Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Tschechische Republik

Steckbrief

Tschechische Republik - Fakten

Ländername Tschechische Republik (Česká republika), Kurzform: Tschechien (Česko)
Klima Gemäßigtes Kontinentalklima
Beste Reisezeit Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember
Lage Mitteleuropäischer Binnenstaat mit Grenzen zu Deutschland, Polen, der Slowakei und Österreich
Fläche 78.867 Quadratkilometer
Hauptstadt Prag mit 1,28 Millionen Einwohnern (Dezember 2016)
Bevölkerung 10,58 Millionen Einwohner (Juli 2017), davon 95,6 % Tschechen, und u.a. 1,0 % Ukrainer, 0,9 % Slowaken, 0,5 % Vietnamesen, 0,3 % Russen, 0,2 % Polen, 0,2 % Deutsche und ca. 200 000 bis 250 000 Roma; Wachstumsrate: +0,1 %
Sprache Tschechisch
Religion Römisch-Katholisch 39,2 %, Protestantisch 4,6 %, Orthodox 3 %, andere 13,4 %
Nationaltag 28. Oktober (Gründung der Tschechoslowakischen Republik)
Unabhängigkeit 28. Oktober 1918: Gründung der Tschechoslowakischen Republik, 16. Juni 1960: Umbenennung in Tschechoslowakische Sozialistische Republik (ČSSR), 29. März 1990: nach "Samtener Revolution" Umbenennung in Tschechoslowakische Föderative Republik (ČSFR), 1. Januar 1993: Nach einvernehmlicher Trennung Entstehung der Tschechischen Republik (Auflösung der ČSFR
Staats-/Regierungsform Parlamentarische Demokratie
Staatsoberhaupt Präsident der Republik Miloš Zeman (SPO), Amtsantritt am 8. März 2013 (gewählt am 25./26. Januar 2013, Amtszeit fünf Jahre), wiedergewählt in einer Stichwahl gegen Jiří Drahoš am 26./27.01.2018 mit ~51 Prozent der Stimmen
Vertreter des Staatsoberhaupts Je nach Aufgabe und Konstellation der Ministerpräsident, Vorsitzende des Abgeordnetenhauses oder Vorsitzende des Senats
Regierungschef Ministerpräsident Andrej Babiš (ANO), seit 6. Dezember 2017, Rücktritt nach gescheiterter Vertrauensabstimmung am 16.01.2018. Derzeit geschäftsführend im Amt.
Außenminister Martin Stropnický (ANO), geschäftsführend.
Parlament Zwei Kammern:Abgeordnetenhaus des Parlaments der Tschechischen Republik (Poslanecká sněmovna Parlamentu České republiky) mit 200 Abgeordneten (Wahl alle vier Jahre, zuletzt am 20. und 21. Oktober 2017) Zusammensetzung: 78 ANO, 25 ODS, 22 Piratenpartei, 22 SPD, 15 KSČM, 15 ČSSD, 10 KDU-ČSL, 7 TOP09, 6 Bürgermeisterbewegung STAN, Vorsitzender des Abgeordnetenhauses: Radek Vondráček (ANO) seit 22. November 2017Senat des Parlaments der Tschechischen Republik (Senát Parlamentu České republiky) mit 81 Senatoren (Amtszeit sechs Jahre, alle zwei Jahre wird jeweils ein Drittel neu gewählt), Vorsitzender des Senats: Milan Štěch (ČSSD), seit 2010 (letzte Wahl 2016)
Währung Tschechische Krone (Kč bzw. CZK), 1 Krone = 0,04 Euro; 1 Euro = 25,41 Kronen (März 2018
Zeitzone UTC+1 MEZUTC+2 MESZ (III bis X)
Stromnetz 230 V/50 Hz
Reiseadapter C, E
Kfz-Länderkennzeichen CZ
ISO-3166 CZ, CZE
Internet-TLD .cz
Landesvorwahl +420
Website http://www.czech.cz/
Reisepass & Visum Nicht notwendig
Geeignet für Outdoor, Wintersport, Feiern

Geographie

Die Abfolge von Gebirgen und Beckenlandschaften auf kleinem Raum bedingt ein sehr abwechslungsreiches Landschaftsbild. Das Böhmische Becken, in dessen Zentrum Prag liegt, wird von gewellten Hügelländern durchzogen. Die Randgebirge des Landes erreichen in den Sudeten eine Höhe von 1600 m. Auch die Mährische Senke im Osten der Tschechischen Republik wird von Gebirgen umschlossen. Die im Riesengebirge entspringende Elbe und die Moldau sind die größten Flüsse. Das Land ist reich an Mineralquellen. Kur- und Badeorte wie Karlsbad (Karlovy Vary) und Marienbad (Mariánské Lázně) sind weltbekannt.

Politik und Bevölkerung

Die aus der Tschechoslowakei hervorgegangene Tschechische Republik ist seit dem 1. Januar 1993 eine unabhängige Republik mit einem Zweikammerparlament. Seit 2004 ist das Land EU-Mitglied. Die Bevölkerung besteht zu 90 % aus Tschechen. Nationale Minderheiten sind Slowaken, Ungarn, Polen, Deutsche und Ukrainer. Fast drei Viertel der Einwohner leben in Städten. Fast 80 % der Tschechen sind konfessionslos, der Rest ist überwiegend christlichen Glaubens.

Geschichte und Kultur

Bereits sehr früh von slawischen, germanischen und keltischen Stämmen besiedelt, gehörten Böhmen und Mähren im 9. Jh. zum Großmährischen Reich. In den folgenden Jahrhunderten war Böhmen durch vielfältige Beziehungen mit dem Deutschen Reich verbunden und erlebte im 14. Jh. unter Kaiser Karl IV. eine Blütezeit. 1348 wurde in Prag die erste Universität nördlich der Alpen gegründet. Nach der hussitischen Reformbewegung im 15. Jh. begann Anfang des 16. Jh. die 400-jährige Herrschaft der Habsburger, die Österreich, Böhmen, Mähren und Ungarn in einem Großreich vereinten. 1918 entstand im Zusammenschluss mit der Slowakei die erste Tschechoslowakische Republik. 1938/39 wurde das tschechische Territorium von deutschen Truppen besetzt. 1948 legte die neue Verfassung den Charakter der ČSSR als Volksdemokratie fest. Der „Prager Frühling“ 1968 wurde durch Truppen des Ostblocks niedergeschlagen. Mit der „Samtenen Revolution“ fand 1989 der Systemwechsel zur Demokratie statt. Im Schnittpunkt kultureller Einflüsse aus Osten und Westen gelegen, besitzt das Land eine Vielzahl von Schätzen aller Kulturepochen.

Tschechische Republik - Geschichte

1348 Gründung der Karls-Universität in Prag. Es ist die erste Universität in Mitteleuropa
1355 Der böhmische König Karl IV. wird Kaiser des Heiligen Römischen Reichs
1415 Reformator Jan Hus wird als Ketzer verbrannt, es kommt in Böhmen zu Unruhen, Schlachten und Kriegen
1526 Ferdinand I. wird böhmischer König. Beginn der Habsburger-Herrschaft
1583 Rudolf II. sorgt für eine Blütezeit in Kunst und Wissenschaft
1620 Schlacht am Weißen Berg: Die Habsburger verstärken ihren Einfluss
Ab Ende des 18. Jhs. Forderung nach einem selbstbestimmten Staat
1918 Gründung der Tschechoslowakei
1938 Münchner Abkommen: Zerschlagung der Tschechoslowakei
1939 Deutsche Truppen marschieren ins Land ein
1945 Die Vertreibung der Sudetendeutschen beginnt
1948 Kommunistische Machtübernahme
1968 Prager Frühling: Niederschlagung der Liberalisierungsbewegung im August
1989/1990 "Samtene Revolution": Ende der kommunistischen Herrschaft
1993 Tschechien und die Slowakei werden zu eigenständigen Staaten
2004 EU-Beitritt
2007 Beitritt zum Schengen-Raum
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Vlašská 19 | 11801 Prag 1 | Tel. 257113111 | www.prag.diplo.de

Botschaft der Republik Österreich

Viktora Huga 10 | 15115 Prag 5 | Tel. 257090511 | www.bmeia.gv.at/botschaft/prag.html

Botschaft der Schweiz

Pevnostni 9 | 16201 Prag | Tel. 220400611 | www.eda.admin.ch/prag

Notruf

Notarzt und Feuerwehr: Tel. 112; Polizei: Tel. 156

Internetcafés & WLAN

Selbst in kleinen Orten bieten viele Cafés, Hotels und Restaurants einen drahtlosen Internetzugang an. Auch Internetcafés sind verbreitet. Wenn Sie sich mit Ihrem eigenen Notebook per Wlan ins Netz einwählen, ist dieser Service häufig kostenlos. Im Internetcafé bezahlen Sie für eine Stunde bisweilen lediglich 1 Euro; entlang der Touristenstrecken sind die Preise teils um ein Mehrfaches höher.

