Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Sri Lanka

Steckbrief

Sri Lanka - Fakten

Ländername Demokratische Sozialistische Republik Sri Lanka (Democratic Socialist Republic of Sri Lanka)
Klima tropisch feuchtheiß
Beste Reisezeit Januar, Februar, März, Dezember
Lage im Schnittpunkt des 7. Grades nördlicher Breite mit dem 80. Grad östlicher Länge
Fläche 65.610 qkm
Hauptstadt offiziell: Sri Jayewardenepura - Kotte (am Rande Colombos, ca. 100.000 Einwohner)de facto: Colombo (Einwohnerzahl 2001: Stadt 637.865, Distrikt 2,32 Mio.)
Bevölkerung 20,7 Millionen, davon: 74,9 % Singhalesen, 15,4% Tamilen (11,2% Sri Lanka-Tamilen, 4,2% Tamilen indischer Herkunft), 9,2% Araber, 0,5% andere (Malaien, Burgher, Vedda, usw.); durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (2001-2012): 0,7%
Sprache Amtssprachen sind Singhalesisch und Tamilisch; Verkehrssprache Englisch
Religion Buddhisten 70 %, Hinduisten 15 %, Christen 8 %, Muslime 7 %
Nationaltag 4. Februar (National Day)
Unabhängigkeit 4. Februar 1948
Staats-/Regierungsform Republik
Staatsoberhaupt Maithripala Sirisena wurde bei vorgezogenen Präsidentenwahlen am 08.01.2015 als exekutiver Präsident (gleichzeitig Staats- und Regierungschef) für 6 Jahre direkt gewählt - infolge des 19. Verfassungszusatzes verkürzt sich die Amtszeit auf 5 Jahre. Seine Amtszeit begann am 09.01.2015.
Regierungschef (auch Vertreter des Staatsoberhaupts): Ranil Wickremesinghe (UNP)
Außenminister Tilak Marapana (UNP)
Parlament Einkammersystem mit 225 Abgeordneten mit imperativem MandatDie Wahlen am 17.08.2015 erbrachten folgende Sitzverteilung im Parlament:United National Party (UNP): 105 AbgeordneteUnited People's Freedom Alliance (UPFA) 95 Abgeordnete (Wahlbündnis der Sri Lanka Freedom Party (SLFP) mit anderen Parteien)Tamil National Alliance (TNA) 16 AbgeordneteJanatha Vimukthi Peramuna (JVP): 6 Abgeordnete
Währung Sri-lankische Rupie - LKR (Wechselkurs Dezember 2017: 1 EUR = etwa 180 LKR)
Zeitzone MEZ+4,5h
Stromnetz 230 V/ 50 Hz
Reiseadapter D, M
Kfz-Länderkennzeichen CL
ISO-3166 LK, LKA
Internet-TLD .lk
Landesvorwahl +94
Website http://www.gov.lk/
Reisepass & Visum Notwendig

Geographie

Vom indischen Festland ist die Tropeninsel durch die seichte Palk Strait (Palkstraße) getrennt. Aus weit gedehnten Tiefebenen erhebt sich im Innern ein bis 2524 m hohes Gebirge, das die Binnendifferenzierung des Klimas beeinflusst. Der im Luv des Südwestmonsuns gelegene Teil erhält im Sommer höhere Niederschläge als der Nordosten.

Politik und Bevölkerung

Sri Lanka (bis 1972 Ceylon) ist seit 1978 eine sozialistische Präsidialrepublik mit neun Provinzen und 25 Distrikten. Die hinduistischen Tamilen, rund 15 % der Inselbewohner, streben eine Trennung von der buddhistischen Bevölkerungsmehrheit (70 %) und einen autonomen Staat an. Dafür kämpfte die Rebellenorganisation Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE), die seit 1998 verboten ist und 2009 militärisch besiegt wurde.

Geschichte

Nachdem im 5. Jh. v. Chr. die buddhistischen Singhalesen die Ureinwohner unterworfen hatten, regierten Könige bis ins 13. Jh. die Insel. Die Ruinen alter Königsstädte legen Zeugnis von der hohen Kultur dieser Zeit ab. 1234 gründeten die Tamilen ein Königreich im Norden. 1505 kamen die Portugiesen; sie wurden aber von den Niederländern und diese von den Briten verdrängt. 1802–1948 war Sri Lanka britische Kronkolonie und trägt noch heute schwer am kolonialen Erbe (u. a. einseitige wirtschaftliche Ausrichtung, außerdem der ungeklärte Status von Minderheiten wie den indischen Plantagenbesitzern und den alteingesessenen Ceylon-Familien). Der sich über 26 Jahre erstreckende Bürgerkrieg (etwa 100 000 Todesopfer) zwischen Regierung und tamilischen Separatisten endete 2009. Zum kulturellen Erbe gehört die traditionelle Heilkunst des Ayurveda.

Sri Lanka - Geschichte

5. Jh. v. Chr. Legendäre Ankunft des Prinzen Vijaya: Besiedlung der Insel durch Singhalesen und Tamilen
250 v. Chr.-1017 n. Chr. Anuradhapura-Periode, Blütezeit der Insel
1017-13. Jh. Besatzung durch südindische Chola; zweite Blütezeit mit der Polonnaruwa-Periode
13.-15. Jh. Das Land ist zutiefst gespalten, im Norden der Insel etabliert sich ein unabhängiges Tamilenreich
1517-1658 Portugiesen kontrollieren die Küstengebiete
1658-1796 Machtmonopol der holländischen Handelsgesellschaft V.O.C.; im Kernland Königreich Kandy
1802 Die Insel wird zur British Crown Colony of Ceylon. Ausbau der Plantagenwirtschaft
1942 Bombardierung Trincomalees durch japanische Truppen
ab 1948 Demokratie mit wechselnden Regierungen
1956-59 Zunehmender singhalesischer Nationalismus auf Kosten der Tamilen
1960 Sirimavo Bandaranaike wird erster weiblicher Premier der Welt
1983 Ausbruch des ethnischen Konflikts mit Zehntausenden Toten
26.12.2004 über 35000 Tote durch Tsunami; weltweite Hilfsbereitschaft
2009 Nach monatelanger Offensive gelingt es den Regierungstruppen, den Bürgerkrieg zu beenden
2013 Touristischer Boom und hohe wirtschaftliche Wachstumsraten
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

40 Alfred House Avenue | Colombo | Tel. 011 2580431 | www.colombo.diplo.de

Österreichisches Honorarkonsulat

424 Union Place, Carmart Building | Colombo | Tel. 011 2691613

Schweizerische Botschaft

63 Gregory's Road | Colombo | Tel. 011 2695117 | www.eda.admin.ch/colombo

Notruf

Tel. 011 2433333; Feuerwehr/Ambulanz: 110; Polizei: 119. Bei Streit, etwa um Preise, die Touristenpolizei (Tel. 011 2421451) einschalten. Meist hilft schon die Drohung.

Internet

Unter www.sri-lanka-reiseinfo.de bietet ein Inselenthusiast umfassende Informationen zum Land. Gute englischsprachige Quellen sind www.lanka.net und www.infolanka.com. Die staatliche Tourismusbehörde gibt auf www.srilanka.travel gute Tipps rund um den Inselurlaub sowie Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen. Unter www.srilankainstyle.com und www.reddottours.com können geschmackvolle Edelunterkünfte und Reisen gebucht werden, unter www.go-lanka.com finden Sie ausgewählte Hotels. Explore Sri Lanka, das beste touristische Printmagazin der Insel, liefert auf www.explore.lk ebenfalls gute Reiseinformationen. Schließlich können Sie sich auf regional- und ortspezifischen Seiten kundig machen, darunter z. B. www.arugambay.com, www.negombo.org, www.haputale.de und www.hikkaduwanet.com.

Internetcafés & Wlan

Mit dem Aufkommen der Smartphones sind die einst zahlreichen Internetcafés wieder auf dem Rückzug. Die Stundentarife bewegen sich meist unter 1 Euro. Dafür nimmt die Zahl der WLAN-Hotspots stetig zu. Kaum ein Hotel, Gästehaus oder Café verzichtet heute darauf, sehr häufig ist das Angebot kostenlos.

Post

Postämter gibt es auch in kleinen Orten (Mo-Fr 8.30-16.30, Sa 8.30-13 Uhr). Luftpost braucht nach Westeuropa 7 bis 10 Tage. Postkarten kosten 25 Rps., Briefe bis zwanzig Gramm 75 Rps., am besten direkt im Postamt abgeben, Briefkästen sind eher unzuverlässig.

Telefon & Handy

Vielerorts gibt es Telefonläden und Internetcafés, die internationale Telefonate für ein paar Cents vermitteln. Achten Sie auf die Großbuchstaben ISD/IDD. Vorwahl Sri Lanka 0094; Vorwahl Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041. Der Einsatz von Handys und iPhones ist fast überall unproblematisch, im Bergland hingegen gibt es viele und große Funklöcher. Achtung: Zusatzkosten für aus dem Ausland auf dem Handy ankommende Gespräche müssen vom Handyinhaber bezahlt werden. Bereits am Flughafen und in vielen Handy-Geschäften können Vieltelefonierer gegen Vorlage einer Reisepasskopie für wenig Geld eine lokale SIM-Karte erwerben. Empfehlenswert sind die Unternehmen Dialog und Mobitel.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Mehr als ohnehin schon in Asien üblich, sind nahezu alle großen Feste in Sri Lanka religiösen Ursprungs. "Weltliche" Veranstaltungen mit Volksfestcharakter kann sind nur bei großen sportlichen Events zu erwarten - und zwar ausschließlich beim Kricket, dem Nationalsport schlechthin. Traditionsreiche und besonders spannende Ländermatches ergeben sich aus der internationalen Krickettabelle. Die Spiele finden meistens zwischen November und März statt, also in der besten Reisezeit. Es macht Spaß, dann in eines der Stadien zu gehen, auch wenn man die Regeln kaum versteht.Jeder Vollmondtag (poya) ist ein Feiertag, das öffentliche Leben ruht dann, und Alkoholausschank ist überall verboten). Einige Poya-Tage werden als mehrtägige Umzüge und Volksfeste mit bis zu 1 Mio. Teilnehmern (in Kandy) begangen.

