Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Japan

Steckbrief

Japan - Fakten

Ländername Japan; Nippon, Nihon.
Klima Hokkaido: kalter Winter, warmer Sommer; Honshu, Shikoku, Kyushu: gemäßigt bis subtropisch; Okinawa: subtropisch.
Beste Reisezeit März, April, November, Dezember
Lage Zwischen 20° 25'N und 45° 33' N dem asiatischen Festland vorgelagert.
Fläche Japans Gesamtfläche von 377.930 km2 untergliedert sich in vier Hauptinseln, die von etwa 4.000 kleineren Inseln umgeben sind.
Hauptstadt Die Hauptstadt Tokyo bildet zusammen mit den Städten Yokohama und Kawasaki mit insgesamt ca. 35 Mio. Einwohnern die weltweit größte Metropolregion, Bevölkerungsdichte: ca. 5.400 Einwohner/km2.
Bevölkerung ca. 127 Mio. Einwohner, Bevölkerungsdichte: 336 Einwohner/km2.
Sprache Japanisch.
Religion 84 % sowohl Shinto als auch Buddhismus, 16 % andere (einschließlich 0,7 % Christen)
Nationaltag 23. Dezember, Geburtstag des Kaisers (Tenno).
Staats-/Regierungsform Konstitutionelle Monarchie
Staatsoberhaupt Akihito
Regierungschef Shinzo Abe (LDP), seit 26. Dezember 2012 (zuletzt am 22.10.2017 im Amt bestätigt)
Außenminister Taro Kono (LDP), seit 3. August 2017 (am 1.11.2017 im Amt bestätigt)
Parlament Zweikammersystem: Unterhaus, gewählt für 4 Jahre, jüngste Wahl am 22. Oktober 2017; von 465 Sitzen werden 289 in Einpersonenwahlkreisen per Mehrheitswahl, 176 auf 11 Regionallisten per Verhältniswahl besetzt. Oberhaus mit 242 Sitzen, gewählt für 6 Jahre, alle 3 Jahre Neuwahl der Hälfte der Sitze, jüngste Wahl am 10. Juli 2016; 96 Sitze werden per landesweiter Listenwahl, 146 Sitze per direkter Persönlichkeitswahl in 47 Wahlkreisen besetzt.
Währung Yen (JPY)
Zeitzone UTC+9 (MEZ+8)
Stromnetz 100 V/ 50 oder 60 Hz (Amerikanischer Stecker)
Reiseadapter A, B
Kfz-Länderkennzeichen J
ISO-3166 JP, JPN
Internet-TLD .jp
Landesvorwahl +81
Reisepass & Visum Notwendig
Geeignet für Kultur, Outdoor, Meer, See, Wintersport, Feiern

Geographie

Die über 4000 Inseln Japans sind die Gipfelregion eines untermeerischen Gebirgszuges, der sich halbmondförmig an der Ostseite Eurasiens entlangzieht. Deshalb bestehen über 80 % der Fläche Japans aus Bergstöcken. Es fehlen weite Tiefebenen mit großen Strömen. Über die Hälfte der Japaner drängt sich auf nur 2 % der Landesfläche. Viele Gräben und Brüche durchziehen die Inseln. Mehr als 20 tätige Vulkane, Erdbeben und Taifune stellen eine ständige Bedrohung dar. Das jüngste verheerende Erdbeben fand 2011 vor der Küste Honshūs, der größten japanischen Insel, ca. 370 km nordöstlich von Tōkyō statt. Das Beben und der von ihm ausgelöste Tsunami forderten über 15 000 Todesopfer. Zudem verursachte es die Nuklearkatastrophe von Fukushima, in deren Verlauf 150 000 Menschen evakuiert werden mussten. Der Gegensatz zwischen dem kalten Norden und dem subtropischen Süden wird u. a. bewirkt durch den Einfluss von Meeresströmungen. Im Rhythmus der ostasiatischen Monsune bringt der winterliche Nordostwind der Westseite Niederschläge; der Sommermonsun aus Südosten dringt im Juli bis Hokkaidō vor. Taifune treffen mit großer Regelmäßigkeit im Spätherbst mit Flutwellen und Regenstürmen die dicht besiedelten Küstenebenen.

Politik und Bevölkerung

Die Verfassung der parlamentarisch-demokratischen Monarchie stammt aus dem Jahr 1947. Die frühere zentrale Stellung des Kaisers ist darin beseitigt. Das Volk wählt die zwei Kammern des Parlaments, das Unter- und das Oberhaus (Haus der Räte). Formelles Staatsoberhaupt ist der Kaiser (Tenno). Seit 1955 stellte die Liberaldemokratische Partei (LDP) fast durchgehend die Regierung. Am 11. März 2011 erschütterte eine dreifache Katastrophe das Land: ein Erdbeben, ein Tsunami und der Nuklearunfall in Fukushima. Der Einheitsstaat ist in 47 regierungsabhängige Präfekturen gegliedert. Über 99 % der Bevölkerung des dicht besiedelten Inselstaates sind Japaner. Die rund 30 000 Ainu, Nachfahren einer paläoasiatischen Rasse, leben im Norden Japans. Koreaner und Chinesen stellen die größten Gruppen der ausländischen Bevölkerung. Da die meisten Japaner mehreren Religionsgemeinschaften angehören, ist verständlich, dass sich über 110 Mio. als Shintoisten, über 90 Mio. als Buddhisten und über 10 Mio. als Gläubige von Mischreligionen bezeichnen. In dem Industriestaat Japan hat die Landbevölkerung stark zugunsten der Stadtbevölkerung (78 %) abgenommen. In keinem anderen Staat der Erde ist der Anteil der Jugendlichen, die zwölf Jahre lang die Schule besuchen, so hoch wie hier: Er beträgt bis zu 80 %! Die Analphabetenrate liegt seit 100 Jahren bei nahezu null.

Geschichte und Kultur

Der gegenwärtige Kaiser Akihito gilt als der 125. Kaiser einer 2600 Jahre alten Dynastie. Seit dem Paläolithikum sind die japanischen Inseln besiedelt, seit dem 5. Jh. n. Chr. gebrauchte man chinesische Schriftzeichen, seit dem 6. Jh. ist der Buddhismus verbreitet. Kaisertum und Adelsgeschlechter, Schwertadel und Klerus und ihr wechselndes politisches Gewicht bestimmten den Verlauf der Geschichte. Das Land verharrte lange Zeit in selbst gewählter Isolierung. Die Entwicklung des modernen Japan setzte 1868 ein, als Kaiser Mutsuhito eine Reihe von Reformen durchsetzte (Meijireform) und technische Neuerungen einführte. Die Großgrundbesitzer wurden zwar enteignet, sie erhielten jedoch reichliche Entschädigungen, und mit diesen Mitteln wurden sie zu den Großindustriellen und Bankiers der Industriemacht Japan. Die jahrhundertealte handwerkliche Tradition und die städtische Kultur erleichterten den raschen Anschluss Japans an die technische Welt. Nachdem Japan 1895 Taiwan, 1904 Sachalin und 1910 Korea annektiert hatte, errichtete es 1934 das Kaiserreich Mandschukuo, überzog China mit einem Krieg, trat 1941 an der Seite Deutschlands und Italiens in den Zweiten Weltkrieg ein und hatte bis 1942 ganz Südostasien erobert. Die vernichtenden Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki bewirkten die Kapitulation Japans, das 1951 auf alle kriegsbedingten Gebietserwerbungen seit 1895 verzichtete. Shintoistische Schreine und buddhistische Tempel sind Pflegestätten der traditionellen Kultur.

Japan - Geschichte

Um 10000-300 v. Chr. Jomon-Kultur. Die ersten Menschen siedeln sich an
300-710 Erste Tenno-Dynastie
710-794 Nara-Epoche. Der Buddhismus wird Staatsreligion
794-1185 Heian-Zeit. Gründung von Kyoto, Geburt der japanischen Literatur, Bildung der Samuraikaste
1477-1573 Senguko-Periode, die "Zeit der streitenden Reiche". 100 Jahre lang herrscht Bürgerkrieg im Land
1587 Christenverfolgung beginnt
1603 Tokugawa Ieyasu wird Shogun mit Sitz in Edo (Tokio). Der Tenno ist entmachtet. Beginn der Edo-Zeit
1641 Totale Abschottung vom Ausland
1868 Beginn der Meji-Restauration. Shogun-Dynastie und Isolation enden
1910 Japan besetzt Korea
1937 Invasion Chinas
1941 Mit dem Überfall auf Pearl Harbor beginnt der Pazifikkrieg
1945 Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki, Kapitulation Japans. Kriegskaiser Hirohito muss zwar auf den traditionellen Anspruch der Göttlichkeit japanischer Tenno verzichten, wird aber von den USA-Besatzern nicht vor einen Internationalen Gerichtshof gestellt
1947 Inkrafttreten einer demokratischen Verfassung, freie Wahlen und Parlamentsgründung
1989 Thronbesteigung von Tenno Akihito (Heisei-Ära)
1995 Erdbeben in Kobe
2002 Fußballweltmeisterschaft in Japan und Korea
2006 Geburt des Prinzen Hisato, erster männlicher Kaiserspross seit vier Dekaden
2009 Die Demokratische Partei löst nach rund fünf Dekaden die regierenden Liberal-Demokraten ab
2010 Nara feiert den 1300. Jahrestag seiner Bestimmung zur Hauptstadt "Heijo-kyo"
2011 Jahrhundertkatastrophe mit Rekorderdbeben, Tsunami und AKW-Havarie in Fukushima
Kommunikation & Adressen

Auskunft in Japan

Der englische Informationservice des Japanischen Tourismusbüros (JNTO) hilft bei der Reiseorganisation. Büro Tokio: 10. Fl., Tokyo Kotsu Kaikan Building Mo-Fr 9-17, Sa 9-12 Uhr, 29. Dez.-3. Jan. geschl. | Tel. 03 32161901 | www.jnto.go.jp | Telefonische Auskünfte auch am Internationalen Flughafen Narita: Tel. 0476 222102

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft Tokio

Minami-azabu | Tel. 03 57917000 | www.tokyo.diplo.de

Deutsches Generalkonsulat Osaka

Umeda Sky Building, Tower East 35F | Kita | Tel. 06 64405070 | obe.diplo.de

Österreichische Botschaft Tokio

Moto-azabu | Tel. 03 54498281 | www.bmeia.gv.at/botschaft/tokio.html

Schweizer Botschaft Tokio

Minami-azabu | Tel. 03 54498400 | www.eda.admin.ch/tokyo

Notruf

Polizei: Tel. 110, auf Englisch 03 35010110; Feuer/Notarzt: Tel. 119; Japan Helpline: Tel. 0120 461997

Internet

Links zu interessanten Japan-Sites und aktuelle Informationen finden Sie unter www.jnto.go.jp, www.neo-tokyo.com, www.japan.tipp.de,www.jpinn.com, www.japanican.com

Internetzugang & Wlan

Internetcafés gibt es überall, Terminals auch in allen großen Hotels, Bibliotheken und Rathäusern. Kostenloses WLAN wird immer üblicher, vor allem in Cafés und kleinen Pensionen. Die meisten großen Hotels verlangen die international üblichen Preise. In Zügen und auf Bahnhöfen ist Internetzugang nur bei japanischen Anbietern gegen Gebühr möglich. Die meisten japanischen Apps sind nur in der Landessprache verfügbar. Bei Verwendung europäischer Anbieter für Apps und Internet müssen Sie mit hohen Roamingkosten rechnen.

