Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Argentinien

Steckbrief

Argentinien - Fakten

Ländername Argentinische Republik (República Argentina)
Beste Reisezeit Januar, Februar, März, November, Dezember
Lage Südliches Südamerika, zwischen dem 22. und 55. Grad südlicher Breite und dem 54. und 73. Grad westlicher Länge (größte Nord/Süd-Ausdehnung: 3.700 km, größte Breite: 2.100 km)
Fläche 2,78 Mio. qkm (zweitgrößtes Land Südamerikas)
Hauptstadt Buenos Aires, Bundeshauptstadt: über 3 Mio. Einwohner; Großraum (Bundeshauptstadt plus Einzugsgebiet): über 13 Mio. Einwohner
Bevölkerung rund 43,6 Mio. Einwohner; im 19./20. Jahrhundert Einwanderungsland, vorwiegend italienischer und spanischer Abstammung; ca. 2% indigener Abstammung; ca. 1 Mio. Deutschstämmige
Sprache Spanisch
Religion Römisch-Katholisch 92 %, Protestanten 2 %, Juden 2 %
Nationaltag 25. Mai (1810) - Revolutionstag, "Tag des Vaterlandes" (Sturz des spanischen Vizekönigs)
Staats-/Regierungsform Bundesrepublik
Staatsoberhaupt Mauricio Macri (Präsident)
Regierungschef Mauricio Macri
Außenminister Jorge Marcelo Faurie
Währung 1 Argentinischer Peso (ARS)= 100 Centavos
Zeitzone UTC -3
Stromnetz 220 V / 50 Hz, Steckertyp C, I
Reiseadapter C, I
Kfz-Länderkennzeichen RA
ISO-3166 AR, ARG
Internet-TLD .ar
Landesvorwahl +54
Website http://www.argentina.gob.ar/
Reisepass & Visum Notwendig
Geeignet für Kultur, Feiern

Geographie

Entsprechend seiner Größe ist sowohl die Landesnatur als auch das Klima vielgestaltig. Das Land lässt sich grob in drei geografische Räume einteilen. Die gesamte Nord-Süd-Ausdehnung des Landes flankiert im Westen der Hochgebirgszug der Anden. Im zentralen Tiefland zwischen Anden und Brasilianischem Bergland liegt mit der Pampa und ihren fruchtbaren Steppenböden der Hauptwirtschaftsraum Argentiniens. Im Süden geht die Pampa allmählich in das Patagonische Tafelland über, das sich in gewaltigen Stufen zum Atlantischen Ozean absenkt. 5000 m hohe Gebirgsketten bilden im nördlichen Teil der argentinischen Anden das Hochland der „Puna Argentina“, zwischen den Ketten liegen auf 3000 bis 4500 m hohe Becken mit häufig abflusslosen Salzseen (Salaren). Im chilenisch-argentinischen Grenzland liegen die höchsten Andengipfel (Cerro Aconcagua, 6960 m; Nevado Ojos del Salado, 6880 m) sowie der höchste Vulkan der Erde: der Volcán Llullaillaco (6723 m). An den Grenzen zu Chile und Brasilien wurden grenzüberschreitende Nationalparks eingerichtet. Entsprechend den klimatischen Verhältnissen und den sehr unterschiedlichen Niederschlagsmengen (Trockengebiete im Windschatten der Anden, Zunahme der Niederschläge nach Osten) wechselt die Vegetation von subtropischen Regenwäldern im Nordosten bis zu den kargen Bergsteppen Patagoniens.

Politik

In Argentinien gilt, in mehrfach veränderter Form, noch immer die Verfassung von 1853. Demnach ist das Land eine präsidiale Bundesrepublik. Die gesetzgebende Gewalt liegt beim Nationalkongress, der aus dem Abgeordnetenhaus und dem Senat besteht. Der Präsident wird nach der Verfassungsänderung 1994 direkt gewählt. Über einen bedeutenden Einfluss verfügt nach wie vor das Militär. In den vergangenen Jahren häuften sich Enthüllungen über hohe Politiker, die unmittelbar am Drogenhandel beteiligt waren oder diese Geschäfte durch Korruption förderten.

Bevölkerung

Von der Ursprungsbevölkerung existieren heute nur noch verschwindend geringe Reste. 90 % der Argentinier sind europäischer Herkunft, vor allem spanischer, deutscher, französischer und italienischer, daneben haben auch die Japaner einen nennenswerten Anteil. In den vergangenen Jahren waren Koreaner die stärkste Einwanderungsgruppe. Neun Zehntel der Bevölkerung bekennen sich zum Christentum, das auch Staatsreligion ist. Von rund 700 Hochschulen besitzen über 50 Universitätsstatus. Es herrscht allgemeine Schulpflicht, wobei sie – wie in ganz Lateinamerika – nicht überall durchgesetzt werden kann.

Geschichte und Kultur

Vor dem Eindringen der Europäer lebten größere Kulturen in stadtähnlichen Siedlungen im nordwestlichen Andengebiet. Im Süden existierten Gemeinschaften von Sammlern und Jägern. Um 1480 wurden weite Teile des Landes von den Inka eingenommen, die Besetzung durch die Spanier begann 1516. Zunächst gehörte das Land zum spanischen Vize-Königreich Peru. 1776 wurde dann das Vize-Königreich Río de la Plata gegründet, in dem sich das heutige Argentinien schon ab 1810 der spanischen Herrschaft widersetzte, sich 1816 für unabhängig erklärte und die „Vereinigten Provinzen des Río de la Plata“ konstituierte. So entstand unter der Diktatur Juan Manuel de Rosas’ ein Einheitsstaat. 1880 wurde Patagonien unterworfen. Mit der Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er-Jahre fand die große Blütezeit der argentinischen Wirtschaft ein jähes Ende. In der Folgezeit übernahmen konservative Landbesitzer und Militärs die Herrschaft. In den anschließenden Jahrzehnten wechselten Zivil- und Militärregierungen. Als Reformer galt lange Zeit der zweimalige Präsident Juan Domingo Perón, dessen Politik den „Peronismus“ begründete. Nach seinem Tod wurde die Regierung unter seiner Frau María Estela vom Militär gestürzt. Mit der Niederlage im Kurzkrieg gegen Großbritannien um die Islas Malvinas (Falkland-Inseln) von April bis Juni 1982 war das Ende der Junta besiegelt. Im Oktober 1983 erfolgten wieder freie Präsidentschaftswahlen. Im Zuge der Demokratisierung wurden die Machenschaften der Militärregierung offenkundig: Folter, Mord, Massenexekutionen und die Strategie des „Verschwindenlassens“, der rund 7000 Menschen zum Opfer fielen. Dazu wurden entführte Kinder von Oppositionellen durch Militärs „adoptiert“. Aufgrund dieser Zustände entstand die international bekannte Menschenrechtsbewegung der „Mütter von der Plaza de Mayo“. Für diese Verbrechen wurden 1985 mehrere Mitglieder des Militärregimes zu hohen Haftstrafen verurteilt. 1989 gelangten die Peronisten an die Macht. Staatspräsident wurde Carlos Menem, der insgesamt sechs Jahre das Land regierte. Die Verschiedenartigkeit der Einwanderergruppen prägt die Vielfalt der Kultur. Im 19. Jh. entstand der Mythos vom Gaucho, sein freies, naturverbundenes Leben wurde in Epen besungen, die heute noch lebendig sind, obwohl die argentinische Gesellschaft zu vier Fünfteln städtisch ist. Ende des letzten Jahrhunderts entstand der Tango, dessen synkopierte Rhythmen einen Siegeszug um die Welt angetreten haben. Auch das Asado-Grillfest gehört zur argentinischen Tradition.

Argentinien - Geschichte

16.-18. Jh. Der Spanier Juan Díaz de Solís entdeckt 1516 die Mündung des Río de la Plata. Buenos Aires, 1580 gegründet, wird 1776 Hauptstadt des Vizekönigreichs Río de la Plata (heutiges Argentinien, Uruguay, Bolivien, Paraguay und Teile Brasiliens)
1816 Das Vizekönigreich erklärt sich unabhängig von Spanien. Uruguay, Bolivien und Paraguay spalten sich ab
1880 Durch Einwanderer aus der Alten Welt Entwicklung zur Kornkammer Europas
1930 Soziale Unruhen nach der Weltwirtschaftskrise 1929. Der Militärputsch von General José Uriburu leitet eine Serie militärischer Interventionen ein
1946-55 Erste Regierung von Juan Domingo Perón. Ein Militärputsch zwingt Perón 1955 ins Exil nach Spanien
1955-83 Das Militär regiert direkt oder indirekt mit einem kurzen peronistischen Interregnum. Verfolgung und Ermordung Andersdenkender
1982 Die Niederlage im von der Militärregierung angezettelten Falklandkrieg gegen Großbritannien führt zur Selbstauflösung der Militärjunta und zu Wahlen
1983-2001 Demokratisierungsprozess. Arbeitslosigkeit und Rezession nach vorübergehendem Aufschwung durch Privatisierungen führen 2001 zu einer schweren Wirtschaftskrise, die schließlich im Staatsbankrott endet
Ab 2003 Präsident Néstor Kirchners Mitte-links-Regierung führt das Land in einen starken Wirtschaftsaufschwung. Seine Ehefrau Cristina Fernández de Kirchner gewinnt die Wahlen 2007 und 2011
2012 Der Wirtschaftsboom hält auch in der internationalen Krise an, doch soziale Spannungen nehmen zu
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Villanueva 1055 | Buenos Aires | Tel. 011 47782500 | www.buenos-aires.diplo.de

Österreichische Botschaft

French 3671 | Buenos Aires | Tel. 011 48095800 | www.bmeia.gv.at/es/embajada/buenos-aires.html

Schweizer Botschaft

Av. Santa Fe 846 | 12. Stock | Buenos Aires | Tel. 011 43116491 | www.eda.admin.ch/buenosaires

Notruf

Allgemeiner Notruf Tel. 911. Gleichzeitig gilt aber auch noch Tel. 101 für die Polizei, Tel. 107 für den Notarzt und Tel. 100 für die Feuerwehr.

Internetzugang & Wlan

Die Gebühren betragen in Buenos Aires ab 0,50 Euro pro Stunde, im Landesinneren ist es etwas teurer. In fast jeder Telefonkabine (locutorio) gibt es auch Internetanschluss. Internetcafés mit allen Dienstleistungen und angenehmem Milieu sind seltener.

In Buenos Aires gibt es mehrere WLAN-Zonen (wi-fi), u. a. in den Flughäfen, im Goethe-Institut (Corrientes 319), in den Fußballstadien von Boca Juniors und River Plate, in den Lokalen von Café Martínez, Café Aroma, The Coffee Store und McDonald's, in den Cinemark-Kinosälen, mehreren Restaurants und auf der Fußgängerstraße Florida auf der Höhe 100-700 sowie auf den Straßen Carlos Pellegrini 400 und Corrientes 900 (um den Obelisken). Auch in den U-Bahn-Stationen und auf 25 öffentlichen Plätzen der Hauptstadt gibt es freien Internetzugang (u. a. Plaza Houssay und Plaza Vicente López in Recoleta, Plaza Dorrego und Parque Lezama in San Telmo, Plaza Cortázar, Plaza Palermo Viejo und im Botanischen Garten in Palermo, Plaza Lavalle am Justizpalast und Plaza Congreso vor dem Kongressgebäude). Die Petrobras- und YPF-Tankstellen bieten ebenfalls WLAN an. Eine Liste von Hotspots, nach Stadtteil geordnet, finden Sie auf www.airportnewsezeiza.com/paginas/informacion/Wi-Fi.html. Aus Sicherheitsgründen sollte man etwas umsichtig sein, wo man sich im Freien mit einem Laptop hinsetzt, und auch das I-Phone sollten Sie auf der Straße nicht zu locker in der Hand halten. Auch in anderen Städten nehmen WLAN-Zonen zu. In Mar del Plata, Pinamar, Villa Gesell, San Clemente del Tuyú und anderen Ferienorten der Ostküste steht auch an den größeren Stränden drahtloser Internetzugang frei zur Verfügung. Die Provinz San Luis bietet auf ihrem gesamten Gebiet freien Internetzugang.

