Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Kuba

Steckbrief

Kuba - Fakten

Ländername Republik Kuba (República de Cuba)
Klima tropisch-feuchtheißes Meeresklima; jahreszeitliche Schwankungen der Durchschnittstemperatur zwischen 21°C (Februar) und 37°C (Juli-August). Durchschnittliche Luftfeuchtigkeit 80-90%; Regenzeit: Mai bis Oktober, durchschnittlicher Niederschlag pro Jahr ca. 1.600 mm
Beste Reisezeit Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember
Lage Zwischen 19. und 24. Grad nördlicher Breite, und 74. und 85. Grad westlicher Länge
Fläche Fläche 110.860 km2; die Hauptinsel ist über 1.200 km lang und zwischen 30 und 190 km breit.
Hauptstadt Havanna (San Cristóbal de La Habana); 2,1 Mio. Einwohner
Bevölkerung 11,2 Mio.
Sprache Spanisch
Religion Katholiken 39,6 %, Protestanten 3,8 %, Konfessionslose 55,1 %
Nationaltag 26. Juli; 1. Januar (Tag der Befreiung)
Unabhängigkeit seit 1902
Staats-/Regierungsform Sozialistische Republik
Staatsoberhaupt Miguel Díaz-Canel, Präsident des Staats- und des Ministerrats
Vertreter des Staatsoberhaupts Salvador Valdés Mesa, Erster Vizepräsident des Staats- und des Ministerrats
Regierungschef Miguel Díaz-Canel , Präsident des Staats- und des Ministerrats
Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla
Parlament eine Kammer - Nationalversammlung der Volksmacht (Asamblea Nacional del Poder Popular); 614 Sitze; tagt 2 Mal jährlich für 2 bis 3 Tage
Währung 1) 1 Kubanischer Peso (CUP)= 100 Centavos2) 1 konvertibler kubanischer Peso (CUC)= 100 Centavos (für Touristen)
Zeitzone MEZ-5h; MESZ-6h
Stromnetz A, B, C, L; 110 V, 60 Hz
Reiseadapter A, B, C, L
Kfz-Länderkennzeichen C
ISO-3166 CU, CUB
Internet-TLD .cu
Landesvorwahl +53
Reisepass & Visum Notwendig
Geeignet für Kultur, Meer

Geographie

Kuba ist die größte der karibischen Inseln. Zur Hauptinsel gehören noch rund 1600 meist winzige Inseln und Korallenriffe. Hügelländer und Ebenen bedecken weite Flächen des Landes. Die Gebirgsketten mit dem 1974 m hohen Pico de Turquino in der Sierra Maestra als höchstem Berg sind verkarstet. Die buchtenreiche Küste ist im Norden überwiegend felsig, im Süden sumpfig. Während den Süden ein immerfeuchtes tropisches Klima prägt, treten im mittleren und nördlichen Teil trockene Winter hinzu. Im Spätsommer ist besonders der Westen von durchziehenden Hurrikanen betroffen. Die ursprüngliche Vegetation des Tieflandes wurde durch die agrarische Nutzung erheblich vermindert.

Politik und Bevölkerung

Seit der Revolution von 1959 ist Kuba ein sozialistischer Staat mit einem Einparteiensystem. Das Parlament (Nationalversammlung der Volksmacht) hat 601 Mitglieder, die sämtlich von der Kommunistischen Partei oder kommunistischen Massenorganisationen nominiert werden. Etwa 65 % der Kubaner sind Abkömmlinge spanischer Vorfahren. Ein Viertel der Bevölkerung stellen Mulatten und Mestizen, 10 % sind Schwarze. Allein 440 000 Kubaner leben im Exil in Miami (Florida). 1992 wurde die Religionsfreiheit in der Verfassung festgeschrieben. Atheisten machen weniger als 10 % der Bevölkerung aus, offiziell bekennen sich 40 % zum katholischen Glauben. Die Analphabetenrate ist mit 4 % sehr niedrig.

Geschichte und Kultur

Im Jahr 1492 entdeckte Kolumbus die Insel, aber erst 1511 wurde sie von den Spaniern besiedelt. Bis 1898 blieb Kuba, von einer kurzen britischen Unterbrechung 1762/63 abgesehen, unter spanischer Herrschaft. Danach übernahmen die USA das Ruder und stützten die jeweiligen Regierungen. 1959 stürzten Guerillas unter Fidel Castro das autoritäre Regime des Generals Batista und führten 1961 den Sozialismus als Staats- und Wirtschaftsform ein. Eine von Exilkubanern mit Unterstützung der CIA durchgeführte Invasion (in der Schweinebucht) blieb erfolglos. 1962 löste die Stationierung sowjetischer Atomraketen beinahe einen atomaren Konflikt zwischen den USA und der UdSSR aus (Kubakrise). Kunst und Musik werden durch den Staat gefördert, aber auch reglementiert. Afrikanische und europäische Elemente vermischten sich auf Kuba zu einer lebendigen Musiklandschaft. Der Bildungsindex der UN weist für Kuba den höchsten Wert in Lateinamerika aus.

Kuba - Geschichte

1000 v. Chr.–1000 n. Chr. Arawak-Indianer wandern ein
1492 Kolumbus nimmt für die spanische Krone Besitz von Kuba
1553 Havanna wird Hauptstadt und Hauptwerft Neuspaniens
1762 England erobert Havanna. Wenig später findet der Tausch gegen das spanische Florida statt
1789–1820 Flüchtlingsstrom aus Haiti. Kuba wird größter Zuckerexporteur
1868–78 Erster Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien
1895–98 Zweiter Unabhängigkeitskrieg; er führt nach US-Einmischung zur Abhängigkeit von den USA
1902 Kuba wird Republik
1902–58 Zuckerexportboom im Ersten Weltkrieg. US-gesteuerte Marionettenpräsidenten, zuletzt Diktator F. Batista
1953–59 Sieg der Revolution unter Fidel Castro – nach Zeiten der Verhaftung und Jahren des Exils in Mexiko
1960 Beginn des Wirtschaftsembargos der USA; Handelspartner Nummer eins wird die UdSSR
1991–94 Wirtschaftskrise durch Zusammenbruch der UdSSR. Aufbau touristischer Infrastruktur
2008 Nach 49 Jahren als Staatschef überträgt der schwer erkrankte Fidel Casto das Amt seinem Bruder Raúl.
2010/11 Raúl Castro lockert Verbote: Kubaner dürfen z.B. Touristenhotels betreten, Handys besitzen und auf eigene Rechnung Taxi fahren
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Botschaften der Republik Kuba

– Berlin Botschaft (Stavangerstraße 20 | 10439 | Tel. 030 91611811) ; Konsularabteilung (Gotlandstraße 15 | 10439 | Tel. 030 44737023 | emba.cubaminrex.cu/alemania)

– Wien (Kaiserstraße 84 | A-1070 | Tel. 01 8778198 | emba.cubaminrex.cu/austria)

– Bern (Gesellschaftstrasse 8 | CH-3012 | Tel. 031 3022111 | emba.cubaminrex.cu/suiza)

Deutsche Botschaft

Calle 13 No. 652 | Calle B | Tel. 07 8332569 | www.havanna.diplo.de

Österreichische Botschaft

Ave. 5ta A Nr. 6617 | Ecke 70 | Tel. 07 2042825 | havanna-ob@bmeia.gv.at

Schweizer Botschaft

5a Avenida 2005 | zw. 20/22 | Tel. 07 2042611 | www.eda.admin.ch/havana

Notruf

Der Polizeinotruf in ganz Kuba ist Tel. 116; in Havanna außerdem noch Tel. 106.

Internet

Es gibt einige wenige Internetcafés und PC-Terminals in den Etecsa-Büros und auf Postämtern, aber zunehmend wird WIFI den Gästen in den Lobbys der größeren staatlichen Hotels auch kostenlos geboten. Etecsa verkauft Internetkarten ab 6 CUC mit einem Zugangscode für seine leider meist sehr langsamen Computer.

HILFREICHE WEBSITES

Offizielle Tourismusseiten (auf Dt.): www.cubainfo.de; Havanna-Termine (auch Dt.): www.havana-cultura.com; Kuba-TV im Web: www.cubavision.cubaweb.cu und Kuba-Radio: www.radiocubana.cu; Kubaportale (Sp.): www.cubaweb.cu, www.cuba.cu; Workcamps, Solidarität: www.netzwerk-cuba.de

Post

Briefmarken gibt’s meist mit den Postkarten in den Läden, auf Postämtern und in manchen Etecsa(Telefon-)Büros. Eine Luftpostkarte nach Europa kostet 0,50 CUC.

Telefon & Handy

Die staatliche Telefongesellschaft Etecsa betreibt Büros (tgl. 8.30–19.30 Uhr) und öffentliche Kartentelefone, mit denen man nach Übersee telefonieren kann. Die Telefonkarte (tarjeta telefónica prepagada) kostet 5, 10 oder 20 CUC. Zu wählen ist bei Inlandsgesprächen die Ortskennzahl (mit Null), bei Auslandsgesprächen die Vorwahl 119, dann die Landeskennzahl (Deutschland 49, Österreich 43, Schweiz 41), dann die Ortskennzahl ohne Null. Vorwahl Kuba: 0053.

Europäische Handys mit Vertrag schalten automatisch auf den Roamingpartner Cubacel um. Telefonate nach Europa kosten etwa 5,40 CUC/Min. Man kann auf Kuba auch Handys mieten. www.cubacel.cu

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Kuba feiert gründlicher als viele seiner karibischen Nachbarn, oft mit hohem künstlerischem Anspruch. Vor allem die diversen Festivals sind von international beachtetem Rang, allen voran das Festival Internacional del Nuevo Cine Latinoamericano, das Internationale Festival des neuen lateinamerikanischen Films in Havanna, das meist im Dezember unter großer Beteiligung von Vertretern nahezu aller lateinamerikanischen Länder stattfindet. Andere Festivals haben Kuba inzwischen, kulturell gesehen, wieder in den Mittelpunkt der Karibik gerückt. Dazu gehören in Havanna der im Turnus von zwei Jahren stattfindende Internationale Gitarrenwettbewerb, das Internationale Benny-Moré-Festival für Volksmusik in Cienfuegos. Aber auch die jährliche Vergabe des kubanischen Literaturpreises, das Internationale Jazzfestival und die Biennale der Bildenden Künste in Havanna erfreuen sich großer Aufmerksamkeit. Aktuelle Kulturinfos (spanisch/englisch) unter www.cubainfo.de

Veranstaltungen

Dezember/Januar

Feria Internacional de Artesanía in Havanna: große Kunsthandwerksmesse mit Ausstellern aus aller Welt, vor allem aber aus Lateinamerika und der Karibik

Februar

Fiesta de las Toronjas: Grapefruiternte auf der Isla de La Juventud, bei der viel guachi (Grapefruitschnaps) fließt

März

Musikfestival Benny Moré (wechselnde Termine) in Cienfuegos

April

Semana de la Cultura: Kulturwoche in Baracoa mit Kinderkarneval

Mai

Torneo Internacional de la Pesca de la Aguja „Ernest Hemingway“: Angelwettbewerb in der Marina Hemingway in Havanna (23.–28.); rpublicas@prto.mh.cyt.cu

Juli

Festival del Caribe: Musik- und Tanzgruppen heizen Santiago de Cuba ein; Ende des Monats dann der Höhepunkt mit dem Karneval in Santiago, dem heißesten der Insel

Juli/August

Karneval in Havanna: Maskeraden, Umzüge, Straßen- und Kinderfeste, Livemusik, Tribünen auf dem Malecón

August

Festival de Teatro de la Habana: ab Ende Aug.; www.fth.cult.cu

September

Torneo Internacional de la Pesca del Castero „Blue Marlin“: Angelwettbewerb in der Marina Hemingway in Havanna (19.–24.); rpublicas@prto.mh.cyt.cu

Oktober

Fiesta de la Cultura Iberoamericana: Lesungen, Ausstellungen etc. in Holguín

Internationales Ballettfestival in Havanna (letzte Woche im Oktober)

November

Copa Varadero: Segelregatta vor Varadero

Dezember

Festival Internacional del Nuevo Cine Latinoamericano: Internationales Festival des lateinamerikanischen Films in Havanna; www.habanafilmfestival.com

Parrandas: karnevalartige Umzüge in Remedios (16. und 24.)