Feste & Veranstaltungen

Januar

Vollmond: Duruthu-Perahera in Kelaniya (am nördlichen Stadtrand von Colombo). Dieser nächtliche Umzug mit vielen geschmückten Elefanten, mit Tanzgruppen und religiösen Würdenträgern erinnert an den angeblichen Besuch Buddhas auf der Insel Lanka - eine Legende, die 2500 Jahre alt ist.

Februar/März

Thai-Pongal: Das Hindufest am Vollmondtag zu Ehren des Sonnengotts wird besonders in den Tamilenregionen des Nordens, des Ostens und im Bergland gefeiert.

Maha Shivarati: In der Neumondnacht Ende Februar/Anfang März feiern die Hindus die symbolische Vereinigung Shivas mit seiner Gemahlin Parvati. Besonders eindrucksvoll im Tempel Muthumariman in Matale bei Kandy.

Vollmond: Navam Maha-Perahera in Colombo. Bis zu 50 herausgeputzte Elefanten und einige Tausend Tänzer, Mönche und Gaukler ziehen um den Beirasee im Zentrum der Hauptstadt.

März/April

Kar- und Ostertage: Am schönsten begehen Sri Lankas Christen den Karfreitag und die Osterfeiertage in Negombo mit farbenprächtigen Prozessionen und Passionsspielen.

Mai

Vollmond: Wesak. Zwei Tage bzw. Nächte lang werden Buddhas Geburt, Erleuchtung und Tod gefeiert.

Juni

Vollmond: Poson. Dieses Fest erinnert an die Ankunft Mahindas (um 250 v. Chr.) und mit ihm des Buddhismus auf der Insel. Es wird am eindrucksvollsten in Mihintale gefeiert.

Juli

Vollmond: Das Esala-Perahera in Kandy ist eines der größten religiösen Feste der Welt. An zehn Tagen bzw. Nächten ziehen illuminierte Elefanten vom Zahntempel (Dalada Maligawa) durch die Stadt. Wann der Höhepunkt stattfindet, bestimmen die Astrologen.

Id-Ul-Fitr (Ramadan Festival): In der ältesten Moschee Sri Lankas, der Kachchimalai-Moschee in Beruwala, wird das variable muslimische Fest des Fastenbrechens von besonders vielen Menschen gefeiert.

Kataragama-Fest: Zum Julivollmond strömen jedes Jahr Zigtausende in den kleinen Ort Kataragama nördlich von Hambantota, um dem Hindukriegsgott Skanda zu huldigen.

Oktober/November

Deepavali: Das populärste Fest der Hindus findet landesweit mehrere Tage lang um den Neumond Ende Oktober/Anfang November statt. Es erinnert u. a. an die Rückkehr des Gottes Rama in seine Geburtsstadt Ayodhya nach seinem Sieg gegen den Dämonenkönig Ravana. Gläubige entzünden Öllampen in den Tempeln, daher der Name: Deepavali heißt Lichterreihe.

Feiertage

1. Januar Neujahr
4. Februar Unabhängigkeitstag
13./14. April singhalesisches und tamilisches Neujahrsfest
1. Mai Tag der Arbeit
22. Mai Tag der Republik
25. Dezember Weihnachten
31. Dezember Silvester, Bank Holiday
Mobilität vor Ort

Three-Wheeler

Taxis sind eher selten anzutreffen, dafür sind die beliebten Motordreiräder (Trishaws, Three-Wheeler oder, nur von den Touristen, Tuk-Tuks genannt) allgegenwärtig. Preise vor Fahrtantritt aushandeln. Fragen Sie Hotelportiers oder andere vertrauenswürdige Einheimische, was die Fahrt ungefähr kosten darf. Seien Sie vorsichtig, wenn die Fahrer tolle Tipps bezüglich Geschäften und Unterkünften parat haben. Da geht es ihnen meist nur um eines: die teilweise saftige Provision zu kassieren.

Bus & Bahn

Das öffentliche Verkehrsnetz ist hervorragend ausgebaut und extrem günstig - dafür äußerst komfortarm. Wartung und Neukauf scheinen Fremdworte zu sein. Mit den staatlichen, meist rostroten CTB- bzw. SLTB-Bussen kommen Sie fast überall hin. Private Busunternehmen setzen auf den wichtigsten Routen, etwa Colombo-Kandy oder Colombo-Jaffna, klimatisierte Busse ein. Selbst Langstrecken kosten kaum mehr als 7 Euro. Auch die Eisenbahn ist gut ausgebaut und billig. Von Colombo aus fahren Züge gen Norden über Anuradhapura nach Vavuniya, nach Trincomalee und Batticaloa an der Ostküste, ins Hochland nach Kandy und nach Badulla und die Küste lang über Galle nach Matara. Auch hier kostet kaum eine Fahrkarte über 10 Euro.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Auch die Kolonialherren von einst - Portugiesen, Holländer und, noch am wenigsten, die Engländer - haben Spuren bei vielen Rezepten hinterlassen. Reis und Curry, so heißt eigentlich jegliches einheimisches Essen, ist wohlschmeckend, sehr bekömmlich, für unsere Begriffe noch immer äußerst preiswert und häufig auch ein Fest fürs Auge.

Curry hat nichts mit dem Instantgewürz zu tun, das bei uns verkauft wird. Der Begriff hat in Sri Lanka zweifache Bedeutung. Zum einen ist Curry eine individuelle Mischung zum Teil gerösteter und anschließend gemahlener Gewürze. Zum anderen bezeichnet Curry mit der Hauptzutat den Namen des jeweiligen Gerichts. Man hat z. B. die Wahl zwischen einem Gemüsecurry, einem Beef-(Rindfleisch-) curry, einem Chicken-(Hühnchen-)curry oder - seltener - einem Pork-(Schweine-fleisch-)curry.

Vor allem auf dem Land werden in der Umgangssprache auch Farben benutzt, um die unterschiedlichen Currygerichte zu bezeichnen. So ist ein weißes Curry ein Essen, das auf Kokosmilch basiert - mild und fast so flüssig wie eine Suppe. Rote Currys enthalten große Mengen Chili (bei uns auch als Cayennepfeffer bekannt). Schwarze Currys sind die häufigsten. Sie enthalten gerösteten Koriander, Kreuzkümmel und Fenchel. Erst das Rösten kitzelt das Aroma der Kräuter so richtig heraus. Und dieses Rösten der Gewürze unterscheidet die srilankischen Currys auch wesentlich von denen der Nachbarländer, vor allem von den indischen Currys, die bei uns viel bekannter sind.

Chili ist die schärfste Grundwürze, getrocknet oder als Pulver. Es gibt sehr viele Chilisorten - grüne, rote, große, kleine, dicke und dünne. Pickles sind genauso beliebt wie in der indischen Küche; sie werden meist mit Beilagen serviert, z. B. seeni sambola. Das ist eine eigene Gewürzmischung, zu der Chili(-pulver) gehört, außerdem Knoblauch, Kardamom, getrocknete Garnelen, Ingwer, Tamarindenmark.

Zu diesen Basisgewürzen kommen - je nach Gericht und Meinung der Köchin - unter anderem Zimt, Nelken, Kardamom und Muskat hinzu. Die Currys werden in vielerlei Schälchen gleichzeitig aufgetragen. Lauwarme Gerichte sind durchaus üblich, Klagen darüber stoßen auf Unverständnis. Man nimmt sich Reis und mischt diesen dann mit den Beilagen: mit Linsen, Auberginen, Gurken, Brotfrucht, ferner Fleisch und/oder Fisch und Seafood (Meeresfrüchte wie Garnelen und Krabben). Dazu wird stets pappadam gereicht, ein knuspriges, flaches Brot aus Linsenteig. Auch chutneys, marmeladenähnliche Zutaten, stehen immer auf dem Tisch. Sie dienen sowohl der zusätzlichen Würze als auch - wenn es süße Chutneys sind - ihrer Entschärfung. Den gleichen Zweck, nämlich den Gaumen zu kühlen, haben die feinen Kokosraspeln, die ebenfalls stets zu einem Currytisch gehören. Stets begleiten tropische Früchte des Landes die Mahlzeiten: Papayas, Mangos, kleine, aromatische Bananen und Ananas.

Frühstücken Sie doch einmal ceylonesisch. Eine morgendliche Besonderheit sind hoppers - hohle, halbkugelförmige Pfannkuchen aus Reismehl, Kokosmilch und Kokosflocken. Bei den stringhoppers ist der Teig in dünne Fäden gezogen. Bei egghoppers werden zwei Eier über dem Pfannkuchen gebraten. Dazu wird curd (Büffeljoghurt) mit Palmhonig (kitul) gereicht. Auch chili-sambolas - Würzsaucen aus getrockneten Garnelen oder Fischen, mit Chilipulver, Zwiebeln und Öl angemacht - gehören zu einem Frühstück nach Landessitte dazu.

Die meisten Urlauber freuen sich auf frischen Fisch und Meeresfrüchte. Kein Ort in Sri Lanka ist weiter als 130 km vom Meer entfernt. Somit stehen auch in den Hotels des Hochlands oft Fisch oder Meeresfrüchte auf der Karte. Am meisten Spaß macht es, gegrillte Riesengarnelen (jumbo prawns), leckeren seerfish (anderswo als Spanische Makrele bekannt), ein Curry aus gebratenem Tintenfisch oder Hummer mit Knoblauchsauce in einem Strandlokal zu essen, die Füße im Sand, über sich die Palmen und den tropischen Sternenhimmel.

Das einheimische, leichte Bier (Three Coins oder Lion Lager) ist ordentlich, der stets verfügbare Tee (meist mit Milch serviert) ausgezeichnet. Hingegen kommt der Kaffee in gewöhnlichen Restaurants meistens als schwarze Plörre daher. Abhilfe schafft hier die zunehmende Zahl an Cafés, welche über professionelle Kaffeeautomaten verfügen.

