Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Mexiko

Steckbrief

Mexiko - Fakten

Ländername Vereinigte Mexikanische Staaten (Estados Unidos Mexicanos)
Beste Reisezeit Januar, Februar, März, April, November, Dezember
Lage Zwischen 15° und 32° nördlicher Breite und 87° und 117° westlicher Länge. Zwei Kordillerenzüge von Norden nach Süden mit dazwischen liegendem Hochplateau. Klima in Küstengebieten tropisch, in der Hauptstadt (2.250 m) Höhenklima. Regenzeit Mai bis Oktober.
Fläche 1.964.375 km2 (fünfeinhalbmal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland)
Hauptstadt Mexiko-Stadt (22 Mio. Einwohner im städtischen Ballungsraum)
Bevölkerung 124,6 Millionen, vorwiegend Mestizen, ca. 12 Millionen Indigene, die 62 ethnischen Gruppen angehören, und ca. 4 bis 5 Millionen europäischstämmige Mexikaner; jährliches Bevölkerungswachstum ca. 1,2 %.
Sprache Offizielle Landessprache ist Spanisch. Ferner gibt es 68 anerkannte indigene Sprachen, die wichtigsten sind Náhuatl und Maya yucateco.
Religion Römisch-Katholisch 91 %, Protestantisch 4 %, andere 5 %
Nationaltag 16. September (Unabhängigkeitstag)
Unabhängigkeit 1821, Beginn der Unabhängigkeitsbewegung 1810
Staats-/Regierungsform Präsidiale Bundesrepublik
Staatsoberhaupt Am 01.12.2012 trat der am 01.07.2012 gewählte Enrique Peña Nieto, Partido Revolucionario Institucional (PRI), das Amt des Staatspräsidenten an.
Regierungschef Am 01.12.2012 trat der am 01.07.2012 gewählte Enrique Peña Nieto, Partido Revolucionario Institucional (PRI), das Amt des Staatspräsidenten an.
Außenminister Luis Videgaray Caso (seit 04.01.2017)
Parlament Kongress mit 2 Kammern: Senat 128 Mitglieder, gewählt für 6 Jahre; Abgeordnetenkammer 500 Mitglieder, gewählt für 3 Jahre. Nächste allgemeine Wahlen des Staatspräsidenten, des Senats und zur Abgeordnetenkammer am 1. Juli 2018. Der Senat fungiert als Oberhaus und Vertreter der Interessen der Bundesstaaten mit besonderen Befugnissen unter anderem im Bereich Außenpolitik. Die Abgeordnetenkammer als Unterhaus repräsentiert die 300 Wahlkreise in Mexiko.
Währung 1 Mexikanischer Peso (mex$)= 100 Centavos
Zeitzone MEZ-7h
Stromnetz 120V/ 60Hz
Reiseadapter A
Kfz-Länderkennzeichen MEX
ISO-3166 MX, MEX
Internet-TLD .mx
Landesvorwahl +52
Website http://en.presidencia.gob.mx/
Reisepass & Visum Notwendig
Geeignet für Kultur, Outdoor, Meer, Feiern

Geographie

Das Rückgrat des geologisch und landschaftlich vielseitigen Landes ist die dicht besiedelte zentrale Hochebene, die von Norden nach Süden auf bis zu 3000 m ansteigt. Im Osten und Westen wird sie von den beiden großen Strängen der Sierra Madre eingerahmt, während den Süden ein jungvulkanischer Gebirgszug abgrenzt, mit dem 5760 m hohen Pico de Orizaba als höchstem Berg Mittelamerikas sowie dem berühmten Vulkan Popocatépetl. Die geologische Unruhe dieses Abschnitts kam 1985 in dem verheerenden Erdbeben von Mexiko-Stadt zum Ausdruck. Die yucatán-Halbinsel ist stark verkarstet und trägt im Süden tropischen Regenwald. Wüstenhaft hingegen ist die lange Halbinsel Baja California ganz im Nordwesten. Aufgrund der hoch aufragenden Gebirgsketten werden vier Klimazonen nach ihren Höhenstufen unterschieden. Der Nordostpassat bringt in den Sommermonaten viel Regen, der die Randgebirge aber kaum übersteigt und nur noch in geringen Mengen das Hochland erreicht. Der Westen Mexikos ist generell trocken. An der Golfküste treten häufig Hurrikane auf.

Politik und Bevölkerung

Die Verfassung aus dem Jahr 1917 konstituiert eine Bundesrepublik (31 Staaten und ein Hauptstadtdistrikt) mit präsidialem Zuschnitt. Der Präsident, der gleichzeitig Staats- und Regierungschef ist, wird auf sechs Jahre gewählt; eine zweite Amtsperiode ist ausgeschlossen. Volksvertretungen sind die Abgeordnetenkammer und der Senat. Von 1929 bis 1977 stellte die PRI, die Partei der Institutionalisierten Revolution, ununterbrochen die Regierung. Bei den Wahlen 1997 verlor die PRI die absolute Mehrheit; von den Erfolgen der konservativen Partei der Nationalen Aktion (PAN) und der linken Partei der Demokratischen Revolution (PRD) erhofft sich das Land mehr Demokratie. Das mit Abstand bevölkerungsreichste Land Mittelamerikas ist von einer Mischlingspopulation geprägt, deren ethnische Gliederung sich kaum in Zahlen fassen lässt. Der Anteil reinblütiger Indianer wie auch Weißer (Kreolen) liegt vermutlich unter 10 %. Mindestens neun von zehn Mexikanern bekennen sich zum katholischen Glauben, der Rest verteilt sich auf Protestanten, Hindus und sonstige Konfessionen. Starke Stadt-Land-Gegensätze werden allein schon durch eine der größten Städte der Welt, Mexiko-Stadt, hervorgerufen. Korruption, Drogenkrieg und Polizeiwillkür sind aktuelle politische Probleme.

Geschichte und Kultur

Unter den vielen vergangenen Kulturen, von den Olmeken über Tolteken zu den Zapoteken, ragen die Azteken und die Maya heraus. Die kriegerischen Azteken regierten von Tenochtitlán aus, dem heutigen Mexiko-Stadt, während die Maya den Süden des Landes, yucatán, besiedelten und sich bis nach Honduras ausbreiteten. Die hochstehende Maya-Kultur ging vermutlich an inneren Konflikten und Folgen einer Überbevölkerung zugrunde. Die Spanier fanden zu Beginn des 16. Jh. nur noch die Reste dieser Kultur vor. 1521 zerschlug Cortés mit überlegener Waffengewalt und der Hilfe verfeindeter Stämme das Aztekenreich. Rund 300 Jahre währte die spanische Herrschaft, begleitet von Missionierung, Epidemien europäischer Krankheiten und dem Raubbau an Bodenschätzen, vornehmlich Silber. Aufgrund politischer Schachzüge im Mutterland Spanien erhielt Mexiko 1821 unverhofft die Unabhängigkeit. Bis 1910 wurde es zum Spielball der Großmächte und musste Kalifornien, Arizona, New Mexico und Texas an die USA abgeben. Danach begann eine verwirrende Zeit der Bauernrevolutionen, an deren Ende die noch heute in weiten Zügen gültige Verfassung von 1917 entstand. 1929 wurde die PRI gegründet. Mit ihr trat eine gewisse Ruhe ein. Die indianischen Hochkulturen haben rings im Land grandiose Bauwerke hinterlassen (z. B. Tulúm, Palenque, Chichén Itzá, Teotihuacán). Barocke Sakral- und Profanbauten sind Zeugen der spanischen Herrschaft. Berühmte mexikanische Künstler sind Diego Rivera und Frida Kahlo. Die Mariachi-Musik verkörpert die „Seele von Mexiko“. Ebenso landestypisch sind die Tänze, die meist das Liebeswerben widerspiegeln.

Mexiko - Geschichte

40000-20000 v. Chr. Während der letzten Eiszeit wandern asiatische Siedler über Sibirien und die heutige Beringsee nach Alaska und weiter südwärts nach Zentral- und Südamerika
Ab 3000 v. Chr. Die Siedler lassen sich in unterschiedlichen Regionen Mittelamerikas nieder und betreiben Landwirtschaft
7000-2500 v. Chr. Vorfahren der Maya siedeln im heutigen Guatemala
Ab 1000 v. Chr. Das rätselhafte Volk der Olmeken errichtet an der Küste des Golfs von Mexiko die ersten Pyramiden und erschafft große Basaltskulpturen und steinerne Altäre
Ab 800 v. Chr. Olmeken wandern ins heutige Guatemala und Oaxaca. Von Oaxaca ziehen sie weiter nach Westmexiko
250-900 n. Chr. Klassische Epoche der Mayakultur im Süden Mexikos; um 900 verlassen die Maya ihre Stadtstaaten
14. Jh. Azteken errichten die Stadt Tenochtitlán; Unterwerfung der übrigen indianischen Völker
1519 Hernán Cortés landet an der Ostküste bei Veracruz
1521 Cortés erobert Tenochtitlán, 100000 Azteken sterben
1521-1545 Eroberung und Missionierung; Errichtung spanischer Städte
Bis 1810 Von einst ca. 20 Mio. Indios überleben nur etwa 3 Mio.
1810 Der Priester Miguel Hidalgo ruft zur Befreiung des Landes auf; zehnjähriger Bürgerkrieg
1821 Mexiko wird unabhängig und 1823 Republik
1910 Francisco Madero ruft zur Revolution auf, Pancho Villa und Emiliano Zapata kämpfen bei den Aufständischen
1917 Nach Ende des Bürgerkriegs erhält Mexiko eine neue Verfassung
1976 Große Erdölvorkommen werden im Golf von Mexiko entdeckt
2001 Der rechtsliberale Partido Acción Nacional (PAN) löst den seit den Zwanzigerjahren des 20. Jhs. regierenden linken Partido Revolucionario Institucional (PRI) ab
2011 Ein Drogenkrieg mit (seit 2006) über 50000 Toten führt zu einem Einbruch des internationalen Tourismus nach Mexiko
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft Mexiko-Stadt

Avenida Horacio 1506 | Colonia Los Morales | Tel. 0155 52832200 | www.mexiko.diplo.de

Österreichische Botschaft Mexiko-Stadt

Sierra Tarahumara Poniente 420 | Colonia Lomas de Chapultepec | Tel. 0155 52510806 | www.embajadadeaustria.com.mx

Schweizer Botschaft Mexiko-Stadt

Torre Óptima, 11. Stock | Paseo de las Palmas 405 | Colonia Lomas de Chapultepec | Tel. 0155 91784370 | www.eda.admin.ch/mexico

Notruf

Feuerwehr und Rettungsdienst: Tel. 066, Polizei: Tel. 080

Internet

www.visitmexico.com stammt vom mexikanischen Fremdenverkehrsbüro. www.mesoweb.com ist die schönste Website zur Archäologie präkolumbischer Kulturen, www.mexonline.com ist ein kommerzielles Portal für das US-Publikum. www.mexiko-travelnews.de ist ein anspruchsvolles deutschsprachiges Portal mit Reisetipps und Hintergrundinformationen. Privat, aber gut gemacht ist die deutsche Website www.mexico-info.de. Erlebnis- und Ökotouren findet man bei www.ecoadventuremexico.com, Landkarten und Stadtpläne bei www.maps-of-mexico.com.

Internetcafés & WLAN

Das Internet ist in Mexiko sehr beliebt, doch in Privathaushalten weniger verbreitet. In Städten entstehen daher fast täglich neue Internetcafés. Eine Stunde kostet 1 bis 4 Euro - eine preiswerte Alternative zu teuren Telefonaten ins Ausland. Ein Verzeichnis von Internetcafés finden Sie bei www.cybercafes.com, von WLAN-Plätzen bei www.hotspot-locations.com.

Post

Die Post heißt correo; eine Luftpostkarte (por avión) kostet 14 Pesos Porto.

Telefon & Handy

Überall im Land gibt es Telefonzellen, in denen Sie Telefonkarten nutzen können. Eine Minute nach Europa kostet 20 Pesos, ein Ortsgespräch 1 Peso. Europäische Handys können Sie benutzen. Eine mexikanische Prepaidkarte der Gesellschaft Telcel (www.telcel.com) kostet in Mexiko zwischen 15 und 40 US-$ - mit Gesprächsguthaben bis zur Hälfte des Kaufpreises. In Europa werden Karten für 40-50 Euro angeboten, jedoch nur mit knapp 10 Euro Guthaben. Um sie nutzen zu können, benötigen Sie ein freigeschaltetes, GSM-1900-kompatibles Gerät. Nachladekarten zu 100 und 200 Pesos gibt es in vielen Geschäften. Gespräche kosten 0,20-0,30 Euro pro Minute in Mexiko und um 1,30 Euro nach Europa (SMS 0,16 Euro), eingehende Auslandsgespräche 0,20-0,30 Euro.

