Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Costa Rica

Steckbrief

Costa Rica - Fakten

Ländername Republik Costa Rica; República de Costa Rica
Klima Tropisch bis subtropisch; Trockenzeit Dezember bis April, Regenzeit Mai bis November
Beste Reisezeit Januar, Februar, März, April, Dezember
Lage Auf dem mittelamerikanischen Isthmus zwischen Nicaragua im Norden und Panama im Süden
Fläche 51.100 qkm (vergleichbar mit Niedersachsen)
Hauptstadt San José (rund 340.000 Einwohner; Großraum (Gran Área Metropolitana GAM): 2.268.248
Bevölkerung 4,8 Mio., rund 94% Nachfahren europäischer Einwanderer, ca. 5% afrikanischer, asiatischer und indigener Abstammung
Sprache Spanisch
Religion Römisch Katholisch 76,3 %, Evangelisch 13,7 %, Zeugen Jehovas 1,3 %
Nationaltag 15. September (Unabhängigkeit von Spanien im Jahr 1821)
Staats-/Regierungsform Republik
Staatsoberhaupt Luis Guillermo Solís, Presidente de la República, Partido Acción Ciudadana (PAC), seit 08.05.2014
Vertreter des Staatsoberhaupts Helio Fallas Venegas, Erster Vizepräsident und Finanzminister, (PAC) seit 08.05.2014
Regierungschef Luis Guillermo Solís, Presidente de la República, Partido Acción Ciudadana (PAC), seit 08.05.2014
Außenminister Manuel González Sanz (PUSC), Ministro de Relaciones Exteriores y Culto, seit 08.05.2014
Parlament Asamblea Legislativa, 57 Abgeordnete, Neuwahl alle vier Jahre (zuletzt am 02.02.2014), nächste Wahl am 04.02.2018
Währung Costa Rican Colón (CRC)
Zeitzone MEZ-7h
Stromnetz 120 V 60 Hz
Reiseadapter A, B
Kfz-Länderkennzeichen CR
ISO-3166 CR, CRI
Internet-TLD .cr
Landesvorwahl +506
Reisepass & Visum Notwendig
Geeignet für Outdoor, Meer

Geographie

Der neben Panama zweite Brückenstaat zwischen den beiden amerikanischen Landmassen wird von drei nordsüdlich verlaufenden Gebirgsketten dominiert. Die mittlere ist mit sieben noch aktiven Vulkanen besetzt. In der zentralen Hochebene zwischen mittlerer und westlicher Kette, dem Valle Central, haben sich auf fruchtbarem vulkanischem Land über die Hälfte aller Bewohner Costa Ricas niedergelassen. Zur Siedlungsgunst tragen auch die gemäßigteren Höhentemperaturen des Tropenklimas bei.

Politik und Bevölkerung

Das Einkammerparlament sowie der Präsident der präsidialen Republik werden alle vier Jahre vom Volk gewählt. Eine Wiederwahl des Präsidenten ist für die folgenden zwei Amtsperioden ausgeschlossen. Das politisch stabile Land, zuweilen auch die Schweiz Lateinamerikas genannt, ist das einzige Land Mittelamerikas mit überwiegend weißer Bevölkerung (ca. 87 %). Hinzu kommen 7 % Mestizen, 3 % Schwarze und Mulatten sowie zahlreiche Ausländer. Die Zahl der Indianer ist auf unter 1 % gefallen.

Geschichte

Seinen Landesnamen erhielt Costa Rica („die reiche Küste“) von den Spaniern, deren Hoffnung auf Gold und andere Bodenschätze jedoch enttäuscht wurde. Nach jahrzehntelangen Kämpfen um Unabhängigkeit sowie inneren Unruhen stieg der Einfluss der USA, die an der Agrarproduktion interessiert waren (vor allem Bananen und Kaffee). Ihre wirtschaftliche und politische Dominanz wurde erst mit der Verfassung von 1949 eingedämmt.

Costa Rica - Geschichte

Ab 500 v. Chr. Unter dem Einfluss süd- und nordamerikanischer Einwanderer bilden sich im Bereich des heutigen Costa Rica drei Völker: Huetares sowohl im Valle Central als auch an der Karibikküste, Chorotega im nördlichen Costa Rica und südlichen Nicaragua sowie Brunca am südlichen Pazifik und im Norden Panamas
800–1400 n. Chr. Blütezeit von Guayabo, einer Huetares-Siedlung nahe des heutigen Cartago, mit Straßen, Brücken, Aquädukten und steinernen Wohnhäusern
1502 Christoph Kolumbus landet auf der Insel Uvita vor Puerto Limón und nennt das Land Costa Rica („Reiche Küste“)
1563 Die Spanier gründen Cartago und machen es zur Hauptstadt, was bis 1823 so bleibt
1821 Unabhängigkeit von Spanien, Costa Rica wird Teil des mexikanischen Kaiserreichs
1848 Ausrufung der Republik
1899 Die US-amerikanische United Fruit Company übernimmt den Bananenhandel
1948 José María Figueres Ferrer wird Präsident, begründet ein System der sozialen Wohlfahrt und schafft ein Jahr später die Armee ab
1987 Präsident Óscar Arias Sánchez erhält den Friedensnobelpreis für seinen Einsatz im Nicaragua-Konflikt
2007 Die zweite Amtszeit von Óscar Arias Sánchez beginnt mit Demonstrationen gegen sein Freihandelsabkommen (CAFTA) mit den USA
2011 Mit knapp 2,2 Mio. Besuchern bisher höchstes Touristenaufkommen
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft in San José

Torre La Sabana, 8° piso, del ICE Sabana Norte 300 m al oeste | Westen | Tel. 2909091 | www.san-jose.diplo.de

Österreichisches Honorar-Generalkonsulat in San José

Centro Corporativo la Nunciatura | Tel. 22916142

Schweizer Botschaft in San José

Edificio Centro Colón | Paseo Colón/Calle 36–38 | Tel. 2214829

Notruf

Allgemeiner Notruf (Tel. 911). Rotes Kreuz (Tel. 128)

Internet

– www.visitcostarica.com (deutsch, Website des Instituto Costarricense de Turismo)

– www.costaricabureau.com (englisch, ausführliche Website von Tourismusanbietern für Hotels, Touren, Sport u. a. mit Reservierung)

– www.centralamerica.com (englisch, hauptsächlich Hotels, Veranstalter, Autovermieter)

– www.whereincostarica.com (englisch, Hinweise auf Veranstaltungen, Sport, Wetter und mehr)

– www.centralamerica-tourism.com (private Allianz von Hotels, Autovermietern, Reiseagenturen etc.)

– www.ticotimes.net (englischsprachige Onlineausgabe der Wochenzeitung mit touristischen Neuigkeiten)

Internetcafés & Wlan

WLAN ist in Costa Rica – es heißt dort wifi (wireless fidelity) – noch nicht weit verbreitet; doch die Entwicklung ist schnell, fast täglich kommen neue hinzu. Ein Verzeichnis von Internetcafés finden Sie unter www.cybercafes.com, von WLAN-Plätzen unter www.hotspot-locations.com.

– Liberia: Ciberm@nía (Parque Central | Tel. 26667237 | www.cibermania.net)

– Puerto Viejo de Talamanca: Atec (Calle Principal | Tel. 27500191 | www.ateccr.org)

– San José: Internet Café Costa Rica (Paseo Colón | Centro Colón | Tel. 22213121)

– Puntarenas: Millenium Cyber Café (Paseo de los Turistas | Tel. 26614759 | www.millenium.fws1.com)

Post

Das Porto für Brief bzw. Postkarte mit Luftpost nach Europa betrug bei Redaktionsschluss 395 bzw. 375 Colones.

Telefon & Handy

Öffentliche Telefone finden Sie überall, auf dem Land oft in Hotels, Restaurants, Geschäften. Man benutzt Telefonkarten (500/1000/3000 Colones). In Costa Rica gibt es keine Vorwahlen. Drei Minuten nach Europa kosten rund 1,50 Euro, vom Hotel ist es ca. 30 % teurer. Die Vorwahl nach Costa Rica ist Tel. 00506, von Costa Rica nach Deutschland Tel. 0049, nach Österreich Tel. 0043, in die Schweiz Tel. 0041.

Die meisten Anbieter haben Roamingverträge mit dem costa-ricanischen Provider ICE. Prepaidkarten sind für Touristen (am ICE-Schalter im Ankunftsbereich des Flughafens und in ICE-Geschäftsstellen) ab 2500 Colones erhältlich. Beim Mieten eines Handys sind 100–200 US-$ Kaution zu hinterlegen.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Festivals & Veranstaltungen

2. Februar

Den Día de la Candelaria (Mariä Lichtmess) begeht man besonders aufwendig in Paraíso bei Cartago; zu Ehren der Jungfrau gibt es Theater, Konzerte, Musik und Tanz.

Februar

Im Februar wird in zahlreichen Ortschaften die Fiesta de los Diablitos gefeiert, das Fest der Teufelchen, bei dem die Einheimischen bei Flöten- und Trommelmusik Tänze mit Masken aus Balsaholz aufführen, mit denen die Kämpfe zwischen Indigenen und den Spaniern symbolisiert werden. Die Spanier werden durch Stiere dargestellt, die Einheimischen durch diablitos (Teufelchen).

Karneval

Am Karnevalsdienstag und Aschermittwoch steigt in Liberia ein gewaltiges Volksfest mit Reiterumzügen, Viehmarkt und Tanz; Höhepunkt sind die Stierkämpfe, bei denen Mutproben rund um den Stier gezeigt werden.

Mitte April

Beim Festival Internacional de las Artes in geraden Jahren gibt es Musikaufführungen und Theaterstücke, Ballett und Tänze in ganz San José zu bestaunen und einen Kunsthandwerksmarkt auf der Plaza de la Cultura zu besichtigen. www.festivaldelasartes.go.cr

Ostern

Seit der Kolonialzeit ist Ostern das bedeutendste Fest, das mit landesweiten Umzügen und Prozessionen begangen wird. Wer es sich erlauben kann, legt während der Semana Santa, der Osterwoche, einen Kurzurlaub ein.

Mitte Juli

Die Fiesta de la Virgen del Mar, die feierliche Prozession zu Ehren der Jungfrau des Meeres, findet in Puntarenas auf dem Wasser statt. Beteiligt ist praktisch alles, vom Ruderboot bis zur Motoryacht. Alle sind festlich geschmückt und beleuchtet. So zieht sich die Wasserparade einmal um die Halbinsel im Golf von Nicoya. www.puntarenas.com/puntarenas/virgendelmar.html

2. August

Am Tag der Schutzpatronin ziehen wahre Pilgerscharen zur Basilika von Cartago, wo 1635 Nuestra Señora de los Ángeles, die Jungfrau von den Engeln, erschien und zur Schutzheiligen des Landes wurde.

Oktober

Wochen vor dem eigentlichen Termin um den 12. Okt. hört man bereits die Steeldrums der für den großen Umzug probenden Bands. Während der Festwoche des Karnevals in Limón ist dann an Schlaf kaum zu denken, ununterbrochen bewegen sich die Limonenses zusammen mit sambabegeisterten Besuchern durch die Straßen.

