Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Portugal

Steckbrief

Portugal - Fakten

Ländername Portugiesische Republik (República Portuguesa)
Klima Atlantik- und Mittelmeerklima; Azoren: gemäßigtes Klima; Madeira: subtropisches Klima
Beste Reisezeit Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember
Lage Äußerster Westen des europäischen Kontinents und der Iberischen Halbinsel; Nord-Süd-Ausdehnung: 577 Kilometer, West-Ost: 286 Kilometer
Fläche 92.345 Quadratkilometer
Hauptstadt Lissabon (Lisboa), Stadtkern 547.631, mit Randzonen ("Grande Lisboa") 2,04 Millionen Einwohner
Bevölkerung 10,6 Millionen Einwohner, 115 Einwohner pro Quadratkilometer
Sprache Portugiesisch
Religion Römisch-Katholisch 94 %
Nationaltag 10. Juni Tag von Portugal, Camões (Todestag des Nationaldichters Luis de Camões 1580) und der Portugiesischen Gemeinschaften (Dia de Portugal, de Camões e das Comunidades Portuguesas)
Staats-/Regierungsform Parlamentarische Republik
Staatsoberhaupt Staatspräsident (Presidente da República) Prof. Marcelo Rebelo de Sousa seit 09.03.2016
Regierungschef Ministerpräsident (Primeiro-Ministro) António Costa (PS) seit 26.11.2015
Außenminister Minister für Auswärtige Angelegenheiten (Ministro dos Negócios Estrangeiros) Augusto Santos Silva (PS) seit 26.11.2015
Parlament Versammlung der Republik (Assembleia da República), eine Kammer, 230 Sitze; Wahlmodus: Verhältniswahl (d'Hondt), Berechnung jeweils gesondert in 22 Wahlbezirken. Aktuelle Zusammensetzung: PSD 89 Sitze, PS 85 Sitze, BE 19 Sitze, CDS-PP 18 Sitze, PCP 15 Sitze, PEV 2 Sitze, PAN 1 Sitz, 1 unabhängiger Abgeordneter (Ex-PS). Die letzten Parlamentswahlen fanden am 04.10.2015 statt. Parlamentspräsident: Eduardo Ferro Rodrigues (PS).
Währung Euro (EUR)
Zeitzone ME(S)Z-1 h (WE[S]Z)
Stromnetz 230 V/ 50 Hz
Reiseadapter Nicht notwendig
Kfz-Länderkennzeichen P
ISO-3166 PT, PRT
Internet-TLD .pt
Landesvorwahl +351
Reisepass & Visum Nicht notwendig
Geeignet für Kultur, Outdoor, Meer, Feiern

Geographie

Portugal bildet im Südwesten der Iberischen Halbinsel einen rund 150 km breiten und ca. 550 km langen Streifen entlang der Atlantikküste, der überwiegend aus Hügelland besteht. Die Flüsse Douro und Tejo gliedern das Land in einen Nord-, Mittel- und Südteil. Die Sierra da Estrêla erhebt sich bis auf knapp 2000 m. Landwirtschaftlich genutzt werden die Küstenebene und das südwestliche Tiefland des Ribatejo.

Politik und Bevölkerung

Oberhaupt der parlamentarischen Republik Portugal ist ein auf fünf Jahre gewählter Staatspräsident, der den Premierminister und dessen Kabinett ernennt. Die Regierung ist dem Staatspräsidenten und dem alle vier Jahre gewählten Einkammerparlament verantwortlich. Die Portugiesen sind ein ethnisch recht einheitliches Volk. Zwei Drittel aller Portugiesen leben auf dem Land, rund 10 % in den Städten Porto und Lissabon. Etwa 90 % der Portugiesen bekennen sich zum Katholizismus, daneben gibt es protestantische, muslimische und jüdische Minderheiten.

Geschichte

Vom 8. bis zum 13. Jh. herrschten die muslimischen Mauren. Heinrich der Seefahrer begründete im 14. Jh. die portugiesische Entdeckertradition, Afrika wurde umsegelt und der Seeweg nach Indien gefunden. Die Portugiesen beuteten über Jahrhunderte ihre afrikanischen und asiatischen Kolonien aus. 1926 leitete ein Militärputsch eine faschistische Diktatur ein, die schließlich durch die Nelkenrevolution (1974) gestürzt wurde.

Portugal - Geschichte

3. Jh. v. Chr.–5. Jh. n. Chr. Herrschaft der Römer
8.–13. Jh. Teile Portugals in maurischer Hand; Afonso Henriques wird König (1139); Rückeroberung von Lissabon (1147) und Faro (1249)
1385 Schlacht von Aljubarrota und Begründung der neuen Herrscherdynastie Avis
ab 1415 Entdeckungsfahrten und Aufstieg Portugals zur bedeutenden See- und Kolonialmacht
1495–1521 „Goldenes Zeitalter“, Entdeckung des Seewegs nach Indien durch Vasco da Gama
1580–1640 Spanische Herrschaft
1910 Sturz von Portugals letztem König Manuel II., Ausrufung der Republik
1917 Marienerscheinungen in Fátima
1928–1974 Salazar-Diktatur
1974 Nelkenrevolution und Ende der Militärherrschaft
1986 Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft
1998 Weltausstellung in Lissabon
2006 Der Konservative Aníbal Cavaco Silva wird Staatspräsident; Wiederwahl 2011
2009 Sieg der Sozialisten bei den Parlamentswahlen
2010 Besuch von Papst Benedikt XVI. in Lissabon und Fátima
2011 Portugal steckt verheerend tief in der Finanz- und Wirtschaftskrise und muss ein internationales Rettungspaket beantragen; politische Querelen; Regierungschef José Socrates tritt zurück
2012 Guimarães ist Kulturhauptstadt Europas
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Campo dos Mártires da Pátria 38 | Tel. 218810210 | www.lissabon.diplo.de. Es gibt außerdem Honorarkonsulate in Faro und Porto.

Österreichische Botschaft

Avenida Infante Santo 43 | Tel. 213943900 | www.embaixadadaaustria.pt. Zusätzlich befinden sich Honorarkonsulate in Albufeira und Porto.

Schweizerische Botschaft

Travessa do Jardim 17 | Tel. 213944090 | www.eda.admin.ch/lisbon

Notruf

Der allgemeine Notruf Polizei, Notarzt, Feuerwehr (Tel. 112)

Internet

www.visitportugal.com: das offizielle Tourismusportal des Fremdenverkehrsamtes; www.portugallierforum.de: Hier trifft sich die Portugalcommunity, das ideale Forum zum Austausch; www.cp.pt: Homepage der portugiesischen Bahn mit Angaben zu Fahrplänen und Preisen; www.portugalforum.org: Informationsbörse mit vielfältigen Themen; www.pousadas.pt: Website der Hotelkette der pousadas, die auch auf Deutsch abgerufen werden kann. www.rede-expressos.pt: Hier wurde der Plan des potugiesischen Busnetzes hochgeladen; www.roteiro-campista.pt gibt eine gute Übersicht über portugiesische Campingplätze (auch auf Englisch); auf www.solaresdeportugal.pt finden sich Landhausunterkünfte; www.viniportugal.pt: Site mit ausführlichen Infos zu portugiesischen Weinen. www.visitalgarve.pt: Informationen zur Algarve (auf Englisch); alternativ geben die deutschsprachigen Sites www.algarve-magazin.com und www.algarve-portugal.de gute Überblicke. Homepages über bestimmte Städte und Regionen: www.visitlisboa.com (Lissabon), www.portoturismo.pt (Porto), www.visitalentejo.pt (Alentejo), www.visitcentro.com (Portugals Zentralregion).

