Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Luxemburg

Steckbrief

Luxemburg - Fakten

Ländername Großherzogtum Luxemburg, Grand-Duché du Luxembourg, Groussherzogtum Lëtzebuerg
Fläche 2.586 km2
Hauptstadt Luxemburg
Bevölkerung 634.730
Sprache Lëtzebuergesch, Deutsch und Französisch
Religion 87 % Römisch-Katholisch, 13 % Protestanten, Juden und Muslime
Staats-/Regierungsform Konstitutionelle Monarchie
Staatsoberhaupt Großherzog Henri, Herzog von Nassau seit 07.10.2000
Vertreter des Staatsoberhaupts Kronprinz Guillaume Jean Joseph Marie von Nassau, Erbgroßherzog von Luxemburg
Regierungschef Ministerpräsident Xavier Bettel seit 05.12.2018 (Demokratische Partei DP)
Außenminister Jean Asselborn seit 30.07.2004, vierte Amtszeit seit 05.12.2018 (Luxemburger Sozialistische Arbeiterpartei LSAP)
Währung Euro (EUR, €)
Zeitzone ME(S)Z
Stromnetz 230 V/ 50 Hz
Reiseadapter Nicht notwendig
Kfz-Länderkennzeichen L
ISO-3166 LU, LUX
Internet-TLD .lu
Landesvorwahl +352
Website http://www.etat.lu

Geographie

Naturräumlich gliedert sich das Land in zwei Landschaften: das im Norden gelegene 400–500 m hohe, karge Plateau des Ösling (Osling) und das fruchtbarere Gutland im Süden, das zum Lothringer Stufenland gehört und Höhen um 400 m erreicht. Luxemburgs Klima wird durch atlantische Westwinde geprägt. Die Temperaturen sind gemäßigt.

Politik und Bevölkerung

Nach der Verfassung von 1868 ist das Großherzogtum eine parlamentarisch-demokratische Erbmonarchie. Staatsoberhaupt ist der Großherzog. Das Staatsgebiet gliedert sich in drei Distrikte mit insgesamt zwölf Kantonen. Die Hauptstadt Luxemburg ist Sitz vieler EU-Institutionen, darunter die Kommission, der Gerichtshof, der Rechnungshof. Luxemburg hat den höchsten Ausländeranteil in der europäischen Union: rund 44 %, darunter sehr viele EU-Beamte. 95 % der Bevölkerung bekennen sich zum katholischen Glauben. Sie sprechen einen moselfränkischen Dialekt des Deutschen.

Geschichte

963 gilt als das Geburtsjahr von Luxemburg (Bau der „Lützelburg“), das Karl IV. im Jahr 1354 zum Herzogtum erhob. Zwischen 1659 und 1839 wurde das Staatsgebiet durch wiederholte Gebietsabtrennungen dreimal reduziert. 1949 gehörte Luxemburg zu den Gründungsmitgliedern von NATO und Europarat.

Luxemburg - Geschichte

963 Gründung der Stadt Luxemburg durch den Ardennergrafen Siegfried
15./16.Jh. Luxemburg fällt abwechselnd an Frankreich und das deutsche Kaiserreich und wird schließlich in die Spanischen Niederlande integriert
17.–19.Jh. Nach den „drei luxemburgischen Teilungen“ ist nicht mehr viel Staatsgebiet übrig; 1839 wird Luxemburg unabhängig
1890 Luxemburg bekommt seinen ersten eigenen Großherzog
20.Jh. In beiden Weltkriegen wird das Land von deutschen Truppen besetzt. In der Nachkriegszeit avanciert Luxemburg zusammen mit Brüssel und Straßburg zur „Europahauptstadt“
2014 Durch die „Lux-Leaks“-Enthüllungen wird Luxemburgs Rolle als Steuervermeidungsparadies bekannt
2014–2019 Jean-Claude Juncker, von 1995 bis 2013 luxemburgischer Ministerpräsident, ist Präsident der EU-Kommission
2020 Luxemburg ist das erste Land weltweit, in dem die öffentlichen Verkehrsmittel gratis sind
2022 Esch-sur-Alzette ist Europäische Kulturhauptstadt
Kommunikation & Adressen

Auskunft vor Ort

Luxembourg City Tourist Office | 30, place Guillame II | Tel. 222809 | luxembourg-city.com

Diplomatische Vertretungen

– Deutsche Botschaft: 20–22, avenue Émile Reuter | Luxemburg-Stadt | Tel. 4534451

– Österreichische Botschaft: 3, rue des Bains | Luxemburg-Stadt | Tel. 4711881

– Schweizer Botschaft: 25a, boulevard Royal | Luxemburg-Stadt | Tel. 2274741 

Notruf

Polizei: Tel. 113; Unfallrettung: Tel. 112; Automobilclub: Tel. 26000

Internetzugang & WLAN

Fast alle Hotels im Land haben (meist kostenlosen) Internetzugang. Luxemburg-Stadt bietet auf allen größeren Plätzen auch Internetzugang über WLAN an. Weitere Gemeinden, vor allem im Süden, folgen, u.a. Esch-sur-Alzette und Dudelange. citywifi.lu 

Post

Das Porto für einen Brief bis 50g oder eine Postkarte in der EU kostete bei Redaktionsschluss 1,05 Euro. post.lu 

Telefon & Handy

Innerhalb des Landes existieren keine Vorwahlen. Vorwahl nach Luxemburg: 00352, nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041. Dank der Roamingreform durch die EU fallen fürs Telefonieren und Surfen keine Zusatzkosten mehr an. 

Presse

Auch wenn sich in vielen Medien fremdsprachige Texte tummeln, sind die größten Tageszeitungen „Luxemburger Wort“ und „Tageblatt“ überwiegend auf Deutsch. Munter mehrsprachig sind die Wochenzeitungen „woxx“ (grün angehaucht) und „d’Lëtzebuerger Land“ (anspruchsvoll); wer’s boulevardmäßiger mag, greift zu den bunten Wochenblättern „Revue“ oder „Télécran“.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Veranstaltungen

Februar - April 

Printemps Musical (Luxemburg-Stadt), Jazz, Blues und Weltmusik

März

Luxembourg City Film Festival (Luxemburg-Stadt), luxfilmfest.lu

Ostermontag

Éimaischen (Luxemburg-Stadt und Nospelt), traditionelles Volksfest

Mai/Juni

Geenzefest (Wiltz), Ginsterfest mit Blumenkorso am Pfingstmontag

Springprozession (Echternach)

22./23. Juni

Nationalfeiertag (Luxemburg-Stadt), Musik, Feuerwerk und Fackelzug

Juli

Rock um Knuedler (LuxemburgStadt)

Blues ’n Jazz Rallye (Luxemburg-Stadt), Gratiskonzerte in den Unterstädten

Echterlive (Echternach), echterlive.lu: Jazz, Pop, Soul, Hip-Hop

Festival de Wiltz (Wiltz), festivalwiltz.lu: Theater, Ballett und Musik auf der Schlosstreppe

