Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Kambodscha

Steckbrief

Kambodscha - Fakten

Ländername Königreich Kambodscha
Klima feuchtheißes Monsunklima
Lage am Golf von Thailand, grenzt im Norden und Westen an Thailand, im Norden an Laos, im Osten an Vietnam
Fläche 181.035 qkm
Hauptstadt Phnom Penh
Bevölkerung 13,4 Millionen (Zensus 2008; 15,14 Millionen Einwohner nach Schätzung der Weltbank von 2013), etwa 90% Khmer, 5% Vietnamesen, 1% Chinesen, 4% Cham (Minderheit malaiischen Ursprungs und überwiegend muslimischer Religionszugehörigkeit), Wachstumsrate 1,8.
Sprache Khmer, Englisch als Geschäftssprache gebräuchlich
Religion Theravada-Buddismus 97%, Islam 2 %, Christentum & Animismus 1 %
Nationaltag 9. November
Unabhängigkeit 9. November 1953 (Entlassung aus dem französischen Protektorat)
Staats-/Regierungsform Demokratie mit Mehrparteiensystem unter einer konstitutionellen Monarchie
Staatsoberhaupt König: Norodom Sihamoni(vom Kronrat gewählt am 14. Oktober 2004, gekrönt am 29. Oktober 2004)
Vertreter des Staatsoberhaupts Say Chhum, Präsident des Senats
Regierungschef Ministerpräsident Hun Sen, CPP; Amtsantritt am 30. November 1998, zuletzt im Amt bestätigt am 24. Juli 2013
Außenminister Prak Sokhonn, CPP; Amtsantritt: April 2016,
Parlament Zweikammer-Parlament bestehend aus Nationalversammlung (123 Abgeordnete) und Senat (61 Senatoren). Jüngste Wahl der Nationalversammlung am 28. Juli 2013, nächste Wahl im Jahr 2018; jüngste Senatswahl am 29. Januar 2012, nächste Wahl voraussichtlich Mitte 2018
Währung Riel (KHR)
Zeitzone MEZ + 6h
Stromnetz 220 V
Reiseadapter A, C, G
Kfz-Länderkennzeichen K
ISO-3166 KH, KHM
Internet-TLD .kh
Landesvorwahl +855

Geographie

Kernraum ist das fruchtbare Mekong- und Tonle-Sap-Becken (Tônlé-Sab) südlich und westlich der sie rahmenden Gebirge. Von Juni bis November bringt der Südwestmonsun hohe Niederschläge und lässt den Mekong über die Ufer treten. Dann vergrößert sich die Wasserfläche des „Süßwassermeeres“ Tônlé-Sab um das Fünffache und bewässert das umliegende Land. In dem tropischen Raum wachsen an der Küste Mangroven- und im Landesinnern Monsun- und Regenwälder.

Politik und Bevölkerung

Kambodscha ist seit 1993 parlamentarische Monarchie. 93 % Khmer, 5 % Vietnamesen und 2 % Chinesen bilden die Bevölkerung, die zu 95 % dem buddhistischen Glauben anhängt. Der Buddhismus ist Staatsreligion.

Geschichte und Kultur

Vom 9. bis 12. Jh. erlebte Kambodscha mit der 889 gegründeten Hauptstadt Angkor seine größte Machtentfaltung. Der Aufstieg der Thai und die Verdrängung der Khmer führten auch zur Verlagerung der Hauptstadt nach Phnom Penh (1434). 1887 wurde Kambodscha dem französisch kontrollierten Indochina einverleibt. Als Folge des Indochinakriegs (1946–54) erhielt der Staat seine Unabhängigkeit. Im Bürgerkrieg zwischen der Nationalen Befreiungsfront der Roten Khmer und der Khmer-Regierung siegten die Roten Khmer, die das Land radikal umgestalteten. 1979–89 besetzten vietnamesische Truppen Kambodscha. Der seit 1981 sozialistische Staat führte 1991 das Mehrparteiensystem ein, nachdem die vier Bürgerkriegsparteien nach 21 Jahren Krieg Frieden geschlossen hatten. 1994 wurden die Roten Khmer verboten. Die Tempelruinen in Angkor, Roluos, Banteay Srei und Preah Vihear sind UNESCO-Weltkulturerbe.

Kambodscha - Geschichte

802 Jayavarman II. gründet die Khmer-Dynastie Angkor
1112-1152 Suryavarman II. lässt Angkor Wat bauen
1863 Das Königreich Kambodscha wird Protektorat Frankreichs bis zur Unabhängigkeit 1953
17. April 1975 Die Roten Khmer marschieren in Phnom Penh ein - ca. 1,5 Mio. Menschen sterben während der fast vierjährigen Herrschaft unter Pol Pot
7. Jan. 1979-1988/89 Vietnamesische Truppen besiegen die Roten Khmer
März 1992 Beginn der UN-Mission in Kambodscha mit 22000 Soldaten (UNTAC)
1993 Verabschiedung der Verfassung nach der friedlichen Wahl. Konstitutionelle Monarchie unter König Sihanouk. Abzug der UN-Truppen. Die Kämpfe gegen die Roten Khmer im Norden des Landes halten an
ab 15. April 1998 Nach dem Tod Pol Pots Amnestie und Aufnahme der meisten Roten Khmer in die Regierungsarmee
2004 König Sihanouk tritt zurück, Nachfolger wird sein Sohn Norodom Sihamoni
2008 Grenzkonflikt mit Thailand um den zum Unesco-Weltkulturerbe ernannten Tempel Preah Vihear
2009 Das Tribunal gegen einen ersten Exführer der Roten Khmer beginnt
2010 Im Juni wird das erste Urteil gegen einen ehemaligen Roten Khmer gefällt, den Chef vom Foltergefängnis Tuol Sleng: 30 Jahre Haft. Angeklagter und Staatsanwaltschaft gehen in Berufung
2011 Ein weiteres Tribunal gegen drei Rote-Khmer-Führer, etwa Nuon Chea, Bruder Nr. 2 nach Pol Pot, beginnt im Juni 2011
2012 Im Februar fällt das endgültige Urteil gegen den Chef des Foltergefängnisses Toul Sleng, Kaing Guek Eav: lebenslänglich
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

76-78 Street 214 (Rue Yougoslavie) | Phnom Penh | Tel. 023 216193 und 216381 | www.phnom-penh.diplo.de (auch für Österreicher)

Schweizer Botschaft

Phnom Penh | Haus 53 D Street 242 | Tel. 023 219045 | swissconsulate@online.com.kh | www.eda.admin.ch

Internet

www.tourismcambodia.com: umfassende Informationen zu Reisen in Kambodscha. www.kambodscha-info.de: Deutschsprachiges Forum mit interessanten Links zu Presseberichten. www.stay-another-day.org: Initiative für nachhaltigen Tourismus. www.childsafe-cambodia.org ist eine Kinderschutzorganisation, die sich dem Schutz Minderjähriger in Reiseländern verschrieben hat.

Telefon & Handy

Internationale Vorwahl nach Kambodscha: 00855; Vorwahl aus Kambodscha nach Deutschland: 001-49; nach Österreich: 001-43; in die Schweiz: 001-41.

Aus Kambodscha

Am einfachsten ist das internationale Telefonieren in den Hotels (2-4 Euro/Min.) und Postämtern (ca. 1,50 Euro/Min.). Zudem gibt es Prepaid-Telefonkarten (für 4-40 Euro, ca. 0,73 Euro/Min., am preiswertesten sind MPTC oder Camintel). Preiswerter geht es mit den Vorwahlen 177-49 und 007-49 (ca. 0,30 Euro/Min.). Am billigsten sind in der Regel Telefonate aus Internetläden (ca. 0,03-0,30 Euro).

Handy

Preiswerter als Telefonate mit dem eigenen Handy sind kambodschanische SIM-Karten (für 5-9 Euro, plus Prepaidkarte ab 4 Euro, z. B. Camshin) oder VOIP-Vorwahlen (z. B. 177-49, 165-49) - damit kann man für 0,05-0,20 Euro/Min. nach Deutschland telefonieren - allerdings nur mit Entsperrcode und neu zugeteilter Telefonnummer. Gebrauchte Handys gibt es sehr billig zu kaufen oder an einigen Orten zu mieten (z. B. am Pochentong-Flughafen). Info: www.camintel.com, www.mptc.gov.kh, www.mfone.com.kh.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Kambodschanische Feste

April

Zum Ende der Erntezeit Mitte April (ab 13./14.) herrscht beim Khmer-Neujahr, dem Bonn Choul Chhnam Thmey, mindestens drei Tage lang Ausnahmezustand in Kambodscha: auf den Landstraßen, in den Hotels (verdoppelte Zimmerpreise, früh buchen!) und den Restaurants (voll oder geschlossen). Am Neujahrstag nach dem Mondkalender platzen die Pagoden vor festlich gekleideten Besuchern aus allen Nähten: Dort tanzt man ram vong, eine Art Reihentanz in Zeitlupe, den Mönchen und Buddha werden Spenden dargebracht - in kleinen Bananenblatt-Körben voller Geld, Esswaren, Räucherstäbchen, Tabak, Blumen oder Obst. Dabei spielen Glückszahlen eine große Rolle: Man spendet beispielsweise fünf Kerzen, sieben Zigaretten ... Zum Dank gießen die Mönche eimerweise gesegnetes Wasser über die Gläubigen. Denn das Neujahr ist auch die Zeit für eine gründliche (symbolische) Reinigung: Buddhastatuen und Häuser werden geputzt, man kauft sich neue Kleidung. Wer auf den Landstraßen unterwegs ist, sieht mehr oder weniger angesäuselte "Wegelagerer", die tanzend, lachend und singend die Straße sperren und um "Spenden" bitten.

Mai

Beim Bon Chroat Preah Nongkoal, der königlichen Pflugzeremonie, wird der Platz vor dem Nationalmuseum symbolisch gepflügt, denn im Mai - zum Anfang des Monsuns - beginnt die Saatzeit. Die königliche Pflugzeremonie ist eine Art Wettervorhersage und Weissagung mittels Astrologen und königlicher Ochsen: Nach dem Pflügen wählen die Ochsen aus Goldnäpfen mit Reis, Mais, Bohnen, Gras und anderen Feldfrüchten sowie Wasser und Wein - was sie fressen, gilt als besonders ertragreiches Produkt in der kommenden Saison. Falls die Ochsen vom Wein saufen, steht den Bauern und ganz Kambodscha ein katastrophales Jahr bevor, etwa mit Überflutungen. Egal wie das Omen ausfällt: Dieser typische Volksaberglaube ist ein farbenfrohes Ereignis mit vielen traditionell gekleideten Akteuren.