Internetzugang & WLAN

In Portugal gibt es viele kostenlose, öffentliche Internet-Terminals. Sie heißen Espaço Internet (www.espacosinternet.pt) oder sind in den Vertretungen des Instituto Português da Juventude zu finden. Je nach Ort kann man 15, 30 oder 60 Minuten lang surfen. Manchmal muss man sich registrieren lassen und dazu Pass/Personalausweis vorlegen. WLAN heißt in Portugal wi-fi, ein Hotspot wird als zona wireless bezeichnet. Auch in manchen Hotels ist der Service mittlerweile kostenlos. Außerdem findet man in einigen Einkaufszentren, Raststätten und Restaurants Hotspots.

Post

Briefmarken (selos) bekommen Sie in Postämtern (correios) und Geschäften mit dem Zeichen „CTT Selos“. Post in die Heimat braucht ca. vier bis fünf Werktage; Porto bei Redaktionsschluss 68 Cent.

Telefon & Handy

Bei Auslandsgesprächen wählt man 00, dann die Landeskennzahl (Deutschland 49, Österreich 43, Schweiz 41), die Ortsvorwahl ohne 0 und die Teilnehmernummer. Die Vorwahl nach Portugal ist 00351, danach die komplette Rufnummer wählen. Innerhalb des Landes gibt es keine Vorwahlen. Telefonzellen funktionieren mit Münzen oder Telefonkarten, die man in eigens ausgewiesenen Geschäften bekommt. Ihr Handy können Sie problemlos benutzen. Es wählt automatisch den jeweils frequenzstärksten Netzbetreiber: Vodafone, Optimus oder TMN. Diese Gesellschaften bieten auch Prepaidkarten an, die in den jeweiligen Läden der Betreiber erhältlich sind. Die Karten selbst sind entweder gratis (plus obligatorische Mindestaufladung) oder kosten einen kleinen Betrag, der als Gesprächsguthaben verrechnet wird.

Medien

In guten Hotels sind über Satellit oft deutsche Fernsehprogramme zu empfangen. In touristisch stark frequentierten Zielen wie Lissabon und der Algarve sind tagesaktuelle deutschsprachige Zeitungen erhältlich. Große portugiesische Zeitungen sind „Público“ (www.publico.pt) und „Jornal de Notícias“ (www.jn.pt). Auf Deutsch erscheint das Magazin „Entdecken Sie Algarve“ (www.entdecken-sie-algarve.de).

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Feste & Veranstaltungen

Februar

Karneval: Die närrischen Tage werden u. a. in Loulé, Nazaré, Setúbal und Torres Vedras gefeiert.

März

Das Schokoladenfestival von Óbidos dauert etwa zwei Wochen (mitunter bis Anfang April) und lockt Besucher mit Schokoladenskulpturen, Kostproben und reichlich Unterhaltung in den mittelalterlichen Ort. Für jüngere Besucher gibt es das Kinder-Schokoladenhaus. www.festivalchocolate.cm-obidos.pt

März/April

Die Karwoche (Semana Santa) wird mit besonderer Inbrunst in Braga begangen. Die Prozessionen führen durch festlich geschmückte Straßen. In der Kathedrale sowie in weiteren Kirchen finden über die Stadt verteilt Kammer- und Orgelkonzerte statt. www.semanasantabraga.com

Ende April/Anfang Mai

Estoril im Tennisfieber: Hier werden die alljährlich stattfindenden Estoril Open ausgetragen. www.estorilopen.net

Mai

Queima das Fitas in Coimbra, ein unumstößlicher Termin in der Studentenszene, bei dem die Examinierten zum Studienabschluss die bunten Bänder ihrer Fakultäten verbrennen. Die Zeremonie markiert den Auftakt zum großen Festumzug Cortejo dos Grelados, bei dem geschmückte Wagen durch die Straßen rollen. Weitere Höhepunkte bei der Queima das Fitas: die musikalischen Nächte im Park (Noites do Parque). www.queimadasfitas.org

Motorradrennen um den Großen Preis von Portugal in Estoril, das Event der Motorradszene; genaue Termine (in der Vergangenheit auch erst im Oktober!) finden sich auf dem Kalender von www.motogp.com.

Internationales Springreitturnier, das in Lissabon stattfindet.

Juni

In diesem Sommermonat gibt es die meisten Stadtfeste in Lissabon, u. a. zu Ehren des Schutzpatrons Antonius (Gedenktag 13. Juni); mit Konzerten, Straßenpartys, Fado-Darbietungen und zahlreichen Ausstellungen.

Patronatsfest (23./24. Juni) in Porto

Musik- und Tanzfestival in Sintra, welches bis etwa Anfang Juli andauert. www.festivaldesintra.pt

Juli

Festival der klassischen Musik in Évora. www.festivalevoraclassica.org

In Cascais Internationales Festival der Lusitano-Pferde

Musikwochen von Estoril, bei denen bis August auch junge Klassiktalente auftreten. www.estorilfestival.net

Musik- und Kunstfestival Optimus Alive in Algés. www.optimusalive.com

In Aveiro Haff-Fest (Festa da Ria) mit Regata dos Moliceiros, einer Regatta der traditionellen Tangfischerboote

August

Zu Monatsbeginn werden die Festas Gualterianas in Guimarães mit Feuerwerk und Volksmusik begangen.

FolkFaro: in Faro stattfindendes Folklorefest. www.folkfaro.com

Festival de Marisco: großes Meeresfrüchtefest im Algarvestädtchen Olhão. www.festivaldomarisco.com

Gegen Monatsende Dias Medievais in Castro Marim: Mittelaltertage mit Gauklern, Rittern und Kunsthandwerkern

September

Blumenfest in Campo Maior; zu diesem Anlass ist der ganze Ort festlich geschmückt (Dauer: in etwa eine Woche; mitunter Ende August beginnend).

November

In Golegã steht der große, meist zehntägige Pferdemarkt, der Feira Nacional do Cavalo auf dem Veranstaltungskalender. www.horsefairlusitano.org

Jazzfestival in Guimarães

Nationale Feiertage

März/April Karfreitag
25. April Jahrestag der Revolution von 1974
Mai/Juni Fronleichnam
10. Juni Nationalfeiertag
15. August, 5. Oktober Proklamation der Republik
1. November, 1. Dezember Gedenktag der Befreiung von Spanien
8. Dezember Mariä Empfängnis
Mobilität vor Ort

Auto

Tempolimits: 50 km/h in Ortschaften, 90 km/h auf Landstraßen, 120 km/h auf Autobahnen. Die Alkoholgrenze liegt bei 0,5 Promille. Die Handynutzung am Steuer ohne Freisprechanlage wird mit hohen Bußgeldern geahndet. Privates Abschleppen ist in Portugal verboten – es muss immer ein Abschleppdienst beauftragt werden. In den Innenstädten sind viele Parkplätze gebührenpflichtig (achten Sie auf Parkscheinautomaten); Schilder weisen auf Anwohner- und reservierte Parkplätze hin. Die ständig aktualisierten Benzinpreise – mit Verweisen auf die landesweit preiswertesten und teuersten Tankstellen – können Sie im Internet auf der Website www.maisgasolina.com abrufen.

Zu einem komplizierten Fall ist die elektronische Maut geworden. Auf einigen Autobahnabschnitten gibt es keine Kassierhäuschen, sondern die Fahrzeuge werden beim Passieren der Mautportale am Anfang des jeweiligen Streckenabschnitts registriert. Bei der Auffahrt findet sich der Hinweis „Electronic toll only“. Für diese Strecken benötigt man eine Mautbox, die man an Autobahntankstellen bzw. Postämtern mieten oder kaufen kann (Kaution und Mindestaufladung erforderlich); fragen Sie bei Ihrem Leihwagenanbieter zur Sicherheit nach, ob und wie damit alles geregelt ist. Auf der Internetsite der portugiesischen Tourismusbehörde www.visitportugal.com finden sich unter dem Stichwort „Elektronische Maut“ detaillierte Hinweise.

