Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Österreich

Steckbrief

Österreich - Fakten

Ländername Republik Österreich
Beste Reisezeit Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember
Fläche 83.858 km2
Hauptstadt Wien
Bevölkerung 8.809.212
Sprache Deutsch, regional: Kroatisch, Slowenisch, Ungarisch
Religion Katholiken 73,6 %, Muslime 6,2 %, Protestanten 4,7 %, Konfessionslos 12 %
Staats-/Regierungsform Bundesrepublik
Staatsoberhaupt Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen, Amtsantritt am 26.01.2017, gewählt am 04.12.2016, Amtszeit sechs Jahre
Vertreter des Staatsoberhaupts Kurzfristige Zeiträume durch den Bundeskanzler, andernfalls gemeinsam durch den ersten, zweiten und dritten Präsidenten des Nationalrates
Regierungschef Bundeskanzler Sebastian Kurz (Österreichische Volkspartei ÖVP), seit 07.01.2020
Außenminister Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten Alexander Schallenberg (ÖVP), seit 07.01.2020
Währung Euro (EUR)
Zeitzone UTC+1 (MEZ)Sommerzeit MESZ (MEZ+1) Ende März-Ende Oktober
Stromnetz 230 V/ 50 Hz
Reiseadapter C, F, E+F
Kfz-Länderkennzeichen A
ISO-3166 AT, AUT
Internet-TLD .at
Landesvorwahl +43
Website https://www.austria.info/us
Reisepass & Visum Nicht notwendig
Geeignet für Kultur, Shopping, Outdoor, See, Wintersport, Feiern

Geographie

Die mächtigen, zum Teil vergletscherten Gebirgsketten der Alpen nehmen zwei Drittel der Landesfläche ein. Die höchste Erhebung ist der 3797 m hohe Großglockner in den Hohen Tauern. Eine interessante Vegetation konnte sich als Relikte aus der Zeit vor der Vereisung auf Gipfeln halten, die über das Eis ragten. Eine solche tertiäre Blume ist der Kärntner Kühtritt (Wulfenie). Typische alpine Bäume sind die Zirbel und die Lärche. Kleinere Landschaftseinheiten sind das Alpenvorland mit zahlreichen Seen, das Granitplateau an der böhmischen Grenze, das Wiener Becken, die Nordburgenländische Senke und das Steirische Hügelland. Die Donau ist der größte Fluss des Landes. Der abflusslose Neusiedler See ist der einzige Steppensee Europas. Österreich liegt im gemäßigten Klimabereich, der nach Osten hin kontinentale Züge trägt. Die Alpen wirken als Wetterscheide, was zu höheren Lufttemperaturen und geringeren Niederschlägen am Alpensüdrand führt.

Politik und Bevölkerung

Österreich ist eine parlamentarisch-demokratische Republik, die aus neun Bundesländern besteht. Die Verfassung aus dem Jahr 1920, geändert 1929, ist noch in Kraft. Das Parlament hat zwei Kammern, den Nationalrat und den Bundesrat. Staatsoberhaupt ist der für sechs Jahre gewählte Bundespräsident. Jedes Bundesland besitzt einen Landtag und eine Landesregierung. Jeder zweite Österreicher lebt in einer Stadt, jeder fünfte in der Hauptstadt Wien. Die Bevölkerungsdichte ist geringer als in den angrenzenden Ländern Mitteleuropas. Die Bevölkerung besteht zu etwa neun Zehnteln aus Österreichern, ca. 9 % sind Ausländer. Knapp drei Viertel der Einwohner gehören der katholischen Kirche an. Österreich ist seit 1995 Mitglied der Europäischen Union.

Geschichte und Kultur

Das Gebiet war bereits im Mittelalter besiedelt und bis zum 10. Jh. von Römern, Magyaren und Bajuwaren beherrscht. Der Name Österreich wurde 996 erstmals urkundlich erwähnt: Ostarihhi bedeutet „östlicher Teil des Reiches“. Im 12. Jh. wurde Österreich Herzogtum und Wien Hauptstadt. 1282 belehnte der deutsche König Rudolf von Habsburg seine Söhne mit Österreich, das über mehr als 600 Jahre beim Hause Habsburg verblieb. Die Habsburger entwickelten sich zu einer Großmacht, die im 18. Jh. bis nach Oberitalien und Ungarn reichte. Im 19. Jh. verlor Österreich große Gebiete und bildete ab 1867 mit Ungarn eine Doppelmonarchie. Die Ermordung des Thronfolgers Franz Ferdinand in Sarajevo gab 1914 den Anlass zum Ersten Weltkrieg. Die 1918 gegründete Republik Österreich wurde 1938 von Deutschland und 1945 von den Alliierten besetzt. Das Land verfügt über zahlreiche Kunst- und Kulturdenkmäler („Land der Dome“) und eine lebendige Theater- und Literaturszene. Volksbräuche (Sternsingen, Fronleichnamsprozessionen) und Volkstrachten sind regional differenziert und bis heute lebendig.

Österreich - Geschichte

996 Österreich wird als Ostarrichi erstmals urkundlich erwähnt
1282 Beginn der 600-jährigen Herrschaft der Habsburger
1529 und 1683 Wien wird von den Türken belagert, aber nicht erobert
1740 Thronfolge Maria Theresias
1848 Franz Joseph I. wird Kaiser
1914 Die Ermordung von Thronfolger Franz Ferdinand löst den Ersten Weltkrieg aus
1918/19 Ausruf der Ersten Republik
1938 Besetzung Österreichs durch deutsche Truppen
1945 Nach dem Zweiten Weltkrieg wird das Land in vier Besatzungszonen aufgeteilt
1955 Österreich wird wieder ein souveräner Staat
1995 Österreich wird vollwertiges Mitglied der EU
2019 Das Ibiza-Video bringt die an der Regierung beteiligten Rechtspopulisten zu Sturz
2020 Das Corona-Virus legt das Land für Wochen lahm
Klimadaten
Kommunikation & Adressen

Auskunft vor Ort

Österreich Werbung

Tel. 00800 400 200 00 | austria.info

Diplomatische Vertretungen

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Gauermanngasse 2–4 | 1010 Wien | Tel. 01 71 15 40 (auch Notruf)

Schweizerische Botschaft

Prinz-Eugen-Str. 9a | 1030 Wien | Tel. 01 7 95 05

Notruf

Feuerwehr: Tel. 122; Polizei: Tel. 133; Rettungsdienst: Tel. 144; Alpinnotruf (Bergrettung): Tel. 140, in Vorarlberg Tel. 144; Euro-Notruf: Tel. 112 (Durchstellung in die nächste Polizeidienststelle)

Internetzugang & WLAN

In vielen Cafés und Trendlokalen gehört es, ebenso wie in der Hotellerie, zum guten Ton, WLAN-Zugang kostenlos anzubieten; in den Städten sowieso, aber vermehrt auch auf dem Land. An vielen Autobahnraststätten, am Flughafen Wien sowie in den ÖBB-Railjet- Zügen (schwankender Empfang) wird dieser Service ebenfalls gratis angeboten, wie auch in Bergbahnen, Thermalbädern oder Einkaufszentren.

Telefon & Handy

Vorwahl nach Österreich: 0043; nach Deutschland: 0049; in die Schweiz: 0041. Bei Anrufen aus dem Ausland entfällt die Null der Vorwahl. Das Handynetz in Österreich ist flächendeckend, mit Ausnahme der Berge.

