Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Island

Steckbrief

Island - Fakten

Ländername Island - Ísland
Klima Subarktisches Meeresklima: kühle Sommer und relativ milde Winter, Niederschläge im Süden bis zu 2.000 mm im Jahr. Temperaturen in Reykjavík (2014): mittlere Jahrestemperatur 6°C, mittlere Januartemperatur 2,4°C (min. -5°C), mittlere Julitemperatur 11,8°C (max. 17,5°C)
Beste Reisezeit Januar, Juni, Juli, August, November, Dezember
Fläche 103.000 km2
Hauptstadt Reykjavík; Einwohnerzahl (März 2017) ca. 122.000
Bevölkerung (März 2017) 340.110 Einwohner (Bevölkerungsdichte: 3 Einwohner pro Quadratkilometer), davon zwei Drittel im Großraum Reykjavík; fast alle Siedlungen an den Küsten (5.000 km Küstenlinie); durchschnittliche Wachstumsrate der letzten 10 Jahre: 1,9 Prozent
Sprache Isländisch (Pflicht-Fremdsprachen: Englisch, Dänisch)
Religion Lutheraner 87,1 %, andere Protestanten 4,1 %
Nationaltag 17. Juni (Gründungstag der Republik Island 17.06.1944)
Unabhängigkeit 1918 Königreich Island (Dänischer König in Personalunion)
Staats-/Regierungsform Parlamentarische Republik
Staatsoberhaupt Seit 1. August 2016 Präsident Guðni Thorlacius Jóhannesson; Vertreter im Fall von Rücktritt oder Unmöglichkeit der Amtsausübung: Ministerpräsident, Parlamentspräsident und Präsident des Obersten Gerichts gemeinsam; Amtszeit: 4 Jahre; nächste Wahl 2020
Regierungschef Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir (Links-Grüne Bewegung). Amtsantritt: 30. November 2017
Außenminister Guðlaugur Þor Þorðarson (Unabhängigkeitspartei), Amtsantritt: 11. Januar 2017
Parlament Althingi, eine Kammer, 63 Sitze. Letzte Parlamentswahl hat am 28.10.2017 stattgefunden. Die neue Regierung ist seit dem 30.11.2017 im Amt.
Währung Isländische Krone (ISK)
Zeitzone MEZ-1h
Stromnetz 230 V / 50 Hz
Reiseadapter Nicht notwendig
Kfz-Länderkennzeichen IS
ISO-3166 IS, ISL
Internet-TLD .is
Landesvorwahl +354
Website http://www.iceland.is/
Reisepass & Visum Nicht notwendig
Geeignet für Outdoor, Meer, Wintersport, Feiern

Geographie

Die Insel Island ist erdgeschichtlich relativ jung. Vulkane, Schotterwüsten aus vulkanischen Gesteinen, große Gletscher, heiße quellen (Geysire), unzählige Flüsse und Wasserfälle prägen die karge, raue Landschaft. Der Vatnajökull ist mit 8300 km² der größte Gletscher Europas. Island hat subpolares Klima, das im Westen und Süden durch den warmen Golfstrom beeinflusst wird, der hier als Nordatlantischer Strom seine Fortsetzung findet. Die Insel sitzt genau auf der Trennungslinie zwischen Nordamerika und Europa, dem untermeerischen Gebirgszug Mittelatlantischer Rücken.

Politik und Bevölkerung

An der Spitze der parlamentarisch-demokratischen Republik Island steht der Präsident. Die Volksvertretung, das im Jahr 930 gegründete Althing, ist weltweit eines der ältesten Parlamente. Die Bevölkerung wächst seit 1900 kontinuierlich, knapp 40 % der Bewohner sind heute jünger als 25 Jahre. Weite Gebiete Islands sind kaum besiedelt, während sich mehr als die Hälfte der Einwohner in und um die Hauptstadt konzentriert. Über 90 % der isländischen Bevölkerung sind Protestanten.

Geschichte

Mit der Landung der Wikinger Ende des 9. Jh. setzte die Besiedlung der Insel ein. 1262 begann die Zeit Islands als Kolonie. Zunächst waren es die Norweger und ab 1376 die Dänen, die große Gewinne aus dem Islandhandel zogen. 1944 wurde Island unabhängig. In den 1970er-Jahren erweiterte Island seine Hoheitsgewässer auf 200 Seemeilen, was zum sogenannten Fischereikrieg mit Großbritannien führte.

Island - Geschichte

874 Ingólfur Arnarson lässt sich dauerhaft in Island nieder
930 Gründung des alljährlichen Althings, der Volksversammlung, in Þingvellir und Ausrufung des unabhängigen isländischen Freistaats
1000 Annahme des Christentums
1262 Der norwegische König wird als Monarch anerkannt
1380 Island und Norwegen fallen an Dänemark
1550 Der letzte katholische Bischof Jón Arnason wird geköpft, Dänemark erhält den Kirchenbesitz
1602-1854 Dänisches Handelsmonopol, in dessen Folge wirtschaftliche Verelendung Islands
1874 Das Althing erhält mit der neuen Verfassung gesetzgebende Gewalt und finanzielle Vollmacht
1904 Hannes Hafsteinn löst als erster isländischer Minister den dänischen Gouverneur ab
1944 Ausrufung der Republik Island in Þingvellir
1952-75 "Kabeljaukriege": internationale Auseinandersetzungen um die nationale Fischereizone, die die Isländer bis auf 200 Meilen ausdehnen
1993 / 2001 Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und zum Schengen-Abkommen
2008 Eine Finanz- und Bankenkrise bringt das Land an den Rand des Staatsbankrotts
2014 Die Regierung beschließt ohne vorheriges Votum der Bevölkerung, die Gespräche über einen EU-Beitritt zu beenden
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Laufásvegur 31 | 101 Reykjavík | Tel. 5301100 | info@reykjavik.diplo.de | www.reykjavik.diplo.de

Österreichisches Konsulat

Orrahólar 5 | 111 Reykjavík | Tel. 5575464 | arni-siemsen@simnet.is

Schweizer Generalkonsulat

Laugavegi 13 | 101 Reykjavík | Tel. 5517172 | jvh@rus.is

Notruf

Landesweite Notrufnummer: 112

Internet & Wlan

Island gehört zu den Ländern mit der höchsten Internetnutzung, entsprechend findet man in den meisten Hotels Hotspots - oft im Foyer - und Internetzugänge auf den Zimmern. Ebenso haben viele Café und Restaurants Wlan. Wer ohne Laptop reist, kommt oft in den Touristeninformationen ins Netz.

Post

Postämter (póstur) gibt es in jeder größeren Ortschaft, Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-18 Uhr. Luftpostbriefe und Postkarten bis 20 g in europäische Länder kosten ab 165 ISK. www.postur.is

Telefon & Handy

Telefonate nach Island: 00354, danach die Teilnehmernummer. Telefonate von Island: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041; dann die Ortskennzahl ohne 0.

GSM-Mobiltelefone (D-Netz) können aufgrund des internationalen Roamings benutzt werden. Prepaidkarten kann man mit entsprechender Simkarte und dazugehörender isländischer Telefonnummer bei der Telefongesellschaft Síminn kaufen (Infos unter Tel. 8007000). Man erhält sie zudem an Tankstellen oder Kiosken. Für das Hochland und einige Randregionen braucht man Telefone des skandinavischen Systems NMT.

Wenn Sie viel in Island telefonieren wollen und die hohen Roaming-Kosten sparen möchten, lohnt es sich eventuell, ein GSM-Mobiltelefon bei Landssíminn (Ármúli 27 | Reykjavík) zu mieten und entsprechende Prepaidkarten zu kaufen.

Medien

BBC World sendet auf FM 90,9. Frequenzliste der Deutschen Welle unter www.dwworld.de, Stichwort Empfang.

Internationale Zeitungen kann man in größeren Buchhandlungen in Reykjavík kaufen, in der Regel mit einem Tag Verspätung. "Grapevine" ist eine englischsprachige Zeitung, die an vielen Plätzen zur Mitnahme ausliegt.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Die Isländer feiern gern und wenn möglich draußen, reichhaltiges Essen und stärkende Getränke gehören natürlich dazu. Die kirchlichen Feiertage begeht man in der Familie, und Weihnachten hat dabei eine besondere Stellung: Ab dem 12. Dezember kommen die 13 Weihnachtsmänner - eine höchst wundersame Sippe - und bringen den Kindern jeden Tag ein kleines Geschenk. Der erste ist "Schafenschreck", der am 1. Weihnachtstag wieder geht, der letzte, "Kerzenschnorrer", kommt an Heiligabend und kehrt am 6. Januar, dem 13. Weihnachtstag, zurück in die Berge. Außerdem gehört es zur Tradition, dass jeder an Heiligabend festlich gekleidet ist, und zwar in einem neuen Gewand, denn sonst holt einen die Weihnachtskatze.