Vorwahl Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, Mexiko 0052, dann die Ortsvorwahl ohne die 01 vorweg.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Neben Festen, die im gesamten Land gefeiert werden, gibt es eine Vielzahl lokaler Termine, die zum Teil regionale oder gar überregionale Bedeutung erlangt haben. Fast jeder Ort hat seinen Schutzpatron, an dessen Namenstag ihm zu Ehren ein großes Fest gegeben wird. In der Touristeninformation in Mexiko-Stadt ist eine Broschüre erhältlich, die alle größeren Feste des Landes aufzählt und in ihrer Bedeutung und im Ablauf beschreibt. Eine ähnliche, jedoch viel ausführlichere Broschüre über die Feste in den einzelnen Bundesstaaten gibt es in den Informationsbüros der jeweiligen Hauptstadt.

Feste & Veranstaltungen

Karneval

Ein ausgelassenes Fest, das mit bunten Umzügen gefeiert wird. Als besonders schön gilt der Karneval in Veracruz und Mérida.

Zweite Märzhälfte

Musik, Oper, Tanz, Theater und Kabarett: Beim Festival de México treten rund 1000 internationale Künstler in Kirchen, Theatern, Palästen, auf plazas und in Patios von Mexiko-Stadt auf. www.festival.org.mx

März/April

Semana Santa (Osterwoche) von Gründonnerstag bis Ostersonntag.

Zweite Aprilhälfte

Beim Festival Cultural Zacatecas begeistern Hunderte mexikanische Künstler aus den Sparten Kunst, Theater, Tanz, Musik und Folklore. www.festivalculturalzacatecas.com

Zwei letzte Julimontage

In Oaxaca werden bei einer Guelaguetza in präkolumbischer Tradition indianische Stammestänze aufgeführt. www.oaxacainfo.com

15. August

Mariä Himmelfahrt wird überall mit Wallfahrten und Tänzen gefeiert.

Zweite Oktoberhälfte

Das Festival Internacional Cervantino zu Ehren des Schöpfers von Don Quijote zieht 2000 Künstler aus aller Welt nach Guanajuato. Zu sehen sind Oper, Theater, Tanz, Bildhauerei sowie Literatur. www.festivalcervantino.gob.mx

1./2. November

Todos los Santos und Día de los Muertos (Allerheiligen und Allerseelen): An diesen Tagen lernen Sie den bizarren mexikanischen Totenkult kennen.

12. Dezember

Aparición de la Virgen de Guadalupe: Halb Mittelamerika erscheint zur Wallfahrt vor der Kirche der Jungfrau von Guadalupe in Mexiko-Stadt.

16.-24. Dezember

Bei den Posadas wird die Herbergssuche der Heiligen Familie überall in Mexiko nachgespielt; Kinder ziehen von Haus zu Haus.

23. Dezember

Beim originellen Volksfest La Noche de Rábanos ("Nacht der Rettiche") in Oaxaca präsentieren Gärtner aus Blumen, Gemüse und Früchten geformte Figuren der Weihnachtsgeschichte. Dazu gibt es ein traditionelles Abendessen mit Stockfisch. www.oaxaca-mio.com/fiestas/rabanos.htm

Offizielle Feiertage

1. Jan. Año Nuevo (Neujahr)
5. Feb. Aniversario de la Constitución (Tag der Verfassung)
21. März Natalicio (Geburtstag) de Benito Juárez
1. Mai Día del Trabajo (Tag der Arbeit)
5. Mai Aniversario de la Batalla de Puebla (Gedenktag des Sieges über die Franzosen 1862)
1. Sept. Informe Presidencial (Bericht des Präsidenten zur Lage der Nation)
16. Sept. Día de la Independencia (am Vorabend des Unabhängigkeitstags wiederholt der Präsident den Aufruf des Paters Hidalgo, den Grito de Dolores, vom Balkon des Nationalpalasts)
12. Okt. Día de la Raza (Tag des Beginns der Entstehung des lateinamerikanischen Volks)
20. Nov. Aniversario de la Revolución (Gedenktag an die Revolution von 1910)
25. Dez. Navidad (Weihnachten)
Mobilität vor Ort

Öffentliche Verkehrsmittel

Die mexikanische Eisenbahn ist nach der Privatisierung weitgehend stillgelegt. Es verkehren nur noch einige Züge. Der autobús, in Mexiko auch camión genannt, erreicht praktisch jeden Ort mehrere Male pro Tag. Viele private Busgesellschaften bieten ihre preiswerten Dienste in zwei bis drei Klassen an. Der Fahrscheinkauf am Vortag ist empfehlenswert. Informationen: www.ticketbus.com.mx. Nachtfahrten sollten Sie vermeiden, da das Risiko von Diebstählen und Raubüberfällen dann zu groß wird.

Zwischen La Paz (Fährhafen Pichilingüe) in Baja California und Los Mochis (Fährhafen Topolobampo) verkehrt Baja Ferries (www.bajaferries.com) siebenmal wöchentlich (Dauer der Überfahrt: sechs Stunden); eine weitere Fähre geht von La Paz nach Mazatlán. In der Karibik verkehren Fähren zu den Inseln Cozumel und Isla Mujeres (www.granpuerto.com.mx).

Die etwa 50 Flughäfen werden von privaten Fluggesellschaften bedient. Wer lange Busfahrten meiden will, hat die Wahl unter folgenden Low-Cost-Airlines: Volaris (www.volaris.com.mx), Viva Aerobus (www.vivaaerobus.com) und Interjet (www.interjet.com.mx).

Taxi

Wenn ein Taxameter eingeschaltet ist, ist das Taxifahren sehr preiswert (1 km ca. 0,40-0,50 Euro). Anderenfalls den Preis unbedingt vorher vereinbaren (Richtpreise im Hotel erfragen)! In Mexiko-Stadt sollten Sie die preiswerten ambulanten Taxis (oft VW-Käfer) nicht in der Dunkelheit benutzen.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Dennoch: die Küche des riesigen Landes bietet weitaus mehr als Tacos und Tortillas, die bereits in ungezählten köstlichen Variationen serviert werden. Da sind beispielsweise die leckeren Eintöpfe, pozoles genannt, meist mit Schweinefleisch, Chilis und kleinen würzigen Tomaten hergestellt. Aus Yucatán stammt die exotisch duftende Limettensuppe, die mit Hühnerfleisch gekocht wird.

Wer die mexikanischen Märkte besucht, staunt über das gewaltige Angebot an frischem Gemüse, das die Händler farbenfroh arrangieren. Gehaltvolle Saucen aus Avocado, Tomaten und Chilis bereichern die Gerichte. Mit grob gehackten Zutaten und salsa mexicana cruda genannt, stehen sie auf den Theken der taquerias, damit Sie sich bedienen. Frischer Koriander (cilantro) findet ebenfalls als vielfältiges Würzmittel Verwendung.

Daneben gehören exotische Zutaten wie Kürbisblüten, die fleischigen Blätter des Feigenkaktus und Agaven seit präkolumbischen Zeiten zur Küche, werden Meeresfrüchte in Limettensaft mariniert und zu ungewöhnlichen Cocktails verarbeitet.

Als besonders traditionsreich gilt die Küche des Hochlands. In den Klosterküchen der Kolonialstadt Puebla wurden, so heißt es, die ersten chiles poblano - mit Hackfleisch, Früchten und Nüssen gefüllte Chilischoten - kreiert, die zu den beliebtesten Gerichten der Mexikaner zählen. Entlang der Pazifikküste gehören Fisch und Meeresfrüchte zum Speiseplan, über Holzkohle geräucherter róbalo (Seebarsch) und camarones (Garnelen) in würziger Zubereitung. Berühmtestes Gericht ist der pescado a la veracruzana, Fischfilet mit einer Sauce aus Tomaten, Kapern, Chili und grünen Oliven.

Das Frühstück (desayuno) ist reichhaltig. Bei Einheimischen beliebt sind huevos rancheros (Spiegeleier auf Tortillas mit Chilisauce und Bohnenbrei) und huevos a la mexicana (Rühreier mit Tomate und Chili). Dazu serviert man Ihnen einen café americano (leider meistens recht dünn), seltener einen café de olla, einen mit Zimt veredelten, starken Kaffee.

Die Mexikaner nehmen ihre Mahlzeiten spät ein: das Mittagessen erst ab 14 Uhr und das Abendessen nicht vor 21 Uhr. Während es mittags oft nur einen kleinen Snack gibt, wird abends ausgiebig gespeist.

Ein wirklich unentbehrlicher Bestandteil der mexikanischen Küche ist die Tortilla, ein dünner Maismehlfladen, der in immer neuen Variationen gefüllt wird. Frittiert wird er zum Taco, in den Käse, Huhn- oder Fischstücke, Hackfleisch, Eier oder Gemüse eingeschlagen sind, gefüllt und in einer pikanten Sauce gekocht isst man ihn als enchilada, mit Sauerrahm oder Käse bedeckt als enchilada suiza oder mit Käse gefüllt als quesadilla. Gebratene und mit Huhn oder Fleisch, Bohnenpüree und Käse belegte Tortillas nennt man tostadas. Sind die Fladen statt aus Mais- aus Weizenmehl gebacken, heißen sie burritos.

Zu zahlreichen Gerichten werden Bohnen (frijoles) serviert, oft gebraten als Bohnenbrei (frijoles refritos). Zutaten wie frischer Agavensaft, Hibiskusblüten und geschmorte Bananenblätter setzen exotische Akzente.

Als Aperitif sind piña colada (Kokosmilch, Ananassaft und Rum mit zerstoßenem Eis aufgeschäumt) und margarita (geeister Limettensaft mit einem Schuss Tequila und Orangenlikör, serviert in einem Glas mit Salzrand) sehr beliebt. Gut zum mexikanischen Essen passt das einheimische Bier; empfehlenswert sind Bohemia, Carta Blanca und Corona. Die einheimischen Weine sind durchweg schmackhaft und wesentlich preiswerter als die importierten.

Agavenfelder prägen den Bundesstaat Jalisco. Die Tequilaagaven sind Rohstoff für Mexikos berühmten Schnaps, eben den Tequila: Aus dem fermentierten Saft des Herzstücks der Agave werden pro Jahr über 70 Mio. l gebrannt. Während man die jüngeren Jahrgänge normalerweise mit Salz und Zitrone trinkt, genießt man reifen Tequila (añejo) pur wie einen guten Cognac.

Essen gehen in Mexiko ist meist ein Erlebnis, ein Gaumen- und Augenschmaus. Eine mexikanische Besonderheit sind die überall anzutreffenden Obststände, wo Orangen, Papayas und Ananas zu Säften gepresst werden. In Mexiko-Stadt und den Städten aus der Kolonialzeit finden sich stilvolle, in historischen Gebäuden untergebrachte Restaurants. Hier speisen Sie in romantischen Innenhöfen mit Blick auf plätschernde Brunnen und üppige Gewächse. Häufig werden die Gäste mit mexikanischer Volksmusik unterhalten. Nicht selten wird auch ein preiswertes Tagesgericht (comida corrida, für 4-7 Euro, teilweise mit Getränk) angeboten.

Auch wenn die Fischgerichte in den kleinen Strandküchen noch so verlockend aussehen: Wenn keine Speisekarte vorhanden ist und das Angebot mündlich vorgetragen wird, sollten Sie nach dem Preis fragen und sicherstellen, dass beide Parteien ihn verstanden haben und sich einig sind.

Vor Leitungswasser, Speiseeis, mit Eiswürfeln gekühlten Getränken, rohem Gemüse und ungeschältem Obst ist zu warnen. Bei "Montezumas Rache" hilft das mexikanische Präparat Lomotil (Vorsicht bei Schwangerschaft!).

Trinkgeld

Im Restaurant sind zehn bis 15 Prozent üblich, falls eine propina in der Rechnung nicht schon ausgewiesen ist. Taxifahrer erwarten in Mexiko kein Trinkgeld. Mit 5-10 Pesos sind kleinere Gefälligkeiten normalerweise ausreichend abgegolten.

Einkaufen und Shoppen

Mexiko verführt zum Kaufen. Das Kunsthandwerk ist von höchstem Rang und deshalb weltweit in den teuersten Boutiquen vertreten. Typisch für die Waren ist ihre Farbenpracht. Arte Popular oder artesanías - so die Bezeichnung für die künstlerisch sehr hochwertig gearbeiteten Artikel - sind deshalb Spiegelbild der in Mexiko verbreiteten Liebe zum Farbenfrohen und Fröhlichen.

