Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Israel

Steckbrief

Israel - Fakten

Ländername Staat Israel
Beste Reisezeit Juni, Juli
Fläche 20.770 km2
Hauptstadt Jerusalem
Bevölkerung 9.187.000
Sprache Hebräisch (offiziell), Arabisch offiziell im Gebrauch für arabische Minderheit, Englisch
Religion Juden 80,1 %, Muslime 14,6 % (meistens sunnitisch), Christen 2,1 %
Staats-/Regierungsform Parlamentarische Republik
Staatsoberhaupt Itzchak Herzog (Awoda), Präsident des Staates Israel, Amtsantritt 07.07.2021
Regierungschef Naftali Bennett (Yamina), Premierminister des Staates Israel, Amtsantritt 13.06.2021Yair Lapid (Yesh Atid), Alt. Premierminister des Staates Israel, Amtsantritt 13.06.2021
Außenminister Yair Lapid (Yesh Atid), Amtsantritt 13.06.2021
Währung 1 Neuer Israelischer Schekel (NIS) = 100 Agorot
Zeitzone MEZ+1h (Sommerzeit +2h)
Stromnetz 230 V/ 50 Hz
Reiseadapter C, H
Kfz-Länderkennzeichen IL
ISO-3166 IL, ISR
Internet-TLD .il
Landesvorwahl +972
Website https://www.gov.il/
Reisepass & Visum Notwendig
Geeignet für Kultur, Outdoor, Meer, Feiern

Geographie

Israel gliedert sich in drei Landschaftsstreifen. Hinter der flachen Küste erstreckt sich eine Ebene, die im Norden in das Jesreeltal übergeht. Nur bei Haifa (Hefa) stößt das Karmelgebirge (Karmil) bis zum Mittelmeer vor. Das galiläische Bergland erreicht im Norden die höchsten Erhebungen. Von den Skihängen des Meronberges (1208 m) ist es nur eine kurze Distanz zum steil abfallenden Jordangraben mit subtropischen Temperaturen am See Genezareth (Kinneret), der 212 m u.d.M. liegt. Ein Großteil des Südens wird von der Negevwüste eingenommen. Das Tote Meer (yam Hamelah/Bahret Lut) ist mit 403 m u.d.M. die tiefste Stelle der Erdoberfläche und zählt zu den salzigsten Gewässern der Erde (27–31 % Salzgehalt).

Politik und Bevölkerung

In der parlamentarischen Republik Israel existiert bis heute noch keine schriftliche Verfassung. Grundlage des politischen Systems sind einzelne Gesetze und die Unabhängigkeitserklärung von 1948. Die 120 Mitglieder des Parlaments (Knesset) vertreten ein breites gesellschaftliches und religiöses Spektrum. Nur ein Sechstel der heutigen Juden Israels waren bereits vor der Staatsgründung in Palästina ansässig. Etwa 40 % sind Einwanderer und deren Nachkommen. Die Verteilung der Bevölkerungsgruppen entspricht auch der Gliederung nach der Religionszugehörigkeit: rund 75 % Juden, 20 % Araber, 3 % Christen und 1,7 % Drusen.

Geschichte und Kultur

Nach der Zerstörung Jerusalems durch die Römer im Jahr 70 n. Chr. begann die Vertreibung der Juden und eine lange Phase in der Diaspora, die durch Unterdrückung, Verfolgung und Vernichtung gekennzeichnet war. 1948 wurde die Republik Israel gegründet, obwohl die arabischen Nachbarn jeglichen Anspruch der Juden auf Palästina und damit die Existenz des Staates Israel bestritten. Vier Kriege waren das Ergebnis der Feindseligkeiten, aus denen Israel dreimal siegreich hervorging. Im Zuge des Sechstagekriegs von 1967 besetzten die Israelis den Gazastreifen, das Westjordanland, die Altstadt von Jerusalem, die syrischen Golanhöhen und die Sinaihalbinsel. Im Oktoberkrieg von 1973 verlor Israel einen Teil der Sinaihalbinsel. Der Friedensvertrag von 1979 mit Ägypten leitete auf lange Sicht eine Entspannung ein, die dann ab 1993 zu direkten Gesprächen mit der PLO und den arabischen Nachbarstaaten führte. Erster Schritt zur Lösung des Problems ist die palästinensische Selbstverwaltung im Westjordanland und im Gazastreifen. Nach dem Tod von Palästinenserführer Arafat Ende 2004 wurden die Friedensbemühungen zunächst wieder verstärkt und die palästinensische Selbstverwaltung im Westjordanland und im Gazastreifen eingeführt. Der fortgesetzte Siedlungsbau in den von Israel besetzten Gebieten erschwert einen Frieden mit den Palästinensern. Kultureller Brennpunkt der Menschheit ist Jerusalem, wo die drei großen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam heilige Stätten unterhalten.

Israel - Geschichte

1500 v. Chr. Hirtenstämme wandern aus Mesopotamien (heute Irak) nach Palästina ein
957 v. Chr. König Salomon errichtet den Ersten Tempel in Jerusalem
587 v. Chr. König Nebukadnezar II. zerstört den Ersten Tempel, ju"dische Diaspora beginnt
1099–1187 Die Kreuzritter missionieren, plu"ndern, bauen Festungen
1516–1917 Osmanische Herrschaft
1897 Theodor Herzl beruft ersten Zionistenkongress in Basel ein
1947 UN-Teilungsplan f. Palästina
1948 Gru"ndung des Staates Israel
1967 Israel erobert Golan-Höhen, Westbank sowie den Sinai
1987/2001 1. und 2. Intifada
2005–2014 Kriege im Gaza-Streifen
2018 USA erkennen Jerusalem als offizielle Hauptstadt Israels an
Mai 2020 Einheitsregierung mit Benjamin Netanyahu und Benny Gantz tritt an
Klimadaten
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Daniel Frish St. 3 | Tel Aviv | Tel. 03 6 93 13-13 | tel-aviv.diplo.de

Honorarkonsulate der Bundesrepublik Deutschland

Hanassi Ave. 98 | Haifa | Tel. 04 8 38 14 08 | haifa@hk-diplo.de

Neviot St. 5 | Eilat | Tel. 08 6 37 51 53 | eilat@hk-diplo.de

Vertretung in den Palästinensischen Gebieten

Mo–Fr 9–12 Uhr | Berlin St. 13 | Ramallah | Tel. 02 2 97 76 30 | ramallah.diplo.de

Österreichische Botschaft

Sason Hogi Tower | Abba Hillel St. 12 | Ramat Gan | Tel. 03 6 12 09 24 | bmeia.gv.at/botschaft/Tel-Aviv

Schweizer Botschaft

Hayarkon St. 228 | Tel Aviv | Tel. 03 5 46 44 55 | eda.admin.ch/telaviv

Notrufe

Polizei: Tel. 1 00; Magen David Adom (Rotes Kreuz): Tel. 1 01; Feuerwehr: Tel. 1 02

Internetcafés & wlan

Die WLAN-Ausstattung in Israel ist gut. Fast alle Hotels, christliche Hospize und Jugendherbergen bieten ihren Gästen Zugang zum Internet.

In Tel Aviv gibt es fast u"berall ein offenes City-WLAN-Netz – sogar am Strand; auch am Ben-Gurion-Flughafen kann man sich kostenlos einloggen. In den Städten hat fast jedes Café einen Internetzugang.

Post

Ein weißer Hirsch auf rotem Grund ist das Kennzeichen der Postämter. Geöffnet sind sie So bis Do von 8.30 bis 12.30 u. 15.30 bis 18 Uhr, Fr 8.30 bis 12.30 Uhr. Postkarten nach Europa kosten 7,40 NIS, Briefe ebenfalls ab 7,40 NIS.

Telefon & Handy

Deutsche Mobiltelefone funktionieren im ganzen Land. Wenn du länger bleibst, lohnt sich eine israelische Sim-Karte. Die Schalter der verschiedenen Mobilanbieter liegen in der Ankunftshalle des Ben-Gurion-Flughafens oder auf der Allenby Steet in Tel Aviv.

Ländervorwahlen: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, Israel 00972, palästinenische Gebiete 00970

Innerhalb Israels wird bei nationalem Anruf in eine andere Region/Stadt die 0 der Vorwahl vor der Festnetznummer mitgewählt. Von Deutschland aus entfällt nach der Landesvorwahl die 0.

Zeitungen

Von den rund zwei Dutzend israelischen Zeitungen sind die „Jerusalem Post“ (konservativ) und „Ha’aretz“ (linksliberal) die einzigen Tageszeitungen, die in Englisch erscheinen. Ha’aretz ist die einzige regierungskritische Zeitung; ihr liegt eine Beilage der US-amerikanischen „International Herald Tribune“ bei.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Veranstaltungen

Februar/März

Purim: Karneval anlässl. der Rettung der persischen Juden. Mit Straßenpartys

April

Pessach (Passah, Passover): Erinnerung an den Auszug aus Ägypten. Außer Mazzen gibt es in dieser Zeit keine Backwaren!

Mai/Juni

Yom Ha Shoa Holocaust-Gedenktag

Yom Ha Atzmaut: Der Tag, an dem am 14. Mai 1948 die Unabhängigkeit des Staates Israel ausgerufen wurde. Vor allem auf dem Rabin Square in Tel Aviv geht es hoch her.

Midburn, midburn.org/en: Ende Mai treffen sich ca. 8000 Menschen in der Wu"ste, um nach den Regeln des legendären Festivals Burning Man aus den USA zu feiern.

Shavout: An diesem Taghat Gott den Kindern Israels die Zehn Gebote gegeben.

Israel Festival, israel-festival.org.il: Drei Wochen im Mai und Juni gastieren ausländische Theater-, Tanz- und Musikensembles.

August

Jerusalem Wine Festival, imj.org.il: Vier Tage werden die besten Weine des Landes prämiert.

September

Rosh Ha Shanah: Ju"disches Neujahr, (Septe. 2020–Sept.2021 = Jahr 5781.)

Yom Kippur: Der Tag der Versöhnung. Religiöse Juden fasten; die anderen genießen die Stille – an diesem Tag geht nichts.

Sukkoth: In Erinnerung an den Exodus wohnen Juden in Hu"tten aus Palmwedeln.

November/Dezember

Chanukkah: Lichterfest zur Erinnerung an Judas Makkabäus. 8 Tage lang wird jeden Tag eine Kerze angesteckt.

Mobilität vor Ort

Auto

Die Straßen sind gut ausgebaut, das Straßennetz im Land ist sehr dicht. Es bestehen Anschnallpflicht und Tempolimits (50 km/h in Ortschaften, 80 km/h auf Landstraßen, 90 km/h auf Autobahnen). Die Promillegrenze liegt bei 0,0. Straßen- und Hinweisschilder sind meist dreisprachig. Anhalten und parken ist an den blau-weißen Bordsteinmarkierungen erlaubt, an den rot-weißen verboten, an den gelb-roten wird sofort abgeschleppt. Pannen- und Abschleppdienst leistet der israelische Automobilclub MEMSI (Zentrale: Memsi House | Harakevit St. 20 | Tel Aviv | Tel. 03 5 64 11 11 | memsi.co.il).

Bahn

Zu"ge fahren von Tel Aviv entlang der Ku"ste nach Norden u"ber Haifa nach Akko bzw. nach Su"den bis Ashdod. Man gelangt auch von Tel Aviv in den Negev bis Beersheva und Dimona. Zudem gibt es eine Strecke zwischen Jerusalem und Tel Aviv – ein topmoderner Expresszug (Fahrpläne und Preise: unter rail.co.il) bringt dich durch das ju"däische Bergland und macht die Fahrt nach Jerusalem zum Erlebnis, denn dabei u"berwindest du 800 Höhenmeter ganz ohne Stau. Vom Flughafen nach Tel Aviv kostet die Zugfahrt ca. 16 NIS und dauert 10 Min., nach Jerusalem ca. 25 NIS u. 25 Min.

