| Ländername | Haschemitisches Königreich Jordanien / al-Mamlaka al-Urduniyya al-Hashimiyya |
| Beste Reisezeit | März, April, Mai, Juni, September, Oktober, November |
| Fläche | 89.341 km2 |
| Hauptstadt | Amman |
| Bevölkerung | 10.428.241 |
| Sprache | Arabisch |
| Staats-/Regierungsform | Konstitutionelle Erbmonarchie |
| Staatsoberhaupt | Seine Majestät König Abdullah II. Ibn Al-Hussein (seit 07.02.1999) |
| Vertreter des Staatsoberhaupts | variabel; wird nach Bedarf festgelegt |
| Regierungschef | Premierminister Dr. Jafar Hassan (im Amt seit 18.09.2024) |
| Außenminister | Ayman Safadi (im Amt seit 15.01.2017) |
| Währung | jordanischer Dinar |
| Zeitzone | UTC+3, UTC+2 |
| Reiseadapter | B, C, D, F, G, J |
| Kfz-Länderkennzeichen | HKJ |
| ISO-3166 | JO, JOR |
| Landesvorwahl | +962 |
| Website | https://jordan.gov.jo/wps/portal/%5c?lang=en#/ |
| Reisepass & Visum | Notwendig |
| 12. Jh. v. Chr. | Frühe Kleinstaaten |
| 2. Jh. n. Chr. | Blütezeit des Nabatäerreichs |
| 106 | Römische Provincia Arabia |
| 636 | Arabische Eroberung |
| 11. Jh. | Erster Kreuzzug |
| 1244 | Mamelukenherrschaft |
| 1517–1917 | Transjordanien ist Teil des Osmanischen Reichs |
| 1921 | Abdullah bin Hussein wird Emir in Transjordanien |
| 1946 | Unabhängigkeit Jordaniens, Emir Abdullah wird König |
| 1948 | Gründung Israels, Palästinenser fliehen in die jordanisch beherrschte Westbank und über den Jordan |
| 1967 | Junikrieg: Jordanien verliert die Westbank und Ostjerusalem an Israel |
| 1994 | Friedensvertrag mit Israel |
| 1999 | Tod König Husseins I., Nachfolger wird König Abdullah II. |
| 2022 | Ca. 1,2 Mio. syrische Geflüchtete leben in Jordanien |
Benghazi Street 25, Jabal Amman | Amman | Tel. 06 5 90 11 70 | amman.diplo.de/jo-de
Mithqal al-Fayez Street 36, nahe 3th Circle, Jabal Amman | Amman | Tel. 06 4 60 11 01 | bmeia.gv.at/oeb-amman
Ibrahim Ayoub Street 19, nahe 4th Circle, Jabal Amman | Amman | Tel. 06 5 93 14 16 | eda.admin.ch/amman
Jordanischer Polizeinotruf: Tel. 911
In nahezu jedem Café, Restaurant oder Hotel gehört kostenloses WLAN zum Service. Das Netz ist in Jordanien insgesamt langsamer, doch im Großen und Ganzen sind die Verbindungen stabil und zuverlässig. Vorsicht bei offenen Netzen ohne Passwort!
Wer im Urlaub sein Handy von zu Hause nutzt, kann sich eine SIM-Karte für Touristen kaufen (Firmen: Zain, Orange, Umniah). Verkaufsstellen findest du in der Ankunftshalle im Flughafen Amman. Zain bietet auch Prepaidpakete für Android, Apple und mobiles Internet an. Bei Anrufen aus dem Ausland bzw. mit einem ausländischen Handy lässt man die Null vor der Ortsvorwahl bzw. vor der Nummer des Mobilfunknetzes weg. Anrufe aus dem jordanischen Festnetz ins jordanische Mobilfunknetz: Netzvorwahl mit Null (z. B. 079 oder 077). Vorwahl Jordanien 00962, Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041.
Internationales Theaterfestival (Amman)
Festival des Kunsthandwerks (Aqaba): Traditionelles Handwerk, Brauchtum, Folklore.
Dead Sea Marathon (Sweimeh): deadseamarathon.com
Contemporary Dance Festival (Amman): Im National Center for Culture & Arts – King Hussein Foundation. facebook.com/NCCA.KHF
Jerash Festival: Wichtigstes Kulturevent Jordaniens mit zahlreichen arabischen und internationalen Künstlern. Zu hören und zu sehen: Schlager, volkstümliche Musik, Ballett, Volkstanz. Ein Höhepunkt ist der Auftritt der Königlich Jordanischen Marschkapelle. calendar.jo | jerashfestival.jo
Baladk Street Art Festival (Amman): Buntes, unabhängiges Straßenkunstevent. facebook.com/baladkProject
Fuheis-Festival: Sympathisches Kulturfest des christlichen Städtchens Fuheis. Jährlich im August wird gefeiert bis in die Nacht – Theater, Musik, bildende Kunst. facebook.com/fuheis
Amman Jazz Festival: Fusion, Weltmusik, arabische und internationale Künstler. Details auf Facebook/META | ammanjazz.com
Petra Desert Marathon: petra-desertmarathon.com | runjordan.com
European Film Festival (Amman): euffjordan.com
Amman Design Week: Ästhetik trifft Technologie. ammandesignweek.com
Dattelfest (Amman): jordanfestivals.com
| 1. Januar | Neujahr |
| 30. Januar | Geburtstag König Abdallahs II. |
| März | Beginn des Fastenmonats Ramadan |
| März/ April | Beginn des mehrtägigen Fests Eid al-Fitr am Abschluss des Ramadan |
| 1. Mai | Tag der Arbeit |
| 25. Mai | Tag der Unabhängigkeit |
| Juni | Beginn des mehrtägigen Opferfests Eid al-Adha |
| Juni/ Juli | 1. Muharram (Islamisches Neujahr) |
| September | Moulid al-Nabi (Geburtstag des Propheten) |
| 14. November | Geburtstag König Husseins |
| 25. Dezember | Weihnachten |
Von Amman fahren Busse (Miniund Midibusse) an den zentralen Busstationen Tabarbur und Raghadan in verschiedene Richtungen des Landes ab. Auf den Strecken Amman–Aqaba und Amman–Petra verkehren komfortable Fernbusse der Firma Jett (ca. 10 JD pro Person/Strecke, möglichst am Tag zuvor reservieren). Fr/Sa fahren auf vielen Strecken weniger Busse als an den anderen Wochentagen. Reservier im Jett-Bus oben in der ersten Reihe und freu dich über kostenloses Landschaftskino!
Zwischen Aqaba und Petra sind nur einfache Minibusse oder Taxis buchbar (eine Strecke ca. 60 JD, Hin- und Rückfahrt am selben Tag ca. 90 JD).
Vom Flughafen Amman: Der internationale Queen-Alia-Flughafen liegt 32 km südlich vom Stadtzentrum. Taxipreise sind fest: Amman (60 Min.) ca. 25 JD, Madaba (40 Min.) ca. 20 JD. Viele Hotels in Amman und Madaba bieten einen günstigen Abholservice. Preisgünstig ist der Flughafen-Expressbus (Sariya, Pauschalpreis 5 JD). Stopps in Amman: der südliche 7th Circle (30 Min.) und die nördliche Busstation Tabarbur (60 Min). Von beiden aus kannst du per Taxi, per Careem (App) oder per Minibus weiterfahren, je nachdem für 1–6 JD. Gelbe (offizielle) Taxis und Minibusse kannst du von der Straße aus heranwinken, Careem- Fahrer kommen zu deinem Standort.
Von der israelisch-jordanischen Grenze aus fahren Taxis, die Preise sind teils recht happig. Tipp: Abholung von der Grenze vorher organisieren oder versuchen, mit anderen Reisenden die Kosten zu teilen. Vorsicht bei unverhofften privaten Mitnahmeangeboten.
Politisch ist der Nahe Osten reichlich zersplittert, doch kulinarisch haben die Länder viel gemeinsam. Wer zu Hause einen syrischen oder libanesischen Imbiss um die Ecke hat, kennt schon einige Gerichte, die in Jordanien beliebt sind.
