Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Marokko

Steckbrief

Marokko - Fakten

Ländername Königreich Marokko (Al-Mamlaka al-maghribiya)
Beste Reisezeit April, Mai, September, Oktober, November
Fläche 446.550 km2
Hauptstadt Rabat
Bevölkerung 37.076.584
Sprache Arabisch
Staats-/Regierungsform konstitutionelle Monarchie
Staatsoberhaupt König Mohammed VI. von Marokko (seit 1999)
Regierungschef Aziz Akhannouch
Außenminister Nasser Bourita, Amtsantritt 5.4.2017
Währung Marokkanischer Dirham
Zeitzone UTC+1, UTC±0
Reiseadapter C, D, E, F
Kfz-Länderkennzeichen MA
ISO-3166 MA, MAR
Internet-TLD .ma
Landesvorwahl +212
Website http://www.maroc.ma/en
Reisepass & Visum Notwendig
Geeignet für Kultur, Shopping, Outdoor, Meer, Wintersport, Feiern

Geographie

Es gibt vier landschaftliche Großräume: die Mittelmeer- und die Atlantikküste im Norden und Westen, die atlantische Region mit der marokkanischen Meseta, die Gebirgsregion mit dem Hohen Atlas, dem Mittleren Atlas und dem Rifgebirge (Ar-Rif) sowie die nordöstliche und südöstliche Region mit den Plateaus im Nordosten, dem Anti-Atlas und den großen Becken am Sahararand. Klimatisch ist das Land dreigeteilt: Im Norden herrscht Mittelmeerklima, im Landesinnern Steppen-, im Süden Wüstenklima.

Politik und Bevölkerung

Staatliches und geistliches Oberhaupt Marokkos ist der König. Seit 1999 verfolgt König Mohammed VI. einen Kurs der Modernisierung, der 2011 in eine neue Verfassung mündete. 30 % der Marokkaner sind Berber, 20 % Araber und 50 % arabisierte Berber. Staatsreligion ist der Islam.

Geschichte

Im 7. Jh. eroberten die muslimischen Araber Marokko und verdrängten die Berber in unzugänglichere Regionen. Wechselnde islamische Dynastien regierten das Land in den folgenden Jahrhunderten. Ende des 19. und Anfang des 20. Jh. versuchten Deutschland und Frankreich, Marokko unter ihre Kontrolle zu bekommen; 1912 wurde das Land französisches Protektorat. Seit 1956 ist Marokko unabhängig. Ein Referendum über die Zukunft der Westsahara wurde bislang noch nicht durchgeführt.

Marokko - Geschichte

ab 2000 v. Chr. Marokko wird von Berberstämmen besiedelt
697 Muslimische Araber erobern Marokko. Beginn der Islamisierung
789 Moulay Idris I. gru"ndet erste arabische Dynastie in Fès
1061–1269 Berberdynastien herrschen
1667 Beginn der alawidischen Herrschaft, die bis heute währt
1912 Beginn der Protektoratszeit
1956 Unabhängigkeitserklärung
1961 Hassan II. wird König
1975 Besetzung der Westsahara durch den „Gru"nen Marsch“
1999 Mohammed VI., Sohn Hassans II., wird inthronisiert
2004 Männer und Frauen sind dem Gesetz nach gleichberechtigt
2017 Marokko kehrt nach 33 Jahren zuru"ck in die Afrikanische Union
2023 Mit dem Borj Mohammed VI bei Rabat eröffnet das derzeit höchste Gebäude Afrikas
Klimadaten

Für dieses Land sind mehrere Klimaregionen erfasst. Bitte wählen Sie eine der folgenden Städte aus, um die passenden Klimadaten zu laden.

Fes
Marrakesh
Kommunikation & Adressen

Auskunft vor Ort

In allen größeren Orten in Marokko gibt es ein Bu"ro des ONMT (Office National de Tourisme Marocain). Es ist meist jedoch wenig hilfreich. Frag lieber im Hotel nach. Meist wissen die Angestellten dort besser Bescheid.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Zankat Madnine 7 | BP 235 | Rabat | Tel. 05 37 21 86 00 | rabat.diplo.de

Österreichische Botschaft

Zankat Tiddas 2 | BP 135 | Rabat | Tel. 05 37 76 26 98 | bmeia.gv.at/botschaft/rabat.html

Schweizer Botschaft

Sahat Berkane | BP 169 | Rabat | Tel. 05 37 26 80 30 | short.travel/mar18

Notruf

Polizei: Tel. 19 (vom Handy auch 112); Krankenwagen/Feuerwehr: Tel. 15

Post

Ein Brief nach Europa (6,50 DH) ist ca. zehn Tage unterwegs. Briefkästen kommen als gelbe Säulen daher.

Telefon & Handy

Die Vorwahl für Deutschland ist 0049, für Österreich 0043, für die Schweiz 0041, für Marokko 00 212. Das Handynetz ist in Marokko sehr gut ausgebaut. Es kann aus den deutschen Netzen telefoniert werden. Für längere Aufenthalte eignet sich eine marokkanische Prepaid-Karte (Carte Jawal) für 30 DH plus Telefonguthaben. In Marokko muss die 0 am Anfang immer mitgewählt werden, vom Ausland aus entfällt sie nach der Nationalvorwahl.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Veranstaltungen

Februar

Mandelblu"tenfest (Tafraoute)

Februar/März

Festival International des Musiques du Monde (Merzouga): Weltmusik in der Wu"ste

April

Marathon des Sables (M’hamid), marathondessables.com

Mai

Rosenfest (El-Kelaat M’Gouna, Vallée des Roses)

Juni

Festival du Boulevard des jeunes musiciens (Casablanca), boulevard.ma: Street-Art-Festival mit Rap, Hip-Hop, Reggae, Fusion

Festival de la Musique Sacré (Fès), fesfestival.com

Gnaoua-Festival (Essaouira), festivalgnaoua.net: Gefeiert werden die Wurzeln von Blues und Jazz.

Juli

Folklorefestival (Agadir)

August

Kulturfestival (Asilah): Street-Art mit Musik und Film

Tanjazz (Tanger), tanjazz.org: internationales Jazz-Festival

Jawhara (El-Jadida): festivaljawhara.ma: internationales Musikfestival

September

Moussem des Moulay Idris (Moulay Idriss): Pilgerfest mit viel Tamtam

Hochzeitsmarkt (Imilchil): Frauen suchen sich ihre Männer aus, geheiratet wird direkt vor Ort.

Oktober

Dattelfest (Erfoud)

Dezember

Festival International du Film de Marrakech (Marrakesch), marrakechfestival.com: Internationale Stars kommen nach Marokko.

Feiertage

1. Januar Neujahr
9. April 2024 Aid al-Fitr
30. März 2025 Aid al-Fitr
19. März 2026 Aid al-Fitr (Zuckerfest am Ende des Ramadans)
1. Mai Aid asch-Schughl (Tag der Arbeit)
16. Juni 2024 Aid al-Adha
6. Juni 2025 Aid al-Adha
26. Mai 2026 Aid al-Adha (Opferfest)
30. Juli Aid al-Arasch (Thronfest)
21. August Aid al-Schabab (Fest der Jugend)
6. November Aid al-Masira (Tag des Gru"nen Marsches)
18. November Aid al-Istiqlal (Tag der Unabhängigkeit)
Mobilität vor Ort

Auto & Mietwagen

Die Verkehrsregeln entsprechen weitgehend denen in Deutschland. Höchstgeschwindigkeiten: in Städten 40 km/h, in kleineren Orten 60 km/h, auf Landstraßen 100 km/h, auf Autobahnen 120 km/h; es gilt striktes Alkoholverbot. Verstöße gegen Tempolimits und Sicherheitsvorkehrungen werden streng geahndet und sind sehr teuer. Der Stadtverkehr ist etwas chaotisch, an Kreuzungen regeln ihn bisweilen Polizisten. LKW nehmen sich oft unzulässigerweise die Vorfahrt. Internationale Autoverleiher haben Niederlassungen an Flughäfen und in den Städten. Bei ihnen von Deutschland aus zu buchen ist relativ teuer, dafür genießt man größere Rechtssicherheit. Marokkanische Firmen bieten die gleichen Autos oft zum halben Preis an. Zu achten ist dann aber auf Versicherungsschutz sowie auf eine Unfallklausel, die den Verleiher dazu verpflichtet, bei Schaden oder Unfall das Auto kostenfrei auszutauschen. Manche Vermieter verlangen die Vorlage eines internationalen Führerscheins.

Öffentliche Verkehrsmittel

Bahnen

Die staatliche Eisenbahngesellschaft ONCF (oncf-voyages.ma) hat nördlich des Atlas ein ausgezeichnetes Schienennetz. Auf der Nord-Süd-Achse wird Tanger mit Marrakesch (via Rabat, Casablanca) verbunden. Auf dieser Strecke verkehren auch Hochgeschwindigkeitszüge, mit denen man in 90 Min. von Tanger nach Casablanca gelangt. Auf der West-Ost-Achse bestehen regelmäßige Verbindungen zwischen Sidi Kacem und Oujda (via Meknès, Fès, Taza). Der Flughafen Casablanca ist per Bahn mit dem Stadtzentrum verbunden.

Busse

Der Bus ist das gebräuchlichste Verkehrsmittel in Marokko. Größtes Busunternehmen ist die staatliche Linie CTM (ctm.ma), die die größeren Städte anfährt. Die Bahnbusgesellschaft Supratours (supratours.ma) gilt als die schnellste und sicherste im Land und setzt ihre Busse ein, wo die Schienen aufhören – jedoch nur in den größeren Städten. Bei beiden Unternehmen werden Gepäckstücke separat berechnet. Private Busgesellschaften unterschiedlichster Qualität bringen dich in die hintersten Winkel des Landes. Vom Flughafen Marrakesch fährt Bus Nr. 19 ins Stadtzentrum.