Juli/August

Mittelalterfest (Vianden), Ritterspiele auf der Burg

August

e-lake (Echternach), e-lake.lu: Open-Air-Festival

August/September

Schueberfouer (Luxemburg-Stadt), Luxemburgs größtes Volksfest 

September

Terres Rouges Festival (Esch-sur-Alzette), Open-Air-Rock-Festival

Wein- und Traubenfest (Grevenmacher)

Oktober

Nëssmoort (Vianden), Nussprodukte

Feiertage

1. Januar Neujahr
März/April Ostermontag
1. Mai Tag der Arbeit
Mai/Juni Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag
23. Juni Nationalfeiertag
15. August Mariä Himmelfahrt
1. November Allerheiligen
25./26. Dezember Weihnachten
Mobilität vor Ort

Auto

Höchstgeschwindigkeit innerorts 50, außerorts 90, auf Autobahnen 130 (bei Regen 110) km/h, Promillegrenze 0,5. Das Anlegen des Sicherheitsgurts ist auf allen Plätzen vorgeschrieben. Die Autobahnen sind gebührenfrei. Dafür sind Überschreitungen des Tempolimits sauteuer: Bereits ab 1 km/h über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sind 49 Euro fällig. Pannenhilfe: Automobile Club Luxembourg | Tel. 26000 | acl.lu 

Öffentliche Verkehrsmittel

Fast alle Orte in Luxemburg erreichst du mit Bahn oder Bus. Seit 2020 – eine Weltsensation! – ist der gesamte öffentliche Verkehr im Land gratis. Sogar dein Fahrrad nimmt die Bahn kostenlos mit. Größere Gruppen müssen sich und ihre Räder jedoch vorher anmelden. Innerhalb der Stadt bist du am besten mit der Tram unterwegs. Taxifahren ist teuer – am Wochenende fahren bis weit nach Mitternacht die kostenlosen öffentlichen Verkehrsmittel, z.B. der City Night Bus in der Hauptstadt oder der Nightbus in den Gemeinden. Infos: Tel. 24892489 | cfl.lu, mobiliteit.lu, transports.public.lu 

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Menschen aus rund 170 Nationen leben im Land – das macht sich auch in den Töpfen bemerkbar. Die belgischen moules frites werden geliebt, die französische Küche wurde gleich komplett gekapert. Portugiesische Restaurants gibts mehr als Chinesen und Japaner zusammen und ein neunsprachiger Libanese führt ein syrisches Trendlokal.

Königreich der Kartoffel

Lange Zeit war das Großherzogtum ein Bauern-und-Arbeiter-Staat. Die Plackerei auf dem Feld, im Bergwerk oder am Hochofen machte nicht reich, aber Appetit. Da das Geld für Fleisch meist fehlte, wurden die hungrigen Mäuler mit Gromperen (Kartoffeln) gestopft. Dazu ein bisschen Suppe und Brot und die Sippe war satt. Gequellte, gefoxte, gekachte, gebootschte, geträtschte, gebrodene oder getrippste Gromperen bildeten jahrhundertelang das Hauptnahrungsmittel der Bevölkerung. Das haben die Luxemburger der Kartoffel nicht vergessen: Sie erfreut sich im Restaurant wie zu Hause bis heute ungebrochener Beliebtheit. 

Pure Fleischeslust

Vielleicht liegt es daran, dass bei einem Großteil der Bevölkerung früher höchstens sonntags Braten auf den Tisch kam, dass die Luxemburger einen derartigen Heißhunger auf fleischliche Genüsse entwickelt haben. Die traditionelle Küche strotzt vor deftigen fleisch- oder wurstlastigen Rezepten. Ein beliebter Klassiker, der auf jedem Familienfest von der Taufe bis zur Trauerfeier serviert wird, ist Ham, Fritten an Zalot (roher oder gekochter Schinken mit Pommes frites und Salat). Daneben gehören Kutteln, Sülze, Blutwurst und Wäinzoossiss auf die Karte jedes Traditionsrestaurants, das etwas auf sich hält. 

Nationalgerichte mit Migrationshintergrund

Das gilt natürlich auch für das Nationalgericht Judd mat Gaardebounen. Blöd nur, dass das eigentlich gar nicht aus Luxemburg kommt. Die dicke bzw. Saubohne wurde von den Spaniern im 16.Jh. eingeführt. Seinen luxemburgischen Namen verdankt der Schweinekamm mit Saubohnen vermutlich einem Fehler bei der Übersetzung des spanischen Worts für Bohne. Aus der judía wurde Judd und damit die leicht irritierende Luxemburger Bezeichnung, auf Deutsch „Jude mit Gartenbohnen“. Der Bohne mögen die Luxemburger ihre Herkunft von der Iberischen Halbinsel noch zugestehen. Doch beim heiß geliebten Kachkéis hört der Spaß auf. Schließlich bezieht Luxemburgs Antwort auf Popeye, der Comicheld Superjhemp, seine Superkräfte aus dem Verzehr von Kochkäse. Und der soll, wie Historiker behaupten, von den Spaniern unter dem Namen concojota ins Land gebracht worden sein? Unmöglich, sagen die Luxemburger und beharren drauf, sie hätten ihn erfunden. 

Fritür, Flusskrebs, Bacalhau

Fischpflicht herrscht auf der Schueberfouer, Luxemburgs alljährlich Ende August beginnender größter Kirmes. Etepetete geht es dabei nicht zu: Jeder traditionsbewusste Luxemburger besucht dann mindestens einmal eins der vielen Fresszelte, um dort eine Fritür zu verspeisen: schön fettig-saftigen frittierten Moselfisch. Die als Delikatesse gehandelten Kriipsen, Flusskrebse, galten früher eher als Armeleuteessen. Erst die Krebspest Ende des 19.Jhs. dezimierte die Bestände derart, dass der Krebs sich zur Spezialität mauserte. Der heute am häufigsten verzehrte Fisch im Großherzogtum dürfte hingegen der portugiesisch stämmige bacalhau sein. Den Stockfisch gibts in jedem Supermarkt und er steht auf der Karte jedes der zahlreichen portugiesischen Restaurants. 

Portugiesen und Italiener

Auf den Speisekarten von luxemburgischen Lokalen sind bacalhau, bifana (in Sud gegarte Schweineschnitzel) oder die deftige Suppe caldo verde dagegen bislang eher die Ausnahme – was daran liegt, dass die Einwanderung aus Portugal erst in den 1970erJahren einsetzte, während die italienischen Immigranten ihren Siegeszug in die Luxemburger Töpfe bereits ab dem 19.Jh. antraten. Das beste, seit Jahren michelinbesternte Restaurant des Landes ist ein Italiener. 