Schnellrestaurants sind in Jordanien sehr verbreitet und meistens gut. Lecker satt machen hier Teigtaschen, falafel (frittierte Gemüsebällchen), shawarma (arabischer Döner), hummus (Kichererbsenpüree), mutabbal (Auberginenpüree) und Salate. Nachteil: Du musst dich entscheiden, was du am liebsten futtern möchtest!
Unter der Woche startet man in Jordanien mit einem Kaffee oder Tee in den Tag. Richtig gefrühstückt wird meist erst im Lauf des Vormittags, und es kann deftig werden. Ob auf dem Bau oder im Büro: Viele mögen Hummus, Falafel, ful (gekochte dicke Bohnen, mit Gewürzen, Zitrone und Olivenöl angemacht), gallaya (gebratene Tomaten mit Zwiebeln und Knoblauch) oder batata mufarraka (pikante Kartoffelwürfel). Am Wochenende gehören zum Frühstück oft eine frisch gebackene man‘ushe (Pizza mit Zaatar oder Weißkäse) oder Hefeteigtaschen (mu‘ajjanaat).
Die warme Hauptmahlzeit wird meist mittags eingenommen, teils auch abends, Sattmacher sind Reis, Nudeln, Kartoffeln, Rauchweizen (freeke), maftul (dicker Couscous) und andere Getreideprodukte. Dazu gibt es Gemüse und – obwohl teuer – oft auch Fleisch, seltener Fisch. Nationalgerichte sind der Reis-Gemüse-Fleischtopf maqlube und das Reisgericht mansaf mit Fleisch, Joghurtsauce und Mandeln. Die appetitliche, zartgelbe Färbung erhält der Reis übrigens nicht durch teuren Safran (za‘afaraan), sondern durch weitgehend geschmacksneutrales, preisgünstiges Färberdistelpulver (‘usfuriyya).
Zusätzlich zum Hauptgericht stehen beim häuslichen Essen oft ein einfacher Salat, Oliven und eingelegtes Gemüse auf dem Tisch. Gegessen wird teilweise mit den bloßen Händen und direkt aus großen Schüsseln. Aber keine Sorge: Jordanier essen fast immer mit Teller und Besteck, Gäste ebenso.
In Restaurants beginnt man üblicherweise mit den mezze, einem Mix aus kalten und warmen Vorspeisen, die in kleinen Schälchen serviert werden, aus denen sich jeder bedient. Die Auswahl an fleischlosen Gerichten ist sehr groß: Hummus, Mutabbal, baba gannouch (Püree aus gegrillten Auberginen), Falafel, gefüllte Weinblätter, Petersilien-Bulgur-Salat, Halloumi-Käse, weißer Frischkäse (labneh) oder gegrilltes Gemüse, außerdem tahina (würzige Sauce aus Sesambrei, Wasser und Zitrone) oder shanklish, ein Frischkäse aus getrocknetem Joghurt, der mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen gemischt wird.
Da man nach den Mezze meist schon ziemlich satt ist, sollte man mit der Bestellung des Hauptgerichts gegebenenfalls etwas warten. Vor allem für Vegetarier ist das sinnvoll, denn das Hauptgericht besteht fast immer aus gegrilltem Fleisch oder Fisch. Frischen Fisch gibt es übrigens nur in Aqaba, sonst wird er meist tiefgefroren aus dem Jemen oder Saudi-Arabien importiert.
Wenn sich die Gelegenheit ergibt, sollte man auch die beduinische Variante des Mansaf probieren: Auf einen Berg Reis werden Stücke von Lammfleisch oder Geflügel gelegt. Getränkt ist der Reis mit einer speziellen Sauce, basierend auf Kameljoghurt. Dieser wird zunächst getrocknet und zu Kugeln (jameed) geformt und in Käsegeschäften verkauft. Ein Stück der Kugel wird dann zerbröselt und unter Zugabe von Wasser wieder flüssig gemacht. In der modernen jordanischen Küche mischt man Jameed oft mit Kuhmilchjoghurt, weil der reine Geschmack vielen zu streng ist.
Zum Dessert nimmt man in der Regel Obst wie beispielsweise Wassermelone. Gehaltvolle Süßspeisen isst man eher als Zwischenmahlzeit, meist spätnachmittags oder abends. Besonders beliebt sind diese drei: knafeh (ein flacher, heißer Weißkäse mit gerösteten Fadennudeln und Sirup), baklava (süß gefüllter Blätterteig) und attaif (kleine, leichte Crêpes, mit Nüssen oder einer Art Ricotta gefüllt und mit Honig beträufelt). Sie sind eine Spezialität im Fastenmonat Ramadan.
Die meisten Jordanier trinken keinen Alkohol. Zum Essen gibt es Wasser, Softdrinks oder einen milden Trinkjoghurt (laban). Fruchtsäfte gelten eher als eine eigene Mahlzeit. Die lokalen Biere in Jordanien sind gut. Lokale Weine stammen unter anderem aus der Region Sama in Nordjordanien. Zumot-Weine (auch den berühmten St. George) bekommt man in Amman im Geschäft der Familie in Wadi Saqra sowie in großen Supermärkten und am Flughafen im Duty-Free-Shop. Falls man im Restaurant Wein, Bier oder Arrak trinken möchte, sollte man bei der Tischreservierung fragen, ob alkoholische Getränke ausgeschenkt werden. Nicht alle Restaurants haben eine Lizenz.
Nach einem zünftigen jordanischen Essen trinkt man Tee mit frischer Minze oder Kaffee. Bei privaten Einladungen ist der Kaffee meist auch ein höfliches Zeichen dafür, dass das Zusammensein allmählich ausklingen sollte.
Restaurants schlagen oft sowohl die Mehrwertsteuer als auch eine service tax von 10 Prozent auf die Rechnung auf. Dennoch ist ein kleines Trinkgeld für Kellner oder Zimmerservice angemessen. Gepäckträgern gibt man rund einen Dinar. Im Taxi wird je nach Strecke um etwa 300 Fils aufgerundet.
Extravagante Kissen oder poppige Palästinensertücher? Edles Olivenöl oder feiner Süßkram? Passende Mitbringsel muss man in Jordanien nicht lange suchen. Feilschen (starte bei einem Drittel des verlangten Preises) kannst du fast überall, nur nicht in den modernen Einkaufszentren und in Kooperativen. Tipp: Hol dir bei der Ausreise die Mehrwertsteuer zurück. Dazu lässt man sich seine Einkäufe auf einem Tax-free-Formular quittieren, beim Abflug muss man dann Quittungen und Ware beim Zoll vorzeigen (vor dem Check-in).
Wenn du meinst, die Farbe Grün zu schmecken und deine Geschmacksknospen melden: „Mehr!“ – dann hast du wahrscheinlich gerade in eine Zaatar-Pizza gebissen. Die Gewürzmischung aus Thymian, Sumach, Sesamsamen und Salz ist nicht nur lecker und gesund, sie hält sich auch über Monate frisch. Eine der besten Zaatar- Sorten hat Al Amana Dairy in Amman. Neben Gewürzen (baharaat) aller Art kann man auch frische Salbeiblätter (meremiye) und Blütentee (zuhuraat) in den Koffer packen, außerdem arabischen Kaffee (z. B. von Amid), gegebenenfalls mit Kardamom (heel). Auch geröstete Nusskernmischungen von Al Rifai oder Dattelkekse von Zalatimo werden zu Hause bestimmt nicht alt.
Ob cooles Tanktop, kuscheliger Hoodie, kreative Küchenschürze oder braves T-Shirt: Gleich mehrere Labels haben sich in Amman auf originelle Baumwollteile spezialisiert. Bei Orenda Tribe, Mlabbas und Jobedu ist die Palette an Formen, Farben und Aufdrucken riesig. Farbe, Größe, Motiv nicht vorrätig? Bei Mlabbas kannst du im Laden dein Wunschgimmick individuell bestellen und ein bis zwei Tage später abholen.