Post

Eine Postkarte nach Europa kostet 80 ¥, Briefe unter 10 g 130 ¥. Die zahlreichen Postfilialen sind meist Mo-Fr 9-17, Hauptpostämter 9-19 Uhr geöffnet. Sa/So ist die Post - mit Ausnahme einiger Hauptpostämter - geschlossen.

Telefon & Handy

Von Deutschland, Österreich oder der Schweiz nach Japan wählen Sie 0081, dann die Vorwahl ohne die erste 0 und dann die Teilnehmernummer.

Für ein Gespräch von Japan ins Ausland muss zuerst eine Telefongesellschaft gewählt werden (z. B. 001 für KDDI oder 0041 für Nicon Telecom), dann der nationale Code (Deutschland 49, Österreich 41, Schweiz 43), dann jeweils die Vorwahl ohne die 0 und die Nummer des Teilnehmers.

Gespräche ins Ausland können Sie von öffentlichen Telefonen aus führen - entweder mit Telefonkarte oder Münzgeld. Karten sind in zahlreichen Geschäften und Kiosken erhältlich, akzeptiert werden außerdem Münzen (10, 100 oder 500 ¥) sowie Geldscheine. In Hotels und auf Flughäfen stehen Credit Phones von KDDI, die internationale Kreditkarten akzeptieren. Die Vermittlung hat die Telefonnummer 0051.

Für Touristen hat die japanische Regierung das Reisetelefon eingerichtet. Der englischsprachige Telefonservice hilft, wenn Sie in Schwierigkeiten geraten oder Auskunft benötigen. Bei öffentlichen Fernsprechern werfen Sie 10 ¥ ein, wählen die Nummer 106 und bitten auf Englisch um ein R-Gespräch mit dem TIC (collect call TIC).

Europäische Mobiltelefone funktionieren in Japan nur sehr selten. Mehrere Unternehmen vermieten jedoch Handys an ausländische Touristen und liefern bei Vorbestellung pünktlich ans Hotel oder zum Airport (www.rentafonejapan.com).

Medien

Es gibt zwei englischsprachige Tageszeitungen: "Japan Times", "Daily Yomiuri". Restaurant- und Veranstaltungstipps bieten die Gratismagazine "Metropolis", "J Select", "Tokyo Classified" und "Kansai Time Out" (in Hotels, Supermärkten, Buchläden). Deutsche Zeitungen finden Sie nur in großen Hotels, in manchen Buchläden und an den Flughäfen. Internationale Hotels übertragen meist englisches Satellitenfernsehen, morgens auch ZDF-Nachrichten, selten ARD. Über Zweikanalton können Sie abends die Hauptnachrichtensendung des öffentlich-rechtlichen Senders NHK auf Englisch sehen.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Die meisten lokalen Feste sind landesweit bekannt und oft mit einer Prozession verbunden. Auch die nationalen Feste sind sehenswert - mitsamt den dort vorgeführten, fotogenen Kimonos.

Feste & Veranstaltungen

Januar

Jahreswechsel (31. Dez.-3. Jan.): Man besucht Schreine, Verwandte und Geschäftspartner, macht Geschenke und speist üppig.

Februar

Setsubun (3. Feb.): In Tempeln und Schreinen wirft man zum Ruf "Geister raus, Glück ins Haus!" Bohnen in die Luft.

Schneefestival (1. Februarwoche) im Odori-Park von Sapporo u. a. mit Eisnachbildungen berühmter Gebäude und Phantasiefiguren. www.snowfes.com

Fest der Nackten (3. Sa): Der Tempel Saidai-ji bei Okayama zelebriert ein Reinigungsritual, bei dem mit einem Lendenschurz bekleidete junge Männer Ruten fangen, die Priester in die Dunkelheit werfen.

März/April

Puppenfest (3. März): Kleine Mädchen erhalten Puppen, die den alten Hofstaat darstellen.

Kirschblüte (Ende März/Anf. April): Wenn ein Schleier von rosaweißen Blüten das Land überzieht, beginnt das größte Volksfest mit Essen, Trinken und Gesang. Die größte Sakura-Party (Sakura heißt Kirschblüte) findet in Tokios Ueno-Park statt.

Mai

Sanja-Fest (16.-18. Mai): Rund 80 Tragschreine werden unter Trommeln und Rufen zum Asakusa-Schrein in Tokio transportiert.

Toshugu-Fest in Nikko (17.-18. Mai): Tausend als Samurai verkleidete Männer eskortieren Tragschreine, mit Bogenschießen zu Pferde.

Juli

Gion Matsuri in Kyoto (17. Juli): Festumzug der Geishas in prächtigen Prozessionswagen

Sumida- und Rainbow-Fest in Tokio (3./4. Sa) mit Feuerwerk am Sumida-Fluss

August

Fuji-Rockfestival (Anfang Aug.) in Naeba: trotz Eintritt von über 300 Euro ein Magnet für 250000 Fans

Laternenfest des Kasuga-Schreins in Nara (15. Aug.): 3000 Lichter erhellen den Weg zum Schrein.

Totenfest O-Bon (um den 15. Aug.), bei dem nach buddhistischem Glauben die Ahnen zurückkehren.

Oktober

Jidai Matsuri in Kyoto (22. Okt.): Zum Gedenken an die Stadtgründung 794 Aufzug von Bürgern in historischen Kostümen

November

Shichi-Go-San (15. Nov.) (wörtlich: sieben, fünf, drei): Bei diesem Kinderfest beten malerisch ausstaffierte drei- und siebenjährige Mädchen sowie fünfjährige Jungen in Schreinen oder Tempeln um Segen. Am schönsten am Meiji-Schrein in Tokio

Offizielle Feiertage

Allgemein Japan hat 14 amtliche Feiertage. Arbeitsfrei sind zudem etliche Brückentage. Fällt ein Feiertag auf ein Wochenende, wird er am Montag nachgeholt. Hauptferien- und Reisezeiten (mit überfüllten Verkehrsmitteln) sind die Goldene Woche Anfang Mai, das Ahnengedenkfest O-Bon Mitte August und Kaisers Geburtstag Ende Dezember.
1. Jan. Neujahr
2. So im Jan. Volljährigkeitstag: Junge Leute ziehen in prächtiger Kleidung durch die Straßen
11. Feb. Staatsgründungstag
20. oder 21. März Frühlingsanfang
29. April Tag der Natur
3. Mai Verfassungstag
5. Mai Knabentag: Familien mit Söhnen hängen Bambusstangen mit bunten Stoffkarpfen in den Wind, die Widerstandskraft und Ausdauer demonstrieren sollen
20. Juli Tag des Meeres
15. Sept. Tag der Alten
23. oder 24. Sept. Herbstanfang
2. Mo im Okt. Tag des Sports
3. Nov. Tag der Kultur
23. Nov. Tag des Arbeitdanks
23. Dez. Kaisers Geburtstag: Die Kaiserfamilie zeigt sich auf einem Palastbalkon.
Mobilität vor Ort

Bahn

Auf fast allen Strecken ist die Bahn ein ideales Verkehrsmittel. Die Züge sind sauber, sicher und pünktlich, die Einstiege auf allen Bahnsteigen gekennzeichnet. Es gibt mehrere Bahngesellschaften. Auf manchen Strecken sind Privatbahnen schneller und günstiger als das landesweite Netz von Japan Rail (JR). Fahrkarten gelten nur für die jeweilige Gesellschaft! Karten für kürzere Strecken lösen Sie an Automaten, für längere am besten im Reisebüro. Empfehlenswert ist der Japan Rail Pass, mit dem Sie das gesamte JR-Netz (inklusive JRS-Bahnen) für ein, zwei oder drei Wochen beliebig oft benutzen können. Erhältlich ist er nur im Ausland über die Japan Travel Bureaus (www.japanrail.com).

Öffentliche Verkehrsmittel

Bei der Orientierung helfen die farblich gekennzeichneten und auf Englisch ausgeschilderten U-Bahn-Systeme in den Großstädten. Bei Vorortzügen ist es oft schwer, die Verbindung herauszufinden und den richtigen Fahrschein zu kaufen. Im Zweifel können Sie sich beim Schaffner melden, der Ihnen mit kleinem Aufpreis den richtigen Tarif berechnet.

Adressen

Eine Adresse in Japan zu finden, gehört zu den größten Herausforderungen - auch für Einheimische. Das Land kommt weitgehend ohne Straßennamen aus. Sie wollen nach 5-4-13 Denenchofu, Ota-ku, Tokyo? Das geht so: Sie suchen Hausnummer 13, im Block 4 des 5. Rayon im Stadtviertel Denenchofu des Tokioter Bezirks Ota. Dabei muss Haus Nr. 13 nicht zwischen 12 und 14 liegen, sondern irgendwo in dieser Gegend. Auch Taxifahrer verzweifeln oft daran. Am besten fahren Sie mit einer detaillierten Wegeskizze mit Telefonnummer, die der Chauffeur im Zweifel anruft. Eine Grundorientierung bei großen Städten bietet der Stadtbezirk. in diesem Band haben deshalb auf die Angabe der Adressen verzichtet und stattdessen die Telefonnummern und/oder Viertel angegeben.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Für Ausländer ist diese Mixtur zwar gewöhnungsbedürftig, sie spiegelt aber die Grundfesten der japanischen Küche wider, die lange nur das Wenige verwenden konnte, was das karge Territorium des abgeschotteten Inselreichs hergab: Meeresfrüchte, Gemüse und Reis.

Diese spartanische und sehr eigenwillige Ernährung pflegen ältere und gesundheitsbewusste Japaner noch heute, und dank ihrer hat Japans Bevölkerung die höchste Lebenserwartung unter allen Ländern der Erde. Seit dem Wirtschaftswunder aber ist Nippons Gastronomie faktisch explodiert und hat sich dem Westen geöffnet. Auf keine kulinarische Geschmacksrichtung oder regionale Küche muss man verzichten. Allein in Tokio haben Sie die Auswahl unter rund 160000 Restaurants, und mit dem Hang der Japaner zu Perfektion und Leichtigkeit schmecken viele Gerichte in Japan zuweilen besser als in den Ursprungsregionen. Dafür erhält Tokio im Feinschmecker-Guide Michelin regelmäßig die weltweit meisten Sterne - etwa doppelt so viele wie Paris.

Kulinarisch betrachtet ist Japan in jedem Fall aufregend und abenteuerlich, wenn man die heimischen Spezialitäten probiert. Sie bieten eine überraschend große Auswahl - von rustikalen und preiswerten Nudelsuppen bis zum aristokratischen Kaiseki. Mit Ausnahme exklusiver Restaurants folgen die meisten Lokale der netten Sitte, eine Plastiknachbildung ihrer Speisen mit Preisangabe im Schaufenster auszustellen. Allerdings sehen die Portionen im Modell meist größer aus.