Post

Postämter sind meist montags bis freitags von 10 bis 18, samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Das Porto für eine Karte oder einen Brief bis 20 g nach Europa lag bei Redaktionsschluss bei 9,50 Pesos. www.correoargentino.com.ar

Telefon & Handy

Ein Telefongespräch nach Europa kostet pro Minute ca. 0,40 Euro. In Buenos Aires operieren zwei Telefonunternehmen mit unterschiedlichen Telefonkarten, die aber in allen Telefonzellen verwendbar sind. Lokale Handys kann man bei verschiedenen Firmen in Buenos Aires mieten und so Roaminggebühren sparen.

Vorwahlen: Argentinien 0054, Deutschland 0049, Schweiz 0041, Österreich 0043. Alle Handynummern beginnen in Argentinien mit 15, wählt man sie aber vom Ausland an, muss man zwischen Landesvorwahl (0054) und Stadtvorwahl (die Handys sind an lokale Netze gebunden, für Buenos Aires z. B. 11) eine 9 wählen und die 15 weglassen.

Medien

Die führenden Zeitungen in Argentinien sind Clarín (www.clarin.com), die auflagenstärkste spanischsprachige Zeitung, und die konservativere La Nación (www.lanacion.com.ar). Beide stehen der Kirchner-Regierung kritisch gegenüber. Die linksgerichtete Página 12 (www.pagina12.com.ar) und Tiempo Argentino (tiempo.infonews.com) stehen dagegen der Regierung nahe. The Buenos Aires Herald (www.buenosairesherald.com) informiert auf Englisch, und samstags erscheint das deutschsprachige Argentinische Tageblatt (www.tageblatt.com.ar). TN (tn.com, von der Gruppe Clarín) und C5N (c5n.infobae.com) sind Nachrichtensender im Kabelfernsehen.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Lokale Feste & Veranstaltungen

Januar

Der Chamamétanz, in dem Traditionen der Guaraníindianer und europäische Einflüsse zusammenfließen, hat sein Festival in Corrientes in der zweiten Januarwoche.

Indianisch geht es auf der Feria Artesanal de los Valles Calchaquíes in San Carlos bei Salta Mitte des Monats zu: Es gibt handgewebte Stoffe, Ponchos und viel Musik.

In Cosquín (Córdoba) findet während der zweiten Monatshälfte das wichtigste Folklorefestival des Landes mit renommierten Künstlern statt, die Fiesta Nacional del Folklore. www.aquicosquin.org

Februar

In Salta und Jujuy feiert man Karneval mit bunten Masken und rituellen Tänzen. Auch in Corrientes wird ausgiebig Karneval gefeiert.

Die Modewelt kommt Ende Februar zur Fashion Week nach Buenos Aires. www.bafweek.com

März

Zu Monatsanfang feiert Mendoza die Fiesta Nacional de la Vendimia, das Fest der Weinlese. www.vendimia.mendoza.gov.ar

In El Chaltén zu Füßen des Fitz-Roy-Massivs findet Anfang März ein Wandererfestival statt, die Fiesta Nacional del Trekking.

Ostern

In Cachi und vielerorts in der Region Jujuy indianisch beeinflusste Osterfeierlichkeiten.

In Mendoza beim Festival por los Caminos del Vino Konzerte in Weinkellern und Kirchen. www.caminosdelvino.com

April

Über 4000 Gauchos ziehen in einer Prozession zu Pferd am ersten Wochenende von San Juan über Caucete bis zum Wallfahrtsort der Difunta Correa.

Beim Festival Internacional de Ushuaia spielen renommierte Musiker aus aller Welt. www.festivaldeushuaia.com

In Buenos Aires Mitte April das Festival Internacional de Cine Independiente. www.bafici.gov.ar

Juli

Beim Concurso de la Empanada Salteña in Salta werden an zahlreichen Ständen vielerlei empanadas angeboten.

August

Die Pachamama wird in vielen Orten im Nordwesten am 1. Aug. gefeiert.

In der zweiten Augusthälfte findet in Buenos Aires das Tango Festival y Mundial statt, mit Konzerten, freien Tanzstunden und Tangowettbewerben überall in der Stadt. www.tangobuenosaires.gov.ar

Oktober

In ungeraden Jahren kommt das Festival Internacional de Teatro auf die Bühnen von Buenos Aires. www.festivaldeteatroba.gob.ar

In der zweiten Woche zeigt die Fiesta Nacional de la Orquídea in Montecarlo (Misiones) unzählige Orchideen. www.fiestadelaorquidea.com

November

Zu Monatsanfang öffnen alle Museen in Buenos Aires die Türen bis nach Mitternacht in der Noche de los Museos.

Dezember

In der ersten Monatshälfte findet in Mar del Plata das Internationale Filmfestival statt. www.mardelplatafilmfest.com

Offizielle Feiertage

1. Jan. Neujahr
Februar Rosenmontag, Fastnachtsdienstag
24. März Gedenktag für die Opfer der Diktatur
März/April Karfreitag
2. April Tag der Falklandinseln
1. Mai Tag der Arbeit
25. Mai Erste Nationalregierung 1810
20. Juni Día de la Bandera, Todestag von General Manuel Belgrano
9. Juli Unabhängigkeitstag
17. Aug. Todestag von General José de San Martín
12. Okt. Día de la Raza, Entdeckung Amerikas
20. Nov. Tag der nationalen Staatshoheit
8. Dez. Mariä Empfängnis
25. Dez. Weihnachten
Allgemein Einige Feiertage werden auf den nächstgelegenen Montag verlegt oder es werden Brückenfeiertage festgesetzt, um den Wochenendtourismus zu fördern.
Mobilität vor Ort

Auto & Mietwagen

Mietwagen sind in jeder größeren Stadt zu bekommen, ein internationaler Führerschein ist nicht erforderlich. Es empfiehlt sich, eine Vollkaskoversicherung abzuschließen. Ein Kleinwagen kostet etwa 40 Euro pro Tag inklusive Versicherung und 200 Freikilometern. Eine Buchung in Deutschland ist oft erheblich günstiger.

Die Geschwindigkeitsbegrenzungen - in Ortschaften 40 bzw. 60, auf Landstraßen 80-110, auf Autobahnen bis 130 km/h - werden streng kontrolliert. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Das Mitführen von Warndreieck und Feuerlöscher ist Pflicht - bei Mietwagen kontrollieren! Da die Vorfahrtsregeln oft nicht eingehalten werden, unbedingt Blickkontakt zu den anderen Verkehrsteilnehmern herstellen! Wer sich traut, fährt zuerst.

Tankstellen sind während der ganzen Woche von 7 bis 23 Uhr geöffnet, in größeren Städten und auf Autobahnen auch rund um die Uhr. Keine Selbstbedienung! In Patagonien und Feuerland wird das Benzin von der Regierung subventioniert und kostet rund 30 Prozent weniger als im Rest des Landes.

Beim argentinischen Automobilclub ACA - Automóvil Club Argentino (Buenos Aires | Av. del Libertador 1850 | Tel. 011 48084040 | www.aca.org.ar) kann man zuverlässige Straßenkarten erwerben und auch als Tourist Mitglied werden. Neben der international üblichen technischen Hilfeleistung des Clubs können Sie so auch den Preisnachlass für Mitglieder in zahlreichen Hotels des Landes in Anspruch nehmen.

Öffentliche Verkehrsmittel

Argentinien verfügt über ein ausgezeichnetes Busnetz. Für eine Strecke von etwa 300 km zahlt man ca. 20 Euro. Von Buenos Aires nach Mendoza (1000 km) zahlen Sie um 65 Euro, nach Puerto Iguazú (1300 km) 100 Euro und nach San Carlos de Bariloche (1600 km) 120 Euro.Die argentinische Eisenbahn hat einen großen Teil des einst dichten Streckennetzes aufgegeben.

Taxi

Taxifahren ist relativ billig. Am günstigsten ist es in Buenos Aires. Am sichersten sind Funktaxis (radiotaxís), die Sie auch per Telefon bestellen können.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Der arabischen Tradition, die sich teils über Spanien, teils direkt über Einwanderer aus Syrien und Libanon vor allem im Nordwesten Argentiniens ausbreitete, entstammen vor allem Süßigkeiten wie der alfajor (ein gefüllter Keks) in seinen verschiedenen regionalen Varianten.

Guisos (Eintöpfe) erinnern an die spanischen Großmütter. Und schließlich lassen die Namen zahlreicher Vor- und Nachspeisen, wie etwa ensalada rusa (Kartoffelsalat mit Gemüse und Mayonnaise) oder leberwurst und strudel, die sogar ihren Namen behalten durften, die Geschichte der Einwanderer aus Weißrussland und Deutschland anklingen. Maisgerichte sind hauptsächlich im Nordwesten des Landes zu bekommen, wo heute noch Teile der Bevölkerung indianischen Ursprungs sind.

Das klassische Abendessen in Argentinien besteht aber aus einem saftigen Filet- oder Rumpsteak mit Salat. Die knapp 50 Mio. argentinischen Rinder liefern besonders schmackhaftes und BSE-freies Fleisch, weil sie das ganze Jahr im Freien leben, wo sie viel Auslauf haben und ausschließlich das zarte Pampagras fressen. Zu einem asado ist in Argentinien immer und überall Gelegenheit. Der Braten wird mancherorts noch am eisernen Spieß nicht über, sondern vor dem offenen Feuer geröstet - wie bei den Gauchos in alten Zeiten. Während man in Nord- und Zentralargentinien Rind bevorzugt, wird im Süden hauptsächlich Lammfleisch gegrillt.

Argentinier essen für mitteleuropäische Verhältnisse ausgesprochen spät zu Abend. Vor 21 Uhr bekommt man kaum etwas. Ein komplettes Abendessen beginnt mit einer entrada (Vorspeise). Der Hauptgang, der plato principal, enthält dann entweder ein Fleisch-, Fisch- oder Geflügelgericht oder Pasta. Der Salat dazu, die ensalada, muss oft extra geordert werden, genau wie die guarniciones (Beilagen). Das können papas fritas (Pommes frites), papas naturales (Salzkartoffeln) oder die erst vor Kurzem wiederentdeckten papas andinas sein (kleine Andenkartoffeln, wie sie von den Inkas geerntet wurden). Brot bringt der Kellner unaufgefordert gleich zu Anfang.

Eine Spezialität, für die Sie etwas Zeit mitbringen sollten, ist die parrillada criolla, eine am offenen Holzkohlefeuer zubereitete Platte mit Fleisch, Würsten, Kalbsbries, Nieren und anderen Innereien. Die Grillplatte wird oft auf einem kleinen Ofen serviert, der die Stücke warm hält. Zum Nachtisch gibt es häufig queso y dulce oder hausgemachten flan (Karamellpudding) mit dulce de leche oder einfach nur ein helado (Eis) oder ensalada de frutas (Obstsalat).

Mittags bevorzugen Argentinier leichtere Mahlzeiten, etwa ein bife con ensalada mixta (Steak und Salat mit Tomate) oder eine tortilla, die spanische Variante des Kartoffelomeletts, oder milanesas (dünne Schnitzel) oder Hamburger auf Steakbasis, lomitos, oder einfach tostadas de jamón y queso (Toast mit Schinken und Käse).

Das Frühstück (desayuno) ist nicht der Rede wert. Argentinier trinken morgens zu Hause ihren Matetee und knabbern vielleicht noch einen Kräcker dazu. Im Hotel gibt es vor allem Kaffee, aber auch Tee, dazu werden medialunas (Hörnchen) oder tostadas gereicht. Außerdem kann man in Cafés und Bars jederzeit ein Frühstück ordern und befindet sich dabei in bester Gesellschaft, wenn die Argentinier ab etwa 10 Uhr dort ihren Brunch einnehmen.

Das traditionelle Getränk zum Essen ist Wein. Argentinien ist der sechstgrößte Weinproduzent weltweit. 73 Prozent der Anbauflächen liegen in der Provinz Mendoza, 17 Prozent in San Juan, fünf Prozent in Salta. Aber auch Bier wird zum Essen gereicht. Neben den einheimischen blonden Quilmes und Santa Fe kommen allerlei Importbiere auf den Tisch. Nach natürlichen Fruchtsäften werden Sie fast immer vergeblich fragen. Es gibt sie zwar im Supermarkt, aber in den meisten Restaurants bekommen Sie allenfalls Orangen- oder Pampelmusensaft. Angeboten werden hingegen die gängigen Limonaden und Mineralwasser.

Vegetarier hatten es bisher schwer in Argentinien. Bis heute gibt es oft keine anderen Alternativen als Pasta und Pizza, Pizza und Pasta. Erst in den letzten Jahren eröffnen - vor allem in Buenos Aires - immer mehr Restaurants, die einen neuen Trend setzen: nicht unbedingt rein vegetarischer Ausrichtung, aber mit der Verwendung viel frischer Früchte und Gemüse - nicht zuletzt auch dank der steigenden Anzahl europäischer und US-amerikanischer Besucher.

