Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Nordkorea

Steckbrief

Nordkorea - Fakten

Ländername Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK), 조선민주주의인민공화국 (Joson Minju Juui Inmin Konghwakuk)
Fläche 120.540 km2
Hauptstadt Pjöngjang
Bevölkerung 25.490.965
Sprache Nordkoreanische Standard-Sprache
Religion Buddhismus und Konfuzianismus
Staats-/Regierungsform Volksrepublik
Staatsoberhaupt Kim Jong Un (offiziell lt. Verfassung seit August 2019). Formelle Bezeichnung: "Vorsitzender der Partei der Arbeit Vorsitzender der Kommission für Staatsangelegenheiten und Oberbefehlshaber der Streitkräfte". Vereinfachend, insbesondere in den Medien, wird auch der Ausdruck "Oberster Führer" verwendet.
Vertreter des Staatsoberhaupts Nicht ausdrücklich geregelt. In protokollarischer Hinsicht (Empfang Botschafter) lässt Kim Jong Un sich vom Vorsitzenden des Ständigen Ausschusses der Obersten Volksversammlung Choe Ryong Hae vertreten.
Regierungschef Premierminister Kim Jae Ryong (seit April 2019)
Außenminister Ri Yong Ho (seit Mai 2016)
Währung nordkoreanischer Won (KPW)
Zeitzone MEZ+8h
Stromnetz 220 V/ 50 Hz, C
Reiseadapter Nicht notwendig
Kfz-Länderkennzeichen KP
ISO-3166 KP, PRK
Internet-TLD .kp
Landesvorwahl +850
Website https://www.korea-dpr.com/

Geographie

Der Staat hat Anteil an der Halbinsel Korea und am asiatischen Festland. Drei Viertel seiner Fläche bestehen aus Bergland. Der Festlandsaum grenzt in einer Steilküste ans Japanische Meer. Die Halbinsel ist als Pultscholle flach nach Westen abgedacht; hier haben sich größere Flusssysteme entwickeln können. Die Klimabedingungen reichen von subtropisch bis kühlgemäßigt.

Politik und Bevölkerung

Gemäß der Verfassung von 1972 ist Nordkorea eine Volksrepublik, in der die kommunistische „Partei der Arbeit Koreas“ die Politik bestimmt. 2012 erklärte sich das Land zur Atommacht. Nordkorea ist wie sein südlicher Nachbar einer der wenigen asiatischen Staaten ohne Minderheitenprobleme: 99 % der Bevölkerung sind Koreaner. Trotz der kommunistischen Machtübernahme sind Buddhismus, Konfuzianismus, Schamanismus und Christentum in der Bevölkerung tief verwurzelt.

Geschichte

Die Brückenlage zwischen China und Japan setzt das Land schon seit über 2000 Jahren den Einflüssen dieser Mächte aus. Mehrere Dynastien wechselten sich in der Herrschaft ab, ehe es japanisches Generalgouvernement wurde (1910–45). 1945 von sowjetischen und US-amerikanischen Truppen besetzt, wurde 1948 die Demokratische Volksrepublik Korea gegründet. Der Konflikt mit Südkorea gipfelte 1950–53 im Koreakrieg. Beim Waffenstillstandsabkommen von Panmunjon wurde 1953 der 38. Breitengrad als Demarkationslinie festgeschrieben. Präsident Kim Il Sung suchte in den Folgejahren nach einem von der Sowjetunion und China unabhängigen Kurs. 2000 wurde ein Abkommen über Versöhnung und Zusammenarbeit zwischen Nord- und Südkorea geschlossen, das durch die aggressive Rhetorik Nordkoreas aber immer wieder infrage gestellt wird.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Der Luftverkehr entspricht nicht europäischen Sicherheitsstandards. Air Koryo steht mit Ausnahme von zwei Flugzeugen "Tupolev 204"P-632 und P-633 auf der gemeinschaftlichen Liste unsicherer Fluggesellschaften der . Auch bei diesen Flugzeugen wurde wiederholt über sicherheitsrelevante Vorfälle berichtet, die Zweifel an ihrer Flugsicherheit zulassen.