Öffentliche Verkehrsmittel

Bus- und Bahnrouten sind zwar gut ausgebaut, aber abgelegene Strände erreicht man damit nicht. Es gibt Schnellzugstrecken, z. B. Lissabon–Porto (ca. drei Stunden), Lissabon–Faro (ebenfalls drei Stunden) und Lissabon–Coimbra. Fahrpläne und Preisabfragen unter www.cp.pt. Das Busnetz ist gut; die örtlichen Stationen sind mit Terminal Rodoviário ausgewiesen. Die Busse von „Rede Expressos“ bringen Sie in dreieinhalb Stunden von Lissabon nach Porto, auch kleinere Städte wie Nazaré und Fátima werden häufig angefahren. Das Portal www.rede-expressos.pt ist übersichtlich und auch auf Englisch abrufbar. In Porto und Lissabon bewegt man sich rasch und preiswert in Metro (www.metrodoporto.pt bzw. www.metrolisboa.pt) und Stadtbussen fort; zudem ist dort das Straßenbahnnetz gut ausgebaut. Vereinzelt verkehren Fähren, u. a. an der Costa Azul zwischen Setúbal und Tróia. Taxifahren ist in Portugal deutlich preiswerter als in Mitteleuropa.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Die Auswahl reicht von Sardinen (sardinhas) und Schwertfisch (peixe-espada) über Seezunge (linguado) bis hin zu Goldbrasse (dourada). Manche Restaurants bieten auch eine gemischte Fischgrillplatte oder einen Fischeintopf (caldeirada) an. Die Kilopreise in der Speisekarte zeigen auf, dass die Schätze des Meeres, von denen der eingesalzene Stockfisch (bacalhau) am beliebtesten ist, gelegentlich auch nach Gewicht berechnet werden. Nicht alles stammt jedoch fangfrisch aus dem Atlantik, sondern wird – vor allem im Fall von Kabeljau – tiefgekühlt angeliefert.

Aber natürlich lässt sich in Portugal auch der Fleischhunger stillen, z. B. mit einem Steak (bife) in einem Grillrestaurant. Im Alentejo ist Schweinefleisch besonders populär. Die Koteletts (costeletas) werden gern in Weißwein oder Orangensaft mariniert. Bodenständige Hausmannskost kommt in Form von diversen Eintöpfen auf den Tisch, in die ebenso Schweine- und Rindfleisch wandern wie Huhn, Gemüse und rote Bohnen. Als Vorspeise isst man oft Fisch- oder Gemüsesuppe. Bevorzugt verwendete Gemüse sind Brokkoli, (Grün-)Kohl, Erbsen und Steckrüben (grelos). Als Beilagen kommen Kartoffeln oder Reis auf den Tisch. Wer viel Wert auf Vitamine legt, ist mitunter gut beraten, separat einen gemischten Salat (ensalada mista) zu bestellen.

Zuckersüß wird es bei den meisten Nachtischen wie Milchreis (arroz doce). Außerdem rühmt man sich der über 200 Gebäck- und Kuchenarten – die Auslagen in den Patisserien sind wirklich verführerisch.

Portugiesen nehmen sich, wie fast alle Südländer, reichlich Zeit zum Essen. Das Frühstück (pequeno almoço) spielt allerdings eine eher zweitrangige Rolle. Ausgiebig widmen sie sich zwischen 12.30 und 14/14.30 Uhr hingegen dem Mittagessen (almoço) und zwischen 19.30 und 22/22.30 Uhr dem Abendessen (jantar).

Zu den Hauptmahlzeiten darf ein ordentlicher Wein nicht fehlen – und das kann im Restaurant durchaus ein einfacher Hauswein (vinho da casa) sein. Portugal, das als Weinerzeugerland weltweit zu den Top Ten gehört, verfügt darüber hinaus natürlich über ein großes Angebot an guten Tropfen. Das beginnt beim Portwein, der mit seinen verschiedenen Varianten vom Aperitif bis hin zum Dessertwein ein ganzes Menü begleiten kann. Seine Geschmacksnoten entfalten sich dabei ganz unterschiedlich: Ein 20 Jahre alter Tawny schmeckt nach Vanille und besitzt eine mandelig-nussige Note, ein jüngerer Portwein verfügt hingegen über ein Kaffee- und Schokoladenaroma.

Zum Fisch passen am besten gehaltvolle Weißweine aus den Anbaugebieten Beiras und Trás-os-Montes, zu dunklem Fleisch empfehlen sich Rotweine aus der Estremadura und von der Península de Setúbal. Zu Salaten oder weiteren Fischgerichten wird gern ein vinho verde aus dem Norden getrunken. Dank seines durchschnittlichen Alkoholgehalts von nur neun bis elf Prozent ist er ein eher leichter Begleiter zum Essen. Das einzig Schwere ist die Übersetzung seines Namens. Wörtlich handelt es sich beim vinho verde um „grünen Wein“, der, alterstechnisch gesehen, noch „grün hinter den Ohren“ ist. Es handelt sich also um einen jungen, erfrischenden Wein. Heimat der perlenden Tropfen, die übrigens sowohl weiß als auch rot sein können, ist die Minho-Gegend.

Die Vielzahl der Rebsorten macht Portugal zu einem reichen Weinland; jeder Qualitätswein trägt eine geschützte Herkunftsbezeichnung (denominação de origem) auf dem Etikett. Und auch der portugiesische Schaumwein (vinho espumoso) ist erstklassig. Im Übrigen gibt es in Portugal nicht nur Wein – die Marke Sagres dürfte allen Biertrinkern ein Begriff sein. Darüber hinaus schwören Portugiesen auf Mineralwasser aus heimischen Quellen, so wie etwa das relativ bekannte Pedras Salgadas.

Zu jeder Tageszeit lieben Portugiesen ihren Kaffee, meist trinken sie einen kleinen schwarzen, die sogenannte bica. Milchkaffee (café com leite oder galão) wird häufig im Glas serviert.

Die portugiesische Höflichkeit verlangt, sich im Restaurant vom Kellner einen Platz zuweisen zu lassen. Fragen Sie bei dieser Gelegenheit auch gleich nach der Empfehlung des Küchenchefs, der sogenannten sugestão do chefe, die manchmal auch im oder vor dem Lokal aushängt. Gleiches gilt für das preisgünstige Tagesgericht (prato do dia). In vielen Restaurants werden auch halbe Portionen (meia dose) angeboten. Oft stehen Brot, Butter, Käse und Oliven auf dem Tisch: Diese werden allerdings gesondert berechnet! Die Butter kann gesalzen (manteiga com sal) oder ungesalzen (sem sal) sein.

Wollen Sie einfach und unverfälscht wie die Einheimischen essen, sollten Sie sich danach richten, wie gut ein Lokal besucht ist – auch wenn es auf den ersten Blick wenig einladend aussehen mag. Viele Restaurants haben einmal wöchentlich Ruhetag, oft sonntags. Einen Hinweis darauf finden Sie in diesem Reiseführer bei den Restaurantempfehlungen. Abschließend noch ein kurzes Wort zum Preisniveau: Im ländlichen Norden ist ein Essen im Restaurant deutlich günstiger als an der Algarve.

Trinkgeld

Im Restaurant sind fünf bis zehn Prozent des Rechnungsbetrags üblich, je nachdem, wie zufrieden Sie waren. Im Hotel freuen sich Zimmermädchen und Gepäckträger über ein kleines Trinkgeld.

Einkaufen und Shoppen

In Portugal hält sich eine ganze Reihe an kleinen Geschäften über Wasser und trotzt mit persönlichem Service und guten Preisen den austauschbaren Einkaufszentren. Im Zeitalter von Ramsch und Imitaten ist es außerdem wohltuend, wie sehr man in Portugal Wert auf Handwerkskunst legt und diese auch pflegt. Gute Beispiele hierfür sind Keramik- und Klöppelspitzenarbeiten.