Neben Obst gibt es als Nachtisch auch eine gute Auswahl an Süßspeisen. Von arabischen Einwanderern stammt Aluwa, eine Masse aus Klebreis, Palmzucker, Cashewnüssen, Kokosmilch und diversen Gewürzen. Muslime aus dem malaiisch-indonesischen Raum haben Wattalapam, einen karamellisierten Pudding mit Kokosmilch und Cashewkernen auf die Insel gebracht. Zum Vernaschen gut sind auch Thalaguli, zuckersüße Sesambällchen, oder Bibikkan, Reiskuchen mit verschiedenen Zutaten. Und wer zu viel Puhul Dosi, süßen, eingelegten Kürbis, genossen hat, sollte sich gleich einen Termin bei seinem Zahnarzt geben lassen.

Aus Südindien haben Tamilen eine ganze Reihe von Snacks mitgebracht. Zu diesen Short Eats, wie sie in feinstem Srilankan English genannt werden zählen Roti, gefüllter Pfannkuchenteig, Thairu Vadai, mit Joghurt gefüllte Teigtaschen, und Parripu Vadai, in Öl gebrutzelte flache Klöße aus roten Linsen.

Wer Hunger hat, wird auf Sri Lanka in den meisten Fällen schnell fündig werden: Die meisten Lokale sind täglich von morgens bis abends geöffnet.

Trinkgeld

Es ist allgemein üblich, Trinkgeld zu geben. Kofferträger erhalten etwa 50 bis 100 Rps., Taxifahrer bekommen höchstens 50 Rps. In Restaurants sind, je nach Zufriedenheit mit dem Service, maximal 10 Prozent des Rechnungsbetrags angebracht.

Einkaufen und Shoppen

Die Insel, der so oft die Nähe zum Paradies nachgesagt wird, mag für verwöhnte Thailand- oder gar Hongkong-Shopper nicht unbedingt der Garten Eden sein. Weder werden massenweise Fälschungen berühmter Markenprodukte angeboten, noch lassen sich Schnäppchen auf dem Elektronikmarkt machen. Dafür aber lebt hier die Tradition vielfältigen Kunsthandwerks. Es ist verhältnismäßig leicht, den Koffer mit vielen netten Souvenirkleinigkeiten zu füllen. Am vielfältigsten ist das Angebot in Kandy (Antikes, Kunsthandwerk, Schmuck, Batiken, Tee).

Staatliche Läden haben feste Preise und Öffnungszeiten. Die meisten kleinen Händler halten ihre Geschäfte hingegen bis spät in den Abend und auch am Sonntag geöffnet. Unregelmäßig sind allerdings nicht nur deren Öffnungszeiten:

Wer sich im orientalischen Sri Lanka für Souvenirs interessiert, wird handeln müssen. Faustregel: Nicht mehr als 70 Prozent des ursprünglich geforderten Preises zahlen!

Edelsteine

Da Sri Lanka - das strahlend schöne Land - schon seit alten Zeiten einen Ruf als Juweleninsel hat, wird man sich auch auf die Versuchungen einstellen müssen, die von den Angeboten der Edelsteinhändler ausgehen. Deren Auswahl reicht von Alexandrit bis Zitrin. Aus dem Schlamm rund um Ratnapura werden aber auch Topase, Rubine, Saphire und Smaragde geborgen. Aber Vorsicht: Wer sich nicht auskennt, sollte nur in renommierten, größeren Geschäften kaufen und die Tipps von provisionshungrigen Rikschafahrern und Schleppern (vor allem in Kandy) ignorieren.

Gewürze & Co.

Gewürze, Tees und Kräuter kann man am billigsten auf den Märkten erstehen, allerdings ist dort die Qualität oft minderwertig. Das gilt besonders bei Tee. Ein gutes Angebot für den Hausgebrauch bieten die Supermarktketten Keells und Cargills. Ansonsten sind hübsch abgepackte Waren etwas teurer in einschlägigen Geschäften zu haben, etwa in den Mlesna Tea Centres. Schauen Sie sich auch in den Shops der Gewürzgärten bzw. Teeplantagen des Hochlands um, wo gute Qualitätsprodukte angeboten werden. Zu den beliebten Souvenirs zählt auch Arrack, den es in hübschen Flaschen zu kaufen gibt.

Kosmetik

Beliebte Mitbringsel sind Duftöle, Seifen und Cremes aus einheimischer Herstellung. Die größte Auswahl bieten dafür die Apotheken (pharmacies). Dort kann man auch das legendäre Balsam aus dem Haus Siddhalepa erstehen, welches bei Kopfweh und Gliederschmerzen Linderung verschafft.

Kunsthandwerk

Kunsthandwerkszentren (Arts and Craft Centres) sowie die staatlichen Laksala-Läden bieten zwar einen Überblick. Aber das Angebot an Schnitzereien, Kokosfaser- und Keramikwaren, Lackdosen, Aschenbechern und Tabletts sowie diversen Textilprodukten (Batikstoffe, Web- und Spitzendecken, Wandschmuck) wirkt ziemlich veraltet und verstaubt. Besser kaufen Sie die Handwerksprodukte in Privatgeschäften und Werkstätten. Vielerorts wird auch der Herstellungsprozess demonstriert. Galle und die Südküste sind bekannt für Klöppelarbeiten, Ambalangoda für Maskenschnitzereien.

Textilien

Da internationale Markenhersteller auch in Sri Lanka produzieren lassen, bietet die Insel vielerorts eine hervorragende Auswahl an günstiger Kleidung, besonders in den Einkaufszentren von Colombo. Gute Adressen sind dort das Majestic, Liberty oder die Filialen von Odel und Fashion Bug. Auch die einheimische Designerszene wird in der Metropole immer präsenter. Lokale Labels wie Buddhi Batiks, Arugam Bay oder Stringhopper sind etwa in einer Kolonialvilla in 32 Ward Place zu finden. Wer sich in südasiatisches Chic kleiden möchte, wird in den bunt bemalten Spezialgeschäften für Saris glücklich. Der Bale Bazaar in Nuwara Eliya wiederum ist eine gute Adresse für warme Jacken.

Öffnungszeiten

Die meisten Geschäfte sind montags bis freitags von 8.30 bis 19 Uhr, viele auch samstags bis 13 Uhr geöffnet. Die zahllosen kleinen Läden in den Basarvierteln und in touristischen Orten haben oft schon von frühmorgens um sieben bis etwa zehn Uhr abends und meist sieben Tage pro Woche geöffnet.

Fotografieren

Generell lassen sich die Einheimischen problemlos fotografieren, trotzdem sollten Sie bei Nahaufnahmen stets ihre Zustimmung einholen. Zurückhaltung ist bei religiösen Zeremonien geboten. Niemals sollten sich Personen neben Buddhabildnissen in Pose setzen. Das ist strafbar! Ebenfalls ist es untersagt, militärische Einrichtungen und uniformierte Personen abzulichten. Genügend Memory-Sticks und Speicherkarten sollten Sie von zu Hause mitbringen, ansonsten erhalten Sie sie in einschlägigen Geschäften. Ladegerät und Adapter nicht vergessen!

SpeisenGetränke

abba würziger Senf, beliebt als Beilage zu Fleischgerichten oder als Aufstrich bei einem Sandwich
appé Pfannkuchen aus Reismehl, Hefe und Kokosmilch, oft auch hoppers genannt
bandakka curry vegetarisches Gericht mit Okrabohnen; sehr beliebt im Hochland
breudher Hefekuchen holländischen Ursprungs
ghee geklärte Butter; wichtig in der Ayurveda-Küche
Jackfrucht sehr nahrhafte Baumfrucht; als süß-aromatisches Obst oder als stärkereiches Gemüse zubereitet
kaha bath gelber Reis, in Kokosmilch gekocht; zu Festessen
kiribath Milchreis mit geriebenem Palmzucker und/oder Zimt
lampries Reis in Fleischbrühe gekocht, mit Hackfleisch gefüllt, im Bananenblatt gebacken
paripoo Linsen auf ceylonesisch, breiartige Beilage mit Thunfisch und Kurkuma; wird gern zu Currys serviert
pattis kleine Pasteten; traditioneller Geburtstags- und heute beliebter Partysnack
rasagullas Kugeln aus Kokosmilchteig (Dessert)
rathu isso Garnelencurry (die kleinen Shrimps werden mit Schale gegart)
rotis Brotfladen, in Sri Lanka aus geriebener Kokosnuss oder Kokosflocken; beliebt zum Frühstück
wattalapam Pudding aus Palmblütenzucker, Kokosmilch und Gewürzen, meistens Zimt
arrack Schnaps aus dem destillierten Blütensaft der Kokospalme
curd eine Art Joghurt aus Büffelmilch
Kokosmilch Saft der gelb-grünen king's coconut, sehr erfrischend
Stichworte

Buddhismus

Der 2500 Jahre alten Lehre des Siddharta Gautama folgt die große Mehrheit der Singhalesen. In ein nordindisches Adelsgeschlecht hineingeboren begab sich Gautama nach einem ausschweifenden Leben auf jahrelange Sinnsuche. Unter einem Feigenbaum (ficus religiosa) meditierend wurde er zum Buddha, einem Erwachten. Denn er erkannte einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Leben und Leiden, da es stets mit Begierde und dem Wunsch nach Unvergänglichkeit verbunden ist. Durch den "achtfachen Pfad", das Bemühen um ethisches Handeln und das Streben nach Weisheit, kann der Mensch den Zustand des Nirvanas, des vollständigen Auslöschens jeder Begierde, erreichen und somit den Wiedergeburtenkreislauf beenden. Die Gläubigen sind bestrebt, durch Spenden, Almosen an die Mönche und dem Befolgen der fünf Sittenregeln (nicht töten, nicht stehlen, keine sexuellen Verfehlungen begehen, nicht lügen und keine berauschenden Mittel zu sich nehmen) so viel gutes Karma wie möglich anzusammeln.

