Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Slowenien

Steckbrief

Slowenien - Fakten

Ländername Republika Slovenija (Republik Slowenien)
Klima Alpines Klima (W/NW), kontinentales Klima (N/O), mediterranes Klima (W/SW)
Lage Übergang zwischen Mittel- und Südosteuropa, grenzt nördlich an Österreich, südlich an Kroatien, östlich an Ungarn und westlich an Italien und das Adriatische Meer
Fläche 20.273 Quadratkilometer
Hauptstadt Ljubljana (Laibach) mit 288.919 Einwohnern (März 2017)
Bevölkerung 2,06 Millionen Einwohner (März 2017);laut Umfrage 2002: u.a. 83,1 % Slowenen; 2,0 %Serben,1,8 % Kroaten, 1,6 %Bosniaken, 0,3 % Ungarn (ca. 6.000), 0,2 % Italiener (ca. 2.000), ca. 680 Deutschsprachige; Wachstumsrate: +0,1 %
Sprache Slowenisch, regional auch Italienisch und Ungarisch
Religion Römisch-Katholisch (Uniert 2 %) 70,8 %, Lutherisch 1 %, Muslimisch 5 %
Nationaltag 25. Juni (Jahrestag der Proklamation der Eigenstaatlichkeit im Jahre 1991), 26. Dezember (Tag der Unabhängigkeit und Einheit)
Unabhängigkeit 25. Juni 1991
Staats-/Regierungsform Parlamentarische Republik
Staatsoberhaupt Staatspräsident Borut Pahor (SD), Amtsantritt am 22. Dezember 2012 (gewählt am 2. Dezember 2012, Amtszeit fünf Jahre)Letzte Wahl: 22. Oktober 2017 (Pahor mit 47% vor Gegenkandidat Šarec (25%; 2. Wahlgang am 12. November)
Vertreter des Staatsoberhaupts Präsident der Staatsversammlung (s.u.)
Regierungschef Ministerpräsident Miro Cerar (SMC),seit 18. September 2014 (gewählt am 25. August 2014)
Außenminister Karl Erjavec (DeSUS), seit 28.01.2012
Parlament Zwei Kammern:Staatsversammlung (Državni zbor) mit 90 Sitzen (Wahl alle vier Jahre, zuletzt am 13. Juli2014)Präsident der Staatsversammlung: Dr. Milan Brglez (SMC), seit 01.08.2014Staatsrat (Državni svet) mit 40 Sitzen (Wahl alle fünf Jahre, zuletzt am 22. November 2012)Präsident des Staatsrates: Mitja Bervar, seit 12.12.2012Nächste Wahl des Staatsrates: 22./23. November 2017
Währung Euro (seit 1. Januar 2007)HinweisDieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.
Zeitzone ME(S)Z
Stromnetz 230 V/ 50 Hz
Reiseadapter Nicht notwendig
Kfz-Länderkennzeichen SLO
ISO-3166 SI, SVN
Internet-TLD .si
Landesvorwahl +386
Website http://www.gov.si/

Geographie

Im Norden zeigen sich die hohen Ausläufer der Kalkalpen, der größte Teil Sloweniens ist jedoch von einer Hügellandschaft geprägt, die von fruchtbaren Flusstälern gegliedert wird. Im Südwesten hat Slowenien am Golf von Triest Zugang zum Mittelmeer. Das Klima ist kontinental.

Politik und Bevölkerung

Seit dem 8. Oktober 1991 ist Slowenien ein unabhängiger Staat mit Zweikammerparlament. Staatsoberhaupt ist ein Präsident, der Regierung steht ein Ministerpräsident vor. Gut 80 % der Einwohner sind Slowenen; Kroaten, Serben, Bosniaken und Minderheiten von Ungarn, Montenegrinern und Albanern machen die restlichen 20 % aus.

Geschichte

Ende des 6. Jh. wanderten die Slowenen in ihr heutiges Siedlungsgebiet ein, dessen Kern das ehemalige Herzogtum Krain ist. 1282 fiel das Gebiet an Habsburg. Mit Serben und Kroaten schlossen sich die Slowenen Ende 1918 zu einem Königreich zusammen, ab 1929 erhielt der Staat die Bezeichnung Jugoslawien. Der zunehmende Ruf nach Unabhängigkeit resultierte vor allem aus dem wirtschaftlichen Ungleichgewicht des Vielvölkerstaats. Das ökonomisch erfolgreiche Slowenien trug schwache Republiken mit. Am 25. Juni 1991 erklärte Slowenien seine Unabhängigkeit, die es gegen den Einmarsch jugoslawischer Truppen verteidigte. Eine neue Verfassung trat im Dezember 1991 in Kraft. Am 1. Mai 2004 wurde das Land Mitglied der EU.

Slowenien - Geschichte

3600-1000 v. Chr. Bronzezeitliche Pfahlbaudörfer im Moor von Ljubljana; Einwanderung von Illyrern
16 v. Chr. Römische Eroberung; die Bevölkerung des heutigen Sloweniens wird romanisiert
6./7. Jh. Einwanderung slawischer Völkergruppen und Gründung des Fürstentums Karantanija
11.-13. Jh. Zuwanderung deutscher Siedler
ab 1522 Primož Trubar ist Symbolfigur der Reformation
18. Jh. Die Regierungszeit der Kaiserin Maria Theresia beschert Slowenien einen wirtschaftlichen Aufschwung
1809-1813 Teile Sloweniens gehören zu Napoleons Illyrischen Provinzen; Hauptstadt ist Ljubljana
1918 Nach dem Ersten Weltkrieg wird das Königreich der Slowenen, Kroaten und Serben, das spätere Jugoslawien, gegründet
1941 Deutsche und italienische Truppen erobern Jugoslawien; Beginn des Partisanenkampfes
1945 Nach Ende des Zweiten Weltkriegs gründet Josip Broz Tito die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien
1980 Nach Titos Tod zerfällt die nationale Einheit Jugoslawiens
1987-1991 Nach Massendemonstrationen für die Unabhängigkeit erklärt das Land den Austritt aus Jugoslawien und schlägt in 10-tägigen Scharmützeln die jugoslawische Armee zurück
2004 Slowenien wird Mitglied der NATO und der Europäischen Union
2007 Slowenien führt den Euro ein und tritt dem Schengen-Raum bei
2011 Ein internationales Schiedsgericht unter Führung der EU wird einberufen, um die Grenzstreitigkeiten mit Kroatien um die Bucht von Piran zu beenden; durch die Finanzkrise verschlechtert sich die Wirtschaftslage. Nach einem Misstrauensvotum kommt es Ende 2011 zu Neuwahlen
2012 Eine konservativ-liberale Fünfparteienkoalition stellt die neue Regierung. Janez Janša wird Ministerpräsident. Maribor ist Europäische Kulturhauptstadt
Kommunikation & Adressen

Auskunft in Slowenien

Die meisten Orte haben ein Tourismusbüro, das überwiegend als TIC (Turstični Informacijski Center) firmiert. Die Zentrale der Touristenbüros befindet sich in Ljubljana.

STIC (Slovenski Turist Info Centar)

Dimiceva 13 | 1000 | Ljubljana | Tel. 00386 15898550 |

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Prešernova cesta 27 | 1000 Ljubljana | Tel. 01 4790300 | www.laibach.diplo.de

Österreichische Botschaft

Prěsernova cesta 23 | 1000 Ljubljana | Tel. 01 4790700 | www.bmeia.gv.at/laibach

Schweizerische Botschaft

Trg Republike 3/VI | 1000 Ljubljana | Tel. 01 2008640 | www.eda.admin.ch/ljubljana

Notruf

Polizei: Tel. 113 | Unfallrettung: Tel. 112 | Pannendienst AMZS: Tel. 1987 | ADAC-Notruf: Tel. (im für Slowenien zuständigen Nachbarland Kroatien) 00385 13440650 | ÖAMTC: Tel. 00386 15305198

Internet

Der slowenische Staat stellt sich und seine Landschaften auf der Website www.slovenia.info dar. Der Triglav-Nationalpark informiert auf www.tnp.si ausführlich und auf Deutsch über sich. Empfehlungen von Restaurants und Gaststätten gibt www.alpe-adria-magazin.at. www.gov.si ist die offizielle Webseite der slowenischen Regierung mit Infos zu Wirtschaft, Kultur und Politik.

Die meisten Beherbergungsbetriebe haben einen E-Mail-Anschluss und häufig auch eine eigene Website.

