Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Australien

Steckbrief

Australien - Fakten

Ländername Commonwealth of Australia
Klima gemäßigt im Süden und Osten, im Norden tropisch, wüstenhaft im Zentrum
Beste Reisezeit Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember
Fläche circa 7,5 Millionen km2 (22-fache Größe Deutschlands)
Hauptstadt Canberra (Australian Capital Territory: 406.400 Einwohner; Wachstumsrate: 1,7% ( Stand Dez. 2016)
Bevölkerung circa 24,4 Millionen (noch überwiegend europäischer Abstammung, aber zunehmende Anzahl an Personen asiatischer Abstammung); Wachstumsrate: 1,6 % (Stand Dez. 2016)
Sprache Englisch
Religion Anglikanisch 26,1 %, Römisch Katholisch 26 %, andere Christen 24,3 %
Nationaltag 26. Januar (Australia Day)
Unabhängigkeit 1. Januar 1901 (Gründung des Commonwealth of Australia)
Staats-/Regierungsform Parlamentarische Monarchie
Staatsoberhaupt Ihre Majestät Elizabeth II, Königin von Australien
Vertreter des Staatsoberhaupts Sir Peter Cosgrove, AK, MC, Governor-General of the Commonwealth of Australia; Amtsantritt: 28. März 2014
Regierungschef The Honourable Malcolm Turnbull, Prime Minister; Amtsantritt: 15. September 2015, Wiederwahl: 11. Juli 2016
Außenminister The Honourable Julie Bishop; Amtsantritt: 18. September 2013 und erneut am 11. Juli 2016
Parlament Commonwealth Parlament, bestehend aus zwei KammernRepräsentantenhaus: 150 Sitzeletzte Wahl: 02. Juli 2016Senat: 76 Sitzeletzte Wahl: 02. Juli 2016
Währung Australischer Dollar/ AUD; Jahresdurchschnitt 2017: 1 AUD = 0.67946 Euro
Zeitzone UTC +8 bis +11
Reiseadapter I
Kfz-Länderkennzeichen AUS
ISO-3166 AU, AUS
Internet-TLD .au
Landesvorwahl +61
Website http://australia.gov.au/
Reisepass & Visum Notwendig
Geeignet für Kultur, Outdoor, Meer, Wintersport, Feiern

Geographie

Australien ist flächenmäßig gesehen der kleinste Erdteil, jedoch der sechstgrößte Staat der Erde. Zum Inselkontinent mit einer Durchschnittshöhe von 300 m über dem Meeresspiegel gehören als wichtigste Außengebiete Norfolk Island und das Australian Arctic Territory. Australiens Küstenlänge beträgt 36 735 km. Über mehr als 2000 km erstreckt sich das Great Barrier Reef vom südlichen Queensland zum Golf von Papua. Es ist eines der bedeutendsten Meeresökosysteme und geschützter Lebensraum für 1500 Fisch-, 4000 Weichtier- und 400 Korallenarten. Aus dem Great Western Plateau, das Teile Westaustraliens, des Nordterritoriums und von Queensland umfasst, erhebt sich Uluru (Ayers Rock), ein 348 m hoher Monolith von 8 km Umfang. Der höchste Berg, der 2228 m hohe Mount Kosciusko, liegt in der entlang der Ostküste verlaufenden Great Dividing Range. 70 % des Kontinents sind arid und semiarid. Durch die isolierte Lage des Kontinents sind mehr als 80 % der australischen Pflanzenarten endemisch.

Politik

Seit 1901 besteht eine Föderation aus den australischen Staaten Victoria, New South Wales, Queensland, Western Australia, South Australia und Tasmania. Zudem sind zwei weitgehend selbstverwaltete Territorien, das Northern Territory und das Australian Capital Territory, Teil dieses Bundes. Bundesregierung und -parlament, ein Zweikammerparlament mit House of Representatives („Unterhaus“) und Senate („Oberhaus“), sind für alle nationalen Fragen zuständig. Mittels Präferenzwahlsystem werden in der Regel alle drei Jahre die 148 Abgeordneten des „Unterhauses“ gewählt, die 76 Mitglieder des „Oberhauses“ nach dem Verhältniswahlrecht auf sechs Jahre. Staatsoberhaupt ist der britische Monarch. Er wird durch einen Generalgouverneur, in den Bundesstaaten durch je einen Gouverneur vertreten. Australien ist Mitglied des Commonwealth of Nations, der UNO sowie der OECD und gehört zu den Gründungsmitgliedern des Südpazifik-Forums und der Südpazifik-Kommission. Enge Beziehungen bestehen zu den ASEAN-Staaten, zu Japan, einem der wichtigsten Handelspartner, und aufgrund des ANZUS-Verteidigungspakts zu den USA und Neuseeland.

Bevölkerung

92 % der Bevölkerung sind europäischer (v. a. britischer und irischer) Herkunft. Einwanderer aus mehr als 120 Ländern fanden auf dem fünften Kontinent eine neue Heimat. Rund 380 000 Australier sind Ureinwohner, Aborigines, die vor allem das Northern Territory bewohnen, und Torres Strait Islanders, die ursprünglich auf den Inseln zwischen Papua-Neuguinea und Australien lebten. 85 % der Australier wohnen in Städten (Sydney, Melbourne, Brisbane, Canberra). Einer christlichen Religionsgemeinschaft gehören 74 % an. Das Schulsystem gliedert sich in Grund- und Sekundarschule, allgemeine Schulpflicht gilt vom 6. bis 16. Lebensjahr. Wer zum Universitätsstudium zugelassen werden will, absolviert zwölf, sonst zehn Schuljahre. Die älteste der 19 Universitäten Australiens ist die 1890 gegründete Universität von Sydney.

Geschichte und Kultur

Wenn auch Seefahrer wie Luis Vaez de Torres, Abel Tasman und William Dampier bereits im 16. Jh. die Küsten des australischen Kontinents erkundeten, so gilt der englische Kapitän James Cook, der 1770 in Botany Bay ankerte und den Inselkontinent für die englische Krone sicherte, als Entdecker des „Landes im Süden“. Mit der Errichtung einer Sträflingskolonie im Jahr 1788 begann die koloniale Geschichte Australiens. Nach der Einstellung der Sträflingstransporte 1840 dauerte es bis 1901, ehe Australien ein föderativer, souveräner Bundesstaat wurde. Seefahrer, Sträflinge, Soldaten und später freie Siedler stießen bei der Ankunft auf die Ureinwohner Australiens, verschiedene Clans, Sippen und Stämme von Aborigines. Ihre Lebensweise, die im Einklang mit der Natur stand, hatte es ermöglicht, in einem überwiegend ariden Kontinent zu überleben. Im Zuge der Besiedlung wurden Aborigines verfolgt und ermordet. Erst 1967 erkannte man sie als gleichberechtigte Bürger an. Seither haben Land Rights Movement und die Einrichtung von Selbstverwaltungsorganen teilweise eine Wiedergutmachung für die Vernichtung und Entrechtung der australischen Urbevölkerung erreicht. Einen Meilenstein für die Anerkennung traditioneller Landrechte bedeutete das Urteil des Obersten Gerichtshofes vom Juni 1992 im Mabo-Fall. Der Gerichtshof verneinte die Annahme, Australien sei bei der Kolonisierung „Terra Nullius“ gewesen, und sprach der australischen Urbevölkerung traditionelle Landrechte zu. Als Teil des britischen Empire nahmen Australier am Burenkrieg sowie an beiden Weltkriegen teil, aufgrund des ANZUS-Paktes am Korea- und Vietnamkrieg. Einmalig sind die Felszeichnungen der Aborigines, in denen mythische Mischwesen der Vorzeit („Dreamings“) dargestellt sind.

Australien - Sydney - Geschichte

70 000–64 000 v. Chr. Die Aborigines besiedeln Australien über eine Landbrücke aus dem heutigen Indonesien
1770 Kapitän James Cook erforscht die Ostküste und nimmt den Kontinent für die britische Krone in Besitz
1788 750 Sträflinge und ihre Bewacher landen im heutigen Sydney. Die britische Krone nutzt Australien als Sträflingskolonie
1851 In Australien wird Gold gefunden. Der Goldrausch lockt Menschen aus aller Welt auf den Kontinent
1901 Die britischen Kolonien schließen sich zum Bundesstaat Australien zusammen
1915 Schlacht bei Gallipoli in der Türkei. Tausende australische Soldaten sterben. Sie waren ihrem Mutterland Großbritannien im Ersten Weltkrieg zur Seite geeilt
1942 Japanische Bomber greifen die nordaustralische Stadt Darwin an. Australische Soldaten kämpfen auf der Seite der Alliierten
1967 90 Prozent der Australier stimmen für die volle Gleichberechtigung der Aborigines
1988 Australien feiert 200 Jahre europäische Besiedlung. Aboriginegruppen protestieren gegen 200 Jahre europäische Besetzung
2000 Olympische Sommerspiele in Sydney
2007 Australien ächzt unter jahrelanger Dürre, den Städten geht das Wasser aus. Kevin Rudd (Australian Labor Party) löst nach elf Jahren John Howard als Premierminister ab
2010 Kevin Rudd tritt zurück, Julia Gillard wird Premierministerin
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

119 Empire Circuit | Yarralumla | Canberra | Tel. 02 62 70 19 11 | www.australia.diplo.de

Österreichische Botschaft

12 Talbot Street | Forrest | Canberra | Tel. 02 62 95 15 33 | www.austria.org.au

schweizer Botschaft

7 Melbourne Av. | Forrest | Canberra | Tel. 02 61 62 84 00 | www.eda.admin.ch/australia

Notruf

Notruf (Tel. 0 00), Anrufer müssen angeben, ob sie die Polizei, die Feuerwehr oder die Ambulanz benötigen.