Anrufe, SMS und Datennutzung kosten EU-weit nicht mehr als zu Hause. Achtung allerdings beim Datenvolumen: Abhängig von deinem Vertrag kann es dir dein Anbieter fürs Ausland begrenzen, verbrauchst du mehr, wird es teurer. Erkundige dich am besten direkt bei deinem Mobilfunkanbieter. Das solltest du als Schweizer übrigens auch tun, denn für dich gelten keine EU-weiten Standardregelungen.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Veranstaltungen

Januar

Hahnenkammrennen (Kitzbühel) hahnenkamm.com

Mai/ Juni

Narzissenfest (Bad Aussee)

Wiener Festwochen

Seeprozession (Hallstatt): barocker Fronleichnamsumzug

Gauderfest (Zell am Ziller): Tirols größtes Frühlingsfest Sonnwendfeuer (Tirol, Salzkammergut, Linz, Wachau)

Juni/ Juli

Jazzfest Wien

Donauinselfest (Wien)

Styriarte (Graz)

Juli/ August

Frequency (St. Pölten): Österreichs Woodstock, frequency.at

Wellenklänge (Lunz am See): Weltmusik auf der Seebühne, wellenklaenge.at

Webermarkt (Haslach an der Mühl) Bodypainting Festival (Klagenfurt)

Starnacht am Wörthersee (Klagenfurt)

Seefestspiele Mörbisch

Goiserer Gamsjagatage (Bad Goisern): Brauchtum mit Humor genommen, gamsjagatage.goisara.at

Impulstanz (Wien)

La Strada (Graz)

Salzburger Festspiele

Bregenzer Festspiele

Kaisergeburtstag (Bad Ischl)

Jazzfestival Saalfelden; jazzsaalfelden.com

September/ Oktober

Ars Electronica (Linz) und Linzer Klangwolke

Steirischer Herbst (Graz)

Schubertiade (Schwarzenberg, Hohenems), schubertiade.at

Bauernherbst (Salzburger Land); bauernherbst.at

Weinherbst (Niederösterreich); niederoesterreich.at/weinherbst

Feiertage

1. Januar Neujahr
6. Januar Hl. Drei Könige
März/April Ostermontag
1. Mai Tag der Arbeit
Mai/Juni Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam
15. August Mariä Himmelfahrt
26. Oktober Nationalfeiertag
1. November Allerheiligen
8. Dezember Mariä Empfängnis
25./26. Dezember Weihnachten
Mobilität vor Ort

Auto

Tempolimit: auf Autobahnen 130, auf Bundesstraßen 100, innerorts 50 km/h, Promillegrenze: 0,5. Es besteht Tragepflicht von Sicherheitswesten, sobald das Auto auf Autobahnen und Landstraßen verlassen wird. Vom 1. Nov. bis 15. April sind bei winterlichen Straßenverhältnissen Winterreifen Pflicht. Achtung: Viele Bergstraßen sind mit Wohnwagen nicht befahrbar.

Lass in den Großstädten das Auto besser beim Hotel, Parkplätze sind rar und teuer. Erkundige dich in kleineren Städten nach dem Parksystem, meist ist nur Kurzparken erlaubt (Parkautomat, Parkscheine aus dem Tabakladen, per Handy- App oder gratis mit Parkscheibe).

ÖAMTC-Pannenhilfe: Tel. 120

ARBÖ-Pannenhilfe: Tel. 123

Öffentliche Verkehrsmittel

Infos zum Streckennetz und zu Fahrplänen bekommst du bei den ÖBB und bei den Postbussen (Tel. 05 17 17 | oebb.at | postbus.at) sowie für die Bahnstrecke Wien-Salzburg bei der Westbahn (westbahn.at). Daneben verkehren verschiedene Lokalbahnen.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Mhmm, war das gut! Wenig schätzt der Österreicher mehr als eine rundum gelungene Mahlzeit. Gekocht wird gerne nach den Rezepten von der Oma, die man einer Verjüngungskur unterzogen hat – sie werden heute leichter interpretiert und lassen auch mal mediterrane oder asiatische Einflüsse erkennen. Momentan auch hier ganz groß im Trend: vegetarische und vegane Küche.

Kaiserlicher Genuss

Die österreichische Küche ist zu Recht weltbekannt, obwohl es sie so eigentlich gar nicht gibt – meist meint man damit die Wiener Küche, die sich von den regionalen, bäuerlich geprägten Küchen des Landes deutlich unterscheidet. Es ist die Küche der untergegangenen Habsburger Monarchie, die in sich viele Einflüsse aus dem Osten und Süden Europas vereint und die in der Reichshaupt- und Residenzstadt Wien zur k.u.k.-Küche perfektioniert wurde. Sie ist ein kulinarischer Flickenteppich und besteht aus Gerichten, die in allen Teilen der Monarchie gekocht wurden. Was gut war, schaffte den Weg nach Wien, und was besser war, hatte dort auch Bestand. So kamen das Gulasch aus Ungarn, die Mehlspeisen aus Böhmen, und das Wiener Schnitzel wurde den Mailändern abgeschaut.

Schlemmen beim Fasten

In der Wiener Küche dominieren Fleischgerichte, die mal raffiniert, mal deftig zubereitet werden. Vegetarier müssen dennoch nicht hungern, ihnen bieten sich auf der Mehlspeiskarte vor allem reichlich süße Alternativen zum Fleisch. Unter Mehlspeise versteht man heute alle Süßspeisen (auch die ohne Mehl), die den Abschluss einer ganzen Mahlzeit bilden – aber die genauso gut als Hauptgang gegessen werden können. Schmarren, Strudel, Obstknödel, Schmalzgebäck, Buchteln und Palatschinken gehören zu den Klassikern, viele mit unverkennbar böhmischen Wurzeln. Dass die fleischlosen Speisen so variantenreich angeboten werden, liegt an den rigorosen Fastenvorschriften der katholischen Kirche, denen sich auch gekrönte Häupter beugen mussten: Vor einem Jahrhundert galten noch 148 Tage im Jahr als Fastentage.

Bäuerliche Küche

Neben den Gerichten der Wiener Küche finden sich auf den Speisekarten in den Bundesländern zahlreiche regionale Spezialitäten, die bäuerlichen Ursprungs sind. Den Vorarlbergern sind die Käsknöpfle lieb, den Tirolern die Schlutzkrapfen (Maultaschen), den Salzburgern die Kasnocken, den Kärntnern die Kasnudeln und den Oberösterreichern die Knödel ganz allgemein. Auch hier fällt auf, dass bei vielen Spezialitäten am Fleisch gespart wird – das traditionellerweise nur am Sonntag als Braten auf den Tisch kommt. Außerdem hat sich der Brauch gehalten, das Fleisch durch suren (pökeln) und selchen (räuchern) zu konservieren – dadurch spielt der Speck auch in der heutigen Küche immer noch eine große Rolle.

Ökobewusst

Gekonnte Zubereitung und reichhaltige Portionen zeichnen die österreichische Küche aus. Darüber hinaus geht der Trend, egal ob man nach überlieferten oder zeitgemäß aufgefrischten Rezepten kocht, in Richtung perfekte Ausgangsprodukte. Regional, saisonal und biologisch heißen die Stichworte. Strukturbedingt zählt Österreich zu den europäischen Vorreitern in Sachen biologischer Landwirtschaft – ein Viertel aller Anbauflächen wird biologisch bewirtschaftet. Das äußert sich für dich als Gast in ungeahnter Geschmacksqualität auf dem Teller. Vor allem Restaurants der gehobenen Kategorie setzen auf Biozutaten, vorzugsweise aus der Region und saisonal. Im gebirgigen Österreich wurden zudem sogenannte Genussregionen geschaffen, die jeweils ein Produkt in den Mittelpunkt stellen, etwa die Marille (Aprikose) in der Wachau, den Spargel im Marchfeld, das Mangalicaschwein im Südburgenland oder die Weidegans auf der Mühlviertler Alm. Wer sich, gegebenenfalls zur Erntezeit, in einer Genussregion aufhält, bekommt das Leitprodukt in allerlei Varianten kredenzt (genussregionen.at).

Unaufgeregt lecker

Es fällt auf, dass es in Österreich nur wenig Gourmettempel gibt, die über den grünen Klee gelobt werden. Die braucht es auch gar nicht, wer gehoben essen möchte, findet Feinschmeckerlokale in großer Dichte im ganzen Land – mit wenig Chichi aber viel Charme. Wer einfach nur in netter Umgebung gut essen möchte, kann genauso gut in einem alteingesessenen Wirtshaus einkehren: Auf längere Zeit halten sich ja doch nur Lokale, bei denen Qualität und Ambiente passen, und da sind die Ansprüche hoch. Besonders empfehlenswert für einen Besuch sind die urigen Almhütten und Buschenschanken, die das auf den Tisch bringen, was in unmittelbarer Umgebung produziert wird.

