Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Mexiko

Steckbrief

Mexiko - Fakten

Ländername Vereinigte Mexikanische Staaten, Estados Unidos Mexicanos
Beste Reisezeit Januar, Februar, März, April, Dezember
Fläche 1.972.550 km2
Hauptstadt Mexiko-Stadt
Bevölkerung 129.829.800
Sprache Spanisch, verschiedene Maya, Nahuatl, und andere regionale indigene Sprachen
Religion Römisch-Katholisch 91 %, Protestantisch 4 %, andere 5 %
Staats-/Regierungsform Präsidiale Bundesrepublik
Staatsoberhaupt Andrés Manuel López Obrador, Partei "Movimiento Regeneración Nacional" (Morena), seit 01.12.2018
Regierungschef Andrés Manuel López Obrador, Partei "Movimiento Regeneración Nacional" (Morena), seit 01.12.2018
Außenminister Marcelo Luis Ebrard Casaubón, seit 01.12.2018
Währung 1 Mexikanischer Peso (mex$)= 100 Centavos
Zeitzone MEZ-7h
Stromnetz 120V/ 60Hz
Reiseadapter A
Kfz-Länderkennzeichen MEX
ISO-3166 MX, MEX
Internet-TLD .mx
Landesvorwahl +52
Website http://en.presidencia.gob.mx/
Reisepass & Visum Notwendig
Geeignet für Kultur, Outdoor, Meer, Feiern

Geographie

Das Rückgrat des geologisch und landschaftlich vielseitigen Landes ist die dicht besiedelte zentrale Hochebene, die von Norden nach Süden auf bis zu 3000 m ansteigt. Im Osten und Westen wird sie von den beiden großen Strängen der Sierra Madre eingerahmt, während den Süden ein jungvulkanischer Gebirgszug abgrenzt, mit dem 5760 m hohen Pico de Orizaba als höchstem Berg Mittelamerikas sowie dem berühmten Vulkan Popocatépetl. Die geologische Unruhe dieses Abschnitts kam 1985 in dem verheerenden Erdbeben von Mexiko-Stadt zum Ausdruck. Die yucatán-Halbinsel ist stark verkarstet und trägt im Süden tropischen Regenwald. Wüstenhaft hingegen ist die lange Halbinsel Baja California ganz im Nordwesten. Aufgrund der hoch aufragenden Gebirgsketten werden vier Klimazonen nach ihren Höhenstufen unterschieden. Der Nordostpassat bringt in den Sommermonaten viel Regen, der die Randgebirge aber kaum übersteigt und nur noch in geringen Mengen das Hochland erreicht. Der Westen Mexikos ist generell trocken. An der Golfküste treten häufig Hurrikane auf.

Politik und Bevölkerung

Die Verfassung aus dem Jahr 1917 konstituiert eine Bundesrepublik (31 Staaten und ein Hauptstadtdistrikt) mit präsidialem Zuschnitt. Der Präsident, der gleichzeitig Staats- und Regierungschef ist, wird auf sechs Jahre gewählt; eine zweite Amtsperiode ist ausgeschlossen. Volksvertretungen sind die Abgeordnetenkammer und der Senat. Von 1929 bis 1977 stellte die PRI, die Partei der Institutionalisierten Revolution, ununterbrochen die Regierung. Bei den Wahlen 1997 verlor die PRI die absolute Mehrheit; von den Erfolgen der konservativen Partei der Nationalen Aktion (PAN) und der linken Partei der Demokratischen Revolution (PRD) erhofft sich das Land mehr Demokratie. Das mit Abstand bevölkerungsreichste Land Mittelamerikas ist von einer Mischlingspopulation geprägt, deren ethnische Gliederung sich kaum in Zahlen fassen lässt. Der Anteil reinblütiger Indianer wie auch Weißer (Kreolen) liegt vermutlich unter 10 %. Mindestens neun von zehn Mexikanern bekennen sich zum katholischen Glauben, der Rest verteilt sich auf Protestanten, Hindus und sonstige Konfessionen. Starke Stadt-Land-Gegensätze werden allein schon durch eine der größten Städte der Welt, Mexiko-Stadt, hervorgerufen. Korruption, Drogenkrieg und Polizeiwillkür sind aktuelle politische Probleme.

Geschichte und Kultur

Unter den vielen vergangenen Kulturen, von den Olmeken über Tolteken zu den Zapoteken, ragen die Azteken und die Maya heraus. Die kriegerischen Azteken regierten von Tenochtitlán aus, dem heutigen Mexiko-Stadt, während die Maya den Süden des Landes, yucatán, besiedelten und sich bis nach Honduras ausbreiteten. Die hochstehende Maya-Kultur ging vermutlich an inneren Konflikten und Folgen einer Überbevölkerung zugrunde. Die Spanier fanden zu Beginn des 16. Jh. nur noch die Reste dieser Kultur vor. 1521 zerschlug Cortés mit überlegener Waffengewalt und der Hilfe verfeindeter Stämme das Aztekenreich. Rund 300 Jahre währte die spanische Herrschaft, begleitet von Missionierung, Epidemien europäischer Krankheiten und dem Raubbau an Bodenschätzen, vornehmlich Silber. Aufgrund politischer Schachzüge im Mutterland Spanien erhielt Mexiko 1821 unverhofft die Unabhängigkeit. Bis 1910 wurde es zum Spielball der Großmächte und musste Kalifornien, Arizona, New Mexico und Texas an die USA abgeben. Danach begann eine verwirrende Zeit der Bauernrevolutionen, an deren Ende die noch heute in weiten Zügen gültige Verfassung von 1917 entstand. 1929 wurde die PRI gegründet. Mit ihr trat eine gewisse Ruhe ein. Die indianischen Hochkulturen haben rings im Land grandiose Bauwerke hinterlassen (z. B. Tulúm, Palenque, Chichén Itzá, Teotihuacán). Barocke Sakral- und Profanbauten sind Zeugen der spanischen Herrschaft. Berühmte mexikanische Künstler sind Diego Rivera und Frida Kahlo. Die Mariachi-Musik verkörpert die „Seele von Mexiko“. Ebenso landestypisch sind die Tänze, die meist das Liebeswerben widerspiegeln.

Mexiko - Geschichte

Ab 1000 v. Chr. Die Olmeken errichten am Golf von Mexiko erste Pyramiden
250–900 n. Chr. Klassische Epoche der Mayakultur im Su"den Mexikos
1519 Hernán Cortés landet an der Ostku"ste bei Veracruz; als er 1521 Tenochtitlán erobert, sterben 100 000 Azteken
1521–1545 Eroberung und Missionierung; Errichtung spanischer Städte
Bis 1810 Von einst ca. 20 Mio. Indios u"berleben nur etwa 3 Mio.
1810 Der Priester Miguel Hidalgo ruft zur Befreiung des Landes auf; zehnjähriger Bu"rgerkrieg
1821 Mexiko wird unabhängig und 1823 Republik
1910 Francisco Madero ruft zur Revolution auf; Bu"rgerkrieg
1976 Erdölfunde im Golf von Mexiko
2017 Mehrere Erdbeben erschu"ttern Zentralmexiko
2019 US-Präsident Trump will eine Grenzmauer zu Mexiko bauen
2020 Braunalgen bedrohen Yucatáns Karibikstrände
Klimadaten
Cancun
Veracruz
Mexico City
Kommunikation & Adressen

Auskunft vor Ort

Mexikanisches Fremdenverkehrsbüro

Klingelhöferstr. 3 | 10785 Berlin | Tel. 030 26 39 79 40 | visitmexico.com

Secretaría de turismo

Avenida Presidente Masaryk 172 | Colonia Chapultepec Morales | 11587 México D. F. | Tel. aus Europa 0052 55 30 02 63 00 | gob.mx/sectur, visitmexico.com

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft Mexiko-Stadt

Avenida Horacio 1506 | Colonia Polanco | Tel. 0155 52 83 22 00 | mexiko.diplo.de

Österreichische Botschaft Mexiko-Stadt

Sierra Tarahumara Poniente 420 | Colonia Lomas de Chapultepec | Tel. 0155 52 51 08 06 | embajadadeaustria.com.mx

Schweizer Botschaft Mexiko-Stadt

Torre Óptima, 11. Stock | Paseo de las Palmas 405 | Colonia Lomas de Chapultepec | Tel. 0155 91 78 43 70 | eda.admin.ch/mexico

Notruf

Feuerwehr und Rettungsdienst: Tel. 060, Polizei: Tel. 080

Ein gebu"hrenfreies Nottelefon mit einem Infoservice in Englisch und Spanisch erreicht man jederzeit im gesamten Land unter Tel. 01 80 09 03 92 0.

Internetzugang & WLAN

In den Städten entstehen nach wie vor Internetcafés, die genauso schnell wieder verschwinden können. Wlan gibt es in Hotels, Restaurants und Cafés sowie mittlerweile auch in vielen Gemeinden, häufig im Bereich um den Zócalo. Ein Verzeichnis von Wlan-Plätzen findest du auf hotspot-locations.com.

Post

Die Post heißt correo; es empfiehlt sich, Ansichtskarten im Hotel in den Briefkasten zu stecken bzw. an der Rezeption abzugeben. Post nach Europa dauert ab einer Woche, mitunter benötigen Karten auch mehrere Wochen. Eine Luftpostkarte (por avión) nach Europa kostete bei Redaktionsschluss 18 Pesos Porto.

Telefon & Handy

Überall im Land gibt es Telefonzellen, in denen man mit Telefonkarten (zu 30, 50, 100 Pesos) telefonieren kann. Eine Minute nach Europa kostet 20 Pesos, ein Ortsgespräch 1 Peso. Bei Telefonaten vom Hotel kommt zu den Gebu"hren noch eine Luxussteuer hinzu.

Wenn du dein Handy nutzen willst, lohnt sich eine mexikanische Prepaidkarte der Gesellschaft Telcel (telcel.com), die du am Flughafen und in Telcel-Läden bekommst; sie kostet zwischen 15 und 40 US-$ – mit Gesprächsguthaben bis zur Hälfte des Kaufpreises.

Vorwahl Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, Mexiko 0052, dann die Ortsvorwahl ohne die 01 vorweg eingeben.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Veranstaltungen

Februar/März

Der Karneval wird ausgelassen mit bunten Umzu"gen gefeiert, besonders in Veracruz und Mérida.

März/April

Festival Centro Histórico (Mexiko-Stadt), festival.org.mx: Musik, Oper, Tanz, Theater, Kabarett – internationale Ku"nstler treten in Kirchen, Theatern, Palästen, auf plazas und in Patios auf.

Zwei letzte Julimontage

Guelaguetza (Oaxaca), oaxaca-mio.com/fiestas/guelaguetza.htm: In präkolumbischer Tradition werden indianische Stammestänze zum Leben erweckt.

15. August

Mariä Himmelfahrt wird u"berall mit Wallfahrten und Tänzen gefeiert.

Oktober

Fiestas de Octubre (Guadalajara), fiestasdeoctubre.com.mx: Theater, Hallen, Bars und Bu"hnen werden zu Pilgerzielen fu"r Fans von Folklore und Artistik, mexikanischem Rock und Pop.

Festival Internacional Cervantino (Guanajuato) festivalcervantino.gob.mx: Alles dreht sich um Don Quijote, wenn auf den Straßen musiziert und getanzt wird, Theaterstu"cke aufgefu"hrt werden.

1./2. November

Todos los Santos und Día de los Muertos: An Allerheiligen und Allerseelen lernst du den bizarren mexikanischen Totenkult kennen.

12. Dezember

Aparición de la Virgen de Guadalupe (Mexiko-Stadt): Wallfahrt zur Kirche der Jungfrau von Guadalupe.

23. Dezember

La Noche de Rábanos („Nacht der Rettiche“ in Oaxaca), oaxaca-mio.com/fiestas/rabanos.htm: Gärtner präsentieren aus Blumen, Obst und Gemu"se geformte Figuren der Weihnachtsgeschichte. Dazu gibt‘s ein Abendessen mit Stockfisch.

Feiertage

1. Januar Año Nuevo
5. Februar Aniversario de la Constitución (Tag der Verfassung)
21. März Natalicio (Geburtstag) de Benito Juárez
1. Mai Día del Trabajo
5. Mai Aniversario de la Batalla de Puebla (Gedenktag des Siegs u"ber die Franzosen 1862)
1. September Informe Presidencial (Bericht des Präsidenten zur Lage der Nation)
16. September Día de la Independencia (am Vorabend des Unabhängigkeitstags wiederholt der Präsident den Aufruf des Paters Hidalgo, den Grito de Dolores, vom Balkon des Nationalpalasts)
12. Oktober Día de la Raza (Tag des Beginns der Entstehung des lateinamerikanischen Volks)
20. November Aniversario de la Revolución (Gedenktag an die Revolution von 1910)
25. Dezember Navidad
Mobilität vor Ort

Auto & Mietwagen

Der nationale Fu"hrerschein reicht zwar aus, der internationale ist jedoch von Vorteil, wenn du ein Auto mietest oder in eine Polizeikontrolle kommst. Neben den großen internationalen Autovermietungen gibt es viele preiswerte lokale Firmen, bei denen allerdings eine genaue Pru"fung des Fahrzeugs vor der Übergabe unerlässlich ist. Oft ist es gu"nstiger und sicherer, bereits zu Hause zu reservieren. Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, sollte sich peinlich genau an die Verkehrsvorschriften halten. Den Pannendienst Ángeles Verdes („Gru"ne Engel“) erreichet man u"ber Tel. 0 78.

