Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Kenia

Steckbrief

Kenia - Fakten

Ländername Republik Kenia/Republic of Kenya
Klima tropisch (Küste), semi-arid und arid (Norden, Nordosten), sub-tropisch (Hochland/Zentrum)
Beste Reisezeit Januar, Februar, März, Juni, Juli, August, September, Oktober, Dezember
Lage 34 bis 42 Grad östlicher Länge, 5 Grad nördlicher bis 5 Grad südlicher Breite
Fläche 580.367 qkm
Hauptstadt Nairobi (rund 3,5 Millionen Einwohner)
Bevölkerung 48.468.138
Sprache Englisch, Kiswahili (Amtssprachen) und rund 70 lokale Sprachen (u.a. Kikuyu, Kamba, Ekegusii, Kimeru, Dholuo, Kalenjin)
Religion Protestanten 45 %, Katholiken 33 %, Naturreligionen 10 %, Muslime
Nationaltag 12. Dezember (Tag der Republik "Jamhuri Day", zugleich Unabhängigkeitstag)
Unabhängigkeit 12. Dezember 1963
Staats-/Regierungsform Präsidiale Republik
Staatsoberhaupt Staatspräsident (gleichzeitig Oberkommandierender der Streitkräfte) S.E. Hon. Uhuru Muigai Kenyatta, C.G.H., M.P. (seit 9.4.2013)
Vertreter des Staatsoberhaupts Vizepräsident Hon. William Samoei arap Ruto (seit 9.4.2013)
Regierungschef Uhuru Kenyatta
Außenminister Hon. Ambassador Amina Mohamed
Parlament Zweikammerparlament, gewählt im März 2013; es besteht aus der "National Assembly" mit 349 Mitgliedern (darunter 47 Frauendelegierte und 12 ernannte Mitglieder) und dem "Senate" mit 47 gewählten Vertretern der 47 Verwaltungsbezirke (counties) sowie 20 ernannten Mitgliedern. Nächste Parlaments- und Präsidentenwahlen am 8. August 2017.Sprecher der "National Assembly" ist Hon. Justin Muturi (MP)Sprecher des Senats ist Hon. Senator Ekwe David Ethuro, E.G.H.
Währung 1 EUR entspricht circa 110 Kenyan Shilling (KES)
Zeitzone MEZ+2h
Stromnetz 240 V/ 50 Hz, Stecker Typ G
Reiseadapter G
Kfz-Länderkennzeichen EAK
ISO-3166 KE, KEN
Internet-TLD .ke
Landesvorwahl +254
Website http://www.president.go.ke
Reisepass & Visum Notwendig
Geeignet für Outdoor

Geographie

Ein gut ausgebautes Verkehrsnetz erschließt dem Touristen bequem ein Bilderbuchafrika. Es reicht vom vergletscherten Mount Kenya (5199 m) über das zentrale Hochland (1500–3000 m) mit den typischen dunkelgrünen Kaffee- und Teeplantagen bis zum wüstenhaften Tafelland im Norden und wird von Nord nach Süd durch den Ostafrikanischen Graben (Rift Valley) geteilt. Der Küstenstreifen mit seinen weißen Sandstränden und Mangrovenwäldern entlang des Indischen Ozeans wird durch Lagunen, Buchten, Riffe und Inseln gegliedert; hinter der rund 250 km breiten Küstenebene steigt das Land allmählich auf über 1000 m an. Die Savannen bieten die ideale Lebensgrundlage für das afrikanische Großwild, dessen Lebensraum in zahlreichen Wildreservaten geschützt wird. Während das Klima im Norden trockenheiß ist und die Niederschläge kaum 150 mm erreichen, herrscht in den übrigen Landesteilen wechselfeuchtes Klima mit gleichbleibenden Temperaturen, die im Hochland für Europäer angenehm mild sind.

Politik und Bevölkerung

Kenia zählte lange zu den politisch stabilsten Ländern Afrikas. Im Ergebnis von Protesten gegen die undemokratischen Strukturen, die die präsidiale Republik kennzeichneten, wurde 2010 nach einem Referendum eine neue Verfassung verabschiedet. Flüchtlingsströme aus Nachbarländern, die wirtschaftliche Rezession und Stammeskonflikte führen zu starken inneren Spannungen. Bantu-Völker (60 %) stehen Westniloten (14 %) und Ostniloten (unter ihnen 1,5 % Massai) gegenüber. Inder, Araber und Europäer bilden vor allem wirtschaftlich wichtige Minderheiten.

Geschichte

Zugewanderte Völker aus dem Westen und Norden sowie arabische und asiatische Händler an der Küste bildeten bereits ein buntes Völkergemisch, als die Briten 1895 ein Protektorat errichteten. Tausende von britischen Farmern ließen sich im Hochland nieder. Widerstand dagegen leisteten vor allem die Kikuyu unter ihrem Führer Jomo Kenyatta in dem legendären Mau-Mau-Aufstand, bei dem 10 000 Menschen den Tod fanden. 1963 erhielt das Land die volle Unabhängigkeit.

Kenia - Geschichte

2,5 Mio. v. Chr. Wiege der Menschheit: Erste Frühmenschen leben im Rift Valley bei Koobi Fora (Turkanasee)
9. Jh. n. Chr. Muslime aus Arabien und Persien nehmen Handel mit der Küste auf; Aufschwung der Swahili-Kultur
1848 Der deutsche Missionar Johannes Rebmann erblickt als erster Europäer den Kilimandscharo
1920 Das Protektorat Ostafrika wird britische Kronkolonie unter dem Namen Kenya
1963 Kenia wird unabhängig, Jomo Kenyatta Gründungspräsident
1978 Tod Kenyattas, Nachfolger wird Daniel arap Moi
1992 Erste freie Wahl seit 26 Jahren: Präsident Moi bleibt im Amt
1998 Bombenanschlag von Al-Kaida-Terroristen auf US-Botschaft in Nairobi, 224 Menschen sterben
2002 Ende der Ära Moi. Friedliche Machtübergabe an Mwai Kibaki
2004 Umweltschützerin Wangari Maathai erhält als erste Afrikanerin den Friedensnobelpreis; 2011 stirbt sie an Krebs
2007 Schwere Unruhen nach Präsidentenwahl, mehr als 1100 Tote
2008 Gründung einer Großen Koalition zur Beendigung der Gewalt
2010 Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag lädt sechs mutmaßliche Drahtzieher der Unruhen von 2007 vor, unter ihnen auch Spitzenpolitiker
2011 Kenianische Truppen marschieren im Nachbarland Somalia ein und erklären den dortigen Islamisten den Krieg
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Ludwig-Krapf-Haus | 113 Riverside Drive | Riverside | Nairobi | Tel. 020 4262100 | www.nairobi.diplo.de

Deutsches Honorarkonsulat

Saleem Ghalia | Ivory House | Dedan Kimathi Avenue (gegenüber Mombasa Law Courts) | Mombasa | Tel. 0412 228781, Notruf 0736 800166

Österreichische Botschaft

City House, 2nd floor | Standard Street | Nairobi | Tel. 020 319076 | nairobi-ob@bmeia.gv.at

Österreichisches Honorarkonsulat

Ralli House | Nyerere Av. | Mombasa | Tel. 0412313386 | tibor@tgaalarchitects.co.ke

Schweizer Botschaft

International House, 7th floor | Mama Ngina Street | Nairobi | Tel. 020 2228735 | www.eda.admin.ch/nairobi

Post

Eine Postkarte per Luftpost kostet ebenso wie ein Luftpostbrief 75 Shilling Porto, Laufzeit: ein bis zwei Wochen. Für eilige Sendungen gibt es DHL.

Telefon & Handy

Eine der sinnvollsten Anschaffungen bei einem Urlaub ist die SIM-Karte eines kenianischen Anbieters. Safaricom und Airtel sind im ganzen Land verbreitet, Orange und YU nur in den großen Städten. Die SIM kostet etwa 3 Euro und kann in jedes mitgebrachte Handy eingelegt werden. Aufgeladen wird das Handy von Prepaidkarten (scratch cards), die überall erhältlich sind. Alle Nummern in diesem Buch sind mit einem kenianischen Handy deutlich günstiger erreichbar als über Roaming mit einem deutschen Vertrag. Auch Gespräche und SMS nach Deutschland sind erstaunlich günstig. Die Telefonnummern in diesem Buch sind für den Gebrauch in Kenia aufgelistet: Von Europa aus wählen Sie 00254 vor und lassen die erste "0" weg. Vorwahl nach Deutschland: 0049, nach Österreich: 0043, in die Schweiz: 0041.