Wie kommen die Sandbilder bloß in die Flasche? Die meisten Jordanienreisenden stellen sich fasziniert diese Frage, doch die Profis halten ihre Berufsgeheimnisse sorgsam unter Verschluss. Anders bei den Keramiken von Balian in der Rainbow Street in Amman: Hier kann man zuschauen, wenn die Namen auf Becher fürs Büro oder Türschilder gepinselt werden. Ist das Souvenir erstanden, lautet die bange Frage: Wie bekommen wir das zerbrechliche Zeug heil nach Hause? Tipp: Steingut und Keramik in Socken oder Papier einwickeln, das Ganze in Schuhe stopfen und diese gut gepolstert im Koffer platzieren.
Wohlgeruch wird im Nahen Osten sehr geschätzt, Körperpflege mit Hingabe betrieben. Aber ob in all den Produkten wirklich soviel Totes Meer drin ist, wie draufsteht? Es muss nicht immer die kiloschwere Salz- oder Schlammpackung sein. Ein Stück traditionelle Olivenölseife mit Lorbeeröl tut es auch: platzsparend, intensiv duftend, garantiert hautfreundlich und auf jeden Fall etwas Besonderes.
In Mukawir, 60 km südwestlich von Amman, weben die Frauen des Beduinenstamms Bani Hamida schöne, dicke Teppiche in bunten Farben, verdienen damit eigenes Geld und tragen zur Entwicklung ihrer Community bei. Deine neu erstandenen Schätze kannst du auch nutzen, um empfindliche Mitbringsel darin einzuwickeln!
Ämter und Banken sind Fr/Sa geschlossen, viele Privatunternehmen nur Fr, einige christliche Geschäfte auch So. Manche Geschäfte haben Fr-nachmittags geöffnet, Supermärkte (Safeway, Cozmo) teils rund um die Uhr.
Glasklares Wasser, traumhafte Korallenriffe – Jordanien ist wie geschaffen für einen Bade- und Tauchurlaub. Mangels langer Küsten und aufgrund der konservativen Mentalität der Bevölkerung sind ungestörte öffentliche Plätze zum Schwimmen und Sonnenbaden nur begrenzt zu finden. Doch für ein paar Dinar extra gibt es Alternativen: Am Toten Meer kosten Privatbzw. Hotelstrände mit Pool, Dusche und Umkleide ab 20 JD/Tag. In Aqaba bieten Tauchclubs und kleinere Hotels schon ab 13 JD/Tag Zugang zu Pools und Privatstränden, teils inklusive Liege, Sonnenschirm und Handtuch.
Militärische Anlagen, wichtige Brücken, polizeiliche Einrichtungen und Paläste der Königsfamilie sind tabu. Ansonsten darf fast alles fotografiert werden. Menschen sollte man auf jeden Fall um Erlaubnis fragen.
Mit dem Jordan Pass (jordanpass.jo) kannst du bares Geld sparen. Wer ihn vorab online kauft und mindestens drei Nächte in Jordanien bleibt, zahlt den Basispreis von 75 JD (erweitert 80 bzw. 85 JD). Damit hast du das Visum, das Ticket für Petra und Eintritte für nahezu sämtliche Sehenswürdigkeiten im Land.
Achtung: Der Jordan Pass ist ab Kaufdatum ein Jahr lang gültig, nach der erfolgten Einreise kann er aber nur 14 Tage lang als Eintrittskarte zu Monumenten benutzt werden. Tipp: Für Petra direkt zwei bis drei Tage einplanen und den Pass entsprechend wählen.
| shorbat adas | Pürierte gelbe Linsensuppe mit Croûtons und Zitrone |
| kubba | Warme Frikadellen aus Bulgur (gekochter, getrockneter Weizen) |
| sambusak | Verschiedene warme Teigtaschen, gefüllt mit Hackfleisch, Käse, Kartoffeln, Zwiebeln oder Spinat |
| tabbuleh | Petersiliensalat mit Zwiebeln, Minze, Weizenschrot, Olivenöl und Tomatenwürfeln |
| aurak einab | Weinblätter, gefüllt mit Reis und Rosinen |
| shish kebab | Lammstücke am Grillspieß |
| shish tawuuk | Hähnchenstücke am Grillspieß |
| sayadiya | Fisch auf Gemüsereis gebacken |
| mansaf | Reis mit Fleisch, Joghurtsauce und Mandeln |
| maklubeh | Reis mit Auberginen, Blumenkohl, Karotten und Fleisch |
| batich | Wassermelone |
| mhallabiya | Pudding mit Rosenwasser |
| assir burtuqal | Frisch gepresster Orangensaft |
| assir laimun | Frischer Limonensaft |
| karkadeh | Hibiskussaft |
| qahwa sada | Türkischer Kaffee |
| shay | Tee, auf Wunsch mit frischer Minze (shay bil na’ana’a) |
Jordanien ist eins der wasserärmsten Länder der Welt. Die Grundwasservorkommen sind massiv übernutzt, der Jordan ist auf weniger als ein Zehntel der ehemaligen Wassermenge geschrumpft. Damit Amman nicht verdurstet, wird fossiles, nicht erneuerbares Wasser aus dem Süden mehr als 300 km weit in die Hauptstadt gepumpt. Mittelfristig sollen Importe und die Entsalzung von Meerwasser helfen. Was kannst du tun? Wo immer möglich: Wasser sparen und kurz duschen!
Wasta ist die nahöstliche Variante des „Vitamin B“. Beziehungen zu Verwandten sind wichtig, um z. B. einen Job im öffentlichen Dienst, einen Studienplatz oder einen Geschäftsauftrag zu bekommen. Das hat mit dem traditionellen Wertesystem zu tun: Die Loyalität gegenüber der Großfamilie ist meist größer als die gegenüber Staat und Nation. Nachteil: Oft entscheidet nicht die persönliche Leistung über den Erfolg, sondern die richtige Connection. Das frustriert vor allem junge Leute.
Wer in der roten Felsenstadt Petra die gigantischen Fassaden, Höhlen und Wasserleitungen sieht, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Wer waren die talentierten Bewohner dieses Ortes? Die Nabatäer kamen ursprünglich aus dem Norden der arabischen Halbinsel. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht (ca. 2. Jh. v. Chr.) kontrollierten sie die Handelsrouten zwischen Syrien und Ägypten. Unter Kaiser Augustus sollen sie in einem Jahr 10 000 Kamelladungen (oder 1500 t) Weihrauch nach Rom transportiert haben. Das kosmopolitische, multikulturelle Petra genoss großes Ansehen wegen seines raffinierten Kanalsystems zur Wasserversorgung.
Im Jahr 106 wurde das Territorium der Nabatäer dem römischen Reich einverleibt, Petra wurde zur Hauptstadt der römischen Provinz Arabia. Die Karawanenrouten verlagerten sich nach Palmyra (im heutigen Syrien), der Niedergang der Nabatäer begann. Mehrere Erdbeben in den Jahren 365 und 746 ließen die Menschen aus Petra fliehen. In Vergessenheit geraten, wurde die Felsenstadt erst 1812 vom Schweizer Johann Ludwig Burckhardt wiederentdeckt. Aufgepasst: Die Nabatäer nannten den Ort Raqmu.
Jordanien ist theoretisch eine freie Marktwirtschaft. Durch die Vormachtstellung des Königshauses und der mit ihm verbundenen Eliten ist der freie Wettbewerb jedoch eingeschränkt. Die wichtigsten wirtschaftlichen Bereiche sind Dienstleistungen und Tourismus. Wegen der Wasserknappheit und der Abhängigkeit von Energieimporten – Jordanien bezieht 90 Prozent seines Energiebedarfs aus dem Ausland – ist der Ausbau von Landwirtschaft und Industrie begrenzt. Seit einigen Jahren investiert Jordanien massiv in die Wind- und Solarenergie, um unabhängiger zu werden.
Die Schere zwischen Arm und Reich ist in Jordanien groß. In den Villenvierteln in Westamman reihen sich palastartige Wohnhäuser aneinander, mit dicken Autos vor der Tür und Hauspersonal aus den Philippinen oder Sri Lanka. Im Ostteil Ammans dagegen und in ländlichen Gebieten leben oft ganze Familien in einem einzigen Zimmer, die Arbeitslosigkeit ist sehr hoch, viele verdienen weniger als den Mindestlohn von 260 JD im Monat. Extremes Elend sieht man jedoch selten, dank den Überweisungen der Auslandsjordanier sowie Hilfsgeldern aus dem Ausland, die Jordanien in der Krisenregion stabilisieren sollen.