Taxi

Innerhalb der Städte fahren die Petit Taxis (2 DH/ km, Grundpreis: 1,40 DH). Kürzere Überlandstrecken fährt man mit Sammeltaxis. Diese sind schnell und flexibel, aber unbequem. Sie haben eigene Abfahrtspunkte, meist befinden sie sich in unmittelbarer Nähe zum Busbahnhof. In großen Städten gibt es meist mehrere Plätze, je nach Himmelsrichtung, in die die Reise geht. Eine Strecke von 50 km kostet ca. 2,50 Euro. Von den Flughäfen Fès, Agadir und Rabat kommst du nur mit Taxi ins jeweilige Stadtzentrum.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Die marokkanische Küche kann derb und raffiniert, einfach und aufwendig sein. Die Palette der Gerichte reicht von gekochtem Ziegenkopf über Fleischspieße bis zu gegrilltem Schwertfisch und mit Taubenfleisch gefüllten Pasteten.

Ifta - Marokkanisches Frühstück

Zum Frühstück gibt es in Marokko Tee oder Gewürzkaffee, dazu wird Fladenbrot gereicht und in kleinen Schälchen Oliven, Eier, Käse und Früchte. Wer Süßes bevorzugt, isst Griesbrot (Harcha) oder Pfannkuchen (Msemen oder Baghrir) mit Amlou, einer Paste aus Mandeln und Honig.

Tajine – Köstliches aus dem Tonkegel

Steht kein Fest an, ist das Mittagessen in Marokko die wichtigste Mahlzeit. Dazu werden meist Salat, Gurken, Zwiebeln und Tomaten, klein gehackt und zusammengemischt und eine Tajine, ein Schmorgericht aus einem Tontopf mit kegelförmigem Deckel, auf den Tisch gestellt. Es existieren unzählige Varianten davon. Mit Fisch, Schaf- und Rinderfleisch, su"ß-salzig mit Backpflaumen oder ganz vegetarisch. Probier unbedingt mal eine Tajine mit Hähnchenfleisch und Zitrone – das ist ein ganz eigener Geschmack, da die Zitronen vorher salzig eingelegt wurden. Eine Tajine zu essen ist immer eine gesellige Angelegenheit, denn alle essen aus einem Topf, und Brot ersetzt das Besteck.

Sonntagsbraten versus Freitagscouscous

Couscous ist das traditionelle Freitagsessen und entspricht damit unserem Sonntagsbraten. Jede Woche, nach dem traditionellen Freitagsgebet in der Moschee, wartet zu Hause dieses köstliche Gericht aus Weizengries, Gemu"se und meist Fleisch. Es wird traditionellerweise mit der Hand gegessen. Genauer gesagt, mit den Fingern der rechten Hand (die linke gilt als unrein). Dies erfordert einiges an Geschick, da aus dem Weizengrieß zusammen mit dem Gemu"se kleine Kugeln geformt werden, die man so lange in die Luft wirft, bis sie nicht mehr auseinanderbrechen. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, weshalb heute immer häufiger auf den Löffel zuru"ckgegriffen wird, um Couscous zu essen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Hände beim Essen tabu wären – ganz im Gegenteil: Es ist u"blich, dass große Fleischstu"cke sowohl bei der Tajine als auch beim Couscous mit der Hand auseinandergerissen werden – und eine Ehre fu"r dich, wenn der Gastgeber dir dann ein Stu"ck Fleisch u"berreicht. Überhaupt: Du kannst unbesorgt bei Fisch oder Hu"hnchen die Hände zur Hilfe nehmen und mit dem Brot die Sauce essen, selbst im Restaurant, wo Gabel und Messer automatisch serviert werden.

Abends wie ein Bettler ...

Am Abend fällt das Essen weniger üppig aus als mittags. Dann werden Reste verspeist, ein Omelette oder auch eine Madfouna, Gemüse, Fleisch und Gewürze, in frischem Brotteig gebacken. Wer das probieren möchte, muss nach Khamlia reisen. Nur dort bietet ein Restaurant dieses reine Hausfrauengericht an.

Köstlichkeiten aus tausendundeiner Nacht

n der Festtagsküche zeigt sich das ganze Können der marokkanischen Köchin. Du solltest also auf keinen Fall verpassen, während deines Urlaubs zumindest einmal in ein richtig tolles Palastrestaurant zu gehen. Du wirst erstaunt sein, was sich dir hier alles bietet. Es gibt vorweg köstliche Salate aus gekochtem Gemüse, kleine Teigtaschen gefüllt mit Garnelen, Fleisch oder Käse (sogenannte Briouat), geschmacksexplosive Pasteten mit Fisch oder Taube (Pastilla). Danach wird häufig nicht nur eine Tajine, sondern auch gegrilltes Fleisch gereicht, Brochettes zum Beispiel, also Fleischspießchen, oder auch Mechoui, Fleisch von einem gegrillten Schaf – einem ganzen gegrillten Schaf. Und natürlich gibt es auch eine Nachspeise bei einem Festmahl, Orangensalat mit Zimt z. B., Obstkuchen oder Gebäck mit Datteln, Mandeln und Honig.

Fleisch oder Fisch?

Das kleine Straßenrestaurant, in dem viele Marokkaner essen, wird dir im Urlaubsalltag immer wieder begegnen. Du kannst hier unbesorgt essen. Diese Restaurants sind sehr gut und günstig. Meist gibt es eine einfache und unkomplizierte Ku"che: Omelette, Pommes, weiße Bohnen in Tomatensud, aber auch gegrilltes Fleisch oder gebratene Hähnchen. Oder du machst es wie die Fernfahrer, kaufst beim Metzger ein Stu"ck Fleisch und lässt es vor Ort gleich grillen. Das kostet kaum etwas und ist absolut u"blich.

Entlang der Meeresku"sten gibt es frischen Fisch. Im Sommer stehen mancherorts an Badestränden kleine Garku"chen, die frisch gegrillte Sardinen anbieten – mit Zwiebeln und klein gehacktem Koriander ein unbedingtes Muss. Sie sind von mittags bis spätabends geöffnet.

Was trinkst du?

Das wichtigste marokkanische Getränk, der „Whisky Berbère“, ist der thé à la menthe, ein Grüntee, aufwendig mit Zucker und Pfefferminz aufgekocht und in einem festgelegten Ritual aus einer gewissen Höhe in Gläser eingeschenkt. So wird das Getränk mit Sauerstoff angereichert und schmeckt besser. Der Tee ist ein Stück marokkanische Kultur. Er wird überall serviert, und ganz bestimmt wirst auch du einmal zum Tee eingeladen werden.

Etwas mau sieht es hingegen beim Thema Alkohol aus. Natürlich gibt es ihn, aber nur in gehobenen Restaurants und Touristenhotels. Die marokkanischen Weine sind sehr gut und passen zu jeder Gelegenheit. Man sollte unbedingt einmal die Weine der Kellerei Val d’Argan probieren. Es sind die besten im Land. Es gibt aber auch sehr gute Weine aus den Celliers de Meknès. Die lokalen Biere „Flag“ und „Storck“ ähneln stark den deutschen Bieren, sind aber etwas schwächer. Gläubige Marokkaner halten sich an das islamische Alkoholverbot und trinken Cola oder Limonade zum Essen. Als Mineralwasser gibt es „Oulmes“ mit oder „Sidi Ali“ und „Ciel“ ohne Kohlensäure. Und natürlich gibt es auch Kaffee – französischen Café Noir (wie Espresso), Nuss Nuss (halb Milchschaum, halb Espresso) und Café au lait. Sie gehören vor allem in den öffentlichen Bereich und werden seltener zu Hause getrunken.

Trinkgeld

Im Restaurant sind 10 Prozent Trinkgeld üblich (im Café 1 DH/ Getränk). Kofferträger erhalten je nach Hotel 5 bis 15 Dirham pro Gepäckstück, ebenso Zimmermädchen Es ist üblich, auch Taxifahrern etwas mehr zu geben, als das Taxameter anzeigt (ca. 2–5 DH, je nach Fahrpreis) Wer das erste Trinkgeld zu Beginn des Hotelaufenthalts gibt, sichert sich Sympathien und erhält manchmal besonders guten Service.

Einkaufen und Shoppen

Der Souvenirkauf in Marokko gleicht einem Pingpongspiel. Der Ball fliegt von dir zum Händler, der schlägt ihn zurück, und dann bist du wieder dran. Wer keine Angst vorm obligatorischen Handeln hat, dem bereitet Shoppen in Marokko mit Sicherheit das größte Vergnügen! Wenn du jedoch keine Lust auf dieses Spiel hast: Es gibt auch Läden mit Festpreisen.

Gebrannte Erde

Um Töpferwaren kommt man in Marokko nicht herum. Teller, Schalen und Becher – mal gemustert, mal mit Silberbeschlag, mal unifarben. Es gibt nichts, was es nicht gibt! Das meiste von dem, was in den Souks angeboten wird, stammt aus der Küstenstadt Safi. Aber man braucht nicht extra dorthin zu reisen, denn die Keramikwaren sind überall dort zu finden, wo Touristen durch die Souks marschieren.