Internet

Eine der umfassendsten Anlaufadressen für alle, die sich vor und nach einer Aussie-Tour informieren wollen, ist www.australien-info.de. Eine Liste vieler öffentlicher Verkehrsmittel finden Sie unter www.buslines.com.au. Inhaltlich ähnlich wie die Gelben Seiten, aber übersichtlicher gegliedert präsentiert sich www.communityguide.com.au. Zugang zu den meisten Archiven in Australien (Resources and Publications) erhalten Sie über www.archivists.org.au. Perfekten Service rund ums Wetter bietet www.bom.gov.au. Sehr informativ ist auch die Website der Charles Sturt University für Touristen in Australien, www.csu.edu.au/australia. Googles Dienst Street View finden Sie unter der Adresse www.maps.google.com.

Internetcafés & Wlan

Australien ist vor allem in den Städten stark vernetzt. Fast an jeder Straßenecke haben sich dort Internetcafés angesiedelt. Oft verfügt auch die örtliche Library (Bücherei) über einen preiswerten Internetanschluss.

Kostenlose WLAN-Standorte sind häufig nur in den größeren Städten, aber auch auf vielen Campingplätzen zu finden. Eine Liste von etwa 2500 kostenlosen oder kommerziellen Hotspots gibt es unter www.jiwire.com.

Post

Selbst der kleinste Ort verfügt über ein Poststelle. Eine Postkarte nach Mitteleuropa kostet 1,60 A$, ein Brief 2,35 A$ und ist ca. sechs Tage unterwegs. Weitere Infos unter www.auspost.com.au

Telefon & Handy

Die Vorwahlnummer für Australien ist 61, gefolgt von der regionalen Vorwahlnummer ohne 0, also 2 für Sydney (02). Die Vorwahlnummer von Australien für Deutschland ist 001 149, für die Schweiz 001 141 und für Österreich 001 143. Gebührenfreie Nummern beginnen mit 1800, sechsstellige Nummern, die mit 13 anfangen, kosten überall den Ortstarif. In einigen Kabinen kann man nur noch mit Karten telefonieren, die in Zeitungsläden (Newsagency) oder in Postämtern erhältlich sind.

Prepaidkarten für das Mobiltelefon können schon in Deutschland bestellt werden (z.B. www.travelsimshop.com, ca. 9,90 Euro plus 50 Euro Startguthaben): Man bekommt eine neue Nummer und empfängt Telefongespräche kostenlos. Gespräche nach Deutschland bzw. innerhalb Australiens kosten ca. 0,39 Euro/Minute (SMS 0,35 Euro). Das beste Netz in Australien, auch zum Surfen, bietet Telstra (www.telstra.com.au) an, auch für Datenübertragung mit dem eigenen USB-Stick, zum Beispiel mit dem Telstra Pre-Paid Mobile Wi-Fi (für einen 130 A$ steht ein Kontingent von 5 Gigabyte für einen Zeitraum von 90 Tagen zur Verfügung). Im Outback ist die Verwendung von Satellitentelefonen eine Option, die bekommen Sie auch zur Miete und als prepaid (zum Beispiel www.trtelecom.com).

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Meist herrscht ja super Wetter. Weshalb ganzjährig getrost unter freiem Himmel gefeiert werden darf. Oft geht es dabei sportlich ambitioniert oder kulturell engagiert zu – Hauptsache, alle haben ihren Spaß.

Lokale Feste

Januar

Beim dreiwöchigen Sydney Festival gibt es reichlich Ausstellungen, Theater, Tanz, Musik und Straßenkunst. www.sydneyfestival.org.au

Februar

Gay and Lesbian Mardi Gras in Sydney: Einen Monat lang präsentieren Schwule, Lesben und Gäste aus aller Welt ein Festival, das mit einer großen Parade und einer Riesenparty endet. www.mardigras.org.au

Das fast vierwöchige Festival of Perth ist das älteste Kulturfestival Australiens und berühmt für gutes und innovatives Theater. www.perthfestival.com.au

März

Moomba Festival in Melbourne: großer Karnevalszug und viele kulturelle Veranstaltungen. www.melbourne.vic.gov.au

April

Rip Curl Pro: Internationaler Surfwettbewerb am Bell’s Beach in Victoria. www.bellsbeachaustralia.com

Mai

Bei der Outback Muster Reunion in der Stockman’s Hall of Fame in Longreach können Sie Viehtreiber in Aktion erleben. Drei Tage lang dreht sich hier alles ums Schafe- oder Rinderhüten. www.destinationlongreach.com.au

Juni

Das Mowanjum-Fest in Derby in Kimberley gibt Aboriginalkünstlern Gelegenheit, sich zu präsentieren. www.derbytourism.com.au

Juli

Am zweiten Samstag im Monat geht es beim Kamelrennen Lion’s Camel Cup in Alice Springs hoch her – zahllose Kamele gehen an den Start. www.camelcup.com.au

August

Die Henley on Todd Regatta (www.henleyontodd.com.au) in Alice Springs im ausgetrockneten Todd River ist die wohl skurrilste Bootsregatta auf der Welt, und bei der Darwin Beer Can Regatta (www.beercanregatta.org.au) gehen aus leeren Bierdosen zusammengesetzte „Boote“ an den Start.

Beim Isa Rodeo in der Queenslander Minenstadt Mount Isa treffen sich wilde Bullen, harte Männer und schöne Cowgirls. www.isarodeo.com.au

Das Perlenfest in der einstigen Perlenhochburg Broome ist eine der wichtigsten und farbenfrohsten Feiern in Australien. www.shinjumatsuri.com

September

Das Festival of Darwin bringt Künstler aller ethnischen Gruppen zusammen. www.darwinfestival.org.au

AFL: Das Australian Football Grand Finale in Melbourne ist für viele Melbournians das wichtigste Ereignis des Jahres. www.afl.com.au

Oktober

Das multikulturelle Melbourne Festival (Kunstfestival) beginnt mit einem Umzug in der Brunswick Street. www.melbournefestival.com.au

November

Für das Pferderennen des Melbourne Cup, das alljährlich am zweiten Novemberdienstag stattfindet, steht der ganze Kontinent still. In Victoria ist der Tag ein staatlicher Feiertag. www.melbournecup.com

Offizielle Feiertage

1. Januar Neujahr
26. Januar Australia Day (Nationalfeiertag)
März/April Good Friday (Karfreitag); Ostermontag
25. April Anzac Day; (Geburtstag der englischen Königin)
2. Montag im Juni Queens Birthday (Geburtstag der englischen Königin)
25./26 Dezember Weihnachten
Mobilität vor Ort

Auto

In Australien herrscht Linksverkehr. Trotzdem gilt das Prinzip des Rechtsvortritts. Wer in einem Kreisel fährt, hat Vorfahrt. Generell herrscht innerorts eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 50 oder 60 km/h. Außerorts sind es 80 km/h, auf Autobahnen 110 (Northern Territory 130) km/h. Nur in der Nähe der australischen Großstädte gibt es echte Autobahnen. Bei vielen Highways handelt es sich um einspurige Landstraßen mit vereinzelten Überholstreifen.

Bahnen & Busse

Australien lässt sich wunderbar per Bahn oder Bus entdecken. Gut beraten sind Sie, Buspässe für Trips mit Überlandbussen schon hierzulande zu reservieren. Die Pässe ermöglichen entweder auf einer vorbestimmten Route eine unbegrenzte Zahl von Stops, sind blockweise nach Kilometern gestaffelt oder aber reduzieren die Normalpreise generell um 50 Prozent. Greyhound (Tel. 7 32581600 | www.greyhound.com.au) dominiert den Markt. Auch Bahntrips sollten Sie wegen geringer Sitzplatzkapazität unbedingt noch vor der Abreise klarmachen (www.railaustralia.com.au). Unter www.buspass.de finden Sie gute Angebote, weitere Informationen zum Austrail Flexipass (muss im Heimatland gekauft werden) gibt www.explorer-fernreisen.com.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Auf den Märkten und in den zahlreichen kleinen Geschäften der australischen Großstädte gibt es ein überwältigendes Angebot an frischen Salaten, exotischen Gemüsesorten und herrlichem Obst. Alles kommt aus Australien – saftige, duftende Mangos genauso wie süße Ananas, Bananen und Kokosnüsse aus dem tropischen Norden, aromatische Pfirsiche, Passionsfrüchte, Melonen, Litschis und Zitrusfrüchte aus Victoria und New South Wales, Äpfel und Birnen aus Tasmanien, feine Trauben aus Südaustralien – um nur einige Beispiele zu nennen. Hinzu kommen zahlreiche asiatische Blattgemüse, zarte Brokkolini, nussig schmeckende Avocados, süße Kartoffeln und nicht zuletzt eine Riesenauswahl frischer Kräuter und Gewürze. Dazu gibt es Fleisch von frei grasenden Rindern und Schafen – oder von Kängurus, Emus und Krokodilen. Die großen Fischmärkte bieten den Reichtum der Meere, Flüsse und Seen des riesigen Inselkontinents: Da gibt es weißfleischige, saftige Barramundi aus den Brackgewässern des Nordens und John-Dory-Filets aus der Tiefe der See, feinen, frischen Thunfisch, orangeroten Lachs, köstliche Riesenkrabben, Austern und andere Muscheln.

Im abgelegenen Outback werden die kulinarischen Lichtblicke allerdings seltener. Dort isst man oft noch „traditionell australisch“. Einwanderer, die in den 1950er- und 60er-Jahren nach Australien kamen, erinnern sich mit Grausen an diese aus England stammende Küche: phantasielose Fleischpasteten (Pies), Steaks und Koteletts mit weichem, wässrigem Gemüse. Salate, die aus ein paar grünen Blättern und einer Tomate bestanden. Die einzige Abwechslung war das örtliche „Chinese-Australian“-Restaurant, das Reis mit Erbsen und Möhren und Schweinefleisch in knallroter, süßsaurer Sauce aus der Flasche anbot. Das beste Essen war das traditionelle Barbecue, der Grillabend mit riesigen, verkohlten Stücken Fleisch, verbrannten Zwiebelringen, Ketchup und Weißbrot.