Wer in der Stadt ebenso traditionell einkehren möchte, besucht das nächste Café, das neben Kaffee auch kleine Gerichte, hausgemachte Mehlspeisen und allenfalls Mittagsmenüs anbietet. Ausgehend von den Städten, allen voran Wien, sind hippe Lokale, die Café- Bar-Restaurant-Chill-out-Lounge in einem sind, im ganzen Land und oft an den unerwartetsten Ecken aufgepoppt. Ihre Köche experimentieren mit weltweiten Einflüssen, echte Ethnofoodlokale in nennenswerter Zahl gibt es dagegen nur in Wien.

Gegen den Durst

Naturtrübe Fruchtsäfte und Obstmoste sowie oft quellfrisches Leitungswasser sind die genussvolle Alternative zu zuckrigen Softdrinks. Zur Begleitung eines gemütlichen Essens darf natürlich der passende Wein nicht fehlen. Außer in Niederösterreich und dem Burgenland wird Wein auch in der Steiermark und sogar in Wien angebaut. Der spritzige, pfeffrige, leichte Grüne Veltliner sowie der dunkelviolette, substanzreiche Zweigelt sind die beiden Hauptsorten.

Obwohl Österreich als Land der Weinkenner gilt, trinkt man doch dreimal so viel Bier. Das Salzburger Land wartet mit einer großen, von den Klöstern ausgehenden Biertradition auf, ebenso wie Tirol und Vorarlberg. In Oberösterreich und in Teilen Kärntens wird eher (Apfel-)Most getrunken, im niederösterreichischen Mostviertel hat der Birnenmost in den letzten Jahren ein Revival erlebt. Zum Abschluss eines üppigen Mahls dann noch das obligatorische Schnapserl – passt!

Einkaufen und Shoppen

Wer vermeiden möchte, am Ende mit einem Souvenir „Made in China“ dazustehen, greift zu handwerklich Hergestelltem, das es in Österreich in großer Vielfalt gibt: von kunsthandwerklicher Handarbeit bis zu biologisch- dynamisch produzierten Weinen. Am besten kauft man das direkt vor Ort – es lohnt sich, unterwegs nach einschlägigen Schildern und Läden Ausschau zu halten.

Allwetterlooks

Es gibt kein schlechtes Wetter … sondern nur unpassende Ausrüstung. Weil man sich die Freude am Outdoorsport von der Witterung nicht nehmen lassen mag, gibt‘s eine riesige Palette an moderner Funktionskleidung, die dich immer schön trocken und angenehm temperiert hält. Das sieht meist auch ziemlich lässig aus. Sportliche Läden, vor allem in den Bergregionen, sind diesbezüglich bestens sortiert. Österreichische Labels mit hohem Nachhaltigkeitsanspruch sind beispielsweise Löffler, Northland, Martini Sportswear, Traunstein, Alpin Loacker oder Dachstein (Schuhe).

Gaumenfreuden

Bäuerliche Produkte – Würste, Kürbiskernöl, Himbeeressig, Schlehdornbrand, Mohn, Marillenmarmelade, Birnenmost – werden landauf, landab entweder Ab-Hof, auf lokalen Bauernmärkten oder in oft sehr ansprechenden Bauernläden verkauft, die je nach Region nach Lebkuchen, würzigem Speck oder feinen Edelbränden duften. Als kleine Mitbringsel eignen sich süße Köstlichkeiten wie Mozartkugeln, Mannerschnitten, Zotter-Schoki oder die Kreationen von kleineren Confiserien und Schokoladenmanufakturen, die sich übers Land verteilen.

Schneefall auch im Sommer

So kitschig, dass es schon wieder gut ist: Wahrzeichen der Alpenrepublik als Modelle in einer Schneekugel. Diese Souvenirs sind tatsächlich in Wien um 1900 patentiert worden, das Original trägt den Namen Perzy und ist garantiert handgemacht in der Donaumetropole.

Dufte Naturkraft

Almen, Heuwiesen und üppige Bauerngärten zaubern dem Land herrlich duftende, lichte Flecken. Hunderte Kräuter wachsen hier, darunter auch viele heilkräftige Pflanzen wie Ringelblumen oder Arnika. Je nach Region und Höhenlage lassen sich daraus unterschiedliche Produkte kreieren – Kräutertees und Küchengewürze, Kosmetika und Salben, Öle, Essige und Liköre, Kissenfüllungen für den guten Schlaf und Saunaaufgüsse. Steck dein Näschen auf der Suche nach feinen Kräutern in Bauernläden und Reformhäuser und/oder schau nach der Marke Sonnentor (sonnentor.com).

Alpenschick

Ach ja, das Dirndl – so einen raffinierten, femininen Schnitt zu erfinden, ist der Traum vieler Modemacher. Weil es den aber schon lange gibt, nehmen sich ihm immer mehr Designer an. Das sieht dann so aus wie bei ploom. at oder lenahoschek.com. Du kannst deine Garderobe aber auch mit einzelnen Stücken alpenländisch aufbrezeln, etwa mit einer Trachtenbluse, einem Tuch oder Trachtenschmuck. Männer stöbern bei den Lederhosen, die in der knielangen Variante stramme Waden zeigen. Trachtenmode ist überall in den ländlichen Regionen zu finden, ganz besonders authentisch im Ausseer Land. In den Landeshauptstädten sind große Warenhäuser und Einkaufsmalls gute Fundgruben.

Öffnungszeiten

Supermärkte sowie die Geschäfte in den Einkaufszentren sind in der Regel Mo bis Sa von 8 bis 19 Uhr, längstens bis 20 Uhr geöffnet. In den Stadtzentren schließen die Läden meist bereits um 18 Uhr und samstags um 12 Uhr. An Sonn- und Feiertagen bleiben alle Geschäfte zu, es gibt wenige Ausnahmen (z. B. Geschäfte an Flug- und Bahnhöfen, Souvenirshops an Touristenhotspots).

VorspeisenHauptgerichteVegetarischesDesserts

Kräftige Rindssuppe mit Leberknödel oder Frittaten (Eierkuchenstreifen)
Marinierter, frischer Schafskäse mit Blattsalat und Tomaten
Rindscarpaccio mit Cocktailtomaten, Rucola und Bergkäsespänen
Wiener Schnitzel klassisch vom Kalb, mit Erdäpfelsalat (Kartoffelsalat) oder Pommes frites
Backhendl knusprig paniertes, zartes Hühnchen, serviert mit Vogerlsalat (Feldsalat)
Schweinsbraten (Fr und Sa) aus dem Rohr mit hausgemachten Semmelknödeln und Sauerkraut
Gebratener Saibling mit Petersilienkartoffeln und grünem Salat
Käsespätzle mit Bergkäse, serviert mit Blattsalaten
Eierschwammerlgulasch Pfifferlinge mit hausgemachten Semmelknödeln
Herzhafte Krautfleckerl mit grünem Salat mit Apfelessig und Kernöl
Salzburger Nockerln nach Hausrezept flaumig gebacken
Marillenknödel Quarkteigknödel gefüllt mit Aprikosen, bestreut mit gezuckerten Semmelbröseln
Palatschinken dünner Pfannkuchen gefüllt mit Marmelade
Kaiserschmarren mit Rosinen und Puderzucker, serviert mit Zwetschgenröster (Kompott)
Apfelstrudel gefüllt mit einer Apfel-Nuss-Brösel-Rosinen-Mischung
Stichworte

Holprige Töchter

Ursprünglich lautete eine Textzeile der österreichischen Bundeshymne „Heimat bist du großer Söhne“. Das war zwar gedichtet von einer Frau, Paula von Preradovic, doch im neuen Jahrtausend ging das gendermäßig natürlich nicht mehr durch. Also entschloss man sich 2012, die anstößige Zeile politisch korrekt durch „Heimat großer Töchter und Söhne“ zu ersetzen. Das gab (und gibt) Anlass zu allerlei mitunter hitzig geführten Diskussionen, denn man muss zugeben: Irgendwie holpert der neue Text beim Singen ...