Die Hauptrolle in der japanischen Küche spielt Fisch. Klassiker sind Sushi oder Sashimi, beide mit rohem Fisch und weltweit geschätzt. Den frischesten Fang gibt es naturgemäß auf dem Tokioter Fischmarkt, dem größten der Welt. Ab 5.30 Uhr sind dort mehr als 400 Restaurants, Imbissbuden und Geschäfte geöffnet. Fisch und Gemüse sind auch die Zutaten bei Tempura. Diese Spezialität, die einst Portugiesen in Japan populär machten, kommt aus dem Öltopf. Für Tempura werden Garnelen, Fischfilet und verschiedene rohe Gemüsesorten wie Lotos, Paprika, Süßkartoffeln und Shiitake-Pilze in einen lockeren Teigmantel gehüllt und kurz im siedenden Öl fritiert. Die in einem Körbchen servierten Stücke tunkt der Gast in eine leichte Sojasauce, die mit Rettich und Ingwer gewürzt ist.

Für die japanische Haute Cuisine steht Kaiseki. Dieses aufwendige Genusserlebnis besteht aus einer Vielzahl kleiner Leckerbissen und verkörpert die drei Ideale der japanischen Küche - guten Geschmack, dekoratives Anrichten und erlesenes Geschirr - und gilt deshalb als Krönung der einheimischen Kochkunst. Fleisch kam wegen der isolierten Insellage und wohl auch aus religiösen Gründen lange Zeit kaum auf den Tisch. In den zurückliegenden Jahrzehnten haben Japaner jedoch ausgiebig ganz eigene Köstlichkeiten wie Teppanyaki, Shabu-Shabu und Sukiyaki entwickelt. Sehr gut schmeckt besonders das marmorierte japanische Rindfleisch, meist Kobe-Beef genannt. Leider ist es extrem teuer. Auch bei Ausländern sehr geschätzt sind Shabu-Shabu und Sukiyaki. In beiden Fällen reicht der Kellner Teller mit rohem, hauchdünn geschnittenem Rindfleisch sowie Gemüse, Pilzen und Tofu. Bei Ersterem schwenkt der Gast diese Zutaten mit seinen Stäbchen in einem vor ihm stehenden Kupferkessel mit heißer Brühe und taucht sie dann in Erdnuss-Sesam- oder Essig-Sojasauce. Bei Sukiyaki werden Fleisch und Gemüse in einem Eisentopf kurz angebraten, dann mit Sojasauce und Reiswein gekocht und mit einem rohen Ei verrührt.

Ein besonderes und international wenig bekanntes Kapitel der japanischen Küche sind Nudeln. Viele Japaner sind richtiggehend süchtig nach Soba, Udon oder Ramen, und sie essen diese meist in Brühe angerichteten Teigwaren zu jeder Tageszeit. Viele Nudellokale sind selbst nachts geöffnet. Es gibt sie in fast jeder Straße, und alle sind preiswert.

Die Skala der Preisgestaltung ist mitunter sehr abenteuerlich und kann bei ausländischen Gästen zu Bauchschmerzen führen. Wer preisgünstig essen gehen möchte, sollte dies mittags tun. Vor allem in Großstädten wie Tokio und Osaka (weniger in Touristenzentren wie Kyoto) haben der gigantische Wettbewerb und die lange Wirtschaftskrise zu preisgünstigen sogenannten Lunch-Sets geführt. In den kleinen Kneipen und Restaurants in den Bürotürmen der Großstädte, oft in den Kellergeschossen gelegen, speisen die Angestellten mit niedrigeren Einkommen - und dabei gar nicht schlecht. Abends steigen die Preise in denselben Restaurants leicht auf das Dreifache. Das ist Tradition, weil abends oft auf Firmenkosten gegessen wird.

Auch bei Getränken ist Japan international - vom französischen Mineralwasser bis zum deutschen Bier finden Sie hier alles. Ebenso wurde das Angebot bei Alkohol in den zurückliegenden Jahren internationalisiert - die Auswahl an Wein und Spirituosen lässt (in Großstädten) kaum Wünsche offen, die Preise sind moderater geworden. Bier ist neben Sake längst das Lieblingsgetränk und überall, selbst in der kleinsten Dorfkneipe, zu haben.

Trinkgeld

Trinkgeld ist weder in Restaurants noch in Taxis oder für Kofferträger üblich.

Einkaufen und Shoppen

Shoppen in Japan ist Weltspitze: Angebot, Service, Qualität und Öffnungszeiten stimmen - alle großen Geschäfte haben am Wochenende bis 20 Uhr geöffnet. Wenn nur die vielen Nullen auf den Preisschildern nicht wären - das Konsumparadies ist sündhaft teuer.

Elektronik, Kameras

Mekka für Technikfans ist der Tokioter Stadtteil Akihabara. Hier bieten mehr als 600 Kaufhäuser und Fachgeschäfte jede Art von Elektronik an, wie es sie oft in Europa noch gar nicht gibt: vom Computer über Digitalkameras bis zum Videospiel. Spezielle Ketten wie Laox bieten zollfreie und auf ausländische Normen zugeschnittene Modelle. Achten Sie auf Exportgeräte mit 220 Volt und PAL-Norm. Japanische Handys funktionieren in Europa nicht. Im Tokioter Stadtteil Shinjuku bietet das Warenhaus Yodobashi mit 30000 Artikeln das größte Angebot an Fototechnik und Büroelektronik. Auch BIC Camera nahe der Ginza ist eine Topadresse.

Glücksbringer

Japaner sind abergläubisch und lieben deshalb Glücksbringer. Beeindruckend ist das Angebot in den Tempeln. Dort können sich die Besucher Lucky-charms-Ketten für so ziemlich jede Gelegenheit kaufen: für die nächste Prüfung, für gute Gesundheit, Glück in der Liebe, unfallfreies Fahren und vieles mehr.

Kleidung

Neben T-Shirts mit Sushi-Menüs oder witzigen Kanji-Schriftzeichen sind vor allem die leichten Baumwoll-Yukatas (Sommerkimonos) Bestseller. Gern gekauft werden auch die dunklen Seiden-Haori-Jacken, die Nippons Elitemänner an Festtagen über ihren Kimonos tragen. Empfehlenswert sind Kimonogürtel (obi), die auch als Tischläufer äußerst dekorativ einsetzbar sind. Recht preiswert erhalten Sie gebrauchte Hochzeitskimonos.

Kunst

Zu den beliebtesten Souvenirs gehören alte Holzschnitte (Ukiyoe). Von ihnen ließen sich auch europäische Maler wie Vincent van Gogh inspirieren. Ukiyo-e bedeutet "Bilder der fließenden Welt" und steht damit nur für Szenen aus der Edo-Zeit mit Kurtisanen, Theatern oder Geisha-Häusern. Über die Landesgrenzen berühmt sind die romantischen Landschaftsbilder der Künstler Ando Hiroshige (1779-1858) und Katsushika Hokusai (1760-1849). Originaldrucke, in Kunsthandlungen zu haben, sind allerdings sehr teuer. Von allen berühmten Bildern sind aber preiswerte Kunstdrucke in sehr guter Qualität erhältlich.

Kunsthandwerk

Japanisches Papier (Washi) gilt als das feinste handgeschöpfte Papier der Welt. Das Angebot in Spezialgeschäften und Warenhäusern reicht von Geschenkpapier über Briefbögen in leuchtenden Farben bis hin zu bunten Schachteln und kunstvollen Faltarbeiten (Origami). Traumhaft sind die Lackwaren (Shikki). Diese aus China übernommene Technik haben Japans Handwerker zu einer unbestrittenen Meisterschaft entwickelt. Zu den Objekten gehören Gebrauchsgegenstände wie Suppen- oder Reisschalen, Tabletts und Essstäbchen, aber auch Möbel und Ziergegenstände. Exquisite Lackwaren mit bis zu 60 Lagen aus den Hochburgen Kyoto oder Wajima, wo viel mit Silber- bzw. Goldstaub gearbeitet wird, sind sehr teuer. Doch es gibt auch erschwingliche Einzelstücke wie Stäbchen, Tabletts oder Sakebecher. Einen ausgezeichneten Ruf besitzt auch die japanische Keramik, die mit einer schlichten Ästhetik besticht. Durch die Entwicklung der Teezeremonie ab ca. 1333 wurden vor allem Trinkschalen zu begehrten Sammlerstücken.

Hübsche Souvenirs sind japanische Puppen, die allerdings nur zum Anschauen taugen. Die Damen tragen kunstvolle Frisuren und edle Kimonos, die Männer sind wie Samurai gekleidet. Besonders groß ist das Angebot zum Puppen- oder Mädchentag am 3. März, wenn alle Kaufhäuser den auf schwarzen Lacktreppen angeordneten Hofstaat des Kaiserpaars als Puppenensemble anbieten.

SpeisenGetränke

Kaiseki kleine Leckerbissen der Saison, ein Genuss auch für die Augen
Ramen chinesische Nudelsuppe mit Fleisch, Gemüse, Miso oder Sojasoße
Soba Nudeln aus Buchweizen, entweder als warme Suppe in Sojabrühe oder kalt in Sojasoße getaucht
Sukiyaki hauchdünne Rindfleisch-scheiben und Gemüse kochen im Eisentopf in Sojasoße und Reiswein und werden mit einem Ei verquirlt
Sushi, Sashimi roher Fisch auf kalten, essiggesäuerten Reisbällchen (sushi) oder solo (sashimi)
Teppanyaki Filetsteak, direkt vor dem Gast auf heißer Herdplatte gebraten und mundgerecht zerteilt; wird in Sojasoße mit Meerrettich getunkt
Tonkatsu paniertes Schweineschnitzel mit spezieller Soße, klein geschnittenem Kohl und Senf
Udon dickere und weichere Nudelvariante aus Weizenmehl
Yakitori Hühnerfleischstückchen auf Bambusspießen, die mit Zwiebeln oder Paprika über offenem Feuer gegrillt und mit Soße bestrichen werden
Bier Lieblingsgetränk in Japan, die bekannten Marken Asahi, Kirin, Suntory und Sapporo schmecken auch europäischen Kennern
Grüner Tee wird heiß oder kalt, neuerdings auch mit Milch, Zucker oder Zitrone getrunken
Sake Reiswein, nach Jahreszeit warm oder kalt und am liebsten pur getrunken
Shochu 20- bis 45-prozentiger Schnaps, der aus Reis und Süßkartoffeln gebrannt wird. Er wird auch mit Wasser oder Soda und Zitrone getrunken
Stichworte

Amae

Kein Begriff umschreibt die japanische Seele treffender. Übersetzt bedeutet Amae in etwa: das Gefühl, an der Mutterbrust zu liegen. Übertragen ist es eine Art Urvertrauen, gut aufgehoben zu sein, zwanglos und ungehemmt. Amae kann man nur in einer engsten Gruppenbeziehung erreichen, einer Art innerer Zirkel ähnlich einem mystischen Bund.