Heute kann man in vielen Vierteln der australischen Großstädte authentische Küche aus der ganzen Welt genießen: Vietnamesische Suppenküchen liegen neben norditalienischen Pastarestaurants, feine französische Bistros neben südindischen Imbissstuben, griechische Tavernen neben libanesischen Spezialitätenrestaurants. Daneben haben sich Restaurants entwickelt, die moderne australische Küche anbieten – eine fröhliche Mixtur vorwiegend mediterraner Speisen mit starken asiatischen Einflüssen. Einige Restaurants verwenden auch einheimische Feigen, Buschtomaten, süße Samen und Blüten aus dem australischen Busch, die zur traditionellen Nahrung der Aborigines gehören. Das fettarme Kängurufleisch, das geschmacklich zwischen Rind und Wild liegt, wird vor allem Feinschmeckern und Touristen angeboten.

Die durchschnittliche australische Hausfrau bietet ihren Gästen heute mehr als nur den traditionellen Lammbraten: Knackig frisches chinesisches Stir-Fry aus dem Wok, thailändische Suppen mit Kokosnussmilch, griechische Moussaka oder selbst gemachte Pasta. Selbst das alte australische Barbecue ist oft nicht mehr das, was es mal war: Fleischstücke werden in exotischen Saucen mariniert oder auf Spieße gesteckt und nur leicht angebraten. Daneben brutzeln in eingelegte Krabbenschwänze und Fisch in Alufolie. Dazu gibt es Salate, Dips und italienisches oder türkisches Brot.

Man trinkt eiskaltes Bier, das in Geschmack und Würze europäischen Bieren etwas nachhinkt. Das gilt allerdings nicht für die teils exzellenten Biere diverser kleiner Boutiquebrauereien. Bestens sind australische Weine: erdige, trockene Rote, frische Weiße – sie zählen zur Weltklasse. Deutsche und italienische Einwanderer brachten die ersten guten Weinreben mit nach Australien. Heute werden australische Weine in die ganze Welt exportiert. In einigen australischen Restaurants kann, in wenigen muss man alkoholische Getränke selber mitbringen: Bring your own oder BYO heißt es an der Eingangstür. Man kauft die Getränke in benachbarten Bottleshops, die oft Pubs angeschlossen sind. Die Restaurants öffnen und kühlen die Flaschen und berechnen dafür eine Gebühr, die corcage (ca. 5–8 A$ pro Flasche).

Kaffee ist in Australien zu einem echten Genuss geworden. Den italienischen Einwanderern sei Dank, die schon früh ihre auf Hochglanz polierten Espressomaschinen aus der Heimat importiert hatten. Inzwischen haben die Aussies ihre ganz eigene Kaffeekultur entwickelt. Wer einen Short Black bestellt, erhält einen einfachen Espresso. Long Black meint zwei Drittel Wasser auf ein Drittel Espresso. Und ausgesprochen populär und so etwas wie eine australisch-neuseeländische Erfindung ist der Flat White: ein Drittel Espresso wird aufgefüllt mit zwei Dritteln heißer, jedoch keinesfalls aufgeschäumter Milch, also nicht zu verwechseln mit Latte (Milchkaffee) oder Cappuccino.

Einkaufen und Shoppen

Australien hat sich in den letzten 30 Jahren von einer Einkaufswüste zu einem Shoppingparadies gewandelt. Zumindest in den größeren Städten gibt es alles, landestypische Mitbringsel hält selbst der entlegenste Ort im Outback vorrätig. Allein das von den Airlines auf 20–30 kg beschränkte Fluggepäck in der Economy Class verbietet exzessives Shopping. Wer dennoch nicht widerstehen kann – insbesondere bei weniger handlichen Souvenirs – sollte den Versandservice zahlreicher Einzelhandelsgeschäfte in Anspruch nehmen. Wer seine Errungenschaften eigenhändig ausführt, kann die 10 Prozent Mehrwertsteuer zurückerhalten. Voraussetzung: Sie haben bis 30 Tage vor Abflug in einem Geschäft Waren in Wert von über 300 A$ erstanden und legen diese dem Zoll (TRS-Schalter) bei der Ausreise samt Rechnung vor.

Souvenirs

Aboriginal-Kunst

Es wird viel Massenware angeboten, bei der kein einziger Ureinwohner je eine Hand im Spiel gehabt hat. Egal ob Rindenmalereien, Holzskulpturen, Bumerangs (Wurfgerät), Clap Sticks oder Didgeridoos (beides Klangkörper). Allerdings ist echte, womöglich künstlerische Handarbeit für den Laien nur schwer zu erkennen. Vertrauen Sie also den eingetragenen Aboriginal Art Galleries oder Aboriginal Cultural Centres, z. B. am Uluru (Ayers Rock). Und achten Sie auf ein „Label of Authenticity“, dessen Registrierungsnummer den jeweiligen Künstler ausweist.

Schmuck

Edelsteine und Perlen

Bei Broome, im Norden von Western Australia, tauchen edle Zuchtperlen aus den Küstengewässern auf, während im Innern des Kontinents wertvolle Saphire und Opale geschürft werden. Die besten Preise gibt es vor Ort, zum Beispiel in Coober Pedy. Die Juweliergeschäfte in den großen Städten halten mit aparten Fassungen dagegen. Wer sich traut, kauft einen ungeschliffenen Stein oder eine ungefasste Perle und lässt die Kostbarkeit daheim beim Goldschmied des Vertrauens in modische Form bringen. Kleine Opalkunde: Die blassen Steine kosten am wenigsten, die in allen möglichen Farben glitzernden sind am teuersten.

Sport & Wandern

Akubra heißt die traditionelle australische Kopfbedeckung. Ein breitkrempiger, aus feinsten Kaninchenhaaren gepresster Hut, der vor sengender Sonne ebenso schützt wie vor Regengüssen und Sandstürmen und deshalb gleich zu Beginn der Reise gekauft werden sollte. Man bekommt ihn in vielen Formen, am besten in Hutläden oder bei Outdoorausstattern wie R. M. Williams. Hochwertige Akubras – und nur die sind australientauglich – haben allerdings ihren Preis. Das Gleiche gilt für Drizabones, wie die gewachsten Mäntel genannt werden, mit denen die Viehhirten im Outback der Witterung trotzen. Oder für knöchelhohe Lederboots, in denen die Füße in unwegsamem Terrain bestens aufgehoben sind.

Stoffe & Leder

Krokodilleder

Gürtel, Taschen, Geldbörsen oder Stiefel: Produkte der in Farmen gezüchteten Tiere machen beim heimatlichen Zoll keine Probleme, wenn man entsprechende Zertifikate vorweisen kann. Die Ausfuhr von Känguru- oder Possumfellen ist ebenfalls erlaubt. Ganz im Gegensatz zu Korallen oder geschützten Muschelarten, die für die Ausfuhr tabu sind.

Sonstige Einkaufen

Ladenöffnungszeiten

Unter der Woche sind die Geschäfte in der Regel zwischen 9 und 17.30 Uhr geöffnet. In den Großstädten halten lange Donnerstage die Konsumfreude bis 21 Uhr auf Trab. Samstags schließt der Einzelhandel spätestens um 17 Uhr, sonntags laden die Einkaufszentren der Großstädte zwischen 10 und 16 Uhr zum Shoppen ein. Tipp für Liebhaber von Märkten: Eine komplette Übersicht mit Suchmaschine finden Sie auf www.marketsonline.com.au.

Öffnungszeiten

In den Großstädten sind Restaurants, Pubs, Lebensmittelgeschäfte und Informationsbüros im Allgemeinen täglich geöffnet. Auf dem Land ist am Wochenende oft alles geschlossen. Tankstellen, Motels und kleine Restaurants schließen im Outback oft schon gegen 6 Uhr abends.

Spezialitäten

Barbecued Prawns marinierte australische Riesenkrabben, auf dem Grill zubereitet
Barramundi Fillets with Macadamianuts das köstliche weiße Fleisch des Barramundi wird leicht mit gehackten Macadamianüssen paniert, dazu gibt’s einen Salat
Kangarooburger with Beetroot fettarmes Kängurufleisch in Hamburgerbrötchen mit Rote Beete
Leg of Lamb with roasted Vegies Lammkeule aus dem Ofen, mit Knoblauch, Rosmarin und Honig gewürzt; dazu gibt’s Kartoffeln, Möhren, Rüben und Kürbisstücke
Meat Pies kleine Pasteten mit einer oft unsäglichen Mischung aus unidentifizierbarem Fleisch und tomatiger Sauce. Britisches Erbe. Wird traditionell bei Fußballspielen serviert
Pavlova köstliche frische Beeren, Pfirsiche, Kiwis und das Innere der Passionsfrucht krönen eine Schöpfung aus federleichter Eiweißmeringue und frischer Sahne
Tasmanian Salmon with Bok Choy and Chilli Jam tasmanischer Lachs mit gedünstetem Bok Choy und einer Sauce aus frischem Chili, Ingwer, braunem Zucker, Essig und dem Saft einer Limette
Wattleseed Damper im Erdofen gebackenes Brot mit den nussigen Samen des Wattle trees, warm mit schmelzender Butter und Honig serviert
Witchetty Grub eine bis zu 10 cm lange, fingerdicke Made, die in den Wurzeln der Akazienbäume lebt. Traditionelle Nahrung der Wüstenaborigines. Wird roh oder in der Asche geröstet gegessen. Schmeckt wie eine Mischung aus Nuss und hart gekochtem Ei
Yum Cha Auswahl kleiner chinesischer Spezialitäten wie Teigtaschen mit Krabben und frischen Kräutern, Klöße mit gerösteter Rindfleischfüllung oder gedünstete chinesische Gemüse
Stichworte