Die Suche nach Angeboten führt Schnäppchenjäger und Souvernirsammler deshalb auf Wochenmärkte, auf denen man über lebendige Hühner und Enten hinaus einem landesweit verbreiteten Tier begegnet: dem Hahn von Barcelos. Das Motiv ist auf Küchentüchern, Decken, Schürzen und Keramik zu finden – hübschen, typischen Mitbringseln für zu Hause. Es erinnert an einen unschuldig zum Tod verurteilten Jakobspilger, dem in Barcelos einst ein Hahnenkrähen zur Freiheit verhalf.

Die Shoppingcenter sind durchgehend geöffnet (Mo–Sa 9/10–22 Uhr); manche schließen sogar erst um Mitternacht. In normalen Geschäften kann man wochentags meist von 9 oder 10 bis 19 Uhr einkaufen, zum Teil unterbrochen von einer Mittagspause (13–15 Uhr) und samstags von 9 oder 10 bis 13 Uhr.

Kunsthandwerk & Design

Portugals Kunsthandwerk nimmt bei Touristen wie bei Einheimischen gleichermaßen einen hohen Stellenwert ein. Butterdosen und Kerzenhalter, Teller und Schüsseln – allein die reiche Auswahl an Keramik verführt zum Kauf. Eher auf den Geschmack der Reisenden abgestimmt sind farbige Masken und Seepferdchen für die Wand. Dekorativ wie nützlich sind Azulejos, die manche Manufakturen nach jahrhundertealter Tradition produzieren. Weit davon entfernt, Massenware made in China zu sein, sind auch die Klöppelspitzenarbeiten, die seit dem 17. Jh. in Nazaré und Peniche hergestellt werden. Auch die gewebten Wandteppiche aus Portalegre, deren Muster und Motive meist auf exklusiven Vorlagen von zeitgenössischen Malern basieren, entstehen in Handarbeit. Die dort gepflegte Tradition des Teppichwebens wurde Mitte des 20. Jhs. wiederbelebt, während die handbestickten Wollteppiche aus Arraiolos auf das 16. Jh. zurückgehen. Äußerst preiswert sind die einfachen, aber fantasievoll gestalteten Flickenteppiche. Leichter im Gepäck verstauen lassen sich dagegen Korkarbeiten (z. B. Handtaschen oder Untersetzer).

Markt & Flohmarkt

Portugiesen lieben ihre Märkte. Das gilt nicht nur für die Wochenmarkthallen, in denen man sich mit Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Käse, Würsten und fangfrischem Meeresgetier eindecken kann. Populär sind auch die mancherorts einmal in der Woche stattfindenden Feiras, Märkte mit buntem Standgewimmel und so manchem Wühltisch. Die Auswahl reicht von Haushalts- bis hin zu Käse- und Wurstwaren. Doch auch Dinge wie Holzschnitzarbeiten oder Handtaschen können hier erworben werden. Eine der beliebtesten und bekanntesten Feiras findet jeden Donnerstag in Barcelos statt.

Das ganze Jahr über geschäftig zu geht es in den Läden des Algarvestädtchens Vila Real de Santo António. Aufgrund seiner Nähe zur Grenze decken sich dort vor allem Spanier mit preisgünstigen Hand- und Küchentüchern, Schürzen und Bademänteln ein, die es in nahezu inflationärer Auswahl gibt.

Musik & Video

Schöne musikalische Erinnerungen sind Fado-CDs, ob alte Aufnahmen der legendären Amália Rodrigues oder aktuelle Titel von Mariza oder Cristina Branco. Gut sortierte CD-Abteilungen haben Kaufhausketten wie FNAC und El Corte Inglés.

Tabak, Wein & Spirituosen

Flüssige Mitbringsel sind Kirschlikör (ginjinha), Schnaps aus Feigen (aguardente de figo) und den Früchten des Erdbeerbaums (medronho). In den Kellereien von Vila Nova de Gaia bringen Kostproben auf den Geschmack, die Shops sind bestens ausstaffiert. Auch in anderen Gebieten, wie am Minho, kann man direkt vom Winzer kaufen. Oft zeichnen sich kleine Läden durch gute Preise aus. Flugreisende sollten daran denken, die flüssigen Souvenirs statt im Handgepäck bruchsicher im Koffer zu verstauen – sonst bleiben sie in Portugal.

FKK

Das Oben-ohne-Sonnen und Baden ist überall verbreitet; die offziellen Nacktbadestrände sind als praia naturista ausgewiesen.

Fotografieren

In manchen Museen und Kirchen sind Aufnahmen strikt verboten, mitunter darf man aber ohne Blitz fotografieren. Die Preise für Fotomaterial (z. B. Speicherkarten, Batterien) sind ähnlich wie in Deutschland, Abzüge meist teurer. Denken Sie bei Bootstouren an einen Plastikschutz für Ihre Kamera.

Spezialitäten

açorda de marisco Brotbrei mit Meeresfrüchten
amêijoas Herzmuscheln, Venusmuscheln
arroz de marisco Reis mit Meeresfrüchten; je nach Region gibt es verschiedene Varianten, im Norden z. B. arroz de lampreia (Reis mit Neunauge)
bacalhau Stockfisch, meist gebraten oder geschmort (bacalhau assado)
bolinhos de bacalhau Stockfischkroketten, vermengt mit pürierten Kartoffeln, Zwiebeln und Kräutern
cabrito assado gebratenes Zicklein
caldeirada Eintopf aus verschiedenen Fischen
caldo verde Grünkohlsuppe mit Kartoffeln, Räucherwurst (chouriço) und Knoblauch
carne de porco à Alentejana Schweinefleisch mit Venusmuscheln
cataplana Eintopf aus Fleisch, Meeresfrüchten, Zwiebeln, Paprika und Kartoffeln; der Name leitet sich von der Deckelpfanne (cataplana) aus Kupfer ab, in der das Gericht zubereitet wird
cozido à portuguesa Fleischeintopf (Rind, Schwein, Huhn, Würste) mit Kartoffeln, Möhren, Grün- und Weißkohl
frango na púcara Huhn aus dem Schmortopf
ginjinha Kirschlikör, der wahlweise mit oder ohne Obsteinlage serviert wird; es gibt auch eine Variante mit Schokoladengeschmack.
leitão Spanferkel; für die Füllung nimmt man u. a. gern Leber, rohen Schinken und Oliven.
lulas recheadas gefüllte Tintenfische
mexilhões Miesmuscheln
moscatel de Setúbal Süßwein von der Halbinsel Setúbal mit knapp 20 Prozent Alkohol
queijo da Serra Schafskäse aus der Serra da Estrela
sopa da pedra Eintopf mit Bohnen, Gemüse, Wurst- und Fleischeinlage
sopa de peixe Fischsuppe
Stichworte

Azulejos

Die berühmten Kacheln bringen Farbe ins Leben. Ob in Form geometrischer Muster, als Großmosaike mit historischen und volkstümlichen Szenen oder Heiligenbildern: Man findet sie an Kirchen und Hausfassaden, in Innenhöfen und auf Treppen, selbst in Lissabonner Metrostationen und im Bahnhof São Bento in Porto. Die auf die Mauren zurückgehenden Azulejos dienen nicht nur der Zier und versehen die Architektur mit spielerischen Elementen, sondern schützen obendrein die Baustruktur. Sie sind wetterbeständig, dämpfen Lärm und halten Hitze ab. Auch als Werbetafeln für Geschäfte und Restaurants halten sie her – und sind für Reisende bunte Begleiter durch das ganze Land.