Auch in den Cafés gibt es eine Ausweitung des Sortiments vom einfachen Croissant zum Muffin und zum frappuccino auf der Couch. Allein die US-Kette Starbucks hat in fünf Jahren in Buenos Aires mehr als 30 Lokale eröffnet. Die Globalisierung, das charakteristische Merkmal der argentinischen Küche schon seit den ersten Einwandererwellen vor Jahrhunderten, hält an!

Trinkgeld

Trinkgeld ist vor allem in Restaurants üblich; Richtwert: fünf bis zehn Prozent. Auch Taxifahrer, Fremdenführer, Hotelpersonal und Friseure freuen sich über ein Trinkgeld.

Einkaufen und Shoppen

In Argentinien wetteifert das kreolische Kunsthandwerk mit den farbenfrohen Arbeiten der Indianerstämme. Im Allgemeinen erstehen Sie indianische Teppiche und Keramikgegenstände sowie verarbeitetes Silber am günstigsten auf den Indianermärkten.

Kunsthandwerk

In Salta, Jujuy und um Buenos Aires verarbeiten die Nachfahren der Spanier in alter Tradition das Silber zu kostbaren Messern, Gürtelschnallen und Trinkgefäßen. In Salta kann man außerdem einen echten poncho salteño erstehen, den roten, leichten Umhang, der schon die Gauchos auf ihren Ausritten begleitete. Auf den Indianermärkten in Purmamarca und Humahuaca in der argentinischen Puna bieten Coyaindianer Teppiche, Holzschnitzereien und Töpferwaren nach inkaischem Vorbild an. Außerdem gibt es wunderschöne Pullover aus Schaf- oder Lamawolle, Holzflöten, Rasseln und andere indianische Rhythmusinstrumente. Im Süden können Sie in den patagonischen Anden mit etwas Glück handgewebte Wolldecken der Mapucheindianer erstehen. Man kann sich aber auch mit kleineren Souvenirs versorgen, wie etwa einer taba, dem verzierten und mit Edelmetall reich beschlagenen Sprunggelenk der Kuh, das wie ein Würfel benutzt wird. Oder auch mit den boleadoras, dem aus Rohlederstreifen geflochtenen und mit drei lederumwickelten Steinkugeln bestückten Wurfseil, das die Gauchos von den Tehuelcheindianern übernommen haben: Zwei Kugeln kreisen um den Kopf, während die dritte im richtigen Moment losgelassen wird, um die Beine des Beutetiers oder des einzufangenden Viehs zu umwickeln und es so zu Fall zu bringen.

Lederwaren

Noch liegen Lederjacken, -schuhe und -stiefel in Argentinien unter den internationalen Preisen. Im Land der Viehzucht ist Leder schon immer ein beliebtes Material gewesen. Mit steigenden Preisen im internationale Markt macht sich der relative Kostenvorteil vor allem bei Qualitätsprodukten bemerkbar.

Matetee & Accessoires

Gelegenheiten zum Kauf von Mateteegefäßen aus Kürbisschale, Holz oder Metall bieten sich überall, selbst an kleinen Kiosken. Den Tee dazu, die yerba, gibts in jedem Supermarkt oder im Laden an der Ecke, und Sie sollten auf keinen Fall vergessen, die dazugehörige bombilla, das Metallsaugröhrchen, zu kaufen, mit der der Tee getrunken wird. Die Beliebtheit dieses argentinischen Nationalgetränks geht auf die Guaraníindianer zurück, die ein Gebräu aus den getrockneten Blättern des wilden Matestrauchs schlürften, das ihnen jegliches Hungergefühl nahm und sie widerstandsfähig machte.

Mode & Design

Eine junge Designer- und Modeschöpferszene hat innovative Trends mit den lokalen Traditionen verflochten. So sieht man in Buenos Aires in den Stadtvierteln Palermo, San Telmo und neuerdings auch Barracas, aber auch in Salta und in Jujuy moderne Kleidung aus Stoffen der Indianerkulturen, poppige Mategefäße aus farbigem Metall und avantgardistischen Silberschmuck, dessen Grundkonzept von den Inkas stammt.

Reitzubehör

Pferdeliebhabern werden die typischen leichten Sättel und weichen Satteldecken aus Schaffell gefallen. Dazu gehören Steigbügel aus Holz und Reitgerten aus geflochtenen Lederstreifen. Argentinische Sattler sind wahre Künstler im Flechten von Zaumzeug und Trensen. Die argentinischen Reithosen, die bombachas, und andere Reitsportartikel bekommt man in den talabarterías überall im Land.

Tango

In Buenos Aires finden Sie Tangomusik nicht nur live an fast jeder Ecke, sondern auch in zahlreichen Tonaufnahmen. Oft bringen sogar die Zeitungen Tango-CDs als Beilage. Osvaldo Pugliese, Aníbal Troilo, Astor Piazzolla, das Duo Salgán-De Lío, Susana Rinaldi, das Quinteto Mayor, das Cuarteto Cedrón und natürlich Carlos Gardel gehören zu den bekanntesten Namen des Tangos.

Öffnungszeiten

Restaurants öffnen mittags meistens von 12.30 bis 16 Uhr und abends ungefähr von 20 bis 1 Uhr. Geschäfte sind meist von 10 bis 12.30 und von 16 bis 20 oder 21 Uhr geöffnet. In Buenos Aires bleiben die meisten Geschäfte über Mittag geöffnet, schließen dafür aber bereits gegen 19 Uhr. Supermärkte und Shoppingcenter sind jedoch meist bis 22 Uhr geöffnet. Generell schwanken die Öffnungszeiten je nach Provinz zum Teil beträchtlich, da es keine allgemeine gesetzliche Regelung gibt.

Fotografieren & Filmen

In kleineren Orten sucht man meist vergebens nach Fotozubehör wie Speicherkarten und Ähnlichem. Decken Sie sich daher vor der Reise oder in Buenos Aires mit genügend Material ein!

Spezialitäten

alfajor zwei mit Schokolade oder Puderzucker belegte Kekshälften, die eine Schicht dulce de leche einbetten
arroz con leche Milchreis
bife de chorizo Rumpsteak, Rippensteak ohne Knochen
budín de pan Brotpudding, mit Milch, Eiern und Rosinen zubereitet
carbonada Eintopf aus Kürbis, jungen Maiskolben, getrockneten oder frischen Pfirsichen und Fleisch
dulce de leche hellbraune, ziemlich süße Karamellcreme, die u. a. als Brotaufstrich sehr beliebt ist
empanadas Teigtaschen, mit Hackfleisch (de carne), Mais (de choclo) oder Schinken und Käse (de jamón y queso) gefüllt
facturas süße Gebäckstückchen zum Frühstück oder zum Nachmittagsmate oder -kaffee, von Berlinern (bolas de fraile) bis zu Croissants (medialunas)
humita gemahlener Mais, oft in Maisblätter eingebunden serviert
locro Mais, Kürbis, Fleisch und Schweinepfoten in dicker Eintopfsuppe
matambre arrollado Rollbraten aus Rinderzwerchfell mit eingerolltem Gemüse und Ei. Der Name des flachen Fleischstücks (mata hambre: "Hungerkiller") entstand, als die Gauchos beim Schlachten diesen Teil des Rinds schnell als Imbiss zubereiteten, während die dickeren Fleischteile langsam auf dem Grill garten
mazamorra mit Zitronensaft angemachter Maisbrei
puchero Eintopf in klarer Brühe mit Gemüse und Rindfleisch
queso y dulce eine Scheibe Gouda, die mit einem gleich großen Stück festen Quitten- oder Süßkartoffelgelees belegt wird
tamales Maismehlgericht aus dem indianischen Nordwesten, wie humita in Maisblätter gewickelt, aber mit Hack, gekochtem Ei und Rosinen
Stichworte

Bevölkerung

Argentinien gilt als "weißes" Land Lateinamerikas. Dabei wird oft vergessen, dass es auch heute noch rund 850000 Indianer 30 verschiedener Ethnien gibt, die allerdings immer weniger werden. Die Indianer Südargentiniens wurden im sogenannten Wüstenfeldzug General Rocas (1875-1879) weitgehend ausgerottet. Lediglich im Nordwesten sind noch Nachfahren der alten Inkakulturen zu finden, die Coyaindianer. Im äußersten Nordosten, in Misiones und Corrientes, kam es zu einem Kulturaustausch und zur Vermischung zwischen Spaniern und Guaraníindianern. Im 19. Jh. gesellten sich dann verschiedene Einwandererwellen aus Polen, Deutschland, Italien, Irland, der Schweiz und dem Nahen Osten zu den Nachfahren der spanischen Eroberer. In den beinahe drei Jahrhunderten bis zur Unabhängigkeit von Spanien entwickelte sich neben der kleinen Oberschicht von Kreolen - den bereits in Amerika geborenen Spaniern - auch eine große Gruppe von Mestizen, also Mischlingen von Weißen und Indianern.

Cartoneros

Die cartoneros, die allgegenwärtigen Altpapiersammler, sind ein Zeichen der Verarmung, die das Land ab 2001 ergriffen hat. Ganze Familien von Arbeitslosen, die in besseren Zeiten zu den mittleren Einkommensschichten gehörten, ziehen mit alten Supermarktkarren durch die Straßen, um Altpapier, Kartons und Pappe zu sammeln. Auch durchwühlen viele die Müllcontainer auf der Suche nach verwertbaren Materialien. Sie haben das Recycling in Argentinien eingeführt.

Fauna und Flora

Die Tierwelt Argentiniens ist so vielfältig wie seine Landschaften. Fast 1000 Vogelarten sind am argentinischen Himmel zu beobachten, vom winzigen Kolibri, der sogar in den Gärten von Buenos Aires sein Fingerhutnest baut, bis zum Kondor in den Anden und dem Albatros an den Küsten Patagoniens, dessen Flügel bis zu 3 m Spannweite erreichen. In den Anden leben Lamas und deren langhaarige Verwandte, die Vikunjas. Im nördlichsten Bereich, der Puna, wachsen auf 3000 m Höhe Zwergsträucher, Polsterpflanzen und Kakteen, darunter der riesige Kandelaberkaktus. In Salta und Jujuy, an den ostandinen Gebirgshängen, blüht es dank vieler Niederschläge üppig.

In Patagonien zieht sich im Windschutz der Anden ein breiter Gürtel von Südbuchenwäldern bis hin nach Feuerland. Zur Küste hin erstreckt sich die Einöde der patagonischen Steppe, der sich nur wenige Tiere anzupassen vermochten: guanacos (die südlichen Verwandten der Lamas), maras (Pampahasen), Springmäuse, peludos (Gürteltiere) und ñandúes (kleine Straußenvögel), die sich von der kargen Vegetation ernähren, und andererseits die Raubtiere, die diese Arten jagen: Füchse und selten gewordene Pumas. Riesige Schafherden machen der einheimischen Tierwelt die Weidegründe streitig und zerstören die Steppe. An den Küsten Patagoniens tummeln sich unzählige Seeelefanten, Pinguine, Seelöwen, Robben und Delphine; gigantische Bartenwale suchen Zuflucht, um ihre Jungen aufzuziehen.

Zur natürlichen Vegetation der feuchten Pampa Húmeda gehören die büscheligen, hohen Hartgräser. Riesige Viehherden sind hier zu Hause. Auf der trockenen Pampa Seca herrschen Dornensträucher vor. Im äußersten Nordosten, im subtropischen Regenwald mit seinen bis zu 40 m hohen Baumriesen, wachsen Zedern, der rosa blühende lapacho negro und der yerba-Strauch, ein Stechpalmengewächs, aus dessen koffeinhaltigen, getrockneten Blättern der Matetee gewonnen wird. Hier leben Tukane, Kolibris, Geier, Papageien, Schmetterlinge, Waschbären, Kapuziner- und Brüllaffen, Wildkatzen und Tapire. Die Sümpfe um Corrientes sind Heimat des yacarés, des kleineren südamerikanischen Krokodils, und auch vieler Schlangen wie der gefürchteten jararás oder der Klapperschlangen.