Medien

Kenias Pressefreiheit ist für Afrika vorbildlich. Selbst unter der autoritären Herrschaft Daniel arap Mois konnten die Kenianer stets kritische Kommentare in den Zeitungen lesen - zur Not wurden die Blätter auch mal unter dem Ladentisch verkauft. Heute gibt es eine breite Auswahl (in englischer Sprache) überall auf den Straßen zu erstehen: die "Daily Nation" ist die Zeitung mit der größten Verbreitung, gefolgt vom "East African Standard". "Business Daily" legt den Fokus auf Wirtschaft in der Region. Die Wochenzeitung "East African" gibt einen brillianten Überblick und eine Einordnung der Geschehnisse in ganz Ostafrika. "Destination" heißt Kenias reich bebildertes Reisemagazin.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Die Feste in Kenia sind so vielseitig wie seine Bevölkerung: Begangen werden christliche, muslimische und hinduistische Feiern, und jeder - gleich welcher Religion er angehört - darf mitfeiern. Große Sportevents ziehen die Massen besonders an.

Religiöse Festtage

Januar

Dhow-Regatta: Am Neujahrstag versammelt sich ganz Lamu am Strand von Shela, wo gegen Mittag die traditionelle Dhow-Regatta startet. Die Teams üben wochenlang für das Rennen, das meist mit dem Versenken der Sieger-Dhow endet.

Maulidi al Nabi: Zum Geburtstag des Propheten versinkt Lamu für eine Woche in den ausgelassenen Feiern gläubiger Muslime. Es wird gesungen, getrommelt und getanzt; die Bevölkerung feiert mit Stocktänzen und Dhow-Regatten. Bewegliches Fest nach dem Mondkalender.

Februar

Kijani Festival: klassische Musik, Oper und Ballett am Fuß des Mount Kenya oder mitten im Nationalpark. Das Programm ändert sich jedes Jahr, Details unter www.kijanikenyatrust.org

Juni/Juli

Lewa-Marathon: Der Lauf über staubige Lehmstraßen im Schutzgebiet der Lewa Conservancy im Norden Kenias gilt als eine der größten Herausforderungen weltweit, der sich jedes Jahr ca. 700 Athleten aus aller Welt stellen. www.lewa.org

Rhino Charge: Bei der Rallye, die traditionell am ersten Juni-Wochenende stattfindet, geht es nicht nur darum, schnellster zu sein - Sonderpreise gibt es auch für das schrillste Auto oder das auffälligste Team. Es ist das Wochenende der KCs, der Kenyan Cowboys, wie die weißen Kenianer vom Land auch genannt werden. Der Gewinn aus der Querfeldein-Geländefahrt fließt dem Schutz der bedrohten Nashörner zu. www.rhinocharge.co.ke

Große Tierwanderung: Von August bis Oktober wimmelt die Massai Mara von Tieren: Dann wandern mehr als 2 Mio. Gnus, Zebras und Antilopen aus der Serengeti in den kleinen Park, um das frische Gras zu fressen - und werden ihrerseits zum Festmahl für Raubkatzen. Wenn alles abgeweidet ist, kehren die Tiere wieder um. In beide Richtungen müssen sie dabei den Mara-Fluss überqueren, wo Krokodile lauern - ein atemberaubendes Spektakel!

September

Concours d'Élégance: Ein buntes Fest rund um Oldtimer, die Bastler und Sammler hier einmal im Jahr stolz von der Öffentlichkeit bestaunen lassen. Nairobis Upper Class kommt im passenden Vintage-Outfit mit bunten Hüten und langen Röcken. www.concourskenya.com

November

Lamu Cultural Festival: Für ein Wochenende wird die Unesco-geschützte Altstadt von Lamu Town zur Open-Air-Bühne. Zum Programm gehören Tanzvorführungen, Lesungen und Kunstausstellungen. www.lamuheritage.org

East African Safari Classic Rally: Einst war sie eine der bedeutendsten Rallyes der Welt, heute ist sie ein riesiges Spektakel: In mindestens 30 Jahre alten Autos brettern die Piloten von Mombasa aus in zehn Tagen 5000 km durch die Wildnis Kenias und Tansanias. Entlang der Strecke gibt es mehrere Tribünen. www.eastafricansafarirally.com

Dezember

Jamhuri Day: Feiertag am 12. Dez. mit Umzügen und Ansprachen im Gedenken an den Tag der Unabhängigkeit 1963.

Offizielle Feiertage

Allgemein An diesen Tagen bleiben Banken, Behörden und die meisten Geschäfte geschlossen:
1. Jan Neujahr
März/April Karfreitag und Ostermontag
1. Mai Tag der Arbeit
1. Juni Madaraka Day (Unabhängigkeitstag)
10. Okt. ehemals Moi Day
20. Okt. Kenyatta Day
12. Dez. Jamhuri Day (Gründung der Republik)
25./26. Dez. Weihnachten.
Juni/Juli, September Die muslimischen Feste Idd al Fitr (Ende der Fastenzeit Ramadan) und Idd al Hadsch (Opferfest), die sich nach dem Mondkalender richten und zu wechselnden Daten stattfinden, sind ebenfalls Feiertage.
Mobilität vor Ort

Auto

In Kenia herrscht Linksverkehr. Wer sich selbst ins chaotische Verkehrsgetümmel stürzen will, anstatt wie die meisten ein Auto mit Chauffeur zu mieten, braucht Mut und Vorsicht. Dass in Kenia links vor rechts gilt, wissen auch viele Kenianer nicht. Wichtigste Regel: nach Einbruch der Dunkelheit nur noch innerhalb der Städte fahren - Wildtiere (und viele Autos) haben keine Rücklichter. Straßen sind größtenteils in schlechtem Zustand, achten Sie auf Schlaglöcher. An Polizeisperren stets halten. Geschwindigkeitsbegrenzungen: in der Stadt 50, auf Schnellstraßen 100 km/h, im Nationalpark Schritt fahren.

Automobile Association of Kenya (AAK)

Nairobi | Embakasi | Tel. 020 825060 | www.aakenya.co.ke

Bus

Die großen Städte sind alle mit Überlandbussen verbunden. Sehen Sie sich vor Kauf der Fahrkarte den Bus an, mit dem Sie fahren: Neben modernen Bussen gibt es noch viele alte Karossen, die nicht sicher scheinen. Fahren Sie nie über Nacht!

Taxi

Taxen sind oft die beste und fast immer die schnellste Möglichkeit, von A nach B zu kommen. Erklären Sie dem Fahrer vor der Abfahrt, wohin Sie wollen, und machen Sie einen verbindlichen Preis aus. Nicht immer kennen die Fahrer den Weg, seien Sie deshalb am besten vorbereitet - zur Not lassen Sie den Fahrer bei Ihrem Ziel anrufen und sich den Weg erklären. Nachts sollten Sie in Nairobi und Mombasa auch bei kurzen Strecken stets ein Taxi nehmen.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

An der Küste gehören Fisch und Meeresfrüchte zum festen Speiseplan, dazu gibt es Reis, der traditionell in Kokosmilch gekocht und mit Koriander gewürzt wird. Pilau, ein Reiseintopf mit Zimt, Kardamom und Fleischstücken, ist dort ebenfalls beliebt. Hummer ist eine Spezialität auf Lamu, wobei es sich eigentlich um eine Langustenart handelt, die dem Hummer aber sehr ähnelt. Krebse und Krabben sind ebenfalls wohlschmeckend. Zu den beliebtesten Fischen gehören der Rote Schnapper (red snapper) aus dem Indischen Ozean und Tilapia aus dem Viktoriasee. Fleisch ist von erstklassiger Qualität, das Steak sollte aus hygienischen Gründen aber dennoch eher durchgebraten (well done) als medium bestellt werden.

Vegetarier halten sich am besten an die indischen Restaurants, von denen es dank der großen Minderheit im Land sehr viele gibt. Auf den Karten stehen vegetarische Massalas (Currys) ebenso wie Paneer (ein vielfältig zubereiteter, gekochter Käse) und Dal (Linseneintopf). Dazu werden Reis oder die Nan oder Roti genannten Fladenbrote serviert. Natürlich ist die indische Küche nicht auf Gemüsegerichte beschränkt: Hühnchen, Fisch und Fleisch gibt es ebenso.