Tages- und Sternemenüs

Das Großherzogtum ist bekanntlich teuer; das gilt auch für die Gastronomie. Die Pizza beim Italiener um die Ecke kann locker bei 17 Euro liegen, ein Schnitzel in der noch so unspektakulären Dorfkneipe kratzt gern mal an der 30-Euro-Marke. Günstiger kommt weg, wer nach plats oder menus du jour Ausschau hält. Da lässt es sich bisweilen zu Preisen zwischen 10 und 20 Euro richtig gut speisen. Erschwingliche Tagesmenüs gibt es auch in den meisten der derzeit zehn Sternerestaurants im Land. Mit etwas Glück erwischt du eine erstklassige Speisenfolge zwischen 35 und 50 Euro. Abends ist der Preis – mindestens – doppelt so hoch. 

Kein Event ohne Crémant

Wem das Menü mit Wein im Restaurant zu teuer wird, der begnügt sich mit Mineralwasser aus Rosport oder Beckerich. An Alkohol kommt man im Ländchen auch so oft genug: Empfänge, bei denen kein crémant – Sekt von der Luxemburger Mosel – serviert wird, lösen Empörung aus. Genauso stolz wie auf den crémant sind die Luxemburger auf ihren Wein. Leider produziert das kleine Land nur relativ wenig, sodass mehr als die Hälfte der teilweise wirklich guten – und entsprechend teuren – Rieslinge, Rivaner, Auxerrois, Weiß- und Grauburgunder & Co. im Land selbst gepichelt wird: Beim Weinkonsum sind die Luxemburger europäische Spitze. Der wohl populärste Schoppenwein ist der Elbling, eine der ältesten Rebsorten der Welt und ein herbes, erfrischendes Gewächs. Auch Bier produzieren (und konsumieren) die Luxemburger reichlich und gern: Brauereien in Bascharage, Wiltz, Heiderscheid, Heinerscheid und Diekirch sorgen kontinuierlich für Nachschub. 

Lasst es uns geschehen machen

Seit das Großherzogtum sich unter dem Motto „Luxembourg. Let’s make it happen“ eine neue Corporate Identity verpasst hat, gibts endlich auch hippe Mitbringsel statt immer nur Wandteller mit Großherzogs drauf. Irgendwie hat zwar niemand eine Ahnung, wer da genau was „happen maken“ soll, doch wen kümmerts? Das Logo mit dem x in den Nationalfarben sieht prima aus und schmückt Tassen, Taschen, Schals, Stifte, Krawatten und vielerlei weitere LuxemburgAccessoires. Das gesamte Sortiment im erfrischend jungen Design gibts im Luxembourg House (2, rue de l’Eau | luxembourghouse.lu) in der Hauptstadt. 

Sind so bunte Kekse

Die Luxemburger stehen auf Macarons. Das boomende Baisergebäck, das aussieht wie ein klitzekleiner Burger und das es in allen Regenbogenfarben gibt, hat jede Traditionspatisserie im Land im Programm. Die bekannteste Variante der Minimakrönchen heißt „Luxemburgerli“, stammt allerdings von der Schweizer Firma Sprüngli. Doch wer hat’s erfunden? Ein bei Sprüngli beschäftigter Luxemburger. Womit bewiesen wäre, dass die Macarons eindeutig eine Luxemburger Spezialität sind. 

Hat der eine Nase...

Huet deen eng Nues, huet deen eng Blumm („Hat der eine Nase, hat der ein Bukett“), urteilte einst Gérard Depardieu, Winzer im Nebenberuf, nicht ohne Selbstironie in Sachen Riechorgan über Luxemburger Wein. Das war zwar für einen Werbespot, aber recht hatte er trotzdem. Luxemburg produziert wenig, doch dafür feinen Rebensaft. Weshalb die Luxemburger ihn am liebsten selber trinken. Wenn du ein paar Flaschen Riesling, Auxerrois oder Pinot gris ergattern willst, tuckerst du am besten an der Mosel entlang und kaufst direkt beim Winzer. Da kannst du probieren und billiger als im Laden ist es in der Regel auch – der Luxemburger Wein hat schließlich, wie alles im Ländchen, seinen (hohen) Preis.

Tierischer Werbeträger

Vor ein paar Jahren gab es einen Riesenaufstand, als ein Politiker vorschlug, den roten Löwen vom Luxemburger Wappen auch auf der Nationalflagge abzubilden, um den ewigen Verwechslungen mit der niederländischen Fahne endlich ein Ende zu machen. Das hat nicht funktioniert, aber der Löwe erlebte trotzdem einen regelrechten Hype. Mittlerweile gibt es Roude-Léiw-Kaffee und auch Bier- und Sektflaschen ziert das Konterfei des sympathischen Wappentiers, Tendenz steigend. 

Geheimschriften

Wenn du dir und deinen Lieben was richtig, richtig Seltenes mit nach Hause bringen willst, dann kauf ein Luxemburger Buch. Außerhalb der Landesgrenzen hat kaum jemand je davon gehört, dass im Großherzogtum Bücher geschrieben werden – innerhalb allerdings genauso wenig. Ist ja auch schwierig, die Werke zu finden. Im Buchhandel suchst du unter Rubriken wie „Krimi“ oder „Roman“ vergeblich. Ob Heimatschnulze oder experimenteller Slammertext: Alle Luxemburger Bücher sind unter der Bezeichnung „Luxemburgensia“ versammelt, die dermaßen exotisch-verstaubt klingt, dass sie im Grunde schon fast wieder hip anmutet. 

Luxembourg-Card

Mit der Luxembourg-Card hast du gratis Zugang zu rund 75 Sehenswürdigkeiten sowie Attraktionen wie dem Sessellift Vianden, dem Schmetterlingsgarten in Grevenmacher, mehreren Schwimmbädern etc., bei einem guten Dutzend weiteren gibts Rabatt. Die Karte kostet für einen Tag 13 Euro (Familien 28 Euro), für zwei Tage 20 (48) Euro, für drei Tage 28 (68) Euro. Infos unter visitluxembourg.com, Menüpunkt „Reiseführer“. 

VorspeisenHauptgerichteDessertsGetränke

Bouneschlupp  Grüne Bohnensuppe mit Kartoffeln, Mehlschwitze und Essig
Rieslingspaschtéit  Mit Schweinefleisch und Weingelatine gefülltes Blätterteiggebäck
Kachkéis  Kochkäse, mit Milch, Butter, Eigelb und Kräutern verrührt und mit Senf garniert auf Butterbrot serviert
Éislecker Ham  Feiner Ardenner Schinken, auf traditionelle Weise geräuchert
Feierstengszalot  Rindfleischsalat
Judd Matt Gaardebounen  Geräucherter Schweinekamm mit dicken Bohnen
Fierkelsjelli  Sülze vom Spanferkel
Wäinzoossiss  Bratwürstchen mit Senfsauce, Kartoffelpüree und einem Schuss Wein
Kuddelfleck  Kutteln, in Gemüsebrühe gegart
Träipen  Gebratene Blutwurst mit Apfel-Kartoffel-Püree
Stäerzelen  Buchweizenknödel in Specksauce
Tiirteg  Kartoffelpuffer mit Sauerkraut 
Quetschentaart  Pflaumenkuchen
Schuedi  Butterkuchen nach Großmutters Art
Nessdrepp  Nusslikör aus Vianden
Viiz  Apfelmost
Buff  Magenbitter aus 15 Kräutern
Dännesprözendrepp  Likör aus Tannennadeln
Stichworte