Größere Städte verfügen über regierungseigene Fonart-Geschäfte und über casas de artesanías, in denen zu festen Preisen ein erster Überblick angeboten wird. Da die mexikanische Kunsthandwerksproduktion regional ausgerichtet ist, wird man auf der Reise durch das Land immer wieder mit neuen, ungewohnten Produkten und Herstellungstechniken vertraut gemacht.

Inspirierend ist ein Ausflug nach Tlaquepaque bei Guadalajara, einer Ansammlung von hochwertigen Kunsthandwerksbetrieben. Anspruchsvoll ist das Angebot auch in den Städten des Hochlands wie San Miguel de Allende, Puebla oder Guanajuato. In den auf Massenwaren zugeschnittenen Einkaufszentren von Acapulco und Cancún kaufen Sie zwar günstig US-amerikanische Freizeitmode, nicht aber hochwertige Handwerksprodukte.

Flechtarbeiten

Auch von Einheimischen benutzt werden Flechtarbeiten, die Indios für wenige Pesos verkaufen. Unentbehrliches Requisit des mexikanischen Dolce Vita sind die farbenfrohen Hängematten (hamacas). Besonders groß ist die Auswahl in Mérida (Yucatán).

Holzwaren

Feine, mit Lackmalerei verzierte Holzkästchen, Teller, Truhen und Schalen stammen aus Uruapán im Bundesstaat Michoacán, bemalte Holztiere kommen aus Oaxaca.

Silber

Silberwaren werden schon seit vorspanischer Zeit hergestellt. Das Mekka der Silberschmiede ist Taxco. Das Edelmetall wird zu Ringen, Ohrringen, Ketten, Gürteln und Schnallen verarbeitet.

Tequila

Lohnenswert ist der Kauf hochwertiger Tequila-Marken, z. B. die gereiften Sorten von Don Julio oder Cuervo. Der Namenszusatz reposado kennzeichnet zwölf Monate gereiften Tequila. Añejo wurde zwischen ein und drei Jahren, extra añejo länger als drei Jahre im Fass gelagert. Auf Tequila spezialisierte Geschäfte, oft Tequila Museum genannt, bieten Hunderte Sorten und auch Verkostung an.

Töpferhandwerk & Keramik

Besonders schöne Töpferarbeiten sind die im Bundesstaat Michoacán von den Tarasken geformten Tonwaren, die mit einem leuchtend grünen Überzug versehen werden. Aus Puebla kommen die Lebensbaumkeramik sowie seit spanischer Zeit die mit arabesken Mustern versehenen gelb-blauen Kacheln (azulejos) und Talaverageschirr. In einem metallisch anmutenden, schwarzen Glanz schimmern die in der Nähe von Oaxaca gebrannten Vasen. Im Töpferdorf Tonalá wird die Keramik mit einer phantasievollen Bemalung verziert.

Trachten & Textilien

Neben Töpferarbeiten bestechen insbesondere kunstvoll handgewebte Textilien. Es sind meist Indios, die die traditionellen weiten Blusen, Schals, Röcke, Kleider und Tischdecken herstellen. Kaufen Sie direkt bei den Indiofrauen ein und nicht in den teuren Geschäften, die die Produzenten nur zu einem Bruchteil am Gewinn beteiligen.

Die schönsten Trachten sind in Chiapas zu finden, dem Bundesstaat mit dem höchsten Indianeranteil. In jedem Dorf sieht man eigene Kombinationen von Farben und Mustern, hüllen sich die Frauen in andere huipiles, blusenartige, handgewebte Überwürfe, die mit Brokat- oder Stickmotiven verziert werden. Dazu kommen ein Rock (corte), der mit einem Gürtel zusammengehalten wird, sowie ein Schal (rebozo). In der Gegend um San Cristóbal de las Casas tragen die Frauen weiße Blusen mit üppig bestickten Halskrausen.

Öffnungszeiten

Geschäfte machen mittags Pause (ca. 13-16 Uhr) und haben abends lange auf; gesetzlich geregelte Zeiten gibt es nicht.

Fotografieren

Es lohnt sich, Speicherkarten in Mexiko zu kaufen, da sie hier günstiger sind. In Museen dürfen Sie nur gegen Gebühr fotografieren. Indígenas lassen sich nicht gern ablichten, holen Sie vorher unbedingt ihr Einverständnis ein. In einigen Regionen (z. B. in Chiapas) ist generell beim Fotografieren Vorsicht geboten.

Comidas (Speisen)Bebidas (Getränke)

cabrito Ziege, gegrillt/gebraten
caldo tlalpeño Brühe mit Hühnchen, Zwiebeln, Chili und Avocado
carne asada dünne, gebratene Rindfleischscheiben
ceviche Cocktail aus rohen Meeresfrüchten mit Zwiebeln und Tomaten
chicharrones knusprig gebackene Stückchen Schweineschwarte
chilaquiles Tortillastückchen mit Käse, Tomatensauce und Zwiebeln
chiles en nogada gekochte Chilischoten in Nusssauce
cochinita pibil yucatekisches Wildschweingericht, kräftig gewürzt
guacamole pürierte Avocados mit Zitronensaft und Tomaten
huachinango a la veracruzana Rotbarsch in scharfer Tomatensauce mit Kapern und Oliven
mole poblano Sauce mit vielen Zutaten, darunter Zimt und Schokolade
pechuga en nogada Hühnerbrust in Nusssauce
pocchuc yucatekisches Schweinefleisch, in Orangensaft mariniert
pollo asado scharf gewürztes Brathähnchen
pozole Eintopf aus Mais, Schweinefleisch, Chili und Zwiebeln
tamales in Maisblättern gedämpfte Maisklöße, gefüllt mit Fleisch und Chili
agua fresca Wasser mit püriertem Obst oder Fruchtsaftkonzentrat
atole Wasser mit Maisstärke
horchata gemahlener Reis (oder Melonenkerne) mit Wasser
licuado Milchshake (oder Wasser) mit Fruchtsaft
pulque vergorener Agavenmost
xocolatl (chocolatl) heiße Schokolade mit Wasser und Zimt
Stichworte

Bevölkerung

Die Eroberung Mexikos 1521 durch Hernán Cortés war die Geburtsstunde des mexikanischen Volks: Es begann die Vermischung von Indianern und Spaniern. Heute bezeichnet man etwa 85 Prozent als Mestizen. Rund 12 Prozent sind Indios. Die einstigen Herrscher des Landes bilden heute die ärmste Bevölkerungsgruppe und fühlen sich von den Mestizen unterdrückt. Diese wiederum sehen auf die indígenas herab, halten sie für faul und primitiv. Gut 113 Mio. Ew. zählt Mexiko, annähernd ein Fünftel davon lebt in der Hauptstadt. Die mexikanische Bevölkerung ist jung, etwa die Hälfte der Menschen ist unter 25 Jahre alt. Eine kleine Mittel- und Oberschicht steht der Masse der armen Stadtbevölkerung gegenüber. Aufgrund der hohen Inflation und der sinkenden Agrarpreise nimmt die Verarmung der campesinos, der Bauern und Landarbeiter, weiter zu. Da der Ertrag ihres Bodens oft nicht mal zur Selbstversorgung ausreicht, wandern viele der Jüngeren in die Stadt ab.

Drogenkrieg

Seit einigen Jahren schon gefährden bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Polizei, Militär und Drogenkartellen einerseits sowie Gewalt zwischen einzelnen Drogenbanden andererseits die innere Sicherheit Mexikos. Der sogenannte Drogenkrieg hat nach Angaben der Regierung seit 2006 über 50000 Tote gefordert, darunter einige Journalisten und wenige zivile Opfer durch Verwechslungen. Etwa 1000 der Toten sind Angehörige der Justiz und der Sicherheitskräfte, die übrigen Mitglieder der Drogenmafia. Die Lösung des Konflikts wird erschwert durch den Umstand, dass ein Teil der Sicherheitskräfte und der Justiz selbst für die Drogenmafia arbeitet. So wurde in Cancún nahezu der gesamte korrupte Polizeiapparat vom Militär entmachtet. Die Drogenkartelle haben in einigen Bundesstaaten (Michoacán, Guerrero, Chihuahua) bereits die staatliche Macht abgelöst. Ausländische Touristen sind von den Auseinandersetzungen noch nicht betroffen. Ein "landesspezifischer Sicherheitshinweis" (keine Reisewarnung) des Auswärtigen Amts macht indes auf erhöhte Kriminalität in Mexiko aufmerksam.

Frauen

Im Land des Machismo haben es Frauen nicht leicht: Sie verdienen nur einen Bruchteil dessen, was Männer erhalten, und arbeiten ohnehin in Niedriglohnbereichen. Obwohl geschiedene Männer gesetzlich verpflichtet sind, Unterhalt zu zahlen, müssen Millionen Frauen sich und ihre Kinder allein durchbringen. Ein goldener Ring am Finger zählt mehr als das beste Zeugnis. Kleine Mädchen passen auf ihre Geschwister auf und versäumen die Schule, damit ihre Mütter arbeiten können. Nur selten ist eine Mexikanerin leger gekleidet. Selbst bei großer Hitze werden Strümpfe, enge Röcke und hochhackige Schuhe getragen.

Frida Kahlo

Pablo Picasso war von ihren Bildern begeistert. Marcel Duchamp und André Breton gehörten zu ihren Bewunderern. In Amerika feierte sie mit nur 31 Jahren triumphale Erfolge, und auch Europa hat sie entdeckt. Dabei blieb Frida Kahlo doch stets im Schatten des Malers Diego Rivera, mit dem sie zweimal verheiratet war. Während Riveras monumentale Wandbilder die öffentlichen Gebäude und Paläste Mexikos zieren, malte sie, zurückgezogen in einem Zimmer ihres Hauses, kleinformatige Bilder, zumeist Selbstporträts. Ihre Gemälde dokumentieren das Leid und den Schmerz, die in ihrem Körper wohnten. Mit 18 Jahren hatte die 1907 geborene Künstlerin einen sehr schweren Busunfall. Unzählige Male wurde sie operiert, ein Bein musste amputiert werden, zuletzt saß sie im Rollstuhl. Aber zeitlebens blieb sie ihren Leidenschaften treu, nämlich Diego Rivera und der Malerei. Sie starb 1954 und ist mittlerweile zu einer internationalen Kultfigur geworden.

Haciendahotels

Nach der Eroberung Mexikos gründeten die Spanier große landwirtschaftliche Betriebe, sogenannte Haciendas, wo sie in prächtigen Herrenhäusern residierten. Da diese Landgüter oft isoliert lagen und daher autark sein mussten, entwickelten sie sich zu kleinen Dörfern mit einer Kirche, einem Laden und Häusern für die peones, die Arbeiter. Der Glanz der riesigen Güter ist inzwischen verblasst, doch einige wurden restauriert und als Hotels wiedereröffnet.

Landwirtschaft

Da die mexikanische Revolution durch die Forderung tierra y libertad ("Land und Freiheit") ausgelöst worden war, kam es nach der Verfassung von 1917 zu einer Umverteilung des privaten Landbesitzes an landlose Bauern (peones). Die sich nunmehr seit Jahrzehnten hinziehende Umverteilung des Bodens ist nicht zufriedenstellend gelöst. Noch immer warten Millionen auf ihr Stückchen Erde. Viele, denen Boden gegeben wurde, sagen, er sei als Ackerland unbrauchbar. Nicht wenige leben unterhalb der Armutsgrenze.

Mariachi-Musik

Ein Abend in Mexiko-Stadt sollte der Plaza Garibaldi gewidmet sein, dem Treffpunkt zahlreicher Mariachi-Kapellen. Mariachis - der Name leitet sich wahrscheinlich ab vom französischen mariage für Hochzeit, ein Anlass zum Aufspielen - können Gruppen von bis zu zehn Musikern sein. Sie sind an ihren Dienstuniformen zu erkennen: schwarzen Anzügen, die über und über mit Silbertressen bestickt sind, sowie breitkrempigen Hüten. Zu ihrem Repertoire gehören mexikanische Volkslieder, die unter Geigen-, Trompeten- und Gitarrenbegleitung inbrünstig vorgetragen werden.

Maya

Das Hauptverbreitungsgebiet der rund anderthalb Jahrtausende zurückliegenden Mayakultur erstreckte sich auf die Halbinsel Yucatán und Guatemala. Von den übrigen Völkern Mittelamerikas unterschieden sich die Maya insbesondere durch die Entwicklung eines komplexen Kalender- und Schriftsystems.

Bei dem hohen Niveau der Mayakultur ist es verwunderlich, dass weder Töpferscheibe noch Rad bekannt waren. In der Blütezeit ihrer Kultur, zwischen dem 4. und 9. Jh. n. Chr., entstanden zahlreiche Tempelstädte im Regenwald. Zu den schönsten und deshalb bekanntesten Mayastätten Mexikos gehören Chichén Itzá, Tulum, Uxmal, Palenque, Calakmul sowie Cobá. Die Unesco zählt heute mehrere Mayaanlagen zum Weltkulturerbe.