Während Salat quasi unbekannt ist, ist das Angebot an frischem Obst schier endlos. Mit der Ware, die auf dem Weg im Schiff oder im Flugzeug nach Europa praktisch jedes Aroma verloren hat, sind Kenias Früchte nicht vergleichbar. Was hier verkauft wird, kommt frisch vom Baum und ist dort bis zur letzten Minute gereift: Passionsfrucht, deren Schale möglichst schwarz und zerknittert aussehen sollte und die dann ausgelöffelt wird; Mango in diversen Sorten (besonders wohlschmeckend: die etwas säuerliche Applemango); die kleinen, besonders süßen afrikanischen Bananen; die frische Papaya, die am besten mit einem Spritzer Zitronensaft genossen wird. Ananas sind aromatischer und nicht so zuckersüß wie die in Deutschland erhältlichen Exemplare, die meist aus Westafrika stammen. Einmalig für Afrika: In Kenia gibt es sogar einheimische Äpfel, weil die Temperaturen im Hochland tief genug sinken. Etwas anders genießen Kenianer die meist grün geernteten Orangen: Anstatt sie zu schälen, werden die Zitrusfrüchte in Achtel geteilt und ausgezutzelt.

Ein Satz zur Hygiene: Generell gilt die Regel "Koch es, schäl es oder vergiss es!" Rohkost oder in Touristenhotels manchmal erhältliche Salate bergen das größte Risiko, Bakterien zu übertragen, die den Magen und damit den Urlaub verderben können.

Der Tag beginnt für die meisten Kenianer mit einem Chai, dem in Milch aufgekochten, starken Tee mit so viel Zucker wie möglich. Dazu gibt es Mandazi (eine Art Krapfen) oder Chapati, dünne, sehr wohlschmeckende Teigfladen. Wer es sich leisten kann, der frühstückt wie einst die britischen Kolonialherren: Ei, Speck, Würstchen und Baked Beans gehören zu den Standards, dazu gibt es Toast, der stilecht nicht mit Butter, sondern mit Blue Band (einer speziell für die Tropen erfundenen Margarine) bestrichen wird. "Deutsches" Brot ist selten und gibt es allenfalls bei speziellen Bäckern in Nairobi oder Mombasa. Für die Kenianer gilt: je weicher ein Brot, desto besser.

In den vergangenen Jahren hat sich Kaffee in Kenia zu einem Lifestylegetränk entwickelt. In Nairobi gibt es zahllose Kaffeebars, in denen Latte macchiato noch zu den gewöhnlichsten Kreationen zählt. Unter den jungen, hippen Kenianern hat der einst ungeliebte Kaffee das Traditionsgetränk Tee abgelöst. Anders auf dem Land und an der Küste: Wer auf seine tägliche Ration Kaffee nicht verzichten kann, sollte sich auf das Schlimmste gefasst machen und für Notfälle ein Päckchen Instantkaffee (gut ist die kenianische Marke Dormans) einpacken.

Das mit Abstand beliebteste Getränk der Kenianer ist indes Bier. Tusker und das etwas stärkere Tusker Malt sind die beliebtesten Marken, auch Whitecap, Pilsner und das billigere Senator sind überall im Land zu haben - in britischer Tradition warm. Wer ein kaltes Bier möchte, sollte auf Swahili baridi hinzufügen. In Nairobi bekommt man außerdem das besonders wohlschmeckende Sierra (blond, rotblond oder dunkel), ein nach deutschem Reinheitsgebot gebrautes Bier. Wein erfreut sich zunehmender Beliebtheit und kommt im Regelfall aus Südafrika. Kenianischer Weißwein aus Naivasha und die Mara-Weine (rote und weiße Verschnitte aus südafrikanischer Ernte) sind trinkbar, mehr aber nicht.

Eine besondere Spezialität an der Küste sind die jungen, grünen Kokosnüsse, die im Gegensatz zu den in Europa erhältlichen braunen viel köstliches Fruchtwasser (Kokosmilch) enthalten. Nach dem Trinken schabt der Verkäufer das weiche Fruchtfleisch mit einem Stück der Kokosnuss so geschickt heraus, dass man es bequem essen kann. Der perfekte Snack! Auch geröstete Cashewnüsse bieten Straßenhändler überall an der Küste an.

Einkaufen und Shoppen

An Souvenirs kommen Sie in Kenia nicht vorbei. Ob Praktisches oder Schönes, Traditionelles oder Modernes: Auf Kenias Märkten und in den Souvenirläden (Öffnungszeiten Mo-Fr 10-18, Sa 10-14 Uhr) ist für jeden etwas dabei. Anders als in den Läden müssen Sie auf Märkten und bei Straßenhändlern um den Preis feilschen. Das Startangebot ist oft vier- oder mehrfach höher als die Summe, auf die man sich zum Schluss einigt. Nennen Sie als Antwort aufs erste Gebot einen viel zu niedrigen Preis, und langsam werden Sie sich aufeinander zubewegen. Achtung: Wenn Sie einem Preis einmal zustimmen, ist der Handel abgeschlossen, nachverhandeln gilt nicht. Zahlen Sie für einen Gegenstand niemals mehr, als er Ihnen wert ist, dann können Sie mit dem Handel auf jeden Fall zufrieden sein.

Verboten ist die Ausfuhr von tierischen Produkten, dazu gehören Korallen und große Schnecken oder Muscheln. Lassen Sie sich nicht zum Kauf überreden, mit dem Beschaffen dieser "Souvenirs" zerstören Händler gnadenlos die Natur.

Glas

Schöner kann man leere Bier- und Weinflaschen nicht recyceln: Bei Kitengela gibt es Gläser, Krüge, Windspiele, Skulpturen, Mosaike und vieles mehr aus Glas, das aus eingeschmolzenen Glasabfällen frisch geblasen worden ist. "Buschglas" nennt die deutsch-kenianische Künstlerin Nani Croze diese Produkte: Alles ist absichtlich ein bisschen krumm und schief, kein Produkt wie das andere. Besuchen Sie die Künstlerin auf dem phantasievoll gestalteten Gelände am Stadtrand von Nairobi (Mo-Sa 8-17, So 11-16 Uhr | Magadi Road | Kitengela | www.kitengela-glass.com). Verkauf auch im Village Market (Gigiri) und im Rustique Café (General Mathenge Road | Westlands); alles wird auf Wunsch flugtauglich verpackt.

Kunsthandwerk

Bunt und typisch kenianisch sind die Hals- und Armbänder, die Massai aus bunten Perlen und Knöpfen fertigen. Aus Sisal geflochtene Körbe, Kiondos, sind schön und praktisch zugleich. Schnitzereien sind überall zu finden: aus Holz, das oft schwarz gefärbt wird, um es wie seltenes Ebenholz aussehen zu lassen, oder aus Speckstein. Tiermotive sind beliebt; ebenso gibt es Schalen, Kopfstützen, Kistchen und andere Gebrauchsgegenstände. Kenianisch und besonders beliebt sind die ein Meter hohen Giraffen aus Holz, die entgegen allen Beteuerungen nicht als Handgepäck zugelassen sind! Aus Draht geflochtenes Spielzeug (Autos, Flugzeuge und mehr), eine Idee aus Westafrika, bekommen Sie auf der Straße oder in der Banana Box (Sarit Centre | Westlands).

Mode & Schmuck

Bunt bedruckte und bestickte, qualitativ hochwertige T-Shirts gibt es bei Oneway (in Nairobi im Sarit Centre | Westlands; Village Market | Gigiri; Yaya-Centre | Milimani) - auf Wunsch auch aus Öko-Baumwolle. Besonders beliebt: T-Shirts mit dem Logo von Kenias berühmtester Biermarke Tusker. Außerdem im Angebot: Handtücher, Bademäntel, Rucksäcke und Kulturbeutel aus dem dick gewebten und bunt gestreiften, von der Küste stammenden Kikoy-Stoff. Kanga-Tücher, versehen mit einem auf Swahili verfassten Spruch, sind vielseitig verwendbare Mitbringsel. Meist luftige Sommermode von Kenias auch international erfolgreichen Modeschöpfern gibt es bei Kooroo (im Café Rustique | General Mathenge Drive | Westlands). Den passenden Schmuck designt die aus Deutschland ausgewanderte Marie-Rose Iberl (Maro Design | Tel. 0733 736445), die in ihren Ketten und Ohrringen aus Naturmaterialien geschickt Tradition und Moderne zusammenbringt.

Musik

Kenias Musikszene boomt: Nicht nur lokaler Rap und Jazz, auch der lokale Bongo Flava und hörbarer Pop werden mittlerweile auf CD gepresst. Die größte Auswahl gibt es in den Mediastores, in Nairobi im Westgate (Westlands) und in der Junction (Ngong Road). Zu den großen Stars gehört Popsänger und Musicalkomponist Eric Wainaina.

