Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Russland

Steckbrief

Russland - Fakten

Ländername Russische Föderation (Russland) - Rossijskaja Federazija (Rossija)
Klima Von Nord nach Süd Übergang von arktischem zu kontinentalem Klima (trocken; sehr kalte Winter, warme bis heiße Sommer).
Beste Reisezeit Juni, Juli, August
Lage Im östlichen Teil Europas und im nördlichen Teil Asiens, mit Landgrenzen zu Norwegen, Finnland, Estland, Lettland, Belarus (Weißrussland), der Ukraine, Georgien, Aserbaidschan, Kasachstan, der Mongolei, der Volksrepublik China, der Demokratischen Volksrepublik Korea sowie mit Polen und Litauen (Oblast Kaliningrad).
Fläche 17.098.200 Quadratkilometer.
Hauptstadt Moskau (12,3 Millionen Einwohner).
Bevölkerung Einwohner: 146,8 Millionen (offizielle Angabe), Bevölkerungsdichte: 9 Einwohner/Quadratkilometer, Anteile der Ethnien (insgesamt ca. 200 ethnische Gruppen): 77,7 % Russen, 3,7 % Tataren, 1,4% Ukrainer, 1,1 % Baschkiren, 1 % Tschuwaschen, 1 % Tschetschenen, 10,2 % andere Ethnien, 3,9 % unspezifiziert.
Sprache Russisch.
Religion Russisch Orthodox, Muslimisch
Nationaltag 12. Juni - "Tag Russlands" (Souveränitätserklärung der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik 1990).
Staats-/Regierungsform Föderation
Staatsoberhaupt Präsident der Russischen Föderation Wladimir Putin, Amtsantritt am 7. Mai 2012, Amtszeit sechs Jahre; nächste Präsidentschaftswahl am 18. März 2018.
Vertreter des Staatsoberhaupts Regierungschef.
Regierungschef Vorsitzender der Regierung der Russischen Föderation Dmitri Medwedjew (seit 8. Mai 2012).
Außenminister Sergej Lawrow (seit 9. März 2004).
Parlament zwei Kammern:1. Staatsduma: 450 Abgeordnete (446 besetzte Plätze und vier vakante Plätze, Nachwahlen für September 2018 geplant). Zusammensetzung (nach Parteimitgliedschaft): Einiges Russland (339 Sitze), Kommunistische Partei Russlands (42 Sitze), Liberaldemokratische Partei Russlands (40 Sitze), Gerechtes Russland (23 Sitze), Vaterland-Partei (1 Sitz), Bürgerplattform (1 Sitz).2. Föderationsrat: derzeit 168, maximal bis zu 187 Senatoren (je zwei aus den 83 Föderationssubjekten Entsandte, jeweils zwei Entsandte aus den im Zuge der völkerrechtswidrigen Annexion dem russischen Staatsverband als Föderationssubjekt Nr. 84 und 85 angegliederten ukrainischen Krim und Sewastopol plus 17 durch den Staatspräsidenten Ernannte).
Währung 1 Euro = 65,94 Rubel (im Durchschnitt für das Jahr 2017)
Zeitzone UTC +2 to +12
Stromnetz 220 V / 50 Hz (i.d.R. Schukostecker, siehe aber bei Unterkunft)
Reiseadapter Nicht notwendig
Kfz-Länderkennzeichen RUS
ISO-3166 RU, RUS
Internet-TLD .рф
Landesvorwahl +7
Website http://gov.ru/
Reisepass & Visum Notwendig
Geeignet für Kultur, Outdoor, Meer, See

Geographie

Mehr als zehn Stunden Zeitunterschied gibt es im größten Land der Erde. Das Mittelgebirge des Ural trennt das von flachwelligen Höhenrücken durchzogene Osteuropäische Tiefland vom fast ebenen Westsibirischen Tiefland und damit Europa von Asien. Weite Gebirgsplateaus (Mittelsibirisches Bergland und Ostsibirisches Gebirgsland) mit Höhen zwischen 400 und 1000 m bestimmen das Landschaftsbild im Osten des Landes. Die größten Höhen erreichen die Hochgebirgszüge Altaj und Kaukasus (Kavkaz). Höchster Berg des Kaukasus ist der erloschene Vulkan Elbrus (gora El’brus). Die Küsten im Norden und Osten sind durch Inseln (Sachalin) und Halbinseln (Kola, Kamčatka) gegliedert. Russland liegt in der gemäßigten Klimazone und besitzt ein ausgeprägtes Kontinentalklima mit sehr kalten Wintern und warmen Sommern. Nur in den Randgebieten zum Arktischen Ozean herrscht polares und subpolares Klima. Dadurch kommt es von Norden nach Süden zu einer deutlichen Differenzierung der Vegetationszonen, die von der Tundra über die Taiga, die Laub- und Mischwaldzone, die Steppe bis zu den winterkalten Halbwüsten und Wüsten reichen. Auswirkungen des Kontinentalklimas sind auch der Dauerfrostboden und die Vereisung der großen Ströme (Volga, Ob’, Enisej, Lena). Mit 3530 km ist die Wolga der längste Fluss Europas. Die Umweltzerstörung hat in vielen Teilen Russlands, auch in den Weiten Sibiriens, bedrohliche Ausmaße angenommen.

Politik und Bevölkerung

Russland ist seit 1991 eine Präsidialrepublik. Nach dem Zerfall der Sowjetunion entstand auf dem Territorium Russlands eine Föderation mit bundesstaatlichem Charakter, die laut dem 1992 geschlossenen Föderationsvertrag 21 Republiken umfasst. Die Verfassung von 1993 sichert dem direkt vom Volk auf vier Jahre gewählten Präsidenten als Staatsoberhaupt weitgehende Vollmachten zu. Er hat die Möglichkeit, durch Erlasse und Verordnungen zu regieren, und ernennt den Ministerpräsidenten als Regierungschef. Das russische Parlament, die Föderale Versammlung, hat eine vierjährige Legislaturperiode und besteht aus zwei Kammern, der Staatsduma und dem Föderationsrat. Die Bevölkerung besteht aus mehr als 100 Nationalitäten. Die Russen haben mit etwa 80 % den größten Bevölkerungsanteil. Dicht besiedelten Gebieten in Osteuropa stehen dünn besiedelte Gebiete in Sibirien gegenüber. Mehrheitlich gehören die Einwohner des Riesenstaates der russisch-orthodoxen Kirche an, der Islam gewinnt in den letzten Jahren zunehmend an Einfluss.

Geschichte und Kultur

Das erste Staatsgebilde auf russischem Territorium war die Kiewer Rus, der viele Fürstentümer des europäischen Russland vom 9. bis 12. Jh. angehörten. Nach der Tatarenherrschaft (ab 13. Jh.), dem sogenannten „dunklen Zeitalter“ waren zwischen dem 15. und 17. Jh. die russischen Großfürsten und Zaren (Iwan der Schreckliche, Boris Godunow) bestrebt, ihre Macht territorial auszuweiten. Peter I., der Große (1689–1725), öffnete Russland wieder in Richtung Europa und führte zahlreiche Reformen durch, die von seinen Nachfolgern fortgesetzt wurden. Im Innern spitzte sich der Widerspruch zwischen der Aristokratie und den leibeigenen Bauern immer weiter zu. Nach der Abschaffung der Leibeigenschaft 1861 strömten mittellose Bauern in die Städte. Im Oktober 1917 ergriffen die Bolschewiki unter Führung von Lenin die Macht. Im Dezember 1922 wurde Russland Mitglied der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken. 1924–38 erfolgten unter Stalin eine intensive Kollektivierung der Landwirtschaft sowie Verstaatlichung und Industrialisierung. Der Große Vaterländische Krieg (1941–45) war verlustreich, endete jedoch mit dem Sieg. Nach dem Krieg erlangte die Sowjetunion den Rang einer Weltmacht. Michail Gorbatschow leitete Ende der 1980er-Jahre einen Reformprozess ein, der 1991 zur politischen und wirtschaftlichen Selbstständigkeit Russlands führte. Dies war zugleich das Ende der UdSSR. Mehrfach intervenierte die russische Staatsmacht in abtrünnigen Republiken und Regionen (Tschetschenien, Georgien) militärisch, was die Beziehungen zu den westlichen Nationen belastete. Die Vielzahl der Nationalitäten und Völkerschaften in Russland bedingt sehr unterschiedliche Traditionen und Kulturen. Es waren vor allem byzantinische Einflüsse, die die ab dem 10. Jh. im Kiewer Reich entstandenen Sakralbauten prägten. Mit den Kreuzkuppelkirchen in Novgorod und Kiew begann eine eigenständige russische Baukunst. Die Kunst- und Kulturschätze des Landes sind in den Gebieten um die Städte Sankt Petersburg und Moskau (Goldener Ring) konzentriert. Sie reichen von Kunstsammlungen mit russischer Malerei (Eremitage) über Profanbauten und Schlösser (Basiliuskathedrale, Peterhof) bis zu ganzen Stadtensembles (Nowgorod).

Russland - Geschichte

ab 700 Normannische Kaufleute (Waräger) gründen Stützpunkte an Dnjepr und Wolga und 862 den russischen Staat
988 Wladimir I. führt mit seiner Taufe das Christentum ein
1236-41 Mongolen unterwerfen die russischen Fürstentümer
1547 Iwan IV. (der Schreckliche) wird Zar und „Selbstherrscher“
1613 Mit Michail Romanow beginnt die Zarendynastie der Romanows
1682-1725 Peter I. (der Große) macht Russland zur Großmacht
1762-96 Katharina II. (die Große) tritt mit Reformen hervor
1812-14 Napoleon fällt in Russland ein; Feldzug endet im Fiasko
1914 Kriegserklärung Deutschlands an Russland
1917 Bürgerliche Revolution, Zar Nikolaus II. dankt ab; Oktoberrevolution unter Lenin
1922 Bildung der UdSSR, der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken
1927-39 Kollektivierung, Enteignung, Deportationen und politische „Säuberungsaktionen“ unter Stalin
1941-45 Deutschland überfällt die Sowjetunion: 20 Mio. Tote
1953 Tod Stalins
1985 Michail Gorbatschow: liberale Innenpolitik
1991 Zerfall der UdSSR; Bildung der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS)
2008 Dmitrij Medwedew löst Wladimir Putin als Präsident ab
Kommunikation & Adressen

Auskunft vor Ort

Einige Städte haben mittlerweile Touristen-Informationsbüros eingerichtet. Hilfreich sind Servicezentren in größeren Hotels, die Touren oder Theaterkarten organisieren.

Diplomatische Vertretungen

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Moskau: Mosfilmowskaja 56 | Tel. 495/9379500 | Fax 499/7830875 | www.moskau.diplo.de

Deutsche Generalkonsulate

Moskau: Leninskij Pr. 95 a | Tel. 095/9334311 | Fax 9362143 | germanrk@aha.ru; weitere in Jekaterinburg, Kaliningrad, Nowosibirsk, St. Petersburg, Wladiwostok (Honorarkonsul)

Botschaft der Republik Österreich

Moskau: Starokonjuschennyi Per. 1 | Tel. 495/7806066 | Fax 9374269 | www.austrianembassy.ru

Botschaft der Schweiz

Moskau: Per. Ogorodnoj Slobody 2/5 | Tel. 495/2583830 | Fax 6212183 | www.eda.admin.ch/moscow

Internet

Internetcafés gibt es inzwischen in fast jeder größeren Stadt, nicht selten haben sie 24 Std. täglich geöffnet. Bezahlt wird nach Nutzungsdauer oder Datenvolumen, oft im Voraus. Auch Postämter bieten in der Regel Internet- oder E-Mail-Service an.

www.russiatourism.ru: staatliche Tourismussite der Russischen Föderation, mit Hotels, Routen usw.; die englischsprachige Site befindet sich im Aufbau; www.baikalinfo.com: Baikal-Website von Reisenden für Reisende (dt.); http://russia.rin.ru: Zahlen, Fakten und Regionen (auch engl.); www.russia-travel.ws: Infos zu den russischen Regionen (engl.); www.visitrussia.org.uk: Touristen-Highlights landesweit listet das russische Fremdenverkehrsamt in Großbritannien auf (engl.); www.russlandinfo.de: Der deutsche Reiseveranstalter Lernidee bietet allgemeine Hinweise zu Russlandreisen; www.poezdka.de: Reiseberichte und Infos über Russland (dt.); www.all-hotels.ru: Umfassendes Hotelverzeichnis (auch engl.); www.regionen.ru: Auf der Website bleibt kaum eine Frage zu den russischen Regionen offen (dt.); www.kulturportal-russland.de: Veranstaltungshinweise, Buchrezensionen und Neuerscheinungen bietet die Website des Deutsch-Russischen Forums; www.museum.ru: guter Überblick über russische Museen (engl.).