Internetcafés & wlan

Internet und WLAN sind in Slowenien nahezu flächendeckend vorhanden. In den Hotels gehört WLAN in der Rezeption, oft auch auf den Zimmern zum Standard; gelegentlich muss man für den Zimmerempfang extra bezahlen. Zahlreiche Restaurants bieten ihren Gästen diesen Service ebenfalls und meist kostenlos an. WIFI-Zonen finden Sie meist auf den Hauptplätzen von Städten. Auch Internetcafés stehen in jedem größeren Ort zur Verfügung.

Post

Briefmarken gibt es bei den mit dem gelben Horn gekennzeichneten Postämtern (pošta) und in Trafika-Läden (Tabakkioske) - eine Karte ins Ausland kostet 35 Cent, ein Brief 40 Cent. Postämter sind Mo-Fr 8-18 und Sa 8-12 Uhr geöffnet.

Telefon & Handy

Die Vorwahl für Slowenien ist 00386. Aus Slowenien ins Ausland: 0049 für Deutschland, 0043 für Österreich, 0041 in die Schweiz.

Die beiden wichtigsten slowenischen Mobilfunknetze sind Mobitel und Simobil; die Umstellung Ihres Mobiltelefons auf die slowenischen Netze erfolgt bei der Einreise automatisch. Wenn Sie häufig innerhalb Sloweniens telefonieren müssen, empfiehlt sich der Kauf einer SIM-Karte (ab 10 €). Das Informationsportal slovenia.info ist auf internetfähigen Mobiltelefonen unter mobile.slovenia.info abrufbar.

Medien

Praktisch alle Hotels haben Satellitenanlagen. Deutsche und österreichische Zeitungen und Zeitschriften sind zumindest in größeren Städten am Kiosk und in den Hotels zu finden, während der Saison am Meer fast überall. Am Wochenende (Juli/Aug. tgl.) sendet das 2. Radiopogramm im Anschluss an die Nachrichten Verkehrsinfos und im Juli/ Aug. eine Wettervorhersage auf Deutsch; Nachrichten auf Deutsch kommen täglich im 1. Programm um 22.30 Uhr. Auf Radio Slovenia International können Sie Nachrichten abwechselnd auf Deutsch oder Englisch nach jeder vollen Stunde empfangen.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Wallfahrten an den hohen Marienfeiertagen - besonders nach Brezje, Ptujska Gora und Sveta Gora -, Sportereignisse, Fasching, kulturelle Veranstaltungen und bäuerliche Feste bestimmen den Veranstaltungskalender. Unter www.slovenia.info setzt das slowenische Fremdenverkehrsamt jedes Jahr aktualisiert sowohl Folklorefeste als auch anspruchsvolle Kulturevents ins Netz. Weitere Veranstaltungen finden Sie auf www.culture.si

Feste & Veranstaltungen

Januar-März

Mehrere internationale Skiwettbewerbe werden in Slowenien ausgetragen: Anfang Januar der Damen-Weltcup bei Maribor und die Biathlonmeisterschaft auf dem Pokljuka-Plateau bei Bled, im Februar das Skispringen bei Planica, Kranjska Gora. In Škofja Loka erinnert man sich im Januar an den historischen Skilauf und fährt vom Stari Vrh mit nostalgischer Ausrüstung zu Tal.

Februar

In Ptuj und Umgebung werden an Fasching (So-Di) die Wintergeister ausgetrieben. In zottelige Felle gehüllte Gestalten, die kurenti, ziehen durch die Straßen. Eine ähnliche Veranstaltung gibt es bei Bohinj: Dort werden die Austreiber šeme genannt. Die laufarija in Cerkno mit den aus Holz geschnitzten Masken ist besonders furchterregend.

Juni

Maribor steht im Zeichen des Festivals Lent. Theater- und Folkloregruppen aus Slowenien, internationale Popstars, Vertreter der Weltmusikszene und Kleinkünstler unterhalten das Publikum.

Kamnik am Fuß der Steiner Alpen ist sich selbst Kulisse genug: In den alten Gassen promenieren am Mittelalter-Tag Anfang Juni Edelfräulein, während die Ritter auf dem Stadtplatz Turniere abhalten.

Juni-September

In Ljubljana treffen sich Künstler in ungeraden Jahren zur Grafik-Biennale.

Von Mitte Juli bis Ende August dauern die Internationalen Sommerfestspiele von Ljubljana, bei denen einheimische und internationale Künstler bei Theateraufführungen und Konzerten auftreten.

August

In Piran finden im Kreuzgang des Minoritenklosters im Sommer jeden Freitag Musikabende statt.

Am letzten Wochenende im August wird in Izola das Fischerfest (Ribička noč) gefeiert, bei dem Einheimische und Gäste mit gegrilltem Fisch, Wein, Bier und Feuerwerk die Nacht zum Tag machen.

Vor der Kulisse des Höhlenschlosses Predjama (Luegg) bei Postojna treten Ende August beim Erasmus-Turnier Ritter zum Kampf mit Lanze und Schwert an.

In Idrija vereint das Klöppelspitzenfestival Ende August die schönsten Arbeiten aus der Region.

September

Zum Kuhball (Kravji Bal) in Bohinj spielt die Blasmusik, fesche Jungbauern wirbeln ebenso fesche Bäuerinnen über den Tanzboden.

Am letzten Septemberwochenende werden in Koper keine Kalorien gezählt, denn zum Festival Süßes Istrien (Sladka Istra) tischen die Erzeuger traditioneller Kuchen, Säfte, Schnäpse etc. ihre produkte (alles rein biologisch) kostenlos und sehr verführerisch auf.

Oktober

Anfang Oktober nimmt der Bürgermeister die Weinlese an der ältesten Rebe Europas in Maribor vor. Zugleich beginnt die wirkliche Lese in den Weinbergen, abends wird in Buschenschänken und Gasthäusern gefeiert.

Die Veranstaltungsreihe Stadt der Frauen (Mesto žensk) in Ljubljana stellt Mitte Oktober mit Ausstellungen, Theateraufführungen und Workshops zeitgenössische Kunst von Frauen vor.

Offizielle Feiertage

1./2. Jan. Neujahr
8. Feb. Prešeren-Tag
März/April Ostern mit Ostermontag
27. April Tag des antifaschistischen Widerstandes
1./2. Mai Tag der Arbeit
25. Juni Nationalfeiertag
15. Aug. Mariä Himmelfahrt
31. Okt. Reformationstag
1. Nov. Allerheiligen
25. Dez. Weihnachten
26. Dez. Unabhängigkeitstag
Mobilität vor Ort

Auto

Das Autobahnnetz ist gut ausgebaut. Auf Autobahnen herrscht Vignettenpflicht; die Jahresvignette kostet für PKW/Motorräder 95/47,50 Euro, die Wochenvignette 15/7,50 Euro. Neben den allgemeinen europäischen Verkehrsregeln muss Folgendes beachtet werden: Immer und überall ist tagsüber mit Abblendlicht zu fahren, die Höchstgeschwindigkeit beträgt innerhalb geschlossener Ortschaften 50 km/h, außerhalb geschlossener Ortschaften für PKW und Motorräder 90 km/h, auf Schnellstraßen 100 km/h und auf Autobahnen 130 km/h (Gespanne/Wohnmobile über 3,5 t außerorts 80 km/h, unter 3,5 t auf Schnellstraßen und Autobahnen maximal 100 km/h). Beim Rückwärtsfahren muss die Warnblinkanlage eingeschaltet sein, beim Überholen muss bis zum Abschluss des Vorgangs geblinkt werden (Kolonnenspringen ist verboten), Busse mit Kindern dürfen an Haltestellen nicht überholt werden. Für Alkohol am Steuer liegt die Promillegrenze bei 0,5 (für Berufsfahrer sogar bei 0 Promille). Achtung: Die Geldstrafen für Übertretungen sind hoch!

Öffentliche Verkehrsmittel

Das Bus- und das Bahnnetz sind fein verzweigt, man kann praktisch alle Orte mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen, allerding am Wochenende stark eingeschränkt. Den Fahrplan der slowenischen Eisenbahn können Sie unter www.slo-zeleznice.si einsehen. Da verschiedene regionale Busgesellschaften verkehren, bietet die Website der Autobusstation Ljubljana www.ap-ljubljana.si den besten Überblick. Die Fahrpreise liegen etwas unter mitteleuropäischem Niveau.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Njoki beispielsweise, die man gerechterweise zu gleichen Teilen von den italienischen gnocchi und den österreichischen Nockerln ableitet, sind etwas fester und größer als die mediterranen Vettern, aber nicht so gehaltvoll wie die Kusinen aus Wien. Typisch slowenisch werden sie mit Steinpilzen serviert. Und die italienische Polenta ist in Ostslowenien nicht aus Mais-, sondern aus Buchweizenmehl und erhält dadurch einen deutlich herberen Geschmack, vor allem, wenn sie mit deftigem Griebenschmalz angerichtet ist. Ähnlich ergeht es vielen Speisen aus den Nachbarländern Italien, Österreich, Ungarn und Kroatien. Der kulinarischen Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, und manchmal scheint es, als gelte nur eine goldene Regel: Viel muss es sein.

