Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Kuba

Steckbrief

Kuba - Fakten

Ländername Republik Kuba, República de Cuba
Beste Reisezeit Januar, Februar, März, April, November, Dezember
Fläche 109.884 km2
Hauptstadt Havanna
Bevölkerung 11.484.636
Sprache Spanisch
Religion Katholiken 39,6 %, Protestanten 3,8 %, Konfessionslose 55,1 %
Staats-/Regierungsform Sozialistische Republik
Staatsoberhaupt Miguel Díaz-Canel-Bermúdez, seit 10. Oktober 2019 Präsident der Republik Kuba, Amtsantritt 19.04.2018 als Präsident des Staats-und Ministerrats
Regierungschef Manuel Marrero Cruz, seit 20. Dezember 2019
Außenminister Bruno Eduardo Rodríguez Parrilla, seit 02. März 2009
Währung 1) 1 Kubanischer Peso (CUP)= 100 Centavos2) 1 konvertibler kubanischer Peso (CUC)= 100 Centavos (für Touristen)
Zeitzone MEZ-5h; MESZ-6h
Stromnetz A, B, C, L; 110 V, 60 Hz
Reiseadapter A, B, C, L
Kfz-Länderkennzeichen C
ISO-3166 CU, CUB
Internet-TLD .cu
Landesvorwahl +53
Website http://www.cuba.cu
Reisepass & Visum Notwendig
Geeignet für Kultur, Meer

Geographie

Kuba ist die größte der karibischen Inseln. Zur Hauptinsel gehören noch rund 1600 meist winzige Inseln und Korallenriffe. Hügelländer und Ebenen bedecken weite Flächen des Landes. Die Gebirgsketten mit dem 1974 m hohen Pico de Turquino in der Sierra Maestra als höchstem Berg sind verkarstet. Die buchtenreiche Küste ist im Norden überwiegend felsig, im Süden sumpfig. Während den Süden ein immerfeuchtes tropisches Klima prägt, treten im mittleren und nördlichen Teil trockene Winter hinzu. Im Spätsommer ist besonders der Westen von durchziehenden Hurrikanen betroffen. Die ursprüngliche Vegetation des Tieflandes wurde durch die agrarische Nutzung erheblich vermindert.

Politik und Bevölkerung

Seit der Revolution von 1959 ist Kuba ein sozialistischer Staat mit einem Einparteiensystem. Das Parlament (Nationalversammlung der Volksmacht) hat 601 Mitglieder, die sämtlich von der Kommunistischen Partei oder kommunistischen Massenorganisationen nominiert werden. Etwa 65 % der Kubaner sind Abkömmlinge spanischer Vorfahren. Ein Viertel der Bevölkerung stellen Mulatten und Mestizen, 10 % sind Schwarze. Allein 440 000 Kubaner leben im Exil in Miami (Florida). 1992 wurde die Religionsfreiheit in der Verfassung festgeschrieben. Atheisten machen weniger als 10 % der Bevölkerung aus, offiziell bekennen sich 40 % zum katholischen Glauben. Die Analphabetenrate ist mit 4 % sehr niedrig.

Geschichte und Kultur

Im Jahr 1492 entdeckte Kolumbus die Insel, aber erst 1511 wurde sie von den Spaniern besiedelt. Bis 1898 blieb Kuba, von einer kurzen britischen Unterbrechung 1762/63 abgesehen, unter spanischer Herrschaft. Danach übernahmen die USA das Ruder und stützten die jeweiligen Regierungen. 1959 stürzten Guerillas unter Fidel Castro das autoritäre Regime des Generals Batista und führten 1961 den Sozialismus als Staats- und Wirtschaftsform ein. Eine von Exilkubanern mit Unterstützung der CIA durchgeführte Invasion (in der Schweinebucht) blieb erfolglos. 1962 löste die Stationierung sowjetischer Atomraketen beinahe einen atomaren Konflikt zwischen den USA und der UdSSR aus (Kubakrise). Kunst und Musik werden durch den Staat gefördert, aber auch reglementiert. Afrikanische und europäische Elemente vermischten sich auf Kuba zu einer lebendigen Musiklandschaft. Der Bildungsindex der UN weist für Kuba den höchsten Wert in Lateinamerika aus.

Kuba - Geschichte

1492 Kolumbus nimmt fu"r Spanien Besitz von Kuba
1762 England tauscht das besetzte Havanna gegen Florida
1789–1820 Flu"chtlingsstrom aus Haiti; Kuba wird größter Zuckerexporteur
1868–78 1. Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien
1895–98 USA beenden den 2. Unabhängigkeitskrieg
1902 Kuba wird von den USA abhängige Republik
1902–58 Zuckerexportboom und Diktaturen (zuletzt Batista)
1953–59 Guerillakrieg unter Fidel Castro endet mit Sieg
1960–91 US-Embargo und Hinwendung zur Sowjetunion
2008 Raúl u"bernimmt Amt seines Bruders Fidel Castro (†2016)
2015 Die USA (unter Obama) und Kuba erneuern diplomatische Beziehungen
2018 Miguel Díaz-Canel wird Staatspräsident als Nachfolger von Raúl Castro
Klimadaten
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

C/ 13 No. 652/B | Vedado | Havanna | Tel. 78 33 25 69 | Notfalltel. (bis 24 Uhr) 0 52 80 59 42 | havanna.diplo.de

Österreichische Botschaft

5ta Av. A Nr. 6617 | Ecke Calle 70 | Miramar | Havanna | Tel. 72 04 28 25 | havanna-ob@bmeia.gv.at

Schweizer Botschaft

5a Av. 2005 | zw. Calle 20 und 22 | Miramar | Havanna | Tel. 72 04 26 11 | eda.admin.ch/havana

Notfallnummern

Wähle 106 fu"r die Polizei, 104 fu"r den Notarzt und 105 fu"r die Feuerwehr. Der zentrale Sperrnotruf beim Verlust einer Kreditkarte ist 11 61 16, mit der jeweiligen Landesvorwahl, z.B. fu"r Deutschland: 11949.

Internetzugang & WLAN

Inzwischen besitzt fast jeder Ort einen WLAN-Hotspot, meist in einem öffentlichen Park. Die staatliche Telefongesellschaft Etecsa verkauft Internetzugangskarten fu"r 2–7 CUC (1–5 Std.). Wer nicht via Smartphone, sondern via PC ins Internet will, findet in den Etecsa-Bu"ros Terminals, die aber recht langsam sind.

Post

Briefmarken gibt’s häufig gleich mit den Postkarten in den Läden oder direkt auf den Postämtern. Luftpostkarte nach Europa: 0,75 CUC.

Telefon

Die internationale Vorwahl fu"r Kuba ist 0053. Willst du von Kuba nach Hause telefonieren, musst du vor der Landeskennzahl die 119 vorwählen (Deutschland 11949, Österreich 11943, Schweiz 11941). Willst du innerhalb Kubas von einer Provinz in eine andere telefonieren, musst du 01 vorwählen, fu"r Havanna allerdings nur die 0 und auch fu"r Telefonate innerhalb einer Provinz genu"gt die 0. Handynummern beginnen mit 5 und können von einem anderen Handy direkt angewählt werden (vom Festnetz landesweit mit 01 als Vorwahl). Europäische Handys schalten automatisch auf den Roamingpartner Cubacel um. Bei Cubacel gibt es auch Prepaid-Chips; Einrichtungsgebu"hr 40 CUC inklusive Guthaben von 10 CUC (Pass mitnehmen!). etecsa.cu

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Veranstaltungen

Januar

FolkCuba: Festival der mannigfaltigen Folklore Kubas in Havanna

März

Festival de la Trova in Kubas Musikmetropole Santiago de Cuba

Mai

Romerías de Mayo: buntes Kulturfest katholischen Ursprungs mit vielfältigen Umzu"gen in Holguín

Juni

Festival del Chagu"i: Festival fu"r afrokubanische Musik in Guantánamo

Karneval in Camagu"ey, Trinidad und Varadero – meist an den letzten Wochenenden des Monats

Juli

Festival del Caribe: Umzu"ge mit Musik und Tanz in Santiago de Cuba; Ende des Monats der Höhepunkt mit dem Karneval

Juli/August

Karneval in Havanna: Maskeraden, Umzu"ge, Musik, Tribu"nen

September

Nuestra Señora de la Caridad del Cobre: Wallfahrt zur Iglesia von El Cobre am Namenstag der Schutzpatronin Kubas (8. Sept.)

Oktober

Festival de Teatro de la Habana: Theaterfestival in Havanna (alle 2 J., 2021 etc.); cubaescena.cult.cu

November

Musikfestival Beny Moré: Der Sänger wird in seiner Heimatstadt Santa Isabel (bei Cienfuegos) gefeiert.

Dezember

Festival Intern. del Nuevo Cine Latinoamericano: Filmfestival in Havanna; habanafilmfestival.com

Parrandas: karnevalartige Umzu"ge in Remedios (16. und 24.)

Feiertage

1. Januar Tag der Befreiung
28. Januar Geburtstag José Martí
24. Februar Gedenktag fu"r den Unabhängigkeitskrieg
8. März Internationaler Frauentag
März/April Karfreitag
19. April Sieg an der Schweinebucht
1. Mai Tag der Arbeit
26. Juli Tag des Sturms auf die Moncada-Kaserne
30. Juli Tag der Märtyrer der Revolution
8. Oktober Gefangennahme Che Guevaras
10. Oktober Beginn des ersten Unabhängigkeitskriegs
28. Oktober Verschwinden Camilo Cienfuegos’
25. Dezember Weihnachten
31. Dezember Silvester
Mobilität vor Ort

Strassenverkehr

Auf Kuba mu"sst ihr auf ein paar Besonderheiten vorbereitet sein. Weit verbreitet ist z. B. das Fahren auf der Überholspur, um Kutschen, Fahrrädern, Fußgängern oder anderen Hindernissen auszuweichen. Die Straßen sind bis auf wenige abseitige Routen allerdings gut ausgebaut. Auf Landstraßen sind maximal 80, auf der Autobahn 100, innerorts 50 km/ h erlaubt.

Punto de Control heißt Kontrollpunkt; beim Passieren auf 40 km/ h heruntergehen! Beim Parken immer gesicherte Plätze (parqueos) oder einen Aufpasser suchen (und bezahlen). Unfälle (oder Diebstähle) mu"ssen polizeilich erfasst werden. Lass dir eine Kopie des Protokolls geben, und notier den Namen des Polizisten. Große Risiken bergen Nachtfahrten, da Personen, Tiere und unbeleuchtete Fahrzeuge unterwegs sein können. Wer zu schnell fährt, kann eine Strafe (multa) bekommen. Die Polizei darf kein Geld kassieren, sie muss die Strafe im Mietwagenvertrag eintragen. Die Summe wird dann bei der Endabrechnung des Mietwages einbehalten. Bei Unfällen mit Personenschäden muss ein Tourist so lange im Land bleiben, bis die Genesung des Verletzten absehbar ist oder dessen Arztrechnung beglichen wurde. Achtung: Du darfst keinen Alkohol im Auto haben.

Die „Servi“-Stationen sind meist Tag und Nacht geöffnet. Der Liter especial (Super) kostet zzt. 1,20 CUC. Bezahlt werden muss meist bar, auch wenn die Tankstelle mit Kreditkartenaufklebern bestu"ckt ist.

Eisenbahn

Das Schienennetz Kubas ist rund 9300 km lang und bedient alle großen Städte. Der am besten ausgestattete Zug ist der tren especial. Oft lange Fahrdauer und unregelmäßige Abfahrten (siehe hicuba.com/ferrocarril.htm). In Havanna starten die Zu"ge zzt. vom kleinen Terminal La Coubre (zw. Hbf. und Hafen), denn der große Bahnhof wird saniert.