Post

In Russland ist die Post blau; diese Farbe haben auch die Briefkästen (mit weißer Aufschrift Potschta). Ein Brief nach Deutschland dauert 2 Wochen, auch per Luftpost. Oft verschwinden Sendungen oder werden beim Zoll geöffnet. Daher niemals Geld mitschicken!

Telefon & Handy

Ortsgespräche in Russland sind gratis, Ferngespräche dafür umso teurer. In Hotels werden meist alle Gespräche berechnet. Für öffentliche Fernsprecher benötigen Sie Telefonkarten, die man in Postfilialen oder am Kiosk kaufen kann. Ausländische Handys funktionieren im europäischen Teil Russlands fast überall, in Sibirien hingegen oft nur in den Städten. Gespräche vom Festnetz nach Deutschland: 8-(Freizeichen abwarten) -1049 (Österreich 1043, Schweiz 1041), Vorwahl (ohne Null) und Rufnummer. Der Ländercode für Russland ist 007. Die Vorwahlen wurden vielerorts umgestellt. Falls Sie eine alte Nummer mit einer 0 als erster Ziffer haben, versuchen Sie diese durch eine 4 zu ersetzen (z.B. Moskau alt: 095, neu: 495). Für innerrussische Ferngespräche: 8 vorwählen, Freizeichen abwarten. Das gilt nur für analoge Telefone, mit dem Handy kann man sofort wählen.

Medien

In den Metropolen werden deutschsprachige Zeitungen in großen Hotels und Supermärkten verkauft. Kostenlos finden Sie dort auch die „Moskauer Deutsche Zeitung“ (www.mdz-moskau.eu) bzw. die „St. Petersburgische Zeitung“. Die Online-Zeitung www.aktuell.ru und die Nachrichtenagentur „Ria Nowosti“ (www.rian.ru) informieren täglich auf Deutsch. Der Radiosender „Stimme Russlands“ hat eine deutsche Sendung (www.vor.ru).

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Die wichtigsten Feste der russisch-orthodoxen Kirche sind Weihnachten und - vor allem - Ostern (Pascha) im Frühjahr (März/April). Am Ostersonntag strömen die Gläubigen in die Kirche, zünden Kerzen an, lauschen den gewaltigen Stimmen der Basssänger und beteiligen sich zusammen mit Priestern und Ministranten an den Prozessionen, die rund um die Kirche führen. Eine solches Bild vergisst der Tourist nie! An diesem Tage besuchen viele Familien auch ihre Angehörigen auf dem Friedhof, bringen Eier, Brot und Salz, und manchmal stellen sie auch ein Gläschen Wodka dazu.

Feste und Veranstaltungen

Dezember/Januar

Russischer Winter: Dieses Kunst- und Folklorefest findet im ganzen Land statt. Die besten Theater stellen ihre Inszenierungen vor, in den Konzertsälen gibt sich die Creme des Gesangs und der Musik ein Stelldichein. Unterhaltung pur auch in verschneiten Parks mit Volksbräuchen und -spielen. Eine Trojka-Schlittenfahrt, mit Decken gut gegen den Frost geschützt, ist angesagt.

Januar

Siberian Ice Marathon: Beim kältesten Volkslauf der Welt, einem Halbmarathon über 21,5 km im sibirischen Omsk, gehen am 7. Januar auch deutsche Läufer an den Start. Touren vermittelt z.B. www.nordic-walkingurlaub.de

März

Masleniza (Fastnachtswoche): Als Auftakt zur Fastenzeit herrscht Gaudi pur! Derbe russische Sitten, z.B. eine Massenprügelei, werden inszeniert, Blini und Honigwein (Medowucha) den Gästen gereicht und am Ende der Woche eine Strohpuppe verbrannt. Mit diesem Fest wird der Winter vertrieben.

Festival des Nordens: Rentierrennen, Freudenfeuer und ein Skimarathon stehen im Mittelpunkt dieser sportlichen Herausforderung in Murmansk und Umgebung (letzte Märzwoche).

Mai

Pilgerfahrt an die Wolga: Ende Mai pilgern Gläubige nach Wolgowerchowje - zur Segnung der Wolgaquelle durch den Erzbischof. Nach der Liturgie ziehen alle zu der kleinen Holzkapelle, in der sich die Quelle befindet.

Juni

Moskauer Filmfestival: Das Kinoereignis des Jahres mit internationaler Beteiligung. Retrospektive sowjetischer Klassiker. http://www.moscowfilmfestival.ru

Weiße Nächte in St. Petersburg: Wenn es nachts an der Newa kaum dunkel wird, ist die Zeit für Konzerte, Tanz- und Ballettaufführungen. Zwischen Mitte Mai und Mitte Juli lockt u.a. das Marijnskij-Theater mit vielen Veranstaltungen.

Sabantui: Die traditionellen Ringerwettkämpfe und Reiterspiele der Tataren finden in und um Kasan statt.

September

Schlacht von Borodino: Vor den Toren Moskaus stellen Historienklubs Napoleons Feldzug aufwendig inszeniert nach. Am 7. September 1812 versuchte dieser, den Kreml einzunehmen. www.borodino.ru

Offizielle Feiertage

1.-5. Januar Neujahrstage
7. Januar Weihnachten
23. Februar Tag der Vaterlandsverteidiger
8. März Internationaler Frauentag
1. Mai Tag des Frühlings und der Arbeit
9. Mai Tag des Sieges
12. Juni Tag Russlands (Nationalfeiertag)
4. November Tag der Einheit des Volkes
Allgemein Fällt ein offizieller Feiertag auf ein Wochenende, ist meist der darauffolgende Montag arbeitsfrei.
Mobilität vor Ort

Taxi

In Russland winkt man per Handzeichen ein privates Taxi heran. Viele Russen verdienen sich so ein kleines Taschengeld. Steigen Sie jedoch nur ein, wenn der Fahrer alleine ist. Offizielle Taxis sind häufig knallgelb, Taxometer funktionieren oft nicht.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Greif recht zu, das lieb ich sehr, hier steht ein neuer Teller. Mach die Schüssel völlig leer, zwei sind noch im Keller." Diese Sätze des Fabeldichters Iwan Krylow treffen drei Wesenszüge der Tischsitten in Russland: Man isst gern, gut und üppig - und man animiert ebenso gern Gäste dazu.

Die heutige russische Küche ist rund 150 Jahre alt. Unverkennbar sind Einflüsse des Orients und der westeuropäischen - besonders der französischen - Küche, die im 17. und 18. Jh. die Speisen in den Salons bestimmte. Unter der Sowjetmacht flossen dann kulinarische Kostbarkeiten anderer Nationalitäten ein. So findet man heute auch ukrainischen Borschtsch, eine Suppe aus vornehmlich roten Rüben, oder georgische Saziwi, ein Kaltgericht aus Huhn oder Pute.

Zwei Dinge fallen verlockend auf: die abwechslungsreichen Sakuski (Vorspeisen) und die Vielzahl an Sup (Suppen) - süß oder sauer, heiß oder kalt. Das klassische Menü in einem gehobenen Restaurant besteht aus Vorspeise, Suppe, Hauptgericht und Dessert. Zur Vorspeise konkurrieren Kaviar, Lachs und Hering mit den feinsten Salaten aus Schinken, Zunge und Würstchen, mit Pasteten oder Fleisch- und Fischbällchen, mit Gurken, Tomaten und Knoblauch, frisch oder mariniert. Fast jeder Neuling langt bei der Sakuska so kräftig zu, dass für die kommenden drei Gänge nur noch wenig Platz bleibt.

Auch bei den Suppen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Richtig abgestimmt, passt so ziemlich alles in den Suppentopf: Gemüse und Pilze, Fleisch und Fisch, Graupen und Nudeln. Die Seniorin unter den Suppen ist Schtschi. Seit über hundert Jahren kommt sie zu jeder Jahreszeit auf den Tisch. Hauptbestandteil ist frischer oder gesäuerter Weißkohl, verfeinert durch Sauerampfer, Brennnesseln, Pilze sowie verschiedene Kräuter und Gewürze. Die kräftige Brühe liefern Rind- oder Schweinefleisch. An heißen Tagen sind kalte Suppen, oft unter Hinzugabe von Kwas, einer gesäuerten Flüssigkeit aus Brot, mit Gemüse, Fleisch- oder Fischeinlagen, eine erfrischende Empfehlung. Den rechten Pfiff erreichen alle Suppen erst durch Smetana, eine sämige, saure Sahne.

Die Hauptgerichte sind dagegen weniger interessant. Es gibt reichlich Innereien, Kochfleisch und Geflügel, Geschnetzeltes mit Zwiebeln und Pilzen. Wer glaubt, mit Kotleta das bekannte Kotelett gefunden zu haben, wird feststellen, dass sich dahinter Hackfleisch verbirgt. Für den ausgefallenen Geschmack (und für den größeren Geldbeutel) bieten sich Gerichte aus Forelle, Zander, Karpfen oder Wild an. Die Kartoffel spielt als Beilage kaum eine Rolle. Konkurrenz machen ihr russische Blini (goldgelb gebackene Hefepfannkuchen), sibirische Pelmeni (Teigtaschen mit variantenreicher Füllung), der Graupenbrei Kascha oder Brot. Es wird zu fast allen Speisen als Beigabe gereicht und hat dem Land den Spitzenplatz im Pro-Kopf-Verbrauch der Welt eingebracht. War es zu Sowjetzeiten neben einigen Feinbackwaren vor allem schwarzes Brot aus Roggenmehl, das angeboten wurde, reicht die Palette inzwischen von hell über dunkel bis schwarz im Aussehen, von äußerst mild bis kernig gewürzt im Geschmack. Das Brot wird oft in kleine Dreiecke geschnitten. Zum Nachtisch wird häufig Tee mit Warenje, einer dünnflüssigen Konfitüre aus Fruchtstückchen, oder mit gezuckerter Kondensmilch gereicht. Kaffee kommt oft als Instantpulver-Variante auf den Tisch.

Die Palette der russischen Nationalgetränke ist so reichhaltig wie die Vegetation des Landes. Eines hat sich über alle Zeit- und Klimazonen hinweg durchgesetzt: der Tee. Damit jeder ihn in der gewünschten Stärke zubereiten kann, kommt ein Sud auf den Tisch und das heiße Wasser dazu aus dem Samowar. Veredelt wird mit Zucker, Zitrone oder Warenje. Frucht- oder Gemüsesäfte sind oft trüb, dickflüssig und süß. Dagegen löscht Kwas hervorragend den Durst. Sehr beliebt ist Mors, ein säuerlicher Moosbeerensaft, der mittlerweile auch in Tetrapaks abgefüllt wird.

Wodka (wörtlich Wässerchen) sollte vor allem bei der Sakuska nicht fehlen. Im Restaurant bestellt man Wodka nach Gewicht, die kleinste Portion beträgt 50 g.

Zu festlichen Anlässen gehört unbedingt eine Flasche Sekt. Beliebt ist die Marke Sowjetskoje Schampanskoje, die ihren Namen bis heute behalten hat. Die Russen mögen ihn süß, aber auch halbtrocken, trocken oder besonders herb als Brjut kann man ihn bekommen.

Trinkgeld

In Restaurants wird ein Trinkgeld von 10 Prozent erwartet. Garderoben in Theatern und Cafés sind meist kostenlos, die Angestellten freuen sich aber über eine Anerkennung.

Einkaufen und Shoppen

Menschenschlangen vor leeren Verkaufsregalen gehören der Vergangenheit an. Mittlerweile gibt es in Russland wirklich alles zu kaufen - gegen entsprechend Bares natürlich. Doch über das verfügen oft nur die sogenannten „Neuen Russen“, wie die neureiche Elite genannt wird. In den Großstädten hat sich unterdessen eine Mittelschicht etabliert, die bei Ikea oder Obi anzutreffen ist. Billiger als in Geschäften kauft man auf den vielen Märkten ein, die es in jeder Stadt gibt: Unterwäsche aus China, Raubkopien von CDs oder Zigaretten - kaum etwas, was es nicht gäbe. Ältere Frauen bieten am Straßenrand oft Salzgurken oder Dill feil, um sich ihre karge Rente aufzubessern.

Bernstein

Wer ins Gebiet Kaliningrad fährt, sollte unbedingt Bernstein kaufen. Fliegende Händler in den Ferienorten an der Ostsee bieten günstigen und modernen Schmuck an, auch in Geschäften für Kunsthandwerk gibt es schöne Exemplare. Anderswo ist das „Gold der Ostsee“ oft erheblich teurer, und die Auswahl ist nicht so groß.