Arbeitslosenversicherung und Sozialhilfe sind in Jordanien weitgehend Fehlanzeige. Angehörige des Militärs, Sicherheitskräfte und Mitarbeitende im öffentlichen Dienst sind aber mit ihren Familien kranken- und rentenversichert. Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren werden auf jeden Fall geimpft und erhalten medizinische Grundversorgung, unabhängig vom Status der Eltern. Schätzungsweise 20 bis 25 Prozent der Bevölkerung haben keine Krankenversicherung.
Kaffee, auf Arabisch qahwa, ist in Jordanien eine Lebenseinstellung. Die Beduinen zelebrieren das Rösten und Kochen des grünen Kaffees als feierliches Ritual zur Wertschätzung des Gastes. Das bittere, aromatische Getränk wird heiß in winzigen Schlucken genippt – höchstens dreimal hintereinander. Das vierte Schälchen solltest du ablehnen!
Die meisten Jordanier denken bei Kaffee übrigens nicht an beduinische Zeremonien, sondern an den überall und immer präsenten Mokka. Ob nach dem Aufwachen, zur Begrüßung oder nach einem guten Essen – immer wird ein Tässchen serviert, je nach Geschmack sada (ohne Zucker), chafiif (mit wenig Zucker) oder masbuut (mittelsüß). Oft wird der Mokka auch mit Kardamom (heel) oder Zimt (’irfe) aromatisiert.
Die jordanische Königsfamilie führt ihre Abstammung auf den Propheten Mohammed zurück. Die Haschemiten hatten über Jahrhunderte die Aufsicht über die heiligen islamischen Stätten in Mekka und Medina inne. Seit 1924 sind sie Schirmherren der heiligen islamischen Stiftungen in Ostjerusalem. Die Ehefrau von König Abdullah II., Königin Rania, wurde als Tochter palästinensischer Eltern in Kuwait geboren. Das Paar heiratete 1993 und hat vier Kinder. Thronfolger ist der älteste, 1994 geborene Sohn Hussein.
Jordaniens König ist nicht nur oberster Befehlshaber der Armee. Er kontrolliert die Exekutive, die Judikative und die Legislative. Das Wahlrecht und die Schwäche der Parteien sorgen dafür, dass in der vom Volk gewählten Abgeordnetenversammlung (Unterhaus) immer loyale Stammesvertreter die Oberhand haben und die meisten Abgeordneten parteilos sind. Die Mitglieder des Senats (Oberhaus) wählt der König direkt aus. Es gibt Frauenquoten im Parlament und in den Gemeinderäten, dennoch haben Frauen bislang wenig Anteil an politischen Entscheidungen. Medien werden streng kontrolliert, die Meinungsfreiheit ist sehr stark eingeschränkt.
Stolze Menschen, die die Freiheit lieben und mit ihren Kamelen die Sandmeere der Wüste durchqueren: Die beduinische Identität des Landes wird in Jordanien hochgehalten. Dabei waren die Vorfahren von König Abdullah II. gar keine Nomaden, sondern sesshafte Kaufleute in Mekka. Mit der beduinischen Lebensweise verbindet man in Jordanien traditionelle Werte wie Ehre, Gastfreundschaft, Ehrlichkeit und Mannhaftigkeit. Wer aus erster Hand ins Leben der Beduinen zwischen Tradition und Moderne eintauchen möchte, sollte sich das anrührende Buch „Im Herzen Beduinin“ (marriedtoabedouin.com) von Marguerite van Geldermalsen besorgen. Die Neuseeländerin heiratete 1978 einen Beduinen aus Petra und wohnte acht Jahre lang mit ihm in einer Höhlenwohnung in der Felsenstadt.
Der Anteil der palästinensischstämmigen Bevölkerung Jordaniens wird auf gut die Hälfte der rund 7,5 Mio. Staatsbürgerinnen und Staatsbürger geschätzt. Das Thema ist politisch brisant. Immer wieder kommt international die Idee auf, Jordanien könnte eine Ersatzheimat für die Palästinenser werden. König Abdullah II. lehnt das ab, offiziell fordert Jordanien weiterhin eine Zweistaatenlösung. Die Palästinenser in Jordanien haben zum großen Teil die jordanische Staatsbürgerschaft. Hohe Armee- und Staatsposten können sie aber weiterhin nur begrenzt erreichen. Und noch immer müssen mehrere Zehntausend Palästinenser ohne Papiere und klaren Rechtsstatus zurechtkommen.
Rund 97 Prozent der Menschen in Jordanien gehören dem Islam sunnitischer Prägung an, etwa zwei Prozent den christlichen Konfessionen. Die meisten muslimischen Frauen tragen ein Kopftuch. Doch die Verhüllung ist in Jordanien keine Pflicht. Auch Alkohol ist nicht von Staats wegen verboten, und in manchen Läden kann man Schweinefleischprodukte kaufen. Die meisten Gesetze – wie Strafrecht und Handelsrecht – sind nach europäischem Vorbild gestaltet. Nur beim Personenstandsrecht, also bei Themen wie Heirat, Scheidung, Sorgerecht für die Kinder und Erbrecht gilt in Jordanien religiöses Recht – und zwar sunnitisches islamisches Recht für Muslime und das jeweilige christliche Kirchenrecht für Christen. Für mit dem Vatikan verbundene Christen bedeutet das, dass sie sich – anders als Muslime und orthodoxe Christen – nicht scheiden lassen können.
Ein Plastikmüllstaubsauger? Ja, bitte! Nicht nur Touristen, sondern auch immer mehr Jordanier sind genervt von der Plastikpest. Bislang ist leider kein Konzept in Sicht, um die Sintflut an Getränkedosen, Plastikflaschen und -tüten, „Coffee to go“-Bechern und Styroporverpackungen einzudämmen. Pfandsysteme oder Verkaufsverbote sind kein Thema, und wer seinen Müll aus dem Auto auf die Straße wirft, muss keine Konsequenzen fürchten. Verschärfend wirkt, dass die meisten Kommunen nach oben offene Müllcontainer und Müllautos verwenden, sodass leichte Plastikabfälle schon auf dem Transport zur Deponie vom Wind hochgeweht werden und in die offene Landschaft fliegen. Auch fehlen Müllverbrennungsanlagen – viele Kommunen in Jordanien haben kein Budget dafür.
Wenn man jordanische Frauen fragt, warum sie das Kopftuch tragen, erhält man oft die Antwort: „Weil ich nicht will, dass man nur auf mein Äußeres guckt.“ Doch viele junge Frauen tragen zwar den Hijab, ziehen aber auch enge Jeans an und machen sich auf Youtube schlau, wie man das Tuch zu einem poppigen Hingucker faltet. Mit den sozialen Medien und der kulturellen Globalisierung sind auch in Jordanien viele überkommene Vorstellungen ins Wanken geraten – inklusive der Geschlechterrollen. Junge Frauen mögen religiös sein und vielleicht sogar das islamische Heiratsrecht mit bis zu vier Frauen pro Mann okay finden, doch ansonsten lassen sie sich immer weniger gefallen. Das verunsichert viele Männer und befeuert den traditionellen Männlichkeitswahn manchmal erst recht.
Sowohl für einheimische Frauen als auch für Touristinnen gilt, dass bedeckende Kleidung nicht immer vor Anmache schützt. Die meisten Jordanierinnen wechseln bei blöden Sprüchen einfach die Straßenseite, und gegen unerwünschte Blickkontakte schützen große Sonnenbrillen.
Thomas Edward Lawrence (1888– 1935), bekannt als Lawrence von Arabien, ist heute in Jordanien fast vergessen. Doch im Westen lebt die Legende weiter. Der in Oxford geborene Orientalist, Soldat, Archäologe und Schriftsteller trug als britischer Verbindungsoffizier im Ersten Weltkrieg dazu bei, dass die arabischen Stämme kooperierten und einen Guerillakrieg gegen die Osmanen führten. Der erste große Sieg war die Einnahme von Aqaba 1917. Doch die Araber fühlten sich verraten, weil sie von den Briten nicht das versprochene Großreich erhielten.