Oktober/November

Bei dem dreitägigen Vollmondfest der wechselnden Strömungen, dem landesgrößten Festival mit farbenprächtigen Bootsregatten, prachtvoll erleuchteten Schiffen und Feuerwerk, feiern Tausende in Phnom Penh am Ufer des Tonle Sap das Ende der Regenzeit. Hintergrund von Bon Om Touk ist die sich umkehrende Strömung des Tonle-Sap-Flusses, wenn er die Wassermassen des durch den Monsun angeschwollenen Mekong nicht mehr halten kann und rückwärts in den Tonle-Sap-See fließt. Früher gab der gottgleich verehrte Khmer-König dem Tonle Sap per Hand den "Befehl", seine Richtung zu ändern. Nach Jahrzehnten des Bürgerkriegs, Völkermords und kommunistischer Besatzung steht seit den 1990er-Jahren wieder der König auf der Ehrentribüne direkt am Zusammenfluss von Mekong und Tonle Sap. Eines seiner königlichen Boote "durchschneidet" das über den Fluss gespannte Seil, die symbolische Tür, durch die der Tonle Sap nun wieder gen Meer fließen darf - mit Abermillionen Fischen. Wer Glück hat, sieht das Naturwunder - oder wenigstens einige untrügliche Zeichen: Morgens richten die Fischerkähne ihre Bugnasen in eine andere Richtung als am Abend zuvor, auch die Wasserhyazinthen treiben den Fluss hinauf statt hinab.

Offizielle Feiertage

1. Jan. Neujahr
7. Jan. Befreiung Kambodschas von den Roten Khmer durch die Vietnamesen
im Feb. Meak Bochea (buddhistisches Vollmondfest)
8. März Internationaler Frauentag
1. Mai Tag der Arbeit
im Mai Visaka Bochea (Geburt, Erleuchtung, Todestag Buddhas)
13.-15. Mai König Norodom Sihamonis Geburtstag
18. Juni Königin Norodom Monineath Sihanouks Geburtstag
im Sept. Bon Phchom Ben (Ahnenfest)
24. Sept. Verfassungstag
29. Okt. Krönungstag
31. Okt. König Norodom Sihanouks Geburtstag (Königsvater)
9. Nov. Nationalfeiertag (Unabhängigkeitstag)
10. Dez. Internationaler Tag der Menschenrechte
Mobilität vor Ort

Öffentliche Verkehrsmittel

Busse

Reisebusse und Minibusse (Letztere wenig empfehlenswert) starten ab Phnom Penh täglich in alle Richtungen und bis über die Grenzen - am besten sind die Busse von Mekong Express (Tel. 023 427518). Tickets sind in den Gästehäusern erhältlich und in Büros an der Riverside-Promenade in Phnom Penh, z. B. nahe Street 104. Von den neuen Nachtbussen Siem Reap-Sihanoukville ist abzuraten (10-11 Stunden Fahrt, hohe Unfallquote).

Flugzeug

Flüge werden zwischen Phnom Penh und Siem Reap sowie zwischen Sihanoukville und Siem Reap angeboten.

Mietwagen

Mietwagen gibt es nur mit Fahrer, für ca. 18-29 Euro/Tag in den Städten, außerhalb in die Provinzen ab ca. 36 Euro/Tag, je nach Ziel und Straßenzustand.

Fähren und Schnellboote

Auf dem Mekong verkehren nur noch die raketenschnellen, laut dröhnenden und teils gefährlichen Schnellboote. Außerdem fahren Expressboote von Phnom Penh über den Tonle-Sap-See nach Siem Reap (5-7 Std., wenig empfehlenswert). Landschaftlich lohnender ist die Bootsstrecke von Siem Reap nach Battambang. Auf der sehr schönen Strecke ab Phnom Penh über die Grenze nach Vietnam (Chau Doc) fahren mehrmals täglich Boote durch das Mekongdelta (ca. 15 Euro). Teurer ist die Victoria Sprite des Victoria-Hotels nach Chau Doc, (www.victoriahotels-asia.com | vorher Visum für Vietnam besorgen!) Weitere Informationen S. 106.

Taxi, Mofataxi, Tuktuk, Cyclo

Taxis fahren in Phnom Penh und Siem Reap (meist ohne Taxameter, Fahrpreis an der Rezeption erfragen oder aushandeln). In Phnom Penhs Verkehrschaos sollte man kein Mofataxi nehmen (oder nur mit Helm, Helmpflicht!), sondern das sichere Tuktuk oder das Cyclo-Dreiradgefährt (Fahrpreis jeweils vorher aushandeln, meist 1,5-2 US-Dollar pro Strecke). Ein Leihrad kostet nicht mal 1 Euro pro Tag, ein Moped ab 4 Euro (offiziell verboten).

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Keine Sorge: Reis und frischer Fisch sind für die Kambodschaner die Hauptnahrungsmittel. Zur Bereicherung der Speisekarte haben im Lauf der Jahrhunderte die Nachbarn beigetragen, vor allem die Thai mit hierzulande reichlich entschärften Currys und die Chinesen mit der Nudelsuppe. Die Vietnamesen brachten ihre Frühlingsrollen und Elefantenohrfische mit. Die Kolonialherren hinterließen das Baguette (num pang) - etwa als Snack mit leckerer Füllung aus Eiern, Gurke oder Sardinen.

Die Kambodschaner schwören auf proteinreichen Fisch (trey) in allen Varianten: als Knabberzeug geräuchert oder getrocknet, gebraten oder gegrillt. Schon zum Frühstück essen viele Khmer num banh choc, eine Fischsuppe mit Reisnudeln, oder die Nudelsuppe kuei tiou mit Rindfleisch, Huhn oder Schwein. Vegetarier bestellen Kuei Tiou Bun Lai. Leider kommen die Nudelsuppen an den Landstraßen immer öfter als reine Instantsuppen aus der Tüte daher - ein Fast-Food-Trend, der sich hoffentlich nicht fortsetzt.

Im Restaurant werden stets mehrere Speisen gleichzeitig serviert - je mehr Gäste, desto opulenter das Mahl. Beispielsweise bestellt man Fleisch oder Geflügel (in einfachen Lokalen meist mitsamt Knochen und Knorpeln), an Fluss und Küste natürlich auch frische Meeresfrüchte. Als Vorspeise eignen sich kleine Frühlingsrollen - gebraten (num chaio) oder aus weißem Reispapier (naim), am Tisch gefüllt zum Beispiel mit Möhren und Pilzen. Als Gemüse werden Kohl, Pilze, Mais und Bambussprossen im Wok kurz gerührt.

Zu jedem Mahl gehört immer eine Suppe (samlor) wahlweise mit Hühner- (moan), Rind- (sa-ich koa) oder Schweinefleisch (sa-ich chrouk). Salate haben nichts mit Kopfsalat und Co. zu tun, sondern mit rohem Rindfleisch und typischen Kräutern oder wie beim Salat aus grünen, unreifen Mangos mit geräuchertem Fisch oder Garnelen.

Grundlage der Currys (kari) ist eine im Mörser zerstampfte Paste aus dem aromatischen Zitronengras, Chili, Knoblauch und Ingwer - im Wok gekocht mit Gemüse und Fleisch in Kokosmilch. Von der Farbe sollten Sie nicht auf die Schärfe schließen. So ist das rote Curry z. B. mild und eher süß (für die Farbe verwendet man die roten mkak-Samen), außerdem gehört bei den Khmer die Süßkartoffel ins Curry. Weitere oft verwendete Gewürze: Koriander, Minze, Limonenblätter, Sternanis, Tamarinde, Tarowurzel. Sehr beliebt ist das Khmer-Barbeque, bei dem das Fleisch und Gemüse in einem Tontopf über glühender Holzkohle am Tisch im brodelnden Suppensud gegart werden - das sollten Sie unbedingt einmal ausprobieren! Die Kambodschaner benutzen als Würze oft die berüchtigte salzige Fischpaste prahok - für westliche Gaumen (und Nasen) ist sie eher gewöhnungsbedürftig, aber in den besseren Lokalen steht sie stets in einer milden Version auf dem Tisch.

Selbst ihre Kuchen und Süßigkeiten zaubern die Kambodschaner aus Reis: zum Beispiel den mit Kokosmilch und Palmzucker gesüßten Klebreis mit schwarzen Bohnen, im Bambusrohr gebacken oder auch in Bananenblättern eingewickelt. Ebenso beliebte Snacks am Straßenrand sind die relativ harten, weil unreifen Mangos in Scheiben (sway). Weiche und saftige Mangos (sway tum) gibt es natürlich auch (in der Saison März bis Mai). Nicht zu vergessen all die exotischen Früchte wie die rot-stachlige Rambutan, die rosarote Drachenfrucht, die saftige Mangostane sowie Papaya, Ananas und kleine, süße Bananen.

Kaffee wird meist schwarz und stark oder mit einer gesüßten Kondensmilch serviert. Tee gibt es in vielen Lokalen gratis zum Essen, sobald Sie sich gesetzt haben. Fruchtsäfte (toek kalok) können Sie jederzeit und überall am Straßenrand genießen (aber lassen Sie das Eigelb weg), oder Sie wählen den frisch ausgepressten Zuckerrohrsaft, den man aus der Plastiktüte mit Strohhalm trinkt. Nur die allgegenwärtigen Straßenstände mit den Fanta-Flaschen sollten Sie bei Durst nicht aufsuchen - sie verkaufen Benzin. Zu den einheimischen Alkoholika gehören Angkor Beer und Palmwein (toek thnaout: ein vergorener süßlich-saurer Saft der Zuckerpalme). In den Touristenzentren fließen natürlich auch Softdrinks, Weine, westliches Bier, Whiskeys, Wodka - und Sie haben die Qual der Wahl zwischen zahllosen Lokalen mit internationalen Speisen: von Pizza über Couscous bis Sushi. Die Vorliebe der Kambodschaner für gebratene Taranteln, Wasserkäfer und ähnlich exotische Delikatessen hat wahrscheinlich ernste Wurzeln: Unter der Pol-Pot-Herrschaft haben solche Speisen manchen Kambodschaner bei der Zwangsarbeit auf dem Feld schlicht vor dem Hungertod bewahrt.

Übrigens: In Kambodscha isst man meist mit Löffel und Gabel, wie auch bei den Thailändern. Nur zu Nudelsuppen kommen die Stäbchen mit Löffel zum Einsatz. Angchean tchnang! Guten Appetit!