Gauchos

Oft werden die modernen Viehtreiber Argentiniens, die peones, Gauchos genannt. Den eigentlichen Gaucho, den Mestizen, der sich fern von Recht und Gesetz in die Pampa zurückzog und als Outlaw verfolgt wurde, gibt es nur noch in der Literatur. Im 19. Jh. noch besungen in Werken wie "Martín Fierro", einem Gauchoepos von José Hernández, konnte er im Argentinien des 20. Jhs. und bei exportorientierter Viehwirtschaft nicht überleben. Der einst romantisierte Gaucho wurde nun als krimineller Viehdieb angesehen, falls er sich nicht in die neue Ordnung als Angestellter auf den estancias einfügte.

Gay-friendly

Im traditionell katholischen Argentinien sind seit 2010 Homoehen gleichgestellt mit denen heterosexueller Paare. Auffallendes Zeichen für einen gesellschaftlichen Wandel ist der Umstand, dass das entsprechende Gesetz im Land der Machokultur in deutlichem Einvernehmen mit der allgemeinen Stimmung der Bevölkerung verabschiedet wurde. Wenigstens in Buenos Aires herrscht eine weit verbreitete Toleranz gegenüber der sexuellen Ausrichtung eines jeden. Vor allem im Stadtviertel San Telmo findet das tolerante Klima seinen Ausdruck in Bars, Kleidungsgeschäften und Hotels wie dem Axel Hotel, das in Barcelona, Berlin und Buenos Aires seine ersten Häuser geöffnet hat; das Hotel dreht augenzwinkernd die normale Bezeichnung um und nennt sich hetero-friendly - Heterogäste sind ebenso willkommen.

Geologie

Argentinien verdankt seine eindrucksvolle Landschaft zwei erdgeschichtlich weit auseinander liegenden Perioden. Im äußersten Westen begrenzen die Anden das Land. Das junge Kettengebirge wurde erst im Tertiär durch die Kollision der Ostpazifischen mit der Südamerikanischen Platte aufgefaltet. Heute noch tätige Vulkane und immer wieder auftretende Erdbeben weisen darauf hin, dass die gewaltigen Platten nach wie vor in Bewegung sind. Aus der Erdfrühzeit, dem Präkambrium, stammen dagegen die kristallinen Platten: die Brasilianische und die Patagonische. Sie bildeten einst einen zusammenhängenden Block, wurden jedoch durch Senkungsvorgänge im Erdmittelalter (Mesozoikum) voneinander getrennt. Durch diese Absenkung entstand das große, zentrale Tiefland des südlichen Südamerika, die 600-1000 km breite Ebene des Gran Chaco und der Pampa. Südlich des zentralen Tieflands erstreckt sich das Patagonische Tafelland. In Feuerland setzen sich die Bergketten der Anden schließlich in Ost-West-Richtung fort, wenn auch bereits deutlich niedriger. Hier erreichen die Gipfel nur noch eine Höhe von etwa 1400 m, bedeckt von Gletschern und ewigem Eis.

Inflation

Die Argentinier haben Ende der Achtzigerjahre eine traumatische Erfahrung mit der Hyperinflation durchgemacht. Darauf folgte in den Neunzigerjahren die Koppelung ihrer Währung an den Dollar. Die Preise im Land stiegen trotzdem, 2001 kam es zur großen Krise. Mit der brutalen Abwertung von 1:4 in einer kurzen Zeitspanne wurde Argentinien eines der preiswertesten Ziele für ausländische Reisende. Die schleichende Inflation ohne entsprechende Abwertung hat diesen Vorteil in den letzten Jahren teilweise wieder aufgefressen. Mit einer jährlichen Inflationsrate von rund 25 Prozent hängen die Preise für ausländische Besucher sehr vom ungleichmäßig schwankenden Euro-Peso-Kurs ab.

Klima

Argentinien weist eine Vielzahl unterschiedlicher Klimazonen auf. Im subtropischen Norden erreicht das Thermometer im Sommer oft eine Temperatur von 40 Grad, und auch die Sommer in Buenos Aires können mit bis zu 80 Prozent Luftfeuchtigkeit und Temperaturen von bis zu 35 Grad unangenehm heißfeucht werden, während man in Feuerland zur selben Zeit nur zwölf Grad misst.

Argentiniens Lage zwischen den Anden und dem Atlantik bestimmt die Niederschlagsmenge: Hochdruckgebiete über dem Atlantischen Ozean führen warme, feuchte Luft in den Nordosten, wo die höchsten Niederschläge des Landes mit bis zu 2000 mm im Jahr gemessen werden, mit kurzen, schweren Regenschauern im Sommer. Die Westwindzone bestimmt hingegen das Steppen- und Wüstenklima Patagoniens. Im Frühjahr und Herbst kommt es zu heftigen Stürmen. Regen wird jedoch von der 4000 m hohen Andenkordillere zurückgehalten. So fallen im patagonischen Osten oft nur um 200 mm Niederschlag im Jahr.

Militär

Das Offizierskorps bildet eine eigene Kaste in der argentinischen Gesellschaft. Das Ansehen der Militärs hat nach den Menschenrechtsverletzungen der Diktatur 1976-1983 und dem verlorenen Falklandkrieg stark gelitten. In den letzten Jahren wurden die Menschenrechtsverletzungen der Militärdiktatur erneut untersucht. Nach wie vor besteht in Argentinien aber eine nationalistische Kultur, die sich sowohl in den Schulbüchern als auch in den Straßennamen widerspiegelt, die immer wieder die Rolle der Militärs hervorheben.

Peronismus

Von 1946 bis 1955 war Juan Domingo Perón (1895-1974) Präsident Argentiniens. Eine klare politische Linie hat seine Gerechtigkeitspartei, der Partido Justicialista, nicht. Durch ein Programm sozialer Reformen hatte Perón die Gewerkschaften und die Besitzlosen Argentiniens für sich gewinnen können. Seine Frau Evita, eine ehemalige Schauspielerin, die 1952 starb, förderte mit vehementen Parolen den Enthusiasmus seiner Anhänger. Bis heute wird sie von alten und neuen Peronisten als Vertreterin des "wahren Peronismus" verehrt. Peróns Einsatz für die Trennung von Kirche und Staat sowie die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes führten schließlich 1955 zum Putsch der Militärs. Perón wurde 1973 erneut zum Präsidenten gewählt. Nach seinem Tod 1974 hinterließ er ein innenpolitisches Chaos. Seine dritte Frau, Isabel, übernahm die Macht, wurde aber 1976 von einer Militärjunta gestürzt. Nach dem neoliberalen Kurs der peronistischen Regierung Menem in den Neunzigerjahren zeichnete sich mit dem ebenfalls peronistischen Präsidenten Néstor Kirchner seit 2003 ein Mitte-links-Trend ab. Seine Frau, Cristina Fernández de Kirchner, verfolgt denselben Kurs, nachdem sie die Präsidentschaftswahlen 2007 und 2011 mit großem Vorsprung gewann.

Tango

Enrique Santos Discépolo, einer der bekanntesten Komponisten und Texter dieses Genres, bezeichnete den Tango als "einen traurigen Gedanken, den man tanzen kann". Diese Definition entstammt noch der Zeit, als der Tango in Bars und Bordellen als einstimmendes Vorspiel getanzt wurde. Der laszive Tanz entstand in den Hafenvierteln von Buenos Aires, in La Boca und San Telmo. Die Frage nach den Wurzeln des Tangos ist allerdings nicht geklärt. Er entstammt der kubanischen Habanera ebenso wie dem Tango Andaluz, der kultischen Tanzpantomime Candombé und der uruguayischen Milonga, einem Sängerwettstreit, in dem sich - genau wie im Tango - alles um verlassene Liebhaber dreht. Seine spezifische Stimmung erhielt der Tango schließlich durch das ebenfalls aus Europa eingeführte Bandoneon, eine Knopfharmonika. Die Schritte waren anrüchig und die Texte meist noch schlimmer. Gesellschaftliche Anerkennung fand der Tanz erst, als 1907 in Paris die ersten Schallplattenaufnahmen gemacht wurden. Der Tango eroberte die Pariser Salons, und bald entstand eine orchestrale Salonversion der ehemaligen Spelunkenmusik. Heute gilt der Tango als Lied der Hauptstadt Buenos Aires. 24 Stunden am Tag sendet FM La 2 x 4 (Dos Por Cuatro) auf 92,7 Megahertz Milongas und Tangos, während im Kabelfernsehen der Sender Sólo Tango Konzerte, Interviews und Tanzstunden überträgt, und natürlich kann man in der Hauptstadt vielerorts das Tangotanzen lernen.

Umwelt

Der Wirtschaftsboom des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends hat zwei große Umweltprobleme aufgeworfen. Der enorme Anstieg des Sojaanbaus hat die Abholzung der Wälder zugunsten ausgedehnter Sojaplantagen gefördert. Die intensiven Sojapflanzungen laugen zudem den Boden schnell aus. Außerdem haben große Tagebauprojekte in den Anden den Widerstand von Landwirten und Bewohnern der umliegenden Ortschaften geweckt, die sich um ihre Wasserquellen Sorge machen. Dem Tagebau wurden wenigstens in Gletscherregionen durch ein Gesetz Grenzen gezogen. In anderen Gegenden blockieren Demonstranten die Landstraßen, um den LKW-Verkehr zu den Minen zu stören. Der aktive Widerstand gegen die Bergbauprojekte steht in Kontrast zur Gleichgültigkeit, mit der die meisten Argentinier weiterhin mit ihrem Müll umgehen - trotz bisher nur halbherziger Initiativen der Stadtregierung von Buenos Aires, die langsam Recyclingtonnen auf die Straßen stellt. Auch im Energiesektor ist die Nutzung erneuerbarer Quellen nicht dem Potenzial eines Landes angemessen, in dem die patagonischen Winde unerlässlich blasen und die Sonne um den südlichen Wendekreis in der Puna im Nordwesten fast immer scheint.

Bloss nicht!

Bargeldlos reisen

So sicher man sich unterwegs auch fühlen mag ohne Bargeld: Im Süden kann diese Art des Reisens problematisch werden. In Feuerland und Patagonien verweigern Reiseagenturen, Gaststätten und Busunternehmer oft die Annahme von Kreditkarten und Reiseschecks. Hat man kein Bargeld parat, am besten Pesos oder Dollars in kleinen Scheinen, muss man warten, bis die Bank öffnet, und verliert so unter Umständen ein ganzes Wochenende. Im Trekkerparadies El Chaltén gibt es nur einen Bankautomaten, ganz zu schweigen von einer Bankfiliale.

Kokablätter und Drogen

Der Genuss von Kokatee und das Kauen von Kokablättern sind in den nordwestlichen Provinzen Tucumán, Salta und Jujuy schon lange Zeit gestattet, da sie Teil der Kultur der dort stark vertretenen indianischen Bevölkerung sind. Der Drogenkonsum ist jüngst vom Obersten Gerichtshof im ganzen Land für legal erklärt worden. Die Grenze zwischen Konsum und dem weiterhin streng verbotenen Handel wird aber von den Behörden oft sehr unklar gehandhabt.

Nahverkehr in der Rushhour

In der Stoßzeit, den horas pico (werktags 7-9 und 18-20 Uhr), sollten Sie in Buenos Aires weder U-Bahnen noch Busse besteigen. Im Gedränge häufen sich Taschendiebstähle.

Den Flug zu spät rückbestätigen

Die Bestimmungen von Aerolíneas Argentinas sehen vor, dass Sie Ihren Weiter- und Rückflug spätestens 72 Stunden vor Abflug bestätigen. Anderenfalls kann Ihre Buchung gestrichen werden. Trotzdem ist es ratsam, in der Hochsaison frühzeitig am Flughafen zu sein.

Wertsachen in den Koffer

Videokameras und Fotoapparate gehören ins Handgepäck. Immer wieder kommt es bei Inlandsflügen zu Diebstählen aus den Koffern.

Per Autostopp durch Patagonien reisen

Per Anhalter zu reisen gestaltet sich in einem so riesigen und gleichzeitig so dünn besiedelten Land oftmals sehr anstrengend und zeitraubend. Besonders in Patagonien, das meist riesige Entfernungen zwischen den wenigen städtischen Zentren aufweist und ganz besonders dünn besiedelt ist, können Stunden vergehen, bis überhaupt einmal ein Fahrzeug vorbeikommt.