Diese tief empfundene Vertrautheit spürt man in der Familie oder bei den Nachbarn, später in der Schule oder dem Club. Ohne Amae könnte ein Japaner vielleicht mit Frau und Kind leben, aber in seiner Firma niemals bestehen. Er braucht den festen Platz in der Gesellschaft. Das ist der Schlüssel zu vielen Eigenarten, z. B. zu der offenen Ablehnung von Individualismus, der in diesem Land oft als Egoismus und Außenseitertum interpretiert wird. "Auf einen Nagel, der hervorsteht, haut man drauf", heißt ein Sprichwort, das bereits Schüler lernen.

Bonsai

"Alles in Japan ist klein, und am besten lässt sich das am Bonsai ermessen." Mal ehrlich: Denken Sie nicht auch so? Ein wenig haben Sie damit sogar recht. Und es ist auch wahr, dass die Platznot in den Großstädten die Menschen zum Verzicht auf einen eigenen Garten zwingt. Aber Bonsai-Züchten ist vor allem eine Kunst, von der ganze Dörfer leben. Eine japanische Kiefer oder ein Mandarinenbäumchen im Miniformat als ein Reisesouvenir? Das ist eine nette Idee, die locker ins Handgepäck passt. Aber Vorsicht! Bei allem Zwergwuchs sind die Preise besonders für alte Bonsai stattlich.

Fugu

Eine Einladung zum Fugu-Essen hat einen scheinbar gefährlichen Beigeschmack. Dabei ist der Verzehr eines Kugelfischs - zumindest im Spezialitätenrestaurant - mitnichten "japanisches Roulette". Es ist schon lange kein Fall mehr bekannt geworden, dass jemand an einer Fugu-Vergiftung gestorben ist. Nur Fischköche mit Sonderlizenz dürfen den kostspieligen Genuss kredenzen. Sie haben jahrelang trainiert, mit dem Messer in keinem Fall die Leber und andere Eingeweide des Kugelfischs zu verletzen, die tödliches Tetrahydrotoxin enthalten können. Aber meist kommt ohnehin nur der kaum kontaminierte Toso-Fugu auf den Tisch.

Geisha

Die meisten Touristen schwärmen von den Geishas, die sie in den Gassen von Kyoto fotografiert haben, und meinen eigentlich Maikos, Geisha-Auszubildende. In Kostüm und Make-up kommen die Maikos dem japanischen Schönheitsideal sehr nahe - ovales Gesicht mit kirschrotem Mund, Augenbrauen wie Halbmonde, die Haut makellos weiß, das Haar pechschwarz, ein sinnlicher, langer Hals und die in den Seidenkimono gehüllte Figur sanft gerundet.

Während die Geishas für Veranstaltungen - etwa in Teehäusern - gebucht werden, wird von den 16- bis 20-jährigen Geisha-Lehrlingen keine auserlesene Tanz-, Gesangs- oder gar Konversationskunst erwartet. Sie werden zum Anschauen gebucht und sind ein beliebtes Fotomotiv.

Generation "Pflanzenfresser"

Fast 50 Prozent der unverheirateten Japanerinnen im Alter zwischen 18 und 34 Jahren bevorzugen ein permanentes Single-Dasein. Noch beziehungsresistenter sind die männlichen Insulaner. Mehr als 61 Prozent der unverheirateten Japaner haben nicht einmal eine Freundin. Vor allem die Verweigerung japanischer Männer macht den Demographen wegen der Überalterung der Gesellschaft Sorgen. Man spricht schon von der Generation Pflanzenfresser (soshokukei danshi), was aber mit Vegetariern nichts zu tun hat. Es ist ein Wortspiel, denn im Japanischen wird Sex als fleischliche Beziehungen übersetzt.

Flirtchancen? Eigentlich aussichtslos. Lust auf eine Romanze? Nein! Partylaune? Tendiert gegen null. Interesse an Sex? Dito. Japans Jugend kapselt sich immer mehr vom anderen Geschlecht ab. Nippons Töchter und Söhne bevorzugen das Alleinsein als Lebensprinzip, belegen jüngste Studien. Die Hälfte aller Befragten gab zu Protokoll, sie wären überhaupt nicht an einem Liebesverhältnis interessiert, nicht einmal an einem Rendezvous. Eine intensive und intime Beziehung zum anderen Geschlecht sei ihnen nichts wert, würde nur Zeit kosten und die individuelle Freiheit einschränken. Arbeit und Hobbys hätten einen höheren Stellenwert als ein festes Verhältnis oder gar eine Ehe.

Gengo

Wundern Sie sich nicht, wenn Sie auf einem amtlichen Dokument oder einer Restaurantrechnung eine Jahreszahl finden, die Sie nicht identifizieren können. Datiert wurde dann mit Sicherheit nach dem Gengo, dem sogenannten Kaiserkalender. Wer 1950 das Licht der Welt erblickte, trägt in der Geburtsurkunde die Jahreszahl Showa 25 - benannt nach der Ära von Kaiser Hirohito. Als dieser am 7. Jan. 1989 starb, ging das 64. Jahr Showa (Leuchtender Friede) schon nach sechs Tagen zu Ende. Es begann die Amtszeit von Kaiser Akihito und damit die Ära Heisei (Umfassender Friede). Japan begann das neue Jahrtausend im 13. Jahr Heisei. Aber wenn Sie 2001 sagen, verstehen das auch die meisten.

Manga

Sie machen bereits 40 Prozent aller Druckerzeugnisse in Japan aus: Mangas. Die japanische Variante eines Comics ist quer durch alle Schichten beliebt, es gibt Mangas für jedes Alter, zu jedem Thema und für jedwede sexuelle Orientierung. Und es gibt Untergruppen: Bei Jugendlichen unterscheiden sich Mangas für Mädchen (Shojo) von denen für Jungen (Shonen), bei Erwachsenen die für Frauen (Josei) von denen für Männer (Seinen) - letztere können ziemlich pornografisch sein. Seit 2000 sind Mangas und Animes (Animationsfilme) in Japan als eigenständige Kunstform anerkannt. In Kyoto gibt es sogar eine Fakultät für Mangas mit angeschlossenem Museum.

Mobilverrückt

Das Handy ist wie ein Spiegel der Eitelkeiten: Als hätte sich ein hochinfektiöses Virus verbreitet, zieht jede Japanerin und jeder japanische Geschäftsmann beim Betreten eines Restaurants, in der U-Bahn und im Bus erst einmal das Keitai, das Handy, hervor und widmet sich neuen Botschaften, Nachrichten oder Spielen. Auch bei Gruppen und Paaren gilt das Prinzip: Dem Telefon gebührt Vorrang vor jeder Konversation.

Mystik

Ein Freitag, der 13., kann einen Japaner nicht erschüttern. Hier herrschen andere Mystizismen. In Japan diktiert der Rokki - der Mondkalender - wichtige Entscheidungen. Der meistgefürchtete Tag ist der Butsumetsu. Nach dem chinesisch-japanischen Mondkalender gilt er, der wörtlich übersetzt "der Tod Buddhas" bedeutet, als ausgesprochener Unglückstag. Im Sechs-Tage-Rhythmus trübt er die Laune und bremst die Aktivitäten spürbar. Am Butsumetsu, so will es der Volksglaube, werden keine wichtigen Entscheidungen gefällt, keine Feiern veranstaltet. Selbstverständlich wird am Butsumetsu auch nicht gern geheiratet. Die meisten warten bis zum Taian - der Glückstag verspricht fünf- bis sechsmal im Monat beste äußere Umstände.

Onsen

Japan liegt in vulkanisch aktiven Gebiet, deshalb sind die heißen Thermalquellen allgegenwärtig. Onsen ist die japanische Version einer Sauna. Man versteht darunter einen Thermalbadeort, der aus einer heißen Quelle gespeist wird. Das Onsen ist ein Ort der Entspannung. Die Japaner achten sehr auf Sauberkeit, daher sollten Sie beim Besuch ein paar Regeln beherzigen, damit Sie nicht unangenehm auffallen: erst duschen, bevor Sie das Bad betreten. Seifenreste gründlich abspülen. Und nicht vergessen: Schuhe rechtzeitig ausziehen!

Samurai

Es gibt schon seit fast 150 Jahren keine Samurai mehr, aber viele Japaner benehmen sich noch heute mit Vorliebe so, wenigstens in ihrer Phantasie. Die Geschäft, Geld und Gefühl verachtenden Mitglieder der Kriegerkaste verstanden sich als treue Erfüllungsgehilfen der Feudalherren, als ordnender Faktor und Elitekämpfer zugleich - das Wort leitet sich von samurau (dienen) ab. Ihr Oberkommandierender ist der Militärherrscher Shogun - im Mittelalter oft der politische Gegenspieler des Kaisers.

Zum Selbstverständnis eines Samurai gehörte ein Ehrenkodex, der sich im Laufe von Jahrhunderten zum gesetzähnlichen Bushido, dem Weg des Kriegers, verfeinerte und dessen Höchstform im rituellen Selbstmord Seppuku (im Westen meist Harakiri genannt) gipfelte.

Shintoismus

Mit ihren Shinto-Göttern haben sich die Japaner prächtig arrangiert. Ohne deren Segen kann kein Haus eingeweiht und kein Vertrag unterzeichnet werden. Kein neues Taxi darf ohne Götterreinigung den ersten Passagier transportieren. Während das Christentum in Japan eine untergeordnete und der Islam keine Rolle spielt, ist der Buddhismus als gleichberechtigte "Zweitreligion" zuständig für alles, was mit dem Sterben zu tun hat. Das Leben jedoch ist Shintoismus.

Vor allem, wenn es ums Geld geht, wird kräftig gebetet und gespendet. Wer ein gutes Geschäft machen will, betet den Gott Inari an, der - ursprünglich als Gott des wichtigsten Nahrungsmittels Reis - heute zuständig ist für Reichtum. In den Zeni-arai Benten, den Tempel der Geldwäsche von Kamakura, pilgern jeden Tag Tausende, um Geld im Quellwasser zu waschen, das sich dadurch auf das Doppelte bis Hundertfache vermehren soll.

Tenno

Japans Kaiser ist weder ein regierender Monarch noch ein Staatsoberhaupt und auch kein lebendiger Gott, jedenfalls nicht mehr, seit Kaiser Hirohito 1945 auf diesen Anspruch verzichten musste. Die Verfassung beschreibt den Hüter des Chrysanthementhrons als "Symbol des Staats und der Einheit des Volks". Weil keiner so recht weiß, was damit gemeint ist, wird die kaiserliche Rolle nach Gutdünken ausgelegt. Einig ist man sich darin, dass fast 2700 Jahre ununterbrochenes Kaisertum seit dem Urherrscher Jimmu (angeblich 660 vor unserer Zeitrechnung) und seinen bisher 124 Nachfolgern ein starker Beweis für die Kontinuität der japanischen Nation ist.

Öffentlich wahrgenommen wird der aktuelle Kaiser Akihito, der 1989 inthronisiert wurde und als erster Tenno mit einer Bürgerlichen verheiratet ist, äußerst selten. Zweimal im Jahr, zu seinem Geburtstag am 23. Dez. und zu Neujahr, lässt er sich vom Volk bejubeln, und gelegentlich nimmt er protokollarische Termine wahr und verreist zuweilen auch zu Staatsbesuchen. Der Hof achtet streng darauf, dass der Tenno als "Mensch über den Wolken" kein Diskussionsthema ist.