Öffentliche Verkehrsmittel

Die mexikanische Eisenbahn ist nach der Privatisierung fast stillgelegt. Es verkehren nur noch wenige Zu"ge. Der autobús, in Mexiko auch camión genannt, erreicht praktisch jeden Ort mehrere Male pro Tag. Viele private Busgesellschaften bieten ihre preiswerten Dienste in zwei bis drei Klassen an. Buch stets die beste verfu"gbare Klasse, z. B. haben Ejecutivo-Busse bequeme, verstellbare Sitze und Bordtoiletten. Der Fahrscheinkauf am Vortag ist empfehlenswert. Nachtfahrten solltest du vermeiden, da das Risiko von Diebstählen und Raubu"berfällen dann zu groß wird.

Zwischen La Paz (Fährhafen Pichilingu"e) in Baja California und dem Fährhafen Topolobampo bei Los Mochis verkehrt Baja Ferries (bajaferries.com) siebenmal wöchentlich (Dauer der Überfahrt: 6 Std.); eine weitere Fähre geht von La Paz nach Mazatlán.

Die etwa 50 Flughäfen werden von privaten Fluggesellschaften bedient. Wer lange Busfahrten meiden will, hat die Wahl unter folgenden Low-Cost-Airlines: Volaris (volaris.com.mx), Viva Aerobus (vivaaerobus.com) und Interjet (interjet.com.mx).

Taxi

Wenn ein Taxameter eingeschaltet ist, ist das Taxifahren sehr preiswert (1 km ca. 0,70–0,90 Euro). Andernfalls den Preis unbedingt vorher vereinbaren (Richtpreise im Hotel erfragen)! In Mexiko-Stadt sollte man die preiswerten ambulanten Taxis (oft VW-Käfer) nicht in der Dunkelheit benutzen.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Tacos und Tortillas sind Gerichte, von denen die Mexikaner wohl nie genug haben. Mais, der Grundbestandteil, war schon vor Jahrhunderten fu"r Maya und Azteken Lebensmittel und Religion zugleich. Heute kennen die Menschen Hunderte von Rezepten, die sich um die Pflanze drehen, aber jeder hat seine zwei bis drei Lieblingsrezepte.

Super (Fast) Food

Tortillas, Fladen aus Maismehl, in die verschiedene Zutaten eingerollt werden, fordern die Fantasie heraus. Lecker, gesund und gu"nstig sind sie obendrein. Auch vegane Varianten mit Kichererbsen und Salat werden immer beliebter. Frittiert wird der Fladen zum Taco, in den Käse, Huhn- oder Fischstu"cke, Hackfleisch, Eier oder Gemu"se eingeschlagen sind. Gefu"llt und in einer pikanten Sauce gekocht isst man ihn als enchilada, mit Sauerrahm oder Käse bedeckt als enchilada suiza oder mit Käse gefu"llt als quesadilla. Gebratene und mit Fleisch, Bohnenpu"ree und Käse belegte Tortillas wiederum nennt man tostadas. Und sind die Fladen statt aus Mais- aus Weizenmehl gebacken, heißen sie burritos.

Mehr als Tortillas und Co.

Doch Mexikos Ku"che, seit 2010 Weltkulturerbe der Unesco, hat unendlich mehr zu bieten als die außerhalb des Landes bekannten Texmex-Gerichte. Da sind z. B. die leckeren Eintöpfe, pozoles genannt. Aus Yucatán stammt die exotisch duftende Limettensuppe, die mit Hu"hnerfleisch gekocht wird. Saucen aus Avocado, Tomaten und Chilis bereichern die Gerichte. Mit grob gehackten Zutaten, salsa mexicana cruda genannt, stehen sie auf den Theken der taquerías, damit du dich bedienst. Als Nationalgericht gilt mole poblano, eine Sauce mit verschiedenen Chilisorten, vielen Gewu"rzen und – unverzichtbar! – einem Hauch Schokolade, die am liebsten zu Truthahn gereicht wird.

Zu zahlreichen Gerichten werden Bohnen (frijoles) serviert, oft gebraten als Bohnenbrei (frijoles refritos). Zutaten wie frischer Agavensaft, Hibiskusblu"ten und geschmorte Bananenblätter setzen exotische Akzente.

Hochlandchilis und Küstenfisch

Besonders traditionsreich ist die Ku"che des Hochlands. In den Klosterku"chen der Kolonialstadt Puebla wurden die ersten chiles poblanos – mit Hackfleisch, Fru"chten und Nu"ssen gefu"llte Chilischoten – kreiert, die zu den beliebtesten Gerichten der Mexikaner zählen.

Entlang der Pazifikku"ste gehören Fisch und Meeresfru"chte auf die Teller, etwa u"ber Holzkohle geräucherter róbalo (Wolfsbarsch) und camarones (Garnelen) in wu"rziger Zubereitung. Beru"hmt ist der pescado a la veracruzana: Fischfilet mit einer Sauce aus Tomaten, Kapern, Chili und gru"nen Oliven.

Auch wenn die Fischgerichte in den kleinen Strandku"chen noch so verlockend aussehen: Wenn keine Speisekarte vorhanden ist, solltest du nach dem Preis fragen und sicherstellen, dass beide Parteien ihn verstanden haben und sich einig sind.

Neue Twists am Herd

Bei jungen Leuten der Mittelschicht ist die Landesku"che schwer angesagt. Überlieferte Rezepte werden kreativ abgewandelt mit exotischen Gemu"sesorten, Fru"chten und manchmal sogar Insekten – mit gebratenen Heuschrecken (chapulines) etwa, die gelten als proteinreich und fettarm. In nopales, den fleischigen Blättern des Feigenkaktus, steckt viel Gutes. In Streifen geschnitten und gegrillt sind sie traditionell als Beilage geschätzt. Heute ist die Frucht, deren leicht bitterer Geschmack entfernt an Gurke erinnert, aber vor allem wegen ihrer gesundheitsfördernden Eigenschaften angesagt. Chiasamen, mit ihrem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren längst ein globaler Superfood-Trend, waren fu"r die alten Maya einst Grundnahrungsmittel. Heute besinnt man sich auch in Mexiko darauf, es wird kräftig mit Rezepten experimentiert.

Guter Start in den Tag

Das mexikanische desayuno (Fru"hstu"ck) ist reichhaltig. Frischer Orangensaft, aufgeschnittene Mangos, Papayas und Melonen gehören dazu, ebenso kleine Kuchen, su"ße Brötchen und Toast. Unverzichtbar sind auch huevos rancheros (Spiegeleier auf Tortillas mit Chilisauce und Bohnenbrei) und huevos a la mexicana (Ru"hreier mit Tomate und Chili). Dazu serviert man café americano (leider oft recht du"nn), seltener einen café de olla, einen mit Zimt veredelten, starken Kaffee. Zunehmend bekommst du auch guten Cappuccino. In den Hotels werden meist u"ppige Buffets aufgebaut, an denen du dich nach Herzenslust bedienen kannst.

Späte Tischrunde

Das sollte reichen bis zum Mittagessen, das in Mexiko erst gegen 14 Uhr ansteht und meist nur aus einem Snack besteht. Wer es sich leisten kann, isst ausgiebig mit Familie, Freunden und Kollegen. Nach einer Suppe ordert man das Gericht des Tages (comida corrida), gefolgt von einem u"ppigen Dessert. Als Einstimmung gehören ein frisch gepresster Saft bzw. ein Aperitif dazu. Spät wird auch zu Abend gegessen, meist nicht vor 21 Uhr.

In Mexiko-Stadt und den Städten aus der Kolonialzeit gibt es stilvolle Restaurants in historischen Gebäuden. Dort sitzt du in romantischen Innenhöfen mit plätschernden Brunnen und u"ppigen Pflanzen. Oft werden die Gäste mit mexikanischer Volksmusik unterhalten.

¡Salud!

Als Aperitif sind Piña colada und Margarita die Klassiker. Perfekt zum Essen passt einheimisches Bier. Corona, Sol oder Modelo? Weder noch, schon lange haben auch die Mexikaner Craftbier entdeckt, ist cerveza artesanal in aller Munde. Neuerdings werden die Brauer richtig tollku"hn und experimentieren sogar mit Schokolade, Chili und Ingwer. Die mexikanischen Weine schmecken gut und sind wesentlich preiswerter als die importierten.

Tequila, der hochprozentige, aus vergorenem Agavensaft gewonnene, zweifach destillierte und in Eichenfässern gereifte Branntwein, ist nicht nur Exportschlager, sondern erfreut sich als Nationalschnaps ungebrochener Beliebtheit. Während man die ju"ngeren Jahrgänge mit Salz und Zitrone trinkt, genießt man reifen Tequila (añejo) pur wie einen guten Cognac.

Vor Leitungswasser, mit Eiswu"rfeln geku"hlten Getränken, Speiseeis, rohem Gemu"se und ungeschältem Obst ist zu warnen. Bei „Montezumas Rache“ hilft das mexikanische Präparat Lomotil (Vorsicht bei Schwangerschaft!).

Trinkgeld

Im Restaurant sind 10 bis 15 Prozent u"blich, falls nicht schon eine propina in der Rechnung ausgewiesen ist. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld. Mit 10 Pesos sind kleinere Gefälligkeiten normalerweise ausreichend abgegolten.

Gute Laune für zu Hause

Mexikanisches Kunsthandwerk ist hochwertig, witzig, inspirierend und sehr farbenfroh. Schon das Stöbern auf Märkten und in kleinen Shops macht gute Laune. Arte Popular oder artesanías – so die Bezeichnung fu"r die ku"nstlerisch gearbeiteten Stu"cke – spiegeln die in Mexiko verbreitete Liebe zum Bunten, Fröhlichen und Skurrilen. Größere Städte haben regierungseigene Fonart-Geschäfte und casas de artesanías, in denen zu festen Preisen ein erster Überblick angeboten wird. Ob Silberschmuck und Keramik oder feine Holzarbeiten mit Lackmalerei: Die Kunsthandwerksproduktion ist regional ausgerichtet, sodass du auf der Reise durchs Land immer neue Produkte und Herstellungstechniken sehen wirst.

Mexikanisch abhängen

Unentbehrliches Requisit des mexikanischen Dolce Vita sind Hängematten (hamacas). Besonders groß ist die Auswahl in Mérida (Yucatán), aber in letzter Zeit öffnen auch immer mehr Läden an der Pazifikku"ste und im Hochland, lassen sich auch bei Straßenhändlern tolle Schnäppchen machen. Toll sind die Matrimonial genannten, 2,50 m breiten Hängematten, die bis zu drei Personen in den Schlaf schaukeln können.

Schick wie Frida

Bunt und fröhlich sehen die handbestickten Trachtenblusen und -kleider aus, deren Stil an Frida Kahlo erinnert. Die schönsten Stu"cke gibt es in Chiapas, dem Bundesstaat mit dem höchsten Indianeranteil, wo Frauen huipiles tragen, blusenartige, handgewebte Überwu"rfe, die mit Brokat- oder Stickmotiven verziert sind. Dazu kommen ein Rock (corte), der mit einem Gu"rtel zusammengehalten wird, sowie ein handgewebter Schal (rebozo). Kauf besser direkt bei den Indiofrauen ein, statt in den teuren Geschäften, die die Produzenten nur zu einem Bruchteil am Gewinn beteiligen.

Schönheitsmittel der Maya

In Yucatáns Badeorten, besonders in Tulum, gibt es immer mehr Geschäfte, die nach u"berlieferten Rezepturen der Maya hergestellte Pflanzen- und Kräutercremes verkaufen. Viele davon enthalten Aloe vera, in Mexiko eine der ältesten Heilpflanzen. Noch ein Geheimtipp sind die Parfums von Coqui Coqui, kreiert vom fru"heren Burberry-Model Nicolas Malleville, die du auf der Karibikhalbinsel in kleinen Boutiquen entdeckst sowie in den Shops von Mallevilles Coqui-Coqui-Hotels u. a. in Mérida und Coba.

Zuckersüsse Catrina

Tanzende, in Ru"schen gekleidete Skelette, Totenköpfe aus Schokolade und mit Liebesperlen verziert: Im Oktober und November ist die Auswahl besonders groß, doch in den Touristenorten, allen voran Playa del Carmen, schmu"ckt La Catrina, die mexikanische Symbolfigur des Tags der Toten, das ganze Jahr u"ber T-Shirts, Becher und Taschen.

Hochprozentige Mitbringsel

Lohnend ist der Kauf hochwertiger Tequilamarken, die es zu Hause nicht bzw. nur deutlich teurer gibt. Empfehlenswert sind z. B. die gereiften Sorten von Don Julio oder Cuervo. Der Namenszusatz reposado kennzeichnet zwölf Monate gereiften Tequila. Añejo wurde zwischen ein und drei Jahren, extra añejo u"ber drei Jahre im Fass gelagert. Auf Tequila spezialisierte Geschäfte, oft Tequila Museum genannt, bieten Hunderte Sorten und auch Verkostung an. Stilvoll dazu sind mundgeblasene oder aus recyceltem Material gefertigte Tequilagläser. Aber auf keinen Fall Massenware aus Fernost andrehen lassen!