Trinkgeld

Trinkgelder sind bei Reiseleitern, Fahrern, Kellnern und Zimmerpersonal üblich. Behinderten Bettlern (oft Minenopfer) kann man Geld geben, Kindern besser nicht, da sie sonst nicht zur Schule gehen, bzw. es sich oft um organisierte Bettlerei handelt. Nach Tempelzeremonien ist eine kleine Spende in dafür vorgesehene Behälter selbstverständlich (für alles gilt: ca. 1000 Riel/ca. 0,15 Euro - bedenken Sie, dass die Monatslöhne bei ca. 30 Euro liegen).

Einkaufen und Shoppen

Sie sollten beim Rückflug einen Zuschlag wegen Übergewichts des Koffers einkalkulieren: Die Palette an Kunsthandwerk und Souvenirs ist groß, vor allem in Siem Reap und Phnom Penh. Handeln gehört auf den Märkten zum Geschäft - das Lächeln nicht vergessen! Die besten Preise gibt es frühmorgens oder kurz vor Ladenschluss. Bei vielen Läden gehen die Erlöse an humanitäre Projekte oder direkt in die Dörfer, in denen die Waren produziert werden. Edelsteine aus der Gegend um Pailin sollten nur echte Kenner unter die Lupe nehmen - es gibt zu viele überteuerte (Glas-)"Schnäppchen".

Kambodschanische Seide

Die begehrte Seide gibt es in unterschiedlich feiner Qualität als modische Kleidung oder Sarongs, Kissenbezüge oder Handtaschen. Der gesamte Prozess der Seidenproduktion vom Maulbeerbaum über die Ernte bis zum Webstuhl können Sie beim National Silk Center oder der Angkor Silk Farm bei Siem Reap besichtigen. Die Blätter der Maulbeerbäume dienen als Futter für die gefräßige Seidenraupe, bevor diese sich mit einem bis zu 1000 m langen Faden in ihre etwa daumendicken Kokons verpuppt. Beim Kochen in großen Kesseln löst sich der Faden, wird gefärbt, gespült, geschleudert, wieder gerade geschlagen und auf Spulen aufgewickelt. An den Webstühlen entsteht schließlich das Seidengewebe nach der ikat-Methode: Der Seidenfaden wird vor dem Weben alle 2 cm in unterschiedlichen Farben getönt. Damit ein gleichmäßiges Muster entsteht, muss die Weberin ein außergewöhnlich gutes Auge haben.

Krama-Schals

Das klassische Kambodscha-Souvenir: Der krama-Schal, in Rot, Blau oder Schwarz kariert, ist aus reiner, handgewebter Baumwolle - ein billiges Multi-Talent (ab 0,50 Euro/3000 Riel) auf staubigen Pisten oder in eisgekühlten Restaurants, als Handtuch oder Schulterbedeckung beim Pagodenbesuch.

Kulinarisches

Was wären die Pariser Restaurants ohne den Pfeffer aus Kampot! Gewürze und Honig, Kaffee und Tee, Cashewnüsse, Reiswein und Kokosnussöl sowie originelle Produkte aus der Zuckerpalme und Wasserhyazinthe - besonders auf den Märkten kommt man aus dem Schnüffeln, Kosten und Stöbern nicht mehr heraus.

Kunsthandwerk

Statuen jeglicher Größe und Couleur, Körbe und Rattanmöbel, Töpfer- und Lackwaren, traditionelle Musikinstrumente und Schattentheaterfiguren sind in den Touristenzentren zu günstigen Preisen zu haben. Die beliebten Kopien der Apsaras, Buddhas, Hindugötter und alter Gottkönige wie des weise lächelnden Jayarvaman VII. sind meist aus Stein, Bronze oder Holz, wobei den Kunstwerken mit der Polychromy-Technik eine täuschend echte Patina verliehen wird. Werkstatttouren gibt es bei Artisans d'Angkor (www.artisansdangkor.com) in Siem Reap. Klären Sie beim Kauf (oft nur vermeintlich) echter Antiquitäten mit dem Ladeninhaber die Ausfuhrerlaubnis des Fine Arts Departments in Phnom Penh und gebenenfalls den Versand per Luftfracht!

Silber

Besonders die Silberschmiede fertigen Ware höchster Qualität und Reinheit (angeblich 70 bis 92 Prozent, es gibt aber auch jede Menge gut gemachte Kopien): Wie wäre es mit Schmuck und Buddhafiguren, Chopsticks und Besteck als Souvenir? Der Renner sind die kleinen silbernen Areka-Dosen in Tier- oder Obstform, die früher zur Aufbewahrung der hungerstillenden Areka-Betelnüsse dienten. Besonders beliebt bei Khmer-Eltern: die kleinen silbernen Fußkettchen für Babys, die Chang Krang Cheung.

Temple rubbings

Die Drucke von Angkor Wat oder dem Ramayana-Mythos auf schwerem, feucht behandeltem (Reis-)Papier sind als Mitbringsel sehr praktisch: leicht zu transportieren, preiswert und wunderschön.

Fotografieren

Batterien bzw. Speicherkarten sollten mitgenommen werden. Zurückhaltung ist bei Militäreinrichtungen und Soldaten angebracht. Es ist höflich, um Erlaubnis zu bitten, besonders bei Mönchen, Bergstämmen und religiösen Zeremonien - eine Ablehnung mit Kopfschütteln oder anderer Geste sollte respektiert werden.

Spezialitäten

Amok Fisch oder Hühnchen in Kokosmilch, mit Knoblauch, Ingwer, Zitronengras, Chili und Kurkuma, serviert in einem Körbchen aus Bananenblättern oder in einer Kokosnusshälfte
Kampot Pepper Crab Krabben mit dem weltbesten grünen Pfeffer
Kari Baitongh Saich Moan grünes Hühnercurry mit Sauce aus Kokosmilch
Loc Lac Rindfleischgericht mit Knoblauch und Zwiebeln in Limonenmarinade, meist serviert auf Salatblättern
Naim vegetarische (rohe) Frühlingsrollen aus weißem Reispapier, gefüllt mit verschiedenen Gemüsen
Num Chaio kleine frittierte Frühlingsrollen mit Gehacktem und Gemüse
Nyoum Trayong Chek Salat aus Bananenblüten, oft mit Hühnchen, Zitronensauce, Thai-Basilikum und Erdnussstückchen
Plia Saich Koa Salat aus rohen Rindfleischscheiben mit Gemüse und Kräutern wie Zitronengras, Koriander und Minze
Prahet Trey Chean (Fishcake) kleine frittierte Bällchen aus Fischfilet, Gemüse und Zitronengras, sehr lecker als Vorspeise mit einer Dip-Sauce
Saich Koa Char Spee Khieu Rindfleischscheibchen im Wok gebraten mit Zwiebeln, Knoblauch und chinesischem Broccoli in saftiger Sauce
Samlor Kako Gemüsesuppe meist mit Süßkartoffeln, Bohnen, Kürbis, gewürzt mit Zitronengras, Kurkuma und Fischsauce, wahlweise auch mit Fisch oder Huhn
Samlor Macho Boang Koang vom thailändischen Klassiker Tom Yam inspirierte klare, säuerliche Garnelensuppe, gewürzt mit Zitronengras, Koriander und Thai-Basilikum, auch als Hühnersuppe zu bekommen (Samlor Macho Saich Moan)
Trey Dom Rey gebratener Elefantenohrfisch mit süßsaurer Sauce
Stichworte

Betelnuss

In ganz Asien sind sie zu sehen: die blutroten Flecken auf den Straßen. Hier hat niemand Blut gespuckt, sondern den roten Saft der Betelnuss (Areca catechu), eine Art "Alltagsdroge" oder Rauschmittel wie bei uns Kaffee oder Tabak. Oft sind die Münder und Zähne der älteren Kambodschaner tiefrot gefärbt. Die Betelnuss (der Haselnuss optisch nicht unähnlich) stammt von der Betelpalme und hat eine populäre stimulierende und zugleich entspannende Wirkung. Sie wird zu Pulver gemahlen und mit etwas gelöschtem Kalk in einem Betel-Blatt zerkaut. Der Geschmack ist leicht pfeffrig, die Reste werden ausgespuckt. Der euphorisierende und angeblich sogar aphrodisierende Konsum kann allerdings die Zähne verfärben, Durchfall erzeugen und süchtig machen.

Buddhismus

Aus der Pagode dringen Gebete in gemurmeltem Pali. Frauen in weißer Kleidung und mit geschorenen Köpfen sitzen auf den verschränkten Beinen, die Hände vor der Brust gefaltet. Die Schwaden der Räucherstäbchen tragen ihre Gebete zum Erleuchteten, der vor 2500 Jahren seine Lehre in Nordindien verbreitete. Damit der Zyklus der Wiedergeburten irgendwann auch für sie im erlösenden Nirwana endet, versuchen die Gläubigen im Diesseits Buddhas Lehre zu befolgen: mit (Geld-)Spenden an das Kloster oder beim Sammelgang der Mönche, vor allem aber mit grenzenloser Geduld, Mitgefühl und Toleranz gegenüber allen Lebewesen. Auch Ahnenkult und Geisterglaube gehören zum kambodschanischen Buddhismus, so wie der hinduistische Brahmanismus, der seit dem Angkor-Imperium beim devaraja-Kult in der gottgleichen Verehrung der Khmer-Könige seinen Ausdruck fand. Viele junge Männer gehen zum Beginn der Monsunzeit als Novizen ins Kloster und praktizieren für einige Zeit die 227 teils asketischen Ordensregeln. Auch der Wiederaufbau des Landes findet mit Hilfe von Buddhas Jüngern statt: 40000 Mönche versuchen, in den Dörfern in kleinen Schritten die Armut mit Mikrokrediten zu bekämpfen und ihren Landsleuten Kenntnisse zur Gesundheitsvorsorge, zum Umweltschutz und in den traditionellen Künsten zu vermitteln.

Cyclos

Die Tage der gemütlichen Dreiradgefährte sind gezählt. Träge und wie in Zeitlupe rollen sie durch das Verkehrschaos in Phnom Penh und scheinen wie Relikte aus längst vergangenen Zeiten. 1939 von den Franzosen eingeführt, werden die Cyclofahrer allmählich verdrängt von Mofas, Tuktuks und Geländewagen. Was haben sie nicht alles transportiert in den Jahren, als die Straßen noch leer waren und das Geld knapp war: mehrköpfige Familien, zappelnde Schweine und ganze Wohnungseinrichtungen. Das Cyclo Center (Street 158 | www.cyclo.org.uk) in Phnom Penh ist eine Art Selbsthilfeorganisation mit 1400 Mitgliedern. Hier können die Fahrer ihre meist gemieteten Gefährte putzen, Englisch lernen, und seit 2004 finden sogar Cyclo-Ralleys bis nach Siem Reap statt. Damit dies hier kein Nachruf wird: Fahren auch Sie mit dem Cyclo! Am besten mittags und in den Seitenstraßen, sie sind relativ sicher und bieten Schatten und Schutz vor Regen.