Köstliches für zu Hause

Ein bisschen Marokko kannst du dir auch für den Gaumen mit nach Hause nehmen. Denn auf den gut sortierten Gewürzmärkten bekommst du Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma oder kalt gepresstes Olivenöl. In Marokko seit Jahrhunderten ein Wundermittel für Schönheit und Wohlsein und inzwischen auch von der westlichen Kosmetikindustrie entdeckt ist das Öl des Arganbaums, der nur in Marokko wächst. Das kalt gepresste Öl hat einen nussigen Geschmack und dient auch der Veredelung von Speisen. Es schmeckt nicht nur superlecker im Salat, sondern mit Mandeln und Honig vermischt als Brotaufstrich (Amlou). Oder probier doch mal den marokkanischen Safran, den du am besten und zu fairen Preisen in den Kooperativen in Taliouine bekommst. Die genaue Anleitung dafür, wie man einen Grüntee mit Safran kocht, wird beim Kauf eines Tütchens gleich mitgeliefert – wie praktisch.

Silber, das schützt

Die Wüstenbewohner glauben fest daran, dass Silber sie beschützt. Wer‘s ihnen gleichtut, deckt sich reichlich damit ein! Aber bloß nicht auf falschen Touareg-Schmuck reinfallen. Der wird in Marokko nämlich überall verkauft. Doch die meisten Stücke sind made in China … Am besten fährt man in die Silberstadt Tiznit, wo man auf der sicheren Seite ist und vor allem das findet, was vor Ort hergestellt wird.

Stoffe, die die Welt bedeuten

Fusion-Mode, man könnte meinen, die sei in Marokko erfunden worden. Nirgendwo verschmelzen afrikanisch-orientalische Muster und Farben so sehr mit westlicher Moderne wie hier. In Concept-Stores gibt‘s traumhafte Roben im Kaftanstil, so modern interpretiert, dass auch Heidi Klum und Co. darin glänzen!

Recycling hochmodern

Das Plastiktu"tenverbot in Marokko hat Wundersames geschaffen: nämlich Taschen und Körbe, gewebt oder genäht aus alten Tu"ten, Stoffresten oder Stroh. Wenn du außerhalb der Souks unterwegs bist, findest du sie fu"r wenig Dirham, in den Souks werden sie Touristen lustigerweise immer wieder als Designerstu"cke angeboten – zu einem Vielfachen des eigentlichen Preises! Spar dir das Geld, denn diese Taschen und Körbe sind wirklich fu"r das ganz normale Volk gemacht – und sollten entsprechend gu"nstig sein. Nur die aufwendig mit Pailletten bestickten Teile sind fu"r die Touristen gedacht.

Öffnungszeiten

In Marokko gibt es keine festen Öffnungszeiten. Postämter sind Mo bis Fr meist zu unregelmäßigen Zeiten geöffnet. Banken Mo–Fr 8.30–11.30 und 14.30–16.30 Uhr. In den größeren Städten sind die Geschäfte der Neustädte häufig u"ber Mittag (12–15 Uhr) und So geschlossen, in den Altstädten Fr. Restaurants haben mittags und abends geöffnet, die einfachen Lokale und Straßenrestaurants ganztägig.

FKK

FKK ist strengstens verboten! Die Sittenpolizei darf dich festnehmen. So frei du es sonst vielleicht gerne hast: in Marokko niemals!

Fotografieren

Bevor du in Marokko Menschen fotografierst, frag immer erst nach, ob es ihnen recht ist. Die meisten Gläubigen lehnen es ab, denn im Islam herrscht ein Bilderverbot. Andere wiederum verlangen Geld dafür. Es ist in Marokko grundsätzlich verboten, militärische Anlagen zu fotografieren.

VorspeisenHauptgerichteDessertsGetränke

Briouat Frittierte, mit Käse, Hack, Gemu"se oder Garnelen gefu"llte Teigtaschen
Harira Suppe mit Kichererbsen, Linsen oder Nudeln und meist auch Schaf- oder Rindfleisch
Zaalouk Salat aus Auberginen, Tomaten und Knoblauch
Brochettes de poissons Schwertfisch-Spießchen, sanft über offenem Feuer gegrillt
Pastilla Pastete, ähnlich einem Strudel, mit Taube oder Hähnchen, Mandeln und Zimtzucker gefu"llt
Tanjia Lammfleisch mit eingelegten Zitronen und Zwiebeln, in einer Art Amphore geschmort
Kefta bi bed Lammfleischbällchen und pochierte Eier, in Tomatensud gegart
Oranges aux canelles Orangenscheiben, mit Zucker und Zimt verfeinertt
Cornes des gazelles Gebäck-Halbmonde, mit Marzipan gefüllt und mit Puderzucker bestreut
Chabkia Sesamgebäck, frittiert und in Honig getränkt
Thé à la menthe Gru"ner Tee mit frischer Minze und viel Zucker
Nuss nuss Kaffeegetränk: halb Espresso, halb geschäumte Milch
Asir laimun Frisch gepresster Orangensaft
Avocad Avocadomilch mit Zucker und Limetten
Sahari rouge Intensiver, trockener Rotwein mit leichten Vanille-Aromen aus den Celliers de Meknès
Stichworte

Kamelwissen

99 Namen – so glaubt man – hat Allah. Doch das Kamel weiß es besser. Denn allein dem Dromedar, dem Wüstenschiff der Nomaden, hat Allah den hundertsten Namen verraten. Und das aus gutem Grund: Allah liebt diese einhöckrigen Tiere – kein Wunder. Sie können vier Wochen in der Wüste überleben, ohne einen einzigen Schluck Wasser trinken zu müssen, dann aber schlucken sie in nur 15 Minuten 200 Liter. Auf ihrem Rücken transportieren sie bis zu 250 kg Gewicht. Und auch wenn Nomaden heute immer häufiger Lastwagen als Transportmittel nutzen, können doch auch sie nicht auf Kamele verzichten. Schließlich geben sie köstliche Milch und Fleisch in Zeiten größter Not sowie Wärme und Schutz bei Sandstürmen. Vor allem aber locken sie Touristen in die Wüste. Dazu ist ein LKW niemals in der Lage.

Wüsten-Ikea

Du fragst dich, was ein schwedisches Einrichtungshaus mit Marokko zu tun hat? Erst mal gar nichts. Beschäftigst du dich aber näher damit, kommt eine unglaubliche Geschichte zutage: Man schreibt das Jahr 2015, Marokko macht einen Vertrag mit dem Möbelhaus und lässt Ikea seine erste Filiale in Casablanca errichten. Und dann, genau einen Tag vor der Eröffnung, kommt das Aus. Es fehlt ein wichtiges Papier aus Rabat. Offiziell lässt man verlauten, das Papier könne rasch besorgt werden, wu"rde Schweden noch einmal seine Position zur Westsahara u"berdenken. Schließlich hat das skandinavische Königreich kurz zuvor angeku"ndigt, die Westsahara diplomatisch anzuerkennen. Fu"r Marokko ein Tabubruch sondergleichen!

Nach Meinung der Marokkaner gehört die Provinz Sahara (wie die Westsahara in Marokko genannt wird) zum eigenen Land. Tausende Menschen waren schließlich 1975 aufgebrochen, um auf dem „Gru"nen Marsch“ das Gebiet zwischen Algerien, Mauretanien und Marokko dem „Mutterland“ wieder zuzufu"hren. Seitdem kämpft man fu"r die Erhaltung der großen Provinz gegen die Polisario, die von Algerien unterstu"tzte Befreiungsbewegung, und muss so manch unangenehme internationale Kritik ertragen. Doch gelohnt hat sich der Kampf in den Augen Marokkos allemal: Das Land verfu"gt dank seiner neuen Provinz u"ber die weltweit größten Phosphatvorkommen, Schweden verschiebt noch einmal seine diplomatische Anerkennung der Westsahara, und Ikea darf, Allah sei Dank, einige Monate später doch seine Filiale eröffnen.

Zahlenmagie

Eine Frau, die unbedingt an einem Donnerstag gebären möchte. Die marokkanische Flagge. Die Abbildung einer Frauenhand an Hauswänden und Tu"ren. Was haben die gemein? Genau: Alle haben etwas mit der Zahl Fu"nf zu tun. Der Donnerstag ist hierzulande der fünfte Tag der Woche. Fünf Finger hat die Hand der Fatima (der Prophetentochter), fünf Zacken der Stern der Nationalflagge. Und weil die Zahl Fünf (arab.khamsa) eben magisch ist, wirkt sich alles, was damit zu tun hat, positiv auf den Menschen aus.

Magie – und speziell die Zahlenmagie – ist ein fester Bestandteil der marokkanischen Alltagskultur, auch wenn niemand gern darüber spricht. Schließlich verbietet der konservative Islam Magie jeder Art. Und doch gibt es überall in der Nachbarschaft jemanden, der sich auf magische Rituale versteht. Vom Talisman mit Koranversen bis zu Zaubermitteln für die eifersüchtige Ehefrau oder den Ehemann mit Affäre ist alles zu bekommen – nur gegen Barzahlung, versteht sich. Ob Humbug oder nicht: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Raschwa

Eigentlich geht das so: Im Auto unterwegs, zu schnell gefahren, Polizeikontrolle: 600 DH Strafe. Aber das bezahlt natu"rlich niemand. Also geht es so: Im Auto unterwegs, zu schnell gefahren, Polizeikontrolle: „Das kostet normalerweise 600 DH Strafe. Was können Sie zahlen?“ „300 DH.“ „Gut, 300 mit Beleg und 200 ohne Beleg.“

Korruption ist in Marokko gang und gäbe – Raschwa heißt sie hier, und sie ist ein großes Problem. Als Tourist wirst du davon wenig mitbekommen, es sei denn, du fährst zu schnell oder ignorierst eine rote Ampel. Marokkaner jedoch haben echte Schwierigkeiten. Zumindest dann, wenn das notwendige Geld fehlt. So werden die lukrativsten Jobs eben doch demjenigen gegeben, der am meisten bietet, und nicht dem Qualifiziertesten. Das schadet dem Land und frustriert die Menschen. Natu"rlich versucht man, die Korruption zu stoppen, doch noch verdienen zu viele zu gut daran.

