Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Dominikanische Republik

Steckbrief

Dominikanische Republik - Fakten

Ländername Dominikanische Republik (República Dominicana)
Beste Reisezeit Januar, Februar
Fläche 48.670 km2
Hauptstadt Santo Domingo
Bevölkerung 10.403.761
Sprache Spanisch
Religion 75 % Katholiken
Staats-/Regierungsform Präsidiale Republik
Staatsoberhaupt Luís Abinader Corona, Partido Revolucionario Moderno (PRM), seit 16.08.2020
Vertreter des Staatsoberhaupts Vizepräsidentin Raquel Peña Atúñez (PRM), seit 16.08.2020
Regierungschef Luís Abinader Corona, Partido Revolucionario Moderno (PRM), seit 16.08.2020
Außenminister Roberto Álvarez Gil (PRM), seit 16.08.2020
Währung 1 Dominikanischer Peso (DOP) = 100 Centavos
Zeitzone MEZ-5h; MESZ-6h
Stromnetz 110 V/ 60 Hz (Amerikanischer Stecker)
Reiseadapter A, B
Kfz-Länderkennzeichen DOM
ISO-3166 DO, DOM
Internet-TLD .do
Landesvorwahl +1-809, +1-829 und +1-849
Website https://www.dominicanrepublic.com/
Reisepass & Visum Notwendig
Geeignet für Meer, Feiern

Geographie

Die Dominikanische Republik nimmt zwei Drittel der Karibikinsel Hispaniola ein. Die Gebirgsketten der Antillen erreichen hier mit über 3000 m ihre größte Höhe (Pico Duarte, 3175 m). Das Land ist durch ein steiles, kammerartiges Relief gekennzeichnet, das mehrere Klimastufen und ein vielfältiges Vegetationsmuster zeigt.

Politik und Bevölkerung

In der präsidialen Republik streiten drei große Parteien, die sozialistische PLD, die christlich soziale PRSC und die sozialdemokratische PRD, alle vier Jahre um die 149 Sitze der Abgeordnetenkammer bzw. die 30 Sitze des Senats. Etwa zwei Drittel der katholisch geprägten Bevölkerung sind Mulatten, der Rest Weiße und Schwarze. 70 % der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze.

Geschichte

Am 6. Dezember 1492 landete Kolumbus auf der Insel Hispaniola und gründete ein Jahr darauf die erste spanische Niederlassung und mit Santo Domingo auch die erste Hauptstadt in der Neuen Welt. Nach der Ausrottung der Ureinwohner spaltete sich die Insel schon bald in zwei Teile: einen West- (Haiti) und einen Ostteil (Dominikanische Republik), um die Frankreich und Spanien bis 1865 stritten. Nach einigen Militärinterventionen der USA und mehreren Diktaturen, zuletzt unter Rafael Trujillo, trat erst 1966 mit der Proklamation der Republik politische Stabilität ein.

Dominikanische Republik - Geschichte

ab ca. 1000 Die Taíno organisieren sich in fünf sogenannten Kazikenreichen
ab 1492 Erste Stadtgründungen nach Kolumbus’ Landung
1697 Spanien verliert den Inselwesten an Frankreich
1795–1804 Sklavenaufstände im Westen, Gründung von Haiti
1822–44 Haiti besetzt den Inselosten, erste Staatsgründung nach Vertreibung der Haitianer
1861 Zweite Staatsgründung nach Rückfall in die Kolonialzeit
1916 Erste US-Invasion zur Sicherung der US-Plantagen
1930–1996 Diktatur von Rafael Leónidas Trujillo. Schwere Menschenrechtsverletzungen. Nach dessen Ermordung zweite US-Besatzungszeit, ab 1966 autokratische Regierung von Trujillo-Zögling Joaquín Balaguer
1996 Rückkehr zur Demokratie unter Staatspräsident Leonel Fernández
2012 und 2016 Wahl und Wiederwahl von Danilo Medina Sánchez
2020 Präsidentschaftswahlen
Klimadaten
Kommunikation & Adressen

Auskunft vor Ort

Ein dürftig ausgestattetes Informationsbüro (Mo–Fr 9–16 Uhr | C/ Isabel La Católica 103) gibt es in Santo Domingo; doch selbst dort nutzt man gern das Internet, z.B. die offizielle Tourismuswebsite, um deine Fragen zu beantworten. Am besten suchst du dir eine Reiseagentur – du musst ja nicht gleich ein Angebot buchen.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft (Embajada de la República Federal de Alemania)

Av. Núñez de Cáceres 11 (Edificio Ginaka 2.0) | Santo Domingo | Tel. 809 5 42 89 49 | santo-domingo.diplo.de 

Honorarkonsulat Österreich (Cónsul Honorario de Austria)

Av. Gustavo Mejía Ricart 102 (Edificio Corporativo 2010) | Santo Domingo | Tel. 809 4 12 40 14 | bmeia.gv.at  

Botschaft der Schweiz (Embajada de Suiza)

Av. Gustavo Mejía Ricart 102 (Edificio Corporativo 2010) | Santo Domingo | Tel. 809 5 33 37 81 | eda.admin.ch/santodomingo

Notruf & Notarzt

Notruf landesweit: Tel. 911. Speziell für die Sicherheit der Touristen soll der Cuerpo Especializado de Seguridad Turística (CESTUR) mit der Telefonnummer 809 2 22 20 26 sorgen. Stationiert ist diese Touristenpolizei in vielen Orten, meist am Ortsausgang. Ihre Website cestur.gob.do ist leider nur auf Spanisch.

Internetzugang & Wlan

Mit kostenlosem wifi (wifispc.com) locken viele Restaurants, Cafés und Gästehäuser. Für eine fast flächendeckende Versorgung mit Internet im Land sorgen 15 Firmen, die führenden sind Claro und Orange.

Post

Postämter sind Mo–Fr von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Briefmarken nach Europa (estampa internacional) kosten 80 Pesos (senkrecht aufkleben!). In einigen Supermärkten findet man Briefkästen. Sicherer ist die Abgabe direkt auf der Poststelle. Keine Karte geht mehr verloren, wenn du deine Postkarten über eines der entsprechenden Portale im Internet selbst mit deinen Fotos von unterwegs gestaltest.

Telefon & Handy

Vorwahl in die Dominikanische Republik: 001. Willst du nach Hause telefonieren, musst du 0011 vor die Landeskennzahl setzen (Deutschland 49, Österreich 43, Schweiz 41), dann die Ortsvorwahl ohne Null und schließlich die Teilnehmernummer. Bei Anrufen vom Festnetz auf ein Mobiltelefon und umgekehrt musst du eine 1 vorwählen; bei reinen Festnetz- oder bei Telefonaten zwischen einem dominikanischen Handy und einem anderen dominikanischen Handy entfällt die 1: Hier wählt man direkt die zehnstellige Nummer. Deutsche Handys schalten automatisch auf den Roamingpartner Orange um. Das kann teuer werden, wenn du vor der Abreise keinen speziellen Tarif eingerichtet hast. Günstig sind dominikanische Prepaidhandys (ab ca. 20 Euro) zum Nachladen; es gibt sie in den Geschäften von Orange oder Claro (Passkopie mitnehmen!).

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Veranstaltungen

21. Januar

Wallfahrt zur Basilika von Higüey zu Ehren der Jungfrau von Altagracia, der Schutzheiligen der Dominikanischen Republik. In der Nacht vor der Prozession werden in vielen Orten des Landes Kerzen angezündet, es wird getanzt und gesungen.

Februar

Karneval, vor allem in La Vega, Montecristi, Santiago und Santo Domingo, wo am Wochenende zum Monatswechsel in den Februar ein großer Umzug stattfindet. Ganz besonders bunt geht es am 27. Feb. beim Karneval in La Vega mit den typischen Teufelsmaskeraden oder in Montecristi mit den Toros y Civiles – den „Stieren und Bürgern“ – zu.

März/April

Semana Santa: In der Nacht vom Jueves Santo, dem Gründonnerstag, zum Viernes Santo, dem Karfreitag, finden vielerorts Prozessionen und Umzüge statt und in den Siedlungen der einstigen Zuckerrohrarbeiter, den bateys, die Gagá-Feste.

Juli/August

Festival de Merengue in Santo Domingo: Auf für den Autoverkehr gesperrten Straßen reißen temperamentvolle Merenguetänzer das Publikum mit. Dazu gibt es Kunstgewerbemärkte, gastronomische Festivals, Spiele und Motocrossrennen.

24. September

Prozession zum Santo Cerro zu Ehren der im ganzen Land verehrten Virgen de las Mercedes.

Oktober/November

Descubrimiento de América: Die Entdeckung Amerikas durch Kolumbus wird am 12. Okt. mit Staatsakten wie der Niederlegung eines Kranzes am Faro a Colón in Santo Domingo gefeiert.

Festival Internacional de Jazz an der Nordküste mit berühmten Interpreten der Jazzszene. drjazzfestival.com

Feiertage

1. Januar Año Nuevo (Neujahr)
6. Januar Los Reyes Magos (Hl. Drei Könige)
21. Januar Nuestra Señora de la Altagracia
26. Januar Natalicio de Duarte (Geburtstag Duartes)
27. Februar Independencia Nacional (Unabhängigkeitstag)
März/April Viernes Santo (Karfreitag)
1. Mai Día del Obrero (Tag der Arbeit)
16. August Día de la Restauración (Tag der Wiederherstellung der Republik)
24. September Día de Las Mercedes (Tag der Gnadenreichen Jungfrau)
12. Oktober Día de Colón (Kolumbustag)
1. November Todos Santos (Allerheiligen)
25. Dezember Noche Buena (Weihnachten)
Mobilität vor Ort

Öffentliche Verkehrsmittel

Große Strecken absolvierst du am besten mit den klimatisierten Fernbussen von Caribe-Tours (caribetours.com.do) oder Metro (metroserviciosturisticos.com). Caribe Tours steuert auch Haiti an (Pétionville von Santo Domingo und Cap Haïtien von Santiago aus). Die Strecke Santo Domingo–Santiago kostet 300 Pesos. Die kleinen (Nahverkehrs-) Busse heißen guaguas; sie sind oft klapprig und überfüllt. Nach ihren Haltestellen fragst du am besten die Leute vor Ort.

