Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Bahrain

Steckbrief

Bahrain - Fakten

Ländername Königreich Bahrain
Klima sehr heiße Sommer, gemäßigte Wintermonate, hohe relative Luftfeuchtigkeit
Lage Saudi-Arabien vorgelagerter, aus 33 Inseln bestehender Archipel, etwa in der Mitte des Persischen Golfs
Fläche 760 Quadratkilometer
Hauptstadt Manama
Bevölkerung 1,3 Millionen, davon rund 50 Prozent Ausländer, Wachstum circa 3 Prozent pro Jahr
Sprache Arabisch, Englisch als Geschäftssprache weit verbreitet
Religion Schiiten 70 %, Sunniten 30 %
Nationaltag 16. Dezember (Jahrestag der Thronbesteigung 2002)
Unabhängigkeit 15. August 1971
Staats-/Regierungsform Emirat
Staatsoberhaupt König Hamad bin Isa Al Khalifa (Staatsoberhaupt seit 1999, König seit 2002)
Vertreter des Staatsoberhaupts Kronprinz Salman bin Hamad Al Khalifa (seit 1999, seit 2013 zugleich erster Vize-Premierminister)
Regierungschef Premierminister Prinz Khalifa bin Salman Al Khalifa (seit 1971)
Außenminister Scheich Khalid bin Ahmed Bin Mohammed Al Khalifa (seit 2005)
Parlament 2-Kammer-System mit einem gewählten Parlament (Unterhaus, 40 Abgeordnete) und einer vom König eingesetzten Beratenden Versammlung (Oberhaus, 40 Mitglieder); beide Kammern bilden die Nationalversammlung
Währung 1 € = 0,44 Bahraini Dinar (September 2017)Hinweis: Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.
Zeitzone UTC+3h
Stromnetz 220V/50Hz, UK Stecker
Reiseadapter G
Kfz-Länderkennzeichen BRN
ISO-3166 BH, BHR
Internet-TLD .bh
Landesvorwahl +973
Website http://www.e.gov.bh
Geeignet für Shopping, Meer

Geographie

Bahrain umfasst insgesamt 33 Inseln im Golf von Bahrain, einer Bucht des Persischen Golfes. Die Hauptinsel Bahrain besitzt wüstenhaften Charakter mit ausgedehnten Sanddünen und Salzsümpfen. Nur im nördlichen Küstensaum gestatten artesische Brunnen bescheidenen Anbau.

Politik und Bevölkerung

Bahrain ist eine konstitutionelle Monarchie. Mehr als ein Drittel der Einwohner sind Ausländer, überwiegend „Gastarbeiter“. Etwa ein Viertel von ihnen kommt aus Indien. Zirka 85 % der Bevölkerung bekennen sich zum Islam; davon gehören der schiitischen Richtung 60 %, der sunnitischen 25 % an.

Geschichte

Die Inselgruppe von Bahrain war im Altertum wichtiger Handelsplatz zwischen Mesopotamien und dem Industal. Nach der Eroberung durch die Araber im 7. Jh. waren die Inseln zeitweise portugiesisch und persisch. 1783 erfolgte die Gründung eines unabhängigen Scheichtums, das sich stets eng an die britische Schutzmacht anlehnte. 1971 erklärte sich das Emirat endgültig für unabhängig.

Qatar - Bahrain - Kuweit - Geschichte

Ca. 4000 v. Chr. Erste Besiedlung in Qatar und Bahrain sowie an der Nordküste der Bucht von Kuwait
2500-1600 v. Chr. Blütezeit der Dilmun-Kultur in Bahrain und Kuwait
Ab 600 v. Chr. Griechen siedeln in Bahrain (Tylos). Alexander der Große errichtet im 4. Jh. eine Siedlung auf der heute zu Kuwait gehörenden Insel Failaka
632 Mohammeds (geb. 570) Tod; die Islamisierung der Arabischen Halbinsel ist weitgehend abgeschlossen
Ab 1507 Portugiesen erobern die Ostküste der Arabischen Halbinsel
Ab 1602 Perser vertreiben die Portugiesen und übernehmen die Macht
18. Jh. Beginn der Herrschaft der Al-Sabah-Familie in Kuwait (1756), der Al-Thani-Familie in Qatar (1768) und der Al-Khalifa-Familie in Bahrain (1783)
19. Jh. Bedrohung der Golfregion durch Perser und vor allem Osmanen; Bahrain (1861), Kuwait (1899) und Qatar (1916) werden britisches Protektorat
1932 Bahrain beginnt mit der Erdölförderung, 1946 folgt Kuwait, 1949 Qatar
1961 Kuwait wird von Großbritannien unabhängig, 1971 folgen Qatar und Bahrain
1990/91 Zweiter Golfkrieg: Irak überfällt Kuwait
2002 Sheikh Hamad erklärt Bahrain zur Demokratie und sich selbst zum König
2008 Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft den Premierminister von Qatar, Sheikh Hamad al-Thani, und den König von Bahrain, Sheikh Hamad al-Khalifa
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Qatar

Deutsche Botschaft | Al-Jazira al-Arabiya St. 6 | Fareej Kholaib Area (hinter der Universitätsbibliothek) | Doha | Tel. 00974/44 87 69 59 | Fax 44 87 69 49 | www.doha.diplo.de

Österreich und Schweiz: Zuständig ist die Botschaft in Kuwait.

Bahrain

Deutsche Botschaft | Al-Hasan Building No. 668, 1. Stock | Diplomatic Area 317 | Sheikh Hamad Causeway (nähe Bait al-Quran) | Manama | Tel. 17 53 02 10 | Fax 17 53 62 82 | www.manama.diplo.de

Österreichische Botschaft: Zuständig ist die Botschaft in Kuwait.

Schweizer Generalkonsulat | World Trade Centre | West Tower, 28th floor | King Fasal Hwy. | Area 316 | Manama, | Tel. 17 13 12 13

Kuwait

Deutsche Botschaft | Abdullah Al-Salem Area | Block 1, Street 14, Villa 13 | Safat | Tel. 22 52 08 27 | Fax 22 52 07 63 | www.kuwait.diplo.de

Österreichische Botschaft | Area 3 | Shawki St., House No. 10 | Daiyah | Tel. 22 55 25 32 | Fax 22 56 30 52

Schweizer Botschaft | Block 2 | Street 1, House 122 | Qortuba | Safat | Tel. 25 34 01 72 | Fax 25 34 01 76 | www.eda.admin.ch/kuwait

Notrufe

Qatar, Bahrain: 999; Kuwait: 777

Internet

Qatar

Die Website des Tourismusministeriums: www.experienceqatar.com; eine private englischsprachige Seite mit Infos und Landeskunde: www.qatar.net; die Seite des gleichnamigen Magazins mit Hinweisen zu Touren, Hotels etc.: www.qatar-info.com; (deutsche) Nachrichten von Eisenbahn bis Politik: www.wikio.de/news/qatar

Bahrain

Die Website des Staates mit touristischen Informationen: www.bahraintourism.com; Nachrichten: www.bahraintribune.com; touristische Infos zu Veranstaltungen, Restaurants etc.: www.bahrainthismonth.com

Kuwait

Allgemeine und touristische Informationen sowie Nachrichten: www.kuwait-info.com; die Seite der gleichnamigen Tageszeitung: www.kuwaittimes.net; aktuelle Informationen, allerdings mit viel Werbung: www.visit-kuwait.com; ein umfassendes Informationsportal zu Kuwait: www.kuwaitiah.net.

Internetcafés & Wlan

In Kuwait City, Doha und Manama gibt es fast an jeder Ecke ein Internetcafé, und so gut wie jedes zweite Hotel hat eine Internetecke.

WLAN ist noch nicht sehr verbreitet; kostenlose WLAN-Hotspots unter www.hotspotlocations.com.