Muralismo

Sie finden sie überall in Mexiko, oft in öffentlichen Gebäuden, wie Regierungspalästen: murales (von mural, "Wand"), großflächige Wandmalereien als Kunstform in Freskotechnik. Sie zeigen und verfremden Ereignisse aus Mexikos Geschichte, geben soziale Probleme teilweise in ironischer und sarkastischer Weise wieder. Die ersten Wandmalereien tauchten Anfang des 20. Jhs. auf: politisch links orientierte Darstellungen aus der Geschichte der Eroberung sowie sozialkritische Betrachtungen des Großeigentums. Bald erhielten die muralistas öffentliche Aufträge: Der große Diego Rivera (1886-1957) schmückte den Treppenaufgang und die Wand der ersten Etage des Nationalpalasts von Mexiko-Stadt. Der ebenfalls politisch engagierte Künstler José Clemente Orozco (1883-1949) verewigte sich mit seinem Meisterwerk "Mensch in Flammen" in einer Kuppel des Hospicio Cabañas in Guadalajara. Und José David Alfaro Siqueiros (1896-1974), einer der bedeutendsten Künstler des Landes und überzeugter Kommunist, gestaltete große Teile des Palacio de las Bellas Artes sowie die Außenwand der Universitätsbibliothek in Mexiko-Stadt. Die Muralisten waren engagiert in ihrem Wunsch, auch den Armen und Unterdrückten, denen, die nicht lesen und schreiben können, die Geschichte ihres Landes näherzubringen. Der Muralismo eroberte die Welt, gelangte auch nach Europa, selbst auf der Mittelmeerinsel Sardinien schmücken in mehreren Bauerndörfern riesige sozialkritische murales die Hauswände.

Ökoparks

Besonderer Beliebtheit erfreuen sich seit einigen Jahren die sogenannten ökologischen Parks, die in landschaftlich herausragenden Gebieten eingerichtet wurden. Sie ermöglichen den Besuchern auf umweltverträgliche Weise einzigartige Naturerlebnisse. Auf ecoturismo spezialisierte Reisebüros bieten geführte Bergtouren, Wildwasserfahrten u. a. an.

Auf der Yucatánhalbinsel sind an der Riviera Maya in den letzten Jahren zahlreiche neue Ökoparks entstanden. Da die kommerziellen Anlagen Xcaret, Xel-Há und Tres Ríos überaus erfolgreich waren und hohe Einnahmen erzielten, wurden weitere Parks entwickelt. Bei diesen kommerziellen parques ecológicos ist die Bezeichnung "eco" oder "öko" in der Regel nur Lippenbekenntnis. Die zuvor wenig berührte Natur wurde für Besucher erschlossen und hergerichtet - mit betonierten Parkplätzen und den gegenwärtig angesagten zip lines (Stahlkabel, an denen Sie an einer Hängevorrichtung über eine Schlucht, einen Fluss oder einfach durch die Landschaft gleiten).

Pflanzen und Tiere

Die landschaftliche Vielfalt hat in Mexiko einen ungeheuren Artenreichtum an Pflanzen zur Folge. Während Westmexiko hauptsächlich von Tannen- und Kiefernwäldern geprägt wird, wachsen im tropischen Regenwald des Südens viele Edelhölzer sowie zahlreiche Orchideenarten. Bougainvilleen, Oleander, Hibiskus und Magnolienbäume sorgen für bunte Tupfer. In Mexiko gibt es 25000 verschiedene Blütenpflanzen, und nahezu überall gedeihen Kakteen.

In den meist unzugänglichen Schluchten der Sierra Madre leben Schwarzbären, Wölfe, Coyoten, Füchse, Biber und Wildschweine. Im Tiefland gibt es noch Jaguare, Pumas und unzählige Affen. Des Weiteren findet man Dachs, Otter, Luchs, Ozelot, Tapir, Waschbär, Hirsch und Gürteltier. Bunt schillernde Vögel entdeckt man ständig, zu den schönsten zählen Papageien und Kolibris. In den Küstenregionen tummeln sich Pelikane und Flamingos, Reiher und Kormorane, Gänse und Enten. Die Unterwasserwelt vor der karibischen Küste ist voller tropischer Fische. Bei der Vielfalt an Reptilien steht Mexiko weltweit an erster Stelle, bei den Säugetieren an zweiter und bei den Amphibien an vierter Stelle.

Stierkampf

Der Stierkampf ist auch in Mexiko beliebt. Dabei ist das 1526 von den Spaniern eingeführte Spektakel nicht unumstritten. Die größte Stierkampfarena der Welt steht in Mexiko-Stadt. Die Saison dauert von November bis April; die Kämpfe beginnen jeden Sonntag gegen 16 Uhr.

Totenkult

Wer das Glück hat, am 2. November, dem Allerseelentag, in Mexiko zu weilen, der kann ein bizarres Schauspiel beobachten. Am Día de los Muertos, dem Tag der Toten, davon sind die Mexikaner überzeugt, macht die Seele der Verstorbenen zu Hause einen Besuch. Für viele ist das der wichtigste Tag des Jahres, die Vorbereitungen beginnen schon Wochen vorher. Händler präsentieren die unentbehrlichen Requisiten: Totenköpfe aus Keramik und Pappmaché, Gruppen musizierender Skelette, aufklappbare Särge, mannshohe Gerippe, die vor den Eingangstüren postiert werden. Die Bäckereien verkaufen in grellen Zuckerguss getauchte oder mit Liebesperlen beklebte Totenschädel, Schokoladenskelette und Marzipansärge.

Ist die bedeutsame Nacht endlich gekommen, werden in allen Häusern und auf dem Weg zum Friedhof Kerzen entzündet, die den Toten als Wegweiser dienen sollen. Im Totenzimmer ist ein Altar aufgebaut, der mit Blumen geschmückt und mit den Lieblingsspeisen des Verstorbenen beladen ist. Oder man pilgert mit den Gaben zu den Friedhöfen. Die Totenfeiern enden in einem fröhlichen Familienfest, bei dem die vorbereiteten Leckereien verzehrt werden.

In Mixquic bei Mexiko-Stadt ist das Erlebnis für Besucher besonders eindrucksvoll. Zum Totentag kommen auch immer Touristen hierher.

Voladores

Während die voladores, die Vogelmenschen, sich in früheren Zeiten zu Ehren der Götter in die Tiefe stürzten, tun sie es heute überwiegend wegen der Pesos der Einheimischen und Touristen. Wo Sie die Artisten bewundern können? In Mexiko-Stadt, gegenüber dem Anthropologischen Museum und vor Pyramidenanlagen, befinden sich rund 30 m hohe Baumstämme. Wenn genügend Zuschauer versammelt sind, klettern fünf festlich gekleidete Indios hinauf und nehmen auf dem oben angebrachten Holzrahmen Platz. Zunächst tanzt der auf einer schmalen Plattform stehende Indio und lässt die Flöte erklingen. Auf ein Zeichen von ihm werfen sich seine vier Kameraden, an Seilen befestigt, kopfüber in die Tiefe. Bevor sich die Seile langsam rotierend abgewickelt und sie die Erde erreicht haben, vollführt jeder der voladores 13 Umdrehungen. Die voladores von Papantla (www.voladoresdepapantla.com) wurden von der Unesco als Kulturgut der Menschheit ausgezeichnet.

Wirtschaft

Mitte der Siebzigerjahre wurden in Mexiko riesige Erdölvorkommen entdeckt. In Anbetracht des zu erwartenden Reichtums kletterten die Staatsschulden auf mehr als 100 Mrd. Dollar. Als sich die Marktbedingungen für den Ölabsatz verschlechterten, waren Milliarden-Dollar-Verluste die Folge. Heute gehört Mexiko zu den meistverschuldeten Ländern der Welt. Dabei ist ein Großteil des geborgten Gelds durch Korruption auf Nimmerwiedersehen versickert. Die Regierung setzt auf den Tourismus als Devisenbringer. 21 Mio. Menschen besuchen jedes Jahr das Land und lassen etwa 9 Mrd. Euro in Mexiko.

Bloss nicht!

Eine factory besuchen

Den Teilnehmern von Pauschalreisen und Rundfahrten sowie Besichtigungsausflügen wird der Besuch einer factory aufgedrängt, in der Kunsthandwerksartikel angeblich besonders preisgünstig sind. Meist ist der Besitzer ein "friend" des Reiseleiters und der Reiseleiter verbürgt sich für wirklich gute Qualität und einen Preisnachlass. Besser ist fast immer ein freundliches, aber bestimmtes "¡No, gracias!"

Nachts am Strand spazieren gehen

Vollmond überm Pazifik, silbern glänzt das Meer - das verlockt zum romantischen Strandspaziergang um Mitternacht. Doch Vorsicht ist angeraten: Nur wenn Sie sich in der Sichtweite von Restaurants befinden oder genügend andere Menschen unterwegs sind, sollten Sie loslaufen - Sie wollen schließlich nicht das Risiko eingehen, ausgeraubt zu werden. Für Frauen besteht die Gefahr sexueller Belästigung.

Englisch sprechen und sich aufregen

Viele Mexikaner sind nicht gut auf US-Amerikaner zu sprechen: Hat ihnen doch der reiche Nachbar im Norden gewaltige Teile des Landes (die heutigen US-Bundesstaaten Kalifornien, Texas und Arizona) weggenommen und sich auch immer wieder in die Politik Mexikos eingemischt. Die Dollars der gringos, wie US-Amerikaner genannt werden, sind zwar gern gesehen, die gringos selbst aber nicht so - zumindest nicht überall. Wer Englisch spricht, wird für einen US-Amerikaner gehalten, wer sich dann noch aufregt über Dinge, die nicht gleich klappen, hat ganz verspielt. Wenige Worte in Spanisch sind daher meist besser als ein englischer Wortschwall.

Sich Drogen andrehen lassen

Von Mexiko werden zwar Drogen in die USA geschmuggelt, der Gebrauch von Drogen wird jedoch scharf verfolgt und geahndet. Lassen Sie die Finger davon, und haben Sie bei starken Schmerzmitteln ein Rezept parat.

2.-Klasse-Busse auf Langstrecken nutzen

Es werden in 2.-Klasse-Bussen keine Sitzplätze reserviert, die Busse halten praktisch an jedem Busch und sind immer überfüllt. Kaufen Sie daher bei Langstrecken immer ein 1.-Klasse-Ticket, und zwar möglichst einen Tag im Voraus. Die Busse der primera clase garantieren einen Sitzplatz, nur wenige Stopps, keine stehenden Fahrgäste sowie zügige und meist sichere Fahrt.

Zu wenig propina geben

Mexikanische Kellner sind von den Trinkgeldern der US-Amerikaner verwöhnt, die mehr als 15 Prozent geben. Deshalb: Mindestens 10 Prozent propina sind bei gutem Service Pflicht, will man zukünftig wie ein Freund begrüßt werden, gibt man wie die Amerikaner.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Die Sicherheitslage in weiten Teilen Mexikos verschlechtert sich stetig. Allein wegen der Präsidentschafts-, Kongress- und Gouverneurswahlen am 1. Juli 2018 ist mit einer weiteren Zunahme der Gewalt zu rechnen. Gewaltdelikte als Folge der hohen Allgemeinkriminalität, aber auch im Zusammenhang mit der Organisierten Kriminalität (Raubüberfälle, Entführungen, Tötungsdelikte, Racheakte) finden zunehmend an zentralen Orten am helllichten Tag statt. Bei Auseinandersetzungen im Bereich der Organisierten Kriminalität können auch Unbeteiligte zu Schaden kommen.
Politische Demonstrationen können in gewaltsame Auseinandersetzungen umschlagen und sollten daher gemieden werden. Dabei kann es landesweit zu Blockaden der Hauptverkehrsverbindungen durch Demonstranten kommen, die mitunter gewaltsam aufgelöst werden.

Im Februar 2018 kam es zu einer Explosion auf einer Fähre zwischen Playa del Carmen und Cozumel im Bundesstaat Quintana Roo, die 20 Personen verletzte, darunter auch Reisende. Am 1. März 2018 konnten Behörden eine weitere Explosion auf einer anderen Fähre desselben Unternehmens und auf der gleichen Route verhindern, Untersuchungen zu den Vorfällen dauern an. Weitere Vorfälle im Raum Playa del Carmen sind nicht auszuschließen. Reisende sollten daher besonders vorsichtig sein und den Anweisungen lokaler Behörden und Reiseleitern Folge leisten.