Spezialitäten

Kachumbari Wenn Kenianer "scharf" sagen, dann meinen sie auch scharf - vor allem bei dieser Sauce, die gern zu Fleisch- oder Fischgerichten gereicht wird
Matoke Brei aus Kochbananen, der vor allem im Westen Kenias gegessen wird. Kochbananen gibt es (sehr wohlschmeckend) auch in Scheiben geschnitten und frittiert als Banana Chips - eine gute Alternative
Nyama Choma Kenias Nationalgericht heißt übersetzt "geröstetes Fleisch", und genau das ist es auch. Für Touristen wird Rindfleisch geröstet, Kenianer bevorzugen Ziege (mbusi), Hammel oder Hühnchen. Außer frischem Meersalz wird zum Nyama Choma Ugali (s. u.) genossen
Piri Piri Häufig fragt der Kellner, ob Sie Piri Piri mögen. Wenn Sie ja sagen, müssen Sie damit rechnen, dass Ihr Gericht wirklich scharf daherkommt - so mögen es Kenianer. Alternativ werden Ihnen frische oder eingelegte Chilischoten zum Nachschärfen an den Tisch gebracht
Samosas Frittierte Teigtaschen, gefüllt mit Fleisch oder Gemüse. Gerade an der Küste sind sie als Snack weit verbreitet und - zumindest, wenn sie frisch sind - auch äußerst lecker
Sukuma Wiki Sukuma ist eine Art Mangold, der - je nach Möglichkeit - mit Tomaten, Chili und Fleischstückchen serviert wird. Ursprünglich galt er als Arme-Leute-Essen: Wer sich zum Monatsende nichts anderes mehr leisten konnte, griff notgedrungen zu Sukuma (wörtlich "Zieh die Woche hin")
Swahili-Fisch An der Küste erhältliches Fischgericht, bei dem der Fisch (meistens Schnapper) gebraten und mit einer Marinade aus Kokosmilch, Ingwer und Zitronensaft gewürzt wird. Dazu gibt es den ebenfalls in Kokosmilch gekochten Swahilireis
Ugali Der geschmacksneutrale Brei aus (weißem) Maismehl ist das Hauptnahrungsmittel der meisten Kenianer. Das fein gemahlene Mehl wird in kochendes Wasser gerührt, bis es pappig ist. Mit der Hand wird Ugali dann genutzt, um die Beilagen (je nach Vermögen Fleisch, Fisch oder Gemüse) aufzunehmen. Auch wenn der Brei gewöhnungsbedürftig ist: Probieren Sie ihn mindestens einmal; inzwischen wird Ugali selbst in den meisten Touristenhotels angeboten
Stichworte

Aids

Die Immunschwäche ist in Kenia wie fast überall in Afrika ein großes Problem. Experten gehen davon aus, dass fast sieben Prozent aller erwachsenen Kenianer infiziert sind. Unter Risikogruppen ist die Rate viel höher: So wird geschätzt, dass vier von fünf (in Kenia in der Illegalität arbeitenden) Prostituierten infiziert sind. Kondome sind zwar fast überall erhältlich, aber verpönt. Am stärksten breitet sich die Immunschwäche heute aber innerhalb von Ehen und Partnerschaften aus. Die meisten Aidskranken sterben, wenn sie im Berufsleben stehen und eine Familie ernähren müssten. Vor allem auf dem Land übernimmt die Großelterngeneration die Pflege der Aidswaisen, deren Zahl auf über eine halbe Million geschätzt wird.

Armut

Obwohl die Wirtschaft in Kenia seit Jahren boomt und sich mehr und mehr eine solide Mittelschicht etabliert, lebt die große Mehrzahl der Kenianer nach wie vor in absoluter Armut. Das Durchschnittseinkommen pro Kopf und Tag beträgt kaum mehr als 4 US-Dollar, viele, vor allem Tagelöhner, verdienen sogar noch deutlich weniger. Die hohe Inflationsrate, die zuletzt im zweistelligen Bereich lag, trifft zudem gerade die Ärmsten: Die Preise für Grundnahrungsmittel und Transport sind explodiert. Weil Familien in den Slums nirgendwo sonst sparen können, hungern sie. Im globalen Entwicklungsindex des UN-Entwicklungsprogramms UNDP belegt Kenia nur Platz 143 von 187.

Bevölkerung

Kenia ist ein Vielvölkerstaat: Mehr als 40 Ethnien oder Stämme sind von der Regierung offiziell anerkannt. Englisch und Kiswahili sind die offiziellen Amtssprachen, je nach Ethnie sprechen die 40 Mio. Kenianer aber zusätzlich noch eine von mindestens dreißig Sprachen oder Dialekten. Die größte Volksgruppe sind die Kikuyu (16,5 %), deren Stammland das Hochland rund um den Mount Kenya ist. Es folgen die Luhya aus dem Westen (13,5 %), Kalenjin aus dem Rift Valley (12,5 %), die Luo vom Viktoriasee (10 %) und die Kamba aus Kenias Südwesten (9,5 %). Immer mehr Kenianer gerade in den Städten entstammen Mischehen oder wollen sich keinem Stamm zurechnen lassen. Die weltweit berühmteste Ethnie Kenias sind vermutlich die Massai, die bis heute farbenfroh gekleideten Nomaden aus der ostafrikanischen Steppenlandschaft. Im Mittelpunkt des Massailebens steht das Rind: Die Massai glauben, dass ihr Gott Ngai ihnen alle Rinder der Erde zugedacht hat. Doch ihr Weideland wird immer kleiner, während die Viehherden wachsen. Vielen Massai bleibt nichts anderes übrig, als ihre Traditionen aufzugeben - ein Problem, das sie mit anderen Nomadenvölkern teilen.

Big Five

Die Großen Fünf, englisch Big Five, sind die Tiere, die den Großwildjägern von einst viel Gefahr, aber auch viel Ehr versprachen: Büffel, Löwe, Leopard, Elefant und Nashorn. Weil Jäger heute mit der Kamera anstatt mit dem Gewehr unterwegs sind, zählen viele eher den Gepard als den bis zu 800 kg schweren Büffel zu den Großen Fünf. Um sie alle tatsächlich zu Gesicht zu bekommen, braucht man viel Geduld und Zeit. Nashörner sind wegen der anhaltenden Wilderei inzwischen sehr selten geworden; am ehesten sind sie in Nakuru und Tsavo zu sehen. Die Massai Mara ist dagegen eines der am besten einsehbaren Löwenreviere. Die große Zahl an Antilopen, Zebras und anderem "Löwenfutter" auf engem Raum macht's möglich. Die nachtaktiven Leoparden sind am schwersten zu finden. In Samburu, wo nur wenige Bäume in der wüstenhaften Landschaft stehen, sind sie am ehesten zu sehen. Generell sollten Sie den Erfolg einer Safari nicht davon abhängig machen, ob Sie die Großen Fünf erfolgreich "abhaken" konnten - dafür ist die übrige kenianische Tierwelt viel zu spannend und schlicht zu vielfältig.

ICC

Jeder Kenianer kennt den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, abgekürzt ICC. Dort müssen sich zzt. sechs Verantwortliche der politischen Unruhen verantworten, die das Land nach den Wahlen Ende 2007 erschüttert haben. Mehr als 1100 Menschen starben, als Führer beider politischer Parteien sich gegenseitig Wahlfälschung vorwarfen. Den mutmaßlichen Rädelsführern wird zur Last gelegt, die Ausschreitungen von langer Hand geplant und schon im Wahlkampf Angehörige unterschiedlicher Ethnien gegeneinander aufgehetzt zu haben. Die Unruhen, die erst nach einem Vierteljahr mit der Bildung einer Großen Koalition zu Ende gingen, haben das Land zerrissen und in Angst versetzt. Viele befürchten, dass sich die Gewalt im Umfeld kommender Wahlen wiederholen könnte. Dass zwei mögliche Präsidentschaftskandidaten vom ICC angeklagt wurden, registrieren viele einfache Kenianer deshalb mit Erleichterung und Genugtuung: Endlich tut jemand etwas gegen die ansonsten allmächtige politische Klasse.

Kenya Wildlife Service (KWS)

Sie schützen in den Nationalparks die Menschen vor den Tieren - und die Tiere vor den Menschen: Die grün uniformierten Ranger des Kenya Wildlife Service (KWS) sind die Männer und Frauen, die Wege instand halten, Gebühren kassieren und auch Wilderer verfolgen, die es in Kenia vor allem auf Elfenbein und Nashornhörner abgesehen haben. Die Zentrale der staatlichen Organisation liegt gleich am Nairobi-Nationalpark. Wer auf eigene Faust Nationalparks besuchen will, sollte hier vorbeischauen, um eine Safari Card zu erwerben, auf die elektronisch Geld für die Parkgebühren geladen wird. Damit soll die früher verbreitete Korruption bekämpft werden; an vielen Gates ist Barzahlung inzwischen nicht mehr möglich.