Telefon & Handy

In Tschechien gibt es drei Mobilfunk-Anbieter, die allesamt Tochtergesellschaften von internationalen Firmen sind: Telefónica O2, T-Mobile und Vodafone. Wenn Sie viel telefonieren möchten, lohnt sich der Kauf einer tschechischen Prepaid-Karte: Für weniger als 10 Euro finden Sie bei jedem der Anbieter eine solche Karte für Ihr eigenes Handy, in den meisten Fällen entspricht der Kaufpreis dem bereits aufgeladenen Guthaben. Die Mobilfunk-Provider unterhalten Filialen in allen größeren Städten. Guthabenkarten gibt es dann auch am Kiosk. Die Vorwahl nach Deutschland lautet 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041, nach Tschechien 00420.

Medien

Fremdsprachige Zeitungen erscheinen nur in Prag. Aktuelle Veranstaltungshinweise (Rubrik: Stadtmagazin) finden sich in der deutschsprachigen Prager Zeitung (www.pragerzeitung.cz) und der englischen Prague Post (www.praguepost.com). Diese beiden wöchentlich erscheinenden Zeitungen liegen im ganzen Land an gut sortierten Kiosken aus.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Sie sind ein Volk von Musikbegeisterten, die Tschechen: Die vielen Festivals, die sie alljährlich ihren Superstars Dvořák, Smetana und Co. widmen, sprechen eine eindeutige Sprache. Aber auch wenn Ihnen der Sinn nach anderen Musikrichtungen steht, gibt es für Sie die passenden Angebote, etwa das Rock-for-People-Festival, dass im Sommer in Hradec Králové stattfindet.Fest steht: Es wird gern, oft und ausgiebig gefeiert. Neben den großen, überregional bekannten Festen gibt es noch in fast jedem Ort eine Reihe lokaler Feierlichkeiten, Sport- und Kulturveranstaltungen.

Feste & Veranstaltungen

Januar

Der Skimarathon Jizerská 50 im Isergebirge nahe Liberec lockt jedes Jahr einige Hundert Langlauffans an die 50 km lange Strecke. www.jiz50.cz

Mai

Für den Prager Marathon wird die halbe Altstadt gesperrt. Die Athleten laufen auf einer wunderschönen Strecke entlang der Moldau. www.pim.cz

Mai/Juni

Der Prager Frühling ist das bedeutendste Klassikfestival des Landes, bei dem hochkarätige Solisten aus aller Welt aufspielen. www.festival.cz

Juni

Am zweiten Juniwochenende findet in Pelhřimov das Festival der Rekorde statt. Hier gibt es ein Museum der Rekorde und Kuriositäten, in dem die verrücktesten Ideen dokumentiert sind (tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 25 Kč | Nábřeží rekordů a kuriozit 811 | www.dobryden.cz) .

Das internationale Folklorefestival in Strážnice findet immer am letzten Juniwochenende statt. www.nulk.cz

Juni/Juli

Beim Opernfestival Litomyšl blüht die Geburtsstadt von Bedřich Smetana für drei Wochen auf. Es ist Tschechiens größtes Klassik-Open-Air-Festival. Die Konzerte mit Starbesetzung locken Zuschauer von weither an. www.smetanovalitomysl.cz

Juli/August

Wenn in Karlsbad das internationale Filmfestival anläuft, platzt die Stadt aus allen Nähten: Hollywoodprominenz und Zuschauer aus ganz Europa drängen sich in Dutzenden Festsälen. www.iffkv.cz

Das Rock-for-people-Festival in Hradec Králové ist zum Dauerbrenner für ein junges Publikum geworden. Ein kleiner Flughafen wird zum Festivalgelände. www.rockforpeople.cz

Das Weltmusikfestival Colours of Ostrava dauert vier Tage, auf der Bühne stehen Bands von allen Kontinenten. www.colours.cz

Zur Erinnerung an das erste Fass Bier, das 1842 nach Pilsner Brauart gebraut wurde, wird ein Wochenende lang in Pilsen gefeiert. Dabei handelt es sich um das größte Bierfest im ganzen Land, bei dem natürlich vor allem verkostet werden darf. www.pilsnerfest.cz

September/Oktober

Das Festival Mährischer Herbst in Brünn ist der klassischen Musik gewidmet. Die zweiwöchigen Feierlichkeiten sind der Höhepunkt des Internationalen Musikfestivals in Brünn, in dessen Rahmen übers ganze Jahr verteilt eine Reihe von kleineren Festspielen stattfinden. www.mhf-brno.cz

Oktober

Das Steeplechase-Pferderennen in Pardubice gilt als das härteste Galopprennen in ganz Europa. Es wird seit 1874 veranstaltet. www.pardubice-racecourse.cz

Feiertage

1. Jan. Neujahr
März/April Ostermontag
1. Mai Tag der Arbeit
8. Mai Tag der Befreiung vom Faschismus (1945)
5. Juli Feiertag der slawischen Apostel Kyrill und Method
6. Juli Todestag des böhmischen Reformators Jan Hus (1415)
28. Sept. Tag der tschechischen Staatlichkeit
28. Okt. Gründung des selbstständigen tschechoslowakischen Staates (1918)
17. Nov. Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie (1989)
24. Dez.-26. Dez. Weihnachten
Mobilität vor Ort

Auto

Das Tempolimit in geschlossenen Ortschaften beträgt 50 km/h, auf Landstraßen 90 km/h und auf Autobahnen 130 km/h. Das Abblendlicht muss ganzjährig auch tagsüber angeschaltet sein. Ab November bis Ende März gilt bei ungünstigen Wetterverhälnissen stets Winterreifenpflicht. Am besten also nur mit geeigneter Bereifung einreisen, um Ärger mit der Polizei zu verhindern, die bei Verstößen empfindliche Strafen verhängen kann. Es gilt die Null-Promille-Grenze. Telefonieren am Steuer ist verboten.

Für die Benutzung von Autobahnen benötigen Sie eine gültige Vignette, die Sie an den Grenzübergängen, an fast allen Tankstellen und in Postämtern kaufen können. Die Preise für die Vignetten ändern sich häufig, am besten erkundigen Sie sich vor der Reise bei einem Automobilclub nach den aktuell gültigen Tarifen.

Je weiter man in Richtung Osten unterwegs ist, desto dünner wird die Autobahndichte. Auf den Landstraßen ist die Beschilderung nicht immer eindeutig: Häufig stehen auf den Hinweistafeln die nächsten Ortschaften verzeichnet, die übergeordneten Städte hingegen fehlen. Einzige Ausnahme ist Prag; die Hauptstadt ist auch in den entlegeneren Winkeln des Landes gut ausgeschildert. Hilfreich ist es, sich anhand der Straßennummern zu orientieren, die fast alle größeren Verbindungsstraßen tragen. Sie finden diese Nummern sowohl auf den Landkarten als auch auf den Verkehrsschildern am Straßenrand. Etwas schwer zu erkennen sind bisweilen auch die Ortseingangsschilder, hinter denen Tempo 50 gilt - es sind längliche weiße Tafeln, auf denen der Ortsname verzeichnet ist. Sie sind allerdings deutlich kleiner und wegen der weißen Farbe weniger markant als in Deutschland.

Diesel heißt nafta, für Benziner ist die Oktanzahl an der Zapfpistole ausgewiesen. In den meisten Orten kann man auf dem zentralen Marktplatz für eine geringe Gebühr parken, in Prag ist der Innenstadtbereich fast komplett für die Autos von Anwohnern reserviert.