Busse

Busse sind das meistbenutzte und billigste Verkehrsmittel (eine Fahrt von Tel Aviv zum Ben-Gurion-Flughafen kostet ca. 10 NIS/40 Min., nach Jerusalem ca. 10 NIS/1 Std.). Alle wichtigen Ortschaften werden von den gru"nen Egged-Bussen (Petah Tikya | Bareket St. 4 | Tel Aviv | Tel. 03 6 94 88 88 | egged.co.il) angefahren. Die fu"r Tel Aviv zuständige Kooperative heißt Dan (Tel. 03 63 94 44 | dan.co.il | 1 Fahrt in der Innenstadt: 5,90 NIS). Mit wenigen Ausnahmen verkehren die Busse von 5 bis 23.30 Uhr (außer am Shabbat!). Infos in allen zentralen Busbahnhöfen (hebr. Tahanat Merkasit).

Lediglich fu"r Zu"ge kann man nach wie vor normale Tickets kaufen; fu"r den Bus jedoch gilt die RavKav-Karte, mit der man bequem durchs ganze Land fährt. Sie kann in jedem Bus oder an jeder Station mit beliebig viel Guthaben aufgeladen werden (plus 5 NIS fu"r die Karte selbst). Erhältlich ist sie an jeder größeren Station, in Bussen oder AM/PM-Supermärkten.

Taxi

Taxis sind in Israel so teuer wie in Deutschland. Städtische Taxis haben Taxameter, deren Gebrauch Pflicht ist. Schlägt der Fahrer vor, diesen auszuschalten, ist es meist nicht zu deinem Vorteil. Trinkgeld wird angenommen, ist aber nicht nötig. Mit der Smartphone-App GETT Taxi bestellt man bequem mit einem Klick und kann digital bezahlen. Überlandstrecken haben feste Tarife, die Fahrer besitzen Preislisten – z. B. kostet eine Fahrt vom Ben-Gurion-Flughafen nach Tel Aviv ca. 120–150 NIS (je nach Gepäck) und dauert 30 Min., nach Jerusalem ca. 230 NIS und 40 Min. Die gelben Sherut-Taxis verkehren innerhalb und zwischen den wichtigsten Städten – vor allem am Shabbat sind sie Überlebensretter. Sie fahren erst los, wenn genu"gend Fahrgäste Platz genommen haben, und lassen dich an deinem Wunschhalt raus. Bei Überlandstrecken fahren sie von den zentralen Busbahnhöfen ab.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Die Bewohner, Köche und Genießer des Landes mischen gerne die Traditionen ihrer Vorfahren und Nachbarn. Europäische Juden machen Gemu"seeintöpfe, bei den jemenitischen Einwohnern wird jedes Gericht in Öl geschwenkt, und bei McDonald’s gibt es koschere Maxi-Menu"s.

Man speist französisch, marokkanisch oder österreichisch, russisch, ungarisch oder polnisch, und u"berall gesellen sich orientalischer Einfluss und eine Prise Kreuzku"mmel hinzu. Auf die arabische Ku"che in guten Restaurants in Ostjerusalem und in allen anderen größeren Städten muss man heute nicht mehr verzichten. Israelische Palästinenser oder aus arabischen Ländern eingewanderte Juden haben ihre Kochku"nste glu"cklicherweise bewahrt.

Hummus ist heilig

Das gemeinsame Essen ist zentraler Baustein der Kultur, und man hält immer und u"berall an, um noch kurz Hummus zu tanken. Denn die Kirchererbsenpaste lieben alle Israelis gleichermaßen. „Wo gibt es den besten Hummus?“, ist ein wunderbarer Eisbrecher fu"r jede Gesprächssituation – und kann fu"r minutenlange Diskussionen sorgen. Zum Hummus gibt es viele Kleinigkeiten zum Naschen und Wu"rzen wie z. B. Zwiebeln, Oliven, eingelegtes Gemu"se, Zitronensaft, gehackten Knoblauch, Harif (gru"ne Chilipaste) sowie Zhoug (Chili mit Petersilie und Koriander).

Frisch und frischer

Das israelische Fru"hstu"ck ist u"ppig und nicht unbedingt su"ß: Hier regieren Feta und Oliven, Tahin und Salat, Fru"chte und auf verschiedene Arten zubereitete Eier. Fu"r Vegetarier ist das Leben in Israel ein Genuss. Das Gemu"se ist immer frisch und auf dem Markt in Hu"lle und Fu"lle vorhanden.

Viele biblische Speisen haben in Israel ihre Bedeutung bis heute behalten. Das runde Rosh-Ha-Shanah-Brot symbolisiert Glu"ck, das Shabbat-Brot ist geflochten, die Größe der Challah-Brote hängt vom jeweiligen Feiertag ab. Pittah-Brot aus Weizenmehl, Salz, Hefe und etwas Öl begleitet viele Gerichte.

Hauptsache koscher

Was fälschlicherweise mit der ju"dischen Ku"che in Zusammenhang gebracht wird und als Begriff auf jeder Speisekarte Jerusalems auftaucht, ist das Schlu"sselwort koscher. Auf Hebräisch bedeutet es rein und sauber, und das biblische Regelwerk erlaubt und definiert, ob die Zutaten der Speisen und ihre Zubereitung den religiösen Vorstellungen des Alten Testaments entsprechen. Erlaubt ist nach Mose das Fleisch jener Tiere, die „ganz durchgespaltene Klauen haben“ und zugleich „widerkauen“, also Ziegen, Rinder und Schafe. Schweine und Kamele erfu"llen diese Bedingungen nicht. Als einzige Schlachtform ist das Schächten erlaubt, das Ausblutenlassen des toten Tiers.

Als unrein gelten Kaninchen, wild lebende Vögel und Meerestiere, „die weder Schuppen noch Kiemen haben“. Hummer, Muscheln, Krabben oder Aal stehen deshalb auf keiner koscheren Speisekarte. Vergebens wirst du in einem koscheren Restaurant auch Fleisch mit einer Sahnesauce suchen, denn die ju"dischen Essensregeln (Kaschrut) verlangen die strikte Trennung von Fleisch und Milch. Sogar ein zeitlicher Abstand von mindestens sechs Stunden ist zwischen dem Verzehr von Fleisch und Milch einzuhalten. Nach einem Fleischmenu" Kaffee mit Milch zu trinken, verstößt damit gegen das Reinheitsgebot. Um ganz sicher zu gehen, haben koschere Restaurants und strenggläubige Familien sogar zwei getrennte Ku"chen. Traditionelle Essensvorschriften und moderne Ku"che mu"ssen jedoch kein Widerspruch sein. Das zeigen viele gute Restaurants, die Hervorragendes nach den Geboten zaubern.

Aus Meer und See

Die Israelis mögen Fisch, abgeschmeckt mit Knoblauch, Zitronensaft und Paprika, und sie grillen ihn gern auf Holzkohle. Israel deckt seinen Bedarf durch Ku"sten- und Hochseefischerei im Mittelmeer oder aus Zuchtteichen. Selbst der beru"hmte St.-Peter-Fisch, der heute rund um den See Genezareth angeboten wird, weil Petrus und die anderen Ju"nger hier einst ihre Netze auswarfen, stammt nur zum Teil aus diesem See.

Das wohl bekannteste aller ju"dischen Fischgerichte ist der Gefillte Fisch – eine undefinierbare, zusammengepresste Fischmasse. Das Gericht stammt wohl aus Polen. Polnische Juden pflegten seit Jahrhunderten gekochten – und deshalb oft zerfallenen – Fisch zur Stabilisierung mit einer gelatineartigen Sauce aus Zucker und Mandeln zu bedecken.

Weinwelt Israel

Es ist das Verdienst der Rothschilds, dass man heute in Israel vorzu"gliche einheimische Weine trinken kann. 1886 schenkte Baron Edmond zionistischen Siedlern, die sich an den Westhängen des Carmel-Gebirges niedergelassen hatten, mehrere Weinpressen. Weil hier Klima und Böden stimmen, konnten Juden nach 2000 Jahren im Gelobten Land wieder koschere Weine fu"r ihre religiösen Feiern herstellen. Heute ist die Carmel Winery im Zikron Yaakov unter den mehr als 200 Winzerbetrieben die größte in Israel. Nicht nur in den Bergen Galiläas und auf den von Israel annektierten (syrischen) Golan-Höhen wird Wein angebaut – gerade der Negev hat sich zu einer erstklassigen Weingegend inklusive Weinroute gemausert. Fu"r den Restaurantbesuch reicht informelle Kleidung, selbst in den feinen Restaurants. Es gilt ein allgemeines Rauchverbot in allen Restaurants.

Trinkgeld

In Israel ist Trinkgeld eine Selbstverständlichkeit. Nicht immer wird es in einer Restaurantrechnung aufgefu"hrt. Wenn kein Trinkgeld im Preis eingeschlossen ist, wird es erwartet. 10 bis 15 Prozent sind angemessen.

Einkaufen und Shoppen

Die Wahrheit tut manchmal weh. Aber so ist es nun mal: Israel ist teuer. Hohe Steuern und Importzölle treiben die Preise vieler Waren in die Höhe. Mit den Nachbarn wird selten Handel betrieben. In Tel Aviv kauft man zwar am besten, aber dafu"r auch am teuersten ein; sogar die Bazare liegen hier u"ber dem Preisniveau der anderen Städte.

Eine handvoll Schlamm

Schon Kleopatra soll vor mehr als zweitausend Jahren im Toten Meer fu"r ihre Schönheit geplanscht haben. Und sogar der Schlamm ist gesunde Kosmetik! Am besten buddelst du ein bisschen, birgst das schwarze Nass mit den Händen aus den Löchern in der Tiefe und reibst dich ein. Solltest du das hohe Gut als Schönheitssouvenir mitbringen wollen, bietet sich Ahava (ahava.com) im Kibbuz Mizpe Shalem an.

Heiliges aus dem heiligen Land

In Jerusalem und rund um den See Genezareth gibt es das größte Angebot an bibelbezogenen Souvenirs des Landes. Aber nicht nur die Christen verkaufen ihre Kreuze als Devotionalien – sogenannte Judaica gibt es an jeder Ecke. Dazu zählen Davidstern- Kettenanhänger und Shabbat- Kerzenhalter.

Mix it, baby!

Der Stil der 80er- und 90er-Jahre, dazu eine Prise Bohème, Farbenmut der Tranceszene und orientalische Stickereien – die israelische Mode ist ein Mix. Wie die Kleidung von Helena Blaunstein alias Frau Blau (Hahashmal 8) oder Mizo (Shabazi St. 51 | mizo.co.il) in Tel Aviv. In der Modest Fashion nehmen sich Designerinnen der religiösen Frau an, die sich dezent aber stylisch kleiden möchte z. B.: Chana Marelus (chanamarelus.com).

Zwischen Schmuck und Streetfood

Jede Stadt hat ihren Bazar. Es gibt Kitsch und Plastik, Kupfer, Gemu"se und Obst, Gewu"rze, Stoffe. Zu den bekanntesten zählen in Tel Aviv der Carmel Market, der Levinsky-Markt oder in der Nahalat-Binyamin-Straße der gleichnamige Ku"nstlermarkt. In Haifa shoppt man billig im Talpiot-Markt. In Jerusalem findet man Souvenirs im Altstadtbazar und Nahrungsmittel in Machane Yehuda, im neuen Teil der Stadt.

Beim Shoppen cool bleiben

Wer auch an Sommertagen einkaufen möchte, findet Zuflucht in einer der zahlreichen Malls des Landes. Das größte Einkaufszentrum der heiligen Stadt ist die Jerusalem Malcha Mall mit 260 Läden auf drei Etagen. In Eilat ist alles noch eine Umdrehung bombastischer: Zieh dir Schlittschuhe an und kombinier Ice-Skating und Shopping in der Ice Mall Eilat. Im Tel Aviv Port, dem ehemaligen Hafen im Norden Tel Avivs, und im Sarona-Viertel findest du ebenfalls Boutiquen inklusive Klimaanlage.

Für die Daheimgebliebenen

Was zerbricht nicht im Koffer, bleibt lange gut und macht was her bei den Lieben daheim? In Israel findest du unendliche Souvenir-Optionen: frisch gepflu"ckte Jaffa-Orangen; Carmel-Wein; Salzstu"cke aus dem Toten Meer; orientalische Gewu"rze – hmm! Ein Stu"ck Halva (bleibt lange gut!), arabischen Kaffee mit Kardamom, eine Dose Tahin und … und … ach, du findest schon was.