Bauboom

Bob der Baumeister hätte seine helle Freude, denn gefühlt ist das gesamte Großherzogtum eine Großbaustelle. Das beeindruckendste Dauerprojekt ist der Kirchberg in Luxemburg-Stadt, auf dem bis vor wenigen Jahrzehnten friedlich Kühe grasten. Dann wurden die ersten EU-Institutionen dort angesiedelt, denen 1991 die ersten Banken folgten. Seither findet ein fröhliches Wetteifern um den prunkvollsten und protzigsten Glas- oder Stahlpalast statt. Klar, dass so viel Konstruktionswut auch den Rest des Landes ansteckt. Sehr zum Leidwesen der Denkmalschützer, denn historische Gebäude haben gegen moderne Baupläne selten eine Chance (weshalb böse Zungen behaupten, das ganze Land sei fest in der Hand der Baulobby). Doch es wird Wohnraum für die bald wohl 700000 Einwohner gebraucht, und so weichen Kuhställe aus der Maria-Theresia-Zeit heute eben Kaninchenställen für Menschen. 

Sinnloses Gemetzel

Als die Sache nun wirklich schon komplett den Bach runtergegangen war, kam Nazideutschland im Dezember 1944 auf die bescheuerte Idee, doch noch mal zu versuchen, die Alliierten zurückzuschlagen. Nach sechs Wochen war das sinnlose Gemetzel vorbei und Luxemburger Städte wie Echternach, Diekirch, Wiltz und Clervaux stark zerstört. Bei der Ardennenoffensive kamen etwa 20000 US-Soldaten ums Leben. Dem Spuk ein Ende bereitete General George S. Patton, dem man in Luxemburg derart dankbar dafür ist, dass ihm neben mehreren Denkmälern in Ettelbruck ein eigenes Museum gewidmet wurde. Patton selbst überlebte den Krieg nur kurz. Er starb im Dezember 1945 in Heidelberg an den Folgen eines Autounfalls und wurde wunschgemäß an der Seite „seiner Jungs“ auf dem American Military Cemetery in Luxemburg-Sandweiler beigesetzt. Etwas versteckt nebenan liegen die Deutschen – vier pro Grabkreuz. 

Durchs Schlüsselloch gelinst

Meine Güte, diese Männer! Graf Siegfried, der 963 die „Lucilinburhuc“ auf dem Bockfelsen erstand und damit als Gründer Luxemburgs gilt, hat sein Liebesleben gründlich verbockt. Er heiratete die schöne Melusina, die ihren Gatten nur um eines bat: Sie doch bitte samstagabends in Ruhe baden zu lassen. Natürlich kriegte Siegfried das nicht hin. Er glaubte, dass Melusina fremdging und spionierte ihr hinterher. Als er eines Samstags durchs Schlüsselloch spähte, sah er, dass es sich bei seiner Ehefrau in Wirklichkeit um eine Nixe handelte. Auf seinen entsetzten Aufschrei hin verschwand die Geliebte für immer in den Tiefen des Bockfelsens. Dort näht sie seither an einem Hemd. Zum Glück hat die Gute von Handarbeit nahezu null Ahnung und macht nur alle sieben Jahre einen Stich – sollte das Hemd jemals fertig werden, wird die Stadt Luxemburg nämlich zusammenfallen. 

Kulturhauptstadtkrach

Geht das schon wieder los! 2022 beheimatet Luxemburg zum dritten Mal die Europäische Kulturhauptstadt: die Stadt Esch-sur-Alzette gemeinsam mit weiteren Gemeinden im Landessüden sowie ein paar grenznahe französische Dörfer. Und genau wie in den Kulturhauptstadtjahren 1995 (Luxemburg-Stadt) und 2007 (Luxemburg und Großregion Saar-Lor-Lux) kracht(e) es auch diesmal vor und hinter den Kulissen gewaltig. Da wurden Konzepte gekippt (nun gut, das Thema „Liebe“ war auch etwas sehr allgemein), Koordinatoren und Organisatoren wurden geschasst oder sprangen ab, Gemeinden ebenso, vor allem aus finanziellen Gründen. Man darf gespannt sein, wie der Karren diesmal aus dem Dreck gezogen wird. Wird schon schiefgehen: 2007 entzündete sich der Streit an einem röhrenden blauen Hirsch als Logo – der hatte nachher Kultstatus. 

Heng und Tréis

Der Herrscher von Luxemburg heißt Jean-Claude Juncker. Nein, natürlich nicht wirklich, auch wenn es einem bis zum – demokratisch erfolgten – Sturz des langjährigen Premierminsters 2013 so vorkam. Das wahre Staatsoberhaupt trägt den Namen Henri, ist von Beruf Großherzog und mit der Kubanerin Maria Teresa verheiratet. Das politische System, dem er vorsteht, nennt sich konstitutionelle Monarchie, zu der heutzutage auch eine parlamentarische Demokratie gehört. Deren derzeitiger Chef, Premier Xavier Bettel, wird wie das ganze Parlament alle fünf Jahre gewählt – bzw. muss gewählt werden, in Luxemburg herrscht nämlich Wahlpflicht. Das seit 1354 bestehende Herzogtum Luxemburg wurde übrigens erst 1815 auf dem Wiener Kongress in den Stand eines Großherzogtums erhoben und ist heute das einzige Großherzogtum weltweit. Darauf sind die Luxemburger ziemlich stolz, ebenso wie auf ihre Grand-Ducs „Heng“ und „Tréis“, wie sie auf gut Luxemburgisch genannt werden. Die Nachfolger heißen Guillaume und Stéphanie – aber das hat noch Zeit. 

Europafans

Ein bisschen EU-Kauderwelsch gefällig? Bitte sehr: In Luxemburg sitzen das Sekretariat des Europäischen Parlaments, eine Generaldirektion sowie Dienststellen der Europäischen Kommission, das statistische Amt Eurostat, ein Großteil des Übersetzungsdiensts, der Gerichtshof der Europäischen Union, das Gericht für den öffentlichen Dienst, der Europäische Rechnungshof, die Europäische Investitionsbank und der Europäische Investitionsfonds, das Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, die Einrichtungen zur Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität und des Europäischen Stabilitätsmechanismus sowie zwei europäische Schulen. Dreimal im Jahr tagt der Europäische Rat im Großherzogtum, ca. 11000 In- und Ausländer arbeiten hier für die EU. Am 9. Mai 2019 wurde ein neuer Feiertag eingeführt: der Europatag. Noch Fragen zu Luxemburgs Zuneigung zu Europa? Aber schließlich gilt das Land seit der Montanunion von 1951 ja auch als Mitbegründer der EU. 