Am 30. Januar 2018 hat der Vulkan Popocatépetl eine größere Aschewolke ausgestoßen. Die mexikanischen Behörden haben die bisherige Gefährdungseinstufung (gelb, Stufe 2) beibehalten.
Am 18. Februar 2018 ereignete sich erneut südöstlich von Mexiko-Stadt im Bundesstaat Oaxaca ein Erdbeben der Stärke 7,2. Mit Nachbeben und Risiken insbesondere bei beschädigten Gebäuden muss gerechnet werden.
Zuvor ereignete sich zuletzt am 19. September 2017 rund 120 km südöstlich von Mexiko-Stadt ein schweres Erdbeben, das zahlreiche Todesopfer und erhebliche Sachschäden verursachte.
Mexiko wird immer wieder von Naturkatastrophen (Erdbeben, Tropenstürme, vulkanische Aktivitäten) heimgesucht. Reisende werden gebeten, die die Hinweise unter Naturkatastrophen zu beachten und die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen.

Von Reisen
- in die Bundesstaaten Tamaulipas
, Sinaloa (mit Ausnahme von Mazatlán und der Bahnstrecke des "El Chepe"), Colima (mit Ausnahme von Manzanillo) - in die ländlichen Gebiete der Bundesstaaten Guerrero, Michoacán und Jalisco
- in die Grenzregion zu den
- in die Städte
Acapulco (außer Zona Diamante und Pie de la Cuesta), Tijuana, Ciudad Juarez, Chihuahua, Culiacán und Ecatecas de Morelos
- auf der Küstenstraße zwischen Acapulco (Guerrero) und Manzanillo (Colima) wird dringend abgeraten.

Von Aufenthalten während der Nachtzeit im Zentrum der Stadt Cancún wird abgeraten. Zuletzt gab es dort mehrere gewaltsame Auseinandersetzungen.

Bei Überlandfahrten, insbesondere in den Bundesstaaten Guerrero und Jalisco (nur tagsüber mautpflichtige Autobahn benutzen),
- in den ländlichen Gebieten der Bundesstaaten Veracruz, Puebla, Chihuahua, Durango, Nuevo León und Morelos, die Touristenzonen von Acapulco (Guerrero) und Los Cabos (Baja California Sur),
- in den Grenzgebieten zu Guatemala und Belize,
- in einzelnen Zonen im Bundesstaat Estado de México (u.a. Ecatepec, Naucalpan, Nezahualcoyotl),
- in gewissen Stadtbezirken von Mexiko-Stadt (Tepito, Doctores, Lagunilla, Venustiano Carranza, Gustavo A. Madero und Iztapalapa)
wird zu besonderer Vorsicht geraten.

Kriminalität

Aufgrund weit verbreiteter Kriminalität und der in einer Reihe von Bundesstaaten angespannten Sicherheitslage, sollten die empfohlenen Verhaltensregeln strikt eingehalten und ggf. zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.

Am häufigsten kommen Raubüberfälle, (virtuelle) Entführungen, Vortäuschung von Unfällen und Tötungsdelikte vor. Polizeikräfte oder uniformiertes Sicherheitspersonal bzw. Kriminelle, die sich als solche ausgeben, können grundsätzlich an Straftaten beteiligt sein. Bei unbekannten Anrufern sollten Reisende zurückhaltend mit persönlichen Informationen sein. Im Falle von "virtuellen Entführungen" sollte Ruhe bewahrt und versucht werden, auf anderem Wege Kontakt mit dem vermeintlich entführten Angehörigen herzustellen.
In vielen Regionen kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Sicherheitskräften und der Organisierten Kriminalität. Besonders ausgeprägt ist die Gewalt in den nördlichen und westlichen Bundesstaaten entlang der Pazifikküste, sowie in den Großstädten wie Tijuana, Ciudad Juárez, Reynosa, Matamoros, Tampico, Acapulco und Torreón. Auch in den an Mexiko-Stadt angrenzenden Gemeinden des Estado de México sowie in den Bundesstaaten Puebla und Veracruz nimmt die Zahl der Gewaltdelikte weiter zu.

Gewalt gegen Frauen hat nicht zuletzt in den Touristenregionen zugenommen. Frauen sollten daher insbesondere nachts und in einsamen Gebieten nicht allein unterwegs sein. Sexuelle Übergriffe sollten umgehend bei der nächstgelegenen Dienststelle des "Ministerio Público" (Staatsanwaltschaft) zur Anzeige gebracht werden.

Opfer eines Überfalls sollten keinerlei Gegenwehr leisten, da die Täter sofort von Waffen Gebrauch machen. Auf auffälligen Schmuck sollte verzichtet und Geld und Wertsachen nur im erforderlichen Umfang mitgenommen werden. Diese sollten nicht sichtbar am Körper getragen werden. Wichtige Dokumente (Reisepass, Flugticket, etc.) sollten in der Unterkunft sicher deponiert, bei Ausflügen Kopien z.B. auf mobilen Geräten mitgeführt werden.

Naturkatastrophen

In Mexiko ist wie in der gesamten Region von Mai bis November Hurrikan-Saison.
Reisende müssen in dieser Zeit an allen Küsten Mexikos mit Tropenstürmen und intensiven Regenfällen rechnen und werden gebeten, die zu beachten.

Mexiko liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone, weshalb es des Öfteren und zum Teil schweren Erdbeben sowie vulkanischen Aktivitäten kommt.
Besonders gefährdet sind die auf dem ehemaligen Seegrund liegenden älteren Stadtviertel von Mexiko-Stadt. Der Großraum Mexiko-Stadt und die besonders erdbebengefährdeten Bundesstaaten an der Pazifikküste waren bisher immer nur in Teilen betroffen. Die Behörden evakuieren daher vorrangig in sichere Zonen des Hochtals von Mexiko-Stadt bzw. in sichere Zonen des betroffenen Bundesstaates.
Der Vulkan Popocatépetl ist seit 1994 wieder verstärkt aktiv. Es gilt eine Sperrzone von 12 km um den Krater. Tagesaktuelle Verhaltenshinweise und Warnstufen finden sich auf der
Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bieten das Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam und die Webseite der Botschaft Mexiko.

Den Anweisungen der mexikanischen Behörden im Krisenfall ist Folge zu leisten.
Einen Überblick über Gefährdungen durch Naturkatastrophen bietet der "nationale Risikoatlas".
Naturereignisse können kurzfristig zu Einschränkungen im Flugverkehr führen.

Reisen über Land

Für die Fahrt zur Ausgrabungsstätte in Teotihuacan im Nordosten von Mexiko-Stadt sollten keine Linien-, sondern Touristenbusse genutzt werden. Für notwendige Reisen in die nördlichen und mittleren Landesteile ist es ratsam, sich vor Ort über erforderliche Verhaltensmaßnahmen zu erkundigen.

Sowohl wegen der erhöhten Überfall- als auch Unfallgefahr (schlechte Straßenverhältnisse, Schlaglöcher, streunende Hunde) wird dringend dazu geraten, nur tagsüber zu reisen und Nachtfahrten zu vermeiden. Zudem sollte nur an belebten Rastplätzen und Tankstellen Halt gemacht werden. Bei Überlandfahrten wird empfohlen, auf keinen Fall anzuhalten, wenn am Straßenrand die Bitte um Pannenhilfe signalisiert wird. Es ist besser, die Polizei an der nächsten Polizeiwache oder Tankstelle über den Notfall zu unterrichten.

Auf Fahrten als Anhalter und auf die Mitnahme von Anhaltern sollten Reisende unbedingt verzichten.

Individualreisen in entlegene Gebiete sollten nicht ohne professionelle Führung unternommen werden. Es sollte generell darauf geachtet werden, dass der Reiseleiter oder Fremdenführer im Besitz eines offiziellen Ausweises von SECTUR (mexikanisches Tourismusministerium) ist. Bei Wanderungen in Naturschutzgebieten, z.B. Vulkanbesteigungen, besteht die Gefahr von Raubüberfällen. Reisende sollten sich vorab gut über das Zielgebiet informieren und möglichst in größeren Gruppen unterwegs sein.

Fahrzeuge sollten nur mit geschlossenen Fenstern und verriegelten Türen gefahren und nur auf bewachten Parkplätzen abgestellt werden. Wegen der hohen Einbruchgefahr sollte kein Gepäck sichtbar im Fahrzeug verbleiben.
Zu Urlaubsreisen mit dem Wohnmobil/Campingwagen kann wegen der ungenügenden Zahl von bewachten Campingplätzen nicht geraten werden.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalreisende werden in der Regel über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Straßenverkehr / Verkehrsverbindungen

Das Flugverkehrsnetz in Mexiko ist gut ausgebaut. Es gibt einige nationale Fluglinien, die das gesamte Land bedienen. Darüber hinaus existieren zahlreiche regional operierende Fluggesellschaften.

Vor allem in Mexiko-Stadt herrscht ein chaotischer Verkehr.

Je nach Tageszeit und Verkehrslage kann die Anreise zum Flughafen Mexiko-Stadt deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen als vermutet. Es wird empfohlen, vom Online-Check-in Gebrauch zu machen und mindestens zwei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Es gibt auch ein umfangreiches und kostengünstiges Überlandbusnetz. Busse der Luxusklasse und der 1. Klasse entsprechen gutem europäischem Standard. Busse der 2. und 3. Klasse sollten aus Sicherheitsgründen gemieden werden.

Bei Überlandfahrten im eigenen Pkw bzw. Mietwagen kann es insbesondere während der Regenzeit von April bis Oktober wegen der schlechten Straßenverhältnisse zu Behinderungen kommen. Besondere Vorsicht ist auch innerorts wegen der vielen schlecht gekennzeichneten Geschwindigkeitsbarrieren (topes) geboten

An entsprechend markierten Stellen im Parkverbot abgestellte Fahrzeuge werden abgeschleppt und können nur nach Zahlung eines hohen Geldbetrags wieder ausgelöst werden.

Insbesondere während der Ferienzeiten kann es zu Sperrungen der Hauptverkehrsstraßen durch Demonstranten kommen. Die Weiterfahrt wird zum Teil gegen ein "Wegegeld" gestattet. Von Diskussionen über dessen Rechtmäßigkeit wird abgeraten. Eine Übersicht über aktuelle Verkehrsblockaden findet sich z.B. unter

Taxis sollten von offiziellen Taxiständen (Sitios) stammen oder telefonisch bzw. über eine Taxi-App bestellt werden. Bei auf der Straße angehaltenen Taxis besteht, besonders nach Einbruch der Dunkelheit, aber auch tagsüber, ein beachtliches Risiko entführt und/oder ausgeraubt zu werden.

Reise mit dem PKW/Versicherung

In Mexiko gibt es keine flächendeckende Versicherungspflicht für Pkw-Halter. In 14 der 32 mexikanischen Staaten, darunter Yucatán und in Mexiko-Stadt, besteht auch für den Fahrer eines Pkw eine Versicherungspflicht (Haftpflicht); bei Verstößen können Geldbußen verhängt und der Pkw beschlagnahmt werden. Jedoch ist auch in Staaten mit Versicherungspflicht nicht sichergestellt, dass Versicherungsschutz tatsächlich besteht. Um Rechtsverstöße zu vermeiden und im Falle eines Unfalls abgesichert zu sein, sollte bei der Anmietung eines Pkw stets mit der Autovermietung geklärt werden, ob eine Haftpflichtversicherung besteht. Falls keine vorhanden ist, sollte diese unbedingt abgeschlossen werden. Da weniger als 50 Prozent der Pkw in Mexiko versichert sind, empfiehlt sich der Abschluss einer Vollkaskoversicherung.

Fotografieren

Vorsicht ist - außer an touristischen Hotspots - beim Fotografieren geboten. Insbesondere die indigene Bevölkerung lässt sich nicht gern fotografieren, auch nicht, wenn Personen nicht direkt aufgenommen werden. Im Zweifelsfall sollte vor dem Fotografieren um Erlaubnis gebeten werden.

Geld / Kreditkarten

Landeswährung ist der Peso ($) = 100 Centavos (¢). Es besteht keine Devisenkontrolle, Einfuhr, Kauf und Verkauf von US-$- und Euro-Noten in Wechselstuben und größeren Hotels sind möglich. Bei der Einreise mitgeführte Beträge über 10.000,- US-$ müssen deklariert werden.
Alle gängigen Kreditkarten werden weitgehend akzeptiert, allerdings kommt es in Einzelfällen zu Zahlungsschwierigkeiten mit ausländischen Kreditkarten. An Geldautomaten, die dem Maestro-System angeschlossen sind, kann Bargeld mit der entsprechenden Bankkarte abgehoben werden.
Es sollten nur Geldautomaten genutzt werden, die sich innerhalb von gesicherten Gebäuden wie z.B. Banken, Hotels oder Einkaufszentren befinden. Auch dort sollten Reisende auf Personen in unmittelbarer Umgebung achten, die sie unter Umständen ausspähen oder ihnen folgen.