Dichter und Denker

Portugals literarische Aushängeschilder sind Luís de Camões und Fernando Pessoa. Camões (um 1524–1580) verfasste mit dem Epos „Os Lusíadas“ einen Lobgesang auf die Entdeckungsfahrten der Portugiesen. Pessoa (1888–1935) publizierte zu Lebzeiten nur ein einziges Buch auf Portugiesisch. Der wahre Ruhm wurde dem Lyriker, der sich als Handelskorrespondent über Wasser hielt, erst posthum zuteil. Sein Nachlass umfasst über 27 000 dichterische Fragmente, „Das Buch der Unruhe“ und „Die Rückkehr der Götter“ zählen zu seinen bekanntesten Werken. Beide Literaten sind vielerorts zugegen: In Lissabons Bairro Alto sitzt z. B. ein bronzener Pessoa vor dem Café A Brasileira, einen Steinwurf entfernt ruht Camões gedankenversunken auf einem Denkmal. Neuere Akzente setzte José Saramago (1922–2010; „Das Memorial“, „Die Stadt der Blinden“), der 1998 den Literaturnobelpreis erhielt. In seinen Werken ging der aus dem Alentejo stammende Autor häufig kritisch mit seiner Heimat ins Gericht. Profilierte zeitgenössische Romanautoren sind auch Lídia Jorge („Milene“) und António Lobo Antunes („Das Handbuch der Inquisitoren“), Träger der wichtigsten nationalen Literaturauszeichnung Prémio Camões. Außerdem haben neue literarische Stimmen wie Clara Pinto Correia („Stumme Boten“), José Riço Direitinho („Das Haus am Rande des Dorfes“) und Gonçalo M. Tavares („Wasser, Hund, Pferd, Kopf“) international von sich reden gemacht.

Entdecker und Eroberer

Der Aufstieg Portugals zur See- und Weltmacht wurde von Prinz Heinrich dem Seefahrer (1394–1460) vorangetrieben, der Expeditionen ausrüstete und dem es gelang, die Kenntnisse aus Schifffahrtskunde, Mathematik, Kartografie und Astronomie immer stärker zu verzahnen. Nach der Entdeckung Madeiras (1419) und der Azoren (1427) gelangte Gil Eanes, an den in seiner Heimatstadt Lagos ein Monument erinnert, bei einer Atlantikexpedition 1434 in Nordwestafrika hinter das Kap Bojador. Mit den Geschäftsbeziehungen zum „Schwarzen Kontinent“ setzte leider auch der Sklavenhandel ein.

1487/88 glückte Bartolomeu Dias die Umseglung des Kaps der Guten Hoffnung, und unter König Manuel I. stach ein Jahrzehnt später Vasco da Gama in See. „An einem Sonnabend, am 8. Juli 1497, verließen wir Rastello“, notierte einer seiner Begleiter und wurde später zum Zeugen der viel umjubelten Entdeckung des Seewegs nach Indien. Zwei Jahre dauerte das Unterfangen, das den Beginn des lukrativen Gewürz- und Seidenhandels einläutete. Im Jahr 1500 kam Pedro Álvares Cabral im Atlantik wahrscheinlich durch einen heftigen Sturm vom Kurs ab und erreichte einen exotischen Küstenstreifen, den er zur Sicherheit für Portugal in Besitz nahm. Er nannte ihn Vera Cruz. Dass dahinter ein ganzes Land lag, welches als Brasilien unter Portugals Kolonialherrschaft geraten sollte, vermochte er jedoch nicht vorauszusehen. Heute thront Álvares Cabral in seinem Geburtsort Belmonte auf einem Denkmal.

Fado

Feeling, Sehnsucht, Herz- und Weltschmerz – der Fado, im beginnenden 19. Jh. in den Armenvierteln Lissabons geboren und anfangs nur in Spelunken und Gassen zu hören, ist Portugals Blues und längst salonfähig geworden. In den Fado, eigentlich mit „Schicksal“ zu übersetzen, sind maurische, afrikanische und brasilianische Elemente eingeflossen. Bekannte Interpreten wie Hermínia Silva (1907–93) und Amália Rodrigues (1920–99) werden wie Heilige verehrt. In der Reihe der neueren Sänger stehen Mariza, Cristina Branco, Telmo Pires, Ana Moura sowie Mísia, die einmal gesagt hat, Fadosingen sei so kräfteraubend wie Sex. Ob das stimmt? Auf alle Fälle kommt der Gesang gefühl- und kraftvoll daher und wird von mindestens zwei Gitarren begleitet. Dabei unterliegt die Musik jedoch keinen festgefahrenen Strukturen, sondern entwickelt sich ständig weiter und kann sich sogar jazzig anhören. Männer und Frauen agieren gleichberechtigt als fadistas. Nur in der Studentenstadt Coimbra kommt das starke Geschlecht stärker zum Zug, was wiederum das weibliche Publikum freut – denn die Damen sind meist das Thema der Balladen.

Fauna

In Küstengewässern wie der Costa Azul und der westlichen Algarve kommen die bis zu 3,6 m langen Großen Tümmler und die etwas kleineren Gemeinen Delphine vor. Mitunter tauchen sogar Orcas und andere Walarten auf. Doch die hier für Touristen angebotenen Dolphin-Watching-Trips sind eher bedenklich und stören die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum. Weniger spektakulär ist die Tierwelt an Land, wo Pardelluchs, Fischotter und Perleidechse zu den seltenen Arten zählen. Weiter verbreitet sind hingegen Wildschweine, Dachse und Füchse. Die Vogelwelt zeichnet sich durch eine außerordentliche Vielfalt aus. Weißstörche, deren Nester häufig auf Leitungsmasten und Kirchen zu sehen sind, finden in Feuchtgebieten einen ebenso reich gedeckten Tisch wie Seidenreiher, Graureiher und Stelzenläufer, die man an ihren rosafarbenen Beinen erkennt. Auch Fischadler und Mönchsgeier erheben hier ihre Schwingen. Etwas kleiner sind die Wanderfalken und die zur Familie der Kormorane zählenden Krähenscharben. In Deltagebieten wie dem des Sado tauchen außerdem regelmäßig rosa Flamingos auf.

Flora

Mimosen, Zistrosen, Mittagsblumen, Schopflavendel – Botanikern geht in Portugal das Herz auf. Orangenhaine setzen exotische Noten. Sie werden ebenso wirtschaftlich genutzt wie Mandelbäume, Korkeichen und Eukalyptus (Papierindustrie). Die Eukalyptusmonokulturen sind Naturschützern ein Dorn im Auge, denn die rasch wachsenden Bäume laugen den Boden übermäßig stark aus. Aus den Früchten der an der Algarve häufig vorkommenden Erdbeerbäume wird ein Schnaps gewonnen, der medronho. Typisch für die Vegetation sind außerdem Schirmpinien mit ihren weit ausladenden Kronen, Palmen, Steineichen, Agaven, Johannisbrotbäume, Heidekrautgewächse und Stechginster.

Fußball

Die ewige Stadtrivalität zwischen Lissabon und Porto – im Nationalsport Nummer eins, dem Fußball, zeigt sie sich ganz deutlich. In der Hauptstadt sind die Traditionsclubs Benfica und Sporting zu Hause, in der Portweinmetropole Boavista und der FC Porto. Mit über 200 000 Mitgliedern nennt sich Benfica Lissabon auf seiner Homepage „der größte Club der Welt“, im Hinblick auf die Zeiten des größten Ruhms muss man allerdings in die Sechzigerjahre zurückblicken. Historisches Fußballjahr für die Vereine war 2011, als sich mit Benfica, Braga und dem FC Porto gleich drei Vereine für das Halbfinale der Europa League qualifizierten; Cupsieger war am Ende Porto.

Obgleich Portugals Nationalteam bis heute der ganz große Wurf versagt geblieben ist, zählen zwei portugiesische Spieler zu den Exportschlagern des Landes und haben international für Furore gesorgt: Starstürmer Cristiano Ronaldo und Trainer José Mourinho. Um den Nachwuchs zu fördern, gibt es in Portugal viele Straßenfußballprojekte.