Holz- und Lackarbeiten

Das Andenken aus Russland ist die Matrjoschka. Je mehr der bunt bemalten Schachtelpüppchen ineinander stecken, desto kostbarer sind sie. Heute gibt es sie auch in der Politikerversion: außen Gorbatschow, dann Jelzin und innen Medwedew.

Lackmalereien auf Schatullen, Kästchen und Döschen sind ebenfalls beliebt. Bunte Farben und goldene Ornamente werden auf einem schwarz lackierten Hintergrund aus Pappmaché aufgetragen. Die Lackminiaturen haben ihren Ursprung in Palech bei Iwanowo; hervorgegangen ist diese Handwerkskunst aus der Ikonenmalerei. Die echten Stücke sind ihren hohen Preis wert.

Durchaus erschwinglich sind Schalen, Becher und Löffel aus bemaltem Holz in Gold, Rot und Schwarz, mit charakteristischen Vogelbeeren und stilisierten Blättern als Motiv. Diese Technik hat ihren Ursprung in Chochloma, 70 km nördlich von Nischnij Nowgorod. Meist sind die Stücke günstiger als Palech-Lackminiaturen.

Porzellan

Gut im Regal macht sich das sogenannte Gschel-Porzellan: Man erkennt die Figuren, Vasen oder Schalen an ihrer charakteristischen blauen Bemalung auf weißem Hintergrund.

Textilien

Eine große Auswahl gibt es an typischen Textilien, wie z.B. die Pawlowskij-Posad-Tücher, benannt nach ihrem Herkunftsort. Es sind jene bunten, großen und kleinen Kopf- oder Umhängetücher, wie man sie aus russischen Filmen kennt. Russkij Ljon, russisches Leinen aus Iwanowo, war einst weltberühmt. Auch heute noch hat der Stoff einen guten Ruf. Eine Tischdecke aus diesem Tuch (bräunliche Grundfarbe, handbestickt mit russischen Ornamenten) ist ein bleibendes Erinnerungsstück.

Garantiert superwarm halten im Winter Orenburger Tücher, kuschelige Schals aus dem grauen oder weißen Flaum der Orenburg-Ziege, einer Verwandten der Kaschmir-Ziege. Um die Hüfte gebunden, sollen sie dazu beitragen, Rheumaschmerzen zu lindern.

Wodka

Zum Mitnehmen taugt auch ein Flasche Wodka. Der traditionelle russische Branntwein wird durch Destillation von Weizen und Mais, Korn und Kartoffeln oder nur von Kartoffeln gewonnen. Der Schnaps ist farb- und fast geruchlos. Neben dieser klassischen Form kann er auch mit Zitrone, Pfeffer oder Büffelgras aromatisiert sein. Handelsüblich wird er mit 40 Prozent angeboten. Vor allem auf dem Land wird Wodka selbst gebrannt (Samagon). Nicht selten liegt dann der Alkoholgehalt bei lebensgefährlichen 90 Prozent.

Öffnungszeiten

Lebensmittelgeschäfte und Kioske haben oft bis spät in die Nacht oder sogar 24 Stunden am Tag geöffnet. Einkaufszentren in den Großstädten verzeichnen am Wochenende den größten Besucheransturm. Fast alle Museen haben monatlich einen Reinigungstag (Sanitarnyj Den), an dem sie geschlossen bleiben. Die meisten Museen sind montags geschlossen, an den übrigen Tagen von 10-17 Uhr geöffnet.

Spezialitäten

Babuschka Dessert aus Erdbeeren, in Wodka mit Zucker und Orangensaft eingelegt, dazu sahniger Quark
Bef Stroganow geschnetzeltes Rindfleisch, mit Zwiebeln und Pilzen zubereitet und mit Smetana verfeinert
Botwinja festliche kalte Vorsuppe auf Kwas-Basis, zu der kleine gekochte Fischstückchen gereicht werden.
Kissel erfrischendes Dessert aus angedicktem Fruchtsaft, mit frischen Früchten oder Backobst serviert
Medowucha Getränk aus Wasser, Honig und Hefe, das in Holzfässchen gekühlt wird
Okroschka kalte Suppe aus Rinderbrühe mit Gurken, Frühlingszwiebeln, Senf, Zucker, Salz und Ei, in die langsam etwas Kwas gegossen wird
Rassolnik Rinderbrühe mit Sauerampfer, Zwiebeln, Spinat, Sellerie und Dillgurke. Der Pfiff: klein geschnittene, gebratene Niere als Einlage
Schtschi mit Äpfeln pikante Kohlsuppe, in die kurz vor Ende des Garprozesses kleine Stücke von sauren Äpfeln gegeben werden
Schweinebraten à la Borissow klein geschnittenes Schweinefleisch, Zwiebeln, Kartoffelstückchen, Tomaten und Paprika: im Tontopf übereinander geschichtet und in der Röhre gebraten
Soljanka scharfe, säuerliche Suppe, mit den verschiedensten Sorten Fleisch (mitunter auch Fisch) und klein gehackten Salzgurken. In der Mitte prangt ein Smetana-Häubchen, mit Dill bestreut.
Wareniki mit Quark, Kartoffeln oder Pilzen gefüllte Teigtaschen; im Unterschied zu Pelmeni meist ohne Fleisch
Winegret russischer Salat französischer Herkunft: Kartoffeln, Rote Beete, Erbsen, Salzgurken, Rinderzunge oder Kalbsbraten
Wobla handlanger, gesalzener, an der Luft getrockneter Weißfisch (z.B. Kaspi-Plötze), der gern zum Bier gegessen wird
Stichworte

Datscha

Vielen Russen fehlt das Geld zum Verreisen. Eine Alternative für den Sommerurlaub und das Wochenende ist die eigene Datscha. Meist liegen die Bungalows in herrlicher Natur, nicht selten in einer Datschen-Siedlung. Man fährt ein, zwei Stunden mit dem Auto oder dem Zug und schon ist man im eigenen kleinen Paradies. Die Datscha dient aber nicht nur der Erholung: Viele Russen halten sich mit dem Gemüseanbau auf der Datscha über Wasser oder verkaufen Obst und Gemüse auf der Straße oder dem Markt.

Duma

Die oberste Volksvertretung Russlands ist seit 1993 wieder die Duma, die Volkskammer des Parlaments. Sie wird auf vier Jahre gewählt und besteht aus 450 Abgeordneten. Die russische Verfassung sieht ein Zwei-Kammer-Parlament vor, das neben Duma auch den Föderationsrat umfasst. Dieser vertritt die 88 Föderationssubjekte (Regionen) Russlands.

Ikonen

Russland ist reich an Zeugnissen von Heiligenbildern. Man findet sie in vielerlei Formen und Größen in Klöstern, Kathedralen und Museen. Die Ikonenmalerei entstand als Zweig der byzantinischen Sakralkunst. Die Christianisierung der Kiewer Rus brachte zahlreiche Maler aus Konstantinopel ins Land. Die Inhalte orientierten sich an religiösen literarischen Vorlagen wie der Bibel, Legenden und Hymnen. Bis ins 17. Jh. dominierte die Moskauer Ikonenschule, die vor allem durch Andrej Rubljow (1360-1430) ihre Blütezeit erreichte.

Kaliningrad

Russlands westlichste Region, die bis 1946 Königsberg hieß, ist heute eine Enklave in der Europäischen Union. Um die isolierte Verwaltungseinheit für Investoren attraktiver zu machen, wurde eine Sonderwirtschaftszone gegründet. Ein entsprechendes Gesetz sieht Steuervergünstigungen für Investoren vor. 2005 feierte die Stadt ihr 750. Gründungsjubiläum. Entsprechend wurden Dom, Hauptbahnhof, Siegesplatz und Christ-Erlöser-Kathedrale saniert, teilweise dauern die Arbeiten noch an. Die Stadt (473000 Ew.) wird heute im Volksmund liebevoll „Kenig“ genannt, in Anlehnung an den historischen Namen. Der wohl berühmteste Sohn der ehemals ostpreußischen Stadt ist Immanuel Kant, dessen Grab sich an der Dommauer befindet. Der Reichtum der Region schimmert von weiß bis dunkelbraun: Im Gebiet Kaliningrad werden 90 Prozent des Weltvorkommens an Bernstein gefördert. Ausführliche Informationen finden Sie im Marco Polo Band „Kaliningrader Gebiet“.

Kosaken

Gegenwärtig bekennen sich 11 Mio. Menschen in der ehemaligen Sowjetunion zu ihrer kosakischen Herkunft. Nach Jelzins Rehabilitierungserlass 1990 schlossen sich die neu entstandenen regionalen Landsmannschaften zur Gesamtrussländischen Kosakenunion zusammen. Diese tritt für den Erhalt des russischen Imperiums ein, ist staatstreu und schwört auf die integrierende Rolle des russisch-orthodoxen Glaubens. Die Kosaken erhoffen sich von der Regierung weiter reichende Sonderrechte wie militärische und polizeiliche Kompetenz, die sie einst unter dem Zaren besaßen.

Die Kosaken (türkisch kasak, „Nomade“) waren seit dem 15. Jh. Angehörige militärisch organisierter Gemeinschaften. Sie lebten vor allem in den südlichen und östlichen Grenzgebieten und wählten selbst ihre Anführer, die Atamane. Die Kosaken formierten sich, als zahlreiche leibeigene Bauern aus den zentralrussischen Gebieten und aus der Ukraine flohen und sich in den Randgebieten niederließen. Oft waren sie an Aufständen beteiligt. Nach der Revolution von 1917, bei der sie sowohl auf Seiten der Roten als auch der Weißen kämpften, waren sie Verfolgungen ausgesetzt, wurden hingerichtet oder deportiert.

Kreml

Viele alte Städte Russlands haben einen Kreml. Der bekannteste Kreml ist jener am Roten Platz in Moskau. Vom 12. bis 15. Jh. entstanden diese festungsartigen Stadtteile als Kern von Ansiedlungen. Die „Burgstädte“ sind meist bedeutende Architekturensembles mit Kathedrale, Kirchen, Glockenturm und häufig dem Sitz des Erzbischofs. Der Kathedralenplatz im Zentrum der Anlage war Versammlungsort, wo wichtige Entscheidungen getroffen sowie Urteile gefällt und vollstreckt wurden.

Kyrillisch

Die Kyrilliza, das russische Alphabet, ist aus dem griechischen entstanden und seit dem 10. Jh. in Russland gültig. Bereits damals gab es in der Kiewer Rus auf der Grundlage des von dem Slawenapostel Kyrill geschaffenen Alphabets eine Schrift. Die russische Sprache gehört zur Familie der ostslawischen Sprachen. Mit der Sprachreform durch Zar Peter I. wurden die Voraussetzungen für die Entwicklung der russischen Literatursprache aus dem Kirchenslawischen geschaffen.

Lenin forever

Einmal jährlich stehen die Besucher des Mausoleums auf dem Roten Platz in Moskau vor verschlossenen Türen - wenn Lenins Leichnam mehrere Wochen lang einbalsamiert wird. Kritiker sprechen sich immer wieder für ein würdiges Begräbnis des ehemaligen Revolutionärs aus. Ein Museum aller landesweit ausrangierten Lenin-Denkmäler plant hingegen der Gouverneur von Uljanowsk, der Geburtsstadt von Wladimir Iljitsch Uljanow (1870-1924). Der weltgrößte Lenin-Kopf steht in Ulan-Ude, der Hauptstadt Burjatiens: Über 5 m hoch ist das bizarre Granitdenkmal im Stadtzentrum.

Medienfreiheit

Obwohl die Pressefreiheit gesetzlich verankert ist, sind Missstände an der Tagesordnung. Vor allem in der Provinz werden die meisten Zeitungen staatlich subventioniert - entsprechend regierungskonform ist die Berichterstattung. Oppositionelle Medien können sich kaum finanzieren, da sich zahlungskräftige Werbepartner auf Distanz halten. Nur einige wenige Medien sind in der Hand der Oligarchen, die wiederum eigene Interessen verfolgen. Internationales Aufsehen erregte die Ermordung von Anna Politkowskaja im Oktober 2006 in Moskau. Die Journalistin hatte sich mit ihrer kritischen Berichterstattung über Korruption und den Tschetschenien-Konflikt einen Namen gemacht.

Rus

Der Name „Russland“ leitet sich von dem finnischen Wort Rus (Ruderer) ab. Nach Jahren der Unterdrückung und Tributpflicht, von Belagerung und Bruderzwist schaffte es der zum Christentum bekehrte Fürst Wladimir vor 1000 Jahren, den Rus-Staat zu festigen. Das Reich der Kiewer Rus erstreckte sich damals vom Ladoga-See im Norden bis zur Krim-Region, von der Weichsel bis zur Wolga.