Post

Hauptpost in Qatar: Doha, Corniche/Markhiya St. (nördl. Al-Bida-Park) | Sa-Do 8-20 Uhr; in Bahrain: Manama | Government Ave. | gegenüber Bab al-Bahrain | Sa-Do 8-20 Uhr; in Kuwait: Kuwait City | Fahd al-Salem St. | Sa-Mi 7-14, Do 7-12 Uhr.

Eine Postkarte nach Europa kostet von Qatar 2 QR, von Bahrain 300 Fils, von Kuwait 300 Fils; die Zustellung dauert 3-7 Tage. Briefmarken gibt es auch an der Hotelrezeption.

Telefon & Handy

Vorwahlen: Qatar 00974, Bahrain 00973, Kuwait 00965. Für einzelne Ortschaften gibt es keine Vorwahl. Telefonieren nach Europa ist billig: Telefonzellen sind ausreichend vorhanden und können mit Kredit- oder Telefonkarte (gibt es überall) benutzt werden. Gespräche innerhalb Kuwaits und Qatars sind kostenlos (ins Festnetz, nicht zu Handys); allerdings nicht vom Hotel aus, sondern z.B. von Restaurants, Kaufhäusern.

Roaming ist in allen drei Ländern möglich mit GSM-Handy, falls der Provider ein Abkommen hat. Ansonsten lässt sich eine Prepaid-SIM-Karte des Gastlandes erwerben, mit der die Gebühren für eingehende Anrufe entfallen. Prepaid-Karten wie die von GlobalSim (www.globalsim.net) oder Globilo (www.globilo.de) sind zwar teurer, ersparen aber ebenfalls alle Roaming-Gebühren. Und: Sie bekommen schon zu Hause Ihre neue Nummer. Immer günstig sind SMS. Hohe Kosten verursacht die Mailbox: noch zu Hause abschalten!

Zeitungen

Überregional: „Gulf News“, „Khaleej Times“, „The Gulf Today“. In Bahrain: „Bahrain Tribune“, „Gulf Daily News“. In Kuwait: „Arab Times“, „Kuwait Times“. In Qatar: „The Peninsula“, „Gulf Times“

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Das islamische Wochenende beginnt am Donnerstag, arbeitsfreier Wochentag ist der Freitag. Feiertage richten sich nach dem islamischen (Mond-)Kalender, der gegenüber dem gregorianischen (Sonnen-)Kalender um ca. 11 Tage kürzer ist. Ein Monat hat also nur 29-30 Tage. Feste variieren von Jahr zu Jahr, indem sie sich 10-12 Tage nach vorne verschieben. Die islamische Zeitrechnung beginnt am 15. Juli 622, das Jahr 2009 ist also das Jahr 1429 A.H. (Anno Hejra). Die größte Bedeutung hat das Fest Eid al-Fitr zum Ende des Fastenmonats Ramadan: Die Hauptstädte werden in ein Meer aus Lichterketten gehüllt; es gibt Feuerwerke, und man trifft sich in Hotelrestaurants und Zelten, um ausgiebig zu speisen. Dazu: jede Menge kulturelle Veranstaltungen.

Feste und Veranstaltungen

Februar/März

Hala February Festival: Vier Wochen werden als Shopping- und Entertainment-Festival mit Paraden, Lotterien, kulturellen Darbietungen und Jahrmärkten gestaltet. Kuwait City und Vororte (Mitte Februar bis Mitte März)

Der Unabhängigkeitstag (25.2.) wird in Kuwait als National Day mit festlichen Zusammenkünften begangen und mit einem Feuerwerk beendet. Die Feiern setzen sich am nächsten Tag (Liberation Day) fort. In den großen Hotels Kuwaits

Qatar Class 1 Power Boat Races: Die „arabische“ Runde der Welt-Rennserie der bis zu 160 km/h schnellen Speedboote läuft in der Bucht von Doha www.qmsf.org (Ende Februar/Anfang März)

März/April

PGA Qatar Masters Golf Tournament: Der Doha Golf Club ist Gastgeber für die Golfer-Elite. Doha Golf Club, www.qatar-masters.com (zwei Wochen Anfang März)

Doha Cultural Festival: Kulturfestival mit Musik, Lesungen, Theater, Ausstellungen, Folklore und Konzerten; mit Künstlern aus aller Welt. Doha, Qatar, www.nccah.com (zwei Wochen Mitte März)

Bahrain Spring of Culture Festival: Fest der Bräuche und Traditionen (Falken, Pferde, Kamele, Musik, Perlentaucherei) mit Kunsthandwerk, Töpferei, dazu Konzerte mit arabischer Musik. Heritage Village neben dem National Museum, Manama, Bahrain, www.springofculture.org (vier Wochen im März)

Bahrain Grand Prix: Formel-1-Rennen der Spitzenklasse. Bahrain International Circuit, www.bahraingp.com (drei Tage Anfang April)

Oktober

Bahrain International Music Festival: Jedes Jahr trifft sich das Bahrain Orchestra mit Musikern aus aller Welt. Konzerte täglich ab 20 Uhr, Eintritt frei (sechs Tage Anfang Oktober)

November

Qurain Cultural Festival: Kulturfestival mit Musikdarbietungen, Folklore, Kunstausstellungen und Kunsthandwerk. Kuwait Exhibition Centre (zwei Wochen)

Offizielle Feiertage

1. Januar New Year's Day
21. September 2017 Hejra (islamisches Neujahr)
25. Februar National Day (Kuwait)
26. Februar Liberation Day (Kuwait)
30. November / 01. Dezember 2017 Maulid al-Nabi (Geburtstag des Propheten)
1. Mai Tag der Arbeit (Bahrain)
27. Juni Tag der Thronbesteigung (Qatar)
23. April 2017 Lailat al-Miraj (Himmelfahrt des Propheten)
3. September Nationalfeiertag (Qatar)
27. Mai 2017 Ramadan
25. - 27. Juni 2017 Eid al-Fitr (Ende des Ramadan)
16. Dezember Nationalfeiertag (Bahrain)
1. - 4. September 2017 Eid al-Adha (Opferfest)
Allgemein Die islamischen Feiertage können sich regional und je nach Mondsichtung um einen Tag verschieben.
Mobilität vor Ort

Auto

Die Straßen in Qatar, Bahrain und Kuwait sind breit und vielspurig, gut beleuchtet und hervorragend beschildert (arabisch/englisch).

Öffentliche Verkehrsmittel

In Bahrain verkehren 17 Buslinien von Manama und Muharraq zu allen Orten, Fahrpreis zwischen 100 und 250 Fils. In Kuwait fahren 30 Buslinien in alle größeren Orte, Fahrpreis nach Entfernung 150-250 Fils. In Qatar gibt es u.a. Busse nach Umm Slal Mohammed und Al-Khor (102), nach Al Shahaniya (104) und nach Al-Wakra und Mesaid (109); Fahrten innerhalb Dohas 2 QR, nach außerhalb 3-7 QR.

In allen drei Ländern haben Taxis einen Zähler, man muss darauf achten (in Bahrain darauf bestehen), dass sie eingeschaltet werden. In Kuwait sind Taxis (orange Nummernschilder) teuer, in Qatar ein billiges Vergnügen. Die meisten Fahrer sind Gastarbeiter und sprechen oft nur wenig englisch (außer in Bahrain), daher ein Hotel (funduk), Shoppingcenter oder einen Roundabout (Kreisverkehr, Abkürzung: R/A) in der Nähe des Ziels nennen.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Thailändische Hummergerichte, chinesisches Chopsuey, fangfrische Krabben, französische Entenbrust oder Spareribs nach texanischem Vorbild: Am Golf befindet man sich in einem Schlemmerparadies ohne Grenzen. Delikat ist aber auch die arabische Landesküche.