Tsunami

Es ging alles verheerend schnell. In Sekunden verschwanden Vorstädte und Dörfer, Flug- und Seehäfen unter Wassermassen. Mit Brachialgewalt raste die dunkle Flutwelle aufs Land, überrollte Siedlungen, riss Häuser, Bäume und Elektroleitungen mit sich, verschlang Autos und Schiffe, begrub ganze Landstriche. Feuer gerieten außer Kontrolle. Wer die Katastrophe in Nordostjapan überlebte, stand fassungslos im Freien.

Knapp eine Stunde nach dem Rekordbeben der Stärke 9 am 11. März 2011 überrollte ein Tsunami - zu deutsch Welle im Hafen - das Katastrophengebiet im Nordosten Japans. Den Namen hatten japanische Fischer vor Jahrhunderten geprägt, wenn sie von einer Fangfahrt zurückkehrten und im Hafen alles verwüstet vorfanden, obwohl sie auf offenem Meer keine Springwelle bemerkt hatten. Dieses Naturphänomen entsteht zu 90 Prozent durch starke Beben unter dem Ozeangrund, fast immer im Pazifik. Die Welle kann sich über sehr große Distanzen ausbreiten, staucht sich in geringer Wassertiefe, türmt sich am Ufer zu einer bis zu 40 m hohen Springflut auf und rast am Ende zurück, alles mit sich reißend, was zuvor an Land überflutet wurde.

Umami

Als der japanische Fernsehsender NHK in einer populären Kochsendung Kindern zwei Suppen vorsetzte, befanden diese kollektiv, jene Variante, die einen zusätzlichen Geschmack aufwies, sei lecker (umai), die pure Brühe fanden sie dagegen lasch. Die kleinen Japaner demonstrierten dabei instinktiv ihren Sinn für den sogenannten fünften Geschmack (neben süß, sauer, salzig, bitter), der nach dem japanischen Wort für köstlich oder lecker umami getauft wurde. Erstmals erkannt hat diesen Gaumenkitzel 1907 der Forscher Kikunae Ikeda, als er vor einer Brühe aus Seetang, Trockenfisch und Pilzen saß und sich wunderte, wieso diese Suppe dem Sojabohnenquark einen besonderen Kick gab. Er fand heraus, dass die Substanz, die diese Geschmacksqualität ausmacht, Glutamat ist, eine der am weitesten verbreiteten Aminosäuren.

Bloss nicht!

Hände schütteln

Beim Betreten eines Hotels, Restaurants oder Geschäfts begrüßt man Sie mit Verbeugungen. Besonders in der Provinz reagieren Japaner verstört, wenn Sie darauf die Hand schütteln wollen. Sie selbst (als Ausländer) müssen sich nicht verbeugen. Ein freundliches Gesicht tut es auch.

Vergessen, die Schuhe auszuziehen

Wer in einem japanischen Gasthof wohnt, ein mit Strohmatten ausgelegtes Restaurant besucht, sich einen Tempel oder Schrein anschaut, muss seine Schuhe ausziehen. Japaner bevorzugen für solche Touren Slipper. Eine besondere Tücke sind Toiletten in schuhfreien Zonen. Dort stehen aus hygienischen Gründen spezielle Pantoffeln. Immer wieder vergessen Ausländer, nach getanem Geschäft in die Hauspantoffeln zu wechseln, und spazieren unter dem verstohlenen Lächeln der Japaner in Kloschlappen durchs Gelände.

Taxifahrregeln missachten

Regel Nummer eins: Fassen Sie keine Tür an. Die hinteren Türen öffnet und schließt der Fahrer von seinem Sitz aus. Es gilt als hinterwäldlerisch, wenn man das nicht weiß. Fahrgäste platzieren sich generell im Fond. Die Taxifahrer sprechen bis auf wenige Ausnahmen keine Fremdsprachen, auch kein Englisch. Vergessen Sie daher nicht, Ihre Zieladresse auf Japanisch mitzunehmen.

Ungewaschen ins Gemeinschaftsbad

Beim Entspannen in den herrlichen heißen Quellen (Onsen) werden Ausländer fast immer argwöhnisch beobachtet. Japaner fürchten, die Gaijin würden ungewaschen in das Gemeinschaftsbad steigen. Man muss sich unbedingt - für jedermann sichtbar - gründlich schrubben und abseifen. Japaner hocken dazu meist auf Holzschemeln und begießen sich mit einem kleinen Holzzuber. Nehmen Sie viel Seife, das überzeugt!

Zur falschen Zeit reisen

Im Juli und August stöhnen selbst Japaner unter dem Klima. Etwas kühler, aber dafür sehr regnerisch ist der Frühsommer von Mitte Mai bis Juni. Nass und wenig einladend kommt in der Regel auch der Spätsommer mit seinen Taifunen daher. Schön sind Frühjahr und Herbst, doch meiden Sie die Goldene Woche Ende April/Anfang Mai, weil in dieser Kette von Feiertagen halb Japan unterwegs ist. Gleiches gilt zum Seelenfest O-Bon Mitte August.

Streiten

Japaner haben eine ausgeprägte Abneigung gegen offene Konfrontationen und ein starkes Bedürfnis nach Harmonie, die oft einen höheren Stellenwert als die Wahrheit bekommt. Unterdrücken Sie persönliche Empfindungen. Emotionen - sagen Japaner - sollten erfühlt werden. Es gilt als unfein, sie verbal auszudrücken oder sie sich anmerken zu lassen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Das Auswärtige Amt warnt weiterhin ausdrücklich vor Aufenthalten in der von der japanischen Regierung ausgewiesenen Roten Zone um das Kernkraftwerk Fukushima I im Nordosten der Insel Honshu (Teilreisewarnung). Von nicht notwendigen kurzen Reisen und allen langfristigen Reisen in die Gelbe und Grüne Zone wird abgeraten.

Am 11. März 2011 ereignete sich im Nordosten Japans ca. 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai und knapp 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Tokyo ein schweres Seebeben der Stärke 9,0 auf der Richterskala. In der Folge traf ein Tsunami weite Teile der Nordostküste Japans, verursachte schwere Schäden und forderte zahlreiche Opfer.
In drei Blöcken des Atomkraftwerks Fukushima I kam es zu Kernschmelzen mit nachfolgender Freisetzung radioaktiver Stoffe. Die Anlagen sind derzeit in einem relativ stabilen Zustand. Die Bemühungen um die Eingrenzung der verbliebenen Gefährdungen dauern an.

Aus radiologischer Sicht ist ein Aufenthalt, außer in den evakuierten Gebieten, in ganz Japan unbedenklich.

Bei den evakuierten Gebieten handelt es sich um
- den von der japanischen Regierung festgelegten 20-km-Umkreis um das Kernkraftwerk sowie
- das gesamte Gebiet der außerhalb dieses Umkreises gelegenen Ortschaft von Iitate sowie um Teile der Ortschaften von Katsurao, Minamisōma und Kawamata (www.meti.go.jp).

Die japanische Regierung hat die evakuierten Gebiete in drei Zonen unterteilt (Grüne Zone - Gelbe Zone - Rote Zone) (www.meti.go.jp/earthquake). In den Zonen gibt es jeweils eine Begrenzung der gestatteten Aktivitäten und eine Festlegung der Vorsorgemaßnahmen, die beim Betreten der Zonen beachtet werden müssen. Die Rote Zone ist weiterhin gesperrtes Gebiet.

Notwendige Reisen in die evakuierten Gebiete sollten erst nach Kontakt mit den zuständigen regionalen Behörden erfolgen. Da es sich um evakuierte Gebiete handelt, wird weiterhin vorsorglich von einem längerfristigen Aufenthalt in diesen Gebieten abgeraten.

Weil eine Veränderung der radiologischen Situation am AKW Fukushima I zwar unwahrscheinlich, aber nicht völlig ausgeschlossen ist, wird empfohlen die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen. Anweisungen der japanischen Behörden sollten unbedingt befolgt werden.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der deutschen Auslandsvertretungen in Japan.
Bei Fragen zu Reaktorsicherheit und Strahlenschutz informiert das Bundesamt für Strahlenschutz.

Die Sicherheitslage in der Region, speziell auf der koreanischen Halbinsel, wird vom Auswärtigen Amt genau beobachtet. Zurzeit gibt es keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung deutscher Staatsangehöriger, die sich in Japan aufhalten. Deutschen Staatsangehörigen, die sich (auch nur vorübergehend) in Japan aufhalten, wird geraten, sich in der Krisenvorsorgeliste einzutragen, siehe Krisenvorsorgeliste.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate in Japan ist niedrig. Allerdings kann es vor allem in den Abendstunden und nachts in den Stadtbezirken Roppongi und Shinjuku (Kabuki-cho) in Tokyo zu Kreditkartenbetrügereien kommen. Männer werden auf der Straße zum Besuch einschlägiger Bars eingeladen und erhalten Getränken mit Schlaf- bzw. willensverändernden Mitteln. Anschließend erhalten die Reisenden überhöhte Rechnungen, die mangels Bargeld - manchmal unter Androhung von Gewalt - per Kreditkarte gezahlt werden sollen. Nicht selten weist die Kreditkartenabrechnung dann einen nochmals erhöhten Betrag aus. Reisende, die Opfer eines solchen Betrugs geworden sind, sollten die Kreditkartenfirma informieren und sich umgehend an die örtliche Polizeidienststelle wenden, um Anzeige zu erstatten. In einigen Fällen kann eine Rückzahlung erfolgen.

Naturkatastrophen

Japan ist das erdbebenreichste Land der Erde und besitzt zahlreiche aktive Vulkane. Im Jahresdurchschnitt werden rund 1.500 Beben seismisch registriert, von denen mehrere auch in Tokyo deutlich wahrgenommen werden können. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben gibt es im Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam.
Von den 110 als aktiv geltenden Vulkanen werden derzeit 47 permanent überwacht. Das japanische Krisenmanagement sorgte beim erneuten Ausbruch des Shindake am 29. Mai 015 auf Kuchinoerabu-jima für die erfolgreiche Evakuierung der Inselbewohner. Ausbrüche wie der des Ontake-san vom 27. September 2014, der 47 Todesopfer, vor allem unter Wanderern, forderte, sind gleichwohl kaum vorhersagbar.

Süd- und Westjapan werden im Spätsommer ferner häufig von Taifunen heimgesucht. Starke Winde, Überschwemmungen und Erdrutsche können in der Folge zu erheblichen Schäden führen. Reisende in dieser Zeit werden gebeten, die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland zu beachten.

Stets aktuelle Informationen und Unwetterwarnungen können bei der Japan Meteorological Agency abgerufen werden.
Über die in Zusammenarbeit mit der Japanischen Tourismusagentur entwickelte, kostenlose Krisenvorsorge-APP "Safety tips" können auf Smartphones auch regionale Warnhinweise empfangen werden.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um in Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Infrastruktur

Öffentliche Verkehrsverbindungen sind sehr gut: Es gibt zahlreiche Inlandsflüge und ein dichtes Eisenbahnnetz inklusive Hochgeschwindigkeitszüge. In den Städten existieren Busverbindungen, in den Großstädten auch U-Bahnen, die zu Stoßzeiten allerdings häufig überfüllt sind.