Flora & Fauna

Das durch Kriege und Verminung lange isolierte Land besitzt wahre Naturschätze, die abgelegenen Regionen sollen noch bis zu mindestens zwei Dritteln mit Dschungel und Edelholzwäldern bedeckt sein. Allerdings ist der rasante Ausverkauf der Wälder durch illegalen Kahlschlag zugunsten von Plantagen für Cashewnüsse und Gummibäume in vollem Gang. Die ökologisch wichtigen Mangroven an der Küste sind immer mehr bedroht durch Holzkohleproduktion und Shrimpsfarmen. Die Fauna wird in den nächsten Jahren noch einige Überraschungen offenbaren: In Kambodschas letzten Urwäldern haben seltene oder ausgestorben geglaubte Wildtiere und Arten überlebt, beispielsweise die Serau-Bergziegen, Braunhirsche, Schwarzbären und malaiische Sonnenbären, seltene Affenarten, Krokodile und Warane sowie das Nationaltier Kambodschas, das legendäre Kouprey-Wildrind. Sogar Tiger, Leoparden, wilde Elefanten und womöglich asiatische Nashörner sollen noch in den dichten Grenzwäldern herumstreifen. Pelikane, Reiher, Kormorane und viele andere bedrohte Vogelarten finden im Tonle-Sap-See und im Mekong so viele Fische wie sonst nirgends auf der Welt (rund 1300 Arten). Und im Mekong tummeln sich noch die letzten Süßwasserdelphine Kambodschas.

König Sihamoni und Sihanouk

Norodom Sihamoni trat 2004 die Nachfolge seines 82-jährigen krebskranken Vaters an. Ausgebildet in Balletttanz und Filmwissenschaft (in der Tschechoslowakei und Nordkorea), vertrat er ab 1993 Kambodscha bei der Unesco in Paris als Botschafter. Bis zu seiner Krönung galt der Junggeselle und Schöngeist im eigenen Land als unbekannt und politisch unbescholten, im Gegensatz zu seinen beiden Brüdern Ranariddh und Sirivudh. Sein Vater König Norodom Sihanouk ist dagegen eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Zeitgeschichte. In wechselnden Allianzen spielte er mit auf der politischen Bühne und kannte alle bedeutenden Größen - sei es de Gaulle oder Nehru, Tito oder Ceausescu, Haile Selassie oder Mao Tse Tung. Während des Vietnamkriegs stellte er sich gegen die USA und wurde 1970 bei einem von Washington unterstützten Putsch gestürzt. Sihanouk zog weiter die Fäden aus dem Exil in Peking und Pjöngjang; um wieder an die Macht zu kommen, paktierte er sogar mit den Roten Khmer. Filme, Bücher und sehr persönliche Notizen von Sihanouk: www.norodomsihanouk.info.

Minen

Wenn Reach Uk an ihrem Arbeitsplatz im Wat Than in Phnom Penh angekommen ist, nimmt sie als Erstes ihr linkes Bein ab. "Ist bequemer so", sagt die Kambodschanerin lächelnd. Dann schwingt sie sich hinter ihren Webstuhl. Reach Uk gehört zu den rund 40000 Amputierten in Kambodscha. Vor allem entlang der 700 km langen Grenze zu Thailand in den nordwestlichen Provinzen Battambang und Pursat legten Vietnamesen (ab 1979) wie Kambodschaner im Bürgerkrieg pro Kilometer 1000 bis 3000 Minen - der dichteste Minengürtel der Welt! Auch die unzähligen, nicht explodierten Blindgänger aus dem Vietnamkrieg (über Kambodscha und Laos warfen die USA mehr als 2 Mio. Tonnen Bomben ab) sind eine permanente Gefahr und töten noch immer mehr Menschen als die Minen, vor allem an der vietnamesischen Grenze im Osten des Landes.

Rund 4000 kambodschanische Minenräumer arbeiten seit 1993 mit Detektoren, Schaufel und Pinsel, u. a. für das Cambodia Mine Action Center (CMAC). Teilweise werden heute noch Tempel mithilfe deutscher Fachleute von Minen geräumt, etwa am Phnom Kulen und in Koh Ker. Die Zahl der Unfälle bei der Bevölkerung ist seit Mitte der 1990er-Jahre um 90 Prozent zurückgegangen. Aber noch immer wird jeden Tag ein Kambodschaner zum Krüppel, weil er auf eine Mine oder Bombenreste tritt, und jährlich sterben 250 Menschen.

Reis

"Essen" heißt in Kambodscha wörtlich übersetzt "Reis essen" (nyam bay). Aus dem Grundnahrungsmittel lässt sich vieles zaubern: Brot, Kuchen und Süßspeisen, Wein und Schnaps, Speiseöl, Seifen und Kerzen sowie Dächer aus Reisstroh. Nur mit dem extensiven Reisanbau und ihrer genialen Bewässerungstechnik konnten die Angkor-Könige ihr Imperium erhalten: Mit bis zu drei Ernten im Jahr ernährten sie 1 Mio. Untertanen (heute werden nur noch ein bis zwei Ernten erzielt wegen ineffektiver Bewässerung, veralteter Anbaumethoden bzw. Dürre). Das arbeitsintensive Süßkorngetreide bestimmt den Jahresrhythmus - nicht nur der Reisbauern - mit Legenden, dem Reisgott und Erntefesten. Das Schachbrettmuster der Reisfelder ist alles andere als pittoresk für diejenigen, die die Felder bestellen: Vor der Aussaat müssen die Körner keimen, die Schösslinge werden mit der Hand als einzelne Halme in die nasse Erde gesteckt, wo sie bei stets gleichbleibendem Wasserstand reifen. Nach durchschnittlich drei bis sechs Monaten ist Ernte. Die Ähren leuchten goldgelb, die Bauern schwingen ihre Sichelmesser und dreschen das Korn aus den Garben - in vielen Gegenden ist dies noch reine Handarbeit. Bevor der Reis in die Töpfe kommt, muss er noch geschält werden.

Rote Khmer

Die Roten Khmer waren Anfang der 1970er-Jahre eine kommunistische Guerilla im kambodschanischen Untergrund, die aus der kommunistischen Partei Kambodschas entstanden war. Ihre Schreckensherrschaft begann am 17. April 1975 mit ihrem Einmarsch in Phnom Penh. Innerhalb von zwei Tagen ließen die Soldaten, viele noch Kinder, die Stadt zwangsevakuieren - angeblich standen US-Bombenangriffe bevor. Im "Demokratischen Kampuchea" sollte die perfekte kommunistische Gesellschaft, ein Land aus Reisbauern, geschaffen werden. Selbst das Tragen einer Brille konnte zum Verhängnis werden. Intellektuelle, Mönche, Lehrer und Studenten wurden ermordet, zahllose Autos, Häuser, Schulen, Pagoden und Buddhastatuen zerstört. Die Vietnamesen vertrieben die "Steinzeitkommunisten" bei ihrem Einmarsch in Kambodscha am 7. Januar 1979 in die nördlichen Provinzen. Opferbilanz der kaum vierjährigen Phase des Grauens: rund 1,5 Mio. Tote (fast ein Viertel der Gesamtbevölkerung Kambodschas), gestorben durch Totschlag, Hinrichtung, Hunger, Zwangsarbeit oder Krankheiten. Inzwischen ist das Fußvolk der Roten Khmer amnestiert, nachdem der "Bruder Nr. Eins" Pol Pot 1998 unbehelligt in seinem Dschungelversteck im Norden des Landes gestorben war (es gab zuvor lediglich eine Art "Volkstribunal" in seinem Dorf). Im Tribunal gegen die letzten Überlebenden der Führungsclique stand seit 2009 beim ersten Prozess der Leiter des Foltergefängnisses Tuol Sleng, Kaing Guek Eav, vor Gericht. Im Februar 2012 wurde das endgültige Urteil gefällt: lebenslange Haft wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen. Weitere Prozesse laufen seit Juni 2010: gegen den Vize-Staatschef Khieu Samphan, "Bruder Nr. 2" Nuon Chea und Außenminister Ieng Sary sowie seine Frau Khieu Thirith (Info: Documentation Center of Cambodia, www.dccam.org).

Volk der Khmer

Aus dem Einsiedler Kambu und einer Apsara, einer himmlischen Nymphe namens Mera, ging das göttliche Geschlecht der Könige "Kambujas" hervor. Ihre Nachfolger schufen ab 802 Angkor unter Jayavarman II. "Es ist großartiger als alles, was uns die Griechen oder Römer hinterlassen haben", schwärmte der asienreisende Naturkundler Henri Mouhot 1860 und fragte die Khmer nach den Erbauern der antiken Tempelstadt. Engel oder Riesen, vielleicht der Hindugott Indra, so lauteten die rätselhaften Antworten. Oder: Es habe sich von selbst erschaffen. Mouhot schließlich resümierte: "Welch ein trauriger Kontrast zu dem Barbarentum, in das die Nation heute abgestürzt ist." Die Legende und Angkor stehen in krassem Widerspruch zu den Bildern, die Kolonialisten und Nachbarn über die Khmer verbreitet haben: Es sei ein lethargisches Volk aus Bauern, fatalistisch und unterwürfig. Dunkelhäutige Wilde, die mit den Händen essen, schimpften die Vietnamesen. Lebenslust und Leid kennzeichnen die Historie der Khmer schon in den Reliefs von Angkor: Apsaras mit diesem unergründlichen Khmer-Lächeln, dem "sourire khme", manche noch mit Einschusslöchern des Bürgerkrieges, neben Folterszenen und Kriegsgewirr. Überall im Land kann man dieses Lächeln wiedersehen: in einem armseligen Fischerdorf am Mekong, bei den Musikanten des Gamelan-Orchesters oder bei der Geisterbeschwörung eines Schamanen. Und wenn die Kambodschaner erst ihre Feste feiern, wird das Khmer-Lächeln zum Strahlen, breit wie der Mekong, und die Goldzähne blitzen.