Öffentliche Verkehrsmittel

Der öffentliche Nahverkehr ist auch in kleineren Städten sehr gut ausgebaut. Das Schienennetz der tschechischen Bahn ist das dichteste in ganz Europa, Überlandbusse verbinden größere und kleinere Städte miteinander, sodass oft selbst kleine Orte auch ohne Auto erreichbar sind. Manchmal setzen die Verkehrsunternehmen sehr betagte Busmodelle ein, häufig aber auch moderne Reisebusse - das ist weitgehend Glückssache. Ausschließlich mit modernen Bussen fährt der Anbieter StudentAgency (www.studentagency.cz). Neben internationalen Verbindungen nach Prag bedient er die meistfrequentierten Strecken innerhalb des Landes. Fahrpläne von Bahnen und Bussen finden Sie unter www.idos.cz. Fahrten mit Bahn und Bus sind immer noch sehr preiswert.

Taxi

Taxis gibt es auch in kleineren Städten. Vor allem in Prag sollten Sie nicht in ein beliebiges Taxi einsteigen - einige zwielichtige Chauffeure berechnen weit überzogene Preise. Lassen Sie sich Ihr Taxi am besten im Hotel bestellen. In Prag gibt es Taxistellplätze mit der englischsprachigen Aufschrift "Fair place"; auch dort können Sie im Normalfall problemlos einsteigen. Wichtige Grundregel dabei: Die Taxifahrer müssen ihre Preise von außen sichtbar am Auto befestigen, meist hängen sie an der Einstiegstür im Fond. Die Grundgebühr liegt bei bis zu 40 Kč, ein Kilometer sollte nicht mehr als 28 Kč kosten. Achten Sie darauf, dass das Taxameter eingeschaltet wird! Sie können sich auch vor der Fahrt nach dem ungefähren Preis erkundigen. Viele Taxifahrer sprechen Englisch oder sogar Deutsch.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Bei den Tschechien-Besuchern gibt es zwei Fraktionen: Die einen genießen das deftige Essen mit den reichlichen Beilagen in vollen Zügen, die anderen sind der Braten- und Schnitzelkultur bald überdrüssig und sehnen sich nach frischem Salat oder knackigem Gemüse.

Die Speisekarte in einem typischen Restaurant kann als Geschichtslektion dienen: Die jahrhundertelangen Einflüsse der österreichischen Küche lassen sich bis heute erkennen, ebenso die Tradition der herzhaft-robusten slawischen Gerichte. Eine Erscheinung der vergangenen Jahre ist die Öffnung der tschechischen Küche für exotische Spezialitäten und ausgefallenere Kombinationen. Vor allem in den großen Städten versuchen manche Köche, einen neuen Weg zu gehen. Vielerorts allerdings hält sich die Experimentierfreude noch in Grenzen.

Klassische Gasthäuser spielen in der tschechischen Alltagskultur eine wichtige Rolle: Man trifft sich abends in der hospoda, der Kneipe. Meistens sind es einfache Lokale, deren Tische mit von der örtlichen Brauerei bedruckten Tischdecken gedeckt sind und die eher an eine Bierschänke erinnern als an ein elegantes Landgasthaus. Selbst unter der Woche sind sie zumeist gut besucht, es wird gegessen, geraucht, getrunken und Neues ausgetauscht. Diese Form der Unterhaltung pflegen übrigens nicht nur ältere Stammtischbrüder: In den Kneipen werden Sie auch Jüngere antreffen. Gerade in kleineren Orten ist die Kneipe zugleich die abendliche Ausgehadresse. Von der Küche in einer hospoda dürfen Sie nichts Ausgefallenes erwarten; die meisten Tschechen mögen es bodenständig und deftig. Dafür sind die Preise ausgesprochen moderat, Hauptgerichte für 4 oder 5 Euro sind Standard. Wenn Sie genug haben von der fleischlastigen böhmischen Küche, werden Sie meist nur in den größeren Städten fündig: Dort haben sich Restaurants etabliert, deren Küchenchefs spielerisch mit den tschechischen Klassikern umgehen und sie gekonnt mit Elementen aus der Haute Cuisine kombinieren. Suchen Sie einen echten Gourmettempel, müssen Sie nach Prag fahren.

Überall im Land gibt es hingegen Verpflegungsstände mit Essen auf die Hand. Beliebt sind vor allem Grillwürstchen, klobasa, Pizzaschnitten und Hot Dogs, die auf Tschechisch parek v rohliku heißen. Fast alle Restaurants und Kneipen sind auch in der Mittagszeit geöffnet, viele bieten unter der Woche ein besonders günstiges Mittagsmenü an. Nichtraucher haben es in den böhmischen Kneipen schwer: Ein vergleichbar strenges Rauchverbot wie in Deutschland konnte sich in Tschechien noch nicht durchsetzen, viele Lokale sind gerade abends schwer verqualmt. Wenn Sie das nicht möchten, achten Sie auf die Zigaretten-Aufkleber, die jedes Restaurant am Eingang anbringen muss: Darauf ist vermerkt, ob geraucht werden darf oder nicht - und ob es getrennte Raucher- und Nichtraucher-Räume gibt.

Wenn Sie essen gehen, sollten Sie unbedingt die typischen Knödel probieren, die prägend sind für die böhmische Küche. Die knedlíky sind aber auf keinen Fall zu verwechseln mit den kugeligen deutschen Klößen: Sie sind scheibenweise geschnitten und von fester Konsistenz. Zwei Sorten gibt es: den houskový knedlík und den bramborový knedlík - den Serviettenknödel, der aus Brot und Mehl zubereitet wird, und den Kartoffelknödel, der seinem deutschen Pendant schon ähnlicher ist. Ein echter böhmischer Knödel schmeckt nach gar nichts und saugt wunderbar die würzig-deftigen Saucen auf, in denen die tschechischen Gerichte beinahe schon schwimmen. Zwei Speisen gibt es, bei denen die Knödel gar nicht wegzudenken sind: zum einen beim Gulasch, das zu den Klassikern der böhmisch-mährischen Küche zählt. Und zum anderen bei der svíčková, dem böhmischen Lendenbraten.

Die Hauptgerichte sind auf der Speisekarte üblicherweise ohne Beilage aufgeführt. Jeder Gast kann sich seine Mahlzeit also selbst zusammenstellen. Groß ist vor allem die Auswahl an Kartoffelbeilagen. Neben den üblichen Pommes frites, Bratkartoffeln und Kroketten (die hier übrigens kugelrund sind) gibt es häufig Kartoffelbrei oder eine Art Kartoffelauflauf, der typisch tschechisch ist, interessanterweise aber francouzské brambory, also französische Kartoffeln, heißt. Kartoffelschnitze dagegen heißen americké brambory, amerikanische Kartoffeln. St'ouchané brambory ist ein köstliches Püree, zu dem die Kartoffeln üblicherweise mit Lauch und einem Schuss Sahne verarbeitet werden.

Obligatorisch zu jeder Mahlzeit ist das Bier, sogar schon mittags. Viele Kneipen bieten inzwischen auch alkoholfreies Bier vom Fass an. Dabei ist Bier nicht gleich Bier: Jeder Kenner hat seine eigene Lieblingsmarke, schließlich gibt es in Tschechien reichlich Auswahl. In jüngerer Zeit erleben zahlreiche Regional- und Familienbrauereien eine regelrechte Renaissance. Die Tschechen teilen ihr Bier nach Grad ein, diese Kennzahl gibt die Stammwürze an. Ein zehngradiges Bier ist leichter als etwa ein zwölfgradiges. Weintrinker kommen im Land genauso auf ihre Kosten: Sie finden vor allem in den besseren Restaurants ein großes Angebot, in dem besonders die böhmischen und mährischen Weine stark vertreten sind.

Die landestypischen Desserts lassen die Herzen aller Süßmäuler höher schlagen: Buchteln, Torten und karamelisierte Pfannkuchen erinnern an die österreichische Mehlspeisentradition. Dazu trinken die Tschechen gern Kaffee - entweder den Wiener Kaffee (videnska kava), der mit einer Haube aus süßer Schlagsahne serviert wird, oder den rabenschwarzen und sehr starken türkischen Kaffee (Turek).

