Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Vereinigte Arabische Emirate

Steckbrief

Vereinigte Arabische Emirate - Fakten

Ländername Vereinigte Arabische Emirate (VAE), Daulat al-Imaraat al-Arabiyya al-Muttahida
Klima Tropenklima, feuchtheiß im Sommer, an der Küste bis über 50° C und nahezu 100 Prozent Luftfeuchtigkeit, im Innern trocken und extrem heiß
Beste Reisezeit Januar, Februar, März, April, Oktober, November, Dezember
Lage Im Südosten des Persischen Golfs; Nachbarstaaten: Oman, Saudi-Arabien; Seegrenze mit Iran
Fläche 83.600 Quadratkilometer
Hauptstadt Abu Dhabi (laut offiziellen Angaben circa 2,9 Millionen Einwohner)
Bevölkerung laut offiziellen Angaben ca. 9,26 Millionen, davon über 85 Prozent Ausländer (u.a. ca. 2,5 Mio. Inder, eine Mio. Pakistani)
Sprache offiziell Arabisch; Englisch weit verbreitet; Heimatsprachen der ansässigen Ausländer
Religion Muslime 96 % (Schiiten 16 %), Ev./ Kath., Hindus und andere 4 %
Nationaltag 2. Dezember (Unabhängigkeitstag: 2. Dezember 1971)
Staats-/Regierungsform Föderation mit Aufgabenteilung der VAE Emirate
Staatsoberhaupt S.H. Präsident Scheich Khalifa bin Zayed Al Nahyan (seit 03.11.2004), gewählt von den Herrschern der sieben Emirate, zugleich Herrscher des Emirats Abu Dhabi, im November 2009 für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt. Seit 2014 führt sein Bruder, Kronprinz Scheich Mohammad bin Zayed Al Nahyan, faktisch die Amtsgeschäfte.
Regierungschef S.H. Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum, zugleich Herrscher des Emirats Dubai und Verteidigungsminister (seit 05.01.2006)
Außenminister S.H. Scheich Abdullah bin Zayed Al Nahyan (seit 09.02.2006)
Parlament Nationaler Bundesrat (Federal National Council/ al-Majlis al-Ittihadi al-Watani) mit 20 gewählten und 20 von den Emiren ernannten Abgeordneten (beratende Funktion), damit insgesamt 40 Mitglieder (letzte Wahlen am 03.10.2015).
Währung 1 Dirham (AED) = 100 Fils
Zeitzone UTC + 4 (MEZ+3h)
Stromnetz 220 V/ 50 Hz (UK Stecker)
Reiseadapter C, D, G
Kfz-Länderkennzeichen UAE
ISO-3166 AE, ARE
Internet-TLD .ae
Landesvorwahl +971
Reisepass & Visum Notwendig

Geographie

Fast 75 % des Landes sind von den ausgedehnten Sand- und Dünenfeldern der Rub al-Khali (ar-Rubcal-Ḫālī) geprägt. Das „leere Viertel“ ist eine rund 130 000 km² große Wüste aus Kalksand im Süden der Arabischen Halbinsel. Die Senken am Persischen Golf, früher als „Piratenküste“ verrufen, werden häufig von weitläufigen Salzpfannen (Sebkhas) eingenommen. Im Osten, an der Grenze zum Nachbarstaat Oman, steigt das Al-Haǧar-Gebirge (Al-Hajar) auf Höhen von über 1100 m an. Im Gebirge finden sich nur zeitweise fließende Flüsse.

Politik und Bevölkerung

Die Föderation besteht seit 1971 aus sieben arabischen Scheichtümern unterschiedlicher Größe: Abu Dhabi (Abū Ẓabī), Ajman (’Aǧmān), Dubai (Dubayy), Fudjaira (Al-Fuǧaira), Ras al-Khaimah (Ra’s al-Ḫaima), Sharjah (Aš-Šāriqa) und Umm al-qaiwain. Die nach feudalen Prinzipien verwalteten Scheichtümer betreiben eine relativ eigenständige „Innenpolitik“. Über die Hälfte der Einwohner sind ausländische Gastarbeiter, vor allem Pakistani, Inder, Perser und Bangladeschi. Die Bevölkerung konzentriert sich in den attraktiven Küstenregionen, im Hinterland sind nur die wenigen Oasen bewohnt. Der Islam ist Staatsreligion.

Geschichte

Bis weit ins 19. Jh. existierten im Lebensraum nomadisierender Stämme nur wenige feste Siedlungen an der Küste. Diese dienten als Stützpunkte für Handel und Fischerei (auch Perlenfischerei), aber auch als Unterschlupf für Piraten.

Vereinigte Arabische Emirate - Geschichte

570–632 Mohammed, Allahs Prophet. Mit seiner Flucht von Mekka nach Medina (622) beginnt die islamische Zeitrechnung
1507–1650 Die Küste des Arabischen Golfs steht unter portugiesischer Herrschaft
18. Jh. Beduinen siedeln an der Küste des Arabischen Golfs
19. Jh. Die Scheichtümer im Süden des Golfs werden in Europa als „Piratenküste“ bekannt; Großbritannien schließt 1835 Protektoratsverträge mit den Emiraten, unterbindet die Piraterie und bestimmt die Außenpolitik
1958 Erdölfunde in Abu Dhabi, danach in Dubai
1970 Großbritannien verlässt die Region am Arabischen Golf
1971 Die Emirate Abu Dhabi, Dubai, Sharjah, Ajman, Umm al-Qaiwain, Fujairah und (1972) Ras al-Khaimah schließen sich zu den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) zusammen
2004 Der Herrscher von Abu Dhabi und erste Präsident der VAE (seit 1972), Sheikh Zayed Bin Sultan al-Nahyan, stirbt. Nachfolger in beiden Ämtern wird sein Sohn Sheikh Khalifa Bin Zayed
2006 Der Herrscher von Dubai, Sheikh Maktoum, stirbt. Nachfolger wird sein Bruder Mohammed Bin Rashid al-Maktoum – er wird damit auch Vizepräsident und Ministerpräsident der VAE
2009 Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise erreicht auch die VAE
2010 Das höchste Gebäude der Welt wird von Burj Dubai in Burj Khalifa umbenannt: als Anerkennung für Sheikh Khalifa bin Zayed für seine Unterstützung Dubais in der Finanzkrise. Bundeskanzlerin Angela Merkel und eine Wirtschaftsdelegation besuchen Abu Dhabi
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Botschaften der VAE

–Deutschland (Hiroshimastraße 18–20 | 10785 Berlin | Tel. 030 516516 | www.vae-botschaft.de)

– Österreich (Peter-Jordan-Straße 66 | 1190 Wien | Tel. 01 3681455)

Konsulat der VAE

Rue de Moillebeau 56 | 1209 | Tel. 022 9180000 | www.mission-emirats.ch

Deutsche Botschaft

Abu Dhabi Mall, Towers at the Trade Centre, West Tower | Abu Dhabi | Tel. 02 5967700 | www.abu-dhabi.diplo.de

Deutsches Generalkonsulat

Khalid Bin al-Waleed Road | Tel. 04 3972333 | www.dubai.diplo.de

Österreichische Botschaft

Sky Tower, Office No. 504 | Abu Dhabi | Tel. 02 6944999 | abu-dhabi-ob@bmeia.gv.at

Schweizer Botschaft

Centro Capital Center Building | Abu Dhabi | Tel. 02 6274636 | www.eda.admin.ch/abudhabi

Notruf

Polizei (Tel. 999), Feuerwehr (Tel. 997), Ambulanz, Notarzt (Tel. 998)

Internetzugang & wlan

Nahezu alle Hotels der Vereinigten Arabischen Emirate bieten ihren Gästen einen Internetplatz, oft kostenlos. WLAN (in den Emiraten WiFi) ist noch nicht sehr verbreitet. Hotspots findet man auch unter www.hotspot-locations.com.

Post

Postämter findet man in allen größeren Orten und Stadtteilen. Eine Postkarte nach Europa kostet 3 Dh.

Telefon & Handy

Die Vorwahl der VAE lautet 00971, von den VAE nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041. Telefonieren ist einfach und preiswert mit Telefonkarten (30, 50, 100 Dh) von Telefonkabinen.

Das Handy heißt in den VAE meist GSM oder cell phone. Netzbetreiber ist die Telefongesellschaft Etisalat (Tel. 101 | www.etisalat.co.ae). Mit einer Prepaid-Karte der VAE entfallen die Gebühren für eingehende Anrufe. Hohe Gebühren verursacht die Mailbox, daher besser bereits im Heimatland abschalten!

Besucher können eine lokale mobile Rufnummer (visitor mobile line) von Etisalat in Duty-free-Geschäften, im Flughafen und in Etisalat-Filialen kaufen: Kosten 80 Dh (ca. 16 Euro) mit 20 Dh (ca. 4 Euro) Startguthaben, Gültigkeit 90 Tage. Für Touristen interessant: In Etisalat-Geschäften und in Supermärkten (z. B. Carrefour) erhält man eine lokale Prepaid-Simkarte für 75 Dh mit 25 Dh Gesprächsguthaben; beim Kauf ist der Reisepass erforderlich.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Feste und Feiertage richten sich zum großen Teil nach dem islamischen Kalender, der sich am Mondwechsel orientiert. Das islamische Jahr ist rund elf Tage kürzer als unser gregorianisches Jahr. Da die muslimische Zeitrechnung am 15. Juli 622 beginnt, schreibt man 2012 das Jahr 1433 A.H. (Anno Hejra). Der Freitag ist der wöchentliche Ruhetag, das Wochenende schließt den Samstag ein.