Russisch-orthodoxe Kirche

Vom 10. Jh. an setzte sich das griechisch-orthodoxe Glaubensbekenntnis von Byzanz aus auch im damaligen Russland durch. Nach der Christianisierung unter Wladimir im Jahr 988 wurde in Kiew, später auch in Wladimir und Moskau, ein Metropolit eingesetzt. Heute nennt sich das kirchliche Oberhaupt Patriarch. Über 70 Jahre war der christliche Glaube nach der Oktoberrevolution von staatlicher Seite bekämpft worden. Mit dem Leninschen Dekret von 1918 wurde die Orthodoxie als Staatskirche liquidiert. Ihr Besitz wurde beschlagnahmt, Tausende Kirchen geplündert und als Hort der Agitation gebrandmarkt, Priester wurden in Lager geschickt. Seit 1990 gilt wieder Religionsfreiheit. Und die Russen nehmen sie in Anspruch. Das im Dezember 2008 verstorbene Kirchenoberhaupt Patriarch Alexej II. wollte keine Verquickung von Kirche und Staat und beharrte auf Selbstständigkeit.

Transsib

Die längste Bahnlinie der Welt - 9296 km - führt über Jaroslawl, Perm, Jekaterinburg, Omsk, Nowosibirsk, Irkutsk, Ulan-Ude, Tschita und Chabarowsk. 1891 war in Wladiwostok mit dem Bau der Transsibirischen Eisenbahn begonnen worden. Bereits drei Jahre später war die erste Teilstrecke nach Iman (404 km) in Betrieb. Auch von Westen her wurde die Magistrale vorangetrieben. 1895/96 schufteten 89000 Arbeiter an der Strecke. Pro Jahr wurden 650 km fertiggestellt, bis 1905 das letzte Gleisstück verlegt war. Zunächst fuhr die Bahn eingleisig, in den 1930er-Jahren kam eine Parallelstrecke hinzu.

Wirtschaft

Die Talfahrt der russischen Wirtschaft, die das Ende der Sowjetunion mit sich brachte, schien vorerst beendet. Dazu haben hohe Weltmarktpreise für Öl und Rohstoffe, aber auch die Herausbildung eines Dienstleistungssektors beigetragen. Die Finanzkrise, die 2008 die Welt erfasste, ist jedoch auch an Russland nicht spurlos vorübergegangen. Prestige-Bauprojekte liegen vorerst auf Eis, und die Bevölkerung fürchtet, dass sich der Wirtschaftskollaps von 1998 wiederholen könnte, als der Rubelkurs auf ein Drittel einbrach, viele Banken Insolvenz anmeldeten, und die Sparer ihre Vermögen verloren. Seit Jahren ist Deutschland wichtigster Handelspartner, 2007 stiegen die Exporte nach Russland gar um 20 Prozent. Trotz des Wirtschaftsbooms beklagen ausländische Investoren Korruption, die Übermacht des Staates, fehlende Infrastruktur und andere Missstände. Russlands Beitritt zur WTO wurde auf Ende 2009 verschoben.

Bloss nicht!

Ohne Registrierung unterwegs sein

In Hotels werden Sie automatisch bei der Meldebehörde registriert und bekommen einen Stempel auf Ihre Migrationskarte. Sind Sie privat untergebracht, müssen Sie sich innerhalb von drei Tagen bei der Meldebehörde darum bemühen. Vor allem in Moskau sind Ausweiskontrollen auf der Straße häufig. Bei der Ausreise am Flughafen kommt es selten zu Schwierigkeiten, strenger sind die Kontrollen an der russisch-estnischen Grenze. Meist kann das Problem mit der Zahlung einer kleineren Geldstrafe geklärt werden - die jedoch oft im Ermessen des Beamten liegt.

Zebrastreifen und Ampeln blind vertrauen

Am gefährlichsten für Touristen in Moskau und St. Petersburg ist der Straßenverkehr. Seien Sie vorsichtig, selbst wenn die Ampel grün zeigt. Nutzen Sie lieber Unterführungen. Autofahrer in den Metropolen sind leider oft extrem rücksichtslos gegenüber Passanten.

Überteuerte Taxis am Flughafen nehmen

Die meisten Touristen kommen vermutlich an einem Moskauer Flughafen an. Dort werden sie bei der Ankunft von Taxifahrern umringt, die nicht selten Wucherpreise von bis zu 100 Euro verlangen - angemessen sind 40-60 Euro ab Moskau-Scheremetjewo. Verhandeln Sie vorher oder benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel. Ab Moskau-Domodjedowo bringt Sie eine Expressbahn für 4,50 Euro ins Zentrum (im Stundentakt). Ab Moskau-Scheremetjewo II verkehrt Bus 851 zur Metrostation Retschnoj Woksal.

Leicht bekleidet in die Kirche

Auch wenn es noch so heiß ist: Achten Sie beim Besuch von Kirchen und Klöstern darauf, dass Schultern und Knie bedeckt sind. Shorts sind verpönt, die Gläubigen könnten Anstoß daran nehmen. Frauen werden meist dazu angehalten, ein Kopftuch zu tragen.

Alles fotografieren

Meiden Sie es, Brücken, Bahnhöfe, Militär- oder Grenzanlagen zu fotografieren. Oder tun Sie es zumindest nicht offen - es ist verboten ohne Genehmigung. Und nicht alle Verbote sind ausdrücklich angezeigt! Es wurden schon Ausländer stundenlang verhört, weil sie Bahnhöfe oder Fabriken fotografiert hatten.

In Moskau Auto fahren

In Moskau ist das Fahren mit einem Mietwagen oder dem eigenen Fahrzeug nicht zu empfehlen. Der Fahrstil der meisten Moskauer ist lebensgefährlich, und außerdem droht der Metropole ständig der Verkehrskollaps. Wenn sich auf der mehrspurigen Moskauer Ringautobahn MKAD Stoßstange an Stoßstange reiht, kann es passieren, dass stundenlang gar nichts mehr geht. Statistisch steht jeder Autofahrer 12 Stunden pro Monat im Stau!

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Im Reiseverkehr über die Republik Belarus ist es an der Grenze zur Russischen Föderation seit Herbst 2016 zu Zurückweisungen von Reisenden aus Drittstaaten gekommen, da die dortigen Grenzübergänge rechtlich nur für die Nutzung durch russische und belarussische Staatsangehörige zugelassen sind. Dies hat auch Auswirkungen auf Flug- und Bahnreisen über Belarus in die Russische Föderation und umgekehrt. Der Fernzugverkehr (Strecke Berlin-Moskau) ist nach Mitteilung des Russischen Verkehrsministeriums davon ausgenommen, sofern die Reisenden im Besitz von gültigen Visa für die Russische Föderation und die Republik Belarus sind.
Am 15. Mai 2017 ist eine Regelung in Kraft getreten, die es Drittausländern mit gültigem russischen Visum wieder erlaubt, vom Flughafen Minsk über acht Flughäfen (Moskau [alle vier], St. Petersburg, Kaliningrad, Krasnodar und Sotschi) in die Russische Föderation einzureisen bzw. in die Gegenrichtung auszureisen.
Seit 7. Februar 2017 wurden entlang der Grenze zu Belarus zudem Grenzzonen eingerichtet, deren Betreten eine besondere Erlaubnis des Grenzdienstes des Föderalen Sicherheitsdienstes erfordert. Um Zurückweisungen an den russischen Grenzstellen zu vermeiden, wird empfohlen, nicht auf dem Landweg über Belarus in die Russische Föderation und umgekehrt zu reisen. Es wird auch von einem unberechtigten Betreten der Grenzzonen an der Grenze zu Belarus abgeraten.

Hinweise für Pkw-Reisende

Seit dem 1. Januar 2009 wird die Internationale Grüne Versicherungskarte als internationaler Nachweis der Haftpflichtversicherung auch in der Russischen Föderation anerkannt. Geschäftsreisende und Touristen müssen somit bei der Einreise in die Russische Föderation keine zusätzliche Kfz-Haftpflichtversicherung mehr abschließen. In der Versicherungskarte muss allerdings die Länderbezeichnung Russland bzw. das Länderkürzel RUS vermerkt sein.
Im Fall eines nicht selbst verschuldeten Unfalls ist nicht immer mit einer vollständigen Schadenersatzleistung des Unfallgegners zu rechnen, da die Deckungssummen der russischen Haftpflichtversicherung relativ niedrig sind. Bei Pkw-Reisen in die Russische Föderation wird daher bis auf weiteres der Abschluss einer Vollkaskoversicherung empfohlen.
Bei einem Unfall können zudem hohe Kosten für den Rücktransport des Fahrzeuges nach Deutschland bzw. sehr hohe Gebühren für den Fall der Entsorgung in der Russischen Föderation entstehen. Auch werden bei Diebstahl eines vorübergehend eingeführten Fahrzeugs mit ausländischer Zulassung Einfuhrabgaben vom russischen Zoll erhoben. Der Abschluss eines Auslandsschutzbriefes für Kraftfahrzeuge, der die Übernahme der Zollgebühren eines im Ausland gestohlenen oder totalbeschädigten Fahrzeugs beinhaltet, wird daher ebenfalls empfohlen.
Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Einreise mit dem Pkw oder mit dem Reisebus an den Grenzübergangsstellen zur Russischen Föderation mehrstündige Wartezeiten entstehen können.

Führerschein

Deutsche Staatsangehörige mit vorübergehendem oder dauerhaftem Aufenthalt im Hoheitsgebiet der Russischen Föderation können mit ihrem deutschen oder einem ausländischen internationalen Führerschein in Verbindung mit ihrem nationalen Führerschein Kraftfahrzeuge führen. Führerscheine ohne Eintragungen in Buchstaben des lateinischen oder des russischen Alphabets müssen ins Russische übersetzt und mit einer russischen notariellen Beglaubigung versehen werden.
Deutsch-russische Doppelstaater gelten in der Russischen Föderation als russische Staatsangehörige und müssen daher einen gültigen russischen Führerschein besitzen.

Reisen über Land

Es gibt in der Russischen Föderation eine Vielzahl von Gemeinden und Gebieten, die nur mit einer besonderen Erlaubnis der zuständigen staatlichen Organe betreten werden dürfen. Dies ist insbesondere bei Reisen in Grenzgebiete der Russischen Föderation (z. B. zur Jagd, zum Angeln im grenznahen Bereichen oder bei individuellen Schiffstouren in den Küstengewässern) und in den Nordkaukasus zu beachten. Hier sind ggf. gesonderte Berechtigungsscheine für den Aufenthalt bei den zuständigen Grenzdienst- oder Kreisverwaltungen zu beantragen. Deutsche Staatsangehörige sollten sich deshalb bei Reisen vor Reisebeginn bei ihren Einladern (z. B. Reisebüros) erkundigen, ob Sonderregelungen im Reisegebiet bestehen.

Zeitumstellung

Im Jahr 2014 wurde in der Russischen Föderation die Sommerzeit abgeschafft. Damit verringert sich der Zeitunterschied zwischen Deutschland und der Russischen Föderation im Sommer um eine Stunde.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Impfschutz

Keine Pflichtimpfungen bei Einreise. Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de) Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten),), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern Röteln (MMR) Influenza und Pneumokokken. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut sowie FSME empfohlen.

HIV/ AIDS

Ende 2014 waren nach offiziellen russischen Angaben 907.607 Fälle von HIV/AIDS-Infizierten für die Russische Föderation gemeldet. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer empfohlen, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften. Von Ausländern wird vor Ausstellung eines Daueraufenthaltstitels die Vorlage eines HIV-Tests verlangt.

Durchfallerkrankungen

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten
FSME/RSSE
Die Russische Föderation ist Risikogebiet für die durch Zecken übertragende Frühjahr-Sommermeningoenzephalitis(FSME / RSSE). Der in Deutschland erhältliche FSME- Impfstoff schützt auch vor der in der Russischen Föderation endemischen Virusvariante. Zecken können auch andere Krankheiten (z.B. die Borreliose) übertragen. Entsprechende Vorsichtsmaßnahmen bei Aufenthalten im Freien sind zu beachten.

Tollwut

Das Tollwutrisiko durch streunende Hunde reicht bis in die Städte. Eine Tollwutimpfung wird bei entsprechender Exposition empfohlen.

Radioaktive Risiken

Es ist nicht ausschließen, dass es in der Nähe der Stadt Tschelabinsk (Atomanlage Majak) noch 2007 zu Unfällen mit Freisetzung von Radioaktivität gekommen ist. Waldfrüchte, Pilze und Beeren könnten radioaktiv belastet sein, von dem Verzehr dieser meist lokal angebotenen Lebensmittel wird dringend abgeraten.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung insbesondere außerhalb der großen Städte ist mit der medizinischen Versorgung in Mitteleuropa nicht zu vergleichen. In aller Regel sind in medizinischen Versorgungseinrichtungen Kenntnisse der Landessprache notwendig. In Moskau, St. Petersburg und einigen anderen Großstädten gibt es einige meist private Krankenhäuser, die hinsichtlich der Unterbringung und der technischen und fachlichen Ausstattung auch höheren Ansprüchen gerecht werden.

