| Beste Reisezeit | Januar, Februar |
| Fläche | 48.670 km2 |
| Hauptstadt | Santo Domingo |
| Bevölkerung | 10.760.028 |
| Sprache | Spanisch |
| Staatsoberhaupt | Luis Abinader |
| Regierungschef | Luis Abinader |
| Währung | dominikanischer Peso |
| Zeitzone | UTC-4 |
| Reiseadapter | A, B |
| Kfz-Länderkennzeichen | DOM |
| ISO-3166 | DO, DOM |
| Internet-TLD | .do |
| Website | https://www.dominicanrepublic.com/ |
| Reisepass & Visum | Notwendig |
| Geeignet für | Meer, Feiern |
| ab ca. 1000 | Die Taíno organisieren sich in fünf sogenannten Kazikenreichen |
| ab 1492 | Erste Stadtgründungen nach Kolumbus’ Landung |
| 1697 | Spanien verliert den Inselwesten an Frankreich |
| 1795–1804 | Sklavenaufstände im Westen, Gründung von Haiti |
| 1822–44 | Haiti besetzt den Inselosten, erste Staatsgründung nach Vertreibung der Haitianer |
| 1861 | Zweite Staatsgründung nach Rückfall in die Kolonialzeit |
| 1916 | Erste US-Invasion zur Sicherung der US-Plantagen |
| 1930–1996 | Diktatur von Rafael Leónidas Trujillo; nach dessen Ermordung zweite US-Besatzungszeit, ab 1966 autokratische Regierung von Trujillo- Zögling Joaquín Balaguer |
| 1996 | Rückkehr zur Demokratie |
| 2020 | Luis Abinader vom sozialdemokratischen PRM wird zum Präsidenten gewählt |
| 2023 | Nach drei Jahren Pandemie Rückkehr zur Normalität mit dem Slogan „Tourismus in jedem Winkel“ |
Ein dürftig ausgestattetes Informationsbüro (Mo–Fr 9–16 Uhr | C/ Isabel La Católica 103) gibt es in Santo Domingo; doch selbst dort nutzt man gern das Internet, z.B. die offizielle Tourismuswebsite, um deine Fragen zu beantworten. Am besten suchst du dir eine Reiseagentur – du musst ja nicht gleich ein Angebot buchen.
Av. Núñez de Cáceres 11 (Edificio Equinox) | Santo Domingo | Tel. 809 5 42 89 49 | santo-domingo.diplo.de
Parque Empresarial Bávaro, Local 319 | Av. Estados Unidos | Bávaro-Punta Cana | Tel. 809 9 17 38 39 | bmeia.gv.at
Av. Gustavo Mejía Ricart 102 (Edificio Corporativo 2010) | Santo Domingo | Tel. 809 5 33 37 81 | eda.admin.ch
Mit kostenlosem wifi (wifispc.com) locken viele Restaurants, Cafés und Gästehäuser. Für eine fast flächendeckende Versorgung mit Internet im Land sorgen 15 Firmen, die führenden sind Claro und Orange.
Briefmarken nach Europa (estampa internacional) kosten 100 Pesos (senkrecht aufkleben!). In einigen Supermärkten findet man Briefkästen. Sicherer ist die Abgabe auf der Poststelle.
Vorwahl in die Dominikanische Republik: 001. Willst du nach Hause telefonieren, musst du 0011 vor die Landeskennzahl setzen (Deutschland 49, Österreich 43, Schweiz 41), dann die Ortsvorwahl ohne Null und schließlich die Teilnehmernummer. Bei Anrufen vom Festnetz auf ein Mobiltelefon und umgekehrt musst du eine 1 vorwählen; bei reinen Festnetz- oder bei Telefonaten zwischen einem dominikanischen Handy und einem anderen dominikanischen Handy entfällt die 1: Hier wählt man direkt die zehnstellige Nummer. Deutsche Handys schalten automatisch auf den Roamingpartner Orange um. Das kann teuer werden, wenn du vor der Abreise keinen speziellen Tarif eingerichtet hast. Kostenlos sind Telefonate über Whatsapp (WLAN erforderlich!). Ab ca. 20 Euro bekommst du dominikanische Prepaidhandys in den Geschäften von Orange oder Claro (Passkopie mitnehmen!).
Wallfahrt zur Basilika von Higüey zu Ehren der Jungfrau von Altagracia, der Schutzheiligen der Dominikanischen Republik. In der Nacht vor der Prozession werden in vielen Orten des Landes Kerzen angezündet, es wird getanzt und gesungen.
Karneval, vor allem in La Vega, Montecristi, Santiago und Santo Domingo, wo am Wochenende zum Monatswechsel in den Februar ein großer Umzug stattfindet. Ganz besonders bunt geht es am 27. Feb. beim Karneval in La Vega mit den typischen Teufelsmaskeraden oder in Montecristi mit den Toros y Civiles – den „Stieren und Bürgern“ – zu.
Semana Santa: In der Nacht vom Jueves Santo, dem Gründonnerstag, zum Viernes Santo, dem Karfreitag, finden vielerorts Prozessionen und Umzüge statt und in den Siedlungen der einstigen Zuckerrohrarbeiter, den bateys, die Gagá-Feste.
Festival de Merengue in Santo Domingo: Auf für den Autoverkehr gesperrten Straßen reißen temperamentvolle Merenguetänzer das Publikum mit. Dazu gibt es Kunstgewerbemärkte, gastronomische Festivals, Spiele und Motocrossrennen.
Prozession zum Santo Cerro zu Ehren der im ganzen Land verehrten Virgen de las Mercedes.
Descubrimiento de América: Die Entdeckung Amerikas durch Kolumbus wird am 12. Okt. mit Staatsakten wie der Niederlegung eines Kranzes am Faro a Colón in Santo Domingo gefeiert.
Festival Internacional de Jazz an der Nordküste mit berühmten Interpreten der Jazzszene. drjazzfestival.com
| 1. Januar | Año Nuevo (Neujahr) |
| 6. Januar | Los Reyes Magos (Hl. Drei Könige) |
| 21. Januar | Nuestra Señora de la Altagracia |
| 26. Januar | Natalicio de Duarte (Geburtstag Duartes) |
| 27. Feb. | Independencia Nacional (Unabhängigkeitstag und Höhepunkt des Karnevals, vor allem in La Vega) |
| März/ April | Viernes Santo (Karfreitag, Höhepunkt der Semana Santa; |
| 1. Mai | Día del Obrero (Tag der Arbeit) |
| Juli/Aug. | Festival de Merengue in Santo Domingo |
| 16. August | Día de la Restauración (Tag der Wiederherstellung der Republik) |
| 24. Sept. | Día de Las Mercedes (Tag der Gnadenreichen Jungfrau, Prozessionen zum Santo Cerro) |
| 12. Oktober | Día de Colón (Kolumbustag) |
| 1. November | Todos Santos (Allerheiligen) |
| 25. Dezember | Noche Buena (Weihnachten) |
Große Strecken absolvierst du am besten mit den klimatisierten Fernbussen von Caribe-Tours (caribetours.com.do) oder Metro (metroserviciosturisticos.com). Caribe Tours steuert normalerweise auch Haiti an, bei Redaktionsschluss wegen der Unruhen allerdings nicht. Die Strecke Santo Domingo– Santiago kostet 400 Pesos. Die kleinen (Nahverkehrs-)Busse heißen guaguas; sie sind oft klapprig und überfüllt. Nach ihren Haltestellen fragst du am besten die Leute vor Ort.
Am teuersten sind die cremefarbenen taxis turísticos, die vor den Hotels oder am Flughafen warten. Sie verkehren zu festen Tarifen. Bei anderen Taxis ist der Preis Verhandlungssache. Eine mittlere Stadtfahrt in Santo Domingo kostet im taxi turístico etwa 8 Euro. Noch preisgünstiger sind carro-conchos, die auf festen Routen verkehren.