Schöner Wohnen

Marokko verfügt über eine großartige Wohnarchitektur. Und nirgendwo im Land wohnt man schöner als in den Riads (Altstadtpalais der Städte) oder in umgebauten Kasbahs (Lehmburgen auf dem Land). Nächtigst du hier, könnten glatt Kindheitsträume von Märchen aus Tausendundeiner Nacht wahr werden.

Wer es wagt, an die Tür eines Riads zu klopfen, das von außen vollkommen unscheinbar aussieht, wird staunen, wenn sich die Tür öffnet und sich zeigt, was dahinter verborgen liegt: mit Kacheln geschmückter Innenhof, Brunnen, Bäume, Vogelgezwitscher, ansonsten vollkommene Ruhe.

Kasbahs sieht man zwar meist schon von außen an, wie großartig sie im Inneren sein müssen, doch auch hier staunst du nicht schlecht, wenn du die Burg betrittst, denn nicht selten ist der Innenhof ein Garten. In den Arkadengängen sind Nischen mit Sitzkissen untergebracht, damit sich der Gast im Schatten ausruhen kann. Denn merke: In Riads und Kasbahs, die zu Hotels umgebaut wurden, bist du kein Kunde, sondern immer ein Gast.

Berber, Araber, Haratin ...

Folgt man der Logik der Berber, gibt es eigentlich nur zwei Arten von Menschen: die Freien und die Unfreien. Sie selbst sind natürlich die Freien – die Amazirin. Wer kein Amazirin ist, also Berber, kann demnach nur unfrei sein. Westliche Wissenschaftler sehen das natürlich anders. Sie sind der Überzeugung, dass das Wort „Berber“ ein Sammelbegriff für all jene ist, die schon vor den Römern hier lebten und nach römischer Meinung keine zivilisierte Sprache (also damals Latein) sprachen. Diese nannten die Römer Stammler (auf Latein: berbari).

Woher sie auch kommen, wer auch immer sie sind: Die Amazirin machen ungefähr die Hälfte der marokkanischen Bevölkerung aus. Sie haben sich seit dem 8. Jh. mit den einfallenden Arabern durchmischt, die das Gros der anderen Hälfte ausmachen.

Minderheiten im Land – und eher unter sich – sind bis heute die Juden Marokkos sowie die Haratin, Nachfahren ehemaliger Sklaven. Lange Zeit für die marokkanische Gesellschaft überlebenswichtig, wanderten die meisten Juden nach dem Sechstagekrieg aus, um Israel beizustehen. Die Haratin jedoch blieben in Marokko. Sie waren auch nach dem Ende der Sklaverei 1938 gesellschaftlich geächtet. Obwohl sie heute so frei sind wie alle anderen, haftet ihnen der Ruf der einstigen Sklaven an – obwohl viele von ihnen den wirtschaftlichen Aufstieg geschafft haben. Weil sie wissen, wie man arbeitet, im Gegensatz zu manchem Adeligen, der sich auf den Lorbeeren seiner Vorfahren ausruht und langsam dabei verarmt.

Kaftankult

Nicht nur Victoria zeigt Flügel! Was die Engel von Victoria’s Secrets schaffen, ist auch für die marokkanische Mode drin. Stolz wird das traditionelle Frauengewand, der Kaftan, modern interpretiert und auf großen Schauen in Paris, Fès und Casablanca vorgeführt. Dabei stehlen die neuen Engel – keine Hungerhaken, sondern bildschöne feminine Frauen – den Etablierten fast ein wenig die Show. Überhaupt ist Mode für marokkanische Frauen durchaus ein Thema. Hier heißt es nicht: verhüllen oder verstecken. Auch Kopftuch-Ladys kommen oft topmodern daher, mit Highheels, aufwendigem Make-up und Designerlabels. Sie zeigen: Marokko ist modern, jung und modebewusst – mit und ohne Schleier.

Aber natürlich gibt es auch die traditionelle Marokkanerin, die Djellaba – ein Gewand mit Kapuze – und Kopftuch trägt, die sich nicht schminkt und wenn, dann nur mit Kohle, um den bösen Blick fernzuhalten. Doch auch sie trägt stolz ihren bunten Habitus zur Schau. Es ist also ganz normal, wenn du so gut wie nie einen Niqab oder gar eine Burka siehst. Die gibt es nämlich so gut wie gar nicht. Vertrieb, Verkauf und Herstellung von beiden ist schließlich verboten.

Nebelschwaden

Dass Marokkaner es lieben, in öffentliche Badeanstalten zu gehen, um sich dort zu waschen, bedeutet nicht, sie hätten kein Badezimmer daheim. Aber so richtig sauber – da ist man sich in Marokko einig – wird man dort nicht. Dafu"r braucht es den Hammam. Schließlich wäscht man sich hier nicht einfach nur, hier reinigt man die Seele. Im heißen Dampf der Nebelschwaden weicht die Haut auf und lässt sich leichter abschrubben, während die Seele sanft davongleiten kann. Das ist Tiefenentspannung, die eine Dusche niemals bieten kann. Doch Vorsicht: Vor Feiertagen und am Freitag können Hammams brechend voll sein. Dann ist es schnell vorbei mit der Tiefenentspannung, denn es wird geschnattert und gequatscht, was das Zeug hält. Die Hammam-Besitzer wissen sich zu helfen, um trotzdem eine gute Quote an Besucherzahlen zu garantieren: Sie heizen an diesen Tagen die Räume einfach extra heiß. Nur so bleibt niemand zu lange.

Ouazzawood

Hollywood und Bollywood kennt jeder. Aber hast du schon einmal von Ouazzawood gehört? Seit es im restlichen Nordafrika politisch unruhig wurde, gehört Marokko zu den beliebtesten Drehorten der Welt. In der Filmmetropole Marokkos wird ganz großes Kino gemacht – in den internationalen Filmstudios in Ouarzazate, aber auch mitten im Land. Marokko bietet Filmemachern berauschend schöne Kulissen, wie die Dünen des Erg Chebbi, die verwinkelten Gassen von Tanger (wo der James-Bond-Film „Spectre“ entstand), die beeindruckende Hafenanlage von Essaouira oder die malerischen Lehmdörfer im Süden, die an den Berghängen des Hohen Atlas geradezu zu kleben scheinen. Klassiker wie „Der Mann, der zu viel wusste“ und moderne Hollywoodstreifen wie „Die Mumie“ oder „Sex and the City II“ wurden in Marokko gedreht und verleihen dem Land Hollywood-Glamour. Mit viel Glück wird gerade gedreht, wo du bist. Und wer weiß: Vielleicht kannst du ja Brad Pitt bei der Arbeit zusehen.

Streberstaat

Richtig gelesen, Marokko ist ein Streber! In Sachen Umweltschutz, Kampf gegen den Klimawandel und Erschaffung von regenerativen Energien. Chapeau! 2013 erfolgte der erste Spatenstich fu"r das Megaprojekt Nour („Licht“) zur Gewinnung von Solarstrom aus der Wu"ste. Auch wenn es einige Startschwierigkeiten gab, ist Nour nach Fertigstellung der größte Solarpark der Welt.

Aber nicht nur Solar ist hip im Streberstaat. 2016 wurde ein Plastiktu"tenverbot durchgesetzt. Nun ja, nicht ganz konsequent, denn nun gibt es Mehrwegtaschen, die auch nicht umweltfreundlich sind. Aber immerhin wird Plastikschmutz so zu einem Thema. Im gleichen Jahr fand der Welt-Klimagipfel in Marrakesch statt, und Marokko hat als einziges afrikanisches Land seine Klimaschutzziele umgesetzt. Recycling ist jetzt schick, und man hat gelernt: Auch Jute kann sexy sein!

Trotz all der Maßnahmen gibt es dennoch Umweltprobleme: Beim Einsparen von Wasser beispielsweise – was soll man machen, wenn der König so gerne Golf spielt? Bei der Müllverbrennung – es fließt Geld in die Kasse, wenn man dem Ausland erlaubt, seinen Giftmüll in Marokko zu verbrennen. Oder bei der Abgasfilterung, die bis heute eher mangelhaft ist. Aber Umweltschutz braucht eben Zeit. Am wichtigsten ist doch: Marokko will weiter streben – und lieber nachhaltig als rückständig sein.

Bloss nicht!

Alles glauben

Keine Gucci-Uhr ist echt, keine 15 Kinder warten hungrig daheim, und auch der Einkaufspreis fu"r den Händler ist nie so hoch wie dein Gebot. Keine Lu"gen, eher eine Motivation fu"r dich, mehr auszugeben, als du zahlen willst!

Auf falsche Führer hereinfallen

Die sogenannten Faux Guides, die falschen Fu"hrer, tummeln sich u"berall und bieten – oft als Studenten getarnt – Geleit. Sie versuchen, ihre Opfer in ein Geschäft zu lotsen, um eine ansehnliche Provision zu kassieren.