Taxi

Am teuersten sind die cremefarbenen taxis turísticos, die vor den Hotels oder am Flughafen warten. Sie verkehren zu festen Tarifen. Bei anderen Taxis ist der Preis Verhandlungssache. Eine mittlere Stadtfahrt in Santo Domingo kostet im taxi turístico etwa 6 Euro. Noch preisgünstiger sind carro-conchos, die auf festen Routen verkehren.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Sonnengereifte, saftig-süße exotische Früchte wie Ananas oder Papaya, frische, aromatische Gemüse und Gewürze, indianische und spanische Einflüsse: Die Dominikanische Republik ist von Natur aus ein Schlaraffenland. Freu dich auf vitaminreiche und gehaltvolle Zutaten aus den Gärten und Plantagen des Landes! Und falls du noch kein Vegetarier oder Veganer bist: Die Dominikaner sind gute Viehzüchter. Das Fleisch ist von so hoher Qualität, dass es sogar exportiert wird.

Das Meer deckt den Tisch

Die größte kulinarische Verlockung kommt aus dem Meer: Langusten, Riesengarnelen, grätenarme Knorpelfische mit weißem Fleisch, das auf der Zunge zergeht, Schwertfische, Tintenfische oder Muscheln – die Tagesfänge der Fischer bestimmen hier noch das Angebot. Wegen der Ciguatera-Krankheit, einer in der Karibik nicht seltenen Fischvergiftung, solltest du kleinere Fische vorziehen, denn nur in größeren lagert sich das Gift, das sie beim Fressen von Algen mit giftigen Geißeltierchen zu sich nehmen, in einer für Menschen gefährlichen Konzentration ab. Von März bis Juni ist der Verkauf von Langusten illegal (was nicht alle Fischer respektieren) – also Finger weg!

Frühstück: light oder rustikal

Die Dominikaner essen am Abend gern spät (ab 21 Uhr) im Kreis der ganzen Familie. Am nächsten Tag muss dann erst mal ein starker cafecito her, ein Tässchen gesüßten, espressoähnlichen Kaffees, und vielleicht noch ein fettgebackener Hefekringel (churro) – und fertig ist das Frühstück (desayuno). Es gibt aber auch eine kräftige, gehaltvolle Variante für richtig Hungrige: das Kochbananenpüree mangú, ein Erbe der Zuckerrohrschneider, der cocolos aus San Pedro de Macorís. Mit in Essig glasig geschmorten Zwiebeln und zwei Spiegeleiern obendrauf sättigt es fast für den ganzen Tag.

Imbissstuben und Comedores

Mittags laden überall in den Städten und größeren Orten comedores, kleine, einheimische Restaurants, oder Imbissstuben zum Mittagstisch (almuerzo) ein. Praktisch für Sprachunkundige: Oft sind die Gerichte hier bereits fertig zubereitet in großen Vitrinen mit Warmhalteplatten zur Auswahl aufgereiht. Manchmal schadet es nichts, nach dem Namen der Speisen zu fragen. Denn was so appetitlich aussieht, kann sich auch als Kuttelsuppe (mondongo) und gebratene Innereien (asaduras) entpuppen: deftige dominikanische Hausmannskost, die unbedingt einen Versuch wert ist, aber nicht jedermanns Sache ist. Fast nie fehlen in den Vitrinen der comedores oder in den (leider viel zu wenigen) Restaurants mit einheimischer Küche (cocina típica) typisch dominikanische Spezialitäten wie z. B. bacalao, ein kräftig gewürztes Ragout von geschmortem Stockfisch mit vielen Zwiebeln, der Eintopf sancocho de pescado (mit Fisch) oder de res (mit Rindfleisch) oder das Nationalgericht, die bandera dominicana („dominikanische Flagge“), bei dem rote Bohnen, weißer Reis und Fleisch mit Gewürzen zusammen gekocht werden.

Vielerlei Einflüsse

Wie überall in der Karibik, rührte auch in der dominikanischen Küche die Geschichte kräftig mit. Barbecue z.B. ist ein indianisches Wort und bezeichnete schon bei den Taíno die Zubereitung von Fleisch über offenem Feuer. Die Kunst der Kokosnussverarbeitung, wie sie vor allem auf der Halbinsel Samaná noch so gut beherrscht wird, brachten einst die Afrikaner mit. Die Art der Suppenzubereitung kommt ursprünglich aus Spanien, aber die Zutaten – Maniok, Mais und Yamswurzel – stammen wieder von den Taíno. Und natürlich hinterließ auch der Tourismus seine Spuren. So findest du heute vor allem in Santo Domingo und Punta Cana Restaurants mit französischer, chinesischer, schweizerischer oder schwäbischer Küche. Steuern enthalten? Aufgepasst: Oft werden auf die Preise auf der Speisekarte noch die 18-prozentige Umsatzsteuer und die zehnprozentige Servicesteuer aufgeschlagen!

Dominikanisches Streetfood

Für den kleinen Hunger unterwegs bieten sich neben den verbreiteten pica pollo-Schnellrestaurants mit frittierten Hähnchenstücken jede Menge mobiler Stände am Straßenrand an. Da kannst du frische Ananas-, Mangooder Papayastücke kaufen, frischen Kokosnusssaft trinken oder Frittiertes aus riesigen Kesseln probieren, z. B. ausgelassene Schweineschwarten (chicharrones) oder die ursprünglich spanischen, stark gewürzten Schweinswürstchen morcillas und longanizas. Statt Pommes brutzeln die auch sonst überall als Beilage beliebten tostones im Fett, flach geklopfte Kochbananenscheiben. Vorsicht: Getränke und Speisen, die nicht mit agua sana (sauberem Wasser) gewaschen oder zubereitet wurden, z. B. Salate, Obst, verdünnte Fruchtsäfte oder Eiswürfel, können Magen- Darm-Erkrankungen hervorrufen.

Hochprozentiges

Unter den Getränken typisch dominikanisch ist mamajuana. Die notwendigen Flaschen mit trockenen Wurzelund Rindenstückchen bekommst du auf Souvenirmärkten. Zweimal muss die Flasche mit Gin gefüllt werden und je eine Woche ziehen (Gin jedes Mal abgießen); in der dritten Woche müssen die mit Gin gesättigten Stückchen in der Flasche dann noch zu zwei Vierteln mit Rum, einem Viertel mit Honig und einem mit Rotwein gebadet werden. Erst dann ist das Wundertonikum (hilft gegen alles ...) fertig. In Gläser abfüllen und genießen! Auch piña colada solltest du einmal probieren: Der Ananas-Kokos-Cocktail mit Rum wird überall angeboten, oft hübsch serviert in einer Kokosnuss.

Trinkgeld

Die 18-prozentige Mehrwertsteuer (IVA) und die zehnprozentige Servicesteuer (servicio) sind auf den Rechnungen bereits enthalten. Ein Trinkgeld wird in der Dominikanischen Republik üblicherweise nur von Kofferträgern (3 Dollar) und Zimmermädchen (mindestens 10 Dollar pro Woche) erwartet.

Einkaufen und Shoppen

Suchst du lustige kleine Mitbringsel oder Wertvolleres? Hohe Qualität findest du in Spezialgeschäften und auch schon mal in den Läden der Resorts, den Shoppingmalls und in Galerien. Für Schnitzereien, Puppen und Schablonenbilder aus Haiti steuerst du besser einen der einschlägigen Souvenirmärkte an.

Für Tabakfreaks

Wenn dich gute Zigarren anmachen oder du sie jemand mitbringen willst: Die Dominikanische Republik gehört zu den besten Zigarrenproduzenten der Welt. Abgesehen von der dominikanischen Puro von Davidoff sind die meisten dominikanischen Zigarren allerdings von einem ausländischen Deckblatt umgeben.

Klarer Genuss

Durch die einheimischen Rumsorten probierst du dich am besten während der Besichtigung einer Rumfabrik, z.B. von Brugal in Puerto Plata. Größten Genuss verspricht ein zwölf oder mehr Jahre in Holzfässern gereifter Rum, ob von Brugal, Barceló oder Bermúdez. Rum kaufst du besonders preiswert im colmado, dem dominikanischen Tante-Emma- Laden, den es an fast jeder Ecke gibt.

Blau wie das Meer

Der Larimarstein kommt ausschließlich in der Dominikanischen Republik vor, und zwar in der Sierra de Baoruco. Aus Liebe zu seiner Tochter Lari und weil der Stein so schön hellblau wie das Meer (spanisch mar) ist, taufte ein Minenbesitzer den ursprünglich Travelina genannten Schmuckstein in Larimar um. Esoteriker, die ihm eine entkrampfende und kreativitätsfördernde Wirkung zuschreiben, nennen ihn Atlantisstein. Die Fachleute wiederum bezeichnen ihn als blauen Pektolith.

Schwimmender Stein

Kostbar ist ámbar, der dominikanische Bernstein, besonders dann, wenn er Einschlüsse besitzt – und das ist bei ihm keine Seltenheit. Leider werden auch Imitate angeboten; ein Echtheitstest schützt: Echter Bernstein lädt sich statisch auf, wenn du ihn polierst; außerdem schwimmt er in Wasser, während Plastik wie ein Stein versinkt.

Götter für zu Hause

Typisch dominikanische Mitbringsel sind Tonfiguren von Taíno-Gottheiten, wie sie die Ureinwohner als Glücksbringer trugen oder als magische Fetische für ihre Zeremonien nutzten. Nach historischen Vorbildern formen sie die Hermanos Guillen. Du findest ihre Werke in guten Souvenirläden. Sie verzaubern das Heim später mit einem Hauch indianischer Magie.

Dekoratives aus Holz

Mit großem Geschick zaubern dominikanische und haitianische Künstler aus heimischen Holzarten dekorative Schnitzereien. Suchst du etwas besonders Authentisches, dann frag mal nach alten Voodoofiguren – aber auch nach ihrer Bedeutung, damit du dir keinen bösen Geist einhandelst!

