Das grüne Irland erleben

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Durch Irland auf einer Rundreise – Natur und Kultur am Rande Europas

Im Anflug auf Dublin zeigt sich die sanfte Seite Irlands – im Osten der Insel unterbrechen lediglich die Wicklow Mountains die flachen Ebenen und friedlichen Täler an der Irischen See. Die Dramatik der Landschaft zeigt sich bei einer Irland Rundreise erst im Westen, an der wilden Küste. Eine naturnahe Bestandsaufnahme in Europas liebenswerten letztem Außenposten im Atlantik.

Dublin – Liebe auf den zweiten Blick

Fast jede Irland Rundreise beginnt am Flughafen Dublin und führt von dort durch den Norden der Stadt zu den Hotels im Zentrum. Vorbei am Friedhof Glasnevin, auf dem das Who is Who der jüngeren irischen Geschichte begraben liegt. Vorbei am Parnell Square, an dem schon ein erstes Denkmal an die schwierige Gründungsgeschichte der Republik erinnert. Rundreise Irland DublinUnd entlang der breiten Prachtstraße O’Connell Street, an der sich Käufhäuser an Hotels an historischen Gebäuden reihen. Wer sich hier gleich am Anfang seiner Irland Rundreise schon in die Hauptstadt verliebt, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, nicht wirklich wählerisch zu sein. Denn Dublin ist wie Irlands Geschichte: Hier steht Erhabenes neben Brüchigem, Pracht trifft in den Seitenstraßen auf Armut und den Alltag der kleinen Leute. Es ist eher eine Liebe auf den zweiten Blick, die viele Besucher mit der Hauptstadt verbindet: Wenn sie den Fluss Liffey überqueren, auf den georgianischen Plätzen der Südseite stehen, ihr erstes Pint Guinness trinken, und auf den ersten Dubliner treffen, der wortreich und mit Inbrunst erzählt, warum Dublin die schönste Stadt der Welt ist.

Der Süden – vom Golfstrom geküsst

Verliebt in Dublin beginnen wir unsere Irland Rundreise im Uhrzeigersinn und fahren in den Süden der Insel. Auf dem Weg dorthin lernen wir, dass viele Iren noch vor einigen Jahrzehnten ihre Häuser mit Torf heizten. Denn den Hochmooren sieht man es heute noch an. Und je weiter wir in Richtung des County Corks kommen, desto klarer wird uns, dass unsere Butter wohl tatsächlich von glücklichen irischen Kühen stammt. Zum Beispiel oben auf dem Rock of Cashel. Der Fels mit seinen Ruinen ist schon von Weitem sichtbar und unverzichtbarer Bestandteil einer jeden Irland Rundreise, die den Süden streift. Von hier schweift der Blick über das Goldene Tal, über satte, tiefgrüne Wiesen und Felder hin zu den malerischen Resten einer mittelalterlichen Abtei. Fast könnte man vor lauter Landschaft vergessen, warum man sich die Mühe gemacht hat, auf die „Irische Akropolis“ zu klettern. Denn hier hat der Heilige Patrick höchstpersönlich den Hochkönig des Südens und sein Volk zum Christentum bekehrt. Das war vor rund 1.500 Jahren. Später dann setzte man ein romanisches Kirchlein auf den Hügel und noch später eine gotische Kathedrale, der in der Reformation das Dach abhanden kam. An den Hochkönig erinnert sich heute übrigens keiner mehr, Patrick aber, der Patron der Iren, wird jährlich am 17. März, am Paddys Day gebührend gefeiert. Ganz im Süden empfängt uns die zweitgrößte Stadt des Landes. Cork liegt idyllisch am River Lee und man riecht schon den salzigen Duft des nahen Meeres. Die „Rebel City“ wurde in ihrer Geschichte ganz schön gebeutelt, mehrmals brannten die Engländer sie ab und immer wieder wurde sie aufgebaut. Ein wenig eklektizistisch zwar, aber immer mit viel Liebe zum Detail. Wir schauen uns in der viktorianischen Markthalle um, entfliehen dem Regenschauer in eines der vielen kleinen Pubs, kommen mit den Corkonians ins Gespräch und tun gut daran, uns mit einem Glas Murphys die Zeit zu vertreiben, denn so heißt das lokale Konkurrenzprodukt zum Guinness der Hauptstadt.