Sonnengereifte, saftig-süße exotische Früchte wie Ananas oder Papaya, frische, aromatische Gemüse und Gewürze, indigene und spanische Einflüsse: Die Dominikanische Republik ist ein Schlaraffenland. Freu dich auf vitaminreiche und gehaltvolle Zutaten aus den Gärten und Plantagen des Landes! Und die Dominikaner sind gute Viehzüchter. Das Fleisch ist von so hoher Qualität, dass es sogar exportiert wird.
Die größte kulinarische Verlockung kommt aus dem Meer: Langusten, Riesengarnelen, grätenarme Knorpelfische mit weißem Fleisch, das auf der Zunge zergeht, Schwertfische, Tintenfische oder Muscheln – die Tagesfänge der Fischer bestimmen hier noch das Angebot. Wegen der Ciguatera-Krankheit, einer in der Karibik nicht seltenen Fischvergiftung, solltest du kleinere Fische vorziehen, denn nur in größeren lagert sich das Gift, das sie beim Fressen von Algen mit giftigen Geißeltierchen zu sich nehmen, in einer für Menschen gefährlichen Konzentration ab. Von März bis Juni haben Langusten und Krebse Schonzeit, von Juli bis Oktober die Conch- oder Lambi-Muscheln (was nicht alle Fischer respektieren) – also Finger weg!
Die Dominikaner essen am Abend gern spät (ab 21 Uhr) im Kreis der ganzen Familie. Am nächsten Tag muss dann erst mal ein starker cafecito her, ein Tässchen gesüßten, espressoähnlichen Kaffees, vielleicht noch ein fettgebackener Hefekringel (churro) – und fertig ist das Frühstück (desayuno). Es gibt aber auch eine kräftige, gehaltvolle Variante für richtig Hungrige: das Kochbananenpüree mangú, ein Erbe der Zuckerrohrschneider, der cocolos aus San Pedro de Macorís. Mit in Essig glasig geschmorten Zwiebeln und zwei Spiegeleiern obendrauf sättigt es fast für den ganzen Tag.
Mittags laden überall in den Städten und größeren Orten comedores, kleine, einheimische Restaurants, oder Imbissstuben zum Mittagstisch (almuerzo) ein. Praktisch für Sprachunkundige: Oft sind die Gerichte hier bereits fertig zubereitet in großen Vitrinen mit Warmhalteplatten zur Auswahl aufgereiht. Manchmal schadet es nichts, nach dem Namen der Speisen zu fragen. Denn was so appetitlich aussieht, kann sich auch als Kuttelsuppe (mondongo) und gebratene Innereien (asaduras) entpuppen: deftige dominikanische Hausmannskost, die unbedingt einen Versuch wert ist, aber nicht jedermanns Sache ist. Fast nie fehlen in den Vitrinen der comedores oder in den (leider viel zu wenigen) Restaurants mit einheimischer Küche (cocina típica) typisch dominikanische Spezialitäten wie z. B. bacalao, ein kräftig gewürztes Ragout von geschmortem Stockfisch mit vielen Zwiebeln, der Eintopf sancocho de pescado (mit Fisch) oder de res (mit Rindfleisch) oder das Nationalgericht, die bandera dominicana („dominikanische Flagge“), bei dem rote Bohnen, weißer Reis und Fleisch mit Gewürzen zusammen gekocht werden.
Wie überall in der Karibik, rührte auch in der dominikanischen Küche die Geschichte kräftig mit. Barbecue z. B. ist ein indigenes Wort und bezeichnete schon bei den Taíno die Zubereitung von Fleisch über offenem Feuer. Die Kunst der Kokosnussverarbeitung, wie sie vor allem auf der Halbinsel Samaná noch so gut beherrscht wird, brachten einst die Afrikaner mit. Die Art der Suppenzubereitung kommt ursprünglich aus Spanien, aber die Zutaten – Maniok, Mais und Yamswurzel – stammen wieder von den Taíno. Und natürlich hinterließ auch der Tourismus seine Spuren. So findest du heute vor allem in Santo Domingo und Punta Cana Restaurants mit französischer, chinesischer, schweizerischer oder schwäbischer Küche. Steuern enthalten? Aufgepasst: Oft werden auf die Preise auf der Speisekarte noch die 18-prozentige Umsatzsteuer und die zehnprozentige Servicesteuer aufgeschlagen!
Für den kleinen Hunger unterwegs bieten sich neben den verbreiteten pica pollo-Schnellrestaurants mit frittierten Hähnchenstücken jede Menge mobiler Stände am Straßenrand an. Da kannst du frische Ananas-, Mangooder Papayastücke kaufen, frischen Kokosnusssaft trinken oder Frittiertes aus riesigen Kesseln probieren, z. B. ausgelassene Schweineschwarten (chicharrones) oder die ursprünglich spanischen, stark gewürzten Schweinswürstchen morcillas und longanizas. Statt Pommes brutzeln die auch sonst überall als Beilage beliebten tostones im Fett, flach geklopfte Kochbananenscheiben. Vorsicht: Getränke und Speisen, die nicht mit agua sana (sauberem Wasser) gewaschen oder zubereitet wurden, z. B. Salate, Obst, verdünnte Fruchtsäfte oder Eiswürfel, können Magen- Darm-Erkrankungen hervorrufen.
Unter den Getränken typisch dominikanisch ist mamajuana. Die notwendigen Flaschen mit trockenen Wurzelund Rindenstückchen bekommst du auf Souvenirmärkten. Zweimal muss die Flasche mit Gin gefüllt werden und je eine Woche ziehen (Gin jedes Mal abgießen); in der dritten Woche müssen die mit Gin gesättigten Stückchen in der Flasche dann noch zu zwei Vierteln mit Rum, einem Viertel mit Honig und einem mit Rotwein gebadet werden. Erst dann ist das Wundertonikum (hilft gegen alles ...) fertig. In Gläser abfüllen und genießen! Auch piña colada solltest du einmal probieren: Der Ananas-Kokos-Cocktail mit Rum wird überall angeboten, oft hübsch serviert in einer Kokosnuss.
Die 18-prozentige Mehrwertsteuer (IVA) und die zehnprozentige Servicesteuer (servicio) sind auf den Rechnungen bereits enthalten. Ein Trinkgeld wird vor allem von Kofferträgern (3 Dollar) und von Zimmermädchen (mindestens 10 Dollar pro Woche) erwartet.
Suchst du lustige kleine Mitbringsel oder Wertvolleres? Hohe Qualität findest du in Spezialgeschäften und auch schon mal in den Läden der Resorts, den Shoppingmalls und in Galerien. Für Schnitzereien, Puppen und Schablonenbilder aus Haiti steuerst du besser einen der einschlägigen Souvenirmärkte an.
Wenn dich gute Zigarren anmachen oder du sie jemand mitbringen willst: Die Dominikanische Republik gehört zu den besten Zigarrenproduzenten der Welt. Abgesehen von der dominikanischen Puro von Davidoff sind die meisten dominikanischen Zigarren allerdings von einem ausländischen Deckblatt umgeben.
Durch die Rumsorten probierst du dich am besten im Macorix House of Rum (zur Wahl stehen bis zu acht verschiedene weiße und dunkle Rums) in Puerto Plata. Größten Genuss verspricht ein zwölf oder mehr Jahre in Holzfässern gereifter Rum, ob von Brugal, Barceló oder Bermúdez. Rum kaufst du besonders preiswert im colmado, dem dominikanischen Tante-Emma-Laden, den es an fast jeder Ecke gibt.
Aus Liebe zu seiner Tochter Larissa und weil der Stein so schön hellblau wie das Meer (spanisch mar) ist, taufte der Entdecker den ursprünglich Travelina genannten Schmuckstein in Larimar um. Esoteriker, die ihm eine entkrampfende und kreativitätsfördernde Wirkung zuschreiben, nennen ihn Atlantisstein. Die Fachleute wiederum bezeichnen ihn als blauen Pektolith. reliable-larimar.com
Kostbar ist ámbar, der dominikanische Bernstein, besonders dann, wenn er Einschlüsse besitzt – und das ist bei ihm keine Seltenheit. Leider werden auch Imitate angeboten; ein Echtheitstest schützt: Echter Bernstein lädt sich statisch auf, wenn du ihn polierst; außerdem schwimmt er in Wasser, während Plastik wie ein Stein versinkt.