Über "Western Union" kann kurzfristig Geld aus Deutschland überwiesen werden. Partner von "Western Union" in Deutschland ist die "Reisebank AG".
Von anderweitigen Banktransfers ist aufgrund langer Überweisungsdauer abzuraten.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch

Medizinische Versorgung.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen: Reisedokumente sollten nach geltenden Bestimmungen noch sechs Monate gültig sein, in der Praxis genügt jedoch eine Restgültigkeit für die Dauer des geplanten Aufenthalts.
Ein deutscher Reisepass, der bei einer Passbehörde gestohlen gemeldet, aber später wiedergefunden wurde, sollte nicht mehr benutzt werden, da die Ausschreibung in der internationalen Sachfahndung nicht rückgängig gemacht werden kann. Dies kann bei der Weiterreise zu Schwierigkeiten führen.

Visum

Deutsche Staatsangehörige, die als Touristen nach Mexiko reisen, können ohne vorherige Einholung eines Visums einreisen. Sie erhalten bei der Einreise nach Mexiko per Flug oder an anderen Grenzübergangsstellen eine Touristenkarte (genannt "FMM") für maximal 180 Tage. Bei Grenzübertritt wird die Karte gestempelt und der Gültigkeitszeitraum eingetragen. Dabei sollte auf die Gültigkeitsdauer geachtet werden, um späteren Aufwand zur Verlängerung zu vermeiden. Eine spätere Verlängerung auf bis zu 180 Tage kann bei der zuständigen Behörde in Mexiko, dem Instituto Nacional de Migración beantragt werden. Jedoch besteht darauf kein Anspruch.

Die beim Reisenden verbleibende Ausfertigung der Touristenkarte sollte sicher verwahrt werden, sie muss bei der Ausreise aus Mexiko vorgelegt werden. Personenkontrollen zur Überprüfung des legalen Aufenthalts in Mexiko sind häufig, daher sollte man jederzeit eine Kopie von Pass und Touristenkarte mit sich führen.

Bei Verlust muss spätestens bei Ausreise gegen Gebühr eine neue Karte erworben werden (umgerechnet ca. 20,- €).

Bei der Einreise auf dem Landweg über die kann es vorkommen, dass Touristenkarten nicht abgestempelt werden. In diesem Fall muss dies, z. B. gegen Vorlage des Bustickets, beim Instituto Nacional de Migración des Grenzortes nachgeholt werden, dies ist z.B. in Tijuana auch im INM-Büro im Flughafen möglich.

Es wird dringend davon abgeraten, die Weiterreise durch Mexiko ohne gültiges Touristenvisum anzutreten. Es besteht das Risiko, bei einer Kontrolle in Abschiebehaft genommen und zügig nach Deutschland ausgewiesen zu werden.

Ein- und Ausreise über die
Bei Ein- oder Ausreise über die sind die Einreisebestimmungen für die zu beachten.

Beantragung von Aufenthaltsgenehmigungen:

Es ist nicht mehr möglich, nach Einreise beispielsweise als Tourist einen Aufenthaltstitel für einen anderen Aufenthaltszwecke (z.B. Erwerbstätigkeit) zu beantragen. Andere als Touristen-Aufenthaltstitel müssen vor Einreise bei den mexikanischen Auslandsvertretungen beantragt werden.

Reisen von Minderjährigen

Minderjährige, die alleine oder nur in Begleitung eines Elternteils einreisen, müssen keine Erlaubnis der nicht mitreisenden Eltern und/oder -teile mitführen; es wird dennoch empfohlen, eine formlose Genehmigung auszustellen und mit Kopien der Pässe der Eltern bei Einreise/Ausreise bei sich zu führen.
Allein reisende Minderjährige mit Wohnsitz in Mexiko, die nicht von einem Inhaber der elterlichen Sorge begleitet werden, benötigen für die Ausreise aus Mexiko eine Einverständniserklärung der Inhaber der elterlichen Sorge. Dies gilt nicht für Minderjährige, die sich mit Touristenstatus in Mexiko aufhalten.
Nähere, detaillierte Auskünfte hierzu erteilen die mexikanischen Auslandsvertretungen und das Instituto Nacional de Migración.
Einzelne Fluggesellschaften verlangen für die Ausreise eines Minderjährigen mit nur einem Elternteil den Nachweis des Einverständnisses des anderen Elternteils, hier sollte man sich bei der Fluggesellschaft genau erkundigen.

Kinder mit einem mexikanischen Elternteil besitzen die mexikanische Staatsangehörigkeit, auch wenn sie nicht in Mexiko geboren worden sind. Auch wenn sie mit einem deutschen Pass nach Mexiko eingereist sind, haben sie in Mexiko eigentlich keinen Touristenstatus, was bei der Ausreise ohne mexikanischen Pass zu Problemen führen kann. Eltern, die mit mexikanischen Minderjährigen reisen, sind überdies verpflichtet, ein Original der Geburtsurkunde des Kindes mitzuführen.

Erwerbstätigkeit / Humanitäre Hilfe / Menschenrechtsverteidiger

Touristen dürfen keine weiteren Tätigkeiten ausüben.
Sofern ein längerer Aufenthalt bzw. Erwerbstätigkeit, Freiwilligendienst, Humanitäre Hilfe oder Menschenrechtstätigkeit in Mexiko beabsichtigt ist, sollte vor Reiseantritt die mexikanische Botschaft in Berlin oder das mexikanische Generalkonsulat in Frankfurt hinsichtlich der Visavoraussetzungen kontaktiert werden.
Freiwilligendienste sollten möglichst im Rahmen von etablierten Programmen wie "kulturweit" "weltwärts" oder "IJFD" geplant werden.

Bei Personenkontrollen wird nicht nur der Ausweis verlangt, sondern auch die mexikanische Aufenthaltserlaubnis (Touristenkarte FMM, bzw. FM 2/3). Ausländer sollten ihre mexikanische Aufenthaltserlaubnis jederzeit, zumindest als Kopie, bei sich führen. Andernfalls besteht das Risiko, von der Einwanderungsbehörde in Gewahrsam genommen und ggf. abgeschoben zu werden.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Verboten ist die Ausfuhr von Gold (außer Goldschmuck), Antiquitäten, Archäologischen Fundstücken, Kakteen, Korallen und anderen geschützten Tieren.
Nähere Auskünfte finden sich auf der Website des mexikanischen Zolls. Dort findet sich auch Übersicht über erlaubte Wareneinfuhr. Weitergehende rechtsverbindliche Informationen sind nur von mexikanischen Behörden erhältlich.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Die Mindesthaftstrafe für Drogenbesitz beträgt in Mexiko ungeachtet der Menge zehn Jahre. Die Höchststrafe beträgt 25 Jahre.
Der Genuss alkoholischer Getränke in der Öffentlichkeit (beispielsweise auf der Straße) ist in ganz Mexiko verboten und wird mit Geldstrafe oder Gefängnis geahndet.

Ausländern sind politische Aktivitäten untersagt.
Menschenrechtstätigkeit durch Ausländer bedarf einer besonderen Genehmigung (siehe auch Erwerbstätigkeit/Menschenrechtsverteidiger).
Verstöße hiergegen führen zur Festnahme und Ausweisung. Die Einleitung eines Strafverfahrens mit Untersuchungshaft ist in derartigen Fällen nicht ausgeschlossen. Ähnliches gilt für politische Aktivitäten, wie z. B. die Teilnahme an politischen Veranstaltungen und Demonstrationen.

Bereits die Entfernung unter Artenschutz stehender Pflanzen (insbesondere Kakteen) aus ihrem natürlichen Umfeld ist in Mexiko unter Geld- oder Gefängnisstrafe gestellt; dies gilt auch für den Versuch diese aus Mexiko auszuführen. Auch zum Verkauf angebotene Pflanzen können unter Artenschutz stehen.

Personen, die Opfer minderschwerer Delikte (z.B. Diebstahl, Verlust von Reisedokumenten) werden, haben in Mexiko-Stadt die Möglichkeit, diese online anzuzeigen: https://mpvirtual.pgjdf.gob.mx. Die Anzeige im Internet ersetzt nicht die persönliche Vorsprache bei der zuständigen Staatsanwaltschaft ("Ministerio Público"), kann aber unter Umständen das Verfahren dort erleichtern, weil alle relevanten Informationen bereits vorliegen.

Es gibt darüber hinaus in Mexiko-Stadt und auch in anderen Landesteilen die Möglichkeit, sich direkt an auf Touristen spezialisierte Polizeidienststellen zu wenden. Diese nennen sich Agencias del Ministerio Público especializadas en Atención al Turista und sind in Mexiko-Stadt u.a. unter folgenden Anschriften zu finden:

  • Calle Amberes 54, esquina Londres, Zona Rosa, Delegación Cuauhtémoc, Tel. 53455382
  • Calle Victoria 76, e/ Luis Moya y Revillagigedo, Col. Centro, Delegación Cuauthémoc, Tel. 53468724
  • Av. Presidente Masaryk 172, Col. Polanco, Delegación Miguel Hidalgo, Tel. 55317449.

Dort können Anzeigen direkt aufgegeben werden, es gibt Mitarbeiter mit Fremdsprachenkenntnissen (nicht unbedingt auch deutsch).

Aktuelle medizinische Hinweise
Zika-Virus-Infektion
In der Region wird aktuell eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellt. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung.
Das Auswärtige Amt empfiehlt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) sowie dem Robert-Koch-Institut von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Bei unvermeidbaren Reisen muss auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung von Mückenstichen geachtet werden, siehe auch Schutzmaßnahmen Mückenstiche.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im Merkblatt Zika-Virus des Gesundheitsdienstes.

Impfschutz

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de) für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt sowie bei besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Malaria

Die Übertragung erfolgt durch den Stich abend- und nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die Malaria tropica (Erreger: p. falciparum) nicht selten tödlich. Die Malaria-Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Es besteht ganzjährig ein mittleres Übertragungs-Risiko (p. falciparum < 1%) in ländlichen Gebieten unterhalb von 1.000 m Höhe in den südlichen Grenzregionen bzw. ein minimales Risiko in anderen Gebieten.
Als malariafrei gelten neben Höhenlagen (ca. >1.000m) größere Städte und die Halbinsel Yucatan.
Je nach Reiseprofil kann im Einzelfall das Mitführen einer Notfall-Medikation ("Standby") mit Chloroquin sinnvoll sein, deren Auswahl unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden sollte. In jedem Fall ist die konsequente Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s. u.) sinnvoll, z. B. lange bedeckende Kleidung bzw. Auftragen von Repellentien auf unbedeckte Hautpartien.

Dengue-Fieber

Dengue wird in vielen Teilen des Landes durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes aegypti übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s. u.).

Chikungunya

Die ebenso von Aedes Mücken übertragene Chikungunya- Virusinfektion breitet sich seit Januar 2014 in der gesamten Region aus. Mit einer weiteren Zunahme der Häufigkeit ist zu rechnen. Die Krankheit zeigt ein ähnliches Symptombild wie das Dengue-Fieber, schwerwiegende Komplikationen sind jedoch noch seltener.
Ein Merkblatt zu Chikungunya gibt es unter www.diplo.de/reisemedizin.

Leishmaniasis

Die kutane und mukokutane Form kommt in vielen Teilen des Landes vor. Die einzelligen Parasiten werden ebenfalls durch Mücken übertragen. Auch in dieser Hinsicht ist ein Schutz vor Mücken empfehlenswert (s. u.).

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird daher allen Reisenden empfohlen:

  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig (Dengue, Zika) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!),
    Insektenschutzmittel (Repellents) auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.

Leptospirose

Ganzjährig kann die Leptospirose vereinzelt durch mit Nagetierausscheidungen kontaminiertes Wasser übertragen werden. Diese bakterielle Infektion verläuft meist wie ein milder grippaler Infekt, kann in seltenen Fällen jedoch auch zu schwerwiegender Beteiligung der Leber und Nieren führen. Bei zu erwartender Exposition kann im Einzelfall nach sorgsamer Risikoabwägung durch einen Reise- bzw. Tropenmediziner eine medikamentöse Prophylaxe mit Doxycyclin erwogen werden.

HIV/AIDS

Durch ungeschützte sexuelle Kontakte und bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Zu weiteren Informationen bezüglich Cholera beachten Sie bitte auch das Cholera-Merkblatt des Auswärtigen Amts: www.diplo.de/reisemedizin
Ebenso werden in Yucatan (inklusive der Riviera Maya) auch andere Durchfallerkrankungen wie der durch eine Darmparasiten fäkal-oral übertragenen Cyclosporiasis beobachtet.