Trinkgeld

In Restaurants wird der Rechnungsbetrag meistens aufgerundet; üblich sind wie in Deutschland zwischen fünf und zehn Prozent.

Einkaufen und Shoppen

Tschechien erscheint vielen als Einkaufsparadies: Supermärkte und Kaufhäuser haben das ganze Wochenende über geöffnet. In den großen Shoppingmalls, die überall im Land entstanden sind, werden Sie indes das gleiche Warenangebot finden wie in Deutschland - häufig sind es sogar die dieselben Ketten. Achten Sie in jedem Fall auf den Preis: Vor allem Elektrogeräte sind üblicherweise teurer als in Deutschland, das gilt z. B. auch für Markenkleidung. In Sachen Feilschen gelten die gleichen Regeln wie in Deutschland: im Kaufhaus chancenlos, auf Märkten und bei Liebhaberobjekten erfolgversprechend.

Antiquitäten

Für Liebhaber von Antiquitäten erweist sich Tschechien oft als eine wahre Fundgrube. Antikgeschäfte und Trödelmärkte sind in fast jeder Stadt vorhanden. Von Möbeln über Kronleuchter bis hin zu alten Bildern werden Sie dort alles finden, was Sie suchen - und meistens noch ein bisschen mehr. Nicht nur verwohnte Resopalmöbel aus sozialistischen Zeiten werden ausgemustert und verkauft, sondern teilweise auch Großmutters alte Schätze. Ein besonderes Kapitel sind Bücher: Gerade im Grenzgebiet und auch in Prag, wo früher eine große deutschsprachige Bevölkerungsgruppe lebte, werden Sie in den meisten Antiquariaten sogar eigene Abteilungen mit Büchern in deutscher Sprache finden.

Designermode

Eine Reihe tschechischer Designer hat in den vergangenen Jahren die Laufstege der Modewelt erobert - und ihre Boutiquen haben sie vornehmlich in Prag. Wenn Sie auf Ihrer Reise nach Haute Couture oder Inspiration suchen, werden Sie vor allem in Josefov fündig, Prags jüdischem Viertel. Die Boutiquen von Karla Nademlynská und Natali Ruden liegen direkt nebeneinander (Dlouhá 3 | www.klaranademlynska.cz, www.nataliruden.cz). Ein paar Straßen weiter verkauft die Designerin Petra Balvínová ihre Kreationen (Benediktská 9 | www.tiqe.cz). Auch das Geschäft von Beata Rajská liegt ganz in der Nähe (Ovocný trh 11 | www.beatarajska.com). In Pilsen hat sich die Boutique von Jana Voldrichová als Adresse für hochwertige Designerkleidung etabliert (U hřbitova 33 | www.voldrichova.com).

Kristall & Porzellan

Wenn Sie Mitbringsel für die Daheimgebliebenen suchen: Das böhmische Kristall ist weltweit bekannt. Seit Jahrhunderten sind vor allem in der nordböhmischen Region Dutzende Betriebe angesiedelt, die sich auf die Herstellung von kostbaren Glaswaren spezialisiert haben. Die bekannte österreichische Firma Swarovski hat ihre Ursprünge in Böhmen. Der kunstvolle Glasschliff ist es, der den Ruhm der hiesigen Manufakturen begründet. Filigrane Glasfigürchen zur Dekoration werden Sie ebenso finden wie edle Trinkgefäße.

Eine ähnliche Blüte wie die Glashersteller hat die tschechische Porzellanindustrie erlebt, die besonders im Raum Karlsbad stark vertreten ist. Einkaufen können Sie in einer der Boutiquen vor Ort, aber spezialisierte Fachgeschäfte haben sich überall im Land etabliert. Allerdings: Kitsch und Kostbarkeit liegen bisweilen recht dicht beieinander.

Kulinarisches

Aus Pardubice stammen die besten tschechischen perníky, eine Art Lebkuchen. Es gibt sie das ganze Jahr über, und zwar in allen Formen, Größen und Variationen. Wenn Sie schon auf der Heimreise sind, nehmen Sie doch aus der Region um den Ort Třeboň frische Fische mit. Die ganze Gegend mit ihren vielen Teichen ist berühmt für Karpfen & Co. Aus Karlsbad stammen die berühmten Waffeln, die eher an Oblaten erinnern und wahlweise mit einer Nuss- oder Schokocreme gefüllt sind. Es gibt sie frisch in der Bäckerei, aber auch verpackt in Supermärkten. Oder Sie packen einfach eine Flasche Becherovka ein, den Kräuterlikör aus Karlsbad. Wer gern kocht, kann zu Hause seine Freunde mit echten böhmischen Knödeln überraschen: Es gibt sie als fertige Teigwürste in jedem Supermarkt zu kaufen. Sie lagern meistens im Kühlregal und sind mindestens eine Woche lang haltbar.

Öffnungszeiten

Einheitliche Öffnungszeiten gibt es nicht, das Ladenschlussgesetz ist sehr liberal. Auf der sicheren Seite sind Sie meistens werktags von 10 bis 18 Uhr, häufig gibt es bei kleineren Geschäften eine Mittagspause. Dafür ist manchmal auch am Sonntag geöffnet. In großen Städten finden Sie sogar Supermärkte mit 24-Stunden-Betrieb. Auch Sehenswürdigkeiten und Museen werden z. T. über Mittag für eine Stunde geschlossen.

Spezialitäten

Becherovka der Klassiker unter den Kräuterschnäpsen soll die Verdauung nach dem schweren tschechischen Essen anregen. Er stammt aus Karlsbad
Budvar die Budweiser Bierspezialität
guláš Gulasch - einer der Klassiker in der böhmischen Küche
kachna Ente, die in allen Variationen auf der Speisekarte steht
knedlík der Knödel wird als Semmel- oder Kartoffelknödel gereicht. Die süße Variante (ovocné knedlíky) ist mit Obst, meist Erdbeeren oder Zwetschgen, gespickt
kulajda eine Kartoffel-Pilz-Suppe verfeinert mit Dill
livance die österreichischen Liwanzen in ihrer tschechischen Ausführung: Minipfannkuchen, meistens serviert mit fruchtiger Sauce
Moravský vrabec der "mährische Spatz" ist eine Art Roulade aus Schweinefleisch, meist serviert mit Kraut und Knödeln
palačinky Pfannkuchen mit herzhafter oder süßer Sauce; ähnlich den österreichischen Palatschinken
Plzěnský prazdroj Pilsner Urquell
Pražská šunka der berühmte Prager Schinken, den Sie - im Brotteig gegart - als Hauptgericht serviert bekommen
řízek ein Schnitzel, paniert oder natur, von Schwein, Huhn oder Pute
rohlík ein längliches Brötchen, das vor allem zum Frühstück gereicht und nicht aufgeschnitten wird
Slivovice typischer Zwetschgenschnaps, der vor allem in Mähren beliebt ist
svíčková das Nationalgericht schlechthin ist der Lendenbraten vom Rind mit süßlicher Sahnesauce und böhmischen Knödeln, garniert mit Preiselbeeren
Stichworte

Autoindustrie

Tschechien ist stolz auf seine Tradition als Automobilstandort: Neben dem heimischen Hersteller Škoda produzieren hier Hyundai sowie Toyota, Peugeot und Citroën. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl werden nirgendwo sonst auf der Welt mehr Autos hergestellt. Hauptstadt der Automobilindustrie ist übrigens die Stadt Mladá Boleslav, der Sitz der Škoda-Werke.

Bier

Bier ist das Nationalgetränk der Tschechen, das in ihrem Land seinen Ursprung hat: Im böhmischen Pilsen wurde das erste Bier gebraut, das der Pilsner Brauart ihren Namen gegeben hat. Und die Tschechen sind nicht nur erfolgreiche Braumeister, sondern auch überaus begeisterte Konsumenten: Bei 159 l liegt der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch pro Jahr und damit ganze 47 l über dem deutschen. In vielen Kneipen kostet der halbe Liter Bier trotz zahlreicher Preiserhöhungen in den vergangenen Jahren immer noch etwa 1 Euro. Seit Kurzem entstehen neben den berühmten Brauereien überall im Land auch regionale Brauhäuser. Sie verschreiben sich einer Renaissance der handwerklichen Tradition und kehren den großen industriellen Brauereie ganz bewusst n den Rücken zu. Einige Bier-Enthusiasten brauen sich zu Hause sogar ihren eigenen Gerstensaft - und probieren dabei bisweilen so abenteuerlichen Geschmacksrichtungen wie Kirsche, Schokolade oder Ingwer aus.