Regatta Felíz Navidad: Die Weihnachtsregatta von der Marina Hemingway zur Festung El Morro ist der prachtvolle Abschluss des Jahres in der Hauptstadt

Feiertage

1. Januar Día de la Liberación (Befreiungstag)
8. März Internationaler Frauentag
1. Mai Tag der Arbeit
26. Juli Día de la Rebeldía Nacional (Tag des Sturms auf die Moncada-Kaserne)
10. Oktober Aniversario del comienzo de la primera Guerra de Independencia (Jahrestag des Beginns des ersten Unabhängigkeitskrieges)
25. Dezember Navidad (Weihnachten)
Mobilität vor Ort

Straßenverkehr

Die Verkehrsregeln entsprechen weitgehend den unsrigen. Weit verbreitet ist das Fahren auf der Überholspur, um den vielen Kutschen, Fahrrädern und Fußgängern auf der rechten Seite der Landstraßen auszuweichen. Die Straßen können bis auf wenige abseitige Routen als gut bezeichnet werden. Auf Landstraßen sind maximal 90, auf der Autobahn (wenn nicht anders angezeigt) 100 km/h erlaubt. Punto de Control heißt Kontrollpunkt; beim Passieren auf die vorgeschriebenen 40 km/h heruntergehen! Beim Parken gilt: Immer gesicherte Plätze (parqueos) oder einen Aufpasser suchen (und bezahlen), sonst fehlt nachher vielleicht das Radio, ein Schaden, den keine kubanische Versicherung deckt.

Bei Unfällen mit Personenschäden muss ein Tourist so lange im Land bleiben, bis die Genesung des Verletzten absehbar ist oder dessen Arzt- oder Krankenhausrechnung beglichen wurde. Das kann bis zu neun Monate dauern; diese Zeit müssen Sie auf eigene Kosten im Land verbringen. Unabhängig von der Schuldfrage wurden bei Unfällen mit schwer verletzten (oder verstorbenen) Kubanern auch schon Haftstrafen von 1–4 Jahren gegen ausländische Unfallfahrer verhängt.

Bei Unfällen (oder Diebstahl) muss alles polizeilich erfasst und protokolliert werden, damit die Versicherung zahlt. Lassen Sie sich auch einen Beleg des Protokolls geben, und notieren Sie dazu den Namen des Polizisten. Große Unfallrisiken bergen Nachtfahrten, denn auf der Straße können unbeleuchtet Personen, Radfahrer, Kutschen, Kühe, Mopeds und auch Autos unterwegs sein. Wer zu schnell gefahren ist, kann eine Strafe (multa) bekommen. Aber die Polizei darf kein Geld kassieren, sie muss die Strafe im Mietwagenvertrag eintragen.

Die modernen „Servi“-Stationen sind Tag und Nacht geöffnet. 2011 kostete der Liter especial (Super) 1,30 CUC. Bezahlt werden muss fast immer bar, auch wenn die Tankstelle mit Kreditkarten-Aufklebern bestückt ist, die sie angeblich akzeptiert. Als Grund wird meist genannt, das Kreditkarten-Abbuchungsgerät sei kaputt oder es gäbe keine Leitung.

Eisenbahn

Vom Hauptbahnhof in Havanna starten Züge ins ganze Land, darunter tgl. drei Nachtzüge von Havanna nach Santiago de Cuba. Fahrzeit ca. 12 Std., regular 30, mit Klimaanlage ab 50 CUC. Fahrkarten sind rar, man sollte seine Plätze am besten zwei Wochen im Voraus reservieren; die Fahrkarten gibt’s für Touristen im gelben Bahnhofsgebäude La Coubre (zw. Hauptbahnhof und Hafen). Infos: Ferrocuba (Arsenal/Egido | Tel. 07 8628021), oder Fahrplanauskunft: Tel. 07 621929 | www.hicuba.com/ferrocarril.htm

Busse

Die modernen und klimatisierten Busse der Gesellschaft Viazul verkehren zwischen allen Städten Kubas und sind meist sogar pünktlich. Die Fahrt von Havanna nach Varadero z. B. kostet 10 CUC. Preise und Routen sind unter www.viazul.cu aufgeführt. Adresse und Busbahnhof in Havanna: Ave. 26/Zoológico | Tel. 07 8811108. Bequem ist der Buspass von Sprachcaffe (www.sprachcaffe-kuba.com), der eine Wunschroute zu einem günstigen Festpreis pro Tag inklusive Hotel ermöglicht.

Taxi

Die Fahrt vom Flughafen Havanna in die Stadt kostet ca. 25 CUC. Die Oldtimer haben kein Taxameter. Der Preis muss verhandelt werden. Alle anderen Taxis müssen das Taxameter benutzen, obwohl viele Fahrer es gern abstellen.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Oder mit einem Mary Pickford, einem Havanna-Spezial, einem Canchanchara und nicht zuletzt einem Cuba libre? Dazu die Atmosphäre einer Bar aus Havannas berühmt-berüchtigten 1920er- und 1930er-Jahren, als die US-Mafiosi Al Capone und Meyer Lansky hier Stammgäste waren, vor allem aber der trinkfreudige Hemingway. Die Cocktailbars zehren von der legendenumwobenen Zeit der Prohibition (Verbot von Alkoholherstellung und -konsum 1920–33) in den USA. Damals war Kuba die einzig legale und dazu noch schön tropisch gelegene Tankstelle für Trinklustige und Drehscheibe des Alkoholgeschäfts. Hemingways Lieblingsbar El Floridita und La Bodeguita del Medio sind Pflicht beim Havanna-Besuch. Ob Cuba libre, Mojito oder Daiquirí: Zum Mixen nimmt man weißen Rum, der fünf oder mehr Jahre in Eichenholzfässern gereift ist. Mit höherem Alter weist er eine dunklere Farbe auf und wird añejo genannt. Den Rum genießt man pur (ron seco) oder on the rocks (ron con hielo). Der bekannteste Rum der Welt kommt ursprünglich aus Kuba: Bacardí. Unvergessen blieb der Havanna-Club, in dem sich US-Geschäftsleute trafen und die Rumbrenner-Dynastie Bacardí ihren Gästen Rum ausschenkte. Nach der Revolution flohen die Bacardís nach Puerto Rico, doch pflegt Kuba das Erbe seiner berühmtesten Exilantenfamilie. Verewigt wurde der Name „Havana Club“ vor allem im Rum des revolutionären Kubas. Die weltweit vertriebene Marke macht dem Bacardí-Imperium zwar keine Konkurrenz, doch an Qualität steht er dem vorrevolutionären Vorgänger nicht nach. Der Club in Havanna wurde restauriert und als exklusiver Treff für Diplomaten und Geschäftsleute wieder eröffnet.

Biertrinker können unter mehreren Sorten wählen. Erfrischend wie ein leichtes Pils ist z. B. das Cristal. Kaffeetrinker sollten den café cubano probieren, der in kleinen Tassen schwarz und gezuckert serviert wird. Guarapo heißt der trübe, leicht süße, ausgepresste Saft des Zuckerrohrs. Er ist trotz seiner Süße erfrischend. Ein besonderer Genuss sind die frisch gepressten Säfte sonnengereifter Tropenfrüchte wie von piñas (Ananas), Mangos, Papayas, Guaven, Zitronen bzw. Limonen, Apfelsinen und Grapefruit.

Das Thema „Speisen“ war lange von der schlechten Versorgungslage überschattet. Gelegentlich ist diese heute noch spürbar. Wundern Sie sich deshalb nicht, wenn es in Restaurants nur eine kleine Auswahl an Speisen gibt oder auf der Karte angebotene „im Moment“ nicht zu haben sind. Anders sieht es in den paladares, den privaten Restaurants, aus. Die Gastwirte kaufen Frisches zu Pesopreisen auf den Märkten und zaubern auf Wunsch für meist zivile Preise wunderbare kubanische Gerichte. Übrigens: Wenn man Ihnen als Gast in einer casa particular die Zubereitung von Hauptmahlzeiten anbietet, ist das mehr als nur Höflichkeit. Die Gastwirte zahlen für das Recht der Beköstigung hohe Steuern. Wenn Sie annehmen, ist also sowohl Ihrem Hunger als auch Ihren Gastgebern geholfen. Melden Sie Ihre Wünsche aber zwei Stunden im Voraus oder beim Frühstück an, denn manche Zutat muss erst besorgt werden.

Zu den beliebtesten Speisen gehört Hühnchen. Die Einheimischen essen es gern knusprig frittiert. Typische Beilage ist Reis mit schwarzen Bohnen, arroz moro. In Suppen und als Beilage werden häufig auch gekochte Süßkartoffel (boniato), ñame (Jamswurzel) oder Maniokwurzel (yuca) gereicht. Plátanos (Kochbananen) werden oft als frittierte Scheiben zu Fisch und Fleisch serviert.

Suppen gehören zur traditionellen kubanischen Küche, die stark spanisch-maurisch beeinflusst ist. Ein ursprünglich spanischer „Klassiker“, den man häufig auf den Speisekarten findet, ist die sopa de ajo, eine einfache, aber köstliche Knoblauchsuppe.

Größte Delikatessen sind natürlich Meeresfrüchte wie z. B. Langusten, an denen zumindest in den Hotels kein Mangel herrscht. Fisch wird gekocht (hervido), gebraten (asado), auf Pizza und in Teigbällchen verbacken oder als salpicón (Salat) gereicht. Vorsicht ist allerdings geboten in wenig frequentierten staatlichen Restaurants an den Autobahnen oder an Stränden. Wie jedes Restaurant haben sie zwar die Lizenz zum Verkauf von Langusten und anderen Meeresfrüchten, aber die Tiere werden hier wegen der spärlichen Kundschaft länger in Kühltruhen gelagert – und deren Stromversorgung ist auf Kuba so unsicher wie das Wetter zur Hurrikanzeit: der Strom fällt aus, und der Inhalt taut ab; der Strom geht an und der Inhalt friert weder ein. Das ist nicht gerade förderlich für die Bekömmlichkeit der Lebensmittel. Illegal angebotene Langusten zu verzehren, ist deshalb nicht nur günstiger, sondern auch gesünder – auch wenn das dabei oft notwendige Versteckspiel nicht jedermanns Sache ist. Schwere Magenverstimmungen rühren auf Kuba meist von verdorbenen Meeresfrüchten her und weniger von unsauberem Wasser. Trotzdem nicht vergessen: bei Getränken mit Wasser agua sana (sauberes Wasser) verlangen, Eiswürfel und Salate meiden.

Für den Besuch der besseren Restaurants gilt: Der Gast wartet am Eingang, bis ein Kellner ihn zu einem freien Tisch führt. Eine Voranmeldung ist meist nicht nötig.

Trinkgeld

Nicht die mageren kubanischen Löhne (1 CUC = fast zwei Tageslöhne) sollten der Maßstab sein, sondern internationaler Standard: etwa für den Zimmerservice 5 CUC pro Woche, fürs Koffertragen 2 CUC.