Im Minirock zur Moschee oder in Shorts zur Kirche? Das kann schiefgehen. Für religiöse Orte immer lange Hosen oder Röcke wählen! Und nimm ein großes, leichtes Tuch mit, dann ist bei Bedarf auch der Kopf bedeckt.
Beim Schnorcheln reicht ein einziger falscher Griff, und vorbei ist der Urlaubsspaß. Das Gift mancher Korallen und Meerestiere kann krank machen oder sogar tödlich wirken. Also: nicht anfassen, nur gucken!
Kein Draht zum höchsten Wesen? Behalt es für dich. Da man in Jordanien einer Glaubensgemeinschaft angehören muss, um heiraten oder erben zu können, können manche sich nicht vorstellen, wie ein Leben ohne Religionszugehörigkeit funktionieren soll. Ein Themenwechsel erspart möglicherweise Diskussionen.
Schneemänner in der Wüste sind eher selten. Dennoch kann es im Wadi Rum oder im 1000 m hoch gelegenen Amman erstaunlich frisch werden. Daher nicht nur Sonnenschutz einpacken, sondern auch einen warmen Pullover!
Das Meer glitzert schon in der Ferne, die Vorfreude ist groß – doch der Soldat am Checkpoint schüttelt den Kopf. Du hast den Reisepass vergessen! Tipp: Immer nachsehen, ob du deinen Pass dabeihast, wenn du auf Tour gehst.
Siehe
Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigen Haftstrafen (bis lebenslänglich) geahndet. Bei der Mitführung entsprechender Medikamente zu medizinischen Zwecken muss die ärztliche Notwendigkeit in englischer Sprache dokumentiert sein.
Die Haftbedingungen sind härter als in Deutschland. Das jordanische Strafrecht beinhaltet die Todesstrafe, die auch weiterhin vollstreckt wird.
Es besteht strenges Fotografierverbot militärischer Anlagen und Einrichtungen. Majestätsbeleidigung ist ebenfalls unter Strafe gestellt.
Bei der Verwicklung in Gerichtsverfahren in Jordanien muss damit gerechnet werden, dass die jordanischen Behörden die Reisedokumente bis zum Abschluss des Verfahrens einbehalten oder dass eine Ausreisesperre für die Dauer des Verfahrens verhängt wird.
In vielen Fällen wird der deutsche Führerschein (im -Format) als ausreichend anerkannt. Es ist jedoch empfehlenswert, einen internationalen Führerschein mitzuführen, der nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig ist.
Obwohl die jordanischen Gesetze gleichgeschlechtliche, sexuelle Handlungen nicht verbieten, wird Homosexualität sozial nicht toleriert. Jordanien erkennt keine gleichgeschlechtlichen Ehen an.
Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigen Haftstrafen (bis lebenslänglich) geahndet. Die Haftbedingungen sind härter als in Deutschland. Das jordanische Strafrecht beinhaltet die Todesstrafe, die auch weiterhin vollstreckt wird.
Es besteht strenges Fotografierverbot von militärischen Anlagen und Einrichtungen. Majestätsbeleidigung ist ebenfalls unter Strafe gestellt.
Bei der Verwicklung in Gerichtsverfahren in Jordanien muss damit gerechnet werden, dass die jordanischen Behörden die Reisedokumente bis zum Abschluss des Verfahrens einbehalten oder dass eine Ausreisesperre für die Dauer des Verfahrens verhängt wird.
Landeswährung ist der Jordanische Dinar (JOD). Bargeldabhebung an gekennzeichneten Geldautomaten mit Kredit- und Debitkarten (Girocard) und die Bezahlung mit Kreditkarten sind in den von Touristen besuchten Orten in der Regel möglich. Der Umtausch von Bargeld in EUR oder USD ist bei vielen Wechselstuben und Banken möglich.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit eines Gelbfiebergebietes müssen alle Personen ab einem Alter von 1 Jahr eine Gelbfieberimpfung nachweisen.
Bei Einreise aus einem Poliogebiet muss der Nachweis einer Impfung gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) innerhalb der letzten 12 Monate bis vier Wochen vor Abreise aus dem Poliogebiet erbracht werden.
Die Inzidenz von HIV-Infektionen in Jordanien ist sehr gering.
Mit HIV infizierte Personen dürfen nicht nach Jordanien einreisen und sich nicht in Jordanien aufhalten, siehe auch Einreise und Zoll - Reisedokumente.
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht jedoch ein grundsätzliches HIV-Übertragungsrisiko.
Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:
Diese Infektionskrankheit löst seit 2012 vorrangig in Ländern der Arabischen Halbinsel vereinzelt schwere Atemwegserkrankungen aus. Ursache ist ein Coronavirus (MERS-CoV), dessen Biologie nicht abschließend geklärt ist. Kamele scheinen an der Übertragung auf den Menschen beteiligt zu sein. Zu Übertragungen von Mensch zu Mensch kam es nur bei sehr engem Kontakt zu Kranken, siehe MERS.
Insbesondere einige durch Mücken übertragene Infektionskrankheiten kommen vor, sind insgesamt aber selten (Leishmaniose, Phlebotomus Fieber). Durch nicht pasteurisierte Milchprodukte kann Brucellose übertragen werden.
Das Versorgungsniveau ist in Amman sehr gut. Hier sind besonders die beiden großen Privatkrankenhäuser der Maximalversorgung, das Al-Khalidi Medical Center und das Arab Medical Center, zu nennen. Außerhalb der Hauptstadt ist mit starken Einschränkungen zu rechnen, v.a. auch hinsichtlich des Rettungsdienstes bei Unfällen.
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Aktuelles - Sicherheitslage Jordanien
Redaktionelle Änderungen
Vor Reisen in die folgenden Staaten bzw. Gebiete wird gewarnt:
Israel/Palästinensische Gebiete, Libanon, Jordanien, Syrien, Irak, Iran, Bahrain, Kuwait, Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Jemen.
Seit dem 28. Februar 2026 führen Israel und die USA Luftschläge gegen Ziele in Iran durch. In Reaktion darauf erfolgen Luftangriffe aus Iran auf zahlreiche Ziele in der Region. Die Lufträume mehrerer Staaten wurden gesperrt; weitere Luftraumsperrungen bleiben möglich. Zahlreiche Fluggesellschaften haben den Flugbetrieb in die Region eingestellt oder stark eingeschränkt. Hiervon sind auch internationale Drehkreuze wie bspw. die Flughäfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar betroffen. Auch wenn einige Staaten ihre Lufträume inzwischen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen für ein eingeschränktes Flugangebot wieder geöffnet haben, kann die weitere Entwicklung der Sicherheitslage in der Region nicht vorhergesagt werden. Vor Reisen in die o.g. Staaten der Region wird weiterhin gewarnt.
Falls Sie sich in der Region aufhalten:
Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
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- Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Ihrem Reiseveranstalter/Ihrer Flug-/Schifffahrts-/Eisenbahngesellschaft nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
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Vor Reisen nach Jordanien wird gewarnt.
Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer
Seit dem 28. Februar 2026 führen Israel und die USA Luftschläge gegen Ziele in Iran durch. In Reaktion darauf erfolgen Luftangriffe aus Iran auf zahlreiche Ziele in der Region. Die Lufträume mehrerer Staaten wurden gesperrt; weitere Luftraumsperrungen bleiben möglich. Zahlreiche Fluggesellschaften haben den Flugbetrieb in die Region eingestellt oder stark eingeschränkt. Hiervon sind auch internationale Drehkreuze wie bspw. die Flughäfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar betroffen. Auch wenn einige Staaten ihre Lufträume inzwischen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen für ein eingeschränktes Flugangebot wieder geöffnet haben, kann die weitere Entwicklung der Sicherheitslage in der Region nicht vorhergesagt werden.