Öffentliche Verkehrsmittel

Die modernen, klimatisierten Busse von Viazul verkehren zwischen allen Städten und sind meist sogar pu"nktlich. Die Fahrt von Havanna nach Varadero z. B. kostet 10 CUC. Preise und Routen: viazul.com. Busbahnhof in Havanna: Av. 26/Zoológico | Tel. 78 81 14 13. Wer sicher sein will, an einem bestimmten Tag zu einer festen Zeit transportiert zu werden, kann Tickets bei einem Veranstalter wie aven- TOURa (aventoura.de) vorbuchen. Unter dem Motto Conectando Cuba (Kuba verbinden) verkehren außerdem moderne Busse zum gleichen Preis wie die Viazul-Busse zwischen diversen Hotels auf Kuba. Frag an der Rezeption! Innerhalb touristischer Orte wie Viñales, Havanna, Varadero oder Trinidad verkehren die Hop-on- Hop-off-Sightseeing-Busse fu"r 5–10 CUC

Taxi

Die goldene Regel: Immer vor Antritt der Fahrt den Fahrpreis erfragen und evtl. aushandeln! Gu"nstig fu"r kurze Strecken sind Fahrradtaxis (bicitaxi) und Sammeltaxis (taxis colectivos), die auf festen Routen verkehren. Feste Tarife gelten fu"r die Fahrten von und zu den Flughäfen, z. B. in Havanna zzt. 25 CUC.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Kubas Ku"che ist im Kommen! Immer mehr Köche zaubern aus dem manchmal noch mageren Angebot der Märkte Köstliches – vom Klassiker bis zur Haute Cuisine.

Bars wie in den Twenties

Eine Limette, sechs frische Minzeblätter, ein Teelöffel Zucker, zwei Zentiliter Rum, Sodawasser, ein Minzezweig: Fertig ist Kubas Nationalgetränk, der Mojito. Oder wie wär’s mit einem zartgru"nen Daiquirí aus Zuckerrohrsirup, Rum und Limonensaft, wie ihn Ernest Hemingway so geliebt hat? Oder mit einem Mary Pickford, einem Havanna-Spezial, einem Canchanchara und einem Cuba libre? Dazu gehört die Atmosphäre einer Bar aus Havannas beru"hmt-beru"chtigten 1920er- und 1930er-Jahren, als die US-Mafiosi Al Capone und Meyer Lansky auf Kuba weilten und dann auch der trinkfreudige Ernest Hemingway. Die Cocktailbars zehren heute wieder von der legendenumwobenen Zeit der Prohibition (Verbot von Alkoholherstellung und -konsum 1920–33) in den USA. Damals war Kuba die einzig legale und dazu noch schön tropische Tankstelle fu"r Trinklustige und Drehscheibe des Alkoholgeschäfts.

Gebranntes und Gepresstes

Ob Cuba libre, Mojito oder Daiquirí: Zum Mixen nimmt man weißen Rum, der fu"nf oder mehr Jahre in Eichenholzfässern gereift ist. Mit höherem Alter weist er eine dunklere Farbe auf und wird añejo genannt. Den Rum genießt man pur (seco) oder on the rocks (con hielo). Der bekannteste Rum der Welt kommt urspru"nglich aus Kuba: Bacardí. Unvergessen blieb der Havanna-Club, in dem sich US-Geschäftsleute trafen und die Rumbrenner-Dynastie Bacardí Rum ausschenkte. Nach der Revolution flohen die Bacardís nach Puerto Rico, dennoch pflegt Kuba das Erbe seiner beru"hmtesten Exilantenfamilie. Verewigt wurde der Name „Havana Club“ vor allem im Rum des revolutionären Kubas. Biertrinker können unter mehreren Sorten wählen. Erfrischend wie ein leichtes Pils ist z. B. das Cristal. Kaffeetrinker sollten den café cubano probieren, der in kleinen Tassen schwarz und gezuckert serviert wird. Guarapo heißt der tru"be, leicht su"ße, ausgepresste Saft des Zuckerrohrs. Er ist trotz seiner Su"ße erfrischend. Ein Genuss sind die frisch gepressten Säfte aus Tropenfru"chte wie Ananas, Mango, Papaya, Guave, Zitrone bzw. Limone, Apfelsine und Grapefruit.

"Privat" Essen

Mitunter ist das Thema „Essen“ noch von einer schlechten Versorgungslage u"berschattet. Wundere dich also nicht, wenn es in Restaurants nur eine kleine Speisenauswahl gibt oder auf der Karte angebotene „im Moment“ nicht zu haben sind. Besser sieht es in den privaten Restaurants und paladares aus – so hießen die ersten privaten Restaurants, heute nennt man nur noch kleinere und einfachere Restaurants so. Die Köche beziehen heute Frisches von ihren eigenen Lieferanten, kaufen auf den Märkten oder auf Vorrat (Importware) in Havannas Diplomatenmärkten. Mitunter verkaufen die Bauern auch billig Gemu"se, Obst oder Käse am Straßenrand! Übrigens: Wenn man dir als Gast in einer casa particular die Zubereitung von Hauptmahlzeiten anbietet, ist das mehr als nur Höflichkeit. Die Gastwirte zahlen fu"r das Recht der Beköstigung hohe Steuern. Wenn du annimmst, ist also sowohl deinem Hunger als auch deinen Gastgebern geholfen. Melde aber deine Wu"nsche rechtzeitig an, denn manche Zutat muss erst noch besorgt werden.

Kubanische Hausmannkost

Abgesehen von Havannas ehrgeiziger neuer Gastroszene ist das Angebot in den Restaurants eher rustikal. Typische Beilage ist Reis mit schwarzen Bohnen, arroz moro. In Suppen und als Beilage werden häufig auch gekochte Su"ßkartoffel (boniato), Jams- (ñame) oder Maniokwurzel (yuca) gereicht. Kochbananen (plátanos) werden oft als frittierte Scheiben zu Fisch und Fleisch serviert. Suppen gehören zur traditionellen kubanischen Ku"che, die stark spanisch-maurisch beeinflusst ist. Ein urspru"nglich spanischer „Klassiker“ ist die sopa de ajo, eine einfache, aber köstliche Knoblauchsuppe.

Meeresfrüchte

Die größten Delikatessen sind natu"rlich Meeresfru"chte wie z. B. Langusten, an denen zumindest in den Hotels kein Mangel herrscht. Fisch wird gekocht (hervido), gebraten (asado), auf Pizza und in Teigbällchen verbacken oder als salpicón (Salat) gereicht. Vorsicht ist geboten in weniger frequentierten staatlichen Restaurants an den Autobahnen oder an den Stränden. Sie haben zwar die Lizenz zum Verkauf von Langusten und anderen Meeresfru"chten, aber die Ware wird hier wegen der spärlichen Kundschaft meist länger in Ku"hltruhen gelagert – und deren Stromversorgung ist auf Kuba so unsicher wie das Wetter zur Hurrikanzeit: Der Strom fällt aus, und der Inhalt taut ab; der Strom geht wieder an, und der Inhalt friert wieder ein. Das ist nicht förderlich fu"r die Bekömmlichkeit der Lebensmittel. In privaten Restaurants sind Langusten meist frisch und preiswert. Die wahre Kunst der Zubereitung (so, dass das Fleisch noch saftig bleibt) beherrschen allerdings eher die Köche besserer Restaurants.

Zum guten Schluss

Magenverstimmungen ru"hren auf Kuba meist von verdorbenen Meeresfru"chten her und weniger von unsauberem Wasser. Trotzdem vorbeugen: bei Getränken mit Wasser agua sana (sauberes Wasser) verlangen, Eiswu"rfel und Salate meiden. Bei besseren Restaurants gilt: Der Gast wartet am Eingang, bis ein Kellner ihn zu einem freien Tisch fu"hrt. Eine Reservierung ist meist nicht nötig.

Trinkgeld

Wo hauptsächlich Kubaner Urlaub machen (z.B. in staatlichen Hotels), wird selten Trinkgeld erwartet; schon 1 CUC bewirkt da oft dankbare Fu"rsorge. In den privaten Restaurants werden 10 Prozent des Rechnungsbetrags erwartet.

Che & Co.

Unglaublich, was die Kubaner so alles aus Holz, Muscheln, Sisal, Stoff und sogar aus Getränkedosen zaubern: blecherne kleine Oldtimer, Umhängetaschen, kreolische Puppen, Schmuck in den verwegensten Variationen und Reproduktionen alter spanischer Segelschiffe in Modellgröße – von den Häkelarbeiten, Strohhu"ten und -taschen mal ganz abgesehen. Dazu plu"nderte der Staat fu"r die Che-Guevara-Fans in aller Welt die Archive und bietet das Konterfei des Revolutionärs auf T-Shirts, Postkarten, in Bildbänden, auf Buchstu"tzen und sogar auf Hosenträgern an.

Luftig und leicht

Immer gut angezogen ist Mann mit der guayabera! Das leichte Kurzarmhemd, das fast jeder Kubaner in seinem Schrank hat, besitzt vier Taschen und wird wie eine Jacke u"ber der  Hose getragen. In bester Qualität gibt es die Hemden bei El Quitrín in Havanna (Obispo 163, zw. Mercaderes und San Ignacio) oder in Varadero (Av.1ra).

Kunst vom Künstler

Kuba liebt und fördert Ku"nstler wie kaum ein anderes Land. So mancher pintor (Maler) ist z. B. im Mercado Artesanal des Centro Cultural Antiguos Almacenes de Depósito San José am alten Hafen von Havanna auch persönlich anzutreffen. Dort gibt es auch gleich ein Bu"ro des Registro Nacional de Bienes Culturales, in dem dir eine Genehmigung (autorización) fu"r die Ausfuhr (Pflicht ab einer Bildgröße von 50 x 50 cm) abgestempelt wird. In manchen Galerien wie der Galeria Habana (Mo–Fr 10–16, Sa 10–13 Uhr | Havanna | Línea Nr. 460) gibt’s die Bescheinigung beim Kauf gleich dazu.

Achtung, Ohrwürmer

Du willst den Sound Kubas mit nach Hause nehmen? Dann brauchst du nicht lange zu suchen. Die in Cafés, Bars oder in einer Casa de la Trova spielenden Bands bieten ihre Musik oft nach dem Konzert als CD zum Verkauf, auf Wunsch auch signiert. Qualitativ besser sind die in den staatlichen Egrem-Studios produzierten Scheiben. Eine gute Auswahl fu"hren die ARTEX- Läden. Angesagte Hitproduzenten sind u. a. Los Van Van und Manolito (Salsa) sowie Gente de la Zona (Reggaeton). Mehr Ku"nstlerinfos (mit Onlinemusik): egrem.com.cu

Flüssiges Gold

Der Rum der Zuckerinsel Kuba, ob Ron Mulata (mulata.de), Ron Varadero, Ron Santiago de Cuba, Ron Caney (roncaney.de) oder Havana Club (havanaclub.com), ist fu"r seine hervorragende Qualität weltberu"hmt. Es gilt die Regel: je länger im Holzfass gereift, desto feiner – und teurer ist das Stöffchen. So ein Rum schimmert dann goldbraun und heißt Gran Reserva; getrunken wird er dann pur oder mit Eis. Dreijährig und weiß wu"rzt er die diversen Cocktails.

Blauer Dunst

Die beru"hmteste kubanische Zigarrenkreation ist die Cohiba – 1964 von Fidel Castro benannt nach dem Rauchritual der Ureinwohner. Er selbst rauchte Cohibas im Format Lucero, Che Guevara hingegen Montecristos Nr. 4. Vorsicht bei Angeboten auf der Straße: Fast immer handelt es sich um Fälschungen. Fu"r die Ausfuhr von mehr als 50 Zigarren benötigt man die Kaufbelege des Geschäfts in Original und Kopie (fu"r den Zollbeamten); außerdem mu"ssen die Zigarren originalverpackt und mit holografischem Stempel versehen sein.