Typisch dominikanische Mitbringsel sind Tonfiguren von Taíno-Gottheiten, wie sie die Ureinwohner als Glücksbringer trugen oder als magische Fetische für ihre Zeremonien nutzten. Nach historischen Vorbildern formen sie die Hermanos Guillen (@hermanosguillen1). Du findest ihre Werke in guten Souvenirläden. Sie verzaubern das Heim später mit Taíno-Magie.
Mit großem Geschick zaubern dominikanische und haitianische Künstler aus heimischen Holzarten dekorative Schnitzereien. Suchst du etwas besonders Authentisches, dann frag mal nach alten Voodoofiguren – aber auch nach ihrer Bedeutung, damit du dir keinen bösen Geist einhandelst!
Mehrere Modemacher eifern ihrem Landsmann Oscar de la Renta nach. So etablierte sich Jenny Polanco als elegante Marke und auch die fließenden Kleider von Glenny Denisse Hernández Bacó findest du in Shoppingmalls oder in Altos de Chavón. Den Tropenklassiker für Herren, das Chacabana-Hemd, bekommst du bei Juan de Dios (@juandedioschacabanas) in Santo Domingo.
Sonntags haben die meisten Geschäfte zu, ausgenommen die großen Shoppingmalls und die kleinen Tante-Emma-Läden. Manche schließen schon am Samstagnachmittag. Sonst sind alle Geschäfte von etwa 9 Uhr morgens bis abends um 19 Uhr geöffnet.
Mit Rettungsschwimmern bewachte Strände gibt es gar nicht, da an den meisten Stränden gefahrlos gebadet werden kann. Gefährliche Unterströmungen drohen allerdings an den Stränden der Costa Sur im Südwesten. Abgelegene, einsame Strände solltest du immer nur in Gesellschaft besuchen.
Das Fotografieren von Militär und militärischen Anlagen ist verboten. Ansonsten sind die Dominikaner nicht kamerascheu, wenn man vorher um Erlaubnis fragt.
| Cazuela de Mariscos | Dicke Suppe von Meeresfrüchten |
| Calamares Frescos Empanizados | Frische, in Teig frittierte Tintenfische |
| Gambas a la Plancha | Riesengarnelen vom Grill |
| Ceviche | Rohe, mit Zitrone marinierte Meeresfrüchte |
| Ensalada César Clásica | Klassischer Caesar Salad |
| Filete de Dirado en Salsa Chinola | Doradenfilet in Passionsfruchtsauce |
| Parrillada de Prescado | Fisch-Grillplatte |
| Locrio | Reis mit Gemüse und Huhn |
| Pollo con Arroz y Frijoles | Huhn mit Reis und schwarzen Bohnen |
| Parrillada de Carne | Fleisch-Grillplatte |
| Chivo Guisado | Geschmorte Ziege |
| Chacá | Süßspeise aus Kokosnuss, Mais, Milch, Zucker und Zimt |
| Catibías | Pasteten aus Yuccamehl |
| Habichuelas con Dulce | Aus Bohnen zubereitete Süßspeise |
| Pasteles de Hoja | In Kochbananenblätter gewickelte Pasteten |
| China | Frisch gepresster Orangensaft |
| Chinola | Maracujasaft |
| Lechosa | Papayasaft |
| Guineo | Bananensaft |
| Morir Soñando | Orangensaft mit Milch |
Traditionell und modern, so mögen es die Dominikaner. Seit der Streetart-Künstler Evaristo Angurria über die Grenzen Santo Domingos hinaus mit seinen Lockenwicklerfrauen berühmt wurde, kannst du auch in vielen anderen Städten tolle Wandgemälde sehen, so in Santiago, San Juan oder Miches (@muralesdeciudadesrd, @miculturard). Während sich die Jungen kreativ an den Mauern des Landes austoben, pflegt die Landbevölkerung mit Hingabe ihre traditionellen, hübsch in karibischen Farben bemalten Landhäuser aus Holz. Die Bauweise ist seit der Zeit der Ureinwohner unverändert: rechteckig und mit Vordach auf schlanken Säulen. So sah zur Zeit der Taíno das caney aus, das Haus des Häuptlings. Seine Untertanen wohnten in runden Hütten mit kegelförmigem Dach. Klar, dass sich später das Häuptlingshaus als Landhaus durchsetzte (@fachadas.do).
Kleine Ursache, große Wirkung: Als Michael Crichton im Bernsteinmuseum von Puerto Plata die vielen Einschlüsse von Insekten, Blättern und sogar kleinen Wirbeltieren in den Jahrmillionen alten und ungewöhnlich klaren dominikanischen Bernsteinen sah, soll ihm die zündende Idee zu seinem Bestseller Jurassic Park gekommen sein: Urzeittiere mittels DNA-Analyse wieder auferstehen zu lassen. Eines allerdings war von vornherein klar: Mit Fliegengewichten wollte er sich für seinen Thriller nicht abgeben. Sonst hätte sich Steven Spielberg wohl auch kaum für die Verfilmung des Bestsellers interessiert. Bevor er zur Tat schritt, besuchten beide noch einmal zusammen das Museum in Puerto Plata, so erzählt man dort gerne. Der dominikanische Bernstein ist besonders klar und außergewöhnlich reich an Einschlüssen. Er entstand vor ca. 50 Mio. Jahren und ist nichts anderes als ein fossiler Harztropfen von den Laubbäumen der Nordkordillere, der hier und da eine geheimnisvolle Welt urzeitlicher Insekten und Libellen, sogar Frösche und Geckos konservierte.
Aus welchem Holz ist eigentlich so ein waschechter Dominikaner geschnitzt? Wissenschaftler wollten es ganz genau wissen und baten zahlreiche Dominikaner aus allen Teilen des Landes zur DNA-Probe. Das überraschende Ergebnis: Danach sollen 15 Prozent der heutigen Bevölkerung noch direkt von den bereits bei den spanischen Eroberern für ihre Liebenswürdigkeit und Hilfsbereitschaft berühmten Taíno abstammen – ebenso viele wie von Einwanderern aus Spanien, Frankreich, Italien und auch Deutschland. So wanderten unter Präsident Trujillo Mitte des 20. Jhs. deutsche Juden vor allem nach Sosúa ein, außerdem auch eine nennenswerte Zahl Japaner. Zum total globalen dominikanischen Bevölkerungscocktail gehört schließlich ein gehöriger Schuss Afrikanisch. Aus religiösen Gründen wollen die überwiegend katholischen Dominikaner das aber nicht so gern wahrhaben. Denn das afrikanische Erbe mitsamt dem Voodoo, den die Gastarbeiter aus Haiti bis heute praktizieren, ist ihnen alles andere als geheuer.
Du kannst sie überall beobachten, auf Plätzen, vor Hauseingängen oder unter schattigen Bäumen: Dominospieler. Das Spiel mit den 28, 36, 45 oder 55 gepunkteten Steinen ist so beliebt, dass Spaßvögel das Land schon in „Dominokanische“ Republik umtauften. Genauso wie der Hahnenkampf, bei dem schon so mancher Haus und Hof verwettete, ist es eine vorwiegend von Männern betriebene Freizeitbeschäftigung. Hahnenkampfarenen gibt es noch reichlich, aber nur abseits der Touristenpfade. Überall kannst du auch kleine und große Jungs Baseball trainieren sehen, oft mit ganz primitiven Mitteln. Ein bisschen spielt da immer die Hoffnung mit, von einem Talentscout entdeckt zu werden.