Der Westen – The Wild Atlantic Way

Es wird Zeit für den wilden Westen! Wer während einer Irland Rundreise nicht wenigstens einmal an der zerklüfteten Westküste der Insel stand und die Kraft des Atlantiks angemessen gewürdigt hat, hat Irland nicht gesehen. Wir beginnen mit den „fünf Fingern“, den fünf Halbinseln im äußersten Südwesten, die wie Finger weit in das Meer ragen. Ginster grüßt uns, Fuchsienhecken säumen den Weg und Stechpalmen stechen im Windschatten aus dem dichten Grün heraus. Mild und feucht ist es hier, und nur alle Jubeljahre fällt im Winter in den Bergen einmal Schnee - dem Golfstrom, der atlantischen Warmwasserheizung, sei Dank. Rundreise Irland Dingle PeninsulaDie berühmtesten der Halbinseln, Iveragh und Dingle, schauen wir uns genauer an. 200 Kilometer ist der „Ring of Kerry“, die Panoramastraße rund um Iveragh, lang. Wer Gefallen an Felsenküste, kleinen Sandstränden und dem immer blauen Meer hat, setze sich im Bus auf die rechte Seite. Auf der linken Seite wird es aber nicht weniger spektakulär. Denn der Blick fällt auf die Macgillycuddy’s Reeks, die höchsten Berge Irlands. Bei Spaziergängen erkunden wir alte keltische Steinforts und schlendern durch Waterville, einst Sommerfrische Charlie Chaplins. Killarney am Loch Leane war schon vor 150 Jahren ein touristisches Zentrum und zog Herren wie Damen der englischen Gesellschaft an. Letztere aßen ihre Gurken-Sandwiches am liebsten am Ladies View, einem Aussichtspunkt, an dem auch schon die Hofdamen Königin Victorias den Blick über die weite Landschaft genossen.

Der abgeschiedene Südwesten Irlands

Weiter im Norden, in Dingle, wird uns die Abgeschiedenheit des Südwestens Irlands bewusst. Auf den vorgelagerten Blasket Inseln lebten die gälisch-sprachigen Bewohner bis in die 1950er Jahre ein entbehrungsreiches und einfaches Leben. Die Regierung siedelte sie schließlich auf das Festland um, weil alle Aspekte moderner Daseinsfürsorge auf den Inseln fehlten. Wir setzen unsere Irland Rundreise durch den Westen das Landes fort, überqueren den Shannon, passieren Limerick und durchqueren den Burren, eine bizarre und karstige Mondlandschaft aus erodiertem Kalk, von der Lordprotektor Oliver Cromwell einst meinte, es gebe nicht mal ausreichend Erde, einen Mann zu begraben. Mag sein, aber für eine Vielzahl alpiner wie mediterraner Blumen, die zwischen den Kalkplatten gedeihen, reicht es. In Galway, der Studenten- und Hafenstadt, mischen wir uns wieder unter das Volk, hören abends Livemusik und erinnern uns daran, dass die Seele eines Landes immer in seinen Menschen wohnt. Wir lernen sie kennen.

Der Norden – unbekannt und unterschätzt

Rundreise Irland ConmerraFür viele endet in Galway ihre Irland Rundreise. In schneller Fahrt geht es für sie zurück nach Dublin. Connemara mit seinen Ponys, das durch die Hungersnot entvölkerte mystische Mayo, den heiligen Berg Croagh Patrick, die Berge Donegals, all dies lernen sie nie kennen. Ein Fehler, denn die Schönheit des Nordwestens der Insel steht der des Südens in nichts nach. Man stolpert förmlich über die Ruinen mittelalterlicher Klöster und neolithischer Grabanlagen in die Geschichte Irlands, steht am Grab William Butler Yeats, denkt an die vielen irischen Literaturnobelpreisträger und fährt auf der Halbinsel Inishowen ganz im Norden Irlands durch die schönsten Küstenlandschaften der Insel. Wunderbare Ausblicke sind hier reichlich und garantiert. Und schließlich führt unsere Irland Rundreise über den Meeresarm des Lough Swilly nach Derry oder Londonderry, je nachdem wie man es lieber hat, in die britische Provinz Nordirland. Wenn es schon ein Fehler ist, nicht in den Nordwesten der Republik Irland zu fahren, ein größerer Fehler ist es, aus vermeintlicher Angst vor vergangenen politischen Konflikten die Provinz Nordirland zu meiden. Denn hier, in Derry, Enniskillen und Belfast, an den wellenumtosten Basaltfelsen des Giants Causways und in Bushmills, der ältesten Whiskeydestille der Welt, finden wir ebenfalls die Seele Irlands und seiner Bewohner. Man muss noch nicht einmal lange suchen.

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