Feste & Veranstaltungen

Februar

Karneval feiern die Isländer mit besonderen Essensgewohnheiten: Rosenmontag (bolludagur) werden Eclairkugeln mit Cremefüllung gegessen, an Fastnachtsdienstag (sprengidagur) gibt es Lamm mit Erbsen, bis man platzt, und am Aschermittwoch (öskudagur) sammeln kostümierte Kinder Süßigkeiten und Geld.

April

Am dritten Donnerstag ist Sommeranfang, und der wird mit einem Straßenfest gefeiert - unabhängig vom Wetter, denn Schnee ist im April keine Seltenheit.

Mai

Jedes Jahr findet das Reykjavík Kulturfestival mit internationalen und nationalen Künstlern aus allen kulturellen Sparten statt. Seit einigen Jahren nehmen auch andere isländische Orte daran teil.

Juni

Am ersten Wochenende ist der Tag der Seeleute. In allen Fischerorten werden Feste mit Kultur, Sportwettkämpfen und auch Verkaufsständen veranstaltet.

Der Höhepunkt des Monats ist der Nationalfeiertag am 17. Juni. Der offizielle Teil findet auf Austurvöllur statt, wo der Präsident einen Kranz am Denkmal von Jón Sigurðsson niederlegt und anschließend die Bergfrau, fjalla konan, die Schönheit des Landes preist. Der inoffizielle Teil ist ein großes Straßenfest mit Musikgruppen und Ständen.

Ende des Monats viertägiges Jazzfestival in Egilsstađir mit Interpreten aus ganz Skandinavien. www.east.is

August

Das erste Wochenende wird um den Handelsfeiertag am Montag verlängert und für Ausflüge ins Grüne genutzt. Vor allem Heimaey ist dann übervölkert, da man hier noch mal den Nationaltag mit Rockkonzerten und Feuerwerk feiert.

Anfang August wird es bunt und schräg, wenn die Schwulen und Lesben auf der Gay Pride die Straßen bevölkern.

Am dritten Wochenende findet der Reykjavík-Marathon statt und ab abends die Kulturnacht mit Musik, Lesungen, Ausstellungen usw., die alle kostenlos sind. Den Abschluss bildet ein Feuerwerk.

September

Im September sammeln die Bauern zu Pferd ihre Schafe im Hochland ein. In den Gemeinden stehen Gehege (réttur), in die sie getrieben und anschließend sortiert werden. Am Ende der langwierigen Arbeit gibt es ein Fest mit Gesang, Tanz und Essen. Der Schafsabtrieb lockt auch viele ausländische Besucher an, die mitreiten können.

Oktober

In Reykjavík findet alljährlich ein Filmfestival statt, auf dem internationale und isländische Filme gezeigt werden.

Das Iceland Airwaves Festival hat sich seinen Platz als alternatives Musikfestival im internationalen Kalender erobert. Überwiegend isländische Musikgruppen sind hier zu erleben.

Feiertage

1. Jan. Neujahr
März/April Gründonnerstag, Karfreitag, Ostermontag
3. Donnerstag im April Erster Sommertag
1. Mai Tag der Arbeit
Mai Himmelfahrt
Mai/Juni Pfingstmontag
17. Juni Nationalfeiertag
1. Montag im Aug. Handelsfeiertag
24.-26. Dez. Weihnachten
31. Dez. Silvester
Mobilität vor Ort

Auto

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt innerorts 50 km/h, auf Landstraßen mit Schotterbelag 80 km/h und 90 km/h bei Asphaltbelag. Die Schotterdecken bieten dem Fahrzeug häufig wenig Halt, entsprechend muss man Ausweichmanöver auf den oft schmalen Straßen bei entgegenkommendem Verkehr vorsichtig durchführen.

Unübersichtliche Straßenkuppen sind meistens mit dem Warnschild "blindhæð" gekennzeichnet. Tiere, z. B. frei laufende Schafe, haben in Island immer Vorrang. Abblendlicht auch tagsüber ist Vorschrift; es gelten Anschnallpflicht für alle Mitfahrenden und die Null-Promillegrenze.

Für Hochlandstrecken braucht man einen Geländewagen. Im Sommer gibt das staatliche Straßenbauamt gemeinsam mit dem Isländischen Naturschutzrat wöchentlich eine Karte heraus, der man die geöffneten Hochlandstrecken entnehmen kann. Das Befahren der Pisten vor Öffnung wird mit Bußgeldern bestraft, regelmäßig kontrolliert die Polizei den Verkehr, auch aus der Luft. Ebenso ist es strikt verboten, außerhalb der Wege und Fahrspuren zu fahren. Infos: www.vegagerdin.is.

Abgesehen vom Hochland ist das Tankstellennetz relativ dicht. In Reykjavík und den größeren Orten sind die Tankstellen meist bis 24 Uhr geöffnet. Hier kann man häufig mit 500- oder 1000-ISK-Scheinen oder Kreditkarten an Selbstbedienungsautomaten tanken. Bleifreies Super (95 Oktan), Super (98 Oktan) sowie Diesel (dísel) sind erhältlich.

Öffentliche Verkehrsmittel

Das Linienbusnetz im Land ist hervorragend ausgebaut, zudem werden in den Sommermonaten verschiedene Buspässe mit zusätzlichen Ermäßigungen angeboten. Sie können an jeder beliebigen Stelle der Strecke aus- und einsteigen. Informationen über Touren, Fahrpläne, Preise und Angebote: Destination Iceland (BSÍ-Busbahnhof | www.bsi.is). In Reykjavík gibt es ein City-Busnetz.

Air Iceland und Eagle Air fliegen zu zahlreichen Orten Islands, außerdem bieten sie Charterflüge an. Am günstigsten sind die Internetangebote. Informationen: www.ernir.is und www.airiceland.is

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Einige der alten Gerichte haben sich bis heute gehalten und werden speziell am Winterende zum þorrablót gegessen. Für die Isländer ist es eine Form der Winteraustreibung, wenn sie auf traditionelle Weise konservierte Speisen essen, denn mit dem Frühling begann in früheren Jahrhunderten wieder die Zeit der frischen Lebensmittel.

Erst seit dem Bau von Gewächshäusern gibt es einheimische Tomaten, Gurken, Paprika, Salate und Pilze, vorher waren da nur Rhabarber und Kohl. In einigen Supermärkten sind die Angebote an frischem Gemüse und Obst beeindruckend, importiert aus der ganzen Welt. In den letzten Jahrzehnten haben die Isländer ihre Ernährung - überwiegend Fleisch und Fisch - um das ehemals verpönte Grünzeug bereichert. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den Restaurantangeboten wider - vom Asiaten über Fast-Food-Ketten bis zum zünftigen Wikingerlokal finden Sie alles.

Aufgrund der Wirtschaftskrise hat sich auch das Warenangebot und damit einhergehend das Essverhalten verändert. Die sogenannte "lokale Küche" hat auch in Island Einzug gehalten, man experimentiert mit alten Rezepten, so verwendet man für das geräucherte hangikjöt statt Lamm- auch schon mal Pferdefleisch oder reaktiviert diese Rezepte einfach nur. Auch das Gemüseangebot wird zunehmend aus isländischen Gewächshäusern bestritten, da die Importe aufgrund des Währungsabsturzes zu teuer waren und auch noch sind. Selbst einheimisches Getreide wird angebaut, eine Folge des Klimawandels und auch der Züchtung resistenter Getreidesorten. Für die Verbraucher auf jeden Fall ein Vorteil. Als Reisender lohnt es sich unbedingt, in den Regionen nach entsprechenden Lokalen und auch Lebensmitteln Ausschau zu halten.

Sowohl bei Fisch als auch bei Fleisch wird sehr auf Qualität geachtet, alle Produkte stammen von einheimischen Tieren. Fast alles aus Flüssen und Meer landet in irgendeiner Form auf dem Teller. Außer den bekannten Fleischsorten wird auch Fohlen angeboten und beim Geflügel zusätzlich svartfugl (Tordalk), dessen große, bunte Eier im Frühjahr ebenfalls in den Regalen liegen. Einige Supermärkte haben Frischfleisch- und Fischtheken, ansonsten liegen die Produkte abgepackt in den Kühlregalen. In Reykjavík gibt es einige kleine Fischgeschäfte, die saisonal auch Alke und deren Eier anbieten. In manchen Orten können Sie direkt am Hafen den Fang von den gerade eingelaufenen Fischerbooten kaufen.