Chata

Die Liebe der Tschechen zu ihrem Wochenendhaus, der chata, ist ein Überbleibsel aus sozialistischer Zeit: Damals betrieben die Städter den Rückzug ins Private, um sich von den Niederungen der Parteipolitik fernzuhalten. Im Sommer brechen freitags nach Feierabend Tausende auf, um das Wochenende auf dem Land zu verbringen. Fast jede Familie hat eine chata. Die Wochenendhäuser sind so beliebt, dass es sogar zwei verschiedene Begriffe für sie gibt: Eine chata ist die bescheidenere Variante, meist aus Holz und nur ein oder zwei Zimmer groß. Die chalupa ist luxuriöser; häufig sind es frühere Bauernhäuser, die jetzt der Erholung am Wochenende dienen.

Filme

Als "Hollywood des Ostens" wird Tschechien oft bezeichnet. Blockbuster wie "Mission Impossible" oder der James-Bond-Streifen "Casino Royale" sind in den Prager Barrandov-Studios entstanden. In der sozialistischen Zeit haben sich die kreativsten Filmemacher auf das Trickfilmgenre gestürzt: "Der kleine Maulwurf" und "Pan Tau" etwa stammen aus Prag, berühmt sind auch die Märchenfilme wie z. B. "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Heute ist die Filmszene eine der rührigsten in Europa, tschechische Beiträge gewinnen regelmäßig wichtige internationale Filmpreise. Miloš Forman, der mit seinen Oscar-gekrönten Streifen wie "Einer flog über das Kuckucksnest" und "Amadeus" in Hollywood in die erste Regisseursriege aufgestiegen ist, ist Tscheche. Auch als Besucher können Sie in Tschechien Filmkunst genießen. Ausländische Filme werden üblicherweise nicht synchronisiert, sodass die Hollywood-Schauspieler im Originalton zu hören sind, ebenso wie die Darsteller von Filmen aus Deutschland oder Frankreich. Für das tschechische Publikum gibt es dann Untertitel. Im Programmheft sind diese Filme üblicherweise als originalní verze (OV) gekennzeichnet. Am sichersten ist es, sich an der Kasse noch einmal rückzuversichern.

Václav Havel

Der Schriftsteller, der erst Dissident war und dann zum Politiker geworden ist, gilt weltweit als Symbolfigur für die Freiheitsbestrebungen im früheren Ostblock. In den Freiheitskämpfen um das Jahr 1968 herum betrat er erstmals als politischer Schriftsteller und Dramatiker eine größere Bühne. Über das Land hinaus bekannt wurde er 1977 als einer der Initiatoren der Charta 77 - einer Bewegung von Intellektuellen, die sich offen für mehr Bürgerrechte einsetzten. Havel selbst saß lange in kommunistischer Haft, gab seinen Kampf gegen das Regime aber nicht auf. 1989 wurde er zum ersten frei gewählten tschechoslowakischen Staatspräsidenten nach vier Jahrzehnten der Diktatur. 2003 lief seine zweite Amtszeit aus. Sein Tod 2011 war für die Tschechen ein Schock: Sie beerdigten ihn so feierlich wie einst die böhmischen Könige. Für sie wird er wohl für immer ein Nationalheld bleiben.

Literatur

Prag wurde zu Beginn des 20. Jhs. als "Paris des Ostens" gerühmt, die freiheitliche Atmosphäre und legendäre Künstlercafés lockten Talente aus ganz Europa an. Der berühmteste Autor aus Prag ist Franz Kafka - und er ist zugleich kennzeichnend für die damalige literarische Szene, an der deutsch- und tschechischsprachige Autoren ihren Anteil hatten. Neben Kafka sind vor allem Max Brod, Egon Erwin Kisch und Franz Werfel berühmt geworden; sie alle stammten aus dem jüdisch-intellektuellen Milieu der Hauptstadt. Auf Tschechisch schrieben z. B. Karel Čapek, Jan Neruda, Nobelpreisträger Jaroslav Seifert und Jaroslav Hašek, der sich mit seinem Roman vom braven Soldaten Schwejk unsterblich gemacht hat. Unter kommunistischer Herrschaft wurden vor allem literarische Widerstandskämpfer bekannt: Milan Kundera etwa, Ludvik Vaculík oder Jiří Gruša. Zu den hoffnungsvollsten Talenten der heutigen Generation zählen Petra Hůlová, von der einige Romane auch auf Deutsch erschienen sind, und Jaroslav Rudiš, der sich in seinen viel beachteten Werken mit einem frischen Zugang der deutsch-tschechischen Themen annimmt.

Musik

In Deutschland denken viele zuerst an Karel Gott, wenn von tschechischer Musik die Rede ist. In Prag ist der Sänger kein Schlagerinterpret, sondern ein Superstar. In den 60er-Jahren begann sein Aufstieg als Rock-'n'-Roll-Sänger, er wurde zum Idol einer ganzen Generation. Obwohl es keine anderen Interpreten zu solch internationalem Ruhm gebracht haben, ist die tschechische Musikszene ausgesprochen lebendig. Rockbands wie Tři sestry, die sich dem Punkrock verschrieben haben, oder Kryštof, deren Musik an der Grenze zur Popmusik angesiedelt ist, sind im Land besonders beliebt. Eine ungewöhnliche Erfolgsgeschichte ist der Aufstieg der Gruppe Gipsy.cz, die Roma-Musik mit Hip-Hop-Elementen mischt. Die Musikbegeisterung hat in Tschechien Tradition: Die großen Komponisten Bedřich Smetana und Antonín Dvořák werden bis heute verehrt und als musikalische Botschafter Tschechiens gesehen. Für Musikliebhaber ist auch Bohuslav Martinů ein Spitzenvertreter der tschechischen Klassik.

Politik

Das tschechische Parlament ist seit der politischen Wende zweigeteilt in ein wirtschaftsliberales und ein linksorientiertes Lager. Beide Seiten sind ideologisch unversöhnlich; einen Kampf um die politische Mitte gibt es so gut wie gar nicht. Wegen der meist knappen Mehrheitsverhältnisse neigen viele Regierungen zur Instabilität. Ein unbestrittener Fixpunkt in der Politik ist allerdings die Bindung an die Europäische Union. Mit deutlicher Mehrheit haben die Tschechen in einem Referendum für ihren EU-Beitritt von 2004 votiert. Obwohl immer wieder kritische Stimmen aus der Politik zu hören sind, die vor allem eine zu starke Abhängigkeit Tschechiens fürchten, herrscht sowohl in der Bevölkerung als auch im Parlament eine breite Zustimmung zur EU. Im politischen System sind zwei Kammern vorgesehen: Neben dem Abgeordnetenhaus gibt es den Senat; die Senatoren werden als Delegierte für einzelne Regionen gewählt. Die Stellung des Präsidenten ist wie in Deutschland eher repräsentativ. Die beiden bisherigen Amtsinhaber allerdings, Václav Havel und Václav Klaus, haben ihre Funktion sehr aktiv ausgeübt und immer wieder auch in die Tagespolitik eingegriffen.

Prager Frühling

Es war der Versuch, einen "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" zu schaffen, wie es die Regierung Alexander Dubčeks formulierte. Das von der Mehrheit der Bevölkerung unterstützte Ziel war, die Gesellschaft zu öffnen und den sowjetischen Einfluss zu reduzieren. In den Zeitungen erschienen kritische Artikel, Schriftsteller publizierten unzensiert, und westliche Rock-'n'-Roll-Musik wurde zum letzten Schrei. Am 21. August 1968 endeten die Träume der Tschechoslowaken: Den Verbündeten im Warschauer Pakt ging das politische Tauwetter zu weit, sie schickten bewaffnete Truppen, die das ganze Land besetzten. Aus dem Prager Frühling wurde über Nacht ein Prager Herbst - bis zur Samtenen Revolution im Jahr 1989 griff das Regime unbarmherzig gegen vermeintliche Staatsfeinde durch.