Notfallbehandlungen in staatlichen Kliniken sind laut Gesetz grundsätzlich kostenlos, die staatlichen Kliniken entsprechen aber in Ausstattung und Know-how oft nicht dem deutschen Standard. Hilfe kann über die Notfall-Telefonnummer 03 (vom Mobiltelefon: 112) gerufen werden.

In privaten Krankenhäusern, die bei Bedarf auch kostenpflichtige Notarztwagen schicken, können die Kosten einer medizinischen Behandlung um ein vielfaches höher sein als in Deutschland. Außerdem wird selbst in Notfällen eine ärztliche Behandlung oftmals nur gegen Vorkasse (entweder bar oder per Kreditkarte) geleistet. Der Reisende sollte für den Krankheitsfall daher genügend Bargeld mit sich führen oder in Deutschland Vorkehrungen für eine schnelle Bargeldbeschaffung (über Kreditkarte oder Blitzüberweisung) treffen. In der Vergangenheit sind für größere Eingriffe bis zu 4.000 € Vorleistung verlangt worden. Aufschiebbare oder schwerere Operationen sollten nach ärztlicher Rücksprache in Mitteleuropa durchgeführt werden.

Gemäß den russischen Visavorschriften muss für eine Einreise in die Russische Föderation eine Krankenversicherung abgeschlossen werden. Im Krankheitsfalle sollte sofort mit dieser Versicherung Kontakt aufgenommen werden.

Das Mitbringen von Medikamenten ist außer einer auch in Deutschland üblichen Hausapotheke nicht notwendig, es sei denn, einzelne Personen sind auf spezielle Medikamente angewiesen. Die Apotheken in den großen Städten der Russischen Föderation haben ein gutes Sortiment, wichtig Standardmedikamente sind vorhanden. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen allerdings vor.

Der Abschluss einer Auslandskranken- und Flugrettungsversicherung (z. B. bei der Deutschen Rettungsflugwacht) wird dringend empfohlen.

Lassen Sie sich vor einer Reise in die Russische Föderation durch eine medizinische Beratungsstelle/einen /Reisemediziner beraten, siehe beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

In der Russischen Föderation ist mit einem niedrigeren Standard der medizinischen Versorgung zu rechnen. Dieses gilt besonders außerhalb von Moskau und St. Petersburg.

Wer auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen ist, sollte alle notwendigen Arzneimittel mitnehmen, da sie in der Russischen Föderation oft nicht erhältlich sind.

Die ambulante Notfallbehandlung ist in der Regel kostenlos, es sei denn, es handelt sich um ernstere Probleme. Die staatlichen Kliniken entsprechen jedoch in Ausstattung und Know-how oft nicht dem deutschen Standard. Hilfe kann über die Notfall-Telefonnummer 03 gerufen werden.

In privaten Krankenhäusern, die bei Bedarf auch kostenpflichtige Notarztwagen schicken, können die Kosten einer medizinischen Behandlung um ein vielfaches höher sein als in Deutschland. Außerdem wird selbst in Notfällen eine ärztliche Behandlung oftmals nur gegen Vorkasse (entweder bar oder per Kreditkarte) geleistet. Bei plötzlichen Zahnschmerzen kann man eine Schweizer Joint-venture-Praxis im Moskauer Hotel Intourist aufsuchen. Bezahlung nur in Devisen. Gleiches gilt für das American Medical Center und das International Health Care Center in Moskau.

Gemäß den russischen Visavorschriften muss für eine Einreise in die Russische Föderation eine Krankenversicherung (empfohlen: Reisekrankenversicherung mit Reiserückholversicherung) abgeschlossen werden. Im Krankheitsfalle sollte sofort mit dieser Versicherung Kontakt aufgenommen werden.

Essen und Trinken

Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser ist nicht immer keimfrei und sollte zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. 

Milch ist pasteurisiert und kann, ebenso wie Milchprodukte, unbesorgt verzehrt werden. In den südlichen Republiken können für ausländische Reisende ungewohnte Nahrungsmittel manchmal leichte Verdauungsprobleme verursachen.

Vereinzelte Trichinose-Erkrankungen werden über das Jahr hinweg aus Sibirien gemeldet. Die Infektion wurde durch den Verzehr von Wildfleisch (Braunbär, Polarbär, Waschbär, Fuchs, Wolf, Luchs und Walross) hervorgerufen. Daher wird Reisenden geraten kein unzureichend gegartes Fleisch zu verzehren. Bei vollständig durchgebratenen oder abgekochten Fleisch besteht kein Infektionsrisiko.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Essen & Trinken - -
Malaria Nein -
Typhus & Polio Ja -
Cholera Nein -
Gelbfieber Nein -

Gesundheitszeugnis

Für Ausländer, die länger als 3 Monate im Land bleiben, ist für den Visumsantrag bzw. die Einreise ein negativer HIV-Test in englischer und russischer Sprache erforderlich (Formular auf Anfrage über die Botschaft).

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Landesweit besteht von April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Fleckfieber tritt in den kälteren Gebieten auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Russische Frühsommer-Meningoenzephalitis (RSSE) werden durch Zecken übertragen. Betroffen sind die Waldgebiete von Kaliningrad bis nach Ostsibirien. Besonders hoch ist die Zeckengefahr im Gebiet zwischen Moskau und Sankt Petersburg, in Süd- und Ostsibirien sowie die Feuchtbiotope nördlich des Ladogasees in Karelien. Gegen FSME ist eine Impfung möglich.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht von Juli bis September vor allem in den ländlichen und suburbanen Küstengebieten südlich von Chabarowsk in Südostsibirien.

Tollwut kommt landesweit vor, auch in Städten. Überträger sind vor allem Füchse, aber auch Hunde, Katzen, andere Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Landesweit und ganzjährig besteht die Gefahr des Zeckenbiss-Fiebers. Ebenfalls durch Zecken hervorgerufen wird das Krim-Kongo-hämorrhagische Fieber. Schutzmaßnahmen sind hautbedeckende Kleidung und Insektenschutzmittel.

Es ist nicht ausschließen, dass es in der Nähe der Stadt Tschelabinsk (Atomanlage Majak) 2007 zu Unfällen mit Freisetzung von Radioaktivität gekommen ist. Waldfrüchte, Pilze und Beeren könnten radioaktiv belastet sein. Vom Verzehr dieser meist lokal angebotenen Lebensmittel wird daher abgeraten.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Wed, 08 Aug 2018 08:00:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Wed, 08 Aug 2018 09:57:18 +0200)

Letzte Änderungen:
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Allgemeine Reiseinformationen
Redaktionelle Änderungen

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Für die Halbinsel Krim sind die Reise- und Sicherheitshinweise Ukraine zu beachten.

Reisen in den Nordkaukasus
Bei Reisen in den Föderalbezirk Nordkaukasus sowie angrenzende Regionen wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen. Insbesondere von nicht zwingend erforderlichen Reisen nach Inguschetien, Tschetschenien und Dagestan wird abgeraten.
In den oben genannten Regionen besteht aufgrund von möglichen Anschlägen mit terroristischem Hintergrund, bewaffneten Auseinandersetzungen und Entführungsfällen ein höheres Sicherheitsrisiko als in anderen russischen Landesteilen.
Personen, die trotz der Risiken in die oben genannten Regionen reisen, können bei einem Notfall nur mit eingeschränkten Hilfsmöglichkeiten der deutschen Botschaft in Moskau rechnen. Kurzfristig verfügte Beschränkungen der Reisefreiheit für Ausländer sind nicht auszuschließen.

Grenzverkehr mit Georgien und Aserbaidschan
Der Grenzübergang Dariali / Hoher Lars an der A 301 ("Georgische Heerstraße"), die Nordossetien (Russland) mit Georgien verbindet sowie der Grenzübergang Samur an der Grenze zwischen Dagestan (Russland) und Aserbaidschan sind inzwischen wieder für den internationalen Reiseverkehr geöffnet. Allerdings können kapazitätsbedingte Schwierigkeiten beim Grenzübertritt nicht ausgeschlossen werden.
Eine Einreise über die georgisch-russische Grenze in die georgischen Konfliktgebiete Abchasien und Südossetien wird von den georgischen Behörden weiterhin als illegaler Grenzübertritt geahndet.
Zur Sicherheitslage in Südossetien und Abchasien sind die Reise- und Sicherheitshinweise Georgien zu beachten.

Terrorismus/Kriminalität
Wie verschiedene Anschläge mit zahlreichen Todesopfern in den letzten Jahren gezeigt haben, kann es in Russland, auch außerhalb der Kaukasus-Region, zu Anschlägen kommen. Todesopfer forderte zuletzt ein Terroranschlag in der Metro von St. Petersburg im April 2017. Die russischen Behörden halten ihre Warnung vor Anschlägen aufrecht und rufen weiterhin zu besonderer Vorsicht auf.
Die generelle Empfehlung, besondere Aufmerksamkeit und Vorsicht insbesondere bei Menschenansammlungen und bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel (insbesondere Metro, Bus) walten zu lassen, gilt unverändert.
Wie auch in anderen Großstädten kann es in Bars und Clubs russischer Großstädte zu Straftaten kommen. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund wird Wachsamkeit bei der Wahl eines Taxis bzw. die Nutzung registrierter Taxiunternehmen empfohlen.
In den touristischen Zentren russischer Städte sowie in größeren Menschenansammlungen (z.B. in der Metro) kommt es darüber hinaus zu Taschendiebstahl, sodass auch hier besondere Achtsamkeit empfohlen wird.
Ein aktuelles Problem stellt außerdem der Internetbetrug dar, welcher seit einigen Jahren auch von der Russischen Föderation aus betrieben wird. Dabei werden insbesondere Personen aus Westeuropa und den USA aufgefordert, beispielsweise im Rahmen vermeintlicher teilweise über längere Zeit angebahnte Liebesbeziehungen über das Internet Geldzahlungen zu veranlassen. In der Regel besteht keine Möglichkeit, einmal überwiesene Geldbeträge zurückzuerlangen.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um eine schnelle Kontaktaufnahme in einem Notfall zu ermöglichen. Pauschalreisende werden in der Regel über den Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Reise aus oder in die Republik Belarus
Im Reiseverkehr über die Republik Belarus ist es an der Grenze zur Russischen Föderation seit Herbst 2016 zu Zurückweisungen von Reisenden aus Drittstaaten gekommen, da die dortigen Grenzübergänge rechtlich nur für die Nutzung durch russische und belarussische Staatsangehörige zugelassen sind. Dies hat auch Auswirkungen auf Flug- und Bahnreisen über Belarus in die Russische Föderation und umgekehrt. Der Fernzugverkehr (direkte Verbindung Berlin-Moskau) ist nach Mitteilung des Russischen Verkehrsministeriums davon ausgenommen, sofern die Reisenden im Besitz von gültigen Visa für die Russische Föderation und die Republik Belarus sind. Dennoch hat es auch hier Einzelfälle gegeben, in denen deutschen Staatsangehörigen illegaler Grenzübertritt vorgeworfen wurde.
Am 15. Mai 2017 ist eine Regelung in Kraft getreten, die es Drittausländern mit gültigem russischen Visum wieder erlaubt, vom Flughafen Minsk über acht Flughäfen (Moskau [alle vier], St. Petersburg, Kaliningrad, Krasnodar und Sotschi) in die Russische Föderation einzureisen bzw. in die Gegenrichtung auszureisen.
Seit 7. Februar 2017 wurden entlang der Grenze zu Belarus zudem Grenzzonen eingerichtet, deren Betreten eine besondere Erlaubnis des Grenzdienstes des Föderalen Sicherheitsdienstes erfordert. Um Zurückweisungen an den russischen Grenzstellen zu vermeiden, wird empfohlen, nicht auf dem Landweg über Belarus in die Russische Föderation und umgekehrt zu reisen. Es wird auch von einem unberechtigten Betreten der Grenzzonen an der Grenze zu Belarus abgeraten.

