Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Österreich

Steckbrief

Österreich - Fakten

Ländername Republik Österreich
Klima Mitteleuropäisches Übergangsklima mit zunehmend kontinentalem Einfluss nach Osten
Beste Reisezeit Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember
Lage Mitteleuropäischer Binnenstaat zwischen Deutschland und Tschechien im Norden, Italien und Slowenien im Süden, der Slowakei und Ungarn im Osten sowie der Schweiz und Liechtenstein im Westen
Fläche 83.879 Quadratkilometer
Hauptstadt Wien mit 1,86 Millionen Einwohnern (Januar 2017)
Bevölkerung 8,77 Millionen Einwohner, davon 15% Ausländer, vor allem aus Süd- und Südosteuropa, Deutschland (circa 182.000) und der Türkei (Januar 2017); Wachstumsrate: +1,3 %
Sprache Deutsch, regional auch Slowenisch, Kroatisch und Ungarisch
Religion Katholiken 73,6 %, Muslime 6,2 %, Protestanten 4,7 %, Konfessionslos 12 %
Nationaltag 26. Oktober (Nationalfeiertag - Verabschiedung des Neutralitätsgesetzes 1955)
Unabhängigkeit 27. April 1945
Staats-/Regierungsform Bundesrepublik
Staatsoberhaupt Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen, Amtsantritt am 26. Januar 2017 (gewählt am 4. Dezember 2016, Amtszeit sechs Jahre)
Vertreter des Staatsoberhaupts Kurzfristige Zeiträume durch den Bundeskanzler, andernfalls gemeinsam durch den ersten, zweiten und dritten Präsidenten des Nationalrates
Regierungschef Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), seit 18. Dezember 2017
Außenminister Bundesministerin für Europa, Integration und Äußeres Karin Kneissl (parteilos), seit 18. Dezember 2017
Parlament Zwei Kammern:Nationalrat (= Parlament) mit 183 Mitgliedern (Wahl alle fünf Jahre, zuletzt am 15. Oktober 2017),Präsident des Nationalrates: Wolfgang Sobotka (ÖVP), seit 20. Dezember 2017; Bundesrat (= Länderkammer) mit 61 Mitgliedern, die von den Landtagenentsandt werden; Vorsitz wechselt halbjährlich
Währung Euro
Zeitzone UTC+1 (MEZ)Sommerzeit MESZ (MEZ+1) Ende März-Ende Oktober
Stromnetz 230 V/ 50 Hz
Reiseadapter C, F, E+F
Kfz-Länderkennzeichen A
ISO-3166 AT, AUT
Internet-TLD .at
Landesvorwahl +43
Reisepass & Visum Nicht notwendig
Geeignet für Kultur, Shopping, Outdoor, See, Wintersport, Feiern

Geographie

Die mächtigen, zum Teil vergletscherten Gebirgsketten der Alpen nehmen zwei Drittel der Landesfläche ein. Die höchste Erhebung ist der 3797 m hohe Großglockner in den Hohen Tauern. Eine interessante Vegetation konnte sich als Relikte aus der Zeit vor der Vereisung auf Gipfeln halten, die über das Eis ragten. Eine solche tertiäre Blume ist der Kärntner Kühtritt (Wulfenie). Typische alpine Bäume sind die Zirbel und die Lärche. Kleinere Landschaftseinheiten sind das Alpenvorland mit zahlreichen Seen, das Granitplateau an der böhmischen Grenze, das Wiener Becken, die Nordburgenländische Senke und das Steirische Hügelland. Die Donau ist der größte Fluss des Landes. Der abflusslose Neusiedler See ist der einzige Steppensee Europas. Österreich liegt im gemäßigten Klimabereich, der nach Osten hin kontinentale Züge trägt. Die Alpen wirken als Wetterscheide, was zu höheren Lufttemperaturen und geringeren Niederschlägen am Alpensüdrand führt.

Politik und Bevölkerung

Österreich ist eine parlamentarisch-demokratische Republik, die aus neun Bundesländern besteht. Die Verfassung aus dem Jahr 1920, geändert 1929, ist noch in Kraft. Das Parlament hat zwei Kammern, den Nationalrat und den Bundesrat. Staatsoberhaupt ist der für sechs Jahre gewählte Bundespräsident. Jedes Bundesland besitzt einen Landtag und eine Landesregierung. Jeder zweite Österreicher lebt in einer Stadt, jeder fünfte in der Hauptstadt Wien. Die Bevölkerungsdichte ist geringer als in den angrenzenden Ländern Mitteleuropas. Die Bevölkerung besteht zu etwa neun Zehnteln aus Österreichern, ca. 9 % sind Ausländer. Knapp drei Viertel der Einwohner gehören der katholischen Kirche an. Österreich ist seit 1995 Mitglied der Europäischen Union.

Geschichte und Kultur

Das Gebiet war bereits im Mittelalter besiedelt und bis zum 10. Jh. von Römern, Magyaren und Bajuwaren beherrscht. Der Name Österreich wurde 996 erstmals urkundlich erwähnt: Ostarihhi bedeutet „östlicher Teil des Reiches“. Im 12. Jh. wurde Österreich Herzogtum und Wien Hauptstadt. 1282 belehnte der deutsche König Rudolf von Habsburg seine Söhne mit Österreich, das über mehr als 600 Jahre beim Hause Habsburg verblieb. Die Habsburger entwickelten sich zu einer Großmacht, die im 18. Jh. bis nach Oberitalien und Ungarn reichte. Im 19. Jh. verlor Österreich große Gebiete und bildete ab 1867 mit Ungarn eine Doppelmonarchie. Die Ermordung des Thronfolgers Franz Ferdinand in Sarajevo gab 1914 den Anlass zum Ersten Weltkrieg. Die 1918 gegründete Republik Österreich wurde 1938 von Deutschland und 1945 von den Alliierten besetzt. Das Land verfügt über zahlreiche Kunst- und Kulturdenkmäler („Land der Dome“) und eine lebendige Theater- und Literaturszene. Volksbräuche (Sternsingen, Fronleichnamsprozessionen) und Volkstrachten sind regional differenziert und bis heute lebendig.

Österreich - Geschichte

976 Österreich wird als Ostarrichi erstmals urkundlich erwähnt
1282 Rudolf von Habsburg begründet die 600-jährige Herrschaft der Habsburger
1529 und 1683 Wien wird von den Türken belagert, aber nicht erobert
1740 Maria Theresia besteigt den Thron
1780 Mit Joseph II. kommt nach dem Tod Maria Theresias ihr reformfreudiger Sohn an die Macht
1848 Franz Joseph I. besteigt 18-jährig den Thron und regiert bis 1916
1867 Nach Unruhen kommt es zur Gründung der k.u.k.-Doppelmonarchie Österreich-Ungarn
1914 Die Ermordung von Thronfolger Franz Ferdinand löst den Ersten Weltkrieg aus
1918/19 Ausruf der Ersten Republik
1938 Besetzung Österreichs durch deutsche Truppen
1945 Nach dem Zweiten Weltkrieg wird das Land in vier Zonen aufgeteilt
1955 Österreich wird wieder ein souveräner Staat
1979 Wien wird nach New York und Genf zum dritten UNO-Standort
1989 An der österreichisch-ungarischen Grenze fällt der Eiserne Vorhang
1995 Österreich wird vollwertiges Mitglied der EU
1997 Das Schengener Abkommen tritt in Kraft
2013 Neuauflage der Großen Koalition von SPÖ und ÖVP
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Metternichgasse 3 | 1030 Wien | Tel. 01 711540 (auch Notruf)

Schweizerische Botschaft

Kärtner Ring 12 | 1010 Wien | Tel. 01 79505

Notruf

Feuerwehr: Tel. 122

Polizei: Tel. 133

Rettungsdienst: Tel. 144

Ärztenotdienst: Tel. 141

Alpinnotruf (Bergrettung): Tel. 140, in Vorarlberg Tel. 144

Euro-Notruf: Tel. 112

Der Euro-Notruf ist gebührenfrei, er funktioniert auch ohne SIM-Karte im Handy. Durchgestellt wird er automatisch in die nächstgelegene Polizeidienststelle.

Internetzugang & WLAN

In vielen Cafés und Trendlokalen gehört es, ebenso wie in der gehobeneren Hotellerie, zum guten Ton, WLAN-Zugang kostenlos anzubieten; in den Städten sowieso, aber vermehrt nun auch auf dem Land. An vielen Autobahnraststätten, am Flughafen Wien sowie in den ÖBB-Railjet-Zügen (schwankender Empfang) wird dieses Service ebenfalls gratis angeboten. Infos: www.freewlan.at, www.freewave.at

Post

Porto für Standardsendungen (bis 20 g): EU-weit 70 Cent, weltweit 1,70 Euro

Telefon & Handy

Vorwahl nach Österreich: 0043; nach Deutschland: 0049; in die Schweiz: 0041. Bei Anrufen aus dem Ausland entfällt die Null der Vorwahl. Das Handynetz in Österreich ist flächendeckend, mit Ausnahme der Berge. Seit 2009 gelten in der EU Obergrenzen für Roaminggebühren (22,8 Cent für aktive, 0,6 Cent für passive Telefonate). Immer günstig sind SMS (max. 0,72 Cent). Hohe Kosten verursacht die Mailbox; noch im Heimatland abschalten! Haben Sie vor ein wenig innerhalb Österreichs zu telefonieren, legen Sie sich am besten eine Prepaid-Karte zu, die es von allen Mobilfunkanbietern gibt.