Shakiras Sparkonto

Luxemburgs knapp 140 Banken haben bekanntlich oft pfiffige Ideen in Sachen Steuern und sonstiger fragwürdiger Sparmaßnahmen. Klar, dass das neben zahllosen Briefkastenfirmen auch Amazon, Apple, Google & Co. nett finden und gern in Luxemburg (so gut wie keine) Steuern zahlen. Die kolumbianische Künstlerin Shakira dagegen kam zwar erst 2018 erstmals für ein Konzert nach Luxemburg – die Rechte an ihren Songs liegen aber schon länger hier. Und zwar, wie manche Medien behaupten, aus Steuervermeidungsgründen. Genau weiß das aber keiner, denn die entsprechenden Finanzkonstrukte sind dermaßen kompliziert, dass vermutlich Shakira selbst nicht durchblickt. Da das mit den Steuern international ja nicht mehr so gut ankommt, orientiert sich Luxemburg allmählich um. Mit Erfolg: Das Großherzogtum ist Spitzenstandort für Investmentfonds in Europa und liegt weltweit hinter den USA auf Platz 2. Blöd nur, dass 2019 wieder einmal eine Studie veröffentlicht wurde, derzufolge multinationale Unternehmen statt der eigentlich gebotenen 29,1% lediglich 2,2% ihrer Gewinne als Steuern abführen...

Blechlawinen

Luxemburg hat um die 600000 Einwohner, dazu gesellen sich an jedem Werktag noch mal 190000 Grenzgänger. So heißen die Pendler aus Frankreich (ca. 100000), Deutschland (ca. 45000) und Belgien (ca. 45000), die morgens nach Luxemburg zur Arbeit fahren. Und das meist mit dem Auto, was zu endlosen Staus führt – falls nicht die 2020 eingeführte kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel Entlastung schafft. Das hat einerseits damit zu tun, dass in Luxemburg die höchsten Löhne Europas bezahlt werden, andererseits damit, dass es einfach nicht genügend Luxemburger für all die Jobs im boomenden Ländchen gibt. Nicht dass es am Wochenende ruhiger wäre: Dann fallen die Tanktouristen über die Grenzorte her, um günstiges Benzin und anderen Sprit sowie Tabak und Kaffee zu ergattern.

(Ganz) Klein-Hollywood

Abgesehen von etwas zweifelhaften Streifen wie „Sekretärinnen-Report 2“ aus den 1970ern, kann man von einer Luxemburger Filmszene erst seit den 1980er-Jahren sprechen. Der erste Luxemburger „Blockbuster“ von Regisseur Andy Bausch aus dem Jahr 1988 hieß „Troublemaker“. Der Film verschaffte Hauptdarsteller Thierry van Werveke den Durchbruch. Warum „Thierry National“ im Großherzogtum kultisch verehrt wird, versteht man spätestens, wenn man ihn als Gangster Henk im Buddy-Movie „Knockin’ on Heaven’s Door“ gesehen hat. Dank finanzieller Anreize für ausländische Produzenten geben sich seit ein paar Jahren auch Weltstars die Klinke in die Hand. Zugleich exportieren die Luxemburger mit zunehmendem Erfolg eigene Produktionen: Der Animationsfilm „Mr Hublot“ gewann 2014 sogar einen Oscar. Auch Schauspieler sind mittlerweile ein beliebter Exportartikel: Vicky Krieps etwa erhielt 2019 den Deutschen Fernsehpreis für ihre Darstellung in der Serie „Das Boot“; 2017 spielte sie im oscar-nominierten Film „Der seidene Faden“ an der Seite von Daniel Day-Lewis. Ein eigenes Festival hat Luxemburg mit dem Luxembourg City Film Festival (luxfilmfest.lu) auch. Sich selbst feiert die Szene alle zwei Jahre beim Luxemburger Filmpreis. 

Sturköpfe

„Mir wölle bleiwe wat mir sin“ – diese Inschrift auf einem Erker in der Luxemburger Altstadt ist so etwas wie das patriotische (Über-)Lebensmotto des oftmals bedrohten Großherzogtums. Sie entstammt einer Strophe aus „De Feierwon“, einer Hymne auf die erste Eisenbahn anno 1859 von Michel Lentz, der auch die Nationalhymne „Ons Hémecht“ verfasste. Der Text bringt den Stolz über die in dieser Zeit erlangte Unabhängigkeit zum Ausdruck: „Kommt hiér aus Frankreich, Bèlgie, Preisen, mir kennen iéch ons Hémecht weisen, frot dir no alle Seiten hin: Mir wölle bleiwe, wat mir sin.“ Verstanden, oder? Einer anderen, selbstironischeren Auffassung nach steht der Sinnspruch allerdings eher für die Sturheit der Luxemburger und eine gewisse Abneigung gegen alles Neue. 

Armee

Die gibt es tatsächlich in Luxemburg! Sie besteht aus rund 1100 Männern und Frauen. Ziemlich einmalig, zu mindest in Europa: In der Freiwilligenarmee dienen nicht nur Luxemburger Staatsbürger, sondern auch Angehörige anderer EU-Nationen. Voraussetzung für den Wehrdienst ist u.a., dass der Antragsteller ausreichende Kenntnisse in den drei offiziellen Landessprachen Französisch, Deutsch und Luxemburgisch mitbringt. Blut geleckt? Dann schnell eingeschrieben – denn wenn du über 26 bist, ist es dafür zu spät. 

Nullsprachig?

Ein Luxemburger Autor antwortete einmal auf die Frage eines ausländischen Journalisten, ob er und seine Landsleute tatsächlich alle dreisprachig seien, er hielte sie eher für nullsprachig. Das war witzig gemeint, hat aber einen wahren Kern. Zu Hause spricht der Luxemburger Lëtzebuergesch, einen netten moselfränkischen Dialekt, den aber jahrhundertelang keiner ernst nahm und der erst 1984 zur Nationalsprache wurde. Deswegen kann kaum jemand richtig Luxemburgisch schreiben. Die gleichberechtigten Verwaltungssprachen Französisch und Deutsch müssen auch die Luxemburger erst einmal lernen. Das geht zwar früh los, aber es sind und bleiben Fremdsprachen, die die Luxemburger nur selten so gut wie Muttersprachler beherrschen. Daher: dreisprachig ja, aber bedingt. 

Bloss nicht!

Die Mittagspause ignorieren

Zwischen 12 und 14 Uhr mutieren die Luxemburger gänzlich zu Franzosen: Da ist in Behörden und Büros Mittagspause und kein Mensch zu erreichen. Daher besser einen Tisch reservieren – oder nach 13.30 Uhr essen gehen. 

Öffnungszeiten vertrauen

Die Luxemburger haben einen Hang zu komplizierten und wechselnden Öffnungszeiten. Außerdem sind die offiziellen Angaben nicht immer verlässlich – deshalb ist es besser, sich vorher noch einmal zu erkundigen. 

Fragen nach den Sprachen stellen

Sprecht ihr hier alle Französisch? Parlez-vous allemand? Ist Luxemburgisch wie Holländisch? Wenig nervt Luxemburger mehr als die ewige Fragerei nach ihrer Sprachensituation. Also merken: Sie sind dreisprachig und Luxemburgisch ist ein moselfränkischer Dialekt. 