Korruption

Korruption ist ein fester Bestandteil des kenianischen Alltags. Schlagzeilen machen aber meist nur die spektakulären Fälle der Großkorruption, die vor allem Politiker nutzen, um Staatsgelder zu veruntreuen. So flog 2010 der "Maisskandal" auf, in dem der Landwirtschaftsminister für Notleidende bestimmte Maisrationen mit Millionengewinn verkauft haben soll. Nur Tage später wurde bekannt, dass ebenfalls Millionen an Hilfsgeldern veruntreut wurden, die für die Förderung der Grundschulen im Land bestimmt waren. Und nicht einmal vor den Toten machen korrupte Politiker halt: Der Kauf des dringend benötigten neuen Friedhofs wurde auf Eis gelegt, weil einige Beamte und Minister kräftig mitverdienen wollten. Verhandelt werden solche Fälle vor Gericht nie, schließlich gilt auch die Justiz selbst als hochgradig korrupt. So weit verbreitet ist die Korruption, dass der von Präsident Mwai Kibaki eingesetzte Anti-Korruptions-Beauftragte John Githongo nach einigen Jahren im Amt aus Angst um sein Leben ins Ausland fliehen musste. Den Alltag erschwert Kenianern die verbreitete Kleinkorruption. Polizisten, Beamte, Lehrer: Alle wollen tea, ein bisschen Extra, um ihre Arbeit zu erledigen. Selbst wenn man Sie offen danach fragt: Als Tourist sollten Sie niemals ein Bestechungsgeld zahlen, erst recht nicht von sich aus anbieten. Stellen Sie sich im Zweifel lieber dumm.

Maathai

Kenias wohl berühmteste Bürgerrechtlerin Wangari Maathai starb 2011 an den Folgen eines Krebsleidens. Jahrelang setzte sie sich während der Moi-Diktatur für die Natur und den Umweltschutz und damit auch für den Schutz der Ärmsten ein. Ihr Green Belt Movement war gleichermaßen Umwelt- und Sozialbewegung, die Millionen Bäume im ganzen Land gepflanzt hat und gegen den Diebstahl öffentlichen Landes kämpfte. Maathai wurde mehrfach inhaftiert und misshandelt, gab aber nicht auf. Für ihr Lebenswerk wurde sie 2004 als erste afrikanische Frau mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Matatu

Sie sind das Transportmittel des kleinen Mannes und selbst der Mittelschicht: die Kleinbusse, die an der Außenwand ein gelber Strich und die Route zieren und die auch noch die entlegensten Winkel des Landes erschließen. Meistens hört man die Matatus lange, bevor man sie sieht: Aus der geöffneten Tür hängt der tout genannte Kassierer, der durch permanentes Rufen Fahrgäste in sein Matatu locken will. Matatus sind lange nicht mehr so klapprig, wie ihnen nachgesagt wird, auch wenn Bemühungen, die Gefährte wirklich sicher zu machen, weitgehend gescheitert sind. Theoretisch sollte jeder Mitfahrer einen eigenen Platz mit Sicherheitsgurt haben; vor allem auf dem Land ist das aber selten der Fall. Dazu kommt, dass die Fahrer rücksichtslos rasen und sich auch an den unmöglichsten Stellen durchdrängeln - je schneller sie die Route zurücklegen, desto mehr Geld verdienen sie nämlich. An den fast täglich vorkommenden tödlichen Unfällen ist deshalb meist zumindest ein Matatu beteiligt.

Religion

Glaube ist in Kenia eine ernste Angelegenheit: Dass es Menschen gibt, die an gar nichts glauben - wie es in Europa ja häufig vorkommt -, versteht kaum jemand hier. Gut zehn Prozent der Kenianer sind Muslime, die meisten von ihnen leben an der Küste oder im Norden des Landes. Achtzig Prozent haben sich in der Volkszählung von 2009 als Christen bezeichnet, wobei evangelikale Kirchen (sogenannte Pfingstkirchen) die am stärksten wachsende Anhängerzahl haben. Nur knapp über zwanzig Prozent der Kenianer sind Katholiken. Die Mehrheit der indischstämmigen Minderheit sind Hindus, und knapp 15 Prozent der Kenianer geben an, Naturreligionen zu folgen - viele von ihnen sind zugleich Mitglied einer christlichen Kirche (deswegen ergibt sich durch Doppelnennungen eine Gesamtsumme von über 100 Prozent). Egal, welcher Kirche man angehört: Der Sonntag ist für den Gottesdienst reserviert, der gerade für die armen Bevölkerungsschichten auch das größte soziale Event der Woche ist. Der Gottesdienst kann mehrere Stunden dauern, gefolgt von einem fröhlichen Zusammensein, das bis zum Sonnenuntergang anhält.

Safari

Auf Kiswahili bedeutet Safari schlicht "Reise" - wundern Sie sich deshalb nicht, wenn Ihnen beim Auschecken aus einem Hotel Safari njema, "gute Reise", gewünscht wird. Doch gerade in Kenia bedeutet Safari natürlich längst viel mehr: Für viele Urlauber ist sie schlicht die Erfüllung eines Traums. Nächte unter dem funkelnden Sternenhimmel, wilde Tiere, unbekannte Geräusche und exotische Gerüche mitten in der Wildnis, deren Vielfalt man auf den Game Drive genannten Pirschfahrten entdecken kann. Wer nach Kenia kommt, sollte mindestens eine Safari unternehmen. Wer die Tierwelt in ihrer ganzen Pracht beobachten will, muss allerdings früh aufstehen: Noch vor dem Sonnenaufgang werden Sie geweckt, meist mit einem Kaffee und einem Keks. Dann geht es im Geländewagen los. Ein Schimmern von Sonnenstrahlen am Horizont reicht, und die nächtliche Stille ist plötzlich vorbei. Vögel zwitschern, Affen rufen, und die Savanne erwacht zum Leben. Löwen gähnen dem neuen Tag entgegen, Antilopen und Giraffen beginnen ihre täglichen Wanderungen, und Leoparden kehren von der nächtlichen Jagd in den Schutz eines Baums zurück. Wenn nach ein paar Stunden die Sonne hoch am Himmel steht und die Tiere im Dickicht Schutz vor der Hitze suchen, geht es zum Frühstück und zu einer Siesta zurück ins Camp. Der nächste Game Drive lohnt erst wieder am Nachmittag, wenn es kühler wird - dann ist man bis zur Dämmerung unterwegs. Hobbyfotografen können sich freuen, denn während das äquatoriale Tageslicht die Bilder flach und kontrastarm macht, verschaffen Morgen- und Abendlicht den Landschaften und der Tierwelt eine wunderschöne Stimmung.

Somalia

Seit 1991 hat Kenias Nachbarstaat im Nordosten keine funktionierende Regierung mehr. Während früher das Prinzip der Nichteinmischung galt, ist Kenias Armee 2011 erstmals in Somalia einmarschiert. Sie unterstützt damit die international anerkannte Übergangsregierung, die gegen die radikalislamische Shabaab-Miliz und andere militante Gruppen nahezu hilflos ist. In Kenias Städten gilt seitdem erhöhte Wachsamkeit, um angedrohte Terrorakte der Shabaab zu vereiteln. Die Folgen des staatlichen Zerfalls des Nachbarlands spürt Kenia allerdings schon seit Langem: Mehr als eine Million Flüchtlinge aus Somalia, so wird geschätzt, leben heute in Kenia. Eastleigh, ein Stadtteil von Nairobi, wird gleichermaßen liebevoll wie ängstlich schon Little Mogadishu genannt, weil er praktisch von Somalis kontrolliert wird. Weitere Hunderttausende Flüchtlinge leben in den Lagern Dadaab und Kakuma im Norden des Landes. Viele Somalis haben zudem Clanverwandtschaften, die über die von den Kolonialisten willkürlich gezogene Grenze in den Nordosten Kenias reichen.

Bloss nicht!

Im Nationalpark Aussteigen

In Nationalparks darf man nur an gekennzeichneten Stellen aus dem Auto aussteigen. Mit Grund: Es ist lebensgefährlich! Die vermeintlich niedlichen Affen nahe Ihrem Zelt können schnell aggressiv werden: Halten Sie Abstand, und füttern Sie sie niemals.

Kenianer bemitleiden

Viele Kenianer sind arm, aber sie sind auch stolz. Als Urlauber haben Sie die Chance, auch denen Respekt zu zeigen, die wenig haben - zum Beispiel durch ein Gespräch. Geben Sie gezielt etwas, wenn Sie helfen wollen, nicht aus schlechtem Gewissen.