Einkaufen und Shoppen

Phantasie ist das Kapital, aus dem viele Souvenirs in Kuba fabriziert werden, von den Klassikern – der Zigarre, dem Rum oder CDs mit heißer kubanischer Musik – mal abgesehen. Denn Improvisation mit dem verfügbaren Material muss industrielle Produktion in großem Stil ersetzen. An Ideen mangelt es nicht. So gehören auf den Märkten typisch kubanische Oldtimer aus buntem Getränkedosen-Altmaterial zu den Verkaufsschlagern. Kunsthandwerker übertreffen sich im Verwenden von Rohmaterialien wie Holz, Muscheln, Sisal oder Stoff, indem sie kreolische Puppen, Garten- oder Kindermöbel und Schmuck in den verwegensten Variationen herstellen. Es gibt jede Menge Häkelarbeiten, Strohhüte und -taschen, Reproduktionen alter spanischer Segelschiffe in Modellgröße. Dazu plünderte der Staat für die Che-Guevara-Fans in aller Welt die Archive und bietet das Konterfei des glorifizierten Revolutionärs auf T-Shirts, Postkarten, in Bildbänden, auf Buchstützen und sogar auf Hosenträgern an.

Im Normalfall können Sie mit folgenden Öffnungszeiten rechnen: Geschäfte Mo–Sa 10/11–19.30 Uhr, Touristenshops tgl. 9–21 Uhr, Banken/Wechselstuben Mo–Fr 8.30–12 und 13.30–15 Uhr, Postämter (correo) Mo–Fr 8–18 Uhr. Läden in den Servi-Tankstellen sind durchgehend geöffnet.

Kunstgalerie

Kunst

Kunst aus Kuba findet sich in Havanna in großer Auswahl, sei es in den Galerien der Calle Obispo, in der Taller experimental de Gráfica bei der Plaza de Catedral oder auf dem Kunstmarkt beim Castillo de la Real Fuerza. So manches Talent ist auf den Märkten auch persönlich anzutreffen. Allerdings: Kunstwerke und kunstgewerbliche Objekte dürfen nur bis zu einem Wert von 1000 US-Dollar ausgeführt werden, außerdem benötigt man eine schriftliche Genehmigung (autorización) des Registro Nacional de Bienes Culturales!

Musik & Video

Musik

Wer kubanische Rhythmen mit nach Hause nehmen will, braucht meist nicht lange zu suchen. Ob in Cafés, Bars oder in einer Casa de la Trova: Überall, wo Bands spielen, verkaufen sie auch CDs mit ihrer Musik, auf Wunsch signiert. Technisch sind solche CDs allerdings selten erste Wahl. Beste Tonqualitäten dagegen versprechen die in den staatlichen Egrem-Studios produzierten Scheiben. Sie werden in jedem Souvenirgeschäft angeboten. Besonders groß ist die Auswahl in den ARTEX-Läden. Angesagte Hitproduzenten sind zurzeit Adalberto Alvárez, Los Van Van und Manolito. Mehr Künstlerinfos (mit Online-Musik): www.egrem.com.cu

Delikatessen

Rum

Der Rum der Zuckerinsel Kuba ist für seine hervorragende Qualität weltberühmt. „Havana Club“ ist heute die am weitesten verbreitete Rum-Marke auf Kuba und die bekannteste kubanische in der Welt. Sie erhalten „Havana Club“ in allen Hotelshops und Souvenirläden. Dreijährig und weiß ist er die unentbehrliche hochprozentige Basis für die diversen kubanischen Cocktails. Mehrere Jahre in speziell präparierten Holzfässern gereift ist der wunderbar goldbraun schimmernde Gran Reserva. Verkauft werden vor allem fünf- und siebenjährige Gran-Reserva-Sorten. Man trinkt sie pur oder mit Eis wie einen guten Whisky. www.havana-club.com

Tabak, Wein & Spirituosen

Zigarren

Die beste Gelegenheit für den Einkauf von echten Havannas bietet der Besuch einer der vielen Zigarrenfabriken (fábricas de tabaco), wo man den tabaqueros bei ihrer Arbeit zusehen darf. Ein Erlebnis: Wenn Vorleser die Arbeiter mit Geschichten unterhalten! Vorsicht bei Angeboten auf der Straße: Fast immer handelt es sich um Fälschungen der weltweit bekannten Sorten wie Cohiba, Romeo y Julieta oder Montecristo. Denken Sie daran: Für die Ausfuhr von mehr als 23 Zigarren benötigt man die Kaufbelege des Geschäfts in Original und Kopie (für den Zollbeamten); außerdem müssen die Zigarren originalverpackt und mit dem neuen holografischen Stempel versehen sein.

Spezialitäten

ajiaco bayamés Eintopf aus Bayamo mit Schweinefleisch, Maisbällchen, Kreuzkümmel, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Chili und grünen Bananen
arroz congrí (oriental) Reis mit Bohnen, Knoblauch und Speck
arroz con pescado al ron Reis mit in Rum getränktem Fisch, mit Nelken und Pfeffer gewürzt
bacalao con plátano Kabeljau mit gekochter grüner Banane
bocadito warmes, belegtes Brötchen
calamares Tintenfischringe
carne asada geschmortes Fleisch, meist mit Möhren, Knoblauch, Zwiebel, Porree und Tomate, gewürzt mit Oregano und Lorbeer
coquito blanco süße Nachspeise aus Kokosnussfleisch
parrillada de pescado/carne Grillplatte von verschiedenen Fisch- bzw. Fleischsorten
patas y panza guisado con arroz blanco Füße und Bauch vom Schwein, mit Piment, Salz, Tomatenmark und Knoblauch in Wasser gekocht, mit weißem Reis
pato guisado geschmorte Ente
picadillo a la Habanera Rinderhack, das mit Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten und Wein geschmort wird und noch mit Spiegeleiern gekrönt werden kann; dazu wird weißer Reis gegessen
pollo ahumado herzhaftes, vor dem Braten geräuchertes Huhn
pollo frito a la criolla Hähnchenteile, die vor dem Braten in einer Marinade aus Orangen, Piment, Zwiebeln und Knoblauch eingelegt und mit Mehl paniert wurden
potaje de frijoles negros Eintopf von schwarzen Bohnen mit Speck, Chorizo- und Kartoffelstücken, Knoblauch, Tomatenmark und Zwiebeln, gewürzt mit Oregano, Kümmel und Salz
ropa vieja „alte Kleider“, weich gekochtes und in Stücke gerupftes Rindfleisch, das in einer würzigen Sauce zu weißem Reis gegessen wird
Stichworte

Architektur

Viele Häuser von Habana vieja stammen noch aus der Zeit des Neobarock, der sich mit dem Zuckerboom des 18. Jhs. in repräsentativen Portalen, Marmorböden und -säulen manifestierte. Zum Schutz gegen Feuchtigkeit wurden die Wände gekachelt und für Decken und Treppengeländer Mahagoniholz verwendet. Die älteren Balkone sind aus Holz; später ging man zu Steinbalkonen mit schmiedeeisernen Ziergittern (rejas) über. Mehrfarbiges, mit Blei verbundenes Glas wurde bald Mode als Lichtfang über Türen, hinter denen sich Patios mit luftigen Galerien öffnen, die zu den hohen Räumen führen. Zu diesen alten Prachtpalästen kamen Anfang des 20. Jhs. aufwendige Jugendstil-, Art-déco- und Bauhausbauten hinzu. Das älteste Haus Kubas (1522) ist die Casa de Velázquez in Santiago. Hier ist sehr schön die kolonialspanische Bauweise der mit Lüftungsgittern verkleideten patio-Galerie zu erkennen. Die bohíos, aus Lehm und Holzstäben erbaute indianische Hütten, haben als Architektur für Touristenrestaurants und Bungalows überlebt.

Bevölkerung

Das Volk der Kubaner zählt 11,4 Mio. Menschen. 65 Prozent von ihnen bezeichneten sich während der letzten Volkszählung als weiß, inklusive der Minderheit von Chinesen, 24,8 Prozent als Mulatten und nur 0,2 Prozent als schwarz. Der niedrige Prozentsatz lässt vermuten, dass schwarze Hautfarbe wieder als Makel empfunden wird – obwohl die Revolution Rassismus verurteilte. Dank der Revolution gibt es heute in allen Schichten der Bevölkerung das Bewusstsein dafür, gleiche Rechte zu besitzen. Das äußert sich in einem relativ respektvollen Miteinander und hat auch den sonst in Lateinamerika weit verbreiteten machismo in Grenzen gehalten.

Che Guevara

Er war Argentinier. Und in die Nähe seines Heimatlandes zog es ihn zuletzt zurück, rastlos von der Idee getrieben, die Welt zu revolutionieren. Am 8. Oktober 1967 wurde Ernesto „Che“ Guevara im bolivianischen Oriente gefangen genommen und am nächsten Tag auf Regierungsbefehl in der Schule des Dorfs La Higuera exekutiert. Seine sterblichen Überreste fand man erst 1997, verscharrt unter einer Landebahn. Noch im gleichen Jahr holte Fidel Castro sie nach Santa Clara, wo Che Guevara mit seinem Sieg über die Batista-Truppen auch den Sieg der Revolution besiegelt hatte. Für die 68er-Generation in aller Welt wurde Che durch seine Idee vom „neuen Menschen“, der materiellen Werten abschwört, zum Idol und sein millionenfach reproduziertes Foto zur Ikone. 2008 setzte Steven Soderbergh ihm mit dem Filmepos „Che – Revolución“ ein Denkmal.

Fauna

Vor allem Vogelkundler kommen auf Kuba ins Schwärmen: 350 Arten sind gelistet, darunter 300 Zugvögel und 25 endemische Arten wie der Tocororo, der wegen seines blau-rot-weißen Gefieders zum Nationalvogel Kubas erkoren wurde. Säugetiere sind mit 54 Arten vertreten, darunter das in den Gebirgswäldern lebende große Nagetier Jutía conga. Zu den 42 Reptilienarten gehört die ungiftige Santa María-Schlange, die bis zu 2 m lang wird. Bemerkenswert unter den 1400 Weichtieren sind die für die Provinz Camagüey typischen Schnecken der Gattung Polymita mit ihren bunt marmorierten Häusern. Den schönsten Anblick bieten die Flamingos auf den Lagunen von Cayo Coco oder Playa Santa Lucía, den seltensten die in den Buchten der Ciénaga de Zapata grasenden Seekühe und lauernden Krokodile. In diesem Biosphärenreservat der Unesco hat auch eine prähistorische Fischart überlebt: der auf 150 Mio. Jahre geschätzte Manjuarí. Taucher können sich auf über 900 Fischarten freuen.

Flora

Typisch für Kuba ist die palma real, die Königspalme, die bis zu 40 m hoch wird. Anstelle von Nüssen besitzt sie in dichten Trauben wachsende Fruchtkerne, aus denen Öl gewonnen wird. An vielen Stränden wächst der kräftige Strandweinbaum mit harten, herzförmigen Blättern. Unter dem Laub des dickleibigen Ceibabaumes sollen sich schon vor der Ankunft der Spanier die Indios zu Beratungen getroffen haben. Zu bizarren Formen bringt es der jagüey-Baum, der Wirtsbäume erdrosselt, um sich mit seinen Luftwurzeln auszubreiten. In den höheren Lagen wachsen Kiefern, und mit dem Eukalyptusbaum wurden viele Regionen zum Schutz vor Erosion aufgeforstet. Zu den endemischen Pflanzen gehören die Korkpalme, die Bauchpalme und die kubanische Kiefer. Die Nationalblume Kubas ist die weiße, stark duftende mariposa (Schmetterlingsjasmin).

Libreta

Dass man immer weniger von der Libreta hört, liegt daran, dass Konsumgüter längst interessanter geworden sind als die Sorge um die Grundversorgung mit Reis, Bohnen, Zucker, Milch, Eiern oder Kartoffeln zu vom Staat subventionierten Billigpreisen. Die nämlich sichert Kuba jedem Kubaner mit der Libreta de Abastecimiento, kurz der Libreta, dem „Bezugsbüchlein“. Was wer bekommt, macht der Staat von Alter und Geschlecht abhängig. Kinder unter 7 Jahren erhalten z.B. einen Liter Milch pro Tag – sofern da nicht gerade Knappheit besteht.