Aborigines

Sie sollen, so neueste Studien, vor 64 000 bis 75 000 Jahren den afrikanischen Kontinent verlassen und den Weg über Asien nach Australien gefunden haben. Somit sind die Aborigines die älteste Kultur außerhalb Afrikas. Und sie blieben isoliert, bis die ersten Weißen, Anfang des 17. Jhs., den Kontinent betraten. Zwar genießen Aborigines heute die gleichen Rechte wie Australier anderer Abstammung; diese Gleichberechtigung existiert jedoch vor allem auf dem Papier. So ist etwa die Gesundheitsversorgung in vielen Aborigine-Gemeinden katastrophal und wird von Experten mit den Verhältnissen in Ländern der Dritten Welt gleichgestellt. Australische Ureinwohner sterben im Durchschnitt sieben Jahre früher als andere Australier. Ignoranz und purer Rassismus von Seite der Bevölkerungsmehrheit sind für viele Ureinwohner Teil des Alltags. Boulevardmedien zeichnen meist nur ein negatives Bild von den Aborigines und sind ein Grund dafür, dass viele Australier die indigene Minderheit als eine Art Schandfleck sehen. Diese Haltung steht im krassen Gegensatz zu der von Touristen, die sehr oft nach Australien kommen, um eine der ältesten noch bestehenden Kulturen kennenzulernen. Erst 2008 formulierte der amtierende Premierminister Kevin Rudd eine offizielle Entschuldigung, in der er dreimal „sorry“ sagte für all das den Aborigines widerfahrene Unrecht, insbesondere für das Leid der sogenannten „Stolen Generation“, die bis zum Jahr 1970 als Kinder aus ihren Familien gerissen wurden, um bei Weißen aufzuwachsen. Infos: www.indigenoustourism.australia.com

Britische Höflichkeit

In Australien sind britische Höflichkeit und Diplomatie an der Tagesordnung. Sorry – so entschuldigen sich viele Aussies im täglichen Umgang eher einmal zuviel als einmal zu wenig – so z. B. schon, wenn sie aus Versehen einmal vor das Objektiv der Videokamera geraten, sich am Tisch räuspern oder in einer Warteschlange laut niesen müssen.

Einwanderung

Wie Kanada und die USA ist auch Australien ein begehrtes Ziel von Einwanderern. Seit 200 Jahren tragen Millionen von Immigranten zur Identität des Landes bei. Heute stammt jeder vierte der 23 Mio. Australier aus einem anderen Land oder hat Eltern, die in Übersee geboren wurden. Ohne Einwanderer gäbe es das moderne Australien nicht. Je nach politischem Klima und wirtschaftlichen Bedürfnissen nimmt Australien pro Jahr zwischen 60 000 und 185 000 Neuankömmlinge auf.

Film

Das australische Filmgeschäft ist eine Erfolgsgeschichte, auch wenn viele Darsteller wie Nicole Kidman, Cate Blanchett, Russell Crowe oder Mel Gibson nicht in ihrer Heimat, sondern in Hollywood zu Starruhm gelangten. Dass sich auch australische Produktionen international sehen lassen können, haben Kassenschlager wie „Muriels Hochzeit“, „Crocodile Dundee“, „Ein Schweinchen namens Babe“ oder das epische Drama „Australia“, mit Nicole Kidman und Hugh Jackman in den Hauptrollen, gezeigt. Australier gehen gern ins Kino. Die Nation gehört zu denen, die pro Kopf die meisten Kinokarten kaufen. Kultstatus haben vor allem Filme errungen, die das entbehrungsreiche Leben im Outback thematisieren oder sich mit sozialen Randgruppen beschäftigen, wie „Priscilla: Königin der Wüste“, eine Komödie aus dem Transvestiten-Milieu.

Flora & Fauna

Die urzeitliche Flora und Fauna Australiens hat sich dank der Isolation nahezu ungestört entwickeln können. Nach dem Untergang der Dinosaurier setzten sich in anderen Teilen der Welt die Säugetiere durch. In Australien entwickelten sich die Beuteltiere. Kängurus sind nur eine der fast 180 Beuteltierarten. Manche der 40 australischen Känguruarten sind klein wie Kaninchen, andere werden über 2 m groß, wieder andere können sogar auf Bäume klettern.

Australien ist ein Paradies für Reptilien und Insekten. Die meisten sind harmlos, aber einige Spinnen und Schlangen sind hochgiftig. Die seltsamsten Tiere Australiens sind die Monotremes, die Eier legen, aber ihre Jungen säugen. Das Schnabeltier (Platypus), das einem Otter mit Entenschnabel ähnelt, und der Ameisenigel (Echidna) sind die einzigen überlebenden Vertreter dieser uralten Säugetierart.

Flying Doctors

Der weltweit erste ärztliche Notfalldienst aus der Luft begann 1928 als Australian Aerial Medical Service in der kleinen Stadt Cloncurry in Queensland, nachdem der Presbyterianerpriester John Flynn das Elend der Outbackbewohner gesehen hatte. Weit von ärztlicher Hilfe entfernt starben Menschen an den Folgen von Verletzungen und Krankheiten, die in den Städten leicht zu behandeln gewesen wären. Heute verfügt der Royal Flying Doctor Service (RFDS) über 21 Basisstationen.

Hilfsbereitschaft

Eine sehr liebenswerte Eigenschaft aus den Pioniertagen konnte in die Neuzeit hinüber gerettet werden: Schier grenzenlos ist die Hilfsbereitschaft der Australier, ganz gleich, ob bei einer Reifenpanne im Outback oder Orientierungsverlust in Sydney oder Melbourne. Da werden Termine verschoben, um schnell den Pneu montieren zu können, da werden Karten organisiert, Routen erklärt, und das alles mit einer Geduld und Freundlichkeit, über die Europäer nur staunen können. In solchen Momenten kann man dann erfahren, wie groß der Zusammenhalt der Australier untereinander noch immer ist und dass Solidarität zumindest innerhalb des weißen Australien zu den Grundwerten gehört.

Mateship

Die mateship ist ein typisch australisches Phänomen, das auch heute noch Männer wie Blutsbrüder zusammenhalten lässt. Damals, in der Wildnis des unerforschten Kontinents, hatten nur „echte Kerle“ eine Chance. Gemeinsamkeit machte stark, half beim Überleben. Bei geselligen Anlässen sind auch heute noch die meisten australischen Männer lieber unter sich.

Musik

Australiens sehr lebendige Musikszene ist mehr als nur Kylie Minogue, jene Popikone, die international für Furore gesorgt hat. Wer die Musikszene Downunder beleuchtet, kommt etwa an Rockgrößen wie AC/DC oder INXS nicht vorbei – oder an Paul Kelly, der auch der Bob Dylan Australiens genannt wird. Wie kein anderer vor ihm erfasst der aus Adelaide stammende Songwriter seit den 1980er-Jahren die australische Seele. Oft machen lokale Pop- und Rockbands wie die aus Brisbane stammenden Powderfinger steile Karrieren, auch Aboriginebands wie Yothu Yindi schaffen es mit ihren oft kritischen Songs, das Publikum zu begeistern.

Natur- und Umweltschutz

Standen schon die ersten Entdecker im 18. Jh. im Kampf mit einer überwältigenden, fremden Natur, so hat sich daran bis heute nichts Wesentliches geändert. Mitten im Kakadu National Park rattern, ganz zwanglos, die Bagger auf der Suche nach Uran und Gold; das Great Barrier Reef konnte nur mit Mühe und Not davor bewahrt werden, von Erdölgesellschaften angebohrt zu werden. Aber auch der ausufernde Touristenrummel trägt seinen Teil zur Umweltschädigung bei. Greenies, wie Umweltschützer in Australien gern genannt werden, gelten häufig als Spinner und wirtschaftsfeindlich; das Etikett „Eco“ für ökologisch ist nur auf Tourismusprospekten wirklich gern gesehen.

Doch ein Umdenken hat längst eingesetzt. Australien hat neuerdings sogar den Klimaschutz entdeckt und führt nach europäischem Vorbild eine Kohlendioxidsteuer ein, die Luftverschmutzer schrecken soll. Dass mit dem Klima etwas nicht mehr stimmt, lassen die sich häufenden Naturkatastrophen befürchten: großflächige Überschwemmungen nach schlimmen Unwettern in Queensland oder verheerende Buschbrände bei anhaltender Dürre in New South Wales und Victoria. Der trockene Kontinent droht zu verdursten, die Böden zu versalzen, warnt ein Horrorszenarium, dass vor allem den Südosten des Kontinents meint, wo in weiten Teilen mittels künstlicher Bewässerung Landwirtschaft betrieben wird.

Picknick

Picknicks sind eine australische Leidenschaft. In fast allen Parks und auf den Rastplätzen entlang der Highways gibt es schattige Bänke und Tische, Wasser und Grillplätze. Picknicks werden zu jeder sich bietenden Gelegenheit veranstaltet: mit Kerzenlicht, Porzellan und ausgebreiteten Tischdecken vor Konzert- oder Theaterveranstaltungen, Picknicks am Strand, an öffentlichen Feiertagen, vor Sportereignissen.

Regierungssystem

Grundsätzlich folgt das australische System dem Modell Großbritanniens und Nordamerikas. Daneben hat es auch eigene Merkmale. Die Regierung setzt sich aus Mitgliedern eines vom Volk gewählten Parlaments mit zwei Kammern zusammen, dem Repräsentantenhaus (House of Representatives) und dem Senat (Senate). Regierung und Parlament haben ihren Sitz in Canberra. Die Partei oder Koalition, die im Repräsentantenhaus die Mehrheit genießt, stellt die Regierung. Das Staatsoberhaupt, Königin Elisabeth II., ernennt auf Vorschlag der Regierung einen Generalgouverneur als ihren Vertreter. Dieser gibt dann den Ministern den Segen, die ihm vom Premierminister vorgeschlagen werden.