Zeitungen

Überregionale Qualitätszeitungen sind "Die Presse" und "Der Standard". Ähnlich gut sind die "Salzburger Nachrichten" sowie die Wiener Stadtzeitung "Falter". Daneben gibt's noch den "Kurier" (Ostösterreich), die "Kleine Zeitung" (Steiermark, Kärnten), die "Krone" und "Österreich".

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Österreich ist ein katholisches Land, vor allem im Frühjahr sind die Feiertage dicht gesät. Neben Brauchtumsveranstaltungen zählen klassische Festspiele und jugendliche Open-Airs zu den Highlights im Festkalender.

Feste & Veranstaltungen

Januar/Februar

Lauf der Pinggalperchten in Mayrhofen (Zillertal), Lauf der Schnabelperchten in Rauris und Glöcklerlauf in Ebensee; Kostümierte sollen böse Geister vertreiben.

Hahnenkammrennen: Das größte Skifest des Landes in Kitzbühel - hohe Promidichte. www.hahnenkamm.com

Fasching in Bad Aussee mit Flinserlkostümen, Imster Fasnacht mit Schemenlauf (nicht jedes Jahr, nächstes Mal 2020, www.fasnacht.at), Schellerlauf in Nassereith (alle 3 Jahre, nächstes Mal 2019, www.fasnacht-nassereith.at), Telfser Schleicherlaufen (alle 5 Jahre, nächstes Mal 2020, www.schleicherlaufen.at), Villacher Fasching (www.villacher-fasching.at)

März/April

Salzburger Osterfestspiele: Palmsonntag bis Di nach Ostern. www.osterfestspiele-salzburg.at

Mai/Juni

Narzissenfest in Bad Aussee. www.narzissenfest.at

Seeprozession in Hallstatt: Fronleichnamsumzug

Wiener Festwochen. www.festwochen.at

Gauderfest: Tirols größtes Frühlingsfest in Zell am Ziller. www.gauderfest.at

Sonnwendfeuer z. B. Herz-Jesu-Feuer in Tirol, Bergfeuer im Salzkammergut oder "die Donau in Flammen" in der Wachau

Life Ball in Wien: schräger Aids-Charity-Ball mit internationalen Stars. www.lifeball.org

Juni/Juli

Jazzfest Wien: internationale Jazzgrößen im Einsatz. www.viennajazz.org

Donauinselfest in Wien: Das größte Openair-Event Europas. www.donauinselfest.at

Styriarte: Steirisches Musikfestival in Graz. www.styriarte.com

Tanzsommer: Innsbruck wird zum Mittelpunkt der Tanzwelt. www.tanzsommer.at

Wellenklänge: Weltmusik in sagenhafter Kulisse am Lunzer See. www.wellenklaenge.at

Juli/August

Impulstanz: internationales Dance Festival in Wien. www.impulstanz.com

Seefestspiele Mörbisch: Operetten direkt am See. www.seefestspiele-moerbisch.at

Glatt & Verkehrt in Krems: Volksmusik aus allen Ländern, neu interpretiert. www.glattundverkehrt.at

Salzburger Festspiele: www.salzburgfestival.at

Bregenzer Festspiele: www.bregenzerfestspiele.com

Gamsjagatage: Brauchtumsfestival im Salzkammergut. www.gamsjagatage.at

September/Oktober

Ars Electronica: Festival für elektronische Musik in Linz. www.aec.at

Haydn-Festspiele in Eisenstadt. www.haydnfestival.at

Steirischer Herbst: Avantgardekunst in Graz. www.steirischerherbst.at

Bauernherbst im Salzburger Land: Brauchtumsveranstaltungen. www.bauernherbst.at

Weinherbst: Feste rund um den Wein in Niederösterreich. www.weinherbst.at

November/Dezember

Krampusläufe: besonders sehenswert in Bad Goisern und Schladming.

Adventsmärkte: sehr stimmungsvoll etwa in Schloss Schönbrunn, am Wolfgangsee oder in Velden

Gesetzliche Feiertage

1. Jan. Neujahr
6. Jan. Hl. Drei Könige
März/April Ostermontag
1. Mai Tag der Arbeit
Mai/Juni Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam
15. Aug. Mariä Himmelfahrt
26. Okt. Nationalfeiertag
1. Nov. Allerheiligen
8. Dez. Mariä Empfängnis
25./26. Dez. Weihnachten
Mobilität vor Ort

Auto

Das Tempolimit liegt auf Autobahnen bei 130, auf Bundesstraßen bei 100 und innerorts bei 50 km/h, die Promillegrenze bei 0,5. Es besteht Tragepflicht von Sicherheitswesten, sobald das Auto auf Autobahnen und Landstraßen verlassen wird. Vom 1. Nov. bis 15. April sind bei winterlichen Straßenverhältnissen Winterreifen Pflicht.

ÖAMTC-Pannenhilfe: Tel. 120

ARBÖ-Pannenhilfe: Tel. 123

Lassen Sie in den Großstädten das Auto besser beim Hotel, Parkplätze sind Mangelware und teuer. Erkundigen Sie sich in kleineren Städten nach dem Parksystem, in der einen oder anderen Form ist meist bloß Kurzparken erlaubt (Parkautomat, Parkscheine aus dem Tabakladen oder gratis mit Parkscheibe).

Öffentliche Verkehrsmittel

Österreich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu bereisen, erfordert etwas Planung: Kleinere Orte werden oftmals nur ein- bis zweimal am Tag angefahren. Streckennetz und Fahrpläne bei den ÖBB (Tel. 051717 | www.oebb.at) und bei den Postbussen (Tel. 0810 222333 | www.postbus.at).

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Die österreichische Küche ist zurecht weltbekannt, obwohl es sie so eigentlich gar nicht gibt - zumeist meint man damit die Wiener Küche, die sich von den regionalen, bäuerlich geprägten Küchen des Landes deutlich unterscheidet. Es ist die Küche der untergegangenen Habsburger Monarchie, die in sich viele Einflüsse aus dem Osten und Süden Europas vereint, und die in der Reichshaupt- und Residenzstadt Wien zur k.u.k.-Küche perfektioniert wurde. Sie ist ein kulinarischer Flickenteppich und besteht aus Gerichten, die in allen Teilen der Monarchie gekocht wurden. Was gut war, schaffte den Weg nach Wien, und was besser war, hatte dort auch Bestand. So kam das Gulasch aus Ungarn, die Mehlspeisen aus Böhmen, und das Wiener Schnitzel wurde den Mailändern abgeschaut.

In der Wiener Küche dominieren Fleischgerichte, die mal raffiniert, mal deftig zubereitet werden. Vegetarier müssen dennoch nicht darben, ihnen bieten sich auf der Mehlspeiskarte süße Alternativen zum Fleisch. Unter Mehlspeise versteht man heute alle Süßspeisen, die am Abschluss einer ganzen Mahlzeit stehen - die aber genausogut als Hauptgang gegessen werden können. Schmarren, Strudel, Obstknödel, Schmalzgebäck, Dalken, Buchteln und Palatschinken gehören zu den Klassikern, viele mit unverkennbar böhmischen Wurzeln. Dass die fleischlosen Speisen auch in den höchsten Kreisen genossen wurden - wie beispielsweise von Kaiser Franz Joseph I. belegt - liegt in den rigorosen Fastenvorschriften der katholischen Kirche, denen sich auch gekrönte Häupter beugen mussten.

Neben den Speisen der Wiener Küche finden sich auf den Speisekarten in den Bundesländern zahlreiche regionale Gerichte, die bäuerlichen Ursprungs sind. Den Vorarlbergern sind die Käsknöpfle lieb, den Tirolern die Schlutzkrapfen, den Salzburgern die Kasnocken, den Kärtnern die Kasnudeln und den Oberösterreichern die Knödel ganz allgemein. Auch hier fällt auf, dass bei vielen Spezialitäten am Fleisch gespart wird - das traditionellerweise nur am Sonntag als Braten auf den Tisch kommt. Zudem hat sich der Brauch gehalten, das Fleisch durch suren (pökeln) und selchen (räuchern) zu konservieren - dadurch spielt der Speck auch in der heutigen Küche immer noch eine große Rolle.