Das Geheimnis der slowenischen Küche ist der Rückgriff auf alte Traditionen, gepaart mit Kreativität und frischen Zutaten. Steinpilze und Pfifferlinge duften und schmecken, wie Pilze nur schmecken können; Heidelbeeren, Walderdbeeren und Himbeeren scheinen in den slowenischen Wäldern im Überfluss zu wachsen. Gärten und Äcker liefern ebenso Delikates: Kartoffeln sind von feinstem Aroma, Salat besitzt unverwechselbaren Eigengeschmack, und weiße Bohnen entwickeln Bouquets, die man von feinen Maronen kennt.

Slowenische Kost ist Bauernkost, deshalb schmeckt es häufig in einer einfachen gostilna, einem Gasthaus, sogar am besten. Natürlich gibt es auch preisgekrönte Feinschmeckeroasen, aber die wahren kulinarischen Schätze werden in bäuerlichen Lokalen auf dem Land gehütet. Domača kuhinja, heimische Küche, heißt das Zauberwort, und das bedeutet: essen wie "bei Muttern" - gut und vor allem reichlich.

Es gibt viel Gebratenes und Gesottenes, aber auch gehaltvolle Gemüseeintöpfe, die man mit Graupen oder Bohnen eindickt. Pute, Rind, Schwein und Pferd sind die bevorzugten Fleischlieferanten; die klaren Flüsse steuern Forellen bei. Im Herbst verdrängen Bär, Hirsch, Reh und Wildschwein das zahme Stallvieh von den Speisekarten, und in einigen improvisierten Bauernhof-Gostilnas gibt es koline, Schlachtplatte. In Richtung Osten, nach Ungarn hin, erobert roter Paprika die Würztöpfe, wird Sauerkraut zum Schweinefleisch gereicht; im Westen und im mediterranen Grenzgebiet zu Italien schätzen Gäste Scampi, Muscheln und Seebarsch mit Knoblauch und Weißbrot. Čevapčiči und ražniči, die berühmten Hackfleischwürstchen und die Spieße vom Schwein, stammen aus dem Süden der Balkanhalbinsel. Im Zuge der nationalen Selbstfindung verschwanden sie beinahe von den Speisekarten. Heute hingegen ist bosnische Küche Kult und die darauf spezialisierten Lokale die In-Treffs der jungen Leute. Sicherlich, weil sie preiswert und gut gewürzt ist, vielleicht auch, weil sie exotischer wirkt als heimische, slowenische Kost.

Übrigens widmet ein slowenischer Gast der Speisekarte nur wenig Aufmerksamkeit. Er zieht ein Beratungsgespräch mit dem Wirt dem gedruckten Wort vor. Slowenische Wirte sind fast immer bereit, die Wünsche ihrer Gäste zu erfüllen. Da die meisten Gastronomen Deutsch sprechen, ist die Verständigung kein Problem.

Dass man nach so viel deftiger Kost noch Platz findet für das Dessert, dazu bedarf es slowenischer Abstammung oder jahrzehntelanger Übung. Denn die Süßspeisen sind mit gewichtig nur äußerst unzureichend beschrieben: Man kämpft mit üppigen Palatschinken, Cremeschnitten und Strudeln.

Bei der Auswahl des Weins gilt das Qualitätsprädikat domače nicht ausschließlich. Domače vino ist meist ein süffiger Tischwein - Weinliebhaber wird er sicher nicht zu Lobeshymnen hinreißen. Die Prädikatsweine hingegen sammeln internationale Auszeichnungen, und Winzer wie Movia, Čotar oder Kupljen haben einen guten Ruf weit über Sloweniens Grenzen hinaus. In den letzten Jahren wurden große Anstrengungen unternommen, um die in der sozialistischen Ära vernachlässigten Prädikatsweine auf das früher hoch gelobte Niveau zurückzuheben. Als Faustregel gilt, dass Rote wie Teran und Merlot besser im Westen und Weiße wie der Graue Pinot oder Muskat besser im Osten gedeihen, aber es gibt auch viele Ausnahmen von dieser Regel. Weinstraßen führen durch die wichtigsten Anbaugebiete wie das Wippachtal (Vipavska dolina) oder die Region um Ljutomer, und wer sich Zeit zum Verkosten nimmt, kann wirkliche Entdeckungen machen.

Das Land der Thermalquellen besitzt natürlich hervorragendes Mineralwasser, Von den verschiedenen Marken sind Radenksa und Rogaška aus den gleichnamigen Kurorten die beliebtesten. Vorsicht vor den hübsch gestalteten Flaschen der Donat-Quelle. Dieses Wasser hat abführende Wirkung!

Natürlich brauen die Slowenen auch eigenes Bier: Union, Zlatorog und Laško sind die heimischen Marken. Nach Feierabend und am Wochenende wird dem pivo, wie der Gerstensaft hier heißt, gerne und eifrig zugesprochen. Nach einem üppigen Mahl tut etwas Hochprozentiges gut: Ein Obstbrand besänftigt den Magen. Beliebt ist der aus Zwetschgen gebrannte Slivovitz, aber auch Grappa und andere Obstbrände werden ausgeschenkt.

Trinkgeld

Bis zu einer Rechnungshöhe von 20 Euro sind im Restaurant etwa 10 Prozent Trinkgeld üblich, bei höheren Beträgen sollten Sie das Trinkgeld stufenweise auf 5 Prozent reduzieren. Taxifahrer erhalten einen aufgerundeten Betrag, Gepäckträger im Hotel pro Koffer einen Euro und Zimmermädchen 4 Euro für eine Woche.

Einkaufen und Shoppen

Die besten Souvenirs aus Slowenien sind die essbaren Naturprodukte, aber auch Kunsthandwerkliches aus Keramik, Bleikristall oder Holz kann ein schönes und mitunter auch nützliches Mitbringsel sein.

Bleikristall

Das Pendant zur Spitze aus Idrija, aber in Glas gegossen, kommt aus dem Thermalkurort Rogaška: Bleikristall. Auch dieser Handwerkszweig hat eine lange Tradition, die bis heute in einer Glasfabrik am Rande des Kurorts fortgeführt wird. Kristall aus Rogaška hat in Slowenien eine Art Kultstatus. Beliebt ist das etwas altbacken wirkende, traditionelle Design, aber in Rogaška werden auch moderne Formen umgesetzt.

Holz

Jeder Bienenstock im Land ist mit einem hölzernen, bunt bemalten Kopftäfelchen bedeckt. Überall wo Touristen sind, kann man die Täfelchen, Bienenkorbbrettchen genannt, kaufen - alte Stücke sind natürlich selten, doch auch die neuen sind hübsch anzuschauen und nette Erinnerungen an den Slowenien-Urlaub.

Suha roba, Trockenware, nennen die Slowenen die aus Holz gearbeiteten Haushaltsartikel. Auf den Märkten sind u. a. Kochlöffel, Nudelhölzer, Teigbretter, Mehlschaufeln in guter Qualität und sehr günstig zu kaufen.

Keramik

Ein Handwerkszweig, auf den sich immer mehr junge Künstler besinnen, ist die Töpferei. Traditionelle Tonwaren gibt es zwar nur noch selten, aber in fast allen größeren Orten wird Kunsthandwerk und Schmuck aus Ton verkauft. Hübsche und praktische Mitbringsel sind beispielsweise Zwiebel- und Knoblauchtöpfe. Dekorativ sind auch in Steinmetzarbeit entstandene Schalen und Becher aus grauem Kalkstein aus dem Atelier von Jernej Bortolato, die in gut sortierten Souvenirgeschäften erhältlich sind.

Kulinarisches

Naturprodukte können Sie direkt beim Erzeuger verkosten und kaufen, und das macht viel mehr Spaß als Shopping im Supermarkt. Die Produzenten sind leicht zu finden: Wer Honig liebt, folge den Schildern mit der Aufschrift med, die man an vielen Privathäusern entdecken kann. Er ist preiswerter, wird nicht mit Zucker versetzt und schmeckt aromatisch nach Wald, nach Kastanien, nach Frühlingswiesen oder Bergblumen - je nachdem, welchen man wählt. Olje verheißt Öl; bučno olje, Kürbiskernöl, ist vor allem in der östlichen Hälfte Sloweniens beliebt, von ausgezeichneter Qualität und wirklich preiswert. Olivenöl, oljčno olje, kommt aus dem mediterranen Westen Sloweniens. Weitere Produkte der Natur sind šnops (Schnaps), vino (Wein), pršut (Schinken) und sir (Käse).