Wechselnde Daten

Eid al-Adha heißt das dreitägige Opferfest am Ende der zehntägigen Pilgerperiode (Hadj) nach Mekka. Einmal in seinem Leben sollte jeder Moslem, so steht es im Koran, nach Mekka pilgern, sofern er dazu gesundheitlich und finanziell in der Lage ist. Man schlachtet einen Hammel und lädt Verwandte ein (1.–4. Sept. 2017, 21.–24. April 2018, 11.–14. Aug. 2019).

Ramadan ist der heilige Monat der Moslems, eine Zeit des Fastens und Betens.
Essen, Trinken und Rauchen ist tagsüber bis Sonnenuntergang in der Öffentlichkeit und unter freiem Himmel - auch für Nicht-Muslime - nicht gestattet (26. Mai–25. Juni 2017, 15. Mai–14. Juni 2018, 5. Mai–4. Juni 2019). Bis nach Sonnenuntergang wird kein Alkohol ausgeschenkt. Bauchtanz-Aufführungen und Live-Musik ist untersagt. Auch in einigen westlich orientierten Hotels sind Bars und Restaurants eventuell vorübergehend geschlossen und der Alkoholausschank kann eingeschränkt werden. Geschäfte haben individuell geänderte Öffnungszeiten. Eid al-Fitr ist das dreitägige Fest des Fastenbrechens am Ende des Ramadan mit Festmahlen – auch in Hotels – und dem Austausch von Geschenken; man kleidet sich festlich, in den Städten gibt es Feuerwerk, Jahrmärkte und Folklore (26.–28. Juni 2017, 15.–17. Juni 2018, 5.–7. Juni 2019).

Feste & Veranstaltungen

Januar/Februar

Das Dubai Shopping Festival lockt von Anfang Januar bis Anfang Februar mit Rabatten und Veranstaltungen. www.mydsf.ae

Mitte Januar startet in Dubai der Marathon. www.dubaimarathon.org

Die Golferelite tritt an, vier Tage Mitte Januar, zur Abu Dhabi Golf Championship auf dem 27-Loch-Platz des Abu Dhabi Golf Club. www.abudhabigolfchampionship.com

Beim 2010 ins Leben gerufenen Sharjah Light Festival (www.sharjahmydestination.ae) werden Mitte Februar neun Tage lang zwölf markante Gebäude (Moschee, Plätze, Souk, Museum) zum Mittelpunkt einer phantastischen Farbinszenierung. Internationale Lichtkünstler schaffen aus Licht und Dunkelheit, Farbe und Mustern vergehende Kunstwerke.

März

Beim Dubai World Cup trifft sich die arabische High Society zum höchstdotierten Pferderennen der Welt (eine Woche Ende März). www.dubaiworldcup.com

Seit 1993 richtet die Sharjah Art Foundation von Mitte März bis Mitte Mai die Sharjah Biennale für zeitgenössische Kunst in der Sharjah Arts Area aus. www.sharjahart.org

September

Bei der viertägigen International Hunting and Equestrian Exhibition (der Internationalen Jagd- und Pferdemesse) von Abu Dhabi stehen Mitte September Falken, Pferde und Gewehre im Mittelpunkt. www.adihex.com

In der Wintersaison (Okt.–April) finden auf den Rennbahnen der VAE am Wochenende Kamelrennen statt (Fr und Sa ab 7 Uhr morgens).

Dezember

Folkloreveranstaltungen, Bootsrennen und Feuerwerk in allen Emiraten am 2. Dez. zum National Day, dem Tag der Gründung der Vereinigten Arabischen Emirate 1971.

Zwei Wochen wird das ausgelassene Sharjah Water Festival (www.swf.ae) rund um die Khalid-Lagune mit Heißluftballons, Feuerwerk, Wasserski-Darbietungen und Shows gefeiert. Gleichzeitig findet die internationale Formel-1 Powerboat World Championship statt.

Feiertage

21. Sept. 2017, 11. Sept. 2018, 1. Sept. 2019 Hejra (Neujahr)
1. Dez. 2017, 21. Nov. 2018, 10. Nov. 2019 Maulid al-Nabi (Geburtstag des Propheten Mohammed)
13. April 2018, 3. April 2019 Lailat al-Miraj (Himmelfahrt des Propheten Mohammed)
6. August Accession Day (Tag des Dienstantritts von Präsident Sheikh Zayed)
2. Dezember National Day (Tag des Zusammenschlusses der sieben Emirate zu den Vereinigten Arabischen Emiraten 1971)
25. Dezember Weihnachten
Mobilität vor Ort

Auto

Die Emirate sind durch Autobahnen miteinander verbunden, Schilder sind zweisprachig. Höchstgeschwindigkeit in der Stadt 50 km/h und 120 km/h außerhalb. Statt Kreuzungen gibt es oft Verkehrskreisel (roundabout, Abkürzung: R/A); hier gilt: Wer im Kreis ist, hat Vorfahrt. Immer häufiger regeln Überführungen (flyover) die Geradeausfahrt.

Öffentliche Verkehrsmittel

In Abu Dhabi, Al Ain und Sharjah gibt es zwar Stadtbusse, da ihr Fahrziel – wenn überhaupt – nur in arabischer Schrift angegeben ist, werden sie fast nur von asiatischen Gastarbeitern benutzt. In den anderen Emiraten gibt es nur wenige Busse. Locals nehmen ihr Auto, Touristen meist Taxis. In Abu Dhabi am Flughafen lässt sich gut ein Auto mieten, da man sich dort relativ problemlos orientieren kann und die Wege im Emirat (z. B. nach Süden und zu den Liwa-Oasen) recht weit sind.

Nur in Dubai erreichen Touristen die meisten Sehenswürdigkeiten bequem mit der Metro, die in großen Teilen als Hochbahn fährt und beste Ausblicke auf die Stadt bietet, oder mit einer der zahlreichen Stadtbuslinien, deren Ziele oft auch in englischer Sprache angegeben sind (Daypass Metro, Bus, Waterbus 16 Dh).

Linienbusse (Emirates Express) verkehren zwischen Dubai und Abu Dhabi, Al-Ain, Hatta, Fujairah. 6–22 Uhr | Fahrpreise 15–25 Dh

Wüstentouren

Die Autobahnen durch Sand-, Geröll- und Sumpfwüsten sollte man nicht verlassen. Buchen Sie besser eine Tour bei einem einheimischen Reiseveranstalter.

Taxi

In Dubai kostet ein Taxi 3,5 Dh Grundpreis (20 Dh ab Flughafen und nach Sharjah) und 1,7 Dh/km, nachts und feiertags etwas mehr. In Abu Dhabi und Sharjah haben Taxis ebenfalls Taxameter, die Preise sind noch geringer. In Dubai gibt es Frauentaxis, zu erkennen an ihrem rosa Dach und der rosa Innenausstattung (und natürlich einer Fahrerin). Eine Fahrt von Dubai nach Abu Dhabi oder Fujairah kostet ca. 250 Dh, hin und zurück 450 Dh. In den übrigen Emiraten muss der Fahrpreis ausgehandelt werden.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Besonders vielfältig ist das Angebot an Restaurants in den Vier- und Fünf-Sterne-Hotels. Diese haben mitunter bis zu einem Dutzend verschiedene Lokale, darunter auch solche mit indischer, japanischer, französischer, mexikanischer, italienischer und libanesischer Küche.

In den arabischen Restaurants prägen Lamm, Huhn, Reis und Gemüse die Menüs. Fleisch wird häufig in Joghurtsaucen mariniert und über Holzkohle gegrillt. Rindfleisch gibt es eher selten, Schweinefleisch ist aus religiösen Gründen weitgehend tabu. Sehr beliebt als Beilage ist Reis; bevorzugt wird der aus Indien importierte Basmati, langkörnig, mit leicht nussartigem Geschmack und unverwechselbarem Duft.

Typisch ist die großzügige Verwendung von Gewürzen. Kardamom, Pfeffer, Safran und Knoblauch werden seit jeher geschätzt. Im Holzkohlenofen gebacken wird knuspriges Fladenbrot, das noch heiß auf den Tisch kommt. Aus dem Arabischen Golf und dem Indischen Ozean kommen Fisch und Meerestiere, Langusten und Hummerkrabben, die man gern gegrillt zubereitet und mit Knoblauch und Limonen serviert. Traditionell in Arabien beliebte Vorspeisen sind sauer eingelegte Gemüse sowie ein mit Sesamöl zubereitetes Kichererbsenpüree. Arabische Desserts sind eine köstliche, oft auch kalorienhaltige Angelegenheit, weil sie mit reichlich Honig, Pistazien und Mandeln zubereitet werden.

Zu einem typisch arabischen Frühstück gehören Fladenbrot, schwarze Oliven, Ziegenkäse und Joghurt, dazu schwarzer Tee oder Kaffee. In den Hotels werden am Morgen große Buffets aufgebaut, die nahezu alles bieten, was das Herz begehrt: diverse Sorten Brot und Brötchen, Waffeln und French Toast, Patisserien (Croissants, Kleingebäck, Kuchen), frisches Obst und Obstsalat, Joghurts, Müsli und Cornflakes, Wurst, Lachs und geräucherter Fisch, Eierspeisen, gegrillte Tomaten und gebratene Würstchen, Bratkartoffeln, Bohnen in Tomatensauce, mitunter gibt es auch japanische Miso-Suppe, chinesische Dim-Sums (mit Fleisch und Gemüse gefüllte, dampfgegarte Teigtaschen) und Sushis. Dazu serviert man Säfte, Tee, Kaffee und Cappuccino. Manchmal ist auch eiweißreiche, kalorienarme Kamelmilch im Angebot.

Üppige Speisenbuffets stellen in den Hotels auch mittags und abends die Gäste zufrieden. Typisch sind die mehrmals pro Woche wechselnden kulinarischen und geografischen Schwerpunkte (z. B. italienisch, mexikanisch, Fisch, Meeresfrüchte etc).

