Nachhaltige Reisen

Nachhaltige Reisen

Nachhaltige Reisen bei Gebeco - Besonders verantwortlich unterwegs.

Seit 2011 bietet Gebeco „besonders nachhaltige Reisen“ an, die sich den verschiedenen Aspekten der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit verschrieben haben. So besuchen die Gäste lokale Hilfsprojekte, wohnen häufig in zertifizierten Öko-Hotels und Lodges, bewegen sich zum Beispiel mit der Bahn im Land fort anstelle Inlandsflüge zu nutzen oder reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ziel dabei: Ohne Einschränkung für den Reisenden einen Beitrag zu einem „besseren Tourismus“ zu leisten.

Unsere Kriterien für nachhaltige Reisen

Gebeco achtet bei der Auswahl von Reisezielen und der Gestaltung der Reisen generell auf Umwelt- und Sozialverträglichkeit. Bei den als Nachhaltig gekennzeichneten Reisen müssen darüber hinaus klare Kriterien erfüllt werden, die sich aus dem nachfolgenden Katalog ergeben.

1. Unterkünfte

1.1. Mindestens 50% der Übernachtungen erfolgen in nachhaltigen Unterkünften.

a) zertifizierte Hotels, Unterkünfte eines nachhaltigen Verbandes, für Nachhaltigkeit ausgezeichnete Hotels, klimaneutrale Hotels, „FLO in Tourism”-Unterkünfte, zertifizierte TUI Hotels wie z.B. EMAS, FTT, Green Globe, Green Key, Travellife.

b) Unterkünfte, die eine enge Verbindung zur Regionalkultur aufweisen. Dazu zählen:

  • Inhaber- und familiengeführte Betriebe.
  • In den Unterkünften werden regionale, saisonale, fair gehandelte, gentechnisch nicht veränderte und wenn möglich aus ökologischem und / oder kleinbäuerlichem Anbau stammende Produkte bevorzugt.
  • Architektur und Bauweise sollen der Region angepasst sein.
  • Es wird auf eine abfallarme Beschaffungspolitik, das Vermeiden von Einwegverpackungen sowie Mülltrennung wird geachtet.
  • Erneuerbare Energien werden genutzt.

 

2. An- und Abreise

2.1. Gebeco orientiert sich bei der Auswahl von Fluggesellschaften am atmosfair-Airline-Index, um Fluggesellschaften mit guter CO2-Effizienzklasse zu bevorzugen. (https://www.atmosfair.de/atmosfair_airline_index)

2.2. Direktflüge sind Umsteigeverbindungen vorzuziehen.

2.3. Das Zug-zum-Flug-Ticket wird in der Ausschreibung (Katalog und Website) bevorzugt dargestellt. Hier wird die Bahn als eine emissionsarme Anreise zum Flughafen anstelle eines Inlandsfluges explizit empfohlen.

2.4. Urlaubslänge, Reisezeit und Entfernung müssen in einem vertretbaren Verhältnis zueinander stehen. Daraus resultierend dürfen folgende Flugreisen nicht als „nachhaltige Reisen“ ausgewiesen werden:

  • Flüge in Zielgebiete unter einer Entfernung von 800 km, deren CO2-Emissionen nicht vollständig kompensiert werden.
  • Flüge über 800 km bis 3800 km mit einer Reisedauer unter einer Woche
  • Flüge über 3800 km mit einer Reisedauer unter 2 Wochen (Die Reisedauer beinhaltet die An- und Abreise)

2.5. In begründeten Einzelfällen kann Gebeco eine Reise als „nachhaltig“ anbieten, die die Distanzen und Mindestaufenthalte nicht erfüllt. Die entstehenden CO2-Emissionen des Fluges dieser Reise kompensiert Gebeco in Form einer Klimaschutzabgabe voll. Diese Flugkompensation wird unter den Leistungen als „inkludiert“ ausdrücklich ausgewiesen.

2.6. Dem Kunden wird empfohlen, sich möglichst lange im Zielgebiet aufzuhalten – also die Reise zu verlängern.

 

3. Transportmittel vor Ort

3.1. Überlandfahrten (z.B. mit Bus, Bahn, Fähre) werden Inlandsflügen vorgezogen. Inlandsflüge in der Zieldestination dürfen dann Bestandteil einer nachhaltigen Reise sein, wenn die Verwendung bodengebundener Transportmittel zu einem im Vergleich zum Flugzeug als Transportmittel unzumutbaren Aufwand für den Reisenden in zeitlicher und/oder finanzieller Art führen würde oder Sicherheitsaspekte eine Überlandfahrt nicht zulassen.

3.2. Wo möglich, soll die Fortbewegung mit öffentlichen Verkehrsmitteln (wie Zügen und Fähren) Bestandteil des Reiseangebots sein.

3.3. Bei der Auswahl der Fahrzeuge in den Destinationen ist auf einen umweltschonenden und energieeffizienten Betrieb zu achten.

3.4. Buslenkzeiten werden eingehalten.

 

4. Einbeziehung der Bevölkerung und Umwelt

4.1. Pro nachhaltige Reise ist mindestens ein Besuch eines Umwelt- oder Sozialprojekts mit hohem Begegnungsanteil geplant.

4.2. Mindestens zwei weitere Aktivitäten mit nachhaltigem Bezug finden statt. Dazu zählen: Essen mit Einheimischen, Besuch von Schulen und Bildungseinrichtungen, Projektbesuche, Mittagessen in einem nachhaltigen Restaurant, Begegnungen usw.

4.3. Dialog und Begegnung sollen zur Völkerverständigung beitragen.

4.4. Insbesondere in wirtschaftlich wenig entwickelten Ländern ist die Nutzung kleiner, lokaler Strukturen zu bevorzugen (z.B. Privatunterkünfte, kleine und mittlere örtliche Unternehmen, einheimische Führer und Fahrer, privat geführte Gaststätten und Fokus auf einheimische Services, Führungen durch Einheimische), um so die ökonomische Partizipation der lokalen Bevölkerung sowie die Wertschöpfung im Land zu erhöhen.

4.5. Nach Möglichkeit sollen lokale Reiseleiter eingesetzt werden, keine aus Deutschland mitreisenden Reiseleiter

4.6. Die maximale Reiseteilnehmerzahl wird je nach Reiseziel und Reiseart angepasst, um sensibel gegenüber der Bevölkerung sowie der Natur auftreten zu können. Beispiel: Besuche in Dorfgemeinschaften, deren Eigenkultur zu schützen ist.

 

5. Reiseleitung

5.1. Agentur und Reiseleiter werden geschult, bei den nachhaltigen Gebeco Reisen ganz besonders auf einen sensiblen Umgang mit den Einheimischen wie auch mit der Umwelt zu achten. Dazu zählt zum Beispiel der Verzicht auf Einweggeschirr bei Picknicks und Lunchpaketen, Mülltrennung etc.