Strände

Blaue Flaggen als Zeichen fu"r umweltfreundliche oder rot-gelbe Flaggen fu"r bewachte Strände suchst du auf Kuba vergebens.

Fotografieren

Kubaner halten nicht gern als Fotomotive her, da hilft manchmal auch kein Fragen. Sonst kann man knipsen, was gefällt, außer militärische Anlagen.

VorspeisenHauptgerichteDessertsGetränke

Sopa de vegetales einfache Suppe aus verschiedenen Gemu"sesorten
Ensalada de camarones Shrimps-Cocktail mit roter Sauce
Mariquitas con mojo de ajo Kochbananen-Chips mit Knoblauchsauce
Pollo frito a la criolla frittierte, vorher marinierte und in Mehl panierte Hähnchenteile
Potaje de frijoles negros Eintopf von schwarzen Bohnen mit Speck, Chorizo- und Kartoffelstu"cken, Knoblauch, Tomatenmark und Zwiebeln, gewu"rzt mit Oregano und Ku"mmel
Ropa vieja („alte Klamotten“) in Stu"cke gerupftes, weiches Rindfleisch in einer wu"rzigen Sauce zu weißem Reis
Carne asada geschmortes Fleisch, meist mit Möhren, Knoblauch, Zwiebel, Porree und Tomate, gewu"rzt mit Oregano und Lorbeer
Flan im Wasserbad gegarter kleiner Pudding aus zuckriger Eiercreme in karamellisiertem Zucker
Señoritas mit Vanillecreme gefu"llte Blätterteigschnitten
Pastelitos mit Guave oder anderen tropischen Fru"chten gefu"llte Pastetchen
Coquito blanco su"ße Nachspeise aus Kokosnussfleisch
Limonada natural der Saft einer Limone, mit Wasser und Eis aufgefu"llt
Batida de fruta Saft von frisch gepressten Fru"chten mit Milch und zerstoßenem Eis
Tucola die kubanische Variante der Coca-Cola
Stichworte

Uniform nur in der Schule

Exzentrisch, musikalisch, temperamentvoll, schwarz – sind die Kubaner wirklich so, wie viele meinen? Eines ist klar: Die 11,4 Mio. Kubaner wollen nicht in Schablonen gepresst werden. Die Revolution hat sie zu selbstbewussten Individuen gemacht, fu"r die Hautfarbe und Herkunft keine Fragen des gesellschaftlichen Status sind. Dafu"r sorgte schon das fu"r alle gleichermaßen zugängliche Bildungssystem, nicht zuletzt auch die alle optisch gleichmachende Schuluniform. Ausnahmen bestätigen die Regel: So wird schon mal jemand, der ein bisschen asiatisch aussieht (weil er vielleicht asiatische Vorfahren hat), Chino genannt. Und wer, wie ein Ranger im Nationalpark seit Geburt wie ein Indio aussieht, heißt einfach nur der Indio. Aber keiner der Betroffenen ist deswegen beleidigt. Warum auch? Wirken solche Spitznamen doch erst durch das entsprechende Wertesystem diskriminierend.

So werden wie "Che"

Seine kubanische Ehefrau Aleida March, mit der er vier Kinder hatte, beschrieb ihn in ihrem Buch „Evocación“ (Erinnerungen) als loyal und integer, sein Bruder Juan Martín Guevara wiederum als „wissbegierigen Trotzkopf“, als einen „Schalk und Spötter“: Ernesto „Che“ Guevara, ein junger Arzt aus guter argentinischer Familie, der sich in Mexiko Fidel Castro anschloss, den entscheidenden Sieg fu"r die kubanische Revolution in Santa Clara errang und dann lieber Revolutionär blieb, als Minister auf Kuba zu sein. Obwohl Che nun schon seit u"ber 50 Jahren tot ist, wollen immer noch viele Jugendliche auf Kuba so werden wie er. Woran liegt das? An seinem ewig aktuellen Traum vom „neuen Menschen“, dem uneigennu"tzig handelnden, sozialen Gutmenschen? Durch Che Guevaras fru"hen Tod (1967) in Bolivien blieb dieser Traum an ihm haften wie ein Heilsversprechen und kam nicht unter die Räder des gelebten Alltags. Und die Menschen danken es ihm, ganz gleich, von woher sie zu seinem Grab nach Santa Clara kommen: aus Japan, China, Brasilien oder Deutschland ...

Artenvielfalt im Humboldt-Nationalpark

Ob er diese Tiere wohl auch schon beobachtet hat, als er 1800 und 1801 auf Kuba weilte: den nur 5 cm kleinen Kolibri Zunzunito und das nur 9,6 mm kleine Monte-Iberia-Fröschchen mit dem gelben Rallyestreifen? Vermutlich. Denn dem Allround-Genie Alexander von Humboldt entging selten etwas auf seinen naturkundlichen Reisen. Nicht umsonst schwärmen Lateinamerikas Naturforscher bis heute von ihm wie von einem Superstar. Kuba hat den größten und urwu"chsigsten seiner 14 Nationalparks nach ihm benannt, den Parque Nacional Alejandro de Humboldt. Und dort leben auch der Zunzunito, inzwischen als der kleinste Vogel der Welt identifiziert, und der besagte Miniaturfrosch. Auch die Majá de Santamaría, Kubas bis zu 6 m lange Boa, schlängelt sich dort durchs tropische Unterholz, und Kubas Nationalvogel, der farbenprächtige Tocororo, trällert in den Bäumen.

Kubas Nationalblume ist u"brigens ein betörend duftendes Bodengewächs: die weiß blu"hende Mariposa (Dt. „Schmetterling“). Und der Nationalbaum ist – wen wundert’s – die allgegenwärtige und alles u"berragende schlanke Palma Real (Königspalme). Du wirst staunen, was es sonst noch zu entdecken gibt: Flamingos, Krokodile, Korallenriffe voller Fische – lass dich einfach von den guías (Fu"hrern) in den (Unterwasser-)Parks zu den richtigen Plätzen fu"hren! Infos: turnatcuba.com

Literatur

Du willst wissen, wie die Kubaner ticken? Dann musst du kubanische Literatur lesen! Keine Sorge, die Werke der bekanntesten Schriftsteller sind längst auch auf Deutsch zu haben: z. B. jene von Leonardo Padura (*1955), dessen Krimis immer auch ein bisschen das vorrevolutionäre Kuba ausspionieren. Oder von Zoé Valdés (*1959), die in „Das tägliche Nichts“ vom schwierigen kubanischen Alltag erzählt. Oder von Miguel Barnet (*1940), der u. a. mit „Alle träumten von Kuba“ und „Cimarrón“, einer Geschichte u"ber einen entlaufenen Sklaven, großen Erfolg hatte. Wer die Revolution verstehen will, sollte sich in José Martí (1853–95) vertiefen, den beru"hmtesten Schriftsteller Kubas. Er hatte fru"h unter politischen Repressionen zu leiden und hinterließ nach seinem fru"hen Tod im Freiheitskampf ein umfangreiches Werk. Und wer Kuba auf den Grund gehen will, sollte Alejo Carpentiers (1904–80) „Mein Havanna“ oder Guillermo Cabrera Infantes (1929–2005) Roman „Drei traurige Tiger“ lesen. Danach wirst du Kuba mit anderen Augen sehen! Nationalpoet ist u"brigens der Dichter Nicolás Guillén (1902–89), ein Mulatte aus Camagu"ey mit tiefgru"ndigem Witz.

Musik – von Kuba in die Welt

Ruhig ist der Rhythmus, melancholisch die Melodie, in sich versunkene Paare tanzen geschmeidig dazu wie in Zeitlupe – hörst du das Lied schon im Geiste? „Dos gardenias para ti ...“, „Zwei Gardenien fu"r Dich“, ein Bolero, den keiner so inbru"nstig interpretiert hat wie Ibrahim Ferrer (1927–2005), der Altstar aus dem filmischen Welterfolg „Buena Vista Social Club“ von Ry Cooder und Wim Wenders. Ferrer stammte aus Santiago de Cuba, der Stadt, der Kuba seine mitreißende Musik verdankt. Begonnen hat das zu Anfang des 19. Jhs., als Santiago (wie auch New Orleans) zum Sammelpunkt fu"r Flu"chtlinge aus der französischen Nachbarkolonie Sainte Domingue, dem späteren Haiti, wurde. Da waren damals die Urväter des Bolero darunter, Balladensänger (charangas), die u"ber Land reisten.

Die weiße französische Oberschicht brachte den Gesellschaftstanz Danzón mit und ihre afrikanischen Sklaven die Tumba Francesa. Musikalische Experimentierfreude mischte alles mit den vorhandenen Rhythmen wie dem Flamenco der Spanier. So entstanden die Rumba und der Son. Vor allem der Son eroberte erst Havanna, dann die Clubs von New York und von dort die Welt. Und während er sich in New York zur Salsa weiterentwickelte, stoppte die Revolution auf Kuba jede weitere Entwicklung. Denn dort galt diese Musik plötzlich als dekadent. Dafu"r hatten politische Lieder (Nueva Trova) oder bäuerliche Klassiker wie „Guantanamera“ (Text von José Martí) Hochkonjunktur.

Und heute? Danzón und Rumba wurden von der Unesco zum Kulturerbe erklärt, während die Jugend gegen die in den Touristenlokalen grassierende Buena-Vista-Social-Club-Nostalgie mit einer heißen Mischung aus Reggae, Hip-Hop und Merengue, dem Reggae- oder Cubaton rebelliert. Und in den Clubs der Städte etabliert sich eine neue junge Jazzszene: sinnlich, kreativ, virtuos!

Yo soy Fidel

Tief empfundene Trauer begleitete Ende 2016 im ganzen Land den Tod Fidel Castros, des Vaters der kubanischen Revolution und comandante en jefe von 1959 bis 2008. Und das trotz lange schon währender Unzufriedenheit u"ber die wirtschaftlichen Probleme des Landes und seiner mitunter jähzornigen Schnellverurteilungen von Regimekritikern. „Murió mi segundo padre!“ – „Es starb mein zweiter Vater“, klagten viele, insbesondere Kubaner, die sich noch an das Elend ihrer Kinder- oder Jugendjahre erinnerten, an feuchte Holzhu"tten mit Lehmböden in den Bergen, an Krankheit und Hunger. Erst die von Fidel Castro verkörperte Revolution setzte dem ein Ende, initiierte Alphabetisierungskampagnen und öffnete die Universitäten fu"r alle – und alles kostenlos. So viele Kubaner das Land auch bislang verlassen haben, so viele auch immer auf einen politischen Neuanfang hoffen mögen, die gefu"hlte Mehrheit ist ihrem verstorbenen Patriarchen dankbar fu"r die historische Umkehrung der sozialen Verhältnisse. Fu"r sie war Fidel Castro kein Diktator, sondern ihr Retter und Förderer. „Yo soy Fidel“ – „Ich bin Fidel“ lautet ihr Bekenntnis. Es ist immer noch u"berall im Land als Graffiti zu lesen.

Ungewisse politische Zukunft

„Die Partei hat immer recht.“ Der Satz kommt dir bekannt vor? Auf Kuba gilt er noch – und vermutlich bleibt das auch noch länger so. Denn wie es aussieht, folgt die einzig legale Partei auf Kuba, die Partido Comunista de Cuba (PCC), auch nach Raúl Castros Ru"ckzug weiter dem Vorbild anderer Einparteiensysteme, etwa dem seines kommunistischen Bruderlands China. Das heißt, es öffnet sich zwar fu"r den Kapitalismus, aber nicht fu"r die Demokratie.