Voluntourism

Es gibt seit den 1990er-Jahren in Kambodscha ca. 2000 NGOs (Non-Governmental Organizations) - das ist ein Viertel aller weltweit registrierten NGOs! Ein großer Trend und mittlerweile ein Bombengeschäft. Unter jungen Urlaubern heißt es immer öfter "Voluntourism" - eine Wortschöpfung aus dem Englischen - das ist eine Mischung aus Freiwilligenarbeit und Tourismus. Besonders beliebt ist Sprachunterrricht, Hilfe in Waisenhäusern oder Aufbau von Spielplätzen, Fußballtraining und die Arbeit mit Behinderten. Aber man spaziert nicht einfach ohne Sprachkenntnisse und Hintergrundwissen - auch über kambodschanische Manieren - in eine solche Institution hinein und fragt nach einem Job. Interessierte sollten auch aufpassen, wenn sie an undurchsichtige Organisationen geraten, die große Summen für die Verwaltung oder die Unterbringung im Vorfeld kassieren wollen. Eine erste Anlaufstelle für die Orientierung im kambodschanischen NGO-Dschungel ist conCERT Cambodia (Connecting Community, Environment and Responsible Tourism, www.concertcambodia.org), die über verantwortliche Hilfsorganisationen in allen Bereichen informieren.

Bloss nicht!

Tausend Jahre Kulturerbe bedrohen

Akzeptieren Sie Fotografierverbote und Absperrungen zum Schutz des kulturellen Erbes Kambodschas. Bei den sandsteinernen Kunstwerken in Angkor oder in anderen Ruinenstätten bitte nicht an unnötigen Stellen herumklettern, Rucksäcke anlehnen oder alles anfassen: tausend Mal berührt - jeden Tag! - schädigt die tausendjährige Substanz. Und bitte keine echten antiken Kunstwerke oder Alltagsgegenstände der Ethnien fürs Wohnzimmer zu Hause kaufen.

Halbnackt herumlaufen

Respektieren Sie die Landessitten: Kambodscha ist stark buddhistisch geprägt und konservativ. Tempel betritt man auf gar keinen Fall in Minirock, Trägerhemdchen oder Shorts (Frauen und Männer), Schuhe vorher ausziehen, Hut abnehmen. Mönche dürfen von Frauen nicht berührt werden. Beim Sonnenbaden gilt: niemals oben ohne oder FKK! Bikini ist am Strand in Sihanoukville okay, aber überall sonst (an Flüssen, Seen, Wasserfällen und nahe Fischerdörfern) sollten auch Urlauberinnen "züchtig" baden wie die Einheimischen - in Sarong oder T-Shirt und Shorts.

Nachts allein spazieren gehen

Nachts sollte man in Kambodscha nirgendwo allein spazieren gehen (es ist sowieso stockduster mangels Straßenlaternen, und die Hunde - jede kambodschanische Familie besitzt mindestens einen! - sind angriffsfreudige Rudel). Frauen sollten nachts keinesfalls allein am Strand flanieren.

Kindern Geld geben

Auch wenn die Kulleraugen noch so mitleiderregend sind: Geben Sie bettelnden Kindern kein Geld - es handelt sich oft um organisierte Bettelei und ist der Weg in lebenslange Bettlerkarrieren. Spenden Sie lieber einer der Nichtregierungsorganisationen (s. u.), besuchen Sie Ausbildungsrestaurants für ehemalige Straßenkinder (wie Friends und Romdeng in Phnom Penh) oder das Waisenhaus eines engagierten deutsch-kambodschanischen Ehepaars in Siem Reap (www.kinderdorfkambodscha.de). Oder kaufen Sie in humanitären Läden, etwa beim Cambodian Children Painting Project (CCPP) in Sihanoukville. Einige NGO-Beispiele: www.friends-international.org, www.sangkheum.org (Kinderzentrum), www.martinshilfe.de (Malteser Hilfsdienst, tolle Kinderbroschüre: Sousdei heißt hallo)

Drogen konsumieren

Entgegen allen Legenden: Marihuana als Rauschmittel ist auch in Kambodscha verboten. Also Hände weg von Drogen jeglicher Art - ob ganja, jaba, Happy Herb Special Pizza mit berauschenden Ingredienzen oder Designerpillen. Es gibt übrigens Berichte über polizeilich inszenierte Deals, und Kokain hat sich hierzulande schon als reinstes Heroin entpuppt...

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Aufgrund der Verhaftung des Oppositionsführers Kem Sokha am 3. September 2017 können die Spannungen im Land potentiell ansteigen. Bereits in der Vergangenheit kam es immer wieder zu Massenkundgebungen und Demonstrationen, bei denen es vereinzelte Gewaltausbrüche gab. Es wird geraten, sich von größeren Menschenansammlungen fernzuhalten und die englischsprachige Presse zu verfolgen.

Bei Reisen nach Preah Vihear wird zu erhöhter Vorsicht geraten. Der Territorialkonflikt zwischen Kambodscha und Thailand hinsichtlich des Grenzverlaufs um das den Tempel Preah Vihear umgebende Gebiet ist beigelegt; die Beziehungen zwischen beiden Ländern haben sich verbessert. Eine erneute Verschärfung der Sicherheitslage in Preah Vihear ist jedoch jederzeit möglich. Besuchern wird daher dringend geraten, sich vor einer Reise nach Preah Vihear kurzfristig über die konkrete Lage vor Ort zu informieren.
Wegen des möglichen Landminenrisikos sollten Reisende zudem auf keinen Fall die gekennzeichneten Wege der Tempelanlage verlassen.

Der Grenzübergang Suay Chrom in der Provinz Preah Vihar ist nur für thailändische und kambodschanische Staatsangehörige passierbar.
Zur Situation auf thailändischer Seite siehe auch die Reise- und Sicherheitshinweise für Thailand.

Kriminalität

In den touristischen Zentren, insbesondere in Phnom Penh, Sihanoukville und Kampot, ist ein Anstieg von tätlichen Angriffen und Raubüberfällen gegen Ausländer zu verzeichnen, teilweise auch unter Gebrauch von Messern und/oder Schusswaffen. In Phnom Penh sind hiervon vor allem die Touristen- und Wohnviertel für Ausländer betroffen, u.a. auch die die Gegend um das Flussufer des Tonlé Sap und Boeung Keng Kang 1 (BKK1). Es wird dringend geraten, bei Überfällen keinen Widerstand zu leisten. Alleinreisenden wird zu besonderer Vorsicht geraten. In Phnom Penh, Siem Reap und Sihanoukville ist außerdem ein erheblicher Anstieg von Diebstählen zu beobachten, in Gästehäusern und Hotels.

In letzter Zeit wurden vereinzelt Ausländerinnen Opfer sexuellerer Übergriffe, vor allem bei einsamen nächtlichen Strandspaziergängen im Badeort Sihanoukville. Reisende sollten nachts möglichst nicht allein unterwegs sein und die Rückfahrt in die Unterkunft im Vorfeld organisieren. Möglichen Opfern sexueller Übergriffe wird wegen der weiten Verbreitung von HIV/AIDS dringend empfohlen, unverzüglich einen Arzt aufzusuchen.

Bei Fahrten mit Motorradtaxis und Tuk-Tuks, aber auch zu Fuß, ist damit zu rechnen, dass Taschen von vorbeifahrenden Motorradfahrern weggerissen oder abgeschnitten werden (sog. bag snatching). Dabei werden Verletzungen der Bestohlenen billigend in Kauf genommen. Handtaschen und Schultertaschen sollten daher nach Möglichkeit nicht mitgeführt, oder zumindest auf der von der Straße abgewandten Seite getragen bzw. sicher verstaut werden. Der Verlust von Pässen, Bargeld, Reiseschecks oder sonstigen Wertgegenständen ist bei der Polizei am Tatort anzuzeigen.

In Phnom Penh werden vermehrt ausländische Touristen unter verschiedenen Vorwänden - beispielsweise mit Hinweisen auf eine Begegnung am Flughafen oder auf nahe Verwandte, die demnächst in Europa studieren oder arbeiten werden - angesprochen und in Privathäuser eingeladen. Nach Schaffung einer gastfreundlichen und geselligen Atmosphäre wird im weiteren Verlauf das Opfer in fingierte Karten- bzw. Glücksspiele verwickelt, an deren Ende das Opfer verliert und unter Drohungen zur Zahlung angeblicher Spielschulden veranlasst wird. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Speisen oder Getränke mit Drogen versetzt werden. Es wird daher empfohlen, große Umsicht bei Privateinladungen walten zu lassen. Im Übrigen sind - vor allem in Phnom Penh und Siem Reap - verschiedenste Formen von Trickbetrügereien weit verbreitet.

In letzter Zeit sind Reisende vereinzelt Opfer von Betrügereien geworden, bei denen Vermieter von Motorrädern und -rollern für vorgebliche Beschädigungen des Mietgegenstands Schadensersatz gefordert haben. Um Druck auszuüben versuchen diese Vermieter, den Pass einzubehalten. Gleichzeitig werden die Einwanderungsbehörden informiert, um die Ausreise zu verhindern. Es wird daher dringend geraten, bei der Anmietung von Motorrädern und -rollern den Reisepass nicht als Pfand zu hinterlegen.

Quallen (Seewespen)

kommen insbesondere in den Sommermonaten an der Küste vor. Ihre Nesselzellen können bei Menschen starke Schmerzen verursachen, die normalerweise nach wenigen Stunden abklingen. Bei geschwächten Menschen oder Allergikern kann es jedoch zu einem allergischen Schock kommen.

Minengefahr

In einigen Landesteilen, insbesondere in Grenznähe zu Thailand, besteht weiterhin Minengefahr. Die Haupttouristengebiete sind von Minen geräumt. Es wird jedoch dringend empfohlen, wegen des möglichen Landminenrisikos auf keinen Fall die gekennzeichneten Wege zu verlassen.

Verkehrsinfrastruktur

Die Infrastruktur ist unzureichend ausgebaut. Busse, Eisenbahn und Boote entsprechen - von Ausnahmen abgesehen - nicht im Mindesten den in Deutschland üblichen Sicherheitsstandards. Von Fahrten mit dem Fahrrad oder mit dem Motorrad wird aus Gründen der Verkehrssicherheit abgeraten. Zumindest sollte stets ein geeigneter Helm getragen werden. Fahrer von Motorradtaxis (sog. motordups) verfügen in der Regel nicht über Helme für ihre Fahrgäste.

