küche, die scharfe Sichuan-Küche, das Brühe-Fondue steamboat, südchinesische Dim-Sum und andere Teigtäschchen … die Auswahl ist endlos. Oft stehen Fisch und Meeresfrüchte auf der Speisekarte, auch Suppen, die etwas dünner sind, als du es aus Europa kennst. Als Beilage gibt es meist Reis, gegessen wird mit Stäbchen, es sei denn man fragt nach einer Gabel.

Die Mischung macht's

Ein echter Geheimtipp sind die Restaurants der Peranakan, die berühmt sind für ihre exquisiten Kochkünste. Hinter der Nyonya-Küche (so nennen sich die Frauen der Peranakan) steckt die Kombination aus chinesischen Zubereitungsarten mit malaiischen Zutaten. Ausgefallen ist die Buah- Keluak-Nuss, die erst viele Tage in der Erde liegen muss, um genießbar (und sehr lecker) zu werden. Typisch für die Küche sind laksa-Gerichte, eine reichhaltige Currynudelsuppe mit Kokosmilch, und eine Vielfalt an Süßspeisen. Vor allem in Melaka und Penang ist die Nyonya-Küche verbreitet.

Die Vegetarier-Option

Die Tamil-Küche der Südinder ist mit ihrer großen Auswahl an Gemüse eine gute Wahl für Vegetarier. Unbedingt probieren solltest du das Linsengericht dal, palak paneer (Spinat mit Frischkäse) oder ladyfingers (Okraschoten). Idli sind weiße, dicke, gedämpfte Küchlein aus zermahlenen, fermentierten Linsen oder Reis, die in Südindien zusammen mit Chutneys zum Frühstück gegessen werden, ebenso wie dosai, dünne, große, knusprige Pfannkuchen. Mit einem aromatischen Gemüsecurry gefüllt, heißen sie masala dosai.

Die reichen Saucen der nordindischen Küche genießt man dagegen am besten mit naan. Die Fladenbrote kommen aus dem tandoor (Lehmofen), in dem auch mariniertes Fleisch am Spieß gegart wird. Roti canai sind eine Alternative zum langweiligen Toastfrühstück: Hauchdünne Pfannkuchen werden auf einer Herdplatte ausgebacken, dann zusammengelegt und mit einer Sauce zum Eintunken serviert. Mit Eiern oder Fleisch gefüllt heißen die Pfannkuchen murtabak. Auch in der indischen Küche wird grundsätzlich mit rechts gegessen.

Ganz Asien an einem Ort

Ideal, um alle Küchenrichtungen auf einmal zu probieren, sind die food courts (die überdachte Variante, meist in Einkaufszentren) oder die hawker stalls der Nachtmärkte, wo du dich an zahlreichen Ständen preiswert bedienen kannst. Apropos Preise: Selbst in besseren Lokalen zahlt man selten mehr als zwölf Euro pro Person für ein komplettes Menü. Hochpreisiger sind internationale Restaurants, da viele der Zutaten importiert werden müssen.

Von "lecker" bis "Mutprobe"

Für den Snack zwischendurch bieten sich Früchte an. Die größte Auswahl bekommst du auf dem Markt. Wassermelonen, Sternfrüchte, Ananas, Bananen, Papaya, Äpfel und Orangen gibt es das ganze Jahr über, anderes Obst wie Mangos, Guaven, Pomelos, Rambutans, Litschis oder Mangostanfrüchte sind dagegen nur saisonal erhältlich. Von April bis August hat die durian Saison. Die großen stacheligen Früchte kann man weder übersehen noch überriechen, denn sie verströmen eine Art „Eau de canalisation“. Dass die Stinkfrucht trotzdem heiß begehrt ist, liegt am außergewöhnlichen Geschmack. Sie zu probieren gilt ein bisschen zu Unrecht als Mutprobe, immerhin gibt es sogar bei McDonald‘s hin und wieder Durian-Eis – also, Augen zu und durch! Eines sollte man nach dem Genuss der Stinkfrucht allerdings nicht tun: Alkohol trinken, denn das führt zu Übelkeit.

Wasser nur "ohne"

Alkohol spielt in Malaysia sowieso keine so große Rolle: Bier und Spirituosen werden nur in chinesischen, manchen indischen und westlichen Restaurants ausgeschenkt. Typisch für die Region dagegen ist der Saft junger Kokosnüsse (kelapa muda). Tee (teh) und Kaffee (kopi) serviert man entweder schwarz (oh) oder mit süßer Kondensmilch (susu). Und das Wasser ist garantiert ohne Kohlensäure, denn das finden die meisten Malaysier eklig.

Trinkgeld

Viele Restaurants der gehobenen Preisklasse setzen automatisch eine Service Charge von zehn Prozent auf die Rechnung. In einfachen Restaurants wird kein Trinkgeld erwartet. Falls du länger mit einem Guide oder Fahrer unterwegs bist, ist ein kleiner Obolus von RM 5–10 pro Tag willkommen.

Der Stoff, aus dem die Schneiderträume sind

Egal ob malaiische Batikstoffe, indische Webereien oder chinesische Seide: Malaysia ist ein Traum für Hobbyschneider und Modefreaks. Die Iban in Sarawak und Sabah stellen wunderschöne Ikatstoffe her. Besonders edel sind die mit Silber- und Goldfäden durchzogenen Songketstoffe. Nicht einmal selbst nähen muss man, denn indische Schneider zaubern dir über Nacht eine halbe Garderobe. Aber vielleicht willst du zu Hause an der Nähmaschine kreativ werden und dir dein eigenes Souvenir anfertigen ...

Gut geschnitten

Mode gibt es zu guten Preisen: Malaysias junge Designer sind innovativ und verbinden traditionelle Muster geschickt mit modernen Schnitten. Dies allerdings nur bis maximal Damengröße 40/42. Ihre Boutiquen findet man in großen Einkaufszentren und in den Innenstädten.

Im Dunkeln ist gut shoppen

Der absolute Einkaufsklassiker ist der Bummel über die Nachtmärkte. Hier gibt es nicht nur Snacks, sondern oft auch allerhand Taschen und Uhren, Schuhe und Kleidung. Man ahnt es fast: Vieles davon ist nicht echt (und auch viel zu billig), was bei Tageslicht recht offensichtlich ist. Wer hier zuschlägt, sollte unbedingt handeln und nicht vergessen, dass die echte „Lolex“- Uhr zwar lustig ist, beim Zoll in Deutschland aber für hochgezogene Augenbrauen sorgt. Alles, was mengenmäßig über den persönlichen Bedarf geht, kann zu einer Anzeige führen.

Kulinarische Andenken

Gewürze und Currypasten, ja sogar Tüten für Fertiggerichte (auch in Fernost haben es die Familien abends manchmal eilig) sorgen zu Hause für leckere Erinnerungen. Getrocknetes tropisches Obst lässt sich lange lagern und gut transportieren. Oder wie wäre es mit Süßigkeiten in ausgefallenen Geschmacksrichtungen? Jackfruit-Kaugummi und Durian- Kekse gibt es zu Hause garantiert nicht.

Ebenfalls ausgefallen ist Tee aus Malaysia, den man in Europa eher selten bekommt und der teils sogar in Ökoqualität angebaut wird („organic“).

Jäger- und Sammlerstück

Wenn die Dschungeljäger von Sabah ein neues Blasrohr brauchen, dann gehen sie auf den Wochenmarkt (tamu) von Kota Belud. Die verzierten Rohre sind nicht nur ein authentisches Mitbringsel, sondern im Fall der Fälle auch funktionsfähig – Bambusmunition nicht vergessen! Ähnliche Wochenmärkte wie den in Kota Belud gibt es an vielen Orten in Sabah. Sie alle sind in Sachen Handwerkskunst eine faszinierende (untouristische) Fundgrube.

Alles, was glänzt

Wunderschön und kunstvoll sind die Silberschmiedearbeiten mit filigranen Mustern, die vor allem an der Ostküste Malaysias hergestellt und in Silberwarenläden verkauft werden. Goldund Silberschmuck ist in Malaysia etwas günstiger als bei uns, auch wenn die Rohpreise etwa den europäischen entsprechen. Dafür ist die Verarbeitung günstiger – und die Schmuckstücke sind in jedem Fall außergewöhnlich. Wissen muss man allerdings: In Asien tendiert man eher zu rötlichen Legierungen, die im Westen nicht jedem gefallen.