Öffnungszeiten

Geschäfte machen mittags Pause (ca. 13–16 Uhr) und haben abends lange auf; gesetzlich geregelte Ladenschlusszeiten gibt es nicht.

Fotografieren

Es lohnt sich, Speicherkarten in Mexiko zu kaufen, da sie hier gu"nstiger sind. In Museen darf man nur gegen Gebu"hr fotografieren. In archäologischen Stätten kosten das Filmen und die Benutzung eines Stativs jeweils eine Extragebu"hr. Indígenas lassen sich nicht gern ablichten, hol vorher unbedingt ihr Einverständnis ein! In einigen Regionen (z. B. in Chiapas) ist generell beim Fotografieren Vorsicht geboten.

VorspeisenHauptgerichteGetränke

Caldo Tlalpeño Bru"he mit Hu"hnchen, Zwiebeln, Chili und Avocado
Ceviche Cocktail aus rohen Meeresfru"chten mit Zwiebeln und Tomaten
Guacamole pu"rierte Avocados mit Zitronensaft und Tomaten 
Chicharrones knusprig gebackene Stu"ckchen Schweineschwarte
Tamales in Maisblättern gedämpfte Maisklöße, gefu"llt mit Fleisch und Chili
Chiles en nogada gekochte Chilischoten in Nusssauce
Carne asada du"nne, gebratene Rindfleischscheiben
Cochinita pibil yucatekisches Wildschweingericht, kräftig gewu"rzt
Pocchuc yucatekisches Schweinefleisch, in Orangensaft mariniert
Pollo asado scharf gewu"rztes Brathähnchen
Pozole Eintopf aus Mais, Schweinefleisch, Tomaten, Chili und Zwiebeln
Agua fresca Wasser mit pu"riertem Obst oder Fruchtsaftkonzentrat
Licuado Milchshake mit pu"rierten Bananen, Mangos oder Erdbeeren
Pulque vergorener Agavenmost
Xocolatl (Chocolatl) heiße Schokolade mit Wasser und Zimt
Piña colada Kokosnusscreme, Ananassaft und Rum
Margarita Limettensaft mit Tequila und Orangenlikör
Stichworte

Geburt einer Nation

Die Eroberung Mexikos 1521 durch Hernán Cortés war die Geburtsstunde des mexikanischen Volks: Es begann die Vermischung von Indianern und Spaniern. Heute bezeichnet man etwa 85 Prozent als Mestizen. Rund zwölf Prozent sind indígenas – die einstigen Herrscher des Landes bilden heute die ärmste Bevölkerungsgruppe und fu"hlen sich von den Mestizen unterdru"ckt. Diese wiederum sehen auf die indígenas herab, halten sie fu"r faul und primitiv.

Rund 129 Mio. Ew. zählt Mexiko, ungefähr ein Sechstel davon lebt in der Hauptstadt. Die mexikanische Bevölkerung ist jung, etwa die Hälfte der Menschen ist unter 25 Jahre alt. Eine kleine Mittel- und Oberschicht steht der Masse der armen Stadtbevölkerung gegenu"ber. Aufgrund der hohen Inflation und der sinkenden Agrarpreise nimmt die Verarmung der campesinos, der Bauern und Landarbeiter, weiter zu. Da der Ertrag ihres Bodens oft nicht mal zur Selbstversorgung ausreicht, wandern viele der Ju"ngeren in die Stadt ab.

Kulturgut Bungee

Sie nennen sich voladores, Vogelmenschen, stu"rzen sich zu Ehren ihrer Götter in die Tiefe, vollfu"hren einen skurrilen Tanz, der schon beim Zusehen schwindlig macht: alles nur ein Touristenspektakel? Nein, ein Ritual, das seit u"ber einem Jahrtausend bekannt ist und von der Unesco zum Kulturgut der Menschheit gezählt wird. Wo du die Artisten bewundern kannst? In Mexiko-Stadt gegenu"ber dem Anthropologischen Museum und vor Pyramidenanlagen befinden sich rund 30 m hohe Baumstämme. Wenn genu"gend Zuschauer versammelt sind, klettern fu"nf in Trachten gekleidete Männer hinauf und nehmen auf dem oben angebrachten Holzrahmen Platz. Zunächst tanzt der auf einer schmalen Plattform stehende Anfu"hrer und spielt Flöte. Auf ein Zeichen von ihm werfen sich seine vier Kameraden, an Seilen befestigt, kopfu"ber in die Tiefe. Bevor sich die Seile langsam rotierend abgewickelt und sie die Erde erreicht haben, vollfu"hrt jeder der voladores 13 Umdrehungen.

Hacienda-Träume

Nach der Eroberung Mexikos gru"ndeten die Spanier große landwirtschaftliche Gu"ter, sogenannte Haciendas, wo sie in prächtigen Herrenhäusern residierten. Da diese Landgu"ter oft isoliert lagen und daher autark sein mussten, entwickelten sie sich zu kleinen Dörfern mit Kirche, Laden und Häusern fu"r die peones, die Arbeiter. Der Glanz der riesigen Gu"ter ist inzwischen verblasst, doch einige der schönsten wurden restauriert und als Hotels wiedereröffnet.

Wer hat die Macht?

Seit Jahren gefährden bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Polizei, Militär und Drogenkartellen sowie Gewalt zwischen einzelnen Drogenbanden die Sicherheit Mexikos. Der sogenannte Drogenkrieg hat bislang etwa 200 000 Tote gefordert, weitere 30 000 Menschen wurden verschleppt. Sie heißen Sinaloa, La Familia oder Tijuana: Kartelle, die jedes Jahr Drogen im Wert von 40 Mrd. Dollar in die USA bringen. Sie besorgen Rohkokain im Hochland von Su"damerika, lassen es strecken, u"ber Zwischenhändler schmuggeln und zum Zehnfachen verkaufen. Die Drogenbosse und deren Männer sind skrupellos, wer sich ihnen in den Weg stellt, zu Aktionen gegen sie aufruft, wird brutal ermordet und die Fotos als Abschreckung veröffentlicht. In einigen Bundesstaaten (Chihuahua, Guerrero, Michoacán) haben die Banden die staatliche Macht abgelöst.

Ausländische Touristen sind von den Auseinandersetzungen noch nicht betroffen. Ein „landesspezifischer Sicherheitshinweis“ (keine Reisewarnung) des Auswärtigen Amts macht indes auf erhöhte Kriminalität in Mexiko aufmerksam.

Algenteppiche

Von einem Tag auf den anderen kann aus einem Traumstrand ein stinkendes Fliegenparadies werden – immer dann, wenn tonnenweise abgerissene Braunalgen (Sargassum) an die Ku"ste gespu"lt werden. Leider ist das seit 2019 zunehmend ein Problem in Yucatán. Die Ursachen? Klimaerwärmung, der Einsatz von Chemikalien, die ins Meer gespu"lt werden. Noch wird gerätselt. In den Badeorten an der Riviera Maya bemu"ht man sich jedoch, die braunen Haufen so schnell es geht zu beseitigen.

Madonna mit Augenbrauen

Pablo Picasso war von ihren Bildern begeistert. In Amerika feierte sie mit nur 31 Jahren triumphale Erfolge und auch Europa hat sie entdeckt. Dabei blieb Frida Kahlo doch stets im Schatten des Malers Diego Rivera, mit dem sie zweimal verheiratet war. Während Riveras monumentale Wandbilder die öffentlichen Gebäude und Paläste Mexikos zieren, malte sie, zuru"ckgezogen in einem Zimmer ihres Hauses, kleinformatige Bilder, zumeist sich selbst. Bilder einer Verletzten: Mit 18 Jahren erleidet Frida Kahlo einen Verkehrsunfall, wird operiert, bekommt ein Bein amputiert. Die Selbstbildnisse mit den zusammengewachsenen Augenbrauen werden später fu"r Millionen von Euro versteigert, prangen heute auf Ansichtskarten, T-Shirts und Einkaufstaschen. Ihr ganzes Leben bleibt sie ihren beiden Leidenschaften treu: Diego Rivera und der Kunst. Die Casa Azul in Mexiko-Stadt, das Haus, in dem das Paar stritt und glu"cklich war, ist heute ein Museum.

Reptilienweltmeister

Schon mal was von Biodiversität gehört? Gemeint ist eine große Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen in einem bestimmten Gebiet. Mexiko ist hier Spitzenreiter, sozusagen ein Hotspot. Das reicht von Dutzenden von Affenarten u"ber Wölfe und Wildkatzen zu mehr als 500 weiteren Säugetierarten sowie bunt schillernden Vögeln – zu den schönsten zählen Papageien und Kolibris. Und dann erst die Reptilien! Deren Vielfalt ist mit u"ber 800 Arten nirgendwo auf der Welt größer. Bereits in der Touristenhochburg Cancún machst du Bekanntschaft mit träge in der Sonne liegenden iguanas, meterlangen Leguanen. Die landschaftliche Vielfalt Mexikos hat daneben aber auch bei den Pflanzen einen ungeheuren Artenreichtum zur Folge. Während Westmexiko hauptsächlich von Tannen- und Kiefernwäldern geprägt ist, wachsen im tropischen Regenwald des Su"dens viele Edelhölzer sowie zahlreiche Orchideenarten. Bougainvilleen, Hibiskus, Oleander und Magnolienbäume sorgen fu"r bunte Tupfer und nahezu allerorts gedeihen Kakteen.

Wandgalerie

Man sieht sie u"berall im Land, oft in öffentlichen Gebäuden: murales (von mural, „Wand“), großflächige Wandmalereien als Kunstform in Freskotechnik. Sie zeigen und verfremden Ereignisse aus Mexikos Geschichte, geben soziale Probleme teils in ironischer und sarkastischer Weise wieder. Die ersten Wandmalereien tauchten Anfang des 20. Jhs. auf: politisch links orientierte Darstellungen aus der Geschichte der Eroberung sowie sozialkritische Betrachtungen des Großeigentums.

Bald erhielten die muralistas öffentliche Aufträge: Diego Rivera (1886– 1957), der Ehemann von Frida Kahlo, gestaltete den Treppenaufgang und die Wand der ersten Etage des Nationalpalasts von Mexiko-Stadt. Der ebenfalls politisch engagierte Ku"nstler José Clemente Orozco (1883–1949) verewigte sich mit seinem Meisterwerk „Mensch in Flammen“ in einer Kuppel des Hospicio Cabañas in Guadalajara. Und José David Alfaro Siqueiros (1896–1974), einer der bedeutendsten Ku"nstler des Landes und u"berzeugter Kommunist, gestaltete große Teile des Palacio de las Bellas Artes sowie die Außenwand der Universitätsbibliothek in Mexiko-Stadt. Die Muralisten waren engagiert in ihrem Wunsch, auch den Armen und Unterdru"ckten, denen, die nicht lesen und schreiben können, die Geschichte ihres Landes näherzubringen. Der muralismo eroberte die Welt, gelangte auch nach Europa, selbst auf Sardinien schmu"cken in mehreren Bauerndörfern riesige sozialkritische murales die Hauswände.

Halloween a la mexicana

Wer das Glu"ck hat, am 2. November, dem Allerseelentag, in Mexiko zu sein, der kann ein bizarres Schauspiel beobachten. Am Día de los Muertos, dem Tag der Toten, davon sind die Mexikaner u"berzeugt, macht die Seele der Verstorbenen zu Hause einen Besuch. Fu"r viele ist das der wichtigste Tag des Jahres, die Vorbereitungen beginnen schon Wochen vorher. Händler präsentieren die unentbehrlichen Requisiten: Totenköpfe aus Keramik und Pappmaché, Gruppen musizierender Skelette, aufklappbare Särge, mannshohe Gerippe, die vor den Eingangstu"ren postiert werden. Die Bäckereien verkaufen in grellen Zuckerguss getauchte oder mit Liebesperlen beklebte Totenschädel, Schokoladenskelette und Marzipansärge.

Ist die bedeutsame Nacht endlich gekommen, werden in allen Häusern und auf dem Weg zum Friedhof Kerzen entzu"ndet, die den Toten als Wegweiser dienen sollen. Im Totenzimmer ist ein Altar aufgebaut, der mit Blumen geschmu"ckt und mit den Lieblingsspeisen des Verstorbenen beladen ist. Oder man pilgert mit den Gaben zu den Friedhöfen. Die Totenfeiern enden in einem fröhlichen Familienfest, bei dem die vorbereiteten Leckereien gegessen werden.

Wie geschmiert

Eigentlich hat es alles, was es braucht: Erdöl, Erdgas, fruchtbare Böden, Fabriken, dazu Touristenstrände an gleich zwei Meeren, am Pazifik und in der Karibik. Dass Mexiko dennoch weit hinter den wirtschaftlichen Erwartungen zuru"ckbleibt, liegt vor allem an Korruption und Steuerhinterziehung im großen Stil. In Europa wäre es ein gewaltiger Skandal, in Mexiko nimmt man es schulterzuckend hin: Allein zwischen 2012 und 2020 wurden an die 50 Gouverneure beschuldigt, Geld veruntreut zu haben. La Mordida – Schmiergeld, Bestechung – gehört zum täglichen Leben. Korruption? Fu"r die Mexikaner eher die Gewohnheit, mit ein paar Scheinchen ein Problem zu lösen.