Kambodschanische Fluggesellschaften verfügen nicht über die hohen Sicherheitsstandards, wie sie beispielsweise in Deutschland üblich sind. Die International Civil Aviation Organization (ICAO) hat erhebliche Verletzungen von Vorschriften der ICAO festgestellt.
Alle Reisen auf dem Landweg sollten nach Möglichkeit so geplant werden, dass das Ziel mit Sicherheit vor Einbruch der Dunkelheit erreicht werden kann.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Kambodscha ist eine konstitutionelle Monarchie. Das Land ist für den Tourismus offen; insbesondere der Kulturtourismus ist willkommen. Traditionen und buddhistische Werte sind lebendig, darauf sollte bei Reisen Rücksicht genommen werden.

Besuche und Freiwilligendienst in Waisenhäusern

In Kambodscha haben in der Vergangenheit der "Waisenhaustourismus" und Freiwilligendienste in Waisenhäusern stark zugenommen. Die Weltkinderhilfsorganisation weist darauf hin, dass derartige Aktivitäten schädliche Auswirkungen auf Kinder und die Gemeinschaft haben können.

Telekommunikation

Das Mobilfunknetz deckt nicht alle Landesteile ab. Auch ist nicht überall eine funktioniere Internetverbindung vorhanden.

Geld / Kreditkarten

Zahlungen werden überwiegend in bar und US-Dollar (US-$) abgewickelt, die Landeswährung Riel wird zumeist für Wechselgeld und kleinere Beträge verwendet. Kreditkarten werden in aller Regel nur in den größeren Hotels und Restaurants angenommen. Bargeldabhebungen über Bank- oder Kreditkarten sind bei Banken und Western Union Agenturen in touristischen Zentren möglich. Die Anzahl der Geldautomaten nimmt ständig zu. Bargeldabhebungen sind in der Regel jedoch nicht mit Bank-Karte sondern nur mit Kreditkarten möglich.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen ab Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Nach Auskunft der Immigrationsbehörde besteht für Besucher von Siem Reap/ Angkor Wat eine Übernachtungspflicht von mindestens einer Nacht in Kambodscha. Ein Tagesausflug nach Siem Reap/ Angkor Wat aus einem Drittland, so z.B. Thailand, ist daher nicht möglich.

Visum

Für deutsche Staatsangehörige besteht für die Einreise nach Kambodscha Pass- und Visumpflicht. Die Einholung des Visums vor Reiseantritt ist bei einer kambodschanischen Auslandsvertretung, z. B. der kambodschanischen Botschaft in Berlin.
Auch ist die Einholung eines Visums bei Einreise ("Visa on Arrival") für ein Visum der Kategorien T (Tourismus) und E (kurzfristige Aufenthalt) gegen eine Gebühr und bei Vorlage eines Passfotos möglich. Nähere Informationen finden sich auf den Webseiten der kambodschanischen Flughäfen.

Das T-Visum wird grundsätzlich für eine einmalige Ein- bzw. Ausreise ausgestellt. Bei der auf einem vor der Einreise eingeholten Visum angegebenen Gültigkeitsdauer handelt es sich um die Nutzungsfrist, die Einreise muss innerhalb des Zeitraums erfolgen, die Dauer des zulässigen Aufenthalts, maximal 30 Tage, wird erst bei Einreise durch die Einwanderungsbehörden festgelegt.
Die Einholung eines T-Visums vor Reiseantritt ist auch als "virtuelles" Visum möglich: siehe www.evisa.gov.kh. Die Einreise mit dem virtuellen Visum ist nur über eine begrenzte Anzahl von Grenzübergängen möglich. Eine Liste der aktuell zugelassenen Grenzübergänge findet sich auf der Webseite des Außenministeriums. Der elektronische Antrag sollte mindestens zwei Wochen vor dem geplanten Reiseantritt gestellt werden, die Zahlung der Visumgebühr ist nur online mit Kreditkarte möglich.
T-Visa können einmalig für einen Monat bei der gegenüber dem Flughafen Phnom Penh gelegenen Einwanderungsbehörde des Innenministeriums verlängert werden.

Das E-Visum ist geeignet, wenn ein Aufenthalt von über 30 Tagen geplant ist. Es kann vor oder bei Einreise ("on arrival") beantragt werden, die Beantragung eines virtuellen E-Visums ist nicht möglich.
Vor Ablauf des 30 tägigen E-Visums kann das E-Visum bei der gegenüber dem Flughafen Phnom Penh gelegenen Einwanderungsbehörde des Innenministeriums um bis zu 12 Monate verlängert werden, nach Verlängerung ist eine mehrfache Ein- und Ausreise möglich.
Bei Beantragung einer Verlängerung ist der Zweck der Einreise anzugeben und zu belegen.

Teilnehmer des Programms "weltwärts" bzw. generell Angestellte in Nichtregierungsorganisationen sollten vor oder bei Einreise ein Visum der Kategorie B oder C beantragen, das weder am Grenzübergang (on Arrival) noch als e-Visum beantragt werden kann. Sie dienen der einmaligen Ein- bzw. Ausreise und sind jeweils für drei Monate gültig, können aber um bis zu 12 Monate beim kambodschanischen Außenministerium verlängert werden.
Die Umschreibung eines E-Visums in ein B- oder C-Visum vor Ort ist nicht bzw. nur in Ausnahmefällen möglich.

Bei Einreise wird ein Einreisestempel im Pass angebracht, mit dem auch die Länge der zulässigen Aufenthaltsdauer vermerkt wird. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte bei der Einreise die Eintragung im Einreisestempel kontrolliert werden.

Arbeiten in Kambodscha

Um in Kambodscha zu arbeiten, bedarf es in aller Regel einer Arbeitserlaubnis. Unterschieden wird zwischen einer befristeten und einer unbefristeten Arbeitserlaubnis. Diese ist beim kambodschanischen Arbeitsministerium zu beantragen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Einfuhr/Ausfuhr von Devisen ab 10.000,- US-$ müssen deklariert werden.

Einfuhr-/Ausfuhrbeschränkungen auf Alkohol und Zigaretten für den persönlichen Bedarf gibt es nicht. In der Praxis werden i.d.R. jedoch maximal 1,5 l Alkohol bzw. zehn Päckchen Zigaretten bei der Einreise zugelassen.

Für die temporäre Einfuhr von Pkw und Motorrädern auf dem Landweg ist vor Antritt der Reise eine schriftliche Genehmigung beim General Department of Customs and Excise Phnom Penh einzuholen.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Angesichts der Zunahme einschlägiger Haftfälle wird eindringlich vor dem Erwerb, dem Besitz, der Verteilung sowie der Ein- und Ausfuhr von Rauschgiften aller Art gewarnt. Auch die Mitnahme bzw. der Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts kann verhängnisvolle Folgen haben.

Die Entwendung von Kulturgütern, dazu gehören auch beschädigte Teile von Tempeln und Statuen, ist streng verboten und wird mit drastischen Geld- oder Haftstrafen belegt.

Der sexuelle Missbrauch von Minderjährigen wird in Kambodscha hart bestraft und in Deutschland zusätzlich strafrechtlich verfolgt, auch wenn die Tat in Kambodscha begangen wurde. Geschlechtsverkehr mit Personen unter 18 Jahren, auch mit deren Einverständnis, ist strafbar. Gewissheit über das Alter des Partners oder der Partnerin ist selbst dann schwer erhältlich, wenn man sich einen Ausweis zeigen lässt, da diese häufig gefälscht sind.

Oft kann nicht mit einem Verfahren gerechnet werden, das einem rechtsstaatlichen Standard genügt (langwierige Untersuchungshaft, teure und unzureichende anwaltliche Verteidigung, harte Haftbedingungen mit schwersten Gefahren und Schäden für die Gesundheit).

Die deutschen Auslandsvertretungen können Strafverfahren und Haftumstände nur wenig beeinflussen. Der Betreuung deutscher Gefangener sind enge Grenzen gesetzt.

Impfschutz

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird nur für die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet gefordert (siehe http://www.who.int). Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften.
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen nach dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene (siehe www.rki.de) anlässlich einer Reise zu überprüfen und ggf. zu vervollständigen.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza (Grippe) und Pneumokokken.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Japanische Enzephalitis empfohlen.

Dengue-Fieber

Dengue-Fieber wird durch den Stich hauptsächlich tagaktiver, infizierter Mücken übertragen. Eine Impfung oder Chemoprophylaxe ist nicht möglich. Konsequente Barrieremaßnahmen (Schutz vor Mückenstichen, s. u.) sind die einzig möglichen Schutzmaßnahmen. Dengue Fieber tritt in Kambodscha häufig auf, vorwiegend während der Regenperioden. Stadtgebiete sind oftmals stark betroffen, mit einem Übertragungsrisiko ist aber landesweit zu rechnen.

Zika-Virus-Infektion

Gemäß der Weltgesundheitsorganisation () wird Kambodscha mit einer möglichen Übertragbarkeit von Zika-Viren klassifiziert, d.h. Kategorie 1 bzw. 2 der aktuellen -Einteilung, auch wenn u.U. aktuell keine neuen Erkrankungsfälle dokumentiert werden.
Das Übertragungsrisiko kann dabei sowohl regional als auch saisonal erheblich variieren.
In Anlehnung an die derzeitigen -Empfehlungen empfiehlt das Auswärtige Amt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, von vermeidbaren Reisen in Regionen der o.g. -Kategorie 1 oder 2 abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (DTG) sowie dem Robert Koch-Institut (RKI) abgestimmten Merkblatt Zika-Virus-Infektion des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amtes.

Malaria

In Kambodscha besteht ganzjährig ein Malariarisiko, verstärkt während der Regenzeiten. Zunehmende Artemisinin-Resistenzen werden berichtet.

Ein mittleres Malariarisiko besteht in den meisten Landesteilen, am höchsten im Regenwald der Grenzgebiete zu Thailand und Laos, geringer in einem breiten Gürtel durch die Mitte des Landes von SO nach NW entlang des Mekong bis nördlich des Tonle Sap.

Ein geringes Risiko innerhalb dieses Gürtels in der Umgebung von Phnom Penh sowie unmittelbar um den Tonle Sap.

Phnom Penh und Angkor Wat gelten als malariafrei.

Die Übertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anophelesmücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum, in Kambodscha ca. 75% der Fälle) bei nichtimmunen Europäern häufig tödlich. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer ähnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverlässig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Schäden oder Beschwerden kommt. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in Südostasien ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig.

Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe (Schutz vor Mückenstichen) evtl. eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) oder eine sog. "Standby - Notfallselbstbehandlung" sinnvoll. Für die Malariaprophylaxe und die Selbstbehandlung sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Mefloquin, Artemether/Lumefantrin, Doxycyclin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl des Medikamentes und dessen persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten entsprechend dem Reiseprofil (Dauer, Ort und Zeit) unbedingt vor Abreise mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor Stechmücken (Expositionsprophylaxe), insbesondere während der Dämmerung und nachts, ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
- körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- tagsüber (Dengue) und in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
- ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.

Der Aufenthalt in mückengeschützen Räumen (Fliegengitter, Klimaanlage) vermindert das Risiko einer Übertragung deutlich und schützen auch vor anderen, von Stechmücken übertragenen Erkrankungen wie Dengue-Fieber und Japanischer Enzephalitis. Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe.

HIV/AIDS

HIV/AIDS ist mittlerweile auch in Kambodscha, insbesondere in größeren Städten ein gravierendes Problem. Gefährdet sind alle, die Infektionsrisiken eingehen: ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen können ein lebensgefährliches Risiko bergen. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen

Durchfallerkrankungen treten in Kambodscha sehr häufig auf. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und Cholera vermeiden.

Einige Grundregeln

Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Schistosomiasis (Bilharziose)

Entlang des Mekong und seiner Seitenarme besteht bei Süßwasserkontakt ein Infektionsrisiko mit dem Pärchenegel Schistosoma, der das chronische Krankheitsbild der Bilharziose, eine Entzündung von Harnblase oder Darm, hervorrufen kann.Süßwasserkontakt sollte daher gemieden werden. Ungefährlich sind Pools in den Hotels.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine fast immer tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde und damit Übertragung einer Tollwut. Die notwendigen medizinischen Maßnahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften sind in Kambodscha nicht immer möglich. Einen zuverlässigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung. Deshalb kommt einer vorbeugenden Tollwutimpfung für Reisen nach Kambodscha eine besondere Bedeutung zu.

Chikungunya-Fieber

Chikungunya Fieber ist analog zu Dengue eine durch den Stich infizierter Mücken übertragene Viruserkrankung mit Fieber und vorrangig z. T. langanhaltenden Gelenkschmerzen, die in Kambodscha immer wieder auftreten kann. Auch hier gibt es keine Schutzimpfung, nur das Vermeiden von Mückenstichen kann helfen.

Japanische Enzephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachaktiven Stechmücken übertragen. Vor allem Schweine und Wasservögel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selber zu erkranken. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber häufig schwer und hinterlassen oft bleibende Schäden oder enden tödlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb ist ein sorgfältiger Mückenschutz und ggf. eine vorbeugende Schutzimpfung wichtig.

Aviäre Influenza

Auch in Kambodscha tritt die die klassische Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza, "Vogelgrippe") auf. 2015 sind wieder Fälle von Vogelgrippe gemeldet worden. Mehrere Hühner-Zuchtbetriebe in der Provinz Kandal nahe der Hauptstadt Phnom Penh waren betroffen.
Bitte beachten Sie hierzu auch die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veröffentlichte Information "Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe" unter www.bmel.de

Tuberkulose

Tuberkulose kommt landesweit wesentlich häufiger als in Mitteleuropa vor. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion oder enge Kontakte, die Darmtuberkulose durch den Genuss von roher Milch und von Milchprodukten infizierter Rinder. Durch unsachgemäße oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente Tuberkuloseerreger auch in Kambodscha.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit

In den letzten Jahren wurden gehäuft Erkrankungen an der Hand-Fuß-Mund-Krankheit registriert (v.a. bei Kindern); eine Erkrankung die in regelmäßigen Abständen in Kambodscha auftritt. Als Ursache konnte von der u.a. das Enterovirus EV71 identifiziert werden.
Anfängliche Symptome der HFMK können Benommenheit, Schwindel, Fieber, Halsschmerzen, Gliederschmerzen, Übelkeit und Bindehautentzündungen sein, gefolgt von typischen Hautveränderungen in der Mundregion, den Händen und gegebenenfalls Füßen. Bei Erwachsenen und älteren Kindern verläuft die Krankheit häufig unbemerkt. Prinzipiell ist die Hand-Fuß-Mundkrankheit eine harmlose Erkrankung, die keine medikamentöse Behandlung erfordert, da sie in der Regel rasch und selbstständig abheilt.
Zur Prophylaxe empfiehlt sich die strikte Einhaltung von grundlegenden Hygienemaßnahmen wie häufiges, gründliches Händewaschen, Abkochen von Trinkwasser, Durcherhitzen von Lebensmitteln und Schälen von Obst.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs vor den z. T. hohen Temperaturen geschützt werden.

Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird dringend empfohlen (siehe z.B. www.dtg.org oder www.frm-web.de). Besonders chronisch kranke und behandlungsbedürftige Menschen müssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Kambodscha bewusst sein. Für mit Gerinnungshemmern behandelte Menschen besteht bei Verletzungen ein hohes Risiko, da Gegenmittel zum Stoppen von Blutungen nicht zur Verfügung stehen.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete, Englisch oder Französisch sprechende Ärzte.

Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Typhus & Polio Ja -
Cholera 2 -
Essen & Trinken 4 -
Gelbfieber 1 -
Malaria 3 -

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen wollen. Ausgenommen sind Transitpassagiere, die in Kambodscha den Flughafen nicht verlassen.

[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, ein geringes Risiko einer Infektion ist jedoch nicht auszuschließen, v.a. in den Provinzen: Banteay Mean Chay (Paoy Pet Commune), Kampot, Kompong Cham, Rottanikiri. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

[3] Malariaschutz ganzjährig landesweit. Ein hohes Risiko besteht in den meisten Landesteilen, extrem hoch jedoch im Norden und Westen (Grenzgebiet zu Thailand (Hier auch Multiresistenzen). Mittleres Risiko in einem breiten Gürtel durch die Mitte des Landes von Südosten nach Nordwesten entlang des Mekong bis nördlich des Tonle Sap. Geringes Risiko um Phnom Penh sowie unmittelbar um den Tonle Sap bis Angkor Wat und Siem Reap, Phnom Penh ist malariafrei. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum (90 %) soll hochgradig gegen Chloroquin, Sulfadoxin/Pyrimethamin und Mefloquin (westliche Provinzen) resistent sein. Empfehlung: Mückenschutz, im Westen (Grenze zu Thailand) bei mehr als 7 Tagen Aufenthalt Vorbeugung durch Medikamente, sonst Notfallmedikation.

[4] Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Vor dem Verzehr von Fischen und Meeresfrüchten, die als Delikatessen in Speiserestaurants angeboten werden, ist wegen möglicher Algenvergiftung Vorsicht geboten.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen (Mekong) vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber ist landesweit weit verbreitet. Die Fallzahlen haben eine stark steigende Tendenz. Infektionsgebiete liegen v.a. in den Provinzen Kandal, Takeo, Battambang, Kampong Cham, Phnom Penh (einschließlich der Stadtgebiete). Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. 

Hepatitis A kann auftreten, Hepatitis B ist hochendemisch. Impfschutz gegen Hepatitis A wird empfohlen, bei Langzeitaufenthalten und bei Kindern und Jugendlichen auch gegen Hepatitis B.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht vor allem in ländlichen Gebieten von Mai bis Oktober. Eine Schutzimpfung ist bei längeren Aufenthalten in ländlichen Risikogebieten und bei erhöhtem individuellen Risiko z.B. bei Trekking-Touren empfohlen.

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Reisewarnung

Überblick

Kambodscha

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 01.02.2017
Unverändert gültig seit: 25.01.2017

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Aufgrund politischer und sozialer Spannungen kommt es im Raum Phnom Penh und auch anderen Landesteilen immer wieder zu Demonstrationen und Kundgebungen. In der Vergangenheit ist es dabei vereinzelt zu Gewaltausbrüchen gekommen. Reisenden wird aufgrund des erhöhten Gewaltpotentials dringend geraten, größere Menschenansammlungen zu meiden. Meldungen aus der englischsprachigen Presse sollten verfolgt werden.

Bei Reisen nach Preah Vihear wird zu erhöhter Vorsicht geraten. Der Territorialkonflikt zwischen Kambodscha und Thailand hinsichtlich des Grenzverlaufs um das den Tempel Preah Vihear umgebende Gebiet ist beigelegt; die Beziehungen zwischen beiden Ländern haben sich verbessert. Eine erneute Verschärfung der Sicherheitslage in Preah Vihear ist jedoch jederzeit möglich. Besuchern wird daher dringend geraten, sich vor einer Reise nach Preah Vihear kurzfristig über die konkrete Lage vor Ort zu informieren. Wegen des möglichen Landminenrisikos sollten Reisende zudem auf keinen Fall die gekennzeichneten Wege der Tempelanlage verlassen.

Der Grenzübergang Suay Chrom in der Provinz Preah Vihar ist geschlossen. Zur Situation auf thailändischer Seite siehe auch die  Externer Link, öffnet in neuem FensterReise- und Sicherheitshinweise für Thailand.

Kriminalität

In den touristischen Zentren, insbesondere in Phnom Penh, Sihanoukville und Kampot, ist ein Anstieg von tätlichen Angriffen und Raubüberfällen gegen Ausländer zu verzeichnen, teilweise auch unter Gebrauch von Messern und/oder Schusswaffen. In Phnom Penh sind hiervon vor allem die Touristen- und Wohnviertel für Ausländer betroffen, u.a. auch die die Gegend um das Flussufer des Tonlé Sap und Boeung Keng Kang 1 (BKK1). Es wird dringend geraten, bei Überfällen keinen Widerstand zu leisten. Alleinreisenden wird zu besonderer Vorsicht geraten. In Phnom Penh, Siem Reap und Sihanoukville ist außerdem ein erheblicher Anstieg von Diebstählen zu beobachten, in Gästehäusern und Hotels.

In letzter Zeit wurden vereinzelt Ausländerinnen Opfer sexuellerer Übergriffe, vor allem bei einsamen nächtlichen Strandspaziergängen im Badeort Sihanoukville. Reisende sollten nachts möglichst nicht allein unterwegs sein und die Rückfahrt in die Unterkunft im Vorfeld organisieren. Möglichen Opfern sexueller Übergriffe wird wegen der weiten Verbreitung von HIV/AIDS dringend empfohlen, unverzüglich einen Arzt aufzusuchen.