Öffnungszeiten

Geschäfte haben meist von 10 bis 18,19 Uhr geöffnet, die großen Einkaufszentren täglich von 10 bis 22 Uhr. Bürozeiten und damit auch die Öffnungszeiten der Banken und Behörden sind zwischen 9 und 16.30/17 Uhr, teils mit langer Mittagspause (besonders zur Gebetszeit am Freitag). In den mehrheitlich malaiischen Bundesstaaten Kedah, Kelantan und Terengganu ist der Donnerstag ein halber Arbeitstag und der Freitag ein Feiertag. In allen anderen Bundesstaaten ist Samstag ein halber Arbeitstag und Sonntag frei.

Fotografieren

Auch wenn es die meisten Menschen nicht stört, wenn sie fotografiert werden, ist es höflicher, kurz um Erlaubnis zu fragen, vor allem bei Nahaufnahmen.

ChinesischIndischMalaiischPeranakan

Char kway teow Gebratene Reisnudeln mit Meeresfrüchten, Fleisch und Sojabohnen
Hainanese chicken rice Hühnerfleisch auf in der Brühe gekochtem Reis
Pau (Bao) Gedämpfte Hefeteigklöße mit Schweinefleischfüllung
Samosa Ausgebackene Teigtäschchen mit Gemüse- oder Fleischfüllung
Korma Hühnchen in einer milden Currysauce, mit Reis oder Naan-Brot
Nasi biryani Gebratener Reis, serviert mit Lamm, Gemüse, Chutneys und Joghurt
Roti In Ghee ausgebackener Fladen, mit Dhal (Linsen) oder Huhn-/Lamm-Curry serviert
Rendang In Kokosmilch und Curry geschmortes Rind oder Huhn
Ikan panggang In Bananenblätter eingewickelter, auf Holzkohle gegrillter Flussfisch
Satay Über Holzkohle gegrillte Fleischspieße mit Erdnusssauce, Gurke und gewürfeltem Klebreis (Ketupat)
Ais kacang Geraspeltes Eis mit Sirup, Früchten, Gelees und roten Bohnen
Laksa Würzige, dicke Curry-Nudelsuppe mit Kokosmilch, Fleisch/Fisch/ Meeresfrüchten und Gemüse
Nyonya nasi lemak Reis in Kokosnussmilch gekocht, serviert mit Anchovis, Huhn, Erdnüssen, hartem Ei, Gurkenscheiben
Ayam buah keluak Geschmortes Hühnchen mit Buah- Keluak-Nuss
Stichworte

Animismus

Der Animismus, also der Glaube an die beseelte Natur, war einst in ganz Südostasien verbreitet, auch in Malaysia. Für viele Ureinwohner, die noch heute den Animismus praktizieren, sind Omen in der Natur, Träume und die Kommunikation mit Verstorbenen von großer Bedeutung. Auch Chinesen pflegen ihre Beziehung zu den Ahnen und fürchten Dämonen. Schamanen und Hexenmeisterinnen sterben zwar langsam aus, aber der uralte Glaube wurzelt tief. Selbst wenn sich moderne Malaysier meist zu einer der Weltreligionen bekennen – an der Effizienz von weißer und schwarzer Magie zweifeln nur wenige.

Berish

„Bersih“ bedeutet so viel wie „sauber machen“ oder „aufräumen“ – und so heißt die Koalition aus Nicht-Regierungsorganisationen und Oppositionsparteien, die sich seit 2007 für den politischen Wandel einsetzt, z. B. für die Reform des Wahlsystems. In den Augen der Bersih-Bewegung (bersih. org) bevorteilte das ungerechte System die seit Jahrzehnten regierende Barisan-Nasional-Koalition, förderte Wahlbetrug und Korruption – und es bevorzugte eindeutig die ethnische Volksgruppe der Malaien (s. Thema „Bumiputra“). Im Mai 2018 schließlich geschah das Unglaubliche: Zum ersten Mal in der Geschichte des Staates Malaysia stellte die Barisan-Nasional- Koalition nicht mehr die Mehrheit im Parlament und damit auch nicht die Regierung. Sogar der einst unter fadenscheinigen Gründen ins Gefängnis geworfene Oppositionelle Anwar Ibrahim kehrte zurück und wurde zum designierten Ministerpräsidenten auserkoren. Mit der Regierungskrise 2020 jedoch zerbrach die neue Regierung, seither ringen die beiden Lager wieder um die Macht – und ein klarer Sieg ist, zur großen Unzufriedenheit der jungen Malaysier, nicht in Sicht.

Dschungelfresser

Unterwegs in Malaysia fährst du hin und wieder durch monotone Palmwälder: Es sind keine Naturflächen, sondern Ölpalmenplantagen. Nach dem Zweiten Weltkrieg trat die Pflanze ihren Siegeszug an, mittlerweile ist Palmöl weltweit das am meisten genutzte Fett in der Lebensmittelindustrie und wird sogar zur Herstellung von Biotreibstoff verwendet. Zusammen mit Indonesien stellt Malaysia derzeit 85 Prozent der weltweiten Anbauflächen und exportiert jedes Jahr rund 2 Mio. Tonnen Palmöl. Aus ökologischer Sicht ist das keine gute Entwicklung, denn für die Pflanzung der Monokulturen wird Urwald abgeholzt beziehungsweise brandgerodet. Kritik daran hört man vor Ort nicht überall gern, denn Palmöl spült viel Geld in die Kassen der Landbesitzer – mehr als 650 000 Kleinbauern sind von den Plantagen abhängig. Dennoch erließ die malaysische Regierung 2018 ein Gesetz, das die weitere Ausdehnung der Ölpalmplantagen verbietet, um den primären Urwald zu schützen. Ob dies auf Dauer erfolgreich sein wird, muss sich noch zeigen. Positiv ist: Mittlerweile gibt es immerhin einige nachhaltige Plantagen.

Bumiputra

Wörtlich übersetzt bedeutet Bumiputra „Söhne der Erde“. Gemeint sind die Malaien und die Ureinwohner des Landes wie beispielsweise die Kadazan- Duzun oder Iban. Sie erhalten von der Regierung in Malaysia gezielte Unterstützung, z. B. in Form von Steuervergünstigungen, leichterem Zugang zu Regierungspositionen und Universitäten, besseren Bankkonditionen und vielen anderen Privilegien. Unter den chinesischen und indischen Malaysiern sorgt dies für Unmut, denn sie fühlen sich als Bürger zweiter Klasse. Das Problem ist: Sowohl Chinesen als auch Inder kamen in großer Menge während der britischen Kolonialzeit ins Land, die meisten leben mittlerweile in dritter oder vierter Generation dort. Wirtschaftlich sind vor allem die Chinesen oft erfolgreicher als die Malaien. Derzeit stellen die chinesischen Malaysier ungefähr 25 Prozent der Bevölkerung, die indischen Malaysier kommen auf rund sieben Prozent.

Verwirrung gibt es beim unterschiedlichen Gebrauch der Begriffe Malaysier und Malaien: Letztere sind Angehörige der malaiischen Volksgruppe, also der Bumiputra. Alle unterschiedlichen Ethnien zusammen – Malaien, Chinesen, Inder und die Nachkommen der Protomalaien – sind dagegen Malaysier, also Staatsbürger Malaysias.

Wahlkönig

Ähnlich wie einige europäische Länder, ist auch Malaysia eine parlamentarische Monarchie. Ungewöhnlich ist jedoch: Der König Yang di-Pertuan Agong („Erster unter den höchsten Durchlauchten“) wird alle fünf Jahre von den Sultanen der neun Bundesstaaten Johor, Kedah, Kelantan, Negeri Sembilan, Pahang, Perak, Perlis, Selangor und Terengganu aus den eigenen Reihen gewählt. In Melaka, Penang, Sarawak und Sabah regiert hingegen ein Gouverneur. Die Allüren und Eskapaden mancher malaysischer royals stehen denen der britischen hingegen in nichts nach.