Seit 2018 steht der junge smarte, 1960 geborene Miguel Mario Díaz-Canel Bermúdez an der Spitze des kubanischen Staats. Ein Mann aus dem Volk, der sich aus der Provinz Villa Clara kommend in die Parteispitze hochgearbeitet hat. Möglich machte das Kubas Wahlrecht. Kubaner du"rfen ab dem 16. Lebensjahr wählen, sich seit 1992 in geheimer Wahl fu"r oder gegen bestimmte Kandidaten auf der Wahlliste fu"r die Nationalversammlung (Asamblea Nacional) entscheiden. So verju"ngte sich die Schar der 612 Delegierten, die wiederum u. a. die Mitglieder des Staats- und Ministerrats wählt. Eine große Aufgabe – zumal mit Donald Trump als Widerpart – hat Díaz-Canel allemal zu bewältigen: die unter Castro und Barack Obama eingefädelten diplomatischen Beziehungen zu den USA so zu verbessern, dass das Wirtschaftsembargo gegen Kuba endlich aufgehoben wird, dabei aber darauf zu achten, dass die nationale Unabhängigkeit Kubas bewahrt wird.

Hemingway und das Meer

Besonders die Fischer von Cojímar waren ihm zugetan. Mit ihnen teilte er den Fang des Tages, mit ihnen trank er in der Bar La Terraza, und dafu"r nannten sie ihn „Papa“: Ernest Hemingway (1899–1961), der wohl einzige US-Amerikaner, dessen Andenken auf Kuba konstant und liebevoll gepflegt wird. Die Fischer in Cojímar gossen ihm nach seinem Freitod aus Schiffsschrauben ein Denkmal und stellten es in ihrem Hafen auf. Vielleicht, weil er ihnen mit seinem Buch „Der alte Mann und das Meer“, mit dem er 1959 den Literaturnobelpreis gewann, ein literarisches Denkmal gesetzt hatte. Vielleicht aber auch nur, weil sie einen Freund verloren hatten. Hemingway wiederum hatte in ihrem Kreis offenbar etwas entdeckt, was ihm weder als Kriegsberichterstatter in Europa noch als Großwildjäger in Afrika begegnet war: den alltäglichen Kampf ums Überleben ganz normaler Leute wie der Fischer von Cojímar. Niemand beschrieb ihre ewige Hoffnung auf einen dicken Fang, den Kampf mit dem kapitalen Fisch und die Schicksalsergebenheit, wenn am Ende alles umsonst war, so schlicht und ergreifend wie Hemingway.

Die Krux mit CUP und CUC

Die gut 70 Prozent der beim Staat angestellten Kubaner verdienen monatlich im Schnitt 824 CUP, das sind umgerechnet ca. 33 US $. Preisfrage: Wer kann davon leben? Der Kubaner! Denn fast alles, was er zum Leben braucht, wird vom Staat subventioniert und ist deshalb superbillig oder kostenlos: Miete, Strom-, Wasser-, Gasund Telefongebu"hren oder die Kosten fu"rs Busfahren sind extrem niedrig, Schule und Uni sogar kostenlos, ebenso wie die ärztliche Versorgung. Und u"ber die Libreta, die Lebensmittelkarte, ist eine Lebensmittelgrundversorgung gesichert. So reicht das Peso-Gehalt noch fu"r ein paar Einkäufe auf den lokalen Bauernmärkten oder in Werkstätten. Aber das war’s dann auch schon.

Wer mit einem Handy oder einem Fernseher liebäugelt, der muss schon das an den US-Dollar gekoppelte Devisengeld CUC hinblättern, den Peso Convertible. Die Kubaner können ihn in Wechselstuben gegen Pesos eintauschen, aber bei einem Kurs von 1:25 kommt nicht viel dabei rum. Glu"ck hat, wer im Tourismus arbeitet, z.B. als Kofferträger, Zimmermädchen oder Touristenfu"hrer, denn dort fließen die CUCs wie Milch und Honig im gelobten Land. Oder wer Verwandte in den USA oder Spanien hat, die regelmäßig Dollars oder Euros schicken. Richtig gut geht es den Kubanern, die sowohl von Verwandten im Ausland finanziell unterstu"tzt werden, als auch im Tourismus arbeiten und sich dann auch noch selbstständig gemacht haben, z.B. mit Fremdenzimmern (casas particulares) oder mit einem Restaurant (paladar). So verdient sich, trotz der Steuern, so mancher Kubaner zzt. eine goldene Nase, während anderen ohne Verwandte im Ausland und ohne Zugang zu den Touristendevisen der Zugang zu Konsumgu"tern versperrt ist. So entsteht eine Kluft, die Missgunst schafft und die sozialen Errungenschaften der Revolution zunichte zu machen droht.

Bloss nicht!

Zu viel Geld mitführen

Mit dem Touristenboom hat leider auch die Kriminalität zugenommen. Deshalb: Niemals das gesamte Bargeld mit sich fu"hren, und das, was man mitnimmt, nicht zur Schau stellen, sondern auf mehrere Stellen am Körper verteilen. Der Rest gehört in den Hotelsafe, ebenso der Pass – hab’ aber immer eine Kopie dabei!

Unter eine Kokospalme setzen

Die Kokosnuss ist eine harte Nuss: Jährlich sterben zehnmal mehr Menschen durch herabfallende Kokosnu"sse als durch Haiangriffe! Wenn sie sich aus 30 m Höhe vom Baum lösen, könnenn sie eine Geschwindigkeit von 80 km/h erreichen. Also Vorsicht!

Oben ohne Sonnenbaden

Das finden die Kubaner ganz uncool und gar nicht sexy! Ob sie nun als Personal oder als Gäste deines Hotels an einem Strand anwesend sind – willst du sie wirklich mit nackten Tatsachen vor den Kopf stoßen?

Kindern Geld geben

Betteln ist Kindern auf Kuba verboten, weil (nach staatlicher Einschätzung) keines Hunger leidet und es im Erfolgsfall die Arbeitsmoral verdirbt. Trotzdem halten immer mehr Knirpse die Hände auf, wenn sie Touristen sehen. Gib lieber Nu"tzliches wie Kugelschreiber. Fu"r bettelnde Kinder werden auf Kuba u"brigens die Eltern bestraft.

Drogen andrehen lassen

Denk dran: Die einzigen staatlich anerkannten Drogen auf Kuba sind Musik, Alkohol und Arbeit fu"rs Gemeinwohl. Der Konsum von Kokain, Haschisch oder Marihuana ist streng verboten und wird mit Gefängnis bestraft. Auch nichts unterjubeln lassen!

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Auf innerkubanischen Flügen kommt es immer wieder zu zum Teil großen Verspätungen oder auch Streichungen von Flügen, teilweise über mehrere Tage.

Für Rundreisen im Lande kommen in erster Linie Busse (Viazul), organisierte Bustouren und Mietwagen in Betracht, wobei Busfahrten hinsichtlich der Verkehrssicherheit weniger problematisch sind.

Kuba leidet unter Stromengpässen. Um Strom zu sparen, werden vor allem außerhalb der touristischen Zentren gelegentlich Stromabschaltungen vorgenommen, was auch zu Beeinträchtigungen der Wasserversorgung und Kommunikation führen kann.

Kubanische Staatsangehörige bedürfen für jegliche Art privater Geschäfte einer Genehmigung der Behörden. Vor Unterbringung in Privathaushalten sollten Sie nach der erforderlichen behördlichen Genehmigung fragen, da sonst für beide Teile (Gastgeber und Gast) Schwierigkeiten mit der Polizei zu befürchten sind.

Im Straßenverkehr besteht eine erhöhte Unfallgefahr aufgrund des schlechten Straßenzustandes, mangelnder Straßenbeleuchtung, Tieren auf der Fahrbahn, unvorhersehbaren Fahrverhaltens sowie technischer Unzulänglichkeiten (keine Beleuchtung, Bremsversagen etc.). Kubanische Verkehrsteilnehmende verständigen sich im Straßenverkehr zum Teil durch ein System von Handzeichen, die für ausländische Personen zunächst nicht verständlich sind. Hier ist besondere Vorsicht geboten.

Es herrscht Alkoholverbot am Steuer. Ferner ist der Konsum von Alkohol im Passagierraum eines Autos, also auch für Mitfahrende verboten. Es darf darüber hinaus auch kein Alkohol im Personenraum des Autos mitgeführt werden, wenn der Konsum offensichtlich ist.

Bei Unfällen mit Personenschäden unter Beteiligung von ausländischen Reisenden kann es zu einer mehrwöchigen Ausreisesperre, evtl. auch zu Untersuchungshaft kommen. Wenn Personen verletzt oder getötet wurden, werden gegen ausländische Fahrer und Fahrerinnen zum Teil drakonische Haftstrafen verhängt.

Mietwagen sind in Kuba häufig nicht mit deutschem Standard vergleichbar. Es sind Fälle von Reisenden bekannt geworden, die mit offenbar unberechtigten Schadensforderungen bei der Rückgabe des Fahrzeugs konfrontiert wurden. Der in Kuba angebotene gesetzlich vorgeschriebene Versicherungsschutz für Mietwagen entspricht nicht europäischen Standards. Dies gilt insbesondere für die geringe Deckungssumme bei Personenschäden.

  • Planen Sie ausreichend Zeit zwischen innerkubanischen und internationalen Anschlussflügen ein. Treffen Sie Vorsorge, falls Sie wegen Streichung oder Verspätung ihres Fluges länger in Kuba bleiben müssen.
  • Übernachten Sie nur in Hotels und privaten Pensionen ("casas particulares"), die über eine staatliche Erlaubnis verfügen.
  • Fahrten außerhalb der Städte sollten nur bei Tageslicht erfolgen, vermeiden Sie unbedingt Nachtfahrten. Fahren Sie immer defensiv, stellen Sie sich auf unerwartete Verkehrssituationen ein.
  • Kontrollieren und dokumentieren Sie den Zustand Ihres Leihwagens bei Vorschäden (mit Fotos). Sorgen Sie für ausreichenden Versicherungsschutz, insbesondere auch bei Personenschäden, ggfls. durch Zusatzversicherungen.

Der deutsche Führerschein wird für touristische Aufenthalte anerkannt. Bei einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten muss der deutsche in einen kubanischen Führerschein umgeschrieben werden.

Homosexualität steht nicht unter Strafe. Die Toleranz in der Bevölkerung, vor allem im ländlichen Raum, ist gering.

  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.

Schon beim Fund geringer Mengen Drogen zum Eigenbedarf ist mit drastischen Strafen zu rechnen. Der Besitz von Kleinmengen wird bei ausländischen Personen zudem als Drogenschmuggel geahndet. Das Strafmaß hierfür beträgt vier bis dreißig Jahre Haft, auf besonders schwere Fälle steht die Todesstrafe. Zur strafrechtlichen Verfolgung nach Verkehrsunfällen siehe oben unter Straßenverkehr. Wirtschaftliche Aktivitäten unterliegen in Kuba einer Vielzahl von Regulierungen und Beschränkungen. Insbesondere der Erwerb von Eigentum ist für ausländische Personen mit Touristenstatus nicht möglich. Verstöße gegen diese Vorschriften werden von den kubanischen Behörden mit zum Teil empfindlichen Haftstrafen geahndet. Dazu zählt auch der Erwerb von Eigentum über kubanische Mittelsleute oder Familienangehörige. Politische Betätigung ist ausländischen Personen nicht gestattet.

  • Beachten Sie genau die lokalen Gesetze, insbesondere hinsichtlich Drogen und wirtschaftlicher und/oder politischer Betätigung.

Seit Januar 2021 wird im Zuge der Währungsreform der CUC (Peso Convertible) schrittweise abgeschafft und der CUP (Peso Cubano, oft auch "Moneda Nacional" genannt) als einziges Zahlungsmittel gelten. In einer Übergangsphase bleibt der CUC für 6 Monate noch gültiges Zahlungsmittel, er wird in Läden/Hotels etc. mittlerweile allerdings kaum noch akzeptiert.