Aufgrund der weiterhin angespannten Situation im Westjordanland kommt es in Amman und anderen größeren Städten nach wie vor zu Demonstrationen mit teilweise hohen Teilnehmerzahlen - vor allem freitags nach dem Mittagsgebet. Dabei kann das Aufkommen von antiwestlicher Stimmung nicht ausgeschlossen werden.
Auch aufgrund der angespannten Situation in Israel und den Palästinensischen Gebieten kann es immer wieder zu kurzfristigen Änderungen der Öffnungszeiten sowie auch der zeitweisen Schließung der Grenzübergänge zwischen Israel und Jordanien kommen, insbesondere auch am Grenzübergang King-Hussein-Brücke (Allenby-Brücke) bei Ausreise aus dem Westjordanland, siehe Einreise und Zoll – Einreise aus Israel.
In grenznahen Regionen (insbesondere auch auf dem Dead Sea Highway) kann es zu Sperrungen und/oder zusätzlichen Kontrollen kommen
Vor Reisen nach Jordanien wird gewarnt.
Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer
In den vergangenen Jahren ist es in Jordanien nicht zu Terroranschlägen gegen Reisende gekommen. Trotzdem kann insbesondere aufgrund der regionalen Krisen landesweit die Gefahr von Anschlägen nicht ausgeschlossen werden, auch nicht an Orten, die von Ausländern besucht werden. Die jordanischen Behörden haben daher seit vielen Jahren ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht.
Siehe Aktuelles
Sowohl das syrisch-jordanische als auch das irakisch-jordanische Grenzgebiet sind militärisches Sperrgebiet, in dem besondere Bestimmungen gelten.
Im gesamten Grenzgebiet zwischen Jordanien und Syrien sowie zwischen Jordanien und Irak kommt es häufig zu Schmuggelaktivitäten von Drogen und Waffen. Daher kommt es in diesen Gebieten häufiger zu Gegenmaßnahmen der Sicherheitsbehörden, auch unter Einsatz von Schusswaffen. Von Reisen in diese Gebiete wird daher dringend abgeraten.
In Jordanien kommt es sowohl in der Hauptstadt Amman als auch in anderen Städten und Ortschaften des Landes vor allem an den Wochenenden nach dem Freitagsgebet des Öfteren zu Demonstrationen und Protestaktionen, in denen verschiedene Bevölkerungsgruppen ihre wirtschaftlichen, sozialen und politischen Forderungen artikulieren. In der Folge kann es zu Verkehrsbeeinträchtigungen und auch zu vereinzelten gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen.
Es kann immer wieder zu Streiks, Demonstrationen und auch gewaltsamen Auseinandersetzungen, Straßenblockaden und zu Steinwürfen auf Fahrzeuge kommen.
Die Kriminalitätsrate in Jordanien ist niedrig. Straftaten wie Taschendiebstähle, vereinzelte Sexualdelikte, z. B. verbale und körperliche Belästigungen durch Einzelpersonen oder Gruppen von jungen Männern, aber auch Fahrzeugdiebstähle oder Einbrüche in Fahrzeuge kommen, insbesondere an von Touristen stark frequentierten Orten (vor allem im Bereich Totes Meer/Wadi Mujib) sowie in den ländlichen Regionen, vor.
In den östlichen und südlichen Landesteilen herrscht Wüstenklima, im Bergland am Rand des Jordangrabens ist es mediterran, an der Rotmeerküste subtropisch.
In den Herbst- und Wintermonaten kann es insbesondere bei Niederschlägen nach Dürreperioden zu plötzlich auftretenden Überschwemmungen und Sturzfluten kommen. Betroffen sind vor allem normalerweise trockene Niederungen und Täler („Wadi"), die sich bei Regen im Einzugsbereich des Wadis außerordentlich rasch füllen und in reißende Flüsse verwandeln können. Es kommt hierbei immer wieder zu auch schweren Unfällen. 2025 mussten zahlreiche Reisende aus der Schlucht von Petra evakuiert werden.
Der gesamte Westen Jordaniens liegt in einer seismisch aktiven Zone, sodass es zu Erdbeben kommen kann.
Siehe Aktuelles
Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigen Haftstrafen (bis lebenslänglich) geahndet. Bei der Mitführung entsprechender Medikamente zu medizinischen Zwecken muss die ärztliche Notwendigkeit in englischer Sprache dokumentiert sein.
Die Haftbedingungen sind härter als in Deutschland. Das jordanische Strafrecht beinhaltet die Todesstrafe, die auch weiterhin vollstreckt wird.
Es besteht strenges Fotografierverbot militärischer Anlagen und Einrichtungen. Majestätsbeleidigung ist ebenfalls unter Strafe gestellt.
Bei der Verwicklung in Gerichtsverfahren in Jordanien muss damit gerechnet werden, dass die jordanischen Behörden die Reisedokumente bis zum Abschluss des Verfahrens einbehalten oder dass eine Ausreisesperre für die Dauer des Verfahrens verhängt wird.
In vielen Fällen wird der deutsche Führerschein (im EU-Format) als ausreichend anerkannt. Es ist jedoch empfehlenswert, einen internationalen Führerschein mitzuführen, der nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig ist.
Obwohl die jordanischen Gesetze gleichgeschlechtliche, sexuelle Handlungen nicht verbieten, wird Homosexualität sozial nicht toleriert. Jordanien erkennt keine gleichgeschlechtlichen Ehen an.
Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigen Haftstrafen (bis lebenslänglich) geahndet. Die Haftbedingungen sind härter als in Deutschland. Das jordanische Strafrecht beinhaltet die Todesstrafe, die auch weiterhin vollstreckt wird.
Es besteht strenges Fotografierverbot von militärischen Anlagen und Einrichtungen. Majestätsbeleidigung ist ebenfalls unter Strafe gestellt.
Bei der Verwicklung in Gerichtsverfahren in Jordanien muss damit gerechnet werden, dass die jordanischen Behörden die Reisedokumente bis zum Abschluss des Verfahrens einbehalten oder dass eine Ausreisesperre für die Dauer des Verfahrens verhängt wird.
Landeswährung ist der Jordanische Dinar (JOD). Bargeldabhebung an gekennzeichneten Geldautomaten mit Kredit- und Debitkarten (Girocard) und die Bezahlung mit Kreditkarten sind in den von Touristen besuchten Orten in der Regel möglich. Der Umtausch von Bargeld in EUR oder USD ist bei vielen Wechselstuben und Banken möglich.
Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Die Mindestrestgültigkeitsdauer wird streng kontrolliert.
Mit HIV infizierte Personen dürfen nicht nach Jordanien einreisen und sich nicht in Jordanien aufhalten, siehe auch Gesundheit – HIV.
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum.
Ein Visum kann vor der Reise online beim jordanischen Innenministerium beantragt werden. Auch die Antragstellung über die App des Innenministeriums ist möglich. Die Visumsbeantragung vor der Einreise ist für deutsche Staatsangehörige allerdings nicht verpflichtend.
Bei Einreise muss das elektronisch ausgestellte Visum mitgeführt werden.
Das Visum kann bei Einreise an den Flughäfen Queen Alia International und Aqaba auch „on arrival" beantragt werden. Die Visumgebühr in Höhe von derzeit 40 JOD muss an den Flughäfen sofort in JOD bezahlt werden (Wechselstuben/Geldautomat vorhanden). Eine Kreditkartenzahlung ist in der Regel möglich. Die Visumsbeantragung kann mit Wartezeiten verbunden sein, die ausnahmsweise auch erheblich sein können.
Siehe Aktuelles
Das Visum kann bei Einreise über die Grenzübergänge Aqaba/Yitzhak Rabin (Nähe Eilat) und Sheikh-Hussein-Brücke (nördliche Grenze) beantragt werden.
Bei Einreise über die King-Hussein-Brücke aus dem Westjordanland (Palästinensische Gebiete) kommend benötigen Reisende vor der Einreise ein Visum, welches online beantragt werden muss. Das Visum kann bei der Einreise nicht beantragt werden.
Reiseveranstalter bieten Ausflüge unter Vermittlung der Grenzabfertigung (gegen Gebühren) an, sodass keine vorherige Visumserteilung, aber die vorherige Übermittlung von Passkopien erforderlich ist.