Alt und grün

Eine Wanderung durch den malaysischen Dschungel ist ein regelrechter Ausflug in die Vergangenheit, denn die tropischen Regenwälder Malaysias sind sogar älter als der Amazonas. In Millionen von Jahren konnten sich die Flora und Fauna hier extrem vielseitig entwickeln. Allein auf der Halbinsel wachsen mehr als 8500 Pflanzenarten. Neben über tausend Orchideenarten gedeiht in Malaysia auch die Rafflesia: Mit bis zu 1 m Durchmesser ist sie die größte Blüte der Welt. Nur riecht sie leider nicht besonders gut, zumindest nicht für Menschen, denn die Pflanze lockt Insekten mit dem Geruch von verwesendem Fleisch an.

In den Regenwäldern des Flachlandes leben große Säugetiere wie Leopard, Gaur (seladang), Elefant, Tiger und Tapir, die du aber nur schwer zu Gesicht bekommst. Einzigartig sind auch die Orang-Utans, die nur auf Borneo und Sumatra leben. Die „Wald-Menschen“, so die wörtliche Übersetzung, sind durch illegalen Tierhandel und die Zerstörung ihres Lebensraums vom Aussterben bedroht. Engagierte Naturschutzorganisationen setzen sich für ihren Schutz ein, illegale Tierhändler erwartet sogar die Todesstrafe.

Zahlreicher noch als die Säugetiere sind die Vogelarten. Zu den mehr als 700 Arten gehören u. a. Königsfischer, Bienenfresser, Silberreiher und Eisvogel. Auch 150 000 Insektenarten sollen in Malaysia beheimatet sein, außerdem Krokodile, Echsen und viele Schlangenarten wie Kobra, Viper und Python. Völlig erforscht ist der Dschungel übrigens noch nicht: Erst vor wenigen Jahren lief den Biologen eine unbekannte Großkatze in die Fotofalle!

Glaubensfrage

Rege Handelsbeziehungen sorgten im Gebiet des heutigen Malaysia bereits Ende des 7. Jhs. für erste Kontakte mit arabisch-muslimischen Kaufleuten. Jedoch erst im frühen 15. Jh. fasste der Islam vollends Fuß in der Region, als der Herrscher der damals bedeutenden Handelsmetropole Melaka konvertierte und damit faktisch das gesamte Land zum Islam übertrat. In der Folgezeit entwickelte sich im Sultanat ein toleranter Islam, der viele der verbreiteten animistischen Glaubensformen integrierte. Andere Religionen waren in Malaysia immer präsent und das Zusammenleben meist entspannt. Seit gut 20 Jahren steigt jedoch der Einfluss konservativer Glaubensströmungen – und das nicht nur an der traditionell konservativen Ostküste der malaiischen Halbinsel. Während früher kaum Malaiinnen mit Kopftuch in Kuala Lumpur unterwegs waren, gehört die Kopfbedeckung heute zum guten Ton. Dank zahlungskräftiger Unterstützung aus den ölreichen arabischen Ländern werden immer prunkvollere Moscheen gebaut, in denen entsprechend der Ausrichtung ihrer Finanziers eine striktere Auslegung des Islam propagiert wird. Für Reisende wichtig ist: Den Symbolen des Islam, vor allem dem Koran, gegenüber sollte man sich immer respektvoll zeigen.

Bunte Mischung

Daoismus? Ahnenverehrung? Oder doch Buddhismus? Welcher Glaubensschule ein chinesischer Tempel angehört, ist manchmal nicht so einfach festzustellen, denn niemand muss sich für eine Religion entscheiden. Hin und wieder haben buddhistische Tempel eine daoistische Ecke und umgekehrt. Sogar indische Elemente haben ihren Weg in einige chinesische Tempel gefunden, denn wenn sich die Gottheit „bewährt“ hat, lässt sich der daoistische Pantheon problemlos erweitern. Wundere dich also nicht, wenn dir zwischen den chinesischen Göttern der hinduistische Elefantengott Ganesha blau entgegenstrahlt.

Herr...wie bitte?

Schön, wenn man unterwegs Malaysier kennenlernt – doch wie funktionieren eigentlich die Namen? Je nach Ethnie gibt es große Unterschiede: Malaien setzen anstelle des Nachnamens den Namen des Vaters hinter den eigenen; Herr Rewat Mohamed ist also eigentlich Mr. Rewat. Chinesische Namen sind in der Reihenfolge Nachname-Vorname angeordnet, Inder wiederum stellen oft die Initialen des väterlichen Namens vor den eigenen. Verwirrt? Macht nichts, im Zweifelsfall darf man ruhig fragen, wie die korrekte Anrede lautet.

Kröten-Pingpong

Immer seltener schleppen sich nachts die mächtigen Suppen- und Karettschildkröten an der Ostküste und in Sabah und Sarawak an den Strand, buddeln einen Graben und legen 40 bis 150 Eier hinein. Um den schwindenden Zahlen entgegenzuwirken, entnehmen Ranger im Rahmen von Schutzprojekten die „Pingpongbälle“ und vergraben sie in Aufzuchtstationen, wo die Eier geschützt vor Feinden heranreifen können. Sind die Jungen nach 50 bis 60 Tagen aus dem Sand gekrabbelt, geht es im Schutz der Nacht zum Meer. Allerdings überleben nur rund zwei Prozent die gefährliche Zeit des Heranwachsens. Doch vielleicht ist darunter ein Weibchen, das nach 15 bis 20 Jahren an den Geburtsstrand zurückfinden wird, um seinerseits dort Eier abzulegen.

Ureinwohner

In Sachen Multikulti legen Malaysias Borneo-Provinzen noch eine Schippe drauf: Hier leben neben Malaien, Chinesen und Indern noch viele weitere Völker. Sabah und Sarawak ist das Reich der Iban, Kadazan-Dusun und vieler anderer Ethnien, die bis heute oft gemeinsam in Langhäusern leben – mit Satellitenfernsehen und Handy. Viele von ihnen trugen bis in die 1950er zu Recht die Bezeichnung „Kopfjäger“ und führen auch heute noch gern die Totenköpfe ihrer früheren Opfer vor – freilich um den schreckhaften Touristen zu foppen. Obwohl viele von ihnen zum Christentum übergetreten sind (der Islam ist in Ostmalaysia in der Minderheit), sind viele alte Traditionen noch lebendig.

Vogelnestsuppe

Abertausende von Salanganen (Seglervögel) bauen in den Tropfsteinhöhlen Borneos Nester aus Speichel. Chinesen schätzen diese bird’s nests seit tausend Jahren als hochpreisige Delikatesse, die in der Suppe serviert wird. Um sie zu „ernten“, klettern die Sammler halsbrecherisch an Bambusstangen und Rattanleitern die Höhlenwände hoch: das erste Mal, bevor die Salanganen die Eier gelegt haben, sodass Zeit für den zweiten Nestbau bleibt, und das zweite Mal, wenn die Jungen ausgeflogen sind. Die exklusive Delikatesse bekommt zunehmend Konkurrenz von Nestern aus Schwalbenfarmen, die in leer stehenden Häusern und Schuppen eingerichtet sind und an Gefängnisse erinnern.

Familiengeschichten

Peranakan: Die auch als „Straits-Chinesen“ bekannte Kultur ging aus chinesisch- malaiischen Ehen hervor, deren Nachfahren über die Jahrhunderte einen ganz eigenen Lebensstil entwickelten: üppig verzierte Häuser, opulente Kleidung und natürlich die einmalig raffinierten Gerichte, die die Gewürze und Zutaten Malaysias und Chinas verbinden. Vor allem in Melaka und Penang ist die Kultur der Peranakan noch immer lebendig und das nicht nur in kulinarischer Hinsicht: Bis heute sprechen die Peranakan eine ganz eigene Mischung aus Malaiisch und Hokkien-Chinesisch.

Bloss nicht!

Öffentlich knutschen

Schmusen oder gar Küssen vor den Augen aller ist verpönt, nackt oder oben ohne zu baden sogar landesweit verboten. An der Ostküste bist du außerdem mit dezenter Kleidung gut beraten.

Die Linke benutzen

Die linke Hand gilt bei Malaien und Indern als unrein, gegessen wird daher immer mit der rechten Hand. Auch Geschenke übergibt man selbstverständlich mit rechts.

Fußsohlen zeigen

Wohn- und Gebetshäuser betritt man generell barfuß, die Füße gelten jedoch als der schmutzigste Körperteil. Setz dich daher immer so (z. B. auf die Knie oder im Schneidersitz), dass dein Gegenüber nicht auf deine Fußsohlen blickt. Dies kann sonst, vor allem auf dem Land, als Zeichen der Geringschätzung verstanden werden.