Fit für den Catwalk

Mehrere Modemacher eifern ihrem Landsmann Oscar de la Renta nach. Verkauft werden ihre Kollektionen in den Shoppingcentern der All-inclusive-Resorts oder in eigenen Geschäften. Als Gold- und Silberschmiede hat sich die Firma Harrison’s (harrisons.com) einen Namen gemacht. Für ihre kostbaren Kreationen verwendet sie oft einheimisches Edelmetall.

Öffnungszeiten

Sonntags haben die meisten Geschäfte zu, ausgenommen die großen Shoppingmalls und die kleinen Tante-Emma-Läden. Manche schließen schon am Samstagnachmittag. Sonst sind alle Geschäfte von etwa 9 Uhr morgens bis abends um 19 Uhr geöffnet.

Strände

Mit Rettungsschwimmern bewachte Strände gibt es gar nicht, da an den meisten Stränden gefahrlos gebadet werden kann. Gefährliche Unterströmungen drohen allerdings an den Stränden der Costa Sur im Südwesten. Abgelegene, einsame Strände solltest du immer nur in Gesellschaft besuchen.

Fotografieren

Das Fotografieren von Militär und militärischen Anlagen ist verboten. Ansonsten sind die Dominikaner nicht kamerascheu, wenn man vorher um Erlaubnis fragt.

VorspeisenHauptgerichteDessertsGetränke

Cazuela de Mariscos Dicke Suppe von Meeresfrüchten
Calamares Frescos Empanizados   Frische, in Teig frittierte Tintenfische
Gambas a la Plancha Riesengarnelen vom Grill
Ceviche  Rohe, mit Zitrone marinierte Meeresfrüchte
Ensalada César Clásica Klassischer Caesar’s Salad
Filete de Dirado en Salsa Chinola Doradenfilet in Passionsfruchtsauce
Parrillada de Prescado Fisch-Grillplatte
Locrio  Reis mit Gemüse und Huhn
Pollo con Arroz y Frijoles Huhn mit Reis und schwarzen Bohnen
Parrillada de Carne  Fleisch-Grillplatte
Chivo Guisado Geschmorte Ziege
Chacá Süßspeise aus Kokosnuss, Mais, Milch, Zucker und Zimt
Catibías  Pasteten aus Yuccamehl
Habichuelas con Dulce Aus Bohnen zubereitete Süßspeise
Pasteles de Hoja In Kochbananenblätter gewickelte Pasteten
China Frisch gepresster Orangensaft
Chinola Maracujasaft
Lechosa Papayasaft
Guineo Bananensaft
Morir Soñando Orangensaft mit Milch
Stichworte

Hüttenzauber

Gibt es Schöneres als eine pastellfarbene Hütte unter Palmen, vielleicht noch auf weißem Korallensand? Auf dem Land sieht man sie noch oft in den schönsten karibischen Farben: rosa, lila, türkis oder sonnengelb. Manchmal ist das Holzhaus auch noch garniert mit fein ausgesägter Bordüre am Dachfirst und fast immer umgibt es ein blühender Garten mit Bougainvillea- oder Hibiskusbüschen, mit Bananenstauden. Die Bauweise ist seit der Zeit der Ureinwohner unverändert: rechteckig und mit Vordach auf schlanken Säulen. So sah zur Zeit der Taíno das caney aus, das Haus des Häuptlings. Seine Untertanen wohnten in runden Hütten mit kegelförmigem Dach. Klar, dass sich später das Häuptlingshaus als Landhaus durchsetzte.

Jurassic Harz

Kleine Ursache, große Wirkung: Als Michael Crichton im Bernsteinmuseum von Puerto Plata die vielen Einschlüsse von Insekten, Blättern und sogar kleinen Wirbeltieren in den Jahrmillionen alten und ungewöhnlich klaren dominikanischen Bernsteinen sah, soll ihm die zündende Idee zu seinem Bestseller Jurassic Park gekommen sein: Urzeittiere mittels DNA-Analyse wieder auferstehen zu lassen. Eines allerdings war von vornherein klar: Mit Fliegengewichten wollte er sich für seinen Thriller nicht abgeben. Sonst hätte sich Steven Spielberg wohl auch kaum für die Verfilmung des Bestsellers interessiert. Bevor er zur Tat schritt, besuchten beide noch einmal zusammen das Museum, so erzählt man dort gerne. Der dominikanische Bernstein ist besonders klar und außergewöhnlich reich an Einschlüssen. Er entstand vor ca. 50 Mio. Jahren und ist nichts anderes als ein fossiler Harztropfen von den Laubbäumen der Nordkordillere, der hier und da eine geheimnisvolle Welt urzeitlicher Insekten und Libellen, sogar Frösche und Geckos konservierte.

Ein multiethnisches Land

Aus welchem Holz ist eigentlich so ein waschechter Dominikaner geschnitzt? Wissenschaftler wollten es ganz genau wissen und baten zahlreiche Dominikaner aus allen Teilen des Landes zur DNA-Probe. Das überraschende Ergebnis: Danach sollen 15 Prozent der heutigen Bevölkerung noch direkt von den Taíno abstammen – ebenso viele wie von europäischen Einwanderern, also Spaniern, Franzosen, Italienern und sogar Deutschen. Sie kamen als Siedler von den Kanarischen Inseln ins Land. Unter Präsident Trujillo wanderten Mitte des 20. Jhs. deutsche Juden vor allem nach Sosúa ein, außerdem auch eine nennenswerte Zahl Japaner. Zum total globalen dominikanischen Bevölkerungscocktail gehört schließlich ein gehöriger Schuss Afrikanisch. Aus religiösen Gründen wollen die überwiegend katholischen Dominikaner das aber nicht so gern wahrhaben. Denn das afrikanische Erbe mitsamt dem Voodoo, den die Gastarbeiter aus Haiti bis heute praktizieren, ist ihnen alles andere als geheuer.

Domino, Hahnenkampf & Co.

Du kannst sie überall beobachten, auf Plätzen, vor Hauseingängen oder unter schattigen Bäumen: Dominospieler. Das Spiel mit den 28, 36, 45 oder 55 gepunkteten Steinen ist so beliebt, dass Spaßvögel das Land schon in „Dominokanische“ Republik umtauften. Genauso wie der Hahnenkampf, bei dem schon so mancher Haus und Hof verwettete, ist es eine vorwiegend von Männern betriebene Freizeitbeschäftigung. Hahnenkampfarenen gibt es noch reichlich, aber nur abseits der Touristenpfade. Überall kannst du auch kleine und große Jungs Baseball trainieren sehen, oft mit ganz primitiven Mitteln. Ein bisschen spielt da immer die Hoffnung mit, von einem Talentscout entdeckt zu werden.

Ein Mann auf dem Gipfel

Uff, da hast du endlich die letzten Meter auf den höchsten Gipfel der Karibik geschafft – und wer wartet da schon? Ein in Stein gemeißelter Herr namens Juan Pablo Duarte. Der Herrscher der Karibik? Der erste Besteiger dieses imposanten Bergs? Mitnichten. Der gute Mann thront hier, weil ihn die Dominikaner als Vater der Republik verehren. Als junger Rechtsanwalt wetterte Duarte (1813–1876) gegen die haitianischen Besatzer und fand schnell den Beifall mächtiger Männer. Mit Ramón Mella und Francisco de Rosario Sánchez gründete er den Geheimbund „La Trinitaria“, zu dem später noch Pedro Santana dazustieß. Ziel: die Unabhängigkeit von Haiti. Aber kaum hatten sie die Haitianer tatsächlich in den Inselwesten zurückgedrängt, putschte sich Santana an die Macht. Duarte musste aus dem Exil beobachten, wie Santana aus Angst vor einer Rückkehr der Haitianer den Schutz der Kolonialmacht Spanien suchte und auch erhielt. Vom Exil aus zettelte Duarte nun den Krieg zur Wiederherstellung (restauración) der Republik an. Aber wieder war es ihm nach dem Sieg der Rebellen nicht vergönnt, die Früchte seiner Anstrengungen auszukosten: Er starb im Exil in Venezuela. Schnee von gestern? Freu dich trotzdem über den guten Mann da oben: Schließlich beweist ein Selfie mit ihm, dass du wirklich auf dem Dach der Karibik warst!

Bachata & Merengue

Jamaika hat seinen Reggae, Trinidad seinen Calypso und die Dominikanische Republik den Merengue – wie nicht zu überhören ist, wo immer Menschen und Radios in der Nähe sind. Die Unesco erklärte ihn zum immateriellen Kulturerbe. Merengue ist ein heiterer, mitunter polkaähnlicher Zweivierteltakt. Ende des 19. Jhs. war Merengue noch ein Tanz der dominikanischen Oberschicht. Heute tanzt ihn alle Welt, nicht zuletzt dank der international erfolgreichen dominikanischen Gruppe 4:40 (cuatro cuarenta). Sie verhalf auch der mittlerweile populäreren Bachata zum Erfolg. Bekannte Interpreten dieser meist von Liebesleid klagenden Musikrichtung im Viervierteltakt sind u. a. Frank Reyes und Luis Vargas.

Hassliebe Haiti

Ihr „Anderssein“ wurde und wird den haitianischen Gastarbeitern in der Dominikanischen Republik immer wieder zum Verhängnis. Denn sie sprechen französisch (oder spanisch mit französischem Akzent), sind so dunkelhäutig, als kämen sie direkt aus Afrika, und glauben meistens noch wie ihre Vorfahren an Voodoo-Götter. Diktator Trujillo hasste sie und ließ einst Tausende von ihnen ermorden. Leider machen noch immer Ewiggestrige und alte dominikanische Gesetze den vor allem als Zuckerrohrschneider und Straßenbauarbeiter in der Dominikanischen Republik so willkommenen Haitianern das Leben schwer. Alle Hoffnungen auf bessere Beziehungen ruhen auf den Präsidenten beider Länder.