Verbrennen

Die Äquatorsonne, im Hochland auch noch Höhensonne, ist gefährlich. Selbst bei Bewölkung färbt sich die Haut schnell rot. Tragen Sie Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor auf.

Leitungswasser trinken

Auch in den besten Hotels sollten Sie zu Mineralwasser greifen, um Durchfälle und schlimmere Erkrankungen zu vermeiden. Versiegelte Flaschen gibt es überall und sind die bessere Alternative, auch zum Zähneputzen.

Schmiergeld zahlen

Ein heikles Thema ist die in Kenia vorkommende Korruption. Sollte tatsächlich jemand ein Bestechungsgeld von Ihnen verlangen, stellen Sie sich dumm und lassen Sie denjenigen wieder und wieder erklären, was genau er meint. Regen Sie sich auf, kann das - vor allem bei Polizei oder offiziellen Stellen - Schwierigkeiten nach sich ziehen.

im Dunkeln durch die Stadt laufen

Wenn die Sonne untergegangen ist, nehmen Sie für jeden noch so kurzen Weg ein Taxi. Straßenbeleuchtung ist nahezu unbekannt, und im Schatten lauert manch zwielichtige Gestalt.

Knausern

Wenn Sie mit eigenem Führer auf eine längere Safari gehen, auf den Mount Kenya steigen oder einen Fahrer mieten, zeigen Sie sich - außer Sie sind unzufrieden - großzügig. Ihre Trinkgelder sind meist das Haupteinkommen der Betroffenen.

Zu freizügig sein

Jeder öffentliche Austausch von Zärtlichkeiten, z. B. ein Kuss oder Händchenhalten, ist in Kenia absolut unüblich. Homosexualität ist sogar verboten, FKK, auch oben ohne, ebenso.

Sitzen bleiben

Wenn die Nationalhymne erklingt (vor jeder öffentlichen Aufführung, sei es im Konzert, im Kino o.ä.), muss man aufstehen und innehalten, bis die Musik stoppt.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Die Küstenregion Kenias ist islamisch geprägt. Reisende sollten darauf Rücksicht nehmen und ihr Verhalten - wo erforderlich - sowie ihre Bekleidung (außerhalb der Hotelanlagen) entsprechend anpassen. Für Reisende, die in Kenia zu Schaden kommen oder Opfer eines Verbrechens oder Unfalls werden, ist es erfahrungsgemäß schwierig bis aussichtslos rechtliche Ansprüche durchzusetzen.

Geld/Kreditkarten

Bargeld kann an Geldautomaten mit Kreditkarten und mit dem "Cirrus"- und/oder "Maestro"-Logo versehenen BankCards europäischer Banken abhängig von den Sicherheitsvorkehrungen der jeweiligen (deutschen) Bank bis maximal 40.000 KES pro Tag abgehoben werden. Abhebungen mit Kreditkarten (z.B. Visa) sind in der Regel noch möglich. Reiseschecks werden in Kenia in der Regel nicht akzeptiert, weder in Forex-Büros noch zum Bezahlen von Hotels usw.
In Kenia ist Kreditkartenbetrug häufig. Beim Verwenden von Kreditkarten sollten daher die einschlägigen Vorsichtsmaßnahmen und Empfehlungen der Kreditkartenunternehmen beachtet werden.
In der Ankunftshalle des Internationalen Flughafens Nairobi - nach der Zollabfertigung -sollte nach Möglichkeit vermieden werden, Geld umzutauschen, es besteht die Gefahr der Beobachtung und Verfolgung durch dort operierende kriminelle Banden.
Es ist hilfreich, einen kleineren Betrag in Ein-Dollar-Noten griffbereit mitzuführen, um erste Kosten, z.B. für ein Taxi, bestreiten zu können.

In Nairobi ereigneten sich in letzter Zeit mehrere Fälle von Trickbetrug, in denen die Betrüger den Reisenden, als Polizisten verkleidet, gegenüber traten. Es ist daher zu empfehlen, sich immer den Dienstausweis des vermeintlichen Polizisten zeigen zu lassen und diesem nicht ohne nachvollziehbaren Grund zu folgen.

Aufnahme einer Arbeit

Personen, die beabsichtigen, in einer sozialen Einrichtung oder Nichtregierungsorganisation für einige Zeit mitzuarbeiten, benötigen eine Arbeitsgenehmigung. Näheres hierzu unter www.immigration.go.ke.
Vor dem Hintergrund einschlägiger, nicht immer günstiger Erfahrungen, wird empfohlen, sich so umfassend wie möglich über die fragliche Institution zu informieren, falls vorhanden, am besten über eine deutsche Partnerinstitution. Thema sollte dabei auch die Sicherheit der Unterbringung sein. Zum Teil wird für die Mitarbeit ein nicht unerheblicher finanzieller Beitrag erhoben.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch

Medizinische Versorgung.

Aktuelle medizinische Hinweise
Chikungunya-Fieber
Seit Dezember 2017 wurden erstmals mehr als 450, einschließlich 32 laborbestätigter Fälle von Chikungunya-Fieber im Mombasa County, hauptsächlich in der Region um Mvita und Likoni aber auch aus Kilifi und Lamu gemeldet.
Die Erkrankung ist wie Dengue-Fieber durch Fieber, Hautausschlag, Gelenk- und Knochenschmerzen gekennzeichnet und wird auch durch die gleichen tagstechenden Mücken (Aedes aegypti) übertragen. Mückenschutz beachten, s.u..

Impfschutz

Eine gültige, durch eine zertifizierte Gelbfieberimpfstelle durchgeführte Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet gefordert. Eine Auffrischung nach 10 Jahren wird von den kenianischen Behörden nicht mehr verlangt. Bei Einreise aus Nicht-Gelbfiebergebieten (z.B. aus Europa) oder einer Transitzeit von weniger als 12 Stunden im Flughafen eines Gelbfieber-Endemiegebietes (z.B. Äthiopien) ist der Impfnachweis nicht zwingend vorgeschrieben, wird jedoch für Reisen im Land empfohlen.

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de).

Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) ggfs. auch Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza und Pneumokokken. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.

Malaria

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85 % der Fälle in Kenia!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Ein hohes ganzjähriges Risiko besteht in den Touristenzentren an der Küste und im Westen des Landes am Viktoriasee. Ein mittleres Risiko besteht in den Grenzregionen zu Tansania im Südwesten sowie ein geringes Risiko in den restlichen Landesteilen. Nairobi und Umgebung sind malariafrei.

Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) anzuraten. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig (Dengue), in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.

HIV/AIDS

Im Landesdurchschnitt liegt die Prävalenz im höheren einstelligen Prozentbereich, allerdings sind Risikogruppen, insbesondere Sexarbeiter/-innen in einem sehr viel höheren Prozentsatz betroffen. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Risiken daher meiden. Kondombenutzung wird dringend empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Cholera ist in Kenia endemisch. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen - wenn möglich - Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten

Dengue-Fieber

Insbesondere in den Küstenregionen, auch in Mombasa werden immer wieder Fälle gemeldet (Dengue Typ 1, 2 und 3). Die Erkrankung ist durch Fieber, Hautausschlag, schwere Gelenk- und Knochenschmerzen ("break bone fever") gekennzeichnet.

In seltenen Fällen treten Blutungskomplikationen auf. Dengue Fieber wird durch tagstechende Mücken (Aedes aegypti) übertragen. Eine Impfung oder Chemoprophylaxe existiert nicht. Mückenschutz auch am Tage ist dringend angeraten (siehe auch www.diplo.de/Reisemedizin).

Schistosomiasis (Bilharziose)

Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern (z. B. Victoria-See) im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.

Ostafrikanische Schlafkrankheit

Die unbehandelt fast immer tödlich verlaufende Erkrankung wird durch den schmerzhaften Stich der aggressiven TseTse-Fliege übertragen. Obgleich das Risiko sehr gering ist, sollte bei Besuch der Nationalparks auf guten Mückenschutz (protektive Bekleidung, Mückenabwehrmittel auch tagsüber) geachtet werden. Bei unklarem Fieber nach Rückkehr sollte neben der ungleich häufigeren Malaria auch an die Schlafkrankheit gedacht werden.

Höhenkrankheit

Sollte im Rahmen von touristischen Unternehmungen der Mount Kenia bestiegen werden, sind gesundheitliche Probleme möglich (akute Höhenkrankheit - Rücksprache mit Hausarzt entsprechend eigener Vorerkrankungen). Zu Symptomen der Höhenkrankheit siehe auch das Merkblatt des Gesundheitsdienstes.