In den Golfstaaten schätzt man gebratenes Lammfleisch am Spieß ebenso wie Huhn und Rind, während der Genuss von Schweinefleisch Muslimen untersagt ist. Typisch ist die reichhaltige Verwendung von Gewürzen wie Kardamom, Kreuzkümmel, Kurkuma, Safran und Chili, die für ein exotisch-würziges Aroma der Speisen sorgen. Eine große Rolle spielen natürlich auch die Fische und Meeresfrüchte des Arabischen Golfs. Traditionell werden Basmatireis und dünnes, frisch und knusprig im Holzofen gebackenes Fladenbrot (khoubiz) zu den Gerichten gereicht. Eine Spezialität sind in Essig eingelegte Gemüse (Zucchini, Karotten, Zwiebeln, Paprika), meist recht scharf im Geschmack. Auch diese werden häufig zu den Mahlzeiten gereicht. Köstlich sind die Nachspeisen, süße, kalorienreiche Mischungen aus Sahne, Rosenwasser, Pistazien und Nüssen, gebacken, gelegentlich frittiert und mit flüssigem Honig bestrichen.

Besucher können wählen unter den verschiedensten Restaurants. Die besten (und teuersten) findet man in Qatar, Bahrain und Kuwait in den Fünf- und Viersternehotels. Diese besitzen stets mehrere Spezialitätenrestaurants, in denen sowohl À-la-carte-Gerichte als auch Buffets angeboten werden. Die Vielseitigkeit der Speisen zieht auch viele Einheimische an, besonders am Wochenende. Gegessen wird mittags zwischen 12 und 15 Uhr (am Freitag wegen des Mittagsgebets etwas später) und am Abend zwischen 19 und 23 Uhr.

Außerhalb der Hotels existiert ebenfalls ein umfangreiches Angebot an - auch preislich moderaten - Restaurants, von denen die meisten keinen Ruhetag kennen. Viele Lokale werden von Libanesen, Ägyptern oder Syrern betrieben, die ihre regionalen Spezialitäten zubereiten. Auch um genuine asiatische Küche kennenzulernen, sind die Emirate am Golf geeignete Ziele. In den indischen, chinesischen und thailändischen Restaurants speist man in der Regel günstig und gut. Hier trifft man einheimische Familien wie auch expatriates.

Hygienisch einwandfrei sind auch die im Stadtbereich von Qatar, Bahrain und Kuwait anzutreffenden Schnellrestaurants, deren Gäste hauptsächlich asiatische und arabische Gastarbeiter sind. Ein Kellner wischt mit einem feuchten Tuch über die Plastiktischdecke, schenkt aus einem großen Krug Wasser oder Tee ein und nimmt die Bestellung entgegen. Nach wenigen Minuten wird serviert, fast ebenso schnell haben die Männer gegessen. Man trinkt noch einen Tee und bezahlt, oft an der Kasse.

Die großen Shoppingkomplexe verfügen (meist in der oberen Etage) gewöhnlich über einen foodcourt, das sind zahlreiche unterschiedliche Selbstbedienungsrestaurants (stets vertreten sind Kentucky Fried Chicken bzw. McDonald's) mit einem gemeinsamen Sitzbereich - eine preiswerte Möglichkeit, den Einkaufsbummel zu unterbrechen.

Ansprechend präsentiert man in den Hotels die erste Mahlzeit des Tages. Zum Frühstück werden meist umfangreiche Buffets aufgebaut, zu denen neben Obstsalaten, verschiedenen Getreideflocken, Kuchen, Brötchen und Brot auch Käse, Wurst und Eierspeisen gehören. Im „arabischen Bereich“ werden würzige Tomaten- und Bohnengerichte, Joghurts, Oliven und Fladenbrote angeboten. Köstlich schmeckt das aus Kichererbsenbrei, Zitronensaft und Sesamöl angerührte hoummus, während tabouleh aus klein geschnittener Petersilie, Minze, Weizenschrot, Tomaten- und Gurkenstückchen auch ein Rezept der Schlankheitsküche darstellt.

Und Getränke? Angeboten werden neben importiertem und - in Bahrain - einheimischem Mineralwasser Softdrinks und viele Arten frischer Obst- und Fruchtsäfte. An Ständen im Souk wie im Restaurant werden frische Mangos, Papayas und Orangen gepresst, auch aus Karotten und Tomaten bereitet man Säfte zu. Kaffee wird als lösliches Kaffeepulver mit heißem Wasser serviert, nach arabischem Kaffee (café turki) muss man fragen. Er wird gewöhnlich mit einer Prise Kardamom verfeinert. In den Hotels und Shoppingkomplexen werden auch Espresso und Cappuccino serviert, und man findet US-Ketten wie Starbucks, die bei der einheimischen Jugend sehr beliebt sind.

Die Einfuhr von Alkohol ist nach Kuwait verboten. In Kuwait erhält man keine alkoholischen Getränke, in Qatar gibt es solche nur in Touristenhotels. In Bahrain hingegen sind in den meisten Restaurants alkoholische Getränke erhältlich.

Trinkgeld

Wenn Trinkgeld nicht in der Restaurantrechnung enthalten ist, sind 10 Prozent angebracht. Taxifahrer erwarten eine Aufrundung bis zu 10 Prozent, Gepäckträger umgerechnet 0,50 Euro pro Gepäckstück.

Einkaufen und Shoppen

Inbegriff des orientalischen Lebens ist der Souk, das traditionelle arabische Einkaufsviertel, das man stets im Zentrum der Altstadt (medina) findet. Ein Souk besteht aus mehreren, oft überdachten Gassen, wohlgeordnet nach Waren. Auch in den Goldstaaten ist nicht alles Gold, was glänzt: Um Fälschungen, nämlich um Kopien aus Fernost, handelt es sich oftmals bei den im Souk angebotenen T-Shirts, Taschen und Uhren bekannter Designer, zu niedrigsten Preisen und oft in erstaunlich guter Qualität.

Antiquarisches

Gebrauchs- und Haushaltsgegenstände von antiquarischem Wert, die aus Qatar, Bahrain oder Kuwait stammen, sind käuflich selten zu erwerben. Sie befinden sich in Museen, Heritage Villages und in Privathand. Ausländische Antiquitäten von der Arabischen Halbinsel, wie Schmuck und Haushaltsgegenstände aus Jemen und Oman, findet man in Souks und Antiquitätenläden, sie sind jedoch sehr teuer, da die Nachfrage durch zahlungskräftige Einheimische groß ist.

Gewürze

In großen offenen Jutesäcken breiten Händler in den Souks ihre Waren aus: Pfeffer, Pistazien, Mandeln, Muskatnüsse und in kleine Plastiksäckchen abgepackte Safranfäden. Beliebt sind auch aus mehreren gemahlenen Gewürzen bestehende Mischungen, meist unter Verwendung von Kurkuma.

Gold

Der Besuch eines Goldsouks - eines Gebäudes oder einer Straße mit Dutzenden von dicht aneinandergereihten Juweliergeschäften - ist ein Erlebnis. Das oft aus Indien stammende Dekor des Schmucks ist jedoch häufig ungewohnt, weil auf den Geschmack arabischer Kundinnen zugeschnitten: Ketten, Ringe und Armbänder im „arabischen Barock“ in weichem 21er- oder 22er-, gelegentlich sogar superweichem 24er-Karat. Für europäische Kundinnen wird 18-Karat-Schmuck aus Italien importiert. Meist wird der Schmuck nach Gewicht verkauft, unabhängig von der Gestaltung.

Perlen

Nach Naturperlen wird heute nicht mehr kommerziell getaucht, dennoch sind sie am Arabischen Golf häufig im Angebot. In Schmuckläden und auch im Souk sieht man die zu Ketten verarbeiteten Perlen. Das größte Angebot erwartet einen in Bahrain. Die Preise sind recht niedrig, abhängig von Größe, Farbe und Glanz der Perlen.