Literatur

Die bedeutendsten kubanischen Schriftsteller sind José Martí (1853–95), José Lezama Lima (1910–76), Alejo Carpentier (1904–80) und der Lyriker Nicolás Guillén (1902–89). Der berühmteste unter ihnen, zumindest in Lateinamerika, ist José Martí. Er hatte früh unter politischer Repression zu leiden. Er reiste viel und hinterließ ein umfangreiches Werk an Briefen, Reden, Essays und Gedichtbänden, als er im Freiheitskampf für Kuba jung starb. Zu den bekanntesten zeitgenössischen Schriftstellern des Landes zählt Miguel Barnet (geb. 1940), der 1966 den „Cimarrón“ veröffentlichte und mit dieser Geschichte eines entlaufenen Sklaven einen Zyklus über die kubanische Identität eröffnete, darunter „Ein Kubaner in New York“ und „Alle träumten von Kuba“. Guillermo Cabrera Infante (1929–2005) wurde mit den Romanen „Drei traurige Tiger“ und „Ansicht der Tropen im Morgengrauen“ bekannt.

Musik

Kubas Rhythmen, afrospanisch und teilweise auch französisch beeinflusst, genossen dank Havannas Schlüsselposition als Brückenkopf zwischen Europa und der Neuen Welt früh große Popularität in Europa, später auch in den USA. Um 1900 entstand daraus der elegante und üppig mit Instrumenten besetzte Danzón. Die Kubaner auf dem Land liebten ihn leichter und afrikanischer; sie wandelten ihn später in den Son um. Seit Wim Wenders’ Film „Buena Vista Social Club“ ist er wieder das Markenzeichen Kubas. Trova sind liebessehnsüchtige Troubadour-Gesänge zur Gitarre und Nueva Trova deren revolutionäre Politvariante. Als größter Sonero aller Zeiten gilt der mit 43 Jahren verstorbene Benny Moré. Seine Kompositionen beeinflussten die Entwicklung der Salsa. Das wohl berühmteste kubanische Lied ist „Guantanamera“, dessen poetischer Text von José Martí stammt.

Naturschutz

Zielstrebig setzte der Staat in den letzten Jahren Versprechungen zum Naturschutz in die Tat um und stellte immer mehr seiner zahlreichen intakten tropischen Ökosysteme unter Naturschutz. Insgesamt 263 Schutzgebiete gibt es heute, darunter im Osten die Nationalparks Alejandro de Humboldt und Desembarco del Granma, in der Mitte bei Camagüey Limones-Tuabaquey, vor der Südküste Jardines de la Reina (mit über 4000 Inseln), im Westen das Valle de Viñales und im Südwesten die Peninsula Guanahacabibes. Die Unesco ernannte sechs Kulturlandschaften zu Biosphärenreservaten. Zum Teil gleichen oder überschneiden sie sich mit den nationalen Nationalparks, so auf der Halbinsel Guanahacabibes. Insgesamt steht fast ein Viertel Kubas unter Naturschutz. Mehr Infos: www.turnatcuba.com

Particular

Wenn etwas particular ist auf Kuba, z.B. ein Taxi, ein Verkaufsstand oder ein Zimmer zum Vermieten, dann heißt das meist: Hier handelt es sich um Privatunternehmer. Profite schöpft der Staat mit extrem hohen Steuern ab – schließlich ist Kuba (noch) kommunistisch.

Strände

Ca. 300 Strände nehmen über 588 km der 5700 km langen Küste ein: die meisten weiß und feinsandig wie die berühmten Playas Varadero und Guardalavaca im Norden oder auf den Inseln Cayos Las Brujas, Ensenachos und Santa María oder Cayos Coco und Guillermo. Die schönsten Strände des Südens sind die Playa Ancón bei Trinidad, die Playa Bacanao vor Santiago de Cuba und die von Cayo Largo.

Tabak

In Kubas Westprovinz Pinar del Río wächst aufgrund der günstigen Bodenverhältnisse der weltweit beste Tabak. Nach einer Wachstumsperiode von drei Monaten werden die Blätter geerntet, sortiert und getrocknet. Regelmäßiges Befeuchten gewährleistet eine gleichmäßige Fermentierung. Es gibt 15 Güteklassen. Die besten sind die dunklen Blätter (hojas negras). Zigarren werden in Handarbeit hergestellt, was bei einem Besuch in einer Zigarrenfabrik zu sehen ist.

Wirtschaft

Raúl Castro hält weiter an der sozialistischen Planwirtschaft fest. Tragende Säulen sind seit dem Verlust des Handelspartners Sowjetunion der Tourismus mit 2010 gut 2,5 Mio. Besuchern sowie der Export medizinischer Leistungen (Ärzte, Fachpersonal). Außerdem wurden neue Einnahmequellen geschaffen: z. B. mit dem Anbau von Ananas und Zitrusfrüchten, dem Export von Fruchtsäften und der Garnelenzucht. Dank der Handelsabkommen mit EU-Ländern, Kanada und einigen Staaten Lateinamerikas stabilisierten sich auch die Absatzmärkte für Zucker – der einstige Exportschlager macht nur noch 25 Prozent der landwirtschaftlichen Produktion aus –, Tabak, Kakao und Kaffee. Außerdem ist Kuba der weltweit viertgrößte Lieferant von Nickel. Die USA haben ihr Handelsembargoaus den 1960er-Jahren bisher nicht gelockert.

Das von Kolumbus eingeführte Zuckerrohr wird auf Kuba erst seit dem späten 18. Jh. in großem Umfang kultiviert. Um am Zuckerboom teilhaben zu können, wurden weite Teile des Landes gerodet. 1791 war Kuba der Welt größter Zuckerproduzent, zu Beginn des 20. Jhs. Hauptlieferant der USA. Nach der Revolution versorgte Kuba die Sowjetunion mit Zucker. Heute wird er als Tauschgut Russland, China und neuen Handelspartnern in Europa und Kanada angeboten. Die Ernte (zafra) findet Ende November und Mai (Beginn und Ende der Trockenzeit) statt. Sie ist größtenteils Handarbeit.

Bloss nicht!

Zu viel Geld mitführen

Im Vergleich zu anderen Fernreisezielen ist der Tourismus auf Kuba immer noch sicher. In letzter Zeit aber wurden Touristen häufiger als bisher Opfer von Betrügern und Dieben, in Einzelfällen sogar von Raubüberfällen, denen jetzt mit verstärktem Polizeieinsatz vorgebeugt werden soll. Deshalb: Niemals das gesamte Bargeld mit sich führen, und das, was man mitnimmt, nicht zur Schau stellen, sondern auf mehrere Stellen am Körper verteilen. Der Rest gehört in den Hotelsafe, ebenso der Pass – führen Sie aber immer eine Kopie mit sich.

Über die Stränge schlagen

Kuba ist nicht typisch Lateinamerika, dem man ja nachsagt, da würden die Gesetze nach Lust und Laune ausgelegt – auch von den Gesetzeshütern selbst. Nicht so auf Kuba. Ein ganzes Volk pariert aus Angst vor Sanktionen. Da tut auch der Besucher gut daran, sich an Vorschriften zu halten, z. B. nicht ohne Papiere zu fahren oder Kubaner nicht zu kompromittieren, z. B. durch öffentliches Bekunden inniger Verbundenheit. Das könnte für die kubanische Seite in einem unangenehmen Verhör enden.

Oben ohne Sonnenbaden

In den Augen vieler Kubaner ist „Oben ohne“ ein Zeichen für den Sittenverfall Europas. Das sollte wissen, wer auf nahtlose Bräune erpicht ist. Zwar wird „Oben ohne“ an den Stränden der All-Inclusive-Resorts geduldet. Aber dort sollen sich Kubaner ja auch nicht aufhalten. Merke: Ein bisschen Rücksicht könnte die Spannungen weiter abbauen, die sich durch die „Apartheids“-Politik des Staates zwischen Reisenden und Bereisten aufgebaut hat.

Drogen andrehen lassen

Die einzigen staatlich anerkannten Drogen sind Musik, Alkohol und Arbeit für das Gemeinwohl. Die Revolutionäre veränderten die Welt nicht im Marihuanarausch, sondern unter hohem Blutzoll mit der Waffe. Obwohl Kuba zeitweise – mit dem Alibi, den USA zu schaden – den Drogenhandel Kolumbiens gewinnbringend unterstützte, ist der Konsum von Kokain, Haschisch oder Marihuana streng verboten. Wer mit Drogen erwischt wird, macht Bekanntschaft mit einem kubanischen Gefängnis.

Kindern Geld geben

Betteln ist Kindern auf Kuba verboten: Erstens leidet (nach staatlicher Einschätzung) keines Hunger, und zweitens verdirbt Betteln im Erfolgsfall die Arbeitsmoral. Trotzdem halten viele Knirpse gern die Hände auf, wenn sie Touristen sehen. Vermeiden Sie es vor allem, Geld zu geben. Besser sind kleine, nützliche Dinge wie z. B. Kugelschreiber. Für bettelnde Kinder werden auf Kuba übrigens die Eltern bestraft.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Reisende mit doppelter Staatsangehörigkeit

Reisende mit deutscher und kubanischer Staatsangehörigkeit sollten beachten, dass sie beim Aufenthalt in Kuba von den Behörden ausschließlich als kubanische Staatsangehörige behandelt werden und kubanischen Maßnahmen wie der Wehrpflicht und der Einberufung von Reservisten unterliegen können. Die Benutzung von kubanischen Reisepässen bei Ein- und Ausreise ist für diesen Personenkreis Pflicht.

Reisen im Land

Für Rundreisen im Lande kommen für den Auslandstouristen in erster Linie Busse (Viazul), organisierte Bustouren, aber auch Mietwagen in Betracht, wobei Busfahrten hinsichtlich Verkehrssicherheit weniger problematisch sind.
Kuba leidet unter Stromengpässen. Um Strom zu sparen, werden vor allem außerhalb der touristischen Zentren Stromabschaltungen (wichtig für Individualreisende!) vorgenommen, was auch zu Beeinträchtigungen der Wasserversorgung und Kommunikation führen kann.
Fotografieren Sie keine militärischen Einrichtungen und offizielle Fahrzeugkolonnen und respektieren Sie Militäreinrichtungen (Sperrgebiete und Gebäude). Nicht alle militärischen Einrichtungen bzw. Sperrgebiete auf Kuba sind eingezäunt oder als solche deutlich erkennbar. Anweisungen bzw. Aufforderungen des Wach- und Sicherheitspersonals sollten unbedingt befolgt werden.
Kubaner bedürfen für jegliche Art privater Geschäfte einer Genehmigung der Behörden. Vor Unterbringung in Privathaushalten sollten Sie nach der erforderlichen behördlichen Genehmigung fragen, da sonst für beide Teile (Gastgeber und Gast) Schwierigkeiten mit der Polizei zu befürchten sind. Berücksichtigen Sie, dass Kontakte von Kubanern mit ausländischen Reisenden u. U. von offiziellen Stellen registriert werden. Für kubanische Mitarbeiter der Tourismuswirtschaft gelten besondere Verhaltensvorschriften.