Gifttiere

In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden (auch den Tod) bewirken kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor. Wie üblich in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung außerhalb Nairobis ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch hochproblematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Fachärzte. Die ärztliche Versorgung in Nairobi ist allerdings gut. Die Stadt ist Sitz eines Regionalarztes des Auswärtigen Amts und verfügt auch über einige deutsch sprechende Ärzte. Außerdem sind englisch sprechende Fachärzte aller Fachrichtungen vorhanden. In einigen Krankenhäusern gibt es Stationen, die hinsichtlich der Unterbringung auch höheren Ansprüchen gerecht werden. Ein ärztlicher Notfalldienst für dringende Erkrankungen, Unfälle etc. ist dort eingerichtet.

Einfache bis mittelschwere Operationen können, insbesondere in Nairobi, in ausgewählten Krankenhäusern durchgeführt werden. Im Notfall sind auch komplexe Eingriffe möglich, dennoch sollten schwierigere Operationen oder hier nicht häufig durchgeführte Eingriffe nach ärztlicher Rücksprache in Europa oder Südafrika durchgeführt werden.

Das Mitbringen von Medikamenten ist außer einer auch in Deutschland üblichen Hausapotheke nicht notwendig, es sei denn, einzelne Personen sind auf spezielle Medikamente angewiesen oder Großstädte werden nicht besucht. Die Apotheken in Nairobi haben ein gutes Sortiment aller wichtigen Standardmedikamente. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen allerdings vor.

Der Abschluss einer privaten Krankenversicherung ist auch in Kenia möglich. Häufig sind die Kosten für ärztliche Behandlungen in Kenia für Europäer deutlich teurer als in Deutschland. Touristen, die nach Kenia kommen, sollten über eine zusätzliche Reisekrankenversicherung verfügen. Wer sich längerfristig in Kenia aufhalten will, sollte über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten in Kenia und in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer deutschen oder internationalen Flugrettungsversicherung sowie lokal für Reisen innerhalb von Kenia bei (AMREF ("Flying Doctors") empfohlen.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (siehe z. B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de/).

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Fachärzte. Die ärztliche Versorgung in Nairobi ist gut. Die Stadt ist Sitz eines Regionalarztes des Auswärtigen Amtes und verfügt auch über einige deutsch sprechende Ärzte. Außerdem sind englisch sprechende Fachärzte aller Fachrichtungen vorhanden.

Die East African Flying Doctors (ein fliegender Ärztedienst) bieten eine spezielle Mitgliedschaft für Touristen an, die garantiert, dass man bei Krankheit oder einen Unfall auf Safari diesen Dienst in Anspruch nehmen kann (einschl. Lufttransport). Die medizinische Versorgung in Nairobi und Mombasa entspricht nicht den europäischen Standards.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Reiserückholversicherung ist dringend empfohlen.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Essen & Trinken 4 -
Malaria 3 -
Typhus & Polio Ja -
Cholera 2 -
Gelbfieber 1 -

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von sechs Tagen nach Aufenthalt aus einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebieten kommen und über ein Jahr alt sind. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben und sich dort weniger als 12 Stunden aufgehalten haben. Eine Auffrischung nach zehn Jahren wird nicht mehr verlangt. Allen Reisenden nach Kenia, besonders Besuchern von ländlichen Gegenden, wird eine Gelbfieberimpfung dringend empfohlen, da Kenia selbst Infektionsgebiet ist.

[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Landesweit und insbesondere in den Distrikten Homa Bay, Isiolo, Kisumu, Koibatek, Migori, Rachuonyo, Siaya und Suba besteht ein erhöhtes Cholera-Erkrankungsrisiko, das vor allem die einheimische Bevölkerung betrifft. Die Infektionsgefahr von Touristen gilt als sehr gering. Eine Impfung ist in der Regel nicht erforderlich. Die sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygiene ist stets empfohlen.

[3]
Malariaschutz ist ganzjährig im gesamten Land erforderlich. Hohes Malariarisiko besteht im ganzen Land unterhalb von 2.500 m Höhe, in den Regenwaldgebieten, einschließlich der Touristenresorts an der Küste sowie während der Regenzeit von März bis Juni und von Oktober bis Dezember. In der Hauptstadt Nairobi sowie im Hochland (über 2500 m) des Rift Valley, Central, Eastern, Western Province und Nyanza ist das Risiko im Allgemeinen gering. Chloroquin- und Sulfadoxin/Pyrimethamin-Resistenz der vorherrschenden gefährlicheren Form Plasmodium falciparium (Malaria tropica), die zu 85 % auftritt, wurden gemeldet. Eine Vorbeugung mit Medikamenten wird für die Reiseregionen unterhalb von 2.500 m Höhe einschließlich der Städten empfohlen.

[4]
Größtes Infektionsrisiko stellen Darminfektionen dar. Die für alle tropischen Länder geltenden Hygieneregeln (z. B. Vorsicht bei Genuss von Nahrungsmitteln und Leitungswasser) sollten sorgfältig beachtet werden. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

Nach Verzehr größerer Mengen von Mais sind in der Zentralprovinz zahlreiche Einwohner erkrankt, einige verstorben. Das Gift Aflatoxin, das beim Erhitzen nicht zerstört wird, stammt aus Schimmelpilzen, die sich unter ungünstigen Bedingungen auf dem Getreide bilden. In der Region, in der sich mehrere Nationalparks befinden, sollte vorübergehend auf Maisgerichte verzichtet werden.
Auch auf einen konsequenten Insektenschutz sollte geachtet werden, um Infektionskrankheiten und Durchfälle zu vermeiden.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger können in manchen Teichen und Flüssen (Victoriasee!) landesweit vorkommen, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt besonders an den Küstengebieten in der Gegend von Mombasa als auch in Mombasa selbst vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. 

Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

Fleckfieber
tritt landesweit auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose sowie die ebenfalls durch Mücken übertragene Krankheit Kala Azar kommen in den halbtrockenen Gebieten im Norden und Osten vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Örtliche Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis (so genannte "epidemischen Hirnhautentzündung") wurden in der Vergangenheit aus dem Nordwesten der Rift-Valley-Provinz mit Schwerpunkt im West Pokot-Distrikt unmittelbar an der ugandischen Grenze gemeldet. Wie Uganda gehört auch Kenia zum endemischen Meningitis-Gürtel, in dem besonders während extremer Trockenheit mit einem höheren Krankheitsaufkommen gerechnet werden muss. Für Risiko-Reisende ist Impfschutz empfohlen.

Pest kommt vereinzelt im Süden des Landes vor. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufigeres Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflicher Tätigkeit in Pestgebieten empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika. Besonders Kinder und Jugendliche sollten einen Impfschutz haben.

Es besteht im Westen, vor allem im Lambabwe-Tal die Infektionsgefahr mit der Schlafkrankheit (afrikanische Trypanosomiasis). Es werden sorgfältige Insektenschutzmaßnahmen empfohlen.

Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Landesweit und ganzjährig besteht die Gefahr des Zeckenbiss-Fiebers. Schutzmaßnahmen sind hautbedeckende Kleidung und Insektenschutzmittel.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Türkei Ja Nein Ja
Andere EU-Länder Ja 1 Ja
Schweiz Ja Ja Ja
Österreich Ja Ja Ja
Deutschland Ja Ja Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Erforderlich u.a. für Staatsangehörige der in der obigen Tabelle genannten Länder.

Ausnahme: [1] Staatsbürger von Zypern benötigen für die Einreise nach Kenia kein Visum.

e-Visa für Touristen

e-Visa für Touristen für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen können online auf www.ecitizen.go.ke oder auf immigration.ecitizen.go.ke beantragt werden. Möglich ist auch noch die Beantragung bei den zuständigen Botschaften sowie bei der Einreise. Dennoch wird dringend empfohlen, ein e-Visum zu beantragen, das mindestens 7 Tage vor der Reise beantragt werden muss. 

 

Alle Besucher erhalten bei der Einreise einen Besucherpass (Visitor's Pass).

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Allein reisende, visumpflichtige Kinder benötigen einen eigenen Reisepass, ein Visum und eine schriftliche Reiseerlaubnis beider Elternteile. Kinder unter 16 Jahren, die von ihren Eltern begleitet werden, benötigen kein Visum und müssen auch keine Visumgebühr bezahlen. Sie benötigen jedoch einen Reisepass.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Minderjährige, die einen anderen Nachnamen tragen als der sie begleitende Erwachsene, sollten das Verwandtschaftsverhältnis zu diesem Erwachsenen nachweisen können (z.B. mit einer Geburtsurkunde).