Straßenverkehr

In Japan herrscht Linksverkehr. Es gilt striktes Alkoholverbot.

Führerschein

Um in Japan ein Fahrzeug fahren zu dürfen, benötigen Inhaber eines nationalen deutschen Führerscheins eine japanische Übersetzung. Der deutsche Internationale Führerschein wird in Japan nicht anerkannt.
Übersetzungen können in Japan direkt an einem der zahlreichen International Service Counter der Japan Automobile Federation (JAF) angefertigt werden. Die Übersetzung wird in der Regel am selben, spätestens am nächsten Werktag gefertigt und kostet 3.000,- Yen (je nach Wechselkurs ca. 20 - 25 Euro). Originalführerschein und Übersetzung sind stets zusammen mitzuführen und für bis zu ein Jahr nach Einreise gültig.

Das Japanische Fremdenverkehrsamt in Frankfurt listet zudem einige Anbieter in Deutschland auf, die bei der Beschaffung von Führerscheinübersetzungen aus Japan behilflich sein können.

Geldversorgung

Die Geldautomaten der meisten japanischen Banken akzeptieren noch keine ausländischen Karten. Die Akzeptanz wird jedoch kontinuierlich ausgebaut.
Europäische Maestro-Bankkarten und Kreditkarten können in Japan jedoch derzeit zur Abhebung von Bargeld an den Geldautomaten der SevenEleven- und Family Mart-Supermärkte sowie für Bargeldabhebungen an Geldautomaten der Filialen der japanischen Post (während der Öffnungszeiten) verwendet werden.
Bitte erkundigen Sie sich vor Ihrer Abreise bei Ihrer Bank, ob Sie Ihre Kreditkarte in Japan benutzen können bzw. wie Sie in Japan Bargeld erhalten.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt.

Reisedokumente:

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Von der Einreise mit einem Reisedokument, das einmal als verloren oder gestohlen gemeldet war, wird dringend abgeraten. Auch wenn der Reisepass wieder aufgefunden wurde und dies in Deutschland der Polizei bzw. der Passbehörde mitgeteilt wurde, führt der Versuch der Einreise in der Regel zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Einreise nach Japan bis hin zur Zurückweisung. Reisenden wird empfohlen, möglichst einen neuen Reisepass zu beantragen.

Visum

Kurzzeitaufenthalt ohne Arbeitsaufnahme

Für die Einreise nach Japan benötigen deutsche Touristen und Geschäftsreisende für eine Aufenthaltsdauer bis zu 180 Tagen kein Visum, sofern sie weder einer Erwerbstätigkeit, einem Studium noch einer Berufsausbildung nachgehen wollen. Deutschen, die unter diesen Voraussetzungen ohne Visum anreisen, wird bei der Einreise am Flughafen eine Aufenthaltserlaubnis ("Landing Permission") als "Temporary Visitor" für zunächst 90 Tage erteilt.

Soll der visumsfreie Aufenthalt über die ersten 90 Tage auf bis zu 180 Tage ausgedehnt werden, so muss der Reisende sich bei dem für seinen Aufenthaltsort zuständigen Einwohnermeldeamt vor Ablauf von 90 Tagen anmelden und die Aufenthaltserlaubnis im Pass durch die örtlich zuständige Einwanderungsbehörde (Immigration Office) verlängern lassen.

Die Aneinanderreihung mehrerer visafreier Kurzaufenthalte zur Umgehung der Regelungen für längere Aufenthalte ist nicht zulässig. Wer nach einem visafreien Aufenthalt ausreist und kurz darauf erneut ohne Visum einzureisen versucht, muss mit Einreiseverbot und Festsetzung bis zur Zurückschiebung in sein Heimatland auf eigene Kosten rechnen.

Längere Aufenthalte oder Aufenthalte mit Arbeitsaufnahme

Deutsche, die in Japan einer Erwerbstätigkeit, einem Studium oder einer Berufsausbildung nachgehen oder sich sonst länger als 180 Tage aufhalten wollen, sowie ihre Familienangehörigen benötigen vor der Einreise ein Visum, das bei der zuständigen japanischen Auslandsvertretung beantragt werden muss.

Einen Sonderfall des längeren und Arbeitsaufenthaltes bildet der Ferienarbeitsaufenthalt für junge Deutsche (einjähriger Ferienaufenthalt in Japan mit der Möglichkeit des Hinzuverdienstes durch Arbeit). Die vorherige Erteilung eines sogenannten Working-Holiday-Visums durch die japanische Auslandsvertretung ist erforderlich. Für weitere Informationen hierzu wende man sich an die japanische Vertretungen in Deutschland.

Biometrische Daten

Japan erfasst seit dem 20. November 2007 von Ausländern biometrische Daten (Gesichtsfotos und Fingerabdrücke) bei der Einreise. Ausgenommen sind Personen unter 16 Jahren, Diplomaten und Staatsgäste.

Passzwang

In Japan besteht Passzwang für Ausländer. Ausländer, die sich vorübergehend in Japan aufhalten, müssen jederzeit ihren Reisepass mit sich führen. Ausländer, die in Japan leben, müssen ihre Residence Card mit sich führen. Ausländer, die ohne Ausweis angetroffen werden, können verhaftet und mehrere Tage festgehalten werden. Es droht zudem eine höhere Geldstrafe.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Verboten ist die Einfuhr von Waffen und Munition, von Drogen und Aufputschmitteln etc., ge- oder verfälschten Zahlungsmitteln, Gegenständen, die die öffentliche Sicherheit oder Moral verletzten (Pornographie), und Gegenständen, die Rechte des geistigen Eigentums (Patente, Markenzeichen, Copyrights etc.) verletzen.

Zollfrei eingeführt werden dürfen von Personen ab 20 Jahren 3 Flaschen à 0,76 l alkoholische Getränke, 100 Zigarren oder 400 Zigaretten oder 500 g Tabak (bei Mischung insgesamt max. 500 g) und 2 Unzen Parfüm. Andere Waren dürfen im Wert bis zu 200.000,- Yen zollfrei eingeführt werden, dabei werden nur Waren mit einem Wert von über 10.000,- Yen pro Gegenstand gezählt. Bargeld kann beliebig eingeführt werden.

Die Ein- und Ausfuhr von Bargeld und Wertpapieren im Wert von mehr als 1 Million Yen (eine Million Yen) und Edelmetall (Gold von einem Reinheitsgrad über 90 %) von über 1 kg unterliegt einer Meldepflicht.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Drogendelikte, insbesondere die illegale Einfuhr von Drogen und Aufputschmitteln, wie z. B. "Ecstasy", werden mit hohen Haftstrafen geahndet. Das japanische Recht kennt die Unterscheidung zwischen "harten" und "weichen" Drogen nicht. Ebenso wenig sieht das japanische Recht ein Absehen von Strafe beim Besitz geringer Mengen illegaler Drogen vor. Beim Besitz von Cannabis (Haschisch und Marihuana) drohen beispielsweise bis zu sieben Jahren Freiheitsstrafe. Beim Besitz von Amphetaminen sind es sogar zehn Jahre. Die Haftbedingungen in japanischen Gefängnissen werden von Nichtjapanern als sehr hart empfunden.

Bei Festnahme oder Verkehrsunfällen mit Personenschaden sollten Sie sich schnellstmöglich mit der deutschen Botschaft in Tokyo oder dem deutschen Generalkonsulat in Osaka-Kobe in Verbindung setzen.

Impfschutz

Es gibt keine besonderen Impfvorschriften für die Einreise (www.who.int).
Das Auswärtige Amt empfiehlt die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise nach Japan zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören, auch für Erwachsene, die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggfs. gegen Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Influenza (Risikogruppen) und Pneumokokken (über 60-Jährige). Als Reiseimpfung wird bei Langzeitaufenthalt und besonderer Exposition (ländliche Gebiete) ein Impfschutz gegen Japanische Encephalitis empfohlen.

Infektionskrankheiten

Hand-, Fuß- und Mundkrankheit (HFMD)

Diese durch Kontakt oder Tröpfcheninfektion übertragene Entero- bzw. Coxsackievirusinfektion ist in Japan endemisch und führte in den vergangenen Jahren immer wieder zu Ausbrüchen. Bei entsprechender Hygiene (Händehygiene!) und Vermeidung von Kontakten mit Erkrankten ist mit einer erhöhten Gefährdung von Reisenden (Kindern) nicht zu rechnen.

Japanische Enzephalitis

Diese durch nachtaktive Moskitos übertragene Virusinfektion des Gehirns kommt in Japan auf Grund des Nationalen Impfprogrammes kaum noch vor. In den letzten Jahren lagen die Erkrankungszahlen bei unter 10 Fällen pro Jahr (überwiegend in Kyushu und Shikoku). Mückenschutz und Impfung sind wirksame Prophylaxemaßnahmen.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa zu vergleichen und technisch, apparativ und hygienisch unproblematisch. Obwohl in den großen Städten eine Reihe von englisch- und deutschsprachigen Ärzten (Adressenlisten können bei Bedarf bei den deutschen Auslandsvertretungen angefordert werden) zur Verfügung stehen, kann die Kommunikation mit anderen Ärzten ausgesprochen schwierig sein.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa zu vergleichen und technisch, apparativ und hygienisch unproblematisch. Obwohl in den großen Städten englisch- und deutschsprachige Ärzte zur Verfügung stehen, kann die Kommunikation mit anderen Ärzten ausgesprochen schwierig sein. Die International Association for Medical Assistance to Travellers und das Rote Kreuz vermitteln englischsprachige Ärzte. In allen Großstädten gibt es Krankenhäuser.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und einer Rückholversicherung wird empfohlen, da die Kosten für medizinische Behandlungen sehr hoch sind.

Essen und Trinken

Leitungswasser ist gechlort, weshalb abgefülltes Wasser empfohlen wird, welches überall erhältlich ist. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Offiziell wurde das Leitungswasser in Tokio hinsichtlich der Strahlenwerte für trinkbar erklärt. Wer mit Kindern reist, sollte dennoch sicherheitshalber auf abgepacktes Wasser zurückgreifen. 

Auf Obst und Gemüse aus der Provinz Fukushima, das nach wie vor landesweit in Supermärkten erhältlich ist, sollte verzichtet werden. 

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Typhus & Polio Nein -
Cholera Nein -
Gelbfieber Nein -
Essen & Trinken Nein -
Malaria Nein -

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden. 