Etikettenschwindel?

Großer Beliebtheit erfreuen sich seit einigen Jahren die sogenannten ökologischen Parks, die in landschaftlich herausragenden Gebieten eingerichtet wurden. Sie ermöglichen den Besuchern auf umweltverträgliche Weise einzigartige Naturerlebnisse. Auf ecoturismo spezialisierte Reisebu"ros bieten gefu"hrte Bergtouren, Wildwasserfahrten u. a. an. Auf der Halbinsel Yucatán sind an der Riviera Maya zahlreiche neue Ökoparks entstanden. Da die kommerziellen Anlagen Xcaret, Xel-Há und Tres Ríos u"beraus erfolgreich waren und hohe Einnahmen erzielten, wurden weitere Parks entwickelt. Bei diesen kommerziellen parques ecológicos ist die Bezeichnung eco bzw. „öko“ in der Regel nur Lippenbekenntnis. Die zuvor wenig beru"hrte Natur wurde fu"r Besucher erschlossen und hergerichtet – mit betonierten Parkplätzen und den angesagten Ziplines (Stahlseile, an denen man u"ber eine Schlucht, einen Fluss oder einfach durch die Landschaft gleitet).

Rausgeputzt

Sie tragen coole Uniformen mit schwarzen Anzu"gen, Goldknöpfen und -tressen, dazu gewaltige Hu"te, spielen Geige, Trompete und Gitarre: Mexikokenner wissen nicht nur, wo im Land man garantiert auf Mariachi-Kapellen trifft – z. B. auf der Plaza Garibaldi in der Hauptstadt oder auf der Quinta Avenida von Playa del Carmen –, sondern hantieren auch gekonnt mit dem musikalischen Repertoire. Verliebt, aber ziemlich pleite? Dann wäre „No Tengo Dinero“, wo es heißt: „Alles, was ich habe, ist Liebe“, keine schlechte Wahl. Der Ex-Lover ist noch lange nicht vergessen? Bei „Volver, Volver“ schmettern die Herren inbru"nstig vom „Zuru"ckkehren in seine Arme“. Und immer richtig liegst du mit „El Rey“, der mexikanischen Variante von „I did it my way“.

Zaubersprüche statt Pillen

Es kann ausreichen, die Äste des heiligen Kapokbaums abzubrechen, Wind, Feuer und andere Elemente zu missachten oder Känänk’ax, den Hu"ter des Dschungels, zu verärgern: Sehstörungen und u"belste Kopfschmerzen!

Die Maya, die in kleinen Dörfern nahe den Pyramiden- und Tempelanlagen in Yucatán leben, gehen in solchen Fällen zum Schamanen. Der heißt h’mèn (Macher), weil er hellsehen und heilen kann. Ein guter Mayaschamane kennt jedes Kraut, das im Dschungel wächst, und ist Meister in Ritualen, die gesund machen. Oft hilft es bereits, wenn der h’mèn mit gesegneten Blättern u"ber Kopf und Schulter des Patienten bu"rstet und Mantras spricht: Dann wird blitzschnell die von Geistern verursachte Krankheit aus dem Körper gesogen. Alles nur Placebo? Wer weiß das schon. Super ist auch der abschließende Schamanenrat an den Patienten: „Hu"te dich davor, heilige Bäume zu verletzen!“

Treffpunkt Sockel

Der riesige Platz zwischen Kathedrale und Nationalpalast in Mexiko-Stadt, von Hernán Cortés selbst angelegt, blieb lange leer. Schließlich entschloss man sich dann zur Errichtung eines Standbilds und baute dafu"r zunächst den Sockel – spanisch zócalo. Aus dem Standbild wurde jedoch nichts: Der Platz ist nach wie vor leer. Aber die Leute trafen sich seit jeher auf dem zentralen Platz ihrer Stadt, und um sich schneller zu finden, verabredete man als Treffpunkt den Sockel. Bald hieß der ganze Platz so, und es dauerte nicht lange, dann nannte man in fast jeder mexikanischen Stadt den zentralen Platz einfach Zócalo.

Bloss nicht!

Eine factory besuchen

Auf Rundfahrten, Besichtigungsausflu"gen etc. wird der Besuch einer factory aufgedrängt. Meist ist der Besitzer ein „friend“ des Reiseleiters, und der verbu"rgt sich fu"r Qualität und einen Rabatt. Besser ist fast immer ein freundliches, aber bestimmtes: „¡No, gracias!“

Nachts am Strand spazieren gehen

Vollmond, das Meer glänzt silbern – das verlockt zum Strandspaziergang um Mitternacht. Doch Vorsicht: Nur wenn du dich in Sichtweite von Restaurants befindest oder genu"gend andere Menschen unterwegs sind, solltest du loslaufen. Du willst schließlich nicht das Risiko eingehen, ausgeraubt zu werden. Fu"r Frauen besteht die Gefahr sexueller Belästigung.

Englisch sprechen und sich aufregen

Wer Englisch spricht, wird fu"r einen wenig geschätzten gringo, einen US-Amerikaner, gehalten, wer sich dann noch aufregt u"ber Dinge, die nicht gleich klappen, hat verspielt. Wenige Worte in Spanisch sind daher meist besser als ein englischer Wortschwall.

2.-Klasse-Busse auf Langstrecken nutzen

In 2.-Klasse-Bussen werden keine Sitzplätze reserviert, die Busse halten quasi an jedem Busch und sind immer u"berfu"llt. Kauf daher bei Langstrecken immer ein 1.-Klasse-Ticket, möglichst einen Tag im Voraus. Die Busse der primera clase garantieren einen Sitzplatz, nur wenige Stopps sowie zu"gige und meist sichere Fahrt.

Zu wenig propina geben

Mexikos Kellner sind von den Trinkgeldern der US-Amerikaner verwöhnt, die mehr als 15 Prozent geben. Deshalb: Mindestens 10 Prozent propina sind bei gutem Service Pflicht, will man ku"nftig wie ein Freund begru"ßt werden, gibt man mehr.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Das Flugverkehrsnetz in Mexiko ist gut ausgebaut. Es gibt einige nationale Fluglinien, die das gesamte Land bedienen. Darüber hinaus existieren zahlreiche regional operierende Fluggesellschaften.

Es gibt auch ein umfangreiches und kostengünstiges Überlandbusnetz. Busse der Luxusklasse und der 1. Klasse entsprechen gutem europäischem Standard.

Bei Überlandfahrten im eigenen Pkw bzw. Mietwagen kann es insbesondere während der Regenzeit von Mai bis November wegen der schlechten Straßenverhältnisse zu Behinderungen kommen.
Insbesondere während der Ferienzeiten kann es zu Sperrungen der Hauptverkehrsstraßen und Mautstationen durch Demonstranten kommen. Die Weiterfahrt wird zum Teil gegen ein Wegegeld gestattet.

An entsprechend markierten Stellen im Parkverbot abgestellte Fahrzeuge werden abgeschleppt oder mit einer Parkkralle festgesetzt und können nur nach Zahlung eines hohen Geldbetrags wieder ausgelöst werden.

Vor allem in Mexiko-Stadt herrscht hohes Verkehrsaufkommen mit erheblichen Staus.

Bei auf der Straße angehaltenen Taxis besteht, besonders nach Einbruch der Dunkelheit, aber auch tagsüber, ein beachtliches Risiko entführt und/oder ausgeraubt zu werden.

In Mexiko gibt es keine flächendeckende Versicherungspflicht für Pkw-Halter. In zahlreichen mexikanischen Staaten, darunter Yucatán und Mexiko-Stadt, muss auch der Fahrer eines Pkw im Besitz einer Haftpflichtversicherung sein. Bei Verstößen können Geldbußen verhängt und der Pkw beschlagnahmt werden.

  • Meiden Sie Busse der 2. und 3. Klasse aus Sicherheitsgründen.
  • Unternehmen Sie Überlandfahrten nur tagsüber und bleiben Sie auf Hauptstrecken.
  • Bestreiten Sie verlangte Wegegelder nicht oder diskutieren über deren Rechtmäßigkeit.
  • Seien Sich auch innerorts wegen der vielen schlecht gekennzeichneten Geschwindigkeitsbarrieren (topes) besonders vorsichtig.
  • Nehmen Sie nur offizielle Taxis von offiziellen Taxiständen (Sitios) oder bestellen diese über eine Taxi-App oder auch über Uber, Didi oder Cabify.
  • Benutzen Sie für die Fahrt zur Ausgrabungsstätte in Teotihuacán, im Nordosten von Mexiko-Stadt keine Linien-, sondern Touristenbusse.
  • Unternehmen Sie Individualreisen in entlegene Gebiete nicht ohne professionelle Führung, und zwar möglichst nur mit offiziellem Ausweis von SECTUR, dem mexikanischen Tourismusministerium.
  • Achten Sie bei Mietwagen unbedingt auf einen ausreichenden Versicherungsschutz, insbesondere Haftpflicht.

Der Internationale Führerschein wird empfohlen und ist nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

Vorsicht ist - außer an touristischen Hotspots - beim Fotografieren geboten. Insbesondere die indigene Bevölkerung lässt sich nicht gern fotografieren, auch nicht, wenn Personen nicht direkt aufgenommen werden. Im Zweifelsfall sollte vor dem Fotografieren um Erlaubnis gebeten werden.

  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.

Die Mindesthaftstrafe für Drogenbesitz beträgt in Mexiko ungeachtet der Menge zehn Jahre. Die Höchststrafe beträgt 25 Jahre.

Der Genuss alkoholischer Getränke sowie Urinieren in der Öffentlichkeit, beispielsweise auf der Straße, ist in ganz Mexiko verboten und wird mit Geldstrafe oder Gefängnis geahndet.

Ausländern sind politische Aktivitäten untersagt.

Menschenrechtstätigkeit durch Ausländer bedarf einer besonderen Genehmigung, siehe auch Visum.

Verstöße hiergegen führen zur Festnahme und Ausweisung. Die Einleitung eines Strafverfahrens mit Untersuchungshaft ist in derartigen Fällen nicht ausgeschlossen. Ähnliches gilt für politische Aktivitäten, wie z. B. die Teilnahme an politischen Veranstaltungen und Demonstrationen.

Bereits die Entfernung unter Artenschutz stehender Pflanzen (insbesondere Kakteen) aus ihrem natürlichen Umfeld ist in Mexiko unter Geld- oder Gefängnisstrafe gestellt; dies gilt auch für den Versuch diese aus Mexiko auszuführen. Auch zum Verkauf angebotene Pflanzen können unter Artenschutz stehen.

Personen, die Opfer minderschwerer Delikte (Diebstahl, Verlust von Reisedokumenten) werden, haben in Mexiko-Stadt die Möglichkeit, diese online bei der Fiscalía General de Justicia anzuzeigen. Die Anzeige im Internet ersetzt nicht die persönliche Vorsprache bei der zuständigen Staatsanwaltschaft ("Ministerio Público"), kann aber unter Umständen das Verfahren dort erleichtern, weil alle relevanten Informationen bereits vorliegen.

Vermittelnd wirkt auch die Touristenpolizei in Mexiko-Stadt über (0052) 55 5207 4155 (spanisch-englisch). Der Kontakt kann auch über Whatsapp (0052) 55 4891 1166 hergestellt werden.

Es gibt darüber hinaus in Mexiko-Stadt und auch in anderen Landesteilen die Möglichkeit, sich direkt an auf Touristen spezialisierte Staatsanwaltschaftsbüros zu wenden. Diese nennen sich Agencias del Ministerio Público especializadas en Atención al Turista und sind in Mexiko-Stadt unter folgenden Anschriften zu finden:

  • Calle Amberes 54, esquina Londres, Zona Rosa, Delegación Cuauhtémoc, Tel. 55 53455384

Dort können Anzeigen direkt erstattet werden, es gibt Mitarbeiter mit Fremdsprachenkenntnissen (nicht unbedingt deutsch).

Landeswährung ist der Peso ($) = 100 Centavos (¢). Der Kauf und Verkauf von US-Dollar- und Euro-Noten in Wechselstuben und größeren Hotels sind möglich.

Alle gängigen Kreditkarten werden weitgehend akzeptiert, allerdings kommt es in Einzelfällen zu Verbindungsschwierigkeiten bei elektronischer Buchung mit ausländischen Kreditkarten. An Geldautomaten, die dem Maestro-System angeschlossen sind, kann Bargeld mit der entsprechenden Bankkarte abgehoben werden.
Es sollten nur Geldautomaten genutzt werden, die sich innerhalb von gesicherten Gebäuden wie Banken, Hotels oder Einkaufszentren befinden. Auch dort sollten Reisende auf Personen in unmittelbarer Umgebung achten, die sie unter Umständen ausspähen oder ihnen folgen.
Über "Western Union" kann kurzfristig Geld aus Deutschland überwiesen werden. Von anderweitigen Banktransfers ist aufgrund langer Überweisungsdauer abzuraten.

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Erkrankung, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

Die hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ergänzen.

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die .

Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.

  • Beachten Sie für Ihre Reise die Empfehlungen im Merkblatt Zika-Virus-Infektion.