Ceylon

Auch wenn der alte Landesname bereits 1972 ersetzt wurde, ist er vielerorts noch präsent. So zählt etwa Ceylon Tea nach wie vor zu den weltbekannten Marken der Insel. Der Begriff geht auf das chinesische Xi Lan zurück, das durch Marco Polos Schriften in Seefahrerkreisen als Seilan Verbreitung fand und eine Verballhornung des Sanskrit-Worts Sinhala Dvipa, Insel der Löwenmenschen, ist. Die Portugiesen tauften die Insel spätestens im 16. Jh. Ceilão. Unter den Holländern war von Ceylan die Rede und unter den Briten von Ceylon. Dieser Name wurde auch nach der Unabhängigkeit zunächst beibehalten.

Dagoba

Massiver buddhistischer Sakralbau, zumeist in Glocken- und Halbkugelform. Der Ursprung des singhalesischen Worts dagoba stammt aus dem Sanskrit (dhatu und gharba) und bedeutet Reliquienschrein. Reliquien sind Gegenstände, die sich, der Legende nach oder tatsächlich, auf Buddha beziehen.

Elefanten

Sie genießen als Symbole der Weisheit und der Stärke große Verehrung. In der Wildnis leben noch über 5800 Elefanten, nirgendwo in Asien können sie in so großer Zahl beobachtet werden wie in Sri Lanka (vor allem in den Nationalparks Minneriya, Kaudulla und Uda Walawe). Höchstens noch 150 domestizierte Tiere werden als Arbeitselefanten eingesetzt. Es gilt als segensreiche Tat, den Klöstern kräftige Elefanten für die großen Prozessionen zu leihen oder zu schenken. So sind beim berühmten Kandy Perahera weit über 50 Tiere beteiligt. Doch ihre natürlichen Lebensräume sind bedroht, weshalb Elefantenherden aufgrund ihrer Vorliebe für Bananen, Reispflanzen und Zuckerrohr regelmäßig großflächige Felder und Gärten heimsuchen. Beim Versuch, sie zu vertreiben, kommen jährlich rund 50 Menschen und bis zu 200 marodierende Dickhäuter ums Leben.

Flora & Fauna

Der Leopard räkelt sich genüsslich im warmen Sand. Das aufgeregte Knipsen der Touristen aus den nahen Jeeps scheint ihn nicht zu stören. Der savannenartige Yala West National Park im tiefen Südosten ist berühmt für die recht hohe Leopardenpopulation. Über 40 Exemplare ziehen durch das trockene Buschland, in dem auch Lippenbären und Sambarhirsche unterwegs sind. Wer sich eher für die Vogelwelt interessiert, braucht nicht weit zu reisen. In den Lagunen des nahen Bundala National Parks sind zahlreiche Wasservögel unterwegs, darunter auch Gruppen von Rosaflamingos. Überhaupt ist Sri Lanka ein tolles Ziel für Ornithologen. Über 400 Vogelarten wurden gezählt - 33 unter ihnen gibt es nur auf der Insel.

Dank seiner abwechslungsreichen Landschaften beeindruckt Sri Lanka durch eine erstaunlich große Artenvielfalt. Wo sonst haben Sie die Chance, am selben Tag die beiden weltgrößten Säugetiere zu erspähen, Elefanten und Blauwale? Dazu müssen Sie frühmorgens von Mirissa aus aufs Meer hinausfahren, wo die Blauwale regelmäßig kreuzen. Am Nachmittag können Sie dann durch den Uda Walawe National Park kurven, wo geschätzt 700 Dickhäuter unterwegs sind.

Und wenn Sie sich an der üppigen Dschungellandschaft des Sinharaja Forest Reserve satt gesehen haben, dann fahren Sie an Teak- und Mahagoniplantagen vorbei ins Bergland, wo sich z. B. auf den Horton Plains herrliche Rhododendrensträucher und Baumfarne ausbreiten. Selbst beim Besuch der alten Königsstätte können Sie zwischen den Ruinen eine ordentliche Portion Wildlife erleben. Allein in Polonnaruwa sind vier der fünf in Sri Lanka heimischen Affenarten unterwegs, darunter die frechen Ceylon-Hutaffen und die grauen Hanuman-Languren. Beim Weg zurück ins Hotel mag Ihnen ein weiterer tierischer Inselbewohner begegnen: ein Bengalenwaran, der trotz seiner Größe von über einem Meter völlig harmlos ist.

Geoffrey Bawa

Sri Lankas zeitgenössische Architektur ist vor allem mit einem Namen verbunden: Geoffrey Bawa. Der 2003 im Alter von 83 Jahren verstorbene Stararchitekt hinterließ einige der interessantesten Bauwerke der Insel, darunter das 1982 eröffnete Neue Parlament und die Ruhuna-Universität bei Matara. Am spektakulärsten ist sicherlich das Heritance Kandalama Hotel bei Dambulla, das sich fast über einen Kilometer an einen Bergrücken schmiegt und mit dessen Dschungel verwachsen zu sein scheint. Hier zeigt sich Bawas legendär gewordene Kunst, Architektur mit der umliegenden Natur in eine Einheit zu bringen. Gebäude sollten mit allen Sinnen erfahren werden können, lautete einer seiner wichtigsten Grundsätze, die ihn in Asien zu einem der wichtigsten Vertreter der sogenannten Tropischen Moderne machten. Wie kein anderer hatte Geoffrey Bawa ein Gespür für den Charakter eines Orts. Das ist auch am Jetwing Lighthouse Hotel zu sehen, das an der Küste von Galle auf einer felsigen Erhebung thront und in seiner Architektur koloniale Bauelemente zitiert. Einige seiner frühen Hotelbauten sind von seinen Schülern liebevoll restauriert worden, darunter das 1976 als Neptune Hotel in Beruwala eröffnete Heritance Ayurveda Maha Gedara. Aus den Ruinen seines ersten, 1965 verwirklichten Hotelbaus südlich von Negombo entstand fast 50 Jahre später das luxuriöse Jetwing Lagoon. Nähere Infos unter www.geoffreybawa.com.

Hinduismus

Mit Wucht zerschmettert die junge Tamilin die fasrige Kokosnuss auf dem Tempelboden, auf dem sich aus der zerbrochenen Schale das Kokoswasser ergießt. Was wie ein Gewaltausbruch aussieht, hat im Hinduismus eine uralte Tradition, denn die Kokosnuss symbolisiert die menschliche Existenz und deren Zerschmettern die innere Reinigung. Etwa 15 Prozent der Gesamtbevölkerung bekennen sich zum Hinduismus, fast ausschließlich Tamilen. Vor allem im Norden und Osten der Insel ist die indische Religion sehr präsent. Aber auch für die Buddhisten spielen einige der Hindugötter als Beschützer der Insel eine wichtige Rolle, so gibt es kaum ein buddhistisches Kloster, das auf seinem Gelände keinen Hinduschrein, Devale genannt, besitzt.

Vereint sind die Hindus in ihrem Glauben an das Prinzip vom ewigen Kreislauf aus Schöpfung und Zerstörung. Zudem sind sie überzeugt, dass ihr individuelles Selbst nach dem Tod eine neue Gestalt annimmt. Als was sie wiedergeboren werden, hängt vom Karma ab, d. h. von den im Leben verübten Taten. Der abstrakten Idee des All-Einen steht ein Heer von Göttern, Geistern und Dämonen gegenüber, die man je nach Vorliebe verehrt. Mit Abstand populärster Hindugott ist Shiva, der in Form eines Lingam als Symbol der Fruchtbarkeit, als kosmischer Tänzer der Zerstörung, aber auch als Asket verehrt wird. Viele Tempel sind auch seinem Sohn Skanda gewidmet, der als Kriegsgott unter dem Namen Murugan und Kataragama bekannt ist und als mächtiger Inselbeschützer gilt.

Kokospalme

"So weit das Auge reicht, nach Norden wie nach Süden, ist sie von Kokosplantagen eingesäumt", notiert 1925 der berühmte Indologe Wilhelm Geiger bei seiner Ankunft mit dem Schiff in Colombo. Und auch heute noch dominiert diese Palme viele Landstriche Sri Lankas. Was in europäischen Besuchern Urlaubsgefühle weckt, ist für die Einheimischen eine der wichtigsten Nutzpflanzen. Fast 4000 km2, also knapp 6 Prozent der Landesfläche sind mit Kokospalmen bepflanzt. Neben Tee und Kautschuk zählt die Kokosnuss zu den wichtigsten Exportgütern. Der Nutzen der Kokospalme kennt keine Grenzen: Der Stamm dient dem Haus- und Bootsbau, die Palmwedel als Dach und Flechtmaterial und die Faser der äußeren Nusshülle zum Herstellen von Stricken, Matten oder Bürsten. Aus der harten Schale der Kokosnuss wiederum lassen sich Becher, Löffel und andere Utensilien kreieren. Auch in der srilankischen Küche ist die Kokosnuss nicht wegzudenken: kaum ein Curry, in dem nicht das Nussfleisch, kobra genannt, mitgekocht wird. Und was gibt es Besseres als einen frischen Saft aus der gelblich-grünen Kings Coconut oder zum Verdauen einen hochprozentigen Arrack aus dem destillierten Palmsaft? Auch geht nichts über eine entspannende Massage - am besten mit dem sanften Öl aus der gepressten kobra.

Mondsteine

Ein Name für zwei völlig verschiedene Dinge: Zum einen werden schimmernde Halbedelsteine aus Feldspat so bezeichnet, zum anderen sind damit in der religiös motivierten buddhistischen Architektur halbmondförmige, flache Schutzsteine gemeint, von Reiseleitern gern "heilige Fußmatten" genannt. Sie markieren den Übergang von der normalen Umgebung in heilige Räume. Tiermotive symbolisieren dabei die vier Grundübel menschlichen Daseins: Geburt (Elefant), Krankheit (Löwe), Alter (Stier) und Tod (Pferd). Der Lotos in der Mitte, Symbol der Reinheit, führt zu den fünf Stufen der höheren Erkenntnis und damit in den Tempel hinein.