Adrenalin

Je steiler, desto geiler: Kletterrouten der allerhöchsten Schwierigkeitsstufe, Mountainbike-Downhill-Strecken mit 70 Prozent Gefälle, mit dem Board im freien Fall, mit den Laufschuhen über exponierte Grate. Die Berge laden dazu ein, an die Grenzen zu gehen. Eine Herausforderung, der sich die Alpenbewohner gerne stellen – Frauen wie Männer. Wer schon auf Skiern steht, bevor er richtig laufen kann, wer auf Berge kraxelt, bevor er weiß, was Höhenangst ist, hat dem Flachländer einiges voraus. Wer seit Kindesbeinen in der Bergen unterwegs ist, läuft noch als 70-Jähriger mühelos allen voran. Es gibt in Österreich eine große Community, die extrem sportlich unterwegs ist. Die Ehrgeizigsten unter ihnen treffen sich zum Kräftemessen in ihren Disziplinen bei – für Durchschnittsmenschen absolut wahnwitzigen – Contests. Etwa zur Salzkammergut Mountainbike Trophy (200 km über enge, glitschige, steinige, steile Waldwege), zum Kärntner Ironman (3,8 km schwimmen, 180 km Rad fahren, 42 km laufen), zur Freeride World Tour (mit Ski oder Board über den steilen Nordhang des Wildseeloder in Fieberbrunn/Tirol), zum Gletscherrun im Ötztal oder zum Ötscher-Ultra- Marathon.

Bad Fucking

Es war einmal ein kleiner Ort im Innviertel namens Fucking. Er wurde einfach so ausgesprochen wie geschrieben, der Name leitet sich vermutlich von einem früheren Grundherren namens Focko ab. Als sich Englisch immer weiter verbreitete, geriet Fucking ins Visier von Touristen, und die Ortstafeln wurden zur Sensation: Man ließ sich vor ihnen ablichten – wenn sie nicht gerade wieder mal gestohlen worden waren. Der Ort stand später Pate für die Krimigroteske „Bad Fucking“ von Kurt Palm, die von Harald Sicheritz verfilmt wurde – und für dessen Titel Facebook jegliche Werbung verbot. Seit 2021 heißt der Ort auf Beschluss des Gemeinderats nun übrigens Fugging. Aber Österreich hat noch weitere skurrile Ortsnamen wie Kleinklein und Großklein, Edelschrott, Hühnergeschrei und Fleischessen.

Adrenalin²

Wo die Berge hoch sind, kann man tief fallen. Diesen Nervenkitzel lassen sich die jungen Wilden – gut gesichert, versteht sich – nicht entgehen. Adrenalinjunkies hängen sich an Stahlseile und rasen mit über 100 km/h ins Tal, der Boden ist erst mehrere Hundert Meter darunter auszumachen. Die größte Zipline der Alpen befindet sich am Stoderzinken in Gröbming (zipline. at), der Flying Fox in Leogang macht bis zu 130 Sachen (fly-xxl.at), und der Mega-Flying-Fox in Saalbach-Hinterglemm überwindet gleich zwei Täler (hochseilpark.at). Bungeejumpen ist ja so was von gestern.

FM4

Der Jugendradiosender des staatlichen österreichischen Rundfunks wird längst nicht nur von Teens gehört. Das liegt u. a. an der Musikauswahl: Bei FM4, das man von Südtirol bis Bayern (und im Netz sowieso weltweit) hören kann, steht die Musikszene abseits des Mainstreams im Fokus, und ganz speziell die heimische. Beim Reinhören wird schnell klar: Auch 300 Jahre nach Mozart ist Österreich ein Musikland – Josh, Bilderbuch, Clara Luzia, Wanda oder Bauchklang besounden die Welt mit coolen Grooves, fetten Beats und sphärischen Songs. Noch nie gehört? Dann FM4 aufdrehen!

Beach & the city

Der hippe Österreicher braucht kein Meer, um Strandfeeling zu erleben, er braucht noch nicht einmal zwingend Badewasser dazu – Sand für die Füße reicht schon, zumindest für den Alltag. Sandstrände mitten in den Städten sind nach wie vor der Hit. Bis weit in die Nacht hinein chillt man etwa in Wien (Tel Aviv Beach und Strandbar Herrmann am Donaukanal, Sand-in-the- City im Hochhäusermeer des 3. Bezirks), in Linz (Sandburg am Ufer der Donau) oder Salzburg (Salzbeach im Volksgarten).

Kühn konstruiert

Huch, das hat ja einen Knick – na, hoffentlich fällt’s nicht um! 850 Jahre nach dem Schiefen Turm von Pisa ist die Architektur wieder in Schräglage geraten, wie am modernen Anbau des Wiener Gasometers. Nun ist das natürlich beabsichtigt, die neue Architektur spielt mit luftigen Konstruktionen und kühnen Formen. Coop Himmelb(l)au sind die heimischen Stars, darüber hinaus hat man Stararchitekten ins Land geholt wie Zaha Hadid, Sir Norman Foster oder Jean Nouvel, die vor allem der Wiener Skyline ihre Stempel aufgedrückt haben. Aber auch in kleineren Städten ist man auf den Geschmack gekommen: Kunsthaus Graz, Linzer Ars Electronica Center, Innsbrucker Hungerburgbahn. Selbst private Bauherren auf dem Land finden Gefallen an der Postmoderne. Da kann es sein, dass ein grauer Kubus aus den Weinbergen ragt oder eine Berghütte hell und puristisch ausgestattet ist.

Donauwalzer

Auf ihrem Weg vom Schwarzwald ins Schwarze Meer durchquert die Donau Österreich. Der westliche Teil des Landes ist vom Alpenhauptkamm und seinen Vorgebirgen geprägt – im Osten ist die Donau hingegen das bestimmende Element. Linz ist an ihrem Ufer als Industriestadt gewachsen, Wien zur Metropole aufgestiegen. Wasserkraftwerke sorgen für saubere Energie, die Flussschifffahrt ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, und in den flachen Donaubecken, die weit ins Land reichen, floriert die Landwirtschaft. Auch freizeittechnisch lässt der große Strom wenig Wünsche offen. Jedes Jahr zu Silvester huldigt man ihm auf typisch Österreichisch, auch wenn man mit Tradition sonst wenig am Hut hat: Punkt Mitternacht dreht man sich zum Donauwalzer im Kreis.

Großglockner & Co

Die Alpen, Trinkwasserspeicher und Heimat von rund 5000 Pflanzen- sowie 30 000 Tierarten, sind umgeben von dicht besiedelten Ballungsräumen. Sie zählen neben der Karibik und dem Mittelmeer zu den wichtigsten Zentren des weltweiten Tourismus. Da geht es mitunter am Großglockner auch nicht viel anders zu als an der Costa Brava: An schönen Tagen bezwingen die Gipfelstürmer den Berg im Gänsemarsch. Immer neue Gästebetten, Straßen, Entertainmentangebote und Aufstiegshilfen bringen die Alpen, die schon jetzt das am dichtesten erschlossene Berggebiet der Welt sind, unter Druck. So werden Lebensräume für Flora und Fauna in einem ohnehin extremen Klima dezimiert. Andererseits ist der Tourismus auch der wirtschaftliche Strohhalm in Alpentälern, die sonst von den Einheimischen mangels Perspektive verlassen würden. Sanfter Tourismus, wie er etwa von den Bergsteigerdörfern angestrebt wird, gilt als die Zukunftshoffnung – hier lässt sich die Bergwelt weitab von Liftstützen erkunden (bergsteigerdoerfer.at).

Lebenswert

Großartige Grünanlagen, Freizeit- und Sportangebote, erstklassige Infrastruktur und medizinische Versorgung – das sind nur einige der Gründe, warum Wien seit 2009 ununterbrochen ganz vorne im Ranking der lebenswertesten Städte der Welt platziert ist. Zwei solcher internationaler Ranglisten gibt es, 2018 gelang Wien das Kunststück, in beiden die Nummer eins zu sein. Konkurrenten wie Zürich, Melbourne, Auckland oder Vancouver werden stets auf die Plätze verwiesen.

Sackerl gefällig?

Die Standardfrage in vielen Geschäften sorgt regelmäßig für fragende Blicke von zwar deutsch, aber nicht österreichisch sprechenden Kunden: „Ein WAS bitte schön?“ Gemeint ist eine Tüte. Zahlreich und tückisch sind die möglichen Missverständnisse bei gleicher Sprache: Vegetarier können ruhig „Palatschinken“ bestellen, so nennt man hier nämlich die Pfannkuchen. Ist man gut „ausgerastet“, hat man nicht gerade alles kurz und klein geschlagen, sondern ein Nickerchen gemacht. Verkündet umgekehrt der Deutsche, den „Berg hinauf zu laufen“, will das keiner glauben – in Österreich macht man das normalerweise im Gehen. Die hierzulande häufig verwendete Redewendung „das geht sich aus“ wiederum meint, die Sache sei termingerecht machbar. Ob das dann auch stimmt, steht auf einem anderen Blatt, denn strenge Pünktlichkeit gehört nicht unbedingt zu den hervorragendsten Eigenschaften der Österreicher.