Shopping Malls

Beliebte Beschäftigung der Einheimischen ist der Besuch eines Shoppingkomplexes. Europäer erinnern die glitzernden Fassaden, die Auswahl und das Angebot der Boutiquen an die USA - Ralph Lauren reiht sich an Calvin Klein, eine Hilfiger-Boutique an die Luxusparfümerie, und natürlich sind auch italienische und französische Designerläden vertreten.

Silberschmuck

Halsketten, Gürtel, Armreifen, Ohrschmuck, Fingerringe und Fußreifen stammen vorwiegend aus Oman und Jemen. Zumeist handelt es sich um ältere oder antike Stücke, einstigen Beduinenschmuck, der seinen Preis hat. Der mitunter recht große Schmuck ist filigran verarbeitet und oft aufwendig ziseliert. Eingearbeitet in Ketten und Gürtel wurden gern Halbedelsteine, Korallen und Münzen, auch kombinierte man Silberketten mit Lederbändern.

Souvenirs

Immer wieder sieht man die auffällige arabische (Schnabel-)Kaffeekanne (dalla), die als überdimensionales Denkmal so manchen Verkehrskreisel schmückt. Meist im Sechserpack angeboten werden die kleinen, henkellosen Kaffeetassen aus Porzellan, die aus Indien stammen. Weihrauch, andere Baumharze und Duftmischungen bilden zusammen mit einem Weihrauchverbrenner ein weiteres beliebtes Souvenir.

Fotografieren

Soldaten und Militäranlagen, Polizisten und Polizeigebäude, Häfen, Flughäfen und Regierungspaläste darf man nicht fotografieren. Auch Frauen und Mädchen sollte man nicht ablichten, wenn man Ärger vermeiden will. In allen Fällen hilft die Frage „mumkin sura?“ (Darf man ein Foto machen?) deutlich weiter.

Spezialitäten

achar sehr sauer eingelegte Gemüsestückchen, z.B. Karotten, Blumenkohl, Paprika
babaganush Püree aus gegrillten Auberginen, Paprika, Tomaten mit Olivenöl und Knoblauch
baklawa mit Honig übergossenes libanesisches Mandelgebäck
biryani gekochtes Huhn oder Lamm auf indischem Reis
chai Tee, meist stark gesüßt
falafel frittierte Kichererbsenbällchen
foul medames gekochte Bohnen in würziger Tomaten-Zwiebel-Sauce
halwa Nussdessert mit karamellisiertem Zucker und Ei
kabouli Reis mit Pinienkernen, Rosinen und Fleisch oder Fisch
kebab scharf gewürztes, gegrilltes Lamm- oder Rinderhack
khoubiz (meist warmes) Fladenbrot, mit dem die Speisen aufgenommen werden
kubbeh Bällchen aus Weizenschrot und (Lamm-)Hackfleisch, mit Pinienkernen gefüllt
labneh Quark mit Knoblauch
makhbous scharf gewürzter Reis mit Lamm-, Rind- oder Hühnerfleisch
mezze Vorspeisen, die mit Fladenbrot gegessen werden
mutabbel gegrillte Auberginen mit Sesamsauce, Knoblauch und Zitrone
qahwa ungesüßter Kaffee, meist mit Kardamom
samak mashwi Fisch, gegrillt
sambousa mit Hühner- oder Lammfleisch gefüllte Teigtaschen
shawarma klein geschnittenes Lamm- und Hühnerfleisch vom Dreh-Spieß, mit Salat in einer Brottasche gereicht
shish tabouk mariniertes, gegrilltes Hühnerfleisch am Spieß, mit Joghurtsauce serviert
umm ali Milchpudding mit Brot, Nüssen und Rosinen
wara einab mit gewürztem Reis gefüllte Weinblätter
Stichworte

Bevölkerung

Die Arabische Halbinsel ist die Urheimat der Araber, sie wurde im 7. Jh. islamisiert. Es entstanden Stammesstrukturen aus Beduinen, die allmählich sesshaft wurden. Die Führung eines Stammes übernahm ein Scheich, aus dessen Familie sich in der Regel sein Nachfolger rekrutierte. Unter der Führung der al-Khalifa-, al-Sabah- und al-Thani-Familien wurden im 18. Jh. Qatar, Bahrain und Kuwait gegründet und in der Folge erfolgreich gegen Eindringlinge verteidigt.

Nach Beginn der Erdölförderung und mit dem folgenden Bauboom wurden sehr viele Gastarbeiter (expatriates) benötigt. Aus Europa und Nordamerika kamen Ingenieure, Ärzte und Unternehmer, aus arabischen Ländern wie Ägypten, Syrien, Libanon und Palästina Fachleute für Verwaltung, Gesundheitswesen und Gastronomie, aus Asien (Indien, Pakistan, Thailand, Korea, Philippinen, Bangladesch u.a.) Bauarbeiter und Beschäftigte im Dienstleistungsgewerbe. Sie machen heute in Qatar (75 Prozent) und Kuwait (63 Prozent) die Mehrheit der Bevölkerung aus, in Bahrain leben mehr als ein Drittel ausländischer Arbeitnehmer. Die Einheimischen nennen sich nationals oder locals.

Emir & Scheich

Der arabische Name besteht aus dem Vornamen, dem der Name des Vaters, oft auch des Großvaters, folgt, indem er mit bin oder ibn, also „Sohn des“, angeschlossen wird. Den Abschluss - mit al- - bildet die Angabe des Familien- oder Stammesverbandes. Bei Frauen heißt es analog bint („Tochter des“). Bei Frauen ist auch der Namenszusatz Umm („Mutter von“) gebräuchlich, bei Männern, jedoch seltener, Abu („Vater von“). H.H. Sheikh Hamad bin Isa bin Salman al-Khalifa ist also His Highness („Seine Hoheit“) Scheich Hamad, Sohn des Isa, Sohn des Salman, aus dem Familienverband der al-Khalifa.

Der Emir (Amir) ist der Herrscher des Landes. Scheich (sheikh) kann mit Ältester, Würdiger, Verehrter übersetzt werden. So nennt man das Oberhaupt eines Familienverbandes oder Stammes. Dieser Titel wird jedoch auch ehrenhalber an weitere Würdige verliehen; er wird dann vererbt. In der Familie des Emirs sind alle männlichen Mitglieder auch Scheich. In der Landes- und Stammesführung gibt es keine starre Erbfolge, aber es folgt immer ein fähiges Familienmitglied, möglichst der älteste Sohn.

Erdöl

In Bahrain wurde bereits 1932 Erdöl entdeckt, heute ist der Vorrat nahezu erschöpft. Die verbleibende Ausbeute wird daher nicht exportiert, sondern im Land raffiniert. Bahrain muss auf andere Einkunftsquellen setzen. Kuwait hingegen besitzt mit 10 Prozent der Weltreserven (an dritter Stelle hinter Saudi-Arabien und Irak) ein nahezu unerschöpfliches Reservoir an Erdöl (96 Mia. Barrel), das bei gleichbleibender Ausbeute noch 100 Jahre reichen wird und zudem auch besonders leicht zugänglich ist. Qatar hat Erdölvorräte von 15 Mia. Barrel und ist damit schon gut gesegnet; darüber hinaus verfügt es nach Russland über das zweitgrößte Erdgaslager der Welt. Kuwait und Qatar besitzen zusammen mit ihren Nachbarn Saudi-Arabien und Abu Dhabi die Verfügungsgewalt über die weltgrößten Energiereserven.