Singhalesen

Drei Viertel der rund 21 Mio. Ew. Sri Lankas gehören dieser Bevölkerungsgruppe an. Die Singhalesen benutzen eine indoarische Sprache und Schrift und führen ihre Herkunft auf den legendären Prinzen Vijaya zurück. Vermutlich wanderten die ersten Singhalesen vor gut 2500 Jahren aus dem Nordosten Indiens nach Sri Lanka ein. Seit König Devanampiya Tissa im 3. Jh. v. Chr. die Religion des Buddha annahm und im Kulturdreieck den Grundstein für die srilankische Hochzivilisation legte, verstehen sie sich als Bewahrer dieser Religion und als Staatsvolk der Insel. Noch heute sind bis auf einige Christen (besonders unter den Fischern bei Negombo) die meisten Singhalesen Buddhisten. Nach der Unabhängigkeit führte die populistische Sinhala only-Politik des damaligen Premiers S. W. R. D. Bandaranaike, der Singhalesisch zur alleinigen Nationalsprache erheben wollte, zum ersten großen Konflikt mit der tamilischen Minderheit. Nach Kriegsende bemühen sich jedoch viele Singhalesen um ein friedliches Miteinander mit den Minderheiten.

Tamilen

Diese zweitgrößte Bevölkerungsgruppe (etwa 17 Prozent) stammt ursprünglich aus Südindien. Ihre Sprache gehört zur drawidischen Familie und ist nicht mit dem Singhalesischen verwandt. Zwei große Gruppen mit sehr unterschiedlicher Geschichte leben auf der Insel. Im Norden und Osten siedeln die sogenannten srilankischen Tamilen (auch Jaffna-Tamilen genannt), die 12 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen und fast ebenso lange in die Inselgeschichte verwickelt sind wie die Singhalesen. Im Bergland sind die etwas über 1 Mio. Indischen bzw. Hochland-Tamilen in erster Linie in den Teeplantagen ansässig. Ihre Vorfahren, größtenteils Angehörige niedriger Kasten, wurden im 19. Jh. von den Briten als billige Plantagenarbeiter angeworben. Auch heute stehen sie noch am unteren Ende der Einkommensleiter. Zwischen den beiden Gruppen gibt es wenig Kontakte, im militanten Kampf um ein unabhängiges Tamilen-Reich (Tamil Eelam), den die Tamil Tigers seit 1976 führten, waren die Indischen Tamilen nicht involviert. Über 80 Prozent der Tamilen sind Hindus, der Anteil der Christen liegt bei fast 20 Prozent.

Umweltschutz

Plastikmüll am Straßenrand, stinkende Überlandbusse, verschmutzte Strände - das Tropenparadies ist alles andere als ein Musterknabe in Sachen Umweltschutz. Doch eine zunehmende Zahl von Umweltverbänden lässt ein langsames Umdenken erkennen. Auch im Tourismus tut sich einiges, so verordneten renommierte Hotelketten wie Aitken Spence und Jetwing ihren Hotels hohe Umweltstandards. Dabei hat Naturschutz in Sri Lanka eine lange Tradition: Schon im 3. Jh. v. Chr. verbot König Devanampiya Tissa um den Berg Mihintale jegliche Tierjagd. 1500 Jahre später tat es ihm ein Herrscher von Polonnaruwa gleich und stellte das Töten von Lebewesen im Umkreis seiner Königsstadt unter Strafe. Den größten Raubbau an der Natur verübte die britische Kolonialmacht. Exzessive Großwildjagd und die Rodung gewaltiger Flächen zum Anlegen von Tee- und Kautschukplantagen setzten dem Tier- und Baumbestand dermaßen zu, dass die Kolonialregierung 1938 die Gebiete von Yala und Wilpattu unter Naturschutz stellte. Heute sind rund 13 Prozent der Landesfläche als Schutzgebiete deklariert.

Bloss nicht!

Nackt oder oben ohne (sonnen-)baden

Barbusige Frauen (und erst recht nackte Menschen beiderlei Geschlechts) passen nicht zur Kultur des Landes. Auch das Tragen von T-Shirts ohne BH oder von Hotpants ist unangebracht. Verletzen Sie nicht die Sitten und das Schamgefühl der Einheimischen.

Jeden Preis zahlen

Sri Lanker wissen, dass auch Touristen feilschen, und setzen die Preise sicherheitshalber noch höher an. Dagegen hilft nur eines: nie vergessen, dass das durchschnittliche Einkommen kaum 200 Euro im Monat überschreitet, dass ein durchschnittliches Einheimischenmenü etwa 3 Euro kostet und 15 km in der Motorrikscha 4 Euro.

Auf Beach Boys hereinfallen

Den meisten Strandwanderern sind sie einfach nur lästig. Aber manche Urlauberinnen finden die selbstbewussten, ewig lächelnden jungen Männer charmant. Aber: Die hartnäckigen Dampfplauderer wollen vor allem Ihr Geld! Am besten ignorieren Sie sie und weisen sie freundlich, aber bestimmt ab.

Laut werden

Singhalesen und Tamilen sprechen leise und lächeln häufig. Sie können nicht verstehen, dass ihre Gäste mit Schreien und heftiger Gestik etwas erreichen wollen.

Kinder zu Bettlern erziehen

Auch wenn die Dorfkinder beim Fotostopp Ihr Herz rühren: Werfen Sie nicht mit Bonbons oder Geld um sich. Geben Sie Kugelschreiber oder Buntstifte lieber (via Reiseleiter oder Fahrer) Lehrern oder Institutionen. Helfen Sie mit, damit Kinder wegen dieses einträglicheren Nebenerwerbs nicht die Schule schwänzen und dann später zu Bettlern werden. Unterstützen Sie besser ein lokales Hilfsprojekt.

Religiöse Gefühle verletzen

Das kann unabsichtlich geschehen, etwa beim Fotografieren. Wenn überhaupt, sollte mit einer zurückhaltenden Geste "gefragt" werden. Angemessene Kleidung an heiligen Plätzen (dazu zählen auch die Ruinen in Polonnaruwa oder Anuradhapura) versteht sich von selbst. In Tempeln müssen Arme und Beine bedeckt sein; keine Kopfbedeckung, barfuß! Und bitte stellen Sie sich nie neben Buddhafiguren, und lassen Sie sich so fotografieren. Das ist strafbar!

Chili mit Wasser löschen

Falls das scharfe Curry-Gericht Ihren Mund in einen Feuerofen verwandelt, dann sollten Sie nicht gleich zur Wasserflasche oder dem Getränk greifen. Am besten lindern Sie den Brennschmerz mit Reis oder Brot und nehmen dann neutrale Speisen zu sich. Und schon bald ist wieder alles heil.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Die Regierung Sri Lankas hat am 6. März 2018 zur Vorbeugung weiterer Unruhen in der Provinz Kandy für sieben Tage einen landesweiten Notstand ausgerufen und vorübergehend auch die Möglichkeit der Nutzung sozialer Medien in Sri Lanka blockiert. Der Notstand wurde inzwischen wieder aufgehoben, die Nutzung sozialer Medien ist wieder möglich.
Reisenden wird dennoch geraten, größere Menschenansammlungen und Demonstrationen weiterhin zu meiden und Anordnungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge zu leisten.

Seit Ende des Bürgerkriegs im Mai 2009 haben in Sri Lanka keine Terroranschläge mehr stattgefunden. Militär und Polizei sind weiterhin sichtbar präsent.
Immer wieder kommt es zu lokalen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der buddhistischen Bevölkerungsmehrheit und anderer Religionsgemeinschaften. Zuletzt kam es Anfang März 2018 in der Provinz Kandy zu Ausschreitungen gegen muslimische Einrichtungen und die Errichtung willkürlicher Barrikaden/Straßensperrungen, die erst durch den Einsatz von Sondereinheiten und Ausgangssperren unter Kontrolle gebracht werden konnten.

Kriminalität

Alleine oder in kleinen Gruppen reisenden Frauen wird zu besonderer Vorsicht geraten, da es in der letzten Zeit vermehrt zu Berichten über sexuelle Belästigung und Übergriffe auch in Touristenzentren gekommen ist. Zudem gibt es Berichte von Frauen, denen Drogen oder K.O.-Tropfen über Getränke verabreicht wurden. Die sri-lankische Polizei nimmt unter der rund um die Uhr erreichbaren Telefonnummer 1938 Beschwerden zu sexuellen Übergriffen auf.

Verhalten, das als religiöse Missachtung gedeutet werden könnte, wird von der Polizei geahndet, u.a. durch mehrtägige Inhaftierungen.
Um nicht die religiösen Gefühle der buddhistischen Bevölkerung zu verletzen, sollte religiösen Stätten, Objekten und Symbolen mit Zurückhaltung und Respekt begegnet werden, insbesondere wenn eine Ablichtung beabsichtigt wird. So ist beispielsweise Besuchern untersagt worden, sich mit dem Rücken zu einer Buddha-Statue fotografieren zu lassen oder auf eine Buddha-Statue zu klettern. Beim Betreten von buddhistischen Tempeln ist auf eine angemessene Kleidung zu achten (Tempel dürfen nur mit bedeckten Schultern und über die Knie reichenden Hosen oder Röcken betreten werden). Kleidungsstücke oder Tätowierungen mit buddhistischen Motiven sollten keinesfalls- sichtbar gezeigt werden, da sie Verunglimpfung des Buddhismus empfunden werden können. In letzter Zeit kam es mehrfach zur Verweigerung der Einreise bzw. zu Inhaftierungen und Abschiebungen von Touristen mit derartigen Tätowierungen.

In Sri Lanka treten häufig Fälle von Kreditkartenbetrug auf. Es ist daher ratsam, einen Großteil der Ausgaben mit Bargeld zu bestreiten.
Geldautomaten, die deutsche Kreditkarten mit PIN akzeptieren, sind weit verbreitet, jedoch ist es unter Umständen ratsam, die Bank vorab über die geplante Reise zu informieren, um zu vermeiden, dass Transaktionen grundsätzlich wegen des Verdachts auf Kartenmissbrauch blockiert werden. Zur Vorauszahlung möglicher Krankenhaus- bzw. Arztkosten wird häufig die Vorlage einer Kreditkarte verlangt, auch wenn eine gültige Auslandskrankenversicherung besteht. Die Kreditkarte sollte daher stets mitgeführt werden. Bankkarten können in Sri Lanka nicht benutzt werden.