Skywalken

Als ob der Ausblick von den höchsten Gipfeln nicht schon atemberaubend, der Weg hinauf nicht schon schwindelerregend genug wäre, setzt man gerne noch eins drauf: Spektakuläre Aussichtsplattformen und Hängebrücken erobern die Bergwelt. Sie bestechen durch moderne Architektur und sagenhafte Aussichten. Im Dachsteinmassiv gibt’s gleich mehrere: den Sky Walk, die Treppe ins Nichts und die Hängebrücke am Hunerkogel sowie die 5fingers am Krippenstein auf der anderen Bergseite, wo man durch einen Glasboden 400 m tief in den Abgrund blickt. In Kärnten kann man sich am Airwalk an der Staumauer der Kölnbreinsperre der Höhenangst hingeben, ebenso in Tirol z. B. auf der schwankenden Hängebrücke 100 m über dem reißenden Fluss im Naturpark Lech oder auf der Aussichtsplattform Top of Tyrol am Stubaier Gletscher.

Doch-nicht-AKW

Stell dir vor, man baut für teures Geld ein Atomkraftwerk und nimmt es nie in Betrieb. So geschehen 1978 im niederösterreichischen Zwentendorf. Rund 1 Mrd. Euro hatte man investiert, die Brennstäbe waren geliefert – dann entschied in einer Volksbefragung eine knappe Mehrheit dagegen. Der politische Schock war groß, doch man hielt Wort, vergaß die Pläne und verabschiedete ein bis heute gültiges Anti- Atom- Gesetz. Das hat dem Land in Folge viel Ärger erspart und war zugleich die Geburtsstunde der Grünen. Das Doch-nicht-AKW steht noch immer, heute überragt es als Mahnmal ein Naturparadies: In seinem Schatten wurde ein Flussrenaturierungsprojekt abgeschlossen, das in den Dimensionen seinesgleichen sucht.

Open Air

Im Sommer trägt man die Kultur am liebsten nach draußen, und lässt sie unter freiem Himmel stattfinden. Gerne sucht man sich dazu Locations mit dem gewissen Etwas. Die Palette reicht vom Renaissanceschloss Porcia (Komödienspiele) über den Schlosspark Eggenberg (Styriarte-Picknickkonzerte), die Burg Clam (Rock- und Popkonzerte) oder die Burg Golling (Musik, Lesungen) bis hin zur Bühne am dunklen Herrensee (Schrammelklang).

Starke Frau

Rate mal, wie viele Frauen weltweit schon alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen haben? Ganze vier! Und eine davon ist die Österreicherin Gerlinde Kaltenbrunner, die dabei als erste weibliche Bergsteigerin auch noch auf Sauerstoff verzichtet hat. Kaltenbrunner wurde 1970 in Oberösterreich geboren, begann mit 13 Jahren, im Fels zu klettern, und stand zehn Jahre später am Gipfel ihres ersten 8000ers – Österreichs Antwort auf den Südtiroler Reinhold Messner!

Bloss nicht!

Eine Schorle bestellen

In Österreich heißt das „gespritzt“. Die Apfelschorle ist also ein „Apfelsaft gespritzt“, die Weinschorle einfach nur ein „G‘spritzter“ oder „Spritzer“. Den gibt es in der Variante Rot oder Weiß, sagt man nichts dazu, ist Weiß gemeint.

Knallhart direkt sein

Wenn dir etwas missfällt, dann verpack die Kritik hübsch in höfliche Worte. Man fühlt sich hierzulande sonst schnell vor den Kopf gestoßen.

Leichtsinnig ins Gebirge aufbrechen

Das Wetter in den Bergen kann binnen Minuten umschlagen und dich in brenzlige Situationen bringen, etwa bei Gewitter oder Nebel. Regenschutz, warme Kleidung und eine gute Karte sind ein Muss auf einer Wandertour, zu der du nur aufbrechen solltest, wenn die Wetterprognose entsprechend ist – frag bei der örtlichen Tourismusinfo, einen Bergführer, deinen Gastgeber oder Hüttenwirt.

Ohne Vignette auf die Autobahn

Die Benutzung der österreichischen Autobahnen ist kostenpflichtig. Die Nichteinhaltung der Vignettenpflicht hat empfindliche Bußgelder zur Folge – es wird streng kontrolliert, auch elektronisch. Besorg dir rechtzeitig eine Vignette (oder Pickerl, wie sie umgangssprachlich heißt).

Sonntagabend Hunger haben

In ländlichen Gegenden schließt ein Großteil der Gasthäuser am Sonntagnachmittag. Nachdem dann auch sämtliche Geschäfte zu sind, bleibt als letzter Ausweg unter Umständen nur noch der Einkauf im teuren Tankstellenshop. Wer keine Halbpension gebucht hat, sorgt besser rechtzeitig vor.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Seit September 2015 führt Österreich wieder Grenzkontrollen an der österreichisch-ungarischen als auch der österreichisch-slowenischen Grenze durch. Dies kann unter Umständen zu Wartezeiten im grenzüberschreitenden Verkehr führen.

Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Es gibt es sehr gut ausgebautes und dichtes Eisenbahn- und Busverkehrsnetz.

Auf österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen gilt eine Vignettenpflicht für PKW, Motorräder und leichte Wohnmobile.
Für einzelne besondere Streckenabschnitte wie insbesondere Alpenüberquerungen werden zusätzliche Mautgebühren verlangt. Dort entfällt dann die Vignettenpflicht.
Ortsdurchfahrten können für Transitreisende gesperrt sein.

Die Vignette kann neben der bisherigen Form als Klebevignette auch als digitale Vignette im ASFiNAG-Webshop oder über die ASFiNAG-App zum identischen Preis erworben werden. Die digitale Vignette gilt erst ab dem 18. Tag nach dem Kaufdatum und wird mit dem Kennzeichen im System erfasst.

Klebevignetten dürfen nur auf die Windschutzscheibe, z. B. am linken Rand oder hinter dem Rückspiegel, mit direktem Kontakt geklebt werden, bei Motorrädern sichtbar an einem nicht oder nur schwer zu entfernenden Teil des Motorrades. Nicht geklebte Vignetten sowie nicht gelochte Zeitvignetten (2-Monats-Vignetten, 10-Tages-Vignetten) sind ungültig.
Der untere Vignettenabschnitt muss aufbewahrt werden, die Trägerfolie mit Seriennummer dient als Kaufnachweis.

Kontrollen werden durch Polizei, Zollwache und Mautaufsichtsorgane meist automatisiert durchgeführt, wobei Fahrzeuge aus Deutschland durch eine Abfrage beim Kraftfahrzeugregister Flensburg identifiziert werden. Bei fehlender, nicht ordnungsgemäß angebrachter oder manipulierter Vignette werden hohe Strafen erhoben. Fehlerhaft angebrachte Vignetten werden bei den automatischen Kontrollen nicht erfasst.

Vom 1. November bis 15. April müssen Fahrzeuge bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Winterreifen oder Schneeketten ausgerüstet sein.

Die Promillegrenze beträgt 0,5. Für Personen, die den Führerschein noch keine zwei Jahre besitzen, gilt 0,1 Promille.

Für in- und ausländische Lenker mehrspuriger Fahrzeuge gilt eine Mitführ- und Tragepflicht von Warnwesten. Bei Verstößen werden Organstrafverfügungen ausgestellt.

Der deutsche Führerschein ist ausreichend.

  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.

Es ist an allen öffentlichen Orten nicht mehr erlaubt, das Gesicht durch Kleidung oder andere Gegenstände zu verhüllen bzw. zu verbergen. Ein Verstoß zieht eine Strafe von 150,- Euro nach sich, die in bar oder mit Kreditkarte beglichen werden kann. Weitere Auskünfte erteilt das österreichische Bundesministerium für Inneres.

Landeswährung ist der Euro. Das Abheben von Bargeld an Geldautomaten und die Bezahlung mit Kreditkarten sind überall möglich.