Hierzu einige hygienische Grundregeln zur effektiven Prävention, um eine antibiotische Therapie gar nicht erst notwendig zu machen: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit aufbereitetem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Medizinische Versorgung

Listen von Krankenhäusern und Ärzten finden Sie in der Rubrik "Regionalärztlicher Dienst" auf der Website der Deutschen Botschaft unter www.mexiko.diplo.de.
Insgesamt ist die Gesundheitsversorgung gerade in ländlichen Gebieten Mexikos häufig nicht mit in Deutschland herrschenden technischen und hygienischen Standards vergleichbar. Planbare Eingriffe sollten nach Möglichkeit daher in Deutschland erfolgen.

Vor Reiseantritt sollte unbedingt eine Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen werden, die auch einen Rücktransport im Notfall mit einschließt.
Die Kosten für eine medizinische Behandlung (prinzipiell auch bei Notfällen!) sowie für Medikamente müssen insbesondere im privaten Sektor in der Regel vor Ort sofort in bar (auch Kreditkartenzahlung ist ggf. möglich) beglichen werden.

Lassen Sie sich unbedingt vor einer Reise nach Mexiko durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle oder einen Tropen- bzw. Reisemediziner beraten (Verzeichnis z. B. unter www.dtg.org).

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinischen Einrichtungen sind gut, es stehen staatliche und private Krankenhäuser, Ärzte, Kliniken und Apotheken zur Verfügung.

Arzneimittel sind häufig ohne Rezept erhältlich, und Apotheker dürfen leichte Erkrankungen und Verletzungen behandeln.

Da Mexiko City relativ hoch liegt, kann es sein, dass Besucher eine Akklimatisationszeit benötigen. Die Stadt hat außerdem hohe Smog-Messwerte, was ebenfalls bedacht werden sollte.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sowie einer Reiserückholversicherung wird empfohlen.

Essen und Trinken

Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. In den meisten Hotels ist Wasser in Flaschen oder sterilisiertes Wasser aus Trinkwasserhähnen erhältlich. Ist dies nicht der Fall, sollte Wasser vor dem Trinken, Zähneputzen und vor der Eiswürfelbereitung abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist außerhalb der größeren Städte oft nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser zubereiten. Fleisch- oder Fischgerichte sollten nur gut durchgekocht und heiß serviert verzehrt werden. Der Genuss von Schweinefleisch, Mayonnaise, rohen Salaten und Milchprodukten aus ungekochter Milch sollte wegen des erheblichen Risikofaktors vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vom Genuss von Obst, Meeresfrüchten, Eis in Getränken sowie generell an Straßenständen wird abgeraten.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Gelbfieber Nein -
Cholera 1 -
Typhus & Polio 2 -
Malaria 3 -
Essen & Trinken - -

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch noch in den Bundesstaaten Hidalgo und Veracruz. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden.

[2] Typhus kommt vor, Poliomyelitis nicht. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

[3] Malaria tritt auf. Die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax kommt ganzjährig in ländlichen Gebieten vor, die von Touristen selten besucht werden. Ein mittleres Malariarisiko besteht in den tiefer gelegenen Regenwaldgebieten (< 1000 m). Ein geringes Malariarisiko besteht in Chiapas und Oaxaca, sowie im abgelegenen Foci im Nordwesten. Ein niedriges Malariarisiko besteht in den restlichen Tieflandgebieten, sowie Chichuahua, Durango, Nayarit, Sinaloa und Quintana Roo. Höhenlagen, größere Städte und die Halbinsel Yucatan sind malariafrei.

Gesundheitszeugnis

Für einen Langzeit- oder Arbeitsaufenthalt über 3 Monate ist u.U. ein Gesundheitszeugnis in spanischer Sprache erforderlich.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Chagas-Erkrankungen werden durch Raubwanzen, die vor allem in den tiefer gelegenen ländlichen Gebieten im Süden vorkommen, herbeigeführt. Reisenden, die in einfachen Hütten und im Freien übernachten, empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.

Die Chikungunya-Virusinfektion kommt vor, viele Verdachtsfälle im Süden. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Im Süden des Landes tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose sowie die ebenfalls durch Mücken übertragene Krankheit Kala Azar kommen landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Tollwut kommt landesweit vor. Abgesehen von Hunden sind Fledermäuse die häufigste Infektionsursache beim Menschen. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Das Zika-Virus wird durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. Zu den Symptomen gehören u.a. Fieber, Gelenkschmerzen und eine Bindehautentzündung. Häufig bleibt die Infektion unbemerkt oder verläuft nur mit milden Symptomen. Bisher dokumentierte, vereinzelte Todesfälle standen überwiegend mit anderen Vorerkrankungen in Zusammenhang. Das Auswärtige Amt rät Schwangeren von nicht zwingend notwendigen Reisen in Gebiete mit aktuellen Zika-Ausbrüchen ab, weil das Virus im Verdacht steht, bei Ungeborenen Mikrozephalie zu verursachen.
Es existiert weder eine Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe. Eine konsequente Einhaltung persönlicher Mückenschutzmaßnahmen wird empfohlen.

Reisewarnung

Überblick

Mexiko

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 08.02.2017
Unverändert gültig seit: 02.02.2017

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Von nicht zwingend notwendigen Reisen in den Bundesstaat Tamaulipas wird dringend abgeraten.

Von Reisen in ländliche Gebiete der Bundesstaaten Guerrero, Michoacán und Jalisco wird ebenfalls dringend abgeraten. Dort kommt es häufiger zu Ausschreitungen und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der Organisierten Kriminalität, Sicherheitskräften und Bürgerwehren.

Auch von der Benutzung der Küstenstraße zwischen Acapulco (Guerrero) und Manzanillo (Colima) wird aus diesem Grund dringend abgeraten. Überlandfahrten in die Städte und Touristenzonen der Bundesstaaten Guerrero und Jalisco sollten nur tagsüber und nur direkt über die Autobahn erfolgen. In der Vergangenheit kam es auch in Touristengebieten, wiederholt auch in Acapulco, zu den oben beschriebenen Auseinandersetzungen. Weitere Zwischenfälle dieser Art sind nicht auszuschließen.

Landesweit kann es immer wieder zu Blockaden der Hauptverkehrsverbindungen durch Demonstranten kommen, die, wie zuletzt im Bundesstaat Oaxaca, u.U. auch gewaltsam aufgelöst werden.

Kriminalität

Aufgrund weit verbreiteter Kriminalität und der in einer Reihe von Bundesstaaten angespannten Sicherheitslage, sollten die empfohlenen Verhaltensregeln strikt eingehalten und  ggf. zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.

In einigen Fällen sind auch Polizeikräfte bzw. uniformiertes Sicherheitspersonal an Straftaten beteiligt bzw. Kriminelle, die sich als solche ausgeben. Die Gewalt erstreckt sich von Raubüberfällen über Entführungen bis hin zu Tötungsdelikten. In vielen Regionen kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Sicherheitskräften und der Organisierten Kriminalität. Die Gewalt ist besonders ausgeprägt in nördlichen Bundesstaaten wie beispielsweise Tamaulipas, Coahuila, Chihuahua, Nuevo León, aber auch in Zacatecas, Durango, Sinaloa, Michoacán, Guerrero und Morelos. Betroffen sind insbesondere Großstädte wie Tijuana, Ciudad Juárez, Reynosa, Matamoros, Tampico, Acapulco und Torreón. Auch in den an Mexiko-Stadt angrenzenden Gemeinden des Estado de México sowie im Bundesstaat Veracruz hat die Zahl der Gewaltdelikte weiter zugenommen.

Die Gewalt beschränkt sich keineswegs auf diese genannten Orte. Verbreitet sind auch virtuelle Entführungen oder Erpressungen, in denen eine Entführung oder ein Unfall eines Angehörigen nur vorgetäuscht wird. Bei unbekannten Anrufern sollten Reisende zurückhaltend mit persönlichen Informationen sein, Ruhe bewahren und versuchen auf anderem Wege mit dem betreffenden Angehörigen einen Kontakt herzustellen.

Gewalt gegen Frauen hat, auch in den Touristenregionen, zugenommen. Frauen sollten, insbesondere nachts und in einsamen Gebieten, nicht allein unterwegs sein. Sexuelle Übergriffe sollten umgehend bei der nächstgelegenen Dienststelle des „Ministerio Público" (Staatsanwaltschaft) zur Anzeige gebracht werden.

Personen, die einen längeren, nicht rein touristischen Aufenthalt in Mexiko planen (insbes. im Rahmen von Freiwilligendiensten) wird geraten, sich im Vorfeld an die deutsche Botschaft Mexiko zu wenden.

Auch für kurzfristige Aufenthalte wird eine Registrierung in der elektronischen Deutschenliste empfohlen: Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://elefand.diplo.de

Reisen über Land

Es wird empfohlen, die Ruinen in Teotihuacan, bei Mexiko-Stadt, nicht mit Linienbussen zu besuchen, sondern Touristenbusse dorthin zu nutzen. Sofern eine Reise in die nördlichen und mittleren Landesteile erforderlich ist, ist es ratsam, sich vor Ort über erforderliche Verhaltensmaßnahmen zu erkundigen, wie beispielsweise über bestimmte Stadtteile, die man insbesondere nachts meiden sollte.

Wegen der erhöhten Unfall- und Überfallgefahr wird dringend dazu geraten, nur während des Tages zu reisen und Nachtfahrten - auch mit dem Bus - zu vermeiden. Zudem sollte, auch bei Fahrten auf Autobahnen, nur Halt an belebten Rastplätzen und Tankstellen gemacht werden. Stopps an kleinen Haltebuchten sollten vermieden werden. Bei Überlandfahrten wird empfohlen, auf keinen Fall anzuhalten, wenn am Straßenrand die Bitte um Pannenhilfe signalisiert wird. In solchen Fällen informieren Reisende besser die Polizei an der nächsten Polizeiwache oder Tankstelle über den Notfall.

Auf Fahrten als Anhalter und auf die Mitnahme von Anhaltern sollten Reisende unbedingt verzichten.

Insbesondere während der Ferienzeiten kann es zu öffentlichkeitswirksamen Sperrungen der Hauptverkehrsstraßen durch Demonstranten kommen. Die Weiterfahrt wird zum Teil gegen ein „Wegegeld" gestattet. Von Diskussionen über dessen Rechtmäßigkeit wird abgeraten. Eine Übersicht über aktuelle Verkehrsblockaden findet sich z.B. unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttps://ret.io/c/

Individualreisen in entlegene Gebiete sollten nicht ohne professionelle Führung unternommen werden. Es sollte generell darauf geachtet werden, dass der Reiseleiter oder Fremdenführer im Besitz eines offiziellen Ausweises von SECTUR (mexikanisches Tourismusministerium) ist. Bei Wanderungen in Naturschutzgebieten, z.B. Vulkanbesteigungen, besteht die Gefahr von Raubüberfällen. Reisende sollten sich vorab gut über das Zielgebiet informieren und möglichst in größeren Gruppen unterwegs sein.

Zu Urlaubsreisen mit Wohnmobil/Campingwagen kann wegen der ungenügenden Zahl von bewachten Campingplätzen nicht geraten werden.

Weitere Hinweise zur Sicherheit:

  • Opfer eines Überfalls sollten keinerlei Gegenwehr leisten, da die Täter sofort von Waffen Gebrauch machen!
  • Auf auffälligen (Mode-) Schmuck sollte verzichtet und Geld und Wertsachen nur im erforderlichen Umfang mitgenommen werden. Diese sollten nicht sichtbar am Körper getragen werden. Manche Diebe sind allerdings auf den Diebstahl von verdeckt getragenen Gürteltaschen spezialisiert.
  • Vorsicht an Geldautomaten: Möglichst nur Geldautomaten nutzen, die sich innerhalb von gesicherten Gebäuden wie z.B. Banken, Hotels oder Einkaufszentren befinden. Auch dort sollten Reisende auf Personen in unmittelbarer Umgebung achten, die sie unter Umständen ausspähen oder ihnen folgen. Es hat bereits Überfälle mit Todesfolge auch auf deutsche Staatsangehörige gegeben.
  • Wichtige Dokumente (Reisepass, Flugticket, etc.) sollten in der Unterkunft sicher deponiert werden. Kopien dieser Dokumente sollten in elektronischer Form in der Privatmail hinterlegt werden, so dass sie im Bedarfsfalle abgerufen werden können.
  • Im Pkw sollte nur mit geschlossenen Fenstern und verriegelten Türen gefahren werden.
  • Taxis sollten von offiziellen Taxiständen (Sitios) genommen oder telefonisch bzw. über eine Taxi-app bestellt werden. Bei auf der Straße angehaltenen Taxis besteht, besonders nach Einbruch der Dunkelheit, aber auch tagsüber, ein beachtliches Risiko entführt und/oder ausgeraubt zu werden.
  • Der Genuss alkoholischer Getränke in der Öffentlichkeit (also beispielsweise auf der Straße) ist in ganz Mexiko verboten und wird mit Geldstrafe oder Gefängnis geahndet.