FKK

Textilfreies Baden, selbst „oben ohne“, ist in der Öffentlichkeit nicht gestattet und man wird schief angeschaut.

VorspeisenHauptgerichteSnacksDessertsGetränke

Falafel In schwimmendem Fett gebratene Hummusbällchen – meist mit Salat in einer Brottasche gereicht
Tabbouleh Salat aus geschrotetem Weizen, mit viel Petersilie, Minze und Zitronensaft
Hummus Sämiger Kichererbsenbrei, gewu"rzt mit Zitronensaft, Knoblauch, Ku"mmel und Tahin, serviert mit warmem Pittah-Brot oder zu gekochten Bohnen; dazu frischer Salat und Oliven
Kebab Gegrillte oder gebratene, gut gewu"rzte Hackfleischbällchen von Rind oder Hammel
Schaks Chuka Pochierte Eier in Tomaten-Paprika-Sauce
Schawarma Geröstetes Hammel- oder Hu"hnchenfleisch, frisch von einem rotierenden Fladen geschnitten und mit Salat meist in einem Pittah-Brot serviert
Burekas Blätterteiggebäck in allen Geschmacksrichtungen
Jachnun Über Nacht gebackener Teig, mit gehackten Tomaten und Eiern serviert
Mazze Ungesäuertes Brot
Hamentashen Dreieckige, mit Marmelade, Sirup oder Zuckerguss gefu"llte Plätzchen; eine Spezialität an Purim
Malabi  Su"ßes Milchdessert mit Rosenwasserzucker und Krokant
Halva Su"ße Sesampastete aus Tahin, wahlweise mit Pistazien oder Nu"ssen
Arak Anisschnaps, gern als Shot serviert oder mit Grapefruitsaft
Stichworte

Heimatland

Französisch von links, Englisch von rechts. Der Verkäufer schreit auf Hebräisch, die Kundin schimpft auf Russisch. Eine jemenitische Großmutter feilscht mit dem nordafrikanischen Brotverkäufer, eine Gruppe amerikanischer Teenager geht vorbei – so erlebst du den Gang u"ber einen Markt schon mal. Israelis sind ein bunter Haufen. In Israel leben Einwanderer aus der ganzen Welt. Man hört alle Sprachen, sieht alle Haar- und Hautfarben, hört französische Chansons und isst dazu Borschtsch.

6,5 der mehr als 8 Mio. Israelis sind Juden. 1,8 Mio. sind Araber, die sich wiederum in Muslime, Christen sowie Drusen – eine arabische Minderheit im Carmel-Gebirge – aufteilen. Die meisten arabischen Christen Israels leben in Haifa und Nazareth. Israelis sind auch die mehr als 400 000 ju"dischen Siedler in der Westbank und ca. 155 000 Juden, die im annektierten Ostjerusalem wohnen. Jeder, der ju"dische Wurzeln nachweisen kann, wird mit Kusshand in Israel aufgenommen. Aber wer ist eigentlich Jude? Nach staatlicher und religiöser Definition (Halacha) jeder, der eine ju"dische Mutter hat. Dabei ist die ju"dische Bevölkerungsgruppe alles andere als homogen. Da sind die aschkenasischen Juden (mit Vorfahren aus Nordund Osteuropa), die Mizrahi (arabischstämmige Juden) sowie die Sephardim von der iberischen Halbinsel (heute Spanien und Portugal). Sie alle verbindet ihre Religion – und trennt gleichzeitig die Kultur, die Ku"che, die Musik, die Namen. Aschkenazi lachen u"ber den orientalischen Techno der Mizrahi, und Sephardim verziehen bei der polnischer Graupensuppe das Gesicht. Auch das ist Israel.

Gebotswirrwarr

10 Gebote? Daru"ber können fromme Juden nur lachen! 613 Glaubensregeln (Mitzvot) hat Gott den Ultraorthodoxen und strenggläubigen Haredim (Gottesfu"rchtige) auferlegt. Viele studieren ihr Leben lang in einer Thoraschule (Jeshiva) und erhalten fu"r diese Tätigkeit vom Staat Israel Sozialhilfe. Auch von der Wehrpflicht sind sie bislang ausgenommen und ziehen damit oft Unmut aus der säkularen Gesellschaft auf sich. Dabei sind die Herren mit Schläfenlocken, Hut, Bart und langem Mantel lediglich eine bestimmte Gruppe religiöser Juden – da sind die Kabbalah-Mystiker, die Chassidim aus New York, die tanzenden Nachmans aus der Ukraine, die marokkanischen Anhänger des Rabbi Baba Sali. Kurz: Das Judentum hat viele Gesichter. Manche Juden machen am Shabbat nicht einmal das Licht an, andere arbeiten das ganze Wochenende. Grundlage der monotheistischen Religion ist der Talmud (hebr.: Studium, Lehre), eine Sammlung ju"discher Glaubensregeln aus dem 6. Jh., zu der auch die Thora gehört, die hebräische Bezeichnung fu"r die biblischen Fu"nf Bu"cher Mose.

Sehnsuchtsort

„Wohin auch immer ich geh, ich gehe immer nach Israel”, sagte schon der beru"hmte Rabbi Nachman im 18. Jh., der aus der Ukraine stammte. Laut Genesis hat Gott den Juden ein „Eretz Israel“ (Land Israel) bis zum Jordan versprochen. Ein solches Reich gab es schon mal – das Königreich Israel existierte nach biblischer Überlieferung von etwa 1010 v. Chr. bis ca. 926 v. Chr. unter den Königen Saul, David und Salomon. Schließlich war es jedoch der Zweite Weltkrieg und die Idee des Zionismus, die die Juden aus der Zerstreuung – der Diaspora – zuru"ck ins heilige Land gefu"hrt hat. Nach Jahrhunderten der Pogrome und Verfolgung solle dort jeder in Wohlstand und in Freiheit leben, schreibt der österreichische Schriftsteller Theodor Herzl in seinem Buch „Der Judenstaat“ 1896. Über hundert Jahre später existiert dieser Staat wirklich – und ist doch so umstritten wie eh und je.

Autonomiegebiete

Gerade der Konflikt mit den Palästinensern hat Israel in den letzten Jahren weltweit Kritik eingebracht – aber mach dir keine Sorgen, wenn du verwirrter aus dem Urlaub zuru"ckkehrst, als du es bei deiner Abreise gewesen bist. Dieser Konflikt ist ein komplexes Zusammenspiel aus politischen, religiösen und geografischen Interessen der ganzen Region.

A-, B- und C-Gebiete zerreißen das Westjordanland in unterschiedliche administrative Zonen, in denen entweder die palästinensische Autonomiebehörde (PA) oder das israelische Militär (IDF) die Oberhand haben. Seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967 hält Israel die syrischen Golan-Höhen und den größten Teil der Westbank besetzt – obwohl das gemäß Völkerrecht rechtswidrig ist. Die ju"dischen Siedlungen im Gaza-Streifen räumte Israel 2005 und schloss alle Grenzu"bergänge. Doch spontane Straßensperrungen, die Mauer, Checkpoints sowie Militärposten machen einen Durchblick sogar fu"r Palästinenser fast unmöglich und erschweren das Reisen auf eigene Faust. Eine Fahrt durch die Gebiete gibt dir jedoch die Möglichkeit, ebenfalls die palästinensische Sicht der Dinge zu begreifen.

Zungenbrecherei

Auf den Autobahnschildern in Israel stehen alle Orte in drei Sprachen (Englisch, Arabisch, Hebräisch). Modernes Hebräisch (Ivrit) hat durch die europäischen Einwanderer, die so gar nicht die Zunge und das R rollen konnten, einige seiner semitischen Klänge verloren. Nur Israelis mit arabischer Muttersprache beherrschen noch einzelne dieser Halslaute. Die Aussprache ist daher fu"r Deutsche leicht zu erlernen. Wäre da nur nicht dieses Alphabet! Manchmal ist das Lesen fu"r Anfänger ein Rätselraten. Die Vokale werden im privaten Gebrauch selten mitgeschrieben, und die Druckschrift will auf den ersten Blick rein gar nichts mit der Schreibschrift zu tun haben.

Wie der Staat Israel ist auch die moderne Sprache des Landes in einem Kraftakt rund 1700 Jahre später aus dem Nichts wiederbelebt worden – etwa ab dem Jahre 200 hörte Hebräisch nämlich auf, Alltagssprache zu sein. Danach wurde sie lediglich in religiösen Kontexten gesprochen; bis heute gilt sie den strenggläubigen Juden rein als Sprache Gottes. Fun Fact: In der Kabbalah wird jedem Buchstaben sogar ein Zahlenwert zugeordnet und damit nach versteckten Bezu"gen und Nachrichten in der Thora geforscht (Numerologie).

Nahostkonflikt

Wo beginnen? Wo aufhören? 1917 sicherten die Briten den Juden die „Errichtung einer nationalen Heimstätte fu"r das ju"dische Volk in Palästina“ öffentlich zu. Gleichzeitig hatten sie den arabischen Nachbarn Zugriff auf das Stu"ckchen Land versprochen – und behielten es schließlich einfach selbst, bis die Israelis 1948 ihre Unabhängigkeit ausriefen. Seitdem bestimmen kriegerische Auseinandersetzungen die Region: Der Sechs-Tage-Krieg, zwei Libanonkriege, der Yom-Kippur-Krieg, drei Gaza-Kriege – in regelmäßigen Abständen kommt es zwischen Israel und seinen Nachbarn zu Krach. Die Armee ist daher fu"r viele Israelis bis heute essenzieller Bestandteil ihrer Existenz. Sowohl junge Männer als auch Frauen leisten mehrere Jahre (zw. 2 und 4 Jahre) beim Militär ab.

Noch immer gilt die UN-Resolution von 1947 mit ihrem Zwei-Staaten-Beschluss als geeigneter Weg fu"r einen Frieden im Nahen Osten. Deshalb erkennen mehr und mehr Staaten Palästina als einen eigenen Staat (an der Seite Israels) völkerrechtlich an, während auf der anderen Seite die Erzkonservativen Israels Siedlungen bauen und US-Präsident Donald Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennt.

Kibbuzim

Sie trockneten die Su"mpfe, sie kämpften im Unabhängigkeitskrieg in Sandalen und Shorts – die Bewohner des Kibbuz (Kibbuznikim) sind die braungebrannten Helden der Gru"ndungsgeschichte Israels. Als Anfang des 10. Jhs. die ersten ju"dischen Einwanderer das Land betraten, schlossen sie sich in kleinen Gemeinschaften zusammen. Hier war man geschu"tzter, hier teilte man die gleichen Sorgen – hier teilte man eigentlich alles. Denn die urspru"nglichen Kibbuzim wurden nach sozialistischen Prinzipien verwaltet. Gemeinsam melkte man die Ku"he, bestellte die Felder, erzog die Kinder, pflegte die Alten. Im Kibbuz machte niemand Karriere, im Kibbuz hungerte jedoch auch niemand. 

Als nach dem Zweiten Weltkrieg europäische Flu"chtlinge ins Land strömten, waren die Kibbuzim erste Anlaufstelle, um sich in der neuen, staubigen Heimat zurechtzufinden und Hebräisch zu lernen. In den 1960ern und 1970ern waren die israelischen Dörfer auch bei Europäern beliebt – ganze Wellen an Volontären pflu"ckten Pfirsiche und zupften Unkraut. Heute sind nur noch wenige Kibbuzim u"brig, die die alten Ideale vertreten. Viele sind zu Hotels geworden, andere verschwunden, manche zu einer losen Dorfgemeinschaft (Moshav) geworden, wo zwar noch gemeinsam Landwirtschaft betrieben, aber auch außerhalb des Dorfs gearbeitet wird.