Straßenverkehr
Die Straßenverhältnisse sind teilweise schlecht, so dass insbesondere bei Fahrten in der Dunkelheit besondere Vorsicht angezeigt ist.
Seit 2009 wird die Internationale Grüne Versicherungskarte als internationaler Nachweis der Haftpflichtversicherung auch in der Russischen Föderation anerkannt. Geschäftsreisende und Touristen müssen somit bei der Einreise in die Russische Föderation keine zusätzliche Kfz-Haftpflichtversicherung mehr abschließen. In der Versicherungskarte muss allerdings die Länderbezeichnung Russland bzw. das Länderkürzel RUS vermerkt sein.
Auf Autobahnen und außerhalb geschlossener Ortschaften gilt eine uneingeschränkte Lichtpflicht, so dass auch tagsüber mit Abblendlicht gefahren werden muss.
Es gilt striktes Alkoholverbot beim Autofahren, also die 0,0 Promille-Grenze.
Im Kreisverkehr hat grundsätzlich der von rechts kommende Verkehr Vorrang, solange nicht anderes ausgeschildert ist.
Im Fall eines nicht selbst verschuldeten Unfalls ist nicht immer mit einer vollständigen Schadenersatzleistung des Unfallgegners zu rechnen, da die Deckungssummen der russischen Haftpflichtversicherung relativ niedrig sind. Bei Pkw-Reisen in die Russische Föderation wird daher bis auf weiteres der Abschluss einer Vollkaskoversicherung empfohlen.
Bei einem Unfall können zudem hohe Kosten für den Rücktransport des Fahrzeuges nach Deutschland bzw. sehr hohe Gebühren für den Fall der Entsorgung in der Russischen Föderation entstehen. Auch werden bei Diebstahl eines vorübergehend eingeführten Fahrzeugs mit ausländischer Zulassung Einfuhrabgaben vom russischen Zoll erhoben. Der Abschluss eines Auslandsschutzbriefes für Kraftfahrzeuge, der die Übernahme der Zollgebühren eines im Ausland gestohlenen oder totalbeschädigten Fahrzeugs beinhaltet, wird daher ebenfalls empfohlen.
Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Einreise mit dem Pkw oder mit dem Reisebus an den Grenzübergangsstellen zur Russischen Föderation mehrstündige Wartezeiten entstehen können.

Führerschein
Deutsche Staatsangehörige mit vorübergehendem oder dauerhaftem Aufenthalt im Hoheitsgebiet der Russischen Föderation können mit ihrem deutschen oder einem ausländischen internationalen Führerschein in Verbindung mit ihrem nationalen Führerschein Kraftfahrzeuge führen. Führerscheine ohne Eintragungen in Buchstaben des lateinischen oder des russischen Alphabets müssen ins Russische übersetzt und mit einer russischen notariellen Beglaubigung versehen werden.
Deutsch-russische Doppelstaater gelten in der Russischen Föderation als russische Staatsangehörige und müssen daher einen gültigen russischen Führerschein besitzen.

Reisen über Land
Es gibt in der Russischen Föderation immer noch Gemeinden und Gebiete, die nur mit einer besonderen Erlaubnis der zuständigen staatlichen Organe betreten werden dürfen. Dies ist insbesondere bei Reisen in Grenzgebiete der Russischen Föderation (z. B. zur Jagd, zum Angeln im grenznahen Bereichen oder bei individuellen Schiffstouren in den Küstengewässern) und in den Nordkaukasus zu beachten. Hier sind ggf. gesonderte Berechtigungsscheine für den Aufenthalt bei den zuständigen Grenzdienst- oder Kreisverwaltungen zu beantragen. Deutsche Staatsangehörige sollten sich deshalb bei Reisen vor Reisebeginn bei ihren Einladern (z. B. Reisebüros) oder bei den russischen Vertretungen in Deutschland erkundigen, ob Sonderregelungen im Reisegebiet bestehen.

Zeitumstellung
Im Jahr 2014 wurde in der Russischen Föderation die Sommerzeit abgeschafft. Damit verringert sich der Zeitunterschied zwischen Deutschland und der Russischen Föderation im Sommer um eine Stunde.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der Russische Rubel (RUB). Die meisten Hotels, Restaurants und größeren Geschäfte akzeptieren Kreditkarten. Auch die Abhebung an Geldautomaten ist in beinahe allen Städten möglich.
In der Vergangenheit ist es zu Fällen von Missbrauch von Bank- und Kreditkarten gekommen: mehrere Geldautomaten wurden manipuliert, so dass bei der Bargeldabhebung die Geheimnummer und die Datensätze "kopiert" und dann unberechtigt Bargeld-Abhebungen zu Lasten des jeweiligen deutschen Kartenkontos getätigt wurden. Beim Einsatz der Karte am Geldautomaten sollte auf Veränderungen bzw. Manipulationen an der Eingabetastatur und am Einzugsmechanismus sowie auf unbeobachtete Eingabe der Geheimnummer geachtet werden.
Für kleinere Ausgaben und auch Taxifahrten empfiehlt es sich, etwas Bargeld in Rubel bei sich zu führen.
Auch allgemein wird geraten, Bargeld in kleiner Stückelung (Dollar oder Euro) mitzunehmen und nach und nach kleinere Beträge (Wechselkursschwankungen) zu tauschen. Geld sollte nur in zugelassenen Banken, Hotels oder Wechselstuben getauscht werden, der Umtausch auf der Straße ist verboten.

Versorgung im Notfall
Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Krankenversicherungspflicht und Medizinische Versorgung.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen: Die Ausweise müssen in der Regel eine Gültigkeit von sechs Monaten über das Ausreisedatum hinaus haben; in der Praxis werden manchmal auch Pässe mit einer geringeren Laufzeit (auf jeden Fall aber mindestens drei Monate) akzeptiert.

Visum
Für deutsche Staatsangehörige besteht Visumpflicht bei Ein- und Ausreise sowie bei Transitreisen durch das Land, z.B. nach Kasachstan. Lediglich bei Flugreisen, die ein einmaliges Umsteigen an einem Flughafen  innerhalb von max. 24 Stunden erfordern, ist kein Visum erforderlich, sofern das Ticket für den Weiterflug vorgelegt wird, ein Transitbereich am Flughafen vorhanden ist und dieser nicht verlassen wird. Für alle anderen Fälle besteht Visumpflicht.
Das Visum muss vor der Einreise bei der zuständigen russischen Auslandsvertretung beantragt und eingeholt werden. Eine Visumerteilung durch russische Grenzstellen ist nicht möglich. Weitere Auskünfte erteilt in Deutschland die Botschaft der Russischen Föderation.

Krankenversicherungspflicht
Für Deutsche besteht außerdem bei Reisen nach Russland Krankenversicherungspflicht. Bei den russischen Auslandsvertretungen ist eine Liste der akzeptierten Versicherungsunternehmen erhältlich. Bei der Visabeantragung muss ein Versicherungsschein vorgelegt werden. Weitere Auskünfte hierzu erteilt die Botschaft der Russischen Föderation in Berlin.

Hinweis für Passagiere auf Fähr- und Kreuzfahrtschiffen
Passagiere auf Fähr- und Kreuzfahrtschiffen können im Rahmen touristischer Gruppenreisen bis zu 72 Stunden visumfrei einreisen und sich im Gebiet des Anlegehafens aufhalten. Die Reise- und Personendaten sind vor der Ankunft anzugeben, hierfür ist der Reiseveranstalter oder die Reederei zuständig. Weitere Details sollten vor der Abreise mit diesem geklärt werden.

Einreise
Bei Überschreiten der Außengrenze werden Reisende einer eingehenden Kontrolle unterzogen, die die Überprüfung der Einreisevoraussetzungen, sowie gegebenenfalls der für den Aufenthalt und die Ausübung einer Erwerbstätigkeit erforderlichen Erlaubnisse umfasst.
Sind die Voraussetzungen nicht erfüllt (z. B. weil eine Einreisesperre besteht), wird die Einreise in die Russische Föderation verweigert. Einreisesperren können nach der russischen Migrationsgesetzgebung bereits dann verfügt werden, wenn innerhalb von drei Jahren zwei Ordnungswidrigkeiten (sog. "Administrative Strafen, u.a. Verstöße gegen die russische Straßenverkehrsordnung, Rauchen außerhalb genehmigter Bereiche) begangen wurden - unabhängig davon, ob dafür fällige Geldbußen bereits entrichtet wurden.
Bei der Einreisekontrolle stellt der Grenzdienst eine sog.  Migrationskarte aus, die vom Reisenden zu unterzeichnen, im Pass mitzuführen und bei der Ausreisekontrolle wieder abzugeben ist.
Bei Verlust der Migrationskarte muss diese erneut durch den Migrationsdienst ausgestellt werden. Die Bearbeitungszeit beträgt nach Auskunft der russischen Behörden drei Arbeitstage.

Ausreise
Auch bei Ausreise aus der Russischen Föderation muss das Visum noch gültig sein. Ist der Pass mit gültigem Visum verloren gegangen, kann die Ausreise mit einem von der Botschaft (bzw. der örtlich zuständigen Auslandsvertretung der Bundesrepublik Deutschland) ausgestellten Reisedokument (Reiseausweis zur Rückkehr nach Deutschland, Pass) und unter Vorlage des Verlustprotokolls der zuständigen russischen Polizeidienststelle erfolgen.
Sofern das Visum bereits abgelaufen ist, muss sich der Reisende an das örtlich zuständige Büro der Hauptverwaltung für Migrationsangelegenheiten des russischen Innenministeriums (GUWM) wenden. Dort werden die entsprechenden Formalitäten in die Wege geleitet, die zumeist ein gerichtliches Verfahren beinhalten, an dessen Ende die Verhängung einer Geldstrafe und/oder die Ausweisung aus der Russischen Föderation stehen können. In den Metropolregionen (Moskau und Sankt Petersburg einschließlich der jeweiligen Gebiete) ist eine Ausreise nur nach gerichtlich verfügter Geldstrafe und Ausweisung möglich. Wurde eine Ausweisung verfügt, zieht dies eine Einreisesperre von fünf Jahren nach sich.
Die Ausreise aus der Russischen Föderation kann auch verweigert werden, wenn Verbindlichkeiten gegenüber staatlichen Behörden bestehen – häufig ist ein Verlassen des Landes erst möglich, wenn ein dann einzuleitendes Gerichtsverfahren abgeschlossen ist.

Deutsch-russische Doppelstaater
Deutsch-russische Doppelstaater können nur mit einem gültigen russischen Auslandspass aus der Russischen Föderation ausreisen. Für die Ausreise von Minderjährigen, die sich nicht in Begleitung mindestens eines Elternteils befinden, werden darüber hinaus weitere Dokumente benötigt. Betroffene Reisende sollten sich rechtzeitig vor Antritt einer Reise ausführlich bei den zuständigen russischen Behörden informieren.

Migrationskarte / Anmeldung nach Einreise
Grundsätzlich besteht eine Anmeldepflicht nach der Einreise, wenn der Aufenthalt in der Russischen Föderation oder einer einzelnen Stadt sieben Tage überschreitet.
Bei Touristen, die in einem Hotel, einem Ferienheim oder in einer vergleichbaren Einrichtung untergebracht sind, gilt die Hotelverwaltung als Einlader/Gastgeber und ist damit selbst für die Anmeldung zuständig.
In allen anderen Fällen muss die einladende Person oder Organisation (z. B. der russische Partner des deutschen Reisebüros) die Ankunft des ausländischen Gasts innerhalb von sieben Werktagen bei der zuständigen Migrationsbehörde (UWM/ Главное управление по вопросам миграции МВД РФ) anzeigen. Als Einlader/ Gastgeber wird die Person oder Organisation bezeichnet, die das Visum beschafft hat und auch unter „einladende Organisation" im Visum aufgeführt ist. Dieser ist es nicht gestattet, dem Ausländer die für die Registrierung benötigten Dokumente (abgestempelte Migrationskarte und Reisepass) abzunehmen, der Ausländer muss sie nur vorweisen und kopieren lassen.
Der Einlader/Gastgeber füllt ein spezielles Formular auf der Basis der ihm vom Ausländer vorgezeigten Dokumente aus. Innerhalb von sieben Arbeitstagen überreicht er dieses Schreiben samt Fotokopien des Reisepasses mit Visum und der Migrationskarte des Ausländers dem zuständigen Büro des Migrationsdienstes. Für die Anmeldung wird vom Staat keine Gebühr erhoben. Weitere Informationen können dem Merkblatt entnommen werden.
Sollte der Einlader/Gastgeber durch nachweislich entschuldbare Gründe an der Übermittlung des Anmeldungsformulars gehindert sein, darf der ausländische Gast seine Ankunft auch persönlich im zuständigen Büro der Migrationsstelle (UWM) melden.
Die möglichen Strafen bei Verletzungen der An- und Abmeldepflicht betragen bei Privatpersonen zwischen 2.000,- und 5.000,- Rubel verantwortlich ist diejenige Person, welche die An- und Abmeldeformalitäten durchführt, also der Einlader/Gastgeber. Konsequenzen können sich aber auch für den Reisenden ergeben. Ein Ausländer, der einmal administrativ ausgewiesen wurde, kann für bis zu fünf Jahre für die Einreise in die Russische Föderation gesperrt werden. Es wird daher dringend empfohlen, sich unverzüglich nach der Ankunft in der Russischen Föderation an die im Visum angegebene „einladende Organisation" (den Einlader bzw. Gastgeber) zu wenden und die Verfahrensweise der An- und Abmeldung zu klären.