Es ist ratsam, Bargeld in Euro mitzubringen, das Reisende bei allen kubanischen Banken und staatlichen Wechselstuben (CADECA), auch am Geldautomaten bei Ankunft am Flughafen Havanna, zum geltenden Tageskurs in CUP umtauschen können. Das Bezahlen mit US-Dollar und Euro ist nur vereinzelt möglich. In den sogenannten Devisenläden kann neben einer zuvor beschafften Geldkarte (Erwerb für Touristen zurzeit noch nicht möglich) auch mit einer ausländischen Kreditkarte (siehe Hinweise unten) bezahlt werden.

Nicht benutzte CUP können vor der Abreise am Flughafen zum Tageskurs in Euro zurückgetauscht werden. Es ist ratsam, hierbei die Quittung über den CUP-Erwerb vorzulegen.

Die Ein- und Ausfuhr von Pesos ist verboten.

Bankkarten deutscher Bankinstitute (Debit-, Girocard, Maestro, VPay) werden in Kuba nicht angenommen, auch eine Bargeldbeschaffung an Geldautomaten und in Wechselstuben (CADECA - "Casa de cambio") ist mit diesen Karten nicht möglich.

Kreditkarten deutscher Bankinstitute werden in der Regel in allen größeren Hotels zur Bezahlung akzeptiert, nicht jedoch die von US-amerikanischen Instituten (American Express, Diners Club) ausgegebenen. Dies schließt die deutschen Tochtergesellschaften US-amerikanischer Institute ein. Eine zunehmende Anzahl an Geschäften akzeptiert Zahlungen in internationaler Währung per Kreditkarte.

In den Wechselstuben (CADECA) einiger großer Hotels kann Geld mit VISA/Mastercard-Kreditkarte unter Vorlage des Reisepasses abgehoben werden. Inzwischen ist eine Geldabhebung mit VISA/Mastercard-Kreditkarte auch in einigen Bankfilialen (Banco Financiero Internacional oder Banco Metropolitano) und an Geldautomaten möglich. Dies gilt jedoch nicht flächendeckend für das ganze Land und ist aufgrund technischer Probleme nicht immer gewährleistet.

Die Gebühr für den Kreditkarteneinsatz beträgt 3%. Zu beachten ist, dass zusätzlich zu den anfallenden Gebühren der ausgebenden Institute noch die Gebühren des jeweiligen kubanischen Geldinstituts berechnet werden. Deren Höhe sollte direkt beim Institut vor Ort erfragt werden.

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Erkrankung, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

Die hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ergänzen.

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die .

Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.

Dengue-Viren werden ganzjährig, insbesondere jedoch während der Regenzeit, durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe auch Merkblatt Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen:

Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Bislang werden, ausgehend von der Antillen-Insel St. Martin, nur importierte Fälle von Chikungunya-Virusinfektionen in Kuba gemeldet. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie, siehe auch Merkblatt Chikungunya-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Die Insel Kuba ist malariafrei.

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und wird seit 2012 v.a. aus den Provinzen Havanna, Guantanamo, Santiago de Cuba, Granma, Camaguey sowie Cienfuegos vereinzelt auch bei Touristen gemeldet. Eine Erkrankung kann gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Ciguatera ist eine Fischvergiftung, die nach dem Verzehr von Meeresfischen in tropischen Gewässern auftreten kann. Insbesondere von April bis September besteht die Gefahr, dass Fische giftige Algen aufnehmen, die auch beim Menschen zu schweren Vergiftungen führen können. Den Fischen selbst sind keinerlei Veränderungen anzumerken, siehe Merkblatt Ciguatera.

  • Beachten Sie lokale Warnungen.

Tollwut ist eine Viruserkrankung, die eine Gehirnhautentzündung verursacht. In Kuba kann Tollwut zumeist von Hunden, Katzen oder Fledermäusen übertragen werden. Ohne Schutzimpfung oder Postexpositionsprophylaxe nach Ansteckung verläuft eine Tollwutinfektion fast immer tödlich, siehe Merkblatt Tollwut.

  • Vermeiden Sie den Kontakt zu streunenden Tieren.
  • Suchen Sie bei Biss- und Kratzverletzungen sowie Kontakt von Schleimhäuten oder Wunden mit Speichel eines potenziell infizierten Tieres umgehend einen Arzt auf.
  • Lassen Sie sich bei Langzeitaufenthalten hinsichtlich einer Tollwutimpfung beraten.

Es gibt in Kuba kein verlässliches Rettungssystem, es kann weder davon ausgegangen werden, dass eine wie in Deutschland übliche maximale Alarmierungszeit eingehalten wird, noch dass sich an Bord des Rettungsfahrzeuges immer ausreichend qualifizierte Rettungsassistenten bzw. Ärzte befinden.

Medizinische Behandlung für Ausländer ist in Kuba nur in speziellen Ausländerkrankenhäusern bzw. Ausländerabteilungen von Krankenhäusern vorgesehen. Bei akuten Notfällen wird prinzipiell auch in anderen Krankhäusern eine (kostenpflichtige) Erstbehandlung vorgenommen. Die Kosten können die in Deutschland üblichen übersteigen.

Das Angebot zur Gesundheits- und Notfallversorgung ist insbesondere in vielen ländlichen Gebieten häufig nicht mit europäischen technischen und hygienischen Standards vergleichbar.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die .

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss:

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Reisewarnung

Überblick

Stand - Mon, 19 Jul 2021 11:15:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Mon, 19 Jul 2021 11:21:57 +0200)

Letzte Änderungen: Redaktionelle Änderungen

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz
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Aktuelles

Die Ausbreitung von COVID-19 kann weiterhin zu Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens führen.

Von nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Kuba wird derzeit gewarnt.

Epidemiologische Lage

Kuba ist von COVID-19 sehr stark betroffen. Das Gesundheitssystem ist überlastet, landesweit beträgt die Inzidenz inzwischen mehr als 200 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage.
Kuba ist als Risikogebiet mit besonders hohem Infektionsrisiko (Hochinzidenzgebiet) eingestuft.

Aktuelle und detaillierte Zahlen bietet die kubanische Regierung und die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Einreise

Bei Einreise ist zwingend ein negativer PCR-Test in Papierform in englischer oder spanischer Sprache aus dem Heimatland vorzuweisen, der bei Ausreise (Reisebeginn) nicht älter als 72 Stunden sein darf und von einem zertifizierten Labor ausgestellt sein muss.

Alle Einreisenden müssen sich nach Ankunft in Kuba am Flughafen einem weiteren obligatorischen PCR-Test unterziehen. Daneben ist am Flughafen eine Erklärung zum Gesundheitszustand abzugeben.

Für Reisende, die zu touristischen Zwecken einreisen und eine Reservierung in einem lizenzierten Hotel haben, besteht anschließend die Pflicht, sich bis zum Erhalt des negativen Testergebnisses im Hotel aufzuhalten. Für Reisende, die ihren Aufenthalt nicht in einem auf Pauschalreisen ausgelegten Hotel vorgesehen haben, sondern sich in einer „Casa Particular" oder jedweder Privatunterkunft aufhalten möchten, gelten folgende Regelungen: Unmittelbar nach Einreise besteht eine Absonderungspflicht in einem kostenpflichtigen, von den kubanischen Behörden zugewiesenen Hotel bis zum Erhalt eines weiteren negativen Testergebnisses. Der erneute Test erfolgt im Regelfall am fünften Tag nach Einreise. Das Testergebnis soll nach ein bis zwei Tagen vorliegen. Verzögerungen im Einzelfall können nicht ausgeschlossen werden. Die Unterbringungskosten können je nach Hotel variieren. Die Regelungen gelten auch für Personen mit Wohnsitz in Kuba.

Bei einem positiven Ergebnis muss mit einer stationären Aufnahme und Isolation in einem Krankenhaus oder staatlichen Hotel für mindestens acht Tage gerechnet werden. Die Quarantäneeinrichtungen sind dabei nur auf die Sicherstellung der medizinischen Notwendigkeiten ausgerichtet und sind in jedem Fall kostenpflichtig. Die Bezahlung muss mit Kreditkarte erfolgen, eine Zahlung in bar ist nicht möglich. Mitreisende Angehörige von positiv getesteten Personen, die selbst negativ getestet wurden, müssen im gebuchten Hotelzimmer verbleiben, bis ein zweites negatives Testergebnis vorliegt. Der zweite Test wird am siebten Tag nach Einreise vollzogen. Das Testergebnis liegt frühestens am achten Tag vor.

Auch Einreisende, die geimpft sind, müssen einen PCR-Test vor Abreise und bei Ankunft machen und sich nach Ankunft in Quarantäne begeben.

Die kubanischen Behörden passen die Einreisebestimmungen regelmäßig den aktuellen epidemiologischen Bedingungen an. Diese können daher kurzfristigen Änderungen unterworfen sein.

Durch- und Weiterreise

Eine Durchreise durch Kuba ist im Rahmen der aktuellen Regelungen und verfügbaren Flugverbindungen möglich.

Reiseverbindungen

Die Flughäfen in allen Provinzen (außer Cayo Coco) sind für kommerzielle, reguläre Flüge geöffnet. Eine direkte Flugverbindung von Deutschland aus besteht aktuell nicht. Es ist ratsam, sich kurzfristig vor Reiseantritt bei den Fluglinien nach dem Status des Fluges zu erkundigen.

Beschränkungen im Land

Das Angebot von Unterkünften und touristischen Dienstleistungen sowie Reisemöglichkeiten innerhalb des Landes ist weiterhin eingeschränkt. Ausflüge nach Havanna sind bis auf weiteres nicht möglich.

In der Metropolregion Havanna gilt von 21 bis 5 Uhr eine allgemeine Ausgangssperre. Restaurants dürfen Essen nur zum Mitnehmen ausgeben oder liefern. Bars, Diskotheken, Kinos, Theater, Sportplätze und andere Freizeiteinrichtungen sind geschlossen. Der öffentliche Personennahverkehr ist von 21 bis 5 Uhr eingestellt. Der Aufenthalt in Parks und anderen öffentlichen Plätzen ist nach 19 Uhr untersagt. Reisen zwischen Havanna und anderen Landesteilen sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht möglich. Auch in privaten Fahrzeugen ist mit Kontrollen und Einschränkungen an der Stadtgrenze zu rechnen. Es kann zu Engpässen bei Dingen des täglichen Bedarfs und Medikamenten kommen.

Hygieneregeln

Es gelten die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln. In ganz Kuba besteht zu jeder Zeit im öffentlichen Raum, in sämtlichen Verkehrsmitteln und in Supermärkten/Restaurants die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Die Einhaltung der Regeln wird streng kontrolliert. Bei Zuwiderhandeln drohen Geldstrafen.

Empfehlungen

  • Seien Sie bei allen Reisen weiterhin besonders vorsichtig und beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierte Infobox zu COVID-19/Coronavirus.
  • Achten Sie bei einem Aufenthalt in bzw. einer Rückreise aus einem Risikogebiet auf die gültigen Einreisebeschränkungen wie Anmelde-, Nachweis- und ggf. Quarantäneregelungen.
  • Achten Sie auf die Einhaltung der AHA-Vorschriften und befolgen Sie zusätzlich die Hinweise lokaler Behörden. Bei Verstößen gegen die Hygienevorschriften können Geldstrafen verhängt werden.
  • Informieren Sie sich über detaillierte Maßnahmen und ergänzende Informationen der kubanischen Regierung.
  • Bei COVID-19-Symptomen oder Kontakt mit Infizierten kontaktieren Sie die nächsten Gesundheitsbehörden bzw. Ihr Hotel oder den Reiseveranstalter.

Sicherheit

Terrorismus

Die Gefahr terroristischer Anschläge in Kuba wird als sehr niedrig eingeschätzt.

Innenpolitische Lage

Kuba ist ein sozialistischer Einparteienstaat. Meinungs- und Pressefreiheit sind nicht gewährleistet.