Musikmix

Mit der Musik verhält es sich wie mit dem Essen: Einwanderer aus aller Herren Länder haben Instrumente und Rhythmen ihrer Vorfahren zu einem wilden Geflecht verbunden. Nordafrikanischer Takt mit progressivem Rock, arabischer Hip-Hop mit chassidischer Volksmusik. Um dich auf deine Reise einzustimmen, kannst du in Arik Einstein, Matti Caspi, Shalom Hanoch und Shmulik Kraus hineinhören. Fu"r die Juden mit Background aus Afrika und arabischen Ländern ist Sänger Eyal Golan unangefochten der König des sogenannten Mizrahi-Pops. Die linksliberale Protestbewegung der 1980er-Jahre hörte Singer-Songwriter Ehud Banai, und seit Berlin fu"r Israelis das Kulturnirwana ist, bestimmen Techno und Elektronik das Radio und die Clubs der großen Städte.

Palästinenser

Jedes Jahr am 15. Mai geben Palästinenser im ganzen Westjordanland einen Schlu"ssel an ihre Kinder und Enkel weiter. Schlu"ssel zu ihren ehemaligen Häusern in Haifa, Nazareth und Jaffa, die sie mit Einzug der Israelis hinterlassen mussten. Auf der einen Seite der Mauer wird der 15. Mai als Unabhängigkeitstag gefeiert, auf der anderen Seite als Nakba (Tag der großen Katastrophe) gedacht. Die Schlu"ssel sind dabei Ausdruck des sogenannten „Right of Return” des palästinensischen Volkes in ihr Mutterland. Viele Palästinenser leben bis heute in Flu"chtlingslagern in Jordanien, Syrien und im Westjordanland. Sie fu"rchten, ihr Ru"ckkehrrecht aufzugeben, sobald sie sich an einem neuen Ort fest niederlassen.

Derzeit sind die Palästinenser ein Volk ohne Territorium und ohne eine kontinuierliche Vertretung ihrer nationalen Rechte. 1,2 Mio. Palästinenser leben in Israel, ca. 2 Mio. in der Westbank und ca. 1,5 Mio. im Gaza-Streifen. Und sogar 40 bis 65 Prozent der Einwohner Jordaniens sind Palästinenser! Im Laufe der Jahre haben sich ihre politischen Ziele und die ihrer größten Organisation, der PLO (Palestine Liberation Organization), geändert. Die PLO erkannte offiziell die Existenz Israels an, 2005 wurde Mahmoud Abbas zum neuen Präsidenten gewählt. Im Gaza-Streifen gewann jedoch die fundamentalistische Hamas und verschärft durch regelmäßige Raketenabschu"sse die Situation. Israel reagiert mit Bombardierung und Isolierung des Gaza-Streifens.

2015 nahm auch die Gewalt aus dem Westjordanland wieder zu: Während der „Messer-Intifada” griffen junge Palästinenser zur Waffe. Viele fu"hlten sich an die ersten beiden Intifadas (arab. fu"r „sich erheben, abschu"tteln”) erinnert. Denn zweimal zuvor wehrten sich die Palästinenser bereits mit Streiks, Protesten, Steinwu"rfen, Bombenattentaten. Nach der Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem kam es 2018 zu Auseinandersetzungen an der Grenze zu Gaza, die – im Sinne der Schlu"sselsymbolik – von den Organisatoren als „Great March of Return“ betitelt wurden. Durch den Vorstoß der USA zur Zweistaatenlösung drohen weitere Auseinandersetzung und die israelische Annexion seiner Siedlungen im Westjordanland.

Bloss nicht!

Zu viel Brot mit Hummus essen

Wer Hummus nicht gewohnt ist, findet sich oft im Food-Koma wieder. In Kombi mit dem Pitabrot wird Hummus zu einem Klumpen im Magen – lieber Zwiebel, Gewu"rzgurke oder Gabel zum Schaufeln nutzen.

An Yom Kippur ins Auto steigen

Am heiligsten aller ju"dischen Feiertage steht das Leben still. Kein Geschäft ist geöffnet, kein Auto unterwegs. Die Straßen werden dann von Kindern unsicher gemacht. Sogar auf den Autobahnen spazieren die Leute!

Den falschen Aufzug benutzen

Da der Herr am Shabbat die Arbeit untersagt, du"rfen fromme Juden keinen Fahrstuhlknopf dru"cken. In den Hotels hält ein Aufzug automatisch samstags in jedem Stockwerk. Dauer bis zum Zimmer im 25. Stock: eine halbe Stunde.

Sich vor den Sirenen erschrecken

Am Holocaust-Gedanktag oder Memorial-Day wird man mittags von einer ohrenbetäubenden Sirene aufgeschreckt. Keine Angst – das ist eine landesweite Schweigeminute, bei der die Menschen innehalten und stehend mit gesenktem Haupt den Opfern gedenken – auch wenn sie gerade auf der Autobahn sind.

Ärgern über das Geschäft "Heiliges Land"

Religiosität und irdisches Abzocken erlebt man hier oft zusammen. Dornenkronen werden als teure Souvenirs angeboten, Holzkreuze gegen Gebu"hr ausgeliehen und am Grab Jesu steht immer ein Geistlicher, der um eine Spende bittet.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Es gibt ein Inlandsflugnetz (Tel Aviv-Eilat), zahlreiche Busverbindungen und ein Eisenbahnnetz. Die Promillegrenze beträgt 0,5. Außerhalb von Ortschaften ist vom 1. November bis 31. März auch tagsüber Abblendlicht Pflicht.

Am Shabbat verkehren viele öffentliche Verkehrsmittel nicht. Fahrten in ultra-orthodoxe Viertel am Shabbat sollten vermieden werden, am Yom Kippur wird empfohlen, auf Fahrten zu verzichten.
Die Anmietung von Mietwagen in Israel ist problemlos möglich, aus versicherungstechnischen Gründen dürfen damit aber grundsätzlich keine Straßen in den Palästinensischen Gebieten befahren werden. Ausgenommen sind die Straße 1 von Jerusalem zum Toten Meer und die Straße 90 im Jordantal. Im Zweifelsfall prüfen Sie bitte die Mietbedingungen genau.

  • Führen Sie bei Reisen in Israel und den Palästinensischen Gebieten stets ein Ausweisdokument mit.

Der deutsche Führerschein ist ausreichend.

Bei Besuchen der Altstadt von Jerusalem, orthodoxen Vierteln und der Palästinensischen Gebiete verzichten Sie auf kurze Hosen/Röcke und nicht schulterbedeckende Kleidung.

Homosexuelle Handlungen von Männern sind in den Palästinensischen Gebieten strafbar. Bisher ist allerdings kein Fall bekannt geworden, in dem Ausländer wegen homosexueller Handlungen strafrechtlich belangt wurden. Schwerer als die strafrechtliche Verfolgung fällt jedoch die gesellschaftliche Diskriminierung ins Gewicht: Homosexualität ist im Westjordanland und im Gazastreifen weiterhin ein soziales und religiöses Tabuthema.

  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.

Für den Handel und Schmuggel von Drogen sind harte Strafen vorgesehen.

Auch bei der unerlaubten Ein- und Ausfuhr von wilden Tieren drohen hohe Geld- oder gar Haftstrafen bis zu zwei Jahren. Informationen erteilt das Israel Ministry of Environmental Protection.

Landeswährung ist der neue Schekel (ILS). Kreditkarten werden als Zahlungsmittel vielerorts akzeptiert. Bargeld kann an entsprechend gekennzeichneten Geldautomaten mit Kredit- als auch teilweise mit Bankkarten abgehoben werden. Der Umtausch von Euro und US-Dollar ist problemlos möglich.

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Erkrankung, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

  • Beachten Sie die fortlaufend aktualisierten Informationen zu sowie die Hinweise im Merkblatt sowie auf den Seiten der Weltgesundheitsorganisation , des und der BZgA.

Die hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ergänzen.

Für die direkte Einreise aus Deutschland ist keine Impfung erforderlich. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung bei Einreise nachzuweisen.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen. Für einen Langzeitaufenthalt in den Palästinensischen Gebieten wird zudem noch eine Typhusimpfung empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die .

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Einige durch Mücken oder Zecken übertragene Infektionskrankheiten kommen vor, sind insgesamt aber selten (Leishmaniasis, West-Nile Fieber, Phlebotomus Fieber). Insektenschutz beachten (z. B. Repellentien, Moskitonetz, langärmlige Kleidung).

In Israel ist es an mehreren Orten zu einem Wassersport-assoziierten Ausbruch von Leptospirose gekommen.

Das Versorgungsniveau in Israel ist gut bis sehr gut, die Notfallversorgung und Entbindungen erfolgen ausschließlich im dafür bestens etablierten staatlichen Gesundheitssystem. In den Palästinensischen Gebieten ist das Versorgungsniveau deutlich eingeschränkt. Krankenwagen dürfen die Grenze zu Israel nicht passieren. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption im Notfall ist empfehlenswert.

  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte sind z. B. über die zu finden.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss:

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Reisewarnung

Überblick

Stand - Fri, 10 Sep 2021 14:00:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Fri, 10 Sep 2021 14:26:14 +0200)

Letzte Änderungen:

Aktuelles (Auseinandersetzungen),

Sicherheit (Innenpolitische Lage)

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen"
- Folgen Sie uns auf Twitter: AA_SicherReisen
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste 

Dies ist ein gemeinsamer Reisehinweis für Israel und die Palästinensischen Gebiete (Westjordanland, Ost-Jerusalem und Gaza-Streifen)

Aktuelles

Auseinandersetzungen

Nach dem Ausbruch von palästinensischen Häftlingen aus einem israelischen Hochsicherheitsgefängnis im nördlichen Israel ist die Lage im Westjordanland und Ost-Jerusalem angespannt. Insbesondere im Norden des Westjordanlands, aber auch an anderen Orten in den Palästinensischen Gebieten und Israel kann es zu Straßensperren und der Einrichtung von mobilen Checkpoints kommen. Im Westjordanland und Ost-Jerusalem (inkl. Altstadt und deren unmittelbare Umgebung) ist in den nächsten Tagen mit Demonstrationen und Kundgebungen zu rechnen, die zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften führen können.

Im Westjordanland sind insbesondere in der Umgebung von Checkpoints, sowie in der Nähe von israelischen Siedlungen Sicherheitsvorfälle möglich.

Im unmittelbar an den Gazastreifen angrenzenden Gebiet gehen regelmäßig Feuerballons aus dem Gazastreifen nieder, die Brände auslösen. Derartige Vorfälle werden zum Teil mit Luftschlägen der israelischen Streitkräfte beantwortet. Ein dauerhafter Waffenstillstand seit dem militärischen Schlagabtausch im Mai 2021 konnte bislang nicht erreicht werden.

  • Vor Reisen in den Gaza-Streifen wird weiterhin gewarnt, von Reisen und Aufenthalten in das unmittelbar angrenzende Gebiet wird derzeit dringend abgeraten.
  • Verfolgen Sie die lokalen und internationalen Medien aufmerksam.
  • Seien Sie wachsam und meiden Sie Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig.
  • Vermeiden Sie Bewegungen in den Gebieten, die von Ausschreitungen betroffen sind, insbesondere in der Nacht.
  • Folgen Sie den Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte.

COVID-19

Die Ausbreitung von COVID-19 kann weiterhin zu Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr sowie Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens führen.

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Israel und in die Palästinensischen Gebiete wird derzeit gewarnt.

Epidemiologische Lage

Israel und die Palästinensischen Gebiete sind von COVID-19 stark betroffen. Israel und die Palästinensischen Gebiete sind als Hochrisikogebiete eingestuft.

Aktuelle und detaillierte Zahlen bieten das israelische Gesundheitsministerium und die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Einreise

Es besteht ein Einreiseverbot für alle ausländischen Reisenden. Ausnahmen gelten nur für ausländische Reisende, die einen Lebensmittelpunkt in Israel nachweisen können. Diese benötigen eine gesonderte Einreisegenehmigung; hierzu sollte vorab mit der zuständigen israelischen Auslandsvertretung Kontakt aufgenommen werden.

Sofern eine Einreise gestattet wird, kann die anschließende Quarantäne in der Regel in Heimquarantäne verbracht werden, wenn eine entsprechende Erklärung ausgefüllt wird und eine eigene abgeschlossene Wohneinheit hierfür zur Verfügung steht, andernfalls muss die Quarantäne in einer staatlichen Unterkunft verbracht werden. Die Heimquarantäne kann mit elektronischen Mitteln überwacht werden.