Laut werden

Gefühlsausbrüche gelten als peinlich. Wer so versucht, etwas durchzusetzen, bewirkt das Gegenteil und erntet sture Reaktionen. Besser freundlich und lächelnd insistieren, denn dann verliert niemand das Gesicht.

Halbnackt in die Moschee

Arme und Beine müssen für die Moschee bedeckt sein. Shorts und Tanktops sind auch für Männer keine angemessene Kleidung, Frauen sollten zudem ein Kopftuch tragen. Vor einigen Moscheen kannst du Schal und Überwurf ausleihen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Wegen der anhaltenden Gewalt in drei thailändischen Südprovinzen wird für Reisen von Malaysia nach Thailand auf dem Landweg dringend empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise für Thailand zu beachten.

Es gibt ein gut strukturiertes und verhältnismäßig günstiges Inlandsflugnetz, Zugverbindungen (Nord-Süd), Überlandbusse und Fährverbindungen und Ausflugsschifffahrt.
Bei Benutzung von Fähr- und Ausflugsbooten (auch im Landesinneren) wird zu Vorsicht geraten.

In Kuala Lumpur und den größeren Städten gibt es ein Autobus- und Schnellbahnsystem. Taxis sind preiswert, von Ausländern werden allerdings häufig zu hohe Fahrpreise verlangt, die Einschaltung eines Taximeters wird ebenfalls häufig verweigert. Private Anbieter, die über Apps bestellt werden können, sind vorhanden und oft zuverlässiger.

Achten Sie bei Überlandreisen mit Bussen besonders auf das Reisegepäck, welches im Gepäckfach verstaut wird.

Es herrscht Linksverkehr. Auf dem gut ausgebauten Autobahnnetz besteht größtenteils Mautpflicht. Landstraßen sind meist schmal, schlecht beleuchtet und haben Schlaglöcher. Seien Sie besonders vorsichtig bei der Nutzung von Fahrrad, Moped oder Motorrad, insbesondere, wenn man ungeübt ist. Der Linksverkehr und eine ungewohnte Fahrweise in Malaysia können zu gefährlichen Fehleinschätzungen und Unfällen führen.

Bei dem Besuch von Naturparks ist die Begleitung durch ortskundige geprüfte Begleiter empfehlenswert, da die Ausschilderung bei Dschungelpfaden oft unzureichend ist.

In den flachen Küstengewässern Malaysias (zuletzt auf Langkawi, einer Insel im Nord-Westen des Landes) kann es Vorkommen von Würfelquallen, einer der gefährlichsten Quallenarten, geben. Beim Schwimmen im Meer gilt besondere Umsicht.

Der Internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein für Kurzaufenthalte gültig.

Malaysia ist ein Land mit vielen verschiedenen Ethnien und Religionen und einer starken islamischen Prägung.

  • Nehmen Sie Rücksicht und respektieren Sie örtliche Gepflogenheiten, auch durch Wahl Ihrer Kleidung und mit Ihrem Verhalten.

Einvernehmliche homosexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen können mit bis zu 20 Jahren Gefängnis und Stockschlägen bestraft werden. In der Praxis werden diese Bestimmungen aber selten angewandt.

  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.

Die Einfuhr und der Besitz von Drogen und Rauschmitteln sind strikt verboten und werden mit hohen Freiheitsstrafen geahndet. Für den Handel mit Rauschgift gilt eine obligatorische Todesstrafe, als Handel wird bereits der Besitz von bestimmten Mengen an Betäubungsmitteln gewertet. Für weitere schwere Straftaten wird weiterhin die Todesstrafe verhängt. Einige Straftaten werden mit Prügelstrafen geahndet.

Alle Strafbestimmungen werden in der Praxis und in vollem Umfang auch auf ausländische Besucher angewandt.

Für Muslime gilt im familienrechtlichen Bereich die Scharia.

Landeswährung ist der Ringgit (MYR). Die Bezahlung mit Kreditkarten ist vielerorts möglich, die Abhebung von Bargeld an entsprechend gekennzeichneten Geldautomaten mit Kredit- oder Bankkarten auch. Euros können problemlos gewechselt werden.

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Erkrankung, die durch das SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

  • Beachten Sie die fortlaufend aktualisierten Informationen zu sowie die Hinweise im Merkblatt, auf den Seiten der , des und der BZgA.
  • Lassen Sie sich gemäß der aktuellen -Empfehlung und den Bestimmungen des Gastlandes gegen impfen.

Impfbestimmungen können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von derzeit abweichen, siehe

Aktuelles.

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist für alle Personen zu erbringen, die älter als ein Jahr sind und aus einem Gelbfiebergebiet einreisen oder sich dort mehr als 12 Stunden im Transit aufhalten. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Gelbfieberimpfung notwendig.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Reisende sollten einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) mit Auffrischimpfungen alle zehn Jahre haben.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Japanische Enzephalitis empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die .

Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.

  • Beachten Sie für Ihre Reise die Empfehlungen im Merkblatt Zika-Virus-Infektion.

Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Da es in Malaysia keine terminierten Regenzeiten gibt, ist ständig mit einem Übertragungsrisiko zu rechnen, das nach stärkeren Regenperioden regional ansteigt. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe auch Merkblatt Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie, siehe auch Merkblatt Chikungunya-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe auch Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Eine Malariainfektion ist ganzjährig in einigen Landesteilen möglich. Ein geringes Malariarisiko ist auf Borneo in Ostmalaysia (Sabah: 80% P. knowlesi) vorhanden. Ein minimales Risiko besteht in ländlichen Gebieten im Rest des Landes außer in den als malariafrei geltenden Städten Georgetown und Kuala Lumpur sowie dem Bundesstaat Penang (inklusive der Insel Penang), siehe Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue, Chikungunya) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie unter einem imprägnierten Moskitonetz.

Je nach Reiseprofil ist neben der stets notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

HIV-Infektionen sind ist in Malaysia bisher weniger weit verbreitet als in anderen Staaten Südostasiens, die Anzahl der Neuinfektionen steigt jedoch an. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Die meisten Fälle dieser Virusinfektion treten in ländlichen Gebieten (v.a. Sarawak) auf. Vor allem Schweine und Wasservögel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selber zu erkranken. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch nachtaktive Stechmücken. Erkrankungen beim Menschen sind selten, verlaufen jedoch häufig schwer und hinterlassen oft bleibende Schäden oder enden tödlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente zur Behandlung einer JE, siehe Merkblatt Japanische Enzephalitis.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Japanischer Enzephalitis im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere nachts konsequent vor Mückenstichen und lassen Sie sich impfen.

Auch in Malaysia ist die klassische Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza, Vogelgrippe) aufgetreten, bisher gibt es jedoch keine menschlichen Erkrankungsfälle, siehe auch Merkblatt Aviäre Influenza.

  • Verzichten Sie bei Reisen im Land auf Kontakt mit Vögeln und Geflügel, insbesondere auf den Besuch von Geflügelmärkten.
  • Bitte beachten Sie die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Information Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe.

Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelmäßig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden. Landesweit, v.a. auf der malaysischen Halbinsel, Sabah und Sarawak, besteht ein hohes Risiko für Bissverletzungen durch streunende Tiere (Hunde, Affen). Die notwendigen medizinischen Maßnahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften sind in Malaysia nicht immer möglich. Einen zuverlässigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung, siehe Merkblatt Tollwut.

  • Vermeiden Sie Kontakt zu streunenden Tieren.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Tollwut-Impfung beraten und impfen.
  • Suchen Sie auch bei bestehender Impfung nach Kontakt mit einem potentiell infizierten Tier oder Menschen (Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen) umgehend einen Arzt auf.

Es kommen Fälle von Sarkozystose auf der Insel Tioman vor. Die Übertragung der Parasiten erfolgt durch Nahrungsaufnahme (Fleisch oder durch Fäkalien verunreinigte Lebensmittel/Trinkwasser).

  • Achten Sie auf gute Hygiene, Fleisch sollte niemals roh verzehrt werden.

Weitere tropische Infektionskrankheiten (Hand-Fuß-Mundkrankheit, Typhus, Bilharziose) kommen vor, allerdings in unterschiedlicher Gefährdung für Reisende.