Uff, da hast du endlich die letzten Meter auf den höchsten Gipfel der Karibik geschafft – und wer wartet da schon? Ein in Stein gemeißelter Herr namens Juan Pablo Duarte. Der Herrscher der Karibik? Der erste Besteiger dieses imposanten Bergs? Mitnichten. Der gute Mann thront hier, weil ihn die Dominikaner als Vater der Republik verehren. Karibik? Der erste Besteiger dieses imposanten Bergs? Mitnichten. Der gute Mann thront hier, weil ihn die Dominikaner als Vater der Republik verehren. Als junger Rechtsanwalt wetterte Duarte (1813–1876) gegen die haitianischen Besatzer und fand schnell den Beifall mächtiger Männer. Mit Ramón Mella und Francisco de Rosario Sánchez gründete er den Geheimbund „La Trinitaria“, zu dem später noch Pedro Santana dazustieß. Ziel: die Unabhängigkeit von Haiti. Aber kaum hatten sie die Haitianer tatsächlich in den Inselwesten zurückgedrängt, putschte sich Santana an die Macht. Duarte musste aus dem Exil beobachten, wie Santana aus Angst vor einer Rückkehr der Haitianer den Schutz der Kolonialmacht Spanien suchte und auch erhielt. Vom Exil aus zettelte Duarte nun den Krieg zur Wiederherstellung (restauración) der Republik an. Aber wieder war es ihm nach dem Sieg der Rebellen nicht vergönnt, die Früchte seiner Anstrengungen auszukosten: Er starb im Exil in Venezuela. Schnee von gestern? Freu dich trotzdem über den guten Mann da oben: Schließlich beweist ein Selfie mit ihm, dass du wirklich auf dem Dach der Karibik warst!
Jamaika hat seinen Reggae, Trinidad seinen Calypso und die Dominikanische Republik den Merengue – wie nicht zu überhören ist, wo immer Menschen und Radios in der Nähe sind. Merengue ist ein heiterer, mitunter polkaähnlicher Zweivierteltakt. Ende des 19. Jhs. noch ein Tanz der dominikanischen Oberschicht, tanzt heute alle Welt den Merengue, nicht zuletzt dank des dominikanischen Superstars Juan Luis Guerra und seiner Gruppe 4:40 (cuatro cuarenta). Sie verhalf auch der mittlerweile populäreren Bachata zum Erfolg. Bekannte Interpreten dieser meist von Liebesleid klagenden Musikrichtung im Viervierteltakt sind u.a. Frank Reyes und Luis Vargas. Bachata und Merengue gehören beide zum immateriellen Unesco-Welterbe.
Ihr optisches und kulturelles „Anderssein“ wurde und wird den haitianischen Gastarbeitern in der Dominikanischen Republik immer wieder zum Verhängnis. Denn sie sprechen Französisch (oder Spanisch mit französischem Akzent), sind deutlich dunkelhäutig und glauben meistens noch wie ihre Vorfahren an Voodoo-Götter. Diktator Trujillo hasste sie und ließ einst Tausende von ihnen ermorden. Jüngste Entwicklung: Mit einer Grenzmauer soll der Zufluss der für die Dominikanische Republik so wichtigen billigen Arbeitskräfte aus dem krisengeschüttelten Nachbarland besser kontrolliert werden. Haitianer arbeiten im Land z.B. als Zuckerrohrschneider und Straßenbauarbeiter.
Unermüdlich reckt er seinen Arm weit von sich, klar, ist ja auch aus Bronze wie die ganze Kolumbus-Statue in Santo Domingos Parque Colón. Aber warum hat der Künstler den guten Mann so sehnsüchtig nach Norden zeigend dargestellt? Des Rätsels Lösung: An der Nordküste erlitt Kolumbus Schiffbruch und entschied daraufhin, zu bleiben und dort mit La Isabela eine erste Niederlassung zu erbauen. Santo Domingo hingegen gründete sein Nachfolger Nicolás de Ovando. Und weil dieser ein gnadenloser Verfolger der Taíno war, reckt sich die Taíno- Fürstin Anacaona zu Füßen der Statue auch Hilfe suchend zu Kolumbus empor. Vergeblich: Denn während Kolumbus am spanischen Hof seinen eigenwilligen Führungsstil erklären musste, löste sein Nachfolger das „Taíno- Problem“, indem er die komplette Taíno-Elite auslöschte.
Corona versetzte dem Geschäft mit dem Sex einen Dämpfer, nicht nur in der Dominikanischen Republik. Den noch gehört sie nach wie vor neben Brasilien und Kolumbien zu den Ländern mit der höchsten Prostitutionsrate. Taxifahrer, Hoteliers und korrupte Polizisten verdienen an der Prostitution oft kräftig mit. Hochburgen sind Boca Chica und Sosúa. Immerhin: Sexualstraftäter können sich längst nicht mehr in der Dominikanischen Republik verstecken, sondern werden weltweit strafrechtlich verfolgt.
Wie konnten Kolumbus & Co. die Goldmine in Pueblo Viejo nur so einfach hinter sich lassen? Sie ist immerhin eine der größten der Welt. Lange Zeit verdiente nur das kanadische Bergbauunternehmen Barrick an ihr. Erst seit Präsident Danilo Sánchez neue Verträge aushandelte, kassiert auch das Land kräftig mit, außerdem gehen angeblich fünf Prozent der staatlichen Gewinne an die Gemeinde – als Entschädigung für Umweltschäden und für den Bau von Straßen, Parks und Sportflächen. Die größten Goldgruben des dominikanischen Staatshaushalts aber bleiben der Tourismus und die zonas francas (Zollfreizonen). Krisensicher scheint auch der Export von Bioprodukten, vor allem von Bananen und Kakao. Inzwischen setzt der Staat auch auf alternative Energien, z.B. mit Windparks in Pedernales und einer Solaranlage in Monte Plata.
Affen in der Dominikanischen Republik? Nein, die Totenkopfäffchen in den Monkey Jungles wurden extra für die Parks eingeführt. Aber auch ohne sie steht die Dominikanische Republik gut da: 129 Schutzgebiete, darunter 29 Nationalparks und ein Biosphärengebiet. Die unterschiedlichsten Landschaften warten darauf, entdeckt zu werden: schwüle tropische Regenwälder, zerklüftete Karstgebirge voller Höhlen, Mangrovensümpfe, Wüsten mit Kakteen, Salzseen und kühle Kiefernwälder im Hochgebirge. Welten, in denen du Flamingos und Kolibris beobachten kannst, Leguane und sogar Krokodile. Das großartigste Naturschauspiel aber spielt sich von Mitte Januar bis Ende März in der Samanábucht ab: der Besuch der Buckelwale! Die 30–40 t schweren Meeressäuger kommen in den Frühjahrsmonaten aus den nordatlantischen Gewässern um Neufundland, Grönland oder Island in die warme Karibik, um sich zu paaren oder ihre Jungen zu gebären und zu säugen, bis sie stark genug für die Rückwanderung zu den Futtergründen im Norden sind.
Einpeitschende Trommelrhythmen und spitze Trötentöne erfüllen die Luft, wenn die haitianischen Zuckerrohrarbeiter in ihren Siedlungen, den bateys, ihre Gagá-Feste zelebrieren. Die Prozessionen sind eine Mischung aus Voodoo und katholischem Glauben, werden von Bruderschaften organisiert und einer mambo (weiblich) oder einem hougan (männlich) angeführt. Achte mal auf die schwankenden, in Trance gefallenen Gestalten – sie tanzen mit ihren Göttern!
Indiana Jones hätte seine helle Freude an dieser Fülle alter magischer Zeichen, den Gesichtchen, Strichmännchen, symbolisierten Schlangen, Ei- dechsen und sogar Walen, die in der Dominikanischen Republik an die versunkene Welt der Taíno erinnern. Gemalt wurden sie auf die Wände unzähliger Höhlen (z. B. im Nationalpark Los Haïtises) oder eingeritzt in die Steine einst heiliger Wasserläufe wie des Río Chacuey. So richtig versunken ist die Welt der Taíno übrigens gar nicht: Vor allem im Westen des Landes bewahrten die Menschen die alten Kulte noch in ihren Herzen; davon zeugen u. a. die immer wieder frisch aufgestellten Kerzen am Kultstein auf dem Corral de los Indios vor den Toren von San Juan de la Maguana.
Das mangelhaft ausgeprägte Umweltbewusstsein in Ländern der Dritten Welt solltest du nicht durch den Kauf von Schmuck- und Dekostu"cken aus schwarzer Koralle, Schildkrötenpanzer oder Krokodilleder unterstu"tzen – außerdem ist ihre Einfuhr in Europa verboten!