Falknerei

Die Falknerei, seit zwei Jahrtausenden von den Beduinen der Arabischen Halbinsel zur Jagd betrieben, ist heute Hobby der einheimischen Männer. Bis zu 100000 Euro kann ein Vogel kosten. Das Training erfordert viel Zeit und Geduld. Um sie an ihren Besitzer zu gewöhnen, sollten die Tiere noch jung sein: Anfangs trägt das Tier eine Kappe über den Augen, schläft bei seinem Besitzer im Zimmer und ist auch sonst immer in dessen Nähe. Bei ersten Probeflügen auf Köder lernt der Falke, stets wieder auf den mit einem Lederhandschuh geschützten Arm seines Besitzers zurückzukehren. Durch langwieriges Training wird der Flugradius allmählich erweitert. Ein ausgebildeter Falke, der wegen seiner vorzüglichen Augen selbst kleinste Beute aus großer Höhe erspäht, kann 100 km/hfliegen und diese Geschwindigkeit im Sturzflug noch erhöhen.

Islam

Der Islam ist in Qatar, Bahrain und Kuwait Staatsreligion. Er entstand im 7. Jh. durch die Offenbarung Allahs - mittels des Erzengels Gabriel - gegenüber seinem Propheten Mohammed, der sie rasch auf der Arabischen Halbinsel ausbreitete. Diese ist daher Ursprungs- und Kernland des Islam. Islam bedeutet Unterwerfung unter den Willen Gottes, der sich aus dem Koran ergibt. Die 114 Suren des Korans sind Grundlage des geistlichen und weltlichen Lebens, liefern Vorschriften für Glauben und Erziehung, Lebensführung und Rechtsprechung. Zu den Elementen der Religion gehören das Glaubensbekenntnis, täglich fünf Gebete, das Fasten im Monat Ramadan, das Almosengeben und die Pilgerfahrt nach Mekka.

Grundlage der Gesetzgebung und Rechtsordnung ist in Qatar, Bahrain und Kuwait der Koran. Allerdings ist die Rechtsprechung - anders als in Saudi-Arabien - gemäßigt und an westlichen Standards orientiert. In allen drei Ländern sind andere Religionen zugelassen, so findet man auch Hindutempel und christliche Kirchen und in Bahrain sogar eine jüdische Synagoge.

Kamel

Unterwegs auf Wüstenautobahnen begegnet Besuchern als häufiges Verkehrsschild das „Achtung-Kamel“-Hinweisdreieck, und man sieht die Tiere rechts und links der häufig eingezäunten Straße, wo sie in Gruppen zusammenstehen. Streng genommen handelt es sich jedoch nicht um Kamele, sondern um einhöckrige Dromedare, auf der Arabischen Halbinsel seit tausend Jahren Garant des Lebens und Überlebens in der Wüste. Das Kamel diente als Reittier und Transportmittel, lieferte Fleisch und Milch. Seine Wolle wurde zu Zelten, Teppichen und Kleidung verarbeitet, die Haut für Wasserbehälter genutzt.

Heute ist das Kamel Hobby und Statussymbol zugleich, es wird bei hoch dotierten Rennen eingesetzt. Die Tiere, die auf Kamelmärkten gehandelt werden, dienen meist als Haustier, allenfalls ihre Milch wird noch genutzt. Hoch ist der Wert eines Rennkamels, auch die ausgesetzten Siegerpreise sind beträchtlich. In allen drei Ländern unterhält man Rennbahnen sowie komfortable Ställe mit Trainingsschwimmbädern und Kliniken für die Tiere.

Kleidung

Trotz westlicher Shoppingmalls und Designerboutiquen: Traditionelle Bekleidung wird von den Einheimischen in Ehren gehalten. So tragen die Männer in Qatar, Bahrain und Kuwait einen weißen, knöchellangen und langärmeligen Kaftan (dishdasha) über einer weißen Hose. Ein Kopftuch (gutra) wird von einer darunter liegenden Kappe (gahfiya) und einer geflochtenen schwarzen Kordel (agal) gehalten. Bei festlichen Anlässen und Zeremonien wird zusätzlich ein zimtfarbener oder schwarzer Umhang mit goldbesticktem Rand (bisht) getragen.

Frauen sind der westlichen Mode gegenüber eher aufgeschlossen, doch verstecken sie diese meist unter einem bodenlangen schwarzen Mantel-Umhang (abayah). Bei jüngeren Kuwaiterinnen sind Jeans und T-Shirts sehr beliebt, werden teilweise auch schon in der Öffentlichkeit getragen. Die traditionelle Bekleidung sieht hingegen ein wadenlanges, besticktes blusenähnliches Kleid mit langen Ärmeln (kandoura) und eine lange Hose (sirwal) vor, dazu einen schwarzen Schleier (malfa) oder - seltener - eine Gesichtsmaske (burqah).

Perlentaucherei

Seit der Antike wird im Arabischen Golf nach Perlen getaucht, denn hier liegen die besten Perlengebiete der Welt. Und bis ins 20. Jh. war die Perlentaucherei eine der bedeutendsten Einkommensquellen der Region. Von Juni bis Oktober fuhren die Perlenboote hinaus zu den Muschelbänken. 80- bis 90-mal pro Tag tauchten die Männer bis zu 20 m tief, mit einer Klammer auf der Nase und einem Stein als Gewicht; die Perlmuscheln klemmten sie zwischen die Zehen. Im ersten Drittel des 20 Jhs. kamen 75 Prozent aller Naturperlen aus dem Arabischen Golf. 1930 war Schluss mit dem Reichtum: Die Weltwirtschaftskrise und das Auftauchen japanischer Zuchtperlen bedeuteten das Ende der Suche nach natürlichen Perlen. Perlentauchen wird heute nur noch als Sport und Hobby betrieben.

Wirtschaft

Bahrain erzielt Exportgewinne aus Erdölprodukten und einer mit eigenem Erdgas betriebenen Aluminiumschmelze. Weitere Einnahmequellen sind die großen Erdgasreserven (350 Mia. m³), rund 200 Offshore-Banken (Filialen internationaler Banken, die überall, außer im Gastland, ohne Beschränkungen und Kontrolle Geschäfte machen können - zumindest galt dies bis zur Finanzkrise 2008/09) und der zunehmende Fremdenverkehr - jedoch stammen die meisten Besucher derzeit aus der Golfregion und aus Saudi-Arabien.

Kuwaits Wirtschaft besteht überwiegend aus dem Erdölexport. Wegen des Ölreichtums sah man bisher keine Gründe, die Wirtschaft zu diversifizieren, jedoch wird das Erdöl heute mit eigenen Tankern transportiert, und Öleinnahmen werden im Ausland angelegt. So ist Kuwait mit 7,2 Prozent der zweitgrößte Aktionär der Daimler AG. In jüngster Zeit beschäftigt man sich mit Überlegungen zur Förderung des Tourismus.

Qatar bemüht sich trotz ausreichender Energiereserven um die Diversifizierung der Wirtschaft durch Freihandelszonen nach dem Vorbild Dubais und um gehobenen Tourismus, in den gegenwärtig gewaltig investiert wird. Das Land exportiert außerdem jährlich Erdgas im Gegenwert von ca. 3,5 Mia. US-Dollar.

Bloss nicht!

Den Ramadan ignorieren

Geschäfte und Restaurants, Ämter und Serviceunternehmen haben während des Ramadan tagsüber geschlossen oder eingeschränkten Betrieb, in der Öffentlichkeit darf nicht gegessen, getrunken und geraucht werden - während der Fastentage sind die Einschränkungen auch für Touristen recht groß. Andererseits: Wer dies akzeptiert, lernt die Länder zu einer für ihre Bewohner bedeutsamen Zeit kennen und erfährt viel über Kultur und Religion. Besonders schön: Nach Sonnenuntergang erwacht alles wieder zu Leben und Geschäftigkeit. Man trifft sich in eigens aufgebauten Ramadan-Zelten (auch in Hotels) zum Essen und zur Musik.

Die linke Hand benutzen

Die linke Hand gilt traditionell als unrein, da sie der Reinigung bei der Toilettenbenutzung dient. Noch heute gilt: Man reicht die Linke nicht zur Begrüßung, übergibt nichts (Geschenke, Zigaretten - einfach alles) mit links, fasst auch niemanden mit links an, etwa zur Begrüßung an der Schulter oder gar ein Kind am Kopf. In Restaurants, in denen mit den Fingern gegessen wird, benutzt man die rechte Hand.