Bei einem typischen „Friday Brunch“, zu dem man sich am späten Freitagvormittag in den Hotelrestaurants trifft, bekommt man ehesten einen Eindruck von der Multikulturalität des Landes, die auch die kulinarische Szene prägt. Die Tische biegen unter den versammelten Leckereien: italienische Antipasti, französische Hors d’ouevre, Biomüsli aus Österreich, arabische Gemüsespezialitäten, japanisches Sushi und chinesisches Dim Sum: Einfach köstlich!

Das breit gefächerte Angebot der Restaurantszene der Vereinigten Arabischen Emirate reicht von der einfachen Imbissbude über den Foodcourt in der Shoppingmall bis hin zum luxuriösen Gourmettempel. Einmalig sind die vielen ethnischen Restaurants, betrieben von expatriates, den „Gastarbeitern“ der Arabischen Halbinsel. Neben anderen arabischen und asiatischen Küchen finden Sie auch afrikanische und westliche Lokale. Besonders groß und breit gefächert ist das Angebot in Abu Dhabi und Dubai, dort können Sie hervorragend (und außerdem sehr günstig) indisch und pakistanisch essen.

Die teuersten und auch am aufwendigsten designten Restaurants finden Sie in den Luxushotels. Günstig isst man in den Foodcourts der Malls. Hier finden Sie nebeneinander liegende Selbstbedienungsrestaurants (food outlets) jeder Couleur, neben Fast Food auch ethnische Restaurants aus Asien und Lateinamerika sowie Fisch- und vegetarische Restaurants. Sowohl in den Foodcourts wie am Straßenrand wird shawarma verkauft, eine köstliche Spezialität (warmes Fladenbrot mit Fleisch und Salat).

Der Islam verbietet den Gläubigen den Genuss von berauschenden Getränken. In den Emiraten gibt es daher Alkoholika nur in Hotels und lizenzierten Restaurants und Clubs. Nur in Sharjah herrscht striktes Alkoholverbot. Frisch gepresste Mangos, Papayas, Bananen und Orangen werden überall eisgekühlt serviert. Einzigartig sind die „Mocktails“, fantasievolle Kombinationen von Obstsäften. Natürlich trinkt man viel Wasser, gereicht in großen Plastikflaschen. Dieses preiswerte Mineralwasser wird in den Emiraten (u. a. in Masafi) abgefüllt. Das Leitungswasser ist einwandfrei, doch stört der leicht schwefelige Geschmack, weil es sich um entsalztes Meerwasser handelt.

Trinkgeld

In Restaurants werden 10 Prozent Trinkgeld nur erwartet, wenn der service charge nicht schon im Rechnungsbetrag enthalten ist; das ist jedoch nur selten der Fall. Gepäckträger erhalten 3 Dh pro Stück, im Taxi rundet man etwas auf. Zimmermädchen bekommen 5 Dh pro Tag.

Einkaufen und Shoppen

Die Menschen in den VAE sind stolz auf ihre Händlermentalität. Gewürze, Gold und Silber, Brokate aus Indien und Seide aus China – am Arabischen Golf wurde schon immer gerne gehandelt. Jahrhundertelang kaufte man ein im Souk, d. h., in einem Viertel, in dem die gleichen Waren an vielen kleinen Verkaufsständen nebeneinander angeboten wurden. Teppiche in der einen Gasse, Safran, Zimt und Kardamom in der nächsten, Geschirr und Plastikschüsseln in einer anderen – allein der Wille Allahs entscheidet, so hieß es, zu wem der Käufer gelangt, und Konkurrenz belebt das Geschäft. Mit dem steigenden Reichtum veränderten sich die Souks zunehmend, und häufig sind die Läden heute in modernen Einkaufskomplexen untergebracht, weniger malerisch für Besucher, aber immer noch typisch. Zum Angebot dazugekommen sind Elektronikartikel und Koffer, Plastikspielzeug und billige westliche Bekleidung.

Längst haben moderne Shoppingmalls die einstige Rolle der Souks als Einkaufsplatz eingenommen. Wer an Shopping Spaß hat, der wird tagelang durch die Malls streifen, zumal diese auch architektonisch interessant und wesentlich aufwendiger gestaltet sind, als man es von Europa her kennt. Die Architektur ist beeindruckend, die Größe der klimatisierten Einkaufsarkaden gigantisch. Zwischen Glas, Chrom und Marmor ragen künstliche Palmen empor, rauschen Wasserfälle. Designer aus aller Welt stellen die jüngsten Kollektionen aus, es gibt Juweliergeschäfte, englisches Markenporzellan, Schweizer Uhren, Dessous aus den USA und Puzzles aus Deutschland – nirgendwo auf der Welt ist die Auswahl so groß, sind die Preise – dank fehlender Steuern und Zölle – so moderat. Zwischendurch erholt man sich in einem der vielen SB-Cafés und in den Fast-Food-Outlets der Malls. Hochburg fürs Shopping ist Dubai, wo es an die 50 luxuriöse Shoppingmalls gibt, darunter diegrößten der Welt (Dubai Mall, Mall of the Emirates).

Antikes

Günstig sind Waren, die aus Indien und Indonesien stammen, zum Teil auf alt getrimmte Kleinmöbel, Bilderrahmen, Vasen und Skulpturen. Aus Jemen stammen wunderschöne (jedoch hochpreisige) alte Teppiche, Töpferwaren und Holztruhen. Die größte Auswahl haben Sie im Central Souk (Blue Souk) in Sharjah. Darüber hinaus gibt es entsprechende Geschäfte in fast jeder Mall.

Sonstige Einkaufen

Dubai Shopping Festival

Im Emirat Dubai offerieren alle Geschäfte 20–40 Prozent Rabatt, täglich werden Sachpreise in Millionenhöhe verlost, daneben gibt es Modenschauen, Konzerte, Feuerwerke. Wann fällt die Stadt in diesen Kaufrausch? Von Mitte Januar bis Mitte Februar. Wenn Sie dabei sein wollen, heißt es frühzeitig ein Hotel buchen (www.mydsf.com).

Schmuck

Der Gold Souk von Dubai ist der bekannteste und berühmteste Ort, wenn Sie in den Emiraten Goldschmuck erstehen wollen. Zudem sind die Stücke aus dem Edelmetall nirgendwo günstiger als in diesem Emirat. Der Preis richtet sich nur nach dem Gewicht des Schmuckstücks, die Verarbeitung bekommen Sie kostenlos dazu. In Abu Dhabi liegt der neue Gold Souk neben dem Madinat Zayed Shopping Complex.

Kunstgalerie Kunsthandwerk & Design

In Sharjahs Arts Area in der Altstadt offerieren renommierte Galerien Bilder und Objekte einheimischer Künstler – hier sollten Sie zugreifen, wenn Sie ein Faible für die schönen Dinge haben. Die Spannbreite reicht von moderner, abstrakter Kunst zu Objekten, die sich auf die arabischen Wurzeln beziehen.

Mode

In den Shoppingmalls finden Sie sowohl die teuersten Designer (Armani, Chanel) als auch junge, moderne Marken wie Zara und Gap, für Frauen wie für Männer. Kinderboutiquen sind ebenfalls sehr häufig anzutreffen. Übersichten am Eingang zeigen an, welche Firmen vertreten sind. Halten Sie nach Sonderangeboten Ausschau, teilweise gibt es Rabatte bis zu 50 Prozent, etwa wenn Einzelstücke auslaufender Kollektionen im September und Februar/März abverkauft werden.

Baden

Besuchen Sie besser die Beach Clubs, da öffentliche Strände (open beach) ohne Infrastruktur sind und man zudem mit gaffenden expatriates aus Asien rechnen muss. In einigen Stränden der VAE beeinträchtigen Unterströmungen das Baden und Schwimmen. Eine Aufsicht und Lebensretter sowie rote Fähnchen zur Warnung findet man nur an Privatstränden der Strandhotels und in den kostenpflichtigen Beach Parks. Z. B. Dubai: Jumeirah Beach Park (Jumeirah Road | Eintritt 5 Dh | 700 m langer Strand | So–Mi 8–22, Do–Sa 8–23 Uhr | Mo nur Frauen und Kinder). Abu Dhabi:Corniche Beach (tgl. 7–23 Uhr | Eintritt 5 Dh | Corniche Road West).

Fotografieren

Einzelne Personen fotografiert man nur, wenn diese es erlaubt haben. Moslemische Frauen dürfen aus religiösen Gründen nicht fotografiert werden, es sei denn, sie gestatten es ausdrücklich. Militärische Einrichtungen, Polizeieinrichtungen, Hafenanlagen und Flugplätze sind für Fotografen tabu. Bei den Palästen der Herrscher sollte man vorher die Wache fragen.