Meldungen von Einbrüchen in Hotels und Guesthouses haben in letzter Zeit zugenommen. Beschwerden über Betrugsfälle bei Einkäufen, z.B. Schmuck, häufen sich. Zudem gibt es immer wieder Beschwerden von Touristen, denen in Gewürzgärten Kräuter, Gewürze und Kosmetikprodukte zu Wucherpreisen verkauft wurden. Sri Lanka verfügt in den Haupttourismusgebieten entlang der Südwestküste über spezielle Touristenpolizei-Stationen, bei denen Anzeigen aufgegeben werden können.

Baden im Meer

Äußerste Vorsicht ist beim Schwimmen im offenen Meer, je nach Stärke der Brandung, angezeigt. Sri Lankas Küsten weisen starke, sich ständig verändernde Strömungen auf, die der Ortsunkundige nicht erkennt.

Naturkatastrophen

Monsunartige Regenfälle können kurze, aber heftige Überschwemmungen in Sri Lanka verursachen. Zudem können Zyklone auftreten.
Reisende werden gebeten, die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland zu beachten.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.
Pauschalreisende werden in der Regel über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Reisen über Land

Reisen sind in sämtliche Urlaubsgebiete Sri Lankas möglich.
In der Nordprovinz herrscht vergleichsweise erhöhte Militärpräsenz. Dort finden noch vereinzelt Entminungsaktionen statt. In der Nähe von Militärcamps und in verminten Gebieten gelten teilweise Zutrittsbeschränkungen. Es wird zu genereller Vorsicht geraten. Touristische Infrastruktur ist vor allem in Jaffna vorhanden und entwickelt sich in angrenzenden Regionen.

Bei Reisen in Bezirke Trincomalee (auch Upuveli und Nilaveli), Batticaloa und Ampara (Arugam Bay) ist mit Militärpräsenz sowie gelegentlichen Kontrollposten entlang der Straßen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Zug) zu rechnen. Entlang des Küstenstreifens im Osten entwickelt sich wieder eine touristische Infrastruktur.

Reisen in das Hinterland im Osten sind mitunter beschwerlich. Hier kann ein erhöhtes Minenrisiko nicht ausgeschlossen werden.

Im Yala-Nationalpark sind nur Reisen in den sogenannten "Block 1" möglich.

Bei Überlandreisen ist die Eisenbahn gegenüber öffentlichen Bussen, die aufgrund rücksichtsloser Fahrweise häufig in schwere Unfälle verwickelt sind, vorzuziehen.

Nachtfahrten sind aus Gründen der Verkehrssicherheit außerhalb der Städte nicht ratsam; auf die häufig unbeleuchteten Verkehrskontrollpunkte auch innerorts ist besonders zu achten.

Immobilienerwerb

Besondere Vorsicht ist zudem bei Grundstückskäufen geboten. Vor Erwerb sollte stets ein guter Anwalt konsultiert werden und auf Eintragung in den sri-lankischen Grundbüchern geachtet werden. Es gibt immer wieder Fälle, in denen Touristen Grundstücke auf den Namen eines sri-lankischen Partners erwerben, um die hohen Steuern zu umgehen, die Ausländer beim Kauf von Grundeigentum zu entrichten haben. Hierauf sollte man sich auf keinen Fall einlassen. In Sri Lanka gilt, wie in Deutschland auch, dass der im Grundbuch Eingetragene alleiniger Eigentümer sowohl von Land als auch von allen darauf errichteten Gebäuden ist, unabhängig davon, wer den Kauf bzw. Bau finanziert hat.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen sechs Monate über das Reiseende hinaus gültig sein.

Visum

Für Deutsche besteht in Sri Lanka Pass- und Visumpflicht. Bei Einreisen seit dem 01.01.2012 ist für Deutsche die Einholung eines gebührenpflichtigen Visums erforderlich. Dieses soll vorab als "Electronic Travel Authorization" (ETA) im Online Verfahren unter www.eta.gov.lk beantragt werden. Antragsteller berichten allerdings, dass sei dabei nicht mit deutschen Kreditkarten bezahlen konnten. Möglich ist jedoch auch die Beantragung bei einer sri-lankischen Auslandsvertretung oder über einen deutschen Reiseveranstalter. Gegen Aufpreis kann das Visum auch bei der Einreise am Flughafen ausgestellt werden. Die Gebühr für ein Besuchs- oder Geschäftsvisum mit einer Gültigkeit von bis zu 30 Tagen für die einmalige Einreise beträgt 35,- US$. Wird das Visum bei der Einreise am Flughafen ausgestellt, erhöht sich die Gebühr auf 40,- US$. Visa für Transitreisende (Gültigkeit bis zu zwei Tage) und für Kinder unter zwölf Jahren sind gebührenfrei. Bitte beachten Sie, dass die Beantragung eines Besuchsvisums bei der Einreise am Flughafen u. U. mit langen Wartezeiten verbunden ist. Bei Vorab-Beantragung im Online-Verfahren, achten Sie bitte unbedingt darauf,

- dass Sie die offizielle Webseite www.eta.gov.lk nutzen.
Es kann bei der Nutzung anderer Webseiten zu abweichenden Gebühren kommen;

- dass alle Angaben korrekt sind. Die sri-lankischen Behörden bestehen auch bei kleinen Fehlern (z. B. Zahlendreher oder versehentliche Eintragung des Buchstaben "O" anstatt der Zahl "0" in der Passnummer) auf der Ausstellung eines neuen Visums am Flughafen, für das dann erneut Gebühren verlangt werden.

Bitte achten Sie zudem darauf, bei der Visumbeantragung unbedingt den richtigen Reisezweck anzugeben. Reisende, die ihr Visum für einen nicht genannten Reisezweck missbrauchen (z. B. geschäftliche Aktivitäten oder Teilnahme an Konferenzen mit einen Touristenvisum) riskieren, verhaftet und deportiert zu werden.

Die Ausstellung eines längerfristigen Visums ist nur durch eine sri-lankische Auslandsvertretung möglich. Für detaillierte Informationen zur Beantragung eines Visums, sowie bei technischen Problemen bei der Beantragung einer ETA wenden Sie sich bitte an die zuständige sri-lankische Auslandsvertretung oder konsultieren Sie die o. g. Webseite.

Touristenvisa werden für eine Dauer von vier Wochen ausgestellt. Verlängerungen von Touristenvisa sind in Ausnahmefällen möglich und äußerst zeitaufwändig. Eine frühzeitige Aufnahme mit dem Department of Immigration and Emigration, 45 Ananda Kumaraswamy Mawatha, Colombo 8, wird dringend empfohlen (E-Mail: adcvisa@immigration.gov.lk).

Impfungen

Personen die älter als ein Jahr sind müssen, falls sie sich innerhalb von neun Tagen vor ihrer Einreise in einem Land mit erhöhtem Gelbfieberrisiko aufgehalten haben, eine gültige Gelbfieberimpfung nachweisen. Diese Regelung betrifft die Mehrzahl der afrikanischen und südamerikanischen Staaten. Für genauere Informationen wenden Sie sich bitte an die zuständige srilankische Botschaft.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Ausländische Tabakwaren dürfen nicht eingeführt werden.
Die Einfuhr von Artikeln, die aus geschützten Tier- und Pflanzenarten hergestellt werden, ist untersagt. Die Ausfuhr von Antiquitäten (alle Gegenstände, die älter als 50 Jahre sind) bedarf der behördlichen Genehmigung.
Die Einfuhr und Ausfuhr von Waffen und Drogen ist streng untersagt.

Einfuhr von Haustieren

Deutsche, die ein Haustier mit nach Sri Lanka nehmen möchten, müssen vor Abreise eine Einfuhrerlaubnis für das Tier einholen.
Diese Einfuhrerlaubnis kann entweder über die srilankische Botschaft in Berlin oder direkt beim Department of Animal Production and Health beantragt werden (P.O. Box 13, Peradeniya 204000, Tel. +94 81 2388189, +94 91 2388195, Fax.: +94 81 2388619).
Tiere, die ohne Einfuhrerlaubnis in Sri Lanka eintreffen, werden umgehend und kostenpflichtig nach Deutschland zurücktransportiert.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Das sri-lankische Recht, insbesondere das Strafrecht, ist auch von ausländischen Touristen in vollem Umfang zu beachten. Hingewiesen wird auf die Bestimmungen über Deviseneinfuhr und -ausfuhr, unerlaubten Rauschgift- und Waffenbesitz sowie über Sexualdelikte. Verstöße können drakonische Strafen zur Folge haben.
Sexueller Missbrauch von Kindern (§ 176 StGB) kann außerdem auch in Deutschland bestraft werden, selbst dann, wenn die Tat im Ausland begangen wurde.

Es ist untersagt, sich mit dem Rücken zu einer Buddha-Statue fotografieren zu lassen. Respektlose Fotos vor religiösen Motiven können zu empfindlichen Strafen bis hin zu Gefängnis führen. Das Fotografieren der sogenannten "Wolkenmädchen-Fresken" am Sigiriya-Felsen ist verboten. Eine Hinwegsetzung über dieses Verbot kann empfindliche Strafen sowie eine Beschlagnahmung der Kamera durch die sri-lankischen Polizeibehörden nach sich ziehen. Es wird dringend empfohlen, den Anweisungen und Regelungen an srilankischen Kulturstätten Folge zu leisten.
Ebenfalls untersagt ist das Fotografieren von militärischen Einrichtungen.

Sowohl die Ausübung männlicher als auch weiblicher Homosexualität ist in Sri Lanka strafbar. In der Praxis kommt es allerdings in Fällen von Homosexualität unter Erwachsenen so gut wie nie zu Strafverfahren.

Impfschutz

Personen, die älter als ein Jahr sind, müssen eine gültige Gelbfieberimpfung nachweisen, sofern sie sich innerhalb von 9 Tagen vor ihrer Einreise in einem Land mit erhöhtem Gelbfieberrisiko aufgehalten haben (siehe www.who.int). Für Reisende, die sich vor ihrer Reise nach Sri Lanka nur in Deutschland aufgehalten haben, bestehen keine Impfvorschriften.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene (siehe: www.rki.de) anlässlich einer Reise zu überprüfen und gegebenenfalls zu vervollständigen. Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Japanische Enzephalitis empfohlen.