Sport

Sportbegeisterung äußert sich aktiv wie passiv. Und manchmal ganz schön ruppig, wenn beim sogenannten Footy36 Spieler mit vollem Körpereinsatz um einen eiförmigen Ball ringen. Nur etwas weniger handgreiflich geht es beim Rugby zu, während Cricket traditionell britisch zum fair play verpflichtet. Fußball heißt dowunder soccer und erfreut sich zunehmender Popularität, seit australische Mannschaften bei internationalen Turnieren respektable Leistungen erbringen. Geht man übrigens danach, wie viele Mitglieder in Vereinen angemeldet sind, ist der liebste Sport der Australier Tennis.

Tall Poppies

Auf Arroganz und Anmaßung reagieren Australier empfindlich. Tall poppy syndrome nennen sie es, wenn Prominente zu viel Wirbel um die eigene Person machen – sei es durch eine aufgeregte Schar von Leibwächtern, sei es, etwa in der Politik, durch zu große Distanz vom Volk. Abgehobene Großkopferte, also tall poppies, muss man nach Meinung vieler wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbringen.

Bloss nicht!

Alles besser wissen

Sich selber in den Vordergrund stellen, angeben – das kommt in Australien überhaupt nicht an. Das heißt aber nicht, dass Sie bei Diskussionen mit Australiern nicht Ihre Position klar machen sollten. Im Gegenteil: eine klare Stellungnahme etwa zu einem politischen Thema ist durchaus geschätzt, so lange sie nicht wichtigtuerisch vorgebracht wird.

Visum überziehen

Australien hat ein äußerst hartes Einwanderungsgesetz. Wer die Besuchszeit des Touristenvisums überschreitet oder unerlaubt arbeitet, dem droht nicht nur Ausweisung, sondern außerdem ein mehrjähriges Rückkehrverbot.

Giftige Quallen unterschätzen

Stinger, Box Jellyfish oder Sea Wasp wird die mordsgefährliche Quallenart genannt; schon die Berührung kann tödlich sein. Erste-Hilfe-Maßnahme: Essig auf die Hautstelle tun! Zum Glück kommen die Biester ausschließlich in tropischen Küstengewässern vor – und das auch nur zwischen Oktober und Mai. Während dieser Zeit sollten Sie nicht ohne Wetsuit im Meer baden bzw. nur Strände aufsuchen, die durch Netze geschützt sind. Stingerfrei sind in den meisten Fällen die Gewässer weit draußen, z. B. um die Inseln am Great Barrier Reef.

Einen Apfel mitbringen

Dank der geografischen Isolation ist Australien bisher von verschiedenen landwirtschaftlichen Krankheiten – etwa der Maul- und Klauenseuche – verschont geblieben. Dass dies so bleibt, dafür sorgt an den Grenzübergängen eine ganze Armee von Beamten. Schon beim Landeanflug auf Sydney werden Besucher davor gewarnt, Lebensmittel ins Land zu bringen. Früchte und Fleischwaren sind absolut tabu, andere Artikel (etwa Schokolade) werden toleriert, so lange sie auf dem Zollformular deklariert sind. Wer gegen die Gesetze verstößt und von speziell trainierten Schnüffelhunden oder Röntgenmaschinen erwischt wird, dem drohen empfindliche Strafen.

In die Augen schauen

Die meisten Aborigines empfinden es als äußerst unangenehm, wenn man ihnen bei einem Gespräch direkt in die Augen schaut. Das ist nur eine von mehreren Verhaltensregeln, die Sie im Umgang mit den Ureinwohnern beachten sollten. Eine andere ist, nicht über möglicherweise unangenehme oder peinliche Themen zu sprechen – etwa Armut, Hygiene und Sex. Doch auch im Umgang mit weißen Australiern gibt es gewisse, fast mittelalterlich erscheinende Anstandsregeln. So gilt es auf dem Land noch vielerorts als unangebracht, dass ein Mann einer Frau zur Begrüßung die Hand reicht.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Terrorismus

Die australische Regierung hat Ende 2015 ein neues Terrorwarnsystem mit fünf Stufen eingeführt. Zugleich wurde für terroristische Anschläge die mittlere Stufe (Probable = Anschlag wahrscheinlich) festgesetzt. Die australische Regierung hat die Bevölkerung zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.

Kriminalität

Auch in Australien kommt es zu Diebstählen und Autoaufbrüchen, insbesondere an für Touristen attraktiven Plätzen. Handtaschen, Rucksäcke oder dergleichen sollten nicht unbeaufsichtigt, Wertgegenstände nicht im Auto zurück gelassen werden. Rucksacktouristen sollten sich besonders in Sammelunterkünften der Diebstahlsgefahr bewusst sein.
Vereinzelt kam es in der Vergangenheit außerdem zu Überfällen auf Touristen, die nachts außerhalb organisierter Campingplätze gezeltet bzw. geparkt haben.
In Alice Springs ist insbesondere bei Dunkelheit Vorsicht geboten. Wiederholt wurde von Übergriffen, auch auf ausländische Touristen, berichtet (einschließlich bewaffneter Raubüberfälle und Vergewaltigungen). Mit Wohnmobilen sollten nur bewachte Campingplätze angesteuert werden.

Naturkatastrophen

In den heißen Monaten des australischen Sommers treten regelmäßig Busch- und Waldbrände auf. In Verbindung mit starken Winden können sie bedrohliche Ausmaße annehmen. Besonders betroffen sind zumeist der Süden und Osten des Landes. Eine Gefahr für Reisende besteht jedoch nicht, solange sie den Sicherheitshinweisen von Polizei und Feuerwehr Folge leisten. Die Lage in den Nationalparks wird von den staatlichen Rangern überwacht. Sie sind über die jeweiligen Tourismusbüros erreichbar und können Hinweise zu möglichen Gefährdungssituationen geben.

In Australien gibt es regelmäßig starke Gewitter und Platzregen. Bedingt durch über die Ufer tretende Flüsse sowie überlastete Regenwasser-Abflusskanäle kann es zu örtlichen Überschwemmungen kommen.

Insbesondere in den nördlichen Küstengebieten von Queensland, des Northern Territory und Western Australia kann es von November bis April zu tropischen Zyklonen kommen. Reisende werden in dieser Zeit gebeten, die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland zu beachten.

Warnhinweise und Informationen zu aktuellen Naturkatastrophen und anderen Großschadensereignissen in ganz Australien finden Sie auf der Webseite der australischen Regierung.
Von der genannten Webseite kann auch die App "Disaster Watch" auf ein Smartphone geladen werden, um auch auf Reisen auf Warnhinweise und aktuelle Informationen zugreifen zu können.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalreisende werden in der Regel über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Trockenheit

In Teilen Australiens gibt es aufgrund fehlenden Niederschlags Restriktionen bei der Nutzung von Trinkwasser. Zwar sind für Reisende in der Regel keine drastischen Auswirkungen zu erwarten, dennoch sollte überall in Australien verantwortungsbewusst mit Trinkwasser umgegangen werden.

Autofahren/Verkehrssicherheit

In Australien herrscht Linksverkehr. Wer Rechtsverkehr gewohnt ist, wird besonders auf wenig befahrenen Straßen und an Kreuzungen von seiner Intuition verleitet, auf der falschen Fahrbahn zu fahren. Daher ist im Straßenverkehr besondere Umsicht angezeigt.

Verkehrsteilnehmer sollten sich sorgfältig über die australischen Verkehrsregeln informieren. Je nach Bundesstaat gilt ein Tempolimit von 50-60 km/h innerhalb und 100-110 km/h außerhalb von Ortschaften. Verstöße werden mit hohen Geldbußen geahndet.

Das Unfallrisiko bei Überlandfahrten wird wegen des sehr geringen Verkehrsaufkommens häufig unterschätzt. Auf längeren Überlandfahrten sind meist Übermüdung, Unkonzentriertheit oder Ablenkung die Ursache für besonders schwere Verkehrsunfälle junger deutscher Touristen (insbesondere bei Nichtnutzung von Sicherheitsgurten). Fahrzeuginsassen erliegen meist am Unfallort ihren schweren Verletzungen, da bei Unfällen in abgelegenen Gebieten Rettungssanitäter die Unfallstelle teils erst nach Stunden erreichen können.

Führerschein/Kfz-Versicherung

Für vorübergehende Aufenthalte in Australien (z.B. Touristen, Studenten etc.) gilt der deutsche Führerschein zusammen mit dem internationalen Führerschein oder einer amtlich beglaubigten englischen Übersetzung. Führerscheinübersetzungen sind gegen Gebühr bei den deutschen Vertretungen in Australien erhältlich.
Bei dauerhaftem Aufenthalt in Australien muss grundsätzlich ein australischer Führerschein erworben werden. Weitere Informationen hierzu können dem Merkblatt "Führerschein" auf der Webseite der deutschen Vertretungen in Australien entnommen werden.

Nutzer von Kraftfahrzeugen in Australien sollten sich rechtzeitig über die Konditionen der verschiedenen Versicherungspolicen informieren. In Australien sieht die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung (green slip) nur die Kompensation von Personenschäden (Todesfälle und Verletzungen) bei Dritten vor. Sachschäden - z.B. auch am gegnerischen Fahrzeug - werden nicht abgedeckt. Personenschäden des Fahrers, der den Unfall verursacht hat, sind nicht automatisch eingeschlossen; die Leistungen der verschiedenen Anbieter variieren erheblich. Für Personenschäden des Fahrers, der den Unfall verschuldet hat, sowie für alle Sachschäden und den Fall des Diebstahls muss daher bei Bedarf eine zusätzliche Haftpflicht- und/oder Kaskoversicherung abgeschlossen werden. Rechtsstreitigkeiten bei Verkehrsunfällen sind in der Regel sehr zeit- und kostenintensiv.

Reisen ins Outback

Touristen, die abgelegene Strecken im Outback befahren wollen, wird empfohlen, sich und ihre geplante Reiseroute bei den örtlichen Behörden zu registrieren. Die Registrierung kann meist bei der Polizei erfolgen, teilweise auch in Tankstellen oder Geschäften. Sie ermöglicht es den Behörden, in Notfällen schneller reagieren zu können.