Reisende müssen außerdem bei Antritt des Fluges ein negatives PCR-Test-Ergebnis, in englischer Sprache und mit eingetragener Passnummer, vorlegen. Der Test muss innerhalb von 72 Stunden vor Abflug durchgeführt worden sein. Ein weiterer kostenpflichtiger PCR-Test erfolgt für alle Reisende unmittelbar bei Ankunft am Flughafen Ben Gurion. Nach Einreise gilt grundsätzlich eine Quarantänepflicht. Erklären sich Reisende bereit, am siebten Quarantänetag einen weiteren PCR-Test durchzuführen, kann die Quarantäne von 14 auf 7 Tage (bzw. bis zum Erhalt des Testergebnisses) verkürzt werden. Die bislang bestehenden Ausnahmen von der Quarantänepflicht für Reisende, die nachweisen können, in Israel geimpft worden zu sein oder bereits an COVID-19 erkrankt gewesen zu sein, sind bei Einreisen aus oder Voraufenthalten in Risikogebieten ausgesetzt. Deutschland gilt als Risikogebiet.

Für quarantänefreie Aufenthalte im Westjordanland genügt der Nachweis einer vollständigen Impfung oder Genesung, unabhängig vom Ort der Impfung oder der Genesung.

Der von israelischen Behörden kontrollierte Übergang Allenby-Brücke/King Hussein-Brücke von Jordanien in das Westjordanland ist täglich für einige Stunden zur Einreise geöffnet. Für Ausländer ohne palästinensische Personenkennziffer (ID-Nummer), die nach Israel einreisen möchten, gelten die gleichen Regelungen wie für Flugreisende; Einreisegenehmigungen werden nur bei einem Lebensmittelpunkt in Israel erteilt. Ausländer ohne palästinensische Personenkennziffer (ID-Nummer), die nur in das Westjordanland reisen, benötigen eine Erlaubnis der israelischen Zivilverwaltung. Die Bearbeitungszeit beträgt mindestens 45 Arbeitstage. Vor und bei Einreise sind PCR-Tests obligatorisch.

Der Übergang Erez zwischen dem Gaza-Streifen und Israel ist für den Personenverkehr in jeweils beiden Richtungen geschlossen. Der Grenzübergang Rafah zwischen dem Gaza-Streifen und Ägypten ist für Ein- und Ausreisen geöffnet. Vor Ein- und Ausreise über den Grenzübergang Rafah gilt die Pflicht zum Nachweis eines negativen PCR-Tests.

Weitere Hinweise zu Ein- und Ausreisevorschriften bietet die israelische Regierung.

Durch- und Weiterreise

Der Grenzübergang Allenby-Brücke/King-Hussein-Brücke nach Jordanien ist täglich für einige Stunden für Ausreisen geöffnet. Vor und bei Ausreise sind PCR-Tests obligatorisch. Ausländer ohne palästinensische Personenkennziffer benötigen ein Visum sowie eine zusätzliche Genehmigung jordanischer Behörden. Inhaber von palästinensischen Personenkennziffern (nur West Bank ID, nicht Gaza ID) können den Grenzübergang ohne gesonderte Genehmigungen passieren, sofern sie unmittelbar zum Flughafen Amman weiter- und von dort aus Jordanien ausreisen.

Die Grenzübergänge Jordan River und Yitzhak Rabin nach Jordanien sind geschlossen, der Grenzübergang Taba nach Ägypten ist mit einem Impfnachweis für ein bestimmtes Kontingent an Reisenden passierbar.

Reiseverbindungen

Die Ausreisemöglichkeiten aus Israel sind eingeschränkt. Es werden nur wenige Destinationen angeflogen, eine Ausreise nach Deutschland ist derzeit an mehreren Tagen der Woche möglich.

Beschränkungen im Land

COVID-19-bedingte Beschränkungen in Israel werden entsprechend der epidemiologischen Lage laufend angepasst.

Hygieneregeln

In Israel besteht in Innenräumen eine Maskenpflicht. Im Außenbereich empfiehlt die israelische Regierung, insbesondere bei größeren Menschenansammlungen, das Tragen einer Maske.

In den Palästinensischen Gebieten besteht weiterhin Maskenpflicht; die Abstandsregeln sind einzuhalten.

Empfehlungen

  • Seien Sie bei allen Reisen weiterhin besonders vorsichtig und beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierte Infobox zu COVID-19/Coronavirus.
  • Achten Sie bei Einreise nach Deutschland auf die geltenden Einreisevoraussetzungen zu Anmelde-, Quarantäne- und Nachweisregelungen (vollständige Impfung oder Genesenennachweis oder aktueller negativer COVID-19-Test).
  • Achten Sie in Ihrem eigenen Interesse weiterhin auf die Einhaltung der AHA-Vorschriften und befolgen Sie zusätzlich die Hinweise lokaler Behörden.
  • Informieren Sie sich vor Reiseantritt über detaillierte Maßnahmen und ergänzende Informationen (z.B. Einreisesperren) bei der israelischen Botschaft in Berlin oder beim israelischen Ministry of Health.

  • Bitte verfolgen Sie aufmerksam aktuelle Hinweise vor Ort bzw. in den Medien.

  • Kontaktieren Sie bei Symptomen (z.B. Fieber über 38 Grad, Husten, Atembeschwerden oder andere Atemprobleme) den Notruf 101 und begeben sich in Heimquarantäne.

  • Halten Sie sich auch vor Ort über die Corona-Lage informiert. Das israelische Gesundheitsministerium erreichen Sie telefonisch vor Ort von 8 bis 21 Uhr unter Tel. *5400 bzw. 08-6241010.

  • Beachten Sie die Reise- und Sicherheitshinweise für Ägypten  - Teilreisewarnung für den Norden der Sinai-Halbinsel -.

Sicherheit – Teilreisewarnung

Vor Reisen in den Gaza-Streifen wird gewarnt.

Von Reisen und Aufenthalten in das unmittelbar angrenzende Gebiet wird derzeit dringend abgeraten.

Von Aufenthalten im unmittelbaren Grenzgebiet zu Libanon und Syrien, insbesondere östlich der Straße 98, wird abgeraten.

Von nicht erforderlichen Reisen in das Westjordanland wird derzeit abgeraten.

Terrorismus

Israel bleibt das erklärte Ziel von islamistischen Terrorgruppen. In den letzten Jahren sind Sicherheitsvorfälle mit terroristischem Hintergrund signifikant zurückgegangen. Es gibt derzeit keine konkreten Hinweise auf eine gezielte Gefährdung von Ausländern.

Es kann nach wie vor nicht ausgeschlossen werden, dass es in der aktuellen Situation zu terroristischen Angriffen im öffentlichen Raum kommen kann; das Risiko eines Anschlags besteht fort.

  • Seien Sie landesweit besonders vorsichtig, insbesondere in der Nähe von Bushaltestellen und Bahnhöfen und bei besonderen Anlässen.
  • Meiden Sie möglichst größere Menschenansammlungen.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

Innenpolitische Lage

Die Sicherheitslage in Israel und den Palästinensischen Gebieten ist wesentlich vom israelisch-palästinensischen Konflikt geprägt. Im Mai 2021 führten die schwersten militärischen Auseinandersetzungen seit der "Operation Protective Edge" im Juli 2014 zwischen den israelischen Verteidigungsstreitkräften (IDF), der radikalislamischen Hamas und dem islamistischen Dschihad in Palästina (PIJ) sowie der massive Beschuss Israels durch mehr als 4.400 Raketen und Mörsergranaten aus dem Gazastreifen zu mehreren hundert Verletzten sowie Todesopfern auf beiden Seiten. Seitens der IDF wurde der militärische Schlagabtausch als "Operation Guardian of the Walls" benannt. Auch im Westjordanland und in einigen Städten in Israel kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen.

Aufgrund des Konflikts besteht das Risiko, als Besucher in Sicherheitsvorfälle verwickelt zu werden, auch wenn diese sich nicht gegen Ausländer richten. Insbesondere im Umfeld von Checkpoints sind Auseinandersetzungen nicht auszuschließen. Auch bei zunächst friedlichen Versammlungen besteht das Risiko, dass die Situation sehr schnell eskaliert.

Nach wie vor kommen auch gelegentlich mit Brandsätzen ausgestattete Drachen und Ballons zum Einsatz, die vom Gaza-Streifen aus starten und im Nahbereich der israelischen Sperranlage landen. Zwischenfälle am Gaza-Streifen und im unmittelbar angrenzenden Gebiet sind nicht auszuschließen.

Seit Veröffentlichung der US-Vorschläge für den Nahostfriedensprozess und der Unterzeichnung der Normalisierungsabkommen zwischen Israel und einigen arabischen Staaten ist die Sicherheitslage insbesondere in Jerusalem und dem Westjordanland angespannt. Vor allem im Westjordanland kann es vermehrt zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften kommen. Ein Wiederaufflammen der Zwischenfälle am Gaza-Streifen und im unmittelbar angrenzenden Gebiet - insbesondere im Abstand von etwa 40 Kilometern von der Gaza-Sperranlage - kann nicht ausgeschlossen werden.

  • Verfolgen Sie die Lageentwicklung aufmerksam.
  • Meiden Sie größere Menschenansammlungen.
  • Lassen Sie bei der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Israel und den Palästinensischen Gebieten besondere Vorsicht walten.
  • Machen Sie sich mit den vorhandenen Schutzvorkehrungen (Lage der Schutzräume) und Hinweisen des israelischen Zivilschutzes vertraut.
  • Suchen Sie beim Erklingen von Alarmsirenen umgehend nahegelegene Schutzräume auf.
  • Befolgen Sie ggf. die Anweisungen des israelischen Zivilschutzes Home Front Command (nur in Israel aufrufbar) oder erkundigen Sie sich telefonisch unter der Rufnummer 104 in englischer Sprache.

Jerusalem (einschließlich Ost-Jerusalem)

In Ost-Jerusalem, insbesondere auf dem Haram al Sharif/Tempelberg führten gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften im Mai 2021 zu mehreren hundert Verletzten.

Insbesondere an muslimischen und jüdischen Feiertagen sowie an Freitagen sind Auseinandersetzungen nicht auszuschließen.

  • Seien Sie bei Besuchen der Altstadt von Jerusalem besonders vorsichtig.
  • Suchen Sie Rat bei einer ortskundigen Begleitung.
  • Halten Sie sich über die aktuelle Lage informiert.

Grenzgebiet zu Syrien und Libanon

Im israelisch-syrischen Grenzgebiet haben sich die Spannungen erhöht. Es ist zu mehreren sicherheitsrelevanten, auch militärischen Zwischenfällen gekommen, bei denen Raketen, Mörsergranaten, etc. auf israelischem Territorium niedergegangen sind. Die israelischen Streitkräfte behalten sich Gegenmaßnahmen jeweils ausdrücklich vor.

  • Von Aufenthalten im unmittelbaren Grenzgebiet zu Syrien und Libanon, insbesondere östlich der Straße 98, wird abgeraten.

Grenzgebiet zu Ägypten

In der Vergangenheit wurden vereinzelt Raketen aus dem Sinai auf Israel abgeschossen, die in unbewohntem Gebiet um Eilat eingeschlagen sind. Es kam nicht zu Personen- oder Sachschäden. Vereinzelte bewaffnete Zwischenfälle entlang der israelisch-ägyptischen Grenze können nicht ausgeschlossen werden. In der Vergangenheit kam es dabei kam es auch zu Schusswechseln.

  • Vermeiden Sie Fahrten entlang der israelisch-ägyptischen Grenze und weichen Sie auf alternative Routen aus.
  • Beachten Sie auch die Reise- und Sicherheitshinweise Ägypten mit einer Teilreisewarnung für den Nordsinai inklusive des Grenzgebiets zu Israel (mit Ausnahme des an Eilat angrenzenden Ortes Taba).

Angrenzendes Gebiet zum Gaza-Streifen

Von Aufenthalten im unmittelbar angrenzenden Gebiet zum Gaza-Streifen wird derzeit dringend abgeraten.

  • Beschränken Sie Bewegungen in der Region möglichst auf das Nötigste.
  • Informieren Sie sich über die Lage von Schutzräumen und das Verhalten bei Raketenangriffen.
  • Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen von Sicherheitskräften. 