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Erkrankung, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

  • Beachten Sie die fortlaufend aktualisierten Informationen zu sowie die Hinweise im Merkblatt, auf den Seiten der , des und der BZgA.
  • Halten Sie sich über die aktuelle Lage in Österreich über unterrichtet oder kontaktieren Sie im Bedarfsfall in Österreich die Hotline der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit unter 800 555 621.

Die hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ergänzen.

Für die Einreise nach Österreich sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • In Österreich ist der Impfschutz gegen FSME öffentlich empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die .

Beim West-Nil-Fieber handelt es sich um eine durch Zugvögel verbreitete, von tagaktiven Mücken auf den Menschen übertragene Viruserkrankung. In den Sommermonaten kann es in Österreich zu saisonalen Ausbrüchen kommen; aktuelle Fallzahlen bietet das ECDC. Die Infektion verläuft überwiegend klinisch unauffällig, in seltenen Fällen können jedoch schwere neurologische Symptome auftreten. Eine Schutzimpfung oder spezifische Behandlung existiert nicht, siehe Merkblatt West-Nil-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von West-Nil-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

In großen Teilen des Landeskommt es zu bestimmten Jahreszeiten zur Übertragung der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch Zeckenbisse, siehe Merkblatt FSME.

  • Nehmen Sie rechtzeitig vor Einreise mit einem Reise-/Tropenmediziner wegen einer möglichen Impfung Kontakt auf.
  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von mücken- und zeckengebundenen Risiko bei exponierten Reisen im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mücken- und Zeckenstichen.

Das Versorgungsniveau in Österreich ist gut.
Es besteht in Österreich für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf Behandlung bei Ärzten, Zahnärzten und in Krankenhäusern, die vom ausländischen gesetzlichen Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Als Nachweis ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) bzw. eine Ersatzbescheinigung vorzulegen. Beide Dokumente erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss:

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Reisewarnung

Überblick

Stand - Mon, 20 Sep 2021 15:30:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Mon, 20 Sep 2021 15:48:15 +0200)

Letzte Änderungen: Aktuelles (Epidemiologische Lage, Einreise, Durch- und Weiterreise, Reiseverbindungen, Beschränkungen im Land, Hygieneregeln)

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz
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Aktuelles

Die Ausbreitung von COVID-19 kann weiterhin zu Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens führen. Weiterhin gilt besondere Vorsicht bei allen Reisen und die Kenntnisnahme der fortlaufend aktualisierten Infobox zu COVID-19/Coronavirus. Wichtig ist bei Einreise nach Deutschland die Beachtung der geltenden Corona-Einreiseverordnung. Benötigt wird der Nachweis über eine vollständige Impfung oder die Genesung oder einen aktuellen negativen COVID-19-Test.

Epidemiologische Lage

Österreich ist von COVID-19 weiterhin betroffen. Aktuelle und detaillierte Zahlen bieten die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH und das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC).

Einreise

Gemäß der aktuellen Einreiseverordnung ist bei einem Aufenthalt in den zehn Tagen vor Einreise ausschließlich in Österreich und Staaten der Anlage 1 (u.a. Deutschland) der „Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr" zu erbringen. Kann kein Nachweis vorgewiesen werden, ist vor der Einreise eine elektronische Registrierung erforderlich und ein COVID-19-Test spätestens 24 Stunden nach Einreise auf eigene Kosten nachzuholen. Anerkannt werden PCR- und Antigen-Tests von anerkannten Stelle sowie Selbsttests, sofern sie von einem behördlichen Datenverarbeitungssystem erfasst werden.

Bei einem Voraufenthalt in den letzten zehn Tagen in einem Virusvariantengebiet (Anlage 2 der Einreiseverordnung) ist eine elektronische Registrierung vor Einreise erforderlich und ein negativer COVID-19-Test vorzuweisen. Zusätzlich ist unverzüglich eine zehntägige Quarantäne anzutreten. Ein Freitesten ist frühestens nach fünf Tagen möglich. Die Einreise aus Staaten der Anlage 2 ist grundsätzlich untersagt, Ausnahmen bestehen u.a. für österreichische Staatsangehörige und EU-Bürger.

Bei einem Voraufenthalt in sonstigen Staaten gilt ebenfalls die Pflicht zur elektronischen Registrierung und zum Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr. Zusätzlich ist unverzüglich eine zehntägige Quarantäne anzutreten (Freitesten möglich nach fünf Tagen). Von der Quarantäne befreit sind Personen, die einen Nachweis über einen vollständigen Impfschutz vorweisen können (mit dem Tag der letzten für eine Vollimmunisierung erforderlichen Impfdosis).

Als „Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr" sind anerkannt:

  • gültiges Zertifikat oder ärztliches Zeugnis über einen negativen Test auf COVID-19 (Antigentest nicht älter als 48 Stunden / PCR-Test nicht älter als 72 Stunden ab Probenentnahme) oder
  • Nachweis über eine vollständige Impfung mit einem in Anlage C der Verordnung aufgeführten Impfstoff:
    • 21 Tage nach der Impfung mit einem Vakzin, für das nur eine Impfdosis erforderlich ist, wobei diese nicht länger als 270 Tage zurückliegen darf, oder
    • ab dem Tag der Zweitimpfung mit einem Vakzin, für das zwei Impfdosen erforderlich sind, wobei die Zweitimpfung nicht länger als 360 Tage zurückliegen darf und zwischen dieser und der Erstimpfung mindestens 14 Tage verstrichen sein müssen, oder
    • Impfung bei Genesenen, sofern mindestens 21 Tage vor der Impfung ein positiver molekularbiologischer Test (z.B. PCR-Test) auf SARS-CoV-2 bzw. vor der Impfung ein Nachweis über neutralisierende Antikörper vorlag, wobei die Impfung nicht länger als 360 Tage zurückliegen darf, oder
    • weitere Impfung (Auffrischung, Booster), wobei diese nicht länger als 360 Tage zurückliegen darf und zwischen dieser und einer Impfung im Sinne der drei oben genannten Punkte mindestens 120 Tage verstrichen sein müssen.
  • Genesungsnachweis (Infektion in den vorangegangenen 180 Tagen)
  • Antikörpernachweis (maximal 90 Tage alt).

Binnengrenzkontrollen und die Kontrolle der coronaspezifischen Einreisevoraussetzungen finden stichprobenartig statt. Mit Verzögerungen an der Grenze bei Einreise nach Österreich muss gerechnet werden. Weitere Informationen zu der Einreiseverordnung, den Ausnahmen und den Quarantänevorschriften bietet das österreichische Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.

Durch- und Weiterreise

Die Durchreise durch Österreich ohne Zwischenstopp ist ohne Einschränkungen möglich. Mit Verzögerungen an den Grenzen ist zu rechnen. Transitreisende sind von der elektronischen Registrierung und der Testnachweispflicht ausgenommen.

Reiseverbindungen

Der grenzüberschreitende Bahnverkehr verläuft wieder im Regelbetrieb. Aktuelle Informationen finden sich auf den Internetseiten der Österreichischen Bundesbahnen, der Deutschen Bahn und der Flughäfen.

Beschränkungen im Land

Der Besuch von Gaststätten, Hotels und Veranstaltungen ist wieder möglich. Voraussetzung ist die Vorlage eines gültigen negativen Tests (Gültigkeitsdauer bei PCR-Tests 48 Stunden, bei offiziellen Antigentests 24 Stunden, bei Selbsttests, die in behördlichen Datenverarbeitungssystemen der Länder erfasst sind, 24 Stunden) bzw. eines anderen Nachweises einer geringen epidemiologischen Gefahr (Impfung, Genesung).

Weitere detaillierte Informationen zu aktuellen Maßnahmen bietet das österreichische Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.

Hygieneregeln

An allen öffentlichen Orten – in Innen- und Außenbereichen – ist ein Mindestabstand von einem Meter einzuhalten. An öffentlichen Orten, in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Kundenbereichen von Betriebsstätten (z.B. Handel, sonstige Dienstleistungen) sowie in Museen ist in geschlossenen Räumen das Tragen eines einer FFP-2-Maske verpflichtend.

Bei körpernahen Dienstleistungen ist der Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr zu erbringen („3-G-Regel").

Empfehlungen

Sicherheit

Terrorismus

In der Wiener Innenstadt wurde Anfang November 2020 ein terroristischer Angriff verübt.