Glaube und Wallfahrten

Portugal ist ein traditionell christliches Land mit einem hohen Anteil an Katholiken, was nicht bedeutet, dass jeder den Glauben aktiv praktiziert. Hinzu kommen protestantische, muslimische und jüdische Gemeinschaften, die jedoch die Minderheit ausmachen. Die gelebte Religion nimmt vor allem bei bunten Volksfesten Gestalt an. Die lokale Heiligenverehrung geht hier mit Tanz, Musik und kulinarischen Genüssen einher. Wichtigstes Wallfahrtsziel ist Fátima, wo am 13. Mai 1917 drei Kindern beim Schafehüten die Muttergottes in einer Steineiche erschienen sein soll. Sie ermahnte die drei der Legende nach zu inniglichen Gebeten und kündigte an, während der folgenden fünf Monate jeweils zur gleichen Zeit an dieselbe Stelle zu kommen. Ihre letzte Erscheinung am 13. Oktober endete mit dem Wunsch, ihr zu Ehren eine Kapelle zu errichten. So entstand Fátima, heute eines der wichtigsten Pilgerzentren Europas. In Portugal beschränken sich die Züge der Gläubigen jedoch nicht allein auf diesen Ort. Es gibt eine Reihe kleinerer Heiligtümer wie die Kirche Igreja do Cabo Espichel am gleichnamigen Kap, wo der Gottesmutter zu Ehren Kerzen aufgestellt werden. Bei Braga liegt das Bergsanktuarium Bom Jesus do Monte, das in barocker Pracht erstrahlt und zu dem ein Kreuzweg in Form einer zickzackförmigen Freitreppe aufsteigt.

Krisenzeiten

Es war eine schleichende Entwicklung bis zum (vorläufigen) Tiefpunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise 2011. Haushaltsdefizit, Exporteinbrüche, gewachsener Schuldenberg, höhere Arbeitslosigkeit, gestiegene Inflation – all das wirkte zusammen und brachte das schwer angeschlagene Portugal an den Rand des Knock-outs. Irland und Griechenland hatten es unrühmlich vorgemacht, nun wurde international zur Gewissheit, dass auch das kleine Land im Südwesten Europas die Last seines Schuldenbergs nicht mehr aus eigener Kraft und nur mit riesigen Sparpaketen würde stemmen können. Es folgte ein verzweifelter Hilferuf nach dem Finanztropf der EU, um den Staatsbankrott zu vermeiden. Im Raum standen Summen in der Größenordnung von 80 Mrd. Euro. Wie lange es dauern wird, bis Portugal wieder zur Tagesordnung übergehen kann, muss Spekulation bleiben.

Manuelinik

Namensgeber der Manuelinik, jenes für Portugal typischen dekorativen Stils der spätgotischen Architektur, war König Manuel I. (1469–1521). Seine Herrschaftszeit überschnitt sich mit dem Beginn der großen Entdeckungsreisen und somit dem Aufstieg Portugals zur Weltmacht. Nach ihrer Rückkehr aus fremden Ländern berichteten die Seefahrer von nie gesehener Flora und Fauna oder brachten Ansichtsexemplare mit. So kam es, dass sich zu den Einflüssen aus Flamboyant-, Mudejar- und Platereskenstil auch exotische Elemente gesellten. Warum nicht einmal, so fragten sich die Meister, fremde Pflanzen und Tiere in Stein abbilden? Daneben stellten sie oft Taue und Navigationsgeräte als Symbole der nautisch-maritimen Tradition dar. Musterbeispiele sind die Torre de Belém und das Mosteiro dos Jerónimos in Lissabon. Auf unverwechselbare Weise setzte die Manuelinik so den glorreichen Seefahrerzeiten ein Denkmal.

Saudade

„Ein Gefühl, das traurig unterhalb des Bewusstseins macht“ – so umriss es der Dichter Fernando Pessoa. Saudade („Sehnsucht“ oder auch „wehmütige Erinnerung“) steht von alters her für die typische Melancholie der Portugiesen. Allerdings entspricht die saudade nur zum Teil der Wirklichkeit, denn die Einheimischen können ebenso unbeschwert fröhlich sein.

Wein

Experimentierfreudige Winzer, mehr als 300 Rebsorten und über zwei Dutzend Gebiete mit geschützter Herkunftsbezeichnung, dazu der Akzent auf individuellen Noten und stete Steigerungen der Qualität: All dies hat Portugal weltweit zu einem angesehenen Weinland aufsteigen lassen – und der Reifeprozess ist längst nicht abgeschlossen. Weintrinker schätzen neben den vollmundigen Tropfen zwei große Besonderheiten: den Portwein und den vinho verde. Der Portwein ist ein Likörwein aus dem oberen Dourotal, wo die Reben möglichst nah am Boden gehalten werden. Da dieser mit Schiefer durchsetzt ist, speichert er die Wärme – und die Trauben reifen über Nacht weiter. Die Gärung wird schließlich durch die Zugabe von Branntwein gestoppt, dessen Anteil sich auf etwa ein Fünftel beläuft. Die bekanntesten Lagerstätten des Portweins befinden sich in Portos Vorstadt Vila Nova de Gaia und sind für Besucher zugänglich – Kostproben sind natürlich inklusive. Der aus dem Norden stammende vinho verde ist ein junger, leichter Wein, ideal für den Sommer und warme Temperaturen.

Bloss nicht!

Ungeduldig sein und drängeln

Portugals Mühlen mögen langsamer mahlen als die mitteleuropäischen, sind deshalb aber nicht weniger gründlich. Wer Auskunft erhalten oder einen sonstigen Service in Anspruch nehmen will, muss sich vielleicht etwas länger gedulden als gewohnt. Meist zeigen sich die Einheimischen jedoch äußerst hilfsbereit. Die Verbreitung von Hektik und Unruhe ist demnach ebenso unangebracht wie Vordrängelei. Allein die Schlangen vor Straßenbahn-Haltestellen in Lissabon bezeugen: Anstehen ist in diesem Land Kult!

Die Mittagsruhe stören

Die Mittagsrast zählt zu den heiligen Elementen südländischer Lebenskunst, die sich viele Portugiesen nicht nehmen lassen. Zwischen 12.30/13 Uhr und 14/14.30 Uhr gibt man sich den Freuden des Mittagessens und der Ruhepause hin. Das Geschäftsleben liegt während dieser Zeit brach, wichtige Belange können warten.

Mit Spanisch auftrumpfen wollen

Viele Portugiesen verstehen und sprechen durchaus Spanisch – ähnlich wie viele Niederländer Deutschkenntnisse besitzen –, aber im Land hört man die Sprache außerhalb der Grenzregionen eher ungern. Aufgrund ihrer Lust am Lärm und der stolzen Art sind die Landesnachbarn nicht besonders beliebt. Versuchen Sie es lieber mit Englisch!

Sich festfahren

Hoch hinaus geht es vielerorts zur Altstadt und zur Burg, doch auf einmal verengt sich die Fahrbahn ohne vorherige Ankündigung. Straßen werden zu handtuchschmalen Gassen, Kurven zu spitzen Kehren. Schilder, die plötzlich auf eine maximale Fahrzeugbreite von zwei Metern weisen, verlangen nach Augenmaß und treiben manchem Autofahrer den Schweiß auf die Stirn. Also besser das Fahrzeug im unteren Ortsteil abstellen und ein paar Minuten zu Fuß gehen!

Küsschen verwehren

Ist das Eis erst gebrochen und ein herzlicherer Kontakt zu den Portugiesen aufgebaut, sollten Sie sich nicht dem Zeremoniell der Wangenküsschen verschließen. Einmal rechts, einmal links. Das gilt für Begrüßung und Abschied zwischen Frau und Frau sowie Mann und Frau. Dabei kommen die Küsschen (beijinhos) eher leicht dahingehaucht daher. Devise: dem Gegenüber nicht fest die Lippen ins Gesicht drücken, nicht schmatzen!