Sonntags nach Luxemburg-Stadt

Der Sonntag ist der ruhigste Wochentag in der Hauptstadt. (Fast) alle Geschäfte haben geschlossen, auch die meisten Bistros und Restaurants sind zu. Wenn du eine Landpartie machst, hast du das umgekehrte Problem: Die meisten Landgasthäuser sind mittags brechend voll, ohne Reservierung hat man dann kaum eine Chance. 

Mit dem ewigen Bankenthema anfangen

Ja, ja, in Luxemburg kann man toll Steuern sparen. Doch eigentlich ist das kleine Land zu beneiden, weil es immer wieder neue Ideen und Überlebensstrategien entwickelt, um mit den Großen in der Wirtschaft mitzuhalten. Daher: Klappe halten und lieber die Kultur und Natur bewundern. 

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang mit der Eindämmung von beeinträchtigt sein, siehe

Aktuelles.

Es gibt Eisenbahn- und Busverbindungen.
Auf luxemburgischen Autobahnen gilt ein Fahrverbot für Lastkraftwagen in Richtung Frankreich, Belgien und Deutschland an den Feiertagen dieser Länder. Verstöße werden mit hohen Geldbußen geahndet, die von Reisenden an Ort und Stelle erhoben werden.

Die Promillegrenze beträgt 0,5, für Fahranfänger in den ersten beiden Jahren 0,2.

Bei winterlichen Straßenverhältnissen besteht eine Winterreifenpflicht.

Es ist zudem Pflicht, mindestens eine Warnweste sowie ein Warndreieck mitzuführen. In Notfallsituationen müssen alle Personen, die sich auf der Straße bewegen, eine Warnweste tragen.

Der deutsche Führerschein ist ausreichend.

Es gibt keine Hinweise auf besondere Schwierigkeiten, die Akzeptanz ist gut ausgeprägt.

  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.

Das Straf- und Ordnungsrecht verfolgt insbesondere das Überschreiten von Geschwindigkeitsbegrenzungen und Alkohol am Steuer streng.

Luxemburg hat eines der strengsten Waffengesetze in Europa.

Die Mitnahme von Waffen und Selbstverteidigungswaffen ist verboten, dazu gehören Schreckschusswaffen, Gaspistolen, Tränengas- und Pfeffersprays, Elektroschocker, Spring-, Butterfly- und Wurfmesser und Schlagringe.

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringen Mengen und bei jeder Art von Drogen bestraft.

Zahlungsmittel ist der Euro. Das Abheben von Bargeld an Geldautomaten und die Bezahlung mit Kreditkarten sind überall möglich.

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Erkrankung, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

Die hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ergänzen.

Für die Einreise nach Luxemburg sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die .

Es besteht in Luxemburg für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf Behandlung bei Ärzten, Zahnärzten und in Krankenhäusern, die vom ausländischen gesetzlichen Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Als Nachweis ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) bzw. eine Ersatzbescheinigung vorzulegen. Beide Dokumente erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss:

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Reisewarnung

Überblick

Stand - Thu, 01 Apr 2021 10:15:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Thu, 01 Apr 2021 10:26:32 +0200)

Letzte Änderungen: Aktuelles (Einreise, Hygieneregeln)

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen"
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Aktuelles

Die Ausbreitung von COVID-19 führt weiterhin zu Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens.

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Luxemburg wird derzeit aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt.

Epidemiologische Lage

Luxemburg ist von COVID-19 vergleichsweise stark betroffen. Die Infektionszahlen bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau. Die Inzidenz von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage ist aktuell weit überschritten und Luxemburg ist als Risikogebiet eingestuft.
Aktuelle und detaillierte Zahlen bieten das luxemburgische Gesundheitsministerium und das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC).

Einreise

Zwischen Luxemburg und Deutschland finden keine Grenzkontrollen statt. Es bestehen auf dem Landweg keine Einschränkungen bei der Einreise, auch keine Quarantänevorschriften.

Alle Flugreisenden, die älter als sechs Jahre sind und die auf dem Luxemburger Flughafen Findel ankommen, müssen vor Reiseantritt einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Reisende, deren Aufenthalt im Ausland nachweislich weniger als 72 Stunden betrug, sind hiervon ausgenommen. Für Reisende aus Hochrisikogebieten (aufgrund hoher Fallzahlen oder Virus-Mutationen) ist ein weiterer Test bei Ankunft verpflichtend. Auch Reisende aus Nicht-EU-Ländern oder Nicht-Schengen-Ländern müssen sich am Flughafen Findel testen lassen.

Flugreisende, die über die Flughäfen Hahn, Frankfurt/Main oder Köln einfliegen und mit dem Auto nach Luxemburg weiterreisen, müssen einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Weitere Details sowie Ausnahmeregelungen finden sich auf der Internetseite der luxemburgischen Regierung.

Für Reisen ins Ausland können sich in Luxemburg wohnende oder mit Sozialversicherungsnummer arbeitende Personen online unter Angabe von Namen und Kontaktdaten sowie eines Nachweises für die Notwendigkeit der Reise (Bescheinigung des Arbeitgebers) für einen kostenlosen PCR-Test einschreiben. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, sich aufgrund einer ärztlichen Überweisung testen zu lassen.

Durch- und Weiterreise

Durchreisen sind möglich. Zwischen Luxemburg und Deutschland finden keine Grenzkontrollen statt.

Reiseverbindungen

Es bestehen Einschränkungen im internationalen Flug-, Zug- und Busverkehr. Es gibt mehrere innereuropäische Flugverbindungen. Busse, Überlandbusse und Bahnen verkehren in reduziertem Umfang.

Beschränkungen im Land

Restaurants, Gaststätten, Bars und Cafés bleiben weiterhin geschlossen. Hotels und andere Beherbergungsbetriebe sind geöffnet, können aber nur Zimmerservice oder Take-away-Service anbieten. Der Einzelhandel sowie Sport- und Kultureinrichtungen können unter strengen Auflagen wieder öffnen. In Theatern und Kinos sind bis zu 100 Besucher erlaubt.  

Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ist verboten. Bis zu zwei Gäste aus nur einem weiteren Haushalt dürfen privat empfangen werden. Im Freien und auf öffentlichen Plätzen dürfen unter den üblichen Hygienevorschriften höchstens zehn Personen zusammenkommen,  ab vier Personen besteht Maskenpflicht. Sportaktivitäten können mit bis zu zehn Teilnehmern durchgeführt werden. Im öffentlichen Raum wird die Durchsetzung der Maßnahmen verstärkt kontrolliert. Es ist damit zu rechnen, dass bei Zuwiderhandeln auch im privaten Bereich Ordnungsgelder in erheblicher Höhe verhängt werden.