Dengue-Viren werden in vielen Teilen des Landes durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe Merkblatt Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie, siehe Merkblatt Chikungunya-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Es besteht ganzjährig ein mittleres Übertragungs-Risiko (p. falciparum weniger als 1%) in ländlichen Gebieten unterhalb von 1.000 m Höhe in den südlichen Grenzregionen bzw. ein minimales Risiko in anderen Gebieten.
Als malariafrei gelten neben Höhenlagen (ca. mehr als 1.000m) größere Städte und die Halbinsel Yucatan.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie unter einem imprägnierten Moskitonetz.

Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Die kutane und mukokutane Form kommt in vielen Teilen des Landes vor. Die einzelligen Parasiten werden ebenfalls durch Mücken übertragen.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Leishmaniasis im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Ganzjährig kann die Leptospirose vereinzelt durch mit Nagetierausscheidungen kontaminiertes Wasser übertragen werden. Diese bakterielle Infektion verläuft meist wie ein milder grippaler Infekt, kann in seltenen Fällen jedoch auch zu schwerwiegender Beteiligung der Leber und Nieren führen, siehe Merkblatt Leptospirose.

  • Erwägen Sie bei zu erwartender Exposition im Einzelfall nach sorgsamer Risikoabwägung eine medikamentöse Prophylaxe mit Doxycyclin durch einen Reise- bzw. Tropenmediziner.

In Mexiko kann durch Ausscheidungen von Raubwanzen, die in Ritzen einfacher Behausungen in ländlichen Regionen leben, die amerikanische Trypanosomiasis (Chagas) übertragen werden. Diese können sowohl durch den Biss infizierter Wanzen oder seltener durch verunreinigte Frucht- bzw. Zuckerrohrsäfte aufgenommen werden. In der akuten Erkrankungsphase stehen grippeähnliche Symptome und eine Schwellung des Augenlides im Vordergrund. Bis zu Jahre nach der Infektion können z.T. gravierende Organveränderungen am Herzen und des Verdauungstraktes auftreten. Insgesamt ist das Risiko für Reisende an Chagas zu erkranken sehr gering.

  • Nutzen Sie zum Schutz gegen Bisse korrekt angebrachte Bettnetze.

Hohe Luftverschmutzung tritt insbesondere in Mexiko-Stadt auf.

Insgesamt ist die Gesundheitsversorgung gerade in ländlichen Gebieten Mexikos häufig nicht mit in Deutschland herrschenden technischen und hygienischen Standards vergleichbar. Planbare Eingriffe sollten nach Möglichkeit daher in Deutschland erfolgen.
Die Kosten für eine medizinische Behandlung (prinzipiell auch bei Notfällen!) sowie für Medikamente müssen insbesondere im privaten Sektor in der Regel vor Ort sofort in bar (auch Kreditkartenzahlung ist möglich) beglichen werden.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die .

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss:

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Reisewarnung

Überblick

Stand - Mon, 09 Aug 2021 07:00:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Mon, 09 Aug 2021 07:10:07 +0200)

Letzte Änderungen: Redaktionelle Änderungen

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen"
- Folgen Sie uns auf Twitter: AA_SicherReisen
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste 

Aktuelles

Die Ausbreitung von COVID-19 kann weiterhin zu Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens führen.

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Mexiko wird gewarnt.

Epidemiologische Lage

Mexiko ist von COVID-19 stark betroffen, wobei von einer sehr hohen Dunkelziffer bei den Infektionszahlen auszugehen ist. Mexiko ist als Hochrisikogebiet eingestuft.
Aktuelle und detaillierte Zahlen bieten das nationale Gesundheitsministerium und die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Einreise

Die mexikanischen Gesundheitsbehörden fordern derzeit keine Bescheinigung über den Gesundheitszustand oder Testergebnisse. Quarantänemaßnahmen sind nicht vorgesehen. Es wird jedoch vermehrt Fieber gemessen und es ist möglich, dass sich Reisende einer Untersuchung unterziehen müssen, wenn sie Symptome zeigen. Reisende sind verpflichtet, den „cuestionario de pasajero" (Fragebogen zur Identifizierung von Risikofaktoren) auszufüllen.

Einschränkungen sind bei der Einreise auf dem Landweg zu erwarten. Die Nordgrenze ist für den normalen Reiseverkehr noch nicht wieder geöffnet. An der Südgrenze kann es zu Störungen und längeren Wartezeiten kommen.

Durch-und Weiterreise

Die Einreise aus Mexiko nach Belize auf dem Landweg ist für Ausländer ohne Wohnsitz in Belize derzeit nicht möglich.

Reiseverbindungen

Die internationalen Flughäfen von Mexiko sind weiterhin geöffnet. Innermexikanische und internationale Verbindungen werden nach zwischenzeitlicher Reduzierung inzwischen wieder etabliert bzw. Flugfrequenzen erhöht. Die Routen Frankfurt/Main – Mexiko-Stadt und Frankfurt/Main – Cancún – Mexiko-Stadt werden wieder bedient, andere Flugverbindungen über europäische Metropolen bestehen fort.

Beschränkungen im Land

Ganz Mexiko ist in ein vierstufiges Ampelsystem eingeteilt. Die Regelungen variieren von Bundesstaat zu Bundesstaat, die Disziplin bei der Umsetzung der Regeln ist unterschiedlich, wodurch Risiken für Reisende fortbestehen.

Mexikanische Gesundheitseinrichtungen sind durch COVID-19 stark in Anspruch genommen, so dass auch für eine adäquate Notfallbehandlung mit Einschränkungen gerechnet werden muss.

Einige Regionen Mexikos (Halbinsel Yucatan, Baja California Sur, Nayarit) haben sich dem internationalen Tourismus durch gezielte strenge Hygienemaßnahmen und entsprechende Gütesiegel (WTTC) geöffnet. Dennoch ist im Einzelfall nicht garantiert, dass das gesamte Umfeld im öffentlichen Bereich sicher ist. Archäologische Stätten und staatliche Museen sind geöffnet. Je nach Ampelsystem dürfen Restaurants/Hotels nur eine beschränkte Gästezahl aufnehmen.

Hygieneregeln

Abstandsregeln und die Tragepflicht für Mund-Nase-Schutz gelten fort. Diese Regelungen variieren von Bundesstaat zu Bundesstaat.
Im Rahmen des Ampelsystems, das wöchentlich einer Prüfung unterzogen wird, sind Maßnahmen vorgesehen, die an die Infektionslage angepasste Verhaltensweisen und kommerzielle Aktivitäten empfehlen.

Empfehlungen

  • Seien Sie bei allen Reisen weiterhin besonders vorsichtig und beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierte Infobox zu COVID-19/Coronavirus.
  • Achten Sie bei Einreise nach Deutschland auf die geltenden Einreisevoraussetzungen zu Anmelde-, Quarantäne- und Nachweisregelungen (vollständige Impfung oder Genesenennachweis oder aktueller negativer COVID-19-Test).
  • Achten Sie auf die Einhaltung der AHA-Vorschriften und befolgen Sie zusätzlich die Hinweise lokaler Behörden. Bei Verstößen gegen die Hygienevorschriften können in einzelnen Bundesstaaten Geldstrafen verhängt werden.
  • Bitte sehen Sie von der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel einschließlich Überlandbussen sowie Kleinbussen im Großstadtbereich wegen der hohen Infektionsgefahr ab.
  • Informieren Sie sich über das in Mexiko eingeführte Ampelsystem und detaillierte Maßnahmen und ergänzende Informationen der mexikanischen Regierung.
  • Informieren Sie sich auf der Webseite der Deutschen Botschaft in Mexiko-Stadt.
  • Informieren Sie sich im Fall einer Zwischenlandung in einem Drittland auch über die dortigen Ein- und Durchreise-Bestimmungen, z.B. anhand der Reise- und Sicherheitshinweise für das betreffende Land.
  • Bei COVID-19 Symptomen oder Kontakt mit Infizierten kontaktieren Sie das Gesundheitsamt in Ihrem Bundesstaat, z.B. über den nationalen Notruf 911 oder COVID-19-Hotlines.

Sicherheit

Von Reisen in folgende Regionen wird dringend abgeraten:

  • Bundesstaat Colima, mit Ausnahme von Manzanillo, bei Anreise per Schiff oder Flugzeug
  • Bundesstaat Guerrero, mit Ausnahme von Ixtapa-Zihuatanejo bei Anreise per Flugzeug sowie der Stadt Taxco, sofern An- und Abreise bei Tageslicht erfolgt
  • Im Bundesstaat Michoacán die Gebiete westlich der Landeshauptstadt Morelia
  • Bundesstaat  Sinaloa, mit Ausnahme von Mazatlán, dort Zona Dorada und historisches Zentrum, bei direkter An- und Abreise per Flugzeug sowie Los Mochis/ Bahnstrecke des „El Chepe"
  • Bundesstaat Tamaulipas
  • Grenzregion zu den USA für über das erforderliche Minimum für Ein- und Ausreise hinausgehende Aufenthalte.

Von Reisen in die Bundesstaaten Guanajato  und Zacatecas wird abgeraten.

Zu besonderer Vorsicht wird geraten:

  • bei Reisen in die Bundesstaaten Jalisco, Veracruz und in die östlichen Landesteile des Bundesstaats Michoacán sowie der Landeshauptstadt Morelia
  • bei Besuchen in den Bezirken  Tepito, Doctores, Lagunilla, Venustiano Carranza, Gustavo A. Madero und Iztapalapa von Mexiko-Stadt.

Terrorismus

Innenpolitische Lage

In vielen Regionen kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen der Organisierten Kriminalität oder mit staatlichen Sicherheitskräften. Besonders ausgeprägt ist die Gewalt in den nördlichen und westlichen Bundesstaaten entlang der Pazifikküste, sowie in Großstädten. Auch in den an Mexiko-Stadt angrenzenden Gemeinden des Estado de México nimmt die Zahl der Gewaltdelikte zu. Wohlhabendere Stadtviertel der mexikanischen Großstädte sind immer häufiger von gewalttätigen Vorfällen, mit teils erheblichen Beeinträchtigungen oder Verletzungen von Anwohnern, betroffen.

Bei Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Banden der Organisierten Kriminalität werden Gegner brutal ermordet, auf Unbeteiligte wird keine Rücksicht genommen. Insoweit bieten auch öffentliche und frequentierte Orte nicht immer Sicherheit.

Landesweit kann es zu Blockaden der Hauptverkehrsverbindungen durch Demonstranten kommen.

Im Zusammenhang mit der Migration von Mittelamerikanern nach und durch Mexiko muss mit Behinderungen insbesondere im Grenzgebiet zu Guatemala und den USA, gerechnet werden.

  • Führen Sie nur unabweisbar erforderliche Reisen in die Regionen und Städte, für die von Reisen dringend abgeraten wird, nur mit einem tragfähigen Sicherheitskonzept durch.
  • Sein Sie bei Überlandfahrten generell besonders vorsichtig.
  • Informieren Sie sich über die Lage in den jeweiligen Grenzregionen und beschränken Sie Ihren Aufenthalt dort auf das für die Ein- und Ausreise erforderliche Minimum.
  • Informieren Sie sich auch sonst über die lokalen und sozialen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Kriminalität

Die kritische Sicherheitslage in Mexiko dauert unvermindert an.

Gewaltdelikte sind an der Tagesordnung.  Sie finden zunehmend an zentralen Orten und am helllichten Tag statt, vor allem aber nachts im Umfeld von Diskotheken, Bars und Restaurants. Dabei können auch Unbeteiligte zu Schaden kommen. Häufigste Verbrechen sind Diebstähle, Raubüberfälle und Express-Entführungen. Polizeikräfte oder uniformiertes Sicherheitspersonal bzw. Kriminelle, die sich als solche ausgeben, können grundsätzlich an Straftaten beteiligt sein.

Die Gewalt gegen Frauen ist sprunghaft angestiegen, darunter Morde, sexuelle Übergriffe und Entführungsversuche, auch in den Touristenregionen. Die meisten Straftaten werden nicht aufgeklärt. Schusswaffen sind weit verbreitet, ihr Einsatz erfolgt oft hemmungslos. Dies gilt auch bei Autodiebstahl im stehenden Verkehr, dem sogenannten Car-Jacking und bei Überfällen in öffentlichen Bussen. Hier werden erfahrungsgemäß selbst verbale Entgegnungen brutal beantwortet.

Reisen und Ausflüge in einige Regionen Mexikos bergen weiterhin die Gefahr, in die Hände der Organisierten Kriminalität oder aber in teils schwere bewaffnete Auseinandersetzungen von Kartellen und Banden untereinander oder mit staatlichen Sicherheitskräften zu geraten.

Die Überfallgefahr ist bei Überlandfahrten nachts und abseits der mautpflichtigen Autobahnen sowie an unbelebten Raststätten und Tankstellen besonders hoch. Unter Vorwänden z.B. eines Defekts oder mit der Bitte um Pannenhilfe werden Reisende zum Halten bewegt und dann überfallen.

Reisen und Besuche in Gruppen bieten meist mehr Sicherheit als Besuche ohne jede Begleitung, ebenso geschützte Hotelanlagen gegenüber dem Ausgehen in Stadtzentren nach Einbruch der Dunkelheit. Oft kommt es auch zum Einsatz von Betäubungsmitteln (K.O.-Tropfen) zur Vorbereitung eines Raubes. Organisierte und geführte Touren berücksichtigen in der Regel bestehende Sicherheitsrisiken.