Unfreundlich auftreten

In Portugal werden Sie manch mobilem Händler und auch Restaurantanwerber begegnen. Sie alle wollen Geschäfte machen. Ein freundliches Kopfschütteln oder não reicht fast immer aus, um zu verstehen zu geben, dass Sie nichts möchten. Energische Worte oder gar überhebliche Gesten sind hier jedoch fehl am Platz.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Naturkatastrophen

Vor allem in den Sommermonaten kommt es in Portugal aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen immer wieder zu Busch- und Waldbränden. Mit einer Beeinträchtigung der Infrastruktur auch in Tourismusgebieten muss in diesen Fällen gerechnet werden. Im Sommer und Herbst 2017 haben weitläufige Brände im Norden und im Zentrum des Landes zu erheblichen Schäden geführt und Menschenleben gefordert.
Reisende sollten bei Fahrten in bewaldeten Gebieten besonders vorsichtig sein und auf entsprechende Meldungen in den Medien sowie ggf. Hinweise der lokalen Behörden wie der Nationalen Zivilschutzbehörde achten. Eine Übersicht aktueller Brände bietet u.a. deren Webseite Fogos. Bei Sichtung von Bränden sollte der Notruf 112 gewählt werden.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalreisende werden in der Regel über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Kriminalität

Insbesondere in den größeren Touristenzentren ist Vorsicht vor Taschendiebstahl und Kleinkriminalität angebracht. Die Anzahl der Taschendiebstähle hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. In Lissabon sind hiervon traditionell die historischen Straßenbahnen besonders betroffen.

In den kleineren Touristenzentren kommt es auch zu Einbrüchen in Ferienwohnungen oder -häuser.

Reisende werden gebeten, Folgendes zu beachten:
Halten Sie Ihren Bargeldbestand klein. Zahlen Sie lieber mit Kreditkarte oder EC-Karte oder nehmen Sie Bankgebühren für Geldabhebungen in Kauf. Nehmen Sie beim (Tages-)Ausflug oder Gang an den Strand nur das für den Tag oder den Abend Benötigte mit.
Deponieren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtige Dokumente sicher (zum Beispiel im Hotel-Safe).

Bleiben Sie Menschenansammlungen möglichst fern und achten Sie an von Touristen besuchten Orten, Flughäfen, auch im Sicherheitsbereich, Bahnhöfen, U-Bahn, Bus etc. auf Ihre Wertsachen. Tragen Sie Wertsachen am Körper. Schließen Sie stets Ihr Fahrzeug ab und lassen Sie keine offen sichtbaren (Wert-)Gegenstände im Fahrzeug liegen.

Badeunfälle

An der portugiesischen Atlantikküste bestehen zum Teil lebensgefährliche Strömungen. Es kommt immer wieder zu Badeunfällen. Strandbesucher sollten unbedingt die Flaggenhinweise zur Badesicherheit beachten und den Anweisungen der Rettungsschwimmer Folge leisten.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Ja

Vorläufiger Personalausweis: Ja, muss gültig sein.

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:

Portugal ist Vertragspartei des Europäischen Übereinkommens über die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates vom 13.12.1957. Reisedokumente außer dem vorläufigen Personalausweis dürfen seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein.

Flugreisen nach Deutschland können nur mit einem gültigen Reisepass/Personalausweis bzw. einem von den deutschen konsularischen Vertretungen in Portugal ausgestellten Passersatzdokument angetreten werden. Reisende, die über ihren Reisepass und den Personalausweis verfügen, sollten daher eines dieser beiden Dokumente oder sonst Kopien der Reisedokumente sicher (z.B. im Hotelsafe) hinterlegen.

Bei Verlust des Ausweisdokuments können Ersatzdokumente von den deutschen Auslandsvertretungen ausgestellt werden. Vor Ausstellung muss jedoch über die zuständige Gemeinde-/Stadtverwaltung in Deutschland eine Identitätsüberprüfung durchgeführt werden. An Wochenenden/Feiertagen entfällt daher diese Möglichkeit in der Regel wegen fehlender Erreichbarkeit der vorgenannten Behörden. Ein Reiseausweis als Passersatz zur Rückkehr nach Deutschland kann dann frühestens am darauf folgenden Werktag ausgestellt werden.

Reisen mit Tieren

Für Reisen mit bestimmten Heimtieren beachten Sie bitte die stets aktuellen Informationen ("Reisen mit Heimtieren") des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Dem Auswärtigen Amt liegen keine Hinweise auf besondere Zollvorschriften vor.

Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Pfefferspray fällt in Portugal unter die Bestimmungen des Waffengesetztes, der Besitz ist nur Inhabern des Waffenscheins der Kat. E erlaubt. Zuwiderhandlungen haben in der Regel Strafanzeige zur Folge.

Impfschutz

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet nach Madeira und auf die Azoren gefordert, siehe auch www.who.int

Das Auswärtige Amt empfiehlt die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe www.rki.de). Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und abhängig von den Aufenthaltsbedingungen ggfs. auch Hepatitis B empfohlen. Bei einem Langzeitaufenthalt wird für Schüler/Studenten zudem eine Impfung gegen Meningokokken C empfohlen.

Dengue Fieber

kommt auf Madeira vor. Die Übertragung erfolgt durch den Stich tagaktiver Stechmücken. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gelenkschmerzen einher. In seltenen Fällen kann es zu komplikationsreichen Verläufen, in Ausnahmefällen auch zu Todesfällen kommen.
Da es derzeit weder eine Impfung/ Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gibt, besteht die einzige präventive Maßnahme in der Vermeidung von Mückenstichen.

Auch aufgrund anderer mückengebundener Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
- körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden)
- in Risikogebieten Insektenschutzmittel auf freie Körperstellen wiederholt aufzutragen
- ggfs. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

Malaria

Portugal, auch die Azoren und Madeira gelten als malariafrei.

Medizinische Versorgung

Das Niveau der medizinischen Versorgung ist im Regelfall befriedigend, insbesondere in ländlichen Regionen müssen unter Umständen aber längere Anfahrtszeiten einkalkuliert werden. In Portugal besteht für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf Behandlung - soweit dringend erforderlich - bei Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern usw., die vom portugiesischen gesetzlichen Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Als Nachweis ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), bzw. Ersatzbescheinigung (beide Dokumente erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse) vorzulegen. Unabhängig davon wird dringend empfohlen, für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden (z. B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall, Behandlung bei Privatärzten oder in Privatkliniken). Weitere Einzelheiten enthält die Internetseite www.dvka.de der Deutschen Verbindungsstelle für Krankenversicherung Ausland unter der Rubrik "Urlaub im Ausland". Ansonsten erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse Auskünfte über die aktuellen Regelungen.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes,
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten,
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen,
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger. EHIC-Inhaber wenden sich an das nächstgelegene Gesundheitszentrum (Centro de Saúde).

In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.

Für Arzneimittel muss normalerweise ein Kostenanteil bezahlt werden.

Essen und Trinken

Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. In den meisten Hotels ist Wasser in Flaschen oder sterilisiertes Wasser aus Trinkwasserhähnen erhältlich. Ist dies nicht der Fall, sollte Wasser vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser zubereiten. Fleisch- oder Fischgerichte sollten nur gut durchgekocht und heiß serviert verzehrt werden.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Gelbfieber 1 -
Essen & Trinken - -
Malaria Nein -
Typhus & Polio Nein -
Cholera Nein -

Anmerkungen Impfungen

[1] Nur für die Einreise nach Madeira oder auf die Azoren wird von allen Reisenden, die innerhalb von sechs Tagen nach Aufenthalt in von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebieten einreisen und über ein Jahr alt sind, eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber verlangt. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitpassagiere, die in Madeira oder auf den Azoren den Transitraum nicht verlassen und nicht länger als vier Tage bleiben.

Gesundheitszeugnis

Für Arbeitsaufenthalte wird ein Gesundheitszeugnis ("Health Certificate") in englischer Sprache verlangt (Formular auf Anfrage über die Botschaft).

