Dieses Land ist magisch

Ein Reisebericht von Claudia Brandau,
veröffentlicht im Dezember 2015

Nepal braucht nach dem Erdbeben im Frühjahr dringend Touristen – die Reise lohnt.

Einer der schönsten Orte der Welt ist für Santos Acharya der Borussia-Park in Mönchengladbach. Der 48-jährige Nepalese hat in diesem Stadion schon viele großartige Stunden verbracht. Eine Familie aus Mönchengladbach hatte den Reiseleiter vor 20 Jahren eingeladen, für ein paar Monate bei ihr zu wohnen und Deutsch zu lernen.

Santos Acharya hat diese Chance genutzt. Heute spricht er sensationell gut Deutsch, auch wenn er meint, dass es eingerostet sei: Der Reiseleiter aus Kathmandu hatte nach dem Erdbeben im April erst eine einzige deutsche Gruppe, die er durch Nepal führen konnte. „Ihr seid keine Touristen, ihr seid Unterstützer“, sagt er deshalb bei unserer Ankunft.

So wie Santos sind viele Menschen froh über die Rückkehr der Touristen, auch Monate nach dem Erdbeben herrscht an vielen Stellen Not in Nepal. Der Tourismus könnte helfen, er ist eine der wichtigsten Einnahmequellen.

Wenn man in Kathmandu vor den Tempelanlagen steht, weiß man, weshalb so viele Menschen ins winzige Land am Himalaya strömten, das sich bis 1952 völlig abschottete und in den 60er-Jahren das Ziel aller Hippies war. Und wer das erste Mal diese Gebirgszüge sieht, der fragt sich, warum er um Himmels willen noch nie zuvor in diesem magischen Land war. Nepal, das ist ein Kaleidoskop: Die jahrtausendealte Kultur in Kathmandu, die wilden Nationalparks, die unfassbar hohen Gipfel der Gebirge – all das macht fast schwindelig.

Santos Acharya kennt die Begeisterung, die seine Reisenden angesichts von Baukunst und Berggipfeln befällt. Er ist ein guter Begleiter. Einer, der hilft, die fremde Welt besser zu verstehen, die vielen Eindrücke einzuordnen. Für einen solchen Ansprechpartner ist die Gruppe dankbar: „Können wir Dir etwas Gutes tun?“ Ja, sagt Santos. „Kommt wieder. Und bringt mir ein Borussia-T-Shirt mit.“ Alle nicken. Gerne. Sehr sehr gerne.

Neustart nach dem Erdbeben

Im Frühling 2015 wurde die Himalaya-Region von einem Erdbeben erschüttert. Die Folgen waren für Nepal fatal: Tausende Menschen starben, ungezählte Tempel, Häuser, Straßen wurden beschädigt. Der Tourismus, eine der wichtigsten Einnahmequellen des Landes, kam zum Erliegen.

Der Kieler Reiseveranstalter und Länderexperte Gebeco gehörte im Oktober zu den ersten Agenturen, die wieder Touren durchführten. Auch in 2016 bietet Gebeco viele Wander- und Erlebnisreisen in den Städten, Gebirgen und Nationalparks an. Zu Recht: Nepal ist eines der spannendsten Länder am Himalaya.

Die Teilnahme an der Recherchereise wurde unterstützt von Gebeco.

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