  • Vermeiden Sie politische Diskussionen insbesondere zu Fragen der jüngeren kubanischen Vergangenheit oder des Verhältnisses zu den USA.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
  • Fotografieren Sie keine militärischen Anlagen, Polizisten oder sonstige Uniformierte.

Kriminalität

Auch in Kuba können Reisende Opfer von Eigentumsdelikten, Körperverletzungen, in seltenen Fällen auch von Gewaltverbrechen werden. Allein reisende Frauen können in Einzelfällen auch Opfer von Sexualstraftaten werden. Es ist vereinzelt von exhibitionistischen Handlungen sowie von versuchten Vergewaltigungen berichtet worden.

Ausländische Personen müssen jederzeit in der Lage sein, sich auszuweisen (Passkopie genügt in der Regel). Reisende, die ohne Ausweise und/oder Geldmittel angetroffen werden, werden von der kubanischen Einreisebehörde ggf. für mehrere Tage in einer kostenpflichtigen Unterkunft festgesetzt, bis ihr Status geklärt und die Finanzierung des Aufenthalts gesichert ist – selbst dann, wenn Reisende Opfer einer Straftat wurden.

  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtige Dokumente wie auch Adresslisten sicher auf und fertigen Sie Kopien an.
  • Lassen Sie Taschen und Wertgegenstände nie unbeaufsichtigt.
  • Nehmen Sie nur keine unnötigen Wertsachen und nur das für den Tag benötigte Bargeld, verteilt an mehreren Stellen am Körper mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen und im Bus besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Lassen Sie Getränke nie unbeaufsichtigt.
  • Transportieren Sie wertvolle Gegenstände im Handgepäck.
  • Weisen Sie als Frau ungewollte Flirtversuche deutlich zurück und seien Sie nachts grundsätzlich nur in Begleitung unterwegs.
  • Vermeiden Sie Überlandfahrten mit Taxis bei Dunkelheit.
  • Seien Sie bei Reifenpannen und an Tankstellen sowie bei der Mitnahme von Anhaltern im Mietwagen besonders vorsichtig.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Es herrscht tropisch-feuchtheißes Meeresklima.
Von Mai bis November ist Hurrikan-Saison. In dieser Zeit ist mit Tropenstürmen und intensiven Regenfällen zu rechnen, die zu Überschwemmungen und Erdrutschen führen können.

Kuba liegt in einer seismisch aktiven Zone, so dass es zu Erdbeben kommen kann.

Reiseinfos

Infrastruktur/Verkehr

Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von COVID-19 beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Auf innerkubanischen Flügen kommt es immer wieder zu zum Teil großen Verspätungen oder auch Streichungen von Flügen, teilweise über mehrere Tage.

Für Rundreisen im Lande kommen in erster Linie Busse (Viazul), organisierte Bustouren und Mietwagen in Betracht, wobei Busfahrten hinsichtlich der Verkehrssicherheit weniger problematisch sind.

Kuba leidet unter Stromengpässen. Um Strom zu sparen, werden vor allem außerhalb der touristischen Zentren gelegentlich Stromabschaltungen vorgenommen, was auch zu Beeinträchtigungen der Wasserversorgung und Kommunikation führen kann.

Kubanische Staatsangehörige bedürfen für jegliche Art privater Geschäfte einer Genehmigung der Behörden. Vor Unterbringung in Privathaushalten sollten Sie nach der erforderlichen behördlichen Genehmigung fragen, da sonst für beide Teile (Gastgeber und Gast) Schwierigkeiten mit der Polizei zu befürchten sind.

Im Straßenverkehr besteht eine erhöhte Unfallgefahr aufgrund des schlechten Straßenzustandes, mangelnder Straßenbeleuchtung, Tieren auf der Fahrbahn, unvorhersehbaren Fahrverhaltens sowie technischer Unzulänglichkeiten (keine Beleuchtung, Bremsversagen etc.). Kubanische Verkehrsteilnehmende verständigen sich im Straßenverkehr zum Teil durch ein System von Handzeichen, die für ausländische Personen zunächst nicht verständlich sind. Hier ist besondere Vorsicht geboten.

Es herrscht Alkoholverbot am Steuer. Ferner ist der Konsum von Alkohol im Passagierraum eines Autos, also auch für Mitfahrende verboten. Es darf darüber hinaus auch kein Alkohol im Personenraum des Autos mitgeführt werden, wenn der Konsum offensichtlich ist.

Bei Unfällen mit Personenschäden unter Beteiligung von ausländischen Reisenden kann es zu einer mehrwöchigen Ausreisesperre, evtl. auch zu Untersuchungshaft kommen. Wenn Personen verletzt oder getötet wurden, werden gegen ausländische Fahrer und Fahrerinnen zum Teil drakonische Haftstrafen verhängt.

Mietwagen sind in Kuba häufig nicht mit deutschem Standard vergleichbar. Es sind Fälle von Reisenden bekannt geworden, die mit offenbar unberechtigten Schadensforderungen bei der Rückgabe des Fahrzeugs konfrontiert wurden. Der in Kuba angebotene gesetzlich vorgeschriebene Versicherungsschutz für Mietwagen entspricht nicht europäischen Standards. Dies gilt insbesondere für die geringe Deckungssumme bei Personenschäden.

  • Planen Sie ausreichend Zeit zwischen innerkubanischen und internationalen Anschlussflügen ein. Treffen Sie Vorsorge, falls Sie wegen Streichung oder Verspätung ihres Fluges länger in Kuba bleiben müssen.
  • Übernachten Sie nur in Hotels und privaten Pensionen (sog. „casas particulares"), die über eine staatliche Erlaubnis verfügen.
  • Fahrten außerhalb der Städte sollten nur bei Tageslicht erfolgen, vermeiden Sie unbedingt Nachtfahrten. Fahren Sie immer defensiv, stellen Sie sich auf unerwartete Verkehrssituationen ein.
  • Kontrollieren und dokumentieren Sie den Zustand Ihres Leihwagens bei Vorschäden (ggf. mit Fotos). Sorgen Sie für ausreichenden Versicherungsschutz, insbesondere auch bei Personenschäden, ggfls. durch Zusatzversicherungen.

Führerschein

Der deutsche Führerschein wird für touristische Aufenthalte anerkannt. Bei einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten muss der deutsche in einen kubanischen Führerschein umgeschrieben werden.

LGBTIQ

Homosexualität steht nicht unter Strafe. Die Toleranz in der Bevölkerung, vor allem im ländlichen Raum, ist gering.

Rechtliche Besonderheiten

Schon beim Fund geringer Mengen Drogen zum Eigenbedarf ist mit drastischen Strafen zu rechnen. Der Besitz von Kleinmengen wird bei ausländischen Personen zudem als Drogenschmuggel geahndet. Das Strafmaß hierfür beträgt vier bis dreißig Jahre Haft, auf besonders schwere Fälle steht die Todesstrafe. Zur strafrechtlichen Verfolgung nach Verkehrsunfällen siehe oben unter Straßenverkehr. Wirtschaftliche Aktivitäten unterliegen in Kuba einer Vielzahl von Regulierungen und Beschränkungen. Insbesondere der Erwerb von Eigentum ist für ausländische Personen mit Touristenstatus nicht möglich. Verstöße gegen diese Vorschriften werden von den kubanischen Behörden mit zum Teil empfindlichen Haftstrafen geahndet. Dazu zählt auch der Erwerb von Eigentum über kubanische Mittelsleute oder Familienangehörige. Politische Betätigung ist ausländischen Personen nicht gestattet.

  • Beachten Sie genau die lokalen Gesetze, insbesondere hinsichtlich Drogen und wirtschaftlicher und/oder politischer Betätigung.

Geld/Kreditkarten

Seit Januar 2021 wird im Zuge der Währungsreform der CUC (Peso Convertible) schrittweise abgeschafft und der CUP (Peso Cubano, oft auch „Moneda Nacional" genannt) als einziges Zahlungsmittel gelten. In einer Übergangsphase bleibt der CUC für 6 Monate noch gültiges Zahlungsmittel, er wird in Läden/Hotels etc. mittlerweile allerdings kaum noch akzeptiert.

Es ist ratsam, Bargeld in Euro mitzubringen, das Reisende bei allen kubanischen Banken und staatlichen Wechselstuben (CADECA), auch am Geldautomaten bei Ankunft am Flughafen Havanna, zum geltenden Tageskurs in CUP umtauschen können. Das Bezahlen mit US-Dollar und Euro ist nur vereinzelt möglich. In den sogenannten Devisenläden kann neben einer zuvor beschafften Geldkarte (Erwerb für Touristen zurzeit noch nicht möglich) auch mit einer ausländischen Kreditkarte (siehe Hinweise unten) bezahlt werden.

Nicht benutzte CUP können vor der Abreise am Flughafen zum Tageskurs in Euro zurückgetauscht werden. Es ist ratsam, hierbei die Quittung über den CUP-Erwerb vorzulegen.

Die Ein- und Ausfuhr von Pesos ist verboten.

Bankkarten deutscher Bankinstitute (Debit-, Girocard, Maestro, VPay) werden in Kuba nicht angenommen, auch eine Bargeldbeschaffung an Geldautomaten und in Wechselstuben (CADECA – „Casa de cambio") ist mit diesen Karten nicht möglich.

Kreditkarten deutscher Bankinstitute werden in der Regel in allen größeren Hotels zur Bezahlung akzeptiert, nicht jedoch die von US-amerikanischen Instituten (American Express, Diners Club) ausgegebenen. Dies schließt die deutschen Tochtergesellschaften US-amerikanischer Institute ein. Eine zunehmende Anzahl an Geschäften akzeptiert Zahlungen in internationaler Währung per Kreditkarte.

In den Wechselstuben (CADECA) einiger großer Hotels kann Geld mit VISA/Mastercard-Kreditkarte unter Vorlage des Reisepasses abgehoben werden. Inzwischen ist eine Geldabhebung mit VISA/Mastercard-Kreditkarte auch in einigen Bankfilialen (z.B. Banco Financiero Internacional oder Banco Metropolitano) und an Geldautomaten möglich. Dies gilt jedoch nicht flächendeckend für das ganze Land und ist aufgrund technischer Probleme nicht immer gewährleistet.

Die Gebühr für den Kreditkarteneinsatz beträgt i.d.R. 3%. Zu beachten ist, dass zusätzlich zu den anfallenden Gebühren der ausgebenden Institute noch die Gebühren des jeweiligen kubanischen Geldinstituts berechnet werden. Deren Höhe sollte direkt beim Institut vor Ort erfragt werden.

Einreise und Zoll

Ein- und auch Durchreisebestimmungen können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 derzeit abweichen, siehe Aktuelles.

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Reisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Auf Kuba werden weiterhin Maßnahmen zur Prävention von Ebola umgesetzt.
Bei der Einreise werden Fragen zum Gesundheitszustand und zu aktuellen Reisetätigkeiten gestellt. Reisende, die sich in Guinea, Liberia, Mali oder Sierra Leone aufgehalten haben oder über Flughäfen dieser Länder gereist sind, werden bis zum Ablauf von 21 Tagen nach Aus- bzw. Durchreise durch diese Länder einer Quarantäne unterworfen.

Visum

Eine Einreise nach Kuba zu touristischen Zwecken mit einer Aufenthaltsdauer von bis zu 30 Tagen (einmalige Verlängerung um weitere 30 Tage möglich) ist nur mit Visum in Form einer sogenannten "Touristenkarte" möglich, die zusammen mit dem Reisepass zur Einreise dient. Touristenkarten müssen vor Einreise erworben werden und sind bei der kubanischen Botschaft in Deutschland sowie bei einigen Fluggesellschaften am Flughafen erhältlich. Verschiedene Reiseveranstalter bieten den Verkauf der Touristenkarte ebenfalls an, jedoch nur zusammen mit anderen touristischen Leistungen. Bei beabsichtigten längeren Aufenthalten oder solchen zu nicht-touristischen Zwecken ist ein Visum erforderlich, welches bei der kubanischen Auslandsvertretung im Herkunftsland zu beantragen ist. Hierfür ist unter Umständen eine Einladung erforderlich. Die Bearbeitungsdauer kann sich auf mehrere Wochen belaufen. Visa beziehungsweise Touristenkarten werden grundsätzlich nicht an der Grenze ausgestellt; darüber hinaus kontrollieren die Fluggesellschaften vor Abflug aus Deutschland ob Visum oder Touristenkarte vorhanden sind und verweigern u. U. die Mitnahme.