Gekonnte Zubereitung und reichhaltige Portionen zeichnen die österreichische Küche aus. Darüberhinaus geht der Trend, egal ob man nach überlieferten Rezepten oder zeitgemäßen Interpretationen kocht, in Richtung perfekte Ausgangsprodukte. Die Stichworte heißen regional, saisonal und biologisch. Strukturbedingt zählt Österreich zu den europäischen Vorreitern in Sachen biologischer Landwirtschaft, allen voran das Salzburger Land, dessen landwirtschaftliche Flächen zur Hälfte biologisch bewirtschaftet werden. Das äußert sich für den Gast in ungeahnter Geschmacksqualität auf dem Teller. Vor allem Restaurants der gehobenen Kategorie setzen vermehrt auf biologische Zutaten, vorzugsweise aus der Region und saisonal. Um der Übermacht der weltweiten industriellen Landwirtschaft etwas entgegenzusetzen, hat man zudem im gebirgigen Österreich sogenannte Genussregionen geschaffen, die ein gewachsenes Produkt aus der Region in den Mittelpunkt stellen. Etwa die Marille in der Wachau, den Spargel im Marchfeld, das pannonische Mangalizaschwein im Südburgenland oder die Weidegans auf der Mühlviertler Alm. Wer sich, gegebenenfalls zur Erntezeit, in einer Genussregion aufhält, bekommt das Leitprodukt in allerlei Varianten in allerlei Lokalitäten kredenzt (www.genuss-region.at).

Verschiedene naturtrübe Fruchtsäfte und Obstmoste sowie oft quellfrisches Leitungswasser sind die genussvolle Alternative zu überzuckerten Softdrinks. Zur Begleitung eines gemütlichen Mahls darf freilich der passende Wein nicht fehlen. Außer in Niederösterreich und dem Burgenland wird Wein in nennenswerten Quantitäten auch in der Steiermark und sogar in Wien angebaut. Der spritzige, pfeffrige, leichte Grüne Veltliner sowie der substanzreiche, dunkelviolette Zweigelt sind die beiden österreichischen Hauptsorten. Von ebensogroßer Bedeutung für den Winzer wie die Sorte, für die er sich entscheidet, sind seine Lagen - moderne Weinbauern sind stolz darauf, dass ihre Weine nach der Scholle schmecken, auf der sie wachsen.

Österreich gilt als Land der Weinkenner und doch wird dreimal so viel Bier getrunken. Das Salzburger Land kann mit einer großen, von den Klöstern ausgehenden Biertradition aufwarten, ebenso wie Tirol und Vorarlberg. In Oberösterreich und in Teilen Kärntens wird eher (Apfel-)Most getrunken, im niederösterreichischen Mostviertel hat der Birnenmost in den vergangenen Jahren eine unerwartete Renaissance erlebt.

Wo Wein angebaut und Most gekeltert wird, gibt es auch Schnäpse. Die über das ganze Land verstreuten Destillerien produzieren Hochprozentiges, handelt es sich nun um einen Birnenen, Marillenen (Aprikosen), Trebernen (Trester) oder gar Vogelbeerenen (aus den Früchten der Eberesche), von wahrhaft erhellender Qualität - heißt es doch, ein guter Schnaps fördere die Verdauung und erhelle den Blick auf die Welt.

Einkaufen und Shoppen

Wer vermeiden möchte, am Ende mit einem Souvenir Made in China dazustehen, greift zu handwerklich Hergestelltem, das es in Österreich in einer breiten Vielfalt gibt: von kunsthandwerklicher Handarbeit in alter Tradition bis zu biologisch-dynamisch produzierten Weinen. Am besten kauft man das direkt vor Ort, es lohnt sich, unterwegs im Land nach einschlägigen Schildern und Läden Ausschau zu halten. Shoppen in kosmopolitischem Stil lässt es sich in Österreichs Städten nur in Wien. Hier ist Shopping im Hochpreisquadrat um Kohlmarkt und Graben im 1. Bezirk und auf der Mariahilfer Straße, Europas längster Einkaufsstraße, angesagt, wo internationale (Mode)-Ketten mit alteingesessenen Geschäften konkurrieren.

Antikes & Altes

Wer nach Antiquitäten und Trödel Ausschau hält, wird in den Wiener Bezirken innerhalb des Gürtels glücklich oder in Salzburg, wo jährlich zu den Osterfestspielen in der Residenz eine große Antiquitätenmesse stattfindet. Wunderbar stöbern lässt es sich auf dem samstäglichen Flohmarkt am Wiener Naschmarkt sowie jeden ersten Samstag im Monat auf dem Flohmarkt auf der Esplanade in Bad Ischl.

Glas & Holz

Erlesene Glasware ist in jedem gut sortierten Souvenirshop erhältlich, doch ein Fabrikbesuch lohnt meist in mehrfacher Hinsicht: Zum einen ist die Ware in den Werksläden oft günstiger als in der Stadt, zum anderen lässt sich fast überall hinter die Kulissen blicken z. B. Swarovski in Wattens, Riedel Glas in Kufstein oder Stölzle-Oberglas in Bärnbach. In Tirol wird nicht nur die Kunst des Glasblasens gepflegt, sondern auch der Schnitzerei, wo Alltagsgegenstände zum Kunstwerk gedrechselt und Krippenfiguren liebevoll geschnitzt werden. Das 1. Tiroler Holzmuseum in Wildschönau hat einen gut sortierten Shop (www.holzmuseum.com). Weitere Details zur Handwerkskultur in Österreich auf: www.meisterstrasse.at

Keramik & Porzellan

Keramikgeschirr mit bunten Streifen oder Tupfen: Gmundner Keramik steht als Synonym für Gebrauchskultur in den Alpen. In der Keramikmanufaktur am Traunsee gibt es neben dem kompletten Sortiment auch noch fabrikneue Zweite-Wahl-Ware zu kaufen. Im Burgenland hat die Töpferei eine lange Tradition, besonders um den Ort Stoob, wo es besonders viele Ateliers und sogar eine eigene Fachschule gibt. Für edles Essgeschirr steht die Wiener Manufaktur Augarten Porzellan, die heute im ehemaligen Lustschloss Augarten untergebracht ist, wo es auch einen Shop gibt.

Kulinarisches

Bäuerliche Produkte - Eier, Speck, Würste, Kürbiskernöl, Himbeeressig, Schlehdornbrand, Marillen, Mohn, Birnenmost - werden landauf, landab entweder Ab-Hof, auf lokalen Bauernmärkten (meist freitags oder samstags) oder in oft sehr adretten Bauernläden verkauft, die je nach Region nach Lebkuchen, würzigem Speck oder feinen Weinen duften. Als kleine Mitbringsel eignen sich schokosüße Köstlichkeiten wie Mozartkugeln oder Mannerschnitten. Abgesehen von diesen klangvollen Namen gibt es auf diesem Gebiet viel zu entdecken, dafür sorgen die Kreationen von Hunderten kleineren Confiserien, Schokomanufakturen oder Zuckerbäckern, die sich übers Land verteilen.

Tracht

Gute Adressen sind die Heimatwerke in den Landeshauptstädten sowie Spezialgeschäfte wie Lanz in Salzburg oder Gexi Tostmann in Seewalchen. Wem österreichische Tracht im Alltag zu dick aufgetragen scheint, der kann mit ein paar ausgewählten Stücken seine Garderobe flott auf alpenländisch trimmen: Trachtenschmuck fertigt etwa die Goldschmiede Steiner, die ebenso in Bad Aussee daheim ist wie Sepp Wach, der wunderbare Seidentücher von Hand bedruckt. Und bei Loden Steiner in Mandling bei Schladming kann man nicht nur zusehen, wie Loden gewalkt wird, sondern sich auch vortrefflich mit warmen Sachen eindecken (www.woll welt.at).

Spezialitäten

Backhendl Knusprig paniertes, zartes Hühnchen, vorzugsweise mit Vogerlsalat (Feldsalat) serviert
Blunzenradl gebratene Blutwurst mit Sauerkraut
Kaiserschmarrn Pfannkuchenteig aus Eiern, Mehl, Milch und Rosinen. Wird gerne mit Zwetschkenröster (Kompott) gegessen
Käsknöpfle Spätzle mit geriebenem, würzigem Käse
Klachelsuppe gespaltene Schweinshaxen (Klacheln) werden in Kräutersud weich gekocht
Linzer Torte Teig aus Butter, Zucker, Eiern, Mehl, Haselnüssen und Bröseln, der dick mit Ribisel(Johannisbeer)-Marmelade bestrichen wird
Marillenknödel Knödel aus Quark- oder Kartoffelteig, mit Aprikosen gefüllt und mit gezuckerten Semmelbröseln bestreut
Palatschinken dünner Pfannkuchen, mit Marmelade oder Schokolade gefüllt
Salzburger Nockerl Masse aus steif geschlagenem Eiweiß mit Puderzucker, Eigelb, etwas Mehl und geriebener Zitronenschale gebacken
Schlutzkrapfen Ravioli nach Tiroler Art mit Bergkäse und passierten Kartoffeln
Tafelspitz gedünstetes Rindfleisch, mit Gemüse, Röstkartoffeln und Oberskren (Sahnemeerrettich)
Topfenstrudel Strudel mit Quarkfüllung in Eier-Milch-Aufguss, regional mit Vanillesauce
Wiener Schnitzel mit Mehl, Ei und Semmelbröseln paniertes Kalbfleisch, meist nur mit Salat serviert
Stichworte