20. Dezember–2. Januar

Zwischen Weihnachten und Neujahr wird im gesamten Land das Fin del Año gefeiert, das Ende des Jahres, mit Pferdeparaden (topes), Stierkämpfen (corridas) und festlichen Umzügen, besonders aufwendig in der Innenstadt von San José.

Offizielle Feiertage

1. Jan. Año Nuevo (Neujahr)
19. März Día de San José (St. Josef)
Gründonnerstag/Karfreitag Jueves y Viernes Santo
11. April Juan-Santamaría-Tag (Gedenktag der Schlacht von Rivas 1856)
1. Mai Día del Trabajo (Tag der Arbeit)
29. Juni San Pedro y Pablo (Peter und Paul)
25. Juli Anexión de Guanacaste (Guanacaste-Tag)
2. Aug. Virgen de los Ángeles (Tag der Schutzheiligen Costa Ricas, der Jungfrau von den Engeln)
15. Aug. Día de la Madre (Mariä Himmelfahrt und Muttertag)
15. Sept. Día de la Independencia (Unabhängigkeitstag)
12. Okt. Día de la Raza (Kolumbustag)
2. Nov. Día de los Muertos (Allerseelen)
8. Dez. Concepción Inmaculada (Mariä Empfängnis)
25. Dez. Navidad (Weihnachten)
Mobilität vor Ort

Auto

Für Urlauber reicht der nationale Führerschein. Bei Fahrten abseits der Hauptstraßen und in Nationalparks ist ein Wagen mit Allradantrieb (doble tracción) erforderlich. Die Straßen sind oft in sehr schlechtem Zustand, teilweise sogar gefährlich. Hinweisschilder fehlen, und die ticos fahren riskant. Im Dunkeln sollten Sie nicht unterwegs sein. Tempolimit: 80 km/h, auf der Straße San José–Puerto Limón 90 km/h.

Öffentliche Verkehrsmittel

Busse fahren von San José in alle Orte und Landesteile. Sie sind äußerst preiswert, am Wochenende aber oft überfüllt. Die privaten Gesellschaften unterhalten eigene Bahnhöfe (in San José mehr als zehn), über deren Lage und Ziele ein Busplan (erhältlich beim ICT und in Hotels) Auskunft gibt. Für Fernverbindungen und Reisen am Wochenende sollte man sein Ticket im Voraus kaufen. Das private Busunternehmen Interbus (www.interbusonline.com) verkehrt mit sechs- bis zwölfsitzigen Kleinbussen täglich in alle Touristenorte, auch von Hotel zu Hotel. Zahlreiche Fähren verkehren im Golf von Nicoya und über die Mündung des Río Tempisque. Im Süden wichtige Verbindung von Golfito nach Puerto Jiménez sowie Fährboot nach Rincón.

Taxis sind an ihrer roten Farbe zu erkennen. Die Preise sind moderat, wenn das Taxameter (maría) eingeschaltet wird. Sonst ist der Preis vorher auszuhandeln, Hinweise dazu im Hotel.

Kreuzfahrten

Puerto Limón an der Karibikküste und Puntarenas am Pazifik sind Ziele von Kreuzfahrtschiffen; in beiden Häfen liegt der Pier nahe dem Stadtzentrum. Golfito ist als künftiges Ziel im Gespräch.

Adressen

Es gibt nicht immer Straßennamen, dann heißt es z. B. „100 m südlich des xy-Parks“. Hausnummern sind fast unbekannt, man gibt die Ecke an: Av. 4/C. 5, d. h. Avenida 4, Ecke Calle 5, oder schreibt z. B. C. 2/Av. 2–4 (noch kürzer: c2, a2/4): „2. Straße zwischen den Avenidas 2 und 4“. Im Übrigen herrschen Postfachangaben (apartado, apto, apdo) vor.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Ein weiteres Grundnahrungsmittel ist Reis, für den man viele Hundert Zubereitungsarten kennt. Reis und schwarze Bohnen sind auch die Basiszutaten für das costa-ricanische Nationalgericht casado. Das bedeutet eigentlich „verheiratet“ – und warum heißt nun dieses populäre Tagesmenü ausgerechnet casado? Es ist das, was den tico angeblich täglich – und für den Rest seines Lebens – erwartet, wenn er eine tica heiratet: Reis und gebratene schwarze Bohnen, Zwiebeln, oft mit Rührei oder auch Sauerrahm. Dazu gibt es gebratene Kochbananen, gebratenes oder gekochtes Fleisch und Salat.

Traditionell wird bereits am Morgen gallo pinto serviert, das zweite Nationalgericht, wiederum eine Mischung aus Reis und schwarzen (oder roten), in der Pfanne gebratenen Bohnen, dazu wahlweise Zwiebeln, Sauerrahm, dünne Maismehlfladen (tortillas), Käse oder Rührei. Auch kann das Gericht ergänzt werden durch Schinken, Huhn oder Speck.

Mittags und abends schätzen die Costa-Ricaner – neben Reis und Bohnen – Hühner- oder Rindfleisch; Eier und Fisch ergänzen den Speiseplan. Köstlich sind die diversen Gemüsegerichte und -beilagen. Neben Karotten, Paprika, Kartoffeln, Kürbis und Zwiebeln werden häufig auch exotisch anmutende Gemüsesorten wie Yucca und Maniokwurzeln serviert. Vorsicht ist angezeigt bei den so harmlos aussehenden picadillos, in Chilischoten und Essigwasser eingelegten Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln und Paprika von mitunter enormer Schärfe.

Für Europäer fremdartig ist vor allem die kreolische Küche, in der Kokosnuss und Gewürze die Hauptrolle spielen. Einer der beliebtesten Eintöpfe heißt rundown (auch: rondon), in Kokosmilch gekochtes Fleisch und Gemüse. Das Meer bildet einen der größten Reichtümer des Landes und versorgt die Costa-Ricaner mit Fisch und Meeresfrüchten. Aus Mexiko kommt ceviche, eine beliebte Vorspeise aus rohem, in Zitronensaft mariniertem Fisch, gewürzt mit Koriander, Limetten und Zwiebeln. Auf Meeresfrüchte spezialisierte Restaurants nennen sich marisquería.

Als Nachtisch gibt es Käse aus Monteverde (z. B. Monte Rico) oder eine der vielen Süßigkeiten wie granizado con fruta, Eiscreme und Früchte auf zerstoßenem Eis.

In Costa Rica schätzt man ein gutes Bier, und die im Land gebrauten Sorten Bavaria, Pilsen und Imperial brauchen den Vergleich mit europäischem Bier nicht zu scheuen. Wein ist teuer und meist importiert. Äußerst beliebt sind Fruchtmixgetränke (frescos), etwa pürierte Mangos oder Bananen, die mit Milch oder Wasser aufgefüllt sind, während in den Hotels und Touristenrestaurants auch reine Fruchtsäfte serviert werden. Am Straßenrand verkauft werden grüne Kokosnüsse (pipas), mit einer Machete geöffnet und mit dem Strohhalm ausgeschlürft – ein idealer Durstlöscher, darüber hinaus heilsam bei Magen-Darm-Problemen.

Costa-ricanischer Kaffee wird in alle Welt exportiert und von den Einheimischen den ganzen Tag über gern getrunken. Beliebt als Sundowner sind die köstlichen Mixgetränke, zum Beispiel piña colada (Ananassaft, Kokosmilch, Rum), daiquirí (Zitronensaft, Rum, zerstoßenes Eis), margarita (Zitronensaft, Cointreau, Tequila), Cuba libre (weißer Rum, Zitronensaft, Cola).

In San José finden Sie Restaurants jeder Couleur. Im mittleren Preisbereich herrschen US-angepasste Häuser vor, die „bessere“ einheimische Gesellschaft bevorzugt europäische Restaurants. Auf dem Land überwiegen einfachere Lokale (sodas) mit einheimischer Küche. Zu den ausgewiesenen Preisen kommen 15 Prozent Steuern und zehn bis 20 Prozent Service hinzu; wo der Bedienungszuschlag nicht pauschal dazuaddiert wird, wird ein entsprechendes Trinkgeld erwartet.

Jeder größere Ort hat seinen Zentralmarkt mit zahlreichen Essständen. Man sitzt auf Holzhockern vor dem Tresen und bekommt vom Frühstück bis zum Abendessen alles serviert. Dazu gibt es Kaffee sowie Obst- und Gemüsesäfte. Und auf den Straßen findet man an vielen Ecken einen Imbissstand, dessen Angebot jedoch oft nichts für den empfindlichen Magen ist. Mit bar schließlich kann fast alles gemeint sein: Kneipe, Esslokal, Café, Gemischtwarenladen oder all das zusammen. Star der costa-ricanischen Kochszene ist Flora Sobrado de Echandi, im Land berühmt unter dem Namen Tía Florita. Die Verfasserin von bald 20 Kochbüchern und Star ungezählter Kochshows führt vor, wie die traditionelle Landesküche variiert werden kann. Ihre Rezepte (www.tiaflorita.tv/recetas) schöpfen aus Altbewährtem, werden durch Verwendung von Gewürzen und neuen Zutaten moderner. Anders als im nördlich gelegenen Mexiko verwendeten die Ticas bis in die jüngste Vergangenheit kaum feurige Saucen und würzten nicht mit Chilis.

In den von Touristen besuchten Orten sind zahlreiche vegetarische Restaurants entstanden sowie von Ausländern betriebene italienische, französische und asiatische Restaurants – deren Kochtraditionen nehmen nun ihrerseits Einfluss auf die Landesküche ebenso wie die aus den USA herüberschwappende Welle des Fusion Food, bei dem aus allen Küchen der Welt geschöpft wird. Fusion-Food-Gerichte werden hauptsächlich in teureren Restaurants angeboten.

Trinkgeld

Im Restaurant ist Service in der Rechnung enthalten, deswegen geben Costa-Ricaner auch meistens kein Trinkgeld; von Touristen wird dies jedoch immer häufiger erwartet. Zimmermädchen sollten ungefähr 300 Colones pro Nacht erhalten, Gepäckträger 200 pro Gepäckstück.

Einkaufen und Shoppen

Aus poliertem Kokosnussholz gefertigte Schalen, an langen Bändern aufgefädelte Muschelketten, die als luftige Vorhänge fungieren, rustikale Keramiken in sanften Erdfarben: In Costa Rica kaufen Sie für wenig Geld individuell hergestellte Artikel. Die Herstellung von artesanías, Kunstgewerbe, hat Tradition: Die mittelamerikanischen Völker waren bereits zu Kolumbus’ Zeiten bekannt für ihre feinen Goldschmuckarbeiten, Keramiken und Webereien.