Bei Wanderungen in Naturschutzgebieten, z.B. bei Vulkanbesteigungen, besteht die Gefahr von Raubüberfällen.
Für Wohnmobile bzw. Campingwagen gibt es keine genügende Anzahlbewachter Campingplätze.

Geldautomaten können manipuliert sein, um Daten zu kopieren, auch Kreditkartenmissbrauch tritt auf.

  • Beachten Sie die derzeit aktuellen Brennpunkte und Empfehlungen insbesondere für Regionen, für die von Reisen dringend abgeraten wird, unabhängig von Ihrem Reisezweck und eventuell vorhandener Ortskenntnisse.
  • Wenn Sie in eine Notlage geraten, wählen Sie 911. Es empfiehlt sich, die Apps 911 CDMX für Mexiko-Stadt oder/und Guest Assist App (für den Bundesstaat Quintana Roo) herunterzuladen.
  • Führen Sie zwingend notwendige Reisen in diese Gebiete nur mit einem tragfähigen Sicherheitskonzept für die Fahrt und den Aufenthalt durch.
  • Folgen Sie stets den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
  • Sein Sie bei Überlandfahrten generell besonders vorsichtig.
  • Fahren Sie nur bei Tageslicht über Land, vermeiden Sie generell Nachtfahrten.
  • Nutzen Sie wo immer möglich mautpflichtige Autobahnen (Cuota).
  • Beschränken Sie Zwischenstopps auf das notwendige Minimum und halten Sie nur an belebten Rastplätzen und Tankstellen.
  • Leisten Sie bei Überfällen und Car-Jacking keinesfalls Gegenwehr, auch nicht verbal.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, in der U-Bahn, im Bus besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen. Bewegen Sie sich vorzugsweise in Gruppen.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf, fertigen Kopien an oder speichern diese elektronisch.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen oder auffälligen Schmuck mit.
  • Besuchen Sie auch in großen Badeorten Stadtzentren nicht alleine nach Einbruch der Dunkelheit, sondern bevorzugen Sie Unterhaltungsangebote in geschützten Hotelanlangen.
  • Vermeiden Sie Aufenthalte in verlassenen Gegenden und Stadtvierteln, aber auch an einsamen Stränden.
  • Frauen sollten insbesondere nachts und in einsamen Gebieten nicht allein unterwegs sein, melden Sie (auch versuchte) sexuelle Übergriffe umgehend bei der nächstgelegenen Dienststelle des „Ministerio Público" (Staatsanwaltschaft).
  • Fahren Sie nur mit geschlossenen Fenstern und verriegelten Türen, stellen Sie Fahrzeuge nur auf bewachten Parkplätzen ab und lassen Sie keine Wertsachen zurück.
  • Verzichten Sie unbedingt auf das Fahren als Anhalter und die Mitnahme von Anhaltern.
  • Erkundigen Sie sich bei Exkursionen vorab gut über das Zielgebiet und reisen Sie möglichst in größeren Gruppen.
  • Seien Sie an Geldautomaten vorsichtig, nutzen Sie Automaten vorzugsweise tagsüber und innerhalb von gesicherten Gebäuden(Malls) und achten Sie auf mögliche Manipulationen.
  • Lassen Sie Ihre Kreditkarte beim Bezahlen nicht aus den Augen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Kontaktaufnahmen und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch, insbesondere bei angeblichen Entführungen von Angehörigen. Bewahren Sie die Ruhe, teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Tropenstürme und Überschwemmungen

An den Küsten herrscht tropisches, ich höheren Lagen wie in Mexiko-Stadt Höhenklima.
In Mexiko ist von Mai bis November Hurrikan-Saison. In dieser Zeit ist insbesondere an allen Küsten mit Tropenstürmen und intensiven Regenfällen zu rechnen, die weitreichende Überschwemmungen und Erdrutsche auslösen können.

In der Regenzeit von Juni bis November kann es zu Überflutungen und Erdrutschen kommen und die Verkehrsinfrastruktur erheblich beeinträchtigen. Straßen können unpassierbar und Brücken beschädigt werden.

Erdbeben und Vulkane

Mexiko liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone, weshalb es regelmäßig zu teils schweren Erdbeben kommt. Besonders gefährdet sind die auf dem ehemaligen Seegrund liegenden älteren Stadtviertel von Mexiko-Stadt, sowie die Stadtteile Condesa und Roma.
Der Großraum Mexiko-Stadt und die besonders erdbebengefährdeten Bundesstaaten an der Pazifikküste waren bisher immer nur in Teilen betroffen.
Die Behörden evakuieren vorrangig in sichere Zonen des Hochtals von Mexiko-Stadt bzw. in sichere Zonen des betroffenen Bundesstaates.

Der Vulkan Popocatépetl ist verstärkt aktiv. Es gilt eine Sperrzone von 12 km um den Krater. Auch der Vulkan Colima ist weiterhin aktiv und für Besucher geschlossen.

  • Rechnen Sie bei Naturereignisse kurzfristig mit Einschränkungen, auch im Flugverkehr.
  • Verfolgen Sie regelmäßig Wetterberichte und achten Sie auf Sturmwarnungen des National Hurricane Center.
  • Im Fall einer Sturmwarnung beachten Sie die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland.
  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen mexikanischer Behörden. Tagesaktuelle Verhaltenshinweise und Warnstufen für Vulkane bietet der mexikanische Zivilschutz.
  • Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben und Vulkanen vertraut. Diese bieten die Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums und nutzen Sie z.B. in Mexiko-Stadt die 911-CDMX-App für Apple bzw. Google, mit der Sie 60 Sekunden vor einem Erdstoß eine Warnmeldung erhalten.

Reiseinfos

Infrastruktur/Verkehr

Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von COVID-19 beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Das Flugverkehrsnetz in Mexiko ist gut ausgebaut. Es gibt einige nationale Fluglinien, die das gesamte Land bedienen. Darüber hinaus existieren zahlreiche regional operierende Fluggesellschaften.

Es gibt auch ein umfangreiches und kostengünstiges Überlandbusnetz. Busse der Luxusklasse und der 1. Klasse entsprechen gutem europäischem Standard.

Bei Überlandfahrten im eigenen Pkw bzw. Mietwagen kann es insbesondere während der Regenzeit von Mai bis November wegen der schlechten Straßenverhältnisse zu Behinderungen kommen.
Insbesondere während der Ferienzeiten kann es zu Sperrungen der Hauptverkehrsstraßen und Mautstationen durch Demonstranten kommen. Die Weiterfahrt wird zum Teil gegen ein Wegegeld gestattet.

An entsprechend markierten Stellen im Parkverbot abgestellte Fahrzeuge werden abgeschleppt oder mit einer Parkkralle festgesetzt und können nur nach Zahlung eines hohen Geldbetrags wieder ausgelöst werden.

Vor allem in Mexiko-Stadt herrscht hohes Verkehrsaufkommen mit erheblichen Staus.

Bei auf der Straße angehaltenen Taxis besteht, besonders nach Einbruch der Dunkelheit, aber auch tagsüber, ein beachtliches Risiko entführt und/oder ausgeraubt zu werden.

In Mexiko gibt es keine flächendeckende Versicherungspflicht für Pkw-Halter. In zahlreichen mexikanischen Staaten, darunter Yucatán und Mexiko-Stadt, muss auch der Fahrer eines Pkw im Besitz einer Haftpflichtversicherung sein. Bei Verstößen können Geldbußen verhängt und der Pkw beschlagnahmt werden.

  • Meiden Sie Busse der 2. und 3. Klasse aus Sicherheitsgründen.
  • Unternehmen Sie Überlandfahrten nur tagsüber und bleiben Sie auf Hauptstrecken.
  • Bestreiten Sie verlangte Wegegelder nicht oder diskutieren über deren Rechtmäßigkeit.
  • Seien Sich auch innerorts wegen der vielen schlecht gekennzeichneten Geschwindigkeitsbarrieren (topes) besonders vorsichtig.
  • Nehmen Sie nur offizielle Taxis von offiziellen Taxiständen (Sitios) oder bestellen diese z.B. über eine Taxi-App oder auch über Uber, Didi oder Cabify.
  • Benutzen Sie für die Fahrt zur Ausgrabungsstätte in Teotihuacán, im Nordosten von Mexiko-Stadt keine Linien-, sondern Touristenbusse.
  • Unternehmen Sie Individualreisen in entlegene Gebiete nicht ohne professionelle Führung, und zwar möglichst nur mit offiziellem Ausweis von SECTUR, dem mexikanischen Tourismusministerium.
  • Achten Sie bei Mietwagen unbedingt auf einen ausreichenden Versicherungsschutz, insbesondere Haftpflicht.

Führerschein

Der Internationale Führerschein wird empfohlen und ist nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

Besondere Verhaltenshinweise

Vorsicht ist – außer an touristischen Hotspots – beim Fotografieren geboten. Insbesondere die indigene Bevölkerung lässt sich nicht gern fotografieren, auch nicht, wenn Personen nicht direkt aufgenommen werden. Im Zweifelsfall sollte vor dem Fotografieren um Erlaubnis gebeten werden.

LGBTIQ

Rechtliche Besonderheiten

Drogen

Die Mindesthaftstrafe für Drogenbesitz beträgt in Mexiko ungeachtet der Menge zehn Jahre. Die Höchststrafe beträgt 25 Jahre.

Alkohol

Der Genuss alkoholischer Getränke sowie Urinieren in der Öffentlichkeit, beispielsweise auf der Straße, ist in ganz Mexiko verboten und wird mit Geldstrafe oder Gefängnis geahndet.

Politische Aktivitäten

Ausländern sind politische Aktivitäten untersagt.

Menschenrechtstätigkeit durch Ausländer bedarf einer besonderen Genehmigung, siehe auch Visum.

Verstöße hiergegen führen zur Festnahme und Ausweisung. Die Einleitung eines Strafverfahrens mit Untersuchungshaft ist in derartigen Fällen nicht ausgeschlossen. Ähnliches gilt für politische Aktivitäten, wie z. B. die Teilnahme an politischen Veranstaltungen und Demonstrationen.

Artenschutz

Bereits die Entfernung unter Artenschutz stehender Pflanzen (insbesondere Kakteen) aus ihrem natürlichen Umfeld ist in Mexiko unter Geld- oder Gefängnisstrafe gestellt; dies gilt auch für den Versuch diese aus Mexiko auszuführen. Auch zum Verkauf angebotene Pflanzen können unter Artenschutz stehen.

Anzeige erstatten

Personen, die Opfer minderschwerer Delikte (z.B. Diebstahl, Verlust von Reisedokumenten) werden, haben in Mexiko-Stadt die Möglichkeit, diese online bei der Fiscalía General de Justicia anzuzeigen. Die Anzeige im Internet ersetzt nicht die persönliche Vorsprache bei der zuständigen Staatsanwaltschaft ("Ministerio Público"), kann aber unter Umständen das Verfahren dort erleichtern, weil alle relevanten Informationen bereits vorliegen.

Vermittelnd wirkt auch die Touristenpolizei in Mexiko-Stadt über (0052) 55 5207 4155 (spanisch-englisch). Der Kontakt kann auch über Whatsapp (0052) 55 4891 1166 hergestellt werden.

 Es gibt darüber hinaus in Mexiko-Stadt und auch in anderen Landesteilen die Möglichkeit, sich direkt an auf Touristen spezialisierte Staatsanwaltschaftsbüros zu wenden. Diese nennen sich Agencias del Ministerio Público especializadas en Atención al Turista und sind in Mexiko-Stadt u.a. unter folgenden Anschriften zu finden:

  • Calle Amberes 54, esquina Londres, Zona Rosa, Delegación Cuauhtémoc, Tel. 55 53455384

Dort können Anzeigen direkt erstattet werden, es gibt Mitarbeiter mit Fremdsprachenkenntnissen (nicht unbedingt deutsch).

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der Peso ($) = 100 Centavos (¢). Der Kauf und Verkauf von US-Dollar- und Euro-Noten in Wechselstuben und größeren Hotels sind möglich.

Alle gängigen Kreditkarten werden weitgehend akzeptiert, allerdings kommt es in Einzelfällen zu Verbindungsschwierigkeiten bei elektronischer Buchung mit ausländischen Kreditkarten. An Geldautomaten, die dem Maestro-System angeschlossen sind, kann Bargeld mit der entsprechenden Bankkarte abgehoben werden.
Es sollten nur Geldautomaten genutzt werden, die sich innerhalb von gesicherten Gebäuden wie z.B. Banken, Hotels oder Einkaufszentren befinden. Auch dort sollten Reisende auf Personen in unmittelbarer Umgebung achten, die sie unter Umständen ausspähen oder ihnen folgen.
Über „Western Union" kann kurzfristig Geld aus Deutschland überwiesen werden. Von anderweitigen Banktransfers ist aufgrund langer Überweisungsdauer abzuraten.

Einreise und Zoll

Ein- und auch Durchreisebestimmungen können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 derzeit abweichen, siehe Aktuelles.

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Reisedokumente müssen sich in gutem Zustand befinden und im Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Beschädigte Reisedokumente (z.B. ausgefranster Außeneinband, gelockerte Bindung der Seiten) können zur Einreiseverweigerung führen.