Adrenalin

Je steiler, desto attraktiver: Kletterrouten der allerhöchsten Schwierigkeitsstufe, Mountainbike-Downhill-Rennen mit 70 Prozent Gefälle, mit dem Board im freien Fall. Die Berge laden ein, an die Grenzen zu gehen. Eine Herausforderung, der sich die Alpenbewohner gerne stellen - Frauen wie Männer. Wer schon auf Skiern steht, bevor er richtig laufen kann, wer auf Berge kraxelt, bevor er weiß, was Höhenangst ist, hat dem Städter einiges voraus. Wer seit Kindesbeinen in der Bergen unterwegs ist, läuft noch als 70-Jähriger mühelos allen voran. Es gibt in Österreich eine große Community, die extrem sportlich unterwegs ist; entsprechend groß ist auch das Angebot: Tausende Kilometer an Mountainbikestrecken, Kletterrouten und -steigen, Rafting- und Canyoningtouren, Kajakschulen, Paragleitstartpunkten, Fallschirmspringevents ... Die ehrgeizigsten unter den Sportlern treffen sich zum Kräftemessen in ihren Disziplinen in - für Durchschnittsmenschen absolut wahnwitzigen - Contests. Etwa zur Mountainbike Trophy im Salzkammergut (200 km über enge, glitschige, steinige, steile Waldwege), zum Kärntner Ironman (3,8 km schwimmen, 180 km Rad fahren, 42 km laufen) oder zur Freeride World Tour (freeriden am steilen Nordhang des Wildseeloder in Fieberbrunn/Tirol).

Mit Wagemut kann man sogar zum Held der Nation werden, bei großen Ski-Weltcuprennen bangt das ganze Land um die Erfolge seiner Asse. Kein Fußballspiel bewegt die Massen so sehr wie das Rennwochenende in Kitzbühel oder der Nachtslalom in Schladming. Ähnlichen Ansturm vor dem Fernseher erzeugen die Skispringer, wenn sie zum Jahreswechsel zur Vierschanzen-Tournee antreten - im Clinch mit den deutschen Athleten, das hat in Österreich Länderspielcharakter.

Brauchtum

Tracht hat in feierlichen Momenten einen hohen Stellenwert, auch für junge Menschen. Zwar sind die sonntäglichen Kirchgänge immer seltener der Anlass, sich ins Trachtenoutfit zu werfen, aber immer noch die meisten Hochzeiten und Hochfeste. Im Alltag werden alte Traditionen sorgsam gepflegt, was für den Besucher aber selten sichtbar ist: Man ist Mitglied im Schützen-, Musik- oder Armbrustverein, trifft sich in der Vorweihnachtszeit zu Singkreisen oder pflegt die Kunst des Goldhaubenstickens. Anlässlich öffentlicher Feste können aber auch Gäste Einblick ins reiche Brauchtum der Alpen bekommen - auch wenn bei ganz großen Events mitunter ein wenig Folklore mitspielt, sind dennoch alle Beteiligten mit Herz und Seele dabei. Ganz nahe kommt man Land und Leuten beim Besuch eines der zahllosen Feuerwehr-, Winzer- oder Kirtagsfeste, die von Frühjahr bis Herbst die ländlichen Wochenenden füllen. Da geht es schon einmal etwas rau zu - bodenständige, gelebte Volkskultur eben. Lediglich im Großraum Wien hat der ländliche Lebensstil keinen Platz mehr im Alltag.

Erneuerbare Energie

Fossile Energieträger decken in Österreich zzt. rund 67 Prozent des Energiebedarfs. 32 Prozent werden aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt, womit man schon jetzt deutlich über dem von der EU für 2020 angepeilten Anteil von 20 Prozent liegt. Das liegt zum einen an der langen Tradition der Wasserkraft, zum anderen gab es in den letzten Jahrzehnten satte Fördergelder für private Initiativen wie Solarzellen oder Kleinwindanlagen. Zudem wurde hier und da kräftig in neue Technologien investiert, als Vorzeigeregion gilt Güssing im Burgenland, wo nahezu energieau-tark gewirtschaftet und gemeinsam mit Hochschulen intensiv geforscht wird. Der Fokus liegt dabei auf der reichlich vorhandenen Biomasse - also etwa Bäume, Holzabfälle, Grünschnitt oder Stroh -, die sich besonders gut lokal verwerten lässt. Das ehrgeizige Ziel der Österreicher: bis 2020 bereits 34 Prozent des Energiebedarfs nachhaltig zu decken.

Heuriger

Überall, wo Wein angebaut wird, gibt es die Institution des Heurigen, der in manchen Gegenden auch Buschenschank genannt wird. Ein Heuriger ist ein Lokal, in dem Eigenbauweine ausgeschenkt und kleine, kalte Speisen angeboten werden. Ein klassischer Heuriger hat nicht das ganze Jahr über geöffnet, sondern immer nur wochenweise, in den Weinbauregionen gibt es dazu eigene Heurigenkalender. Ist geöffnet, wird ein Busch vor den Eingang gehängt, damit ist "ausgesteckt". Aus dieser Urform sind Heurigenrestaurants entstanden, die im Rahmen einer Gewerbekonzession auch Fremdweine und richtige Küche anbieten. Buschenschanken gibt es im Übrigen auch in jenen Landesteilen, die Moste produzieren; statt Trauben- wird hier Obstwein ausgeschenkt.

Kaffeehaus

Kaffee wird in Österreich auf der zweiten Silbe betont. Wer diese Sprachregelung beherrscht, hat beim Ober, wie der Kellner im Kaffeehaus heißt, fast schon gewonnen. Wer beim Bestellen zusätzlich noch weiß, ob er einen kleinen oder großen Braunen oder doch lieber eine Melange trinken will, sieht, wie erleichtert der Ober ist, keinen Banausen vor sich zu haben. Eine Melange ist ein Espresso mit Milchschaum, ein Brauner ein schwarzer Kaffee, serviert mit einem Extra-Kännchen Sahne. Der kleine Braune ist ein einfacher, der große ein doppelter Espresso. Das Glas Wasser ist zum Kaffee obligatorisch. Neben einer kleinen Auswahl von Kuchen und Zwischengerichten werden mittags in den meisten Kaffeehäusern auch klassische Gerichte der Wiener Küche serviert.

Die Zeit der Kaffeehausliteraten ist zwar längst vorbei, trotzdem zählen Schriftsteller nach wie vor zu begeisterten Kaffeehausgängern. Robert Menasse, bekannt für seine essayistische Literatur, sitzt gerne im Wiener Café Sperl, während Ilse Aichinger, die große alte Dame der österreichischen Literatur, meist im Café Jelinek anzutreffen ist. Im Kaffeehaus wird gearbeitet, werden Geschäfte besprochen, Verträge geschlossen und wird Politik gemacht. Das Landtmann neben dem Burgtheater vermittelt mitunter den Anschein, als sei es eine Außenstelle des nahen Parlaments. Weitere typische Kaffeehäuser sind Central, Bräunerhof, Prückel und Sperl (Wien), Traxlmayer (Linz), Bazar und Tomaselli (Salzburg) und Central (Innsbruck). Die Auswahl an Zeitungen und Magazinen ist groß, Gratiszugang zu WLAN ist mittlerweile Standard.

Klöster

Der ausgeprägte und vom Kaiserhaus verteidigte Katholizismus hat die meisten Klöster besonders in ländlichen Gebieten zu Macht und Einfluss geführt. Sie waren Zentren der Kultur und Bildung sowie der Landwirtschaft und des Weinbaus - und sind es bis heute geblieben. Trotz wirtschaftlicher Krisen und der Josefinischen Reform, die Ende des 18. Jhs. zur Auflassung von Klöstern führte, konnten sich die meisten bis in die Gegenwart retten. Wohl auch deshalb, weil ein Großteil der Klöster über immense Kunstschätze verfügt. So besitzt das Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal nicht nur eine Gemäldegalerie, die jedes Museum vor Neid erblassen lässt, sondern auch eine Fülle wertvoller Originalurkunden und Gesetzestexte. Ebenso reich ausgestattet sind die Kunst- und Wunderkammern anderer großer Klöster wie Melk, Klosterneuburg, Heiligenkreuz, Göttweig, Zwettl, St. Florian, Kremsmünster oder Stams in Tirol. Viele der Klöster haben ihre Pforten auch für Erholung Suchende geöffnet. Das Angebot reicht von der Übernachtung über die Teilnahme an Gebeten bis zur Übernahme von Arbeiten (www.kloesterreich.at).