Religion

Mit Ausnahme einiger mährischer Landesteile spielt der Glaube kaum eine Rolle. Das hat historische Gründe: Die Habsburger, die oft als ungeliebte Fremdherrscher empfunden wurden, brachte man mit dem Katholizismus in Verbindung - die Absetzbewegung vom Herrscherhaus bedeutete auch die Loslösung von der katholischen Kirche. Historisch gesehen sind die Tschechen durchaus streitbare Christen: Jan Hus, der später als Ketzer verbrannte Reformator, stammte aus Böhmen. Bis heute beruft sich die tschechische hussitische Kirche auf seine Lehre, allerdings hat sie mit ihren weniger als 100000 Mitgliedern nur geringen Einfluss. Wie wichtig der Glaube dagegen früher war, lässt sich noch heute an den Mariensäulen und Jan-Hus-Denkmälern ablesen, die es in zahlreichen Orten gibt.

Roma

Die Roma stellen eine große Minderheit in Tschechien. Schätzungen zufolge leben bis zu 300000 Roma hier, viele von ihnen in den ehemaligen sudetendeutschen Gebieten entlang der deutsch-tschechischen Grenze. Dort wurden sie nach der Vertreibung gezielt angesiedelt. Ihre Situation ist problematisch; oft sind sie schlecht integriert, die Kinder haben statistisch gesehen miserable Bildungsperspektiven. Noch hat es keine Regierung geschafft, ein Programm für eine gelingende Integration aufzulegen.

Sport

Nationalsport in Tschechien ist Eishockey. Wenn die Nationalmannschaft spielt, sitzt das ganze Land vor den Bildschirmen. Die meisten Anhänger haben die Eishockeyteams von Sparta Prag, Slavia Prag, PSG Zlín und Plzeň 1929. Regelmäßig holen die Tschechen den Weltmeistertitel - und diese Siege haben bisweilen historische Bedeutung: Als das tschechoslowakische Team zu sozialistischen Zeiten zweimal die UdSSR im Finale der Weltmeisterschaft bezwang (1972 und 1976), war das ganze Land tagelang im Siegestaumel. Nach der verhassten Besetzung durch die Warschauer-Pakt-Truppen zum Prager Frühling waren die sportlichen Erfolge Großereignisse von politischem Rang. Leicht abgeschlagen in der Popularität ist der Fußball. International bekannt sind die beiden Prager Teams Slavia und Sparta.

Sudetendeutsche

Die Vertreibung der Sudetendeutschen ist bis heute ein sensibles Thema. Als Rache für die Gräueltaten der Nazis sind nach dem Zweiten Weltkrieg die Sudetendeutschen gewaltsam und mit vielen Opfern aus dem Land getrieben worden - eine Volksgruppe, die über Jahrhunderte hinweg gerade im tschechisch-deutsch-österreichischen Grenzland die Kultur geprägt hat. Heute leben noch einige Tausend Sudetendeutsche im Land, die als deutsche Minderheit bezeichnet werden. In den Beneš-Dekreten, die häufig als gesetzliche Rechtfertigung der Vertreibung verstanden werden, ist die entschädigungslose Enteignung der Sudetendeutschen verankert. Die Sorge vor Entschädigungsansprüchen der Vertriebenen belastet bis heute die offiziellen Beziehungen. Die Gräueltaten gegen Sudetendeutsche sind in Tschechien noch oft ein Tabuthema. Trotzdem wird die Vertriebenenfrage in der tschechischen Bevölkerung weniger emotional gesehen als z. B. in Polen. Auf kommunaler Ebene haben sich im Grenzland längst funktionierende Partnerschaften etabliert.

Tschechoslowakei

Bis 1993 lebten Tschechen und Slowaken in einem gemeinsamen Staat - obwohl sie sich selbst als zwei Völker wahrnehmen. Nach dem Ende der Habsburger Monarchie taten sie sich 1918 wegen ihrer vergleichbaren Interessen und ihrer großen kulturellen Nähe zusammen. Die Verbindung überdauerte die kommunistische Zeit und zerbrach erst, als Tschechen und Slowaken nach der politischen Wende unterschiedliche Vorstellungen über ihre Zukunft hatten. Heute sind die Bewohner beider Länder einander herzlich verbunden, viele Familien haben Wurzeln auf beiden Seiten der Grenze - und die Tschechoslowakei gilt als eines der raren Beispiele für eine friedliche und einvernehmliche Trennung zweier Staaten.

Wirtschaft

Kein anderes Land in Mittel- und Osteuropa hat einen so rasanten Aufstieg hingelegt wie Tschechien: Innerhalb weniger Jahre hat die Volkswirtschaft zum alten Europa aufgeschlossen - und erreicht inzwischen rund 80 Prozent des durchschnittlichen Bruttosozialprodukts der EU. Derzeit entwickelt sich das Land zum gefragten Standort für moderne Dienstleistungen etwa im IT-Bereich. Das Ausbildungsniveau der Arbeitnehmer nämlich ist hoch - und die Lohnkosten sind immer noch vergleichsweise niedrig. Zwischen 800 und 1000 Euro liegt der durchschnittliche Monatsverdienst.

Bloss nicht!

Knödel zum Schnitzel bestellen

Auch wenn die Tschechen beides als Errungenschaften ihrer nationalen Küche feiern - bestellen Sie nicht beides zusammen! Die Tschechen werden Sie für einen kulinarischen Barbaren halten. Sie selbst ordern Knödel nur zu Hauptgerichten mit reichlich Sauce, etwa zu svíčková oder zu Gulasch. In den meisten Restaurants können Sie die Beilagen separat bestellen.

"Tschechei" sagen

Umgangssprachlich hat sich in vielen deutschen Regionen der Begriff "Tschechei" eingebürgert - politisch korrekt ist er nicht. Er hat seinen Ursprung im Dritten Reich, als Hitler das Land verächtlich als "Rest-Tschechei" bezeichnete. Sagen Sie lieber Tschechien, das ist die offizielle Bezeichnung.

Polizisten bestechen

Bei Verkehrskontrollen sollten Sie besser nicht versuchen, kleine Regelverstöße mit einem dezent überreichten Geldschein ungeschehen zu machen. Die meisten Polizisten werden darauf nicht eingehen - und Sie haben zusätzlich noch eine Anzeige wegen Korruptionsversuchs am Hals.

Taxis auf der Straße anhalten

Vor allem in Prag sind betrügerische Taxifahrer immer noch anzutreffen. Warum es den Behörden nicht gelingt, dieses Übel wirkungsvoll einzudämmen, ist schleierhaft. Also: Lassen Sie es nicht darauf ankommen! Bestellen Sie lieber ein Taxi an der Hotelrezeption.

Sich in dubiose Bars locken lassen

Wo Touristen sind, finden sich auch häufig aktive Werber, die Sie in eine Disko, eine Bar oder einen Club locken wollen. Gehen Sie lieber nicht darauf ein, viele der angepriesenen Etablissements haben hoffnungslos überteuerte Preise - und das gilt nicht nur in Prag.

Souvenirkitsch kaufen

Gerade in Prag lauern sie zu Hunderten entlang der beliebtesten Touristenstraßen: die Nepper und Bauernfänger, die vermeintlich böhmisches Kristall, Marionetten und Ähnliches verkaufen wollen. Wenn Sie schöne Mitbringsel suchen, schauen Sie lieber etwas abseits vom Trubel in kleinere Geschäfte - da ist üblicherweise die Qualität besser und der Preis niedriger.

Anhalter über die Grenze mitnehmen

Das Trampen ist in Tschechien immer noch verbreitet - vor allem Studenten warten oft am Straßenrand auf eine Mitfahrgelegenheit. Im Regelfall ist das unproblematisch und oft für eine nette Unterhaltung gut. Über die Grenze nach Deutschland sollten Sie aber keine Unbekannten mitnehmen, weil Sie dann bei Problemen mit dem Zoll selbst haftbar gemacht werden könnten.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Die Tschechische Republik weist eine in der Hauptstadt Prag und im westböhmischen Bäderdreieck gute, in anderen Gebieten des Landes befriedigende touristische Infrastruktur auf.

