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Ein Gericht, eine Erinnerung: Seco de Pollo

Unsere Reiseleiterin Lorena Ramirez nimmt euch heute mit in ihre Küche in ihrem Heimatland Ecuador und erzählt euch von ihrem Lieblingsgericht, dem Seco de Pollo. Hierbei handelt es sich um einen herzhaften Hühnereintopf, der in ganz Ecuador gerne gekocht und insbesondere bei Familientreffen und geselligen Runden mit Freunden geteilt wird.

In diesem Artikel erfahrt ihr von Lorena, welche Geschichte und kleine Besonderheiten hinter dem Gericht stecken und wie sie Seco de Pollo zubereitet.

Lieblingsgericht mit Geschichte

Reiseleiterin Lorena RamirezSeco de Pollo ist in Ecuador von der Küste über das Hochland bis in das Amazonasgebiet weit verbreitet und gehört dort zu den Gerichten, die man häufig bei familiären Zusammenkünften serviert. Ursprünglich kam die Technik des langsamen Schmorens im 16. Jahrhundert durch die Spanier nach Südamerika. In Verbindung mit heimischen Zutaten wie der Andenfrucht Naranjilla und lokalem Koriander entstand die bis heute so beliebte Hühncheneintopftradition.

Das Herz des Gerichts bildet damals wie heute das Hühnchen. Früher kamen überwiegend ältere Hennen zum Einsatz, die durch langes Schmoren zart gekocht wurden. Heute verwenden wir vor allem junge Hühnerstücke, die eine kürzere Garzeit benötigen.

In unserer Familie servieren wir Seco de Pollo gerne mit gebratenen Kochbananen und Avocado. Da Seco ein Gericht zum Teilen ist, kochen wir dazu meistens genügend gelben Reis, damit genug für alle da ist.

Geschmorte Hähnchenschenkel in Tomatensoße Entscheidend für den charakteristischen Geschmack und zugleich Basis des Eintopfes ist das so genannte Sofrito. Dieses besteht meist aus einer Mischung aus Knoblauch, Zwiebeln, Tomaten und Paprika. Die Zugabe von Bier und Naranjillasaft sorgt für die typische süß-säuerliche Note. Außerdem verleiht frisch gehackter Koriander dem Gericht seine frische Kräuternote.

Da Würzung und Beilagen regional wie familiär variieren, hat jeder Eintopf seinen ganz eigenen, vertrauten Charakter.

Und so wird's gemacht!

Zunächst lege ich die Hähnchenstücke etwa eine halbe Stunde lang in eine Gewürzmischung aus Salz, Pfeffer, etwas Kreuzkümmel und Oregano, damit die Gewürze in das Fleisch einziehen können.

Gebratene Kochbananen in BratpfanneWährend das Huhn in den Gewürzen ruht, bereite ich das Sofrito zu. Hierfür schwitze ich gehackten Knoblauch, Zwiebeln, reife Tomaten und Paprika in einer Pfanne oder einem großen Topf an, bis die Aromen verschmelzen. Anschließend gebe ich das gewürzte Hähnchen zum Sofrito und lösche es mit etwas Bier und Naranjillasaft ab. Durch die Verbindung der Flüssigkeit mit dem Gemüse entsteht die süß-säuerliche Basis des Eintopfs.

Den Eintopf lasse ich nun bei mittlerer Hitze köcheln, bis das Huhn zart ist und die Aromen gut durchgezogen sind. Kurz vor dem Servieren hebe ich noch etwas frisch gehackten Koriander unter, der dem Gericht eine frische Note verleiht.

Ist das Gericht fertig, serviere ich den Eintopf mit Reis, gebratenen Kochbananen und Avocado.

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