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Los Cabos: Naturparadies im Südwesten Mexikos

Die Region Los Cabos an der südlichen Spitze der Baja California Sur in Mexiko vereint spektakuläre Küstenpanoramen und lebhafte Marinas mit Kulturorten und kühlen Bergwäldern. Ob Walbeobachtungen, Bootstouren zur berühmten Felsbrücke El Arco, entspannte Strandkultur in Cabo San Lucas, Galerien und Plaza-Flair in San José del Cabo oder Wanderungen in der Sierra de la Laguna: Los Cabos bietet wunderbare Voraussetzungen für eine abwechslungsreiche Erlebnisreise.

Wir stellen euch die schönsten Sehenswürdigkeiten dieser Region in diesem Blogartikel vor. 

Sehenswertes in Los Cabos

Walbeobachtungen

Buckelwal springt aus dem türkisblauen Meer vor einer markanten Felsformation mit natürlichem Bogen
Walbeobachtung ©Los Cabos

Von Dezember bis April wandern große Teile der pazifischen Walpopulationen entlang der Baja‑Halbinsel. Insbesondere zwischen Januar und März wird die Region Los Cabos zur Hochsaison für Walbeobachtungen. In diesen Monaten erreichen die Dichten an Buckel‑ und Grauwalen sowie gelegentlich Blau‑ oder Finnwalen ihren Höhepunkt. Während Buckelwale die Küstengewässer zur Paarung und Aufzucht ihrer Jungen frequentieren, nutzen die Grauwale die flachen, warmen Pazifik‑Lagunen der südlichen Halbinsel als sichere Kälber‑ und Ruheplätze auf. Die Tiere folgen dabei über Jahrtausende etablierte Wanderkorridore, die durch Meeresströmungen und Küstenlinien sichere Verbindungen zwischen nahrungsreichen Gebieten im Norden und geschützten Überwinterungszonen im Süden schaffen.

Für ein verantwortungsvolles Beobachtungserlebnis führen in dieser Region lizenzierte Anbieter mit erfahrenen Guides die Walbeobachtungen durch. Die Boote halten vorgeschriebene Mindestabstände ein, vermeiden Manöver zwischen Mutter und Kalb und fahren bei Begegnungen langsam und behutsam. Um Stress und Gefährdung zu vermeiden, ist auch das absichtliche Aufsuchen einzelner Tiere nicht gestattet.

El Arco und Cabo San Lucas

El Arco ist die charakteristische Granitformation am äußersten Zipfel der Baja California Sur, wo Pazifik und Golf von Kalifornien aufeinandertreffen. Der Felsbogen ragt direkt aus dem Meer hinaus und ist ein Zeugnis der Natur, das durch die langanhaltende Einwirkung von Gezeiten und Wind über Jahrtausende modelliert wurde.

Panoramische Luftaufnahme markanter Felsformationen und Felsbogen an einer felsigen Küste mit türkisblauem Meer und kleinem Sandstrand unter blauem Himmel
El Arco ©Los Cabos

Vom imposanten Felsbogen öffnet sich der Blick direkt auf die Bucht von Cabo San Lucas. Marina, Strandpromenade und Wassersportangebote liegen dem El Arco buchstäblich zu Füßen. Heute als exklusives Reiseziel bekannt, waren die südlichen Ausläufer der Baja einst von indigenen Völkern wie den Pericúes besiedelt, deren Spuren die Kulturlandschaft der Halbinsel mitprägen. Im Laufe der Kolonialzeit und der folgenden Jahrhunderte blieb Cabo San Lucas lange ein kleines Fischerdorf. Mit dem Ausbau der Verkehrswege, dem wachsenden Sportfischen und gezielten Investitionen im 20. Jahrhundert begann der Wandel zur Tourismusdestination.

San José del Cabo, Kunst- und Kulturzentrum

Belebte Altstadt‑Einkaufsstraße mit bunten Papiergirlanden über der Gasse, Passanten und kleinen Läden
San José ©Los Cabos

Auch die Stadtgeschichte San Josés reicht, wie die von Cabo San Lucas, weit zurück. Den Grundstein für das heutige Stadtbild prägten die Missionalisierung im 18. Jahrhundert sowie die darauffolgenden kolonialen Strukturen.