Landesweit besteht das von April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Fleckfieber tritt im Buschland der Flusstäler im Süden auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

Es kommt immer wieder zu Ausbrüchen der Hand-, Fuß- und Mundkrankheit (HFMD). Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, sollte man sich regelmäßig die Hände waschen und den Kontakt mit Erkrankten vermeiden.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Ein sehr geringes Ansteckungsrisiko für die durch Mücken übertragene Japanische Enzephalitis besteht von Juni bis September vor allem in den ländlichen Gebieten im Süden. Eine Impfung ist möglich.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Wed, 08 Aug 2018 10:00:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Wed, 08 Aug 2018 09:59:56 +0200)


Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise (Entfall)

Landesspezifische Sicherheitshinweise - Teilreisewarnung

Von Aufenthalten in der von der japanischen Regierung ausgewiesenen Roten Zone (Zone 3) um das Kernkraftwerk Fukushima I im Nordosten der Insel Honshu wird weiterhin gewarnt (Teilreisewarnung). Von nicht notwendigen kurzen Reisen und allen langfristigen Reisen in die Gelbe und Grüne Zone (Zonen 2 und 1, siehe Ministry of Economy, Trade and Industry METI) wird abgeraten.
Bei den evakuierten Gebieten handelt es sich um
- das gesamte Gebiet der Ortschaften von Futaba und Okuma sowie
- um Teile der Ortschaften von Iitate, Katsurao, Minamisōma, Namie und Tomioka, siehe auch Karte des METI.
Notwendige Reisen in die evakuierten Gebiete sollten erst nach Kontakt mit den zuständigen regionalen Behörden erfolgen und auf ein Minimum beschränkt werden.
Weitere Informationen sind bei den deutschen Auslandsvertretungen in Japan erhältlich.
Bei Fragen zu Reaktorsicherheit und Strahlenschutz informiert das Bundesamt für Strahlenschutz.
Reisen in andere Landesteile sind aus radiologischer Sicht unbedenklich.

Die Sicherheitslage in der Region, speziell auf der koreanischen Halbinsel, wird vom Auswärtigen Amt genau beobachtet. Zurzeit gibt es keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung deutscher Staatsangehöriger, die sich in Japan aufhalten. Deutschen Staatsangehörigen, die sich (auch nur vorübergehend) in Japan aufhalten, wird geraten, sich in der Krisenvorsorgeliste einzutragen, siehe Krisenvorsorgeliste.

Kriminalität
Die Kriminalitätsrate in Japan ist niedrig. Allerdings kann es vor allem in den Abendstunden und nachts in den Stadtbezirken Roppongi und Shinjuku (Kabuki-cho) in Tokyo zu Kreditkartenbetrügereien kommen. Männer werden auf der Straße zum Besuch einschlägiger Bars eingeladen und erhalten Getränken mit Schlaf- bzw. willensverändernden Mitteln. Anschließend erhalten die Reisenden überhöhte Rechnungen, die mangels Bargeld - manchmal unter Androhung von Gewalt - per Kreditkarte gezahlt werden sollen. Nicht selten weist die Kreditkartenabrechnung dann einen nochmals erhöhten Betrag aus. Reisende, die Opfer eines solchen Betrugs geworden sind, sollten die Kreditkartenfirma informieren und sich umgehend an die örtliche Polizeidienststelle wenden, um Anzeige zu erstatten. In einigen Fällen kann eine Rückzahlung erfolgen.

Naturkatastrophen
Japan ist das erdbebenreichste Land der Erde und besitzt zahlreiche aktive Vulkane. Im Jahresdurchschnitt werden rund 1.500 Beben seismisch registriert, von denen mehrere auch in Tokyo deutlich wahrgenommen werden können. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben gibt es im Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam.
Von den 110 als aktiv geltenden Vulkanen werden derzeit 47 permanent überwacht. Das japanische Krisenmanagement sorgte beim erneuten Ausbruch des Shindake am 29. Mai 2015 auf Kuchinoerabu-jima für die erfolgreiche Evakuierung der Inselbewohner. Ausbrüche wie der des Ontake-san vom 27. September 2014, der 47 Todesopfer, vor allem unter Wanderern, forderte, sind gleichwohl kaum vorhersagbar.

Süd- und Westjapan werden im Spätsommer ferner häufig von Taifunen heimgesucht. Starke Winde, Überschwemmungen und Erdrutsche können in der Folge zu erheblichen Schäden führen. Reisende in dieser Zeit werden gebeten, die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland zu beachten.
Stets aktuelle Informationen und Unwetterwarnungen können bei der Japan Meteorological Agency abgerufen werden.
Über die in Zusammenarbeit mit der Japanischen Tourismusagentur entwickelte, kostenlose Krisenvorsorge-APP „Safety tips" können auf Smartphones auch regionale Warnhinweise empfangen werden.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um in Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Infrastruktur
Öffentliche Verkehrsverbindungen sind sehr gut: Es gibt zahlreiche Inlandsflüge und ein dichtes Eisenbahnnetz inklusive Hochgeschwindigkeitszüge. In den Städten existieren Busverbindungen, in den Großstädten auch U-Bahnen, die zu Stoßzeiten allerdings häufig überfüllt sind.

Straßenverkehr
In Japan herrscht Linksverkehr. Es gilt striktes Alkoholverbot.

Führerschein
Um in Japan ein Fahrzeug fahren zu dürfen, benötigen Inhaber eines nationalen deutschen Führerscheins eine japanische Übersetzung. Der deutsche Internationale Führerschein wird in Japan nicht anerkannt.
Übersetzungen können in Japan direkt an einem der zahlreichen International Service Counter der  Japan Automobile Federation (JAF) angefertigt werden. Die Übersetzung wird in der Regel am selben, spätestens am nächsten Werktag gefertigt und kostet 3.000,- Yen (je nach Wechselkurs ca. 20 – 25 Euro). Originalführerschein und Übersetzung sind stets zusammen mitzuführen und für bis zu ein Jahr nach Einreise gültig.

Das Japanische Fremdenverkehrsamt in Frankfurt listet zudem einige Anbieter in Deutschland auf, die bei der Beschaffung von Führerscheinübersetzungen aus Japan behilflich sein können.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der Yen (JPY). Die Geldautomaten der meisten japanischen Banken akzeptieren noch keine ausländischen Karten. Die Akzeptanz wird jedoch kontinuierlich ausgebaut.
Europäische Maestro-Bankkarten und Kreditkarten können in Japan jedoch derzeit zur Abhebung von Bargeld an den Geldautomaten der SevenEleven- und Family Mart-Supermärkte sowie für Bargeldabhebungen an Geldautomaten der Filialen der japanischen Post (während der Öffnungszeiten) verwendet werden.
Bitte erkundigen Sie sich vor Ihrer Abreise bei Ihrer Bank, ob Sie Ihre Kreditkarte in Japan benutzen können bzw. wie Sie in Japan Bargeld erhalten.

Versorgung im Notfall
Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente:
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Von der Einreise mit einem Reisedokument, das einmal als verloren oder gestohlen gemeldet war, wird dringend abgeraten. Auch wenn der Reisepass wieder aufgefunden  wurde und dies in Deutschland der Polizei bzw. der Passbehörde mitgeteilt wurde, führt der Versuch der Einreise in der Regel zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Einreise nach Japan bis hin zur Zurückweisung. Reisenden wird empfohlen, möglichst einen neuen Reisepass zu beantragen.

Visum
Kurzzeitaufenthalt ohne Arbeitsaufnahme
Für die Einreise nach Japan benötigen deutsche Touristen und Geschäftsreisende für eine Aufenthaltsdauer bis zu 180 Tagen kein Visum, sofern sie weder einer Erwerbstätigkeit, einem Studium noch einer Berufsausbildung nachgehen wollen. Deutschen, die unter diesen Voraussetzungen ohne Visum anreisen, wird bei der Einreise am Flughafen eine Aufenthaltserlaubnis („Landing Permission") als „Temporary Visitor" für zunächst 90 Tage erteilt.

Soll der visumsfreie Aufenthalt über die ersten 90 Tage auf bis zu 180 Tage ausgedehnt werden, so muss der Reisende sich bei dem für seinen Aufenthaltsort zuständigen Einwohnermeldeamt vor Ablauf von 90 Tagen anmelden und die Aufenthaltserlaubnis im Pass durch die örtlich zuständige Einwanderungsbehörde (Immigration Office) verlängern lassen.

Die Aneinanderreihung mehrerer visafreier Kurzaufenthalte zur Umgehung der Regelungen für längere Aufenthalte ist nicht zulässig. Wer nach einem visafreien Aufenthalt ausreist und kurz darauf erneut ohne Visum einzureisen versucht, muss mit Einreiseverbot und Festsetzung bis zur Zurückschiebung in sein Heimatland auf eigene Kosten rechnen.

Längere Aufenthalte oder Aufenthalte mit Arbeitsaufnahme
Deutsche, die in Japan einer Erwerbstätigkeit, einem Studium oder einer Berufsausbildung nachgehen oder sich sonst länger als 180 Tage aufhalten wollen, sowie ihre Familienangehörigen benötigen vor der Einreise ein Visum, das bei der zuständigen japanischen Auslandsvertretung beantragt werden muss.

Einen Sonderfall des längeren und Arbeitsaufenthaltes bildet der Ferienarbeitsaufenthalt für junge Deutsche (einjähriger Ferienaufenthalt in Japan mit der Möglichkeit des Hinzuverdienstes durch Arbeit). Die vorherige Erteilung eines sogenannten Working-Holiday-Visums durch die japanische Auslandsvertretung ist erforderlich. Für weitere Informationen hierzu wende man sich an die japanische Vertretungen in Deutschland.

Biometrische Daten
Japan erfasst von Ausländern biometrische Daten (Gesichtsfotos und Fingerabdrücke) bei der Einreise. Ausgenommen sind Personen unter 16 Jahren, Diplomaten und Staatsgäste.

Passzwang
In Japan besteht Passzwang für Ausländer. Ausländer, die sich vorübergehend in Japan aufhalten, müssen jederzeit ihren Reisepass mit sich führen. Ausländer, die in Japan leben, müssen ihre Residence Card mit sich führen. Ausländer, die ohne Ausweis angetroffen werden, können verhaftet und mehrere Tage festgehalten werden. Es droht zudem eine höhere Geldstrafe.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Verboten ist die Einfuhr von Waffen und Munition, von Drogen und Aufputschmitteln etc., ge- oder verfälschten Zahlungsmitteln, Gegenständen, die die öffentliche Sicherheit oder Moral verletzten (Pornographie), und Gegenständen, die Rechte des geistigen Eigentums (Patente, Markenzeichen, Copyrights etc.) verletzen.

Zollfrei eingeführt werden dürfen von Personen ab 20 Jahren 3 Flaschen à 0,76 l alkoholische Getränke, 100 Zigarren oder 400 Zigaretten oder 500 g Tabak (bei Mischung insgesamt max. 500 g) und 2 Unzen Parfüm. Andere Waren dürfen im Wert bis zu 200.000,- Yen zollfrei eingeführt werden, dabei werden nur Waren mit einem Wert von über 10.000,- Yen pro Gegenstand gezählt. Bargeld kann beliebig eingeführt werden.

Die Ein- und Ausfuhr von Bargeld und Wertpapieren im Wert von mehr als 1 Million Yen (eine Million Yen) und Edelmetall (Gold von einem Reinheitsgrad über 90 %) von über 1 kg unterliegt einer Meldepflicht.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Drogendelikte, insbesondere die illegale Einfuhr von Drogen und Aufputschmitteln, wie z. B. „Ecstasy", werden mit hohen Haftstrafen geahndet. Das japanische Recht kennt die Unterscheidung zwischen "harten" und "weichen" Drogen nicht. Ebenso wenig sieht das japanische Recht ein Absehen von Strafe beim Besitz geringer Mengen illegaler Drogen vor. Beim Besitz von Cannabis (Haschisch und Marihuana) drohen beispielsweise bis zu sieben Jahren Freiheitsstrafe. Beim Besitz von Amphetaminen sind es sogar zehn Jahre. Die Haftbedingungen in japanischen Gefängnissen werden von Nichtjapanern als sehr hart empfunden.