Die Luftqualität in Malaysia insbesondere im Großraum Kuala Lumpur ist während des gesamten Jahres häufig eingeschränkt. In den Sommermonaten kommt es in Teilen Malaysias immer wieder zu Belastung durch den sogenannten "Haze", der in einzelnen Regionen punktuell ein gesundheitsbeeinträchtigendes Niveau erreicht.
Beim "Haze" handelt es sich um periodisch auftretende, Smog-ähnliche Luftverunreinigungen, die durch Brandrodung und Schwelbrände in Malaysia und vor allem in Indonesien verursacht werden. Je nach Wetterlage können die Schadstoffwerte, die von malaysischen Stellen veröffentlicht werden, täglich und von Ort zu Ort schwanken. Dabei ist zu beachten, dass in Malaysia die gefährlicheren Feinpartikel (PM 2,5) nicht gemessen werden, so dass die tatsächliche Belastung zumeist deutlich höher ist als die veröffentlichten Zahlen. Soweit dort stark erhöhte Schadstoffkonzentrationen vorliegen, können Reizungen der Augen und der Atemwegsorgane auftreten. Insbesondere Herz- und/oder Lungenkranke sowie alte Menschen und Kleinkinder sind stärker gefährdet, aber auch gesunde Erwachsene sollten dann eine körperliche Betätigung im Freien vermeiden und weitere Vorsichtsmaßnahmen treffen. Menschen mit den genannten oder anderen einschlägigen gesundheitlichen Problemen (Asthmatiker, Allergiker,) sollten vor Reisen in eventuell betroffene Gebiete einen Arzt konsultieren.

In Großstädten besteht eine allgemein befriedigende Gesundheitsversorgung mit oft im Ausland ausgebildeten Fachärzten. An der Westküste der malaiischen Halbinsel findet man weitgehend gute hygienische Verhältnisse vor. Westliche Arzneimittel, auch viele deutsche Präparate, sind in städtischen Gebieten erhältlich.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch reisemedizinische Beratungsstellen, Tropen- oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die .

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss:

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Reisewarnung

Überblick

Stand - Wed, 03 Aug 2022 11:45:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Wed, 03 Aug 2022 11:52:48 +0200)

Letzte Änderungen: Aktuelles – COVID-19 (Einreise), redaktionelle Änderungen

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Insbesondere die COVID-19-Bestimmungen unterliegen laufenden Änderungen.
Wir empfehlen Ihnen:

- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen".
- Folgen Sie uns auf Twitter: AA_SicherReisen
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste.
- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Flug- und Bahngesellschaften nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
- Beachten Sie unseren Haftungsausschluss und den Hinweis zu Inhalten anderweitiger Anbieter.

Aktuelles

COVID-19

Angesichts der weltweiten COVID-19-Pandemie bestehen weiterhin Risiken bei internationalen Reisen, insbesondere für Personen ohne vollständigen Impfschutz. Hierzu mehr unter COVID-19.

Einreise

Bestimmungen zur Einreise ändern sich mit der Pandemielage häufig. Bitte informieren Sie sich zusätzlich bei den offiziellen Stellen Malaysias.

Alle Reisenden sind verpflichtet, sich vor Einreise die App „MySejahtera" herunterzuladen.

Ausreise und Transit

Derzeit gibt es keine gesonderten Vorschriften für Transit und Ausreise. Über ihre konkreten Beförderungsbedingungen (z.B. Erforderlichkeit von Testnachweisen) informieren die Fluggesellschaften.

Beschränkungen im Land

Es besteht Maskenpflicht in Innenräumen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Für Aufenthalte im Freien wird das Tragen einer Maske empfohlen.

Das Gesundheitsministerium stellt die jeweils geltenden Regelungen in malaysischer Sprache zur Verfügung. Englischsprachige Informationen sind über die lokalen Medien erhältlich.

Empfehlungen

  • Es wird dringend empfohlen, sich über die lokalen Medien über die jeweils aktuellen Beschränkungen und weitere Entwicklung zu informieren.
  • Informieren Sie sich vor Abreise bei den malaysischen Behörden oder der für Sie zuständigen malaysischen Auslandsvertretung über die aktuell gültigen Einreisebestimmungen, bei Geschäftsreisen auch über die Webseite der Malaysian Investment Development Authority (MIDA).

Sicherheit

Vor Reisen in das Seegebiet zwischen den Süd-Philippinen und Sabah wird gewarnt, siehe Reise- und Sicherheitshinweise - Teilreisewarnung – Philippinen.

Von Reisen in den Osten des Bundesstaats Sabah und auf die angrenzenden Inseln wird dringend abgeraten.

Terrorismus

In Malaysia besteht weiterhin die Gefahr terroristischer Anschläge.

Nach dem Eindringen philippinischer Rebellen in die östlichen Bezirke des auf Borneo gelegenen Bundesstaats Sabah und der Entführung von Touristen u. a. auf Semporna, Übergriffen auf Polizeikräfte u. a. auf Mabul und der Ermordung eines Touristen auf der Insel Pom-Pom wurde eine Sicherheitszone (Eastern Sabah Safety Zone –ESS ZONE-) eingerichtet, in der mit einem erhöhten Aufkommen von Polizei und Militär zu rechnen ist.
Die Zone umfasst die Ortschaften Sandakan, Lahad Datu, Tawau, Kunak und Semporna sowie die vor der Küste gelegenen Inseln einschließlich der Insel Sipadan.

Auch 2018 waren Entführungen und Entführungsversuche zu beklagen. Eine akute Gefährdung der dortigen touristischen Ziele und somit das Risiko von Überfällen und Entführungen bleibt signifikant und betrifft auch das Umfeld der ESS ZONE, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit in Küstennähe und auf den Inseln.

Für Wasserfahrzeuge aller Art gilt für die an die ESS ZONE angrenzenden Küstengewässer bis drei Seemeilen Entfernung von der Küste ein nächtliches Fahrverbot von 6 Uhr abends bis 6 Uhr morgens.

In der Schifffahrt in den Gewässern um Malaysia, insbesondere in der Straße von Malakka, gibt es Fälle der Piraterie.

  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
  • Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen aufmerksam.
  • Informieren Sie sich über Sicherheits- und Rettungseinrichtungen an Bord und die Seetüchtigkeit des Schiffes und unternehmen Sie keine individuellen Ausflüge in der Straße von Malakka.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

Innenpolitische Lage

Es kann vereinzelt zu Demonstrationen kommen, bei denen gewaltsame Auseinandersetzungen nicht auszuschließen sind. Nach malaysischem Recht ist die Teilnahme von Ausländern an Demonstrationen verboten.

  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Kriminalität

Kriminalität in Form von Diebstählen und auch Überfälle kommen regelmäßig auf offener Straße und in Shopping Malls vor. Dabei werden z.B. Handtaschen durch Motorradfahrer entrissen, auch unter Anwendung von Gewalt und mit der Folge ernsthafter Verletzungen, insbesondere, wenn die Tasche nicht losgelassen bzw. schräg über Schulter und Arm und zur Straßenseite getragen wurde.

Sichtbar in Autos liegende Wertgegenstände verleiten zu Einbruchdiebstählen.

Bei Übernachtungen in Hostels oder Low-Budget-Hotels, vor allem in den stark frequentierten Stadtteilen Kuala Lumpurs, Bukit Bintang und Chinatown, ist ebenfalls besondere Vorsicht geboten. Innerhalb und in unmittelbarer Nähe dieser wurden Touristen wiederholt Opfer von Raub und Diebstählen. Gewaltkriminalität gegen Ausländer ist ansonsten nicht verbreitet.

Trickbetrügereien, insbesondere durch Anregung zu Glücksspielen sind an der Tagesordnung. Alleinreisende sind besonders betroffen, die sie an touristischen Orten gezielt angesprochen und unter einem Vorwand in Privatwohnungen gelockt werden.

In Bars kann es vorkommen, dass Touristen Drogen und sogenannte K.O.-Tropfen in die Getränke untergemischt werden.

Aus Malaysia heraus werden häufig Internetbetrügereien begangen. Nicht selten werden zunächst im Internet persönliche Scheinbeziehungen angebahnt, um sich dann Geld zu leihen, welches nie zurückgezahlt wird.