Kunsthandwerk & Design

Kunsthandwerk & Textilien

Liebhaber finden auch farbenfroh bestickte und mitunter handgewebte Kleider, Jacken, Blusen und Hosen, die auf Märkten angeboten werden. Einige der Artikel stammen aus Guatemala und Mexiko oder sind in ihrer Gestaltung inspiriert von der in Panama verbreiteten Molas-Stickerei. Was für die Textilien gilt, trifft auch auf viele andere Kunsthandwerksartikel zu: Diese werden meist in anderen lateinamerikanischen Ländern hergestellt und nach Costa Rica importiert. Besucher kann das nur freuen, da man so die große Vielfalt des Kunstschaffens an einem Ort erleben kann.

In Sarchí und Umgebung sind besonders viele Kunsthandwerker ansässig; hier blüht das Geschäft mit den bunten carretas, den traditionellen Ochsenkarren, einem farbenfrohen Symbol für Costa Rica. Die Wagen werden in allen Größen hergestellt, dienen als Dekorationsobjekt in Haus und Garten. Weniger auffällig sind die vielen Schaukelstühle aus Leder und Holz, zusammenklappbar und deshalb auch leicht zu transportieren.

Markt & Flohmarkt

Märkte & Geschäfte

Zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten bieten sich in der Hauptstadt an, sie sind freilich teurer als in den übrigen Landesteilen oder direkt beim Erzeuger, aber meist von guter Qualität. Und natürlich ist die Auswahl hier größer. Spezialgeschäfte gibt es zuhauf, man kauft aber auch an der Straße, wo fliegende Händler ihre Waren ausstellen, und auf Märkten. Jedes Dorf hat seinen mercado central, Fundgrube für einfach alles, von Heilkräutern und Tinkturen über Schuhe bis zu Teppichen und handgeschnitzten Kämmen. Kommunikationszentren in ländlichen Gebieten sind die ungezählten pulperías, Krämerläden, die Gewürze und Zigaretten, Haarshampoo und Trockenmilch verkaufen.

Souvenirs

Ökoshops

Eine Fundgrube für Mitbringsel sind die ökologisch orientierten Shops in den Nationalparks bzw. in deren Umgebung. Hier kaufen Sie von Hand hergestellte Seifen aus Limettenöl oder mit Mangoduft, exotische Wellnessöle, Briefpapier aus Bananenblättern, mit Schildkröten bedruckte T-Shirts für Kinder, Kaffee aus heimischer Produktion und vieles mehr.

Unter den vielen nach Costa Rica eingewanderten Menschen sind auch zahlreiche Künstler und Kunsthandwerker, die eigene Produktionslinien schufen. Beliebt ist die Herstellung von Schmuck sowie, bedingt durch den großen Reichtum an Tropenhölzern, aufwendig gefertigten Holzobjekten wie beispielsweise Kämmen, Schmuckschatullen, Tellern und Schalen.

Was Sie nicht kaufen sollten

Ein grauer Markt existiert nicht nur für Schildpatt und daraus hergestellte Produkte, sondern auch für die nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen geschützten Seeschnecken und Muscheln. Wie beim Kauf von Schildpattkämmen setzt auch durch den Erwerb von Riesenmuscheln eine folgenschwere Entwicklung ein: Statt Strandgut zu sammeln, werden bei starker Nachfrage die Tiere eigens für Touristen gefangen und getötet. Solche „Souvenirs“ sollten Sie ebenso wenig kaufen wie alles, was aus Schildpatt oder der Haut von Leguanen hergestellt wurde. Und beim Kauf von Waren aus Edelholz sollten Sie sicherstellen, dass es sich um Plantagenholz handelt, um dem Raubbau am tropischen Regenwald nicht Vorschub zu leisten.

Nationalparks

Bei Wanderungen in den Nationalparks sind oft Gummistiefel und eine Regenjacke vonnöten. Fernglas nicht vergessen! Der Eintritt für die staatlichen Parks beträgt meist 10 US-$. Nationalparkbüro in San José: SINAC (Avenida 15 | Tel. 25226500 | www.sinac.go.cr)

Spezialitäten

arreglado kleines Sandwich mit Fleisch, Käse oder Huhn
arroz con carne/pollo/pescado Reis mit Fleisch/Huhn/Fisch
cajeta Dessert aus Kokos, Zucker, Vanille und Milch
carne asada dünne, gebratene Rindfleischscheiben
chicharrones knusprig gebackene Stücke der Schweineschwarte
chorreado Maispfannkuchen mit Sauerrahm
empanada gerollter Maispfannkuchen mit Bohnen, Käse, Fleisch, Kartoffeln
enchilada Teigtasche mit Käse, Kartoffeln, Fleisch
frijoles molidos Püree aus Bohnen mit Zwiebeln und Paprika
frijoles refritos Brei aus gebratenen roten oder schwarzen Bohnen
gallo Tortilla mit Bohnen, Käse, Fleisch, Tomaten, Bratkartoffeln
guacamole pürierte Avocados, gewürzt mit Zitronensaft und Tomaten
olla de carne Eintopf mit Fleisch, Huhn, Kartoffeln, Gemüse, Mais, Yucca, Kochbanane
pan bon dunkles Früchtegewürzbrot
patacones dünne, frittierte Kochbananenscheiben
patí Teigtaschen mit Hackfleisch, Huhn, Fisch oder Kochbanane
pionono Püreerolle aus Kochbanane und schwarzen Bohnen
plátanos fritos gebratene Kochbananen
pollo asado scharf gewürztes Brathähnchen
quesadillas Getreidemehltortilla mit Käse
sopa negra schwarze Bohnensuppe mit Gemüse und Ei
taco frittierte Tortilla mit Fisch-, Fleisch- oder Gemüsefüllung
tamal in Bananen- oder Maisblättern gedämpfter Maisfladen, gefüllt mit Fleisch und Paprika
tostada gebackene Tortilla mit Füllung
Stichworte

Bananen

Grün und Blau prägen das Bild der Landschaft: das Grün der Bananenstauden, das Blau der über die reifenden Früchte gehängten und mit Insektiziden getränkten Plastiktüten. Bananen sind heute ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, Costa Rica gilt als der weltweit zweitgrößte Bananenexporteur. Anbau und Vermarktung begannen Ende des 19. Jhs. Neben Kaffee avancierten Bananen zum bedeutendsten Exportgut, und das Land wurde damit abhängig von US-amerikanischen Konzernen und Geldgebern.

Bevölkerung

80 Prozent der 4,6 Mio. ticos sind weiß – als Nachfahren der Spanier nehmen sie damit eine Sonderstellung unter den Bewohnern Lateinamerikas ein. Nur 15 Prozent der Bevölkerung sind Mestizen (zum Vergleich: in Mexiko 80 Prozent), also Nachkommen von Weißen und Indigenen. 1 Prozent der Bevölkerung sind Schwarze, 1 Prozent Chinesen und 1,5 Prozent indígenas; die Nachfahren der indianischen Ureinwohner – rund 55 000 von ihnen leben in 35 kleinen Reservaten – gehören zur ärmsten Bevölkerungsgruppe. Da in Costa Ricas Verfassung das Recht auf politisches Asyl verankert ist, wurde das kleine Land zur Zuflucht vieler Tausend aus El Salvador und Nicaragua geflohener Menschen. Das Bevölkerungswachstum ist hoch, die Kinderzahl pro Familie liegt bei durchschnittlich fünf. Knapp 90 Prozent der Bevölkerung sind römisch-katholisch.

Epiphyten

Sie prägen das Bild der tropischen Wälder: In den Astgabeln und auf den Stämmen anderer Bäume wachsen Gastpflanzen. Es gibt Zehntausende unterschiedliche Arten: Bromelien, Farne, Moose und Kakteen – die schönsten sind allerdings zweifellos die 1300 tropischen Orchideenarten. Da es am Waldboden sehr schattig ist, sichert ihre luftige Höhe den Pflanzen das Überleben: Im Dach des Waldes ist es heller und zugleich weniger feucht.

Geografie

Costa Rica ist mit 51 200 km2 (das entspricht ungefähr der Größe der Schweiz) das drittkleinste Land auf dem amerikanischen Festland. Seine Topografie wird zum beträchtlichen Teil von Bergland bestimmt, das 70 erloschene und aktive Vulkane überragen. Diese Kordillerenkette zieht sich von Nordwesten nach Südosten quer durch das Land und wirkt als Wetterscheide. Der höchste Berg, der Chirripó, misst 3819 m. Ein großer Tieflandbereich zieht sich an der Atlantikküste entlang: ein tropisches, immerfeuchtes Gebiet von Sümpfen, Lagunen und Flüssen. Die Hauptstadt San José und ihre dicht besiedelte Umgebung liegen in der zentralen Hochebene am Fuß der Cordillera Central. Die Grenzen des Landes zwischen Atlantik- (200 km) und Pazifikküste (1200 km) bilden Nicaragua im Norden und Panama im Süden.

Landwirtschaft

Da Bodenschätze rar sind, sind Bananen, Kaffee, Zucker, Ananas, Kakao, Palmöl und Rindfleisch bedeutsame Ausfuhrprodukte. Auch die Holzwirtschaft ist ein wichtiger ökonomischer Faktor. Costa Rica verkauft Edelhölzer in alle Welt, koppelt den Einschlag jedoch mit umfangreicher Wiederaufforstung.

Militär

1948, in politisch unruhigen Zeiten, übernahm der Sozialdemokrat José Figueres Ferrer für 18 Monate die Regierungsgeschäfte, begann mit wirksamen sozialen Reformen und legte ein Jahr später eine Verfassung vor, die die Abschaffung des Militärs enthielt. Eine Maßnahme, die sich für Costa Rica in vielfacher Weise bezahlt machte: Das gesparte Geld wurde für soziale Wohlfahrt und das Gesundheitswesen, für die Alphabetisierung der Bevölkerung und eine umfassende Reform des Bildungswesens eingesetzt. Heute steht Costa Rica mit diesen Errungenschaften in Lateinamerika einzigartig da, ohne dass es durch die fehlende Armee je einen Nachteil hatte.