Bei einer Reise von Israel nach Jordanien auf dem Landweg wird im Zweifelsfall empfohlen, vor Reiseantritt Kontakt mit der jordanischen Botschaft in Berlin oder in Tel Aviv aufzunehmen.
Ausländer, die einen Aufenthalt von mehr als 14 Tagen in Jordanien beabsichtigen, müssen seit Oktober 2025 spätestens 14 Tage nach ihrer Einreise eine Aufenthaltsanzeige bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle machen. Erfolgt die Anzeige nicht fristgerecht, muss mit einer Geldstrafe in Höhe von 200 JOD gerechnet werden, die bei Ausreise zu zahlen ist. Informationen zu den vorzulegenden Unterlagen sowie zu Ausnahmen bietet die jeweilige Polizeidienststelle.
Die Regelungen zur Verlängerung eines Visums bleiben davon unberührt. Für die Verlängerung eines Visums ist die Vorsprache bei der für den Aufenthaltsort zuständigen Polizeidienststelle erforderlich. Die Kosten für die Visumverlängerung betragen 40 JOD.
Deutsche, die in der Region (aber nicht in Jordanien) geboren wurden, insbesondere bei irakischer, syrischer oder palästinensischer Abstammung, müssen damit rechnen, bei der Einreise zurückgewiesen oder durch die jordanischen Sicherheitsbehörden befragt zu werden. In Einzelfällen können Reisende auch zu einem Gespräch am folgenden Tag geladen werden. Dieser Aufforderung sollte unbedingt Folge geleistet werden, da ansonsten die Ausreise verweigert wird. Betroffenen wird daher geraten, Visa nicht erst am Flughafen, sondern schon vorab elektronisch zu beantragen (siehe Einreise und Zoll - Visum)
Israelische Stempel oder Stempel der jordanischen Grenzübergangsstellen zu Israel im Pass können zur Zurückweisung bei der Weiterreise in arabische Nachbarstaaten (außer Ägypten) führen.
Personen, die an übertragbaren Krankheiten, wie Tuberkulose, Hepatitis B und C, sowie HIV, leiden, dürfen nach Jordanien weder einreisen noch langfristigen Aufenthalt nehmen. Medizinisches Fachpersonal muss HIV-Infektionen melden.
Minderjährige (sowohl nach jordanischem als auch nach deutschem Recht bis zum Erreichen des 18. Lebensjahres), die nicht in Begleitung eines Sorgeberechtigten reisen, müssen eine durch den/die Sorgeberechtigten unterschriebene schriftliche Bestätigung in englischer und deutscher Sprache mit sich führen, aus der die Erlaubnis des/der Sorgeberechtigten zur Durchführung dieser Reise hervorgeht. Diese Bestätigung muss die vollständigen Ein- und Ausreisedaten, Name/-n der Sorgeberechtigten, Namen des Kindes und der Begleitpersonen beinhalten. Ferner muss der Bestätigung eine Kopie des Reisepasses der sorgeberechtigten Person/-en beiliegen.
Für Minderjährige, die mit dem jordanischen Vater in Jordanien eingereist sind oder deren jordanischer Vater sich in Jordanien aufhält, gilt: Falls sie bei der Ausreise nicht vom Vater begleitet werden, muss dieser schriftlich zustimmen, dass die Minderjährigen Jordanien verlassen dürfen. Die Erklärung muss von den örtlich zuständigen Behörden beglaubigt werden.
Es sind zunehmend Fälle bekannt, in denen sich der jordanische Vater anlässlich eines gemeinsamen Urlaubsaufenthalts der Familie in Jordanien unerwartet dazu entschied, auf Dauer in Jordanien zu bleiben. In diesem Fall ist eine Rückreise des Kindes ohne Einverständnis des Vaters nicht mehr möglich. Wenn das Kind einen jordanischen Familiennamen in einem deutschen Ausweisdokument führt, vermuten die jordanischen Behörden, dass das Kind auch die jordanische Staatsangehörigkeit besitzt. Bereits aus diesem Grund kann die Ausreise von dem schriftlichen Einverständnis des Vaters abhängig gemacht werden.
Bargeld darf bis zu einem Gegenwert von 15.000 JOD (ca. 19.460 EUR) ins Land gebracht werden. Darüber hinaus gehende Beträge müssen dem jordanischen Zoll angezeigt werden. Reisebedarf inklusive Laptop und Kamera darf zollfrei eingeführt werden, muss aber wieder ausgeführt werden. Bis zu 1 l Alkohol, außerdem 200 Zigaretten und 200 g Tabak dürfen zollfrei mitgeführt werden. Die Einfuhr von Waffen, Drohnen, Funkgeräten, Rauschgift und pornografischen Schriften ist verboten. Ebenfalls verboten ist die Ausfuhr von Antiquitäten und Korallen.
Bei Einfuhr eines Pkw, müssen an der Grenze ein internationaler Führerschein, eine internationale Zulassung und ein „Triptyk" oder „Carnet de Passages" (Grenzübertrittsschein) vorgelegt werden. Diese Dokumente sind gegen Gebühr bei den deutschen Automobilclubs erhältlich. Die europäische Haftpflichtversicherung gilt in Jordanien nicht. An der Grenze muss daher eine temporäre Haftpflichtversicherung (etwa 22 JOD) abgeschlossen werden . Drei Monate nach Einfuhr muss das Fahrzeug verzollt werden, wobei der Zoll über 100% des von der Behörde geschätzten Wertes beträgt. Das Alter des Fahrzeugs unterliegt keinen Beschränkrungen und ist für den Zolltarif ohne Belang. Die dauerhafte Einfuhr von Diesel-Pkw ist für Privatpersonen ausgeschlossen. Die vorübergehende Einfuhr (bis zu drei Monate) von Dieselfahrzeugen ist schwierig und nur mit Genehmigung möglich. Diese wird gebührenpflichtig direkt an der Grenze ausgestellt.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit eines Gelbfiebergebietes müssen alle Personen ab einem Alter von 1 Jahr eine Gelbfieberimpfung nachweisen.
Bei Einreise aus einem Poliogebiet muss der Nachweis einer Impfung gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) innerhalb der letzten 12 Monate bis vier Wochen vor Abreise aus dem Poliogebiet erbracht werden.
Die Inzidenz von HIV-Infektionen in Jordanien ist sehr gering.
Mit HIV infizierte Personen dürfen nicht nach Jordanien einreisen und sich nicht in Jordanien aufhalten, siehe auch Einreise und Zoll – Reisedokumente.
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht jedoch ein grundsätzliches HIV-Übertragungsrisiko.
Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:
Diese Infektionskrankheit löst seit 2012 vorrangig in Ländern der Arabischen Halbinsel vereinzelt schwere Atemwegserkrankungen aus. Ursache ist ein Coronavirus (MERS-CoV), dessen Biologie nicht abschließend geklärt ist. Kamele scheinen an der Übertragung auf den Menschen beteiligt zu sein. Zu Übertragungen von Mensch zu Mensch kam es nur bei sehr engem Kontakt zu Kranken, siehe MERS.
Insbesondere einige durch Mücken übertragene Infektionskrankheiten kommen vor, sind insgesamt aber selten (z.B. Leishmaniose, Phlebotomus Fieber). Durch nicht pasteurisierte Milchprodukte kann Brucellose übertragen werden.
Das Versorgungsniveau ist in Amman sehr gut. Hier sind besonders die beiden großen Privatkrankenhäuser der Maximalversorgung, das Al-Khalidi Medical Center und das Arab Medical Center, zu nennen. Außerhalb der Hauptstadt ist mit starken Einschränkungen zu rechnen, v.a. auch hinsichtlich des Rettungsdienstes bei Unfällen.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.
Die medizinische Versorgung in Amman ist gut, außerhalb Ammans entspricht sie je nach Gebiet nicht bzw. nur mit Einschränkungen westeuropäischem Standard.
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird für Aufenthalte in Jordanien dringend empfohlen.
Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.
Das Leitungswasser ist stark gechlort. Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor dem Trinken, Zähneputzen und vor der Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.
Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
| Titel | Besondere Vorsichtsmaßnahmen | Gesundheitszeugnis erforderlich |
|---|---|---|
| Gelbfieber | 1 | - |
| Hepatitis A und B | 2 | - |
| Typhus & Polio | 3 | - |
| Tollwut | 4 | - |
[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die über ein Jahr alt sind und aus einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen. Ausgenommen sind Reisende, die sich nicht länger als 12 Stunden im Transitraum in den Infektionsgebieten aufgehalten haben.
[2] Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
[3] Eine Impfbescheinigung gegen Polio wird von allen Reisenden verlangt, die sich innerhalb der letzten 12 bis 4 Wochen in einem Polio-Endemiegebiet aufgehalten haben. Thypus kommt vor. Eine Impfung wird bei Langzeitaufenthalt und besonderer Exposition empfohlen.
[4] Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
HIV-Infizierte dürfen nicht nach Jordanien einreisen und sich nicht in Jordanien aufhalten. Reisende, die im Besitz von Medikamenten gegen HIV sind, werden als HIV-Infizierte angesehen werden und müssen infolgedessen mit ihrer Ausweisung aus Jordanien rechnen.
Auch in Jordanien besteht geringe Gefahr einer HIV-Infektion. Die bekannten Risiken sollten vermieden werden.
Durch Sandmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
| Titel | Pass erforderlich | Visum erforderlich | Rückflugticket erforderlich |
|---|---|---|---|
| Türkei | Ja | Nein | Ja |
| Deutschland | Ja | Ja/1 | Ja |
| Österreich | Ja | Ja/1 | Ja |
| Schweiz | Ja | Ja/1 | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja | Ja/1 | Ja |
Ein Reisepass ist allgemein erforderlich, er muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Pass- und Visabestimmungen können sich ändern, und Fluggesellschaften können unterschiedliche Anforderungen stellen. Die Angaben sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung korrekt. Reisende sollten sich vor der Abreise bei der zuständigen Botschaft informieren, besonders bei einem Transit über ein Drittland. Für Unannehmlichkeiten oder Verluste, die durch Änderungen dieser Bestimmungen entstehen, übernehmen wir keine Haftung.
Erforderlich u. a. für Staatsbürger der in der obigen Tabelle genannten Länder außer für Staatsangehörige der Türkei, die sich für touristische und geschäftliche Zwecke bis zu 3 Monate innerhalb eines Zeitraums von 6 Monaten in Jordanien visumfrei aufhalten dürfen.
Visum bei der Einreise / e-Visum
[1] Für Staatsbürger u.a. der EU- und EFTA-Länder werden e-Visa sowie Visa bei der Einreise an den Flughäfen Queen Alia International und Aqaba ausgestellt sowie an den Grenzübergängen Aqaba/Yitzhak Rabin (Nähe Eilat) und Sheikh-Hussein-Brücke (nördliche Grenze) (40 JD in bar für eine einmalige Einreise und mit einer Gültigkeit von 8 Wochen. Visa, die zur mehrmaligen Einreise berechtigen, werden am Flughafen nicht ausgestellt). Reisende, die über den Landweg einreisen, müssen in der Regel vorab ein Visum beantragen. Eine Ausnahme bilden die Grenzübergänge Aqaba/Yitzhak Rabin (Nähe Eilat) und Sheikh-Hussein-Brücke (nördliche Grenze), an denen ein Visum bei der Einreise beantragt werden kann. Einige Reiseveranstalter bieten für Ausflüge, die über diese Grenzübergänge führen, den zusätzlichen Service der Vermittlung für die Grenzabfertigung.
Nähere Auskünfte über die notwendigen Dokumente für ein Visum bei der Einreise erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen und das jordanische Ministerium für Inneres.
Hinweis: Die jordanischen Botschaften empfehlen, ein Visum vor Antritt der Reise zu beantragen.
Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren.
Österreicher: Eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Minderjährige dürfen nur in Begleitung von sorgeberechtigten Erwachsenen reisen. Minderjährige, die alleine reisen, benötigen eine durch den/die Sorgeberechtigten unterschriebene schriftliche Reiseerlaubnis in englischer und deutscher Sprache. Der Reiseerlaubnis muss die Kopie des Reisepasses der sorgeberechtigten Person/-en beiliegen.
Für Hunde und Katzen werden ein Gesundheitszeugnis und ein Tollwutimpfzertifikat benötigt.
Vögel brauchen auch für den Transit ein Gesundheitszeugnis. Für die Einfuhr von Vögeln ist außerdem eine Genehmigung des jordanischen Landwirtschaftsministeriums nötig.
1 Monat, Verlängerung vor Ort möglich.
Visum bei der Einreise: 4 Wochen.
Eine Visumverlängerung muss bei der zuständigen Polizeidienststelle beantragt werden. Eine Visumverlängerung kostet 40 JOD.
Ansonsten visumpflichtige Reisende, die innerhalb von 6 Stunden weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Weiterreise mit Sitzplatzreservierung verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.
Für visumfreie Transitaufenthalte zwischen 6 und 24 Stunden muss der Flughafen verlassen werden. Der Reisepass wird einbehalten.
Transit-, Touristen-, Mehrfach- und Geschäftsvisum.
Visum bei der Einreise /e-Visum
Touristenvisum: 40 JD in bar oder per Kreditkarte (ca. 51 €) (einmalige Einreise, 8 Wochen gültig).
(a) 1 Antragsformular.
(b) 1 biometrisches Passfoto in Farbe.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(d) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz, die noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(e) Gebühr (per Überweisung mit Beleg).
(f) bei Geschäftsreisen zusätzlich Entsendungsschreiben der Firma mit Reiseanlass und -dauer, Bestätigung der Kostenübernahme sowie erwünschter Gültigkeitszeitraum (bis zu 6 Monaten) und Anzahl der Einreisen.
Der postalischen Antragstellung sollten ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag und ein Zahlungsnachweis beigelegt werden.
Unterlagen für ein Visum bei der Einreise
(a) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(b) Rück- oder Weiterreisetickets.
(c) Ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt.
(d) Gebühr.
1 Jordanischer Dinar = 100 Piaster = 1000 Fils. Währungskürzel: JD, JOD (ISO-Code).
Banknoten gibt es im Wert von 50, 20, 10, 5 und 1 JD.
Münzen sind im Wert von ½ Dinar und ¼ Dinar, sowie 10 Piaster, 5, 2 1/2 und 1 Piaster im Umlauf. Der JD ist an den US-Dollar gekoppelt.
Wegen des hohen Wertverlustes des Rial sind statt Banknoten, die sogenannten Iran-Cheques, im Umlauf und werden als gängiges Zahlungsmittel verwendet. Sie werden ausschließlich von der Iranischen Zentralbank ausgegeben.
Einfuhr der Landeswährung und von Devisen in bar bis zum Gegenwert von 10.000 JD gestattet, darüber hinaus besteht Deklarationspflicht.
Ausfuhr von Fremdwährungen nur bis in Höhe der deklarierten Beträge.
Israelische Währung darf nicht nach Jordanien eingeführt werden, kann aber an der Grenze umgetauscht werden.
Geläufige Kreditkarten wie American Express, Visa, Mastercard und Diners Club werden in touristischen Orten in Hotels, Restaurants und in größeren Geschäften akzeptiert. Auf den Souks und in kleineren Geschäften wird in der Regel Bargeld verlangt. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks werden in Jordanien nicht mehr akzeptiert.
Sa-Do 08.30-15.00 Uhr. Ramadan: 08.30-10.00 Uhr, teilweise auch nachmittags geöffnet.
Folgende Artikel können zollfrei nach Jordanien eingeführt werden (Personen ab 18 J.):
Zigaretten und andere Tabakwaren in kleinen Mengen, die keinen kommerziellen Charakter haben;
alkoholische Getränke in kleinen Mengen ohne kommerziellen Charakter;
Geschenke und persönliche Gebrauchsgegenstände in kleinen Mengen ohne kommerziellen Charakter bis zu einem Wert von 200 JD.
Waffen und Munition (s. auch Einfuhrbeschränkungen), Funkgeräte, Betäubungsmittel, pornografisches Material.
Antiquitäten und Korallen.
Copyright und Haftungsausschluss