  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Lassen Sie Getränke nie unbeaufsichtigt und beim Bezahlvorgang Ihre Kreditkarte nicht außer Augen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Es herrscht feuchtheißes Tropenklima mit Nordost- und Südwestmonsun.
Insbesondere in der Zeit von November bis Februar und vor allem in den nordöstlichen Bundesstaaten auf der Malaiischen Halbinsel (Kelantan, Terengganu) treten gelegentlich saisonale Stürme und Starkregenfälle auf, die mitunter zu Überflutungen und Einschränkungen im Land- und Luftverkehr führen.

Heftige Tropengewitter mit Blitzschlägen gibt es ganzjährig.

Malaysia befindet sich in einer seismisch aktiven Zone, in der mit Erd- und Seebeben gerechnet werden muss.

  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
  • Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis vertraut. Diese bieten die Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums.
  • Im Fall einer Sturmwarnung beachten Sie die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland bzw. die Hinweise des

Reiseinfos

Infrastruktur/Verkehr

Wegen der anhaltenden Gewalt in drei thailändischen Südprovinzen wird für Reisen von Malaysia nach Thailand auf dem Landweg dringend empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise für Thailand zu beachten.

Es gibt ein gut strukturiertes und verhältnismäßig günstiges Inlandsflugnetz, Zugverbindungen (Nord-Süd), Überlandbusse und Fährverbindungen und Ausflugsschifffahrt.
Bei Benutzung von Fähr- und Ausflugsbooten (auch im Landesinneren) wird zu Vorsicht geraten.

In Kuala Lumpur und den größeren Städten gibt es ein Autobus- und Schnellbahnsystem. Taxis sind preiswert, von Ausländern werden allerdings häufig zu hohe Fahrpreise verlangt, die Einschaltung eines Taximeters wird ebenfalls häufig verweigert. Private Anbieter, die über Apps bestellt werden können, sind vorhanden und oft zuverlässiger.

Achten Sie bei Überlandreisen mit Bussen besonders auf das Reisegepäck, welches im Gepäckfach verstaut wird.

Es herrscht Linksverkehr. Auf dem gut ausgebauten Autobahnnetz besteht größtenteils Mautpflicht. Landstraßen sind meist schmal, schlecht beleuchtet und haben Schlaglöcher. Seien Sie besonders vorsichtig bei der Nutzung von Fahrrad, Moped oder Motorrad, insbesondere, wenn man ungeübt ist. Der Linksverkehr und eine ungewohnte Fahrweise in Malaysia können zu gefährlichen Fehleinschätzungen und Unfällen führen.

Bei dem Besuch von Naturparks ist die Begleitung durch ortskundige geprüfte Begleiter empfehlenswert, da die Ausschilderung bei Dschungelpfaden oft unzureichend ist.

In den flachen Küstengewässern Malaysias (zuletzt auf Langkawi, einer Insel im Nord-Westen des Landes) kann es Vorkommen von Würfelquallen, einer der gefährlichsten Quallenarten, geben. Beim Schwimmen im Meer gilt besondere Umsicht.

Führerschein

Der Internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein für Kurzaufenthalte gültig.

Besondere Verhaltenshinweise

Malaysia ist ein Land mit vielen verschiedenen Ethnien und Religionen und einer starken islamischen Prägung.

  • Nehmen Sie Rücksicht und respektieren Sie örtliche Gepflogenheiten, auch durch Wahl Ihrer Kleidung und mit Ihrem Verhalten.

LGBTIQ

Einvernehmliche homosexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen können mit bis zu 20 Jahren Gefängnis und Stockschlägen bestraft werden. In der Praxis werden diese Bestimmungen aber selten angewandt.

Strafrecht

Die Einfuhr und der Besitz von Drogen und Rauschmitteln sind strikt verboten und werden mit hohen Freiheitsstrafen geahndet. Für den Handel mit Rauschgift gilt eine obligatorische Todesstrafe, als Handel wird bereits der Besitz von bestimmten Mengen an Betäubungsmitteln gewertet. Für weitere schwere Straftaten wird weiterhin die Todesstrafe verhängt. Einige Straftaten werden mit Prügelstrafen geahndet.

Alle Strafbestimmungen werden in der Praxis und in vollem Umfang auch auf ausländische Besucher angewandt.

Für Muslime gilt im familienrechtlichen Bereich die Scharia.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der Ringgit (MYR). Die Bezahlung mit Kreditkarten ist vielerorts möglich, die Abhebung von Bargeld an entsprechend gekennzeichneten Geldautomaten mit Kredit- oder Bankkarten auch. Euros können problemlos gewechselt werden.

Einreise und Zoll

Ein- und auch Durchreisebestimmungen können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 derzeit abweichen, siehe Aktuelles.

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Nein
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Reisedokumente müssen sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein, freie Seiten enthalten und unbeschädigt sein. Bei Vorlage von beschädigten Pässen kommt es immer wieder zu Problemen bei der Grenzkontrolle, bis hin zur Verweigerung der Einreise.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise und den Aufenthalt von bis zu drei Monaten ohne Berufstätigkeit kein Visum.
Bei Einreise kann von der malaysischen Immigrationsbehörde die Vorlage des Rück- oder Weiterreisetickets und ein Nachweis der gebuchten Unterkunft verlangt werden.

Bei der Einreise in die ostmalaysischen Bundesstaaten Sabah und Sarawak auf Borneo wird ein separates Visum erteilt, welches in der Regel 90 Tage gültig ist. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass tatsächlich ein entsprechender Stempel im Pass angebracht wird. Das Fehlen dieses Stempels kann zu Problemen bei Polizeikontrollen führen.

Erfassung biometrischer Daten

Im Rahmen der Erfassung der Daten von Einreisenden werden generell Fingerabdrücke von Ausländern erhoben. Erfasst werden die Abdrücke beider Zeigefinger. Ausnahmen gelten u.a. für Kinder unter 12 Jahren.

Aufenthaltsgenehmigung bei Arbeitsaufnahme

Deutsche, die ein Arbeitsverhältnis eingehen wollen, haben sich den lokalen Vorschriften zu unterwerfen. Die nötige Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis ist nur schwer erhältlich und muss vor der Einreise bei der Malaysischen Botschaft im Wohnortland beantragt werden.

Seit dem Ende der Straffreiheitsfrist am 28. Februar 2005 gehen die malaysischen Einwanderungsbehörden energisch gegen Personen vor, die illegal in Malaysia arbeiten bzw. deren Aufenthaltsstatus ungeklärt ist. Auf gültige Aufenthalts- und Arbeitspapiere ist daher besonders zu achten. Bei Unklarheiten sollte vorab die örtlich zuständige „Immigration" kontaktiert werden.

Minderjährige

Es sind keine besonderen Bestimmungen für die Einreise von Minderjährigen bekannt.

Einfuhrbestimmungen

Reisende, die Beträge über 10.000 USD ein- oder ausführen wollen, müssen dies mit einem hierfür vorgesehenen und am Flughafen erhältlichen Formblatt anmelden. Nähere Informationen erteilt das Royal Malaysian Customs Department.

Der Transport von lebendigen oder ausgestopften Tierarten, sowie Muschelgehäuse oder auch Bekleidung und Gegenstände, die aus den Häuten geschützter Tierarten hergestellt und in Malaysia käuflich sind, fallen unter das Washingtoner Artenschutzabkommen. Sowohl der Export aus Malaysia als auch der Import nach Deutschland sind unter hohe Strafen gestellt.

Heimtiere

Zur Einfuhr von Heimtieren nach Malaysia erkundigen Sie sich bitte bei den zuständigen malaysischen Behörden.

Gesundheit

Aktuelles

COVID-19

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Erkrankung COVID-19, die durch das SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

  • Beachten Sie die fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19 sowie die Hinweise im Merkblatt COVID-19, auf den Seiten der WHO, des RKI und der BZgA.
  • Lassen Sie sich gemäß der aktuellen STIKO-Empfehlung und den Bestimmungen des Gastlandes gegen COVID-19 impfen.

Impfschutz

Impfbestimmungen können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 derzeit abweichen, siehe Aktuelles.