Meersalz (morska sol) wird in den Salinen von Strunjan und Sečovlje gewonnen und in den Supermärkten verkauft. Fleur de Sel (solni cvet), die besonders mineralienreichen, kostbaren Kristalle der ersten "Salzblüte" bekommen Sie zu sehr günstigen Preisen in den Salzboutiquen an den Salinen, in Piran und Ljubljana.

Eine süße Köstlichkeit sind Prešernove fige, die Prešeren-Feigen, getrocknete Feigen von feiner dunkler oder weißer Schokolade umhüllt. Erhältlich sind sie in Feinkostgeschäften.

Mode

Modebewusste Sloweninnen mussten sich ihre trendigen Outfits bis zur Unabhängigkeit in Triest oder Graz besorgen. Inzwischen aber tragen frau und mann Mode made in Slovenia - die atemberaubend schrillen Schuhe des Labels Butanoga von Matjaž Vlah z. B. oder Kleider von Tanja Devetak, die für ihr Label "Devetka" gerne mit abstrakten Mustern und zierlichen, verspielten Stickereien experimentiert. Showrooms beider Designer liegen in Ljubljanas Altstadt.

Spitze

Die Bergwerksregion Idrija ist berühmt für ihre hauchzarten Klöppelspitzen, die die Frauen seit Jahrhunderten in Heimarbeit herstellen. Spitzen aus Idrija sind ein wertvolles, aber auch kostspieliges Souvenir.

Öffnungszeiten

Restaurants öffnen um 11 Uhr und schließen in der Regel um 22 Uhr. Geschäfte sind werktags zwischen 8/9 Uhr und 19/20 Uhr geöffnet (Supermärkte in den Städten öffnen auch an Wochenenden). Märkte beleben sich um 6 Uhr morgens, Ende ist zwischen 12 und 15 Uhr.

Spezialitäten

Gibanica Quark-, Apfel- und Mohnstrudel, in drei Lagen übereinander gebacken
Gobova juha Entweder dicke Rahmsuppe mit Steinpilzen oder Rinderbrühe mit Pilz- und Kartoffeleinlage
Jota Sauerkraut, bunte Bohnen, Speck und Kartoffeln im Eintopf verköchelt, mit Lorbeer und Knoblauch abgeschmeckt und mit Graupen angedickt
Kranjska klobasa Die grobe Krainer Wurst ist scharf gewürzt; gereicht wird sie mit Brot und kren, Meerrettich
Njoki Slowenische Nockerln mit vielen Zubereitungsarten: Sie werden aus Kartoffelteig oder aus Grieß gerollt und können mit Spinat oder Quark verfeinert sein. Dazu gibt es eine Sauce aus Pilzen, Gorgonzola oder Gulasch
Ovčji sir Aromatischer Schafskäse; zusammen mit pršut eine beliebte Vorspeise im Karst
Paprikaš Aus dem Nachbarland Ungarn entlehnt ist dieses Hühnergeschnetzelte in Ostslowenien, deftig mit Paprika abgeschmeckt
Potica Hefezopf mit Nüssen und Rosinen
Pršut Luftgetrockneter Schinken erster Güte, gern als Vorspeise gereicht. Seit einigen Jahren gibt es auch Bärenschinken, medvedov pršut
Rižota Risotto mit Pilzen, Meeresfrüchten oder Fleisch
Štrukli Klassischer Apfel- oder Quarkstrudel. Štrukli können aber auch mit einer salzigen Füllung aus Quark und Ei gekocht werden als Beilage zum Braten
Žganci Italienisch Polenta, österreichisch Sterz, wurden žganci in Slowenien traditionell aus Buchweizenmehl (ajdovi žganci) zubereitet
Žlikrofi Die in der Region Idrija beheimateten Teigklößchen werden mit einer Mischung aus Kartoffeln, Griebenfett, Zwiebeln und Majoran gefüllt und mit geschmolzener Butter serviert
Stichworte

Bären

Auf 500-700 Exemplare wird die Bärenpopulation in den Wäldern Sloweniens geschätzt; der Bestand wird durch Abschuss und Bärenexport stabil gehalten. Die meisten Tiere leben in der Region Notranjska. Gelegentlich wandert ein Ausreißer aber auch weiter und gelangt bis an die Küste oder bis ins Nachbarland Österreich. Die Slowenen haben ein gespaltenes Verhältnis zu den scheuen Tieren, denn als passionierte Wanderer, Pilz- und Beerensammler empfinden sie Meister Petz durchaus als Bedrohung. Tatsächlich kommt es ab und an zu Begegnungen zwischen Mensch und Bär. Zeitungen und Sender sind dann voll von Berichten über Bärenattacken und deren Folgen, die Anti-Bären-Allianz gewinnt dann wieder einmal Oberwasser, bis sich die Situation nach einigen Wochen wieder beruhigt.

Beziehungen

Zu Zeiten des sozialistischen Jugoslawien war es unumgänglich, die richtigen Leute zu kennen: Studienplatz, Arbeitsstelle oder Waschmaschine - das Leben lief nur dann rund, wenn die Eltern altgediente Partisanen waren, der Onkel in der Partei, die Tante als Haushälterin in Österreich beschäftigt, der Neffe beim Zoll an der Grenze zu Italien. Jeder kannte irgendjemanden, der half und wusste, wo und wie man weiterkam. Nach der Unabhängigkeit riss dieses Netz der Verflechtungen und Verpflichtungen zwar an vielen Stellen, doch böse Zungen behaupten, dass nur die Farbe sich geändert habe, der Filz aber der gleiche wie eh und je sei.

Domače

Das gestirnte Firmament über uns und Hausgemachtes in uns: Das slowenische Universalwort für alles, was gut ist, heißt domače - aus heimischer Produktion, mit Liebe und Sorgfalt bereitet, nach Rezepten der Altvorderen und mit dem seit Generationen übertragenen Wissen. Kein noch so edler italienischer Schinken kann sich mit dem pršut vergleichen, den der Nachbar mit Sorgfalt gesalzen und geräuchert hat; kein Honig vom Markt schmeckt so, wie der vom Onkel im Nachbardorf, und mit dem selbst gekelterten Roten aus der Rebe über der Gartenbank der Tante kann sich auch ein prämierter Merlot nicht messen.

Kirche

Obwohl es die Protestanten waren, die im 16. Jh. dafür sorgten, dass die ersten Bücher in slowenischer Sprache erschienen, sind die Slowenen bis heute zutiefst dem katholischen Glauben verpflichtet. Auch die sozialistische Ära konnte daran nichts ändern, wenngleich Kirchgänger durchaus mit gesellschaftlichen Sanktionen zu rechnen hatten. Besonders Wallfahrten haben es den Slowenen angetan, und an den vielen hohen Marienfeiertagen huldigt man der Mutter Gottes mit besonderer Inbrunst. Doch trotz aller Volksfrömmigkeit sind die Slowenen Pragmatiker und lehnen z. B. die Einführung eines konfessionsgebundenen Religionsunterrichts in den Schulen ab.

Kremna Rezina

Feinste Schichten krossen Blätterteigs, dazwischen zart nach Vanille duftende und schmeckende Creme, vielleicht auch noch eine Schicht Sahne darüber - so soll sie aussehen, die perfekte Cremeschnitte, und dann mundet sie auch. Übernommen haben die Slowenen das Blätterteiggebäck vor langer Zeit aus der Kuchen-u.-Keks-Monarchie Österreich-Ungarn, es ist ihnen ans Herz gewachsen und wurde wie der Name slowenisch vereinnahmt. Die Rezepte für Kremšnite sind ungezählt, ebenso wie die Konditoreien und Cafés im Land, die sie anbieten.

Lipizzaner

Weißes, seidigs Fell, starker Hals und gebogener Rücken, stolze Schritte und der eleganteste Galopp der Tierwelt - Lipizzaner sind so edel, dass der Kaiser persönlich für ihr Auskommen sorgte. Bereits in römischer Zeit wurden Eleganz und Belastbarkeit der Pferde aus dem Kart gerühmt. 1580 erwarb der österreichische Erzherzog Karl die Landschaft um Lipica und gründete ein Gestüt, um das Arbeitspferd des Karsts mit Neapolitanern und Arabern zu kreuzen. Die k.+k. Spanische Hofreitschule wollte keine andere Pferderasse für die Ausbildung zu anmutigen Reitpferden, und einmal im Jahr durften verdiente Ausbilder vom Gestüt Lipica die ausgewählten Pferde zum Kaiser nach Wien bringen. Jäh unterbrochen wurde das Idyll von den beiden Weltkriegen. Die Pferde wurden evakuiert. 1947 kehrten lediglich elf Lipizzaner in das inzwischen zu Jugoslawien gehörden Lipica zurück, die Zucht wurde wieder aufgenommen und nach Sloweniens Unabhängigkeit fortgesetzt. Heute sind hier sechs Hengstlinien und 16 Stutenstämme beheimatet. Dass Lipica dank Hotels und Golfplatz auch touristisch genutzt wird, halten viele Pferdefreunde für einen Frevel.