Reisenden wird empfohlen, den Reisepass samt Visum, Migrationskarte und dem abtrennbaren Teil des Anmeldeformulars zu fotokopieren und sicher aufzubewahren. Dadurch kann - insbesondere bei Verlust der Originaldokumente - nachgewiesen werden, dass die Regeln der Anmeldung befolgt worden sind.
Reisende, die vom eigentlich geplanten und auch im Visum genannten Aufenthaltsort aus eine mehrtägige Reise/Ausflug planen, müssen sich entsprechend bei den Migrationsbehörden abmelden. Bei einem Aufenthalt an einem Ort von mehr als sieben Tagen muss dort eine Anmeldung erfolgen – bei Abreise die entsprechende Abmeldung.
In der Russischen Föderation gibt es nach wie vor für Ausländer gesperrte Städte und Gebiete und in regionaler Zuständigkeit gesperrte Bereiche, die nicht veröffentlicht sind. Die zuständige Stelle, durch die die Anmeldung erfolgen muss (z. B. Hotel oder das zuständige Migrationsbüro), erteilt Auskunft über die örtlichen Sperrgebiete.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Kraftfahrzeuge
Besonderes Augenmerk sollte auf den Gültigkeitszeitraum der Zolleinfuhrbescheinigung für das Kfz gelegt werden. Wenn ein längerer Aufenthalt, als in der Gültigkeit angegeben, geplant ist, so muss die Zolleinfuhrerklärung vor Ablauf ihrer Gültigkeit bei der jeweils örtlich zuständigen Zollbehörde verlängert werden. Ohne gültige Einfuhrerklärung ist eine Kfz-Wiederausfuhr grundsätzlich nicht möglich. Fahren ohne gültige Zolldokumente kann zudem eine empfindliche Zollstrafe (Fahrzeugwert als grobe Richtlinie, dieser wird von den russischen Stellen ermittelt) nach sich ziehen.

Weitere Informationen zur Erhebung von Einfuhrabgaben durch den russischen Zoll unter Allgemeine Reiseinformationen - Hinweise für PKW-Reisende.

Ein- bzw. Ausfuhr von Devisen
Nach derzeit gültigen Devisenvorschriften müssen lediglich Beträge ab einer Höhe von 10.000,- US-$ bei der Einreise deklariert werden (lückenloses Ausfüllen des Zoll-Anmeldeformulars, Benutzung des roten Zollkorridors, Siegelung des Formulars durch den Zoll). Bei der Einfuhr von geringeren Beträgen kann jeweils der grüne Zollkorridor benutzt werden. Bei der Ausreise können Devisen im Wert bis zu 10.000,- US-$ frei ausgeführt werden. Bei Beträgen über 10.000,- US-$ ist zusätzlich zur Deklarierung entweder die vorherige Einfuhr des Betrages mittels gesiegelter Zolldeklaration oder Überweisungsbescheinigung einer Bank nachzuweisen. Devisenschmuggel (nicht deklarierte Ausfuhr von Devisen) bleibt strafbar und kann neben der Konfiszierung des Devisenbetrages und einer Geldstrafe zu einer mehrmonatigen Untersuchungshaft führen.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Die Ausfuhr von Antiquitäten und Kunstgegenständen, sofern sie aus der Zeit vor 1945 stammen, ist grundsätzlich verboten. Insbesondere bei Ikonen wird diese Regelung streng überwacht. In anderen Fällen ist in der Regel eine Bescheinigung des Kulturministeriums erforderlich. In Zweifelsfällen sollte der russische Zoll vorab kontaktiert werden. Die Ausfuhr von als „Kulturgut" bezeichneten Gegenständen (hierunter fallen z.B. auch sowjetische Medaillen und Geldscheine, die auf Flohmärkten erworben werden können) ohne vorherige Genehmigung kann Geldstrafen bzw. langjährige Haftstrafen zur Folge haben.

Bei einigen staatlichen Einrichtungen ist das Fotografieren verboten. Es wird zu Vorsicht geraten, da nicht alle Fotografierverbote angezeigt sind. Militärische Einrichtungen sollten grundsätzlich nicht fotografiert werden.

Die Ein- oder Ausfuhr von Drogen (auch bei geringen Mengen leichter Drogen wie Marihuana) kann langjährige Haftstrafen zur Folge haben.

Homosexualität ist in Russland nicht strafbar. Jedoch ist die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in der russischen Gesellschaft gering.
Es kommt immer wieder zu Übergriffen auf Homosexuelle, z.B. bei öffentlichem Zeigen gegenseitiger Zuneigung. Durch das föderale Gesetz gegen "Propaganda für nichttraditionelle sexuelle Beziehungen gegenüber Minderjährigen" drohen auch Ausländern bei Weitergabe von Informationen über bzw. öffentlicher Demonstration und Unterstützung von Homosexualität Geldbußen in Höhe von bis zu 100.000,- Rubel, bis zu 15 Tage Haft und die Ausweisung aus der Russischen Föderation.

Im Grenzgebiet Polen-Russland (Gebiet Kaliningrad/Königsberg) ist die „grüne Grenze" an verschiedenen Stellen nur durch weit auseinander liegende Grenzsteine markiert. Wer die Grenze von Polen aus (auch nur für wenige Meter) illegal überschreitet, muss mit der Festnahme durch den russischen Grenzdienst und mehrjähriger Haftstrafe rechnen. Gleiches gilt für die litauisch-russische Grenze (Kurische Nehrung). Auf der ca. vier km langen Grenze gibt es nach wie vor keinen (durchgehenden) Zaun im Bereich der Dünen.

Medizinische Hinweise

Impfschutz
Keine Pflichtimpfungen bei Einreise. Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe www.rki.de) Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern Röteln (MMR) Influenza und Pneumokokken. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut sowie FSME empfohlen.

HIV/ AIDS
Ende 2014 waren nach offiziellen russischen Angaben 907.607 Fälle von HIV/AIDS-Infizierten für die Russische Föderation gemeldet. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer empfohlen, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften. Von Ausländern wird vor Ausstellung eines Daueraufenthaltstitels die Vorlage eines HIV-Tests verlangt.

Durchfallerkrankungen
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten
FSME/RSSE

Die Russische Föderation ist Risikogebiet für die durch Zecken übertragende Frühjahr-Sommermeningoenzephalitis(FSME / RSSE). Der in Deutschland erhältliche FSME- Impfstoff schützt auch vor der in der Russischen Föderation endemischen Virusvariante. Zecken können auch andere Krankheiten (z.B. die Borreliose) übertragen. Entsprechende Vorsichtsmaßnahmen bei Aufenthalten im Freien sind zu beachten.

Tollwut
Das Tollwutrisiko durch streunende Hunde reicht bis in die Städte. Eine Tollwutimpfung wird bei entsprechender Exposition empfohlen.

Radioaktive Risiken
Es ist nicht ausschließen, dass es in der Nähe der Stadt Tschelabinsk (Atomanlage Majak) noch 2007 zu Unfällen mit Freisetzung von Radioaktivität gekommen ist. Waldfrüchte, Pilze und Beeren könnten radioaktiv belastet sein, von dem Verzehr dieser meist lokal angebotenen Lebensmittel wird dringend abgeraten.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung insbesondere außerhalb der großen Städte ist mit der medizinischen Versorgung in Mitteleuropa nicht zu vergleichen. In aller Regel sind in medizinischen Versorgungseinrichtungen Kenntnisse der Landessprache notwendig. In Moskau, St. Petersburg und einigen anderen Großstädten gibt es einige meist private Krankenhäuser, die hinsichtlich der Unterbringung und der technischen und fachlichen Ausstattung auch höheren Ansprüchen gerecht werden.
Notfallbehandlungen in staatlichen Kliniken sind laut Gesetz grundsätzlich kostenlos, die staatlichen Kliniken entsprechen aber in Ausstattung und Know-how oft nicht dem deutschen Standard. Hilfe kann über die Notfall-Telefonnummer 03 (vom Mobiltelefon: 112) gerufen werden.
In privaten Krankenhäusern, die bei Bedarf auch kostenpflichtige Notarztwagen schicken, können die Kosten einer medizinischen Behandlung um ein vielfaches höher sein als in Deutschland. Außerdem wird selbst in Notfällen eine ärztliche Behandlung oftmals nur gegen Vorkasse (entweder bar oder per Kreditkarte) geleistet. Der Reisende sollte für den Krankheitsfall daher genügend Bargeld mit sich führen oder in Deutschland Vorkehrungen für eine schnelle Bargeldbeschaffung (über Kreditkarte oder Blitzüberweisung) treffen. In der Vergangenheit sind für größere Eingriffe bis zu 4.000 € Vorleistung verlangt worden. Aufschiebbare oder schwerere Operationen sollten nach ärztlicher Rücksprache in Mitteleuropa durchgeführt werden.
Gemäß den russischen Visavorschriften muss für eine Einreise in die Russische Föderation eine Krankenversicherung abgeschlossen werden. Im Krankheitsfalle sollte sofort mit dieser Versicherung Kontakt aufgenommen werden.
Das Mitbringen von Medikamenten ist außer einer auch in Deutschland üblichen Hausapotheke nicht notwendig, es sei denn, einzelne Personen sind auf spezielle Medikamente angewiesen. Die Apotheken in den großen Städten der Russischen Föderation haben ein gutes Sortiment, wichtig Standardmedikamente sind vorhanden. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen allerdings vor.
Der Abschluss einer Auslandskranken- und Flugrettungsversicherung (z. B. bei der Deutschen Rettungsflugwacht) wird dringend empfohlen.

Lassen Sie sich vor einer Reise in die Russische Föderation durch eine medizinische Beratungsstelle/einen /Reisemediziner beraten, siehe beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Türkei Ja Ja Ja
Andere EU-Länder Ja Ja Ja
Schweiz Ja Ja Ja
Österreich Ja Ja Ja
Deutschland Ja Ja Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss mindestens 6 Monate über die Ausreise hinaus gültig sein.

In der Praxis werden nach Informationen des Auswärtigen Amtes z. T. auch geringere Restgültigkeiten (mindestens aber 3 Monate) akzeptiert. Verbindliche Auskünfte erteilen die konsularischen Vertretungen.

Der Reisepass muss in einwandfreiem Zustand sein.

Anmerkung zum Reisepass

Die Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern, deshalb ist es ratsam, sich rechtzeitig direkt bei den konsularischen Vertretungen zu erkundigen.

Visa werden nicht an der Grenze ausgestellt, sondern müssen rechtzeitig vor Antritt der Reise bei der zuständigen konsularischen Vertretung beantragt werden. Eine Ausreise aus der Russischen Föderation ohne gültiges Visum ist nur in Ausnahmefällen möglich ( z.B. Passverlust). Dies bedeutet bei Pass- und Visaverlust während der Reise, dass nicht nur ein Passersatz, sondern auch ein neues russisches Visum bei den örtlichen russischen Pass- und Visadiensten beantragt werden muss.

Mitglieder von Reisegruppen (Standard-Pauschalreisen, Busreisen und Kreuzfahrten) sowie Teilnehmer internationaler Sportveranstaltungen sollten ihre Unterlagen dem Reiseveranstalter geben, der die Anträge an das nächste Reisebüro weiterleitet.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder sind visumpflichtig.


Hinweis: Fährschifftouristen unterliegen einer 72-stündigen Visafreiheit.

Anmerkung: Bei der Einreise ist eine zweiteilige Migrationskarte auszufüllen; ein Teil wird von den Grenzkontrollorganen (nicht Zollbehörden) bei der Einreise, der andere Teil von den Grenzkontrollorganen anlässlich der Ausreise einbehalten. Die Migrationskarte ist gut aufzubewahren.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Für Haustiere wird ein Gesundheitszeugnis, das einen amtlichen Stempel des Herkunftslands trägt und das max. 10 Tage vor der Ankunft ausgestellt wurde, sowie ein Heimtierausweis benötigt. Hunde und Katzen müssen mindestens 30 Tage, aber nicht länger als 1 Jahr vor Abreise gegen Tollwut geimpf worden sein (Nachweis).

Tauben dürfen nicht eingeführt werden.

Anmerkung: Haustiere sind in russischen Hotels nicht gestattet

Bearbeitungsdauer

Deutschland

In der Regel bis zu 10 Kalendertage (max. 30 Kalendertage) in Berlin, mindestens 9 Werktage in Bonn und mindestens 7 Werktage in Hamburg.