Sei vorsichtig bei Angeboten auf der Straße, Geld zu tauschen – hier kannst du leicht u"bers Ohr gehauen werden, indem man dir unter gültigen jede Menge ungu"ltige Scheine andreht (der Betrügertrick heißt paquete chileno).
Stundenhotels fu"r heimliche Schäferstu"ndchen rahmen in Lateinamerika fast jeden Ort. Sie tragen Namen wie Paraíso oder Perlas del Amor. Wenn du also mit dem Auto unterwegs bist und ein Hotel suchst, solltest du dich nicht von der Leuchtreklame dieser Etablissements täuschen lassen. Du kannst dort zwar u"bernachten, aber zur Ruhe kommst du nicht.
Jeglicher Besitz von Drogen inklusive Cannabis wird streng bestraft. Wenn der Verdacht auf Handel besteht – und wie das Gegenteil beweisen? –, erhöht sich die Strafe auf bis zu 20 Jahre Haft! Entlassung auf Kaution wird nicht gewährt. Auch die Botschaften sind da machtlos.
Das könnte gefährlich werden, denn Schreckreaktionen sind ein unkalkulierbares Risiko auf den dicht von Autos und Mopeds befahrenen Straßen. Wenn jemand hinter dir hupt, will er dich darauf aufmerksam machen, dass er zum Überholen ansetzt. Es ist also eher eine Vorsichtsmaßnahme als Ausdruck von Aggressivität.
Von Reisen auf dem Landweg nach Haiti wird dringend abgeraten.
Die Grenze zwischen Haiti und der Dominikanischen Republik ist bis auf Weiteres teilweise geschlossen. Der kommerzielle Flugverkehr nach Haiti ist eingestellt. Grenzüberquerungen auf dem Landweg bedürfen der Notifizierung bei den dominikanischen Behörden; von Reisen auf dem Landweg wird dringend abgeraten. Einreisen nach Haiti auf dem Seeweg sind derzeit nicht möglich.
Die Dominikanische Republik gehört weltweit zu den Ländern mit der höchsten Quote an Verkehrstoten. Die Gefahr, im Straßenverkehr zu Schaden zu kommen, ist die größte Gefahr für ausländische Reisende. Die Gefahr durch Fußgänger oder Tiere auf der Straße und durch Autos oder Motorräder, die ohne Licht und möglicherweise in Gegenrichtung fahren, sowie durch schwer erkennbare Straßenschäden auf nicht oder schlecht beleuchteten Landstraßen zu Schaden zu kommen, ist bei Dunkelheit sehr viel höher als tagsüber.
Das Straßennetz in der Dominikanischen Republik - auch zwischen den verschiedenen Touristenzentren - ist gut ausgebaut. Straßenschäden sind aber an vielen Orten häufig.
Von Santo Domingo aus sind andere Regionen gut mit Fernbussen erreichbar. Züge für den Personenverkehr gibt es nicht.
Oft haben Autofahrer keinen Versicherungsschutz, manchmal auch keine Fahrerlaubnis. Deshalb ist die Gefahr von Fahrerflucht hoch. Bei einem Unfall mit Personenschaden kann es zur vorläufigen Festnahme des Unfallverursachers kommen.
Es kommt immer wieder vor, dass dominikanische Polizisten Touristen in Mietwagen wegen angeblicher Verkehrsdelikte anhalten und zur Zahlung von "Bußgeldern" auffordern.
Der deutsche Führerschein wird für einen touristischen Aufenthalt anerkannt. Die Mitnahme des Internationalen Führerscheins ist dennoch empfehlenswert.
Homosexuelle Handlungen sind nicht strafbar. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist aber insbesondere in ländlichen Gegenden nicht sehr ausgeprägt.
Drogenkonsum und Drogenhandel sind strafbar, auch bei geringen Mengen. Bei Verstößen gegen die Drogengesetzgebung werden in der Regel mehrjährige Freiheitsstrafen verhängt, eine Freilassung gegen Kaution ist ausgeschlossen. Haftstrafen müssen in der Regel unter schwierigsten Bedingungen vor Ort verbüßt werden.
Beim Erwerb von Immobilien kann es vorkommen, dass der Verkäufer tatsächlich nicht als Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist. Fälle von Betrug im Umfeld von Immobiliengeschäften kommen immer wieder vor.
Landeswährung ist der Dominikanische Peso (DOP). In fast allen Hotels, Geschäften und Restaurants werden alle gängigen Kreditkarten akzeptiert. Der Umtausch von Euro ist in Banken und Wechselstuben vor Ort möglich. Dabei kommt es vor, dass der Umtausch von 200 oder 500 EUR-Scheinen ablehnt wird. Es gibt zahlreiche Geldautomaten, an denen mit Kredit- und bestimmten Debitkarten (Girocard, mit Maestro) Bargeld abgehoben werden kann.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.
In Zusammenhang mit rückläufigen Impfungen gegen Diphtherie sind mehrere Fälle von Diphtherie und Todesfälle in der Dominikanischen Republik aufgetreten. Betroffen sind Kinder im gesamten Land.
Diphtherie ist eine bakterielle Erkrankung, die durch Tröpfchen übertragen wird, und über ein Toxin zu schweren Atemwegsbeschwerden, Herz-, Nieren- und Nervenerkrankungen führen kann. Unbehandelt verläuft die Hälfte der Fälle tödlich.
Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.
Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Dengue-Fieber.
Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Weitere Informationen siehe Chikungunya-Fieber.
Malaria ist eine schwerwiegende Erkrankung, die durch Mücken übertragen wird. Der Anteil der fast ausschließlich vorkommenden Malaria tropica (P. falciparum) beträgt über 99%. Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die zur Verfügung. Das Malariarisiko besteht ganzjährig und ist regional unterschiedlich:
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.
Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:
Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Cholera.
Insbesondere von April bis September besteht die Gefahr, dass Fische giftige Algen aufgenommen haben, die auch beim Menschen zu schweren Vergiftungen führen können (Ciguatera). Den Fischen selbst sind keinerlei Veränderungen anzumerken, siehe auch Ciguatera.
In der Dominikanischen Republik treten immer wieder einzelne Fälle von Tollwut auf, die zumeist von Hunden, Katzen oder Fledermäusen übertragen werden, siehe Tollwut.
Das medizinische Versorgungsangebot ist zumindest in Santo Domingo im privaten Sektor z.T. auf europäischem Niveau. Der öffentliche Sektor ist hinsichtlich personeller, apparativer, logistischer und z. T. hygienischer Ressourcen insbesondere in ländlichen Regionen überwiegend defizitär strukturiert.
Planbare Eingriffe sollten grundsätzlich in Deutschland erfolgen, da auch im privaten Sektor nicht immer Diagnostik- bzw. Behandlungsstandards entsprechend westeuropäischer medizinischer Leitlinien gewährleistet werden können.
Es existiert in der Dominikanischen Republik kein Sozialversicherungsabkommen. Deutsche Krankenkassen kommen für ambulante und stationäre Behandlungen in der Dominikanischen Republik oder gar für einen notwendigen Rücktransport nicht auf. Die Behandlungskosten in Arztpraxen und privaten Krankenhäusern sind deutlich höher als in Deutschland und grundsätzlich vor der Behandlung zu bezahlen. Personen, die ihre Rechnungen nicht begleichen können, werden regelmäßig in der Klinik festgehalten und erst nach Erteilung einer Kostenübernahmeerklärung durch die Krankenversicherung oder Zahlung der entstandenen Behandlungskosten entlassen. Eine einfache Bestätigung der Versicherung über das Bestehen von Auslandskrankenversicherungsschutz oder eine vorläufige Kostenübernahmeerklärung der Versicherung reichen vielen Arztpraxen und privaten Krankenhäusern nicht aus.
Im Erkrankungsfall finden Sie auf der Webseite der deutschen Botschaft in Santo Domingo Ärzte und Krankenhäuser in der Dominkanischen Republik.
Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss auch den medizinischen Haftungsausschluss
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Es kann vereinzelt zu Protesten und Demonstrationen kommen, bei denen gewaltsame Auseinandersetzungen nicht ausgeschlossen werden können. Touristengegenden waren bisher nicht betroffen.