Palästinensische Gebiete: Gaza-Streifen

Vor Reisen in den Gaza-Streifen wird gewarnt.

Informationen zu den Übergängen Erez und Rafah können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 derzeit abweichen, siehe Aktuelles.

Die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen können im Gaza-Streifen und in den dazugehörigen Küstengewässern praktisch keine konsularische Hilfe leisten. Gleiches gilt für die Ausreise aus dem Gazastreifen.

Im Rahmen der israelischen Militäroperation „Operation Guardian of the Walls" erfolgten schwere Angriffe auf Ziele im Gaza-Streifen mit vielen Toten und Verletzten. Dabei wurde auch öffentliche Infrastruktur, wie Straßen, Strom- und Abwasserversorgung, beschädigt. Ferner befinden sich in Trümmern sowie auf wenig befahrenen Wegen nach wie vor nicht detonierte Sprengmittel (UXO).

Die Versorgungslage im Gaza-Streifen ist schwierig. Die öffentliche Stromversorgung ist auf wenige Stunden am Tag beschränkt. Das Grundwasser gilt als belastet. Treibstoffmangel wirkt sich auch auf andere öffentliche Dienstleistungen, wie Kläranlagen, aus. Sie dürfte sich angesichts der derzeitigen Zuspitzung noch verschlechtern.

Die Einreise nach Gaza auf dem Seeweg ist nicht möglich. Es wird angesichts einer drohenden Gefährdung für Leib und Leben dringend vor Versuchen gewarnt, in die von Israel verhängte Sperrzone der Küstengewässer vor dem Gazastreifen einzudringen. Im Mai 2010 kamen bei einem solchen Versuch (sog. „Gaza-Flottille") neun Menschen ums Leben.

Der einzige Personenübergang zwischen Israel und dem Gaza-Streifen, in Erez, ist zurzeit insbesondere für humanitäre Fälle und internationale Organisationen geöffnet. Der Gaza-Streifen ist seit Juni 2007 für den allgemeinen Personenverkehr von und nach Israel fast vollständig abgeriegelt. Personenverkehr zwischen Israel und dem Gaza-Streifen, über den Übergang Erez, wird nur bei Vorliegen einer israelischen Sondergenehmigung erlaubt und Doppelstaatern mit palästinensischen Ausweispapieren in der Regel gar nicht gestattet. Auch die Ausreise über Erez ist in der Regel nur für Personen möglich, die mit Genehmigung der israelischen Behörden über Erez eingereist sind. Der Übergang Erez wurde auch in der Vergangenheit wiederholt kurzfristig geschlossen.

Der Grenzübergang Rafah, zwischen Ägypten und dem Gaza-Streifen, ist außer an Wochenenden und islamischen Feiertagen grundsätzlich geöffnet. Der Grenzübergang kann dann nach Angaben der ägyptischen Behörden regulär - nur - von Palästinensern mit gültigen Ausweispapieren der Palästinensischen Behörde benutzt werden. Für die Ausreise aus dem Gaza-Streifen bedarf es der Zustimmung der ägyptischen und palästinensischen Grenzbehörden. Hier kann es auch bei erst kürzlich erfolgter Einreise zu Wartezeiten von mehreren Wochen bis zur Ausreise kommen. Eine Ausreise aus dem Gaza-Streifen kann bei erfolgter Einreise über Rafah auch nicht über den israelischen Grenzübergang Erez erfolgen.

Es besteht eine Reisewarnung für den Nordsinai. Auf die erheblichen Gefahren eines Transits durch den Nord-Sinai wird hingewiesen, siehe Reise- und Sicherheitshinweise - Teilreisewarnung - Ägypten.

Palästinensische Gebiete: Westjordanland (Westbank)

Das Westjordanland (Westbank) ist seit 1967 militärisch besetzt und in Gebiete mit verschiedenen Verwaltungsarrangements eingeteilt. Es gibt zahlreiche Checkpoints und gesperrte Straßen, vor allem zwischen Israel und Jerusalem einerseits und dem Westjordanland andererseits, aber auch innerhalb des Westjordanlands.

Es kommt immer wieder zu Anschlägen, Angriffen und Auseinandersetzungen zwischen israelischen Sicherheitskräften, jüdischen Siedlern und palästinensischer Bevölkerung mit Toten und Verletzten auf beiden Seiten. Es gibt immer wieder Berichte über Angriffe auf Fahrzeuge, die mit Steinen oder Molotow-Cocktails beworfen werden, teils durch Palästinenser, teils durch israelische Siedler.

Die Sicherheitslage im Westjordanland ist ausgesprochen volatil und kann sich nach akuten Sicherheitsvorfällen schnell ändern. In solchen Fällen können einzelne Ortschaften durch das israelische Militär abgeriegelt oder sogenannte „fliegende" Checkpoints eingerichtet oder bestehende Checkpoints vorübergehend geschlossen werden. Es kann zu Einsätzen der israelischen Sicherheitskräfte in Ramallah und anderen palästinensischen Städten und Dörfern kommen. Protestaktionen sind jederzeit möglich.

Besuche in den von der Palästinensischen Behörde verwalteten Städten Bethlehem, Beit Sahour, Beit Jalla, Jericho, Taybe, Al-Bireh und Ramallah, sowie die Benutzung der Straße 1 zum Toten Meer und der Straße 90 im Jordantal sind auch ohne besondere Ortskenntnis oder ortskundige Begleitung vertretbar. Mit israelischen Mietwagen ist der Besuch dieser Städte, die im sogenannten A- und B-Gebiet liegen grundsätzlich nicht gestattet.

  • Bereisen Sie das Westjordanland grundsätzlich nicht ohne Ortskenntnis oder ortskundige Begleitung.
  • Kleiden Sie sich aufgrund der größtenteils konservativen Gesellschaft stets angemessen und auf verzichten Sie auf kurze Hosen/Röcke und nicht schulterbedeckende Kleidung.
  • Bewahren Sie unbedingt Ruhe, meiden Sie Menschenansammlungen und suchen Sie ggf. Zuflucht im Inneren von Geschäften und Wohnhäusern.
  • Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen der israelischen und palästinensischen Sicherheitskräfte.
  • Seien Sie bei der Benutzung der Straße 60 im Westjordanland besonderer vorsichtig, insbesondere um Hebron, um die sogenannte Gush-Etzion-Kreuzung sowie generell in der Nähe von israelischen Siedlungen und Checkpoints.
  • Vermeiden Sie generell Fahrten in der Dunkelheit.
  • Beachten Sie unbedingt Zugangsbeschränkungen zu militärischen Sperrgebieten.
  • Verfolgen Sie die Berichterstattung in den Medien über sicherheitsrelevante Ereignisse aufmerksam.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate ist niedrig. Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle kommt insbesondere an touristisch frequentierten Orten wie Flughäfen, Bahnhöfen und Stränden vor.

  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, im Bus und an Stränden besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Israel und die Palästinensischen Gebiete liegen in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben kommen kann.

Es gibt drei Klimazonen: Die Küstenebene hat feuchtheiße Somme und milde, regenreiche Winter, das Bergland einschließlich Jerusalem warme und trockene Sommer und kalte Winter, die Wüste heiße und trockene Sommer und milde Winter.
Vor allem in den Sommermonaten können aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen Busch- und Waldbrände sowie Sandstürme auftreten.
In den Wintermonaten kann es zu Überschwemmungen kommen, insbesondere in der Negev-Wüste.

Am Toten Meer gibt es inzwischen Tausende von Einsturzlöchern („Sink Holes"). Innerhalb von Sekunden entstehen an der Küste Einsturztrichter bzw. Erdfälle von bis zu 20 Meter Tiefe und 80 Meter Breite.

In Tel Aviv und Umgebung kommt es aufgrund von gefährlichen Strömungen immer wieder zu tödlichen Badeunfällen.

  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
  • Verlassen Sie befestigte Straßen und Wege am Toten Meer nicht.
  • Halten Sie sich in Tel Aviv und Umgebung beim Baden im Meer immer in Strandnähe auf und schwimmen Sie nicht zu weit hinaus.
  • Achten Sie auf teilweise sehr starken Strömungen und meiden Sie diese frühzeitig.
  • Baden Sie nur an bewachten Küstenabschnitten und beachten Sie dort unbedingt die Beflaggung an den Stränden und die Durchsagen der Bademeister.
  • Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis vertraut. Diese bieten die Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums.

Reiseinfos

Infrastruktur/Verkehr

Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von COVID-19 beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Es gibt ein Inlandsflugnetz (Tel Aviv-Eilat), zahlreiche Busverbindungen und ein Eisenbahnnetz. Die Promillegrenze beträgt 0,5. Außerhalb von Ortschaften ist vom 1. November bis 31. März auch tagsüber Abblendlicht Pflicht.

Am Shabbat verkehren viele öffentliche Verkehrsmittel nicht. Fahrten in ultra-orthodoxe Viertel am Shabbat sollten vermieden werden, am Yom Kippur wird empfohlen, auf Fahrten zu verzichten.
Die Anmietung von Mietwagen in Israel ist problemlos möglich, aus versicherungstechnischen Gründen dürfen damit aber grundsätzlich keine Straßen in den Palästinensischen Gebieten befahren werden. Ausgenommen sind die Straße 1 von Jerusalem zum Toten Meer und die Straße 90 im Jordantal. Im Zweifelsfall prüfen Sie bitte die Mietbedingungen genau.

  • Führen Sie bei Reisen in Israel und den Palästinensischen Gebieten stets ein Ausweisdokument mit.

Führerschein

Der deutsche Führerschein ist ausreichend.

Besondere Verhaltenshinweise

Bei Besuchen der Altstadt von Jerusalem, orthodoxen Vierteln und der Palästinensischen Gebiete verzichten Sie auf kurze Hosen/Röcke und nicht schulterbedeckende Kleidung.

LGBTIQ

Homosexuelle Handlungen von Männern sind in den Palästinensischen Gebieten strafbar. Bisher ist allerdings kein Fall bekannt geworden, in dem Ausländer wegen homosexueller Handlungen strafrechtlich belangt wurden. Schwerer als die strafrechtliche Verfolgung fällt jedoch die gesellschaftliche Diskriminierung ins Gewicht: Homosexualität ist im Westjordanland und im Gazastreifen weiterhin ein soziales und religiöses Tabuthema.

Rechtliche Besonderheiten

Für den Handel und Schmuggel von Drogen sind harte Strafen vorgesehen.

Auch bei der unerlaubten Ein- und Ausfuhr von wilden Tieren drohen hohe Geld- oder gar Haftstrafen bis zu zwei Jahren. Informationen erteilt das Israel Ministry of Environmental Protection.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der neue Schekel (ILS). Kreditkarten werden als Zahlungsmittel vielerorts akzeptiert. Bargeld kann an entsprechend gekennzeichneten Geldautomaten mit Kredit- als auch teilweise mit Bankkarten abgehoben werden. Der Umtausch von Euro und US-Dollar ist problemlos möglich.

Einreise und Zoll

Ein- und auch Durchreisebestimmungen können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 derzeit abweichen, siehe Aktuelles.

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Reisedokumente müssen sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein.

Staatenlose Personen müssen (anstelle eines Reisepasses) im Besitz eines gültigen Fremdenpasses oder Reiseausweises sein, der für ein Jahr gültig ist.

Für deutsche Staatsangehörige, die im palästinensischen Personenregister eingetragen sind bzw. über eine palästinensische Personenkennziffer (ID) verfügen und deren Ehegatten gelten besondere Vorschriften, siehe unten.

Visum

Deutsche Staatsangehörige, die nach dem 1. Januar 1928 geboren sind, benötigen bis zu einem Aufenthalt von drei Monaten kein Visum.

Deutsche Staatsangehörige, die in der Vergangenheit aus Israel ausgewiesen wurden, sich illegal in Israel aufgehalten haben oder denen die Einreise nach Israel verweigert wurde, müssen vor ihrer Einreise bei einer israelischen Auslandsvertretung oder dem israelischen Innenministerium ihren Fall überprüfen lassen und ein Visum einholen.