Kolumbus und die Taíno

Unermüdlich reckt er seinen Arm weit von sich, klar, ist ja auch aus Bronze wie die ganze Kolumbus-Statue in Santo Domingos Parque Colón. Aber warum hat der Künstler den guten Mann so sehnsüchtig nach Norden zeigend dargestellt? Des Rätsels Lösung: An der Nordküste erlitt Kolumbus Schiffbruch und entschied daraufhin zu bleiben. Im Norden erbaute er auch seine Stadt La Isabela. Santo Domingo hingegen gründete sein Nachfolger Nicolás de Ovando. Und weil dieser ein gnadenloser Verfolger der Taíno war, reckt sich die Taíno-Fürstin Anacaona zu Füßen der Statue auch Hilfe suchend zu Kolumbus empor. Vergeblich: Denn während Kolumbus am spanischen Hof seinen eigenwilligen Führungsstil erklären musste, löste sein Nachfolger das „Taíno-Problem“, indem er die komplette Taíno-Elite auslöschte.

Das Geschäft mit dem Sex

Trotz zahlreicher Razzien auf Straßen und in einschlägigen Clubs ist es bisher nicht gelungen, das Geschäft mit dem Sex in der Dominikanischen Republik einzudämmen. Neben Brasilien und Kolumbien gehört sie zu den Ländern mit der höchsten Prostitutionsrate. Taxifahrer, Hoteliers und korrupte Polizisten verdienen an der Prostitution oft kräftig mit. Hochburgen sind Boca Chica und Sosúa. Immerhin: Sexualstraftäter können sich heute nicht mehr in der Dominikanischen Republik verstecken, sondern werden weltweit strafrechtlich verfolgt.

Goldgruben

Wie konnten Kolumbus & Co. die Goldmine in Pueblo Viejo nur so einfach hinter sich lassen? Sie ist immerhin die zweitgrößte der Welt. Lange Zeit verdiente an ihr allerdings nur das kanadische Bergbauunternehmen Barrick an ihr. Erst seit Präsident Danilo Sánchez neue Verträge aushandelte, kassiert auch das Land kräftig mit, außerdem gehen fünf Prozent der staatlichen Gewinne an die Gemeinde – als Entschädigung für Umweltschäden und für den Bau von Straßen, Parks und Sportflächen. Die größten Goldgruben des dominikanischen Staatshaushalts aber bleiben der Tourismus und die zonas francas (Zollfreizonen). Krisensicher scheint auch der Export von Bioprodukten, vor allem von Bananen und Kakao. Neuerdings setzt der Staat auch auf alternative Energien mit Windparks in Pedernales und einer Solaranlage in Monte Plata.

Naturschauspiele

Affen in der Dominikanischen Republik? Nein, die Totenkopfäffchen in den Monkey Jungles wurden extra für die Parks eingeführt. Aber auch ohne sie steht die Dominikanische Republik gut da: 128 Schutzgebiete, darunter 29 Nationalparks, mit den unterschedlichsten Landschaften warten darauf, entdeckt zu werden: schwüle tropische Regenwälder, zerklüftete Karstgebirge voller Höhlen, Mangrovensümpfe, Wüsten mit Kakteen, Salzseen und kühle Kiefernwälder im Hochgebirge. Welten, in denen du Flamingos und Kolibris beobachten kannst, Leguane und sogar Krokodile. Das großartigste Naturschauspiel aber spielt sich von Ende Januar bis Anfang März in der Samanábucht ab: der Besuch der Buckelwale! Die 30–40 t schweren Meeressäuger kommen in den Frühjahrsmonaten aus den nordatlantischen Gewässern um Neufundland, Grönland oder Island in die warme Karibik, um sich zu paaren oder ihre Jungen zu gebären und zu säugen, bis sie stark genug für die Rückwanderung zu den Futtergründen im Norden sind.

Trommeln, Tröten, Trance

Einpeitschende Trommelrhythmen und spitze Trötentöne erfüllen die Luft, wenn die haitianischen Zuckerrohrarbeiter in ihren Siedlungen, den bateys, ihre Gagá-Feste zelebrieren. Die Prozessionen sind eine Mischung aus Voodoo und katholischem Glauben, werden von Bruderschaften organisiert und einer mambo (weiblich) oder einem hougan (männlich) angeführt. Achte mal auf die schwankenden, in Trance gefallenen Gestalten – sie tanzen mit ihren Göttern!

Magische Zeichen

Indiana Jones hätte seine helle Freude an dieser Fülle alter magischer Zeichen, den Gesichtchen, Strichmännchen, symbolisierten Schlangen, Ei- dechsen und sogar Walen, die in der Dominikanischen Republik an die versunkene Welt der Taíno erinnern. Gemalt wurden sie auf die Wände unzähliger Höhlen (z. B. im Nationalpark Los Haïtises) oder eingeritzt in die Steine einst heiliger Wasserläufe wie des Río Chacuey. So richtig versunken ist die Welt der Taíno übrigens gar nicht: Vor allem im Westen des Landes bewahrten die Menschen die alten indianischen Kulte noch in ihren Herzen; davon zeugen u. a. die immer wieder frisch aufgestellten Kerzen am Kultstein auf dem Corral de los Indios vor den Toren von San Juan de la Maguana.

Bloss nicht!

Artenschutz missachten

Das mangelhaft ausgeprägte Umweltbewusstsein in Ländern der Dritten Welt solltest du nicht durch den Kauf von Schmuck- und Dekostu"cken aus schwarzer Koralle, Schildkrötenpanzer oder Krokodilleder unterstu"tzen – außerdem ist ihre Einfuhr in Europa verboten!

Schwarz Geld tauschen

Sei vorsichtig bei Angeboten auf der Straße, Geld zu tauschen – hier kannst du leicht u"bers Ohr gehauen werden, indem man dir unter gültigen jede Menge ungu"ltige Scheine andreht (der Betrügertrick heißt paquete chileno).

Im Stundenhotel landen

Stundenhotels fu"r heimliche Schäferstu"ndchen rahmen in Lateinamerika fast jeden Ort. Sie tragen Namen wie Paraíso oder Perlas del Amor. Wenn du also mit dem Auto unterwegs bist und ein Hotel suchst, solltest du dich nicht von der Leuchtreklame dieser Etablissements täuschen lassen. Du kannst dort zwar u"bernachten, aber zur Ruhe kommst du nicht.

Sich Drogen unterjubeln lassen

Jeglicher Besitz von Drogen inklusive Cannabis wird streng bestraft. Wenn der Verdacht auf Handel besteht – und wie das Gegenteil beweisen? –, erhöht sich die Strafe auf bis zu 20 Jahre Haft! Entlassung auf Kaution wird nicht gewährt. Auch die Botschaften sind da machtlos.

Erschrecken, wenn es hupt

Das könnte gefährlich werden, denn Schreckreaktionen sind ein unkalkulierbares Risiko auf den dicht von Autos und Mopeds befahrenen Straßen. Wenn jemand hinter dir hupt, will er dich darauf aufmerksam machen, dass er zum Überholen ansetzt. Es ist also eher eine Vorsichtsmaßnahme als Ausdruck von Aggressivität.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Die Dominikanische Republik gehört weltweit zu den Ländern mit der höchsten Quote an Verkehrstoten. Die Gefahr, im Straßenverkehr zu Schaden zu kommen, ist die größte Gefahr für ausländische Reisende. Die Gefahr durch Fußgänger oder Tiere auf der Straße und durch Autos oder Motorräder, die ohne Licht und möglicherweise in Gegenrichtung fahren, sowie durch schwer erkennbare Straßenschäden auf nicht oder schlecht beleuchteten Landstraßen zu Schaden zu kommen, ist bei Dunkelheit sehr viel höher als tagsüber.

Das Straßennetz in der Dominikanischen Republik - auch zwischen den verschiedenen Touristenzentren - ist gut ausgebaut. Straßenschäden sind aber an vielen Orten häufig.

Von Santo Domingo aus sind andere Regionen gut mit Fernbussen erreichbar. Züge für den Personenverkehr gibt es nicht.

Oft haben Autofahrer keinen Versicherungsschutz, manchmal auch keine Fahrerlaubnis. Deshalb ist die Gefahr von Fahrerflucht hoch. Bei einem Unfall mit Personenschaden kann es zur vorläufigen Festnahme des Unfallverursachers kommen.

Es kommt immer wieder vor, dass dominikanische Polizisten Touristen in Mietwagen wegen angeblicher Verkehrsdelikte anhalten und zur Zahlung von "Bußgeldern" auffordern.

  • Fahren Sie möglichst nie bei Dunkelheit.
  • Rechnen Sie stets mit einer aggressiven Fahrweise und der Nichtbeachtung von Verkehrsregeln durch andere.
  • Achten Sie bei Anmietung eines Kraftfahrzeuges auf ausreichenden Versicherungsschutz, da der Mieter verpflichtet ist, bei Diebstahl des Fahrzeugs dessen Wert zu ersetzen.
  • Rufen Sie bei einem Unfall die Polizei und lassen Sie die für die Schadensregulierung erforderlichen Daten - auch Namen von Zeugen - aufnehmen.
  • Sollten Sie von der Polizei angehalten werden, dann behalten Sie Ruhe. Zeigen Sie Ihre Ausweispapiere ohne Diskussion vor.
  • Verweigern Sie die Zahlung eines Bußgeldes nicht grundsätzlich, jedoch bestehen Sie auf die Aufnahme der Personen- und Fahrzeugdaten sowie einen Strafzettel, der dann bei einer Bank beglichen werden kann.
  • Verlangen Sie Namen und Dienstgrad des Polizisten und seiner Dienststelle oder bitten Sie um die Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit der deutschen Botschaft in Santo Domingo, der Reiseleitung oder der Mietwagenfirma.
  • Wenn Polizisten auf Bezahlung vor Ort bestehen, dann zahlen Sie keinesfalls mehr als nur einen geringen Geldbetrag (ca. 200 Pesos). Hierzu kann nützlich sein, kleine Geldbeträge (100 bzw. 200-Peso-Scheine) griffbereit zu haben.