Die Kriminalitätsrate ist relativ hoch. Auch Touristen laufen Gefahr, Opfer eines Raubüberfalls oder eines anderen Gewaltverbrechens zu werden. Trotz der Bemühungen der dominikanischen Regierung, einen sicheren Tourismus zu gewährleisten, kommt es sowohl in Santo Domingo als auch in den Touristengebieten immer wieder zu bewaffneten Überfällen. Diese gehen häufig von Tätern auf Motorrädern aus, die v.a. an Mobiltelefonen, Rucksäcken, Handtaschen und Schmuck interessiert sind. Auch Autofahrer können Opfer von Überfällen werden, wenn sie z. B. im Stau oder vor einer roten Ampel stehen.
Im Umfeld der Prostitution und des Drogenhandels besteht ein besonders hohes Risiko für Straftaten.
An Flughäfen wie Punta Cana, Puerto Plata oder Santo Domingo wird gezielt nach Drogenkurieren gefahndet, auch unter Einsatz von Röntgengeräten und speziell abgerichteten Spürhunden. Immer wieder werden auch deutsche Drogenkuriere bei der Ausreise von den Behörden entdeckt, festgenommen und zu Haftstrafen von bis zu 30 Jahren verurteilt.
Deutsche Reisende werden nicht nur Opfer von Gewaltverbrechen, sondern solcher auch beschuldigt. Insbesondere Gewalt gegen Frauen ist in der Dominikanischen Republik kein Kavaliersdelikt, sondern wird sehr hart geahndet. Auch vermeintlich minder schwere Übergriffe (verbale Ausfälligkeiten, Anrempeln) können zu Verhaftungen und mehrjährigen Haftstrafen führen. Ein respektvoller Umgang, z.B. mit Hotelpersonal, und ein korrektes Auftreten im Fall von Beschwerden sollten auch aus diesem Grund eine Selbstverständlichkeit sein.
Die Touristenpolizei POLITUR bietet eine mehrsprachige (darunter auch Deutsch) Notruf-App (Android und iOS), über die Betroffene von Verbrechen telefonisch oder per Chat Kontakt aufnehmen können, (Webseite ist nur aus der Region erreichbar).
Es herrscht tropisches Klima. Von Mai bis November ist Hurrikan-Saison. Vor allem in dieser Zeit ist mit Tropenstürmen, Starkregen und Überschwemmungen zu rechnen.
Die Dominikanische Republik befindet sich in einer seismisch aktiven Zone, sodass es zu Erdbeben kommen kann.
Von Reisen auf dem Landweg nach Haiti wird dringend abgeraten.
Die Grenze zwischen Haiti und der Dominikanischen Republik ist bis auf Weiteres teilweise geschlossen. Der kommerzielle Flugverkehr nach Haiti ist eingestellt. Grenzüberquerungen auf dem Landweg bedürfen der Notifizierung bei den dominikanischen Behörden; von Reisen auf dem Landweg wird dringend abgeraten. Einreisen nach Haiti auf dem Seeweg sind derzeit nicht möglich.
Die Dominikanische Republik gehört weltweit zu den Ländern mit der höchsten Quote an Verkehrstoten. Die Gefahr, im Straßenverkehr zu Schaden zu kommen, ist die größte Gefahr für ausländische Reisende. Die Gefahr durch Fußgänger oder Tiere auf der Straße und durch Autos oder Motorräder, die ohne Licht und möglicherweise in Gegenrichtung fahren, sowie durch schwer erkennbare Straßenschäden auf nicht oder schlecht beleuchteten Landstraßen zu Schaden zu kommen, ist bei Dunkelheit sehr viel höher als tagsüber.
Das Straßennetz in der Dominikanischen Republik – auch zwischen den verschiedenen Touristenzentren - ist gut ausgebaut. Straßenschäden sind aber an vielen Orten häufig.
Von Santo Domingo aus sind andere Regionen gut mit Fernbussen erreichbar. Züge für den Personenverkehr gibt es nicht.
Oft haben Autofahrer keinen Versicherungsschutz, manchmal auch keine Fahrerlaubnis. Deshalb ist die Gefahr von Fahrerflucht hoch. Bei einem Unfall mit Personenschaden kann es zur vorläufigen Festnahme des Unfallverursachers kommen.
Es kommt immer wieder vor, dass dominikanische Polizisten Touristen in Mietwagen wegen angeblicher Verkehrsdelikte anhalten und zur Zahlung von „Bußgeldern" auffordern.
Der deutsche Führerschein wird für einen touristischen Aufenthalt anerkannt. Die Mitnahme des Internationalen Führerscheins ist dennoch empfehlenswert.
Homosexuelle Handlungen sind nicht strafbar. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist aber insbesondere in ländlichen Gegenden nicht sehr ausgeprägt.
Drogenkonsum und Drogenhandel sind strafbar, auch bei geringen Mengen. Bei Verstößen gegen die Drogengesetzgebung werden in der Regel mehrjährige Freiheitsstrafen verhängt, eine Freilassung gegen Kaution ist ausgeschlossen. Haftstrafen müssen in der Regel unter schwierigsten Bedingungen vor Ort verbüßt werden.
Beim Erwerb von Immobilien kann es vorkommen, dass der Verkäufer tatsächlich nicht als Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist. Fälle von Betrug im Umfeld von Immobiliengeschäften kommen immer wieder vor.
Landeswährung ist der Dominikanische Peso (DOP). In fast allen Hotels, Geschäften und Restaurants werden alle gängigen Kreditkarten akzeptiert. Der Umtausch von Euro ist in Banken und Wechselstuben vor Ort möglich. Dabei kommt es vor, dass der Umtausch von 200 oder 500 EUR-Scheinen ablehnt wird. Es gibt zahlreiche Geldautomaten, an denen mit Kredit- und bestimmten Debitkarten (Girocard, ggf. mit Maestro) Bargeld abgehoben werden kann.
Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Anmerkungen:
Alle Reisenden müssen zu jeder Ein- und Ausreisezwecken ein einheitliches elektronisches Formular („E-Ticket") ausfüllen. Der QR-Code dieses E-Tickets wird oft schon beim Check-In am Flughafen verlangt. Ergänzende Hinweise erteilt die dominikanische Migrationsbehörde.
Bei Einreise zu touristischen Aufenthalten müssen ausländische Reisepässe der EU mindestens für die Dauer des Aufenthalts in der Dominikanischen Republik gültig sein; dies gilt auch für vorläufige Reisepässe. Zudem muss ein gültiges Rückflugticket vorgelegt werden können.
Die Praxis und die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften/Reiseveranstalter an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab.
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die einmalige Einreise und einen Aufenthalt bis zu 30 Tagen kein Visum.
Bei einem Aufenthalt von mehr als 30 Tagen muss beim zuständigen Ausländeramt (Departamento de Extranjería, Dirección General de Migración) eine gebührenpflichtige Verlängerung beantragt werden.
Erfolgt keine Verlängerung, so ist bei der Ausreise am Flughafen ab einem Aufenthalt von mehr als 30 Tagen eine Geldbuße zu zahlen, deren Höhe von der Dauer der Überziehung des zulässigen Aufenthalts abhängt.
Reisende, die beabsichtigen, ihren regelmäßigen Wohnsitz in die Dominikanische Republik zu verlegen, müssen bei der Botschaft der Dominikanischen Republik in Berlin oder einem Generalkonsulat ein Visum für einen Daueraufenthalt („Residencia") beantragen. Die Beantragung der Aufenthaltserlaubnis direkt in der Dominikanischen Republik ist ohne vorheriges auf den Aufenthaltszweck abgestimmtes Einreisevisum nicht mehr möglich.
Das Vorhandensein eines gültigen Aufenthaltstitels wird in letzter Zeit durch die dominikanischen Behörden verstärkt kontrolliert, auch bei Straßenkontrollen durch die Polizei. Wird dabei festgestellt, dass ein im Land befindlicher Ausländer keinen gültigen Aufenthaltstitel besitzt, können Strafmaßnahmen bis hin zur Inhaftierung erfolgen.