Neue Slowenische Kunst NSK

Das Flaggschiff dieser provokativ deutsch benannten Vereinigung slowenischer Künstler ist die Rock-Band "Laibach". Anhänger feiern die drei seit 1980 zusammen spielenden Musiker als Genies, Kritiker hingegen werfen ihnen faschistoides Auftreten und entsprechende Inhalte vor. Ähnlich widersprüchlich wird über die von Laibach 1984 gegründete Kunstbewegung NSK geurteilt. Neben den Altrockern gehören die Theatergruppe "Noordung" und die Malervereinigung "Irwin" zu den Gründungsmitgliedern von NSK. Deren Aktionen - Konzerte, Theaterstücke, Kunstinstallationen und Performances - setzen sich mit dem Thema des Totalitarismus auseinander. In der sozialistischen Ära nahm man den totalitären Anspruch des Staates ins Visier, heute den westlichen Lebensentwurf, den Kapitalismus und die Globalisierung. Die einstigen enfants terribles sind in die Jahre gekommen und in der offiziellen Wertschätzung gestiegen und werden nun von den großen Kunstmuseen hofiert.

Oberkrainer

Die "Original Oberkrainer" verdanken ihre Existenz dem Bayerischen Rundfunk - im heimischen Slowenien hat man die "Avseniki", wie sie nach dem Familiennamen der beiden Gründungsmitglieder Vilko und Slavko genannt werden, nie derart in den Volksmusikhimmel gejubelt. Zwar durften die musikalischen Brüder schon mal im slowenischen Radio spielen, aber wirklich entdeckt und auf die Erfolgsspur gebracht wurden sie von Fred Rauch, einem Moderator des Bayerischen Rundfunks. Er entwickelte mit den beiden Brüdern den typischen Oberkrainersound. Neben traditionellen Instrumenten wie Harmonika und Bassgeige entliehen die Oberkrainer die Klarinette dem Jazz und bauten ein umfangreiches deutsches Liedrepertoire auf. Heute spielen längst Kinder und Enkel der beiden Gründer in der Band, derweil Vilko und Slavko das elterliche Gasthaus in Begunje leiten, wo ihre Karriere begann.

Plečnik

Dem Architekten Jože Plečnik (1872-1957) wurde eine Ehre zuteil, in deren Genuss aber nur wenige kommen: Er durfte eine ganze Stadt, Ljubljana nämlich, prägen. Der ausgebildete Schreiner lernte das Bauen im Architekturbüro des Wiener Stadtplaners Otto Wagner von der Pike auf. Der von ihm konzipierte Umbau der Prager Stadtburg Hradschin machte ihn auf einen Schlag bekannt, und ab 1921 durfte er auch in seiner Heimatstadt Ljubljana wirken. Plečniks Bauten sind teils anmutige, teils bizarre Mischungen von Stilen und Architekturepochen, wobei seine Liebe zur klassischen ionischen Säule besonders ins Auge springt. Die "Drei Brücken", die Universitätsbibliothek, der Friedhof Žale - jeder Bau für sich ist eigenwillig und einzigartig, und doch gibt es so etwas wie eine "Handschrift", die Ljubljana und andere Orte in Slowenien deutlich und unnachahmlich geprägt hat.

Prešeren

Sloweniens romantischer Nationaldichter France Prešeren (1800-49) wurde zu Lebzeiten nicht annähernd so geschätzt wie heute. Damals galt er bestenfalls als radikaler Geist, denn aus seinen Gedichten sprach der erwachende slowenische Nationalismus. Seine Texte waren bei den Herrschenden deshalb nicht beliebt, und Prešeren starb arm. Zwei Werke Prešerens werden heute noch viel rezitiert bzw. gesungen: Im Epos von der "Taufe an der Savica" erzählt Prešeren vom Kampf zwischen Christentum und den alten slawischen Göttern und darin verschlüsselt von der Unterdrückung slawischer Identität durch Fremdherrschaft. Mit der "Zdravljica", dem "Trinklied", besingt er die Liebe zum Wein und zur slowenischen Heimat. Heute ist sie Nationalhymne des unabhängigen Slowenien.

Sportliche Rekorde

Die meisten Slowenen, ganz gleich ob jung oder alt, sind gerne im Freien sportlich aktiv, angefangen beim Radfahren und Wandern bis hin zu Extremsportarten wie Eisklettern. Dabei streben sie durchaus ehrgeizig nach Rekorden. Davo Karničar fuhr 2000 als erster auf Skiern vom Mount Everest ab, Martin Štrel fügte 2007 seiner Liste von Weltrekorden im Ultra-Langstreckenschwimmen auf den längsten Flüssen der Welt den Amazonas hinzu. Auch in diversen Sportdisziplinen wie im Skifliegen oder in der Ski-Abfahrt der Damen belegen Slowenen wie Robert Kranjec und Tina Maze die vordersten Ränge.

Thermen

Mit insgesamt 87 genutzten Heilquellen in 15 Thermalbädern gehört Slowenien zu den Ländern mit der größten Thermendichte weltweit. Die entlang einer geologischen Bruchlinie sprudelnden Quellen nutzten in der Antike bereits die Römer; ihre Blüte erlebten Kurbäder wie Rogaška Slatina, damals noch unter dem deutschen Namen Rohitsch-Sauerbrunn, Ende des 19. Jhs., als der österreichisch-ungarische k+k-Adel sie frequentierte. In der gesamtjugoslawischen Ära wurden die elitären Bäder in funktionale Kuranstalten für die Werktätigen umgewandelt; heute kehrt mit dem Wellnesstrend der frühere Luxus in die Thermen zurück, garniert mit einem Hauch Exotik von Ayurveda bis zur Thaimassage. Kernstück der Behandlungen ist und bleibt das Heilwasser, dessen Zusammensetzung und Indikation von Ort zu Ort wechseln. Die beiden bekanntesten Mineralwasser, Radenska aus dem Heilbad Radenci und Donat aus Rogaška, werden auch abgefüllt und in Supermärkten und Restaurants verkauft.

Triglav

Sloweniens höchster Berg Triglav (2864 m), der "Dreikopf", ist nach einer alten slawischen Gottheit benannt, deren drei Köpfe für Erde, Himmel und unterirdisches Reich stehen. Die Erstbesteigung des mythischen Kalkklotzes gelang drei slowenischen Bergsteigern im Jahre 1778. Ab Mitte des 19. Jhs. wurde es im Zuge des erwachenden slowenischen Nationalbewusstseins unter Intellektuellen Mode, auf den "Slawenberg" zu klettern. Noch heute gilt in Slowenien das ungeschriebene Gesetz, dass jeder Slowene mindestens einmal in seinem Leben auf dem Gipfel des Triglav gestanden haben muss. So drängeln sich in der Saison zwischen Juni und Oktober die Menschenmassen auf den drei Hauptaufstiegswegen. Von perfekt ausgerüsteten Expeditionsteams über Turnschuhfamilien mit Kleinkindern, Damenkränzchen, Punks und Slivovitz-trunkene Kegelvereine bis zu asketischen Bergnarren ist unter den "Triglavisten" alles vertreten. Obwohl der Anblick des letzten Teilstücks zum Gipfel mit seinen Drahtsicherungen und steilen Felswänden viele schwindeln lässt, kommt es relativ selten zu schweren Unfällen.

Umwelt

Slowenien besitzt trotz seiner geringen Größe eindrucksvolle und weitgehend intakte Naturlandschaften. Mehr als die Hälfte des Landes ist von gesunden Wäldern bedeckt; ihr Anteil steigt sogar, allerdings nicht aus umweltpolitischen, sondern aus wirtschaftlichen Gründen. Denn immer mehr Menschen geben die Landwirtschaft auf und ziehen in die Städte. Bedeutende Industriestandorte besaß das Land nicht, und die wenigen Unternehmen (Eisenhütte, Holz-, Textilindustrie) hat die Unabhängigkeit des Landes schwer angeschlagen. Der größte Stör- und Risikofaktor für eine positive Umweltbilanz ist das zusammen mit Kroatien betriebene Kernkraftwerk Krško bei Brežice im Süden. Es steht auf erdbebengefährdetem Gebiet und ist deshalb umstritten. Vor der Reaktorkatastrophe von Fokushima 2011 plante Slowenien den Ausbau durch einen zweiten Reaktorblock.