Isländer essen gern und viel, entsprechend reichhaltig fallen die einzelnen Mahlzeiten aus. Zu einem Frühstücksbuffet gehören Cornflakes mit súrmjólk (Dickmilch) und braunem Zucker, Brot, Aufschnitt, Marmeladen - zum Beispiel aus heimischen Beeren -, Tomaten, Gurken und natürlich síld (Heringshappen), eingelegt in unterschiedliche Saucen.

Mittagszeit ist regulär von 12 bis 13 Uhr, und die meisten Angestellten sind dann "zu Tisch". Die Restaurants bieten entsprechende Menüs, bestehend aus Suppe und einem Fischgericht, zu einem günstigen Preis von rund 15 Euro an. Besonders beliebt sind ýsa (Schellfisch), þorskur (Kabeljau) und karfi (Rotbarsch), gedünstet oder gegrillt.

Am Nachmittag gibt es ein Kuchenbuffet, das Süßes wie Herzhaftes bereithält. Die mächtigen Sahnetorten sind wahre Kalorienbomben, ein wenig leichter sind pönnukökur (Crêpes), gefüllt mit Sahne oder Marmelade, und kleinur (Schmalzgebäck). Flatbrauð ist ein Pfannkuchen aus Roggenmehl und wird mit einer dünnen Scheibe hangikjöt, geräuchertem Lammfleisch, belegt. Auch ein Sandwich mit rækja (Krabben) und Mayonnaise zählt zum Nachmittagsimbiss.

Das Abendessen wird meist in familiärer Runde eingenommen und ist die wichtigste Mahlzeit. Am Wochenende gehen viele Isländer auch ins Restaurant, um so die Woche gebührend zu beenden. Die international ausgebildeten Köche kreieren zum Teil fantasievolle Gerichte aus den heimischen Produkten, oft asiatisch oder mediterran inspiriert. Ausgezeichnet ist der Lachs, ob geräuchert oder gegrillt. Ganzjährig gibt es den Zuchtlachs und im Sommer Wildlachs aus einem der berühmten isländischen Lachsflüsse. Reyktur silungur (geräucherte Forelle) ist vor allem am Mývatn eine Spezialität, sie schmeckt dort besonders würzig, da sie mit Wacholder geräuchert wird. Wenn Sie als Hauptgericht lamb (Lammfleisch) wählen, müssen Sie zwar deutlich mehr als für ein Fischgericht bezahlen (rund 30 Euro), doch es lohnt sich. Die frei laufenden Lämmer fressen den ganzen Sommer nur Gräser und Kräuter, deshalb hat ihr Fleisch einen leicht "gewürzten" Geschmack. Eine andere Spezialität ist hreindýr (Rentier) - für Wildkenner ein Genuss. Häufiger sieht man auch Restaurants mit hvalur (Walfleisch) werben. Das Fleisch wird gebraten wie ein Steak und hat einen der Größe des Tiers entsprechenden recht kräftigen Geschmack. Aufgrund des relativ niedrigen Preises gehörte Walfleisch früher zu den Gerichten der armen Fischer.

Zu einem opulenten Abendessen gehört auch ein Wein, und zu allen Mahlzeiten erhalten Sie Leitungswasser, das aufgrund seiner Güte sogar exportiert wird. Wegen des Wassers schmeckt auch das isländische Bier sehr gut. Das typische Getränk aber ist Kaffee. Nach jeder Mahlzeit und zu jedem Treffen gehört er dazu. Abends verfeinern ihn Isländer mit Cognac oder Likör. Kaffee ist relativ preiswert, zumal eine zweite Tasse meistens inklusive ist.

Einkaufen und Shoppen

Zwar können Sie die Vulkane nicht mitnehmen, aber Lava als Kerzenständer oder Salzstreuer schon. Vielfältig sind vor allem die Designangebote - manches kitschig, manches kreativ, doch immer typisch isländisch. Beim Gang durch die beiden Malls Kringlan (Reykjavík) und Smáralind (Kópavogur) gibt es entsprechende Läden, ansonsten lohnt ein Streifzug durch Straßen wie Laugavegur in der Innenstadt von Reykjavík.

Bild & Ton

Wunderschöne Bildbände von isländischen Fotografen sind ein sehr lohnendes Souvenir - und natürlich Musik. Ein gutes Angebot an CDs und entsprechende Beratung finden Sie in Reykjavík bei 12 Tónar (Skólavörðustigur 15).

Kosmetik

Unter dem Label Blue Lagoon wird eine Kosmetikserie auf der Basis der besonderen Mineralien der gleichnamigen Lagune hergestellt. Außer in der Blauen Lagune können Sie die Produkte auch im Touristenzentrum kaufen sowie in den Kosmetikabteilungen der Malls. Im Naturbad am Mývatn gibt es jetzt auch eine Pflegeserie, die bisher nur dort zu erwerben ist.

Lamm & Lachs

Wem die isländische Küche gefällt, der kocht sie mit original isländischem Lammfleisch zu Hause nach. Gut eingeschweißt kann man die leckeren Koteletts leicht transportieren, die man sowohl in jedem Supermarkt findet als auch in Kooperativen wie z. B. im Norden in Hvammstangi. Einige Scheiben Lachs runden das Menü dann noch ab. Übrigens: Im Icemarket am Flughafen finden Sie viele isländische Lebensmittel.

Modedesign

Da die Isländer seit Jahrzehnten sehr modebewusst sind, können Sie Labels von Rang und Namen kaufen, doch etwas Spezielles sind die isländischen Designermarken. Eine Handtasche oder ein Armband aus Fischhaut sind ein Hingucker, besonders wenn sie von Huld (www.huld.is) stammen. Wer es besonders extravagant liebt, geht zu Spaksmannsspjarir, Mode, die von der isländischen Landschaft inspiriert wurde (www.spaksmannsspjarir.is). Die Entwürfe von GuSt zeichnen sich durch ihre edlen Details aus. Ungewöhnliche Kreationen aus überraschenden Materialien finden Sie bei Kirsuberjatréð in Reykjavíks Vesturgata: Fischhauttaschen, Schmuck aus Plastikschläuchen oder Abendkleider aus Filz und Organza (www.kirs.is). Das isländische Label 66° North fertigt ausgezeichnete Outdoor-Fleecebekleidung.

Schmuck

Klein und kostbar sind die individuellen Gold- und Silberschmiedearbeiten, einige sind inspiriert von der Zeit der Wikinger, andere verwenden die Halbedelsteine des Landes, jede hat ihren eigenen Stil. Prämiert und unkonventionell sind die Schmuckstücke von Dýrfinna Torfadóttir. Ihre Arbeiten finden Sie u. a. in Reykjavík bei Mona (Laugavegur 66), in Ísafjörður (Gullauga) und Akranes (Laugarbraut 15 | Tel. 4564660), wo auch ihr Atelier ist.

Wollsachen

Das klassische Souvenir aus Island ist natürlich der Islandpullover. Die Wolle der isländischen Schafe hat hervorragende Eigenschaften, die langen Deckhaare sind Wasser abweisend und die feinen Unterhaare weich und leicht wie Mohair. Das Angebot reicht von Bekleidung bis zu kuscheligen Plaids.

Neben den traditionellen Mustern werden inzwischen auch modischere Designs angeboten, hierzu finden Sie die größte Auswahl in und um Reykjavík, so zum Beispiel bei Iceland Wool (Þingholtsstræti 20 | Tel. 5622116) und bei Rammagerðin (Hafnarstræti 19 | Tel. 5517760). Schöne, natürlich von Hand gestrickte Modelle gibt es auch bei Víkurprjón in Vík í Mýrdal (Austurvegur 20 | Tel. 4871250). Wollsachen im klassischen Design findet man bei Gaga (www.gaga.is), wie sich die Designerin nennt, nicht: Verrückt und ungewöhnlich sehen einige ihrer Kreationen auch aus.

Öffnungszeiten

Läden haben Mo-Fr 9-18, Sa 9-16 Uhr geöffnet, einige Supermärkte sind tagtäglich 24 Stunden offen. Die Einkaufszentren Kringlan in Reykjavík und Smáralind in Kópavogur haben einen langen Donnerstag und sind sonntags geöffnet (nicht im Sommer). Kioske (sjópa) verkaufen meist bis 23.30 Uhr u. a. Getränke und einige Lebensmittel. Restaurants wie auch Touristinformationen haben im Allgemeinen täglich geöffnet.