Der deutsche Führerschein wird für einen touristischen Aufenthalt anerkannt. Die Mitnahme des Internationalen Führerscheins ist dennoch empfehlenswert.

Homosexualität ist nicht strafbar. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist aber insbesondere in ländlichen Gegenden nicht sehr ausgeprägt.

  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.

Drogenkonsum und Drogenhandel sind strafbar, auch bei geringen Mengen. Bei Verstößen gegen die Drogengesetzgebung werden in der Regel mehrjährige Freiheitsstrafen verhängt, eine Freilassung gegen Kaution ist ausgeschlossen. Haftstrafen müssen in der Regel unter schwierigsten Bedingungen vor Ort verbüßt werden.

Beim Erwerb von Immobilien kann es vorkommen, dass der Verkäufer tatsächlich nicht als Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist. Fälle von Betrug im Umfeld von Immobiliengeschäften kommen immer wieder vor.

  • Seien Sie misstrauisch, insbesondere dann, wenn Ihnen die Reise finanziert werden soll.
  • Lassen Sie Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt und befördern Sie keine Pakete für Fremde.
  • Lassen Sie sich beim Immobilienerwerb unbedingt durch seriöse Rechtsanwälte vor Ort beraten und während des Erwerbsprozesses begleiten.
  • Handeln Sie beim Immobilienerwerb niemals übereilt.
  • Überweisen Sie kein Geld an Personen bzw. Firmen, deren Identität oder Seriosität nicht geklärt ist.

Landeswährung ist der Dominikanische Peso (DOP). In fast allen Hotels, Geschäften und Restaurants werden alle gängigen Kreditkarten akzeptiert. Der Umtausch von Euro ist in Banken und Wechselstuben vor Ort möglich. Dabei kommt es vor, dass der Umtausch von 200,- oder 500,- Euro-Scheinen ablehnt wird. Es gibt zahlreiche Geldautomaten, an denen mit Kredit- und bestimmten Bankkarten - aber in der Regeln nicht mit EC-Karten - Bargeld abgehoben werden kann.

  • Tauschen Sie Devisen nur bei autorisierten Stellen (Banken, Hotels, Wechselstuben) in Landeswährung um.
  • Nehmen Sie für den Umtausch in die Landeswährung keine Banknoten mit sehr hohem Wert mit. Gut geeignet sind Fünfzig-Euro-Scheine.
  • Tauschen Sie Devisen nicht auf der Straße, da bei einem solchen Tausch die Gefahr des Betrugs, des Herausgebens von Falschgeld oder Währungen anderer Länger mit geringem Wert gegeben ist.

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Erkrankung, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

Die hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ergänzen.

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Cholera (s.u.) empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die .

In Zusammenhang mit rückläufigen Impfungen gegen Diphtherie sind bis zum 18. April 2021 12 Fälle von Diphtherie mit 9 Todesfällen in der Dominikanischen Republik aufgetreten. Betroffen sind Kinder im gesamten Land.

Diphtherie ist eine bakterielle Erkrankung, die durch Tröpfchen übertragen wird, und über ein Toxin zu schweren Atemwegsbeschwerden, Herz-, Nieren- und Nervenerkrankungen führen kann. Unbehandelt verläuft die Hälfte der Fälle tödlich.

  • Überprüfen Sie vor einer Reise in die Dominikanische Republik Ihren Impfstatus und lassen Sie eine Auffrischimpfung durchführen.

Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.

  • Beachten Sie für Ihre Reise die Empfehlungen im Merkblatt Zika-Virus-Infektion.

Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe auch Merkblatt Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie, siehe auch Merkblatt Chikungunya-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe auch Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Die Malariafälle haben sich 2020 mehr als verdoppelt: von etwas mehr als 300 (2019) auf 657 (2020). Fast 50% der Fälle wurden in Los Tres Brazos, Santo Domingo West, gemeldet. Weitere Inzidenzgebiete sind La Ciénaga, die Gegend um Hato Nuevo, Nigua und La Guáyiga. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um die potentiell gefährliche Malaria tropica durch Plasmodium falciparum.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie unter einem imprägnierten Moskitonetz.

    Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.

  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Insbesondere von April bis September besteht die Gefahr, dass Fische giftige Algen aufgenommen haben, die auch beim Menschen zu schweren Vergiftungen führen können (Ciguatera). Den Fischen selbst sind keinerlei Veränderungen anzumerken, siehe auch Merkblatt Ciguatera.

  • Beachten Sie lokale Warnungen.

In der Dominikanischen Republik treten immer wieder einzelne Fälle von Tollwut auf, die zumeist von Hunden, Katzen oder Fledermäusen übertragen werden.

Das medizinische Versorgungsangebot ist zumindest in Santo Domingo im privaten Sektor z.T. auf europäischem Niveau. Der öffentliche Sektor ist hinsichtlich personeller, apparativer, logistischer und z. T. hygienischer Ressourcen insbesondere in ländlichen Regionen überwiegend defizitär strukturiert.

Planbare Eingriffe sollten grundsätzlich in Deutschland erfolgen, da auch im privaten Sektor nicht immer Diagnostik- bzw. Behandlungsstandards entsprechend westeuropäischer medizinischer Leitlinien gewährleistet werden können.

Es existiert in der Dominikanischen Republik kein Sozialversicherungsabkommen. Deutsche Krankenkassen kommen für ambulante und stationäre Behandlungen in der Dominikanischen Republik oder gar für einen notwendigen Rücktransport nicht auf. Die Behandlungskosten in Arztpraxen und privaten Krankenhäusern sind deutlich höher als in Deutschland und grundsätzlich vor der Behandlung zu bezahlen. Personen, die ihre Rechnungen nicht begleichen können, werden regelmäßig in der Klinik festgehalten und erst nach Erteilung einer Kostenübernahmeerklärung durch die Krankenversicherung oder Zahlung der entstandenen Behandlungskosten entlassen. Eine einfache Bestätigung der Versicherung über das Bestehen von Auslandskrankenversicherungsschutz oder eine vorläufige Kostenübernahmeerklärung der Versicherung reichen vielen Arztpraxen und privaten Krankenhäusern nicht aus.

Im Erkrankungsfall finden Sie auf der Webseite der deutschen Botschaft in Santo Domingo Ärzte und Krankenhäuser in der Dominkanischen Republik.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Klären Sie bereits bei Aufnahme in ein privates Krankenhaus, zumindest aber frühzeitig vor der Entlassung, mit dem Krankenhaus die Zahlungsmodalitäten.
  • Lassen Sie sich von der Klinik verbindlich bestätigen, dass bei Beendigung der Behandlung keine offenen Rechnungen mehr bestehen.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die .

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss:

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Reisewarnung

Überblick

Stand - Wed, 25 Aug 2021 16:15:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Wed, 25 Aug 2021 16:54:46 +0200)

Letzte Änderungen: Gesundheit (Diphtherie)

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz
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Aktuelles

Die Ausbreitung von COVID-19 kann weiterhin zu Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens führen. Weiterhin gilt besondere Vorsicht bei allen Reisen und die Kenntnisnahme der fortlaufend aktualisierten Infobox zu COVID-19/Coronavirus. Wichtig ist bei Einreise nach Deutschland die Beachtung der geltenden Corona-Einreiseverordnung. Benötigt wird der Nachweis über eine vollständige Impfung oder die Genesung oder einen aktuellen negativen COVID-19-Test.

Epidemiologische Lage

Die Dominikanische Republik ist von COVID-19 weiterhin betroffen.
Aktuelle und detaillierte Zahlen bieten das nationale Gesundheitsministerium und die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Einreise

Die Einreise aus Deutschland ist grundsätzlich möglich. Alle Reisenden müssen zu Ein- und Ausreisezwecken ein einheitliches elektronisches Formular ("E-Ticket") ausfüllen. Ergänzende Hinweise erteilt die dominikanische Migrationsbehörde.

Bei Einreise aus folgenden Ländern müssen Personen über fünf Jahre einen negativen PCR-Test vorlegen, der bei Ankunft nicht älter als 72 Stunden sein darf, oder einen Impfausweis, aus dem hervorgeht, dass die letzte zum Erwerb vollständigen Schutzes erforderliche Impfung mindestens drei Wochen zurückliegt: Australien, Brasilien, Indien, Indonesien, Irak, Iran, Irland, Kongo (Demokratische Republik), Kuwait, Monaco, Schweden, Senegal, Spanien, St. Vincent und die Grenadinen, Südafrika, Syrien, Thailand und Tunesien. Das gilt auch bei Einreise über Drittländer und im Fall von Aufenthalten in den genannten Ländern in den letzten 14 Tagen.

Für die Einreise aus den übrigen Ländern gilt, dass an den Flughäfen stichprobenartige Gesundheitskontrollen durchgeführt werden. Reisende sind verpflichtet, an diesem Verfahren mitzuwirken sofern sie keinen negativen PCR-Test oder Impfausweis vorlegen können (zu den gleichen Bedingungen wie oben beschrieben). Bei Verdacht auf eine COVID-19-Infektion müssen die Betreffenden ihre Kontaktdaten hinterlassen und sich in Quarantäne begeben. Das Gesundheitsministerium hat zu diesem Zweck Isolierstationen eingerichtet.

Reiseverbindungen

Der kommerzielle Flugverkehr in die Dominikanische Republik ist möglich, jedoch ist die Zahl ankommender Flüge reduziert. Auch die Einreise per Schiff ist möglich. Reisen im Land selbst, z.B. per Bus oder Auto, sind (unter Beachtung der Sperrstunde) möglich.

Beschränkungen im Land

Der Ausnahmezustand wurde bis auf weiteres verlängert. Es gilt landesweit eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 23 Uhr und 5 Uhr. An allen Tagen wird eine Kulanzfrist von zwei zusätzlichen Stunden gewährt (bis 1 Uhr), die ausschließlich für den Heimweg genutzt werden darf. Ausgenommen von der nächtlichen Ausgangssperre sind die Provinzen La Altagracia (mit den Touristenzentren Punta Cana und Bávaro) und Distrito Nacional (Kernstadt Santo Domingo. Verkauf und Konsum von alkoholischen Getränken ist jedoch auch in diesen Provinzen zwischen Mitternacht und 5 Uhr untersagt. Hotels, Gaststätten und Bars sind landesweit geöffnet, unterliegen besonderen Abstands- und Hygieneregeln und dürfen nur eine bestimmte Anzahl an Gästen aufnehmen.