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist für alle Personen zu erbringen, die älter als ein Jahr sind und aus einem Gelbfiebergebiet einreisen oder sich dort mehr als 12 Stunden im Transit aufhalten. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Gelbfieberimpfung notwendig.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Reisende sollten einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) mit Auffrischimpfungen alle zehn Jahre haben.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Japanische Enzephalitis empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Zika-Virus-Infektion

Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.

Dengue-Fieber

Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Da es in Malaysia keine terminierten Regenzeiten gibt, ist ständig mit einem Übertragungsrisiko zu rechnen, das nach stärkeren Regenperioden regional ansteigt. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe auch Merkblatt Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Chikungunya-Fieber

Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie, siehe auch Merkblatt Chikungunya-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Malaria

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe auch Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Eine Malariainfektion ist ganzjährig in einigen Landesteilen möglich. Ein geringes Malariarisiko ist auf Borneo in Ostmalaysia (Sabah: 80% P. knowlesi) vorhanden. Ein minimales Risiko besteht in ländlichen Gebieten im Rest des Landes außer in den als malariafrei geltenden Städten Georgetown und Kuala Lumpur sowie dem Bundesstaat Penang (inklusive der Insel Penang), siehe Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue, Chikungunya) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.

Je nach Reiseprofil ist neben der stets notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

HIV/AIDS

HIV-Infektionen sind ist in Malaysia bisher weniger weit verbreitet als in anderen Staaten Südostasiens, die Anzahl der Neuinfektionen steigt jedoch an. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera

Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Japanische Enzephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Die meisten Fälle dieser Virusinfektion treten in ländlichen Gebieten (v.a. Sarawak) auf. Vor allem Schweine und Wasservögel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selber zu erkranken. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch nachtaktive Stechmücken. Erkrankungen beim Menschen sind selten, verlaufen jedoch häufig schwer und hinterlassen oft bleibende Schäden oder enden tödlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente zur Behandlung einer JE, siehe Merkblatt Japanische Enzephalitis.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Japanischer Enzephalitis im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere nachts konsequent vor Mückenstichen und lassen Sie sich impfen.

Aviäre Influenza (Vogelgrippe)

Auch in Malaysia ist die klassische Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza, Vogelgrippe) aufgetreten, bisher gibt es jedoch keine menschlichen Erkrankungsfälle, siehe auch Merkblatt Aviäre Influenza.

  • Verzichten Sie bei Reisen im Land auf Kontakt mit Vögeln und Geflügel, insbesondere auf den Besuch von Geflügelmärkten.
  • Bitte beachten Sie die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Information Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelmäßig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden. Landesweit, v.a. auf der malaysischen Halbinsel, Sabah und Sarawak, besteht ein hohes Risiko für Bissverletzungen durch streunende Tiere (Hunde, Affen). Die notwendigen medizinischen Maßnahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften sind in Malaysia nicht immer möglich. Einen zuverlässigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung, siehe Merkblatt Tollwut.

  • Vermeiden Sie Kontakt zu streunenden Tieren.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Tollwut-Impfung beraten und ggf. impfen.
  • Suchen Sie auch bei bestehender Impfung nach Kontakt mit einem potentiell infizierten Tier oder Menschen (Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen) umgehend einen Arzt auf.

Sarkozystose

Es kommen Fälle von Sarkozystose auf der Insel Tioman vor. Die Übertragung der Parasiten erfolgt durch Nahrungsaufnahme (Fleisch oder durch Fäkalien verunreinigte Lebensmittel/Trinkwasser).

  • Achten Sie auf gute Hygiene, Fleisch sollte niemals roh verzehrt werden.

Weitere Infektionskrankheiten

Weitere tropische Infektionskrankheiten (z.B. Hand-Fuß-Mundkrankheit, Typhus, Bilharziose) kommen vor, allerdings in unterschiedlicher Gefährdung für Reisende.

Luftverschmutzung

Die Luftqualität in Malaysia insbesondere im Großraum Kuala Lumpur  ist während des gesamten Jahres häufig eingeschränkt. In den Sommermonaten kommt es in Teilen Malaysias immer wieder zu Belastung durch den sogenannten "Haze", der in einzelnen Regionen punktuell ein gesundheitsbeeinträchtigendes Niveau erreicht.
Beim „Haze" handelt es sich um periodisch auftretende, Smog-ähnliche Luftverunreinigungen, die durch Brandrodung und Schwelbrände in Malaysia und vor allem in Indonesien verursacht werden. Je nach Wetterlage können die Schadstoffwerte, die von malaysischen Stellen veröffentlicht werden, täglich und von Ort zu Ort schwanken. Dabei ist zu beachten, dass in Malaysia die gefährlicheren Feinpartikel (PM 2,5) nicht gemessen werden, so dass die tatsächliche Belastung zumeist deutlich höher ist als die veröffentlichten Zahlen. Soweit dort stark erhöhte Schadstoffkonzentrationen vorliegen, können Reizungen der Augen und der Atemwegsorgane auftreten. Insbesondere Herz- und/oder Lungenkranke sowie alte Menschen und Kleinkinder sind stärker gefährdet, aber auch gesunde Erwachsene sollten dann eine körperliche Betätigung im Freien vermeiden und weitere Vorsichtsmaßnahmen treffen. Menschen mit den genannten oder anderen einschlägigen gesundheitlichen Problemen (Asthmatiker, Allergiker, u.a.) sollten vor Reisen in eventuell betroffene Gebiete einen Arzt konsultieren.

Medizinische Versorgung

In Großstädten besteht eine allgemein befriedigende Gesundheitsversorgung mit oft im Ausland ausgebildeten Fachärzten. An der Westküste der malaiischen Halbinsel findet man weitgehend gute hygienische Verhältnisse vor. Westliche Arzneimittel, auch viele deutsche Präparate, sind in städtischen Gebieten erhältlich.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch reisemedizinische Beratungsstellen, Tropen- oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

In Malaysia herrscht ein allgemein befriedigender Gesundheitsdienst mit im Ausland ausgebildeten Fachärzten. An der Westküste der malaiischen Halbinsel findet man weitgehend gute hygienische Verhältnisse vor. Westliche Arzneimittel, auch viele deutsche Präparate, sind in städtischen Gebieten erhältlich. Krankenhäuser gibt es in allen größeren Städten. In Kleinstädten und ländlichen Gegenden gibt es Ärzte und mobile Apotheken.

Die Notrufnummer ist 999.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und einer Reiserückholversicherung wird empfohlen.

Essen und Trinken

Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Das Leitungswasser in Kuala Lumpur ist genießbar, Abkochen wird jedoch empfohlen. Leitungs- und Brunnenwasser ist außerhalb von Kuala Lumpur nicht immer keimfrei und sollte zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung abgekocht oder sterilisiert werden, oder es sollte abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist in der Regel nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser weiterverarbeiten. Milchprodukte aus ungekochter Milch außerhalb der Städte sollte man vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Auf frische Fruchtsäfte von Straßenständen sollte man besser verzichten.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Cholera 2 -
Gelbfieber 1 -
Malaria 3 -
Typhus & Polio Ja -
Essen & Trinken - -

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von sechs Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiet einreisen wollen und über ein Jahr alt sind. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitpassagiere, die in Malaysia den Transitraum nicht verlassen.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion ist jedoch nicht auszuschließen. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Landesweit besteht in verschiedenen Regionen (vor allem in Selangor, Kuala Lumpur und Klang Valley) ein erhöhtes Cholerarisiko, das vor allem die einheimische Bevölkerung betrifft. Die Infektionsgefahr bei Touristen ist sehr gering. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.

[3] Malariarisiko besteht in Sabah (Borneo) und im äußersten Hinterland. Ein geringes Ansteckungsrisiko ist in West-Malaysia und in Sarawak zu erwarten. Städte und Küstenregionen gelten als frei von Malaria. In Sabah (Borneo) tritt die gefährlichere Malariaart Plasmodium falciparum das ganze Jahr über auf. Hochgradige Chloroquin- und Sulfadoxin/Pyrimethaminresistenz wurde gemeldet.