Bloss nicht!

Nur deutsche Ortsnamen verwenden

Den meisten wird es egal sein, ob Sie Maribor oder Marburg sagen - aber es gibt auch Slowenen, die ehemals deutsche und italienische Ortsbezeichnungen als Relikt einer Epoche betrachten, in der ihr Land unter Fremdherrschaft stand und in der das Slowenische unterdrückt wurde. Betrachten Sie es einfach als Gebot der Höflichkeit, es auch einmal mit den slowenischen Ortsnamen zu versuchen!

Ohne Licht fahren

Um die Zahl der Unfälle zu senken, haben slowenische Verkehrspolitiker drastische Maßnahmen ergriffen. Auch tagsüber müssen alle Autofahrer mit Abblendlicht fahren, beim Zurücksetzen ist stets die Warnblinkanlage einzuschalten, und der Blinker bleibt während des gesamten Überholvorganges in Betrieb. Jede Verletzung dieser Verkehrsregeln wird von der Polizei mit hohen Geldbußen bedacht. Auch Touristen sind nicht vor Strafe gefeit und diese Strafen werden seit 2011 auch in der Heimat eingetrieben!

Schlecht gerüstet in die Berge gehen

Sie sollten sich nicht täuschen lassen! Auch wenn mancher Slowene in Sandalen und kurzen Hosen, "zünftig" ausgerüstet mit einem Handtuch gegen den Regen und mit einem Weinschlauch gegen den Durst, seine höchsten Berge erklettert, sollten Sie es ihm nicht nachmachen. Denn die slowenischen Alpen haben es in sich; sie sind schroff, sehr steil und außerordentlich wetterlaunisch. Zu einer Bergtour mit kalkulierbarem Risiko gehört zwingend die entsprechende Ausrüstung, ausreichend Trinkwasser und, wenn es in höhere Lagen geht, auch Helm, Karabiner mit Sicherungsleinen, unter Umständen sogar Steigeisen. Informieren Sie sich unbedingt bei den Alpen- bzw. Touristenvereinen vor Ort über die Wetterprognosen für die geplante Route.

Die slowenische Identität missachten

Die meisten Slowenen beherrschen den Spruch inzwischen in mehreren Sprachen: "Slowenien ist nicht die Slowakei, auch nicht Slawonien. Und Jugoslawien - das war einmal!" Das Land ist seit über zwei Jahrzehnten unabhängig und hat es einfach satt, immer noch mit anderen Teilen des slawischen Europa verwechselt zu werden. Ebenso überdrüssig sind die Slowenen der irrigen Vorstellung, ihre gastfreundliche, friedliche Heimat sei ein Krisengebiet wie beispielsweise der Kosovo.

Selbst gebrannten Schnaps trinken

Nicht jeder Selbstbrenner ist wirklich ein Kenner der Materie, und der Selbstgebrannte schmeckt häufig ziemlich heftig nach Sprit. Sie können als Gast dem heimischen Schnaps nicht immer entkommen; aber konsumieren Sie ihn zurückhaltend - der Kopf wird's Ihnen am nächsten Morgen danken!

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Kriminalität

Angesichts vorgekommener Autodiebstähle und -aufbrüche empfiehlt es sich, Fahrzeuge bei längerem Aufenthalt in verschlossenen Garagen oder auf (bewachten) Hotelparkplätzen abzustellen. Von außen deutlich sichtbare Wegfahrsperren (z.B. Lenkradkrallen), leere Innenräume und andere Diebstahlsicherungen sind empfehlenswert. Taschendiebstähle sind in den Urlaubsgebieten vermehrt aufgetreten. Zu besonderer Aufmerksamkeit wird an Sehenswürdigkeiten, Bahnhöfen, auf Autobahnraststätten und in öffentlichen Verkehrsmitteln geraten.

Naturkatastrophen

Bei Aktivitäten in den Bergen Sloweniens sollten sich Reisende über die aktuelle Witterungslage informieren. Aktuelle Hinweise bietet die Slovenian Environment Agency. Absperrungen und Warnhinweise sind zu beachten. Weitere Informationen zur Verkehrslage und gesperrten Passstraßen sind der Webseite PIC-Traffic Information Centre zu entnehmen.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalreisende werden ggfs. über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Das slowenische Gesetz über die steuerliche Bestätigung von Rechnungen (Zakon o davčnem potrjevanju računov (ZDavPR)) verpflichtet Käufer von Waren oder Dienstleistungen, Kaufrechnungen aufzubewahren und auf Aufforderung bei einer Kontrolle durch die slowenischen Finanz- und Steuerbehörden vorzuzeigen. Dies gilt auch für Reisende.

Straßenbenutzung

Das slowenische Straßenverkehrs- und das slowenische Ordnungswidrigkeitengesetz beinhalten einen umfangreichen Bußgeldkatalog. Bußgelder sind hoch und werden von den Ordnungsbehörden strikt durchgesetzt.

Autobahnvignette

Für alle Kraftfahrzeuge (Pkw, Lkw, Motorräder) mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen ist eine Autobahnvignette verbindlich vorgeschrieben. Die Vignettenpflicht auf Autobahnen wird durch eine grüne Beschilderung angezeigt, sie gilt auch auf (leicht zu übersehenden) blau markierten Fernstraßen, auf denen regelmäßig Kontrollen stattfinden. Die Vignettenpflicht lässt sich damit durch Umfahren der Autobahn nicht ohne weiteres umgehen.
Die Pkw-Jahresvignette kostet 110,-Euro, die Vignette für sieben Tage 15,- Euro und die Monats-vignette 30,- Euro. Eine Übersicht aller Vignettenarten und der Kfz-abhängigen Preisstaffelung sowie weitere, ausführliche Informationen in englischer Sprache finden Sie auf der Webseite der slowenischen Straßenverkehrsgesellschaft (Družba za avtoceste v Republiki Sloveniji (DARS)).
Die Vignetten können über den ADAC, den österreichischen ÖAMTC, den slowenischen AMZS sowie bei der slowenischen Post, an allen PETROL- Agip- und ÖMV-Tankstellen sowie weiteren Verkaufsstellen erworben werden. Dies gilt ebenso für alle Tankstellen in Oberbayern sowie in der Republik Österreich. Es wird dringend empfohlen, nach dem Kauf der Vignette die Rechnung sowie den Vignettenträger aufzubewahren und mitzuführen.
Um Unsicherheiten bezüglich der Einstufung von Wohnmobilen in die Kategorie 2 A oder 2 B zu vermeiden, wird dringend empfohlen, die Liste der vermessenen Fahrzeuge zu prüfen. Die Nutzung eines Kfz zu Wohnzwecken wird grundsätzlich nur anerkannt, wenn die entsprechende Umrüstung dauerhaft und in der Zulassung eingetragen ist.

Für Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen muss die Straßennutzungsgebühr durch Erwerb und mit Hilfe eines sog. DarsGo-Geräts entrichtet werden. Wo das Gerät erworben werden kann und weitere Informationen in slowenischer und englischer Sprache - z.B. zur Registrierung des Unternehmens und des Fahrzeugs im DarsGo-System - ist auf DarsGo zu finden.

Verstöße gegen die Vignettenpflicht werden auf der Grundlage des slowenischen Ordnungswidrigkeitengesetzes mit Bußgeldern zwischen 300,- Euro bis 800,- Euro (je nach Wagenklasse) geahndet. Für Geschwindigkeitsübertretungen sowie für das Führen eines Kfz unter Alkoholeinfluss sind sehr hohe Geldbußen bis zu 1.200,- Euro vorgesehen. Ausländische Staatsangehörige sind im Grunde zur sofortigen Begleichung auferlegter Bußgelder gezwungen, da ansonsten die zeitweilige Entziehung von Ausweisdokumenten (auch Führerschein), im äußersten Fall auch die Beschlagnahmung des Kfz und vorübergehender Polizeigewahrsam des Fahrzeugführers zur Durchsetzung der Zahlungen drohen. Mobiltelefongespräche während des Fahrens eines Kfz sind strengstens untersagt. Für Reisende, die von der Polizei angehalten werden, gilt: im Auto sitzen bleiben, nicht aussteigen, weitere Anweisungen abwarten.