Bei Fahrten mit Motorradtaxis und Tuk-Tuks, aber auch zu Fuß, ist damit zu rechnen, dass Taschen von vorbeifahrenden Motorradfahrern weggerissen oder abgeschnitten werden (sog. bag snatching). Dabei werden Verletzungen der Bestohlenen billigend in Kauf genommen. Handtaschen und Schultertaschen sollten daher nach Möglichkeit nicht mitgeführt, oder zumindest auf der von der Straße abgewandten Seite getragen bzw. sicher verstaut werden. Der Verlust von Pässen, Bargeld, Reiseschecks oder sonstigen Wertgegenständen ist bei der Polizei am Tatort anzuzeigen.

In Phnom Penh werden vermehrt ausländische Touristen unter verschiedenen Vorwänden - beispielsweise mit Hinweisen auf eine Begegnung am Flughafen oder auf nahe Verwandte, die demnächst in Europa studieren oder arbeiten werden - angesprochen und in Privathäuser eingeladen. Nach Schaffung einer gastfreundlichen und geselligen Atmosphäre wird im weiteren Verlauf das Opfer in fingierte Karten- bzw. Glücksspiele verwickelt, an deren Ende das Opfer verliert und unter Drohungen zur Zahlung angeblicher Spielschulden veranlasst wird. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Speisen oder Getränke mit Drogen versetzt werden. Es wird daher empfohlen, große Umsicht bei Privateinladungen walten zu lassen. Im Übrigen sind - vor allem in Phnom Penh und Siem Reap - verschiedenste Formen von Trickbetrügereien weit verbreitet.

In letzter Zeit sind Reisende vereinzelt Opfer von Betrügereien geworden, bei denen Vermieter von Motorrädern und -rollern für vorgebliche Beschädigungen des Mietgegenstands Schadensersatz gefordert haben. Um Druck auszuüben versuchen diese Vermieter, den Pass einzubehalten. Gleichzeitig werden die Einwanderungsbehörden informiert, um die Ausreise zu verhindern. Es wird daher dringend geraten, bei der Anmietung von Motorrädern und -rollern den Reisepass nicht als Pfand zu hinterlegen.

Minengefahr

In einigen Landesteilen, insbesondere in Grenznähe zu Thailand, besteht weiterhin Minengefahr. Die Haupttouristengebiete sind von Minen geräumt. Es wird jedoch dringend empfohlen, wegen des möglichen Landminenrisikos auf keinen Fall die gekennzeichneten Wege zu verlassen.

Verkehrsinfrastruktur

Die Infrastruktur ist unzureichend ausgebaut. Busse, Eisenbahn und Boote entsprechen – von Ausnahmen abgesehen – nicht im Mindesten den in Deutschland üblichen Sicherheitsstandards. Von Fahrten mit dem Fahrrad oder mit dem Motorrad wird aus Gründen der Verkehrssicherheit abgeraten. Zumindest sollte stets ein geeigneter Helm getragen werden. Fahrer von Motorradtaxis (sog. motordups) verfügen in der Regel nicht über Helme für ihre Fahrgäste.

Kambodschanische Fluggesellschaften verfügen nicht über die hohen Sicherheitsstandards, wie sie beispielsweise in Deutschland üblich sind. Die International Civil Aviation Organization (ICAO) hat erhebliche Verletzungen von Vorschriften der ICAO festgestellt.

Alle Reisen auf dem Landweg sollten nach Möglichkeit so geplant werden, dass das Ziel mit Sicherheit vor Einbruch der Dunkelheit erreicht werden kann.

 

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Österreich Ja Ja/1 Ja
Schweiz Ja Ja/1 Ja
Deutschland Ja Ja/1 Ja
Türkei Ja Ja/1 Ja
Andere EU-Länder Ja Ja/1 Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Erforderlich u.a. für Staatsbürger der in der obigen Tabelle genannten Länder.

Man kann entweder mindestens eine Woche vor der Reise bei einer zuständigen kambodschanischen Vertretung ein Visum oder online ein e-Visum beantragen. Auf der Internetseite des kambodschanischen Außenministeriums können Visa für Reisen nach Kambodscha e-visa online beantragt werden. Auf dieser Internetseite werden alle Flughäfen und Grenzübergänge gelistet, die ein e-Visum akzeptieren und alle Nationalitäten, die ein e-Visum beantragen können. 

ACMECS Single Visum (ermöglicht die Einreise nach Kambodscha und Thailand):
Das ACMECS Single Visum ermöglicht jeweils eine Einreise nach Kambodscha und drei Einreisen nach Thailand. Die Bearbeitungszeit für dieses Visum ist erheblich. Die max. Aufenthaltsdauer beträgt 30 Tage pro Einreise. U.a. Staatsangehörige der folgenden Länder dürfen dieses Visum beantragen:

Deutschland, Österreich, die Schweiz und die Türkei sowie Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Schweden, Spanien.

 

Visum bei der Ankunft

Das Visum bei der Ankunft kann beantragt werden bei den internationalen Flughäfen Phnom Penh und Angkor sowie an einigen Grenzübergängen. Es wird dennoch dringend empfohlen, ein Visum vor der Reise zu beantragen. 

 

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Bearbeitungsdauer

Ca. 5 Tage. Bei Bearbeitung über ein Reisebüro wird bereits 4-6 Wochen im Voraus angefragt. In dringenden Fällen ist eine Expressausstellung bei der Botschaft gegen eine zusätzliche Gebühr möglich.


E-Visum: 3 Arbeitstage.

ACMECS Single Visum: 3,5 Monate.

Gültigkeit

Das E-Visum, das Touristen- und das Geschäftsvisum sind 3 Monate für einen Aufenthalt (einmalige Einreise) von bis zu 30 Tagen gültig. Das Touristenvisum kann um weitere 30 Tage verlängert werden.

Aufenthaltsverlängerung

Verlängerung beim Einwanderungsbüro des Innenministeriums in Phnom Penh, No. 5 Oknha Men Street, Tel: 12 58 15 58, Internet: www.immigration.gov.kh). Touristenvisa können einmalig für 1 Monat verlängert werden. Geschäftsvisa können um 3 Monate, maximal um 1 Jahr verlängert werden.

Visaarten und Kosten

Touristen-, Geschäfts- und Transitvisum. 

Das E-Visum berechtigt zu einer einmaligen Einreise.

Kosten

E-Visum: 30 US$ Visumgebühr + 6 US$ Bearbeitungsgebühr (zahlbar nur mit Visa-, MasterCard-, American Express- oder Discover-Kreditkarte).

Deutschland

Touristenvisum: 35 €.

ACMECS Single Visum: 30 €
Geschäftsvisum: 40 €.

Expressaustellung bei Zahlung einer zusätzlichen Gebühr von 15 € möglich.

Österreich

(Visagebühren der zuständigen Botschaft in Brüssel)

Touristenvisum: 35 €.
Geschäftsvisum: 40 €.

ACMECS Single Visum: 30 €

Expressaustellung bei Zahlung einer zusätzlichen Gebühr von 15 € möglich.

Schweiz

Touristenvisum (bis 1 Monat, einmalige Einreise): 40 CHF.
Geschäftsvisum (1 Monat gültig, ein- oder mehrmalige Einreise): 45 CHF.
Geschäftsvisum (3 Monate gültig für Aufenthalte von jeweils bis zu 1 Monat, ein- oder mehrmalige Einreise): 135 CHF.
Geschäftsvisum (6 Monate gültig für Aufenthalte von jeweils bis zu 1 Monat, ein- oder mehrmalige Einreise): 270 CHF.

Transitvisum (3 Monate gültig für Aufenthalte von bis zu 5 Tagen): 25 CHF.

Antrag erforderlich

Unterlagen für eine Visumbeantragung bei der Botschaft

(a) 1 Antragsformular (herunterladbar auf den Internetseiten der Botschaften).
(b) 1 biometrisches Passfoto.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist und mindestens eine freie Seite enthält.
(d) Gebühr (Überweisungsbeleg).
(e) Frankierter Einschreiben-Rückumschlag.

Unterlagen für ein e-Visum
(a) Digitalisiertes Passfoto (Formate .jpeg oder .png)
(b) Reisepass, der bei der Einreise noch mehr als sechs Monate gültig ist.
(c) Angaben zur Reise.
(d) Kreditkarte für die Zahlung der Gebühr (Visa oder Mastercard).

Unterlagen für ein ACMECS Single Visum

(a) ein ausgefüllter ACMECS Single Visa Antrag;

(b) Aufenthaltsort/-e sowie Aufenthaltsdauer müssen angegeben werden;

(c) Reisepass im Original wird gesondert angefordert; 

(d) 2 biometrische Passbilder

(e) Kopie der Flugbestätigungen oder der Flugtickets

(f) Kopie der Hotelbuchungen ( für beide Länder)

(g) One-Way-Tickets zuzüglich Nachweis/-e der Ausreise

Geld

Geldwechsel

Die Empfehlung ist ein Tausch im Land. Euros können in der Cambodian Public Bank, der Cambodian Bank, der Mekong Bank und an den größeren Flughäfen gewechselt werden. US-Dollar in kleiner Stückelung werden empfohlen. Es sollten nur kleinere Geldsummen getauscht werden, da es schwierig ist, die Landeswährung zurückzuwechseln.

Währung

1 Riel = 100 Sen. Währungskürzel: CR, KHR (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 100.000, 50.000, 20.000, 10.000, 5000, 2000, 1000, 500, 200 (selten), 100 und 50 (selten) CR im Umlauf.
Anmerkung: Der Riel ist Zahlungsmittel im lokalen Handel, dagegen wird im Tourismus hauptsächlich der US-Dollar benutzt. Im Grenzgebiet zu Thailand wird auch der Thai Baht als gängiges Zahlungsmittel genutzt.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen ist unbeschränkt, Deklarationspflicht ab einem Betrag im Gegenwert von 10.000 US$. (Ausfuhr nur bis in Höhe der deklarierten Beträge.)

Kreditkarten

Werden nicht überall akzeptiert, meist nur in größeren Hotels und Touristenrestaurants bzw. -geschäften. Am ehesten werden Visa und MasterCard akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
 

Reiseschecks

Werden nicht immer akzeptiert, US-Dollar-Schecks werden empfohlen.

Öffnungszeiten der Bank

I. Allg. Mo-Fr 08.00-16.00 Uhr, Sa 08.00-11.00 Uhr.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Kambodscha eingeführt werden:

400 Zigaretten oder 100 Zigarren oder 250 g Tabak (ab 18 J.);
2 l Wein;
350 ml Parfüm oder Eau de Toilette.
ständig einzunehmende Arzneimittel in einer für den Aufenthalt ausreichenden Menge.

Verbotene Importe

Waffen.

Quellenangaben
  • Marco Polo - Kambodscha, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2013-02, 2010-01
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Kambodscha - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 13.03.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 13.03.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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