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Landesweit besteht von April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt auf Madeira vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. 

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose sowie die ebenfalls durch Mücken übertragene Krankheit Kala Azar kommen landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis C kommen vor. Die Impfung wird bei Langzeitaufenthalten für bestimmte Personengruppen (Jugendliche bzw. Schüler, Studenten) empfohlen. Reisende sollten mit dem Arzt unter Berücksichtigung der Empfehlungen im Reiseland die Notwendigkeit der Impfung klären.

Reisewarnung

Überblick

Portugal

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 31.08.2016
Unverändert gültig seit: 19.08.2016

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Für Portugal besteht derzeit kein länderspezifischer Sicherheitshinweis.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Türkei Ja 2 Ja
Andere EU-Länder 1 Nein Nein
Schweiz Nein Nein Nein
Österreich Nein Nein Nein
Deutschland Nein Nein Nein

Personalausweise/Identitätskarten

U.a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können für Aufenthalte von bis zu 3 Monaten auch mit gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen:


EU-Länder und Schweiz (Ausnahmen: [1] Einen Reisepass benötigen Staatsangehörige von Dänemark).

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Reisepässe dürfen nicht älter als zehn Jahre sein. Reisepässe von EU-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.


Anmerkung zum Reisepass

Portugal ist Unterzeichner und Anwender der EU-Rechtsakte (Schengener Abkommen).

Einige Fluggesellschaften haben andere Anforderungen an die Einreisedokumente als vom Staat Portugal vorgeschrieben. Deshalb sollte man sich unbedingt vor der Abreise mit der Fluggesellschaft in Verbindung setzen.

Für Madeira und die Azoren gelten die gleichen Einreisebestimmungen wie für Portugal.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen:


(a) EU-Länder und Schweiz;
(b) [2] Türkische Staatsangehörige, die eine Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengen-Land oder Monaco besitzen.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Personalausweis, maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Personalausweis oder eigener Reisepass.

Schweizer:
Identitätskarte oder eigener Reisepass.

Türken: Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Alleinreisende Minderjährige unter 18 Jahren und Minderjährige, die in Begleitung nur eines Elternteils / Erziehungsberechtigten sind, müssen eine beglaubigte Reiseerlaubnis der/des nicht mitreisenden Erziehungsberechtigten mit sich führen.

Achtung: Führen Minderjährige und Eltern/Erziehungsberechtigte unterschiedliche Nachnamen, muss das Verwandtschaftsverhältnis/ die Erziehungsberechtigung z.B. über eine Geburtsurkunde nachgewiesen werden.
Hinweis: Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen z.T. von den staatlichen Regelungen ab.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern und aus nicht tollwutfreien Drittstaaten benötigen einen EU-Heimtierausweis (pet pass) bzw. einen nationalen Heimtierausweis, der nur von dazu ermächtigten Tierärzten ausgestellt werden kann, und müssen als Kennung einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass bei dem Tier eine gültige Tollwutimpfung, ggf. eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, vorgenommen wurde. Die Einfuhr ist auf 5 Tiere beschränkt. Heimtiere unter 4 Monate sind von der Impfpflicht gegen Tollwut ausgenommen. 

 

Für Hunde, Katzen und Frettchen sowie für Vögel und Kleintiere aus nicht tollwutfreien Drittstaaten gilt die folgende zusätzliche Vorschrift:

Für jedes Tier wird ein Gesundheitszeugnis benötigt. Für den Eintritt in das EU-Gebiet muss bei den Haustieren 3 Monate vor der Einreise eine Untersuchung auf Anwesenheit von vakzinalen Antikörpern durchgeführt werden. Ausnahme: Die 3-Monatsfrist gilt nicht für Heimtiere aus dessen EU-Heimtierausweis hervorgeht, dass die Blutentnahme durchgeführt wurde bevor dieses Tier das Gebiet der Gemeinschaft verlassen hat und dass bei der Blutanalyse genügend Antikörper auf Tollwut nachgewiesen worden sind.

 

Für Hunde, Katzen und Frettchen aus tollwutfreien Drittstaaten (z.B. Schweiz, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Vatikanstadt) kann ebenfalls der Heimtierausweis, der eine gültige Tollwutimpfung bestätigt, für die Einfuhr benutzt werden.

Bearbeitungsdauer

Kurzfristiger Aufenthalt: Zwischen 2 und 10 Arbeitstagen.
Längerfristiger Aufenthalt: Mehrere Monate.

Gültigkeit

Kurzzeit-Einreisevisum: Bis zu 90 Tage Aufenthalt. Transitvisa sind maximal 5 Tage gültig.

Aufenthaltsverlängerung

EU-Bürger, die sich länger als die visumfreien 3 Monate in Portugal aufhalten wollen, müssen sich bei der zuständigen Verwaltungsbehörde ihr Aufenthaltsrecht bescheinigen lassen. Dazu ist u. U. der Reisepass erforderlich.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die aus einem Nicht-Schengen-Land mit dem nächsten Anschluss in ein anderes Nicht-Schengen-Land weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über gültige Weiterreisepapiere verfügen, benötigen kein Transitvisum.

Visaarten und Kosten

Einreise-, Transit- und Flughafentransitvisum.

Kosten

Anfragen an die Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen. (s. Kontaktadressen).

Schengen-Visum:
(a) Reisedokument (z. B. Reisepass), das mindestens drei Monate über den Aufenthalt hinaus gültig ist und innerhalb der letzten 10 Jahre ausgestellt wurde, sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses.

(b) Ggf. alle Dokumente im Original, die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus) und die Bedingungen des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen.

(c) Dokumente, die beweisen, dass der (eingeladene) Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung.

(d) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung deckenden gültigen Auslandsreisekrankenversicherung ist. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten. Die Versicherung muss eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen.

(e) Visumgebühr.

(f) 1 biometrisches Passbild.

Geld

Geldwechsel

Geld kann in Banken, Sparkassen, Wechselstuben (cámbios) oder an Geldwechselautomaten umgetauscht werden. Es wird empfohlen keine größeren Geldsummen mit sich zu führen.

Währung

1 Euro = 100 Cents. Währungskürzel: €, EUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro, Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Euro, sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cents.

Devisenbestimmungen

Für Reisende innerhalb und von außerhalb der EU bestehen keine Beschränkungen für die Einfuhr oder Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen, aber es besteht Deklarationspflicht von Barmitteln ab einem Gegenwert von 10.000 € (auch Reiseschecks, anderen Währungen oder auf Dritte ausgestellte Schecks).

Kreditkarten

Visa, American Express, Diners Club, Maestro, Europay/MasterCard, JCB und andere größere Kreditkarten werden akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Reiseschecks, am besten in Euro, werden in Banken, Wechselstuben, größeren Hotels und einzelnen Geschäften akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.30-15.00 Uhr. Einige Banken in Lissabon haben Mo-Fr bis 18.00 Uhr geöffnet.

Algarve: Die Bank im Einkaufszentrum Vilamoura Marina hat täglich 09.00-21.00 Uhr geöffnet.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei nach Portugal von Personen ab 17 Jahren eingeführt werden:

200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak;
1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt über 22% oder 2 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22%;
4 l Tafelwein;
16 l Bier;
Geschenke/sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 € (Flug- und Seereisen) bzw. 300 € (Reisen mit der Bahn/dem Auto); Kinder unter 15 Jahren generell 175 €.
Tabakwaren und Alkoholika dürfen nur von Personen ab 17 J. eingeführt werden.

Verbotene Importe

Für lebendes Geflügel, Fleisch und Fleischerzeugnisse besteht im Reiseverkehr ein generelles Einfuhrverbot aus Drittländern (ausgenommen aus den Färöer, Grönland, Island, Liechtenstein und der Schweiz).

Quellenangaben
  • Marco Polo - Portugal, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2012-15
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Portugal - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 10.11.2017)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 10.11.2017)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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