Nationalparks & Naturschutzgebiete

Zu Costa Ricas mehr als 20 Nationalparks kommen weitere Wild- und Naturschutzgebiete sowie in Privatbesitz befindliche Wälder und Reservate, solche, die von Hotels und Gästehäusern, von Haciendas, Fincas und Lodges sowie Tier- und Naturschutzorganisationen unterhalten werden. Eintrittsgelder, Spenden und touristische Attraktionen (Zip Lines, Aerial Tram etc.) dienen zum Teil deren Unterhalt. Die Zugänglichkeit der Reservate erlauben angelegte Pfade (senderos), die Sie individuell oder mit Führer (guide) begehen können. In der Regel darf man in Costa Rica nicht an den nature guides sparen, da man ohne diese viel weniger sieht und versteht. Zudem sind sie oft sehr gut ausgebildet, voller Verständnis für die Natur und auch für die Interessen der costa-ricanischen Bevölkerung und kompetente und freundliche Gesprächspartner. www.sinac.go.cr

Öko & Eco

Costa Rica ist das weltweit bedeutendste Ziel für Ökotourismus, Synonym für naturnahes, umweltverträgliches Reisen, seitdem das Land in den 1980er-Jahren Natur als Ressource erkannte und Schutzgebiete ausbaute. Heute gibt es kaum ein Hotel, keinen Anbieter, der für sein Geschäft nicht die Bezeichnung „ecological“ im Beinamen verwendet. Doch mit der wachsenden Beliebtheit des kleinen Landes leiden immer häufiger die empfindlichen Ökosysteme. Beispiel Manuel Antonio, das heute mit mehreren Flügen täglich von San José erreicht wird: Die senderos im nur 7 km2 großen Nationalpark werden jährlich von Hunderttausenden von Besuchern abgelaufen, so dass die Affen mittlerweile um Bananen betteln und montags der Park zum Müllbeseitigen geschlossen wird. In Tortuguero werden Touristen mit dem Motorboot über die Kanäle zu den Lodges und den Krokodilen gebracht – eine langsamere Fortbewegung würde weniger Schaden anrichten. Auch die Kriterien für die zahlreichen Qualitätssiegel, mit denen sich Hotels und Lodges schmücken, sind nicht immer durchsichtig. Und mitunter bringt die Forschung verblüffende Ergebnisse: große, nachhaltig ausgerichtete Hotels mit umweltbewusster Versorgungstechnik hinterlassen weniger Umweltschäden als kleine, überall im Land entstehende Lodges.

Regenwald

Höhen von 40 m und mehr sind keine Seltenheit unter den Tausenden von Baumarten im costa-ricanischen Regenwald. Tatsächlich beherbergt dieser Wald – der nur noch weniger als zehn Prozent der Erdoberfläche bedeckt – mehr als die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten weltweit. Das Leben im Dschungel spielt sich in stockwerkartigen Etagen ab – dunkel, heiß und extrem feucht am Boden; weitgehend unerforscht ist das Leben in den Baumkronen. Das stabilste, aber auch sensibelste Ökosystem der Erde, Millionen von Jahren alt, überstand Klimaschwankungen bis hin zur Eiszeit, ist heute jedoch durch den Menschen und die von ihm verursachten Umwelteinflüsse bedroht. Noch vor 50 Jahren bedeckten in Costa Rica der Regenwald (in den tropischen Tieflandregionen) und der Nebelwald (in Höhen ab 1000 m) über 70 Prozent des Landes.

Schildkröten

Die einen schätzen sie als Häppchen oder Suppe, die anderen als Schmuck: Trotz zahlreicher Artenschutzabkommen und gesetzlicher Bestimmungen werden Eier, Fleisch und Panzer der Schildkröten in den Tropen noch immer verwertet und exportiert. Einige Arten der Tiere, seit rund 100 Mio. Jahren auf der Welt, gehen heute ihrem Ende zu. In Costa Rica hat man sich ihrer angenommen, mehrere Forschungsstationen untersuchen, kennzeichnen, schützen sie und ziehen sie auch auf. An beiden Meeren des Landes schwimmen die Schildkröten zu Tausenden an den Strand, bei Hochwasser und Mondlicht, kriechen mühsam hinauf und graben 50 cm tiefe Löcher für ihre Eier. Einige der Tiere sind mehrere Hundert Kilo schwer, und entsprechend langsam gestaltet sich die nächtliche Prozedur, bei der Touristen – mit einigen Vorsichtsmaßnahmen, d. h. ohne Licht und Geräusche – zuschauen können. Die Eier werden in sechs bis acht Wochen von der Sonne ausgebrütet – falls sie niemand vorher ausgräbt –, und dann wühlen sich bis zu 100 kleine Schildkröten durch die Sandschicht nach oben und streben sofort dem Wasser zu. Viele erreichen ihr Ziel nicht und werden vorher zur Beute von Menschen, Vögeln und Fischen.

Steinkugeln

Hunderte hat man bisher entdeckt, und viele werden vermutlich noch gefunden werden: künstliche Steinkugeln, aus Granit und Lava, zwischen 10 cm und 2 m groß, perfekt gerundet und bis zu kolossalen 16 t schwer. Die Rundung war nicht so schwer: Vermutlich wurde mit einer Schnur und einem spitzen Stein ein Halbkreis auf stabiles Holz geritzt und der Halbkreis ausgeschnitten. Damit entstand eine Schablone, und die Feinbearbeitung des Steins erfolgte durch Rotieren des Steins in der Schablone. Sie liegen in Costa Ricas Süden im Dschungel und in Flussmündungen, in Tälern und auf Bergen. Die Kugeln wurden vermutlich von den Brunca, einem präkolumbischen Volk, hergestellt und symbolisierten möglicherweise die Gestirne, deren Anordnung man mit ihnen „nachstellen“ konnte. Viele wurden von den Spaniern zerstört, weil sie in deren Mitte Gold vermuteten. Die auch indian stone balls oder spheres (www.mystery spheres.com) genannten Kugeln zieren heute Museen, Parks und öffentliche Gebäude, zwei sieht man im Vorgarten des Paseo Colón 2044 in San José.

Ticos & Ticas

Die spanische Verkleinerungsform, das „ito“ oder „ita“, ist ein Zeichen von Freundlichkeit. Aus momento wird so momentito, „Momentchen“. Die Costa-Ricaner verwenden als Diminutiv „ico“, sagen also momentico, und besonders gern verdoppeln sie die Verkleinerungsform, machen aus hermano (Bruder) hermanitico (kleines Brüderchen). Wegen dieser Angewohnheit nennen die übrigen Lateinamerikaner sie ticos, und das haben sie gern angenommen.

Volunteering

Kein anderes Land bietet so viel Gelegenheit für Freiwilligenarbeit und zieht so viele volunteers an wie Costa Rica, in erster Linie in den Bereichen Tierschutz und Naturschutz. Dies reicht von der Bewachung von Schildkröteneiern an den Pazifik- und Karibikstränden über Hilfsarbeiten in den Naturschutzgebieten bis zur Betreuung verletzter Wildtiere und Englischunterricht für Schulkinder. In der Hacienda „Paradiesblume“ arbeiten volunteers in der organischen Landwirtschaft, im botanischen Garten, im Wald oder Stall und nehmen teil an der Umwelterziehung. www.la-flor.org/volunteer.html

Bei der Organisation „Praktikawelten“ (www.praktikawelten.de) kann eine Vielzahl von Praktika, auch mit Spanischunterricht und Unterkunft in Hostels bzw. bei Gastfamilien, gebucht werden.

Vulkane

Keine Angst, Vulkanausbrüche sind in Costa Rica selten und meist vorhersehbar. Auch in anderer Hinsicht entsprechen sie nicht immer dem verbreiteten Image. So zeigen durchaus nicht alle Vulkane des Landes die klassische Zuckerhutform, viele tarnen sich als gewöhnliche Berge. Und Vulkanasche bescherte dem Land seine fruchtbaren Böden. Der Vulkan Arenal (1657 m), 100 km nördlich von San José, ist der aktivste des Landes; 1968 erfolgte ein großer Ausbruch mit mehr als 80 Toten. Bei seinen regelmäßigen Eruptionen tritt Lava aus, die die Westhänge herabfließt. In dem umliegenden Hotels und Lodges können Sie nachts und bei wolkenlosem Himmel die Eruptionen und rot glühenden Lavaströme sehen.

Wirtschaft

In den letzten Jahren erlebte Costa Rica einen starken wirtschaftlichen Aufschwung mit sinkender Arbeitslosenzahl. Der Export von Bananen und Kaffee sank zwar, jedoch nahmen Industrie (z. B. Computerchips), Tourismus und Dienstleistungen zu. Allerdings gehen 40 Prozent der Exporte in die USA, und die Mehrheit der Touristen kommt ebenfalls von dort. Diese starke Abhängigkeit von nur einem Wirtschaftspartner bereitet vielen Politikern im Land beträchtliche Sorge.

Bloss nicht!

In Drogengeschäfte verwickeln lassen

An der Karibikküste sind die eindeutigen Angebote besonders häufig, aber die Polizei versteht auch bei „weichen“ Drogen keinen Spaß. Denn lange galt Costa Rica als Umschlagplatz für den Drogenhandel zwischen Süd- und Nordamerika, und man ist bemüht, diesem Ruf die Grundlage zu entziehen. Also besser ein eindeutiges und bestimmtes no, gracias.

Falsche Kleidung tragen

Bei der Wahl ihrer Kleidung sind die Costa-Ricaner konservativ, auch wenn ein Teil der weiblichen Jugend einen anderen Eindruck macht. Knappe Oberteile und kurze Hosen trägt man nicht in der Öffentlichkeit.

Leichtsinnig sein

Verglichen mit anderen lateinamerikanischen Ländern ist Costa Rica nahezu ein Paradies. Der neoliberale Wirtschaftskurs hat aber eine Schicht besonders armer Leute nach sich gezogen, dazu gibt es rund 200 000 Flüchtlinge aus Nicaragua ohne Einkommen. Haben Sie am besten wenig dabei, wenn Sie in San José, Puntarenas oder Limón zu Fuß unterwegs sind, und: Tragen Sie keinen Schmuck!

Unbedacht Souvenirs kaufen

Unter den vielen Souvenirs sind auch einige, die Tierschützern Sorgen bereiten: Taschen aus Krokodil- und Schlangenleder, Tierfelle, Schildpattarbeiten, Schildkrötenpanzer, seltene Muscheln sowie Korallen und daraus gefertigter Schmuck. Verboten ist die Einfuhr dieser Dinge in das Heimatland ohnehin.

Strömungen unterschätzen

Vorsicht beim Baden: An der gesamten Pazifikküste und am südlichen Atlantik gibt es gefährliche Strömungen, teilweise auch schon in knietiefem Wasser. Sie sollten daher nie am offenen Meer, sondern immer in Buchten baden. Kleine Kinder niemals aus dem Auge verlieren. Strandwachen gibt es nur wenige, am besten nach den Einheimischen richten.

Nachts Auto fahren

Auf den Straßen sind Schlaglöcher keine Seltenheit. Tiefe Löcher können gefährlich werden. Weil man die Löcher nachts schlechter sieht, bleibt das Auto dann am besten stehen.

Haifischflossen bestellen

Der Handel mit Haiflossen ist in Costa Rica verboten, jedoch an der Pazifikküste weit verbreitet. Taiwanesische Fischfirmen haben hier Fischkutter und private Docks, der Hauptteil des Fangs geht nach Asien. Ihrer Flossen beraubt, sinken Haie auf den Meeresgrund und ersticken langsam und qualvoll. Falls in Restaurants Haifischflossensuppe auf der Karte steht, sollten Sie deshalb unbedingt verzichten!