Räubern Widerstand leisten

Bewaffnete Überfälle auf Touristen sind nicht üblich. Eher besteht das Risiko, Opfer von Taschendieben zu werden. Die größte Gefahr läuft man, wenn man versucht, Widerstand zu leisten, da es dann leicht zu Gewalttätigkeiten kommt.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

In Argentinien gibt es immer wieder Streiks und Demonstrationen. Dabei kann es zu Straßensperrungen und erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr kommen. Auch der Flugverkehr kann betroffen sein. Vereinzelt kam es in der Vergangenheit auch zu Plünderungen und gewalttätigen Protesten.
Reisende sollten daher Demonstrationen und Menschenansammlungen meiden und sich in den Medien (z.B. über die App Infobae) sowie bei ihren Gastgebern und Reiseveranstaltern über die aktuelle Lage informieren.

Kriminalität

Grundsätzlich ist landesweit Vorsicht und Wachsamkeit angebracht. Auch in den besseren Wohngegenden kommt es zu Überfällen. Wertgegenstände sollten nicht offen getragen, Bargeld nur in geringen Mengen mitgeführt werden. Bei Überfällen sollte kein Widerstand geleistet werden, da die Täter in der Regel bewaffnet sind und vor Gewaltanwendung nicht zurückschrecken.

An belebten Orten und in öffentlichen Verkehrsmitteln muss mit Trickdiebstählen gerechnet werden, wie etwa jemanden mit Senf o.ä. zu beschmutzen, hilfsbereit mit der Reinigung zu beginnen und dabei alle greifbaren Gegenstände zu entwenden. Wertgegenstände sollten nicht in Handtaschen oder Rucksäcken, sondern z.B. in Brustbeuteln eng am Körper transportiert werden.

Ausweisdokumente etc. sollten von Bargeld getrennt und sicher (Hotelsafe) verwahrt werden. In Hotels der niedrigen Preisklasse kommen häufig Diebstähle vor, aber auch in besseren Hotels sollten Handtaschen und Gepäck in öffentlich zugänglichen Räumen (Lobby etc.) niemals unbeaufsichtigt gelassen werden.

Besondere Aufmerksamkeit ist bei Bargeldabhebungen oder -tausch sowie an den touristischen Anziehungspunkten von Buenos Aires wie La Boca (insbesondere an Werktagen und in wenig bevölkerten Nebenstraßen abseits der Calle Caminito), San Telmo, der Bahnstation Retiro und im Stadtzentrum geboten. In letzter Zeit sind der Botschaft auch vermehrt Überfälle aus der Stadt Mendoza gemeldet worden. Überall ist nach Einbruch der Dunkelheit besondere Vorsicht geboten.

Nach Einbruch der Dunkelheit wird empfohlen, Taxis telefonisch zu bestellen (sog. Radio-Taxis oder Remis). Am internationalen Flughafen Ministro Pistarini (Ezeiza) sollte ausschließlich ein 'Remise'-Dienst (wird im Ankunftsbereich an festen Ständen angeboten) genutzt werden.

In Argentinien ist eine größere Menge gefälschter Banknoten, insbesondere 100-Peso-Noten, im Umlauf. Sie sind zwar zu erkennen, wenn die üblichen Sicherheitsmerkmale geprüft werden, die Gefahr ist jedoch groß, beim Geldumtausch auf offener Straße oder durch Trickbetrug ('Umtausch' gegen Falschgeld unter dem Vorwand, nicht wechseln zu können.

In Einzelfällen kann es auch an Geldautomaten zur Ausgabe von Falschgeld kommen. In diesem Fall sprechen Sie am besten umgehend bei der dazugehörenden Bank vor.

Naturkatastrophen

Die vulkanische Andenkette ist eine seismisch aktive Zone, so dass es zu Erdbeben kommen kann. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalurlauber werden in der Regel über ihre Reiseveranstalter mit aktuellen Informationen versorgt.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Geld / Kreditkarten

Mit Bank- und Kreditkarten und kann an Geldautomaten Bargeld abgehoben werden, bei den meisten Banken jedoch nur bis zu 2000,-- Pesos pro Einzeltransaktion pro Tag. Unter Umständen können weitere Beträge an Automaten anderer Banken abgehoben werden; hierauf ist aber kein Verlass
Dollar lassen sich grundsätzlich im ganzen Land tauschen, manche Banken lehnen jedoch den Tausch für Nicht-Kunden ab. Wechselstuben oder Banken, die Euro in Pesos tauschen, sind außerhalb von Buenos Aires weniger häufig.
Die Bezahlung mit Kreditkarte ist nicht immer möglich. Insbesondere außerhalb von Buenos Aires akzeptieren viele Restaurants und Unterkünfte keine Kreditkarten. Es ist daher ratsam, sich bei der Buchung vorher zu erkundigen und ausreichend Bargeld dabei zu haben
Der Kauf von Fremdwährungen in Argentinien ist für Ausländer nur in der Höhe möglich, in der zuvor argentinische Pesos in Argentinien gekauft wurden. Dies bedeutet, dass z.B. für eine Weiterreise keine brasilianischen Reales oder US-Dollar in Argentinien gekauft werden können, wenn Pesos aus Deutschland mitgebracht wurden. Da der vorherige Kauf der Pesos beim Kauf der Fremdwährung nachgewiesen werden muss, sollten Quittungen von Wechselstuben, aber auch von Geldautomaten, hierfür aufbewahrt werden.

Straßen- und Flugverkehr

Der Grenzübergang am Pass "Cristo Redentor" (Direktverbindung Mendoza-Santiago) sowie weitere Pässe nach Chile sind während der Wintermonate von Mai bis September wegen starker Schneefälle häufig gesperrt. Aktuelle Informationen zum Straßenzustand sind auf der Webseite www.vialidad.gov.ar einsehbar.
Flugverspätungen sind an der Tagesordnung, was insbesondere in Bezug auf (transkontinentale) Anschlussflüge bei der Reiseplanung berücksichtigt werden sollte.

Bergsteigen und Trekking

Bergbesteigungen und Trekking müssen in gewissen Gebieten durch das Ministerium für Tourismus genehmigt werden. In den Bergen können sich die Witterungsverhältnisse sehr rasch ändern. Warnungen und Anweisungen der lokalen Behörden sollten beachtet werden. Es wird empfohlen, Wanderungen und Bergtouren in Begleitung eines anerkannten örtlichen Leiters durchzuführen, auch um das Risiko von Überfällen zu vermindern. Wildes Campen sollte unterlassen werden.
Informationen zum Nationalpark Aconcagua, auch zu den Parkgebühren, sind über die Webseite aconcagua.mendoza erhältlich.
Die Parkverwaltung des Nationalparks Nahuel Huapi führt ein Trekking-Register. Eintragungen sind auf der Webseite Nahue Huapi oder im Büro in Bariloche möglich: Av. San Martin 24, Mo - Fr von 8:00 bis 17:00 Uhr, Sa und So von 10:00 bis 17:00 Uhr, Telefon +54 (0) 294 4423111, intern 113, E-Mail: informesnh@apn.gov.ar. Notrufnummer: 105.

Besuch von Fußballspielen

In argentinischen Stadien kommt es regelmäßig zu schweren Ausschreitungen rivalisierender Fangruppen, die auch vor Waffeneinsatz nicht zurückschrecken. Ein Fußballspiel sollte möglichst in Begleitung ortskundiger einheimischer Fußballfreunde besucht und Fanblocks und Stehplätze gemieden werden. Hotels informieren auch über Organisationen, die den Eintritt, die An- und Abfahrt organisieren.

Sonstige Hinweise

Bei Diebstahl verlangen deutsche Versicherungen für die Erstattung den Nachweis einer polizeilichen Anzeige ("Denuncia"). Bei der deutschen Botschaft Buenos Aires gibt es schriftliche Übersetzungshilfen.

Im Falle des Verlusts des Reisepasses ist die polizeiliche Verlustanzeige für die Wiederausreise unerlässlich. Ersatzdokumente können bei der deutschen Botschaft oder über den nächstgelegenen Honorarkonsul beantragt werden, siehe auch

Von der Weiterreise mit bereits als gestohlen gemeldeten, aber wieder aufgefundenen Reisepässen wird abgeraten, da die Sachfahndung z.T nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

Die Stadt Buenos Aires hat ein Kommissariat für Touristen eingerichtet, in dem auch in diversen Fremdsprachen Hilfestellung geleistet werden kann, Avenida Corrientes Nr. 436 (Plaza San Nicolás) Tel. 0800-9995000.

Bei einer Festnahme oder Inhaftierung sollten Reisende unverzüglich auf ein Telefonat mit der Botschaft oder dem zuständigen Honorarkonsul bestehen.

Kostenlose Rechtsschutzstellen für Touristen ("Defensoría del Turista") befinden sich in La Boca, San Telmo, Puerto Madero, Palermo, Recoleta, im Microcentro und am Kreuzfahrtterminal. Touristen können sich mit Problemen aller Art, z.B. Rechtsstreitigkeiten mit ihren touristischen Dienstleistern, aber auch in Notsituationen an diese Stelle wenden. Die Mitarbeiter sind mehrsprachig, Hotline 0800-6661518, E-Mail:,.
Rechtsschutzstellen für Touristen gibt es auch in anderen Provinzen: in Mar del Plata (defensoriadelturistamdp@gmail.com), Bariloche (contacto@defensoriabariloche.gob.ar), Villa Carlos Paz (gusmartri@gmail.com), Posadas (mesadeentrada@defensoriaposadas.gob.ar) und San Juan (defensor@sanjuan.gov.ar).

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Das Reisedokument muss bei Einreise gültig sein. Eine Gültigkeitsdauer über die Dauer des geplanten Aufenthalts hinaus wird empfohlen.

Visum

Deutsche Staatsangehörige können bis zu 90 Tage als Touristen visafrei nach Argentinien einreisen.
Eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung bis zu insgesamt 6 Monaten ist vor Ort (Ausländerbehörde) möglich. Es besteht jedoch kein Anspruch darauf.
Sofern ein längerer Aufenthalt oder eine Erwerbstätigkeit in Argentinien geplant ist, sollte vor Reiseantritt das argentinische Konsulat wegen der Visabestimmungen kontaktiert werden.

Hinweise für die Einreise von Minderjährigen

Kinder unter 14 Jahren müssen auf Reisen eine Bescheinigung über die Einwilligung der Sorgeberechtigten mit sich führen. Wird der Minderjährige von nur einem Sorgeberechtigten begleitet, so ist die Einwilligung des anderen Sorgeberechtigten notwendig, die Mitnahme der Geburtsurkunde ist empfehlenswert. Ist nur ein Elterteil sorgeberechtigt (auch bei Verwitweten), so muss hierüber ein Nachweis mitgeführt werden. Reist der Minderjährige allein oder in Begleitung volljähriger Dritter, so müssen die Bescheinigungen Namen, Anschrift und Ausweis- oder Passnummer des Begleiters und/oder der Empfangsperson am Zielort enthalten. Kinder unter 6 Jahren werden bei Ein- und Ausreise in das Register der argentinischen Einwanderungsbehörden eingetragen.
Weitere Informationen erteilt die Konsularabteilung der Botschaft bzw. Konsulate Argentiniens in Deutschland.
Auch Minderjährige zwischen 14 und 18 Jahren benötigen für die Ein- und Ausreise grundsätzlich die Erlaubnis des/der (beider) Sorgeberechtigten. Für jede Reise wird eine neue Reisegenehmigung benötigt. Die Einwilligungen und Nachweise müssen von dem argentinischen Konsulat beglaubigt werden. Verbindliche Auskünfte erteilen nur die argentinischen Konsulate.
Diese Pflicht soll zwar nur für argentinische Staatsangehörige und Ausländer mit längerfristigem (visumpflichtigem) Aufenthalt bestehen; es hat sich jedoch bewährt, wenn sich auch deutsche Touristen mit vorübergehendem Aufenthalt der Praxis fügen.

Sonstiges

Seit 2012 werden von jedem Reisenden am Einreiseflughafen / Seehafen die Fingerabdrücke digital eingescannt und ein digitales Porträtfoto erstellt.

Ein- und Ausreise über die
Bei Ein- und Ausreise über die sind die Einreisebestimmungen für die zu beachten.
Bei Passverlust in Argentinien kann es insbesondere in der Touristensaison November bis April schwierig werden, für einen von der deutschen Botschaft in Buenos Aires ausgestellten Ersatzpass rechtzeitig vor dem Rückflug ein Visum von der US-Botschaft zu erhalten.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Für die Einfuhr von Zahlungsmitteln (Bargeld, Reiseschecks) gibt es keine Beschränkungen, ab einem Gegenwert von 10.000,- US-$ für Erwachsene bzw. 5.000,- US-$ für Minderjährige unter 16 Jahren muss die Einfuhr deklariert werden.
Bei der Ausreise darf maximal der Gegenwert von 10.000,- US-$ für Erwachsene bzw. 5.000,- US-$ für Minderjährige unter 16 Jahren mitgeführt werden. Die Mitnahme höherer Beträge ist nicht gestattet.
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der argentinischen Zollbehörden.

Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Drogen

Drogenhandel und Drogenkonsum sind in Argentinien strafbar und werden verfolgt. Auch der Besitz von Kleinstmengen ist nicht straffrei und kann zu hohen Gefängnisstrafen führen. Die Haftbedingungen in Argentinien sind nicht mit denen deutscher Gefängnisse vergleichbar.

Artenschutz

Es ist verboten, ohne Genehmigung bestimmte freilebende Tiere einzufangen, zu halten, zu kaufen oder zu transportieren. Die Verbote richten sich auch gegen die Veräußerung von Produkten oder Souvenirs, zu deren Herstellung freilebende Tiere verwendet wurden. Die Listen der betroffenen Arten sind von Provinz zu Provinz unterschiedlich. Informationen erhalten Sie beim argentinischen Staatssekretariat für Umwelt und nachhaltige Entwicklung unter www.ambiente.gov.ar.

Unabhängig von den argentinischen Regelungen bestehen auch in Deutschland Einfuhrverbote oder Genehmigungsvorbehalte für Tiere, die unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fallen. Nähere Informationen zur Einfuhr finden sich auf der Webseite

Aktuelle medizinische Hinweise

Zika-Virus-Infektion

In der Region wird aktuell eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellt. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung.
Das Auswärtige Amt empfiehlt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) sowie dem Robert-Koch-Institut von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Bei unvermeidbaren Reisen muss auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung von Mückenstichen geachtet werden, siehe auch: Schutzmaßnahmen Mückenstiche.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im Merkblatt Zika-Virus des Gesundheitsdienstes.

Impfschutz

Bei Reisen in die ausgewiesenen Gelbfieber-Endemiegebiete Argentiniens (www.who.int), u. a. für die Iguaçu-Wasserfälle ist allen Reisenden ab dem vollendeten ersten Lebensjahr eine rechtzeitige Impfung zu empfehlen, d.h. 10 Tage vor Einreise.
Aus Argentinien kommend kann die Impfung bei Weiterreise in ein Drittland verlangt werden. Weder bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (häufig die Nachbarstaaten) noch bei direkter Einreise aus Deutschland ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung derzeit behördlich vorgeschrieben.
Das Auswärtige Amt empfiehlt außerdem, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de) für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Dengue-Fieber

Anfang 2016 werden vermehrt Denguefälle im gesamten Lande gemeldet. Das argentinische Gesundheitsministerium spricht von dem stärksten Dengueausbruch seit 2009.
Dengue wird in weiten Teilen des Landes durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes aegypti übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen.

Malaria

Es gibt ein minimales Risiko im Norden der Provinz Salta sowie Einzelfälle im Depto. Iguaçu in Misiones. Die anderen Regionen inkl. der Iguaçu-Wasserfälle gelten als malariafrei.
Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Je nach Reiseprofil kann die Mitnahme einer Standby-Medikation sinnvoll sein. Dies sollte unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
- ganzkörperbedeckende, helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
- ggf. in den o.g. Regionen unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen

HIV / AIDS
Durch ungeschützte sexuelle Kontakte, bei Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen und Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen

Die meisten Durchfallerkrankungen lassen sich durch eine konsequente Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermeiden.

Hantavirus

Diese insgesamt seltene Erkrankung kann landesweit in der Regel in ländlichen Gebieten nach durchschnittlich 2-4 Wochen nach Aufnahme von mit Hantaviren kontaminierten Sekreten infizierter Nagetiere über die Atemwege bzw. den Magen-Darm-Kanal zu grippeähnlichen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen führen.
In seltenen Fällen können tödliche Komplikationen durch Befall der Nieren oder des Herz-Lungensystems entstehen (hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom, HFRS oder kardio-pulmonales Syndrom, HPS bzw. HCPS).
Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nur in extrem seltenen Fällen statt. Eine Impfung bzw. medikamentöse Prophylaxe existiert nicht.

Medizinische Versorgung

Das medizinische Versorgungsangebot ist in großen Städten und insbesondere Buenos Aires in der Regel mit dem in Europa zu vergleichen. Sie ist auf dem Lande jedoch vielfach technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen.

Vor einer Reise nach Argentinien wird eine individuelle Beratung durch Tropen- bzw. Reisemediziner empfohlen; zu Beratungsstellen siehe auch www.dtg.org.

Die deutschen Auslandsvertretungen vor Ort stellen auf Wunsch Listen der ihnen bekannten deutsch- und englischsprachigen Ärzte zur Verfügung. Die Angaben erfolgen aufgrund von Informationen, die den Auslandsvertretungen zum Zeitpunkt der Abfassung vorliegen. Die Hinweise und insbesondere die Benennung der Ärzte sind dabei unverbindlich und ohne Gewähr. Der Patient hat für alle Kosten und Gebühren im Zusammenhang mit dem von ihm selbst erteilten Behandlungsauftrag aufzukommen.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die Krankenversorgung - besonders die stationäre - ist im Allgemeinen gut, außerhalb von Buenos Aires kann der Standard jedoch niedriger sein. Rechnungen müssen oft sofort in bar gezahlt werden.

Bei Reisen in die Provinz sollten Medikamente in Form einer Reiseapotheke in ausreichender Menge mitgeführt werden. Die Kosten für ärztliche Behandlungen und stationären Aufenthalt sind in der Regel niedriger als in Deutschland.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und einer Reiserückholversicherung wird sehr empfohlen.

Essen und Trinken

Zur Vermeidung häufig auftretender Magen- und Darmerkrankungen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten.  Von dem Genuss von Leitungswasser, Eiswürfeln und nicht industriell hergestelltem Speiseeis sollte grundsätzlich abgesehen werden. Wasser sollte vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. 

Milch ist pasteurisiert, einheimische Milchprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden. Durchgegarte Fleisch-, Geflügel- und Fischgerichte sowie geschältes Obst und Gemüse sind ebenfalls unbedenklich. Von dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird allerdings abgeraten.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Essen & Trinken - -
Malaria 3 -
Typhus & Polio 2 -
Cholera Nein -
Gelbfieber 1 -

Anmerkungen Impfungen

Im Dreiländerdreieck, mit den angrenzenden argentinischen Provinzen entlang des Uruguay sowie den angrenzenden südöstlichen Landesteilen Paraguays, ist ein Impfschutz gegen Gelbfieber empfohlen, da an der angrenzenden Westgrenze Brasiliens (Rio Grande do Sul) das Gelbfiebervirus in Affen nachgewiesen wurde. Nachdem Gelbfiebermücken das Virus von den Affen auf den Menschen übertragen können, besteht für die Bevölkerung der betroffenen Regionen ein erhöhtes Infektionsrisiko. Die örtlichen Gesundheitsbehörden haben aus diesem Grund eine Impfaktion in der Bevölkerung der betroffenen Regionen durchgeführt.

Reisenden, die explizit die folgenden Gebiete besuchen (insbesondere auch grenzüberschreitenden Besucher der Iguazu-Nationalparks), ist ein Gelbfieber-Impfschutz empfohlen:

- Formosa und Misiones jeweils in der gesamten Provinz;
- Chaco im Departement Bermejo;
- Corrientes in den Departements Berón de Astrada, Capital, General Alvear, General Paz, Ituzaingó, Itatí, Paso de los Libres, San Cosme, San Miguel, San Martín und San Tomé;
- Jujuy in den Departements Ledesma, Santa Barbara, San Pedro und Valle Grande;
- Salta in den Departments Anta, General José de San Martín, Orán und Rivadavia;

- Iguaçu-Wasserfälle.

Argentinien gehört bislang nicht zu den klassischen Gelbfieberländern, so dass ein Gelbfieberschutz für die anderen Landesteile nicht erforderlich ist.

Typhus kommt vor, Poliomyelitis nicht. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

Das Malariarisiko ist gering und besteht vor allem in den ländlichen Gebieten entlang der Grenze zu Bolivien (im Norden der Provinz Salta) und entlang der Grenze zu Paraguay (im Depto. Iguaçu in Misiones). Die übrigen Gebiete gelten als malariafrei. Die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax herrscht vor.

Gesundheitszeugnis

Für Langzeitaufenthalte wird ein Gesundheitszeugnis ("Health Certificate") sowie ein HIV-Test in deutscher und englischer Sprache verlangt (Formular auf Anfrage über die Botschaft).

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt vor. Im Dezember 2015 und Januar 2016 kam es zu einem ungewöhnlich starken Anstieg der Fallzahlen. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für Hepatitis A. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Hepatitis B kommt vor. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt im Nordosten vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung, Mückennetze und insektenabweisende Mittel.

Tollwut kommt landesweit vor. Die durch das Hantavirus übertragene Erkrankung kommt selten und eher in ländlichen Gebieten vor. In beiden Fällen sollte der Kontakt zu streunenden Hunden, Katzen, Waldtieren und Nagetieren, sowie zu deren Sekreten gemieden werden. Bei Bisswunden oder Infektionsverdacht so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Eine Zunahme von Infektionen durch das Zika-Virus besteht, Schwangeren und Frauen die schwanger werden möchten, wird geraten, eine Reise in die Ausbruchsgebiete zu meiden. Auf ausreichenden Mückenschutz ist zu achten.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Thu, 02 Aug 2018 15:00:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Mon, 06 Aug 2018 18:36:55 +0200)


Letzte Änderungen:
Redaktionelle Änderungen

Landesspezifische Sicherheitshinweise

In Argentinien gibt es immer wieder Streiks und Demonstrationen. Dabei kann es zu Straßensperrungen und erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr kommen. Auch der Flugverkehr kann betroffen sein. Vereinzelt kam es in der Vergangenheit auch zu Plünderungen und gewalttätigen Protesten.
Reisende sollten daher Demonstrationen und Menschenansammlungen meiden und sich in den Medien (z.B. über die App Infobae) sowie bei ihren Gastgebern und Reiseveranstaltern über die aktuelle Lage informieren.

Kriminalität
Grundsätzlich ist landesweit Vorsicht und Wachsamkeit angebracht. Auch in den besseren Wohngegenden kommt es zu Überfällen. Wertgegenstände sollten nicht offen getragen, Bargeld nur in geringen Mengen mitgeführt werden. Bei Überfällen sollte kein Widerstand geleistet werden, da die Täter in der Regel bewaffnet sind und vor Gewaltanwendung nicht zurückschrecken. 
An belebten Orten und in öffentlichen Verkehrsmitteln muss mit Trickdiebstählen gerechnet werden, wie etwa jemanden mit Senf o.ä. zu beschmutzen, hilfsbereit mit der Reinigung zu beginnen und dabei alle greifbaren Gegenstände zu entwenden. Wertgegenstände sollten nicht in Handtaschen oder Rucksäcken, sondern z.B. in Brustbeuteln eng am Körper transportiert werden.
Ausweisdokumente etc. sollten von Bargeld getrennt und sicher (Hotelsafe) verwahrt werden. In Hotels der niedrigen Preisklasse kommen häufig Diebstähle vor, aber auch in besseren Hotels sollten Handtaschen und Gepäck in öffentlich zugänglichen Räumen (Lobby etc.) niemals unbeaufsichtigt gelassen werden.
Besondere Aufmerksamkeit ist bei Bargeldabhebungen oder –tausch sowie an den touristischen Anziehungspunkten von Buenos Aires wie La Boca (insbesondere an Werktagen und in wenig bevölkerten Nebenstraßen abseits der Calle Caminito), San Telmo, der Bahnstation Retiro und im Stadtzentrum geboten. In letzter Zeit sind der Botschaft auch vermehrt Überfälle aus der Stadt Mendoza gemeldet worden. Überall ist nach Einbruch der Dunkelheit besondere Vorsicht geboten.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird empfohlen, Taxis telefonisch zu bestellen (sog. Radio-Taxis oder Remis). Am internationalen Flughafen Ministro Pistarini (Ezeiza) sollte ausschließlich ein ‚Remise'-Dienst (wird im Ankunftsbereich an festen Ständen angeboten) genutzt werden.
In Argentinien ist eine größere Menge gefälschter Banknoten, insbesondere 100-Peso-Noten, im Umlauf. Sie sind zwar zu erkennen, wenn die üblichen Sicherheitsmerkmale geprüft werden, die Gefahr ist jedoch groß, beim Geldumtausch auf offener Straße oder durch Trickbetrug ('Umtausch' gegen Falschgeld unter dem Vorwand, nicht wechseln zu können.
In Einzelfällen kann es auch an Geldautomaten zur Ausgabe von Falschgeld kommen. In diesem Fall sprechen Sie am besten umgehend bei der dazugehörenden Bank vor.