Straßenverkehr

Im Straßenverkehr gibt es erhöhte Gefahr aufgrund des schlechten Straßenzustandes, mangelnder Beleuchtung, unvorhersehbaren Fahrverhaltens sowie technischer Unzulänglichkeiten (keine Beleuchtung, Bremsversagen etc.). Kubaner verständigen sich im Straßenverkehr zum Teil durch ein System von Handzeichen, die für Ausländer zunächst nicht verständlich sind.
Es herrscht Alkoholverbot am Steuer. Ferner ist der Konsum von Alkohol im Passagierraum eines Autos, also auch für Mitfahrer, verboten. Es darf darüber hinaus auch kein Alkohol im Personenraum des Autos mitgeführt werden, wenn der Konsum offensichtlich ist.
Bei Unfällen mit Personenschäden unter Beteiligung von Touristen kann es zu einer mehrwöchigen Ausreisesperre, evtl. auch zu Untersuchungshaft kommen. Wenn Personen verletzt oder getötet wurden, werden gegen ausländische Fahrer zum Teil drakonische Haftstrafen verhängt.
Nachtfahrten über Land sollten wegen der schlechten Straßenverhältnisse, unbeleuchteter Fahrzeuge (wie Fahrradfahrer und Pferdefuhrwerke), Fußgänger und Vieh auf der Fahrbahn unbedingt vermieden werden.
Mietwagen sind in Kuba häufig in einem schlechten technischen und optischen Zustand. Bei der Anmietung von Mietwagen sollte genau auf den technischen Zustand des Fahrzeugs geachtet und evtl. Vorschäden ausführlich dokumentiert werden (auch mit Fotos). Es sind Fälle von Touristen bekannt geworden, die mit offenbar unberechtigten Schadensforderungen bei der Rückgabe des Fahrzeugs konfrontiert wurden. Der in Kuba angebotene gesetzlich vorgeschriebene Versicherungsschutz für Mietwagen entspricht nicht europäischen Standards. Dies gilt insbesondere für die geringe Deckungssumme bei Personenschäden. Der Abschluss einer Zusatzversicherung in Deutschland sollte daher in Erwägung gezogen werden.

Flugreisen innerhalb Kubas

Auf innerkubanischen Flügen kommt es immer wieder zu zum Teil großen Verspätungen oder auch Streichungen von Flügen, teilweise über mehrere Tage. Reisende sollten dies berücksichtigen, insbesondere wenn Inlandsflüge in engem zeitlichen Zusammenhang mit internationalen Weiter- oder Rückflügen anderer Fluglinien gebucht werden.
Reisenden wird für diesen "zwangsweisen" längeren Aufenthalt in Kuba eine eigene Vorsorge mit ausreichenden finanziellen Mitteln empfohlen.

Geld/Kreditkarten

Das übliche Zahlungsmittel in Kuba ist der "Peso Cubano Convertible" (CUC). US-Dollar sind nicht als Zahlungsmittel anerkannt. Barzahlungen mit Euro sind nur vereinzelt möglich.
Es ist ratsam, Bargeld in Euro mitzubringen, das Touristen bei allen kubanischen Banken und staatlichen Wechselstuben (CADECA) zum geltenden Tageskurs in CUC umtauschen können. Während das Bezahlen mit US-Dollar nicht möglich ist, können US-Dollar in den CADECAs zum Kurs von 1:1 in CUC umgetauscht werden - jedoch mit einer zusätzlichen Provision in Höhe von 10%.
Nicht benutzte CUC können vor der Abreise am Flughafen zum Tageskurs in Euro zurückgetauscht werden. Es ist ratsam, hierbei die Quittung über den CUC-Erwerb vorzulegen.
Die Ein- und Ausfuhr von Pesos ist verboten.
Ein Erwerb der neben dem CUC existierenden, nicht konvertiblen Landeswährung ("moneda nacional", "peso cubano", CUP) ist in der Regel nicht erforderlich. Der Wechselkurs CUC - CUP liegt bei 1:24; mit dem CUP werden z. B. die Waren an Bauernmärkten bezahlt.
Bankkarten deutscher Bankinstitute (EC-Karte, Girocard, Maestro, VPay) werden in Kuba nicht angenommen, auch eine Bargeldbeschaffung an Geldautomaten und in Wechselstuben (CADECA - "Casa de cambio") - s. u. - ist mit diesen Karten nicht möglich.
Kreditkarten deutscher Bankinstitute werden in der Regel in allen größeren Hotels und Restaurants zur Bezahlung akzeptiert, nicht jedoch die von US-amerikanischen Instituten (American Express, Diners Club) ausgegebenen. Dies schließt die deutschen Tochtergesellschaften US-amerikanischer Institute ein.
In den Wechselstuben (CADECA - "Casa de cambio") einiger großer Hotels kann Geld mit VISA/Mastercard-Kreditkarte unter Vorlage des Reisepasses abgehoben werden. Inzwischen ist eine Geldabhebung mit VISA/Mastercard-Kreditkarte auch in einigen Bankfilialen (z. B. Banco Financiero Internacional oder Banco Metropolitano) möglich. Dies gilt jedoch nicht flächendeckend für das ganze Land und ist aufgrund technischer Probleme nicht immer gewährleistet.
Die Gebühr für den Kreditkarteneinsatz beträgt i.d.R. 3%. Zu beachten ist, dass zusätzlich zu den anfallenden Gebühren der ausgebenden Institute noch die Gebühren des jeweiligen kubanischen Geldinstituts berechnet werden. Deren Höhe sollte direkt beim Institut vor Ort erfragt werden.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten unabhängig von der für Kuba geltenden Krankenversicherungspflicht im eigenen Interesse auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Aktuelle medizinische Hinweise

Zika-Virus-Infektion

In der Region wird aktuell eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellt. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung.
Das Auswärtige Amt empfiehlt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit () sowie dem Robert-Koch-Institut von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Bei unvermeidbaren Reisen muss auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung von Mückenstichen geachtet werden, siehe auch Schutzmaßnahmen Mückenstiche.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im Merkblatt Zika-Virus des Gesundheitsdienstes.

Impfschutz

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Cholera (s. u.) empfohlen.

Dengue-Fieber

Nach Presseberichten ist es in dem kubanischen Ort Florida in der Nähe der Provinzhauptstadt Camagüey zu einem Ausbruch von Dengue-Fieber gekommen, bei dem auch bereits unter den Einheimischen Todesfälle zu beklagen sind.
Dengue wird durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes aegypti übertragen und tritt landesweit auf. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten. Bei Verdacht auf Dengue-Fieber können die kubanischen Gesundheitsbehörden eine medizinische Quarantäne verhängen, die mindestens 72 Stunden andauert.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s. u.).

Chikungunya

Aktuell werden, ausgehend von der Antillen-Insel St. Martin, bislang nur importierte Fälle von Chikungunya-Virusinfektionen in Kuba gemeldet. Chikungunya zeigt ähnliche Symptome wie Dengue-Fieber und wird ebenfalls über Aedes-Mücken übertragen, siehe hierzu auch Merkblatt Chikungunya.

Malaria

Die Insel Kuba ist malariafrei.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
- körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- tagsüber Insektenschutzmittel, sog. Repellents, auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
- unter einem Moskitonetz zu schlafen.
Siehe hierzu auch Merkblatt Expositionsprophylaxe.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Seit 2012 werden v.a. aus den Provinzen Havanna, Guantanamo, Santiago de Cuba, Granma, Camaguey sowie Cienfuegos Choleraerkrankungen auch vereinzelt bei Touristen gemeldet.
Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden klinischen Verlauf. Siehe hierzu auch Merkblatt Cholera.
Eine Cholera-Impfung steht zur Verfügung. Sie erfordert eine zweimalige Schluckimpfung mit einem mindestens zweiwöchigen Vorlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist in der Regel nur bei besonderer Exposition (Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten) gegeben. Darüber hinaus kann sie in Abhängigkeit von der jeweils aktuellen infektionsepidemiologischen Lage bei Reisen im Land inklusive der Hauptstadt Havanna sinnvoll sein. Das hängt vom persönlichen Reiseprofil des Reisenden ab. Eine individuelle Beratung durch einen Tropen- oder Reisemediziner dazu wird empfohlen.

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders auch Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit aufbereitetem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, selbst schälen oder desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

HIV/ Aids

Durch ungeschützte sexuelle Kontakte, bei Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen und Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Tollwut

In Kuba kann Tollwut zumeist von Hunden, Katzen oder Fledermäusen übertragen werden.

Medizinische Versorgung

Es gibt in Kuba kein verlässliches Rettungssystem, es kann weder davon ausgegangen werden, dass eine wie in Deutschland übliche maximale Alarmierungszeit, zwischen Notruf und Eintreffen des Ambulanzfahrzeuges von ca. 15 Minuten, eingehalten wird, noch dass sich an Bord des Rettungsfahrzeuges immer ausreichend qualifizierte Rettungsassistenten bzw. Ärzte befinden. Leider unterstreichen aktuelle Beispiele auch deutscher Touristen mit z.T. fatalem Ausgang dieses gravierende Defizit.
Medizinische Behandlung für Ausländer ist in Kuba nur in speziellen Ausländerkrankenhäusern bzw. Ausländerabteilungen von Krankenhäusern vorgesehen. Bei akuten Notfällen wird prinzipiell auch in anderen Krankhäusern eine (kostenpflichtige) Erstbehandlung vorgenommen. Die Kosten können die in Deutschland üblichen übersteigen.
Das Angebot zur Gesundheits- und Notfallversorgung ist insbesondere in vielen ländlichen Gebieten häufig nicht mit europäischen technischen und hygienischen Standards vergleichbar.
Nicht nur deshalb sollte unbedingt vor Reiseantritt eine Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen werden, die einen Rücktransport im Notfall mit einschließt.

Lassen Sie sich unbedingt vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle oder einen Tropen- bzw. Reisemediziner beraten (Verzeichnis z. B. unter www.dtg.org).

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis.

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werde. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch eine Arzt/ Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Versorgung entspricht in Kuba nicht westeuropäischem Standard. Vor allem die technische Ausstattung, die hygienischen Zustände und die Versorgung mir Medikamenten in kubanischen Kliniken lassen zu wünschen übrig. Dies gilt auch für die wenigen für Ausländer vorgesehenen Spezialkliniken, in denen dennoch hohe Behandlungskosten entstehen können.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Notrückführung wird empfohlen.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Gelbfieber 1 -
Cholera [2] -
Typhus & Polio 3 -
Essen & Trinken 4 -
Malaria Nein -

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Gelbfieberimpfung kann von Reisenden verlangt werden, die innerhalb von 6 Tagen aus einem von der WHO ausgewiesenen Gelbfieber-Endemiegebiet einreisen. 

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

[3] Typhus kommt vor, Poliomyelitis nicht. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

[2, 4]
Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte außerhalb Havannas generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist pasteurisiert und Milchprodukte sind unbedenklich. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Vor dem Verzehr von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

Gesundheitszeugnis

Ausländer, die länger im Land bleiben oder arbeiten wollen, müssen einen HIV-Test in spanischer Sprache vorweisen.

Andere Risiken

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz, auch in den Städten. Es ist mit einem erhöhten Risiko für die Viruskrankheit während der Sommerregenzeit, die immer bis Oktober andauert, zu rechnen.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Das Zika-Virus wird durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. Zu den Symptomen gehören u.a. Fieber, Gelenkschmerzen und eine Bindehautentzündung. Häufig bleibt die Infektion unbemerkt oder verläuft nur mit milden Symptomen. Bisher dokumentierte, vereinzelte Todesfälle standen überwiegend mit anderen Vorerkrankungen in Zusammenhang. Das Auswärtige Amt rät Schwangeren von nicht zwingend notwendigen Reisen in Gebiete mit aktuellen Zika-Ausbrüchen ab, weil das Virus im Verdacht steht, bei Ungeborenen Mikrozephalie zu verursachen.
Es existiert weder eine Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe. Eine konsequente Einhaltung persönlicher Mückenschutzmaßnahmen wird empfohlen.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Mon, 22 Oct 2018 15:15:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Mon, 22 Oct 2018 15:18:14 +0200)

Letzte Änderungen:
Redaktionelle Änderungen

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus
Die Gefahr terroristischer Anschläge in Kuba wird als sehr niedrig eingeschätzt.