Nach Angaben der dominikanischen Migrationsbehörde kann der illegale Aufenthalt im Land zu einer Wiedereinreisesperre führen.
Minderjährige, die permanent in der Dominikanischen Republik leben oder die (auch) die dominikanische Staatsangehörigkeit besitzen und nicht mit beiden Elternteilen reisen, benötigen zur Ausreise eine notarielle, von der Procuraduría General de la República Dominicana beglaubigte Genehmigung des nicht mitreisenden Elternteils.
Um Probleme bei der Wiederausreise zu vermeiden, sollten in einem solchen Fall allein reisende Minderjährige oder Minderjährige, die nur von einem der sorgeberechtigten Elternteile begleitet werden, die Genehmigung der Sorgeberechtigten bzw. des anderen Sorgenberechtigten (beglaubigt durch die dominikanische Botschaft in Deutschland) mit sich führen.
Die Einfuhr von Devisen ist unbegrenzt erlaubt, ab einem Wert von 10.000 US-Dollar aber deklarationspflichtig. Die Meldung erfolgt auf der Zollerklärung, die Reisende bei Ankunft ausfüllen und dem Zoll aushändigen. Zuwiderhandlung ist strafbar.
Gegenstände für den persönlichen Bedarf dürfen zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von Lebensmitteln ist untersagt.
Für die Einreise mit Haustieren ist ein amtstierärztliches Zeugnis erforderlich, welches innerhalb von 72 Stunden vor Abflugdatum ausgestellt wurde. Dieses muss den Namen und die Adresse des Besitzers sowie die vollständige Identifizierung des Tieres enthalten und zertifizieren, dass das Haustier frei von ansteckbaren Krankheiten ist, gegen Tollwut geimpft wurde, gegen interne und externe Parasiten behandelt wurde und aus einem Gebiet kommt, in dem in den letzten 60 Tagen keine für die Art bedeutsamen Krankheiten aufgetreten sind.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.
In Zusammenhang mit rückläufigen Impfungen gegen Diphtherie sind mehrere Fälle von Diphtherie und Todesfälle in der Dominikanischen Republik aufgetreten. Betroffen sind Kinder im gesamten Land.
Diphtherie ist eine bakterielle Erkrankung, die durch Tröpfchen übertragen wird, und über ein Toxin zu schweren Atemwegsbeschwerden, Herz-, Nieren- und Nervenerkrankungen führen kann. Unbehandelt verläuft die Hälfte der Fälle tödlich.
Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.
Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Dengue-Fieber.
Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Weitere Informationen siehe Chikungunya-Fieber.
Malaria ist eine schwerwiegende Erkrankung, die durch Mücken übertragen wird. Der Anteil der fast ausschließlich vorkommenden Malaria tropica (P. falciparum) beträgt über 99%. Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung. Das Malariarisiko besteht ganzjährig und ist regional unterschiedlich:
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.
Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:
Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Cholera.
Insbesondere von April bis September besteht die Gefahr, dass Fische giftige Algen aufgenommen haben, die auch beim Menschen zu schweren Vergiftungen führen können (Ciguatera). Den Fischen selbst sind keinerlei Veränderungen anzumerken, siehe auch Ciguatera.
In der Dominikanischen Republik treten immer wieder einzelne Fälle von Tollwut auf, die zumeist von Hunden, Katzen oder Fledermäusen übertragen werden, siehe Tollwut.
Das medizinische Versorgungsangebot ist zumindest in Santo Domingo im privaten Sektor z.T. auf europäischem Niveau. Der öffentliche Sektor ist hinsichtlich personeller, apparativer, logistischer und z. T. hygienischer Ressourcen insbesondere in ländlichen Regionen überwiegend defizitär strukturiert.
Planbare Eingriffe sollten grundsätzlich in Deutschland erfolgen, da auch im privaten Sektor nicht immer Diagnostik- bzw. Behandlungsstandards entsprechend westeuropäischer medizinischer Leitlinien gewährleistet werden können.
Es existiert in der Dominikanischen Republik kein Sozialversicherungsabkommen. Deutsche Krankenkassen kommen für ambulante und stationäre Behandlungen in der Dominikanischen Republik oder gar für einen notwendigen Rücktransport nicht auf. Die Behandlungskosten in Arztpraxen und privaten Krankenhäusern sind deutlich höher als in Deutschland und grundsätzlich vor der Behandlung zu bezahlen. Personen, die ihre Rechnungen nicht begleichen können, werden regelmäßig in der Klinik festgehalten und erst nach Erteilung einer Kostenübernahmeerklärung durch die Krankenversicherung oder Zahlung der entstandenen Behandlungskosten entlassen. Eine einfache Bestätigung der Versicherung über das Bestehen von Auslandskrankenversicherungsschutz oder eine vorläufige Kostenübernahmeerklärung der Versicherung reichen vielen Arztpraxen und privaten Krankenhäusern nicht aus.
Im Erkrankungsfall finden Sie auf der Webseite der deutschen Botschaft in Santo Domingo Ärzte und Krankenhäuser in der Dominkanischen Republik.
Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss auch den medizinischen Haftungsausschluss
Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.
Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung ist für Aufenthalte in der Dominikanischen Republik verpflichtend.
In Santo Domingo gibt es einen Notfall-Service.
Medikamente (z. B. gegen Durchfallerkrankungen) sowie Mittel zum Mücken- und Sonnenschutz sollten ausreichend mitgebracht werden.
| Titel | Besondere Vorsichtsmaßnahmen | Gesundheitszeugnis erforderlich |
|---|---|---|
| Typhus | 3 | - |
| Hepatitis A und B | 5 | - |
| Gelbfieber | 1 | - |
| Dengue Fieber | 4 | - |
| Malaria | 2 | - |
[1] Für Reisende, die aus einem Gelbfiebergebiet einreisen, ist eine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben.
[2] Die gefährlichere Malariaform Plasmodium falciparum tritt ganzjährig und landesweit auf. Das Ansteckungsrisiko ist landesweit gering.
Gute Mückenschutzmaßnahmen werden empfohlen. Eine Beratung beim Tropenarzt wird empfohlen.
[3] Typhus kommt vor. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.
[4] Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Je nach Stärke und Dauer der Sommerregenfälle ist bis in den Herbst durch die damit verbundene Vermehrung der Stechmücken auch mit einem höheren Risiko für Dengue-Fieber zu rechnen. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. Eine Impfung gegen Dengue-Fieber ist verfügbar.
[5] Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
[6] Tollwut kommt vereinzelt vor (durchschnittlich 1-3 Fälle pro Jahr). Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Für einen Daueraufenthalt wird u.a. ein negativer HIV-Test gefordert. Für eine Aufenthaltsverlängerung wird ein medizinisches Gutachten verlangt.
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
Bilharziose-Erreger kommen landesweit in Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Die durch Stechmücken übertragene Virusinfektion Chikungunya kommt vor. Konsequenter Schutz vor Insekten wird empfohlen.
HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
| Titel | Pass erforderlich | Visum erforderlich | Rückflugticket erforderlich |
|---|---|---|---|
| Schweiz | Ja | 1 | Ja |
| Österreich | Ja | 1 | Ja |
| Deutschland | Ja | 1 | Ja |
| Türkei | Ja | 1 | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja | 1 | Ja |
Allgemein erforderlich, der Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Ausnahme: Staatsangehörige von EU-Staaten können bis zum 31. Dezember 2026 mit einem Reisepass in die Dominikanische Republik einreisen, der mindestens während des Aufenthalts gültig ist.
Bei der Antragstellung für ein Visum muss der Reisepass noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Pass- und Visabestimmungen können sich ändern, und Fluggesellschaften können unterschiedliche Anforderungen stellen. Die Angaben sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung korrekt. Reisende sollten sich vor der Abreise bei der zuständigen Botschaft informieren, besonders bei einem Transit über ein Drittland. Für Unannehmlichkeiten oder Verluste, die durch Änderungen dieser Bestimmungen entstehen, übernehmen wir keine Haftung.
Achtung: Reisende in die Dominikanische Republik müssen sich sowohl vor der Einreise als auch vor der Ausreise elektronisch registrieren.