Der öffentliche Dienst (Polizeibehörden, Bürgerbüros, Verwaltungsbehörden etc.) ist bis auf weiteres geschlossen. Persönliche Vorsprache ist nur mit Termin möglich. In Notfällen sollte zunächst telefonisch Kontakt, z.B. zur Polizei, aufgenommen werden.

Es besteht eine Ausgangssperre zwischen 23 und 6 Uhr. Ausnahmen sind für Pendler, Berufstätige und Notfälle möglich.

Hygieneregeln

Es besteht Maskenpflicht in öffentlichen Räumen, in Verkehrsmitteln, Geschäften und grundsätzlich überall dort, wo ein Mindestabstand von 2 m nicht eingehalten werden kann.

Konkrete Regelungen in verschiedenen Lebensbereichen veröffentlicht das Ministerium für Gesundheit der Luxemburger Regierung.

  • Beachten Sie die ausführlichen Informationen zur Gesundheitslage auf der Grundlage von Daten des ECDC, bestehende Beschränkungen einschließlich der Quarantäne- und Testanforderungen für Reisende und mobile Coronavirus-Kontaktnachverfolgungs- und Warn-Apps auf Re-open EU.
  • Informieren Sie sich über detaillierte Maßnahmen und ergänzende Informationen der Luxemburger Regierung sowie auf der Seite der Europäischen Kommission.
  • Bei COVID-19 Symptomen oder Kontakt mit Infizierten, kontaktieren Sie die Gesundheitsbehörden Luxemburgs unter der Telefonnummer 8002 8080 (aus dem Inland) oder +352 4977 1 9200 (aus dem Ausland).
  • Befolgen Sie stets die Hinweise lokaler Behörden.
  • Beachten Sie bei Rückreise nach Deutschland die gültigen Einreisebeschränkungen wie Anmelde-, Test- und Quarantäneregelungen, erkundigen Sie sich ggf. nach den aktuellen Beförderungsbedingungen bei der zuständigen Gesellschaft oder Ihrem Reiseveranstalter und kontaktieren Sie bei Einreise aus einem Risikogebiet das Gesundheitsamt Ihres Aufenthalts- bzw. Wohnortes. Weitere Informationen bietet unsere fortlaufend aktualisierte Infobox zu COVID-19/Coronavirus.

Sicherheit

Terrorismus

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate in Luxemburg ist niedrig. Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle kommen insbesondere an Bahnhöfen vor.

  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und Wertsachen nur wenn nötig mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Bahnhöfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Es herrscht gemäßigtes Klima.

Reiseinfos

Infrastruktur/Verkehr

Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang mit der Eindämmung von COVID-19 beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Es gibt Eisenbahn- und Busverbindungen.
Auf luxemburgischen Autobahnen gilt ein Fahrverbot für Lastkraftwagen in Richtung Frankreich, Belgien und Deutschland an den Feiertagen dieser Länder. Verstöße werden mit hohen Geldbußen geahndet, die von Reisenden an Ort und Stelle erhoben werden.

Die Promillegrenze beträgt 0,5, für Fahranfänger in den ersten beiden Jahren 0,2.

Bei winterlichen Straßenverhältnissen besteht eine Winterreifenpflicht.

Es ist zudem Pflicht, mindestens eine Warnweste sowie ein Warndreieck mitzuführen. In Notfallsituationen müssen alle Personen, die sich auf der Straße bewegen, eine Warnweste tragen.

Führerschein

Der deutsche Führerschein ist ausreichend.

LGBTIQ

Es gibt keine Hinweise auf besondere Schwierigkeiten, die Akzeptanz ist gut ausgeprägt.

Rechtliche Besonderheiten

Das Straf- und Ordnungsrecht verfolgt insbesondere das Überschreiten von Geschwindigkeitsbegrenzungen und Alkohol am Steuer streng.

Luxemburg hat eines der strengsten Waffengesetze in Europa.

Die Mitnahme von Waffen und Selbstverteidigungswaffen ist verboten, dazu gehören z.B. Schreckschusswaffen, Gaspistolen, Tränengas- und Pfeffersprays, Elektroschocker, Spring-, Butterfly- und Wurfmesser und Schlagringe.

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringen Mengen und bei jeder Art von Drogen bestraft.

Geld/Kreditkarten

Zahlungsmittel ist der Euro. Das Abheben von Bargeld an Geldautomaten und die Bezahlung mit Kreditkarten sind überall möglich.

Einreise und Zoll

Ein- und auch Durchreisebestimmungen können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 derzeit abweichen, siehe Aktuelles.

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Ja
  • Vorläufiger Personalausweis: Ja, muss gültig sein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit

Luxemburg ist Vertragspartei des Europäischen Übereinkommens über die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates vom 13.12.1957. Reisedokumente außer dem vorläufigen Personalausweis dürfen seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein.

Minderjährige

Minderjährigen, die ohne ihre Erziehungsberechtigten reisen, wird empfohlen, eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten mitzuführen, auch wenn es hierzu keine gesetzliche Verpflichtung gibt.

Unterliegt die Sorge und somit auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht dem Luxemburger Recht, ist die Beglaubigung der Unterschrift mindestens eines der sorgeberechtigten Elternteile durch die Luxemburger Meldebehörden erforderlich.

Einfuhrbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr von Waren unterliegt den Bestimmungen der Europäischen Union. Der Grundsatz keiner Warenkontrollen schließt Stichprobenkontrollen im Rahmen der polizeilichen Überwachung der Grenzen und der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs nicht aus.

Heimtiere

Für Reisen mit bestimmten Heimtieren (Hunde, Katzen, Frettchen) in Länder der Europäischen Union mit Ausnahme von Irland, Großbritannien, Malta und Finnland, wo abweichende Bestimmungen gelten, ist ein EU-Heimtierausweis erforderlich. Er dient u. a. als Nachweis, dass das Tier gegen Tollwut geimpft ist.
Einen Musterausweis sowie weitergehende Informationen bietet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Gesundheit

Aktuelles

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Erkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die Einreise nach Luxemburg sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

Medizinische Versorgung

Es besteht in Luxemburg für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf Behandlung bei Ärzten, Zahnärzten und in Krankenhäusern, die vom ausländischen gesetzlichen Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Als Nachweis ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) bzw. eine Ersatzbescheinigung vorzulegen. Beide Dokumente erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger. Aushelfender Träger in Luxemburg ist die Nationale Krankenkasse für Arbeiter (Caisse nationale d'assurance maladie des ouvriers). EHIC-Inhaber wenden sich im Krankheitsfall an einen niedergelassenen Arzt bzw. Zanharzt der eigenen Wahl. Die Kosten der Behandlung müssen zunächst selbst bezahlt werden, bevor sie im Heimatland zurückerstattet werden.

In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.