Spezialitäten

blóðmór Blutwurst aus Schafsblut. Wird gekocht mit lifrarpylsa gegessen
brennivín der isländische Aquavit wird wegen seines Etiketts (und der Prozente) auch "Schwarzer Tod" genannt
hákarl Eis- oder Grönlandhai, der in offenen Holzkisten fermentiert und anschließend mehrere Monate getrocknet wird. In Kombination mit brennivín auch für Nicht-Isländer genießbar
hangikjöt geräuchertes Lammfleisch. Gekocht zusammen mit Kartoffeln, Béchamelsauce und grünen Erbsen ein traditionelles Weihnachtsgericht. Kalt als Aufschnitt mit Fladenbrot aus Roggenmehl (flatkökur)
harðfiskur Trockenfisch. Luftgetrockneter Schellfisch, Kabeljau oder Seewolf, als Imbiss mit Butter
lifrarpylsa Leberwurst aus Lammleber, gehört zusammen mit blóðmór zu den slátur genannten Schafswürsten
mýsa Molke, die sich vom skyr absetzt. Ein erfrischendes Getränk
plokkfískur Eintopfgericht aus Kartoffeln, Fisch und Zwiebeln
rúgbrauð dunkles, süßes Brot, das in einigen Orten in heißen Quellen gegart wird
saltkjöt gesalzenes Lammfleisch, wird gekocht und kalt gegessen
skyr Frischkäse, aus Magermilch hergestellt. Beliebte Nachspeise mit Milch oder Sahne und braunem Zucker
svið gesengter Lammkopf. Die gesäuberten Köpfe werden in Salzwasser gekocht und warm zusammen mit Kartoffel- oder Kohlrübenpüree serviert. Kalt als Vorspeise und Reiseproviant
sviðasulta Kopfsülze, hergestellt aus Lammköpfen
vatn Wasser, ob aus der Quelle oder dem Hahn - ein Genuss
ýmis súrmatur verschiedene Fleischwaren wie Blutwurst, Leberwurst und gekochte Widderhoden, die 3-4 Monate in Molke (mýsa) eingelegt werden; sogenannte Sauerspeisen
Stichworte

Amerika

Es waren Isländer, die als erste Europäer ihre Füße auf amerikanischen Boden setzten. Nachdem 982 Eirík der Rote an der Südküste Grönlands gelandet war, geriet 985 Bjarni Herjólfsson auf seiner Fahrt nach Grönland zu weit nach Westen und sichtete unbekanntes Land. Doch erst 1000 machte sich Leifur Eiríksson auf, dieses Land zu erkunden. Er landete an drei Plätzen im heutigen Kanada, die er Helluland, Markland und Vínland nannte. Einige Jahre später versuchten Þorfinnur Karlsefni und seine Frau Guðriður, sich in Vínland anzusiedeln, aber aufgrund von Konflikten mit Indianern kehrten sie drei Jahre später nach Island zurück. Doch auch weitere 350 Jahre fuhren die "Grönländer", wie sich die Siedler nannten, nach Kanada, um von dort Holz zu holen. Mitte des 13. Jhs. wurden die Entdeckungen in der "Eiríks Saga" niedergeschrieben, die vermutlich später auch Kolumbus las.

Baden

Jeder noch so kleine Ort hat ein Freibad, denn Schwimmen ist Pflichtfach für jeden Schüler und dient nicht nur der Fitness, sondern auch der Kommunikation. Das gemeinsame Bad in den wohltemperierten hot pots verbindet Politiker mit Managern, Sportler mit Dichtern, hier tauscht man sich über die jüngsten Ereignisse aus. Schon der Politiker und Dichter Snorri Sturluson (1179-1241) schätzte die Beratung in seiner Badewanne "Snorralaug" in Reykholt, die er eigens dafür bauen ließ. Die Isländer genießen ganzjährig dieses Vergnügen im Freien, unabhängig von Niederschlag und Temperatur. Ein Hit ist das Ganze bei Schnee!

Energie & Industrie

Dank des Vulkanismus und der enormen Wassermengen decken die Isländer über 90 Prozent ihres Energiebedarfs mit diesen natürlichen Ressourcen. Öl benötigen sie nur für den Transportbereich. Die geothermische Energie wird als erhitzter Dampf oder heißes Wasser genutzt. Fast 90 Prozent aller Häuser werden so beheizt und über 200000 m2 Gewächshausfläche. Die andere Energiequelle ist die Wasserkraft, die bisher nur einen Anteil von 20 Prozent hat, obwohl die Isländer den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Strom in der Welt haben. Das gesamte Potenzial aus Wasserkraft schätzt man auf 220 Terawattstunden pro Jahr. Gern ist man bereit, das vor allem für den Ausbau der Aluminiumherstellung zu nutzen. Pläne für weitere Aluminiumschmelzen sind schon länger vorhanden, doch aufgrund der Wirtschaftskrise 2008 kam es zu einem Baustopp im Land. Doch die drei bestehenden Aluminiumschmelzen produzierten 2012 immerhin so viel Aluminium, dass der Exportanteil fast 36 Prozent betrug. Mit dem Aufbau einer neuen Schmelze auf Reykjanes wurde 2010 begonnen.

Auch wenn der isländische Strom also zur regenerativen Energie zählt, so gibt es im Land dennoch berechtigte Kritik an den geplanten Aluminiumschmelzen. Zum einen müssen für diese Fabriken immer neue Kraftwerke gebaut werden, deren Bau gewaltig in die Natur eingreift, zum anderen erhalten die durch die Finanzkrise sensibilisierten Bürger keine Aufklärung über die damit verbundenen Kosten und die Preisvereinbarungen mit den Fabrikbetreibern.

Deutlich sinnvoller ist da, die vorhandene Energie zum Betreiben weiterer Gewächshäuser zu benutzen. Seit der Krise setzt man im Land zunehmend auf in Island angebaute Tomaten, Salate, Paprika usw. Auch außerhalb der Gewächshäuser sieht man zaghaften Getreideanbau und natürlich Kartoffelfelder.

Fauna

Der Polarfuchs ist der einzige Landsäuger, der schon vor der Besiedlung in Island lebte, alle anderen brachte der Mensch mit. So streifen im Sommer die Schafe durchs Land und sind selbst in den entlegensten Ecken anzutreffen. Ihr Bestand wurde in den letzten 20 Jahren um 300000 auf 450000 reduziert - zum einen vernichten sie die kostbare Pflanzendecke, und zum anderen wollte man Überproduktionen reduzieren. Weltweit bekannt ist das Islandpferd, ein geländegängiges Kleinpferd, auf das sich selbst ein ungeübter Reiter schon mal setzen kann. Außerdem leben im Osten der Insel rund 3000 wilde Rentiere, deren Vorfahren im 18. Jh. aus Norwegen importiert wurden.

Neben den zahlreich und in vielen Formen vertretenen Fischen tummeln sich auch viele Meeressäuger rund um Island. Minkwale und Orcas kann man auf den Walbeobachtungsfahrten ebenso sehen wie Tümmler. An den Küsten stößt man häufig auf Seehunde und Kegelrobben, die sich hier auch fortpflanzen.

Doch Island ist vor allem ein Vogelparadies. Zehntausende von Seevögeln nisten an den steilen Felsenküsten: Gryllteisten, Tordalken, Eissturmvögel, Basstölpel, Trottellummen und Papageitaucher. Im Landesinneren gibt es große Kolonien von Kurzschnabelgänsen, und auf dem See Mývatn tummeln sich in Europa seltene Entenarten wie Kragen- oder Eisente. Oft sieht man die großen, schwarzblauen Kolkraben und hin und wieder auch mal einen Seeadler, einen Merlin oder einen Gerfalken.

Fischwirtschaft

Rund 42 Prozent (2012) des isländischen Exports sind Meeresprodukte, gefangen in den "frischen und sauberen Gewässern des Nordatlantiks", wie es in der Werbung heißt. Aufgrund der 200-Meilen-Zone - hart erkämpft in den sogenannten Kabeljaukriegen vor allem mit England - misst die wirtschaftlich nutzbare Fläche rund um Island 758000 km2. Um den Bestand der wichtigsten Fangfische - Kabeljau, Schellfisch, Rotbarsch, Seelachs und Lodde - zu sichern, werden jährlich Quoten ausgegeben. Die hoch technisierten Fabriken arbeiten mit flexiblen Produktionssystemen, um schnell auf die Marktwünsche reagieren zu können. Die wichtigsten Verarbeitungsformen sind Salzen, Tiefkühlen und Trocknen. Auf vielen Trawlern werden die Fänge direkt an Bord verarbeitet, was in den 1990er-Jahren zum Ruin kleinerer Fischfabriken führte. Die Hauptexportregionen sind USA, Japan und Europa.