Fahrverbote / Beschränkungen

In Slowenien gilt Lichtpflicht auch am Tag; es muss ganzjährig auf allen Straßen mit Abblendlicht gefahren werden.
Für Lastkraftwagen und Fahrzeuge mit einem zulässigen Gewicht von mehr als 7,5 t gilt ein ganzjähriges Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen von 8.00 Uhr bis 21.00 Uhr. Während der Feriensaison (letztes Juniwochenende bis erstes Septemberwochenende inklusive) erweitert sich dieses Verbot an Samstagen von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr; für die vielbefahrene A 1 von Ljubljana nach Koper gelten in diesem Zeitraum weitergehende Einschränkungen.

Vom 15. November bis zum 15. März besteht für alle Fahrzeuge Winterreifenpflicht. Bei Fahrten mit Sommerreifen im genannten Zeitraum müssen Schneeketten mitgeführt werden. In beiden Fällen müssen die Reifen eine Mindestprofiltiefe von 3 mm aufweisen. Detaillierte Informationen bietet die englischsprachige Internetseite des slowenischen Automobilverbands AMZS www.amzs.si sowie der slowenischen Autobahngesellschaft DARS www.promet.si.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung und Krankenversicherung.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Ja

Vorläufiger Personalausweis: Ja

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Für einen Grenzübertritt ohne gültigen Lichtbildausweis sieht das slowenische Ausländergesetz ein Bußgeld in Höhe von 500,- bis 1.200,- EUR vor (vgl. Artikel 147 Abs. 1 des Gesetzes). Um einen im Sinne dieser Vorschrift gültigen Lichtbildausweis handelt es sich im Fall deutscher Staatsangehöriger dann, wenn das Gültigkeitsdatum des Lichtbildausweises noch nicht erreicht ist oder das Gültigkeitsdatum des Lichtbildausweises höchstens um ein Jahr überschritten wurde (vgl. Europäisches Übereinkommen vom 13.12.1957 über die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedstaaten des Europarates/EuRatPVerkÜbk). Letzteres gilt jedoch nicht für vorläufige Personalausweise; das Gültigkeitsdatum von vorläufigen Personalausweisen darf noch nicht erreicht sein.

Kann die Identität einer Person gegenüber einem slowenischen Polizeibeamten nicht nachgewiesen werden, sieht das slowenische Ausländergesetz ein Bußgeld in Höhe von 200,- bis 830,- EUR vor (vgl. Artikel 147 Abs. 3 des Gesetzes).

Visum

Unabhängig vom Einreisezweck ist ein Aufenthalt von bis zu drei Monaten möglich. Wenn der Aufenthalt drei Monate übersteigt, muss bei der zuständigen Verwaltungseinheit eine Aufenthaltserlaubnis eingeholt werden.

Hinweise für in Deutschland lebende Staatsangehörige eines nicht -Staates, die nach Slowenien einreisen oder durch Slowenien nach Kroatien (und evtl. von dort aus in andere Länder) weiterreisen wollen
In Deutschland lebende Personen, die einem Staat angehören, der kein Mitgliedstaat der ist, müssen neben ihrem gültigen Reisepass stets auch den Nachweis ihrer deutschen Aufenthaltsberechtigung mit sich führen. Andernfalls droht in Slowenien eine Geldbuße wegen unerlaubter Einreise und Aufenthalts. Auch eine Weiterreise nach Kroatien und ggf. von dort aus in andere Länder, ist nur möglich, wenn an der Grenze sowohl ein gültiger Reisepass, als auch ein gültiger Aufenthaltstitel vorgezeigt werden können. Es finden hier noch reguläre Grenzkontrollen statt. Die deutsche Botschaft in Laibach kann in diesen Fällen kein Ersatzdokument - insbesondere auch kein Visum - ausstellen, das zur Weiterreise berechtigt.

Hinweise für Kroatien-Reisende (Transitreisende in die Republik Kroatien)

Das sog. Schengener Abkommen und die auf dieser Grundlage erlassenen Regelungen werden im Verhältnis zu Kroatien noch nicht vollständig angewendet. An der slowenisch-kroatischen Grenze finden nach wie vor sowohl bei der Ausreise von Slowenien nach Kroatien, als auch bei der Einreise von Kroatien nach Slowenien Kontrollen statt. Für den Grenzübertritt zwischen den beiden Ländern ist ein gültiger Lichtbildausweis erforderlich. Dies gilt für alle Reisenden, auch für Kinder. Kann der/die Reisende keinen gültigen Lichtbildausweis vorgelegen (Gültigkeitsdatum des Lichtbildausweises darf noch nicht erreicht sein), erfolgt eine Zurückweisung durch die kroatischen Grenzkontrollbehörden; eine Einreise nach oder eine Ausreise aus Kroatien ist in diesen Fällen nicht möglich.

Bei Führerscheinen oder bei Geburtsurkunden handelt es sich nicht um Lichtbildausweise. Für den Grenzübertritt ist zwingend ein Pass (Reisepass; Kinderreisepass) oder ein Personalausweis erforderlich.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Die Ein- und Durchfuhr von Gegenständen, die sich für einen Angriff auf Personen eignen, wie z.B. Schlagringe, Messer mit beidseitiger scharfer Klinge, Bajonette, Gummiknüppel (sogenannte "kalte Waffen"), ist strikt verboten. Alle anderen mitgeführten Waffenarten müssen weiterhin beim Grenzübertritt angemeldet werden und bedürfen teilweise einer Sondergenehmigung, die von der Grenzpolizei erteilt wird.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Das slowenische Gesetz über die Einschränkung des Genusses von Tabakwaren (Zakon o omejevanju uporabe tobačnih in povezanih izdelkov (ZOUTPI)) verbietet das Rauchen in Fahrzeugen, wenn sich Personen unter 18 Jahren in dem Fahrzeug aufhalten.

Impfschutz

In den ländlichen Gebieten, besonders zwischen Save und Drau kommt es zwischen April und Oktober zur Übertragung der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch Zeckenbisse. Eine Impfung wird bei möglicher Exposition empfohlen. Bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition wird zusätzlich ein Impfschutz gegen Hepatitis A und B und Tollwut empfohlen. Rechtzeitig vor Einreise sollte deshalb mit einem Reise-/Tropenmediziner wegen einer möglichen Impfung Kontakt aufgenommen werden.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung in den Großstädten ist zufriedenstellend, fernab von den Hauptverkehrswegen und außerhalb größerer Städte jedoch eher schwach ausgeprägt. Das Rettungssystem funktioniert im Allgemeinen gut. Notfälle müssen zumeist in die beiden Großkliniken in Ljubljana und Maribor gebracht werden. Hier sind alle modernen Untersuchungsmethoden und -geräte vorhanden. Medikamentenengpässe sind nicht zu beobachten. Persönliche Medikamente sollten mitgebracht werden.

Die Verständigung mit behandelnden Ärzten kann häufig in der englischen, teilweise auch der deutschen Sprache erfolgen. Reisende müssen sich darauf einstellen, dass dies bei Pflege- und Versorgungspersonals nicht grundsätzlich der Fall ist.

Krankenversicherung

Gesetzlich Versicherten wird empfohlen, sich vor Abreise nach Slowenien das E-111-Formular oder die Europäische Gesundheitskarte bei ihrer Krankenkasse zu besorgen. Diese sind dem slowenischen Krankenversicherungsträger im Krankheitsfalle zuerst vorzulegen, das Formular dann dem behandelnden Arzt oder Krankenhaus auszuhändigen. Kosten werden in diesen Fällen dann nicht mehr erhoben. Die Behandlungskosten von privat versicherten Patienten müssen von diesen gegen Rechnung und Behandlungsbefund in der Regel an Ort und Stelle in bar beglichen werden.

Es wird dringend empfohlen, vor Reiseantritt mit der Krankenkasse zu klären, welche Kosten im Ausland übernommen werden. Eventuell bestehende Deckungslücken (z. B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall, Behandlung bei Privatärzten oder in Privatkliniken, etc.) lassen sich durch den Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung für die Dauer des Auslandsaufenthaltes schließen.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger. EHIC-Inhaber wenden sich im Krankheitsfall direkt an eine öffentliche Gesundheitseinrichtung oder an einen Vertragsarzt. Adressen von Vertragsärzten sind bei den Regionalstellen der slowenischen Krankenversicherungsanstalt (Obmocna enota Zavoda za zdravstveno zararovanje Slovenije - ZZZS. Internet: www.zzzs.si) erhältlich.

In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.

Die medizinische Versorgung in den Großstädten ist zufriedenstellend, fernab von den Hauptverkehrswegen jedoch eher schwach ausgeprägt. Das Rettungssystem funktioniert im Allgemeinen gut. Notfälle müssen zumeist in die beiden Großkliniken in Ljubljana und Maribor verbracht werden. Hier sind alle modernen Untersuchungsmethoden und -geräte vorhanden.