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Kriminalität

Die Gefährdung durch Kriminalität in Costa Rica ist hoch, es muss mit einer höheren Gewaltbereitschaft gerechnet werden, vor allem nach Einbruch der Dunkelheit.
Besondere Vorsicht wird in San José (dort insbesondere in der Umgebung der Busbahnhöfe und der Calles 14 y 6, Av. Central y 7), zwischen Jacó und Quepos, sowie Uvita und an den Stränden in der Provinz Guanancaste am Pazifik empfohlen.
An der Karibikküste weist die Gegend der Hafenstädte Moin und Limón eine besonders hohe Gewaltkriminalität auf. In den beliebten Touristenzentren Cahuita und Puerto Viejo ist es zu bewaffneten Raubüberfällen, auch auf Touristen, gekommen. Auf der Strecke zum Flusshafen Embarquadero La Pavona mit Ziel Tortuguero wurden zuletzt bevorzugt touristische Reisebusse unter Anwendung von Waffengewalt überfallen.
Wertsachen sollten nur im unbedingt erforderlichen Umfang mitgeführt und auf Schmuck ganz verzichtet werden, ebenso auf sichtbar getragene Gürteltaschen. Gepäck sollte man nie - auch nicht in abgeschlossenen Fahrzeugen - unbeaufsichtigt lassen. Das gilt auch für private touristische Busse mit Reiseleitung. Es kommt zu Autodiebstählen und -aufbrüchen, insbesondere an der Brücke beim Fluss Tarcoles, an den Stränden Playa Hermosa und in Drake Bay. Fahrzeuge sollten stets nur auf bewachten Parkplätzen abgestellt werden. Auch nicht sichtbare elektronische Geräte werden von den Dieben mittels eines Scanners entdeckt und entwendet. Vorsicht gilt bei Hilfe anbietenden Personen z.B. bei Reifenpannen sowie vorgetäuschten Pannen: Mietwagen oder Helfende können ausgeraubt werden.
Transportunternehmen des Linien- und Überlandverkehrs zahlen in aller Regel keinen Schadenersatz für abhanden gekommenes/gestohlenes Reisegepäck. Gepäck sollte daher nach Möglichkeit hier im Personenteil eines Busses transportiert und nicht aus den Augen gelassen werden. Besonders verbreitet ist der Diebstahl der in der Gepäckablage verstauten Tagesrucksäcke, durch Ablenkungsmanöver. Pässe, Kreditkarten und andere wichtigen Dokumente sollten hier unbedingt am Körper getragen werden und Taschen bei Busfahrten im Fußraum verstaut werden. Besondere Risiken bestehen bei Nachtfahrten und Unternehmungen in der Dunkelheit.

Es wird dringend davon abgeraten, sich bei bewaffneten Überfällen zur Wehr zu setzen, da sich viele Täter dann nicht scheuen, von der Waffe Gebrauch zu machen.

In den großen Touristenzentren (Jacó, Tamrindo und San José) sind Beamte der Touristenpolizei im Einsatz, die über die kostenlose Notrufnummer 911 (meistens auch englischsprachig) erreichbar ist. Auch das costaricanische Tourismusinstitut (ICT) bietet Touristen über die kostenlose Rufnummer (+506) 800-8868-7476 oder 800-8887-4766 Unterstützung an.

Naturkatastrophen

In Mexiko, in Zentralamerika, der Karibik und den südlichen Bundesstaaten der ist von Mai bis November Hurrikan-Saison.
Reisende nach Costa Rica müssen in dieser Zeit mit Tropenstürmen und intensiven Regenfällen rechnen und werden gebeten, die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland zu beachten.

Starke Regenfälle können gefährliche Flutwellen in Flüssen und Bächen sowohl in den Bergen als auch an der Küste auslösen. Es ist daher, insbesondere während der Regenzeit von ca. Mai bis November, besondere Vorsicht beim Baden an Wasserfällen und in Flüssen (auch wegen Krokodilen), Wanderungen in Flusstälern und Aktivitäten wie Rafting geboten. Im Zweifel sollte davon abgesehen werden.

Costa Rica liegt in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen kommt. Von den 16 Vulkanen in Costa Rica sind derzeit die Vulkane Turrialba, Rincon de la Vieja, Poás und Irazú aktiv. Bei Ausbruch kann dies zur Schließung des internationalen Flughafens Juan Santamaria in San José/Alajuela führen. Die costa-ricanische Katastrophenschutz-Kommission (Comisión Nacional de Emergencias, CNE) informiert über eventuelle Katastrophengebiete.
Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Deutschen Geoforschungszentrums Potsdam.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Reisende, die mit Pauschalangeboten reisen, werden in der Regel über die Reiseveranstalter mit Informationen versorgt.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Sprachen

Grundkenntnisse im Spanischen sind in Costa Rica empfehlenswert bzw. für Individualreisende notwendig.

Straßenverkehr

Die Straßen befinden sich generell in einem sehr schlechten Zustand (Schlaglöcher). Defensives Fahren wird dringend angeraten. Nachtfahrten sollten vermieden werden. Im Falle eines Unfalls dürfen die beteiligten Fahrzeuge i.d.R. erst nach Aufforderung der Polizei bewegt werden, da dies andernfalls als Schuldeingeständnis gewertet wird. In diesem Fall sollte man das Eintreffen eines Sachverständigen der Versicherungsgesellschaft (INS) abwarten. Die nationale Notrufnummer ist die 911. Bei einem Unfall muss damit gerechnet werden, dass das Mietwagenunternehmen - unabhängig von der Schuldfrage - die Kaution einbehält (bis zu ca. 2.000,- US-$).

Bei kleineren Schäden an den Unfallfahrzeugen ohne Personenschaden und wenn die Fahrzeuge ohne Abschleppfahrzeug bewegt werden können, besteht jedoch die Möglichkeit einer Einigung direkt an der Unfallstelle, ohne dass die Polizei zur Unfallstelle gerufen werden muss. Diese Einigung zwischen den Unfallparteien ist auf der mitzuführenden Erklärung "Declaración de Accidente de Tránsito Menor" festzuhalten. Die Erklärung hat den Charakter einer eidesstattlichen Erklärung und führt dazu, dass i.d.R. keine Verhandlung beim Verkehrsgericht mehr erforderlich ist. Zusätzlich zu dem Formular sind als Dokumentation 5 Fotos oder 2 Videos von dem Unfall/Unfallstelle auf die Seite des INS zu laden. Mehr Informationen finden sich unter: www.ins-cr.com

Die allgemeinen Verkehrsregeln und die bei Ordnungswidrigkeiten vorgesehen hohen Strafen sind im "Ley de Tránsito por Vías Públicas Terrestres y Seguridad Vial" (Ley N° 9078) geregelt. So droht bei Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss im Falle eines Unfalls mit Todesfolgen eine Gefängnisstrafe bis zu 15 Jahren.

Auch in Costa Rica sind die Nutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt und das Fahren ohne Sicherheitsgurt unter - sehr hohe - Strafen gestellt (derzeit rund 104.000 Colones).

Sollten Reisende insbesondere außerhalb der Hauptstadt in Verkehrskontrollen ohne Belege zu einer Zahlung aufgefordert werden, kann über die Webseite des Ministeriums für Straßenbau und Transport (MOPT) durch Ausfüllen eines Formulars oder persönlich in einer Niederlassung der MOPT Anzeige gegen die jeweiligen Beamten erstattet werden. Die auf der Uniform ersichtliche Identifikationsnummer und die Nummer der Einheit sowie das Nummernschild des Fahrzeuges des/r Beamten sollten dabei angegeben werden können, andere Beweise (Zeugen, Dokumente, Fotos, Videoaufnahmen) sind von Vorteil.
Die Begleichung von Geldstrafen geschieht in Costa Rica ausschließlich über nationale Banken. Eine Bezahlung in Bar dürfen die Beamten somit nicht verlangen. Auch wenn die Entfernungen in Costa Rica kurz erscheinen, nehmen Überlandreisen oft viel Zeit in Anspruch.
Aktuelle Informationen über die Straßenverhältnisse können telefonisch unter 800-87267486 (von Costa Rica aus) erfragt werden (Spanischkenntnisse erforderlich).

Mietwagen

Bei der Übernahme sollten die Funktionsfähigkeit und der äußere Zustand des Fahrzeugs gründlich geprüft und in einem Protokoll sowie per Kamera festgehalten werden.
Die meisten Mietwagenfirmen bieten die Möglichkeit an, einen Transfer vom Flughafen zum Hotel zu buchen.

Überlandbusse
Alternativ zu einem Mietwagen kann man Costa Rica auch mit Überlandbussen bereisen. Fast alle bedeutenden Touristenorte werden ab San José zuverlässig von Fernbussen angefahren. Es gibt kein zentrales Busterminal. Reisende sollten sich daher über das genaue Abfahrtsterminal in San José informieren. Das Reisen mit diesen Bussen ist weitgehend sicher, Reisenden sollten dennoch auf ihre Wertsachen und ihr Gepäck achten. Näheres dazu auch im Abschnitt Kriminalität.
Busnetzeinschränkungen gibt es ggf. auf der Nicoya-Halbinsel. Dort kann aber, wie auch an vielen anderen Orten, auf private Shuttleservices zurückgegriffen werden.

Baden im Meer

Besondere Vorsicht ist beim Baden im Meer geboten. Starke Strömungen und plötzlicher, starker Wellengang können auch gute Schwimmer in Gefahr bringen und führen jährlich zum Tod von Touristen und Einheimischen. Einheimische sollten befragt und ihre Hinweise unbedingt beachtet werden. Es ist zu bedenken, dass die Sicherheitsvorkehrungen sehr häufig nicht den europäischen Sicherheitsvorstellungen entsprechen (wenige Gefahrenhinweise, wenige Strände mit Rettungsschwimmern, keine Rettungsboote).

Abenteuer-Tourismus

Abenteuer-Tourismus (Wildwasser-Rafting, Canopy usw.) erfreut sich in Costa Rica großer Beliebtheit. Die Sicherheitsvorkehrungen entsprechen häufig nicht dem deutschen Standard. Da es hierbei immer wieder zu Unfällen kommt, ist es ratsam, Abenteuer-Touren nur bei etablierten, beim Instituto Costarricense de Turismo (ICT) registrierten, Tourismusunternehmen und ggfs. mit englischsprachigen Führern zu buchen und Sicherheitsmaßnahmen vorher abzufragen. In diesem Zusammenhang weist das Auswärtige Amt darauf hin, dass außerhalb von San José häufig nur eine medizinische Grundversorgung möglich ist (siehe Abschnitt Ärztliche Versorgung im Notfall). Ebenso empfiehlt sich, vorsorglich mit der Reisekrankenversicherung zu klären, ob diese Behandlungskosten im Falle von Unfällen im Bereich Abenteuer-Tourismus/Risikosportarten (s. o.) übernimmt.

Geld/Kreditkarten

Die meisten Banken wie z.B. die Banco Nacional, Banco de Costa Rica und die ATH haben Verträge mit Maestro gekündigt, so dass mit einer Maestro-Karte bei diesen Banken kein Bargeld mehr abgehoben werden kann. Eine Bargeldversorgung mit der Maestro-Karte ist deshalb nur noch bei der Scotia Bank gegen eine Gebühr von 15% möglich. Die Abhebung ist i.d.R. bis zu einer Höhe von ca. 200.000,-Colones pro Tag (ca. 300,- €) bzw. dem mit der Hausbank vereinbarten Rahmen möglich. Beim Geldziehen direkt am Schalter, was nur mit Kreditkarte möglich ist, ist Vorsicht geboten, da dies häufig eine Spontansperre der Karte auslöst, die nur telefonisch aufgehoben werden kann.
Reisende sollten sich nicht ausschließlich hierauf verlassen, sondern alternative Zahlungsmittel (Bargeld in Euro und US-Dollar) mitführen.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch

Medizinische Versorgung.