Ein deutscher Reisepass, der bei einer Passbehörde gestohlen gemeldet, aber später wiedergefunden wurde, sollte nicht mehr benutzt werden, da die Ausschreibung in der internationalen Sachfahndung nicht rückgängig gemacht werden kann. Dies kann bei der Weiterreise zu Schwierigkeiten führen.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise bei touristischen Aufenthalten kein Visum. Aufgrund der Covid-19-Pandemie werden Reisende strenger kontrolliert. Der Reisezweck muss bei der Einreise auf Befragung schlüssig dargelegt werden, z.B. durch Einladungsschreiben, Hotelreservierung, Nachweis von finanziellen Mitteln zur Bestreitung des geplanten Aufenthalts.

Touristenkarte FMM

Sie erhalten bei der Einreise nach Mexiko eine Touristenkarte (genannt „FMM") für maximal 180 Tage (Ausnahme: Einreise auf dem Landweg zum touristischen Aufenthalt von weniger als 7 Tagen). Die Kosten betragen 594 MXN (Tarif 2021). Diese Gebühr ist bei Einreise mit dem Flugzeug (internationale Flüge) bereits in den Kosten für das Flugticket enthalten. Bei Einreise auf dem Landweg ist diese in bar in MXN gegen Quittung oder bei einer Bankfiliale zahlbar. Die Karte wird bei Grenzübertritt gestempelt und der Gültigkeitszeitraum eingetragen. Dabei sollte auf die Gültigkeitsdauer geachtet werden, um späteren Aufwand zur Verlängerung zu vermeiden. Eine spätere Verlängerung auf bis zu 180 Tage kann bei der zuständigen Behörde in Mexiko, dem Instituto Nacional de Migración beantragt werden. Jedoch besteht darauf kein Anspruch und das Verfahren ist langwierig.

Die beim Reisenden verbleibende Ausfertigung der Touristenkarte sollte sicher verwahrt werden, sie muss bei der Ausreise aus Mexiko vorgelegt werden. Personenkontrollen zur Überprüfung des legalen Aufenthalts in Mexiko sind häufig, daher sollte man jederzeit eine Kopie von Pass und Touristenkarte plus Zahlungsbeleg/bzw. Flugticket mit sich führen.
Bei Verlust muss spätestens bei Ausreise (z.B. am Flughafen) gegen Gebühr (s.o.) eine neue Karte erworben werden. Bei Einreise per Flugzeug und Ausreise auf dem Landweg ist es angeraten, eine Kopie des Flugtickets vorzulegen, mit der die Zahlung der Gebühren nachgewiesen werden kann. Falls diese nicht vorgelegt wird, muss die Gebühr ggf. erneut gezahlt werden.

Touristen dürfen keine weiteren Tätigkeiten ausüben. Es ist nicht möglich nach Einreise, beispielsweise als Tourist, einen Aufenthaltstitel für einen anderen Aufenthaltszwecke (z.B. Erwerbstätigkeit) zu beantragen.

Visum vor der Einreise

Sofern ein längerer Aufenthalt bzw. Erwerbstätigkeit, Freiwilligendienst, Humanitäre Hilfe oder Menschenrechtstätigkeit in Mexiko beabsichtigt ist, sollte vor Reiseantritt die mexikanische Botschaft in Berlin oder das mexikanische Generalkonsulat in Frankfurt hinsichtlich der Visavoraussetzungen kontaktiert werden.

Working-Holiday" ist in Mexiko visumsfrei nicht gestattet. Bei einem Praktikum in einem Hotel-oder Gastronomiebetrieb wird bereits die Annahme von Trinkgeldern als Einkommen/Erwerbstätigkeit interpretiert und kann ohne entsprechende Genehmigung zu Festnahme und Ausweisung führen.

Nähere, detaillierte Auskünfte hierzu erteilen die mexikanischen Auslandsvertretungen und das Instituto Nacional de Migración.

Freiwilligendienste sollten möglichst im Rahmen von etablierten Programmen wie „kulturweit" „weltwärts" oder „IJFD" geplant werden.
Es wird dringend davon abgeraten, die Weiterreise durch Mexiko ohne gültiges Touristenvisum anzutreten. Es besteht das Risiko, bei einer Kontrolle in Abschiebehaft genommen und zügig nach Deutschland ausgewiesen zu werden.

Ein- und Ausreise über die USA

Bei der Einreise auf dem Landweg über die USA kann es vorkommen, dass Touristenkarten nicht abgestempelt werden. In diesem Fall muss dies, z. B. gegen Vorlage des Bustickets, beim Instituto Nacional de Migración des Grenzortes nachgeholt werden, dies ist z.B. in Tijuana auch im INM-Büro im Flughafen möglich.

Ausweispflicht

Bei Personenkontrollen wird nicht nur der Ausweis verlangt, sondern auch die mexikanische Aufenthaltserlaubnis (Touristenkarte FMM, bzw. Langzeitaufenthaltstitel FM 2/3). Ausländer sollten ihre mexikanische Aufenthaltserlaubnis jederzeit, zumindest als Kopie, bei sich führen (s.o.). Andernfalls besteht das Risiko, von der Einwanderungsbehörde in Gewahrsam genommen und ggf. abgeschoben zu werden.

Minderjährige

Minderjährige, die alleine oder nur in Begleitung eines Elternteils einreisen, sollten eine Erlaubnis der nicht mitreisenden Eltern und/oder –teile, sowie Passkopien der Eltern mitführen.

Allein reisende Minderjährige mit Wohnsitz in Mexiko, die nicht von einem Inhaber der elterlichen Sorge begleitet werden, benötigen für die Ausreise aus Mexiko eine notarielle Einverständniserklärung der Inhaber der elterlichen Sorge. Dies gilt nicht für Minderjährige, die sich mit Touristenstatus in Mexiko aufhalten

Einzelne Fluggesellschaften verlangen für die Ausreise eines Minderjährigen mit nur einem Elternteil den Nachweis des Einverständnisses des anderen Elternteils, hier sollte man sich bei der Fluggesellschaft genau erkundigen.

Kinder mit einem mexikanischen Elternteil besitzen die mexikanische Staatsangehörigkeit, auch wenn sie nicht in Mexiko geboren worden sind. Auch wenn sie mit einem deutschen Pass nach Mexiko eingereist sind, haben sie in Mexiko eigentlich keinen Touristenstatus, was bei der Ausreise ohne mexikanischen Pass zu Problemen führen kann. Eltern, die mit mexikanischen Minderjährigen reisen, sind überdies verpflichtet, ein Original der Geburtsurkunde des Kindes mitzuführen.

Einfuhrbestimmungen

Bei der Einreise mitgeführte Beträge über 10.000,- US-Dollar müssen deklariert werden. Die Ausfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Wert von 10.000 US-Dollar, die von Fremdwährung auf den bei Einreise deklarierten Betrag erlaubt.

Die Einfuhr von elektrischen Zigaretten (vapes) ist seit 20. Februar 2020 verboten.

Verboten ist die Ausfuhr von Gold (außer Goldschmuck), Antiquitäten, Archäologischen Fundstücken, Kakteen, Korallen und anderen geschützten Tieren.

Nähere Auskünfte finden sich auf der Website des mexikanischen Zolls.

Heimtiere

Zuständige mexikanische Behörde für die Ein- und Ausreisegenehmigung von Haustieren ist SENASICA. Die aktuellen Anforderungen und Kosten für die Ein- und Ausfuhr von Heimtieren bietet der Servicio Nacional de Sanidad, Inocuidad y Calidad Agroalimentaria.

Zusätzliche Auskünfte finden Sie auch beim mexikanischen Zolls oder bei der zuständigen mexikanischen Auslandsvertretung in Ihrem Heimatland.

Gesundheit

Aktuelles

COVID-19

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Erkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

Masern

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Zika-Virus-Infektion

Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.

Dengue-Fieber

Dengue-Viren werden in vielen Teilen des Landes durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe Merkblatt Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Chikungunya-Fieber

Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie, siehe Merkblatt Chikungunya-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Malaria

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Es besteht ganzjährig ein mittleres Übertragungs-Risiko (p. falciparum weniger als 1%) in ländlichen Gebieten unterhalb von 1.000 m Höhe in den südlichen Grenzregionen bzw. ein minimales Risiko in anderen Gebieten.
Als malariafrei gelten neben Höhenlagen (ca. mehr als 1.000m) größere Städte und die Halbinsel Yucatan.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz. 

Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera

Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Leishmaniasis

Die kutane und mukokutane Form kommt in vielen Teilen des Landes vor. Die einzelligen Parasiten werden ebenfalls durch Mücken übertragen.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Leishmaniasis im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Leptospirose

Ganzjährig kann die Leptospirose vereinzelt durch mit Nagetierausscheidungen kontaminiertes Wasser übertragen werden. Diese bakterielle Infektion verläuft meist wie ein milder grippaler Infekt, kann in seltenen Fällen jedoch auch zu schwerwiegender Beteiligung der Leber und Nieren führen, siehe Merkblatt Leptospirose.

  • Erwägen Sie bei zu erwartender Exposition im Einzelfall nach sorgsamer Risikoabwägung eine medikamentöse Prophylaxe mit Doxycyclin durch einen Reise- bzw. Tropenmediziner.

Trypanosomiasis („Mal de Chagas")

In Mexiko kann durch Ausscheidungen von Raubwanzen, die in Ritzen einfacher Behausungen in ländlichen Regionen leben, die amerikanische Trypanosomiasis (Chagas) übertragen werden. Diese können sowohl durch den Biss infizierter Wanzen oder seltener durch verunreinigte Frucht- bzw. Zuckerrohrsäfte aufgenommen werden. In der akuten Erkrankungsphase stehen grippeähnliche Symptome und u.U. eine Schwellung des Augenlides im Vordergrund. Bis zu Jahre nach der Infektion können z.T. gravierende Organveränderungen am Herzen und des Verdauungstraktes auftreten. Insgesamt ist das Risiko für Reisende an Chagas zu erkranken sehr gering.

  • Nutzen Sie zum Schutz gegen Bisse korrekt angebrachte Bettnetze.

Luftverschmutzung

Hohe Luftverschmutzung tritt insbesondere in Mexiko-Stadt auf.

Medizinische Versorgung

Insgesamt ist die Gesundheitsversorgung gerade in ländlichen Gebieten Mexikos häufig nicht mit in Deutschland herrschenden technischen und hygienischen Standards vergleichbar. Planbare Eingriffe sollten nach Möglichkeit daher in Deutschland erfolgen.
Die Kosten für eine medizinische Behandlung (prinzipiell auch bei Notfällen!) sowie für Medikamente müssen insbesondere im privaten Sektor in der Regel vor Ort sofort in bar (auch Kreditkartenzahlung ist ggf. möglich) beglichen werden.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

Mehr

Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinischen Einrichtungen sind gut, es stehen staatliche und private Krankenhäuser, Ärzte, Kliniken und Apotheken zur Verfügung.

Arzneimittel sind häufig ohne Rezept erhältlich, und Apotheker dürfen leichte Erkrankungen und Verletzungen behandeln.

Da Mexiko City relativ hoch liegt, kann es sein, dass Besucher eine Akklimatisationszeit benötigen. Die Stadt hat außerdem hohe Smog-Messwerte, was ebenfalls bedacht werden sollte.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sowie einer Reiserückholversicherung wird empfohlen.

Essen und Trinken

Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. In den meisten Hotels ist Wasser in Flaschen oder sterilisiertes Wasser aus Trinkwasserhähnen erhältlich. Ist dies nicht der Fall, sollte Wasser vor dem Trinken, Zähneputzen und vor der Eiswürfelbereitung abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist außerhalb der größeren Städte oft nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser zubereiten. Fleisch- oder Fischgerichte sollten nur gut durchgekocht und heiß serviert verzehrt werden. Der Genuss von Schweinefleisch, Mayonnaise, rohen Salaten und Milchprodukten aus ungekochter Milch sollte wegen des erheblichen Risikofaktors vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vom Genuss von Obst, Meeresfrüchten, Eis in Getränken sowie generell an Straßenständen wird abgeraten.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Gelbfieber Nein -
Cholera 1 -
Typhus & Polio 2 -
Malaria 3 -
Essen & Trinken - -

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch noch in den Bundesstaaten Hidalgo und Veracruz. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden.

[2] Typhus kommt vor, Poliomyelitis nicht. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

[3] Malaria tritt auf. Die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax kommt ganzjährig in ländlichen Gebieten vor, die von Touristen selten besucht werden. Ein mittleres Malariarisiko besteht in den tiefer gelegenen Regenwaldgebieten (< 1000 m). Ein geringes Malariarisiko besteht in Chiapas und Oaxaca, sowie im abgelegenen Foci im Nordwesten. Ein niedriges Malariarisiko besteht in den restlichen Tieflandgebieten, sowie Chichuahua, Durango, Nayarit, Sinaloa und Quintana Roo. Höhenlagen, größere Städte und die Halbinsel Yucatan sind malariafrei.

Gesundheitszeugnis

Für einen Langzeit- oder Arbeitsaufenthalt über 3 Monate ist u.U. ein Gesundheitszeugnis in spanischer Sprache erforderlich.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Chagas-Erkrankungen werden durch Raubwanzen, die vor allem in den tiefer gelegenen ländlichen Gebieten im Süden vorkommen, herbeigeführt. Reisenden, die in einfachen Hütten und im Freien übernachten, empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.