Kriminalität
Auch in Kuba können Touristen Opfer von Eigentumsdelikten, Körperverletzungen, in seltenen Fällen auch von Gewaltverbrechen werden. Vor allem Individualreisende sollten daher ähnliche Vorkehrungen wie in anderen Ländern in der Region treffen:
Bargeld sollte nicht in größeren Mengen sichtbar mitgeführt werden, sondern sollte auf mehrere Stellen am Körper verteilt und nicht zur Schau gestellt werden. Bargeld in größeren Mengen und Originalreisepass sollten immer im Hotelsafe verwahrt werden.
Wichtige Dokumente (Pass mit Visum beziehungsweise Touristenkarte, Führerschein, Adressenlisten und Telefonnummernlisten) sollten in Kopie und unbedingt getrennt vom Original mitgeführt werden. Ausländer müssen jederzeit in der Lage sein, sich auszuweisen (Passkopie genügt in der Regel).
Reisende, die ohne Ausweise und/oder Geldmittel angetroffen werden, werden von der kubanischen Einreisebehörde oftmals für mehrere Tage in einer kostenpflichtigen Unterkunft festgesetzt, bis ihr Status geklärt und die Finanzierung des Aufenthalts gesichert ist – selbst dann, wenn Reisende Opfer einer Straftat wurden.
Wertvolle Gegenstände sollten im Handgepäck transportiert werden, da in der Vergangenheit Fälle aufgebrochener Koffer an den Flughäfen bekannt wurden.
Die Zahl der Diebstähle, zum Teil mit Gewaltanwendung, ist in letzter Zeit, Insbesondere in den Touristenzentren, angestiegen. Taschen und Wertgegenstände sollten deshalb nie unbeaufsichtigt gelassen werden.
Besondere Vorsicht ist bei Reifenpannen und an Tankstellen geboten, da Diebe die Ablenkung der Fahrzeuginsassen beim Reifenwechsel oder beim Tanken nutzen, um unbemerkt Wertgegenstände und Gepäck zu entwenden. Dies gilt auch für die Mitnahme von Anhaltern im Mietwagen.
In letzter Zeit ist es vermehrt zu Fällen gekommen, bei denen Touristen mittels der Verabreichung von Schlaf- bzw. willensverändernden Mitteln (sog. KO-Tropfen) ausgeraubt wurden. Es wird dringend empfohlen, Getränke nie unbeaufsichtigt zu lassen.

Naturkatastrophen
Kuba ist ein erdbebengefährdetes Land, in dem immer mit unvorhersehbar einsetzender tektonischer Aktivität gerechnet werden muss. Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben vertraut machen. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt Erdbeben des Geoforschungszentrums Potsdam.

In Mexiko, in Zentralamerika, der Karibik und den südlichen Bundesstaaten der USA ist von Mai bis November Hurrikan-Saison.
Reisende müssen in dieser Zeit mit Tropenstürmen und intensiven Regenfällen rechnen und werden gebeten, sich z.B. über das Instituto Meteorología de Cuba oder das National Hurricane Center informiert zu halten und die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland zu beachten.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalreisende werden in der Regel über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Reisende mit doppelter Staatsangehörigkeit
Reisende mit deutscher und kubanischer Staatsangehörigkeit sollten beachten, dass sie beim Aufenthalt in Kuba von den Behörden ausschließlich als kubanische Staatsangehörige behandelt werden und kubanischen Maßnahmen wie z.B. der Wehrpflicht und der Einberufung von Reservisten unterliegen können. Die Benutzung von kubanischen Reisepässen bei Ein- und Ausreise ist für diesen Personenkreis Pflicht.

Reisen im Land
Für Rundreisen im Lande kommen für den Auslandstouristen in erster Linie Busse (Viazul), organisierte Bustouren, aber auch Mietwagen in Betracht, wobei Busfahrten hinsichtlich Verkehrssicherheit weniger problematisch sind.
Kuba leidet unter Stromengpässen. Um Strom zu sparen, werden vor allem außerhalb der touristischen Zentren Stromabschaltungen (wichtig für Individualreisende!) vorgenommen, was auch zu Beeinträchtigungen der Wasserversorgung und Kommunikation führen kann.
Fotografieren Sie keine militärischen Einrichtungen und offizielle Fahrzeugkolonnen und respektieren Sie Militäreinrichtungen (Sperrgebiete und Gebäude). Nicht alle militärischen Einrichtungen bzw. Sperrgebiete auf Kuba sind eingezäunt oder als solche deutlich erkennbar. Anweisungen bzw. Aufforderungen des Wach- und Sicherheitspersonals sollten unbedingt befolgt werden.
Kubaner bedürfen für jegliche Art privater Geschäfte einer Genehmigung der Behörden. Vor Unterbringung in Privathaushalten sollten Sie nach der erforderlichen behördlichen Genehmigung fragen, da sonst für beide Teile (Gastgeber und Gast) Schwierigkeiten mit der Polizei zu befürchten sind. Berücksichtigen Sie, dass Kontakte von Kubanern mit ausländischen Reisenden u. U. von offiziellen Stellen registriert werden. Für kubanische Mitarbeiter der Tourismuswirtschaft gelten besondere Verhaltensvorschriften.

Straßenverkehr
Im Straßenverkehr gibt es erhöhte Gefahr aufgrund des schlechten Straßenzustandes, mangelnder Beleuchtung, unvorhersehbaren Fahrverhaltens sowie technischer Unzulänglichkeiten (keine Beleuchtung, Bremsversagen etc.). Kubaner verständigen sich im Straßenverkehr zum Teil durch ein System von Handzeichen, die für Ausländer zunächst nicht verständlich sind.
Es herrscht Alkoholverbot am Steuer. Ferner ist der Konsum von Alkohol im Passagierraum eines Autos, also auch für Mitfahrer, verboten. Es darf darüber hinaus auch kein Alkohol im Personenraum des Autos mitgeführt werden, wenn der Konsum offensichtlich ist.
Bei Unfällen mit Personenschäden unter Beteiligung von Touristen kann es zu einer mehrwöchigen Ausreisesperre, evtl. auch zu Untersuchungshaft kommen. Wenn Personen verletzt oder getötet wurden, werden gegen ausländische Fahrer zum Teil drakonische Haftstrafen verhängt.
Nachtfahrten über Land sollten wegen der schlechten Straßenverhältnisse, unbeleuchteter Fahrzeuge (wie Fahrradfahrer und Pferdefuhrwerke), Fußgänger und Vieh auf der Fahrbahn unbedingt vermieden werden.
Mietwagen sind in Kuba häufig in einem schlechten technischen und optischen Zustand. Bei der Anmietung von Mietwagen sollte genau auf den technischen Zustand des Fahrzeugs geachtet und evtl. Vorschäden ausführlich dokumentiert werden (ggf. auch mit Fotos). Es sind Fälle von Touristen bekannt geworden, die mit offenbar unberechtigten Schadensforderungen bei der Rückgabe des Fahrzeugs konfrontiert wurden. Der in Kuba angebotene gesetzlich vorgeschriebene Versicherungsschutz für Mietwagen entspricht nicht europäischen Standards. Dies gilt insbesondere für die geringe Deckungssumme bei Personenschäden. Der Abschluss einer Zusatzversicherung in Deutschland sollte daher in Erwägung gezogen werden.

Flugreisen innerhalb Kubas
Auf innerkubanischen Flügen kommt es immer wieder zu zum Teil großen Verspätungen oder auch Streichungen von Flügen, teilweise über mehrere Tage. Reisende sollten dies berücksichtigen, insbesondere wenn Inlandsflüge in engem zeitlichen Zusammenhang mit internationalen Weiter- oder Rückflügen anderer Fluglinien gebucht werden.
Reisenden wird für diesen „zwangsweisen" längeren Aufenthalt in Kuba eine eigene Vorsorge mit ausreichenden finanziellen Mitteln empfohlen.

Geld/Kreditkarten
Das übliche Zahlungsmittel in Kuba ist der "Peso Cubano Convertible" (CUC). US-Dollar sind nicht als Zahlungsmittel anerkannt. Barzahlungen mit Euro sind nur vereinzelt möglich.
Es ist ratsam, Bargeld in Euro mitzubringen, das Touristen bei allen kubanischen Banken und staatlichen Wechselstuben (CADECA) zum geltenden Tageskurs in CUC umtauschen können. Während das Bezahlen mit US-Dollar nicht möglich ist, können US-Dollar in den CADECAs zum Kurs von 1:1 in CUC umgetauscht werden - jedoch mit einer zusätzlichen Provision in Höhe von 10%.
Nicht benutzte CUC können vor der Abreise am Flughafen zum Tageskurs in Euro zurückgetauscht werden. Es ist ratsam, hierbei die Quittung über den CUC-Erwerb vorzulegen.
Die Ein- und Ausfuhr von Pesos ist verboten.
Ein Erwerb der neben dem CUC existierenden, nicht konvertiblen Landeswährung ("moneda nacional", "peso cubano", CUP) ist in der Regel nicht erforderlich. Der Wechselkurs CUC - CUP liegt bei 1:24; mit dem CUP werden z. B. die Waren an Bauernmärkten bezahlt.
Bankkarten deutscher Bankinstitute (EC-Karte, Girocard, Maestro, VPay) werden in Kuba nicht angenommen, auch eine Bargeldbeschaffung an Geldautomaten und in Wechselstuben (CADECA – „Casa de cambio") – s. u. - ist mit diesen Karten nicht möglich.
Kreditkarten deutscher Bankinstitute werden in der Regel in allen größeren Hotels und Restaurants zur Bezahlung akzeptiert, nicht jedoch die von US-amerikanischen Instituten (American Express, Diners Club) ausgegebenen. Dies schließt die deutschen Tochtergesellschaften US-amerikanischer Institute ein.
In den Wechselstuben (CADECA – „Casa de cambio") einiger großer Hotels kann Geld mit VISA/Mastercard-Kreditkarte unter Vorlage des Reisepasses abgehoben werden. Inzwischen ist eine Geldabhebung mit VISA/Mastercard-Kreditkarte auch in einigen Bankfilialen (z. B. Banco Financiero Internacional oder Banco Metropolitano) möglich. Dies gilt jedoch nicht flächendeckend für das ganze Land und ist aufgrund technischer Probleme nicht immer gewährleistet.
Die Gebühr für den Kreditkarteneinsatz beträgt i.d.R. 3%. Zu beachten ist, dass zusätzlich zu den anfallenden Gebühren der ausgebenden Institute noch die Gebühren des jeweiligen kubanischen Geldinstituts berechnet werden. Deren Höhe sollte direkt beim Institut vor Ort erfragt werden.

Versorgung im Notfall
Reisende sollten unabhängig von der für Kuba geltenden Krankenversicherungspflicht im eigenen Interesse auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Auf Kuba werden weiterhin Maßnahmen zur Prävention von Ebola umgesetzt.

Bei der Einreise werden Fragen zum Gesundheitszustand und zu aktuellen Reisetätigkeiten gestellt. Reisende, die sich in Guinea, Liberia, Mali oder Sierra Leone aufgehalten haben oder über Flughäfen dieser Länder gereist sind, werden bis zum Ablauf von 21 Tagen nach Aus- bzw. Durchreise durch diese Länder einer Quarantäne unterworfen.