Bei Festnahme oder Verkehrsunfällen mit Personenschaden sollten Sie sich schnellstmöglich mit der deutschen Botschaft in Tokyo oder dem deutschen Generalkonsulat in Osaka-Kobe in Verbindung setzen.

Medizinische Hinweise

Impfschutz
Es gibt keine besonderen Impfvorschriften für die Einreise (www.who.int).
Das Auswärtige Amt empfiehlt die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise nach Japan zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören, auch für Erwachsene, die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggfs. gegen Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Influenza (Risikogruppen) und Pneumokokken (über 60-Jährige). Als Reiseimpfung wird bei Langzeitaufenthalt und besonderer Exposition (ländliche Gebiete) ein Impfschutz gegen Japanische Encephalitis empfohlen.

Infektionskrankheiten
Hand-, Fuß- und Mundkrankheit (HFMD)
Diese durch Kontakt oder Tröpfcheninfektion übertragene Entero- bzw. Coxsackievirusinfektion ist in Japan endemisch und führte in den vergangenen Jahren immer wieder zu Ausbrüchen. Bei entsprechender Hygiene (Händehygiene!) und Vermeidung von Kontakten mit Erkrankten ist mit einer erhöhten Gefährdung von Reisenden (Kindern) nicht zu rechnen.

Japanische Enzephalitis
Diese durch nachtaktive Moskitos übertragene Virusinfektion des Gehirns kommt in Japan auf Grund des Nationalen Impfprogrammes kaum noch vor. In den letzten Jahren lagen die Erkrankungszahlen bei unter 10 Fällen pro Jahr (überwiegend in Kyushu und Shikoku). Mückenschutz und Impfung sind wirksame Prophylaxemaßnahmen.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa zu vergleichen und technisch, apparativ und hygienisch unproblematisch. Obwohl in den großen Städten eine Reihe von englisch- und deutschsprachigen Ärzten (Adressenlisten können bei Bedarf bei den deutschen Auslandsvertretungen angefordert werden) zur Verfügung stehen, kann die Kommunikation mit anderen Ärzten ausgesprochen schwierig sein.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Andere EU-Länder Ja Nein Ja
Schweiz Ja Nein Ja
Österreich Ja Nein Ja
Deutschland Ja Nein Ja
Türkei Ja Nein Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss für die Dauer des geplanten Aufenthalts gültig sein.

Hinweis: Ausländer müssen in Japan ihren Reisepass immer mitführen. Es besteht Ausweispflicht.

Anmerkung zum Reisepass

Advanced Passenger Information System (Apis):
Das System der vorab erfassten Passagierdaten, Advanced Passenger Information System (Apis) genannt, verlangt die Registrierung der folgenden personenbezogenen Daten der Passagiere durch die transportierende Fluggesellschaft:
Name, Vorname, Geburtsdatum, Nationalität, Passnummer, Land des Wohnsitzes, Destination, Art des Reisedokuments und Geschlecht.
Die Daten werden beim Check-in erfasst.

Hinweis:
Es werden von allen ausländischen Besuchern über 16 Jahren bei der Einreise zusätzlich Fingerabdrücke genommen und digitale Fotos gemacht.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen touristischen Aufenthalt oder eine Geschäftsreise von bis zu 90 Tagen (Verlängerung um 90 Tage möglich u.a. für Staatsangehörige von Deutschland, Österreich und der Schweiz.):

EU-Länder, Schweiz und Türkei.

Hinweis: Für die visumfreie Einreise benötigen türkische Staatsangehörige einen biometrischen oder maschinenlesbaren Reisepass.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Vor der Verbringung einer Katze oder eines Hundes aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz nach Japan muss der Tierquarantäne-Service des Ministry of Agriculture, Forestry and Fisheries (Internet: www.maff.go.jp) mindestens 40 Tage im Voraus benachrichtigt werden. Die Tiere müssen mit einem Mikrochip gekennzeichnet und zweimalig gegen Tollwut geimpft worden sein. Für jedes Tier wird ein Gesundheitszeugnis benötigt, das bestätigt, dass kein Tollwut- oder Leptospiroseverdacht oder andere infektiöse Erkrankungen vorliegen. Vor der Einreise muss eine Untersuchung auf Anwesenheit von vakzinalen Antikörpern (mindestens 0,5 IE/ml) durchgeführt werden, deren Resultate rechtzeitig an das MAFF in Japan zu schicken sind.

Hunde und Katzen kommen bei Ankunft in Japan für 12 Stunden bis 180 Tage in Quarantäne (bei direkter Einreise aus Australien, Großbritannien, Fidschi, Guam, Hawaii, Irland (Rep.), Island, Neuseeland, Norwegen, Schweden, Singapur, Taiwan und Zypern besteht die Möglichkeit einer verkürzten Quarantäne von ca. 12 Stunden).

Nur wenn alle der strengen Vorschriften erfüllt sind, kann auch bei Einreise aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Quarantäne von lediglich etwa 12 Stunden erwirkt werden. Weitere Informationen unter www.maff.go.jp.

Hunde dürfen nur über bestimmte Flughäfen und Seehäfen eingeführt werden.

Außer an den Flughäfen Narita und Osaka muss im Voraus ein Platz in der Isolierstation reserviert werden.

Bei der Ausreise werden die Tiere ebenfalls untersucht; mit einer nochmaligen Quarantäne von mind. 12 Std. ist zu rechnen.

Über die aktuellen Einfuhrbestimmungen von Tieren sollten sich Reisende bei der zuständigen konsularischen Vertretung (s. Kontaktadressen) oder über das Animal Quarantine Head Office in Yokohama beraten lassen.

Bearbeitungsdauer

Unterschiedlich, je nach Nationalität und Besuchsgrund. In der Regel bis zu 5 Werktage, in manchen Fällen bis zu mehreren Wochen.

Gültigkeit

Unterschiedlich, je nach Nationalität und Besuchsgrund.

Aufenthaltsverlängerung

Neben der Meldepflicht beim Einwohnermeldeamt ist für die Verlängerung des Aufenthalts um weitere 90 Tage auch ein Eintrag im Reisepass durch die zuständige Einwanderungsbehörde nötig.  

Visaarten und Kosten

U.a. Transit-, Touristen-, Working Holiday- und Arbeitsvisum.

Kosten

Unterschiedlich, je nach Nationalität und Visumart. Staatsbürger bestimmter Länder (wie z.B. Deutschland) erhalten das Visum kostenlos. Weitere Informationen von den konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

(a) Antragsformular (www.de.emb-japan.go.jp/konsular/VISA_APPLICATION%20_FORM.pdf).
(b) 1 aktuelles Passfoto.
(c) Reisepass.
(d) Auslandsreisekrankenversicherung.

Geschäftsvisum:
(a) - (d) und
(e) Einführungsschreiben.
(f) Einladungsschreiben der japanischen Firma.

Touristenvisum:
(a) - (d) und
(g) reserviertes Rückflugticket.
(h) Nachweis ausreichender Geldmittel.
(i) Buchungsbestätigung des Reisebüros und Quittung (Reiseplan),

(j) Hotelreservierung oder Einladungsschreiben von Freunden.
(k) Dokumente, aus denen der Zweck der Reise hervorgeht, z.B. Einladung bei Privatreisen.
(l) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.

Working-Holiday-Visum:
(a) Gültiger Reisepass.
(b) Rückflugticket bzw. ausreichend finanzielle Mittel zum Erwerb eines solchen (1.100,- EUR).
(c) Nachweis über ausreichend finanzielle Mittel (Bankguthaben, Reiseschecks, etc. in Höhe von ca. 2.000,- EUR).
(d) Auslandsreisekrankenversicherung, die den gesamten Aufenthaltszeitraum abdeckt.
(e) Lebenslauf (Formblatt im Konsulat anfordern).
(f) Aufenthaltsplanung (Formblatt im Konsulat anfordern).
(g) Antragsbegründung (ca. 1 Din A4-Seite formlos in englischer oder japanischer Sprache).
(h) Antragsformular (im Konsulat erhältlich).
(i) 1 aktuelles Passfoto.

Anmerkung: Falls der Antrag nach Japan geschickt werden muss, ist er in doppelter Ausfertigung mit 2 aktuellen Passfotos einzureichen.

Geld

Geldwechsel

Geld muss bei autorisierten Banken oder Wechselstuben umgetauscht werden. Am problemlosesten ist der Umtausch von US-Dollar.

Währung

Japanischer Yen. Währungskürzel: ¥, JPY (ISO-Code). Banknoten sind in den Werten von 10.000, 5000, 2000 und 1000 ¥ im Umlauf. Münzen in den Werten von 500, 100, 50, 10, 5 und 1 ¥.

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen für die Ein- oder Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen. Beträge ab einem Gegenwert von 1 Mio ¥ müssen deklariert werden.

Kreditkarten

Visa, Diners Club, American Express, Mastercard oder Prepaid Mastercard und andere größere Kreditkarten werden in größeren Städten von Hotels und Kaufhäusern angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der jeweiligen Kreditkarte.

Reiseschecks

Können bei Banken, größeren Hotels und in manchen Duty-free-Shops umgetauscht werden. Um zusätzliche Umtauschgebühren zu vermeiden, sollten Reiseschecks in japanischen Yen oder US-Dollar ausgestellt sein.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel dürfen zollfrei nach Japan eingeführt werden (Personen ab 20 J.):

 

400 Zigaretten oder 100 Zigarren oder 500 g Tabak/ oder 500 g gemischte Tabakprodukte;

3 Flaschen (jeweils ca. 0,76 l) Spirituosen;

59 ml Parfüm;

Zulässiger Gesamtwert aller mitgeführten Waren aus Übersee außer der oben genannten: Unter 200 ¥.

Gegenstände für den persönlichen Gebrauch wie Kleidung, Hygieneartikel und ggf. eine tragbare professionelle Ausrüstung.

 

Anmerkung: Die angegebenen Mengen für Tabakwaren gelten für Personen, die ihren dauerhaften Wohnsitz nicht in Japan haben.

Verbotene Importe

Artikel, die Patent- oder Copyright-Rechte verletzen, Falsch- oder Papiergeld, Waffen, Drogen und Betäubungsmittel, spezielle Arzneimittel (u. a. Allergiemittel, bestimmte Schmerzmittel), Aufputschmittel (d. h. auch Nasensprays und Inhalationssprays bei Erkältungen), Munition, obszöne Medien, Pflanzen mit Erde, die meisten frischen Obst-, Pflanzen- und Gemüsesorten. Die Einfuhr von rohem Fleisch ist u.a. aus Österreich und der Schweiz verboten und u.a. aus Deutschland erlaubt. Die Einfuhr von verarbeitetem Fleisch ist u. a. aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erlaubt. Weitere Auskünfte erteilen die zuständigen diplomatischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).

Quellenangaben
  • Marco Polo - Japan, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2014-10, 2008-09
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Japan - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 25.01.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 25.01.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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