Flora

Als im 9. Jh. die ersten Siedler kamen, gab es in Island einen dichten Birkenbestand, und 40 Prozent der Insel waren bewachsen. Überweidung, Abholzung und anschließende Erosion zerstörten die Bodendecke, dazu kamen noch etliche Vulkanausbrüche. Erst ein Wiederaufforstungs- und Rekultivierungsprogramm sorgte dafür, dass heute wieder 23 Prozent der Insel kultiviert sind. Fast 65 Prozent sind dennoch Ödland.

Die Vegetation besteht aus Buschgewächsen wie der Moorbirke oder aus Weiden. An Berghängen gedeihen farbenprächtige Wiesen mit zahlreichen Krautpflanzen, zum Beispiel dem violett blühenden Waldstorchschnabel. Auf den Ödlandflächen findet man Steinbrecharten sowie das Stängellose Leimkraut, und an Flussufern leuchten die purpurfarbenen Blüten des Arktischen Weidenröschens und grüne Moosteppiche. Beeren, Pilze und die braun-grau-grüne Flechte fjallagras bereichern auch den isländischen Speiseplan.

Geysire

Schon 1294 wurde der Große Geysir in Haukadalur erwähnt, und Bischof Brynjólfur Sveinsson beschrieb ihn erstmals unter dem Begriff "Geysir", der damit namensgebend für diese Springquellen wurde. Der Forscher Robert Bunsen studierte ihr Funktionsprinzip auf einer Islandreise 1846. Er stellte fest, dass die Wassertemperatur, je tiefer er im Schacht des Geysirs maß, zunahm. Die Erklärung: Mit der Wassertiefe steigt der Wasserdruck und damit der Siedepunkt. Der Dampfdruck in der Tiefe muss nun so weit steigen, dass der Belastungsdruck des Wassers in dem 5 m tiefen Schacht überwunden werden kann. Dann hebt der Dampf das Wasser an (sog. Glockenbildung), und es kommt zum Ausbruch.

Kunst

Island gilt nicht nur als ein Land der Literatur und der Leseleidenschaft - auf 320000 Einwohner kommen immerhin 40 Buchverlage! -, es hat sich längst auch zu einem spannenden Ort der Musik und der bildenden Kunst entwickelt. Björk und Sigur Rós sind schon lange keine Geheimtipps mehr, und jedes Jahr reisen Musikagenten zum Festival "Icelandic Airwaves", um zu hören, was es Neues gibt. Seit 2006 gibt es parallel das Kunstfestival "Sequences", wo vor allem junge Künstler ihre Werke zeigen. Von jeher zeigt sich in der bildenden Kunst der starke Einfluss der Natur, die oft Thema ist, sei es früher als klassische Landschaftsmalerei oder heute auch in kritischer Auseinandersetzung.

Doch Islands Künstler sind auch politisch aktiv. Im Herbst 2009 gründete der Autor und Comedian Jón Gnarr Besti flokurinn (Die beste Partei), mit der er zur Bürgermeisterwahl in Reykjavík 2010 antrat und mit 34 Prozent der Wählerstimmen sofort gewann. Jón Gnarr arbeitete mit im Hinblick auf politische Korruption unverdächtigen Künstlern zusammen, in einer Koalition mit den Sozialdemokraten.

Namen

Namen in Island - eine einfache Sache. Zunächst der Rufname, und dann folgt der Vatersname mit dem Suffix -son (Sohn) oder -dóttir (Tochter). So könnte eine Familie heißen: Vater Einar Jóhannson und Mutter Svava Elíasdóttir haben den Sohn Gísli Einarsson und die Tochter Jórunn Einarsdóttir. Es gibt also keinen gemeinsamen Familiennamen, sondern nur Patronyme, Vatersnamen. Man redet sich mit dem Rufnamen an, der auch im Telefonbuch an erster Stelle steht.

Sagas

Entstanden sind diese oft umfangreichen Werke im 13. Jh.; sie handeln vor allem von den Sippen in der Zeit der Besiedlung Islands. Familienstreit, Rache, Verrat, Mord, Liebe - kurz, die klassischen Themen der Literatur sind ihre Inhalte. Die Sagas stellen den kulturellen Schatz Islands dar, und bis heute sind ihre Helden - wie Gunnar, der weise Njáll oder der starke Grettir - bekannt und bewundert. Es ist eine ureigene isländische Literatur des Mittelalters. Einer der wenigen bekannten Autoren war Snorri Sturluson. Er verfasste auch die nach ihm benannte Edda, die "Snorra Edda", eine Poetik, um die damaligen Skalden (Dichter) mit Metrik und Reim vertraut zu machen. Daneben gibt es noch die sog. "Ältere Edda", in der von den Göttern und Helden der Urzeit, vom Beginn der Welt und ihrem Untergang, Ragnarök, erzählt wird.

Vulkanismus

Aus geologischer Sicht zählt Island mit seinen 15-20 Mio. Jahren zu den jüngsten Regionen der Welt und ist immer noch im Werden. Vulkanismus, brodelnde Thermalgebiete, die Bewegung der Gletscher sowie das stetige Auseinanderdriften zweier großer Kontinentalplatten verändern Islands Landschaft ständig. Die aktive Vulkanzone durchzieht das Land von Reykjanes im Südwesten bis nach Öxarfjörður im Nordosten. Zwei weitere Zonen befinden sich auf der Halbinsel Snæfellsnes und im Süden.

Für Geologen ist Island wie ein Bilderbuch mit den vielen Vulkantypen und Lavaformen wie Stricklava oder Obsidian, mit den Thermalgebieten und ihren Solfataren (Schwefellöchern) und Geysiren.

Die meisten der rund 30 Vulkansysteme in diesen Zonen besitzen einen Zentralvulkan oder ein Bergmassiv mit einer Caldera (einer großen runden Einsenkung wie bei der Askja). Seit der Besiedlung der Insel fanden ungefähr 250 zum Teil mehrmonatige oder jahrelange Eruptionen in 15 Vulkansystemen statt. Dabei entstanden 45000 m3 Gestein. Die aktivsten Zentralvulkane sind Hekla, Katla und Grímsvötn, mit über 20 Ausbrüchen je Vulkan. 2010 und 2011 kam es zu mehreren Ausbrüchen, die nicht nur erhebliche Schäden für die Bauern in Südisland bedeuteten, sondern auch den weltweiten Flugverkehr tagelang zum Erliegen brachten. In der isländischen "Teufelsküche" geht es noch wild her.

Bloss nicht!

In der Hauptsaison reisen

Jeder liebt den Sommer, wer aber Island ursprünglich erleben möchte, ohne jeden Ort mit großen Gruppen zu teilen, der sollte nicht in der Hauptsaison (Mitte Juni bis August) reisen. In der Nebensaison oder gar im Winter wird Island seinem Image und Werbeslogan "Natur pur" viel gerechter.

Isländer duzen

In Island spricht man sich mit "Du" an, doch diese Anrede hat auch distanzierende Nuancen. Isländer, die Deutsch sprechen, kennen das "Sie" und werden es wahrscheinlich entsprechend Ihnen gegenüber verwenden. Falls nicht, so sollten Sie es aber tun, denn das wird von Ihnen erwartet.

In Badezeug duschen

In den Schwimmbädern wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man sich vor dem Bad gründlich ohne Badekleidung duschen soll. Die isländischen Bäder werden nicht gechlort, deshalb gehen alle gereinigt ins Wasser. Machen Sie es einfach wie die Isländer, dann fallen Sie nicht als Tourist auf.

Im Wanderoutfit ausgehen

Isländer legen Wert auf ein gepflegtes Äußeres und kleiden sich entsprechend elegant, wenn sie ausgehen. Vor allem für Reykjavík empfiehlt es sich, entsprechende Garderobe einzupacken, denn Sie sind in einer europäischen Hauptstadt. Würden Sie sich in einem eleganten Lokal bei Kerzenschein und Wein im karierten Hemd mit Trekkinghose wohlfühlen? Auch in einigen Diskotheken gibt es einen Dresscode.

Gefährdete Vögel stören

Das Fotografieren und Filmen an Nestern von gefährdeten Vogelarten wie Adlern, Falken, Schneeeulen und Krabbentauchern steht unter Strafe. Als Alternative können Sie hervorragende Vogelbücher in Island kaufen.

Wetterwarnungen ignorieren

Wenn Sie ins Hochland fahren oder dort wandern wollen, holen Sie Informationen von Ortskundigen über Wetteraussichten und Wegbeschaffenheit ein. Es ist eine ernsthafte Warnung, wenn man Ihnen sagt, dass es schwierig werden könne. Das Wetter ist sehr wechselhaft und ein Sandsturm im Hochland äußerst unangenehm. Bis Juni und dann wieder ab September können Schneestürme auftreten, die die Sicht völlig behindern und Sie zwingen, einige Tage an einem Ort zu bleiben. Haben Sie immer eine Schneeschaufel im Auto.