Visum
Eine Einreise nach Kuba zu touristischen Zwecken mit einer Aufenthaltsdauer von bis zu 30 Tagen (einmalige Verlängerung um weitere 30 Tage möglich) ist nur mit Visum in Form einer sogenannten "Touristenkarte" möglich, die zusammen mit dem Reisepass zur Einreise dient. Touristenkarten müssen vor Einreise erworben werden und sind bei der kubanischen Botschaft in Deutschland sowie bei einigen Fluggesellschaften am Flughafen erhältlich. Verschiedene Reiseveranstalter bieten den Verkauf der Touristenkarte ebenfalls an, jedoch nur zusammen mit anderen touristischen Leistungen. Bei beabsichtigten längeren Aufenthalten oder solchen zu nicht-touristischen Zwecken ist ein Visum erforderlich, welches bei der kubanischen Auslandsvertretung im Herkunftsland zu beantragen ist. Hierfür ist unter Umständen eine Einladung erforderlich. Die Bearbeitungsdauer kann sich auf mehrere Wochen belaufen. Visa beziehungsweise Touristenkarten werden grundsätzlich nicht an der Grenze ausgestellt; darüber hinaus kontrollieren die Fluggesellschaften vor Abflug aus Deutschland grundsätzlich, ob Visum oder Touristenkarte vorhanden sind und verweigern u. U. die Mitnahme.

Krankenversicherungspflicht
Jeder Kubareisende ist verpflichtet, bei der Einreise einen für Kuba gültigen Krankenversicherungsschutz für die vorgesehene Aufenthaltsdauer nachzuweisen.
Nach den von kubanischer Seite erhältlichen Auskünften werden lediglich die privaten Reise-Krankenversicherungen, die Kuba abdecken müssen, anerkannt.
Eine Gewähr für die tatsächliche Akzeptanz durch die kubanischen Behörden bei Einreise kann durch das Auswärtige Amt nicht übernommen werden. Versicherungspolicen US-amerikanischer Versicherungen sowie deutsche gesetzliche Versicherungen werden nicht anerkannt.
Zur Nachweispflicht sollen Versicherungspolice, Versicherungsschein oder Versicherungskarte der jeweiligen Reisekrankenversicherung genügen. In Fällen von bereits länger existierenden Versicherungsverträgen (älteren Policen) erscheint die Mitnahme einer zusätzlichen aktuellen Bestätigung des Versicherungsunternehmens angeraten. Die Reisenden sollten die Versicherungen bitten, Begleitpolicen in spanischer Sprache auszustellen. In Zweifelsfällen wird empfohlen sich vor der Abreise an die Botschaft von Kuba zu wenden.
Sofern eine Versicherung im Heimatland nicht abgeschlossen werden kann bzw. ein Nachweis nicht vorliegt, muss an den kubanischen Flug- und Seehäfen bei Einreise zu einem Preis von 2-3 CUC pro Aufenthaltstag (abhängig vom jeweiligen Versicherungsumfang) eine Krankenversicherung für die Dauer des Kubaaufenthalts abgeschlossen werden. Es werden Zuschläge bei Vorerkrankungen, bei Personen über 70 Jahren sowie bei Personen, die eine Risikosportart ausüben, erhoben.
Einzelheiten zu den Versicherungsangeboten sind auf den Webseiten www.asistur.cu bzw. www.cubainfo.de erhältlich.

Einreise aus und Weiterreise in die USA
Touristische Reisen direkt von den USA nach Kuba sind nach geltenden US-Bestimmungen untersagt. Dies gilt auch für deutsche Reisende. Direkte Reisen von den USA nach Kuba sind nur erlaubt unter einer der 12 von den US-Behörden festgelegten Kategorien wie etwa kulturelle, wirtschaftliche, wissenschaftliche und religiöse Aktivitäten, aber auch Reisen, um das kubanische Volk zu unterstützen sowie private Besuchsreisen. Zur Umsetzung dieser Regelungen in die Praxis und die Kontrolle des von den Reisenden angegebenen Reisezwecks liegen bisher keine Erfahrungswerte vor.
Kubareisende sind aber verpflichtet, über ihre Reise, ihre Aktivitäten, Ansprechpartner usw. genau Buch zu führen und entsprechende Belege zu sammeln, diese fünf Jahre aufzubewahren und den US-amerikanischen Behörden auf Verlangen vorzulegen, um diesen die Prüfung der Einhaltung der genannten Bestimmungen zu ermöglichen.
Außerdem haben die US-amerikanischen Behörden eine umfangreiche Liste von im Tourismusbereich tätigen kubanischen Staatsfirmen, auch Hotels, veröffentlicht, mit denen aus den USA kommende Reisende keine Geschäfte machen dürfen. 
US-amerikanische Fluggesellschaften wenden zum Teil die o.g. Pflichten zum Nachweis des erlaubten Reisezwecks auch bei Reisen von Kuba in die USA an.
Nähere Informationen können nur die zuständigen US-Behörden erteilen. Dazu wird auf die Webseiten der zuständigen US-amerikanischen Behörden Customs and Border Protection (CBP), des Department of the Treasury – Office of Foreign Assets Control (OFAC) und der US-Botschaft in Havanna hingewiesen:
CBP-United-States-Cuba-Travel
Treasury-Sanctions-Programs-Cuba-Travel
US-Embassy-Traveling-to-Cuba
Auch einige US-amerikanische Fluglinien haben inzwischen entsprechende Hinweise veröffentlicht, so z. B. American Airlines-Travel to Cuba 

Einreise aus/über Brasilien
Wegen eines Gelbfieberausbruchs in Brasilien haben mehrere Staaten in Lateinamerika ihre Einreisebestimmungen verschärft, hierunter auch Kuba. Reisende, die aus oder über Brasilien einreisen möchten, müssen derzeit eine Gelbfieberimpfung nachweisen, ohne die bereits die Beförderung von Flughäfen in Brasilien abgelehnt werden kann.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Nehmen Sie nur Dinge mit, die für Ihren persönlichen Bedarf bestimmt sind. Übermengen können beschlagnahmt werden, weil sie als unerlaubte Geschenke angesehen werden.

Elektrogeräte dürfen ebenfalls nur in dem Maß eingeführt werden, in dem sie für den persönlichen Bedarf bestimmt sind, nicht als Geschenke für kubanische Staatsangehörige. Für Geschenke (nicht-kommerzielle Einfuhr) ab einem Gegenwert von 50 CUC bis 250 CUC wird Zoll in Höhe von 100 % erhoben. Nähere Auskünfte dazu erteilt die zuständige kubanische Auslandsvertretung. Die Einfuhr von Funksprechgeräten, Satellitentelefonen und GPS-Geräten ist nicht gestattet bzw. bedarf der vorherigen Genehmigung der zuständigen kubanischen Behörden. Laptops, Kameras und Mobiltelefone mit GPS-Funktion sind hiervon nicht betroffen.

Die Einfuhr frischer Lebensmittel (z. B. frische Wurst-, Milchprodukte, Gemüse, Obst) ist aus gesundheitspolizeilichen Gründen verboten.

Die Ein- und Ausfuhr von Pesos ist verboten.

Nehmen Sie keine Gegenstände aus Kuba mit, bei denen es sich um kubanisches Kulturgut handeln könnte. Dies kann auch auf Münzen älterer Prägung zutreffen. Auskünfte hierzu sowie Ausfuhrgenehmigungen erteilt: Bienes Culturales, Calle 17 #1009, entre10 y 12, Vedado, Telefon: 839658. Die Genehmigung kostet nur wenige Pesos, erspart aber möglichen Ärger bei der Ausreise.

Ausfuhrbestimmungen für Tabakprodukte
Es können bis zu zwanzig (20) lose Zigarren ausgeführt werden, ohne Nachweise über Herkunft und Kauf vorlegen zu müssen. Bis zu fünfzig (50) Zigarren können unter der Bedingung ausgeführt werden, dass sie sich in verschlossenen, versiegelten und mit offiziellem Hologramm versehenen Originalverpackungen befinden. Mehr als fünfzig (50) Zigarren können nur unter Vorlage einer Originalrechnung, die von den offiziell dazu genehmigten staatlichen Geschäften ausgestellt werden muss, ausgeführt werden. In dieser Rechnung muss die gesamte Tabakmenge erfasst sein, deren Ausfuhr beabsichtigt ist. Es ist auch in diesen Fällen unabdingbar, dass die Zigarren sich in verschlossenen, versiegelten und mit offiziellem Hologramm versehenen Originalverpackungen befinden.

Detaillierte Informationen über die kubanischen Ein- und Ausfuhrbestimmungen sind auf der Webseite des kubanischen Zolls erhältlich.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Schon beim Fund geringer Mengen Drogen zum Eigenbedarf ist mit drastischen Strafen zu rechnen. Der Besitz von Kleinmengen wird bei Ausländern zudem als Drogenschmuggel geahndet. Das Strafmaß hierfür beträgt vier bis dreißig Jahre Haft, auf besonders schwere Fälle steht die Todesstrafe. Zur strafrechtlichen Verfolgung nach Verkehrsunfällen siehe oben unter Straßenverkehr.

Besucher sollten politische Betätigung unterlassen, dies kann mit hohen Haftstrafen geahndet werden.

Medizinische Hinweise

Aktuelle medizinische Hinweise
Zika-Virus-Infektion
Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Kuba mit einer möglichen Übertragbarkeit von Zika-Viren klassifiziert, d.h. Kategorie 1 bzw. 2 der aktuellen WHO-Einteilung, auch wenn u.U. aktuell keine neuen Erkrankungsfälle dokumentiert werden.
Das Übertragungsrisiko kann dabei sowohl regional als auch saisonal erheblich variieren.
In Anlehnung an die derzeitigen WHO-Empfehlungen empfiehlt das Auswärtige Amt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, von vermeidbaren Reisen in Regionen der o.g. WHO-Kategorie 1 oder 2 abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (DTG) sowie dem Robert Koch-Institut (RKI) abgestimmten Merkblatt Zika-Virus des Gesundheitsdienstes.

Impfschutz
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Cholera (s. u.) empfohlen.

Dengue-Fieber
Nach Presseberichten ist es in dem kubanischen Ort Florida in der Nähe der Provinzhauptstadt Camagüey zu einem Ausbruch von Dengue-Fieber gekommen, bei dem auch bereits unter den Einheimischen Todesfälle zu beklagen sind.
Dengue wird durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes aegypti übertragen und tritt landesweit auf. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten. Bei Verdacht auf Dengue-Fieber können die kubanischen Gesundheitsbehörden eine medizinische Quarantäne verhängen, die mindestens 72 Stunden andauert.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s. u.).

Chikungunya
Aktuell werden, ausgehend von der Antillen-Insel St. Martin, bislang nur importierte Fälle von Chikungunya-Virusinfektionen in Kuba gemeldet. Chikungunya zeigt ähnliche Symptome wie Dengue-Fieber und wird ebenfalls über Aedes-Mücken übertragen, siehe hierzu auch Merkblatt Chikungunya.

Malaria
Die Insel Kuba ist malariafrei.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
- körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- tagsüber Insektenschutzmittel, sog. Repellents, auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
- ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
Siehe hierzu auch Merkblatt Expositionsprophylaxe.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Seit 2012 werden v.a. aus den Provinzen Havanna, Guantanamo, Santiago de Cuba, Granma, Camaguey sowie Cienfuegos Choleraerkrankungen auch vereinzelt bei Touristen gemeldet.
Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden klinischen Verlauf. Siehe hierzu auch Merkblatt Cholera.
Eine Cholera-Impfung steht zur Verfügung. Sie erfordert eine zweimalige Schluckimpfung mit einem mindestens zweiwöchigen Vorlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist in der Regel nur bei besonderer Exposition (z.B. Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten) gegeben. Darüber hinaus kann sie in Abhängigkeit von der jeweils aktuellen infektionsepidemiologischen Lage bei Reisen im Land inklusive der Hauptstadt Havanna sinnvoll sein. Das hängt vom persönlichen Reiseprofil des Reisenden ab. Eine individuelle Beratung durch einen Tropen- oder Reisemediziner dazu wird empfohlen.