Dengue-Fieber

Dengue-Fieber tritt saisonal gehäuft landesweit auf. 2017 wurde der bisher stärkste Ausbruch registriert. Besonders betroffen war der Westen des Landes mit der Hauptstadtregion. Die Fallzahlen gipfelten im Juli 2017 und sind seitdem rückläufig bzw. passen sich wieder den langjährigen Trends an.
Dengue-Fieber wird durch den Stich tagaktiver Mücken übertragen. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ein Hautausschlag kennzeichnen den Verlauf und können mit den Beschwerden einer Grippe verwechselt werden. In Einzelfällen können schwere Verläufe mit ernsthaften Gesundheitsschäden oder Todesfolge auftreten. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Dengue-Viren. Eine sorgfältige Expositionsprophylaxe, wie sie unten beschrieben ist, ist auch tagsüber angezeigt.

Chikungunya

Chikungunya-Infektionen können zur gleichen Zeit wie Dengue in der Region auftreten. Die Viren nehmen denselben Übertragungsweg. Deshalb gilt auch hier der Schutz gegen Moskitos durch lange Kleidung und Repellentien.

Japanische Enzephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechmücken übertragen. Vor allem Schweine und Wasservögel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selbst krank zu werden. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber häufig schwer und hinterlassen bleibende Schäden oder enden tödlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb sind ein sorgfältiger Mückenschutz und gegebenenfalls eine vorbeugende Schutzimpfung besonders wichtig.

Malaria

Im September 2016 erklärte die Weltgesundheitsorganisation Sri Lanka als malariafrei.

Mückenschutz

Ein ausreichender Schutz vor Stechmücken (Expositionsprophylaxe) wird empfohlen. Er umfasst:

  • lange, helle und gegen Insekten imprägnierte Bekleidung im Freien,
  • Einreiben aller Hautflächen mit einem geeigneten Repellent und
  • imprägnierte Moskitonetze während der Nacht oder
  • Aufenthalt in vor Mücken geschützten Räumen (Fliegengitter, Klimaanlagen)

Sie schützen vor anderen Erkrankungen wie Dengue-Fieber und Japanischer Enzephalitis.

HIV/AIDS/Geschlechtskrankheiten

Durch sexuelle Kontakte, bei intravenösem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen), durch Tätowierungen oder Piercings und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis B Infektion. Die Benutzung von Kondomen wird deshalb insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften und kommerziellem Sex dringend empfohlen.

Durchfall- und Darmerkrankungen

Durchfallerkrankungen sind überall im Land ganzjährig häufig. Leitungswasser hat auch in den Städten nicht immer Trinkwasserqualität. Es wird empfohlen, nur originalverpackte Getränke in Flaschen oder Dosen zu konsumieren oder Wasser vor dem Genuss gründlich abzukochen, zu filtern oder durch Gegenosmose zu entkeimen. Für das Waschen von Obst und Gemüse oder zum Zähneputzen sollte außerhalb der Hauptstadt nur aufbereitetes Trinkwasser verwendet werden. Auf den Verzehr roher, ungekochter und ungeschälter Produkte sollte verzichtet werden. Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte sollten nur gut gegart verzehrt werden. Allgemeine Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen oder Händedesinfektion nach dem Toilettengang und vor dem Essen und das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln können die Gefahr einer Infektion vermindern.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelmäßig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen). Zuverlässigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung vor einem Biss. Deshalb kommt einer vorbeugenden Tollwutimpfung eine besondere Bedeutung zu. Sie sollte vor Reiseantritt abgeschlossen sein. Die auch nach einem Biss notwendige, unverzügliche "Auffrischung" kann dann ggf. vor Ort erfolgen.

Geographisch und klimatisch bedingte Erkrankungen

Die Intensität der Sonneneinstrahlung wird von Urlaubern oft unterschätzt. Auf einen guten Sonnenschutz und eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme muss insbesondere bei Kindern und älteren Personen geachtet werden. Gefährliche Meeresströmungen führen immer wieder zu tragischen Ertrinkungsunfällen:
Auf entsprechende Warnungen an den Stränden ist zu achten. Alkoholkonsum sollte beim Baden und Schwimmen vermieden werden. Kinder sollten an Stränden niemals unbeaufsichtigt spielen. Durch Tierkot verunreinigte Strände bergen auch ein Infektionsrisiko für parasitäre Hauterkrankungen (Larva migrans cutanea).
Eine ausreichende medizinische Versorgung, gerade bei Notfällen oder Unfällen, ist nicht immer und überall gewährleistet.

Ayurveda

In der medizinischen Fachliteratur finden sich immer wieder Mitteilungen über Arsen- und Schwermetallvergiftungen durch ayurvedische Medikamente. Die Medien berichteten in den letzten Jahren auch über einzelne Fälle aus Sri Lanka. Es wird dringend geraten, bei ayurvedischen Behandlungen keine unzertifizierten ayurvedischen Medikamente einzunehmen und darauf zu achten, dass weder Arsen noch Schwermetalle als Wirkstoff enthalten sind.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist in den großen Städten und Tourismuszentren ausreichend bis gut, entspricht aber nicht überall europäischem Standard. Im Colombo ist die medizinische Versorgung in einzelnen Fachbereichen durchaus auch auf einem hohen bis sehr hohen Niveau. Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer Reiserückholversicherung ist dringend angeraten. Besonders chronisch kranken und behandlungsbedürftigen Menschen wird eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in genügendem Abstand vor der Ausreise empfohlen (siehe: www.dtg.org oder www.frm-web.de). Reisende sollten regelmäßig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Sri Lanka mitbringen und sich für die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen.

Die Deutsche Botschaft in Colombo verfügt für den Notfall über eine Adressenliste von Ärzten und Krankenhäusern in der Stadt.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle, einen Tropenmediziner oder einen Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie schon Erfahrung mit Reisen in die Tropen haben (siehe z. B.: www.dtg.org oder: www.frm-web.de).

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die Behandlung in den staatlichen Krankenhäusern ist kostenlos. Das General Hospital in Colombo hat Tag und Nacht geöffnet. Einige Hotels haben Hausärzte. Die medizinische Versorgung entspricht jedoch nicht der in Europa gewohnten.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Notrückführung wird dringend empfohlen.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Essen & Trinken 4 -
Malaria 3 -
Typhus & Polio Ja -
Cholera 2 -
Gelbfieber 1 -

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von Reisenden verlangt, die innerhalb von 9 Tagen nach Aufenthalt in den von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebieten einreisen und über ein Jahr alt sind. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitpassagiere, die in Sri Lanka den Transitraum nicht verlassen. Über Personen ohne gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung kann eine Quarantäne verhängt werden.
[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch, ist aber bei Touristen als sehr gering einzustufen. Cholera kommt v.a. in den nördlichen und westlichen Landesteilen sowie auf der Jaffna-Halbinsel vor. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.
[3] Sri Lanka wurde im September 2016 von der WHO für malariafrei erklärt.
[4] Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch vermeiden. Fleisch- oder Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, Mayonnaise und rohen Salaten sollte vermieden werden. Obst sollte geschält und Gemüse gekocht werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

Gesundheitszeugnis

Ausländer, die verdächtig auf AIDS sind, müssen sich ggf. einem HIV-Test unterziehen; bei positivem Ausfall kann die Einreise verweigert werden.

Andere Risiken

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt derzeit verstärkt vor. Sri Lanka erlebt zurzeit eine Dengue-Fieber-Epidemie. Ein wirksamer Insektenschutz wird dringend angeraten.

Das ebenfalls durch Mücken übertragene Chikungunya-Fieber kommt hier vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

V.a. an der Südwestküste tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Ein wirksamer Insektenschutz reduziert die Übertragungsgefahr.

Fleckfieber tritt v.a. im Süden auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht ganzjährig vor allem in ländlichen Gebieten unter einer Höhe von 1200 m. Das sind v.a. die Reisanbaugebiete im zentralen Hochland und die Küstenebene um Colombo. Eine Impfung und Mückenschutz reduzieren das Ansteckungsrisiko.

Tollwut kommt vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Reisewarnung

Überblick

Sri Lanka

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 23.01.2017
Unverändert gültig seit: 17.01.2017

Aktuelle Hinweise

Auf Grund von Bauarbeiten findet Flugverkehr am Bandaranaike International Airport momentan nur zwischen 16.30 Uhr und 8.30 Uhr statt. Durch das erhöhte Passagieraufkommen während dieser Stunden wird Reisenden geraten, frühzeitig am Flughafen zu erscheinen. Check-in-Schalter schließen 90 Minuten vor dem geplanten Abflug, die Beförderung nach Schalterschluss ist ausgeschlossen. Nähere Informationen können Reisende bei den Fluggesellschaften erfragen.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Seit Ende des Bürgerkriegs im Mai 2009 haben in Sri Lanka keine Terroranschläge mehr stattgefunden. Militär und Polizei sind weiterhin sichtbar präsent. Anordnungen bei Sicherheitskontrollen sollte unbedingt Folge geleistet werden. Größere Menschenansammlungen und Demonstrationen sollten gemieden werden, da Gewalteskalationen und Verhaftungen nicht ausgeschlossen werden können.

Alle Reisenden haben die Möglichkeit sich in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts (Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://elefand.diplo.de) einzutragen. Hierüber werden im Bedarfsfall Sicherheitshinweise versandt. Insbesondere Reisenden, die nicht Teil einer Pauschalreisegruppe sind wird geraten, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Pauschalreisende werden ggfs. über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Reisen sind in sämtliche Urlaubsgebiete Sri Lankas möglich.

In der Nordprovinz herrscht vergleichsweise erhöhte Militärpräsenz. Dort finden noch vereinzelt Entminungsaktionen statt. In der Nähe von Militärcamps und in verminten Gebieten gelten teilweise Zutrittsbeschränkungen. Es wird zu genereller Vorsicht geraten. Touristische Infrastruktur ist vor allem in Jaffna vorhanden und entwickelt sich  in angrenzenden Regionen.