Expressbearbeitung: 3-4 Werktage, 4 Werktage in München, 4 Werktage in Bonn. Sameday-Bearbeitung für Antragsteller aus der EU in Hamburg.

Österreich

Touristen- /Business-Visum:

einfache Einreise: 9 Konsularabeitstage in Wien und in Salzburg

(mehrfache Einreise: 12 Konsulararbeitstage in Wien und in Salzburg

Österreicher müssen Visumanträge mit Normalbearbeitungszeit in Salzburg stellen und sich für Expressbearbeitung an das Visa Application Center VHS Bratislava wenden.

Die Antragstellung kann nicht früher als drei Monate vor Abreise und sollte spätestens acht Wochen vor Einreise erfolgen (bei Touristengruppen spätestens 20 Tage vor Einreise).

Gültigkeit

Aufenthaltsdauer:

Touristenvisum: Bis zu 3 Monate. Touristenvisa werden 24 Std. nach Ausstellungsdatum gültig und gestatten einen Aufenthalt von max. 30 Tagen.
Besucher-/Geschäftsvisum: Bis zu 3 Monate pro Halbjahr.
Transitvisum: Bis zu 10 Tage.

Hinweis: Im Konsulat Bonn in Sameday-Bearbeitung ausgestellte Geschäftsvisa mit Firmeneinladung und Touristenvisa werden immer erst vier Tage nach Ausstellung gültig.

Aufenthaltsverlängerung

Visumverlängerungen sind in der Regel nicht möglich.

Transit

Transitvisa sind allgemein erforderlich; ausgenommen sind Transitreisende mit mindestens 6 Monate über den Aufenthalt gültigem Reisepass, die den Transitraum nicht verlassen, innerhalb des Flughafens einmalig umsteigen und innerhalb von 24 Std. weiterreisen sowie im Besitz bestätigter Rück- bzw. Weiterflugtickets und gültiger Einreisedokumente für das Zielland sind.

Ist für die Weiterreise ein Flughafenwechsel nötig, ist ein Transitvisum erforderlich.

 

Visaarten und Kosten

Touristen-, Geschäfts-, Privat-/Besucher-, Mehrfach-, Dauer- und Transitvisum.

Kosten

Deutschland und Österreich:
Touristen-/Privat-/Geschäfts- und Transitvisum:

Einmalige Einreise: 
35 € (Bearbeitung in 4-20 Tagen), 70 € (Bearbeitung in 1-3 Arbeitstagen).
 
Zweimalige Einreise:
35 € (Bearbeitung in 4-20 Tagen), 70 € (Bearbeitung in 1-3 Arbeitstagen).
 
Arbeitsvisum mit Arbeitsvertrag:
Normalbearbeitung: 120 €;
2 Konsulararbeitstage: 195 €;
3 Konsulararbeitstage: 195 €;
7 Konsulararbeitstage: 101 €.

Touristenvisa werden zur ein- oder zweimaligen Einreise ausgestellt. Staatsangehörige von Österreich, Griechenland, Spanien und Ungarn können auch ein Touristenvisum beantragen, das zu mehrmaligen Einreisen berechtigt und eine Gültigkeit von 6 Monaten hat. 

Bearbeitungsgebühr beim Russischen Visazentrum: 23 €, (Expressbearbeitung: 30 €). 

Schweiz:
Touristen-/Privat-/Geschäfts- und Transitvisum:
Einmalige und zweimalige Einreise bei persönlicher Einreichung der Unterlagen:
98 CHF (reguläre Bearbeitung in 10-12 Arbeitstagen), 
153 CHF (Bearbeitung in 5 Arbeitstagen),

253 CHF (Bearbeitung in 2 Arbeitstagen).

Die Preise enthalten keine Versandgebühren.

Staatsbürger der Türkei müssen die für sie geltenden Visumgebühren im zuständigen Konsulat erfragen.

Antrag erforderlich

Touristenvisum:
(a) 1 Antragsformular (online auszufüllen). Das ausgefüllte Antragsformular erhält der Antragsteller mit einem Barcode im PDF-Format zurück. Es muss ausgedruckt und im Original unterzeichnet bei der Antragstellung eingereicht werden.

(b) 1 aktuelles biometrisches Passfoto in Farbe (3,5 x 4,5 cm) mit weißem Hintergrund.
(c) Reisepass (Gültigkeit s. Reisepass) mit mindestens einer freien Seite (Mehrfachvisa: mit zwei freien Seiten).
(d) Touristische Referenz: Reisebestätigung des russischen Reiseveranstalters oder des russischen Hotels (vorgeschriebenes amtliches Dokument).
(e) Buchungsbeleg des Hotels zusammen mit der Akkreditierungsnummer des Hotels bzw. Nachweis einer Privatunterkunft.
(f) Aktueller Krankenversicherungsnachweis, der weltweit bzw. für Russland gültig und anerkannt ist. Der Krankenversicherungsnachweis unterliegt zahlreichen Bestimmungen, die bei den zuständigen diplomatischen Vertretungen erfragt werden müssen. 
(g) Rückflugticket (Fotokopie).
(h) Visumgebühr (Zahlungsart je nach Konsulat verschieden).
(i) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
(j) Bestätigte Aufnahme des Antragstellers von einem Reiseveranstalter, der im Einheitlichen Föderalen Touristenregister eingetragen ist.
(k) Reisende müssen ihre Rückkehrwilligkeit ins Heimatland nachweisen. Zulässig sind:
Kontoauszug oder Nachweis eines regelmäßigen Einkommens durch Arbeits- und Verdienstbescheinigung im Original (bei Beantragung in München: aufeinander folgende Einkommensnachweise der letzten drei Monate)
oder
Nachweis von Wohneigentum
oder
Selbständig Erwerbstätige: Registrierung der eigenen Firma im Original und Kopie.

(l) Kopie des zuletzt erteilten russischen Visums. 

(m) Minderjährige: Kopie der Geburtsurkunde; alleinreisende Minderjährige: notariell beglaubigte Reiseerlaubnis der nicht mitreisendenden Elternteile / Sorgeberechtigten

Hinweis zum Touristenvisum: Bei Bus-, PKW- oder Motorradreisen ist ein entsprechender Vermerk im Visum erforderlich; unbedingt Kennzeichen, Modell und Farbe angeben. Ein touristisches Visum muss spätestens 24 Stunden vor dem auf der Reisebestätigung angegebenen Einreisedatum ausgestellt sein.

Privatreisevisum:
(a)-(m),
(n) Einladung durch das Innenministerium, das vom russischen Gastgeber besorgt wird.
(o) Eigenes Begleitschreiben mit genauen Angaben zur Reise.
(p) Reisende müssen ihre Rückkehrwilligkeit ins Heimatland nachweisen. Zulässig sind:
Kontoauszug oder Nachweis eines regelmäßigen Einkommens durch Arbeits- und Verdienstbescheinigung im Original (bei Beantragung in München: aufeinander folgende Einkommensnachweise der letzten drei Monate)
oder
Nachweis von Wohneigentum
oder
Selbständig Erwerbstätige: Registrierung der eigenen Firma im Original und Kopie.

Geschäftsvisum:
(a)-(m).
(n) Selbständig Erwerbstätige: Original und Kopie der Registrierung der eigenen Firma bzw.
Angestellte und Arbeiter: Bestätigung des Arbeitgebers über das Beschäftigungsverhältnis auf Firmenpapier mit Angabe von Position des Arbeitnehmers, Monatsgehalt und Entsendung zur Dienstreise nach Russland.
(o) Für Geschäfts- und Dauervisa muss vom russischen Geschäftspartner eine förmliche, originale Einladung beim Innen- bzw. Außenministerium in Moskau beantragt werden. Nach Erhalt der Bestätigung aus Moskau kann das Visum abgeholt werden. Hinweis zur Einladung: Kulturschaffende, Wissenschaftler, Sportler und andere Berufsgruppen benötigen u. U. keine Einladung. Weitere Auskünfte dazu erteilen die zuständigen diplomatischen Vertretungen.

Transitvisum:
(a)-(c),
(d) Visum für das Land des Bestimmungsortes.
(e) Tickets für die ganze Reiseroute. Vom Reiseticket abhängig, bestätigte Rück- bzw. Weiterflugtickets und gültige Einreisedokumente für das Zielland müssen vorgelegt werden. Transitreisende dürfen nur mit einem Transitvisum den Flughafen verlassen.

Einreisevisum für einen Aufenthalt von mehr als 3 Monaten:
(a)-(m).
(n) Aktueller negativer HIV-Test mit ärztlicher Bescheinigung (auch für Arbeits-, Geschäfts-, Technikervisa).

Für Verwandten- oder Freundesbesuche muss man eine Einladung vorweisen können. Nähere Auskünfte erteilen die Konsularabteilungen der Botschaften.

Für die Zustellung des visierten Reisepasses ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag notwendig.
 

Geld

Geldwechsel

Fremdwährungen sollten nur in offiziellen Wechselstuben und Banken umgetauscht werden (kleine Stückelungen). Jeder Geldwechsel, es gibt tägliche Schwankungen, muss auf dem Deklarationsformular vermerkt werden, und alle Quittungen sollten bis zur Ausreise aufbewahrt werden. Geldwechsel außerhalb der Bankzeiten ist in internationalen Hotels, Wechselstuben und den Flughäfen möglich. Geldanweisungen über Western Union sind ebenfalls möglich.

Währung

1 Rubel = 100 Kopeken. Währungskürzel: Rbl, RUB (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 5.000, 1.000, 500, 100, 50, 10 und 5 Rbl im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen von 10, 5, 2 und 1 Rbl sowie Kopeken im Nennwert von 50, 10, 5 und 1. 

Kopeken in den Nennwerten 1 und 5 werden nicht mehr hergestellt, Preise werden auf 10 und 50 Kopeken gerundet.

Devisenbestimmungen

Die Einfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen (inkl. Reiseschecks und Wertpapiere) ist unbeschränkt, muss aber ab einem Betrag im Gegenwert von 10.000 US$ deklariert werden (alle Zahlungsmittel, Beleg gut aufbewahren). Gleiches gilt für die Ausfuhr von Fremdwährungen, Überweisungs- und Deklarationsbelege müssen auf Verlangen vorgezeigt werden.
Die Ausfuhr der Landeswährung ist auf 50.000 Rubel beschränkt.
Es empfiehlt sich in jedem Falle, die aktuellen Devisenbestimmungen bei der zuständigen konsularischen Vertretung zu erfragen.

Kreditkarten

Internationale Kreditkarten wie American Express, Diners Club und Visa werden in größeren Hotels, Läden und Restaurants akzeptiert (American Express jedoch fast ausschließlich in Moskau und St. Petersburg). Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. In zahlreichen großen Hotels und Kaufhäusern gibt es Geldautomaten, an denen man mit Kreditkarte oder Girocard Bargeld abheben kann.

Reiseschecks

Bargeld wird empfohlen. Reiseschecks sollten in US-Dollar oder Euro ausgestellt sein und werden nur in Moskau und St. Petersburg in autorisierten Banken akzeptiert (Umtausch ist zeitaufwändig).

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Do 09.30-17.00 Uhr, Fr 09.30-16.00 Uhr (Variationen sind möglich).

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei in die Russische Föderation eingeführt werden:

200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabakwaren (Personen ab 18 J.)
3 l alkoholische Getränke (nur Personen ab 18 J.);
Parfüm für den persönlichen Gebrauch;
250 g Kaviar (als Konserve);
Geschenke und andere Waren bis zu einem Wert von 10.000 € (nur bei Anreise per Flugzeug; 1.500 € bei Anreise auf dem Landweg.).

Anmerkung: Bei der Einreise muss eine Zolldeklaration ausgefüllt werden, die bei der Ausreise vorgelegt werden muss. Auf diesem Formular müssen alle eingeführten privaten Gegenstände, einschl. Währungen und Wertgegenstände, vermerkt werden. Bei genauer Zollkontrolle können die Zollformalitäten langwierig sein. Die Ausfuhrbestimmungen sind sehr streng; es ist ratsam, sich bereits bei der Einreise nach den aktuellen Regelungen zu erkundigen.

Verbotene Importe

Waffen, Munition, Narkotika, Drogen und alles, was als Zubehör für den Drogenkonsum betrachtet werden kann, Pornographie, unmoralische oder subversive Artikel, Photographien und gedruckte Medien, die sich gegen die Russische Föderation richten, Gegenstände Dritter, die für diese Person importiert werden sollen, Tiere, Fleisch und Fleischprodukte, mehr als 250 g Kaviar vom Stör in Dosen oder daraus hergestellte Produkte, Obst und Gemüse. Einzelheiten von der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Quellenangaben
  • Marco Polo - Russland, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2012-09, 2009-08
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Russland - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 12.02.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 12.02.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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