Minderjährige

Probleme bei der Ein- und Ausreise ausländischer minderjähriger Reisende, wenn diese nicht von beiden Erziehungsberechtigten begleitet werden, konnten bis jetzt nicht beobachtet werden. Minderjährige Reisende, die auch die kubanische Staatsangehörigkeit besitzen, benötigen dagegen zur Ausreise eine notarielle Genehmigung, wenn sie nicht von beiden Sorgeberechtigten auf ihrer Reise begleitet werden.

Erfassung biometrischer Daten

Bei der Einreise nach Kuba werden am Flughafen im Rahmen der Kontrolle des Visums bzw. der Touristenkarte Gesichtsfotografien der Einreisenden gefertigt.

Krankenversicherungspflicht

Jeder Kubareisende ist verpflichtet, bei der Einreise einen für Kuba gültigen Krankenversicherungsschutz für die vorgesehene Aufenthaltsdauer nachzuweisen.

Eine Gewähr für die tatsächliche Akzeptanz durch die kubanischen Behörden bei Einreise kann nicht übernommen werden. Versicherungspolicen US-amerikanischer Versicherungen sowie deutsche gesetzliche Versicherungen werden nicht anerkannt.

Zum Nachweis genügen in der Regel Versicherungspolice, Versicherungsschein oder Versicherungskarte der jeweiligen Reisekrankenversicherung. In Fällen von bereits länger existierenden Versicherungsverträgen (älteren Policen) erscheint die Mitnahme einer zusätzlichen aktuellen Bestätigung des Versicherungsunternehmens angeraten. Die Reisenden sollten die Versicherungen bitten, Begleitpolicen in spanischer Sprache auszustellen. In Zweifelsfällen wird empfohlen sich vor der Abreise an die Botschaft von Kuba zu wenden.

Sofern eine Versicherung im Heimatland nicht abgeschlossen werden kann bzw. ein Nachweis nicht vorliegt, muss an den kubanischen Flug- und Seehäfen bei Einreise zu einem Preis von 2-3 CUC pro Aufenthaltstag (abhängig vom jeweiligen Versicherungsumfang) eine Krankenversicherung für die Dauer des Kubaaufenthalts abgeschlossen werden. Es werden Zuschläge bei Vorerkrankungen, bei Personen über 70 Jahren sowie bei Personen, die eine Risikosportart ausüben, erhoben.

Einzelheiten zu den Versicherungsangeboten bieten Asistur bzw. CubaInfo.

Ein- und Ausreise über USA

Touristische Reisen direkt von den USA nach Kuba sind nach geltenden US-Bestimmungen untersagt, dies betrifft auch Kreuzfahrten von den USA nach Kuba. Dies gilt auch für deutsche Reisende. Direkte Reisen von den USA nach Kuba sind nur erlaubt, wenn sie unter einer der 11 von den US-Behörden festgelegten Kategorien fallen, wie etwa kulturelle, wirtschaftliche, wissenschaftliche und religiöse Aktivitäten. Zur Kontrolle des von den Reisenden angegebenen Reisezwecks liegen bisher keine Erfahrungswerte vor. Änderungen können sich kurzfristig ergeben.
Kubareisende sind nach amerikanischen Recht verpflichtet, über ihre Reise, ihre Aktivitäten, Ansprechpartner usw. genau Buch zu führen und entsprechende Belege zu sammeln, diese fünf Jahre aufzubewahren und den US-amerikanischen Behörden auf Verlangen vorzulegen, um diesen die Prüfung der Einhaltung der genannten Bestimmungen zu ermöglichen.
Außerdem haben die US-amerikanischen Behörden eine umfangreiche Liste von im Tourismusbereich tätigen kubanischen Staatsfirmen, auch Hotels, veröffentlicht, mit denen aus den USA kommende Reisende keine Geschäfte machen dürfen. 
US-amerikanische Fluggesellschaften wenden zum Teil die o.g. Pflichten zum Nachweis des erlaubten Reisezwecks auch bei Reisen von Kuba in die USA an.

Nähere Informationen können nur die zuständigen US-Behörden erteilen. Dazu wird auf die Webseiten der zuständigen US-amerikanischen Behörden Customs and Border Protection (CBP), des Department of the Treasury – Office of Foreign Assets Control (OFAC) und der US-Botschaft in Havanna hingewiesen.
Auch einige US-amerikanische Fluglinien haben inzwischen entsprechende Hinweise veröffentlicht, so z. B. American Airlines

  • Informieren Sie sich über die aktuellen US-Bestimmungen zur Ein- und Ausreise nach/von Kuba, diese können sich auch kurzfristig ändern.

Reisende mit doppelter Staatsangehörigkeit

Reisende, die sowohl die deutsche und kubanische Staatsangehörigkeit besitzen, müssen beachten, dass sie beim Aufenthalt in Kuba von den Behörden ausschließlich als kubanische Staatsangehörige behandelt werden und kubanischen Maßnahmen wie z.B. der Wehrpflicht und der Einberufung von Reservisten unterliegen können. Die Benutzung von kubanischen Reisepässen bei Ein- und Ausreise ist für diesen Personenkreis Pflicht. Eine konsularische Betreuung durch die deutsche Botschaft bei evtl. Haftfällen ist in der Regel nicht möglich.

Einfuhrbestimmungen

Die Einfuhr von Fremdwährung ist unbegrenzt möglich, muss ab einem Wert von 5.000 US-Dollar aber deklariert werden. Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten.

Es sollten stets nur Gegenstände zum  persönlichen Bedarf mitgeführt werden. Übermengen können beschlagnahmt werden, weil sie als unerlaubte Geschenke angesehen werden.

Elektrogeräte dürfen ebenfalls nur in dem Maß eingeführt werden, in dem sie für den persönlichen Bedarf bestimmt sind, nicht als Geschenke für kubanische Staatsangehörige. Für Geschenke (nicht-kommerzielle Einfuhr) ab einem Gegenwert von 50 CUC bis 250 CUC wird Zoll in Höhe von 100 % erhoben. Nähere Auskünfte dazu erteilt die zuständige kubanische Auslandsvertretung. Die Einfuhr von Funksprechgeräten, Satellitentelefonen und GPS-Geräten ist nicht gestattet bzw. bedarf der vorherigen Genehmigung der zuständigen kubanischen Behörden. Laptops, Kameras und Mobiltelefone mit GPS-Funktion sind hiervon nicht betroffen. Die Einfuhr von Drohnen ist verboten.

Die Einfuhr frischer Lebensmittel (z.B. frische Wurst-, Milchprodukte, Gemüse, Obst) ist aus gesundheitspolizeilichen Gründen verboten.

Es können bis zu zwanzig (20) lose Zigarren ausgeführt werden, ohne Nachweise über Herkunft und Kauf vorlegen zu müssen. Bis zu fünfzig (50) Zigarren können unter der Bedingung ausgeführt werden, dass sie sich in verschlossenen, versiegelten und mit offiziellem Hologramm versehenen Originalverpackungen befinden. Mehr als fünfzig (50) Zigarren können nur unter Vorlage einer Originalrechnung, die von den offiziell dazu genehmigten staatlichen Geschäften ausgestellt werden muss, ausgeführt werden. In dieser Rechnung muss die gesamte Tabakmenge erfasst sein, deren Ausfuhr beabsichtigt ist. Es ist auch in diesen Fällen unabdingbar, dass die Zigarren sich in verschlossenen, versiegelten und mit offiziellem Hologramm versehenen Originalverpackungen befinden.

Detaillierte Informationen über die kubanischen Ein- und Ausfuhrbestimmungen sind auf der Webseite des kubanischen Zolls erhältlich.

  • Nehmen Sie keine Gegenstände aus Kuba mit, bei denen es sich um kubanisches Kulturgut handeln könnte. Dies kann auch auf Münzen älterer Prägung zutreffen. Auskünfte hierzu sowie Ausfuhrgenehmigungen erteilt: Bienes Culturales, Calle 17 #1009, entre10 y 12, Vedado, Telefon: 839658. Die Genehmigung kostet nur wenige Pesos, erspart aber möglichen Ärger bei der Ausreise.

Gesundheit

Aktuelles

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Erkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

Masern

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Zika-Virus-Infektion

Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.

Dengue-Fieber

Dengue-Viren werden ganzjährig, insbesondere jedoch während der Regenzeit, durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe auch Merkblatt Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen:

Chikungunya-Fieber

Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Bislang werden, ausgehend von der Antillen-Insel St. Martin, nur importierte Fälle von Chikungunya-Virusinfektionen in Kuba gemeldet. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie, siehe auch Merkblatt Chikungunya-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Malaria

Die Insel Kuba ist malariafrei.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera

Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und wird seit 2012 v.a. aus den Provinzen Havanna, Guantanamo, Santiago de Cuba, Granma, Camaguey sowie Cienfuegos vereinzelt auch bei Touristen gemeldet. Eine Erkrankung kann gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Ciguatera

Ciguatera ist eine Fischvergiftung, die nach dem Verzehr von Meeresfischen in tropischen Gewässern auftreten kann. Insbesondere von April bis September besteht die Gefahr, dass Fische giftige Algen aufnehmen, die auch beim Menschen zu schweren Vergiftungen führen können. Den Fischen selbst sind keinerlei Veränderungen anzumerken, siehe Merkblatt Ciguatera.

  • Beachten Sie lokale Warnungen.

Tollwut

Tollwut ist eine Viruserkrankung, die eine Gehirnhautentzündung verursacht. In Kuba kann Tollwut zumeist von Hunden, Katzen oder Fledermäusen übertragen werden. Ohne Schutzimpfung oder Postexpositionsprophylaxe nach Ansteckung verläuft eine Tollwutinfektion fast immer tödlich, siehe Merkblatt Tollwut.

  • Vermeiden Sie den Kontakt zu streunenden Tieren.
  • Suchen Sie bei Biss- und Kratzverletzungen sowie Kontakt von Schleimhäuten oder Wunden mit Speichel eines potenziell infizierten Tieres umgehend einen Arzt auf.
  • Lassen Sie sich bei Langzeitaufenthalten hinsichtlich einer Tollwutimpfung beraten.

Medizinische Versorgung

Es gibt in Kuba kein verlässliches Rettungssystem, d.h. es kann weder davon ausgegangen werden, dass eine wie in Deutschland übliche maximale Alarmierungszeit eingehalten wird, noch dass sich an Bord des Rettungsfahrzeuges immer ausreichend qualifizierte Rettungsassistenten bzw. Ärzte befinden.

Medizinische Behandlung für Ausländer ist in Kuba nur in speziellen Ausländerkrankenhäusern bzw. Ausländerabteilungen von Krankenhäusern vorgesehen. Bei akuten Notfällen wird prinzipiell auch in anderen Krankhäusern eine (kostenpflichtige) Erstbehandlung vorgenommen. Die Kosten können die in Deutschland üblichen übersteigen.