Hygieneregeln

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowie Abstandswahrung in der Öffentlichkeit sind Pflicht. Beim Betreten öffentlicher Orte werden Temperaturmessungen durchgeführt.

Empfehlungen

  • Achten Sie auf die Einhaltung der AHA-Vorschriften und befolgen Sie zusätzlich die Hinweise lokaler Behörden. Bei Verstößen gegen die Hygienevorschriften können hohe Geldstrafen verhängt werden.
  • Informieren Sie sich über detaillierte Maßnahmen und ergänzende Informationen der dominikanischen Regierung.
  • Beachten Sie die Neuregelungen zur Ein-bzw. Ausreise seit dem 1. Januar 2021 ausschließlich per E-Ticket.
  • Folgen Sie stets den Anweisungen lokaler Behörden auch im Hinblick auf Hygienemaßnahmen.
  • Bei COVID-19-Symptomen oder Kontakt mit Infizierten kontaktieren Sie die COVID-19-Hotline der dominikanischen Regierung unter der Rufnummer: *462 (spanischsprachig).
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien über die geltenden Regelungen zur Ausgangssperre und halten Sie sich an diese Bestimmungen.

Sicherheit

Terrorismus

Innenpolitische Lage

Es kann vereinzelt zu Protesten und Demonstrationen kommen, bei denen gewaltsame Auseinandersetzungen nicht ausgeschlossen werden können. Touristengegenden waren bisher nicht betroffen.

  • Informieren Sie sich ggf. über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate und die Gefahr, Opfer eines Raubüberfalls oder eines anderen Gewaltverbrechens zu werden, sind hoch. Sowohl in Santo Domingo als auch in den Touristengebieten nimmt die Zahl bewaffneter Überfälle in letzter Zeit spürbar zu. Diese gehen häufig von Tätern auf Motorrädern aus und richten sich auch gegen ausländische Touristen und im Land lebende Europäer. Auch deutsche Touristen und Residenten im Land sind zuletzt gehäuft Opfer solcher Überfälle geworden. Auch Autofahrer können Opfer von Überfällen werden, wenn sie z. B. im Stau oder vor einer roten Ampel stehen. Besonders häufig sind Täter an Mobiltelefonen, Handtaschen und Schmuck interessiert. Die Täter sind in aller Regel mit Messern oder Schusswaffen bewaffnet und schrecken vor Gewaltanwendung nicht zurück.

Auf Straftaten im Umfeld der Prostitution – zum Beispiel Diebstähle – wird besonders hingewiesen.

Reisende werden gegen ihren Willen und in Unkenntnis als „Drogenschmuggler" missbraucht. Nach Drogenkurieren wird zum Beispiel an Flughäfen wie Punta Cana, Puerto Plata oder Santo Domingo gezielt gefahndet, auch unter Einsatz von Röntgengeräten und speziell abgerichteten Spürhunden. Dabei werden regelmäßig auch deutsche Drogenkuriere bei der Ausreise von den Behörden entdeckt und festgenommen. Sie werden zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

  • Vermeiden Sie das Telefonieren in der Öffentlichkeit.
  • Verzichten Sie auf das Tragen von Schmuck und Handtaschen  in der Öffentlichkeit.
  • Achten Sie in größeren Menschenansammlungen, etwa auf Märkten, Busbahnhöfen oder in Tanzlokalen auf Geldbörsen und Wertsachen.
  • Nehmen Sie Geld nur im erforderlichen Umfang mit und tragen Sie Wertsachen stets verdeckt.
  • Lassen Sie Wertgegenstände, Reisepässe und große Mengen Bargeld im Hotelsafe oder an einem sicheren Ort.
  • Nehmen Sie wichtige Dokumente - besonders Ihren Reisepass - nur in Fotokopie mit.
  • Leisten Sie bei einem Überfall auf keinen Fall Widerstand und geben Sie Wertgegenstände ohne Gegenwehr heraus.
  • Führen Sie stets einen geringen Geldbetrag mit, den Sie in einem solchen Fall leicht greifbar sofort herausgeben können.
  • Betreten Sie unsichere Wohngegenden und Armenviertel nur in Begleitung Ortskundiger.
  • Seien Sie besonders vorsichtig in abgelegenen Gegenden, an einsamen Stränden und wenig belebten Straßen. Meiden Sie diese bei Dunkelheit.
  • Nehmen Sie Abhebungen von Geldautomaten in geschützten Räumen vor, etwa innerhalb eines belebten Einkaufszentrums. Lassen Sie sich beim Abheben nicht beobachten.
  • Verriegeln Sie während Autofahrten Fenster und Türen und sorgen Sie dafür, dass Wertgegenstände von außen nicht sichtbar sind. Kaufen Sie nicht bei Straßenverkäufern aus dem Auto heraus.
  • Vermeiden Sie generell aggressives Auftreten bei Meinungsverschiedenheiten.
  • Führen Sie Ausflüge nur mit ansässigen renommierten Touristikunternehmen mit Versicherungsschutz durch.
  • Nehmen Sie kein Gepäck für Fremde mit und kontrollieren den Inhalt des eigenen Gepäcks genauestens.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Es herrscht tropisches Klima. Von Mai bis November ist Hurrikan-Saison. In dieser Zeit ist mit Tropenstürmen, Starkregen und Überschwemmungen zu rechnen.

Die Dominikanische Republik befindet sich in einer seismisch aktiven Zone, so dass es zu Erdbeben kommen kann.

Reiseinfos

Infrastruktur/Verkehr

Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von COVID-19 beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Die Dominikanische Republik gehört weltweit zu den Ländern mit der höchsten Quote an Verkehrstoten. Die Gefahr, im Straßenverkehr zu Schaden zu kommen, ist die größte Gefahr für ausländische Reisende. Die Gefahr durch Fußgänger oder Tiere auf der Straße und durch Autos oder Motorräder, die ohne Licht und möglicherweise in Gegenrichtung fahren, sowie durch schwer erkennbare Straßenschäden auf nicht oder schlecht beleuchteten Landstraßen zu Schaden zu kommen, ist bei Dunkelheit sehr viel höher als tagsüber.

Das Straßennetz in der Dominikanischen Republik – auch zwischen den verschiedenen Touristenzentren - ist gut ausgebaut. Straßenschäden sind aber an vielen Orten häufig.

Von Santo Domingo aus sind andere Regionen gut mit Fernbussen erreichbar. Züge für den Personenverkehr gibt es nicht.

Oft haben Autofahrer keinen Versicherungsschutz, manchmal auch keine Fahrerlaubnis. Deshalb ist die Gefahr von Fahrerflucht hoch. Bei einem Unfall mit Personenschaden kann es zur vorläufigen Festnahme des Unfallverursachers kommen.

Es kommt immer wieder vor, dass dominikanische Polizisten Touristen in Mietwagen wegen angeblicher Verkehrsdelikte anhalten und zur Zahlung von „Bußgeldern" auffordern.

  • Fahren Sie möglichst nie bei Dunkelheit.
  • Rechnen Sie stets mit einer aggressiven Fahrweise und der Nichtbeachtung von Verkehrsregeln durch andere.
  • Achten Sie bei Anmietung eines Kraftfahrzeuges auf ausreichenden Versicherungsschutz, da der Mieter verpflichtet ist, bei Diebstahl des Fahrzeugs dessen Wert zu ersetzen.
  • Rufen Sie bei einem Unfall die Polizei und lassen Sie die für die Schadensregulierung erforderlichen Daten - auch Namen von Zeugen – aufnehmen.
  • Sollten Sie von der Polizei angehalten werden, dann behalten Sie Ruhe. Zeigen Sie Ihre Ausweispapiere ohne Diskussion vor.
  • Verweigern Sie die Zahlung eines Bußgeldes nicht grundsätzlich, jedoch bestehen Sie auf die Aufnahme der Personen- und Fahrzeugdaten sowie einen Strafzettel, der dann bei einer Bank beglichen werden kann.
  • Verlangen Sie ggf. Namen und Dienstgrad des Polizisten und seiner Dienststelle oder bitten Sie um die Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit der deutschen Botschaft in Santo Domingo, der Reiseleitung oder der Mietwagenfirma.
  • Wenn Polizisten auf Bezahlung vor Ort bestehen, dann zahlen Sie keinesfalls mehr als nur einen geringen Geldbetrag (ca. 200 Pesos). Hierzu kann nützlich sein, kleine Geldbeträge (100 bzw. 200-Peso-Scheine) griffbereit zu haben.

Führerschein

Der deutsche Führerschein wird für einen touristischen Aufenthalt anerkannt. Die Mitnahme des Internationalen Führerscheins ist dennoch empfehlenswert.

LGBTIQ

Homosexualität ist nicht strafbar. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist aber insbesondere in ländlichen Gegenden nicht sehr ausgeprägt.

Rechtliche Besonderheiten

Drogenkonsum und Drogenhandel sind strafbar, auch bei geringen Mengen. Bei Verstößen gegen die Drogengesetzgebung werden in der Regel mehrjährige Freiheitsstrafen verhängt, eine Freilassung gegen Kaution ist ausgeschlossen. Haftstrafen müssen in der Regel unter schwierigsten Bedingungen vor Ort verbüßt werden.

Beim Erwerb von Immobilien kann es vorkommen, dass der Verkäufer tatsächlich nicht als Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist. Fälle von Betrug im Umfeld von Immobiliengeschäften kommen immer wieder vor.