Lebensraum Alpen

Die Alpen, Trinkwasserspeicher und Heimat von rund 5000 Pflanzen- sowie 30000 Tierarten, sind umgeben von reichen, dicht besiedelten, freizeitsüchtigen Ballungsräumen. Sie zählen neben Karibik und Mittelmeer zu den wichtigsten Zentren des weltweiten Tourismus. Da geht es mitunter am Großglockner auch nicht viel anders zu als an der Costa Brava: an schönen Tagen bezwingen die Gipfelstürmer den Berg im Gänsemarsch. Immer neue Gästebetten, Zubringerstraßen, Bergentertainment und Aufstiegshilfen bringen die Alpen unter Druck, die schon jetzt das am dichtesten erschlossene Berggebiet der Welt sind. In Österreich können mehr als 2,7 Millionen Menschen pro Stunde per Schilift und Seilbahn auf die Berge gebracht werden, rund 7000 km sind als Skipisten präpariert, weit über 200000 km stehen Wanderern als Forstwege zur Verfügung. Diese offensive Erschließung zerschneidet und dezimiert wertvolle Lebensräume in einem ohnehin extremen Klima, so dass viele Organismen um ihre Existenz bangen müssen. Beschleunigt wird die Problematik durch den weltweiten Klimawandel, der sich am Rückgang der Gletscher deutlich manifestiert.

Der Tourismus hat also nicht alleine Schuld an ökologischen Problemen - er ist umgekehrt sogar der große Hoffnungsträger für den Erhalt des Lebensraums Alpen, der ansonsten Gefahr liefe, von den Einheimischen mangels Perspektive verlassen zu werden. Meistens ist es ein zähes Ringen zwischen lokalen Umweltschutzinitiativen und wirtschaftlichen Interessen, was vermehrt zu erfreulichen Projekten führt, die Umwelt nachhaltig und sanft zu erschließen. Weiter steht die Natur in sechs Nationalparks streng unter Schutz. Mit Abstand der größte ist der Nationalpark Hohe Tauern, der die höchsten Gipfel im Grenzgebiet Salzburg-Kärnten-Tirol umfasst.

Moderne Architektur

In den 1960ern formierten sich an den österreichischen Universitäten junge, experimentierfreudige Architekten, die mit neuen Formen und Konzepten gegen die Nachkriegsarchitektur antraten. Wolf D. Prix, Helmut Swiczinsky und Michael Holzer vom Kollektiv Coop Himmelb(l)au (1968), Hans Hollein, der zu den Pionieren der Postmoderne zählte, oder Günther Domenig aus der heute renommierten "Grazer Schule" haben auch international den Durchbruch geschafft. Auch Friedensreich Hundertwasser, der später für seinen "verkitschten Kommerzialismus" oft angefeindet wurde, kommt aus der Wiener Szene. Avantgardistische Bauten entstanden wie Domenigs Steinhaus am Ossiacher See oder Hans Holleins Haas-Haus in Wien, doch es dauerte noch bis in die späten 1990er als zeitgenössische Architektur plötzlich allenthalben sichtbar und auch von der Bevölkerung positiv aufgenommen wurde. Damals kam es zu einem regelrechten Bauboom, der bis heute ungebrochen anhält und der auch internationalen Größen wie Zaha Hadid oder Vito Acconti eine Bühne bietet. Städte und Länder eröffneten aufsehenerregende Kulturbauten, die Wiener Skyline wuchs ins Futuristische, und auch private Bauherren finden Gefallen an den klaren Formen der Postmoderne. Eine herausragende Rolle in der modernen Architektur spielt darüberhinaus Vorarlberg, wo man sich schon früh auf nachhaltiges Bauen konzentrierte und ebenso zeitig mit Grundrissen und Materialien zu experimentieren begann. Nirgendwo sonst im Land finden sich architektonisch spannende und ökologisch durchdachte Alltagsbauten in einer derart großen Dichte.

Sprache

Was Deutsche und Österreicher trennt, ist die gemeinsame Sprache. Germanisten wissen, dass 2-4 Prozent des deutschen Wortschatzes mehr oder weniger typisch österreichisch sind. Das ist in der Schriftsprache nicht weiter dramatisch, kann aber in der Umgangssprache zu Verwirrung führen. Wenn sich beispielsweise ein Österreicher "ausrastet", dann hat er keinen Tobsuchtsanfall, sondern macht eine Pause, legt eine Rast ein. Drückt er ein "Gschichtl", erzählt er eine Lüge. Ist er "marod", dann ist er krank. Ist er "stier," ist er pleite. "Stierlt" er, stöbert er in fremden Sachen. Besonders schlimm sind die Missverständnisse auf der Speisekarte, wo Hackfleisch als Faschiertes und Eierkuchen als Palatschinken angepriesen werden.

Allerdings gibt es auch regionale Unterschiede: so sagen Wiener etwa Viertel Eins wenn sie 12.15 Uhr meinen, während man in Linz Viertel über Zwölf dazu sagt. Neben feinen Unterschieden gibt es noch eine linguistische Besonderheit: Während der Großteil Österreichs zum bairischen Sprachraum zählt, spricht man in Vorarlberg alemannisch. Wo genau ein Mensch herkommt, hört man im Allgemeinen am Dialekt, nur höchst selten wird astreines Hochdeutsch gesprochen. Das lässt sich am ehesten in den Nobelbezirken Wiens und Salzburgs vernehmen, ein aufgrund der weichen Aussprache äußerst angenehmer Klang, den man auch im Theater pflegt.

Bloss nicht!

Getränke falsch bestellen

Eine Schorle heißt in Österreich "gespritzt". Die Apfelschorle bestellen Sie als "Apfelsaft gespritzt", den Wein - 1/2 Wein, 1/2 Wasser - als "Gespritzten" (Fortgeschrittene sagen "Gspritztn"). Den gibt es in der Variante Rot oder Weiß, sagt man nichts dazu, ist Weiß gemeint. Na ja, was Sie beim Kaffee alles falsch machen können, das füllt ohnehin eigene Ratgeber, hier nur so viel: Kaffee wird auf der zweiten Silbe betont!

Über Fußball diskutieren

Wenn Sie den Namen Cordoba hören - woran denken Sie? Österreicher, zumal männliche, denken an ein Fußballspiel der WM 1978: Damals kickten die Österreicher die deutsche Mannschaft mit einem 3:2 aus dem Turnier. Zwar kamen auch die Österreicher nicht weiter, trotzdem wurden sie in der Heimat wie Sieger empfangen. Das war in etwa das letzte Mal, dass der österreichische Fußball international Aufsehen erregte - heute dümpelt die Nationalmannschaft im Bedeutungslosen. Doch viele heimische Fußballfans sehen das anders. Am besten lassen Sie sich auf keine Diskussionen ein.

Leichtsinnig ins Gebirge

Bei Schönwetter mag die Wanderung angenehm entspannend erscheinen. Doch das Wetter in den Bergen kann binnen Minuten dramatisch umschlagen und Sie in brenzlige Situationen bringen, etwa bei Gewitter oder Nebel. Regenschutz, warme Bekleidung und eine gute Karte sind ein Muss auf einer Wandertour, zu der Sie nur aufbrechen sollten, wenn die Wetterprognose entsprechend ist - fragen Sie am besten Hüttenwirte oder Bergführer. Beachten Sie zudem, dass das Handy in den Bergen oft ohne Empfang ist und Sie kein Notsignal absetzen können. Überschätzen Sie außerdem niemals Ihre eigene Kondition und Trittsicherheit.

Ohne gültige Vignette auf die Autobahn

Die Benutzung der österreichischen Autobahnen ist kostenpflichtig, und die Nichteinhaltung der Vignettenpflicht hat empfindliche Bußgelder zur Folge. Besorgen Sie sich rechtzeitig eine Vignette - oder ein Pickerl, wie sie umgangssprachlich heißt -, die für die gesamte Zeit des Aufenthalts gültig ist. Die Einhaltung der Vignettenpflicht wird streng kontrolliert.

Sonntagabend Hunger haben

In ländlichen Gegenden schließt ein Großteil der Gasthäuser am Sonntagnachmittag. Nachdem dann auch sämtliche Geschäfte zugesperrt sind, bleibt als letzter Ausweg unter Umständen nur mehr der Einkauf im teuren Tankstellenshop, denn auch Imbissbuden findet man nicht überall. So Sie keine Halbpension gebucht haben, sorgen Sie also rechtzeitig vor.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Kriminalität

Reisenden wird insbesondere an Bahnhöfen, auf Flugplätzen und in öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen, die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gegen Kleinkriminalität (vor allem Taschendiebstähle) zu treffen und auf Sicherheitshinweise der lokalen Polizei zu achten.

Naturkatastrophen

Bei Aktivitäten in den Bergen Österreichs sollten sich Reisende über aktuelle Witterungshinweise informieren. Aktuelle Hinweise zur Lawinengefahr bieten die Lawinenwarndienste Österreichs. Absperrungen und Warnhinweise sind zu beachten. Weitere Informationen sind der Webseite des österreichischen Automobilclubs ÖAMTC zu entnehmen.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Reisende mit Pauschalangeboten erhalten Informationen auch zur Sicherheit in der Regel über den Reiseveranstalter.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Führerschein

Alle deutschen Führerscheinmodelle, ebenso wie die der anderen Staaten des Europäischen Wirtschaftraums, haben in Österreich volle Gültigkeit. Informationen hierzu finden Sie auch auf der Webseite des österreichischen Ämter und Behördenwegweisers.