Essen und Trinken

Leitungswasser kann bedenkenlos getrunken werden. Die Hygienestandards in den Restaurants sind gut, so dass die Speisen bedenkenlos verzehrt werden können. Beim Verzehr von Schalentieren kann es in seltenen Fällen zu einer Infektion kommen.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Essen & Trinken - -
Malaria Nein -
Typhus Nein -
Cholera Nein -
Gelbfieber Nein -

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
 

Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Die Übertragungszeit sind die Monate April bis Oktober. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Hepatitis B kommt vor. Eine Impfung sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor. Um sich zu schützen sollten sich vor allem Kinder und Jugendliche, die einen Langzeitaufenthalt planen, impfen lassen.

Luxemburg gilt als tollwutfrei.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich Personalausweis/Identitätskarte
Türkei Ja 2 Ja -
Andere EU-Länder Ja/1 Nein Nein Ja/1
Schweiz Ja/1 Nein Nein Ja/1
Österreich Ja/1 Nein Nein Ja
Deutschland Ja/1 Nein Nein Ja

Personalausweise/Identitätskarten

[1] U.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können mit gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen:

EU-Länder und Schweiz.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Außerdem dürfen die Reisepässe von Nicht-EU-Bürgern nicht älter als zehn Jahre sein. Reisepässe von EU-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 

Anmerkung zum Reisepass

Luxemburg ist Unterzeichner und Anwender der EU-Rechtsakte (Schengener Abkommen).

Alle Reisenden mit Ausnahme von EU-Bürgern und Schweizern müssen ein Rück- oder Weiterflugticket vorweisen können.

Visainformationen

Achtung: Nach Aufenthalt in Luxemburg besteht bei der Rückkehr nach Deutschland eine Quarantänepflicht.

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für Aufenthalte bis zu 90 Tagen:

(a) EU-Länder und Schweiz.

(b) [2] Türkische Staatsangehörige, die eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengen-Land oder Monaco besitzen.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Personalausweis oder maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Personalausweis oder eigener Reisepass.

Schweizer: Identitätskarte oder eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Achtung: Ausländische Minderjährige, die ohne ihre Erziehungsberechtigten/ Eltern reisen, müssen bei der Einreise nach Luxemburg über eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten / Eltern verfügen.

Einreise mit Haustieren

Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern und aus nicht tollwutfreien Drittstaaten benötigen einen EU-Heimtierausweis (pet pass) bzw. nationalen Heimtierausweis, der nur von dazu ermächtigten Tierärzten ausgestellt werden kann, und müssen als Kennung einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass bei dem Tier eine gültige Tollwutimpfung, ggf. eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, vorgenommen wurde. Die Einfuhr ist auf 5 Tiere beschränkt. Heimtiere unter 4 Monate sind von der Impfpflicht gegen Tollwut ausgenommen. 

Für Hunde, Katzen und Frettchen sowie für Vögel und Kleintiere aus nicht tollwutfreien Drittstaaten gilt die folgende zusätzliche Vorschrift:
Für jedes Tier wird ein Gesundheitszeugnis benötigt. Für den Eintritt in das EU-Gebiet muss bei den Haustieren 3 Monate vor der Einreise eine Untersuchung auf Anwesenheit von vakzinalen Antikörpern durchgeführt werden. Ausnahme: Die 3-Monatsfrist gilt nicht für Heimtiere aus dessen EU-Heimtierausweis hervorgeht, dass die Blutentnahme durchgeführt wurde bevor dieses Tier das Gebiet der Gemeinschaft verlassen hat und dass bei der Blutanalyse genügend Antikörper auf Tollwut nachgewiesen worden sind.

Für Hunde, Katzen und Frettchen aus tollwutfreien Drittstaaten (z.B. Schweiz, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Vatikanstadt) kann ebenfalls der Heimtierausweis, der eine gültige Tollwutimpfung bestätigt, für die Einfuhr benutzt werden.

Bearbeitungsdauer

Kurzfristiger Aufenthalt: Zwischen 2 und 10 Arbeitstagen.
Längerfristiger Aufenthalt: Mehrere Monate.

Gültigkeit

Transitvisum: 5 Tage.

Einreisevisum: 90 Tage.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die aus einem Nicht-Schengen-Land mit dem selben Flugzeug oder dem nächsten Anschluss in ein anderes Nicht-Schengen-Land weiterreisen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Visaarten und Kosten

Einreisevisum (Kurzzeit-/Langzeitvisum) und Transitvisum.

Kosten

Auskunft erteilt die zuständige konsularische Vertretung.

Schengen-Visum: 60 €.

Antrag erforderlich

Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen.

Schengen-Visum:
(a) Reisedokument (z. B. Reisepass), das mindestens 3 Monate über die Visumgültigkeit hinaus gültig ist, sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses. Der Reisepass muss innerhalb der letzten 10 Jahre ausgestellt worden sein.

(b) Ggf. alle Dokumente im Original, die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus) und die Bedingungen des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen.

(c) Dokumente, die beweisen, dass der (eingeladene) Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung.

(d) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung deckenden gültigen Auslandsreisekrankenversicherung ist. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten. Die Versicherung muss eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen.

(e) Visumgebühr.

(f) 2 biometrische Passfotos.

(g) 1 ausgefülltes Antragsformular.

Geld

Geldwechsel

Geld kann in Banken, in Wechselstuben am Flughafen, in Bahnhöfen, in Postämtern und in größeren Hotels (dort jedoch meist zu einem ungünstigeren Kurs) gewechselt werden.

Währung

1 Euro = 100 Cents. Währungskürzel: €, EUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro, Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Euro, sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cents.

Devisenbestimmungen

Für Reisende innerhalb der EU bestehen keine Beschränkungen für die Einfuhr oder Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung.

Reisende, die in die EU einreisen oder aus ihr ausreisen und Barmittel von 10.000 € oder mehr (oder den Gegenwert in anderen Währungen oder anderen leicht konvertiblen Werten wie auf Dritte ausgestellte Schecks) mit sich führen, müssen diesen Betrag bei den Zollbehörden anmelden.

Kreditkarten

American Express, Mastercard, Visa und Diners Club werden häufig angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Reiseschecks werden in Luxemburg nicht akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

In der Regel Mo-Fr 09.00-12.00 und 14.00-16.30 Uhr. Einige Banken haben auch über die Mittagszeit sowie samstags geöffnet.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei nach Luxemburg eingeführt werden (Personen ab 17 J.):

200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak;
1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt über 22% oder 2 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22% oder Schaumwein;
4 l Tafelwein;
16 l Bier;
Geschenke/sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 € (Flug- und Seereisen) bzw. 300 € (Reisen mit der Bahn/dem Auto); Kinder unter 15 Jahren generell 175 €.
 

Verbotene Importe

Für lebendes Geflügel, Fleisch und Fleischerzeugnisse besteht im Reiseverkehr ein generelles Einfuhrverbot aus Drittländern (ausgenommen aus den Färöer, Grönland, Island, Liechtenstein und der Schweiz).

Quellenangaben
  • Marco Polo - Luxemburg, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2020-14, 2017-13, 2015-12, 2009-09
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Luxemburg - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 14.04.2021 (Unverändert gültig seit: 01.04.2021)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 14.04.2021 (Unverändert gültig seit: 01.04.2021)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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