Aufgrund erneuter tragischer Todesfälle von Reisenden, die bei Wanderungen im Outback an Flüssigkeitsmangel und Hitzeschlag verstarben wird dringend geraten, körperliche Anstrengungen in der Mittagshitze zu vermeiden und bei Wanderungen Sonnenschutz und große Mengen Trinkwasser mitzunehmen. Es wird geraten, ein Satellitentelefon mitzunehmen bzw. beim Tourveranstalter nachzufragen, ob ein Satellitentelefon für Notfälle verfügbar ist. Außerhalb der Ballungsräume sind Probleme bei der Mobilfunknutzung zu erwarten, und medizinische Versorgung ist unter Umständen erst nach mehreren Stunden verfügbar.

Baden

Beim Baden sollte auf Hinweisschilder am Strand sowie auf Hinweise in der lokalen Presse geachtet werden. Dies betrifft punktuell vorkommende Attacken von Krokodilen und Haifischen, vor allem aber die saisonal auftretende fußballgroße Seewespe aus der Klasse der Würfelquallen, die zu den gefährlichsten Meerestieren Australiens zählt. Sie tritt vor allem in den Monaten Oktober bis Juni an flachen Sandstränden der nordaustralischen Küste zwischen Broome in Western Australia (NW) und Gladstone in Queensland (NO) auf. Bei Kontakt mit den bis zu drei Meter langen Tentakeln kann es innerhalb weniger Minuten zu schweren kardiotoxischen Symptomen bis hin zu Atemstillstand und Herzversagen kommen.
Ebenfalls an den nördlichen und östlichen Küsten Australiens kommt die mit der Seewespe verwandte, nur wenige Zentimeter große Irukandji vor. Nach Vernesselungen treten zunächst undramatische Hauterscheinungen auf. Dann folgen in einem Intervall von etwa 30 Minuten starke Schmerzen in Rücken, Bauch, Brust und Extremitäten, teilweise treten aber auch ernste Herz-Kreislaufsymptome auf.

Erreichbarkeit

Die insgesamt sehr dünne Besiedelung Australiens bringt es mit sich, dass das Mobilfunknetz nur wenig ausgebaut ist. Die in Australien vielfach vorherrschende Hügellandschaft schränkt die Reichweite des Mobilfunknetzes zusätzlich ein. Außerhalb größerer Städte bzw. abseits der wichtigen Verkehrsachsen ist daher davon auszugehen, dass es keinen oder nur sporadischen Mobilfunkempfang gibt. Dies gilt auch für Buschwanderungen in Nationalparks und auch in der unmittelbaren Nähe größerer Städte oder Ballungsräume.

Reisende in Australien und deren Angehörige sollten sich bewusst sein, dass sie aus diesen Gründen u.U. längere Zeit nicht auf dem Handy erreichbar sein können. Um unnötige Besorgnis bei Angehörigen und daraus resultierende Suchaktionen von vornherein zu vermeiden, wird Reisenden geraten, ihren Kontaktpersonen in Deutschland die Reisepläne vorab - und ggf. auch regelmäßig während der Reise - mitzuteilen und auf die möglicherweise schwierige Erreichbarkeit hinzuweisen.

Rauchen

Das Rauchen ist in öffentlichen Gebäuden, Transportmitteln, Einkaufszentren und Restaurants nicht gestattet.

Währung

Landeswährung ist der australische Dollar (AUD). Aktuelle Wechselkurse sind auf der Webseite der europäischen Zentralbank zu finden.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen für die gesamte Dauer des Aufenthalts gültig sein. Zu beachten ist, dass bei einem Zwischenaufenthalt in einem asiatischen Land oft eine Mindestgültigkeit des Passes von 6 Monaten vorgeschrieben ist.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen - ebenso wie die Staatsangehörigen aller anderen Staaten - für die Einreise nach Australien ein Visum, das vor Reiseantritt eingeholt werden muss. Für Geschäftsreisende und Touristen aus Deutschland und den anderen -Mitgliedsländern wird das eVisitor Visum (Subclass 651) angeboten. Das Visum ist 12 Monate gültig und berechtigt innerhalb dieses einen Jahres zu beliebig vielen Aufenthalten in Australien von jeweils maximal drei Monaten. Es kann kostenlos online beantragt werden. Antragsteller werden über die erfolgreiche Ausstellung des eVisitor Visums per E-Mail benachrichtigt. Das eVisitor Visum wird bei den Grenzübergängen und anderen Stellen elektronisch gespeichert.
Das vor Einführung des eVisitor Visum bestehende Electronic Travel Authority ETA (Subclass 601) kann weiterhin beantragt werden, die Einreiseberechtigungen entsprechen denen des eVisitor Visums. Das ETA kann über Reisebüros oder Fluggesellschaften beantragt werden und kostet 20 AUD plus eventuelle Gebühren des Dienstleisters.

Working Holiday-Visum

Gut 25.000 junge Menschen aus Deutschland reisen jährlich mit einem "Working Holiday-Visum" nach Australien, um Urlaub zu machen, Land und Menschen kennen zu lernen und nebenher etwas Geld zu verdienen. Ihnen stehen dieselben Rechte zu wie anderen Arbeitnehmern in Australien. Beispielsweise gilt für alle Branchen und Berufe ein Mindestlohn. Einen guten Überblick zu den Arbeitnehmerrechten findet sich auf der Webseite des Fair-Work-Ombudsman. Der Ombudsmann steht auch ausländischen Jobbern mit Working-Holiday-Visum für Informationen und bei Bedarf auch Beschwerdeverfahren zur Durchsetzung ihrer Rechte als Arbeitnehmer zur Verfügung.

Körperscanner

Fluggäste auf vielen Flughäfen in Australien müssen mit dem Einsatz von Köperscannern rechnen. Eine Weigerung, sich der Überprüfung mittels Körperscanner zu unterziehen, führt zu einer Verzögerung bei der Sicherheitsüberprüfung und Zugang zum Transitbereich erst nach einer Frist von 24 Stunden. Weitere Informationen stehen auf der Webseite des australischen Department of Instrastructure and Regional Development zur Verfügung.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Für bestimmte, nach Australien eingeführte Waren ist eine Einfuhr- und Verkaufssteuer zu entrichten.

Reisenden ist erlaubt, folgende Waren zoll- und verkaufssteuerfrei im Reiseverkehr nach Australien einzuführen:

  • Geschenke, Souvenirs, elektronische Geräte, Parfum, Schmuck, Uhren, Lederwaren etc.
    - für Reisende über 18 Jahren bis zu je 900,- AUD;
    - für Reisende unter 18 Jahren bis zu je 450,- AUD;
  • Alkohol, Wein und Bier oder Spirituosen, unabhängig davon, wo sie erworben wurden:
    - für Reisende über 18 Jahren bis zu je 2,25 Liter Alkohol;
  • Zigaretten, Zigarren oder Tabak, unabhängig davon, wo sie erworben wurden:
    - für Reisende über 18 Jahren bis zu je 25 Zigaretten oder 25 Gramm Tabak.

Stets aktuelle Informationen zu Freimengen finden sich auf der Webseite des australischen Department of Immigration and Border Protection.

Eine gemeinsam reisende Familie kann ihre erlaubten Mengen an zollfreien Gütern zusammenlegen. Waren, die im Ausland oder vor der Abreise in Australien zoll- oder steuerfrei (duty free/ sales tax free) gekauft wurden, werden mit angerechnet, wenn der Zollfreibetrag errechnet wird.
Ein entsprechendes Informationsblatt in deutscher Sprache ist auf der Webseite des australischen Department of Immigration and Border Protection erhältlich.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Australien hat ein strenges Quarantäneregime, dessen Durchsetzung (sorgfältige Kontrollen bei der Einreise) mit Nachdruck betrieben wird und deshalb strikt eingehalten werden sollte. Alle Nahrungsmittel, Pflanzen- und Tierprodukte müssen auf der Passagier-Einreisekarte (Incoming Passenger Card) angegeben werden. Diese werden dann von einem Quarantänebeamten am roten Abfertigungsschalter in der Flughalle untersucht und möglicherweise eingezogen. Werden Gegenstände, die den Quarantänebestimmungen unterliegen, nicht deklariert, können empfindliche Strafen verhängt werden. Die Ein- und Ausfuhr von vielen, insbesondere bedrohten Tier- und Pflanzenarten oder daraus angefertigten Gütern beziehungsweise Souvenirs ist streng reguliert. Illegale Ein- oder Ausfuhren ohne Genehmigung werden mit harten Strafen, zum Teil längeren Freiheitsstrafen, geahndet. Gleiches gilt zum Beispiel auch für historisch oder kulturell bedeutsame Bücher, Dokumente, Münzen und Aboriginal-Kunstgegenstände. Käufer sollten sich daher vor Erwerb und Ausfuhr entsprechend sorgfältig bei den zuständigen australischen beziehungsweise deutschen Zollbehörden informieren.
Eine Zusammenstellung der australischen Einfuhrbeschränkungen finden Sie auf derWebseite des australischen Department of Immigration and Border Protection.

Impfschutz

Eine gültige Gelbfieberimpfung wird auch bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet nicht mehr verlangt. Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften.

Das Auswärtige Amt empfiehlt die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich der Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de).
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza sowie Pneumokokken.
Bei besonderen Risiken wird auch die Impfung gegen Hepatitis A und B und Meningokokken (tetravalenter Impfstoff gegen die Serogruppen ACWY) empfohlen; lassen Sie sich hierzu von einem erfahrenen Tropen-/Reisemediziner beraten.

Dengue-Fieber

kommt gelegentlich im Norden Australiens vor (Nord-Queensland, Torresstraße). Diese Viruserkrankung wird von der tagaktiven Aedesmücke übertragen und kann in Einzelfällen zu ernsthaften Gesundheitsschäden mit Todesfolge führen. Ein Übertragungsrisiko besteht hauptsächlich von Dezember bis Juni. Es gibt keine ursächliche Behandlung, die Therapie beschränkt sich auf die Linderung der Beschwerden. Mückenschutz (tagsüber!) ist die einzige Vorsorgemaßnahme.