Geldumtausch

Aus touristischen Gebieten ist beim Umtausch von Euro in Tschechische Kronen (CZK) an Wechselstuben die Praxis bekannt, weithin sichtbar mit einem Umtauschkurs zu werben, der sich im Nachhinein als Kurs für den Ankauf von CZK herausstellt, während der Verkaufskurs deutlich schlechter ist. Wird der Irrtum nach Auszahlung des getauschten Betrages entdeckt, weigern sich die Wechselstuben, das Geschäft rückgängig zu machen und den getauschten Betrag wieder herauszugeben. Es wird daher dringend geraten, sich vor Abwicklung des Geschäfts genau über den geltenden Kurs und eventuelle Gebühren zu informieren.

Reisen mit Haustieren

Für Reisen mit bestimmten Haustieren (Hunde, Katzen und Frettchen) in die Tschechische Republik ist ein -Heimtierausweis mitzuführen. Weitergehende Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft unter www.bmel.de.

Straßenverkehr

Fußgänger, die auf Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften unterwegs sind, sind verpflichtet, bei Nebel sowie bei Dunkelheit reflektierende Kleidung, Bänder oder Warnwesten zu tragen. Bei Nichtbeachtung der Pflicht drohen Geldstrafen von bis 2.500 CZK.

Die Promillegrenze für das Führen von Kfz liegt bei 0,0 Promille. Es finden regelmäßig umfassende Verkehrskontrollen statt. Die Verkehrspolizei ist bei Verdacht auf den Konsum von Alkohol oder anderer Suchtstoffe außer zur Durchführung eines Alkoholtests auch zur Entnahme einer Speichelprobe berechtigt.

Automobile müssen ganzjährig mit eingeschalteten Abblend- oder Tagfahrlicht fahren. Bei Nichtbeachtung droht ein Bußgeld von bis zu 2000,- CZK. Neben Warnweste für alle Autoinsassen, Warndreieck, aktuellem Sanitätskasten, Wagenheber und grüner Versicherungskarte müssen Kraftfahrer in der Tschechischen Republik ein Set mit Ersatz-Glühbirnen (außer bei Xenon-, LED- oder Neon-Scheinwerfern) für das Kfz mitführen. Bei Nichtbeachtung droht eine gebührenpflichtige Verwarnung über 300,- CZK.

In Tschechien besteht zwischen dem 1. November und 31. März eine generelle Winterreifenpflicht. Bei Fahren ohne Winterreifen droht eine Geldbuße von umgerechnet ca. 100,- Euro.

Der Fahrzeugnutzer ist verpflichtet, das Fahrzeug vor Fahrtantritt von Eis/Schnee und Schmutz zu befreien (auch Schnee- oder Eisplatten auf Fahrzeugdach oder Anhänger). Zuwiderhandlungen werden als Ordnungswidrigkeit geahndet. Schwerwiegende technische Mängel müssen vor Fahrtantritt bzw. Weiterfahrt (z.B. nach Verkehrsunfall) beseitigt werden. Bei Zuwiderhandlungen kann die Zulassungsbescheinigung Teil I eingezogen und/oder ein Bußgeld verhängt werden (zu Sanktionen siehe Verhalten bei Gesetzesverstößen).

Benutzer von Autobahnen und vierspurigen Schnellstraßen müssen eine gültige Autobahn-Mautvignette an der Frontscheibe führen. Die Vignetten sind unter anderem an Grenzübergängen und zahlreichen Tankstellen erhältlich und sollte nur an offiziellen Verkaufsstellen erworben werden, da es Fälschungen gibt. Das Ordnungsgeld für Nichtbeachtung beträgt bis zu 5.000,- CZK, im Wiederholungsfalle weit höher.
Informationen in deutscher Sprache gibt es unter www.autobahn.cz.

Bei Unfällen mit Personenschäden oder Sachschaden über 20.000,- CZK ist in jedem Fall die Polizei einzuschalten.

Verhalten bei Gesetzesverstößen

Gesetzesverstöße von Ausländern (z.B. Geschwindigkeitsüberschreitungen, Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ohne gültigen Fahrschein, etc.) werden erfahrungsgemäß streng verfolgt. Geldstrafen sind in der Regel sofort zu entrichten und werden ordnungsgemäß quittiert. Eine Besonderheit im tschechischen Recht stellt das sogenannte Blockstrafverfahren dar. Eine Zahlung der Geldstrafe im Blockverfahren bedeutet, dass der Betroffene auf weitere Rechtsmittel verzichtet. Es kann daher auch nur angewandt werden, wenn er mit dieser verfahrensbeschleunigenden Vorgehensweise einverstanden ist. Sofern er die auferlegte Strafe für unberechtigt hält und deshalb nicht an Ort und Stelle zahlen will, ist ein Verwaltungsverfahren bei der zuständigen Verwaltungsbehörde einzuleiten. Hierbei handelt es sich um ein zeitaufwendiges Verfahren, in dem die Niederschrift eines Protokolls unter Hinzuziehen eines Dolmetschers erforderlich ist und eine Kaution in Höhe der möglichen Geldstrafe erhoben werden kann.

Bitte beachten Sie, dass die Polizei bei der Feststellung von Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr berechtigt ist, eine Sicherheitsleistung von min. 3.500 CZK (bis zu CZK 50.000) zu erheben, sofern das Bußgeld voraussichtlich 5.000 CZK übersteigt. Kommen Sie der Sicherheitsleistung nicht nach, kann durch eine technische Wegfahrsperre die Weiterfahrt verhindert werden und/oder die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) eingezogen werden.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Impfschutz

Das Auswärtigen Amt empfiehlt, den "normalen" Impfschutz - wie auch in Deutschland empfohlen - zu überprüfen. Dies sind Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (=Keuchhusten) - Auffrischungsimpfungen sind alle 10 Jahre empfohlen. Aufgrund von vermehrten Hepatits-A-Erkrankungen im letzen Jahr ist ein Impfschutz auch gegen diese Virusinfektion empfohlen.
Bei Langzeitaufenthalten über 4 Wochen oder besonderer Exposition können zusätzlich Impfungen gegen Hepatitis B, Tollwut und auch gegen die von Zecken übertragbare FSME-Virusinfektion sinnvoll sein.
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes www.rki.de/ sollten auf aktuellem Stand sein.

Luftverschmutzung

Weitere besondere gesundheitliche Risiken bestehen nicht. Allerdings sind vor allem in den Industriegebieten Nordböhmens und Nordmährens wegen hoher Luftverschmutzung Erkrankungen der Atemwege häufig.

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

In Teilen des Landes (besonders in Mittel- und Südböhmen, aber auch im Prager Stadtgebiet) kommt es zu bestimmten Jahreszeiten zur Übertragung der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch Zeckenbisse. Rechtzeitig vor Einreise sollte deshalb mit einem Reise-/Tropenmediziner wegen einer möglichen Impfung Kontakt aufgenommen werden.

Medizinische Versorgung

Das Niveau der medizinischen Einrichtungen ist in der Regel befriedigend. Das zwischen Deutschland und Tschechien bestehende Sozialversicherungsabkommen bezieht Leistungen der Krankenversicherung bei vorübergehendem Aufenthalt und damit auch für Touristen ein. Dies heißt: Touristen können im Falle einer Erkrankung in Tschechien grundsätzlich medizinische Leistungen wie ärztliche Behandlung oder Krankenhausbehandlung nach tschechischem Versicherungsrecht in Anspruch nehmen. Die Kosten hierfür werden von der deutschen Krankenversicherung erstattet. Es wird empfohlen, sich vor Reiseantritt über Regelungen und Verfahren im Zusammenhang mit dem Sozialversicherungsabkommen und zur Ausstellung einer entsprechenden Anspruchsbescheinigung bei den jeweiligen Krankenkassen zu informieren. Mit dem Beitritt der Tschechischen Republik zur sollen die gesetzlichen Krankenkassen die "Europäische Krankenversicherungskarte" ausstellen, die in allen -Mitgliedsstaaten obligatorisch wird. Diese Rahmenbedingungen gelten nur für gesetzlich Krankenversicherte und schließen keine Rückholversicherung ein. Für Privatversicherte hat sich das Verfahren nicht geändert: Sie bezahlen weiterhin ihre medizinische Leistung in Tschechien selbständig und rechnen dies hinterher mit ihrer Versicherung ab. Dabei empfiehlt es sich jedoch, wo immer möglich, vorher den Kostenrahmen in etwa abzuklären.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger. Im Krankheitsfall wenden sich EHIC-Inhaber an einen Vertragsarzt. Auskünfte über Vertragsärzte in der näheren Umgebung sind bei den örtlichen Krankenkassen erhältlich.