Straßenverkehr

Aktuelle Verkehrsinformationen, auch zu Grenzwartenzeiten bietet die österreichische Bundesgesellschaft ASFiNAG.
Die Promillegrenze beträgt 0,5, für Personen, die den Führerschein noch keine zwei Jahre besitzen, gilt 0,1 Promille.

Für in- und ausländische Lenker mehrspuriger Fahrzeuge gilt eine Mitführ- und Tragepflicht von Warnwesten. Solch eine Weste muss rot, orange oder gelb sein und der ÖNORM EN 471 entsprechen (auf dem Etikett der Jacke ersichtlich). Die Warnweste, die vom Fahrer immer mitgeführt werden muss, ist beim Verlassen des Fahrzeugs auf einer Autobahn, Autostraße oder Freilandstraße für das Aufstellen eines Warndreiecks, auf einer unübersichtlichen Straßenstelle, bei durch Witterung bedingter schlechter Sicht und bei Dämmerung oder Dunkelheit zu tragen. Für Mitfahrer besteht keine Warnwestenpflicht. Bei Verstößen gegen das Nicht-Tragen, aber auch schon gegen das Nicht-Mitführen werden Organstrafverfügungen ausgestellt.

Winterbereifung von Kraftfahrzeugen

Führer eines Pkw, eines Kombifahrzeugs oder eines Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von nicht mehr als 3,5 Tonnen dürfen bei winterlichen Fahrverhältnissen ihr Fahrzeug in der Zeit vom 1. November bis 15. April nur dann in Betrieb nehmen, wenn an allen Rädern Winterreifen montiert oder unter bestimmten Voraussetzungen Schneeketten an den Antriebsrädern angebracht sind. Näheres ist den Internetseiten des österreichischen Automobilclubs ÖAMTC zu entnehmen.

Maut/Vignette

Auf österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen gilt eine Vignettenpflicht für PKW, Motorräder und leichte Wohnmobile.
Maut für einzelne besondere Streckenabschnitte (insbesondere Alpenüberquerungen) gibt es zusätzlich. Dort entfällt dann die Vignettenpflicht.
Die Vignette kann seit November 2017 neben der bisherigen Form als Klebevignette, dem sog. Pickerl, auch als digitale Vignette im ASFiNAG-Webshop oder über die ASFiNAG-App zum identischen Preis erworben werden. Bei der digitalen Vignette wird das Kennzeichen im System erfasst. Es ist zu beachten, dass die digitale Vignette erst ab dem 18. Tag nach dem Kaufdatum gültig ist und erst dann zur Nutzung der Autobahnen und Schnellstraßen berechtigt.
Klebevignetten dürfen nur auf die Windschutzscheibe, z.B. am linken Rand oder hinter dem Rückspiegel, geklebt werden. Die Anbringung auf einer nicht versenkbaren, linken vorderen Seitenscheibe ist nach der Mautordnung nicht gestattet. Ebenso ist ein Anbringen hinter dem Tönungsstreifen unzulässig.
Nicht erlaubt sind spezielle Folien, Saugnäpfe oder Klebebänder, die einen direkten Kontakt der Vignette mit der Windschutzscheibe verhindern.
Bei Motorrädern ist die Vignette sichtbar an einem nicht oder nur schwer zu entfernenden Teil des Motorrades anzubringen.
Nicht geklebte Vignetten sowie nicht gelochte Zeitvignetten (2-Monats-Vignetten, 10-Tages-Vignetten) sind ungültig.
Der untere Vignettenabschnitt muss aufbewahrt werden. Die Trägerfolie mit Seriennummer dient als Kaufnachweis.
Es werden neuerdings verstärkt automatische Kontrollen durchgeführt. Die Kontrolle erfolgt durch Polizei, Zollwache und Mautaufsichtsorgane. Deutsche Fahrer werden dabei durch eine Abfrage beim Kraftfahrzeugregister Flensburg identifiziert. Bei fehlender oder nicht ordnungsgemäß angebrachter Vignette sind 120,- Euro (Pkw/Wohnmobil) bzw. 65,- Euro (Motorrad) zu bezahlen. Bei Manipulation der Vignette werden 240,- Euro (Pkw/Wohnmobil) bzw. 130,- Euro (Motorrad) eingehoben. Fehlerhaft angebrachte Vignetten werden bei den automatischen Kontrollen nicht erfasst.

Organentnahme in Österreich

In Österreich gilt die sogenannte Widerspruchsregelung, d.h. wer in Österreich verstirbt, kann einer Organentnahme nur entgegenwirken, wenn zu Lebzeiten dagegen Widerspruch eingelegt wurde.
Hierzu ist die kostenlose Eintragung in das Widerspruchsregister beim Österreichischen Bundesinstitut für Gesundheitswesen (ÖBIG) erforderlich. Diese Möglichkeit besteht auch für im Ausland lebende Personen (z.B. vor Reiseantritt nach Österreich).Das ÖBIG hat die entsprechenden Formulare als Download im Internet unter Widerspruchsregister eingestellt. Das ausgefüllte Formular muss eigenhändig unterschrieben und per Post oder eingescannt als Mail an die angegebene Mailadresse übersandt werden.
Eine Beglaubigung der Unterschrift ist nicht notwendig. Eine Kopie eines amtlichen Lichtbildausweises muss beigefügt sein.
Gegen Beifügung eines vorfrankierten Briefumschlags bei postalischer Übersendung bestätigt das ÖBIG die Eintragung.

Österreichische Transplantationszentren sind verpflichtet, vor einer Transplantation das Widerspruchsregister des ÖBIG auf Eintrag zu prüfen, nicht aber eine Eintragung im deutschen Verfügungszentralregister in Dresden.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Ja

Vorläufiger Personalausweis: Ja, muss gültig sein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Österreich ist Vertragspartei des Europäischen Übereinkommens über die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates vom 13.12.1957. Reisedokumente außer dem vorläufigen Personalausweis dürfen seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein.

Hinweise für die Einreise von Minderjährigen

Alleinreisende Personen unter 15 Jahren sollten eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Eltern/Erziehungsberechtigten mitführen.

Einreise mit Tieren

Für Reisen mit bestimmten Heimtieren (Hunde, Katzen, Frettchen) in Länder der (außer: Irland, Großbritannien, Malta u. Finnland, für diese Länder gelten weiterreichende Bestimmungen) gilt folgende Regelung: Es ist ein -Heimtierausweis mitzuführen. Dieser Ausweis dient u. a. dem Nachweis, dass das Tier gegen Tollwut geimpft ist. Ein Musterausweis sowie weitergehende Informationen sind beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft erhältlich.
Informationen finden Sie auch auf der Homepage des österreichischen Bundesministeriums für Gesundheit.
Seit Juli 2011 ist für neu gekennzeichnete Tiere der Mikrochip verpflichtend.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Dem Auswärtigen Amt liegen keine Hinweise auf besondere Zollvorschriften vor.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Seit dem 1. Oktober 2017 ist es in Österreich an allen öffentlichen Orten nicht mehr erlaubt, das Gesicht durch Kleidung oder andere Gegenstände zu verhüllen bzw. zu verbergen. Ein Verstoß zieht eine Strafe von 150,- Euro nach sich, die in bar oder mit Kreditkarte beglichen werden kann. Weitere Auskünfte erteilt das österreichische Bundesministerium für Inneres.

Auch eine Reise ins Nachbarland Österreich sollte Anlass sein, den auch in Deutschland empfohlenen Impfschutz zu überprüfen. Dies sind Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis). Auffrischungsimpfungen sind alle 10 Jahre empfohlen. Auch Erwachsene sollten einen nachgewiesenen Impfschutz gegen Mumps, Masern, Röteln haben.

In großen Teilen des Landes kommt es durch Zecken zur Übertragung der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). In Österreich ist der Impfschutz gegen FSME öffentlich empfohlen.

Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt oder einem Reisemediziner zu diesen Impfungen beraten.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger. Im Krankheitsfall wenden sich EHIC-Inhaber direkt an einen Vertragsarzt. Anschriften sind bei einer Gebietskrankenkasse erhältlich. Bestimmte ambulante Behandlungen können aber auch in den Ambulatorien der Gebietskrankenkassen erfolgen.

In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.

Die Notrufnummern lauten: Polizei: 133; Krankenwagen: 144; Feuerwehr: 122.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Gelbfieber Nein -
Cholera Nein -
Typhus & Polio Nein -
Malaria Nein -
Essen & Trinken Nein -

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Landesweit besteht von April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch Zecken übertragen. Betroffen sind vor allem Gebiete unter 1000 m sowie Flussniederungen entlang der Donau, in Kärnten, in der Steiermark und im Burgenland. Gegen diese Krankheit wird eine Impfung empfohlen.