Die Schuhe anlassen

Wenn Sie ein isländisches Heim betreten, ist es üblich, die Schuhe auszuziehen. Nur wenn Sie aufgefordert werden, diese anzubehalten, können Sie es lassen. Höflicher ist es ohne Schuhe.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Nach neuestem isländischen Aufenthaltsrecht sind Ausländer verpflichtet, stets ein gültiges Ausweisdokument mitzuführen. Dies betrifft unabhängig von der Aufenthaltsdauer alle Personen, die sich in Island aufhalten, auch Touristen.

Reisenden mit gesundheitlichen Einschränkungen sollte bewusst sein, dass außerhalb der Städte Reykjavík und Akureyri eine umfassende notfallmedizinische Versorgung aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte nicht immer sichergestellt ist. Reisenden wird daher empfohlen, die generelle Reisetauglichkeit bereits vor Reisebuchung und -antritt mit ihrem Hausarzt zu klären.

Aktuelle Informationen finden sich auch in deutscher und englischer Sprache u. a. auf den Internetseiten:
Visit Iceland und http://www.almannavarnir.is
Richtige Bekleidung, Ausrüstung und Kartenwerk sowie die Berücksichtigung von Ratschlägen Einheimischer werden dringend angeraten.

Die Kontaktdaten der deutschen Botschaft Reykjavík sowie der deutschen Honorarkonsuln in Island sind unter anderem der Internetseite der Botschaft Reykjavik zu entnehmen.

Finanzierung

Euros (€) und andere Devisen können im Land bei Banken in Isländische Kronen (ISK) umgetauscht werden. Deutsche Kreditkarten und EC-Karten werden in Geschäften und an Bankautomaten auch für kleinere Besorgungen als Zahlungsmittel akzeptiert.

Reisen über Land / Straßenverkehr

Touristen dürfen mit einem gültigen deutschen Führerschein in Island ein Kfz führen.

Es wird empfohlen, sich vor allem bei Fahrten ins Hochland vorab über die Straßen- und Wetterverhältnisse zu unterrichten. Informationen über die Befahrbarkeit öffentlicher Straßen sind beim Straßenamt, Tel.: 1777 oder +354 522 1000, oder über das Internet: www.vegagerdin.is (Isländisch/Englisch), Informationen über das Wetter beim Wetterdienst, Tel. +354 522 6000 oder +354 902 0600 oder über das Internet: www.vedur.is zu erhalten. Das Fahren abseits der Straßen / Pisten ist verboten.

Die Strafen für das Überschreiten der erlaubten Höchstgeschwindigkeit beginnen mit 5.000 ISK (ca. 30 Euro) bei einer Überschreitung von 6-10 km/h. Die Höchststrafe beträgt 150.000 ISK (ca. 950 Euro) und 3 Monate Führerscheinentzug. Die Polizei kassiert an Ort und Stelle!

Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss ist verboten - es gilt 0 ‰!

Nähere Informationen - z.B. über Straßenschilder und Geschwindigkeitsbegrenzungen - können - auch auf Deutsch - auf der Internetseite www.drive.is abgerufen werden.

Mietwagen

Leihwagen können in Island nur unter Vorlage einer Kreditkarte angemietet werden. Dies gilt auch für in Deutschland im Voraus bezahlte Fahrzeuge, bei denen die Kreditkarte grundsätzlich als Deckung für die in Island obligatorische Haftpflichtversicherung erforderlich ist. Nicht gedeckt sind Fahrten auf Schotterstraßen (z. B. Bergstraßen / Pisten). Oftmals ebenfalls nicht gedeckt sind Schäden durch Steinschlag infolge von Sandstürmen. Der Umfang des Versicherungsschutzes variiert in Island von Anbieter zu Anbieter. Es wird geraten, die Versicherungsbedingungen vor Anmietung eines Fahrzeuges genau zu erfragen.

Zelten

Das Campen mit weniger als drei Zelten ist auf nicht bewirtschaftetem Land für eine Nacht gestattet, wenn der jeweilige Landbesitzer dies nicht durch anders lautenden Aushang untersagt. Camper sollten jedoch überall dort, wo es ausgewiesene Campingplätze gibt, diese auch benutzen. In der Nähe von Bauernhöfen sollte nicht ohne Erlaubnis gezeltet werden. Außerhalb von Campingplätzen muss bei mehr als drei Zelten die Erlaubnis des Landbesitzers eingeholt werden.

Walfleisch

Island hat 2006 den kommerziellen Fang bestimmter Walarten wieder aufgenommen. Walfleisch wird in Island - verpackt - im Handel (hrefnukjöt/kvalkjöt) und in manchen Restaurants zum Verzehr angeboten. Deutschland tritt international für den Schutz der Wale und das Walfangmoratorium der Internationalen Walfangkommission ein. Die Einfuhr von abgepacktem Walfleisch nach Deutschland ist ein Straftatbestand. Nähere Informationen finden Sie unter: Zollbestimmungen

Impfschutz

Es gibt keine Impfvorschriften. Das Auswärtige Amt empfiehlt jedoch, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de).

Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden bei besonderer Exposition auch Hepatitis B und bei Langzeitaufenthalten ggfs auch Meningokokkenmeningitis C empfohlen.

Medizinische Versorgung

Das Versorgungsniveau ist insgesamt als befriedigend einzustufen. Insbesondere in der Urlaubssaison (Sommermonate) ist aber mit teilweise langen Wartezeiten zu rechnen.

Krankenversicherung

Deutsche Staatsangehörige, wie alle anderen -Staatsangehörigen, die sich vorübergehend in Island aufhalten, können nach dem europäischen Gemeinschaftsrecht im Krankheitsfall Leistungen nach isländischem Recht in Anspruch nehmen. Als Anspruchsnachweis wird eine vor dem Antritt der Reise von der deutschen gesetzlichen Krankenkasse auszustellende Europäische Versichertenkarte vorgelegt. Zusätzlich zur Versicherungskarte muss als Identifikationsnachweis entweder der Personalausweis oder der Reisepass vorgelegt werden. Bei jedem Arztbesuch wird ein vom Aufwand abhängiger Eigenanteil von mindestens 1.000 ISK (ca. 7,00 €) sofort fällig. Der Eigenanteil und Ausschlusstatbestände unterscheiden sich von deutschen Regelungen.
Ausführliche Informationen finden sich auf der Internetseite der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland www.dvka.de (z. B. unter Publikationen, Merkblätter "Urlaub im Ausland")
Ferner erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse Auskünfte über die aktuellen Regelungen.

Unabhängig davon wird dringend empfohlen, für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden (z. B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall, Behandlung bei Privatärzten oder in Privatkliniken).

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretenden Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Versorgung ist ausgezeichnet. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger. Kostenlose medizinische Behandlung für EU- und EFTA-Staatsbürger ist ausschließlich in den Gesundheitszentren (heilsugaeslustöd) erhältlich. Diese Zentren gibt es in allen Regionen. Am Wochenende und in den Abendstunden steht das Laeknavaktin-Zenrum in Reykjavik (Smaratorg 1, Kopavogur. Tel: 1179) zur Verfügung.

Neben der EHIC sollte man den Reisepass vorlegen können; der Personalausweis wird u.U. nicht anerkannt.

In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Essen & Trinken Nein -
Malaria Nein -
Typhus & Polio Nein -
Cholera Nein -
Gelbfieber Nein -

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Hepatitis B kommt vor. Eine Impfung sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Eine Impfung gegen Meningokokken-Meningitis ist bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition für bestimmte Personengruppen (Jugendliche bzw. Schüler, Studenten) empfehlenswert.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Thu, 02 Aug 2018 14:45:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Thu, 02 Aug 2018 14:54:21 +0200)

Letzte Änderungen:
Allgemeine Reiseinformationen (Zelten/Campen)

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität
Reisende sollten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gegen Kleinkriminalität walten lassen.

Naturkatastrophen
In Island gibt es erhebliche vulkanische und seismische Aktivitäten. Reisende sollten sich stets über die aktuelle Situation informieren. In Notfällen sendet das isländische Department of Civil Protection and Emergency Management Textnachrichten an alle sich in der jeweils betroffenen Gegend befindlichen Personen.
Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Ausweispflicht
Nach neuestem isländischem Aufenthaltsrecht sind Ausländer verpflichtet, stets ein gültiges Ausweisdokument mitzuführen. Dies betrifft unabhängig von der Aufenthaltsdauer alle Personen, die sich in Island aufhalten, auch Touristen.