Allzu luftig gekleidet sein

Trotz der zur Schau gestellten Moderne ist Marokko ein traditionelles Land mit konservativen Moralvorstellungen. Frauen, die sich sehr freizu"gig kleiden, gelten als Prostituierte oder mannstoll. Entsprechend werden sie behandelt.

Den König kritisieren

Du darfst gern Fragen stellen, aber nicht kritisieren. Denn so offen die Marokkaner sind und auch ihre Politik durchaus infrage stellen – der König ist tabu. Denn er ist ein Nachfahre des Propheten, und der darf nicht beleidigt werden. Im du"mmsten Fall endet das auf der Polizeistation.

Hetzen

In Marokko herrschen andere Zeitvorstellungen als bei uns. Man sagt hier: Die Europäer haben die Uhren – wir haben die Zeit. Diese Philosophie musst du dir zu eigen machen, denn abgehetzt kannst du vieles nicht sehen und erleben.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Die Landesgrenze zu Algerien ist geschlossen, siehe

Sicherheit.

Verlässliche Informationen zu den Möglichkeiten eines Grenzübertritts auf dem Landweg von und nach Mauretanien liegen nicht vor. Die Deutsche Botschaft Rabat kann keine Bescheinigungen zur Vorlage bei marokkanischen Grenzstellen ausstellen.

Marokko verfügt in den größeren Städten und bei Überlandverbindungen über eine gute Verkehrsinfrastruktur.

Im Straßenverkehr ist große Vorsicht geboten. Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger können sich nicht auf gegenseitige Rücksichtnahme sowie auf die Beachtung von Verkehrsregeln verlassen. Auch auf Autobahnen ist mit Fußgängern und Tieren oder unbeleuchteten Fahrzeugen zu rechnen. Die Durchsetzung berechtigter Schadensersatzansprüche ist kaum möglich.

  • Vermeiden Sie Nachtfahrten.
  • Achten Sie auf ausreichenden Versicherungsschutz, möglichst Vollkasko und Insassenschutz.
  • Lassen Sie Ihren deutschen Reisepass nicht als Sicherheit bei einer Mietwagenfirma zurück.

Der nationale deutsche Führerschein ist für einen Aufenthalt bis zu einem Jahr ausreichend. Bei längerem Aufenthalt muss ein marokkanischer Führerschein beantragt werden.

Die große Mehrheit der marokkanischen Gesellschaft ist wertkonservativ eingestellt und pflegt ein traditionelles Rollenverständnis. Allein reisende Frauen sollten zurückhaltend auftreten und gesundes Misstrauen zeigen.

Außereheliche Beziehungen sind gesetzlich strafbar. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Hotels Paare bitten, beim Check-in eine Heiratsurkunde vorzulegen, und auf getrennte Zimmer bestehen, wenn ein solcher nicht vorgelegt werden kann.

Alkohol kann in bestimmten Geschäften gekauft werden. Er wird in Städten auch in einigen Hotels und Restaurants serviert. Allerdings ist es nicht erlaubt, Alkohol auf der Straße und an anderen Orten als in einem zugelassenen Restaurant oder einer Bar zu trinken. Ein Verstoß kann zur Verhaftung führen.

Während des Fastenmonats Ramadan ist außerhalb der Touristenzentren mit Einschränkungen im Alltag (tagsüber Schließung von Restaurants, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) und mit erhöhter Sensibilität in Fragen des Respekts islamischer Traditionen zu rechnen. Es wird empfohlen, in der Öffentlichkeit nicht zu essen, zu trinken oder zu rauchen. In Restaurants, die tagsüber Speisen anbieten, ist dies selbstverständlich möglich.

Es gibt vereinzelt Berichte über Angriffe streunender Hunde auf Menschen, die teilweise sogar tödlich enden können. In jüngster Zeit gab es mehrere Todesfälle aufgrund von Tollwuterkrankungen nach Hundebissen.

  • Halten Sie stets Abstand zu einzelnen und v.a. Gruppen von streunender Hunde und nähern Sie sich ihnen in keinem Fall.

Gleichgeschlechtliche Sexualbeziehungen sind in Marokko strafbar; auch Ausländer können strafrechtlich verfolgt werden. Es drohen neben Geld- auch Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren. -Reisende sollten sich in Marokko darauf einstellen, dass kulturelle Vorbehalte bezüglich des angemessenen Verhaltens im öffentlichen Raum und zum Teil starke Vorurteile bestehen können. Zu zurückhaltendem Verhalten in der Öffentlichkeit wird ausdrücklich geraten.

  • Vermeiden Sie Zeichen der Zuneigung in der Öffentlichkeit.
  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für.

Die Einfuhr, der Besitz und die Ausfuhr von Rauschgift werden in Marokko mit Haftstrafen bis zu zehn Jahren sowie hohen Geld- und Zollstrafen geahndet. Bereits der Besitz kleinster Mengen ist strafbar.

  • Achten Sie auf Ihr Reisegepäck und nehmen Sie keine Sendungen mit, die Sie nicht selbst überprüft und verpackt haben.

Landeswährung ist der marokkanische Dirham (MAD). Kreditkarten werden weitgehend akzeptiert, insbesondere in Touristengebieten. In kleineren Hotels und Geschäften sowie in abgelegenen Regionen kann nur bar gezahlt werden. Bargeld kann mit Kreditkarte an den entsprechend gekennzeichneten Bankautomaten abgehoben werden. Bei einer Debitkarte (Girocard) hängt dies von den Vertragsbedingungen des Geldinstituts ab.

  • Bitte erfragen Sie bei Ihrem Geldinstitut, ob Ihre Debitkarte Sie zu Abhebungen im Ausland berechtigt.

Für die Einreise aus Ländern mit aktuellem Poliomyelitis-Ausbruch, siehe auch Poliomyelitis, wird ein internationaler Impfnachweis über eine Polioimpfung eingefordert, die 12 Monate bis vier Wochen vor Ausreise aus dem Land mit Poliomyelitis-Ausbruch durchgeführt wurde.

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Impfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung in den Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die .

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe auch Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Aus Casablanca wurden zuletzt im Jahr 2010 drei lokal erworbene Infektionen mit Plasmodium falciparum (Malaria tropica) gemeldet. Vor dem Auftreten dieser Fälle galt Marokko laut als malariafrei und ist es seitdem auch wieder.
Es gibt derzeit kein relevantes Risiko für Reisende, so dass eine Expositionsprophylaxe (s.u.) ausreichend ist.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie unter einem imprägnierten Moskitonetz.

Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch den Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Weitere, durch Vektoren übertragene Infektionen kommen vor. Diese sind insgesamt nicht häufig. U.a. sind Fälle von Leishmaniasis, Krim-Kongo-Hämorrhagisches Fieber, Filariasis, Loiasis, Myiasis, Phlebovirus-, Rickettsia felis- Rift Valley Fieber-, Spotted Fieber- und West Nil Fieber beschrieben. Für andere Erkrankungen (z.B.Chikungunya, Dengue, Zika) ist der potentielle Vektor vorhanden.

Tuberkulose, Brucellose (nach Konsum von nicht pasteurisierten Milchprodukten) kommen vor.

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht ganz zu vergleichen. In Rabat und Casablanca finden sich allerdings gute Privatkliniken von hohem Standard. Auf dem Lande hingegen kann die medizinische Versorgung bezüglich der apparativen Ausstattung bzw. Hygiene problematisch sein. Hier fehlen z.T. europäisch ausgebildete, Englisch oder gut Französisch sprechende Ärzte.

  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen.
  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Krankenversicherung ab, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden (z. B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall, Behandlung bei Privatärzten oder in Privatkliniken).
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch reisemedizinische Beratungsstellen, Tropen- oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die .

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Alle Angaben sind abhängig von den individuellen Reiseverhältnissen zu sehen und ersetzen nicht die ärztliche Konsultation sowie eine eingehende medizinische Beratung. Sofern zutreffend, beziehen sich Angaben auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland und sind insbesondere auf längere Aufenthalte vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen und Einreisen aus Drittländern können Abweichungen gelten.

Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Reisewarnung

Überblick

Stand - Fri, 31 May 2024 09:30:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Fri, 31 May 2024 09:32:57 +0200)

Letzte Änderungen:

Sicherheit – Innenpolitische Lage

Reiseinfos - Streunende Hunde

Redaktionelle Änderungen

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen".
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste.
- Beachten Sie die Hinweise im Ratgeber für Notfallvorsorge und  des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
- Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Ihrem Reiseveranstalter/Ihrer Flug-/Schifffahrts-/Eisenbahngesellschaft nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
- Verfolgen Sie bei Ihrer Reiseplanung/während Ihrer Reise Nachrichten und Wetterberichte.
- Beachten Sie unseren Haftungsausschluss und den Hinweis zu Inhalten anderweitiger Anbieter.

Sicherheit

Von Reisen in das Gebiet der Westsahara sowie in die unmittelbare Grenzregion mit Algerien wird dringend abgeraten.

Terrorismus

Trotz erheblicher Sicherheitsmaßnahmen besteht das Risiko terroristischer Angriffe.
2018 wurden zwei Touristinnen auf einer Wandertour in der Nähe des Mont Toubkal im Atlasgebirge Opfer eines Gewaltverbrechens mit terroristischem Hintergrund.

  • Vermeiden Sie, alleine und abseits von Straßen zu reisen.
  • Unternehmen Sie Trekking-Touren in den Bergregionen und Offroad-Touren in den Wüstengebieten (Zagora/Merzouga) grundsätzlich nur in einer Gruppe und mit registrierten landeskundigen Reiseführern.
  • Erkundigen Sie sich ggf. tagesaktuell nach der Sicherheitslage für Touren bei den marokkanischen Polizeibehörden.
  • Beachten Sie auch den weltweiten Sicherheitshinweis.