Religiöse Themen erörtern

Sie sind immer eine heikle Sache, vor allem, wenn sie in Zusammenhang mit Politik stehen. Also umgeht man besser elegant religiöse (Dikussions-)Themen. Und niemals sollte man sich als Ungläubiger bzw. Atheist outen. Dies versteht in den muslimischen Ländern am Arabischen Golf weiß Gott keiner, man stößt teilweise auf ungläubiges Entsetzen. Zurückhaltend sollte man auch sein, wenn es um die Rolle der Frau in islamischen Ländern geht.

Unpassende Kleidung tragen

Alles, was bei Frauen eng, kurz, gar durchsichtig, weit ausgeschnitten oder ärmellos ist, lässt sich im Touristenhotel noch tragen, aber schickt sich nicht in der Öffentlichkeit. In Bahrain mag man einen anderen Eindruck haben, aber die muslimische Gesellschaft ist in dieser Beziehung sehr empfindlich. Bei Männern wirken kurze Hosen und Tanktops (Muskelshirts) außerhalb der Hotelanlagen lächerlich. Streifenlose Bräune? Bloß nicht! Auch im internationalen Luxushotel, umgeben von Westlern, befindet man sich doch in einem arabischen Land, und dort ist es undenkbar, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen.

Allein in die Wüste fahren

Die Autoverleiher bieten Geländefahrzeuge an, die zu einer Offroad-Fahrt durch die Wüste verführen. Doch Vorsicht: Man bewegt sich auf gefährlichem Terrain, nur geübte und landeskundige Fahrer können damit umgehen. Wer Lust hat auf eine Tour durch den Sand, bucht besser einen organisierten Ausflug beim Reiseveranstalter. Genau so schön und ohne Risiko.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Seit dem 5. Juni 2017 hat Bahrain die diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen. Der Luft- und Seeverkehr zwischen den beiden Staaten ist seit 6. Juni 2017 eingestellt.

Am 10. November 2017 hat Bahrain die Visumspflicht für katarische Staatsbürger und Ausländer mit Wohnsitz in Katar eingeführt. Nach Auskunft des bahrainischen Innenministeriums besteht allerdings seit Anfang Februar 2018 für in Katar ansässige -Staatsangehörige die Möglichkeit, bei der Ankunft am Flughafen ein Visum ("visa on arrival") zu erhalten.
Deutschen Staatsbürgen mit Wohnsitz in Katar wird ungeachtet dessen empfohlen, aktuelle Informationen unter Bahrain eVisas abzurufen und vor Reiseantritt ein Visum für Bahrain zu beantragen, siehe auch Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige.

Reisende über Doha nach Bahrain werden dringend gebeten, sich vor Beginn der Reise mit den jeweiligen Fluggesellschaften in Verbindung zu setzen und ihre Flüge gegebenenfalls umzubuchen sowie diese Reise- und Sicherheitshinweise aufmerksam zu verfolgen.

Die Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Stadtteilen bzw. Ortschaften mit überwiegend schiitischer Bevölkerung haben aufgrund des bestehenden allgemeinen Demonstrationsverbots an Häufigkeit abgenommen. In den Abendstunden und an Wochenenden kann es trotzdem gelegentlich zu verbotenen Demonstrationen und gewalttätigen Protestaktionen kommen. Eine besondere Gefahr droht dann durch Straßensperren aus Gesteinsbrocken und brennenden Reifen, die von Demonstranten kurzfristig errichtet werden. Es ist wiederholt vorgekommen, dass dadurch zum Anhalten gezwungene Fahrzeuge mit Steinen beworfen wurden.

In den letzten Jahren haben wiederholt gezielte Angriffe auf staatliche Sicherheitskräfte mit Steinen, Schusswaffen und Brandsätzen stattgefunden, teilweise mit tödlichen Folgen. Eine gezielte, unmittelbare Gefährdung der allgemeinen Bevölkerung und von Ausländern ist nicht gegeben. Besondere Vorsicht ist jedoch vor improvisierten Sprengsätzen geboten, die zur Störung des Straßenverkehrs an Straßenkreuzungen und anderen öffentlichen Plätzen abgelegt werden. Es wird empfohlen, verdächtige Gegenstände keinesfalls zu berühren oder aufzunehmen, sondern unverzüglich die nächste Polizeidienststelle (Rufnummer 999) zu informieren.

Landesweit kann es immer wieder zur Einrichtung von Sicherheitscheckpoints durch Sicherheitskräfte teilweise auch nur temporär in den Abendstunden, kommen.

Terrorismus

Trotz umfassender örtlicher Sicherheitsvorkehrungen können Gefährdungen durch terroristische Aktivitäten sowie Risiken über die bestehende Landverbindung nicht ausgeschlossen werden (siehe auch Reise- und Sicherheitshinweise Saudi-Arabien).

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um in einem Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Besondere Verhaltenshinweise

Bahrain ist ein islamisch geprägtes Land, Besucher sollten in ihrem öffentlichen Auftreten auf die religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Traditionen Rücksicht nehmen und bei der Wahl ihrer Kleidung berücksichtigen. Es gibt allerdings keine Bekleidungsvorschriften für Frauen und auch keine sonstigen Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit. Personen sollten nur zurückhaltend fotografiert und vorher um ihr Einverständnis gebeten werden.

Ramadan

Während des Fastenmonats Ramadan ist mit größeren Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von allen Restaurants außerhalb der Hotels, auch allen Fastfood-Restaurants und Cafés, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) zu rechnen. Auch wenn die Fastenregeln nur für Muslime gelten, ist es während des Fastenmonats in Bahrain auch Nichtmuslimen bzw. Ausländern untersagt, tagsüber in der Öffentlichkeit zu essen, zu trinken oder zu rauchen. Insbesondere während des Ramadan sind erhöhte Rücksichtnahme auf religiöse Gefühle und Verhaltensweisen der Bevölkerung und die Respektierung islamischer Traditionen und Gebräuche zu empfehlen.

Während des Trauermonats Muhharam (insbesondere an Ashura) ist ebenfalls Zurückhaltung geboten, vor allem als Zuschauer der Trauerprozessionen.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der Bahrain-Dinar (BHD). Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar oder Euro in bar. Mit gängigen Kreditkarten ist das Abheben von Bargeld an Geldautomaten möglich.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen: -

Visum

Grundsätzlich erhalten deutsche Staatsangehörige bei der Einreise bei Vorlage eines gültigen Reisepasses ein Einreisevisum, mit Ausnahme von Personen mit Wohnsitz in Katar, siehe Aktuelle Hinweise. Das Visum wird für eine einmalige Einreise und einen Aufenthaltszeitraum von bis zu 14 Tagen erteilt.

Die Gebühr beträgt 5,- Bahrainische Dinar (BHD) und kann auch in Euro (ca. 13,- bis 15,- €/ abhängig vom Wechselkurs) oder US-$ entrichtet werden.
Seit September 2016 gibt es ein Visum gültig für 30 Tage/gültig 3 Monate, für eine Gebühr von 25,- Bahrainischen Dinar (BHD). Diese kann auch in Euro (ca. 54,- bis 56,- €/ abhängig vom Wechselkurs) oder in US-$ entrichtet werden.
Zudem bietet Bahrain ein Visum für mehrere Einreisen an, mit einem Aufenthalt von bis zu 90 Tagen, gültig für ein Jahr. Dieses Visum kann in elektronischer Form online und am Flughafen beantragt werden und kostet derzeit 80,-BHD (ca. 190,--€).