Gesundheitszeugnis

Für Arbeitsaufenthalte wird ein HIV-Test in englischer Sprache verlangt. Studenten müssen sich im Land - je nach Universität - einer medizinischen Untersuchung einschließlich HIV-Test unterziehen.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Bilharziose-Erreger kommen landesweit, vor allem in Selangor und Perak, in manchen Teichen und Flüssen vor. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Das durch tagaktive Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt zurzeit gehäuft landesweit vor. Übertragungsmonate sind vor allem März bis September, aber auch außerhalb der Regenzeiten ist ein Übertragungsrisiko gegeben. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Auch Chikungunya tritt auf. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Vereinzelt tritt in ländlichen Gebieten die durch Insekten verursachte Filariose auf. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. 

Fleckfieber tritt landesweit auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

Hepatitis A, B und C kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Ein Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht insbesondere in den ländlichen Gebieten von Penang, Perak, Selangor, Jahore und Sarawak.

HIV/Aids ist eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, Piercings, Tätowierungen, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen. 

Tollwut kommt landesweit und am häufigsten auf der malayischen Halbinsel vor. Hauptüberträger sind (streunende) Hunde, aber auch Katzen und andere Tiere. Eine Impfung wird für alle Reisenden empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Auf der Insel Tioman kommt Sarkozystose vor, diese wird durch verunreinigte Lebensmittel und den Kontakt mit Fäkalien ausgelöst. Fleisch sollte niemals roh gegessen werden.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Deutschland Ja Nein Ja
Schweiz Ja Nein Ja
Österreich Ja Nein Ja
Andere EU-Länder Ja Nein Ja
Türkei Ja Nein Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich. Der Reisepass muss noch mindestens 6 Monate bei der Ausreise gültig sein, über leere Seiten verfügen und unbeschädigt sein.

Anmerkung zum Reisepass

Von allen Reisenden über 12 Jahren werden bei der Einreise Fingerabdrücke genommen.

Visainformationen

Ein Visum ist allgemein erforderlich. Ausgenommen sind u.a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle angegebenen Länder für touristische oder private Aufenthalte von bis zu 3 Monaten (Für die Bundesstaaten Sabah und Sarawak auf Borneo separates Visum mit einer Gültigkeit von 90 Tagen):

EU-Länder, Schweiz und Türkei.

Reisende, die ein Arbeitsverhältnis planen, benötigen eine nur schwer erhältliche Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis, die vor der Einreise bei der malaysischen Botschaft im Wohnortland beantragt werden muss.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass. 

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Hinweis: Allein oder mit nur einem Elternteil/Sorgeberechtigten reisende Minderjährige sollten eine Einverständniserklärung der Eltern/Sorgeberechtigten bzw. des anderen Elternteils/Sorgeberechtigten in englischer Sprache mitführen.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Für Haustiere wird ein Gesundheitszeugnis verlangt, das maximal 7 Tage vor der Abreise ausgestellt worden sein darf und das bestätigt, dass innerhalb der letzten 6 Monate im Herkunftsland kein Fall von Tollwut aufgetreten ist und dass es sich nicht um ein importiertes Tier handelt.

Zusätzlich muss eine Einfuhrgenehmigung beim malaysischen Veterinäramt (Wisma Tani, Blok Podium, Lot 4G1, Presint 4, Pusat Pentadbiran Kerajaan Persekutuan, 62630 Putrajaya, Tel: (603) 88 70 20 00) beantragt werden.

Für Hunde und Katzen besteht eine Quarantänepflicht von mindestens 30 Tagen (ausgenommen sind Tiere aus Australien, Neuseeland, Großbritannien und Irland (Rep.)). Ein Platz muss im Voraus bei der Kuala Lumpur Quarantine Station reserviert werden.

Bearbeitungsdauer

Je nach Nationalität verschieden.

Gültigkeit

Die Aufenthaltsdauer wird von den Behörden bestimmt und im Besucherpass (Visit Pass) eingetragen. Verlängerungen sind möglich.

Transit

Visumfrei nur für Reisende, die innerhalb von 24 Std. weiterreisen, auf dem internationalen Flughafen Kuala Lumpur (KUL) ankommen und wieder abfliegen, nicht zwischen dem Hauptabfertigungsgebäude und Low-Cost-Carrier-Terminal wechseln und die über ein bestätigtes Rück- oder Weiterreiseticket sowie über ihren gültigen nationalen Reisepass verfügen.

Visaarten und Kosten

Einfaches Einreisevisum (für Besuche und Geschäftsreisen), mehrfaches Einreisevisum (für Geschäftsreisen), Transitvisum.

Kosten

Je nach Nationalität unterschiedlich.

Antrag erforderlich

(a) 1-2 Antragsformulare (kann auf www.imi.gov.my heruntergeladen werden).
(b) 1-2 aktuelle Passfotos in Farbe (3,5 x 5 cm).
(c) Reisepass, der bei der Ankunft noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(d) Gebühr (Zahlungsmodus beim Konsulat zu erfragen).
(e) Nachweis ausreichender Geldmittel (Verdienstbescheinigung, Kontoauszüge o. Ä.).
(f) Unterkunftsnachweis mit Adressangabe. 

(g) bestätigtes Rückflugticket.

(h) ausländische Antragsteller: Kopie des noch mindestens 6 Monate gültigen Aufenthaltstitels für das Land, in dem der Visumantrag gestellt wird.

U. U. sind weitere Unterlagen notwendig.

Der postalischen Antragstellung sind ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag und der Zahlungsbeleg über die Visumgebühren beizulegen

Geld

Geldwechsel

Die meisten Währungen können problemlos in den Touristenzentren und in größeren Hotels sowie generell bei Banken und Wechselstuben umgetauscht werden. Wechselstuben bieten hier meist die günstigsten Kurse an.

Währung

1 Ringgit = 100 Sen. Währungskürzel: RM, MYR (ISO-Code). Geldscheine gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10, 5, 2 und 1 RM. Münzen sind in den Nennbeträgen 50, 20, 10, 5 und 1 Sen im Umlauf. Viele Gedenkmünzen in verschiedenen Werten sind ebenfalls gültige Zahlungsmittel. Der Ringgit wird teilweise auch als malaiischer Dollar bezeichnet.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist auf einen Gegenwert von 10.000 US$ beschränkt. Die Ein- und Ausfuhr von ausländischem Bargeld und Geldmitteln muss ab einem Gegenwert von 10.000 US$ (auch Reiseschecks) deklariert werden. Dazu muss vor der Einreise eine Zollerklärung ausgefüllt werden. 

Kreditkarten

Visa und Mastercard, aber auch Diners Club und American Express werden in Hotels, Restaurants oder Einkaufszentren angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
 

Reiseschecks

Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich. Reiseschecks werden in Malaysia in den größeren Städten von Banken und Wechselstuben angenommen.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.30-17.00 Uhr (häufig mit zeitlich variierender Mittagspause) und Sa 08.30-12.00 Uhr (Variationen möglich).

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Malaysia eingeführt werden (Personen ab 18 J., die sich mindestens 72 Std. in Malaysia aufhalten werden):

225 g Tabak oder 200 Zigaretten;
1 l Spirituosen, Wein oder Likör;
3 Teile neu gekaufter Kleidung;
1 Paar neue Schuhe;
jeweils ein Exemplar batteriebetriebenes oder elektrisches Gerät für die Körperpflege;
Nahrungsmittel bis zum Gesamtwert von 150 MYR;
Geschenke (außer der oben genannten Waren) bis zum Gesamtwert von 500 MYR (bei Einreise über Land- oder Wasserwege) bzw. bis zum Gesamtwert von 1000 MYR (bei Einreise mit dem Flugzeug).

Achtung: Tabakwaren können in den Duty-free-Läden an den Flughäfen in Malaysia nicht mehr steuerfrei erworben werden.

Verbotene Importe

Wertgegenstände müssen deklariert und eventuell muss eine Sicherheit hinterlegt werden (in der Regel 50% des Warenwertes, Quittung verlangen).
Die Einfuhr von Waren aus Israel, Südafrika und Haiti ist verboten, ebenso wie die Einfuhr von Falschgeld, gedrucktem anstößigen oder pornographischen Material und Abbildungen, die den Koran verunglimpfen. Auf die Einfuhr von und den Handel mit Rauschgiften steht die Todesstrafe (auch Kleinstmengen).

Quellenangaben
  • Marco Polo - Malaysia, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2021-09, 2018-08, 2014-07, 2009-05
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Malaysia - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 06.08.2022 (Unverändert gültig seit: 03.08.2022)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 06.08.2022 (Unverändert gültig seit: 03.08.2022)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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