  • Seien Sie misstrauisch, insbesondere dann, wenn Ihnen die Reise finanziert werden soll.
  • Lassen Sie Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt und befördern Sie keine Pakete für Fremde.
  • Lassen Sie sich beim Immobilienerwerb unbedingt durch seriöse Rechtsanwälte vor Ort beraten und während des Erwerbsprozesses begleiten.
  • Handeln Sie beim Immobilienerwerb niemals übereilt.
  • Überweisen Sie kein Geld an Personen bzw. Firmen, deren Identität oder Seriosität nicht geklärt ist.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der Dominikanische Peso (DOP). In fast allen Hotels, Geschäften und Restaurants werden alle gängigen Kreditkarten akzeptiert. Der Umtausch von Euro ist in Banken und Wechselstuben vor Ort möglich. Dabei kommt es vor, dass der Umtausch von 200,- oder 500,- Euro-Scheinen ablehnt wird. Es gibt zahlreiche Geldautomaten, an denen mit Kredit- und bestimmten Bankkarten – aber in der Regeln nicht mit EC-Karten - Bargeld abgehoben werden kann.

  • Tauschen Sie Devisen nur bei autorisierten Stellen (Banken, Hotels, Wechselstuben) in Landeswährung um.
  • Nehmen Sie für den Umtausch in die Landeswährung keine Banknoten mit sehr hohem Wert mit. Gut geeignet sind Fünfzig-Euro-Scheine.
  • Tauschen Sie Devisen nicht auf der Straße, da bei einem solchen Tausch die Gefahr des Betrugs, des Herausgebens von Falschgeld oder Währungen anderer Länger mit geringem Wert gegeben ist.

Einreise und Zoll

Ein- und auch Durchreisebestimmungen können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 derzeit abweichen, siehe Aktuelles.

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja, siehe Anmerkungen
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:

Bei Einreise zu touristischen Aufenthalten müssen ausländische Reisepässe lediglich eine Mindestgültigkeit für die Dauer des Aufenthalts vorweisen. Diese Regelung ist zunächst bis Ende des Jahres 2021 befristet.

Die Praxis und die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab.

  • Bitte erkundigen Sie sich ggf. vor Reiseantritt bei Ihrer Fluggesellschaft.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die einmalige Einreise und einen Aufenthalt bis zu 30 Tagen kein Visum.
Bei einem Aufenthalt von mehr als 30 Tagen muss beim zuständigen Ausländeramt (Departamento de Extranjería, Dirección General de Migración) eine gebührenpflichtige Verlängerung beantragt werden.
Erfolgt keine Verlängerung, so ist bei der Ausreise am Flughafen ab einem Aufenthalt von mehr als 30 Tagen eine Geldbuße zu zahlen, deren Höhe von der Dauer der Überziehung des zulässigen Aufenthalts abhängt.

Längerfristiger Aufenthalt

Reisende, die beabsichtigen, ihren regelmäßigen Wohnsitz in die Dominikanische Republik zu verlegen, müssen bei der Botschaft der Dominikanischen Republik in Berlin oder einem Generalkonsulat ein Visum für einen Daueraufenthalt („Residencia") beantragen. Die Beantragung der Aufenthaltserlaubnis direkt in der Dominikanischen Republik ist ohne vorheriges auf den Aufenthaltszweck abgestimmtes Einreisevisum nicht mehr möglich.

Das Vorhandensein eines gültigen Aufenthaltstitels wird in letzter Zeit durch die dominikanischen Behörden verstärkt kontrolliert, auch bei Straßenkontrollen durch die Polizei. Wird dabei festgestellt, dass ein im Land befindlicher Ausländer keinen gültigen Aufenthaltstitel besitzt, können Strafmaßnahmen bis hin zur Inhaftierung erfolgen.

Nach Angaben der dominikanischen Migrationsbehörde kann der illegale Aufenthalt im Land zu einer Wiedereinreisesperre führen.

Minderjährige

Minderjährige, die permanent in der Dominikanischen Republik leben oder die (auch) die dominikanische Staatsangehörigkeit besitzen und nicht mit beiden Elternteilen reisen, benötigen zur Ausreise eine notarielle, von der Procuraduría General de la República Dominicana beglaubigte Genehmigung des nicht mitreisenden Elternteils.

Um Probleme bei der Wiederausreise zu vermeiden, sollten in einem solchen Fall allein reisende Minderjährige oder Minderjährige, die nur von einem der sorgeberechtigten Elternteile begleitet werden, die Genehmigung der Sorgeberechtigten bzw. des anderen Sorgenberechtigten (beglaubigt durch die dominikanische Botschaft in Deutschland) mit sich führen.

Einfuhrbestimmungen

Die Einfuhr von Devisen ist unbegrenzt erlaubt, ab einem Wert von 10.000 US-Dollar aber deklarationspflichtig. Die Meldung erfolgt auf der Zollerklärung, die Reisende bei Ankunft ausfüllen und dem Zoll aushändigen. Zuwiderhandlung ist strafbar.

Gegenstände für den persönlichen Bedarf dürfen zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von Lebensmitteln ist untersagt.

Heimtiere

Für die Einreise mit Heimtieren ist ein amtstierärztliches Zeugnis erforderlich, welches innerhalb von 72 Stunden vor Abflugdatum ausgestellt wurde. Dieses muss den Namen und die Adresse des Besitzers sowie die vollständige Identifizierung des Tieres enthalten und zertifizieren, dass das Haustier frei von ansteckbaren Krankheiten ist, gegen Tollwut geimpft wurde, gegen interne und externe Parasiten behandelt wurde und aus einem Gebiet kommt, in dem in den letzten 60 Tagen keine für die Art bedeutsamen Krankheiten aufgetreten sind.

Gesundheit

Aktuelles

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Erkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

Masern

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und ggf. Cholera (s.u.) empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Diphterie

In Zusammenhang mit rückläufigen Impfungen gegen Diphtherie sind bis zum 18. April 2021 12 Fälle von Diphtherie mit 9 Todesfällen in der Dominikanischen Republik aufgetreten. Betroffen sind Kinder im gesamten Land.

Diphtherie ist eine bakterielle Erkrankung, die durch Tröpfchen übertragen wird, und über ein Toxin zu schweren Atemwegsbeschwerden, Herz-, Nieren- und Nervenerkrankungen führen kann. Unbehandelt verläuft die Hälfte der Fälle tödlich.

  • Überprüfen Sie vor einer Reise in die Dominikanische Republik Ihren Impfstatus und lassen Sie ggf. eine Auffrischimpfung durchführen.

Zika-Virus-Infektion

Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.

Dengue-Fieber

Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe auch Merkblatt Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Chikungunya-Fieber

Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie, siehe auch Merkblatt Chikungunya-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Malaria

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe auch Merkblatt Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Die Malariafälle haben sich 2020 mehr als verdoppelt: von etwas mehr als 300 (2019) auf 657 (2020). Fast 50% der Fälle wurden in Los Tres Brazos, Santo Domingo West, gemeldet. Weitere Inzidenzgebiete sind La Ciénaga, die Gegend um Hato Nuevo, Nigua und La Guáyiga. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um die potentiell gefährliche Malaria tropica durch Plasmodium falciparum.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.

    Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.

  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera

Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Ciguatera

Insbesondere von April bis September besteht die Gefahr, dass Fische giftige Algen aufgenommen haben, die auch beim Menschen zu schweren Vergiftungen führen können (Ciguatera). Den Fischen selbst sind keinerlei Veränderungen anzumerken, siehe auch Merkblatt Ciguatera.

  • Beachten Sie lokale Warnungen.

Tollwut

In der Dominikanischen Republik treten immer wieder einzelne Fälle von Tollwut auf, die zumeist von Hunden, Katzen oder Fledermäusen übertragen werden.

Medizinische Versorgung

Das medizinische Versorgungsangebot ist zumindest in Santo Domingo im privaten Sektor z.T. auf europäischem Niveau. Der öffentliche Sektor ist hinsichtlich personeller, apparativer, logistischer und z. T. hygienischer Ressourcen insbesondere in ländlichen Regionen überwiegend defizitär strukturiert.

Planbare Eingriffe sollten grundsätzlich in Deutschland erfolgen, da auch im privaten Sektor nicht immer Diagnostik- bzw. Behandlungsstandards entsprechend westeuropäischer medizinischer Leitlinien gewährleistet werden können.

Es existiert in der Dominikanischen Republik kein Sozialversicherungsabkommen. Deutsche Krankenkassen kommen für ambulante und stationäre Behandlungen in der Dominikanischen Republik oder gar für einen notwendigen Rücktransport nicht auf. Die Behandlungskosten in Arztpraxen und privaten Krankenhäusern sind deutlich höher als in Deutschland und grundsätzlich vor der Behandlung zu bezahlen. Personen, die ihre Rechnungen nicht begleichen können, werden regelmäßig in der Klinik festgehalten und erst nach Erteilung einer Kostenübernahmeerklärung durch die Krankenversicherung oder Zahlung der entstandenen Behandlungskosten entlassen. Eine einfache Bestätigung der Versicherung über das Bestehen von Auslandskrankenversicherungsschutz oder eine vorläufige Kostenübernahmeerklärung der Versicherung reichen vielen Arztpraxen und privaten Krankenhäusern nicht aus.

Im Erkrankungsfall finden Sie auf der Webseite der deutschen Botschaft in Santo Domingo Ärzte und Krankenhäuser in der Dominkanischen Republik.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Klären Sie bereits bei Aufnahme in ein privates Krankenhaus,  zumindest aber frühzeitig vor der Entlassung, mit dem Krankenhaus die Zahlungsmodalitäten.
  • Lassen Sie sich von der Klinik verbindlich bestätigen, dass bei Beendigung der Behandlung keine offenen Rechnungen mehr bestehen.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung wird empfohlen.

In Santo Domingo gibt es einen Notfall-Service.

Medikamente (z. B. gegen Durchfallerkrankungen) sowie Mittel zum Mücken- und Sonnenschutz sollten ausreichend mitgebracht werden.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Typhus & Polio 4 -
Cholera - -
Gelbfieber 1 -
Essen & Trinken 5 -
Malaria 3 -

Anmerkungen Impfungen

[1] Für Reisende, die aus einem Gelbfiebergebiet einreisen, ist eine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben.