Kriminalität

Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle und Handtaschenraub kommen insbesondere in den Großstädten an von Touristen sehr frequentierten Orten vor. Gewaltkriminalität ist selten.

  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, an Bahnhöfen, auf Märkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Es herrscht gemäßigtes Alpin-Klima mit zunehmend kontinentalem Einfluss nach Osten.
Im Winter kommt es in den Bergen immer wieder zu Lawinenabgängen und auch Sperrungen von Gebieten wie insbesondere von Tälern.
Schnee- und Gletscherschmelze können auch im Frühjahr Lawinen und Erdrutsche verursachen.

  • Informieren Sie sich vor Aktivitäten in den Bergen stets über die aktuelle Witterung, insbesondere über die Schnee- und Lawinensituation, z.B. bei der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik.
  • Bleiben Sie stets auf ausgewiesene Pisten und Loipen.
  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.

Reiseinfos

Grenzkontrollen

Seit September 2015 führt Österreich wieder Grenzkontrollen an der österreichisch-ungarischen als auch der österreichisch-slowenischen Grenze durch. Dies kann unter Umständen zu Wartezeiten im grenzüberschreitenden Verkehr führen.

Infrastruktur/Verkehr

Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von COVID-19 beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Es gibt es sehr gut ausgebautes und dichtes Eisenbahn- und Busverkehrsnetz.

Auf österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen gilt eine Vignettenpflicht für PKW, Motorräder und leichte Wohnmobile.
Für einzelne besondere Streckenabschnitte wie insbesondere Alpenüberquerungen werden zusätzliche Mautgebühren verlangt. Dort entfällt dann die Vignettenpflicht.
Ortsdurchfahrten können für Transitreisende gesperrt sein.

Die Vignette kann neben der bisherigen Form als Klebevignette auch als digitale Vignette im ASFiNAG-Webshop oder über die ASFiNAG-App zum identischen Preis erworben werden. Die digitale Vignette gilt erst ab dem 18. Tag nach dem Kaufdatum und wird mit dem Kennzeichen im System erfasst.

Klebevignetten dürfen nur auf die Windschutzscheibe, z. B. am linken Rand oder hinter dem Rückspiegel, mit direktem Kontakt geklebt werden, bei Motorrädern sichtbar an einem nicht oder nur schwer zu entfernenden Teil des Motorrades. Nicht geklebte Vignetten sowie nicht gelochte Zeitvignetten (2-Monats-Vignetten, 10-Tages-Vignetten) sind ungültig.
Der untere Vignettenabschnitt muss aufbewahrt werden, die Trägerfolie mit Seriennummer dient als Kaufnachweis.

Kontrollen werden durch Polizei, Zollwache und Mautaufsichtsorgane meist automatisiert durchgeführt, wobei Fahrzeuge aus Deutschland durch eine Abfrage beim Kraftfahrzeugregister Flensburg identifiziert werden. Bei fehlender, nicht ordnungsgemäß angebrachter oder manipulierter Vignette werden hohe Strafen  erhoben. Fehlerhaft angebrachte Vignetten werden bei den automatischen Kontrollen nicht erfasst.

Vom 1. November bis 15. April müssen Fahrzeuge bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Winterreifen oder Schneeketten ausgerüstet sein.

Die Promillegrenze beträgt 0,5. Für Personen, die den Führerschein noch keine zwei Jahre besitzen, gilt 0,1 Promille.

Für in- und ausländische Lenker mehrspuriger Fahrzeuge gilt eine Mitführ- und Tragepflicht von Warnwesten. Bei Verstößen werden Organstrafverfügungen ausgestellt.

Führerschein

Der deutsche Führerschein ist ausreichend.

LGBTIQ

Rechtliche Besonderheiten

Es ist an allen öffentlichen Orten nicht mehr erlaubt, das Gesicht durch Kleidung oder andere Gegenstände zu verhüllen bzw. zu verbergen. Ein Verstoß zieht eine Strafe von 150,- Euro nach sich, die in bar oder mit Kreditkarte beglichen werden kann. Weitere Auskünfte erteilt das österreichische Bundesministerium für Inneres.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der Euro. Das Abheben von Bargeld an Geldautomaten und die Bezahlung mit Kreditkarten sind überall möglich.

Einreise und Zoll

Ein- und auch Durchreisebestimmungen können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 derzeit abweichen, siehe Aktuelles.

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Ja
  • Vorläufiger Personalausweis: Ja, muss gültig sein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Österreich ist Vertragspartei des Europäischen Übereinkommens über die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates vom 13.12.1957. Reisedokumente außer dem vorläufigen Personalausweis dürfen seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein.

Minderjährige

Es sind keine besonderen Bestimmungen für die Einreise von Minderjährigen bekannt.

Einfuhrbestimmungen

 Die Ein- und Ausfuhr von Waren unterliegt den Bestimmungen der Europäischen Union. Der Grundsatz keiner Warenkontrollen schließt Stichprobenkontrollen im Rahmen der polizeilichen Überwachung der Grenzen und der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs nicht aus.

Heimtiere

Für Reisen mit bestimmten Heimtieren (Hunde, Katzen, Frettchen) in Länder der Europäischen Union mit Ausnahme von Irland, Großbritannien, Malta und Finnland, wo abweichende Bestimmungen gelten, ist ein EU-Heimtierausweis erforderlich. Er dient u. a. als Nachweis, dass das Tier gegen Tollwut geimpft ist.
Einen Musterausweis sowie weitergehende Informationen bieten das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und das österreichische Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz.

Gesundheit

Aktuelles

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Erkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

  • Beachten Sie die fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19 sowie die Hinweise im Merkblatt COVID-19, auf den Seiten der WHO, des RKI und der BZgA.
  • Halten Sie sich über die aktuelle Lage in Österreich über unterrichtet  oder kontaktieren Sie im Bedarfsfall in Österreich die Hotline der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit unter  800 555 621.

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die Einreise nach Österreich sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • In Österreich ist der Impfschutz gegen FSME öffentlich empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

West-Nil-Fieber

Beim West-Nil-Fieber handelt es sich um eine durch Zugvögel verbreitete, von tagaktiven Mücken auf den Menschen übertragene Viruserkrankung. In den Sommermonaten kann es in Österreich zu saisonalen Ausbrüchen kommen; aktuelle Fallzahlen bietet das ECDC. Die Infektion verläuft überwiegend klinisch unauffällig,  in seltenen Fällen können jedoch schwere neurologische Symptome auftreten. Eine Schutzimpfung oder spezifische Behandlung existiert nicht, siehe Merkblatt West-Nil-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von West-Nil-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

In großen Teilen des Landeskommt es zu bestimmten Jahreszeiten zur Übertragung der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch Zeckenbisse, siehe Merkblatt FSME.

  • Nehmen Sie rechtzeitig vor Einreise mit einem Reise-/Tropenmediziner wegen einer möglichen Impfung Kontakt auf.
  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von mücken- und zeckengebundenen Risiko bei exponierten Reisen im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mücken- und Zeckenstichen.

Medizinische Versorgung

Das Versorgungsniveau in Österreich ist gut.
Es besteht in Österreich für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf Behandlung bei Ärzten, Zahnärzten und in Krankenhäusern, die vom ausländischen gesetzlichen Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Als Nachweis ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) bzw. eine Ersatzbescheinigung vorzulegen. Beide Dokumente erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger. Im Krankheitsfall wenden sich EHIC-Inhaber direkt an einen Vertragsarzt. Anschriften sind bei einer Gebietskrankenkasse erhältlich. Bestimmte ambulante Behandlungen können aber auch in den Ambulatorien der Gebietskrankenkassen erfolgen.

In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.

Die Notrufnummern lauten: Polizei: 133; Krankenwagen: 144; Feuerwehr: 122.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Gelbfieber Nein -
Cholera Nein -
Typhus & Polio Nein -
Malaria Nein -
Essen & Trinken Nein -

Gesundheitszeugnis

In Österreich und in allen anderen EU-Ländern gilt neben dem digitalen COVID-19-Impfpass (EU Digital COVID Certificate) auch der Nachweis des COVID-Impfstatus mit dem Impfausweis in Papierform. Österreich akzeptiert das Schweizer COVID-Zertifikat.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Landesweit besteht von April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch Zecken übertragen. Betroffen sind vor allem Gebiete unter 1000 m sowie Flussniederungen entlang der Donau, in Kärnten, in der Steiermark und im Burgenland. Gegen diese Krankheit wird eine Impfung empfohlen.