Spezialitäten

achar in Essig und Knoblauch eingelegtes Gemüse: Blumenkohl, Oliven, Mohrrüben, Zwiebeln, Paprika
baba ghannush Auberginenpüree mit Sesamöl
baharat Gewürzmischung aus zerstoßenem Pfeffer, Koriander, Nelken, Kreuzkümmel, Muskatnuss, Zimt und Paprika
baklava Blätterteig-Dessert aus Mandeln, Sirup und Pistazien
chai schwarzer Tee (meist gesüßt)
foul medames gekochte, dicke Bohnen in würziger Tomatensauce, serviert mit Zwiebeln und Gemüsen
houmus Püree aus Kichererbsen und Sesamöl
khoubiz warmes Fladenbrot, das beim Essen ohne Besteck als Löffelersatz verwendet wird
labneh Quark mit Knoblauch
ma madiniya Mineralwasser
mashwee samak Fischgericht vom Barbecue
maskoul Reis mit Zwiebeln
mehalabiya Pudding mit Pistazien
muaddas Reis mit braunen Linsen
muhammar süßer Reis mit Kardamom, Rosinen, Rosenwasser und Mandeln
mutabbal gebackene Auberginen mit Sesampaste und Nussöl
qahwa Kaffee (meist mit Kardamom und ungesüßt)
shaurabat adas traditionelle arabische Linsensuppe
shawarma dünn geschnittenes Lamm- oder Hühnerfleisch vom Spieß mit Salat und Joghurtsauce, serviert in einem Fladenbrot
shish kabab Lammfleisch am Spieß
shish tawook mariniertes, gegrilltes Hühnerfleisch am Spieß
tabouleh Salat aus gehackter Petersilie, klein gewürfelten Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Weizenschrot und Minze
wara enab mit gewürztem Reis gefüllte Weinblätter
Stichworte

Bevölkerung

Von den 8,2 Mio. Bewohnern der VAE sind nur 948 000 Einheimische, sogenannte locals oder nationals. 88 Prozent der Bevölkerung, in Dubai 90 Prozent, sind Ausländer – Gastarbeiter oder expatriates –, das ist weltweit ein Rekord. Der kometenhafte wirtschaftliche Aufstieg von Beduinensiedlungen zu Weltmetropolen war nur durch Gastarbeiter möglich, die ihr Know-how und ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellten. Die Mehrzahl stammt aus Indien, Pakistan, Sri Lanka, den Philippinen, Thailand, Bangladesch oder anderen arabischen Ländern. Da nur Gastarbeiter mit höherem Einkommen für ihre Familien Aufenthaltsrecht in den VAE bekommen, sind mehr als drei Viertel der Bevölkerung männlich.

Datteln

Ein Glas Tee und eine Handvoll Datteln gelten in den VAE nach wie vor als klassischer Willkommensgruß für Gäste. Kein Wunder, dass jedes Hotel beim Frühstücksbuffet seinen Gästen die gesunden Früchte anbietet. Die goldbraunen Datteln, die zu zwei Dritteln aus Zucker bestehen, die wichtigsten Mineralien und Vitamine enthalten, darüber hinaus noch verdauungsfördernde Fasern, schmecken frisch am besten, sind aber auch getrocknet noch nach einem Jahr sehr gut. Dutzende von Dattelarten sind in den VAE bekannt, die größten werden mit Marzipan oder Mandeln gefüllt, in Seidenpapier gehüllt und in Holzschatullen oder Pralinenkisten verpackt – und eignen sich so gut als Mitbringsel.

Dattelpalmen sieht man in den VAE nicht nur in den Oasen, sondern auch im Stadtbild. Die „Bäume des Lebens“ schätzt man von jeher, weil sie so vielfältig nutzbar sind, denn sie spenden nicht nur Schatten. Der Stamm dient als Bau- oder Brennholz, mit Palmwedeln baute man Wände und Dach der Hütte, aus Palmblättern flicht man Körbe und Matten, aus ihren Fasern dreht man Seile. Erst nach etwa acht Jahren trägt die Palme Früchte, erreicht nach zwei Jahrzehnten ihre volle Tragfähigkeit.

Dhau

Das traditionelle arabische Boot wird noch in Handarbeit gebaut. Der Begriff Dhau (englisch: dhow) wurde von den Europäern für die ihnen alle gleich erscheinenden arabischen Segelboote eingeführt und bezeichnet auf der Arabischen Halbinsel ein traditionelles Boot, mit dem seit Jahrhunderten Fischfang, Perlentaucherei und Handel getrieben wird. Obwohl heute von einem Motor und nicht mehr per Segel vorwärtsbewegt, sind Form und Aussehen, Material und Fertigung gleich geblieben. Das Holz – meist indisches Hartholz (z. B. Teak) – muss importiert werden. Es wird nicht mehr von Sisal, sondern von Nägeln zusammengehalten. Es gibt unterschiedliche Bootstypen, von denen der Sambuk mit eckigem Heck der häufigste ist; weitere Arten sind z. B. Boom und Ghanja. Die Araber benutzen den Begriff Dhau nicht, sie nennen die Boote nach ihrem Typ. Trotz Fortschritt und Modernität: Wie Kamele und Falken gehören die altertümlichen Boote zur Tradition derEmirate, an der die nationals sehr hängen.

Falaj

Die Wüste lebt, auch auf der Arabischen Halbinsel, wo seit Jahrhunderten Landwirtschaft betrieben wird. Lebenswichtig war die Kunst, das kostbare Wasser über Kilometer hinweg zu Palmenhainen und Gemüsefeldern zu transportieren. Die ältesten dieser in Stein geschlagenen und aus äußerst haltbarem Zement geformten Kanäle, falaj genannt, sind über 2500 Jahre alt. In den Emiraten wird dieses Bewässerungssystem zum Teil noch heute genutzt, zu sehen in Al-Ain, Al-Dhaid, Wadi Hatta und Buraimi. In den Heritage-Dörfern von Abu Dhabi und Dubai gibt es zudem Nachbildungen antiker Falaj-Systeme.

Falken

Der Falke ist das Wappentier der VAE. Falken werden mehrere Monate von erfahrenen Falknern abgerichtet. Ist der Raubvogel an Menschen gewöhnt und kennt seine Aufgaben, wechselt er an seinen neuen Besitzer. Draußen in der Wüste schwingt sich der Vogel vom ausgestreckten Arm in die Luft und stößt herab, wenn er ein Beutetier erspäht hat, um danach regungslos auf seinen Herrn zu warten.

Die kostbarsten Falken sind bis zu 1 Mio. Dirham (ca. 200 000 Euro) wert und werden von ihren Besitzern auch mit ins Ausland zur Jagd genommen. Ausländer bekommen von der Falkenjagd, dieser jahrhundertealten Leidenschaft der Araber, selten etwas mit. Im Heritage Village von Abu Dhabi werden abgerichtete Falken vorgeführt.

Frauen

Die VAE gehören zu den liberalsten Ländern der Arabischen Halbinsel. Hier verwalten einheimische Frauen ihr eigenes Vermögen und spielen deshalb auch wirtschaftlich eine bedeutende Rolle. Eigene Schulen und Universitäten bereiten sie auf das soziale und berufliche Leben vor. Längst sind die Frauen an den Hochschulen des Landes in der Mehrzahl. In den VAE gibt es vier Ministerinnen, neun der 40 Parlamentsabgeordneten (FNC = Federal National Council), zwei Drittel der Regierungsangestellten und 40 Prozent der Angestellten von Banken und Finanzdienstleistern sind Frauen, und in Abu Dhabi wurde die erste Richterin der Öffentlichkeit vorgestellt.

Islam

Religion und Alltag lassen sich für einen gläubigen Moslem nicht trennen. Der Glaube an Gott ist Lebensanschauung. Dieser Gott ist transzendent, nämlich menschliches Wissen übersteigend. „Bi ismi Allah, Ar-Rahmaani, Ar-Rahimi“, „Im Namen Gottes, des Gnädigsten, des immer Barmherzigen“, ist eine bei vielen Gelegenheiten von den Gläubigen gebrauchte Rede, die den göttlichen Segen erbittet und die die göttliche Weisheit in den Alltag integrieren will. Im Heiligen Koran ist genau festgehalten, wie sich ein Moslem zu verhalten hat. Essenziell sind u. a. fünf Gebete pro Tag mit Rezitationen und Lobpreisungen aus dem Koran sowie die Pflicht zum Unterstützen von Bedürftigen. Ebenfalls wichtig ist: Der Islam betont die Einheit aller monotheistischen Religionen, d. h., auch Jesus ist nach dieser Auffassung ein Prophet, das Evangelium gilt wie die jüdische Thora als Offenbarung, die dem Koran gleichwertig ist.

Kamele

Das einhöckerige Dromedar wird auf der Arabischen Halbinsel camel genannt. Das Dromedar (auch „Arabisches Kamel“) ist in Nordafrika, Südwest-Asien (Arabische Halbinsel) und Australien beheimatet. Das zweihöckrige Kamel (auch „Trampeltier“) lebt dagegen in Asien (Mongolei und Indien). Statussymbol, Verkehrsmittel, Lastenträger, Milch- und Fleischlieferant, als Rennkamel Liebesobjekt und Geldanlage: Tausend Jahre vor der Zeitrechnung domestizierte man in dieser Region das Dromedar. 40 km kann es am Tag zurücklegen, dabei bis zu 300 kg tragen, mehrere Tage kommt es ohne Nahrung und Wasser aus. In den Emiraten sind Kamelrennen ein beliebter Zuschauersport, in der Wintersaison herrscht am Wochenende auf den Rennplätzen immer Betrieb. Das Antreiben der Kamele übernehmen kleine Roboter.

Mocktails

Schon seit geraumer Zeit sind Mocktails „in“ und auf jeder Getränkekarte zu finden. Wie wäre es mit einer „Virgin Colada“ oder einem „Ipanema“ zum Sonnenuntergang? In den VAE kennt man neben den klassischen Cocktails, die einfach ohne Schuss serviert werden (hier Piña Colada und Caipirinha) ungezählte exotische und farbenfrohe Kreationen, die ganz ohne Alkohol auskommen. Jede Bar, die auf sich hält, hat einen eigenen Signature Mocktail. Typisch sind in den VAE Mocktails, die Dattelsaft enthalten, Klassiker hingegen solche mit viel Minze und Limone.