Es gibt regelmäßig Fälle, in denen Notfallpatienten wegen nicht vorliegender Kostenübernahme die Behandlung verweigert wird. Gleiches gilt für die zahlreichen privaten Ambulanzdienste (z.B. für Helikoptertransport vom Unfallort in ein Krankenhaus in San José).

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja (bei Transitreise über die besteht Visapflicht!)

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen: Alle Reisedokumente müssen sich in gutem Zustand befinden. Nach costa-ricanischem Recht müssen die Dokumente nur für den Tag der Einreise selbst und den Folgetag gültig sein. Da für die Rückreise (auch Transit) oder die Weiterreise über andere Länder meist jedoch eine längere Gültigkeit - die mindestens den kompletten Reisezeitraum abdecken muss oder darüber hinausgehende Gültigkeiten voraussetzt - erforderlich ist, wird grundsätzlich empfohlen, Reisedokumente mit einer Gültigkeit von einem halben Jahr mit sich zu führen.
Im Fall eines Passverlusts ist die bisher gewährte Ausreise auch mit deutschem Personalausweis nicht mehr möglich.

Visum

Deutsche Staatsangehörige können nach Costa Rica zu touristischen Zwecken für bis zu 90 Tage mit einem Reisepass visafrei einreisen. Ein Anspruch auf die maximale Aufenthaltsdauer besteht nicht, häufig wird eine kürzere Aufenthaltsgenehmigung erteilt. Die Entscheidung hierüber wird vom Beamten bei der Einreise auf der Grundlage des Rückflugtickets, Aufenthaltszwecks, finanzieller Leistungsfähigkeit, etc. erteilt. Reisende müssen ein Rückflugticket/Anschlussticket/Busticket und einen Finanzierungsnachweis für den Aufenthalt im Land vorlegen. Anträge auf Verlängerung der Aufenthaltsdauer können bei der Ausländerpolizei (Migración) gebührenpflichtig gestellt werden.
Sollte ein längerer Aufenthalt oder die Einreise zu einem anderen Zweck (z.B. Praktikum, Freiwilligendienst, Studium) geplant sein, so muss dafür vor der Einreise eine Aufenthaltserlaubnis bei der zuständigen Botschaft Costa Ricas in Berlin beantragt werden. Die costaricanische Einwanderungsbehörde informiert über Einwanderungsvoraussetzungen auf ihrer Webseite unter www.migracion.go.cr

Bei der Einreise von Panama und Nicaragua nach Costa Rica auf dem Landweg sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass sowohl der costa-ricanische Einreisestempel als auch der panamaische bzw. nicaraguanische Ausreisestempel im Reisepass angebracht werden. Bei dem panamaisch-costaricanischen Grenzübergang Sixaola muss eine Brücke zu Fuß überquert werden. Reisende müssen dort darauf achten, von beiden Grenzkontrollen Stempel zu erhalten und die Brücke nicht ohne den Besuch der jeweiligen (daneben befindlichen) Grenzstationen zu überqueren. Gleiches gilt für die Rückreise.
Ohne diese Stempel im Pass kann es zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Aus- und Weiterreise kommen, da die Ausländerpolizei in diesen Fällen die Möglichkeit eines illegalen Aufenthalts in Costa Rica prüft und zu diesem Zweck die Pässe bis zu einem Monat einbehält. Es können aus diesem Grund Inhaftierungen und Abschiebungen erfolgen.

Hinweise für Minderjährige

Minderjährige können grundsätzlich ohne Begleitung der Sorgeberechtigten einreisen und benötigen nach costa-ricanischem Recht nicht deren förmliche Einverständniserklärung. Die Praxis hat jedoch gezeigt, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass die costa-ricanischen Behörden auf die Vorlage einer notariellen Einwilligungserklärung der gesetzlichen Vertreter, in spanischer Sprache mit Apostille (Überbeglaubigung) nach dem Haager Übereinkommen zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Legalisation, bestehen.

Bei der Ausreise aus Costa Rica von Minderjährigen, die auch costaricanische Staatsangehörige oder in Besitz einer Aufenthaltsgenehmigung (residencia) für Costa Rica sind, auch wenn dieser Aufenthaltstitel bereits abgelaufen ist, und die allein oder in Begleitung nur eines Elternteils oder einer dritten Person ausreisen, verlangen die costaricanischen Grenzbehörden ein sog. "Permiso de Salida" (Ausreiseerlaubnis), das bei der Migración in San José (bei Aufenthalt in Costa Rica) oder bei der costaricanischen Botschaft in Berlin beantragt werden kann. Ohne dieses Dokument wird eine Ausreise aus Costa Rica selbst dann nicht gestattet, wenn der mitausreisende Elternteil sein alleiniges Sorgerecht nachweisen kann. Welche Unterlagen im Einzelfall für die Ein- und Ausreise notwendig sind, sollte vor der Reise mit der costaricanischen Botschaft in Berlin geklärt werden.

Ein- und Ausreise über die
Für Ein- und Ausreise über die sind die Einreisebestimmungen für die zu beachten.
An den costaricanischen Flughäfen gelten verschärfte Sicherheitsvorkehrungen bei Reisen in und über die. So ist u.a. die Mitnahme von pulvrigen Substanzen (z. B. Kaffee) im Handgepäck nicht gestattet. Zu Ausnahmen (z. B. Erwerb in der Duty-Free-Zone) kontaktieren Sie bitte Ihre Fluglinie.
Ferner sollten Sie beachten, dass im Falle des Passverlusts (z. B. durch Diebstahl) von der deutschen Botschaft in San José kurzfristig ein vorläufiger Reisepass ausgestellt werden kann. Der vorläufige Reisepass berechtigt nicht zur visafreien Einreise in die, so dass vor Rückreise nach Deutschland über die noch ein Visum bei der Botschaft der in San José beantragt werden muss. Die Visabeantragung kann mehrere Arbeitstage in Anspruch nehmen, so dass unter Umständen der Rückflug nach Deutschland umgebucht werden muss.
Bei Diebstahl des biometriefähigen Reisepasses kann jedoch trotz des vorläufig ausgestellten deutschen Reisepasses und US Transitvisum die Einreise in die nicht garantiert werden. Daher wird empfohlen einen Transit in die möglichst zu umgehen und den Flug umzubuchen.

Gebühren bei Ausreise

Seit Juni 2015 ist die Ausreisesteuer bei den meisten Fluggesellschaften in den Flugtickets enthalten. Wird die Grenze auf dem Landweg überquert, ist die Steuer zu entrichten (i.d.R. 7,- USD, zahlbar auch in colones). Bei längeren nicht-touristischen Aufenthalten, ohne erforderliches Visum, können Bußgelder verhängt werden.
Am 20.04.2018 tritt ein Gesetz über die Erhebung von Strafzahlungen bei illegalem Aufenthalt in Kraft. Sollten Sie sich länger in Costa Rica aufhalten, als Ihnen bei der Einreise erlaubt wurde, so muss pro angefangenem Monat, den Sie sich ohne Aufenthaltserlaubnis in Costa Rica aufgehalten haben, eine Strafe von 100 US-$ gezahlt werden. Diese kann auf der Homepage der Migración, landesweit in den Filialen der Banco de Costa Rica oder über Tucán und in Postfilialen der Correos de Costa Rica in Paso Canoas, La Cruz, Liberia und Alajuela gezahlt werden. Bei Nichtbegleichung wird ein Einreiseverbot verhängt, das für den dreifachen Zeitraum des illegalen Aufenthaltes gilt. Diese Regelung gilt sowohl für Touristen, als auch für Personen mit temporärem Aufenthaltstitel.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Es ist verboten, Fleisch- und Wurstwaren, Milchprodukte, Obst und Gemüse (Ausnahme: Konserven) im Reisegepäck nach Costa Rica einzuführen.
Die Ausfuhr von Pflanzen, Tieren und Muscheln aus Costa Rica ist ebenfalls verboten.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Drogenbesitz und -handel sind in Costa Rica strafbare Delikte und werden von den einheimischen Behörden verfolgt. Bei Festnahme ist mit einer Verurteilung zu einer drastischen Haftstrafe zu rechnen.

Ein besonderes Augenmerk richten die costaricanischen Strafverfolgungsbehörden auch auf Fälle von Kindesmissbrauch. Hier drohen langjährige Haftstrafen. Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass solche Taten, wenn sie von Deutschen oder an Deutschen im Ausland begangen werden, auch in Deutschland strafrechtlich verfolgt werden.

Aktuelle medizinische Hinweise

Zika-Virus-Infektion

In der Region wird aktuell eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellt. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung.
Das Auswärtige Amt empfiehlt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) sowie dem Robert-Koch-Institut von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Bei unvermeidbaren Reisen muss auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung von Mückenstichen geachtet werden, siehe auch: Schutzmaßnahmen Mückenstiche
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im Merkblatt Zika-Virus des Gesundheitsdienstes.

Impfschutz

Gelbfieber

In Costa Rica selbst gibt es kein Gelbfieber. Bei direkter Einreise aus Deutschland wird kein Nachweis einer Gelbfieberimpfung verlangt, wohl aber für alle Reisenden älter als 12 Monate bei Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet (siehe www.who.int) wie dem Nachbarland Panama.

Das Auswärtige Amt empfiehlt die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de für Kinder und Erwachsene zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza und Pneumokokken.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Malaria

Die Übertragung erfolgt durch den Stich abend- und nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die Malaria tropica nicht selten tödlich. Die Malaria-Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig. Es besteht ganzjährig ein geringes Risiko in den atlantischen Nordprovinzen, v. a. Limón/Huetar Atlántica (Matina und Talemanca) sowie ein minimales Risiko in den tiefliegenden Teilen von Limón/Huetar Atlántica, Puntarenas/Brunca, Alajuela/Huetar Norte (Los Chiles), Guanacaste/Chorotega und Heredia/Central Norte.
Nachdem in den Jahren 2012 bis 2015 in Costa Rica keine Malariafälle offiziell bekannt wurden, hat das Gesundheitsministerium 2017 eine aktuelle Information herausgegeben, wonach es malariainfizierte Patienten in den Jahren 2016 und 2017 gab. Es handelte sich um isolierte einheimische (autochthone) Fälle, 4 in Matina (Limón), 3 in Sarapiquí, Heredia und 2 in Pital, San Carlos.
Die hohe und ständige Migration zwischen Nicaragua und Costa Rica erhöht zusätzlich das Risiko der Übertragung einer Malaria-Erkrankung.
Als malariafrei gelten alle Städte sowie die übrigen Landesteile. Je nach Reiseprofil kann daher eine Standby-Medikation mit Chloroquin sinnvoll sein, deren Einnahme unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden sollte. In jedem Fall ist die konsequente Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s.u.) sinnvoll.