Innenpolitische Lage

Die politische Lage in Marokko ist stabil und ruhig. Vereinzelte, spontane und unerwartete Demonstrationen, können nicht ausgeschlossen werden. Proteste entzünden sich meist an wirtschaftlichen und sozialen Missständen. Mit pro–palästinensischen Demonstrationen muss weiterhin gerechnet werden. Die Demonstrationen verlaufen in aller Regel friedlich.

  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien und verfolgen Sie aufmerksam die politische Lage.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen, wie z.B. nach dem Freitagsgebet vor Moscheen.
  • Seien Sie in der Öffentlichkeit zurückhaltend mit politischen Meinungsäußerungen.

Grenzregion zu Algerien

Von Reisen in die unmittelbare Grenzregion mit Algerien wird dringend abgeraten.

Die Landgrenze nach Algerien ist seit 1994 geschlossen und wird streng kontrolliert. Die Grenzregion steht unter Beobachtung der marokkanischen Sicherheitsbehörden. Es besteht die Gefahr einer Festnahme, s. auch Reise- und Sicherheitshinweise zu Algerien. Eine Beeinträchtigung der Sicherheit ausländischer Staatsangehöriger, die sich in der Region aufhalten, kann nicht ausgeschlossen werden.

Wüstentouren in die Dünenlandschaften Südmarokkos (Erg Chebbi südlich von Merzouga bzw. Erg Chegaga und Erg Lihoudi südlich von Zagora) können mit einem ortskundigen Reiseveranstalter und vorzugsweise als Gruppe durchgeführt werden. Die aktuelle Sicherheitslage für solche Wüstentouren sollte vor jedem Reiseantritt bei dem jeweiligen Reiseveranstalter überprüft werden.

Von einem Verlassen der Hauptstraßen in Richtung Algerien wird jedoch dringend abgeraten.

  • Meiden Sie das Grenzgebiet zu Algerien (mit Ausnahme der Touristenstrecken) und unterlassen Sie Versuche, die Landgrenze in Richtung Algerien zu überschreiten.

Westsahara

Von Reisen in das Gebiet der Westsahara wird dringend abgeraten.

Eine konsularische Betreuung ist dort nicht möglich. Die Botschaft kann keine Bescheinigungen zum Grenzübertritt o.Ä. ausstellen. Eventuell erforderliche Genehmigungen müssen vor Reisebeginn bei den zuständigen marokkanischen Behörden eingeholt werden. Abseits befestigter Straßen und insbesondere in den Grenzregionen zu Mauretanien besteht zudem eine Bedrohung durch Minen und nicht-detonierte Kampfmittel.

Der Grenzwall zwischen dem von Marokko und dem von der Frente Polisario kontrollierten Teil der Westsahara ist Sperrgebiet.

  • Verlassen Sie keinesfalls die Hauptverbindungsstrecke Laayoune – Dakhla – mauretanische Grenze.

Rif-Gebirge

Im Rif-Gebirge (Nordost-Marokko) wird Cannabis angebaut. In Einzelfällen kann es zu Belästigungen durch Rauschgifthändler kommen.

  • Bereisen Sie das Rif-Gebirge nicht allein.
  • Lassen Sie sich nicht zum Kauf von Drogen verleiten. Der Besitz von Drogen wird in Marokko strafrechtlich verfolgt und führt zu hohen Freiheitsstrafen.

Kriminalität

Insbesondere in der Nähe von touristischen Attraktionen und historischen Stadtzentren besteht eine erhöhte Gefahr von Raubüberfällen und Diebstählen. Dabei kann es teilweise auch zum Einsatz von Gewalt und Waffen gegen Touristen kommen, besonders wenn Angreifer unter Drogeneinfluss stehen.

  • Leisten Sie im Fall eines Überfalls keinen Widerstand und versuchen Sie, ruhig zu bleiben.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
  • Nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen und vom Reisepass nur eine Farbkopie mit.
  • Seien Sie wachsam, wenn Sie nach dem Weg fragen und Geldautomaten benutzen -  besonders, wenn sich jemand als ortskundiger Führer ausgibt und Ihnen seine Dienste anbietet.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Marokko liegt in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben kommen kann.

Das Klima reicht von mediterran an der Nordküste über atlantischen Einfluss an der Westküste bis zu Wüstenklima im Landesinneren.

In der Regenzeit, etwa von November bis März, kann es insbesondere im hohen Atlasgebirge zu Überflutungen kommen.

  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
  • Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben vertraut. Diese bieten die Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums.

Reiseinfos

Die Landesgrenze zu Algerien ist geschlossen, siehe Sicherheit.

Verlässliche Informationen zu den Möglichkeiten eines Grenzübertritts auf dem Landweg von und nach Mauretanien liegen nicht vor. Die Deutsche Botschaft Rabat kann keine Bescheinigungen zur Vorlage bei marokkanischen Grenzstellen ausstellen.

Infrastruktur/Verkehr

Marokko verfügt in den größeren Städten und bei Überlandverbindungen über eine gute Verkehrsinfrastruktur.

Im Straßenverkehr ist große Vorsicht geboten. Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger können sich nicht auf gegenseitige Rücksichtnahme sowie auf die Beachtung von Verkehrsregeln verlassen. Auch auf Autobahnen ist mit Fußgängern und Tieren oder unbeleuchteten Fahrzeugen zu rechnen. Die Durchsetzung berechtigter Schadensersatzansprüche ist kaum möglich.

  • Vermeiden Sie Nachtfahrten.
  • Achten Sie auf ausreichenden Versicherungsschutz, möglichst Vollkasko und Insassenschutz.
  • Lassen Sie Ihren deutschen Reisepass nicht als Sicherheit bei einer Mietwagenfirma zurück.

Führerschein

Der nationale deutsche Führerschein ist für einen Aufenthalt bis zu einem Jahr ausreichend. Bei längerem Aufenthalt muss ein marokkanischer Führerschein beantragt werden.

Besondere Verhaltenshinweise/Ramadan

Die große Mehrheit der marokkanischen Gesellschaft ist wertkonservativ eingestellt und pflegt ein traditionelles Rollenverständnis. Allein reisende Frauen sollten zurückhaltend auftreten und gesundes Misstrauen zeigen.

Außereheliche Beziehungen sind gesetzlich strafbar. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Hotels Paare bitten, beim Check-in eine Heiratsurkunde vorzulegen, und auf getrennte Zimmer bestehen, wenn ein solcher nicht vorgelegt werden kann.

Alkohol kann in bestimmten Geschäften gekauft werden. Er wird in Städten auch in einigen Hotels und Restaurants serviert. Allerdings ist es nicht erlaubt, Alkohol auf der Straße und an anderen Orten als in einem zugelassenen Restaurant oder einer Bar zu trinken. Ein Verstoß kann zur Verhaftung führen.

Während des Fastenmonats Ramadan ist außerhalb der Touristenzentren mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) und mit erhöhter Sensibilität in Fragen des Respekts islamischer Traditionen zu rechnen. Es wird empfohlen, in der Öffentlichkeit nicht zu essen, zu trinken oder zu rauchen. In Restaurants, die tagsüber Speisen anbieten, ist dies selbstverständlich möglich.

Streunende Hunde

Es gibt vereinzelt Berichte über Angriffe streunender Hunde auf Menschen, die teilweise sogar tödlich enden können. In jüngster Zeit gab es mehrere Todesfälle aufgrund von Tollwuterkrankungen nach Hundebissen.

  • Halten Sie stets Abstand zu einzelnen und v.a. Gruppen von streunender Hunde und nähern Sie sich ihnen in keinem Fall.

LGBTIQ

Gleichgeschlechtliche Sexualbeziehungen sind in Marokko strafbar; auch Ausländer können strafrechtlich verfolgt werden. Es drohen neben Geld- auch Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren.  LGBTIQ-Reisende sollten sich in Marokko darauf einstellen, dass kulturelle Vorbehalte bezüglich des angemessenen Verhaltens im öffentlichen Raum und zum Teil starke Vorurteile bestehen können. Zu zurückhaltendem Verhalten in der Öffentlichkeit wird ausdrücklich geraten.

Rechtliche Besonderheiten

Die Einfuhr, der Besitz und die Ausfuhr von Rauschgift werden in Marokko mit Haftstrafen bis zu zehn Jahren sowie hohen Geld- und Zollstrafen geahndet. Bereits der Besitz kleinster Mengen ist strafbar.

  • Achten Sie auf Ihr Reisegepäck und nehmen Sie keine Sendungen mit, die Sie nicht selbst überprüft und verpackt haben.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der marokkanische Dirham (MAD). Kreditkarten werden weitgehend akzeptiert, insbesondere in Touristengebieten. In kleineren Hotels und Geschäften sowie in abgelegenen Regionen kann nur bar gezahlt werden. Bargeld kann mit Kreditkarte an den entsprechend gekennzeichneten Bankautomaten abgehoben werden. Bei einer Debitkarte (Girocard) hängt dies von den Vertragsbedingungen des Geldinstituts ab.

  • Bitte erfragen Sie bei Ihrem Geldinstitut, ob Ihre Debitkarte Sie zu Abhebungen im Ausland berechtigt.

Einreise und Zoll

Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes.
Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.

Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19

Bestimmungen zur Einreise ändern sich häufig. Bitte informieren Sie sich zusätzlich bei den offiziellen Stellen Marokkos sowie der für Deutschland zuständigen Vertretung. Aktuelle Informationen bietet auch die Nationale Flughafenbehörde ONDA (Office National des Aéroports). Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: ja
  • Vorläufiger Reisepass: ja
  • Personalausweis: nein
  • Vorläufiger Personalausweis: nein
  • Kinderreisepass: ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:

Reisedokumente müssen zum Zeitpunkt der Einreise mindestens für die Dauer des Aufenthalts in Marokko gültig sein (Auskunft des marokkanischen Außenministeriums vom 26.10.2020). Die Ausreise mit einem abgelaufenen Reisepass ist nicht möglich.

Die Einreise mit einem deutschen Personalausweis ist nicht möglich. Reisende, die nur über einen Personalausweis verfügen (auch im Rahmen von Touristengruppen oder Charterflügen), können nicht nach Marokko einreisen und müssen den nächstmöglichen Flug zurück nehmen. Die Ausstellung eines Passersatzpapiers durch die Deutsche Botschaft Rabat ist in diesen Fällen nicht möglich.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für touristische und geschäftliche Zwecke bis zu 90 Tagen kein Visum.

Ein längerer Aufenthalt stellt einen Verstoß gegen das Aufenthaltsrecht dar und wird strafrechtlich geahndet. Personen, die den visumfreien Aufenthalt überzogen haben, werden an der Ausreise gehindert und müssen das weitere Verfahren mit der Grenzpolizei abklären. Die Deutsche Botschaft Rabat kann auf die Entscheidung keinen Einfluss nehmen.

Über eine vor Ablauf des visumfreien Zeitraumes beantragte Verlängerung des Aufenthalts entscheidet die Ausländerpolizei, wobei in der Regel ein vollständiger Antrag mit Nachweis über finanzielle Mittel, ggf. Arbeitsvertrag in Marokko, aktuellem polizeilichem Führungszeugnis und Begründung, warum ein längerer Aufenthalt erforderlich ist, vorgelegt werden muss.

Ausführliche Informationen zur Einreise und konsularischen Angelegenheiten in deutscher Sprache bietet das marokkanische Außenministerium.

Minderjährige

Für Minderjährige, die ohne Begleitung des gesetzlichen Vertreters verreisen, sollte zusätzlich zum Reisepass eine Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten zur Reise, eine Kopie der Geburtsurkunde des Minderjährigen sowie eine Kopie des Reisepasses des gesetzlichen Vertreters mitgeführt werden. Bei unterschiedlichen Nachnamen empfiehlt sich auch die Mitnahme der Heiratsurkunde der Eltern.

Doppelstaater

Personen, die neben der deutschen auch die marokkanische Staatsangehörigkeit besitzen, können in der Regel mit dem deutschen Reisepass ein- und ausreisen, müssen dann aber in den meisten Fällen auch den marokkanischen Personalausweis (CNIE = Carte national d'identité éléctronique) vorlegen. Der Besitz der marokkanischen Identitätskarte ist für marokkanische Staatsangehörige ab 16 Jahren gesetzlich vorgeschrieben. 

Achtung: Die Rückgabe des marokkanischen Passes an eine marokkanische Auslandsvertretung aus Anlass der Einbürgerung in den deutschen Staatsverband führt nicht zum Verlust der marokkanischen Staatsangehörigkeit, sodass es sich bei diesem Personenkreis für die marokkanischen Behörden weiterhin um marokkanische Staatsbürger handelt.

Einfuhrbestimmungen

In Marokko gelten strenge Devisenbestimmungen: Ab einem Gegenwert von 100.000 MAD sind Devisen deklarationspflichtig.
Es dürfen max. 2.000 MAD in bar ein- oder ausgeführt werden.

Der Besitz von Falschgeld ist strafbar und kann mit mehrjährigen Haftstrafen geahndet werden.

Bei Einreise dürfen Waren für nicht-kommerzielle Zwecke bis zu einem Gegenwert von max. 2.000 MAD zoll- und steuerfrei eingeführt werden. Sämtliche über den Freibetrag hinaus gehenden Waren müssen deklariert und verzollt werden. Ausnahmen sind nicht bekannt.

Die Einfuhr von Pflanzen und Sämereien ist verboten. Auskünfte zu Ausnahmegenehmigungen erteilt die ONSSA (Office National des Sécurité sanitaire des produits alimentaires).

Die Einfuhr von Flugdrohnen aller Art ist streng verboten. Zuwiderhandlungen werden strafrechtlich verfolgt; das Gerät wird vom Zoll beschlagnahmt.

Weitergehende Informationen zur Ein- und Ausfuhr persönlicher Gegenstände, geschützter Kulturgüter (Fossilien), Waren und zu aktuellen Devisenbestimmungen sowie erforderlichen Genehmigungen erteilen der marokkanische Zoll und das marokkanische Außenministerium.

Einfuhr eines Fahrzeugs

Ein bei der Einreise eingeführtes Kfz muss bei der Ausreise wieder ausgeführt werden. Andernfalls wird die Ausreise verweigert und es drohen hohe Zollstrafen (auch bei Unfallwagen). Das Kfz darf Dritten nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Zolls überlassen werden. Zusätzliche Informationen bietet der marokkanische Zoll. Eine für Marokko gültige „Grüne Versicherungskarte" muss mitgeführt werden und wird gelegentlich, bei Unfallbeteiligung in jedem Fall, von der Polizei verlangt.

Eingeführte Kfz, die nicht wieder ausgeführt werden (z. B. bei Verkauf, Unfall), müssen verzollt werden.

Gesundheit

Impfschutz

Für die Einreise aus Ländern mit aktuellem Poliomyelitis-Ausbruch, siehe auch Poliomyelitis, wird ein internationaler Impfnachweis über eine Polioimpfung eingefordert, die 12 Monate bis vier Wochen vor Ausreise aus dem Land mit Poliomyelitis-Ausbruch durchgeführt wurde.

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Impfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung in den Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Malaria

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe auch Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Aus Casablanca wurden zuletzt im Jahr 2010 drei lokal erworbene Infektionen mit Plasmodium falciparum (Malaria tropica) gemeldet. Vor dem Auftreten dieser Fälle galt Marokko laut WHO als malariafrei und ist es seitdem auch wieder.
Es gibt derzeit kein relevantes Risiko für Reisende, so dass eine Expositionsprophylaxe (s.u.) ausreichend ist.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.

Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch den Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera

Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Weitere Infektionskrankheiten

Weitere, durch Vektoren übertragene Infektionen kommen vor. Diese sind insgesamt nicht häufig. U.a. sind Fälle von Leishmaniasis, Krim-Kongo-Hämorrhagisches Fieber, Filariasis, Loiasis, Myiasis, Phlebovirus-, Rickettsia felis- Rift Valley Fieber-, Spotted Fieber- und West Nil Fieber beschrieben. Für andere Erkrankungen (z.B.Chikungunya, Dengue, Zika) ist der potentielle Vektor vorhanden.

Weitere Gesundheitsgefahren

Tuberkulose, Brucellose (nach Konsum von nicht pasteurisierten Milchprodukten) kommen u.a. vor.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht ganz zu vergleichen. In Rabat und Casablanca finden sich allerdings gute Privatkliniken von hohem Standard. Auf dem Lande hingegen kann die medizinische Versorgung bezüglich der apparativen Ausstattung bzw. Hygiene problematisch sein. Hier fehlen z.T. europäisch ausgebildete, Englisch oder gut Französisch sprechende Ärzte.

  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen.
  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Krankenversicherung ab, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden (z. B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall, Behandlung bei Privatärzten oder in Privatkliniken).
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch reisemedizinische Beratungsstellen, Tropen- oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.
Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Alle Angaben sind abhängig von den individuellen Reiseverhältnissen zu sehen und ersetzen nicht die ärztliche Konsultation sowie eine eingehende medizinische Beratung. Sofern zutreffend, beziehen sich Angaben i.d.R. auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland und sind insbesondere auf längere Aufenthalte vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen und Einreisen aus Drittländern können Abweichungen gelten.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist besonders auf dem Land z.T. technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Vielfach fehlen besonders auf dem Land auch europäisch ausgebildete, Englisch oder Französisch sprechende Ärzte. In allen Großstädten gibt es gute medizinische Einrichtungen, einschließlich Notdienst-Apotheken (manchmal im Rathaus), die außerhalb der üblichen Zeiten geöffnet haben. Die Krankenhäuser bieten in Notfällen für eine geringe Gebühr oder auch kostenlos ärztliche Behandlung. Grundsätzlich ist keine Kostenrückerstattung für Sachleistungen (Medikamente, ärztliche Behandlung) möglich.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sowie einer Reiserückholversicherung wird empfohlen.

Essen und Trinken

Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor dem Trinken, Zähneputzen und vor der Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- oder Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Typhus & Polio 2 -
Cholera 3 -
Gelbfieber Nein -
Essen & Trinken - -
Malaria 1 Nein -

Anmerkungen Impfungen

[1] 2010 wurde Marokko von der WHO für malariafrei erklärt.

[2]  Eine Pflichtimpfung gegen Polio besteht für Reisende aus Ländern mit gemeldeten Polio-Erkrankungen (z. B. Pakistan, Afghanistan, Nigeria, u. a.). Bei der Einreise muss die Impfung mindestens vier Wochen und maximal ein Jahr her sein. Außerdem ist ein internationaler Impfnachweis nach WHO-Standard mitzuführen. Reisende, die direkt aus Europa einreisen, benötigen jedoch keinen Impfnachweis.