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders auch Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit aufbereitetem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, selbst schälen oder desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

HIV/ Aids
Durch ungeschützte sexuelle Kontakte, bei Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen und Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Tollwut
In Kuba kann Tollwut zumeist von Hunden, Katzen oder Fledermäusen übertragen werden.

Medizinische Versorgung
Es gibt in Kuba kein verlässliches Rettungssystem, d.h. es kann weder davon ausgegangen werden, dass eine wie in Deutschland übliche maximale Alarmierungszeit, d.h. zwischen Notruf und Eintreffen des Ambulanzfahrzeuges von ca. 15 Minuten, eingehalten wird, noch dass sich an Bord des Rettungsfahrzeuges immer ausreichend qualifizierte Rettungsassistenten bzw. Ärzte befinden. Leider unterstreichen aktuelle Beispiele auch deutscher Touristen mit z.T. fatalem Ausgang dieses gravierende Defizit.
Medizinische Behandlung für Ausländer ist in Kuba nur in speziellen Ausländerkrankenhäusern bzw. Ausländerabteilungen von Krankenhäusern vorgesehen. Bei akuten Notfällen wird prinzipiell auch in anderen Krankhäusern eine (kostenpflichtige) Erstbehandlung vorgenommen. Die Kosten können die in Deutschland üblichen übersteigen.
Das Angebot zur Gesundheits- und Notfallversorgung ist insbesondere in vielen ländlichen Gebieten häufig nicht mit europäischen technischen und hygienischen Standards vergleichbar.
Nicht nur deshalb sollte unbedingt vor Reiseantritt eine Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen werden, die einen Rücktransport im Notfall mit einschließt.

Lassen Sie sich unbedingt vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle oder einen Tropen- bzw. Reisemediziner beraten (Verzeichnis z. B. unter www.dtg.org).

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis.

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werde. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch eine Arzt/ Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Türkei Ja 1/2 Ja
Andere EU-Länder Ja 1/2 Ja
Schweiz Ja 1/2 Ja
Österreich Ja 1/2 Ja
Deutschland Ja 1/2 Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Anmerkung zum Reisepass

Advanced Passenger Information System (Apis):
Das System der vorab erfassten Passagierdaten, Advanced Passenger Information System (Apis) genannt, verlangt die Registrierung der folgenden personenbezogenen Daten der Passagiere durch die transportierende Fluggesellschaft:
Name, Vorname, Geburtsdatum, Nationalität, Passnummer, Land des Wohnsitzes, Destination, Art des Reisedokuments und Geschlecht.
Die Daten werden beim Check-in erfasst.

Zusätzlich muss bei der Einreise die Adresse der ersten Unterkunft in Kuba angegeben werden.

Visainformationen

Allgemein erforderlich von Ausnahmen abgesehen, u. a. Staatsbürger der in der obigen Tabelle genannten Länder benötigen eine Touristenkarte für touristische Aufenthalte von bis zu 30 Tagen:

a) Deutschland, Österreich und alle anderen EU-Staaten sowie die Schweiz.

b) Türkei.

[1] Touristenkarte: Touristenkarten müssen vor Einreise erworben werden und sind bei der kubanischen Botschaft in Deutschland, in Reisebüros bzw. Reiseveranstaltern sowie bei einigen Fluggesellschaften am Flughafen erhältlich. Touristenkarten berechtigen zu Reisen von bis zu 30 Tagen in Verbindung mit einer Hotelbuchung. Eine einmalige Verlängerung um weitere 30 Tage ist möglich. 
Bei der Einreise muss die Adresse der Unterkunft angegeben sowie eine gültige Auslandsreisekrankenversicherung (in der Regel eine private Versicherung) nachgewiesen werden. Weitere Informationen zu den Bestimmungen zur Auslandsreisekrankenversicherung für Kuba sind unter www.asistur.cu erhältlich.
Ist ein Aufenthalt von mehr als 60 Tagen Dauer geplant, muss vor der Abreise im Herkunftsland ein Visum beantragt werden.

[2] Für Geschäftsreisen ist ein Visum erforderlich. Der Geschäftspartner in Kuba holt dafür eine Genehmigung ein, nach deren Erhalt die Botschaft im Wohnsitzland das Visum ausstellen kann. Falls dieses Visum nicht durch den Geschäftspartner in Kuba angewiesen wird, kann das Geschäftsvisum auch bei der Botschaft in Berlin beantragt werden (s. Kontaktadressen).

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Für Katzen, Hunde und Vögel wird ein amtliches Gesundheitszeugnis aus dem Herkunftsland verlangt. Für Hunde wird zusätzlich ein internationales Impfzertifikat (Tollwut und Staupe) benötigt. Alle Zertifikate müssen von offizieller Seite im Herkunftsland beglaubigt, ins Spanische übersetzt und vom kubanischen Konsul im Herkunftsland legalisiert werden. Alle Tiere kommen für maximal 14 Tage in Quarantäne.

Es empfiehlt sich, genaue Auskünfte, auch über Quarantänebestimmungen, bei den zuständigen konsularischen Vertretungen einzuholen (s. Kontaktadressen).

Bearbeitungsdauer

Touristenkarte:
Persönlich: sofort.
Postalisch: 5-6 Werktage (es wird empfohlen, den Antrag jedoch mindestens 2 Wochen vor der Abreise einzureichen).

Visa: 10 Werktage bis zu mehrere Wochen.

Gültigkeit

Touristenkarte:
180 Tage ab Ausstellungsdatum für maximal 30 Tage Aufenthalt (Aufenthaltsverlängerung im Land möglich).

Visa: I.d.R. 90 Tage ab Ausstellungsdatum.

Transit

Transitreisende, die innerhalb von 72 Stunden weiterfliegen und über gültige Weiterreisedokumente verfügen, benötigen kein Transitvisum. Der Transitraum darf zwecks Übernachtung im Hotel verlassen werden.

Visaarten und Kosten

Besuchervisum (für Familienangehörige kubanischer Staatsbürger), Geschäftsvisum, Transitvisum, Journalistenvisum.

Kosten

Touristenkarte: 22 € (bei persönlicher Beantragung), 47 € (bei Beantragung im Auftrag). (Bei postalischer Beantragung wird eine Extra-Gebühr von 25 € fällig).
Geschäftsvisum: 80 €.

Antrag erforderlich

Visum:

(a) 1 Antragsformular.
(b) 1 Passfoto.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(d) Fotokopie des Rückreisetickets oder der gebuchten Pauschalreise.
(e) Nachweis einer gültigen Auslandsreisekrankenversicherung (Versicherungsschein mit Begleitpolice in Spanisch).
(f) Gebühr (in bar bei persönlicher Antragstellung oder per Überweisung bei postalischer Beantragung).
(g) Ggf. Einladungsschreiben (Näheres von der konsularischen Vertretung).

Für die Ausstellung eines Geschäftsvisums ist zusätzlich noch eine Genehmigung erforderlich, die der kubanische Geschäftspartner einholt und per Fax an die Botschaft sendet.

Touristenkarte:
(a) Reisepass der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(b) Flugticket oder Flugbestätigung und Angaben der persönlichen Daten sowie der Unterkunftsadresse in Kuba.
(c) Gebühr (in bar beim Reiseveranstalter oder per Verrechnungsscheck).
(d) Nachweis über Hotelbuchung.
(e) Nachweis einer gültigen Auslandsreisekrankenversicherung (Versicherungsschein mit Begleitpolice in Spanisch).

Bei Beantragung bei der Botschaft sollte das formlose Anschreiben folgende Daten enthalten: Name, Vorname, Reisepassnummer, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit, Land des Wohnsitzes sowie private Adresse, Adresse einer Privatperson oder die eines Hotels in Kuba, Abflugort.

Der postalischen Antragstellung sollte ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag (3,60 €) beigefügt werden.

Geld

Geldwechsel

Fremdwährungen können in allen kubanischen Banken, in Wechselstuben (CADECA) und bei Hotelrezeptionen zum geltenden Wechselkurs umgetauscht werden. Beim Tausch von US-Dollars wird 10% Kommission einbehalten. US-Dollar können getauscht, jedoch nicht als Zahlungsmittel verwendet werden. Der Peso Convertible (CUC) kann nur in Kuba umgetauscht werden. 

Währung

1 Peso Convertible = 100 Centavos. Währungskürzel: Cub$, CUC (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10, 5, 3 und 1 Cub$. Münzen sind im Wert von 1 und 5 Cub$ und im Wert von 50, 25, 10, 5 und 1 Centavo im Umlauf. Der Peso convertible ist an den US-Dollar gebunden.

Kuba hat zwei verschiedene Währungen, den konvertiblen und den kubanischen Peso. Der kubanische Peso darf nur von der einheimischen Bevölkerung genutzt werden. In manchen Touristengebieten (Varadero, Jardines del Rey, Santa Lucia, Playa Covarrubias und die Küstengebiete um Holguín) kann mit Euro gezahlt werden.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten. Die Einfuhr von Fremdwährung ist unbegrenzt, Deklarationspflicht für Beträge im Gegenwert ab 5.000 US$ (inklusive Reiseschecks und Wertpapiere). Ausfuhr von Fremdwährung maximal in der Höhe des bei der Einreise deklarierten Betrages; höhere Beträge müssen vom Präsidenten der Central Bank of Cuba genehmigt werden.

Kreditkarten

Mastercard und Visa werden in allen größeren Hotels und Restaurants akzeptiert (Achtung: hohe Gebühren), nicht jedoch Kreditkarten US-amerikanischer Institute (American Express, Diners Club) oder Kreditkarten, die von Tochtergesellschaften US-amerikanischer Institute ausgestellt wurden. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. Bei Abhebungen erfolgen die Abrechnungen grundsätzlich im umgerechneten US-Dollar-Kurs. Vor allem mit Visa sind Abhebungen an Geldautomaten der Banco Financiero Internacional und der Banco Metropolitano möglich. 

Reiseschecks

Reiseschecks werden angenommen. Euro-Reiseschecks werden empfohlen. US-Dollar-Reiseschecks US-amerikanischer Banken werden nicht akzeptiert. Die weiße Quittung, die man beim Einlösen eines Reiseschecks erhält, muss aufbewahrt werden.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.30-12.00 und 13.30-15.00 Uhr (z. T. durchgehend), Sa 08.00-10.30 Uhr.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Kuba eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak;
3 l alkoholische Getränke;
Eau de Toilette und Parfüm für den persönlichen Gebrauch;
Medikamente für den persönlichen Gebrauch (nur mit ärztlicher Bescheinigung);
Geschenke bis zu einem Wert von 50 Cub$ pro Jahr. Für Geschenke im Wert von 50 Cub$ bis 200 Cub$ wird eine Zollgebühr in Höhe von 100% erhoben.

Verbotene Importe

Obst, Gemüse, Samen, Fleisch- und Milchprodukte, Waffen und Munition, Sprengstoff, pornographische Artikel aller Art und Betäubungsmittel sowie Funksprechgeräte, Satellitentelefone und GPS-Geräte ohne Genehmigung. Laptops, Kameras und Mobiltelefone mit GPS-Funktion sind von dieser Regelung ausgenommen. Bestimmte Tier- und Pflanzenprodukte werden u. U. bei der Einreise desinfiziert.

Exportbestimmungen

Ausgeführt werden können bis zu zwanzig lose Zigarren oder bis zu fünfzig Zigarren, wenn sie 
sich in verschlossenen, versiegelten und mit offiziellem Hologramm versehenen Originalverpackungen befinden und mehr als fünfzig Zigarren unter Vorlage einer Originalrechnung.
 

Quellenangaben
  • Marco Polo - Kuba, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2012-12
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Kuba - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 10.10.2018 (Unverändert gültig seit: 02.08.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 10.10.2018 (Unverändert gültig seit: 02.08.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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