Medikamentenengpässe sind nicht zu beobachten. Eigene Medikamente sollten jedoch mitgebracht werden.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Gelbfieber Nein -
Essen & Trinken - -
Malaria Nein -
Typhus & Polio Nein -
Cholera Nein -

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Hauptübertragungszeit ist April bis Oktober. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird von April bis Oktober durch Zecken übertragen. Sie kommen insbesondere im Osten zwischen Save und Drau vor. Hier ist zusätzlich zu den oben genannten Schutzmaßnahmen eine Impfung möglich.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Tollwut kommt vor. Hauptüberträger sind streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Tuberkulose kommt vor. Bei besonderer Exposition sollte eine Impfung erwogen werden.

Reisewarnung

Überblick

Slowenien

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 19.01.2017
Unverändert gültig seit: 16.01.2017

Aktuelle Hinweise

Aufgrund der Flüchtlingssituation werden weiterhin Grenzkontrollen an der slowenisch-österreichischen Grenze sowie an der slowenisch-ungarischen Grenze durchgeführt. An der slowenisch-kroatischen Grenze werden verstärkt Grenzkontrollen durchgeführt.

Es ist erforderlich, ein für die Einreise gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass) für alle Reisenden (auch Kinder ab dem Tag der Geburt) mit sich zu führen.

Reisenden wird empfohlen, sich vor Reiseantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren. Verkehrsinfos in englischer Sprache sind abrufbar unter: Externer Link, öffnet in neuem FensterTraffic-conditions

Zur Situation an den Grenzen sind unter folgenden Web-Seiten Informationen verfügbar: Externer Link, öffnet in neuem FensterSituation-an-den-Grenzen, Externer Link, öffnet in neuem FensterADAC.de.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Für Slowenien besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.

Für Verkehrsmeldungen in englischer Sprache: Externer Link, öffnet in neuem FensterTraffic-conditions .

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich Personalausweis/Identitätskarte
Türkei Ja 2 Ja -
Andere EU-Länder Ja/1 Nein Nein Ja
Schweiz Ja/1 Nein Nein Ja
Österreich Ja/1 Nein Nein Ja
Deutschland Ja/1 Nein Nein Ja

Personalausweise/Identitätskarten

[1]  U. a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können mit gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen:

EU-Länder und Schweiz.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Außerdem dürfen die Reisepässe von Nicht-EU-Bürgern nicht älter als zehn Jahre sein. Nicht-EU-Bürger, die ihren Hauptwohnsitz in einem EU-Land haben, müssen zusätzlich eine gültige Aufenthaltsberechtigung für dieses EU-Land vorlegen. Reisepässe von EU-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 

Anmerkung zum Reisepass

Slowenien ist Unterzeichner und Anwender der EU-Rechtsakte (Schengener Abkommen). Innerhalb des Schengenraums bestehen für Reisende an der Grenze keine Ausweiskontrollen mehr, ein Ausweisdokument ist jedoch mitzuführen.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder:

(a) EU-Länder und Schweiz für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen;
(b) [2] Türkische Staatsangehörige, die eine Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengenland besitzen.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Kinderreisepass, eigener Reisepass oder Personalausweis.

Österreicher: Personalausweis oder eigener Reisepass.

Schweizer: Identitätskarte oder eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Hinweis: Es wird empfohlen, allein reisenden Minderjährigen eine Einverständniserklärung des/der Erziehungsberechtigten mitzugeben. Die zuständigen diplomatischen Vertretungen geben Auskunft zu den besonderen Formvorschriften für diese elterlichen Vollmachten.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern und aus nicht tollwutfreien Drittstaaten benötigen einen EU-Heimtierausweis (pet pass) bzw. einen nationalen Heimtierausweis, der nur von dazu ermächtigten Tierärzten ausgestellt werden kann, und müssen als Kennung einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass bei dem Tier eine gültige Tollwutimpfung, ggf. eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, vorgenommen wurde. Die Einfuhr ist auf 5 Tiere beschränkt. Heimtiere unter 4 Monate sind von der Impfpflicht gegen Tollwut ausgenommen. 

 

Für Hunde, Katzen und Frettchen sowie für Vögel und Kleintiere aus nicht tollwutfreien Drittstaaten gilt die folgende zusätzliche Vorschrift:

Für jedes Tier wird ein Gesundheitszeugnis benötigt. Für den Eintritt in das EU-Gebiet muss bei den Haustieren 3 Monate vor der Einreise eine Untersuchung auf Anwesenheit von vakzinalen Antikörpern durchgeführt werden. Ausnahme: Die 3-Monatsfrist gilt nicht für Heimtiere aus dessen EU-Heimtierausweis hervorgeht, dass die Blutentnahme durchgeführt wurde bevor dieses Tier das Gebiet der Gemeinschaft verlassen hat und dass bei der Blutanalyse genügend Antikörper auf Tollwut nachgewiesen worden sind.

 

Für Hunde, Katzen und Frettchen aus tollwutfreien Drittstaaten (z.B. Schweiz, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Vatikanstadt) kann ebenfalls der Heimtierausweis, der eine gültige Tollwutimpfung bestätigt, für die Einfuhr benutzt werden.

 

Achtung: Leinenpflicht für Hunde besteht auf allen öffentlichen Flächen, Maulkorbpflicht jedoch nur in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Bearbeitungsdauer

Kurzfristiger Aufenthalt: Zwischen 2 und 10 Arbeitstagen.
Längerfristiger Aufenthalt: Mehrere Monate.

Gültigkeit

Kurzzeitvisum: 6 Monate für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen. Langzeitvisum: Aufenthalte über 90 Tage. Transitvisum: 5 Tage.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die aus einem Nicht-Schengen-Land mit dem selben oder dem nächsten Flugzeug in ein anderes Nicht-Schengen-Land weiterreisen, über gültige Weiterreisepapiere verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Visaarten und Kosten

Einreise- (Kurzzeit- und Langzeitvisum), Transitvisum, Flughafentransitvisum.

Kosten

Anfragen an die Konsularabteilung der Botschaft.

Schengen-Visum: 60 €.

Antrag erforderlich

Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen.

Schengen-Visum:
(a) Reisedokument (z. B. Reisepass), das mindestens 3 Monate über die Visumgültigkeit hinaus gültig ist, sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses. Der Reisepass muss innerhalb der letzten 10 Jahre ausgestellt worden sein.

(b) Ggf. alle Dokumente im Original, die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus) und die Bedingungen des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen.

(c) Dokumente, die beweisen, dass der (eingeladene) Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung.

(d) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung deckenden gültigen Auslandsreisekrankenversicherung ist. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten. Die Versicherung muss eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen.

(e) Visumgebühr.

(f) 2 biometrische Passfotos.

(g) 1 ausgefülltes Antragsformular (downloadbar auf der Internetseite des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten der Republik Slowenien www.mzz.gov.si/en/travel_and_visa_information/visa_information/application_forms/.)

Geld

Geldwechsel

In Banken, Wechselstuben, Hotels, Reisebüros, Tankstellen und in größeren Einkaufszentren. Rechnungen für Einkäufe und Restaurantbesuche sind aufzubewahren und bei Aufforderung vorzuzeigen.

Währung

1 Euro = 100 Cents. Währungskürzel: €, EUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro, Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Euro, sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cents.

Devisenbestimmungen

Für Reisende innerhalb und von außerhalb der EU bestehen keine Beschränkungen für die Einfuhr oder Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen, aber es besteht Deklarationspflicht von Barmitteln ab einem Gegenwert von 10.000 € (auch Reiseschecks, anderen Währungen oder auf Dritte ausgestellte Schecks).

Kreditkarten

MasterCard, Visa, American Express und Diners Club werden in Hotels, in Autovermietungen und größeren Geschäften angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Werden fast überall angenommen und können in vielen Postämtern eingelöst werden.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-12.00 und 13.00-17.00 Uhr (nur einige Banken machen eine einstündige Mittagspause), z. T. auch Sa 09.00-12.00 Uhr.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei nach Slowenien eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak;
1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt über 22 % oder 2 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22 % oder Schaumwein;
4 l Tafelwein;
16 l Bier;
Geschenke/sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 € (Flug- und Seereisen) bzw. 300 € (Reisen mit der Bahn/dem Auto); Kinder unter 15 Jahren generell 150 €.

Verbotene Importe

Waffen aller Art. Für lebendes Geflügel, Fleisch und Fleischerzeugnisse besteht im Reiseverkehr ein generelles Einfuhrverbot aus Drittländern (ausgenommen aus den Färöer, Grönland, Island, Liechtenstein und der Schweiz).

Quellenangaben
  • Marco Polo - Slowenien, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2013-06, 2009-04
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Slowenien - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 09.02.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 09.02.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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