Hepatitis B kommt vor. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Österreich gilt als tollwutfrei.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Mon, 09 Jul 2018 14:45:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Mon, 09 Jul 2018 14:46:12 +0200)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise

Aktuelle Hinweise

Österreich führt in der Zeit vom 9. bis zum 13. Juli 2018 mehr Grenzkontrollen bei der Einreise an einigen wichtigen Übergängen durch. Insbesondere am Autobahnübergang bei Kiefersfelden/Kufstein und am Brenner an der Grenze zu Italien muss daher mit Verzögerungen gerechnet werden.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität
Reisenden wird insbesondere an Bahnhöfen, auf Flugplätzen und in öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen, die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gegen Kleinkriminalität (vor allem Taschendiebstähle) zu treffen und auf Sicherheitshinweise der lokalen Polizei zu achten.

Naturkatastrophen
Bei Aktivitäten in den Bergen Österreichs sollten sich Reisende über aktuelle Witterungshinweise informieren. Aktuelle Hinweise zur Lawinengefahr bieten die Lawinenwarndienste Österreichs. Absperrungen und Warnhinweise sind zu beachten. Weitere Informationen sind der Webseite des österreichischen Automobilclubs ÖAMTC zu entnehmen.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Reisende mit Pauschalangeboten erhalten Informationen auch zur Sicherheit in der Regel über den Reiseveranstalter.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Grenzkontrollen
Seit September 2015 führt Österreich wieder Grenzkontrollen an der österreichisch-ungarischen als auch der österreichisch-slowenischen Grenze durch. Dies kann unter Umständen zu Wartezeiten im grenzüberschreitenden Verkehr führen.

Straßenverkehr
Aktuelle Verkehrsinformationen, auch zu Grenzwartenzeiten bietet die österreichische Bundesgesellschaft ASFiNAG.
Die Promillegrenze beträgt 0,5, für Personen, die den Führerschein noch keine zwei Jahre besitzen, gilt 0,1 Promille.
Für in- und ausländische Lenker mehrspuriger Fahrzeuge gilt eine Mitführ- und Tragepflicht von Warnwesten. Solch eine Weste muss rot, orange oder gelb sein und der ÖNORM EN 471 entsprechen (auf dem Etikett der Jacke ersichtlich). Die Warnweste, die vom Fahrer immer mitgeführt werden muss, ist beim Verlassen des Fahrzeugs auf einer Autobahn, Autostraße oder Freilandstraße für das Aufstellen eines Warndreiecks, auf einer unübersichtlichen Straßenstelle, bei durch Witterung bedingter schlechter Sicht und bei Dämmerung oder Dunkelheit zu tragen. Für Mitfahrer besteht keine Warnwestenpflicht. Bei Verstößen gegen das Nicht-Tragen, aber auch schon gegen das Nicht-Mitführen werden Organstrafverfügungen ausgestellt.
Führer eines Pkw, eines Kombifahrzeugs oder eines Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von nicht mehr als 3,5 Tonnen dürfen bei winterlichen Fahrverhältnissen ihr Fahrzeug in der Zeit vom 1. November bis 15. April nur dann in Betrieb nehmen, wenn an allen Rädern Winterreifen montiert oder unter bestimmten Voraussetzungen Schneeketten an den Antriebsrädern angebracht sind. Näheres ist den Internetseiten des österreichischen Automobilclubs ÖAMTC zu entnehmen.

Maut/Vignette
Auf österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen gilt eine Vignettenpflicht für PKW, Motorräder und leichte Wohnmobile.
Maut für einzelne besondere Streckenabschnitte (insbesondere Alpenüberquerungen) gibt es zusätzlich. Dort entfällt dann die Vignettenpflicht.
Die Vignette kann seit November 2017 neben der bisherigen Form als Klebevignette, dem sog. Pickerl, auch als digitale Vignette im ASFiNAG-Webshop oder über die ASFiNAG-App zum identischen Preis erworben werden. Bei der digitalen Vignette wird das Kennzeichen im System erfasst. Es ist zu beachten, dass die digitale Vignette erst ab dem 18. Tag nach dem Kaufdatum gültig ist und erst dann zur Nutzung der Autobahnen und Schnellstraßen berechtigt.
Klebevignetten dürfen nur auf die Windschutzscheibe, z.B. am linken Rand oder hinter dem Rückspiegel, geklebt werden. Die Anbringung auf einer nicht versenkbaren, linken vorderen Seitenscheibe ist nach der Mautordnung nicht gestattet. Ebenso ist ein Anbringen hinter dem Tönungsstreifen unzulässig.
Nicht erlaubt sind spezielle Folien, Saugnäpfe oder Klebebänder, die einen direkten Kontakt der Vignette mit der Windschutzscheibe verhindern.
Bei Motorrädern ist die Vignette sichtbar an einem nicht oder nur schwer zu entfernenden Teil des Motorrades anzubringen.
Nicht geklebte Vignetten sowie nicht gelochte Zeitvignetten (2-Monats-Vignetten, 10-Tages-Vignetten) sind ungültig.
Der untere Vignettenabschnitt muss aufbewahrt werden. Die Trägerfolie mit Seriennummer dient als Kaufnachweis.
Es werden neuerdings verstärkt automatische Kontrollen durchgeführt. Die Kontrolle erfolgt durch Polizei, Zollwache und Mautaufsichtsorgane. Deutsche Fahrer werden dabei durch eine Abfrage beim Kraftfahrzeugregister Flensburg identifiziert. Bei fehlender oder nicht ordnungsgemäß angebrachter Vignette sind 120,- Euro (Pkw/Wohnmobil) bzw. 65,- Euro (Motorrad) zu bezahlen. Bei Manipulation der Vignette werden 240,- Euro (Pkw/Wohnmobil) bzw. 130,- Euro (Motorrad) eingehoben. Fehlerhaft angebrachte Vignetten werden bei den automatischen Kontrollen nicht erfasst.

Führerschein
Alle deutschen Führerscheinmodelle, ebenso wie die der anderen Staaten des Europäischen Wirtschaftraums, haben in Österreich volle Gültigkeit. Informationen hierzu finden Sie auch auf der Webseite des österreichischen Ämter und Behördenwegweisers.

Organentnahme in Österreich
In Österreich gilt die sogenannte Widerspruchsregelung, d.h. wer in Österreich verstirbt, kann einer Organentnahme nur entgegenwirken, wenn zu Lebzeiten dagegen Widerspruch eingelegt wurde.
Hierzu ist die kostenlose Eintragung in das Widerspruchsregister beim Österreichischen Bundesinstitut für Gesundheitswesen (ÖBIG) erforderlich. Diese Möglichkeit besteht auch für im Ausland lebende Personen (z.B. vor Reiseantritt nach Österreich).Das ÖBIG hat die entsprechenden Formulare als Download im Internet unter Widerspruchsregister eingestellt. Das ausgefüllte Formular muss eigenhändig unterschrieben und per Post oder eingescannt als Mail an die angegebene Mailadresse übersandt werden.
Eine Beglaubigung der Unterschrift ist nicht notwendig. Eine Kopie eines amtlichen Lichtbildausweises muss beigefügt sein.
Gegen Beifügung eines vorfrankierten Briefumschlags bei postalischer Übersendung bestätigt das ÖBIG die Eintragung.
Österreichische Transplantationszentren sind verpflichtet, vor einer Transplantation das Widerspruchsregister des ÖBIG auf Eintrag zu prüfen, nicht aber eine Eintragung im deutschen Verfügungszentralregister in Dresden.

Geld/Kreditkarten
Zahlungsmittel ist der Euro. Das Abheben von Bargeld an Geldautomaten und die Bezahlung mit Kreditkarten sind überall möglich.

Versorgung im Notfall
Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Ja

Vorläufiger Personalausweis: Ja, muss gültig sein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Österreich ist Vertragspartei des Europäischen Übereinkommens über die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates vom 13.12.1957. Reisedokumente außer dem vorläufigen Personalausweis dürfen seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein.

Hinweise für die Einreise von Minderjährigen
Alleinreisende Personen unter 15 Jahren sollten eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Eltern/Erziehungsberechtigten mitführen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Die Ein- und Ausfuhr von Waren unterliegt den Bestimmungen der Europäischen Union. Der Grundsatz keiner Warenkontrollen schließt Stichprobenkontrollen im Rahmen der polizeilichen Überwachung der Grenzen und der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs nicht aus.