Dengue-Fieber

Dengue wird landesweit durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes aegypti übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden sehr selten. Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen, z. B. lange bedeckende Kleidung bzw. Auftragen von Repellentien auf unbedeckte Hautpartien (s. u.).

Chikungunya

Aktuell gibt es, ausgehend von der Karibik Insel St. Martin im Januar 2014 wie in anderen Gebieten der Region inzwischen auch Fälle von Chikungunya in Costa Rica. Chikungunya zeigt ähnliche Symptome wie Dengue-Fieber (s. o.) und wird ebenfalls über Aedes-Mücken übertragen, so dass in jedem Fall die u. g. persönlichen Mückenschutzmaßnahmen beachtet werden sollten.
Ein Merkblatt zu Chikungunya finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin.

Influenza

Die saisonale Influenza (Grippe) kann landesweit übertragen werden, so dass wie in Deutschland gemäß aktuellem Impfkalender (s.o.) die Grippeschutzimpfung eine sinnvolle Ergänzung des Impfschutzes darstellt.

Leishmaniasis

Leishmaniasis kommt landesweit vor. Die einzelligen Parasiten werden ebenfalls durch Mücken übertragen. Auch in dieser Hinsicht ist ein Schutz vor Mücken empfehlenswert (s. u.).

Persönlicher Mückenschutz

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

  • körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber (Dengue, Chikungunya, Zika) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel (Repellentien) auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz schlafen.

Siehe dazu auch das Merkblatt Schutzmaßnahmen Mückenstiche.

Durchfallerkrankungen

Durchfallerkrankungen bei Reisenden sind häufig, z. T. auch schwer.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen oder selber schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden.

Tollwut

Tollwut kann durch den Biss und Speichel infizierter Säugetiere, meist Hunde, auf den Menschen übertragen werden. Einen sicheren Schutz bietet die präexpositionelle Impfung (= vor der Reise

Leptospirose

Ganzjährig kann die Leptospirose vereinzelt durch mit Nagetierausscheidungen kontaminiertes Oberflächenwasser übertragen werden. Diese bakterielle Infektion verläuft meist wie ein milder grippaler Infekt, kann in seltenen Fällen jedoch auch zu schwerwiegender Beteiligung der Leber und Nieren führen. Bei zu erwartender Exposition kann im Einzelfall nach sorgsamer Risikoabwägung durch einen Reise- bzw. Tropenmediziner eine medikamentöse Prophylaxe mit Doxycyclin erwogen werden.

HIV

Durch ungeschützte sexuelle Kontakte, bei Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen und Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer HIV-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Medizinische Versorgung

Die Gesundheitsversorgung ist gerade in ländlichen Gebieten häufig nicht mit europäischen technischen und hygienischen Standards vergleichbar. Planbare Eingriffe sollten nach Möglichkeit daher in Deutschland erfolgen. Grundsätzlich sollte bei ernsthaften Erkrankungen, Unfällen, etc. schnellstmöglich eines der Krankenhäuser im Großraum San José aufgesucht werden.

Die Kosten für eine medizinische Behandlung sowie Medikamente müssen in der Regel vor Ort sofort in bar (auch Kreditkartenzahlung ist ggf. möglich) beglichen werden. Vor Reiseantritt sollte unbedingt eine Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen werden, die einen Rücktransport im Notfall mit einschließt. Lassen Sie sich in jedem Fall vor einer Reise nach Costa Rica durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle oder einen Tropen- bzw. Reisemediziner beraten (Verzeichnis z. B. unter www.dtg.org).

Eine Liste von deutsch- oder englischsprachigen Ärzten finden Sie auf der Website der deutschen Botschaft San José unter www.san-jose.diplo.de.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die ärztliche Versorgung und hygienischen Verhältnisse in San José sind gut. In den ländlichen Regionen kann es zu Engpässen kommen.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Essen & Trinken 5 -
Malaria 4 -
Typhus & Polio 3 -
Cholera 2 -
Gelbfieber 1 -

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die älter als neun Monate sind und innerhalb von sechs Tagen nach Aufenthalt oder Durchreise in einem von der WHO ausgewiesenen endemischen Gelbfieber-Infektionsgebiet einreisen.
Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben und Reisende, die im Besitz einer ärztlichen Bescheinigung sind, die bestätigt, dass eine Kontraindikation vorliegt.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch v.a. in den Provinzen Limón und San José vor. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.

[3]
Typhus kommt vor, Poliomyelitis nicht. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

[4]
Malariaschutz ist ganzjährig in den Regionen mit mittlerem Risiko Matina (Provinz Limón), Talamanca (Provinz Limón) und Los Chiles (Provinz Alajuela) erforderlich. Ein geringeres Risiko besteht in den ländlichen Gebieten der übrigen Landesteile. Als malariafrei gelten das zentrale Hochland und San José.

Die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax (Malaria tertiana) herrscht vor. Die Plasmodium falciparum (Malaria tropica) macht weniger als 1 % der Erkrankungen aus. Durch Malariaprophylaxe in Form von langärmliger Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen und Mosquitonetze wird das Ansteckungsrisiko deutlich gemindert. Nur in den mittleren Risiko-Regionen (s.o.) sollte ein medikativer Schutz abgewogen werden.

[5] Das Trinkwasser ist stark gechlort und kann u. U. leichte Magenverstimmungen hervorrufen. Während der ersten Urlaubstage wird abgefülltes Wasser empfohlen. Das Trinkwasser außerhalb großer Städte ist nicht immer keimfrei und sollte sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch, Milchprodukte, Fleisch, Geflügel, Meeresfrüchte, Obst und Gemüse können unbesorgt verzehrt werden. Jahreszeitlich bedingt (Frühling in Costa Rica) kann es zu einer Vermehrung von Rotalgen kommen. Der Verzehr von Meerestieren kann zu dieser Zeit zu Vergiftungserscheinungen führen. Es wird darum dringend abgeraten, Fisch und Schalentiere zu verzehren.

Gesundheitszeugnis

Bei längerem Aufenthalt wird ein Gesundheitszeugnis und ein negativer HIV-Test verlangt. Einzelheiten von den konsularischen Vertretungen (s. Adressen).

Andere Risiken

Chagas-Erkrankungen werden durch Raubwanzen, die vor allem in zentralen Landesteilen, im Nordwesten und Südosten vorkommen, herbeigeführt. Bei Übernachtungen in einfachen Hütten und im Freien empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.

Es treten vermehrt Chikungunya-Erkrankungen auf. Das Chikungunya-Virus wird von Mücken übertragen. Reisenden wird empfohlen, sich gegen Mückenstiche zu schützen.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. 

Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt vereinzelt vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Das Zika-Virus wird durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. Zu den Symptomen gehören u.a. Fieber, Gelenkschmerzen und eine Bindehautentzündung. Häufig bleibt die Infektion unbemerkt oder verläuft nur mit milden Symptomen. Bisher dokumentierte, vereinzelte Todesfälle standen überwiegend mit anderen Vorerkrankungen in Zusammenhang. Das Auswärtige Amt rät Schwangeren von nicht zwingend notwendigen Reisen in Gebiete mit aktuellen Zika-Ausbrüchen ab, weil das Virus im Verdacht steht, bei Ungeborenen Mikrozephalie zu verursachen.
Es existiert weder eine Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe. Eine konsequente Einhaltung persönlicher Mückenschutzmaßnahmen wird empfohlen.

Reisewarnung

Überblick

Costa Rica

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 16.02.2017
Unverändert gültig seit: 08.02.2017

Aktuelle Hinweise

Der östlich der Hauptstadt San José gelegene Vulkan Turrialba war in der letzten Zeit sehr aktiv ; noch immer kommt es zeitweise zu Eruptionen mit Ascheregen. Dieser geht auch auf die Hauptstadt San José und im Valle Central nieder und kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen insbesondere der Atemwege führen. Auch kann es weiterhin zu Unterbrechungen im Flugverkehr kommen. Reisende sollten Kontakt zu ihren Reiseveranstaltern oder Fluglinien halten. Informationen erhalten Sie auch über den Externer Link, öffnet in neuem Fensterinternationalen Flughafen Juan Santa Maria, Telefonnummer: 00506 2437-2400.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität

Reisenden sollte sich bewusst sein, dass die Gefährdung durch Kriminalität in Costa Rica nicht mit europäischen Verhältnissen vergleichbar ist und mit einer höheren Gewaltbereitschaft gerechnet werden muss. Dies gilt vor allem nach Einbruch der Dunkelheit (ganzjährig ab 18 Uhr). Hinsichtlich des Kriminalitätsniveaus liegt das Land in Lateinamerika auf einem mittleren Platz. Allerdings ist eine Zunahme von Raubüberfällen feststellbar.

Besondere Vorsicht wird in San José (dort insbesondere in der Umgebung der Busbahnhöfe), zwischen Jacó und Quepos, sowie Uvita und an den Stränden in der Provinz Guanancaste am Pazifik empfohlen. Autoaufbrüche erfolgen derzeit vermehrt an den Stränden Playa Hermosa und in Drake Bay, wo die Kriminalität deutlich angestiegen ist. An der Karibikküste weist die Gegend der Hafenstädte Moin und Limón eine besonders hohe Gewaltkriminalität auf. In den beliebten Touristenzentren Cahuita und Puerto Viejo südlich von Limón sind besonders ausländische Staatsangehörige häufiger Ziel von bewaffneten Raubüberfällen.

Wertsachen sollten nur im unbedingt erforderlichen Umfang mitgeführt und auf Schmuck ganz verzichtet werden, ebenso auf sichtbar getragene Gürteltaschen. Gepäck sollte man nie - auch nicht in abgeschlossenen Fahrzeugen - unbeaufsichtigt lassen. Sogenannte Parkwächter an Stränden entpuppen sich häufig als Komplizen der Diebe. Selbst im Kfz gelassene, nicht sichtbare elektronische Geräte werden von den Dieben mittels eines Scanners entdeckt und entwendet. Busreisende sollten berücksichtigen, dass von Transportunternehmen Schadenersatz für abhanden gekommenes/gestohlenes Reisegepäck nicht zu erhalten ist. Gepäck sollte daher nach Möglichkeit im Personenteil des Busses transportiert und nicht aus den Augen gelassen werden. Besonders verbreitet ist der Diebstahl der in der Gepäckablage verstauten Tagesrucksäcke, durch Ablenkungsmanöver (z. B. das Herunterfallenlassen von Objekten/Kreditkarten). Pässe, Kreditkarten und andere wichtigen Dokumente sollten unbedingt am Körper getragen werden und Taschen bei Busfahrten im Fußraum verstaut werden. Besondere Risiken bestehen bei Nachtfahrten und Unternehmungen in der Dunkelheit (ganzjährig ab 18 Uhr).