Einreise mit Haustieren

Für Hunde und Katzen werden ein Gesundheitszeugnis und ein Tollwutimpfzertifikat, das im Herkunftsland ausgestellt wurde, benötigt. Die Tollwutimpfung muss mindestens 1 Monat und maximal 12 Monate vor der Ankunft durchgeführt worden sein. Zusätzlich muss eine Einfuhrgenehmigung vorgelegt werden, die von der Botschaft in Berlin innerhalb von 1 Woche bei postalischer Antragstellung bzw. innerhalb von einen Tag bei persönlicher Antragstellung ausgestellt wird. Notwendig ist ein Anschreiben an die Botschaft, das die persönlichen Daten des Reisenden enthält (v. a. Name und Anschrift). Die Gebühr, die per ec-Karte oder Überweisung bezahlt werden kann, beträgt 57 €. Die genauen Anforderungen sind unter www.kenyaembassyberlin.de erhältlich.

Bearbeitungsdauer

Postalisch: 10 Werktage. Persönliche Beantragung: 5 Tage. Die Bearbeitungszeit richtet sich auch danach, ob der Antrag zur Bestätigung nach Nairobi geschickt werden muss. In diesem Fall kann die Bearbeitungszeit 6 Wochen und länger dauern.

e-Visa: Ca. 7 Tage.

Gültigkeit

3 Monate. Verlängerungen um maximal weitere 3 Monate können beim Immigration Department in Nyayo House - Kenyatta Avenue / Uhuru Highway, P. O. Box 30191-00100, Nairobi sowie in Mombasa oder Kisumu beantragt werden.

Transit

Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Rück- oder Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Visaarten und Kosten

Einreise- und Transitvisum sowie gemeinsames Visum für Kenia, Uganda und Ruanda.

Kosten

Deutschland
Die angegebenen Visagebühren gelten u.a. für Deutsche ab 16 Jahren (Kinder unter 16 Jahren erhalten ein kostenloses Visum, wenn sie in Begleitung ihrer Eltern reisen).
Einreisevisum (einmalige Einreise, 3 Monate gültig): 40 € bei der Botschaft, 40 €/ 51 US$ in bar (Flughafen);
Transitvisum: 20 US $ (Flughafen).

East Africa Visa (EAC): 100 US$ (Flughafen)/ 80 € (Botschaft).

e-Visa:

Einfache Einreise: 50 US$ und Servicegebühr in Höhe von 1 US$. Transitvisum: 20 US$ und Servicegebühr in Höhe von 1 US$.

Österreich
Die angegebenen Visagebühren gelten u.a. für Österreicher ab 16 Jahren (Kinder unter 16 Jahren erhalten ein kostenloses Visum).
Einreisevisum (einmalige Einreise, 3 Monate gültig): 51 US$ (am Flughafen), 40 € (bei der Botschaft); 
Transitvisum: 20 US $ (Flughafen), 20 € (bei der Botschaft).

East Africa Visa (EAC): 100 US$/ 80 €.

e-Visa: 50 US$ und Servicegebühr in Höhe von 1 US$.

Schweiz
Die angegebenen Visagebühren gelten u.a. für Schweizer ab 16 Jahren (Kinder unter 16 Jahren erhalten ein kostenloses Visum).
Einreisevisum

einmalige Einreise, 3 Monate gültig: 51 US$ (Flughafen) bzw. 70 CHF (Botschaft).

mehrmalige Einreise: 140 CHF (Botschaft).


Transitvisum: 20 US$ (Flughafen) bzw. 30 CHF (Botschaft).

East Africa Visa (EAC): 100 US$/ 95 CHF.

e-Visa: 50 US$ und Servicegebühr in Höhe von 1 US$.

Antrag erforderlich

Touristenvisum:
(a) 1 ausgefülltes Antragsformular Nr. 22 oder bei Online-Beantragung: immigration.ecitizen.go.ke
(b) 1 Passfoto (2 für mehrmalige Einreise).
(c) Reisepass, der bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig ist und mindestens zwei freie Seiten enthält (mit je zwei Kopien aller relevanten Seiten für mehrmalige Einreise)
(d) Gebühr (per Kreditkarte). Kinder unter 16 Jahren, die von ihren Eltern begleitet werden, benötigen kein Visum und müssen keine Visumgebühr bezahlen.
(e) Reisebestätigung oder Kopie des Hin- und Rückflugtickets.
(f) DHL Expresseasy Prepaid National-Umschlag für die Zustellung des visierten Passes.

e-Visum:

(a) Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist.

(b) Ausdruck des e-Visums von www.eCitizen.go.ke.

(c) Reiseroute.

(d) Brief des Arbeitgebers bei Geschäftsreisen oder Einladungsschreiben bei Familienbesuchen.

(e) Hotelbuchung bei touristischen Reisen.

(f) digitales, biometrisches Passbild.

East Africa Visa

a) 1 Antragsformular

(b)-(f) wie bei Touristenvisum.

Geschäftsvisum:
(a)-(f)
(g) Entsendungsschreiben der Firma mit Angaben zu Reiseanlass und -dauer und Bestätigung der Kostenübernahme.

(h) Kopie des Einladungsschreiben des einladenden Unternehmens.

Das Einreisevisum zur einfachen Einreise ermöglicht innerhalb seines Gültigkeitszeitraumes auch die Wiedereinreise aus Tansania und Uganda.

Visa on arrival (Visum bei der Einreise)

(a) 1 ausgefülltes Antragsformular 22 (erhältlich am Flughafen).

(b) ein Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.

(c) Rück- bzw. Weiterflugticket sowie Plan der Reiseroute.

(d) Visumgebühr: 40 € oder 50 US$ in bar.

(e) nur für Geschäftsreisende: Schreiben auf Englisch der an der Reise beteiligten Firmen.

Geld

Geldwechsel

In allen größeren Banken, in Geldwechselstuben und in autorisierten Hotels möglich. Vorsicht vor Schwarzhändlern. Bei den Flughafenbanken am Jomo Kenyatta International Flughafen (Nairobi) und am Moi International Flughafen kann 24 Stunden täglich Geld gewechselt werden. Geldumtausch muss jedesmal auf dem Devisenformular bestätigt werden; Devisenvergehen werden empfindlich bestraft. Es sollte derzeit möglichst vermieden werden, am internationalen Flughafen von Nairobi (NBO) Geld zu wechseln, denn kriminelle Banden beobachten oft Reisende im Flughafen und verfolgen sie, wenn sie offensichtlich Wertgegenstände und Bargeld bei sich tragen. 

Währung

1 Kenia-Schilling = 100 Cents. Währungskürzel: KSh, KES (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 1000, 500, 200, 100 und 50 KSh im Umlauf; Münzen im Wert von 20, 10, 5 und 1 KSh. Es gibt auch eine 40-Schilling-Münze, die allerdings selten vorkommt.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag im Gegenwert von 6.000 US$ erlaubt. Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährung ist unbeschränkt.

Kreditkarten

American Express, Mastercard, Diners Club und Visa werden in Hotels, Reisebüros, von Veranstaltern von Safaritouren und in Restaurants häufig angenommen. An zahlreichen Bankautomaten, die in Städten zunehmend auch an Tankstellen zu finden sind, kann man Bargeld mit Kreditkarte (vor allem mit Visa) abheben. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Reiseschecks werden in der Regel in Kenia nicht akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr. Einige Banken haben auch samstags von 09.00-11.00 Uhr geöffnet. Viele Niederlassungen haben inzwischen Geldautomaten, die rund um die Uhr zugänglich sind. Nationale und internationale Banken haben Niederlassungen in den meisten größeren Städten.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Kenia eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

250 g Tabakprodukte;
1 l Spirituosen oder 2 l Wein;
1/2 l Parfüm und Eau de Toilette (davon nicht mehr als ein Viertel der Gesamtmenge Parfüm).

Geschenke, die den Gegenwert von 300 US$ nicht übersteigen dürfen.
Die Deklaration von Wertgegenständen ist empfehlenswert.

Verbotene Importe

Schusswaffen und Munition (nur mit polizeilicher Genehmigung), CS-Gas und Pfefferspray, Drogen, pornografisches Material, Spielzeugwaffen und unechte Waffen, Obst, Pflanzen und Pflanzensamen.

Verbotene Exporte

Gold, Diamanten. Die Ausfuhr von Tierhäuten und anderen Jagdtrophäen ist ohne Genehmigung der kenianischen Regierungsbehörde verboten.

Quellenangaben
  • Marco Polo - Kenia, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2013-11, 2008-09
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Kenia - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 20.03.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 20.03.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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