Pferde

Schon vor der Zeitenwende hielt man auf der Arabischen Halbinsel Pferde, und reinrassige Araber werden heute als die schönsten Pferde angesehen. Die eher kleinen Tiere gelten als intelligent, sind besonders schnell und vor allem ausdauernd. Vermutlich bildeten sich diese Eigenschaften über Jahrtausende heraus, da die ungünstigen klimatischen Bedingungen der Wüste nur ein Teil eines Fohlenjahrgangs überlebte. In den Emiraten liebt man das Pferd, es wird von Beduinen ebenso wie von den Emiren hoch geschätzt. Es ist überliefert, dass der Prophet Mohammed bei seiner Flucht von Mekka nach Medina 100 Pferde mit sich führte. Auf den Rennbahnen der VAE finden in den Wintermonaten jede Woche Pferderennen statt, mit hohen Geld- und Sachpreisen für die Gewinner. Das höchstdotierte Galopprennen der Welt mit 6 Mio. Dollar Preisgeld wird jeden März in Dubai ausgetragen. Die Pferde werden in klimatisierten Ställen gehalten, von Pflegern und Veterinärenbetreut, erhalten importiertes Kraftfutter, und zum Training geht’s auch ins Pferdeschwimmbad.

Politik

Sheikh Khalifa Bin Zayed al-Nahyan, der Emir von Abu Dhabi, ist Präsident der 1971 als föderativer Bundesstaat gegründeten VAE. Ihm zur Seite steht der Oberste Rat (Supreme Council), der sich aus den Emiren der übrigen Emirate konstituiert. Allerdings beschränkt sich die Zusammenarbeit der sieben Emirate weitgehend auf Außenpolitik und auf wirtschaftspolitische sowie juristische und verteidigungspolitische Fragen. Ministerpräsident ist Dubais Herrscher Sheikh Mohammed Bin Rashid al-Maktoum. Präsident und Ministerpräsident werden vom Obersten Rat jeweils für 5 Jahre gewählt, ihre Wiederwahl ist unbegrenzt möglich. Auch die übrigen Ministerposten des Staatenverbundes rekrutieren sich weitgehend aus Mitgliedern der Herrscherdynastien. Die Regierung der VAE und der jeweiligen Scheichtümer erfolgt nach feudalistischem Prinzip, d. h. es gibt weder Parteien noch Gewerkschaften; der Emir bestimmt per Dekret. Die Zufriedenheit der einheimischenBevölkerung mit ihrer Regierung ist sehr hoch und u. a. auf die zahlreichen sozialen Leistungen und den überaus hohen Lebensstandard zurückzuführen. In Behörden, bei Firmen, gar in Hotels angestellte Emirati erhalten einen sehr großzügigen Mindestlohn, ein Vielfaches des an expatriates gezahlten Geldes.

Shisha

Erdbeer, Banane und Latte macchiato: Die in den Shisha-Cafés der VAE angebotenen aromatisierten Tabaksorten wechseln jede Saison. Seitdem in Europa Wasserpfeifen bei Jugendlichen von heute auf morgen in wurden, hat sich auch in Arabien die jahrhundertealte Leidenschaft der einstigen Beduinen verändert. Immer mehr Shisha-Cafés öffnen in den Städten, und zunehmend Frauen und Touristen schätzen den aromatischen (wenngleich ungesunden) Rauch und das entspannende Blubbern der wassergekühlten Pfeifen – deshalb auch hubbly-bubbly genannt – als unverzichtbar zum Chillen.

Tradition & Moderne

Trotz der hypermodernen Fassade ist die Vergangenheit präsent: Auf dem Kamelmarkt von Al-Ain taxieren Einheimische die Tiere, bevor sie mit dem Kaufverhandlungen beginnen, Frauen mit verhüllenden Gesichtsmasken bummeln durch die Souks, ihre Hände verziert mit dunkelroten Henna-Malereien. Man trifft sich auf den wöchentlichen Kamelrennen ebenso wie in den Clubs der Luxushotels. Mit Porsche-Geländewagen und Limousinen der Oberklasse parkt man vor der Moschee, um mit den rituellen Waschungen zu beginnen und zu beten. In weiße Dishdashas gekleidete Männer treffen sich mit ihren Gattinnen in den Gourmettempeln der Stadt, in der einen Hand das neue Blackberry, in der anderen die Gebetskette. Zu ihren Häusern – kleine Schlösser im arabischen Neo-Look – haben nur Familienmitglieder und enge Freunde Zugang. Und natürlich gibt es Bereiche, die nur den Frauen gehören, und solche, die dem Hausherrn vorbehalten sind.

Umwelt

Obwohl die Emirate in erster Linie für ihre spektakulären Bauprojekte bekannt sind, bemüht man sich neuerdings, umweltbewusst aufzutreten. Statt – mit Skihallen oder Eisbahnen – weiterhin als Energieverschwender angeprangert zu werden, wollen besonders Dubai und Abu Dhabi Vorreiter für Klimaschutz werden und investieren deshalb Milliarden in diesem Bereich. In allen Emiraten werden weitläufige Parks eingerichtet und Bäume angepflanzt. Ein außerordentliches Projekt ist etwa die vom britischen Stararchitekten Lord Norman Foster entworfene und noch im Bau befindliche Ökostadt Masdar, die vollkommen CO2-neutral in der Wüste, rund 30 km östlich von Abu Dhabi, entsteht. Eine Universität (Masdar Institute of Science and Technology) wird sich dort der Forschung im Bereich neuer Umwelttechnologien verschreiben. Um auch die Bürger, nationals wie expatriates, auf den grünen Weg zu bringen, setzt man auf jährliche Umwelttage und wiederholte Aktionen („plant a tree“), fordert auf, mit Klimaanlagen bewusster umzugehen, Strom zu sparen und auf nachhaltigen Konsum zu achten.

Wirtschaft

Die VAE steuern 3 Prozent der Ölproduktion der Welt bei, besitzen jedoch 10 Prozent aller Ölvorkommen. Das Bruttoinlandsprodukt betrug 2011 rund 250 Mrd. US-Dollar, davon etwa 30 % Öl- und Gasabhängig und ca. 50 000 US-Dollar pro Kopf. Die Staatsfonds von Abu Dhabi verfügen über 600 Mrd. Dollar, der Anteil des Emirats an der Daimler AG beträgt 9,1 Prozent – „Abu Daimler“ heißt es im Betrieb. Die Auslandsverschuldung der Emirate liegt bei 130 Mrd. Dollar, davon fallen auf Dubai 80 000–100 000 Mrd.

Wüste

Die VAE liegen in der Trockenzone der Erde, am Rand der Wüste Rub al-Khali. Die Wüste erscheint in vielfältiger Gestalt, als Sanddünen, Geröllfläche und am Meer als flache Salzwüste (sabkha). Niederschläge sind selten und versickern sehr schnell. Mit großen Anstrengungen und Milliarden von Dollar versucht man, der weiteren Ausbreitung der Wüste entgegenzuwirken. Mit Wasser aus Meerwasserentsalzungsanlagen wird die Wüste begrünt, werden Parks, Dattelhaine, Gärten und landwirtschaftliche Flächen angelegt.

Bloss nicht!

Familienurlaub im Sommer

Während der Sommermonate wird es weit über 40 Grad heiß, und man verbrennt sich selbst auf dem Weg ins Wasser die Füße im Sand. Für Kinder ist dann ein Aufenthalt in den Emiraten eine Qual. Wenn Sie also die hohen Rabatte nutzen wollen, die die Hotels im Sommer offerieren, sollten Sie auf jeden Fall die Kinder zu Hause lassen.

Bauchfrei unterwegs in Sharjah

Nach den geltenden Bestimmungen ist es im Emirat Sharjah nicht erlaubt, in Strandbekleidung (d. h. etwa im Bikini-Oberteil oder mit Badeanzug und Rock) oder anderweitig „anstößig“ in der Stadt unterwegs zu sein; es drohen Geldstrafen und im schlimmsten Fall sogar Arrest.

Mit zu viel Alkohol auffallen

In den Emiraten serviert man in einigen Restaurants und im Hotel jeden gewünschten Drink. Die dürfen Sie genießen. Jedoch: Wer alkoholisiert auffällt, muss mit Problemen bis hin zu Gefängnis rechnen.

Im Restaurant den Tisch selbst suchen

Selbst in kleinen, einfachen asiatischen Restaurants: Steuern Sie lieber nicht ungefragt auf einen Tisch zu, sondern lassen sich einen (auch Ihrer Wahl) zuweisen. Das kommt besser an, weil es alle so machen.

Beim Abendbummel den Pass vergessen

Bars und Diskotheken dürfen nur von Personen über 21 Jahren besucht werden. Einige Nachtclubs kontrollieren den Pass eines jeden Gastes.

Allein in die Wüste fahren

Wer mit dem Mietwagen ohne Vierradantrieb unterwegs ist, sollte die Straße nicht verlassen und in die Wüste hineinfahren. Der Sand ist zwar flach und scheint fest, aber die weichen „Löcher“ erkennt man als Fremder nicht. Plötzlich sitzt man fest, der PKW liegt auf.

Während des Ramadans reisen

Das öffentliche Leben ist während des jährlichen Fastenmonats stark eingeschränkt. Geschäfte und Restaurants öffnen erst nach Sonnenuntergang, die Hotellobby ist leer, Taxis nur schwer zu bekommen. Zu essen und zu trinken gibt es oft erst nach Einbruch der Dunkelheit – oder vom Zimmerservice.

Wadi bashing

Mit Geländewagen werden Touren querfeldein durch die Wüste und in die Wadis unternommen und dabei Wüstenpflanzen zerstört, die auf dem kargen Boden nur mühsam gedeihen – Vergnügen auf Kosten der Natur.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Anfang Juni 2017 haben die Vereinigten Arabischen Emirate () die diplomatischen Beziehungen zu Katar mit sofortiger Wirkung abgebrochen, bis auf weiteres sind alle Flüge zwischen und Katar ausgesetzt.