Japanische Enzephalitis

Auf den Inseln der Torres-Straße kann es zudem zu Infektionen mit Japanischer Enzephalitis kommen. Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechmücken übertragen. Vor allem Schweine und Wasservögel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selbst krank zu werden. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber häufig schwer und hinterlassen bleibende Schäden oder enden tödlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb sind ein sorgfältiger Mückenschutz und gegebenenfalls eine vorbeugende Schutzimpfung besonders wichtig. Beratung durch einen erfahrenen Tropen-/Reisemediziner wird empfohlen.

Meningokokken - Meningitis

Seit September wurden in den australischen Bundesstaaten Northern Territory und Western Australia vermehrt Infektionen mit Meningokokken der Serogruppen W und Y gemeldet. Reisende mit engem Kontakt zur lokalen Bevölkerung sollten eine tetravalente Impfung erwägen.

Sonstiges

Erkrankungen/Verletzungen durch ungewollten Kontakt zu Tieren kommen häufig vor: Schlangen, Spinnen, Quallen, andere Meerestiere, Krokodile. Warnhinweise sollten unbedingt überall befolgt und ernst genommen werden und bei Bedarf zügig medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Der Zustand des australischen Gesundheitswesens ist generell gut. Jedoch muss unter Umständen auch in Notfällen mit Wartezeiten für Behandlungen gerechnet werden. Medikamente, die aus Deutschland mitgebracht werden, müssen bei der Ankunft deklariert werden. Es muss grundsätzlich eine Verschreibung des behandelnden Arztes in englischer Sprache vorliegen, die Medikamente müssen im begleiteten Gepäck und in Originalverpackung eingeführt werden, ohne spezielle Genehmigung darf ein Dreimonatsbedarf nicht überschritten werden. Grundsätzlich genehmigungspflichtige Medikament siehe unter Can-I-Bring-Medicine-Back.

Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer guten Reiserückholversicherung ist dringend notwendig.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Medikamente, die aus Deutschland mitgebracht werden, müssen bei der Ankunft deklariert werden. Bei Zuwiderhandlungen drohen hohe Geldstrafen.

Bei der Ein- und Ausreise gibt es strenge Gesundheitskontrollen. Wer ohne die ggf. erforderlichen Impfbescheinigungen einreist, kann unter Quarantäne gestellt werden. Die Kosten hierfür müssen von der Fluggesellschaft gedeckt werden.

Die Gesundheitsversorgung ist ausgezeichnet. Jedoch muss, unter Umständen auch in Notfällen, mit Wartezeiten für Behandlungen gerechnet werden.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und einer Reiserückholversicherung wird empfohlen.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Gelbfieber 1 -
Cholera Nein -
Typhus & Polio Nein -
Malaria Nein -
Essen & Trinken 2 -

Anmerkungen Impfungen

[1]: Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird auch von Reisenden nicht mehr verlangt, die über ein Jahr alt sind und innerhalb von sechs Tagen nachdem sie sich über Nacht oder länger in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiet aufgehalten haben, einreisen wollen. 

[2]: Die hygienischen Standards sind sehr hoch, jedoch sollte beim Essen und Trinken in Outback-Gebieten Vorsicht angewandt werden, da bestimmte Insekten- und Pflanzenarten hochgiftig sind, wenn sie nicht durchgekocht sind.

Gesundheitszeugnis

Für Daueraufenthalte ist ein negativer HIV-Test in englischer Sprache erforderlich.

Andere Risiken

Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Von Dezember bis Juni treten vermehrt Regenfälle auf, nach denen die Zahl der Überträgermücken in vielen Gebieten zunimmt. Aus diesem Grund treten von Mücken übertragene Krankheiten wie Dengue-Fieber (erhöhtes Risiko auf den Torres-Inseln, im Norden, Nord-Queensland und Cairns), Japanische Enzephalities (nur auf den Torres-Inseln) und andere Viruserkrankungen besonders während und nach den Regenperioden auf. Guter Mückenschutz ist daher unentbehrlich.

Die UV-Strahlung ist sehr hoch und kann zu Hautschäden führen. Sonnenschutz durch hautbedeckende Kleidung und Sonnenschutzmittel (LSF > 20) ist daher unbedingt erforderlich.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A- und B-Schutzimpfung wird bei Reisen durch das Landesinnere bei einfachen Bedingungen und generell Risikogruppen empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Das Baden in öffentlichen Gewässern ist nicht überall in Australien sicher. Unfälle mit Krokodilen, Haifischen und gefährlichen Quallen werden immer wieder registriert. Vor dem Baden sollte man auf Hinweisschilder am Strand sowie auf Hinweise in der lokalen Presse achten. Die fußballgroße Seewespe aus der Klasse der Würfelquallen, zählt zu den gefährlichsten Meerestieren Australiens. Sie tritt vor allem in den Monaten Oktober bis Juni an flachen Sandstränden der nordaustralischen Küste zwischen Broome in Western Australia (NW) und
Gladstone in Queensland (NO) auf. Bei Kontakt mit den bis zu drei Meter langen Tentakeln kann es innerhalb weniger Minuten zu schweren kardiotoxischen Symptomen bis hin zu Atemstillstand und Herzversagen kommen.
Ebenfalls an den nördlichen Küsten Australiens kommt die mit der Seewespe verwandte, nur wenige Zentimeter große aber für Schwimmer gefährliche Irukandji vor.

Reisewarnung

Überblick

Australien

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 15.02.2017
Unverändert gültig seit: 03.02.2017

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus Die australische Regierung hat am 26.11.2015 ein neues Terrorwarnsystem mit fünf Stufen eingeführt. Zugleich wurde für terroristische Anschläge die mittlere Stufe (Probable = Anschlag wahrscheinlich) festgesetzt. Die australische Regierung hat die Bevölkerung zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Deutschland Ja Ja Nein
Österreich Ja Ja Nein
Schweiz Ja Ja Nein
Türkei Ja Ja Nein
Andere EU-Länder Ja Ja Nein

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss während des Aufenthalts gültig sein.

Anmerkung: Zu beachten ist, dass bei einem Zwischenaufenthalt in einem asiatischen Land oft eine Mindestgültigkeit des Passes von 6 Monaten vorgeschrieben ist. Außerdem verlangen einige Fluggesellschaften eine Mindestgültigkeit des Reisepasses von mindestens Monaten.

Anmerkung zum Reisepass

Australische Werte
Alle volljährigen Antragsteller müssen eine Erklärung zur Anerkennung australischer Werte unterzeichnen, wenn sie einen Antrag auf bestimmte Visatypen stellen. Mit der Erklärung bestätigt ein Antragsteller vor dem Zeitpunkt der Visaerteilung, dass er die australische Lebensweise respektieren und das australische Recht befolgen wird.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsangehörige Neuseelands. Es gibt neben den hier aufgeführten Visa eine Reihe von anderen Visumarten, die sich je nach Staatsangehörigkeit sowie Zweck und Dauer des Aufenthalts unterscheiden.

eVisitor (Unterklasse 651)
Ein elektronisches Besuchervisum der Unterklasse 651 können u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für touristische oder geschäftliche Aufenthalte (mehrfache Einreise) von jeweils bis zu drei Monaten innerhalb von 12 Monaten online beantragen:
 
EU-Länder und Schweiz.
 
(II.) Electronic Travel Authority (Unterklasse 601)
Reisebüros, Reiseveranstalter, einige Fluggesellschaften sowie Visum-Agenturen erstellen für Besucher meist gegen eine Dienstleistungsgebühr so genannte Electronic Travel Authority-Visas für touristische und geschäftliche Aufenthalte von bis zu 3 Monaten innerhalb von 12 Monaten (mehrfache Einreise). Die Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können ein Electronic Travel Authority-Visum beantragen (jedoch nicht online):
 
EU-Länder (außer Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern) 
 
Auf www.homeaffairs.gov.au/Trav/Visi müssen Geschäftsreisende und Touristen aus den EU-Mitgliedsländern und der Schweiz ein Formular ausfüllen und die Passdaten für alle mitreisenden Personen, auch für Kinder, und eine E-Mail-Adresse angeben. 
 

Türkische Staatsbürger müssen ein Besucher- oder Geschäftsvisum (Unterklasse 600) direkt bei der zuständigen konsularischen Vertretung Australiens oder online beantragen.

 

Einreise mit Kindern

Deutsche: Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Kinder benötigen ein eigenes eVisitor-Visum.

Achtung: Alleinreisende Minderjährige unter 18 Jahren benötigen das von ihren Erziehungsberechtigten unterschriebene Formular 1229 sowie eine Verpflichtungserklärung (Formular 1257).

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Es bestehen strenge Einfuhrbestimmungen. Anfragen an die zuständige konsularische Vertretung (s. Kontaktadressen).

Bearbeitungsdauer

eVisitor (subclass 651), Besuchervisum (subclass 600): Ein Arbeitstag.
 

Gültigkeit

Abhängig von der Art des Visums, dem Reisezweck und der Gültigkeitsdauer des Passes. Die eVisitor-Visa sind 1 Jahr ab Ausstellungstag für Aufenthalte von jeweils maximal 3 Monaten gültig.
Verlängerung ist gegen Gebühr beim Department of Immigration and Multicultural Affairs in Australien möglich.

Transit

Transitreisende, die innerhalb von 8 Std. weiterfliegen, über gültige Weiterreisetickets verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. Diese Regelung gilt nur für Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder:

EU-Länder und Schweiz.

Anmerkung:
Manche Flughäfen sind über Nacht geschlossen. Man sollte sich deshalb bei der jeweiligen Fluggesellschaft vor Reiseantritt erkundigen.