Hepatitis B kommt vor. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Österreich gilt als tollwutfrei.

West-Nil-Fieber kann in den Sommermonaten auftreten. Es empfiehlt sich ausreichender Schutz gegen Mückenstiche.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich Personalausweis/Identitätskarte
Andere EU-Länder Nein/1 Nein Nein Ja/1
Türkei Ja 2 Ja -
Österreich - - - -
Schweiz Nein Nein Nein Ja
Deutschland Nein Nein Nein Ja

Personalausweise/Identitätskarten

U. a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder könenn für einem Aufenthalt von bis zu 3 Monaten mit gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen:

EU-Länder und Schweiz ([1] Ausnahmen: Einen Reisepass benötigen Staatsangehörige von Dänemark, Lettland, Litauen, Irland (Rep.) und Schweden.).

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei Visumpflicht noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein. Reisepässe von EU-Bürgern und Schweizern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 


 

Anmerkung zum Reisepass

Österreich ist Unterzeichner und Anwender der EU-Rechtsakte (Schengener Abkommen).

Visainformationen

Ein Visum ist allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten:

(a) EU-Länder und Schweiz.
(b) [2] Türkische Staatsangehörige, die eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengen-Land besitzen.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Personalausweis, maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Schweizer: Identitätskarte oder eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung:
Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Hinweis: Alleinreisende österreichische Minderjährige benötigen bei der Ausreise aus Österreich eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung des/der Sorgeberechtigten / Eltern sowie ihre Geburtsurkunde und eine Passkopie der Sorgeberechtigten / Eltern. Alleinreisenden ausländischen Minderjährigen wird eine Reiseerlaubnis der Eltern/Sorgeberechtigten empfohlen.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern und aus nicht tollwutfreien Drittstaaten benötigen einen EU-Heimtierausweis (pet pass) bzw. einen nationalen Heimtierausweis, der nur von dazu ermächtigten Tierärzten ausgestellt werden kann, und müssen als Kennung einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass bei dem Tier eine gültige Tollwutimpfung, ggf. eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, vorgenommen wurde. Die Einfuhr ist auf 5 Tiere beschränkt. Heimtiere unter 4 Monate sind von der Impfpflicht gegen Tollwut ausgenommen. 

 

Für Hunde, Katzen und Frettchen sowie für Vögel und Kleintiere aus nicht tollwutfreien Drittstaaten gilt die folgende zusätzliche Vorschrift:

Für jedes Tier wird ein Gesundheitszeugnis benötigt. Für den Eintritt in das EU-Gebiet muss bei den Haustieren 3 Monate vor der Einreise eine Untersuchung auf Anwesenheit von vakzinalen Antikörpern durchgeführt werden. Ausnahme: Die 3-Monatsfrist gilt nicht für Heimtiere aus dessen EU-Heimtierausweis hervorgeht, dass die Blutentnahme durchgeführt wurde bevor dieses Tier das Gebiet der Gemeinschaft verlassen hat und dass bei der Blutanalyse genügend Antikörper auf Tollwut nachgewiesen worden sind.

 

Für Hunde, Katzen und Frettchen aus tollwutfreien Drittstaaten (z.B. Schweiz, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Vatikanstadt) kann ebenfalls der Heimtierausweis, der eine gültige Tollwutimpfung bestätigt, für die Einfuhr benutzt werden.

 

Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz erhältlich. 

Bearbeitungsdauer

Kurzfristiger Aufenthalt: Zwischen 2 und 10 Arbeitstagen.
Längerfristiger Aufenthalt: Mehrere Monate.

Gültigkeit

Kurzzeitvisum: bis zu 3 Monate. Transitvisum: bis zu 5 Tage.

Aufenthaltsverlängerung

EU-Bürger und Schweizer, die sich länger als 3 Monate in Österreich aufhalten wollen, müssen innerhalb von vier Monaten ab Einreise bei der zuständigen Niederlassungsbehörde eine Anmeldebescheinigung beantragen. Dazu ist u. U. der Reisepass erforderlich. Nach weiteren fünf Jahren ununterbrochenen Aufenthalts besteht das Recht auf Daueraufenthalt.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die aus einem Nicht-Schengen-Land mit dem nächsten Anschluss in ein anderes Nicht-Schengen-Land weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über gültige Weiterreisepapiere verfügen, benötigen kein Transitvisum.

Visaarten und Kosten

Einreisevisum (Kurzzeit-/Langzeitvisum), Flughafentransit- und Transitvisum.

Kosten

Anfragen an die Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen. (s. Kontaktadressen).

Schengen-Visum:
(a) Reisepass, der mindestens 3 Monate über die Visumgültigkeit hinaus gültig ist und der innerhalb der letzten 10 Jahre ausgestellt wurde, sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses.

(b) Ggf. alle Dokumente im Original, die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus) und die Bedingungen des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen.

(c) Dokumente, die beweisen, dass der (eingeladene) Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung.

(d) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung deckenden gültigen Auslandsreisekrankenversicherung ist. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten. Die Versicherung muss eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen.

(e) Visumgebühr.

(f) 1 biometrisches Passbild.

(g) 1 ausgefülltes Antragsformular.

Geld

Geldwechsel

Fremdwährungen und Reiseschecks werden von allen Banken, Sparkassen und Wechselstuben in Flughäfen und Bahnhöfen umgetauscht. Fast alle Reisebüros und Hotels nehmen ebenfalls Fremdwährungen an.

Währung

1 Euro = 100 Cents. Währungskürzel: €, EUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro, Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Euro, sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cents.

Devisenbestimmungen

Für Reisende innerhalb der EU bestehen keine Beschränkungen für die Einfuhr oder Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen.

Reisende, die in die EU einreisen oder aus ihr ausreisen und Barmittel von 10.000 € oder mehr (oder den Gegenwert in anderen Währungen oder anderen leicht konvertiblen Werten wie auf Dritte ausgestellte Schecks) mit sich führen, müssen diesen Betrag bei den Zollbehörden anmelden (ausgefülltes Formular ZA 292 bereit halten, herunterladbar auf www.bmf.gv.at).

Kreditkarten

Werden in allen größeren Städten und Urlaubsregionen von zahlreichen Hotels, Restaurants, Geschäften und Tankstellen akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich. Reiseschecks können in Österreich nur in den Großstädten in wenigen Banken und in Wechselstuben eingelöst werden.

Öffnungszeiten der Bank

Im Allgemeinen: Mo-Fr 08.30-12.30 und 13.30-16.00/17.00 Uhr (Zentralen sind teils durchgehend und abends länger geöffnet). Zum Teil unterschiedliche Öffnungszeiten in den einzelnen Bundesländern. Die Wechselstuben in Flughäfen und Bahnhöfen öffnen täglich 08.00-22.00 Uhr.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei nach Österreich eingeführt werden:

200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak (ohne aufgedruckte Warnhinweise in Deutsch);
1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt über 22 % oder 2 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt bis höchstens 22 %;
4 l Wein (kein Schaumwein);
16 l Bier;
Geschenke/sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 € (Flug- und Seereisen) bzw. 300 € (Reisen mit der Bahn/dem Auto); Kinder unter 15 Jahren generell 150 €.
Anmerkung: 
(a) Die Zollfreiheit der Waren hat zur Bedingung, dass sie im persönlichen Gepäck des Reisenden mitgeführt werden. 
(b) Tabakwaren und alkoholische Getränke dürfen nur von Personen ab 17 Jahren eingeführt werden.

Verbotene Importe

Frisches Fleisch und konserviertes Fleisch, Milch und Milchprodukte (siehe auch Einfuhrbestimmungen), bestimmte Waffen. Für lebendes Geflügel, Fleisch und Fleischerzeugnisse besteht im Reiseverkehr ein generelles Einfuhrverbot aus Drittländern (ausgenommen aus den Färöer, Grönland, Island, Liechtenstein und der Schweiz).

Quellenangaben
  • Marco Polo - Österreich, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2021-15, 2014-12, 2015-12, 2008-09
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Österreich - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 18.09.2021 (Unverändert gültig seit: 01.08.2021)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 18.09.2021 (Unverändert gültig seit: 01.08.2021)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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