Die Chikungunya-Virusinfektion kommt vor, viele Verdachtsfälle im Süden. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Im Süden des Landes tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose sowie die ebenfalls durch Mücken übertragene Krankheit Kala Azar kommen landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Tollwut kommt landesweit vor. Abgesehen von Hunden sind Fledermäuse die häufigste Infektionsursache beim Menschen. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Das Zika-Virus wird durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. Zu den Symptomen gehören u.a. Fieber, Gelenkschmerzen und eine Bindehautentzündung. Häufig bleibt die Infektion unbemerkt oder verläuft nur mit milden Symptomen. Bisher dokumentierte, vereinzelte Todesfälle standen überwiegend mit anderen Vorerkrankungen in Zusammenhang. Das Auswärtige Amt rät Schwangeren von nicht zwingend notwendigen Reisen in Gebiete mit aktuellen Zika-Ausbrüchen ab, weil das Virus im Verdacht steht, bei Ungeborenen Mikrozephalie zu verursachen.
Es existiert weder eine Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe. Eine konsequente Einhaltung persönlicher Mückenschutzmaßnahmen wird empfohlen.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Deutschland Ja 1 Ja
Österreich Ja 1 Ja
Schweiz Ja 1 Ja
Andere EU-Länder Ja 1 Ja
Türkei Ja 2 Ja

Reisepassinformationen

Ein Reisepass ist allgemein erforderlich, er muss bei der Einreise nach Mexiko noch mindestens 6 Monate gültig und in gutem Zustand sein.

Anmerkung zum Reisepass

Advanced Passenger Information System (Apis):
Das System der vorab erfassten Passagierdaten, Advanced Passenger Information System (Apis) genannt, verlangt die Registrierung der folgenden personenbezogenen Daten der Passagiere durch die transportierende Fluggesellschaft:
Name, Vorname, Geburtsdatum, Nationalität, Passnummer, Land des Wohnsitzes, Art des Reisedokuments und Geschlecht.
Reisende sollten sich bei ihrer Fluggesellschaft erkundigen, ob die Daten vorab oder beim Check-in erfasst werden.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Personen, die im Besitz einer Touristenkarte oder eines anderen Dokumentes sind, das ein Visum ersetzt. Staatsangehörige vieler Länder benötigen zusätzlich zum Visum eine Touristenkarte. Eine vollständige Liste ist bei den Botschaften und Konsulaten erhältlich.

Touristenkarte (FMM - Forma Migratoria Múltiple):
Wird nur Touristen und Geschäftsreisenden erteilt, aber nicht Reisenden ausgestellt, die in Mexiko eine Arbeit suchen und aufnehmen oder anderweitig, auch unentgeltlich, tätig werden wollen. Die Touristenkarte ("FMM") wird oft nur für 30 oder 90 Tage ausgestellt, kann jedoch grundsätzlich für bis zu 180 Tage ausgestellt werden. Wer auf dem Landweg einreist, erhält eine Touristenkarte für einen einen Aufenthalt von weniger als 7 Tage. Um späteren Ärger zu vermeiden, sollte daher bei der Einreise die Gültigkeitsdauer beachtet und ggf. reklamiert werden. Die Touristenkarte FMM ist von der Fluggesellschaft bzw. am Grenzübergang erhältlich, sie muss bei der Einreise abgestempelt werden. Die Einwanderungsbehörden behalten sich das Recht vor, Nachweise darüber zu verlangen, dass der Aufenthalt nur touristischen Zwecken dient oder im Rahmen einer Geschäftsreise liegt und dass ausreichende Geldmittel vorhanden sind.

Achtung: Die Touristenkarte muss während des gesamten Aufenthalts aufbewahrt, immer mitgeführt und bei der Ausreise vorgelegt werden.

Touristenkarten erhalten bei der Einreise u.a. von Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder:

[1] EU-Länder und Schweiz (für touristische und geschäftliche Aufenthalte von bis zu 180 Tagen).

[2] (a) Staatsangehörige der Türkei, die über einen gültigen, unbefristeten Aufenthaltstitel / Visum für ein Schengen-Land verfügen und bei der Einreise einen mind. 6 Monate gültigen Reisepass besitzen.

(b) Türkische Staatsangehörige ohne Aufenthaltstitel / Visum für ein Schengen-Land, die mit einer Fluggesellschaft einreisen, die am Sistema de Autorización Electrónica (SAE)-System teilnimmt und einen bei der Einreise mind. 6 Monate gültigen Reisepass besitzen, können für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen (verlängerbar auf max. 180 Tage) ein e-Visum (einmalige Einreise) beantragen.

Passagiere von Kreuzfahrtschiffen aller Nationalitäten (Ausnahme: Staatsbürger des Kosovo) können ohne Visum in Mexiko einreisen, wenn sie innerhalb der zwischen dem Veranstalter der Kreuzschifffahrt und der Regierung von Mexiko abgesprochenen Grenzen bleiben.

Besondere Aufenthaltsgenehmigungen sind für humanitäre Helfer und Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen erforderlich. Auskunft erteilen die Botschaften und das Instituto Nacional de Migración.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. So benötigen Kinder und Jugendliche eine eigene Touristenkarte und müssen zusätzlich in der Touristenkarte der begleitenden Mutter oder des Vaters erwähnt sein.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Ausreise aus Mexiko

Die folgende Bestimmung trifft auf mexikanische Minderjähre zu und auf ausländische Minderjährige, die permanent oder zeitweilig in Mexiko einen Wohnsitz haben (keine Touristen) oder eine doppelte Staatsbürgerschaft (darunter die mexikanische) haben: Alleinreisenden Minderjährige, die nicht von einem Sorgeberechtigten begleitet werden, benötigen für die Ausreise aus Mexiko Kopien der elterlichen Pässe sowie eine notariell beglaubigte Einverständniserklärung des/der Sorgeberechtigten. Diese kann nur bei einem Notar unterzeichnet werden und muss mit Apostille und offizieller Übersetzung versehen werden. Nähere, detaillierte Auskünfte hierzu erteilen die mexikanischen Auslandsvertretungen und das Instituto Nacional de Migración (Anschrift s.o.). 


 

Einreise mit Haustieren

Für alle Tiere wird bei der Einreise ein Gesundheitszeugnis verlangt, das max. 3 Tage vor der Ankunft ausgestellt wurde. Zusätzlich ist für Katzen und Hunde, die älter als 3 Monate sind, ein vom mexikanischen Konsulat beglaubigtes Impfzertifikat gegen Tollwut erforderlich, aus dem hervorgeht, dass die Impfung mindestens 15 Tage, aber nicht mehr als 12 Monate for Abreise erfolgt ist. Auskunft erteilen die Botschaften und SENASICA.
Für Vögel und alle anderen Tiere wird eine Einfuhrgenehmigung des Landwirtschaftsministeriums benötigt.

Bearbeitungsdauer

Visa: Bis zu 10 Tagen, im Sommer z. T. bis zu 3 Wochen. Ist eine Einreisegenehmigung des mexikanischen Innenministeriums notwendig, bis zu 6 Wochen.

Gültigkeit

Touristenkarten: Die Aufenthaltsdauer ist auf jeder Karte angegeben (Verlängerungsmöglichkeit auf bis zu 180 Tage bei der Migrationsbehörde des Innenministeriums in Mexiko). Die Karte ist nur für die einmalige Einreise gültig.

Geschäftsreise-
und Technikervisum: Bis zu 1 Jahr mit mehrfacher Einreise. Weitere Einzelheiten von den konsularischen Vertretungen.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Transitreisende, die innerhalb von 24 Stunden mit dem nächsten Anschlussflug weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über gültige Weiterreisetickets verfügen, benötigen kein Transitvisum.

Kosten

Je nach Nationalität unterschiedlich; Gebühren ändern sich monatlich, da wechselkursgebunden. Man sollte sich rechtzeitig nach dem aktuellen Stand erkundigen.

Das e-Visum ist kostenlos.

Touristenkarte: 575 MXN (schon im Flugticket enthalten), (bei Einreise auf dem Landweg: Bezahlung in bar in MXN oder über eine Bankfiliale.

 

Antrag erforderlich

Touristenvisum
(a) 1 Antragsformular mit Fingerabdrücken.
(b) 1 aktuelles Passfoto in Farbe mit weißem Hintergrund (kein biometrisches Passfoto).
(c) Reisepass (und eine Kopie des Reisepasses), der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist, sowie Kopien aller Seiten, die Einträge enthalten. Muss noch mindestens eine freie Seite enthalten. Der Pass muss nach Abschluss des Visumantrags persönlich vom Antragsteller bei der konsularischen Vertretung in Frankfurt abgeholt werden.
(d) Nachweis ausreichender Geldmittel (Lohn/Gehalt von mindestens 400 € monatlich).
(e) Ggf. Heiratsurkunde.
(f) Gebühr (Überweisung mit Beleg oder in bar, je nach Konsulat).
(g) Frankierter Einschreiben-Rückumschlag (DIN A4).

Für Geschäfts- und Technikervisa sind zusätzliche Unterlagen erforderlich. Auskunft erteilt die zuständige konsularische Vertretung (s. Kontaktadressen).

Hinweis zu Arbeitsvisa: Antragsteller von Arbeitsvisa müssen persönlich vorsprechen, wenn sie über eine den Antragsunterlagen beiliegende Genehmigungsnummer verfügen. Das mexikanische Konsulat in Frankfurt/M. empfängt zur Antragsannahme jedoch nur Personen mit einem vorab vereinbarten Termin.

Touristenkarte
(a) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(b) Rück-/Weiterreisetickets.
(c) Ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt.

Geld

Geldwechsel

Gängige Währungen können problemlos in Touristengegenden oder größeren Städten getauscht werden, vielerorts kann auch in US-Dollar bezahlt werden. Wechselstuben (casas de cambio), die Euro in mexikanische Pesos tauschen, sind i. Allg. von Mo-Fr 08.30-18.00 Uhr und Sa/So von 08.30-14.00 Uhr geöffnet; auf internationalen Flughäfen gibt es 24-Std.-Service. Bargeld in Euro kann auch in größeren Hotels gewechselt werden.

Es empfiehlt sich die Mitnahme von Bargeld in Euro.

Geldüberweisungen sind über Western Union oder über die deutsche Post AG möglich.

Währung

1 Mexikanischer Nuevo Peso = 100 Centavos. Währungskürzel: Mex$, MXN (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 1000, 500, 200, 100, 50, 20 und 10 (selten) Mex$, Münzen sind in den Werten von 20, 10, 5, 2 und 1 Mex$ sowie 50 und (selten) 20 Centavos im Umlauf.

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen. Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung, sowie die Einfuhr von Fremdwährung ist ab einem Betrag im Gegenwert von 10.000 US$ deklarationspflichtig. Die Ausfuhr von Fremdwährungen ist bis in Höhe der bei der Einreise deklarierten Beträge, abzüglich der Umtauschbeträge, erlaubt.

Kreditkarten

Vor allem Mastercard, Visa (weniger verbreitet), American Express und Diners Club werden angenommen. (Vereinzelte Zahlungsschwierigkeiten müssen einkalkuliert werden.) Geldabhebungen sind in Banken oder an Geldautomaten möglich, es wird empfohlen, Geldautomaten in Gebäuden oder gesicherten Bereichen zu benutzen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich. Reiseschecks werden in Mexiko in den Großstädten von Banken und Wechselstuben akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr (manchmal bis 17.00 Uhr), kleinere Filialen haben kürzere Öffnungszeiten. Teils Sa 09.00-13.00 Uhr.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Mexiko eingeführt werden:

10 Zigarettenschachteln, 25 Zigarren oder 200 g Tabak (Personen ab 18 J.);
3 l Spirituosen und 6 l Wein (Personen ab 18 J.);
Parfüm/Eau de Toilette/Hygieneartikel/ Kleidung, Bücher, 5 Spielsachen für den persönlichen Bedarf;
2 Fotoapparate/Filmkameras/Videokameras sowie bis zu 1o Filme/DVDs/Videokassetten etc.
Sonstige Waren im Gesamtwert von bis zu 500 US$ (Einreise mit dem Flugzeug oder Schiff) bzw. 300 US$ (Einreise auf dem Landweg), jedoch kein Alkohol und keine Tabakwaren.

Verbotene Importe

Drogen, Lebensmittel, die nicht in Dosen konserviert sind, in Dosen konserviertes Schweinefleisch, Früchte, Pflanzen, Schnittblumen und elektrische Zigaretten.
Anmerkung: Für die Einfuhr von Waffen und Munition wird eine Sondergenehmigung vom Secretaria de la Defensa (Estado Mayor 6a. Sección, Lomas de Soleto, México) benötigt.

Verbotene Exporte

Es ist verboten, Gold (außer Goldschmuck), Antiquitäten, archäologische Fundstücke, Kakteen, Korallen und andere geschützte Tiere auszuführen. 

Quellenangaben
  • Marco Polo - Mexiko, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2020-18, 2018-17, 2013-15, 2008-13
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Mexiko - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 18.09.2021 (Unverändert gültig seit: 09.08.2021)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 18.09.2021 (Unverändert gültig seit: 09.08.2021)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
s

Copyright und Haftungsausschluss

© 2021 MD Travel Guide - MAIRDUMONT GmbH & Co. KG. Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Seite darf ohne eine schriftliche Erlaubnis vervielfältigt werden.