Visaarten und Kosten

eVisitor Unterklasse 651 (Besuchervisum für Geschäftsreisende, Touristen und Besucher),

Electronic Travel Authority Unterklasse 601 (Besuchervisum für Geschäftsreisende, Touristen und Besucher),

Besuchervisum Unterklasse 600 (Touristen-, Besucher- und Geschäftsvisum),

Temporary Work Visa Unterklasse 400 (kurzfristiges Arbeitsvisum),

Working Holiday Visum (Unterklasse 462), Studentenvisum (Unterklasse 500), Medical Treatment Visum (Unterklasse 602) u.a.

(Mit einem Working Holiday Visum können Personen zwischen 18 und 30 Jahren bei einem Arbeitgeber bis zu sechs Monate arbeiten. Das Working Holiday Visum kann in Australien verlängert werden. Weitere Informationen zum Working Holiday Visum unter www.homeaffairs.gov.au/).

Kosten

Deutschland:
Für das im Internet zu beantragende eVisitor (Unterklasse 651) und andere elektronische Visas werden keine Gebühren erhoben.

Besuchervisum (Unterklasse 600): 140 A$ (außerhalb von Australien); 345 A$ (innerhalb von Australien).
Kurzfristiges Arbeitssvisum (Unterklasse 400): 280 A$ (außerhalb von Australien).


Werden die Visa auf der Internetseite der DIMIA ETA http://www.eta.immi.gov.au/ beantragt, wird für jedes Visum eine Bearbeitungsgebühr von 20 A$ erhoben, die ausschließlich mit Kreditkarte bezahlt werden kann. Das e-Visum selbst ist kostenlos. Viele Reisebüros in Deutschland erstellen das eVisitor für ihre Kunden kostenlos. Jedes Reisebüro bzw. jede Fluglinie entscheidet jedoch selbständig, ob eine Bearbeitungsgebühr erhoben wird oder nicht. Einige Reisebüros verlangen eine relativ hohe Bearbeitungsgebühr. Die Australische Botschaft in Berlin erhebt keine zusätzlichen Bearbeitungsgebühren.

Anmerkung
: Die Bezahlung von Visagebühren wird von der Botschaft in Berlin nur noch mit einer Kreditkarte in Australischen Dollars akzeptiert. Anträge innerhalb von Deutschland: Für die Rücksendung des Reisepasses per Einschreiben muss der Antragsteller 4 € per Kreditkarte zahlen. Der Rückumschlag wird von der Botschaft gestellt.

Österreich:
Für das im Internet zu beantragende eVisitor- und andere elektronische Visas werden keine Gebühren erhoben.

Besuchervisum (Unterklasse 600): 140 A$ (außerhalb von Australien).
Kurzfristiges Arbeitssvisum (Unterklasse 400): 280 A$.

Werden die Visa auf der Internetseite der DIMIA ETA beantragt, wird für jedes Visum eine Bearbeitungsgebühr von 20 A$ erhoben, die ausschließlich mit Kreditkarte bezahlt werden können. Das e-Visum selbst ist kostenlos. Das Visum kann auch über ein Reisebüro beantragt werden.

Anmerkung: Die Bezahlung von Visagebühren wird von der Australischen Botschaft in Wien bar oder mit einer Kreditkarte in Euro akzeptiert (keine Schecks). Die Visagebühren unterliegen ständigen Änderungen. Maßgeblich ist die aktuelle Gebühr am Tag der Antragstellung.

Schweiz:
Für das im Internet zu beantragende eVisitor- und andere elektronische Visas werden keine Gebühren erhoben.
ETA: 30 CHF.
eVisitor (Tourist): 100 CHF.
langfristige Besuchervisa (bis 6 Monate): 250 CHF (zusätzlich eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 50 CHF) (beim Australian Immigration and Trade Service (AITS) in Interlaken. Internet: www.aits.ch).
langfristige Besuchervisa (bis 12 Monate): 500 CHF (einschließlich Bearbeitungsgebühr) (beim Australian Immigration and Trade Service (AITS) in Interlaken).

Werden die Visa auf der Internetseite der DIMIA ETA beantragt, wird für jedes eVisitor-Visum eine Gebühr von 20 A$ erhoben, die ausschließlich mit Kreditkarte bezahlt werden können. Das Visum kann auch über ein Reisebüro beantragt werden.
Die Reisebüros bestimmen selbst, welche Gebühren sie für die Ausstellung des eVisitor erheben.

Anmerkung: Schweizer können ihre Visa auch bei der Australischen Botschaft in Berlin beantragen. Die Bezahlung von Visagebühren wird nur noch mit einer Kreditkarte in Euro akzeptiert. Anträge außerhalb von Deutschland: Für die Rücksendung des Reisepasses per Einschreiben muss der Antragsteller 5 € per Kreditkarte zahlen. Den Rückumschlag stellt die Botschaft. Die Australian Immigration and Trade Services (AITS) in Interlaken akzeptiert auch Barzahlung. 

Türkei:
Türkische Staatsbürger wenden sich an die zuständige australische Vertretung beantragen das Visum online.

Antrag erforderlich

Hinweis zum Reisepass: Reisende mit maschinenlesbaren Reisepässen müssen bei Antragstellung in Berlin nur noch eine Kopie der Reisepassseite mit den persönlichen Daten einreichen. Das Konsulat kann jedoch im Einzelfall den Original-Pass anfordern. Nicht maschinenlesbare Reisepässe sind wie bisher im Original einzureichen.

Unterlagen für ein elektronisches Visum eVisitor (Unterklasse 651)
(a) Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens sechs Monaten.

(b) Personen, die 75 Jahre alt und älter sind: Krankenversicherung,

(c) digitales biometrisches Foto,

(d) beglaubigte Geburtsurkunde,

(e) alleinreisende Minderjährige: Formulare 1229 und 1257.


Geschäftsvisa (Subclass 400): Englischkenntnisse von einer Mindestpunktezahl von 4,5 Punkten in einem International English Language Testing System (IELTS) Test. In einigen Fällen müssen die Englischkenntnisse nachweislich noch besser sein, z.B. wenn eine Mitgliedschaft in einer beruflichen Vereinigung angestrebt wird.

Unterlagen für elektronisches Touristenvisum (Subclass 600
(a) Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens sechs Monaten plus Kopie der Fotoseite.
(b) Ausgefülltes Antragsformular (downloadbar auf www.germany.embassy.gov.au/belngerman/visit_dt.html).
(c) Aktuelles Passfoto.
(d) Ggf. beglaubigte Geburtsurkunde für Kinder.
(e) Reisekrankenversicherung.
(f) Nachweis über ausreichende Geldmittel.
(g) Nachweis über überzeugende Rückkehrabsichten: Studien- oder Arbeitsnachweis.
(h) Ggf. Einladung von Verwandten oder Bekannten.

(i) Bearbeitungsgebühr pro Person.

(j) Ggf. Aufenthaltstitel.

(k) Ggf. Gesundheitliche Nachweise

 

Geld

Geldwechsel

Auf allen australischen Flughäfen gibt es Wechselstuben, die bei Ankunft und Abflug aller Flüge geöffnet sind. Internationale Hotels wechseln ebenfalls Fremdwährungen. Reisende sollten Geld an den Flughäfen und in Banken wechseln. Geld sollte erst in Australien gewechselt werden, weil dort der Kurs meist besser als in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist. Günstiger als mit Kreditkarten wird Geld mit der ec-/Maestro-Karte an einem engmaschigen Automaten-Netz in Australien abgehoben.

Währung

1 Australischer Dollar = 100 Cents. Währungskürzel: A$, AUD (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10 und 5 A$, Münzen in den Nennwerten 2 und 1 A$ sowie 50, 20, 10 und 5 Cents.

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen. Die Ein- und Ausfuhr von Beträgen ab einem Gegenwert von 10.000 A$ muss deklariert werden.

Kreditkarten

Kreditkarten sind in Australien ein fast so beliebtes Zahlungsmittel wie in den USA. Visa, Diners Club, MasterCard und American Express werden angenommen. Am stärksten verbreitet sind VISA und MasterCard. Nicht ganz so flächendeckend ist die Akzeptanz von American Express und Diners Club. In kleineren Städten und im Outback werden Kreditkarten eventuell nur beschränkt angenommen. Einzelheiten auf der Internetseite des Ausstellers der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Reiseschecks in A$ oder Euro können in Banken oder großen Hotels eingelöst werden. In einigen Banken wird für das Einlösen von Reiseschecks eine Gebühr verlangt. Um sich in Australien eventuelle Umtauschgebühren zu ersparen, sollten die Reiseschecks in A$ ausgestellt sein.

Öffnungszeiten der Bank

I. Allg. Mo-Do 09.30-16.00 Uhr, Fr 09.30-17.00 Uhr.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Die folgenden Artikel können zollfrei nach Australien eingeführt werden:

25 Zigaretten oder 25 g Zigarren oder Tabakwaren (Personen ab 18 J.);
2,25 l alkoholische Getränke (Personen ab 18 J.);
Kosmetikprodukte für den persönlichen Gebrauch sowie persönliche Kleidung, ausgenommen Pelze.
 
Geschenke (Kameras, Uhren, Souvenirs etc.) und persönliche Gegenstände bis zu einem Gesamtwert von 900 A$ können von Personen ab 18 Jahren (450 A$ von Personen unter 18 Jahren) zollfrei eingeführt werden.

Verbotene Importe

Lebensmittel, Pflanzen und Pflanzenteile, tierische Produkte (Eier, Federn, Felle etc.), Gerätschaften, die in der Tierhaltung benötigt werden und andere mögliche Überträger von Krankheiten und Seuchen, Impfserum, Waffen, Drogen und Abhängigkeit verursachende Medikamente ohne ärztlichen Attest in englischer Sprache. Drogendelikte werden schwer bestraft.

Verbotene Exporte

Kulturell oder historisch bedeutsame Gegenstände sowie viele Pflanzen und Tierarten und deren Erzeugnisse.

Quellenangaben
  • Marco Polo - Australien - Sydney, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2012-12
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Australien - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 29.03.2018 (Unverändert gültig seit: 23.01.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 29.03.2018 (Unverändert gültig seit: 23.01.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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