Naturkatastrophen
Die vulkanische Andenkette ist eine seismisch aktive Zone, so dass es zu Erdbeben kommen kann. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalurlauber werden in der Regel über ihre Reiseveranstalter mit aktuellen Informationen versorgt.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Versorgung im Notfall
Reisende nach Argentinien sollten unbedingt auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung

Straßen- und Flugverkehr
Der Grenzübergang am Pass „Cristo Redentor" (Direktverbindung Mendoza-Santiago) sowie weitere Pässe nach Chile sind während der Wintermonate von Mai bis September wegen starker Schneefälle häufig gesperrt. Aktuelle Informationen zum Straßenzustand sind auf der Webseite www.vialidad.gov.ar einsehbar.
Flugverspätungen sind an der Tagesordnung, was insbesondere in Bezug auf (transkontinentale) Anschlussflüge bei der Reiseplanung berücksichtigt werden sollte.

Bergsteigen und Trekking
Bergbesteigungen und Trekking müssen in gewissen Gebieten durch das Ministerium für Tourismus genehmigt werden. In den Bergen können sich die Witterungsverhältnisse sehr rasch ändern. Warnungen und Anweisungen der lokalen Behörden sollten beachtet werden. Es wird empfohlen, Wanderungen und Bergtouren in Begleitung eines anerkannten örtlichen Leiters durchzuführen, auch um das Risiko von Überfällen zu vermindern. Wildes Campen sollte unterlassen werden.
Informationen zum Nationalpark Aconcagua, auch zu den Parkgebühren, sind über die Webseite aconcagua.mendoza erhältlich.
Die Parkverwaltung des Nationalparks Nahuel Huapi führt ein Trekking-Register. Eintragungen sind auf der Webseite Nahuel Huapi oder im Büro in Bariloche möglich: Av. San Martin 24, Mo – Fr von 8:00 bis 17:00 Uhr, Sa und So von 10:00 bis 17:00 Uhr, Telefon +54 (0) 294 4423111, intern 113, E-Mail: informesnh@apn.gov.ar. Notrufnummer: 105.

Besuch von Fußballspielen
In argentinischen Stadien kommt es regelmäßig zu schweren Ausschreitungen rivalisierender Fangruppen, die auch vor Waffeneinsatz nicht zurückschrecken. Ein Fußballspiel sollte möglichst in Begleitung ortskundiger einheimischer Fußballfreunde besucht und Fanblocks und Stehplätze gemieden werden. Hotels informieren auch über Organisationen, die den Eintritt, die An- und Abfahrt organisieren.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der argentinische Peso (ARS). Mit Bank- und Kreditkarten kann an Geldautomaten Bargeld abgehoben werden, bei den meisten Banken jedoch nur bis zu 2000,- Pesos je Transaktion. Die Gebühren sind erheblich. Eine günstigere Alternative sind Online-Transferdienste.
Dollar lassen sich grundsätzlich im ganzen Land tauschen, manche Banken lehnen jedoch den Tausch für Nicht-Kunden ab. Wechselstuben oder Banken, die Euro in Pesos tauschen, sind außerhalb von Buenos Aires weniger häufig.
Die Bezahlung mit Kreditkarte ist nicht immer möglich. Insbesondere außerhalb von Buenos Aires akzeptieren viele Restaurants und Unterkünfte keine Kreditkarten. Es ist daher ratsam, sich bei der Buchung vorher zu erkundigen und ausreichend Bargeld dabei zu haben
Der Kauf von Fremdwährungen in Argentinien ist für Ausländer nur in der Höhe möglich, in der zuvor argentinische Pesos in Argentinien gekauft wurden. Dies bedeutet, dass z.B. für eine Weiterreise keine brasilianischen Reales oder US-Dollar in Argentinien gekauft werden können, wenn Pesos aus Deutschland mitgebracht wurden. Da der vorherige Kauf der Pesos beim Kauf der Fremdwährung nachgewiesen werden muss, sollten Quittungen von Wechselstuben, aber auch von Geldautomaten, hierfür aufbewahrt werden.

Sonstige Hinweise
Bei Diebstahl verlangen deutsche Versicherungen für die Erstattung den Nachweis einer polizeilichen Anzeige („Denuncia"). Bei der deutschen Botschaft in Buenos Aires gibt es schriftliche Übersetzungshilfen.
Im Falle des Verlusts des Reisepasses ist die polizeiliche Verlustanzeige für die Wiederausreise unerlässlich. Informationen hierzu erteilt die deutsche Botschaft in Buenos Aires.
Von der Weiterreise mit bereits als gestohlen gemeldeten, aber wieder aufgefundenen Reisepässen wird abgeraten, da die Sachfahndung z.T nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

Die Stadt Buenos Aires hat ein Kommissariat für Touristen eingerichtet, in dem auch in diversen Fremdsprachen Hilfestellung geleistet werden kann, Avenida Corrientes Nr. 436 (Plaza San Nicolás) Tel. 0054 11 4323 8900, Durchwahl 116310/116633-5656/115050-9260, E-Mail serv.turista@gmail.com.

Bei einer Festnahme oder Inhaftierung sollten Reisende unverzüglich auf ein Telefonat mit der deutschen Botschaft in Buenos Aires oder dem zuständigen Honorarkonsul bestehen.

Kostenlose Rechtsschutzstellen für Touristen („Defensoría del Turista") befinden sich in La Boca, San Telmo, Puerto Madero, Palermo, Recoleta, im Microcentro und am Kreuzfahrtterminal. Touristen können sich mit Problemen aller Art, z.B. Rechtsstreitigkeiten mit ihren touristischen Dienstleistern, aber auch in Notsituationen an diese Stelle wenden. Die Mitarbeiter sind mehrsprachig, Hotline 0800-6661518, E-Mail: turistacentral@defensoria.org.ar, www.defensoriaturista.org.ar.
Rechtsschutzstellen für Touristen gibt es auch in anderen Provinzen: in Mar del Plata (defensoriadelturistamdp@gmail.com), Bariloche (contacto@defensoriabariloche.gob.ar), Villa Carlos Paz (gusmartri@gmail.com), Posadas (mesadeentrada@defensoriaposadas.gob.ar) und San Juan (defensor@sanjuan.gov.ar).

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Das Reisedokument muss bei Einreise gültig sein. Eine Gültigkeitsdauer über die Dauer des geplanten Aufenthalts hinaus wird empfohlen.

Visum
Deutsche Staatsangehörige können bis zu 90 Tage als Touristen visafrei nach Argentinien einreisen.
Eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung bis zu insgesamt 6 Monaten ist vor Ort (Ausländerbehörde) möglich. Es besteht jedoch kein Anspruch darauf.
Sofern ein längerer Aufenthalt oder eine Erwerbstätigkeit in Argentinien geplant ist, sollte vor Reiseantritt das argentinische Konsulat wegen der Visabestimmungen kontaktiert werden.

Hinweise für die Einreise von Minderjährigen
Kinder unter 14 Jahren müssen auf Reisen eine Bescheinigung über die Einwilligung der Sorgeberechtigten mit sich führen. Wird der Minderjährige von nur einem Sorgeberechtigten begleitet, so ist die Einwilligung des anderen Sorgeberechtigten notwendig, die Mitnahme der Geburtsurkunde ist empfehlenswert. Ist nur ein Elterteil sorgeberechtigt (auch bei Verwitweten), so muss hierüber ein Nachweis mitgeführt werden. Reist der Minderjährige allein oder in Begleitung volljähriger Dritter, so müssen die Bescheinigungen Namen, Anschrift und Ausweis- oder Passnummer des Begleiters und/oder der Empfangsperson am Zielort enthalten. Kinder unter 6 Jahren werden bei Ein- und Ausreise in das Register der argentinischen Einwanderungsbehörden eingetragen.
Weitere Informationen erteilt die Konsularabteilung der Botschaft bzw. Konsulate Argentiniens in Deutschland.
Auch Minderjährige zwischen 14 und 18 Jahren benötigen für die Ein- und Ausreise grundsätzlich die Erlaubnis des/der (beider) Sorgeberechtigten. Für jede Reise wird eine neue Reisegenehmigung benötigt. Die Einwilligungen und Nachweise müssen von dem argentinischen Konsulat beglaubigt werden. Verbindliche Auskünfte erteilen nur die argentinischen Konsulate.
Diese Pflicht soll zwar nur für argentinische Staatsangehörige und Ausländer mit längerfristigem (visumpflichtigem) Aufenthalt bestehen; es hat sich jedoch bewährt, wenn sich auch deutsche Touristen mit vorübergehendem Aufenthalt der Praxis fügen.

Sonstiges
Seit 2012 werden von jedem Reisenden am Einreiseflughafen / Seehafen die Fingerabdrücke digital eingescannt und ein digitales Porträtfoto erstellt.

Ein- und Ausreise über die USA
Bei Ein- und Ausreise über die USA sind die Einreisebestimmungen für die USA zu beachten.
Bei Passverlust in Argentinien kann es insbesondere in der Touristensaison November bis April schwierig werden, für einen von der deutschen Botschaft in Buenos Aires ausgestellten Ersatzpass rechtzeitig vor dem Rückflug ein Visum von der US-Botschaft zu erhalten.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Für die Einfuhr von Zahlungsmitteln (Bargeld, Reiseschecks) gibt es keine Beschränkungen, ab einem Gegenwert von 10.000,- US-$ für Erwachsene bzw. 5.000,- US-$ für Minderjährige unter 16 Jahren muss die Einfuhr deklariert werden.
Bei der Ausreise darf maximal der Gegenwert von 10.000,- US-$ für Erwachsene bzw. 5.000,- US-$ für Minderjährige unter 16 Jahren mitgeführt werden. Die Mitnahme höherer Beträge ist nicht gestattet.
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der argentinischen Zollbehörden.

Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Drogen
Drogenhandel und Drogenkonsum sind in Argentinien strafbar und werden verfolgt. Auch der Besitz von Kleinstmengen ist nicht straffrei und kann zu hohen Gefängnisstrafen führen. Die Haftbedingungen in Argentinien sind nicht mit denen deutscher Gefängnisse vergleichbar.

Artenschutz
Es ist verboten, ohne Genehmigung bestimmte freilebende Tiere einzufangen, zu halten, zu kaufen oder zu transportieren. Die Verbote richten sich auch gegen die Veräußerung von Produkten oder Souvenirs, zu deren Herstellung freilebende Tiere verwendet wurden. Die Listen der betroffenen Arten sind von Provinz zu Provinz unterschiedlich. Informationen erhalten Sie beim argentinischen Staatssekretariat für Umwelt und nachhaltige Entwicklung unter www.ambiente.gov.ar.

Unabhängig von den argentinischen Regelungen bestehen auch in Deutschland Einfuhrverbote oder Genehmigungsvorbehalte für Tiere, die unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fallen. Nähere Informationen zur Einfuhr finden sich auf der Webseite

Medizinische Hinweise

Aktuelle medizinische Hinweise
Zika-Virus-Infektion
In der Region wird aktuell eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellt. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung.
Das Auswärtige Amt empfiehlt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) sowie dem Robert-Koch-Institut von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Bei unvermeidbaren Reisen muss auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung von Mückenstichen geachtet werden, siehe auch: Schutzmaßnahmen Mückenstiche.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im Merkblatt Zika-Virus des Gesundheitsdienstes.

Impfschutz
Bei Reisen in die ausgewiesenen Gelbfieber-Endemiegebiete Argentiniens (www.who.int), u. a. für die Iguaçu-Wasserfälle ist allen Reisenden ab dem vollendeten ersten Lebensjahr eine rechtzeitige Impfung zu empfehlen, d.h. 10 Tage vor Einreise.
Aus Argentinien kommend kann die Impfung bei Weiterreise in ein Drittland verlangt werden. Weder bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (häufig die Nachbarstaaten) noch bei direkter Einreise aus Deutschland ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung derzeit behördlich vorgeschrieben.
Das Auswärtige Amt empfiehlt außerdem, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de) für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Dengue-Fieber
Anfang 2016 werden vermehrt Denguefälle im gesamten Lande gemeldet. Das argentinische Gesundheitsministerium spricht von dem stärksten Dengueausbruch seit 2009.
Dengue wird in weiten Teilen des Landes durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes aegypti übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen.