Wanderungen/Abenteuertouren
Insbesondere bei längeren Aufenthalten in der freien Natur gehen von plötzlichen Wetterumschwüngen und Temperatureinbrüchen erhebliche Gefahren aus, die sehr häufig unterschätzt werden. Islandreisende sollten sich daher auf ihren Aufenthalt gründlich vorbereiten, sich mit den naturräumlichen und klimatischen Bedingungen vertraut machen und geeignete Bekleidung / Ausrüstung mitführen.  
Fehlende oder unzureichende Reisevorbereitung kann im Ernstfall zu aufwändigen Suchaktionen führen. Der Einsatz von Suchtrupps, im Bedarfsfall auch mit Helikoptern, verursacht regelmäßig großen finanziellen und personellen Aufwand.
Vor allem Individualreisende werden daher dringend gebeten, sich regelmäßig und verlässlich bei Kontaktpersonen zu melden und Abweichungen von angekündigten Reise- oder Wanderrouten zeitnah auch bei einer gebuchten Unterkunft am nächsten Zielort bekannt zu geben.
Auf den mehrsprachigen Webseiten SafeTravel und des isländischen Rettungsdienstes ICE-SAR  können allgemeine Sicherheitshinweise abgerufen und beabsichtigte Reisepläne eingegeben werden. Reisenden steht zudem die kostenlose englischsprachige 112 Iceland App für Notfälle zur Verfügung. Mobiltelefone sollten stets geladen und eingeschaltet sein, um solche Nachrichten im Bedarfsfall zu erhalten. Über die eingerichtete App kann ICE-SAR im Falle einer eingeleiteten Personensuche verunglückte Personen schneller lokalisieren und Hilfe zukommen lassen.

Zelten/Campen
Es ist verboten, außerhalb ausgewiesener Campingplätze mit Camper oder Wohnmobil zu übernachten. Es gibt in Island über 170 registrierte Campingplätze, die ideal für einen Aufenthalt ausgerichtet sind. Es besteht dort die Möglichkeit zu kochen, zu duschen, Wasser aufzufüllen oder Abfall zu entsorgen. Campingplätze sind rund um die Insel in Nationalparks, Naturschutzgebieten sowie im Hochland zu finden.
Einmaliges Übernachten und Camping im Zelt außerhalb gekennzeichneter Plätze auf unbewohntem Land ist grundsätzlich erlaubt, vorausgesetzt es gibt keinen Campingplatz in der Nähe. Meist befindet man sich auf privatem Grund – deswegen ist die Erlaubnis des Eigentümers erforderlich. Auf Verbotsschilder, die an Zufahrtswegen, Toren und entlang der Wanderwege angebracht sein können, ist zu achten.
Für Südisland gelten strengere Regelungen, denen zufolge das Campen oder Übernachten in Wohnmobilen in bewohnten Gegenden grundsätzlich verboten ist und mit Geldstrafe belegt wird.

Straßenverkehr
Eine durchgehende Asphaltierung des Straßennetzes in Island ist nicht gegeben, insbesondere ins Hochland führen Schotterstraßen, die teilweise nur mit Allradantrieb befahren werden können und die nicht verlassen werden dürfen. Es wird dringend empfohlen, sich vor Fahrten ins Hochland beim Straßenamt Vegagerdin, Tel. 1777, über die Straßenverhältnisse zu informieren.
Auch tagsüber gilt ganzjährig Lichtpflicht, so dass stets mit Abblendlicht gefahren werden muss. Es gilt ein striktes Alkoholverbot am Steuer. Die Grüne Versicherungskarte ist mitzuführen.
Bußgelder bei Überschreitung der Geschwindigkeitsbegrenzungen können bis zu 150.000,- ISK betragen und einen Führscheineinzug nach sich ziehen. Die Polizei kassiert Bußgelder an Ort und Stelle.
Nähere Informationen - z.B. über Straßenschilder und Geschwindigkeitsbegrenzungen - können auf der Webseite Drive.is bzw. Road.is abgerufen werden.

Mietwagen
Leihwagen können in Island nur unter Vorlage einer Kreditkarte angemietet werden. Dies gilt auch für in Deutschland im Voraus bezahlte Fahrzeuge, bei denen die Kreditkarte als Deckung für die in Island obligatorische Haftpflichtversicherung erforderlich ist. Versicherungsschutz und –umfang variieren in Island von Anbieter zu Anbieter und sollten genau geprüft werden.

Führerschein
Der deutsche Führerschein ist für touristische Aufenthalte in Island ausreichend.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist die Isländische Krone (ISK). Euro und andere Devisen können im Land bei Banken in Kronen umgetauscht werden. Kreditkarten und Bankkarten werden in Geschäften und an Bankautomaten auch für kleinere Besorgungen als Zahlungsmittel akzeptiert. 

Walfleisch
Island nahm 2006 den kommerziellen Fang bestimmter Walarten wieder auf. Walfleisch wird in Island - verpackt - im Handel (hrefnukjöt/kvalkjöt) und in manchen Restaurants zum Verzehr angeboten. Deutschland tritt international für den Schutz der Wale und das Walfangmoratorium der Internationalen Walfangkommission ein. Die Einfuhr von abgepacktem Walfleisch nach Deutschland ist ein Straftatbestand.

Versorgung im Notfall
Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.
Reisenden mit gesundheitlichen Einschränkungen sollte bewusst sein, dass außerhalb der Städte Reykjavík und Akureyri eine umfassende notfallmedizinische Versorgung aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte nicht immer sichergestellt ist. Reisenden wird daher empfohlen, die generelle Reisetauglichkeit bereits vor Reisebuchung und -antritt mit ihrem Hausarzt zu klären.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Ja

Vorläufiger Personalausweis: Ja

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen: Reisedokumente müssen lediglich über den Zeitraum des Aufenthalts in Island gültig sein.

Visum
Deutsche Staatsangehörige können sich für Aufenthalte bis zu 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen visumfrei in Island aufhalten. Informationen zum Aufenthaltsrecht sind auf der Webseite der isländischen Ausländerbehörde in englischer Sprache zu finden.

Hinweise für die Einreise von Minderjährigen
Alleinreisende Minderjährige sollten eine Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten mit sich führen.

Meldepflicht
Kein Meldeerfordernis besteht für Aufenthalte bis zu drei Monaten, die keiner Erwerbstätigkeit dienen. Arbeitssuchende dürfen bis zu sechs Monate lang bleiben, müssen sich allerdings unmittelbar nach Einreise beim Arbeitsamt Vinnumálastofnun melden und eine Personenkennziffer („Kennitala") beantragen. Deutsche Staatsangehörige, die sich in Island für längere Zeit zu Erwerbstätigkeits- oder Studienzwecken aufhalten, müssen sich beim zentralen Melderegister anmelden, um eine Personenkennziffer („Kennitala") zu beantragen. Weitere Informationen erteilt das isländische Zentralregisteramt  Þjóðskrá. Die deutsche Botschaft in Reykjavik hält ein Merkblatt Leben und Arbeiten auf Island bereit.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie direkt bei der Botschaft von Island.

Besondere Zollvorschriften

Angelausrüstung, nicht aber Taucherausstattung, muss bei der Einfuhr nachweislich desinfiziert sein; bei Ankunft kann dies ggf. noch auf eigene Kosten erfolgen. Aktuelle Informationen hierzu sind jeweils hier abrufbar.

Reitkleidung muss unmittelbar vor Einfuhr nachweislich gereinigt worden sein. Sättel und Zaumzeug aus Leder können nur unbenutzt und noch original verpackt eingeführt werden. Eine Desinfizierung bzw. Reinigung reicht bei Reitausrüstung aus Leder nicht aus. Aktuelle Informationen hierzu sind jeweils hier abrufbar.

Die Einfuhr von ungekochtem Fleisch - hierzu zählt z.B. auch geräucherter Schinken und Salami - sowie von ungekochter Milch und rohen Eiern ist verboten.

Zu beachten ist die Wertgrenze bei der Einfuhr von Gütern  von 88.000 ISK, wobei der Maximalwert für einen einzelnen Gegenstand 44.000 ISK beträgt.

Allgemeine und sonstige Zollvorschriften, auch über die vorübergehende Einfuhr von Kraftfahrzeugen, werden auf der Webseite der Zollbehörde www.tollur.is aktualisiert.