Reisende werden gebeten, sich bezüglich ihrer Reiseverbindungen direkt mit ihrer jeweiligen Fluggesellschaft in Verbindung zu setzen sowie diese Reise- und Sicherheitshinweise aufmerksam zu verfolgen, die fortlaufend aktualisiert werden.
Während katarischen Staatsangehörigen und Staatsangehörigen mancher anderer Länder mit gültigen längerfristigen Aufenthaltstiteln für Katar ("residence permits") die Einreise in und der Transit durch die verwehrt werden soll, gilt dies nach Auskunft der -Behörden nicht für -Bürger.
Für die Einreise deutscher Staatsangehöriger sollten daher weiterhin ungeachtet eines möglichen katarischen Aufenthaltstitels die üblichen Einreisebestimmungen gelten. Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Mitarbeiter von Fluggesellschaften beim Check-in bzw. Grenzbeamte hierüber nicht im Detail informiert sind.

Die Behörden der haben mitgeteilt, dass öffentliche Sympathiebekundungen für Katar z.B. in sozialen Medien unter Strafe gestellt werden, so dass selbst eine Freiheitsstrafe oder empfindliche Geldstrafe nicht ausgeschlossen werden kann.

Die Einreise in die mit einem vorläufigen Reisepass ist laut Angaben der Botschaft der in Berlin grundsätzlich nicht mehr möglich, Allen Reisenden wird daher empfohlen, rechtzeitig (ggf. im Expressverfahren) einen biometrischen Reisepass zu beantragen, siehe auch Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige.

Die Gebräuche und Gesetze der sind stark durch den Islam und dessen Glaubensinhalte und Wertvorstellungen geprägt. Reisende sollten (insbesondere während des Fastenmonats Ramadan) u.a. durch ihre Kleidung und ihr Verhalten gegenüber diesen religiösen und sozialen Traditionen Respekt zeigen.

Die Terrororganisation hat seit September 2014 mit Anschlägen in Ländern gedroht, die mit den verbündet sind. Die Vereinigten Arabischen Emirate () sind ein prominentes und aktives Mitglied der Anti--Koalition. Reisenden wird empfohlen, sich insbesondere in größeren Menschenansammlungen sicherheitsbewusst und situationsgerecht zu verhalten.

Kriminalität

Die zählen zu den sichersten Länder des Mittleren Ostens mit einer äußerst niedrigen Kriminalitätsrate. Dennoch sind vereinzelt Taschendiebstähle z. B. in großen Einkaufszentren oder bei Großveranstaltungen nicht auszuschließen. Besondere Aufmerksamkeit sollten alleinreisende Frauen und (weibliche) Jugendliche bei der Benutzung von Taxis oder bei Spaziergängen nach Einbruch der Dunkelheit walten lassen, da es hier in letzter Zeit vermehrt zu Übergriffen gekommen ist.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalreisende werden ggfs. über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Drogenbesitz und -Konsum

An den Flughäfen werden auch Transitreisende auf Drogen kontrolliert. Für den Besitz auch nur geringster Mengen (weniger als 0,1 g) in Reisegepäck, Kleidung oder am Körper drohen langjährige Haftstrafen. Im Rahmen von Strafverfahren wird selbst der u.U. einige Tage zurückliegende Konsum auch weicher Drogen durch Bluttests festgestellt und bestraft.

Medikamenteneinfuhr

Vorsicht ist beim Mitführen von Medikamenten geboten, da die Einfuhr von einigen gängigen Medikamenten bzw. deren Inhaltsstoffe verboten ist.
Es wird empfohlen, sich vor einer Reise in die Emirate bei der Botschaft der in Berlin zu erkundigen.

Reisen im Land / Straßenverkehr

Reisen innerhalb der Emirate unterliegen keinen besonderen Beschränkungen. Allerdings führen hohe Verkehrsdichte und offensive Fahrweise mit hohen Geschwindigkeiten zu erhöhter Unfallgefahr.
Aufgrund des Alkoholverbots in der Öffentlichkeit gibt es keine Promillegrenze, Alkohol am Steuer ist immer strafbar.
Für die Mietwagenanmietung ist der -Führerschein grundsätzlich anerkannt, in der Praxis wird abhängig von Mietwagenfirma und Standort jedoch häufig ein internationaler Führerschein verlangt. Sofern der -Führerschein akzeptiert wird, ist eine Übersetzung vorzulegen. Während der Fahrt darf der Fahrer ein Mobiltelefon nur mit einer Freisprecheinrichtung benutzen. Bei Zuwiderhandlung droht eine Geldstrafe.

Die Grenzübergänge auf der Dubai Hatta Road E 44 sind westlich von Hatta seit 2015 für Ausländer gesperrt. Die Umfahrung erfolgt über die E 55, die E 102 und die Straße 42. Der Grenzübergang östlich von Hatta im weiteren Verlauf der E 44 ist für Ausländer geöffnet.

Frauen unterliegen keinen besonderen Beschränkungen oder Verboten. Ihnen ist das Führen eines Kraftfahrzeuges ebenso erlaubt wie die Bewegung in der Öffentlichkeit auch ohne männliche Begleitung. Hinsichtlich der Kleidung ist jedoch Zurückhaltung geboten. Schulterfreie Tops und sehr kurze Röcke oder Hosen entsprechen nicht den hiesigen Wertvorstellungen und können zu unerwünschter und unangenehmer Aufmerksamkeit von Dritten führen.

Besonderheiten in der "Straße von Hormuz"

Bei Bootsexkursionen vor der Westküste der und in die Straße von Hormuz sind die Gewässer um die Inseln Abu Moussa, Greater Tumb und Lesser Tumb zu meiden. Die drei Inseln werden sowohl von den als auch von Iran beansprucht und in Seekarten als zum jeweiligen Territorium gehörend ausgewiesen. Ausländische Bootsbesatzungen, die sich den Inseln von -Seite genähert haben, sind von iranischer Seite unter dem Vorwurf der "Verletzung der iranischen Hoheitsgewässer und illegaler Einwanderung" festgenommen und in Gerichtsverfahren zu Haftstrafen verurteilt worden.

Ramadan

Während des Fastenmonats Ramadan (2018 voraussichtlich vom 15. Mai bis 14. Juni) ist mit Einschränkungen im Alltag (z. B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) und mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen zu rechnen.

Öffentliches Essen, Trinken, Rauchen, auch in Fahrzeugen, - selbst das Kauen von Kaugummi - ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auch für Nichtmuslime bei Strafe verboten. Frauen sollten insbesondere während dieser Zeit möglichst dezente, langärmelige Kleidung tragen, Männer auf das Tragen kurzer Freizeitkleidung verzichten.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch

Medizinische Versorgung.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Nein

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja; mit Einschränkungen (siehe unten).

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen noch mindestens sechs Monate nach dem beabsichtigten Ausreisedatum gültig sein.
Die deutschen Kinderreisepässe werden nach Aussage des -Außenministeriums und der Botschaft der in Berlin anerkannt, sofern sie ein Lichtbild enthalten.

Visum

Deutsche Staatsangehörige, die im Besitz eines regulären, biometrischen Reisepasses sind und Minderjährige mit Kinderreisepass, dürfen ohne Visum in das Hoheitsgebiet der Vereinigten Arabischen Emirate einreisen und sich dort zu touristischen, geschäftlichen (ohne Arbeitsaufnahme) oder zu Besuchszwecken für die Dauer von höchstens 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen aufhalten. Die Möglichkeit für die -Behörden, die o.g. Aufenthaltsdauer im Einklang mit den gültigen nationalen Rechtsvorschriften über die 90 Tage hinaus zu verlängern, bleibt davon unberührt.

Die Einreise mit vorläufigen Reisepässen ist nach Angaben der Botschaft der nicht mehr möglich. Weitere und verbindliche Auskünfte zur Einreise in die Emirate kann nur die Botschaft der in Berlin erteilen. Allen Reisenden wird daher derzeit dringend empfohlen, rechtzeitig vor Reiseantritt (ggf. im Expressverfahren) einen regulären biometrischen Reisepass zu beantragen.

Inhabern von Touristen-Visa ist es nicht erlaubt, in den Emiraten entgeltlich oder unentgeltlich zu arbeiten.

Wenn ein nicht-touristischer Aufenthalt in den Emiraten angestrebt wird, sollten die aktuellen Einreisebestimmungen rechtzeitig vor der Ausreise bei der Botschaft der in Berlin erfragt werden.

Sonstiges

Bei der Ein- und Ausreise erfolgt die Passkontrolle mit Hilfe des biometrischen Augen- (Iris-)Scans.

Bei Überschreiten des erlaubten Aufenthaltszeitraums drohen je nach Länge des illegalen Aufenthalts empfindliche Geldstrafen (derzeit 100,- AED pro Tag) und die Ausweisung. Bei längerer Überschreitung ist eine Inhaftierung nicht ausgeschlossen.

Bei Verlust/Diebstahl eines deutschen Reisepasses während des Aufenthalts in den kann durch die Botschaft Abu Dhabi bzw. das Generalkonsulat Dubai ein Ersatzdokument ausgestellt werden. Hierfür sowie für die spätere Ausreise aus den ist unbedingt eine Passverlustanzeige bei und anschließendes Verlustprotokoll der Polizei (bzw. in Abu Dhabi der Abu Dhabi Immigration Authority) erforderlich.

Die Grenzbehörden der lassen eine Einreise ohne gültigen Reisepass nicht zu. Betroffene Passagiere werden wieder in ihr Herkunftsland (Abflugsort) zurückgeschickt. Konsularische Hilfe in Passangelegenheiten durch die Botschaft oder das Generalkonsulat ist erst nach der Einreise, d.h. nicht innerhalb des internationalen Transitbereichs möglich.