Malaria
Es gibt ein minimales Risiko im Norden der Provinz Salta sowie Einzelfälle im Depto. Iguaçu in Misiones. Die anderen Regionen inkl. der Iguaçu-Wasserfälle gelten als malariafrei.
Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Je nach Reiseprofil kann die Mitnahme einer Standby-Medikation sinnvoll sein. Dies sollte unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
· ganzkörperbedeckende, helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
· Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
· ggf. in den o.g. Regionen unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen

HIV / AIDS
Durch ungeschützte sexuelle Kontakte, bei Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen und Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen
Die meisten Durchfallerkrankungen lassen sich durch eine konsequente Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermeiden.

Hantavirus
Diese insgesamt seltene Erkrankung kann landesweit in der Regel in ländlichen Gebieten nach durchschnittlich 2-4 Wochen nach Aufnahme von mit Hantaviren kontaminierten Sekreten infizierter Nagetiere über die Atemwege bzw. den Magen-Darm-Kanal zu grippeähnlichen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen führen.
In seltenen Fällen können tödliche Komplikationen durch Befall der Nieren oder des Herz-Lungensystems entstehen (hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom, HFRS oder kardio-pulmonales Syndrom, HPS bzw. HCPS).
Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nur in extrem seltenen Fällen statt. Eine Impfung bzw. medikamentöse Prophylaxe existiert nicht.

Medizinische Versorgung
Das medizinische Versorgungsangebot ist in großen Städten und insbesondere Buenos Aires in der Regel mit dem in Europa zu vergleichen. Sie ist auf dem Lande jedoch vielfach technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen.

Vor einer Reise nach Argentinien wird eine individuelle Beratung durch Tropen- bzw. Reisemediziner empfohlen; zu Beratungsstellen siehe auch www.dtg.org.

Die deutschen Auslandsvertretungen vor Ort stellen auf Wunsch Listen der ihnen bekannten deutsch- und englischsprachigen Ärzte zur Verfügung. Die Angaben erfolgen aufgrund von Informationen, die den Auslandsvertretungen zum Zeitpunkt der Abfassung vorliegen. Die Hinweise und insbesondere die Benennung der Ärzte sind dabei unverbindlich und ohne Gewähr. Der Patient hat für alle Kosten und Gebühren im Zusammenhang mit dem von ihm selbst erteilten Behandlungsauftrag aufzukommen.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Türkei Ja Nein/1 Ja
Andere EU-Länder Ja Nein/1 Ja
Schweiz Ja Nein/1 Ja
Österreich Ja Nein/1 Ja
Deutschland Ja Nein/1 Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei Visumfreiheit bei der Einreise noch mindestens 3 Monate, bei Visumpflicht noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Anmerkung zum Reisepass

Da sich die Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können, sollten sich Reisende rechtzeitig vor Antritt ihrer Reise bei den zuständigen konsularischen Vertretungen nach dem aktuellen Stand erkundigen.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder, sofern sie als Touristen für einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen einreisen:

Deutschland, Österreich sowie alle EU-Länder, Schweiz und Türkei.

[1] Ein Visum ist allgemein für Geschäftsreisende erforderlich, ausgenommen sind Geschäftsreisende aus den folgenden in der obigen Tabelle genannten Länder, wenn sie an Meetings und Konferenzen teilnehmen: 

(a) Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland (Rep.), Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei und Ungarn;

(b) Schweiz;

(c) Türkei.

Für Studienreisen von bis zu 90 Tagen ist kein Visum notwendig. Für Studienreisen über 90 Tage erfolgt die Einreise zunächst als Tourist. Eine Aufenthaltsgenehmigung zu Studienzwecken ist dann innerhalb von 30 Tagen bei der Einwanderungsbehörde zu beantragen

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Achtung: Sorgeberechtigte, die allein mit minderjährigen Kindern unter 14 Jahren reisen, müssen eine entsprechende Genehmigung des zweiten Sorgeberechtigten mit sich führen. Für diejenigen, die z. B. alleiniges Sorgerecht haben bzw. verwitwet sind, muss ebenfalls eine Bescheinigung mitgeführt werden. Minderjährige, die unter 14 Jahre alt sind und allein ein- oder ausreisen, müssen eine entsprechende Genehmigung ihrer Sorgeberechtigten mit sich führen. Auf dieser Genehmigung müssen der Namen, Anschrift und Ausweis- oder Passnummer der Empfangsperson in Argentien oder ggf. des Reisebegleiters des Kindes stehen. Für alle Fälle sind die Dokumente ins Spanische zu übersetzen, damit es bei den Einreiseformalitäten keine Probleme gibt. Außerdem müssen die Dokumente vom argentinischen Konsulat beglaubigt werden. Alleinreisende Kinder zwischen 14 und 18 Jahren müssen ebenfalls über eine Reiseerlaubnis verfügen, wenn sie die argentinische Staatsbürgerschaft besitzen oder wenn sie visumpflichtig sind. Nicht-visumpflichtigen, alleinreisenden Minderjährigen wird die Mitnahme einer Reiseerlaubnis empfohlen.

Es ist in jedem Fall empfehlenswert, sich vor Abreise bei der Botschaft über die aktuellen Bestimmungen zu informieren, da nur diese verbindliche Auskunft erteilt.

Hinweis
: In Argentinien wird man erst mit 21 Jahren volljährig. Reisende mit Wohnsitz in Europa, die das 18., aber noch nicht das 21. Lebensjahr vollendet haben, sollten daher eine Bescheinigung über die Volljährigkeit in ihrem Heimatland mit sich führen. Alternativ können Reisende über 18, aber unter 21 Jahren eine Einverständniserklärung ihrer Eltern/Sorgeberechtigten mitführen.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Für Hunde und Katzen werden ein maximal 10 Tage altes Gesundheitszeugnis sowie ein Impfausweis als Nachweis einer Tollwutimpfung benötigt. Tiere unter 3 Monaten benötigen kein Tollwutimpfzertifikat. Gesundheitszeugnis und Tollwutimpfzertifikat müssen von einer konsularischen Vertretung Argentiniens beglaubigt worden sein und auf Spanisch vorliegen. Die Fluggesellschaft muss ca. 24 Std. vor der Ankunft den Destinationsflughafen von dem Tiertransport in Kenntnis setzen. Bei Ankunft erfolgt eine tierärztliche Untersuchung, deren Kosten der Reisende trägt.

Bearbeitungsdauer

Je nach Visumtyp und Nationalität unterschiedlich.

Es wird empfohlen, dass sich Reisende spätestens 45 Tage vor ihrer geplanten Abreise mit dem zuständigen Konsulat in Verbindung setzen.

Gültigkeit

Je nach Visumart und Nationalität unterschiedlich.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die innerhalb von 12 Stunden weiterfliegen, über gültige und bestätigte Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Ist ein Wechsel der Fluggesellschaft oder des Flughafens nötig, sollte man sich bei der Fluggesellschaft erkundigen, ob Transit-Visumfreiheit besteht.

Visaarten und Kosten

U.a. Touristen-, Geschäfts-, Arbeits- , Studenten- und Transitvisum.

Kosten

Antragstellung in Berlin:

Touristenvisum: 150 €

Geschäfts-/Arbeitsvisum (kurzfristig, Aufenthalt von max. 60 Tagen): 200 €.

Arbeitsvisum (langfristig): 200 €.

Staatsbürger mancher Länder erhalten das Visum kostenlos. Auskünfte erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen.

Antrag erforderlich

Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich (Die argentinischen Konsulate wünschen, dass sich Reisende telefonisch nach den erforderlichen Unterlagen erkundigen.). In der Regel:
(a) Terminvereinbarung mit der zuständigen konsularischen Vertretung.
(b) 2 Antragsformulare (downloadbar auf der Internetseite der zuständigen argentinischen Botschaft).
(c) 2 aktuelle Passfotos in Farbe (4 x 4 cm).
(d) Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist und 1 freie Seite enthält.
(e) Gebühr (Beleg über die Bareinzahlung auf das Konto des argentinischen Konsulats).
(f) Hin- und Rückreiseticket bzw. -bestätigung, Unterkunftsnachweis.
(g) Nachweis ausreichender Geldmittel für die Dauer des Aufenthaltes (nur Touristenvisum, 50 US$ pro Tag).

(h) Hotelreservierung in Argentinien.


Geschäftsvisum:

(a-h), (i) Firmenschreiben der einladenden oder der entsendenden Firma in spanischer Sprache im Original. Die Unterschrift des Firmenvertreters muss notariell beglaubigt und mit der Haager Apostille überbeglaubigt sein. Die einladende Firma muss die Einreise des deutschen Geschäftspartners bei der argentinischen Einwanderungsbehörde (Dirección Nacional de Migraciones) beantragen. Die Erteilung der Genehmigung dauert bis zu 4 Monate.


Arbeitsvisum:

(i) Leumundszeugnis, ärztliches Attest, Arbeitsvertrag, Anschreiben der Firma. Das Anschreiben der Firma muss auf Spanisch vorliegen, und die Unterschrift des Firmenvertreters muss notariell beglaubigt und mit der Haager Apostille überbeglaubigt sein.
(j) Ggf. Aufenthaltstitel für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.

Insbesondere für Arbeitsvisa, aber auch für Geschäftsvisa sind u. U. zusätzliche Unterlagen erforderlich.

Bei postalischer Antragstellung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag und der Zahlungsbeleg beizufügen.

Geld

Geldwechsel

In allen größeren Städten gibt es Banken und Cambios (Wechselstuben). Generell wird die Mitnahme von US-Dollar empfohlen, jedoch sollte Bargeld im Land nur im notwendigen Umfang mitgeführt werden. Euro können nur in den Großstädten in fast allen Banken und Wechselstuben gewechselt werden.

Währung

1 Argentinischer Peso = 100 Centavos. Währungskürzel: Arg$, ARS (ISO-Code). 
Banknoten sind im Wert von 100, 50, 20, 10 und 5 und 2 Arg$ im Umlauf; 
Münzen in den Nennbeträgen 2 und 1 Arg$ sowie 50, 25, 10, 5 und 1 Centavos.

US-Dollar werden in einigen Hotels und Touristenzentren akzeptiert. Preise in Pesos und in Dollar werden beide mit '$' ausgezeichnet. Bei Unklarheiten sollte deshalb nachgefragt werden. Werden Pesos in Argentinien gekauft, kann nur eine Fremdwährung in der gleichen Höhe innerhalb des Landes erworben werden, Quittungen von Wechselstuben sollten daher aufbewahrt werden.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr von Landes- oder Fremdwährung ist unbeschränkt möglich. Die Einfuhr von Währung im Gegenwert von über 10.000 US$ ist deklarationspflichtig.

Kreditkarten

Diners Club, American Express, Visa und Mastercard werden akzeptiert, jedoch außerhalb von Buenos Aires nicht sehr häufig. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Reiseschecks

US-Dollar-Reiseschecks werden empfohlen. Es kann allerdings schwierig sein, diese außerhalb der größeren Städte umzutauschen. Sicherer ist die Nutzung von Geldautomaten und Kreditkarten.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 10.00-15.00 Uhr.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Argentinien eingeführt werden (Personen unter 18 Jahren dürfen jeweils die Hälfte der angegebenen Mengen einführen):

Der Gesamtwert der Waren darf den Gegenwert von 300 US$ (Einreise über Flug- und Seehäfen) und folgende Mengen nicht überschreiten:
400 Zigaretten und 50 Zigarren;
2 l Spirituosen;
5 kg Lebensmittel (keine frischen).

Bei Einreise auf dem Landweg darf der Gesamtwert der Waren den Gegenwert von 150 US$ (Personen unter 16 Jahren maximal 75 US$) und folgende Mengen nicht überschreiten:
200 Zigaretten und 25 Zigarren;
1 l Spirituosen;
2 kg Lebensmittel (keine frischen).

Verbotene Importe

Frische Lebensmittel (insbesondere Fleisch- und Milchprodukte, Brot, Obst und Gemüse, Honig und Honigprodukte), Betäubungsmittel, Drogen, Sprengstoff und pornographische Erzeugnisse.

Quellenangaben
  • Marco Polo - Argentinien, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2013-11, 2010-10
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Argentinien - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 20.12.2017)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 20.12.2017)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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