[3] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht in der Regel nur bei besonderen Expositionen. Die Infektionsgefahr für Touristen sehr gering. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Bilharziose-Erreger können in manchen Teichen und Flüssen vorkommen, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt in Marokko vereinzelt vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz 

Fleckfieber tritt ebenfalls landesweit auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

Landesweit besteht ein hohes Infektionsrisiko für Hepatitis A und ein mittleres Infektionsrisiko für Hepatitis B. Eine Impfung gegen Hepatitis A wird empfohlen. Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B-Impfung in Erwägung zu ziehen.

HIV/Aids ist eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose sowie die ebenfalls durch Mücken übertragene Krankheit Kala Azar kommen landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

Tuberkulose kommt vor. Bei besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfung.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Türkei Ja Nein Ja
Andere EU-Länder Ja Nein Ja
Schweiz Ja Nein Ja
Österreich Ja Nein Ja
Deutschland Ja Nein Ja

Reisepassinformationen

Ein Reisepass ist allgemein erforderlich, er muss während eines visumfreien Aufenthalts und einschließlich am Ausreisetag gültig sein. Bei visumpflichtigen Aufenthalten muss der Reisepass bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein und über mindestens vier freie Seiten verfügen.

 

Hinweis: Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab. Deutsche Reisende benötigen für die Einreise nach Deutschland einen mindestens gültigen Reisepass / Personalausweis. Bei Transit über Drittländer wird grundsätzlich ein Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens 6 Monate bei der Ausreise empfohlen.

 

Anmerkung zum Reisepass

Bei Einreise per Auto muss auch die Ausreise wieder per Auto erfolgen, andernfalls drohen hohe Zollstrafen (auch bei Unfallwagen). Eine entsprechende Versicherung empfiehlt sich.

Visainformationen

Ein Visum ist allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen touristischen oder geschäftlichen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten (sofern nicht anders angegeben):

(a) EU-Länder,

(b) Schweiz und

(c) Türkei.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren oder noch gültiger maschinenlesbarer Kinderreisepass (dieser wird seit dem 1.1.2024 nicht mehr ausgestellt; bereits vorhandene Kinderreisepässe können bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit entsprechend der Einreisebestimmungen der einzelnen Länder genutzt werden).

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Hinweis: Alleinreisende Minderjährige benötigen die schriftliche Einverständniserklärung zur Reise von ihren Sorgeberechtigten sowie Kopien der Reisepässe der Sorgeberechtigten sowie eine Kopie der Geburtsurkunde des Minderjährigen.

Einreise mit Haustieren

Für Hunde und Katzen werden ein Gesundheitszeugnis des Herkunftslands benötigt, das bei Ankunft nicht älter als 3 Tage sein darf, sowie ein Tollwut-Impfzertifikat, aus dem hervorgeht, dass die Impfung mindestens 30 Tage, aber nicht mehr als 6 Monate vor Ankunft erfolgt ist. Gesundheitszeugnis und Impfzertifikat müssen in französischer Sprache vorliegen. Weiterhin muss das Tier durch eine Tätowierung oder einen implantierten Microchip gekennzeichnet sein.

Vögel können ohne Formalitäten nach Marokko verbracht werden.

Bearbeitungsdauer

Unterschiedlich, abhängig von der Nationalität des Antragstellers. Staatsangehörige mancher Länder müssen zur Beantragung eines Visums zuerst eine Genehmigung der Behörden in Rabat einholen, wobei mit einer Bearbeitungszeit von 6-8 Wochen zu rechnen ist. Ist keine Genehmigung erforderlich, beträgt die Bearbeitungszeit ca. 20 Tage. Weitere Informationen sind bei den marokkanischen Botschaften erhältlich.

Gültigkeit

Einreisevisa sind maximal 3 Monate gültig. Verlängerungen müssen innerhalb von 21 Tagen nach der Einreise bei der Polizei beantragt werden. Weitere Auskünfte erteilen die konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).

Aufenthaltsverlängerung

Eine Verlängerung des Aufenthalts ist nur möglich, wenn der Ausländerpolizei ein vollständiger Antrag mit Nachweis über finanzielle Mittel, ggf. Arbeitsvertrag in Marokko und Begründung, warum längerer Aufenthalt erforderlich ist, vorgelegt wird. Außerdem müssen sich alle Ausländer, die ihren Aufenthalt verlängern lassen wollen, innerhalb von 21 Tagen ab ihrer Ankunft polizeilich registrieren lassen. Wird die 3-Monatsfrist überschritten, muss mit der Vorführung vor dem Staatsanwalt und einer anschließenden Abschiebung gerechnet werden.

Transit

Transitreisende, die am selben Tag mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen, über gültige Weiterreisepapiere verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Visaarten und Kosten

Einreisevisum (Langzeit- oder Kurzzeitvisum) und Transitvisum.

Kosten

Je nach Nationalität unterschiedlich. Weitere Auskünfte erteilen die konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

a) 1 ausgefülltes Antragsformular.
(b) 2 aktuelle biometrische Passfotos (4 x 3 cm) mit weißem Hintergrund.
(c) Reisepasses (muss bei Antragstellung noch mindestens 90 Tage gültig sein) und Kopie des Reisepasses.
(d) Gebühr (Zahlungsmodus ist beim Konsulat zu erfragen).
(e) Nachweis ausreichender Geldmittel (Bankauszüge der letzten 3 Monate).
(f) Ggf. Kopie der Aufenthaltsgenehmigung des Gastlandes, die noch mindestens 3 Monate gültig sein muss.

(g) Hotelreservierung.

(h) Reiseticket für Hin- und Rückreise.

(i) Reiseschutzversicherung.

(j) Beglaubigte Bestätigung der Kostenübernahme im Falle eines Familienbesuchs.

Geschäftsvisum zusätzlich:
(k) Entsendungsschreiben der eigenen Firma mit Name des Reisenden und Reiseanlass und -dauer. Weitere Unterlagen für Dienstreisen sind beim Konsulat im Einzelnen zu erfragen.

(l) Im Falle öffentlicher Ausschreibungen: eine Empfehlung des aufsichtsführenden Ministeriums; 
(m) Im Falle privater Verträge: eine schriftliche Empfehlung der Berufskammern; 
(n) Im Falle der Teilnahme an Messen und Ausstellungen: eine vom Organisator der Veranstaltung ausgestellte Einladung auf den Namen des Visumantragstellers; 
(o) Eine schriftliche Einladung eines Industrie-, Handels- oder Dienstleistungsunternehmens. 

Bei postalischer Antragstellung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizufügen.

Hinweis: Die Visumgebühren, der Reisepass im Original, ein Nachweis gültiger Hin- und Rückflugtickets sowie ein Unterkunftsnachweis sind nach Bewilligung des Visums einzureichen.

Geld

Geldwechsel

Marokkanische Dirham können nur in Marokko erworben werden. Der Geldwechsel sollte ausschließlich in offiziellen Wechselstuben erfolgen, die an ihrem goldenen Logo zu erkennen sind, und an Hotelrezeptionen. Der Umtausch ist gebührenfrei und man erhält eine Quittung, die bis zur Ausreise aus Marokko aufbewahrt werden muss, um ggf. den Rücktausch nicht benötigter Dirham zu gewährleisten.

Währung

1 Marokkanischer Dirham (Dh) = 100 Centimes. Währungskürzel: Dh, MAD (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 200, 100, 50, 25 und 20 Dh im Umlauf; Münzen in den Nennbeträgen 10, 5, 2, 1 und 1/2 Dh sowie 20 und 10 Centimes.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist nicht erlaubt, wird jedoch bis zu 2.000 Dh pro Ein- bzw. Ausreise toleriert. Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt, ab einem Gegenwert von 100.000 Dh jedoch deklarationspflichtig. 

Der Rücktausch der Landeswährung in Fremdwährungen ist wie folgt gestattet:
Aufenthalt bis 48 Std.: 100% des bei der Ankunft eingetauschten Betrages.
Aufenthalt über 48 Std.: 50% des bei der Ankunft eingetauschten Betrages.

Kreditkarten

Die größeren internationalen Kreditkarten werden in größeren Hotels, Geschäften und in Restaurants akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Bargeld kann in größeren Städten auch mit Kreditkarte von Geldautomaten abgehoben werden. Jedoch haben sich Falschbuchungen an Geldautomaten in Marokko mit deutschen Kreditkarten in letzter Zeit gehäuft.

Reiseschecks

Reiseschecks werden in Marokko nicht akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Winter: Mo-Fr 08.00-11.15 und 14.15-16.30 Uhr.
Sommer: Mo-Fr 08.00-14.30 Uhr.
Ramadan: 09.30-14.00 Uhr.

Auf internationalen Flughäfen und in größeren Hotels auch Sa und So 09.00-13.00 Uhr.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel dürfen zollfrei nach Marokko eingeführt werden (Personen ab 21 J.):

200 g Tabak;
1 l Spirituosen und 1 l Wein;
Parfüm (150 ml);

Eau de Toilette (250 ml);
Kaffee, Tee und Nahrungsmittel nur in Form von Reiseproviant;
Geschenke in einem Wert von bis zu 2.000 Dh.

Verbotene Importe

Betäubungsmittel, psychotrope Substanzen, Drogen, pornografische Erzeugnisse, Waffen, Kriegswaffen und -munition, bestimmte Pflanzen und pflanzliche Erzeugnisse.

Quellenangaben
  • Marco Polo - Marokko, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2024-20, 2020-19, 2018-18, 2012-15
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Marokko - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 01.06.2024 (Unverändert gültig seit: 31.05.2024)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 01.06.2024 (Unverändert gültig seit: 31.05.2024)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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