Arbeitsaufnahme

In Einzelfällen ist es in Mitgliedsstaaten des Golfkooperationsrats vorgekommen, dass dort ansässige deutsche Staatsangehörige an der Ausreise gehindert wurden. Ein häufiger Grund sind arbeitsrechtliche Meinungsverschiedenheiten, die den Arbeitgeber ("Sponsor") veranlassen, die zuständigen Behörden um die Verhängung von aufenthaltsrechtlichen Maßnahmen i. S. einer "Ausreisesperre" (engl. "travel ban") auch außerhalb von Gerichtsverfahren zu ersuchen. Auch die Nichterfüllung finanzieller Forderungen durch den Arbeitnehmer hat in der Vergangenheit zur Verwehrung der Ausreise geführt. Es wird daher empfohlen, sich vor Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses bzw. Beginn einer Geschäftstätigkeit über die geltende Rechtslage zu informieren.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Auskünfte und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erteilt die zuständige Vertretung des Ziellandes.

Die Einfuhr von Waffen, Drogen, Falschgeld und pornographischen Artikeln wird streng bestraft. Bereits freizügige Titelseiten von Illustrierten können als Pornografie ausgelegt werden. Mitgeführte Datenträger wie Smartphones, Tablets, USB-Sticks werden ggfs. überprüft. Auch die Einfuhr und der Gebrauch von E-Zigaretten ist verboten und mit Beschlagnahme und Strafe bedroht.

Die Einfuhr von einigen gängigen Medikamenten bzw. deren Inhaltsstoffen ist ohne ärztliche Verschreibung verboten (siehe auch Allgemeine Reiseinformationen / Medikamenteneinfuhr).

Informationen zu Einfuhrbestimmungen und Listen von erlaubten und unerlaubten Gütern gibt es bei Dubai Customs Services.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Das Fotografieren und Filmen (auch mit Mobiltelefon oder Smartphone) zumindest von folgenden Einrichtungen ist streng verboten: militärische Anlagen, Häfen, Flughäfen, Herrscherpaläste, öffentliche Gebäude, Botschaftsgebäude, Industrieanlagen, Erdöl-/Erdgasanlagen, Brücken. Die Fotografier- und Filmverbote, auf die oftmals, aber nicht an allen Stellen sichtbar, durch Warnschilder aufmerksam gemacht wird, werden von den emiratischen Behörden konsequent geahndet. Bei Zuwiderhandlung drohen Beschlagnahme der Aufnahmegeräte, Geld- und Freiheitsstrafen sowie die Ausweisung. Für die Dauer des strafrechtlichen Verfahrens wird regelmäßig eine Ausreisesperre verhängt. Weder die deutsche Botschaft noch das Generalkonsulat können hier Einfluss nehmen oder die Rückgabe von beschlagnahmten Gegenständen erreichen.

Seit Einführung des "UAE Cyber Law" 2012 kann die Verbreitung, Veröffentlichung und Speicherung von Fotos, Informationen, elektronischen Fotos, Kommentaren, Szenen, Neuigkeiten u.a. ohne Einverständnis der betroffenen Personen eine Verletzung deren Persönlichkeitsrechte bedeuten. Solche Verstöße können mit Geldstrafen bis zu 500.000 AED und Haftstrafen bis zu 6 Monaten geahndet werden. Darüber hinaus steht auch die Nutzung von VPN-(Virtual Private Network) Software unter Strafe, wenn die Software im Zusammenhang mit anderen Rechtsverstößen zum Einsatz kam (z.B. Nutzung illegaler Webseiten oder Download urheberrechtlich geschützter Inhalte).

In den ist Alkoholgenuss und Trunkenheit in der Öffentlichkeit ein Straftatbestand.. Alkohol wird zwar in lizensierten Hotels, Restaurants und Bars angeboten, jedoch ist auch dort der Konsum für Muslime und Nicht-Touristen ohne eine Lizenz (Erlaubnis) grundsätzlich verboten. Im Emirat Sharjah herrscht ein totales Alkoholverbot.

Auf Drogenbesitz auch in Kleinstmengen und Drogenkonsum stehen in den drakonische Strafen (siehe auch allgemeine Reiseinformationen). Für Drogenhandel kann die Todesstrafe verhängt werden.

Das Strafrecht der ist geprägt durch islamische Moralvorstellungen. Homosexualität und außerehelicher Geschlechtsverkehr sowie der Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit und sog. "cross-dressing" sind verboten und werden bei Anzeige auch strafrechtlich geahndet. Sexuelle Übergriffe und Nötigung sowie Vergewaltigung werden in den ebenfalls strafrechtlich geahndet. Wegen des Verbots außerehelichen Geschlechtsverkehrs waren in Einzelfällen auch die (weiblichen) Opfer solcher Straftaten strafrechtlicher Verfolgung in den ausgesetzt.
Außereheliche Schwangerschaften können, wenn sie offiziellen Stellen bekannt werden (z.B. wenn wegen Komplikationen mit der Schwangerschaft eine Behandlung erforderlich wird oder bei Anzeige) ebenfalls zu strafrechtlicher Verfolgung führen. Ledige Schwangere, auch wenn sie kurz vor der Eheschließung stehen, sollten sich vor einer Reise in die dieser Risiken bewusst sein.

In Deutschland unbedenkliche Äußerungen zu Religionsfragen können in den als Beleidigung des Islam oder des Propheten strafrechtlich verfolgt und mit Geld-, evtl. sogar Freiheitsstrafen geahndet werden. Es gilt zudem ein Verbot der Missionierung und Bekehrung von Muslimen.

Impfschutz

Es gibt keine Pflichtimpfungen.
Das Auswärtige Amt empfiehlt jedoch die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de.
Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch die Impfungen gegen Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), und Tollwut empfohlen.

HIV / AIDS

Die Rävalenz ist niedrig. Trotzdem besteht ein grundsätzliches Infektionsrisiko. Die bekannten Schutzmaßnahmen sollten beachtet werden.

MERS (Middle East Respiratory Syndrome)

MERS ist eine Infektionskrankheit, die seit 2012 in Ländern der Arabischen Halbinsel vereinzelt schwere Atemwegserkrankungen auslöst. Ursache ist ein Corona-Virus (MERS-CoV), dessen Biologie noch nicht ganz geklärt ist. Kamele scheinen die Überträger auf den Menschen zu sein. Zu Übertragungen von Mensch zu Mensch kam es nur bei sehr engem Kontakt zu Kranken. Die Prophylaxe-Empfehlungen für Reisende konzentrieren sich deshalb darauf, unnötige Kontakte mit Tieren zu meiden.

Medizinische Versorgung

Teilweise ist die Einfuhr von selbst gängigen Medikamenten bzw. deren Inhaltsstoffen ohne ärztliche Verschreibung verboten (siehe auch Kapitel Allgemeine Reiseinformationen / Medikamenteneinfuhr). Bitte beachten sie dies für Reiseapotheke bzw. ihre Dauermedikation.
Die medizinische Versorgung ist insgesamt als gut zu bezeichnen. Auch deutschsprachige Ärzte sind häufig anzutreffen. Nur in ländlicheren Regionen kann es noch zu Versorgungseinschränkungen kommen. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind grundsätzlich empfohlen.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Fernreiseerfahrung haben (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de/).

Die Einfuhr von einigen gängigen Medikamenten bzw. deren Inhaltsstoffen ist ohne ärztliche Verschreibung verboten (siehe auch Kapitel Allgemeine Reiseinformationen / Medikamenteneinfuhr).

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinischen Einrichtungen sind zumindest in den Städten sehr gut. Dort gibt es auch deutschsprachige Ärzte. Die medizinische Versorgung ist auf dem Land jedoch nicht mit Europa zu vergleichen. Behandlungen sind teuer.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend gekühlt werden. Für die Einfuhr von einigen gängigen Medikamenten bzw. deren Inhaltsstoffen ist eine ärztliche Verschreibung in englischer Sprachenötig, die den Verwendungszweck und die für die Dauer des Aufenthaltes benötigte Menge bescheinigt.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sowie einer Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.

Essen und Trinken

Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Leitungswasser ist in den Großstädten keimfrei, anderswo sollte es jedoch gefiltert werden bzw. abgefülltes Wasser benutzt werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

 

Milch ist oftmals nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Auf rohe Salate und Mayonnaise sollte man außer in internationalen Hotels vorsichtshalber verzichten. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Gelbfieber Nein -
Cholera Nein -
Typhus & Polio Ja -
Malaria Nein -
Essen & Trinken - -

Gesundheitszeugnis

Ausländer über 18 Jahre benötigen zur Erlangung oder Verlängerung einer Arbeits- bzw. Aufenthaltserlaubnis einen negativen HIV-Test in englischer Sprache. Bei positivem Test wird die Einreise bzw. Aufenthaltsverlängerung verweigert. Mitgebrachte Atteste werden in der Regel anerkannt, wenn sie von einem WHO Collaborating Laboratory ausgestellt sind. Eine Nachtestung im Land ist möglich. Bei Antragstellern aus Europa und USA kann auf den Test verzichtet werden.
Bei Vorliegen einer Lungentuberkulose, egal ob alt oder neu, kann die Aufenthaltserlaubnis verweigert werden.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Es kommt vereinzelt zu schweren Infektionen der Atemwege durch ein neues Coronavirus (MERS-CoV, die Abkürzung für Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus). Wo genau und wie sich Menschen in verschiedenen Ländern anstecken können, ist unklar. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass es bei sehr engem Kontakt zu Erkrankten auch zu einer Übertragung von Mensch zu Mensch kommen kann. Unnötiger Kontakt zu Kamelen und zu Fledermäusen sollte vermieden werden, da sie als Krankheitsüberträger vermutet werden.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen. 

HIV/Aids ist weltweit ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Die vereinigten Arabischen Emirate werden erst jetzt verzögert und zahlenmäßig noch relativ gering betroffen. Die bekannten Risiken sollte man auch hier meiden. 

Durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor und kann durch Insektenschutz vermieden werden. 