Im Land stehen Eisenbahnen und Busverbindungen zur Verfügung, lokal Straßenbahnen und Autobusse. In Pjöngjang existiert eine U-Bahn.

Nordkorea ist eines der für Ausländer am schwersten zugänglichen Länder. Touristen werden ständig durch Dolmetscher und/oder Kontrollpersonen begleitet. Nicht alle Regionen sind für Ausländer zugänglich; Besuche außerhalb der Hauptstadt sind grundsätzlich genehmigungspflichtig. Unkontrollierte Kontakte mit Einheimischen sind praktisch unmöglich und der Bevölkerung unter Strafandrohung untersagt. Individualtourismus europäischen Zuschnitts gibt es nicht. Die touristische Infrastruktur ist auch in den zugänglichen Gebieten stark unterentwickelt.

Nordkorea leidet seit Jahren unter schweren Versorgungsmängeln. Insbesondere außerhalb Pjöngjangs ist mit häufigen Strom- und Wasserausfällen ebenso zu rechnen wie mit im Winter ungeheizten Räumen. Die Versorgung mit Lebensmitteln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs ist eingeschränkt, auf dem Lande stärker als in der Hauptstadt. Die Lebensmittelhygiene ist häufig schlecht.

  • Verzichten Sie auf die Nutzung der Fluglinie Air Koryo.
  • Führen Sie jegliche Reisen ausschließlich organisiert mit gestellten Dolmetschern und Kontrollpersonen und Genehmigung durch das Außenministerium durch.
  • Stellen Sie sich auf Versorgungsengpässe und im Winter ungeheizte Räumlichkeiten ein.

Ausländische Medien sind nicht erhältlich; Zugang zu ihnen ist Einheimischen untersagt. Internetverbindungen stehen Reisenden in der Regel nicht zur Verfügung.

Eine Kontaktaufnahme zur deutschen Botschaft innerhalb Nordkoreas kann nicht einfach hergestellt werden. Dies gilt umso mehr im Falle einer Naturkatastrophe.

Das Führen von Kraftfahrzeugen ist im Rahmen touristischer Reisen nicht möglich. Internationale Führerscheine werden nicht akzeptiert.

Ein öffentliches Ausleben von sexuellen Identitäten jenseits der Heterosexualität ist in Nordkorea nicht erkennbar. Die genauen zivil- und/oder strafrechtlichen Regelungen sind nicht bekannt.

  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.

Eine Respektierung des herrschenden Personenkults wird erwartet.

Das Verhalten von Reisenden im Land kann auch für die koreanische Bevölkerung Folgen haben. Spontane Unterhaltungen mit Nordkoreanern können die Angesprochenen in Schwierigkeiten bringen. Im Zweifelsfall wird deshalb empfohlen, die ständig anwesende Begleitung zu fragen, ob eine Kontaktaufnahme möglich ist.

Die Strafverfolgung ist nicht an rechtsstaatliche Grundsätze gebunden. Neben der politisch motivierten Rechtsprechung sind auch die bekannten strafrechtlichen Paragraphen so formuliert, dass eine Vielzahl von möglichen Verhaltensweisen unter ihnen erfasst werden kann, ohne dass dies dem Beschuldigten vorher deutlich sein muss. In Gerichtsverfahren wird fast ohne Ausnahme dem Antrag der Staatsanwaltschaft stattgegeben. Strafen gegenüber Ausländern können auch für geringe Vergehen drakonische Schärfe haben.

Drogenbesitz wird strengstens geahndet.

Die Nutzung eines VPN-Netzwerks ist verboten.