Es wird empfohlen, das erforderliche Visum bereits vor Einreise elektronisch einzuholen, da dies die Abfertigung am Flughafen (s. u.) beschleunigt. Weitere Informationen zum bahrainischen eVisum sind unter Bahrain eVisas abrufbar.
Bahrain plant in nächster Zeit alle Visaangelegenheiten nur noch in elektronischer Form zu bearbeiten. Es wird empfohlen, hierzu immer zeitnah die o.a. Webseite der bahrainischen Regierung zu konsultieren.

In einzelnen Fällen wurde in letzter Zeit die Einreise ohne Angabe von Gründen durch die bahrainischen Behörden auch für Inhaber deutscher Reisepässe verweigert. Die Botschaft hat auf diese Entscheidungen keine Einflussmöglichkeiten. Betroffene Reisende müssen ggf. damit rechnen, den Flughafen bis zum nächstmöglichen Weiterflug nicht verlassen zu können, auch wenn dieser erst am Folgetag sein sollte.

Es besteht die Möglichkeit, ein Visum durch die örtliche Passbehörde General Directorate of Nationality, Passports & Residence gebührenpflichtig verlängern zu lassen. Weitere Verlängerungen sind grundsätzlich gegen Gebühr möglich. Die Verlängerung bedarf der Zustimmung eines einheimischen Sponsors (Hotelbestätigungen werden u. a. akzeptiert).

Ein längerfristiger Aufenthaltstitel (i.d.R. sog. "sponsored visa") wird vom GDNPR erteilt, sofern eine Bürgschaft einer Einzelperson bzw. des Arbeitgebers vorgelegt wird. Gelegentlich wird der Reisepass während der Dauer des Aufenthalts von Arbeitgebern einbehalten.

Visa für Journalisten müssen vor Einreise bei der zuständigen bahrainischen Behörde Information Affairs Authority (IAA) beantragt werden. Informationen und Antragsformulare sind auf der Website der Bahrain News Agency verfügbar.
Journalisten wird dringend davon abgeraten, mit einem nicht dem Aufenthaltszweck entsprechenden Visum (z.B. touristisches Visum) einzureisen und dennoch einer journalistischen Tätigkeit nachzugehen. Die örtlichen Zensurbestimmungen sind zu beachten. Vor Einreise von Journalisten empfiehlt sich eine Kontaktaufnahme mit der Botschaft, die ggf. bei der Visumbeschaffung unterstützend tätig werden kann.

Eine Registrierung vor Ort ist bei Kurzaufenthalten nicht erforderlich.

Sofern sich visapflichtige Personen ohne gültigen Aufenthaltstitel in Bahrain aufhalten, wird im Regelfall zunächst die Ausreise verweigert. Die Einwanderungsbehörde verhängt vor Erteilung einer Ausreisegenehmigung eine Geldbuße, deren Höhe im Ermessen des Richters liegt sowie vom Zeitraum des unerlaubten Aufenthalts abhängt. Mit empfindlichen Geldstrafen ist zu rechnen.

Sonstiges

Nicht-deutsche Staatsangehörige mit Wohnsitz in Deutschland sollten sich betreffend der Einreiseformalitäten unbedingt vor Einreise mit der Botschaft des Königreichs Bahrain in Berlin in Verbindung setzen.

Arbeitsaufnahme

In Einzelfällen ist es in Mitgliedsstaaten des Golfkooperationsrats vorgekommen, dass dort ansässige deutsche Staatsangehörige an der Ausreise gehindert wurden. Ein häufiger Grund sind arbeitsrechtliche Meinungsverschiedenheiten, die den Arbeitgeber ("Sponsor") veranlassen, die zuständigen Behörden um die Verhängung von aufenthaltsrechtlichen Maßnahmen i. S. einer "Ausreisesperre" (engl. "travel ban") auch außerhalb von Gerichtsverfahren zu ersuchen. Auch die Nichterfüllung finanzieller Forderungen durch den Arbeitnehmer hat in der Vergangenheit zur Verwehrung der Ausreise geführt. Es wird daher empfohlen, sich vor Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses bzw. Beginn einer Geschäftstätigkeit über die geltende Rechtslage zu informieren.
Es besteht neuerdings die Möglichkeit, vor der Ausreise eine Auskunft darüber einzuholen, ob eine Ausreisesperre besteht: Travel Ban Services

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen sind nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erhältlich.

Für die Ein- und Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung bestehen keine Beschränkungen. Die Einfuhr jeder Art von pornographischem Material, Waffen und Drogen ist verboten.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren sind bei der Botschaft des Ziellandes erhältlich. Nur dort können rechtsverbindliche Auskünfte gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Drogenbesitz wird hart bestraft.

Es ist verboten, militärische Einrichtungen zu fotografieren.

Sowohl Prostitution als auch Homosexualität sind in Bahrain strafbar. Der Botschaft sind bisher aber keine Fälle von Verhaftungen oder Diskriminierung homosexueller oder transsexueller Reisenden bekannt geworden. Eine "aktive" Verfolgung Homosexueller oder Transsexueller findet in Bahrain nicht statt.

Aktuelle Hinweise

Neues Coronavirus (MERS-CoV)

Seit dem Sommer 2012 kommt es in Ländern der arabischen Halbinsel vereinzelt zu schweren Infektionen der Atemwege durch ein neues Coronavirus (MERS-CoV, die Abkürzung für Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus). Die meisten Erkrankungen wurden aus Saudi-Arabien bekannt. In Bahrain selbst sind bisher keine Fälle aufgetreten. Wo genau und wie sich Menschen in verschiedenen Ländern anstecken können, ist noch unklar. Kameltiere (Camelidae) scheinen aber an der Übertragung beteiligt zu sein. Reisende sollten unnötige Kontakte mit Tieren meiden. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass es bei sehr engem Kontakt zu Erkrankten auch zu einer Übertragung von Mensch zu Mensch kommen kann. Es gibt nach wie vor aber keinen Nachweis einer kontinuierlichen Mensch-zu-Mensch-Übertragung. Eine aktuelle Risikobewertung des Robert-Koch-Instituts (RKI) findet sich für Deutschland unter http://www.rki.de/.

Die Weltgesundheitsorganisation sieht auch weiterhin keinen Grund für Einschränkungen im Reiseverkehr oder Handel mit Ländern der arabischen Halbinseln und ihren Nachbarn.
Hier finden Sie aktuelle Merkblätter zum Thema Reisemedizin.

Impfschutz

Bei Einreise aus Gelbfieberinfektionsgebieten ist der Nachweis einer Gelbfieberimpfung für Personen älter als ein Jahr erforderlich.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise nach Bahrain zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de.
Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), und ggf. auch Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern Röteln (MMR) Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfung wird Hepatitis A empfohlen, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch die Impfung gegen Hepatitis B sowie gegen die Meningokokken-Krankheit (ACWY)

HIV/Aids

ist weltweit ein Problem. Die bekannten Risiken sollte man auch in Bahrain meiden.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung in Manama genügt im Allgemeinen europäischen Ansprüchen. Die meisten Ärzte sprechen Englisch. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Lassen sie sich vor der Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und ggf. ihren Impfschutz anpassen (siehe auch z.B. www.dtg.org).

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt/ Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Versorgung in Manama genügt im Allgemeinen europäischen Ansprüchen. Die meisten Ärzte sprechen Englisch.

In den Apotheken, von denen einige 24 Std. geöffnet sind, ist eine gute Auswahl an Medikamenten erhältlich.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Gelbfieber Nein -
Cholera Nein -
Typhus & Polio Ja -
Malaria Nein -
Essen & Trinken 1 -

Anmerkungen Impfungen

[1] Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen), die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Alle modernen Hotels haben eigene Filteranlagen.

Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Milchpulver nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten vermieden werden. Nur gut durchgekochte und heiß servierte Fleisch- oder Fischgerichte essen. Vorsicht vor Schweinefleisch, Mayonnaise und Salat. Obst sollte geschält und Gemüse gekocht werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

Gesundheitszeugnis

Für Arbeits- und Langzeitaufenthalte wird ein HIV-Test in englischer Sprache verlangt.