Ein- und Ausfuhr von Heimtieren
Die Ein- und Durchfuhr von Tieren unterliegt der Genehmigungspflicht des Fischerei- und Landwirtschaftsministeriums. Nähere Angaben und Antragsvordrucke sind bei der Icelandic Food and Veterinary Authority abrufbar.
Für Touristen könnte die Mitnahme von Haustieren wegen der vorgeschriebenen vierwöchigen Quarantäne problematisch sein.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Dem Auswärtigen Amt liegen keine Hinweise auf besondere strafrechtliche Vorschriften vor.

Medizinische Hinweise

Impfschutz
Es gibt keine Impfvorschriften. Das Auswärtige Amt empfiehlt jedoch, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de).
Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden bei besonderer Exposition auch Hepatitis B und bei Langzeitaufenthalten ggfs auch Meningokokkenmeningitis C empfohlen.

Medizinische Versorgung
Das Versorgungsniveau ist insgesamt als befriedigend einzustufen. Insbesondere in der Urlaubssaison (Sommermonate) ist aber mit teilweise langen Wartezeiten zu rechnen.
Deutsche Staatsangehörige, wie alle anderen EU-Staatsangehörigen, die sich vorübergehend in Island aufhalten, können nach dem europäischen Gemeinschaftsrecht im Krankheitsfall Leistungen nach isländischem Recht in Anspruch nehmen. Als Anspruchsnachweis wird eine vor dem Antritt der Reise von der deutschen gesetzlichen Krankenkasse auszustellende Europäische Versichertenkarte vorgelegt. Zusätzlich zur Versicherungskarte muss als Identifikationsnachweis entweder der Personalausweis oder der Reisepass vorgelegt werden. Bei jedem Arztbesuch wird ein vom Aufwand abhängiger Eigenanteil von mindestens 1.000 ISK (ca. 7,00 €) sofort fällig. Der Eigenanteil und Ausschlusstatbestände unterscheiden sich von deutschen Regelungen.
Ausführliche Informationen finden sich auf der Internetseite der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland www.dvka.de (z. B. unter Publikationen, Merkblätter „Urlaub im Ausland")
Ferner erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse Auskünfte über die aktuellen Regelungen.

Unabhängig davon wird dringend empfohlen, für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden (z. B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall, Behandlung bei Privatärzten oder in Privatkliniken).

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretenden Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich Personalausweis/Identitätskarte
Türkei Ja 2 Ja -
Andere EU-Länder Nein/1 Nein Nein Ja/1
Schweiz Nein Nein Nein Ja
Österreich Nein Nein Nein Ja
Deutschland Nein Nein Nein Ja

Personalausweise/Identitätskarten

U. a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können als Touristen mit Personalausweis/Identitätskarte einreisen, der/die über den Aufenthalt hinaus gültig sein muss:

EU-Länder und Schweiz ([1] Ausnahmen: Einen Reisepass benötigen Staatsangehörige von Großbritannien).

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU/EFTA-Bürger ist. Reisepässe von EU/EFTA-Bürgern müssen über den Aufenthalt hinaus gültig sein.
 

Anmerkung zum Reisepass

Island ist Unterzeichner und Anwender der EU-Rechtsakte (Schengener Abkommen).

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle angegebenen Länder für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen in einem Zeitraum von 180 Tagen:


(a) EU-Länder und Schweiz.
(b) [2] Türkische Staatsangehörige, die eine mindestens noch 3 Monate gültige Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengen-Land besitzen oder eine gültige Aufenthaltserlaubnis für Familienmitglieder eines Staatsangehörigen eines EWR-Mitgliedslandes oder der Schweiz.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Personalausweis oder maschinenlesbarer Kinderreisepass (für Kinder unter 12 Jahren) oder eigener Reisepass.

Österreicher: Personalausweis oder eigener Reisepass.

Schweizer: Identitätskarte oder Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Allein reisende Minderjährige sollten eine Einverständniserklärung (ins Englische übersetzt) der Sorgeberechtigten / Eltern sowie Passkopien der nicht mitreisenden Eltern / Sorgeberechtigten mit sich führen.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Für Hunde, Katzen, Frettchen, Vögel und Kleintiere aus allen Ländern gilt die folgende einzelstaatliche Vorschrift:
Für jedes Tier wird eine Einfuhrgenehmigung benötigt. Es besteht eine Quarantänepflicht von bis zu 4 Monaten. Einfuhrgenehmigungen für kurze Aufenthalte werden deshalb nicht erteilt. Weitere Auskünfte erteilt die isländische Veterinärbehörde.

Für Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern und der Schweiz im Alter von über 12 Wochen wird ein EU-Heimtierausweis (pet pass) benötigt, aus dem hervorgeht, dass bei dem Tier eine gültige Tollwutimpfung, ggf. eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, vorgenommen wurde.

Eine Checkliste für die Verbringung von Hunden und Katzen nach Island stellt die isländische Veterinärbehörde online zur Verfügung. 

Bearbeitungsdauer

Kurzfristiger Aufenthalt: Zwischen 2 und 10 Arbeitstagen.
Längerfristiger Aufenthalt: Mehrere Monate.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die aus einem Nicht-Schengenland mit dem nächsten Anschluss in ein anderes Nicht-Schengenland weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen, benötigen kein Transitvisum.

Visaarten und Kosten

Einreise-, Transitvisum.

Kosten

Je nach Nationalität unterschiedlich.

Antrag erforderlich

Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen. (s. Kontaktadressen).

Schengen-Visum:
(a) Reisedokument (z. B. Reisepass), das mindestens 3 Monate über die Visumgültigkeit hinaus gültig ist, sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses. Der Reisepass muss innerhalb der letzten zehn Jahre ausgestellt worden sein. Der Reisepass muss noch mindestens zwei leere Seiten enthalten.

(b) Ggf. alle Dokumente im Original, die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus) und die Bedingungen des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen.

(c) Dokumente, die beweisen, dass der (eingeladene) Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung.

(d) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung deckenden gültigen Reiseunfallversicherung ist. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten. Die Versicherung muss eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen.

(e) Visumgebühr.

(f) 1 biometrisches Passbild (3,5 x 4,5 cm).

(g) 1 ausgefülltes Antragsformular.

Geld

Geldwechsel

Den besten Wechselkurs erhält man vor Ort. Am Flughafen und auf der Fähre kann man Währung ein- und zurück tauschen. 

Währung

1Isländische Krone (islensk króna) = 100 Aurar. Währungskürzel: IKr, ISK (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 2000, 1000 und 500 IKr im Umlauf. Münzen in den Nennbeträgen 100, 50, 10, 5 und 1 IKr. Aurar haben in der Praxis seit 2003 keine Bedeutung.

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen bei der Ein- und Ausfuhr der Landeswährung bis zum Höchstbetrag von 8000 Kronen. Unbeschränkte Einfuhr von Fremdwährungen, ab 10.000 € Deklarationspflicht. Ausfuhr von Fremdwährungen bis in Höhe der deklarierten Beträge, abzüglich der Umtauschbeträge.

Kreditkarten

Visa, Europay/Mastercard, Diners Club und American Express werden von den meisten Einrichtungen angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. Kartenzahlung ist weit verbreitet und eine Unterschrift wird bei kleinen Beträgen meist nicht verlangt.

Reiseschecks

Nahezu überall in Island werden Reiseschecks eingelöst. Euroschecks werden dagegen nicht gern angenommen; sie sind in Island weniger bekannt als in Kontinental-Europa.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.15-16.00 Uhr; Banken am Flughafen Keflavík und in Reykjavík auch länger.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Island eingeführt werden:

200 Zigaretten oder 250 g Tabak (Personen ab 18 J.);

1 l Spirituosen und 1 l Wein und 6 l Bier oder

1 l Spirituosen und 9 l Bier oder

3 l Wein und 6 l Bier oder

1,5 l Wein und 9 l Wein oder

12 l Bier (Personen ab 20 J.);

Max. 3 kg Lebensmittel (einschließlich Süßigkeiten), die den Wert von 25.000 kr / ca. 177 € nicht übersteigen (s. Einfuhrverbot);
Kleidung und Reisegepäck für den persönlichen Gebrauch, die den Wert von 88.000 kr (Kinder unter 12 Jahren: max. 44.000 kr) nicht übersteigt.
Eine von einer tierärztlichen Behörde ausgestellte Bestätigung über die Desinfizierung aller mitgeführten Fischfanggeräte (inkl. Gummistiefel) muss vorgewiesen werden.

Verbotene Importe

Narkotika, Waffen und Munition, rohes Fleisch (auch Salami und roher Schinken), nicht pasteurisierte Milch und Milchprodukte, Butter, rohe Eier und andere Geflügelprodukte, Schnupf- und Kautabak.

Quellenangaben
  • Marco Polo - Island, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2015-13, 2008-10
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Island - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 08.09.2017)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 08.09.2017)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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