Grenzübergänge

Ein Großteil der Reisenden reist über den internationalen Flughafen Ben Gurion, knapp 20 Kilometer südöstlich von Tel Aviv, nach Israel ein. Dort sowie an den Grenzübergängen Taba (nach Ägypten) und Allenby-Brücke (nach Jordanien) erhält jeder Reisende eine Einreisekarte („B2 Stay-Permit"), die bis zur Ausreise aufbewahrt werden muss. Ein Einreisestempel im Pass wird dann nicht mehr angebracht. Bei der Überquerung von Kontrollpunkten, insbesondere im Westjordanland, sollte die Einreisekarte zur Vermeidung von Schwierigkeiten mitgeführt werden.

Bei der Einreise über den Grenzübergang Yitzhak Rabin und Arava-Aqaba kommt dieses Verfahren noch nicht zum Einsatz. Es sollte darauf geachtet werden, dass ein israelischer Sichtvermerk in den Pass gestempelt wird, der die maximale Aufenthaltsdauer (üblicherweise drei Monate) angibt. Auf Wunsch kann dieser in der Regel auch auf ein separates Papier gestempelt werden, das bis zur Ausreise aufbewahrt werden sollte.

Bei den Grenzübergängen von Eilat nach Ägypten (Taba) und Jordanien (Arava-Aqaba), sowie den Grenzstationen Sheikh Hussein von Israel nach Jordanien und Allenby Bridge vom Westjordanland nach Jordanien kann es immer wieder zu kurzzeitigen Schließungen, bzw. einer Verkürzung der Öffnungszeiten kommen. Vor jüdischen Feiertagen sind die Öffnungszeiten regelmäßig eingeschränkt. Es ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen.

Ein- und Ausreisepraxis

Vorherige Reisen in arabische Staaten oder nach Iran stellen per se kein Einreisehindernis dar.

Sollten im Reisepass Visa arabischer Staaten oder von Iran vorhanden sein, so ist jedoch bei der Einreise mit einer Sicherheitsbefragung durch israelische Sicherheitskräfte zu rechnen (Ausnahme: Jordanien und Ägypten). Dies gilt ebenfalls bei Stempeln / Visa von Malaysia, Indonesien oder dem Sudan. Auch müssen deutsche Staatsangehörige mit auch nur vermuteter arabischer Abstammung  oder islamischer Religionszugehörigkeit mit einer Sicherheitsbefragung rechnen.

Das israelische Parlament hat am 6. März 2017 ein Gesetz verabschiedet, wonach nicht-israelischen Staatsangehörigen die Einreise nach Israel grundsätzlich verweigert wird, wenn sie öffentlich und wissentlich zum Boykott von Israel aufgerufen oder sich verpflichtet haben, sich an einem solchen Boykott zu beteiligen. Gleiches gilt, wenn sie einer Organisation angehören oder bei einer Einrichtung arbeiten, die zu einem solchen Boykott aufgerufen hat. Hierunter fällt auch der Boykott von Siedlungen im Westjordanland oder Ost-Jerusalem. Diese Regelung betrifft nicht Inhaber einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis für Israel.

Auf die Möglichkeit der Ausstellung eines Zweitpasses durch die zuständige Passbehörde wird hingewiesen. Auch deutsche Staatsangehörige palästinensischer Herkunft müssen mit einer Sicherheitsbefragung und ggf. längeren Wartezeiten rechnen, insbesondere bei der Einreise von Ägypten und Jordanien aus. Eine mehrstündige Sicherheitsbefragung, die bis hin zur Verweigerung der Einreise unmittelbar am Grenzübergang führen kann, ist jederzeit ohne Angaben von Gründen möglich. Die deutsche Botschaft in Tel Aviv hat in diesen Fällen keine Möglichkeit der Unterstützung. 

Bei der Ausreise aus Israel über den Flughafen Ben Gurion finden zeitintensive Sicherheitsüberprüfungen des Gepäcks, sowie Befragungen der Reisenden statt. Es empfiehlt sich, frühzeitig am Flughafen zu erscheinen. Wenn elektrische Geräten, insbesondere Laptop-Computer, durch die israelischen Sicherheitsbehörden für Untersuchungen einbehalten werden, werden sie in der Regel nach ein bis drei Tagen an den Aufenthaltsort des Reisenden nachgesandt. 

Jede Fluggesellschaft legt ihre Beförderungsbestimmungen eigenständig fest. Das Check-in sowie die Passagier- und Gepäckkontrollen für Flüge nach Israel werden von den Fluggesellschaften unterschiedlich gehandhabt, gegebenenfalls kann es zu zusätzlichen Sicherheitsüberprüfungen und Wartezeiten kommen, die ein frühzeitiges Erscheinen am Flughafen erforderlich machen.

  • Fragen Sie bei Zweifeln an Ihrer Einreisemöglichkeit bei der israelischen Botschaft in Berlin nach.
  • Machen Sie sich mit den Beförderungsbedingungen der Fluggesellschaften vertraut und planen Sie Ihre Reise entsprechend.

Besondere Hinweise für deutsch-israelische Staatsangehörige, die ihren Wehrdienst in Israel noch nicht abgeleistet haben

Israelische Staatsangehörige und „Permanent Residents" (Inhaber einer Personenkennziffer ohne israelische Staatsangehörigkeit), die ihren Wehrdienst noch nicht abgeleistet und ihren gewöhnlichen Aufenthalt nach Vollendung ihres 16. Lebensjahres aus Israel in ein anderes Land verlegt haben, unterliegen grundsätzlich der israelischen Wehrpflicht, auch wenn sie gleichzeitig die deutsche Staatsangehörigkeit haben. Nicht-Meldung bei der israelischen Musterungsstelle (israelische Auslandsvertretung) wird als Ordnungswidrigkeit betrachtet. Bei (auch nur besuchsweiser) Einreise wird auf die Musterung verwiesen; eine Ausreise kann nur nach erfolgter Musterung und ggf. erst nach abgeleistetem Wehrdienst wieder erfolgen. 

Besondere Hinweise für deutsche Staatsangehörige, die im palästinensischen Personenregister eingetragen sind, bzw. über eine palästinensische Personenkennziffern (ID-Nummern) verfügen

Deutschen Staatsangehörigen, die aus dem Westjordanland stammen und über die o.g. palästinensische Personenkennziffer (ID-Nummer) verfügen, wird die direkte Einreise nach Israel grundsätzlich verweigert. Eine Einreise in das Westjordanland kann nur über Jordanien, Allenby-Brücke, erfolgen. Sie erhalten dort eine Einreisekarte („B2_PLS_Stay Permit"), die bis zur Ausreise aufbewahrt werden muss. Ein Einreisestempel im Pass wird nicht mehr angebracht. Die Weiterreise vom Westjordanland nach Israel ist für diese Personengruppe nur mit einer Sondergenehmigung möglich, die vor Ort beantragt werden muss. Deutschen Staatsangehörigen, die aus dem Gaza-Streifen stammen und über die o.g. Personenkennziffer verfügen, wird die direkte Einreise sowohl nach Israel (z.B. Flughafen Ben Gurion) als auch in das Westjordanland grundsätzlich verweigert.

Die israelischen Grenzbehörden weisen die o.g. deutschen Staatsangehörigen üblicherweise darauf hin, dass sie mit einem palästinensischen Reisepass einreisen müssen. Sollte dieser nicht mehr vorhanden sein, wird die Einreise in das Westjordanland jedoch nicht verweigert, sondern die palästinensische Personenkennziffer in den deutschen Reisepass eingetragen und der Reisende aufgefordert, beim palästinensischen Innenministerium in Ramallah einen palästinensischen Reisepass zu beantragen. Mitunter wird in diesen Fällen die Ausreise verweigert, wenn dann trotz Hinweis bei Einreise kein palästinensischer Pass vorgelegt wird. 

Besondere Hinweise für die Ehegatten von den o.g. Personen, die über eine palästinensische Personenkennziffer (ID-Nummer) verfügen

Die gemeinsame Einreise mit dem Ehegatten über Jordanien, Allenby-Brücke, in das Westjordanland ist nur dann möglich, wenn dieser über einen palästinensischen Personalausweis verfügt, in den der Familienstatus „verheiratet" eingetragen ist. Andernfalls kann die Einreise des anderen Ehepartners verweigert werden. Sobald die israelischen Stellen Kenntnis von der Eheschließung mit einer Person mit palästinensischen Personenkennziffern (ID-Nummern) erhalten haben, z.B. durch einen erfolglosen Einreiseversuch an der Allenby-Brücke, kann  die direkte Einreise nach Israel über den Flughafen Ben-Gurion verweigert wird. Die Änderung des palästinensischen Personalausweises muss beim palästinensischen Innenministerium in Ramallah beantragt werden. Beide Ehegatten erhalten an der Allenby-Brücke eine Einreisekarte („B2_PLS_Stay Permit"), die bis zur Ausreise aufbewahrt werden muss. Ein Einreisestempel im Pass wird dann nicht mehr angebracht. Die Weiterreise vom Westjordanland nach Israel und Jerusalem ist nur mit einer Sondergenehmigung möglich, die vor Ort beantragt werden muss.

Weiterreise von Israel nach Jordanien auf dem Landweg

Deutsche Staatsangehörige, die auf dem Landweg von Israel nach Jordanien reisen und dafür den Grenzübergang der Allenby-Brücke nutzen möchten, müssen ihr Visum vor Reiseantritt bei der jordanischen Botschaft in Berlin, der jordanischen Botschaft in Tel Aviv oder dem jordanischen Vertretungsbüro in Ramallah beantragen.

Einreise in die Palästinensischen Gebiete (Westjordanland) aus Israel

Grundsätzlich können deutsche Staatsangehörige unter Beachtung der Öffnungszeiten der Übergänge problemlos von Israel in das Westjordanland reisen.

Die Übergänge zu den Palästinensischen Gebieten zwischen Israel und dem Westjordanland werden von israelischen Behörden kontrolliert und können ohne vorherige Ankündigung geschlossen werden. Die Schließungen der Übergänge an den jüdischen Feiertagen gelten grundsätzlich nur für Personen, die über eine palästinensische Personenkennziffer verfügen.

Begrenzung des Aufenthalts auf die Palästinensischen Gebiete (Westjordanland) – „PA only" und „Judea & Samaria Permit"-Stempel

Für Personen, die als Reiseziel ausschließlich die Palästinensischen Gebiete angeben, kommt es bei der Einreise nach Israel regelmäßig zu Wartezeiten auf Grund längerer Befragungen. Sie sollten dort auf keinen Fall falsche Angaben machen, da dies regelmäßig zu Einreiseverboten führt. In jüngster Zeit haben israelische Behörden bei Kurzzeitaufenthalten einen sogenannten „PA-only" Stempel im Reisepass angebracht, der den Aufenthalt auf die Palästinensischen Gebiete beschränkt. Eine Ein- und Ausreise über den Flughafen Ben Gurion ist dann nicht möglich und muss über die Allenby-Brücke erfolgen.  Gleiches gilt für den „Judea & Samaria Permit" Stempel, der bei Langzeitaufenthalten auf dem israelischen Visum angebracht wird.

Minderjährige

Minderjährige unter 16 Jahren, die allein oder in Begleitung eines Elternteils reisen, sollten eine Einverständniserklärung der Eltern/des anderen Elternteils mitführen.

Einfuhrbestimmungen

Die Ein- oder Ausfuhr von Geldmitteln (Bargeld, Barschecks, Reiseschecks) im Gegenwert von zusammen 80.000 Schekel muss angemeldet werden. Das entsprechende „Zoll-Formular Nr. 84" kann telefonisch unter +972-2-658 7777 angefordert werden. 

Besondere Vorschriften gelten für die Einfuhr von Geldmitteln in die Palästinensischen Gebiete.

Deutsche Staatsangehörige, die über die Allenby-Brücke in das Westjordanland einreisen, müssen mitgeführte Geldmittel (Bargeld, Reiseschecks, Gold), die den Betrag von umgerechnet 2000 Jordanischen Dinar (ca. 2000 EUR) erreichen oder übersteigen, beim israelischen Zoll anmelden. Anmeldeformulare sollen an den Übergängen erhältlich sein. Missachtung kann Geld- oder Gefängnisstrafe nach sich ziehen und das Geld eingezogen werden.