Bei Reisen in Bezirke Trincomalee (auch Upuveli und Nilaveli), Batticaloa und Ampara (Arugam Bay) ist mit Militärpräsenz sowie gelegentlichen Kontrollposten entlang der Straßen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Zug) zu rechnen. Entlang des Küstenstreifens im Osten entwickelt sich wieder eine touristische Infrastruktur.  

Reisen in das Hinterland im Osten sind mitunter beschwerlich. Hier kann ein erhöhtes Minenrisiko nicht ausgeschlossen werden. Im Yala-Nationalpark sind nur Reisen in den sogenannten „Block 1" möglich.

Reisen über Land

Bei Überlandreisen ist die Eisenbahn gegenüber öffentlichen Bussen, die aufgrund rücksichtsloser Fahrweise häufig in schwere Unfälle verwickelt sind, vorzuziehen.

Nachtfahrten sind aus Gründen der Verkehrssicherheit außerhalb der Städte nicht ratsam; auf die häufig unbeleuchteten Verkehrskontrollpunkte auch innerorts ist besonders zu achten.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Türkei Ja Ja Ja
Andere EU-Länder Ja Ja Ja
Schweiz Ja Ja Ja
Österreich Ja Ja Ja
Deutschland Ja Ja Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Der Reisepass sollte wegen Kontrollen im Lande stets mitgeführt werden.

Anmerkung zum Reisepass

Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern.

Visainformationen

Allgemein erforderlich.

ETA-Visum
U.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder erhalten online ein gebührenpflichtiges Einreisevisum, sofern sie ein Rück- oder Weiterreiseticket besitzen und als Touristen für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen einreisen (kann nur in wenigen Ausnahmefällen verlängert werden):

EU-Länder, Schweiz und Türkei.

Achtung: Das online zu beantragende ETA-Visum (Internet: www.eta.gov.lk) wird für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen ausgestellt und kostet für Touristen (zweimalige Einreise) 30 US$. Business ETA können derzeit nur bei der zuständigen diplomatischen Vertretung vor der Einreise beantragt werden.

Visum bei der Ankunft

U.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder erhalten bei der Ankunft am Bandaranaike International Airport in Colombo ein ETA-Touristenvisum (max. Aufenthalt: 30 Tage) oder ein Transit-Visum ohne vorherige ETA-Bewilligung, wenn sie über ausreichende finanzielle Mittel für den Aufenthalt verfügen sowie ein Rück- bzw. Weiterreiseticket und ggf. gültige Visa für das nächste Ziel vorlegen können.

EU-Länder, Schweiz und Türkei.

Hinweis: Es ist in jedem Fall empfehlenswert, ein Visum vor der Einreise einzuholen. Die Beantragung am Flughafen kann mit langen Wartezeiten verbunden sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass (empfohlen).

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Eine Einfuhrgenehmigung für alle Haustiere muss entweder beim Chief Animal Quarantine Officer (41 Morgan Road, Colombo 2, Sri Lanka, Tel: (+94) 112 44 86 83) oder beim Animal Quarantine Officer (B.I.A., Katunayake, Sri Lanka, Tel: (+94) 112 25 34 30) beantragt werden.
Bei der Einreise müssen für Katzen und Hunde ein Tollwutimpfzertifikat und ein Gesundheitszeugnis, die vom Amtstierarzt aus dem Herkunftsland ausgestellt worden sind, vorgelegt werden. Das Gesundheitszeugnis muss bestätigen, dass das Tier gesund ist. Für jeden Hund muss bei der Einreise eine Einfuhrgebühr von 250 RS bezahlt werden.

Bearbeitungsdauer

Persönlich: sofort (nur in Frankfurt); postalisch: 1-2 Wochen, bei Rückfragen in Colombo bis zu 4 Wochen.

Gültigkeit

ETA-Visa für Touristen und Geschäftsreisende sind für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen erhältlich.

Aufenthaltsverlängerung

Anfragen an die zuständige konsularische Vertretung.
Verlängerungen von Touristenvisa sind nur noch in wenigen Ausnahmefällen möglich. Eine frühzeitige Aufnahme mit dem Department of Immigration and Emigration (45 Ananda Kumaraswamy Mawatha, Colombo 8, Tel: (0094) (011) 532 90 00. Internet: www.immigration.gov.lk) wird dringend empfohlen.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die innerhalb von 8 Stunden weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen, benötigen kein Visum. Es ist dennoch ausdrücklich empfohlen, ein Transitvisum einzuholen.

Visaarten und Kosten

ETA-Visum für Touristen (zweimalige Einreise) und Geschäftsreisende (mehrmalige Einreise), Transitvisum (einmalige und mehrmalige Einreise), Arbeit-/Technik-Visum für Arbeitsaufenthalte (z.B. für Monteure und Techniker). Achtung: Business ETA können derzeit nur beim Konsulat beantragt werden.

Kosten

Deutschland

 
Je nach Nationalität unterschiedlich. Für Kinder unter 12 Jahren sind Visa für einen Aufenthalt von max. 30 Tagen kostenlos.
 
Gebühren für deutsche Staatsangehörige:
 
Transitvisum
Kostenlos, (einmalige Einreise, bis zu 2 Tage Aufenthalt).
 
Geschäftsvisum
40 US$ (bis zu 30 und bis zu 90 Tage Aufenthalt, einmalige, zwei- und mehrmalige Einreise (Antrag bei der Botschaft oder über das ETA-Online-System).
 
Arbeitsvisum mit Vertrag: 23 € (einmalige Einreise, Aufenthalt bis zu 3 Monate).
 
Touristenvisum
32 € (zweimalige Einreise, bis zu 30 Tage Aufenthalt) (Beantragung via Online-ETA-System);
57 € (einmalige Einreise, bis zu 90 Tage Aufenthalt) (Beantragung bei der zuständigen diplomatischen Vertretung);
81 € (zweimalige Einreise, bis zu 90 Tage Aufenthalt) (Beantragung bei der zuständigen diplomatischen Vertretung).

Visum bei der Einreise: 35 US$ plus 5 US$ Bearbeitungsgebühr.

Antrag erforderlich

(a) Online-Beantragung des ETA-Visums (ETA) auf www.eta.gov.lk  bzw. ein Antragsformular downloadbar bei der zuständigen diplomatischen Vertretung. 
(b) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(c) 2 Passfotos, die auf der Rückseite unterschrieben sein müssen.
(d) Gebühr (bei Antragstellung in bar, je nach Konsulat auch per Verrechnungsscheck oder Überweisung mit Beleg).
(e) Bestätigtes Rückflugticket mit Bescheinigung des Reisebüros.
(f) Adresse und Telefonnummer im Wohnsitzland.
(g) Drittstaatler benötigen ein gültiges Visum für ihr Wohnsitzland.
 

Geschäftsvisum:

(a) - (b), (d) - (g) und (h) Einführungsschreiben der Firma des Heimatlandes und der Firma in Sri Lanka.
Der postalischen Antragstellung sollte ein frankierter und adressierter Umschlag (Einschreiben) beigelegt werden.

Geld

Geldwechsel

Fremdwährungen dürfen nur in autorisierten Banken, Wechselstuben und Hotels umgetauscht werden; die Transaktionen müssen in das bei der Einreise ausgegebene Formular D eintragen werden. Man sollte sich vor der Einreise bei einer Bank erkundigen, da einige Währungen (z. B. die von Pakistan und Indien) nicht umgetauscht werden. Den besseren Wechselkurs erhält man bei einem Tausch vor Ort.

Währung

1 Sri Lanka Rupie = 100 Cents. Währungskürzel: Rs, LKR (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 5.000, 2.000, 1.000, 500, 200, 100, 50, 20 und 10 RS. Münzen im Wert von 5, 2 und 1 RS sowie 50 und 25 Cent (äußerst selten). Außerdem sind zahlreiche Gedenkmünzen im Umlauf. Teilweise werden US$ und Euro als Zahlungsmittel akzeptiert.

Devisenbestimmungen

Die Einfuhr der Landeswährung ist auf 250 Rs begrenzt, die Ausfuhr der Landeswährung ist verboten.

Die Einfuhr von Fremdwährungen ist ab einem Betrag im Gegenwert von 15.000 US$ deklarierungspflichtig (Einfuhr indischer und pakistanischer Währung nicht gestattet). Bei der Ausfuhr von Fremdwährungen von einer Summe, die über dem Gegenwert von 5.000 US$ liegt, müssen die bei der Einfuhr erhaltenen Belege über die Deklaration der vollen eingeführten Summe sowie Umtauschbelege vorgelegt werden, selbst wenn die eingeführte Summe weniger als den Gegenwert von 15.000 US$ beträgt. 

 

 

Kreditkarten

Visa, MasterCard und American Express werden allgemein akzeptiert, Diners Club ist weniger gebräuchlich. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. 

Reiseschecks

American Express Schecks werden nicht empfohlen, weil sie kaum akzeptiert werden. Andere Reiseschecks werden am Flughafen und in den meisten Hotels zu günstigen Kursen eingetauscht.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-13.00/15.00 Uhr, z. T. auch abends und Samstag vormittags.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Sri Lanka eingeführt werden (Personen über 18 J.):

2 Flaschen Wein und 0,5 l Spirituosen;
Parfüm für den persönlichen Gebrauch und 250 ml Eau de Toilette;
Sonstige Waren/Geschenke bis zum Wert von 250 US$.
Edelmetalle wie Gold, Platin und Silber sowie Schmuckstücke müssen bei der Einreise deklariert werden. Grundsätzlich sollten wertvolle Gegenstände bei der Einreise deklariert werden, um eine problemlose Wiederausfuhr zu garantieren.

Achtung: Zigaretten und andere Tabakwaren sind zu verzollen. Die Einfuhr von Genussmitteln ist in der Regel nur zwei Familienmitgliedern gestattet.

Quellenangaben
  • Marco Polo - Sri Lanka, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2014-11, 2009-09
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Sri Lanka - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 18.03.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 18.03.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
s

Copyright und Haftungsausschluss

© 2018 MD Travel Guide - MAIRDUMONT GmbH & Co. KG. Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Seite darf ohne eine schriftliche Erlaubnis vervielfältigt werden.