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Tuberkulose kommt vor. Bei besonderer Exposition sollte eine Impfung in Betracht gezogen werden.

Reisewarnung

Überblick

Vereinigte Arabische Emirate

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 14.12.2016
Unverändert gültig seit: 07.12.2016

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Die Gebräuche und Gesetze der VAE sind stark durch den Islam und dessen Glaubensinhalte und Wertvorstellungen geprägt. Reisende sollten (insbesondere während des Fastenmonats Ramadan) u.a. durch ihre Kleidung und ihr Verhalten gegenüber diesen religiösen und sozialen Traditionen Respekt zeigen.

Die Terrororganisation ISIS hat seit September 2014 mit Anschlägen in Ländern gedroht, die mit den USA verbündet sind. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind ein prominentes und aktives Mitglied der Anti-ISIS-Koalition. Reisenden wird empfohlen, sich insbesondere in größeren Menschenansammlungen sicherheitsbewusst und situationsgerecht zu verhalten.

Kriminalität

Die VAE zählen zu den sichersten Länder des Mittleren Ostens mit einer äußerst niedrigen Kriminalitätsrate. Dennoch sind vereinzelt Taschendiebstähle z. B. in großen Einkaufszentren oder bei Großveranstaltungen nicht auszuschließen. Besondere Aufmerksamkeit sollten alleinreisende Frauen und (weibliche) Jugendliche bei der Benutzung von Taxis oder bei Spaziergängen nach Einbruch der Dunkelheit walten lassen, da es hier in letzter Zeit vermehrt zu Übergriffen gekommen ist.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Schweiz Ja Nein Ja
Österreich Ja Nein Ja
Deutschland Ja Nein Ja
Türkei Ja Ja Ja
Andere EU-Länder Ja Nein/1 Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.

Anmerkung zum Reisepass

Für eine visumfreie Einreise können nur reguläre elektronische Reisepässe genutzt werden. Die Einreise ist mit dem vorläufigen Reisepass nicht möglich.

Visainformationen

Allgemein erforderlich. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder erhalten bei der Einreise am Flughafen einen gebührenfreien Einreisestempel für einen touristischen oder geschäftlichen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen gültig sowie für mehrmalige Einreisen in diesem Zeitraum gültig:

(a) Deutschland, Österreich und andere EU-Länder (Ausnahmen: [1] Großbritannien und Irland (Rep.) für einen Aufenthalt von max. 30 Tagen. Das Visum kann von den Staatsangehörigen dieser Länder bei der Einreise beantragt werden.);

(b) Schweiz.

Achtung: Staatsangehörige der Türkei müssen vor der Reise ein Visum beantragen.


Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass (ausdrücklich empfohlen besonders für langfristige, nichttouristische Aufenthalte), muss noch mindestens 6 Monate nach der geplanten Ausreise gültig sein.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Minderjährige unter 18 Jahren müssen in Begleitung eines volljährigen Sorgeberechtigten sein, um einreisen zu können. Visumpflichtige Reisende müssen mindestens 18 Jahre sein, um ein Visum für eine durch einen Sorgeberechtigten unbegleitete Reise beantragen zu können. Minderjährige Reisende, die einen anderen Nachnamen als der mitreisende Sorgeberechtigte tragen, müssen bei der Einreise eine Geburtsurkunde mit sich führen. Für alleinreisende Jugendliche unter 21 Jahren ist der Hotel Check-In oftmals untersagt. Einzelheiten sollten vor der Reise mit dem jeweiligen Hotel abgeklärt werden.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Für Katzen, Hunde (müssen mindestens 16 Wochen alt sein) und Vögel wird ein tierärztliches Gesundheitszeugnis benötigt. Hunde und Katzen müssen außerdem mit einem implantierten Microchip versehen und gegen Tollwut geimpft worden sein. Nur Blindenhunde sind mit Genehmigung und unter strikten Auflagen im Passagierraum eines Flugzeugs erlaubt.

In allen Fällen muss jedoch eine vorherige Bewilligung vom Ministerium für Umwelt und Fischerei eingeholt werden (Ministry of Environment and Water, Internet: www.moccae.gov.ae/en/home.aspx).

Bearbeitungsdauer

Botschaftsvisum:

3-5 Tage. Es wird empfohlen, den Antrag rechtzeitig zu stellen, frühestens aber 4 Wochen vor der Abreise.

Gültigkeit


Visum für kurzen Aufenthalt: 2 Monate gültig ab Ausstellungsdatum für einen Aufenthalt von 30 Tagen, einmalige Einreise, nicht verlängerbar.

Visum für längeren Aufenthalt: Aufenthalt von max. 90 Tagen, einmalige Einreise, nicht verlängerbar.

Visum für mehrere Einreisen: Aufenthalt von 3 Monaten, maximaler Aufenthalt pro Einreise: 30 Tage.

Visum für mehrere Einreisen: 6 Monate gültig ab Ausstellungsdatum für einen Aufenthalt von 6 Monaten, maximaler Aufenthalt pro Einreise: 14 Tage.

96-Stunden-Visum: 14 Tage gültig, für einen max. Aufenthalt von 4 Tagen.

Aufenthaltsverlängerung

Es besteht die Möglichkeit, das 30-tägige kostenlose Visum gegen eine Gebühr von 600 Dh beim Immigrationsamt um weitere 30 Tage zu verlängern.

Das Touristenvisum für 30 bzw. 90 Tage kann nicht verlängert werden.

Das Geschäftsvisum für 30 Tage kann einmalig verlängert werden

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die mit dem nächsten Anschluss innerhalb von 24 Stunden weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Dauert der Transit-Aufenthalt mindestens 8 Stunden und max. 96 Stunden, kann bei der Ankunft ein 96-Stunden-Visum beantragt werden. Mit diesem Visum darf der Flughafen verlassen werden. Weitere Informationen sind von der transportierenden Fluggesellschaft erhältlich.

Kosten

Deutsche, Österreicher und Schweizer erhalten am Flughafen einen kostenlosen Einreisestempel für 90 Tage.

Nur in Ausnahmefällen werden Visa von der Botschaft ausgestellt.

 

Antrag erforderlich

(a) 2 Antragsformulare (downloadbar auf www.uae-embassy.ae/Embassies/de).
(b) 2 Passfotos.
(c) Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig ist.
(d) Gebühr.
(e) Fax oder Schreiben des Gastgebers in den Vereinigten Arabischen Emiraten, das direkt an die Botschaft geschickt werden muss.
(f) Ggf. Aufenthaltserlaubnis für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
(g) Ggf. bestätigte Hotelbuchung und ein bestätigtes Rückreiseticket.

(i) Geburtsurkunde für Reisende unter 21 Jahren.

Geschäftsvisum zusätzlich:
(h) Firmenschreiben.

Bei postalischer Anforderung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizufügen. U. U. sind weitere Unterlagen erforderlich.

Unterlagen für ein Visum bei der Einreise
(a) Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig ist.
(b) bestätigte Rück-/Weiterreisetickets.

(c) 2 ausgefüllte Antragsformulare.

(d) 2 aktuelle Passfotos.

(e) Visumgebühr.

(f) ggf. Hotelbuchung.

Geld

Geldwechsel

Geld kann in den meisten Hotels, beim UAE Exchange Centre aber auch bei privaten Wechselstuben umgetauscht werden. Wechselstuben findet man auch in Souks, in Einkaufszentren, im Deira City Center und an Flughäfen. Sie haben i. Allg. zwischen 08.30-13.00 Uhr und zwischen 16.30-20.30 Uhr geöffnet.

Währung

1 (VAE) Dirham = 100 Fils. Währungskürzel: Dh, AED (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 1000, 500, 200, 100, 50, 20, 10 und 5 Dh. Münzen gibt es im Wert von 1 Dh sowie 50, 25, 10 und 5 Fils. Die 5 und 10 Fils-Münzen spielen im Bargeldverkehr kaum eine Rolle, denn alle Beträge werden auf die nächste 25-Fils-Stufe auf- oder abgerundet. Der Dirham ist an den US$ gebunden.

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen

Kreditkarten

American Express, Diners Club, Visa und MasterCard werden in vielen Hotels, Mietwagenfirmen, in einigen Restaurants und in größeren Geschäften akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
 

Reiseschecks

Werden in Hotels, Wechselstuben und in Banken angenommen. Sie sollten in Euro ausgestellt sein.

Öffnungszeiten der Bank

Sa-Mi 08.00-13.00 Uhr, einige Banken haben auch 16.30-18.30 Uhr geöffnet. Donnerstags haben Banken von 08.00-12.00 Uhr geöffnet. Abweichende Öffnungszeiten während des Ramadan.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können im Handgepäck zollfrei in die Vereinigten Arabischen Emirate eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

400 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 500 g Tabak;
2 l Spirituosen oder zwei Kisten Bier à 24 Dosen (max. 355 ml pro Dose) (in Sharjah herrscht jedoch Alkoholverbot) (nur Nicht-Muslime);
Geschenke im Wert von bis zu 3.000 AED.

Verbotene Importe

Drogen und Narkotika, Schusswaffen und Munition ohne Genehmigung, Natur- oder gezüchtete Perlen ohne Genehmigung, israelische Waren, Waren, deren Hersteller von der Arabischen Liga boykottiert werden, Falschgeld, pornografische Erzeugnisse (auch alle Arten westlicher Zeitschriften) und bestimmte verbotene Bücher sowie E-Zigaretten.

Alkohol darf nicht auf dem Landweg importiert werden. Muslime dürfen weder Wein, Alkohol noch Schweinefleisch einführen.

Quellenangaben
  • Marco Polo - Vereinigte Arabische Emirate, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2012-02
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Vereinigte Arabische Emirate - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 27.03.2018 (Unverändert gültig seit: 27.03.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 27.03.2018 (Unverändert gültig seit: 27.03.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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