Ein- und Ausfuhr von Heimtieren
Für Reisen mit bestimmten Heimtieren (Hunde, Katzen, Frettchen) in Länder der EU  (außer: Irland, Großbritannien, Malta u. Finnland, für diese Länder gelten weiterreichende Bestimmungen) gilt folgende Regelung: Es ist ein EU-Heimtierausweis mitzuführen. Dieser Ausweis dient u. a. dem Nachweis, dass das Tier gegen Tollwut geimpft ist. Ein Musterausweis sowie weitergehende Informationen sind beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft erhältlich.
Informationen finden Sie auch auf der Homepage des österreichischen Bundesministeriums für Gesundheit. Seit 2011 ist für neu gekennzeichnete Tiere der Mikrochip verpflichtend.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Seit dem 1. Oktober 2017 ist es in Österreich an allen öffentlichen Orten nicht mehr erlaubt, das Gesicht durch Kleidung oder andere Gegenstände zu verhüllen bzw. zu verbergen. Ein Verstoß zieht eine Strafe von 150,- Euro nach sich, die in bar oder mit Kreditkarte beglichen werden kann. Weitere Auskünfte erteilt das österreichische Bundesministerium für Inneres.

Medizinische Hinweise

Auch eine Reise ins Nachbarland Österreich sollte Anlass sein, den auch in Deutschland empfohlenen Impfschutz zu überprüfen. Dies sind Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis). Auffrischungsimpfungen sind alle 10 Jahre empfohlen. Auch Erwachsene sollten einen nachgewiesenen Impfschutz gegen Mumps, Masern, Röteln haben.

In großen Teilen des Landes kommt es durch Zecken zur Übertragung der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). In Österreich ist der Impfschutz gegen FSME öffentlich empfohlen.

Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt oder einem Reisemediziner zu diesen Impfungen beraten.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich Personalausweis/Identitätskarte
Andere EU-Länder Nein/1 Nein Nein Ja/1
Türkei Ja 2 Ja -
Österreich - - - -
Schweiz Nein Nein Nein Ja
Deutschland Nein Nein Nein Ja

Personalausweise/Identitätskarten

U. a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder könenn für einem Aufenthalt von bis zu 3 Monaten mit gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen:

EU-Länder und Schweiz ([1] Ausnahmen: Einen Reisepass benötigen Staatsangehörige von Dänemark, Großbritannien, Lettland, Litauen, Irland (Rep.) und Schweden.).

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei Visumpflicht noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein. Reisepässe von EU-Bürgern und Schweizern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 


 

Anmerkung zum Reisepass

Österreich ist Unterzeichner und Anwender der EU-Rechtsakte (Schengener Abkommen).

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten:

(a) EU-Länder und Schweiz.
(b) [2] Türkische Staatsangehörige, die eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengen-Land besitzen.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Personalausweis, maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Schweizer: Identitätskarte oder eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung:
Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Hinweis: Alleinreisende österreichische Minderjährige benötigen bei der Ausreise aus Österreich eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung des/der Sorgeberechtigten / Eltern sowie ihre Geburtsurkunde und eine Passkopie der Sorgeberechtigten / Eltern. Alleinreisenden ausländischen Minderjährigen wird eine Reiseerlaubnis der Eltern/Sorgeberechtigten empfohlen.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern und aus nicht tollwutfreien Drittstaaten benötigen einen EU-Heimtierausweis (pet pass) bzw. einen nationalen Heimtierausweis, der nur von dazu ermächtigten Tierärzten ausgestellt werden kann, und müssen als Kennung einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass bei dem Tier eine gültige Tollwutimpfung, ggf. eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, vorgenommen wurde. Die Einfuhr ist auf 5 Tiere beschränkt. Heimtiere unter 4 Monate sind von der Impfpflicht gegen Tollwut ausgenommen. 

 

Für Hunde, Katzen und Frettchen sowie für Vögel und Kleintiere aus nicht tollwutfreien Drittstaaten gilt die folgende zusätzliche Vorschrift:

Für jedes Tier wird ein Gesundheitszeugnis benötigt. Für den Eintritt in das EU-Gebiet muss bei den Haustieren 3 Monate vor der Einreise eine Untersuchung auf Anwesenheit von vakzinalen Antikörpern durchgeführt werden. Ausnahme: Die 3-Monatsfrist gilt nicht für Heimtiere aus dessen EU-Heimtierausweis hervorgeht, dass die Blutentnahme durchgeführt wurde bevor dieses Tier das Gebiet der Gemeinschaft verlassen hat und dass bei der Blutanalyse genügend Antikörper auf Tollwut nachgewiesen worden sind.

 

Für Hunde, Katzen und Frettchen aus tollwutfreien Drittstaaten (z.B. Schweiz, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Vatikanstadt) kann ebenfalls der Heimtierausweis, der eine gültige Tollwutimpfung bestätigt, für die Einfuhr benutzt werden.

 

Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz erhältlich. 

Bearbeitungsdauer

Kurzfristiger Aufenthalt: Zwischen 2 und 10 Arbeitstagen.
Längerfristiger Aufenthalt: Mehrere Monate.

Gültigkeit

Kurzzeitvisum: bis zu 3 Monate. Transitvisum: bis zu 5 Tage.

Aufenthaltsverlängerung

EU-Bürger und Schweizer, die sich länger als 3 Monate in Österreich aufhalten wollen, müssen sich Ihr Aufenthaltsrecht bei der zuständigen Verwaltungsbehörde bescheinigen lassen. Dazu ist u. U. der Reisepass erforderlich.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die aus einem Nicht-Schengen-Land mit dem nächsten Anschluss in ein anderes Nicht-Schengen-Land weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über gültige Weiterreisepapiere verfügen, benötigen kein Transitvisum.

Visaarten und Kosten

Einreisevisum (Kurzzeit-/Langzeitvisum), Flughafentransit- und Transitvisum.

Kosten

Anfragen an die Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen. (s. Kontaktadressen).

Schengen-Visum:
(a) Reisepass, der mindestens 3 Monate über die Visumgültigkeit hinaus gültig ist und der innerhalb der letzten 10 Jahre ausgestellt wurde, sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses.

(b) Ggf. alle Dokumente im Original, die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus) und die Bedingungen des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen.

(c) Dokumente, die beweisen, dass der (eingeladene) Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung.

(d) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung deckenden gültigen Auslandsreisekrankenversicherung ist. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten. Die Versicherung muss eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen.

(e) Visumgebühr.

(f) 1 biometrisches Passbild.

(g) 1 ausgefülltes Antragsformular.

Geld

Geldwechsel

Fremdwährungen und Reiseschecks werden von allen Banken, Sparkassen und Wechselstuben in Flughäfen und Bahnhöfen umgetauscht. Fast alle Reisebüros und Hotels nehmen ebenfalls Fremdwährungen an.

Währung

1 Euro = 100 Cents. Währungskürzel: €, EUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro, Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Euro, sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cents.

Devisenbestimmungen

Für Reisende innerhalb der EU bestehen keine Beschränkungen für die Einfuhr oder Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen.

Reisende, die in die EU einreisen oder aus ihr ausreisen und Barmittel von 10.000 € oder mehr (oder den Gegenwert in anderen Währungen oder anderen leicht konvertiblen Werten wie auf Dritte ausgestellte Schecks) mit sich führen, müssen diesen Betrag bei den Zollbehörden anmelden (ausgefülltes Formular ZA 292 bereit halten, herunterladbar auf www.bmf.gv.at).

Kreditkarten

Werden in allen größeren Städten und Urlaubsregionen von zahlreichen Hotels, Restaurants, Geschäften und Tankstellen akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Gute Akzeptanz in Euro in Banken, Wechselstuben, größeren Hotels und manchen Geschäften.

Öffnungszeiten der Bank

Im Allgemeinen: Mo-Fr 08.30-12.30 und 13.30-16.00/17.00 Uhr (Zentralen sind teils durchgehend und abends länger geöffnet). Zum Teil unterschiedliche Öffnungszeiten in den einzelnen Bundesländern. Die Wechselstuben in Flughäfen und Bahnhöfen öffnen täglich 08.00-22.00 Uhr.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei nach Österreich eingeführt werden:

200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak (ohne aufgedruckte Warnhinweise in Deutsch);
1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt über 22 % oder 2 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt bis höchstens 22 %;
4 l Wein (kein Schaumwein);
16 l Bier;
Geschenke/sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 € (Flug- und Seereisen) bzw. 300 € (Reisen mit der Bahn/dem Auto); Kinder unter 15 Jahren generell 150 €.
Anmerkung: 
(a) Die Zollfreiheit der Waren hat zur Bedingung, dass sie im persönlichen Gepäck des Reisenden mitgeführt werden. 
(b) Tabakwaren und alkoholische Getränke dürfen nur von Personen ab 17 Jahren eingeführt werden.

Verbotene Importe

Frisches Fleisch und konserviertes Fleisch, Milch und Milchprodukte (siehe auch Einfuhrbestimmungen), bestimmte Waffen. Für lebendes Geflügel, Fleisch und Fleischerzeugnisse besteht im Reiseverkehr ein generelles Einfuhrverbot aus Drittländern (ausgenommen aus den Färöer, Grönland, Island, Liechtenstein und der Schweiz).

Quellenangaben
  • Marco Polo - Österreich, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2015-12, 2008-09
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Österreich - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 09.02.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 09.02.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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