Das Angebot zur Gesundheits- und Notfallversorgung ist insbesondere in vielen ländlichen Gebieten häufig nicht mit europäischen technischen und hygienischen Standards vergleichbar.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Versorgung entspricht in Kuba nicht westeuropäischem Standard. Vor allem die technische Ausstattung, die hygienischen Zustände und die Versorgung mir Medikamenten in kubanischen Kliniken lassen zu wünschen übrig. Dies gilt auch für die wenigen für Ausländer vorgesehenen Spezialkliniken, in denen dennoch hohe Behandlungskosten entstehen können.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Notrückführung wird empfohlen.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Gelbfieber 1 -
Cholera [2] -
Typhus & Polio 3 -
Essen & Trinken 4 -
Malaria Nein -

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Gelbfieberimpfung kann von Reisenden verlangt werden, die innerhalb von 6 Tagen aus einem von der WHO ausgewiesenen Gelbfieber-Endemiegebiet einreisen. 

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

[3] Typhus kommt vor, Poliomyelitis nicht. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

[2, 4]
Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte außerhalb Havannas generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist pasteurisiert und Milchprodukte sind unbedenklich. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Vor dem Verzehr von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

Gesundheitszeugnis

Ausländer, die länger im Land bleiben oder arbeiten wollen, müssen einen HIV-Test in spanischer Sprache vorweisen.

Andere Risiken

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz, auch in den Städten. Es ist mit einem erhöhten Risiko für die Viruskrankheit während der Sommerregenzeit, die immer bis Oktober andauert, zu rechnen.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Das Zika-Virus wird durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. Zu den Symptomen gehören u.a. Fieber, Gelenkschmerzen und eine Bindehautentzündung. Häufig bleibt die Infektion unbemerkt oder verläuft nur mit milden Symptomen. Bisher dokumentierte, vereinzelte Todesfälle standen überwiegend mit anderen Vorerkrankungen in Zusammenhang. Das Auswärtige Amt rät Schwangeren von nicht zwingend notwendigen Reisen in Gebiete mit aktuellen Zika-Ausbrüchen ab, weil das Virus im Verdacht steht, bei Ungeborenen Mikrozephalie zu verursachen.
Es existiert weder eine Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe. Eine konsequente Einhaltung persönlicher Mückenschutzmaßnahmen wird empfohlen.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Türkei Ja 1/2 Ja
Andere EU-Länder Ja 1/2 Ja
Schweiz Ja 1/2 Ja
Österreich Ja 1/2 Ja
Deutschland Ja 1/2 Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Anmerkung zum Reisepass

Advanced Passenger Information System (Apis):
Das System der vorab erfassten Passagierdaten, Advanced Passenger Information System (Apis) genannt, verlangt die Registrierung der folgenden personenbezogenen Daten der Passagiere durch die transportierende Fluggesellschaft:
Name, Vorname, Geburtsdatum, Nationalität, Passnummer, Land des Wohnsitzes, Destination, Art des Reisedokuments und Geschlecht.
Die Daten werden beim Check-in erfasst.

Zusätzlich muss bei der Einreise die Adresse der ersten Unterkunft in Kuba angegeben werden.

Visainformationen

Allgemein erforderlich von Ausnahmen abgesehen, u. a. Staatsbürger der in der obigen Tabelle genannten Länder benötigen eine Touristenkarte für touristische Aufenthalte von bis zu 30 Tagen:

a) Deutschland, Österreich und alle anderen EU-Staaten sowie die Schweiz.

b) Türkei.

[1] Touristenkarte (≈ Visum): Touristenkarten müssen vor Einreise erworben werden und sind bei der kubanischen Botschaft in Deutschland, in Reisebüros bzw. Reiseveranstaltern sowie bei einigen Fluggesellschaften am Flughafen erhältlich. Touristenkarten berechtigen zu einer einmaligen Einreise und zu einem Aufenthalt von bis zu 30 Tagen in Verbindung mit einer Hotelbuchung. Eine einmalige Verlängerung um weitere 30 Tage ist möglich. 


Bei der Einreise muss die Adresse der Unterkunft angegeben sowie eine gültige Auslandsreisekrankenversicherung (in der Regel eine private Versicherung) nachgewiesen werden. Weitere Informationen zu den Bestimmungen zur Auslandsreisekrankenversicherung für Kuba sind unter www.asistur.cu erhältlich.
Ist ein Aufenthalt von mehr als 60 Tagen Dauer geplant, muss vor der Abreise im Herkunftsland ein Visum beantragt werden.

[2] Für Geschäftsreisen ist ein Visum erforderlich. Der Geschäftspartner in Kuba holt dafür eine Genehmigung ein, nach deren Erhalt die Botschaft im Wohnsitzland das Visum ausstellen kann. Falls dieses Visum nicht durch den Geschäftspartner in Kuba angewiesen wird, kann das Geschäftsvisum auch bei der Botschaft in Berlin beantragt werden (s. Kontaktadressen).

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Achtung: Alleinreisende Minderjährige (Personen unter 18 Jahren) benötigen eine von der zuständigen kubanischen diplomatischen Vertretung beglaubigte Reiseerlaubnis der Sorgeberechtigten. 

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Für Katzen, Hunde und Vögel wird ein amtliches Gesundheitszeugnis aus dem Herkunftsland verlangt. Für Hunde wird zusätzlich ein internationales Impfzertifikat (Tollwut und Staupe) benötigt. Alle Zertifikate müssen von offizieller Seite im Herkunftsland beglaubigt, ins Spanische übersetzt und vom kubanischen Konsul im Herkunftsland legalisiert werden. Alle Tiere kommen für maximal 14 Tage in Quarantäne.

Es empfiehlt sich, genaue Auskünfte, auch über Quarantänebestimmungen, bei den zuständigen konsularischen Vertretungen einzuholen (s. Kontaktadressen).

Bearbeitungsdauer

Touristenkarte:
Persönlich: sofort.
Postalisch: 5-6 Werktage (es wird empfohlen, den Antrag jedoch mindestens 2 Wochen vor der Abreise einzureichen).

Visa: 10 Werktage bis zu mehrere Wochen.

Gültigkeit

Touristenkarte:
180 Tage ab Ausstellungsdatum für maximal 30 Tage Aufenthalt (Aufenthaltsverlängerung im Land möglich).

Visa: I.d.R. 90 Tage ab Ausstellungsdatum.

Transit

Transitreisende, die innerhalb von 72 Stunden weiterfliegen und über gültige Weiterreisedokumente verfügen, benötigen kein Transitvisum. Der Transitraum darf zwecks Übernachtung im Hotel verlassen werden.

Visaarten und Kosten

Besuchervisum (für Familienangehörige kubanischer Staatsbürger), Geschäftsvisum, Transitvisum, Journalistenvisum.

Kosten

Touristenkarte: 22 € (bei persönlicher Beantragung), 47 € (bei Beantragung im Auftrag). (Bei postalischer Beantragung wird eine Extra-Gebühr von 25 € fällig).
Geschäftsvisum: 80 €.

Antrag erforderlich

Visum:

(a) 1 Antragsformular.
(b) 1 Passfoto.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(d) Fotokopie des Flugtickets und des Rückreisetickets oder der gebuchten Pauschalreise.
(e) Nachweis einer gültigen Auslandsreisekrankenversicherung (Versicherungsschein mit Begleitpolice in Spanisch).
(f) Gebühr (in bar bei persönlicher Antragstellung oder per Überweisung bei postalischer Beantragung).
(g) Ggf. Einladungsschreiben (Näheres von der konsularischen Vertretung).

Für die Ausstellung eines Geschäftsvisums ist zusätzlich noch eine Genehmigung erforderlich, die der kubanische Geschäftspartner einholt und per Fax an die Botschaft sendet.

Touristenkarte:
(a) Reisepass der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(b) Flugticket und Rückreiseticket oder Flugbestätigung für die Hin- und Rückreise und Angaben der persönlichen Daten sowie der Unterkunftsadresse in Kuba.
(c) Gebühr (in bar beim Reiseveranstalter oder per Verrechnungsscheck).
(d) Nachweis über Hotelbuchung.
(e) Nachweis einer gültigen Auslandsreisekrankenversicherung (Versicherungsschein mit Begleitpolice in Spanisch).

Bei Beantragung bei der Botschaft sollte das formlose Anschreiben folgende Daten enthalten: Name, Vorname, Reisepassnummer, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit, Land des Wohnsitzes sowie private Adresse, Adresse einer Privatperson oder die eines Hotels in Kuba, Abflugort.

Der postalischen Antragstellung sollte ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag (3,60 €) beigefügt werden.

Geld

Geldwechsel

Fremdwährungen sollten wegen des hohen Umlaufs von Falschgeld nur bei offiziellen Einrichtungen wie in allen kubanischen Banken, in den staatlichen Wechselstuben (CADECA) und bei Hotelrezeptionen zum geltenden Wechselkurs umgetauscht werden.  

Währung

1 Kubanischer Peso = 100 Centavos. Währungskürzel: ₱ / $, CUP (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10, 5, 3 und 1 $. Münzen sind im Wert von 3 und 1 $ und im Wert von 20, 5, 2 und 1 ¢ im Umlauf. Münzen im Wert von unter einem $ sind selten im Umlauf.

In manchen Touristengebieten (Varadero, Jardines del Rey, Santa Lucia, Playa Covarrubias und die Küstengebiete um Holguín) kann mit Euro und in US-Dollar gezahlt werden. Wechselgeld wird jedoch in der Landeswährung gegeben.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten. Die Einfuhr von Fremdwährung ist unbegrenzt, Deklarationspflicht für Beträge im Gegenwert ab 5.000 US$ (inklusive Schecks und Wertpapiere). Ausfuhr von Fremdwährung maximal in der Höhe des bei der Einreise deklarierten Betrages; höhere Beträge müssen vom Präsidenten der Central Bank of Cuba genehmigt werden.

Kreditkarten

Mastercard und Visa werden in allen größeren Hotels und Restaurants akzeptiert (Achtung: hohe Gebühren), nicht jedoch Kreditkarten US-amerikanischer Institute (American Express, Diners Club) oder Kreditkarten, die von Tochtergesellschaften US-amerikanischer Institute ausgestellt wurden. Hinweis: Vor der Reise sollte man sich beim Aussteller der betreffenden Kreditkarte erkundigen, ob sie in Kuba nutzbar ist. Bei Abhebungen erfolgen die Abrechnungen grundsätzlich im umgerechneten US-Dollar-Kurs. Vor allem mit Visa sind Abhebungen an Geldautomaten der Banco Financiero Internacional und der Banco Metropolitano möglich. 

Reiseschecks

Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich. Reiseschecks werden in Kuba nicht angenommen. 

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.30-12.00 und 13.30-16.00 Uhr (z. T. durchgehend), Sa 08.30-12.00 Uhr.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Kuba eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

400 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 500 g Pfeifentabak;
2,5 l alkoholische Getränke;
Eau de Toilette und Parfüm für den persönlichen Gebrauch;
10 kg Medikamente für den persönlichen Gebrauch (nur mit ärztlicher Bescheinigung);
Geschenke und neuwertige Gegenstände bis zu einem Wert von 1000 US$. 

Verbotene Importe

Obst, Gemüse, Samen, Fleisch- und Milchprodukte, Waffen und Munition, Sprengstoff, pornographische Artikel aller Art und Betäubungsmittel sowie Funksprechgeräte, Satellitentelefone und GPS-Geräte ohne Genehmigung. Laptops, Kameras und Mobiltelefone mit GPS-Funktion sind von dieser Regelung ausgenommen. Bestimmte Tier- und Pflanzenprodukte werden u. U. bei der Einreise desinfiziert.

Exportbestimmungen

Ausgeführt werden können bis zu zwanzig lose Zigarren oder bis zu fünfzig Zigarren, wenn sie 
sich in verschlossenen, versiegelten und mit offiziellem Hologramm versehenen Originalverpackungen befinden und mehr als fünfzig Zigarren unter Vorlage einer Originalrechnung.
 

Quellenangaben
  • Marco Polo - Kuba, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2018-15, 2020-16, 2012-12
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Kuba - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 18.09.2021 (Unverändert gültig seit: 01.08.2021)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 18.09.2021 (Unverändert gültig seit: 01.08.2021)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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