Für Ausländer ist in den meisten Fällen nicht zu erkennen, ob eine Fotoaufnahme gegen Bestimmungen verstößt oder nicht. Die Definition dessen, was als sicherheitsrelevanter Bereich nicht fotografiert werden darf, ist sehr weit gefasst und umfasst mindestens militärische Anlagen, Bahnhöfe, Flughäfen, Hafenanlagen, Brücken, aber auch Baustellen etc.. Das Gleiche gilt für alles, was die Staatsorgane als dem eigenen Image abträglich ansehen könnten, z. B. auch Szenen, die einen geringeren Lebensstandard als in der offiziellen Staatspropaganda nahelegen. Im Zweifelsfall wird empfohlen, die ständig anwesende Begleitung zu fragen.

Eine konsularische Betreuung von deutschen Staatsangehörigen in Haft kann nicht sichergestellt werden.

Landeswährung ist der Won (KPW). Alle Ausgaben, die Ausländer in Nordkorea vornehmen, müssen in Euro, US-Dollar oder Yuan und ausschließlich in bar geleistet werden. Kreditkarten und Schecks werden nicht akzeptiert. Geldautomaten oder bargeldloses Bezahlen für Ausländer gibt es nicht. In vielen Fällen wird zudem die Annahme von auch nur geringfügig beschädigten Scheinen verweigert.

Es gibt keine Möglichkeit über Western Union oder andere Banken Geld nach Nordkorea zu transferieren, auch nicht über die deutsche Botschaft in Pjöngjang. Für die gesamte Reise und alle zu erwartenden Ausgaben muss Bargeld in den oben genannten Währungen mitgebracht werden.

Ausbrüche von Epidemien oder neu aufgetretene gesundheitliche Risiken (Infektionen, Luftqualität, radioaktive Belastung,) werden von staatlichen Stellen nicht immer weitergegeben, mit Informationslücken muss immer gerechnet werden.

Die hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ergänzen.

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und B sowie Tollwut, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Typhus, Meningitis (A/CW/Y) und Japanische Enzephalitis (JE) empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die .

Malaria (nur Malaria tertiana, P. vivax) kommt im Sommer im Süden des Landes selten vor. Auf Grund der Reisebeschränkungen im Land stellen diese Infektionskrankheiten ein geringes oder kein Risiko dar.

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Tuberkulose ist in der einheimischen Bevölkerung immer noch ein Problem, das in den letzten Jahren allerdings deutlich zurückgegangen ist. Durch den sehr eingeschränkten Kontakt zur einheimischen Bevölkerung ist eine Infektionsgefahr für Ausländer minimal.

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechmücken übertragen. Vor allem Schweine und Wasservögel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selber zu erkranken. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber häufig schwer und hinterlassen oft bleibende Schäden oder enden tödlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren, siehe auch Merkblatt Japanische Enzephalitis.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Japanischer Enzephalitis im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen und lassen Sie sich impfen.

Weitere im Land vorkommende Erkrankungen sind Hepatitis A, B und C, Tsutsugamushifieber, Hantavirusinfektionen, Wurminfektionen, Typhus, Meningitis (überwiegend A und C) und Tollwut. Über die Erkrankungshäufigkeit liegen keine Angaben vor.

Die medizinische Versorgung ist landesweit äußerst unzureichend. Wegen des allgemeinen Mangels an Medikamenten, Verbandstoffen, medizinischen Instrumenten und Hilfsmitteln wird eine gut ausgestattete Reiseapotheke empfohlen. Krankenhäuser, selbst die speziell für Ausländer vorgesehenen, bieten nicht annähernd "westlichen" Standard. Ernstere Erkrankungen müssen deshalb in Nachbarländern oder in Deutschland behandelt werden.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die .

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss:

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Versorgung ist landesweit unzureichend. Krankenhäuser, selbst die speziell für Ausländer vorgesehenen, bieten in keinem Fall westlichen Standard. Ernstere Erkrankungen müssen deshalb in anderen Ländern behandelt werden.