Ein Visum ist allg. erforderlich u.a. für die Staatsbürger in der obigen Tabelle genannten Länder.
Visum bei der Einreise
[1] Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen visumfrei einreisen (einmalige Einreise). Eine Verlängerung des Aufenthalts muss beim Ausländeramt (Departamento de Extranjería, Dirección General de Migración) rechzeitig beantragt werden und ist gebührenpflichtig. Bei unbewilligter Überziehung des Aufenthalts wird eine Strafe fällig:
(a) Deutschland, Österreich und alle anderen EU-Länder,
(b) Schweiz und
(c) Türkei.
Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren oder noch gültiger maschinenlesbarer Kinderreisepass (dieser wird seit dem 1.1.2024 nicht mehr ausgestellt; bereits vorhandene Kinderreisepässe können bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit entsprechend der Einreisebestimmungen der einzelnen Länder genutzt werden).
Österreicher: Eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Minderjährige unter 18 Jahren aller Nationalitäten, die nicht in Begleitung eines Erziehungsberechtigten ein- oder ausreisen oder nur in Begleitung eines Elternteils, müssen eine von Generalstaatsanwalt der Republik legalisierte beglaubigte Vollmachtserklärung des/der abwesenden Elternteils/-teile mit sich führen. Es empfiehlt sich in jedem Fall, sich über die genauen Bestimmungen und Modalitäten bei der zuständigen diplomatischen Vertretung zu informieren, da diese von Fall zu Fall unterschiedlich sind.
Für Hunde und Katzen werden pro Tier ein aktuelles Gesundheitszeugnis und ein gültiger Impfpass benötigt. Das Gesundheitszeugnis darf maximal 15 Tage vor der Ankunft im Herkunftsland ausgestellt worden sein. Es muss bestätigen, dass das Tier gesund ist und dass es aus einer Gegend kommt, die innerhalb der letzten 3 Monate frei von gefährlichen Krankheiten war. Die Tiere müssen mindestens 30 Tage und maximal 12 Monate vor der Ankunft gegen Tollwut geimpft worden sein. Der Impfpass und das Gesundheitszeugnis müssen von der zuständigen diplomatischen Vertretung übersetzt und beglaubigt werden.
Für Vögel, Fische und Kleintiere wird eine Bewilligung der Dirección de Ganaderia, Secretaria de Estado de Agricultura in Santo Domingo benötigt, die ggf. die Quarantänedauer festlegt.
Touristenvisum: bei postalischer Antragstellung: 1 Woche; Expressbearbeitung: 2 Werktage; bei persönlicher Antragstellung: ca. 2 Std.
Geschäfts- und Studentenvisum: ca. 1 Woche, Expressbearbeitung: 2 Werktage.
Arbeitsvisum: 2-3 Wochen.
Touristenvisum: 60 Tage.
Studentenvisum: bis zu 1 Jahr.
Geschäftsvisum: Bis zu 60 Tage oder einem Jahr gültig, es kann für mehrfache Einreisen genutzt werden.
Soll ein touristischer Aufenthalt länger als 30 Tage dauern, muss man beim zuständigen Ausländeramt (Departamento de Extranjería, Dirección General de Migración) eine gebührenpflichtige Verlängerung beantragen.
Touristen-, Arbeits-/Geschäfts- und Studentenvisum. Alle Visa müssen von den Behörden in der Dominikanischen Republik beglaubigt werden.
Deutsche, Österreicher sowie Staatsangehöriger aller anderen EU-Staaten sowie Schweizer und Türken benötigen für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen kein Visum, müssen aber eine Touristengebühr bezahlen, die im Flugticket inkludiert ist.
Touristengebühr: 15 € bzw. 20 CHF bzw. 10 US$ € für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen. Hinweis: Die Touristengebühr wurde früher in Form einer Touristenkarte erhoben. Inzwischen ist die Touristengebühr im Flugticket inbegriffen. Eine Touristengebühr entfällt für alle Nationalitäten, die ein Visum für die Dominikanische Republik beantragen müssen (Staatsangehörige zahlreicher afrikanischer und asiatischer Länder). Außerdem entfällt die Touristengebühr für die Staatsangehörigen der folgenden Länder: Argentinien, Chile, Ecuador, Israel, Japan, Peru, Südkorea und Uruguay. Nähere Informationen sind von den Fluggesellschaften erhältlich.
Die Visumgebühren für Touristen- oder Geschäftsvisa sind im Einzelfall bei den zuständigen konsularischen Vertretungen zu erfragen, da sie von der Nationalität, der Dauer des Aufenthaltes und dem aktuellen Wechselkurs abhängig sind.
Da die für ein Visum erforderlichen Unterlagen je nach Nationalität und Reisezweck unterschiedlich sind, sollten diese im Einzelfall telefonisch von der zuständigen konsularischen Vertretung erfragt werden.
Touristenvisum:
(a) 1 Antragsformular.
(b) 1 aktuelles Passfoto.
(c) Reisepass, der bei der Antragstellung noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(d) Kopie des Rück-/Weiterreisetickets bzw. Buchungsbestätigung, Unterkunftsnachweis.
(e) Nachweis ausreichender Geldmittel (Einkommensnachweis oder Arbeitsbescheinigung mit Bruttoverdienst).
(f) Gebühr (bei Antragstellung in bar bzw. per Verrechnungsscheck oder Banküberweisung mit Beleg).
(g) ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
Geschäftsvisum zusätzlich: Entsendungsschreiben der eigenen Firma und Einladungsschreiben der zu besuchenden Firma.
1 Dominikanischer Peso = 100 Centavos. Währungskürzel: RD$, DOP (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 2000, 1000, 500, 200, 100, 50, 20 und 10 RD$; Münzen in den Nennbeträgen 1, 5, 10 und 25 RD$.
Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist nicht gestattet. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt und ab einem Gegenwert von 10.000 US$ in bar deklarationspflichtig. Ausfuhr von Fremdwährungen in bar bis maximal der bei der Einreise deklarierten Beträge, abzüglich der Umtauschbeträge, gestattet. (Umtauschbelege aufbewahren!)
Mastercard, Visa, American Express und Diners Club werden in fast allen Hotels, Geschäften und Restaurants akzeptiert (die Bezahlung mit Bargeld ist jedoch aus Sicherheitsgründen empfohlen). An Geldautomaten kann mit der Kreditkarte und Pinnummer Geld abgehoben werden. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks werden in der Dominikanischen Republik nicht mehr akzeptiert.
Mo-Fr 08.00-15.00/16.00 Uhr, Sa 09.00-13.00 Uhr. In Einkaufszentren auch Mo-Fr 09.00-19.00, Sa 09.00-13.00 Uhr.
Folgende Artikel können zollfrei in die Dominikanische Republik eingeführt werden (Personen ab 18 J.):
20 Schachteln Zigaretten oder 25 Zigarren oder 200 g Tabak;
3 l freiverkäufliche alkoholische Getränke (Wein, Bier, Rum, Whisky, Likör);
Geschenke im Gesamtwert von bis zu 500 US$.
Reisende dürfen Bücher und Zeitschriften für den persönlichen Gebrauch steuerfrei einführen. Im persönlichen Reisegepäck darf sich maximal ein Musikinstrument für den eigenen Gebrauch befinden.
Die Freimengen für zollfreie Waren können sich ändern, manchmal auch kurzfristig, zum Beispiel durch neue Vorschriften oder äußere Umstände. Die Angaben sind immer so aktuell wie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Reisende sollten vor ihrer Reise die aktuellen Freimengen bei den zuständigen Zollbehörden überprüfen. Wir übernehmen keine Verantwortung für Probleme oder Verluste, die durch Änderungen dieser Regeln entstehen.
Lebensmittel, tierische, pflanzliche und andere landwirtschaftliche Produkte (einschließlich Obst, Gemüse und Pflanzen) sowie Drogen.
Diese Liste ist nicht vollständig. Reisende sollten die offizielle Zoll-Website konsultieren oder die Botschaft beziehungsweise das Konsulat in ihrer Nähe kontaktieren, um die aktuellsten Informationen zu erhalten.
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