In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.

Das Niveau der medizinischen Einrichtungen ist in der Regel befriedigend. Im Bedarfsfall ist die Rettungsleitstelle über die Notrufnummer 112 zu erreichen.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Essen & Trinken - -
Malaria Nein -
Typhus & Polio Nein -
Cholera Nein -
Gelbfieber Nein -

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Landesweit besteht von April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird landesweit, vor allem in den Flussniederungen, durch Zecken übertragen. Betroffen sind vor allem die Region südlich von Prag, der Norden bis zur sächsischen Grenze, der Osthang des Böhmerwaldes (Lippenstausee), das Gebiet um Ostrava sowie von Böhmen und Mähren bis nach Österreich. Gegen diese Krankheit ist eine Impfung möglich.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Durch eine hohe Luftverschmutzung in den Gebieten Nordböhmen und Nordmähren können Erkrankungen der Atemwege auftreten.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich Personalausweis/Identitätskarte
Deutschland Nein Nein Nein Ja
Österreich Nein Nein Nein Ja
Schweiz Nein Nein Nein Ja
Andere EU-Länder Nein Nein Nein Ja
Türkei Ja 1 Ja -

Personalausweise/Identitätskarten

U. a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können mit gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen (alle Reisedokumente müssen mit einem Lichtbild versehen sein) für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen einreisen:

EU-Länder und Schweiz.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Reisepässe von EU-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 

Anmerkung zum Reisepass

Die Tschechische Republik ist Unterzeichner und Anwender der EU-Rechtsakte (Schengener Abkommen). Innerhalb des Schengenraums bestehen für Reisende keine Ausweiskontrollen mehr.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder:

(a) EU-Länder und Schweiz.
(b) [1] Türkische Staatsangehörige, die eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengen-Land oder Monaco besitzen.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Personalausweis, maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Personalausweis oder eigener Reisepass.

Schweizer: Identitätskarte oder eigener Reisepass.

Türken: Reisepass.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Für Tiere aus allen Ländern wird pro Tier ein Gesundheitszeugnis der staatlichen tierärztlichen Verwaltung benötigt, wenn das Tier länger als 3 Monate in der Tschechischen Republik bleibt.

Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern und aus nicht tollwutfreien Drittstaaten benötigen einen EU-Heimtierausweis (pet pass) bzw. einen nationalen Heimtierausweis, der nur von dazu ermächtigten Tierärzten ausgestellt werden kann, und müssen als Kennung einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass bei dem Tier eine gültige Tollwutimpfung, ggf. eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, vorgenommen wurde. Die Einfuhr ist auf 5 Tiere beschränkt. Heimtiere unter 4 Monate sind von der Impfpflicht gegen Tollwut ausgenommen. 
 
Für Hunde, Katzen und Frettchen sowie für Vögel und Kleintiere aus nicht tollwutfreien Drittstaaten gilt die folgende zusätzliche Vorschrift:
Für jedes Tier wird ein Gesundheitszeugnis benötigt. Für den Eintritt in das EU-Gebiet muss bei den Haustieren 3 Monate vor der Einreise eine Untersuchung auf Anwesenheit von vakzinalen Antikörpern durchgeführt werden. Ausnahme: Die 3-Monatsfrist gilt nicht für Heimtiere aus dessen EU-Heimtierausweis hervorgeht, dass die Blutentnahme durchgeführt wurde bevor dieses Tier das Gebiet der Gemeinschaft verlassen hat und dass bei der Blutanalyse genügend Antikörper auf Tollwut nachgewiesen worden sind.
 
Für Hunde, Katzen und Frettchen aus tollwutfreien Drittstaaten (z.B. Schweiz, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Vatikanstadt) kann ebenfalls der Heimtierausweis, der eine gültige Tollwutimpfung bestätigt, für die Einfuhr benutzt werden.

Bearbeitungsdauer

Kurzfristiger Aufenthalt: Zwischen 2 und 10 Arbeitstagen.
Längerfristiger Aufenthalt: Mehrere Monate.

Gültigkeit

Kurzzeitvisum: Aufenthalt von bis zu 90 Tagen. Transitvisum: bis zu 5 Tage.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende benötigen kein Transitvisum, wenn sie am selben Tag von einem Nicht-Schengen-Land in ein anderes Nicht-Schengen-Land weiterfliegen, ohne den Transitraum zu verlassen, und über gültige Weiterreisepapiere verfügen.

U.a. türkische Staatsangehörige können von dieser Transiterleichterung nur Gebrauch machen, wenn sie über eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengenland oder die USA verfügen.

Visaarten und Kosten

Einreisevisum (Kurzzeit- oder Langzeitvisum), Transitvisum, Flughafentransitvisum.

Kosten

Anfragen an die Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen. (s. Kontaktadressen).

Schengen-Visum:
(a) Reisepass), der noch mindestens 3 Monate über die Visumgültigkeit hinaus gültig ist und innerhalb der letzten 10 Jahre ausgestellt wurde, sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses.

(b) Ggf. alle Dokumente im Original, die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus) und die Bedingungen des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen.

(c) Dokumente, die beweisen, dass der (eingeladene) Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung.

(d) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung deckenden gültigen Auslandsreisekrankenversicherung ist. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten. Die Versicherung muss eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen.

(e) Visumgebühr.

(f) 1 biometrisches Passbild.

(g) 1 ausgefülltes Antragsformular.

Geld

Geldwechsel

Fremdwährungen können in allen Zweigstellen der Banken, Wechselbüros, an Grenzübergängen und in manchen größeren Hotels umgetauscht werden. In Wechselstuben wird mit dem deutlich günstigeren Ankaufkurs für Kronen geworben, Reisende sollten sich deshalb vor dem Wechsel über den aktuellen Tauschkurs informieren.

Währung

1 Koruna Ceská (Tschechische Krone) = 100 Háleru (Heller). Währungskürzel: Kc, CZK (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 5.000, 2.000, 1.000, 500, 200 und 100 Kc; Münzen sind in den Nennbeträgen 50, 20, 10, 5, 2 und 1 Kc im Umlauf. 
 

Devisenbestimmungen

Für Reisende innerhalb und von außerhalb der EU bestehen keine Beschränkungen für die Einfuhr oder Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen, aber es besteht Deklarationspflicht von Barmitteln ab einem Gegenwert von 10.000 € (auch Reiseschecks, anderen Währungen oder auf Dritte ausgestellte Schecks).

Kreditkarten

American Express, Diners Club, Discover, Visa und Mastercard werden in Geldautomaten, größeren Hotels, einigen Restaurants und Geschäften akzeptiert. In kleineren Restaurants und in ländlichen Gebieten sollte man genügend Bargeld mit sich führen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Werden fast überall akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.00-16.30/17.00 Uhr (u. U. mit Mittagspause). Einige Banken schließen freitags früher.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei in die Tschechische Republik eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

200 Zigaretten und 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak (Personen ab 15 J.);
1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt über 22 % und 2 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22 % oder Schaumwein (Personen ab 18 J.);
4 l Tafelwein (Personen ab 18 J.);
16 l Bier (Personen ab 18 J.);
Geschenke/sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 € (Flug- und Seereisen) bzw. 300 € (Reisen mit der Bahn/dem Auto); Kinder unter 15 Jahren generell 200 €.

Verbotene Importe

Für lebendes Geflügel, Fleisch und Fleischerzeugnisse besteht im Reiseverkehr ein generelles Einfuhrverbot aus Drittländern (ausgenommen aus den Färöer, Grönland, Island, Liechtenstein und der Schweiz).

Quellenangaben
  • Marco Polo - Tschechische Republik, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2013-11, 2008-09
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Tschechische Republik - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 22.01.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 22.01.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
s

Copyright und Haftungsausschluss

© 2018 MD Travel Guide - MAIRDUMONT GmbH & Co. KG. Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Seite darf ohne eine schriftliche Erlaubnis vervielfältigt werden.