Verbreitet sind außerdem Einbruch- und Trickdiebstähle - selbst auf belebten Parkplätzen. Gepäck sollte daher im Fahrzeug so wenig wie möglich sichtbar sein. Auch bei Tageslicht und bei nur geringer Entfernung vom Fahrer werden Autos - insbesondere Mietwagen – aufgebrochen  und Gepäckstücke entwendet. Mietwagentouristen, die wegen eines „arrangierten" platten Reifens anhalten müssen, wird scheinbar Hilfe angeboten und in einem unbeobachteten Moment Gepäck entwendet. An Ampeln oder in dichtem Verkehr werden Autoscheiben eingeschlagen, um das auf dem Beifahrer- oder Rücksitz befindliche Gepäck zu entwenden.

Es wird dringend davon abgeraten, sich bei bewaffneten Überfällen zur Wehr zu setzen, da sich viele Täter dann nicht scheuen, von der Waffe Gebrauch zu machen.

In den großen Touristenzentren (Jacó, Tamrindo und San José) sind Beamte der Touristenpolizei im Einsatz. Die Touristenpolizei ist  jederzeit über die kostenlose Notrufnummer 911 (meistens auch englischsprachig) erreichbar und steht in Not geratenen Touristen zur Verfügung. Auch das hiesige Tourismusinstitut (ICT) bietet Touristen bei Fragen oder Problemen über die kostenlose Rufnummer 800-8868-7476 oder 800-8887-4766 Unterstützung an. Seit dem 1. Juni 2016 ermöglicht ein Pilotprojekt Reisenden, die in den Touristengebieten in der Provinz Guanacaste, in Nicoya und Santa Cruz  (Tamarindo, Playa del Coco, Flamingo,  Sámara, Nosara), an der südlichen Karibikküste (Puerto Viejo, Cahuita, Cocles) oder in  Uvita/Dominical überfallen oder bestohlen werden, eine Anzeige direkt bei der örtlichen Polizeibehörde aufzugeben. Ein Kontakt zur Kriminalbehörde OIJ, die die polizeilichen Ermittlungen führt, ist in der Regel nicht mehr notwendig.

Minderjährige stehen  in Costa Rica unter dem besonderen Schutz staatlicher Behörden (s. Hinweise für Minderjährige weiter unten im Text).

Naturkatastrophen

Costa Rica liegt in der hurrikangefährdeten Zone. Während der Hurrikansaison (ca. Juni bis November) kommt es immer wieder zu starken Überschwemmungen, Erdrutschen sowie Brückenschäden. Es ist daher ratsam, sich in den Medien über die Wetterlage und den Zustand der Straßen zu informieren.

Starke Regenfälle können gefährliche Flutwellen in Flüssen und Bächen sowohl in den Bergen als auch an der Küste auslösen. Es ist daher, insbesondere während der Regenzeit von ca. Mai bis November, besondere Vorsicht beim Baden an Wasserfällen und in Flüssen (auch wegen Krokodilen), Wanderungen in Flusstälern und Aktivitäten wie Rafting geboten. Im Zweifel sollte davon abgesehen werden.

Es besteht die Gefahr von Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Von den 16 Vulkanen in Costa Rica sind derzeit die Vulkane Turrialba, Rincon de la Vieja, Poas und Irazú aktiv. Bei Ausbruch kann dies  zur Schließung des internationalen Flughafens Juan Santamaria in San José/Alajuela führen. Die Nationale Katastrophenschutz-Kommission (Comisión Nacional de Emergencias, CNE) informiert auf ihrer Externer Link, öffnet in neuem FensterWebsite und telefonisch (00506 2210-2828) über eventuelle Katastrophengebiete.  Informationen erhalten Sie auch über den Externer Link, öffnet in neuem Fensterinternationalen Flughafen Juan Santa Maria, Telefonnummer: 00506 2437-2400.

Aktuelle Informationen über die Straßenverhältnisse können Sie telefonisch unter 800-87267486 (von Costa Rica aus) erfragen (Spanischkenntnisse erforderlich). 

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Türkei Ja Nein Ja
Andere EU-Länder Ja Nein Ja
Schweiz Ja Nein Ja
Österreich Ja Nein Ja
Deutschland Ja Nein Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise und am Folgetag der Einreise gültig sein. Bei Transit/Weiterreise über andere Länder wird eine Gültigkeit des Reisepasses von mindestens einem halben Jahr dringend empfohlen. Türkische Reisepässe müssen bei der Einreise noch mindestens 3 Monate gültig sein. 

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen (sofern nicht anders angegeben) u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder:

(a) EU-Länder und Schweiz.
(b) Türkei für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen.

Da die meisten Flüge von Deutschland nach Costa Rica in den USA zwischenlanden, müssen auch die Einreisebestimmungen für die USA beachtet werden (siehe auch Reisepass/Visum USA).

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass. Achtung: Bei Anreise über die USA besteht mit Kinderreisepass Visumpflicht, nur der eigene Reisepass berechtigt zur visumfreien Einreise.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Achtung: Minderjährige können grundsätzlich allein einreisen, sofern sie über einen eigenen Reisepass verfügen und entsprechende Einwilligungserklärungen der Sorgeberechtigten vorweisen können. In der Praxis verlangen Grenzbeamte bei der Ein- und Ausreise von Minderjährigen, die allein reisen bzw. sich lediglich in Begleitung eines Sorgeberechtigten befinden, regelmäßig eine notarielle Einwilligungserklärung in spanischer Sprache beider bzw. des abwesenden Sorgeberechtigten ("permiso de salida"). Welche Unterlagen im Einzelfall für die Ein- und Ausreise notwendig sind, sollte vor der Reise mit der zuständigen costaricanischen Vertretung geklärt werden.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Für die Einfuhr von Katzen und Hunden werden eine internationale tierärztliche Bescheinigung und ein Heimtierausweis benötigt. Die internationale tierärztliche Bescheinigung muss im Original und in Kopie vorliegen sowie entweder ins Spanische oder Englische übersetzt worden sein. Außerdem muss sie bestätigen, dass das Tier gesund und ohne Anzeichen einer ansteckenden Krankheit ist. Dieser Test darf nicht früher als zwei Wochen vor der Abreise durchgeführt worden sein. Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass Hunde gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirus und Tollwut geimpft sind und gegen Tollwut geimpft sind.

Die Tollwutimpfung darf nicht weniger als 30 Tage und nicht mehr als 3 Monate zurückliegen. Der Impfausweis und die Gesundheitsbescheinigung (nicht früher als 2 Wochen vor der Reise) müssen von einem Amtstierarzt überbeglaubigt und danach von der zuständigen konsularischen Vertretung legalisiert werden.

Papageien benötigen immer eine Einfuhrgenehmigung vom Landwirtschaftsministerium in San José. Die Vögel müssen mindestens 6 Monate ihrem Besitzer gehört haben. Zusätzlich wird für Papageien ein Gesundheitszeugnis, ausgestellt von einem Konsulat von Costa Rica, verlangt, das bescheinigt, dass das Tier frei ist von der Papageienseuche, Salmonellen, Ornithose und anderen ansteckenden Krankheiten.
Weitere Informationen erteilen die zuständigen diplomatischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).

Bearbeitungsdauer

In der Regel 2 - 3 Wochen; ist eine Genehmigung der Einwanderungsbehörde in Costa Rica erforderlich, dauert die Beantragung bis zu 2 Monate.

Gültigkeit

Visa: bis zu 30 Tage Aufenthalt. Verlängerungsanträge sollten vor Ort eingereicht werden.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die mit demselben oder dem nächsten Flugzeug innerhalb von 12 Stunden weiterreisen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Visaarten und Kosten

Touristenvisum, Transitvisum.

Kosten

Gebühren ändern sich häufig und sind von Nationalität und Dauer des geplanten Aufenthalts abhängig. Reisenden wird empfohlen, sich rechtzeitig vor Antritt der Reise bei der zuständigen Botschaft (s. Kontaktadressen) zu erkundigen. Die aktuellen Visumgebühren werden in US$ auf der Internetseite der Botschaft der Republik Costa Rica in Berlin zusammen mit dem aktuellen Wechselkurs ausgewiesen.

Antrag erforderlich

(a) Antragsformular.
(b) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(c) Ggf. Aufenthaltstitel für Deutschland/Österreich/Schweiz, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(d) Nachweis ausreichender Geldmittel für den Aufenthalt.
(e) Rück-/Weiterreiseticket.

(f) Zahlungsbeleg über die Visumgebühren, (in Berlin: der aus dem gleichen Monat stammen muss, in dem das Antragsgespräch stattfindet).

Ja nach Nationalität und Reisezweck sind noch weitere Unterlagen (Passfotos, etc.) sowie Gebühren notwendig, die im Einzelfall bei der zuständigen Botschaft zu erfragen sind.

Geld

Geldwechsel

Casas de Cambio (Wechselstuben) sind weit verbreitet und bieten die günstigsten Wechselkurse an. Euro kann man in allen größeren Städten wechseln. Die Mitnahme von US-Dollar in bar wird empfohlen.

Währung

1 Costa-Rica-Colón = 100 Céntimos. Währungskürzel: CRC (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 50.000, 20.000, 10.000, 5.000, 2.000 und 1.000 CRC; Münzen sind im Wert von 500, 100, 50, 25, 20, 10 und 5 CRC im Umlauf. US-Dollar werden ebenfalls akzeptiert.

Devisenbestimmungen

Landes- und Fremdwährung dürfen unbegrenzt eingeführt werden. Die Ein- und Ausfuhr der Landes- und Fremdwährungen ist ab einem Betrag im Gegenwert von 10.000 US$ deklarationspflichtig.

Kreditkarten

MasterCard, Visa und Diners Club werden in der Regel akzeptiert, American Express weniger häufig. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. Achtung: Die Akzeptanz von Kreditkarten ist regional verschieden. In einigen Gebieten Costa Ricas werden nur Kreditkarten von Visa akzeptiert. Gelegentlich ist die Abfrage nach der Liquidität gestört, weshalb die Bezahlung mit Kreditkarte scheitert. Die Mitnahme von US-Dollar in bar wird für diese Fälle empfohlen.

Reiseschecks

Reiseschecks sollten in US-Dollar ausgestellt sein, werden aber immer seltener akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.30- 15.00 Uhr (Abweichungen sind möglich).

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Costa Rica eingeführt werden:

500 g Schnupftabak (Personen ab 18 J.);
5 l alkoholische Getränke (Personen ab 18 J.);
5 kg Süßigkeiten.

Persönliche Gebrauchsgegenstände im Wert von bis zu 500 US$.

Verbotene Importe

Fleisch- und Wurstwaren, Milchprodukte, Obst und Gemüse (Ausnahme: Konserven) dürfen im Reisegepäck nicht eingeführt werden.

Verbotene Exporte

Pflanzen, Tiere und Muscheln dürfen nicht ausgeführt werden.

Quellenangaben
  • Marco Polo - Costa Rica, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2013-08
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Costa Rica - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 28.03.2018 (Unverändert gültig seit: 28.03.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 28.03.2018 (Unverändert gültig seit: 28.03.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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