Einreise mit dem Fahrzeug

Ein zu touristischen Zwecken eingeführtes Fahrzeug muss zwingend wieder ausgeführt werden. Andernfalls muss das Auto in Israel verzollt werden. Die israelischen Behörden können die Ausreise verweigern, solange sich das Fahrzeug unverzollt in Israel befindet.

Heimtiere

Die Einreise mit Heimtieren ist nur am Ben Gurion International Airport sowie den Seehäfen von Haifa, Ashdod und Eilat möglich. Es ist ein amtliches Gesundheitszeugnis erforderlich, das nicht älter als 10 Tage ist. Tiere müssen einen Mikrochip nach ISO-Standard besitzen, Hunde und Katzen müssen mindestens vier Monate alt sowie mindestens 31 Tage, aber nicht mehr als 12 Monate vor Einreise gegen Tollwut geimpft worden sein.

Gesundheit

Aktuelles

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Erkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

  • Beachten Sie die fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19 sowie die Hinweise im Merkblatt COVID-19 sowie auf den Seiten der Weltgesundheitsorganisation WHO, des RKI und der BZgA.

Masern

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland ist keine Impfung erforderlich. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung bei Einreise nachzuweisen.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen. Für einen Langzeitaufenthalt in den Palästinensischen Gebieten wird zudem noch eine Typhusimpfung empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera

Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Weitere Infektionskrankheiten

Einige durch Mücken oder Zecken übertragene Infektionskrankheiten kommen vor, sind insgesamt aber selten (z.B. Leishmaniasis, West-Nile Fieber, Phlebotomus Fieber). Insektenschutz beachten (z. B. Repellentien, Moskitonetz, langärmlige Kleidung).

In Israel ist es an mehreren Orten zu einem Wassersport-assoziierten Ausbruch von Leptospirose gekommen.

Medizinische Versorgung

Das Versorgungsniveau in Israel ist gut bis sehr gut, die Notfallversorgung und Entbindungen erfolgen ausschließlich im dafür bestens etablierten staatlichen Gesundheitssystem. In den Palästinensischen Gebieten ist das Versorgungsniveau deutlich eingeschränkt. Krankenwagen dürfen die Grenze zu Israel nicht passieren. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption im Notfall ist empfehlenswert. 

  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte sind z. B. über die DTG zu finden. 

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

Mehr

Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Israel hat ausgezeichnete medizinische Einrichtungen und Urlauber können alle Erste-Hilfe-Zentren und Unfallstationen in Anspruch nehmen. Gesundheitszentren sind mit einem roten Davidsstern auf weißem Grund gekennzeichnet. In den palästinensischen Gebieten muss mit Einschränkungen gerechnet werden. Über die deutsche Botschaft in Tel Aviv (s. Adressen) ist eine Liste deutschsprachiger Vertrauensärzte erhältlich.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Essen und Trinken

Leitungswasser ist in der Regel gechlort und relativ sauber, es können jedoch unter Umständen leichte Magenverstimmungen auftreten. Für die ersten Wochen des Aufenthaltes wird daher abgefülltes Wasser empfohlen, welches überall erhältlich ist. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milch, Milchprodukte, Fleischwaren, Geflügel, Obst und Gemüse können unbesorgt verzehrt werden.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Gelbfieber 1 -
Cholera Nein -
Typhus 2 -
Malaria Nein -
Essen & Trinken - -

Anmerkungen Impfungen

[1] Bei Einreise aus einem der von der WHO ausgewiesenen Gelbfieberendemiegebiete ist eine Impfung gegen Gelbfieber nachzuweisen.

[2] Typhus kommt vor (eine Impfung ist besonders bei Reisen in die palästinensischen Gebiete zu erwägen). Die WHO fordert alle Reisenden, die Israel verlassen und sich länger als 4 Wochen in Israel aufgehalten haben, sich gegen Poliomyelitis impfen zu lassen und dies in einem Impfausweis zu belegen.
 

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden. 

Hepatitis A tritt auf, Hepatitis B ist endemisch. Impfschutz gegen Hepatitis A wird empfohlen, bei Langzeitaufenthalten und bei Kindern und Jugendlichen auch gegen Hepatitis B.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt selten vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. 

HIV/Aids ist eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. streunende Hunde und Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Zeckenbissfieber kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Deutschland Ja 1 Ja
Österreich Ja Nein Ja
Schweiz Ja Nein Ja
Andere EU-Länder Ja Nein Ja
Türkei Ja Ja Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.

Visainformationen

Ein Visum ist allgemein erforderlich, ausgenommen sind für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder, die einen Einreisestempel kostenlos bei der Einreise erhalten:

EU-Länder und Schweiz ([1] Deutschland: nur Personen, die nach dem 1. Januar 1928 geboren sind, können visumfrei einreisen).
 

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Minderjährige unter 16 Jahren, die allein oder in Begleitung eines Elternteils reisen, sollten eine Vollmachtserklärung der jeweils nicht mitreisenden Erziehungs- bzw. Aufenthaltsbestimmungsberechtigten mitführen. Außerdem müssen Minderjähre eine Kopie ihrer Geburtsurkunde und die Kopien der Reisepässe ihrer Eltern bzw. ihrer Sorgeberechtigten mit sich führen. 

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Bearbeitungsdauer

Ca. 2-3 Wochen, je nach Nationalität verschieden. Wenn eine Rückfrage in Israel notwendig ist, manche Nationalitäten auch 4-6 Wochen.

Expressbearbeitung in Berlin: 3 Konsulararbeitstage. 

Bei persönlicher Antragstellung am selben Tag möglich.

Gültigkeit

Das Visum ist im Allgemeinen für eine einmalige Einreise innerhalb von drei Monaten gültig. Gerechnet wird ab dem Tag der Visaausstellung.
Das Besuchsvisum berechtigt zu einem Aufenthalt von bis zu drei Monaten ab dem Einreisetag (entscheidend ist der Einreisestempel). Das Transitvisum ist für einen zweitägigen Aufenthalt gültig.

Aufenthaltsverlängerung

Eine Verlängerung ist gegen eine Gebühr möglich, Beantragung bei den Büros des Innenministeriums.

Visaarten und Kosten

Touristen-, Studenten- und Transitvisum.

Kosten

Unterschiedlich je nach Nationalität und Reisezweck, Anfragen an die konsularischen Vertretungen.

Mitreisende Kinder visumpflichtiger Reisender, Deutsche, die vor 1928 geboren sind, und türkische Staatsbürger erhalten das Visum kostenlos bei der konsularischen Vertretung.

Antrag erforderlich

Touristenvisum:
(a) 1 Antragsformular (downloadbar auf der Website der zuständigen diplomatischen Vertretung).
(b) 1 aktuelles Passfoto (5 x 5 cm).
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(d) Reserviertes Rück- oder Weiterreiseticket.
(e) Gebühr (per Überweisung mit Kopie des Belegs oder bei persönlicher Beantragung per Kreditkarte (außer Diners Club)).
(f) Unterkunftsnachweis (Einladung oder Hotelbuchungsbestätigung).
(g) Nachweis ausreichender Geldmittel.
(h) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung/Arbeitserlaubnis für Deutschland, Österreich oder die Schweiz, die bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(i) Eine Arbeitsplatzbestätigung / Arbeitslosen- oder Sozialhilfebescheinigung / Rentenbescheid / Studentenbescheinigung mit Finanzierung des studentischen Aufenthaltes (z.B. Bafögbescheinigung, Stipendiennachweis) / o. Ä.
(j) Nur deutsche Staatsbürger, die vor 1928 geboren sind, müssen zusätzlich ein ausgefülltes Erklärungsformular abgeben (betrifft Zugehörigkeit zur NSDAP), downloadbar auf der Internetseite der zuständigen diplomatischen Vertretung.

(k) Nachweis einer Auslandskrankenreiseversicherung.

Geschäftsvisum zusätzlich:
(l) Einladungsschreiben der Firma in Israel.
(m) Entsendungsschreiben der Firma mit genauen Angaben zur Reise und Beschäftigungsnachweis.

Visumbeantragung für mitreisende Kinder:
Falls Kinder mitreisen, gilt für alle Kinder, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben:
(a) Reisepass, Aufenthaltsgenehmigung, Passfoto, Antragsformular und Flugreservierung wie oben.
(b) Kopie der Heiratsurkunde.
(c) Kopie der Geburtsurkunde des Kindes.
(d) Eine von beiden Eltern (oder dem Erziehungsberechtigten) unterschriebene Einverständniserklärung, dass das Kind reisen darf (oder beide Unterschriften auf dem Antragsformular).
(e) Kopie des Reisepasses der Mutter / des Vaters mit erkennbarer Unterschrift - oder Sorgerechtbescheinigung / Scheidungsurkunde, wo das Sorgerecht vermerkt ist.

Bei postalischer Beantragung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizulegen.

Geld

Geldwechsel

Fremdwährungen dürfen nur in hierzu berechtigten Banken und Hotels umgetauscht werden. Der Geldwechsel vor Ort bietet die besten Kurse. Auch am Flughafen gibt es Wechselmöglichkeiten. Nicht ausgegebene Landeswährung sollte vor der Abreise zurückgetauscht werden. Wer die Hotelrechnung oder manche Einkäufe in Fremdwährung bezahlt (vor allem in US-Dollar, Pfund Sterling oder Euro), ist von der Mehrwertsteuer befreit.

Währung

1 Neuer Israelischer Shekel = 100 Agorot. Währungskürzel: NIS, ILS (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 200, 100, 50 und 20 NIS im Umlauf. Münzen im Wert von 10, 5, 2, 1 und ½ NIS sowie 10 Agorot.

Devisenbestimmungen

Einfuhr von Landes- und Fremdwährungen unbegrenzt, es besteht jedoch Deklarationspflicht ab einem Betrag im Gegenwert von 100.000 NIS (Formular 84). Für die Ausfuhr von Landeswährung muss vor der Abreise bei der örtlichen Bank eine Genehmigung eingeholt werden (höhere Beträge nicht empfohlen, da hohe Umtauschkursverluste im Ausland). Ausfuhr von Fremdwährungen in Höhe des bei der Einreise deklarierten Betrages.

Kreditkarten

Internationale Kreditkarten werden in größeren Hotels, Geschäften und Autoverleihfirmen akzeptiert. Weitere Informationen vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich.

Für Israel werden US$- und Euro-Reiseschecks empfohlen. Sie können in Griechenland landesweit in den Städten in einigen Banken, in Wechselstuben und in Postämtern zu hohen Gebühren eingelöst werden.

Öffnungszeiten der Bank

So-Do 08.30-12.00, So, Di, Do + So 16.00-18.00 Uhr. Am Tag vor einem jüdischen Feiertag ist meist nur vormittags geöffnet. Die Banken um Ben Gurion Flughafen sind durchgängig geöffnet.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel dürfen im Handgepäck zollfrei nach Israel eingeführt werden:

200 Zigaretten oder 250 g Tabakwaren (Personen ab 18 J.);
1 l Spirituosen (Personen ab 18 J.);
2 l Wein (Personen ab 18 J.);
250 ml Parfüm oder Eau de Cologne;
Geschenke bis zum Wert von 200 US$ (außer alkoholischen Getränken, Tabakwaren, Aufnahmegeräten, Kameras, Fernsehgeräten), davon maximal 3 kg Lebensmittel (einzelne Lebensmittel dürfen 1 kg nicht überschreiten).

Verbotene Importe

Blumen, Pflanzen Samen, Frischfleisch, frischem Obst und Gemüse Medikamente ohne Rezept, Drogen, Klappmesser und Dolche.

Quellenangaben
  • Marco Polo - Israel, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2020-16, 2021-16, 2021-14, 2019-13, 2013-11, 2009-10
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Israel - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 18.09.2021 (Unverändert gültig seit: 10.09.2021)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 18.09.2021 (Unverändert gültig seit: 10.09.2021)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
s

Copyright und Haftungsausschluss

© 2021 MD Travel Guide - MAIRDUMONT GmbH & Co. KG. Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Seite darf ohne eine schriftliche Erlaubnis vervielfältigt werden.