Wegen der Engpässe bei Medikamenten, Verbandsstoffen, medizinischen Instrumenten und Hilfsmitteln wird eine entsprechend ausgestattete Reiseapotheke empfohlen.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Notfallrückführung wird dringend empfohlen.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Essen & Trinken 4 -
Malaria 3 -
Typhus & Polio Ja -
Cholera 2 -
Gelbfieber 1 -

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird verlangt von Reisenden, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen wollen und die über ein Jahr alt sind.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung. Cholera wurde auch seit längerer Zeit nicht mehr gemeldet.

[3]
Geringes Malariarisiko der weniger gefährlichen Form Plasmodium vivax im Sommer und Herbst im Tieflandgürtel entlang der Grenze zu Süd-Korea.

[4] Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Die Trinkwasseraufbereitung ist mangelhaft. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Gesundheitszeugnis

Für Langzeitaufenthalte wird ein HIV-Test in englischer Sprache verlangt.

Andere Risiken

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht von Juli bis Oktober in ländlichen Gebieten.

Tollwut kann vorkommen. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Österreich Ja Ja Ja
Deutschland Ja Ja Ja
Türkei Ja Ja Ja
Andere EU-Länder Ja Ja Ja
Schweiz Ja Ja Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 3 Monate gültig sein.

Visainformationen

Allgemein erforderlich.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Bearbeitungsdauer

I. Allg. mindestens 1 Monat. Wenn die Genehmigung des Fremdenverkehrsamtes vorliegt, erfolgt die Ausstellung auch kurzfristig.

Transit

Nordkorea ist kein Transitland. Bei Reise über China sind zwei Transitvisa für China erforderlich.

Visaarten und Kosten

Touristen-, Besuchs- und Geschäftsreisevisum.

Kosten

Auskünfte erteilen die zuständigen diplomatischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

(a) 1 Antragsformular.
(b) 2 Passfotos.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(d) Gebühr (in bar bei Antragstellung).

(e) Einladung (für Touristen organisiert sie meist das Reisebüro).

Touristenvisum zusätzlich:
(f) Bestätigung des Korea International Tourist Bureau in Pyongyang über die Reisebuchung und erfolgte Bezahlung sowie ggf. Genehmigungsvermerk für die Visumerteilung.

Geschäftsvisum zusätzlich:
(f) Einladungsschreiben der nordkoreanischen Firma mit Hinweis auf Beantragung der Genehmigung zur Visumerteilung in Pyongyang und deren direkte Zustellung an die Botschaft.

Geld

Geldwechsel

Ausländer müssen faktisch alle Ausgaben in Euro, US$ und teilweise in japanische Yen in bar begleichen. Geldtransfer nach Nordkorea aus dem Ausland ist nicht möglich. Für die gesamte Reise müssen außreichend Bargeldmittel mitgebracht werden.

Währung

1 Won = 100 Chon. Währungskürzel: NKW, KPW (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 5.000, 2.000, 1.000, 500, 100, 50, 10 und 5 NKW; Münzen sind im Wert von 100, 50, 10 und 1 NKW sowie 50, 10, 5 und 1 Chon im Umlauf.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt, Deklarationspflicht. Ausfuhr von Fremdwährungen maximal in Höhe des eingeführten und deklarierten Betrags, abzüglich der Umtauschbeträge.

Kreditkarten

Kreditkarten werden nicht akzeptiert. Es ist nur Barzahlung möglich.

Reiseschecks

Reiseschecks werden in Korea (Nord) nicht akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr, Sa 09.00-13.00 Uhr.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei in die Demokratische Volksrepublik Korea eingeführt werden:

200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak;
1 Flasche Spirituosen.

Verbotene Importe

Die Einfuhr von Mobiltelefonen ohne nordkoreanischen Mobilfunkvertrag bzw. ohne nordkoreanische SIM-Karte, Waffen, Munition, Medien (Bücher und gedrucktes Material in koreanischer Sprache, Fotos, Videos, Speichermedien etc.), Sprengstoff, Drogen und Pflanzensamen ist verboten.

Quellenangaben
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Nordkorea - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 25.01.2020 (Unverändert gültig seit: 26.11.2019)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 25.01.2020 (Unverändert gültig seit: 26.11.2019)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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