[2] Die gefährlichere Malariaform Plasmodium falciparum tritt ganzjährig und landesweit auf, vor allem in La Ciénaga, die Gegend um Hato Nuevo, Nigua und La Guáyiga und Santo Domingo West.
Gute Mückenschutzmaßnahmen werden empfohlen. Eine Beratung beim Tropenarzt wird empfohlen.

[3] Typhus kommt vor. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen. 

[4] Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Leitungswasser ist als Trinkwasser nicht geeignet. Das Trinkwasser sollte in abgepackter Form in Geschäften erworben werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Leitungswasser sollte vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden.

Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Ungekochte Milchprodukte außerhalb der Städte am besten vermeiden.

Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. In der warmen Jahreszeit (April bis September) sollte der Verzehr von Fisch (internationale Hotels ausgenommen) vermieden werden. Es besteht die Gefahr, dass diese Fische giftige Algen aufgenommen haben, die auch bei Menschen zu schweren Vergiftungen führen können. Den Fischen selbst sind keinerlei Veränderungen anzumerken.

Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Gesundheitszeugnis

Für einen Daueraufenthalt wird u.a. ein negative HIV-Test gefordert.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden. 

Bilharziose-Erreger kommen landesweit in Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Je nach Stärke und Dauer der Sommerregenfälle ist bis in den Herbst durch die damit verbundene Vermehrung der Stechmücken auch mit einem höheren Risiko für Dengue-Fieber zu rechnen. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. 

Die durch Stechmücken übertragene Virusinfektion Chikungunya kommt vor. Konsequenter Schutz vor Insekten wird empfohlen.  

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Tollwut kommt vereinzelt vor (durchschnittlich 1-3 Fälle pro Jahr). Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Schweiz Ja 1 Ja
Österreich Ja 1 Ja
Deutschland Ja 1 Ja
Türkei Ja 1 Ja
Andere EU-Länder Ja 1 Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Ein- und Durchreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Achtung: Reisende in die Dominikanische Republik müssen sich sowohl vor der Einreise als auch vor der Ausreise elektronisch registrieren

Ein Visum ist allg. erforderlich u.a. für die Staatsbürger in der obigen Tabelle genannten Länder.

Visum bei der Einreise
[1]
Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen visumfrei einreisen (einmalige Einreise). Eine Verlängerung des Aufenthalts muss beim Ausländeramt (Departamento de Extranjería, Dirección General de Migración) rechzeitig beantragt werden und ist gebührenpflichtig. Bei unbewilligter Überziehung des Aufenthalts wird eine Strafe fällig:

(a) Deutschland, Österreich und alle anderen EU-Länder,

(b) Schweiz und

(c) Türkei.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Achtung: Minderjährige unter 18 Jahren aller Nationalitäten, die nicht in Begleitung eines Erziehungsberechtigten ein- oder ausreisen oder nur in Begleitung eines Elternteils, müssen eine von Generalstaatsanwalt der Republik legalisierte beglaubigte Vollmachtserklärung des/der abwesenden Elternteils/-teile mit sich führen. Es empfiehlt sich in jedem Fall, sich über die genauen Bestimmungen und Modalitäten bei der zuständigen diplomatischen Vertretung zu informieren, da diese von Fall zu Fall unterschiedlich sind.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Für Hunde und Katzen werden pro Tier ein aktuelles Gesundheitszeugnis und ein gültiger Impfpass benötigt. Das Gesundheitszeugnis darf maximal 15 Tage vor der Ankunft im Herkunftsland ausgestellt worden sein. Es muss bestätigen, dass das Tier gesund ist und dass es aus einer Gegend kommt, die innerhalb der letzten 3 Monate frei von gefährlichen Krankheiten war. Die Tiere müssen mindestens 30 Tage und maximal 12 Monate vor der Ankunft gegen Tollwut geimpft worden sein. Der Impfpass und das Gesundheitszeugnis müssen von der zuständigen diplomatischen Vertretung übersetzt und beglaubigt werden.

Für Vögel, Fische und Kleintiere wird eine Bewilligung der Dirección de Ganaderia, Secretaria de Estado de Agricultura in Santo Domingo benötigt, die ggf. die Quarantänedauer festlegt.

Bearbeitungsdauer

Touristenvisum: bei postalischer Antragstellung: 1 Woche; Expressbearbeitung: 2 Werktage; bei persönlicher Antragstellung: ca. 2 Std.

Geschäfts- und Studentenvisum: ca. 1 Woche, Expressbearbeitung: 2 Werktage.
Arbeitsvisum: 2-3 Wochen.

Gültigkeit


Touristenvisum: 60 Tage.
Studentenvisum: bis zu 1 Jahr.

Geschäftsvisum: Bis zu 60 Tage oder einem Jahr gültig, es kann für mehrfache Einreisen genutzt werden.

Aufenthaltsverlängerung

Soll ein touristischer Aufenthalt länger als 30 Tage dauern, muss man beim zuständigen Ausländeramt (Departamento de Extranjería, Dirección General de Migración) eine gebührenpflichtige Verlängerung beantragen.

Visaarten und Kosten

Touristen-, Arbeits-/Geschäfts- und Studentenvisum. Alle Visa müssen von den Behörden in der Dominikanischen Republik beglaubigt werden.

Kosten

Deutsche, Österreicher sowie Staatsangehöriger aller anderen EU-Staaten sowie Schweizer und Türken benötigen für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen kein Visum, müssen aber eine Touristengebühr bezahlen, die im Flugticket inkludiert ist.

Touristengebühr: 15 € bzw. 20 CHF bzw. 10 US$ € für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen. Hinweis: Die Touristengebühr wurde früher in Form einer Touristenkarte erhoben. Inzwischen ist die Touristengebühr im Flugticket inbegriffen. Eine Touristengebühr entfällt für alle Nationalitäten, die ein Visum für die Dominikanische Republik beantragen müssen (Staatsangehörige zahlreicher afrikanischer und asiatischer Länder). Außerdem entfällt die Touristengebühr für die Staatsangehörigen der folgenden Länder: Argentinien, Chile, Ecuador, Israel, Japan, Peru, Südkorea und Uruguay. Nähere Informationen sind von den Fluggesellschaften erhältlich.

Die Visumgebühren für Touristen- oder Geschäftsvisa sind im Einzelfall bei den zuständigen konsularischen Vertretungen zu erfragen, da sie von der Nationalität, der Dauer des Aufenthaltes und dem aktuellen Wechselkurs abhängig sind.

Antrag erforderlich

Da die für ein Visum erforderlichen Unterlagen je nach Nationalität und Reisezweck unterschiedlich sind, sollten diese im Einzelfall telefonisch von der zuständigen konsularischen Vertretung erfragt werden.

Touristenvisum:
(a) 1 Antragsformular.
(b) 1 aktuelles Passfoto.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(d) Kopie des Rück-/Weiterreisetickets bzw. Buchungsbestätigung, Unterkunftsnachweis.
(e) Nachweis ausreichender Geldmittel (Einkommensnachweis oder Arbeitsbescheinigung mit Bruttoverdienst).
(f) Gebühr (bei Antragstellung in bar bzw. per Verrechnungsscheck oder Banküberweisung mit Beleg).

(g) ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.

Geschäftsvisum zusätzlich: Entsendungsschreiben der eigenen Firma und Einladungsschreiben der zu besuchenden Firma.

Geld

Geldwechsel

Der Peso ist außerhalb der Dominikanischen Republik nicht wechselbar. In der Regel dürfen nur Banken, Wechselstuben, z. B. an den Flughäfen und Hotels, die eine Genehmigung der Zentralbank haben, Geld wechseln. Aber zunehmend können der Euro und die Währungen Kanadas, der USA und Großbritanniens in der Dominikanischen Republik nicht nur bei autorisierten Stellen, sondern auch bei Geschäftsbanken umgetauscht werden. Die Mitnahme von US-Dollar, dem 2. Zahlungsmittel in der Dominikanischen Republik, wird jedoch empfohlen. Die Summe des mitgenommen Bargelds sollte allerdings aus Sicherheitsgründen nicht zu hoch sein. Es empfiehlt sich eine Mischung aus Reiseschecks, Kreditkarten und Bargeld. Vor der Abreise können Restbeträge der Landeswährung bis zu einem Wert von 30% des ursprünglich umgetauschten Betrages zurückgetauscht werden.
 

Währung

1 Dominikanischer Peso = 100 Centavos. Währungskürzel: RD$, DOP (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 2000, 1000, 500, 200, 100, 50, 20 und 10 RD$; Münzen in den Nennbeträgen 1, 5, 10 und 25 RD$.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist nicht gestattet. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt und ab einem Gegenwert von 10.000 US$ in bar deklarationspflichtig. Ausfuhr von Fremdwährungen in bar bis maximal der bei der Einreise deklarierten Beträge, abzüglich der Umtauschbeträge, gestattet. (Umtauschbelege aufbewahren!)

Kreditkarten

Mastercard, Visa, American Express und Diners Club werden in fast allen Hotels, Geschäften und Restaurants akzeptiert (die Bezahlung mit Bargeld ist jedoch aus Sicherheitsgründen empfohlen). An Geldautomaten kann mit der Kreditkarte und Pinnummer Geld abgehoben werden. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
 

Reiseschecks

Reiseschecks werden in der Dominikanischen Republik nicht mehr akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.00-15.00/16.00 Uhr, Sa 09.00-13.00 Uhr. In Einkaufszentren auch Mo-Fr 09.00-19.00, Sa 09.00-13.00 Uhr.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei in die Dominikanische Republik eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

20 Schachteln Zigaretten oder 25 Zigarren oder 200 g Tabak;
3 l alkoholische Getränke ;
Geschenke im Gesamtwert von bis zu 500 US$.

Verbotene Importe

Tierische, pflanzliche und andere landwirtschaftliche Produkte (einschließlich Obst, Gemüse und Pflanzen) sowie Drogen.

Quellenangaben
  • Marco Polo - Dominikanische Republik, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2020-18, 2018-17, 2012-14
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Dominikanische Republik - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 26.08.2021 (Unverändert gültig seit: 25.08.2021)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 26.08.2021 (Unverändert gültig seit: 25.08.2021)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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