Andere Risiken

Seit dem Sommer 2012 kommt es in Ländern der arabischen Halbinsel vereinzelt zu schweren Infektionen der Atemwege durch ein neues Coronavirus (MERS-CoV, die Abkürzung für Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus). Wo genau und wie sich Menschen in verschiedenen Ländern anstecken können, ist noch unklar. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass es bei sehr engem Kontakt zu Erkrankten auch zu einer Übertragung von Mensch zu Mensch kommen kann.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für Hepatitis A. Hepatitis B ist endemisch. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Bei Langzeitaufenthalten über 3 Monaten oder bei besonderer Exposition sollte ein Hepatitis B-Impfschutz erwogen werden.

HIV/Aids ist verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Türkei Ja Ja/1/2 Ja
Andere EU-Länder Ja Ja/1/2 Ja
Schweiz Ja Ja/1/2 Ja
Österreich Ja Ja/1/2 Ja
Deutschland Ja Ja/1/2 Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger von:
Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

[1] Visum bei der Einreise
Visa für Kurzurlauber und Geschäftsreisende sind am Flughafen Manama für einen Aufenthalt von bis zu 14 Tagen (einmalige Einreise) oder für bis zu 30 bzw. 90 Tage für u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder erhältlich:

(Einmalige Verlängerung beim General Directorate of Nationality, Passports and Residence, Diplomatic Area, PO Box 331, Manama (Tel: (017) 39 97 07), um 14 Tage möglich. Dazu ist die Unterschrift eines einheimischen Sponsoren, z.B. eines bahrainischen Staatsangehörigen oder Hotels, nötig.

(a) EU-Länder und Schweiz;

(b) Türkei.

Wichtige Hinweise: Das Visum bei der Einreise ist in der Regel nur dann erhältlich, wenn die jeweiligen Staatsangehörigen von ihrem eigenen Land aus nach Bahrain reisen. Nichtdeutschen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Deutschland wird deshalb empfohlen, sich vor der Reise über die Einreiseformalitäten bei der zuständigen diplomatischen Vertretung zu erkundigen. Deutsche, die nicht in Deutschland ihren Wohnsitz haben, müssen ebenfalls vor der Einreise ein Visum für Bahrain beantragen.

Achtung: Ein vorab besorgtes herkömmliches Visum oder ein e-Visum sind empfehlenswert, weil die Visumerteilung im Ermessen des Einwanderungsbeamten liegt und weil es die Einreise am Flughafen beschleunigt.

[2] e-Visum vor der Einreise
U.a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können als Touristen oder als Geschäftsreisende auf der Internetseite www.evisa.gov.bh ein Visum online beantragen (Das so genannte eVisa ist ab der Ausstellung 30 Tage gültig und berechtigt zu einem Aufenthalt von 14 Tagen, wenn nicht anders angegeben. Eine gebührenpflichtige Verlängerung um 14 Tage ist möglich.):

(a) Deutschland, Österreich, Schweiz und alle anderen EU-Länder.

(b) Türkei.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Hunde und Katzen aus Kontinentaleuropa dürfen nicht nach Bahrain verbracht werden.

Bearbeitungsdauer

E-Visum: bis zu 72 Std.

Gültigkeit

Einmalige Einreise: 1 Monate für einen Aufenthalt von bis zu 14 Tagen (verlängerbar).
E-Visum: 1 Monat für einen Aufenthalt von bis zu 14 Tagen (verlängerbar).

Visum bei der Einreise:

14 Tage Aufenthalt  (verlängerbar);

30 Tage Aufenthalt (3 Monate gültig, mehrmalige Einreisen).

90 Tage Aufenthalt (1 Jahr gültig, mehrmalige Einreisen).

Transit

Transitreisende, die innerhalb von 8 Stunden oder mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen, über gültige Dokumente und Tickets für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Visaarten und Kosten

Besuchs-, Geschäfts-, Touristen- und Transitvisum.

Kosten

E-Visum: 25 BD (Visumgebühr) zuzüglich 4 BD (Bearbeitungsgebürh) = 29 BD oder ca. 70 € (abhängig vom Wechselkurs).

 

Visum bei der Einreise:

- Einmalige Einreise für einen Aufenthalt von bis zu 14 Tagen: 5 BD oder 13-15 € (je nach Wechselkurs).

- Für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen: 25 BD oder 54-56 € (je nach Wechselkurs).

- Für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen: 80 BD oder ca. 190 €.

Antrag erforderlich

(a) 1 Antragsformular.
(b) 1 Passfoto.
(c) Reisepass, der bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(d) Bei postalischer Antragstellung frankierter Einschreiben-Rückumschlag für die Zustellung des visierten Reisepasses.
(e) Gebühr (bei Antragstellung in bar oder als Firmenscheck).

Touristenvisum:
(a)-(e),
(f) Rückflugticket bzw. Buchungsbestätigung.

Geschäftsvisum:
(h) Entsendungsschreiben des eigenen Unternehmens über Reisedauer und -anlass mit Bürgschaft für die gesamten Reisekosten.

Unterlagen für ein Visum bei der Einreise
Reisepass, Rück- bzw. Weiterflugticket, Gebühr in bar (s. Visum), ausreichende Geldmittel, ggf. gültige Dokumente für die Weiterreise.

Unterlagen für ein e-Visum 

(a) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist;

(b) Unterkunftsnachweis (z.B. Hotelbuchung);

(c) Rück- bzw. Weiterflugticket.

 

 

Geld

Geldwechsel

Geldwechseleinrichtungen gibt es am Flughafen, in den größeren Hotels und in Wechselstuben, wo man die günstigsten Umtauschkurse erhält. In Manama gibt es einige Bankautomaten, bei denen mit einer internationalen Kreditkarte/Bankkarte Bargeld in der Landeswährung abgehoben werden kann. Ein Rücktausch ist teils problematisch, daher wird empfohlen nur die Höhe des benötigten Geldes zu tauschen.

Währung

1 Bahrain Dinar (BD) = 1000 Fils. Währungskürzel: BD, BHD (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 20, 10, 5, 1 und 1/2 BD sowie 100 Fils im Umlauf; Münzen in den Nennbeträgen 100, 50, 25, 10 und 5 Fils.

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen bei der Ein- und Ausfuhr der Landeswährung. Fremdwährung muss bei der Ankunft deklariert werden und darf nur in Höhe der deklarierten Beträge wieder ausgeführt werden.

Kreditkarten

Diners Club, MasterCard, American Express und Visa werden in Hotels und größeren Geschäften akzeptiert. Abhebungen sind mit Kreditkarte problemlos möglich. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
 

Reiseschecks

Reiseschecks werden in Bahrain immer weniger akzeptiert. In Restaurants und Geschäften kann man sie inzwischen kaum noch einlösen. Während man in Hotels die Reiseschecks nur zu einem ungünstigen Kurs einlösen kann, berechnen Hotels für diesen Service eine Gebühr. Reiseschecks in US-Dollar werden empfohlen.

Öffnungszeiten der Bank

Sa-Mi 07.30-14.00, teils auch nachmittags geöffnet. Do 07.30-13.00 Uhr (Abweichungen sind möglich)

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Bahrain eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

400 Zigaretten und 50 Zigarren und 250 g Tabak (in geöffneten Verpackungen);
1 l Spirituosen und 6 Dosen Bier (nur Nicht-Muslime);
0,23 ml Parfüm in geöffneten Flakons;
Geschenke im Wert von bis zu 250 BD.

Verbotene Importe

Waffen, Betäubungsmittel und Drogen, pornografisches Material, Zuchtperlen, Elfenbein und aus Elfenbein hergestellte Gegenstände. Hunde und Katzen aus Kontinentaleuropa.

Quellenangaben
  • Marco Polo - Qatar - Bahrain - Kuweit, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2011-03, 2009-02
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Bahrain - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 22.03.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 22.03.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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