Direkt im Stadtzentrum an der Plaza Mijares befindet sich heute die Misión San José del Cabo. Ursprünglich wurde diese 1730 von Jesuiten an einer strategisch wichtigen Süßwasseroase nahe des Río San José gegründet, um spanische Handelsschiffe vor Piraten zu schützen. Der damit ebenso einhergehende Versuch der Missionare, den indigenen Pericúes europäische Werte und den katholischen Glauben aufzuzwingen, führte 1734 zum blutigen Pericú-Aufstand. Dieser hatte verheerende Folgen für die Pericúes. Kämpfe, Repressalien und eingeschleppte Krankheiten führten zu einem starken Bevölkerungsrückgang. Zudem wurden viele Pericú‑Gemeinschaften verdrängt, und traditionelle Lebensweisen brachen zunehmend zusammen. Auch die Mission wurde im Zuge dessen zerstört und ins Landesinnere verlegt. Später wurde die Kirche 1918 erneut schwer beschädigt und 1940 an ihrem heutigen Standort neu errichtet. Ein Mosaik an der Kirchenfassade zum Hauptplatz erinnert heute an das historische Ereignis.

Hinter der Kirche öffnet sich der Gallery District mit zahlreichen kleinen Galerien und wechselnden Ausstellungen. Besonders beliebt sind die saisonalen Art Walks, bei denen Galerien, Kunstschaffende und Restaurants Besuchende zu einem abendlichen Kulturspaziergang einladen. Für Reisende bietet sich San José zudem ideal als Ausgangspunkt für Exkursionen ins Hinterland an.

Wanderparadies in der Sierra de la Laguna

Wandernde Person watet durch einen seichten Gebirgsbach zwischen großen Felsen und Palmen in einem grünen Canyon
Sierra de la Laguna ©Los Cabos

Nur wenige Fahrstunden ins Inland eröffnen sich kühle, grüne Landschaften. Die Sierra de la Laguna ist ein UNESCO‑anerkanntes Biosphärenreservat mit einzigartiger endemischer Flora und Fauna. Trockene Dornwälder in den Tälern haben sich hier ebenso wie Palm‑Oasen entlang der Flussläufe sowie feuchte Kiefern‑ und Eichenwälder in den höheren Lagen angesiedelt.

Das Gebirge bietet darüber hinaus Bergquellen, Schluchten und natürliche Pools und schafft somit ideale Bedingungen für geführte Tageswanderungen, Vogelbeobachtungen und botanische Entdeckungen.


Das Umland von Los Cabos

Von Todos Santos bis La Paz

Etwa eine Stunde nördlich von Cabo San Lucas liegt Todos Santos. Dieser auf dem nördlichen Wendekreis gelegene Ort bietet Besuchenden eine Vielzahl an Geschäften, Restaurants und besonders Galerien mit traditioneller Handwerkskunst und zeitgenössischer Malerei.

Auf dem Weg Richtung Cabo Pulmo führt die Route an El Triunfo vorbei, einst eine blühende Silberminenstadt. Besuchende machen hier Halt, um Einblicke in die regionale Bergbaugeschichte zu erhalten. Im Museo Ruta de Plata veranschaulichen interaktive Ausstellungen die Arbeitswelt und den Alltag der Minenarbeiter.

An der Ostküste der Halbinsel liegt Cabo Pulmo, ein kleines Schutzgebiet mit einem der ältesten Korallenriffe des östlichen Pazifiks. Das Gebiet wurde als Nationalpark geschützt und ist Teil des UNESCO‑Welterbes „Islands and Protected Areas of the Gulf of California“.

Nördlich von Cabo Pulmo liegt schließlich die Hauptstadt des mexikanischen Bundesstaates Baja California Sur: La Paz. Während die Uferpromenade Malecón zu gemütlichen Spaziergängen einlädt, finden vom Hafen aus Bootsfahrten Richtung Isla Espíritu Santo oder Naturexkursionen in die umliegenden geschützten Meeresgebiete statt.


Baja California Sur auf einer Kleingruppenreise erleben

Über mehr als 1.200 km Länge erstreckt sich die nordmexikanische Baja California. Auf unserer 13-tägigen Erlebnisreise „Mexiko: Baja California Sur - unbekanntes Naturparadies“ lernt ihr die traumhafte Natur des südlichen Teils der Halbinsel kennen. Auf geführten Stadtrundfahrten geht es durch San José del Cabo und Cabo San Lucas. Ihr begebt euch während der Walsaison auf Walbeobachtungen im Pazifik und im Golf von Kalifornien. Zudem erwartet euch eine Schnorchelexkursion im Cabo‑Pulmo‑Nationalpark sowie eine Exkursion ins Biosphärenreservat Sierra de la Laguna, vorbei an Wasserläufen und Wasserfällen.

Foto Credits: Los Cabos

Die passende Reise im Detail

13 TageErlebnisreise