Naturkatastrophen

Ganz Mexiko ist Erdbebengebiet. In Mexiko, in Zentralamerika, der Karibik und den südlichen Bundesstaaten der USA ist von Mai bis November Hurrikan-Saison. Es muss mit Tropenstürmen, starken Regenfällen und in der Folge mit starken Überschwemmungen und Erdrutschen gerechnet werden. Es gibt Naturkatastrophen-Apps wie z.B. Sky Alert, Alerta Sísmica D.F., wArning und den twitter-account Protección Civil CDMX, über die im Bedarfsfall auch Anweisungen der Behörden veröffentlicht werden, s.a. Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.proteccioncivil.gob.mx

Aktuelle Hurrikan-Informationen sind u.a. unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.nhc.noaa.gov  und Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.wunderground.com/tropical abrufbar.

Reisende sollten die regionalen Wettervorhersagen verfolgen und die Hinweise der lokalen Sicherheitsbehörden beachten.

Der Vulkan Popocatépetl ist seit 1994 wieder verstärkt aktiv. Es gilt eine Sperrzone von 12 km um den Krater. Tagesaktuelle Verhaltenshinweise und festgesetzte Warnstufen finden sich auf der Externer Link, öffnet in neuem FensterHomepage des mexikanischen Zivilschutzes.

Einschränkungen für den Flugverkehr im Großraum Mexiko können sich kurzfristig ergeben.

Besonders erdbebengefährdet sind  die auf dem ehemaligen Seegrund liegenden älteren Stadtviertel von Mexiko-Stadt. Der Großraum Mexiko-Stadt (ca 25 Mio Einwohner) bzw. die besonders erdbebengefährdeten Bundesstaaten  an der Pazifikküste waren bisher immer nur in Teilen betroffen. Evakuierungsmaßnahmen sind behördlicherseits daher vorrangig in sichere Zonen des Hochtals von Mexiko-Stadt  bzw. in sichere Zonen des jeweils betroffenen Bundesstaates vorgesehen. Die Behörden empfehlen, sofern möglich, die ersten Tage im Haus zu bleiben und haltbare Vorräte bereitzuhalten (auch Batterien und Bargeldreserven).

Hinweise zum Verhalten bei Erdbeben befinden sich auf der Externer Link, öffnet in neuem FensterWebsite der Botschaft Mexiko. In den Tourismusgebieten an der Küste sind die Hotels in die Schutzmaßnahmen einbezogen und verpflichtet, den Behörden (protección civil)  im Alarmfall die Zahl und Staatsangehörigkeit ihrer Gäste zu benennen. Den Anweisungen der mexikanischen Behörden im Krisenfall  ist Folge zu leisten. Einen Überblick über Gefährdungen durch Naturkatastrophen bietet der „nationale Risikoatlas (Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.atlasnacionalderiesgos.gob.mx )

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Deutschland Ja 1 Ja
Österreich Ja 1 Ja
Schweiz Ja 1 Ja
Andere EU-Länder Ja 1 Ja
Türkei Ja 2 Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Anmerkung zum Reisepass

Advanced Passenger Information System (Apis):
Das System der vorab erfassten Passagierdaten, Advanced Passenger Information System (Apis) genannt, verlangt die Registrierung der folgenden personenbezogenen Daten der Passagiere durch die transportierende Fluggesellschaft:
Name, Vorname, Geburtsdatum, Nationalität, Passnummer, Land des Wohnsitzes, Art des Reisedokuments und Geschlecht.
Reisende sollten sich bei ihrer Fluggesellschaft erkundigen, ob die Daten vorab oder beim Check-in erfasst werden.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Personen, die im Besitz einer Touristenkarte oder eines anderen Dokumentes sind, das ein Visum ersetzt. Staatsangehörige vieler Länder benötigen zusätzlich zum Visum eine Touristenkarte. Eine vollständige Liste ist bei den Botschaften und Konsulaten erhältlich.

Touristenkarte (FMM - Forma Migratoria Múltiple):
Wird nur Touristen und Geschäftsreisenden erteilt, aber nicht Reisenden ausgestellt, die in Mexiko eine Arbeit suchen und aufnehmen oder anderweitig, auch unentgeltlich, tätig werden wollen. Die Touristenkarte wird oft nur für 30 oder 90 Tage ausgestellt, kann jedoch grundsätzlich für bis zu 180 Tage ausgestellt werden. Um späteren Ärger zu vermeiden, sollte daher bei der Einreise die Gültigkeitsdauer beachtet und ggf. reklamiert werden. Die Touristenkarte FMM ist von den mexikanischen Konsulaten, der Fluggesellschaft bzw. am Grenzübergang kostenlos erhältlich, sie muss bei der Einreise abgestempelt werden. Die Einwanderungsbehörden behalten sich das Recht vor, Nachweise darüber zu verlangen, dass der Aufenthalt nur touristischen Zwecken dient oder im Rahmen einer Geschäftsreise liegt und dass ausreichende Geldmittel vorhanden sind.

Achtung: Die Touristenkarte muss während des gesamten Aufenthalts aufbewahrt, immer mitgeführt und bei der Ausreise vorgelegt werden.

Touristenkarten können u.a. von Staatsbürgern der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder beantragt werden:

[1] EU-Länder und Schweiz (für touristische und geschäftliche Aufenthalte von bis zu 180 Tagen).

[2] Staatsangehörige der Türkei, die über einen gültigen, unbefristeten Aufenthaltstitel für ein Schengen-Land verfügen und bei der Einreise einen mind. 6 Monate gültigen Reisepass besitzen. Türkische Staatsangehörige, die mit einer Fluggesellschaft einreisen, die am Sistema de Autorización Electrónica (SAE)-System teilnimmt und einen bei der Einreise mind. 6 Monate gültigen Reisepass besitzen, können für einen Aufenthalt von bis zu 180 Tage ein e-Visum (einmalige Einreise) beantragen.

Passagiere von Kreuzfahrtschiffen aller Nationalitäten (Ausnahme: Staatsbürger des Kosovo) können ohne Visum in Mexiko einreisen, wenn sie innerhalb der zwischen dem Veranstalter der Kreuzschifffahrt und der Regierung von Mexiko abgesprochenen Grenzen bleiben.

Besondere Aufenthaltsgenehmigungen sind für humanitäre Helfer und Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen erforderlich. Auskunft erteilen die Botschaften und das Instituto Nacional de Migración.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. So benötigen Kinder und Jugendliche eine eigene Touristenkarte und müssen zusätzlich in der Touristenkarte der begleitenden Mutter oder des Vaters erwähnt sein.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Ausreise aus Mexiko

Die folgende Bestimmung trifft auf mexikanische Minderjähre zu und auf ausländische Minderjährige, die permanent oder zeitweilig in Mexiko einen Wohnsitz haben (keine Touristen) oder eine doppelte Staatsbürgerschaft (darunter die mexikanische) haben: Alleinreisenden Minderjährige, die nicht von einem Sorgeberechtigten begleitet werden, benötigen für die Ausreise aus Mexiko Kopien der elterlichen Pässe sowie eine notariell beglaubigte Einverständniserklärung des/der Sorgeberechtigten. Diese kann nur bei einem Notar unterzeichnet werden und muss mit Apostille und offizieller Übersetzung versehen werden. Nähere, detaillierte Auskünfte hierzu erteilen die mexikanischen Auslandsvertretungen und das Instituto Nacional de Migración (Anschrift s.o.). 


 

Einreise mit Haustieren

Für alle Tiere wird bei der Einreise ein Gesundheitszeugnis verlangt, das max. 3 Tage vor der Ankunft ausgestellt wurde. Zusätzlich ist für Katzen und Hunde, die älter als 3 Monate sind, ein vom mexikanischen Konsulat beglaubigtes Impfzertifikat gegen Tollwut erforderlich, aus dem hervorgeht, dass die Impfung mindestens 15 Tage, aber nicht mehr als 12 Monate for Abreise erfolgt ist. Auskunft erteilen die Botschaften und SENASICA.
Für Vögel und alle anderen Tiere wird eine Einfuhrgenehmigung des Landwirtschaftsministeriums benötigt.

Bearbeitungsdauer

Visa: Bis zu 10 Tagen, im Sommer z. T. bis zu 3 Wochen. Ist eine Einreisegenehmigung des mexikanischen Innenministeriums notwendig, bis zu 6 Wochen.

Gültigkeit

Touristenkarten: Die Aufenthaltsdauer ist auf jeder Karte angegeben (Verlängerungsmöglichkeit auf bis zu 180 Tage bei der Migrationsbehörde des Innenministeriums in Mexiko). Die Karte ist nur für die einmalige Einreise gültig.

Geschäftsreise-
und Technikervisum: Bis zu 1 Jahr mit mehrfacher Einreise. Weitere Einzelheiten von den konsularischen Vertretungen.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Transitreisende, die innerhalb von 24 Stunden mit dem nächsten Anschlussflug weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über gültige Weiterreisetickets verfügen, benötigen kein Transitvisum.

Kosten

Je nach Nationalität unterschiedlich; Gebühren ändern sich monatlich, da wechselkursgebunden. Man sollte sich rechtzeitig nach dem aktuellen Stand erkundigen.

Das e-Visum ist kostenlos.

Antrag erforderlich

Touristenvisum
(a) 1 Antragsformular mit Fingerabdrücken.
(b) 1 aktuelles Passfoto in Farbe mit weißem Hintergrund (kein biometrisches Passfoto).
(c) Reisepass (und eine Kopie des Reisepasses), der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist, sowie Kopien aller Seiten, die Einträge enthalten. Muss noch mindestens eine freie Seite enthalten. Der Pass muss nach Abschluss des Visumantrags persönlich vom Antragsteller bei der konsularischen Vertretung in Frankfurt abgeholt werden.
(d) Nachweis ausreichender Geldmittel (Lohn/Gehalt von mindestens 400 € monatlich).
(e) Ggf. Heiratsurkunde.
(f) Gebühr (Überweisung mit Beleg, je nach Konsulat).
(g) Frankierter Einschreiben-Rückumschlag (DIN A4).

Für Geschäfts- und Technikervisa sind zusätzliche Unterlagen erforderlich. Auskunft erteilt die zuständige konsularische Vertretung (s. Kontaktadressen).

Hinweis zu Arbeitsvisa: Antragsteller von Arbeitsvisa müssen persönlich vorsprechen, wenn sie über eine den Antragsunterlagen beiliegende Genehmigungsnummer verfügen. Das mexikanische Konsulat in Frankfurt/M. empfängt zur Antragsannahme jedoch nur Personen mit einem vorab vereinbarten Termin.

Touristenkarte
(a) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(b) Rück-/Weiterreisetickets.
(c) Ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt.

Geld

Geldwechsel

Gängige Währungen können problemlos in Touristengegenden oder größeren Städten getauscht werden, vielerorts kann auch in US-Dollar bezahlt werden. Wechselstuben (casas de cambio), die Euro in mexikanische Pesos tauschen, sind i. Allg. von Mo-Fr 08.30-18.00 Uhr und Sa/So von 08.30-14.00 Uhr geöffnet; auf internationalen Flughäfen gibt es 24-Std.-Service. Bargeld in Euro kann auch in größeren Hotels gewechselt werden.

Es empfiehlt sich die Mitnahme von Bargeld in Euro.

Geldüberweisungen sind über Western Union oder über die deutsche Post AG möglich.

Währung

1 Mexikanischer Nuevo Peso = 100 Centavos. Währungskürzel: Mex$, MXN (ISO-Code). 

Banknoten gibt es im Wert von 1000, 500, 200, 100, 50, 20 und 10 (selten) Mex$, 

Münzen sind in den Werten von 20, 10, 5, 2 und 1 Mex$ sowie 50 und (selten) 20 Centavos im Umlauf.

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen. Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung, sowie die Einfuhr von Fremdwährung ist ab einem Betrag im Gegenwert von 10.000 US$ deklarationspflichtig. Die Ausfuhr von Fremdwährungen ist bis in Höhe der bei der Einreise deklarierten Beträge, abzüglich der Umtauschbeträge, erlaubt.

Kreditkarten

Vor allem Mastercard und Visa, aber (weniger verbreitet) auch American Express und Diners Club werden angenommen. (Vereinzelte Zahlungsschwierigkeiten müssen einkalkuliert werden.) Geldabhebungen sind in Banken oder an Geldautomaten möglich, es wird empfohlen, Geldautomaten in Gebäuden oder gesicherten Bereichen zu benutzen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Reiseschecks werden zwar in den meisten Banken angenommen, werden in Mexiko jedoch immer unüblicher.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr (manchmal bis 17.00 Uhr), kleinere Filialen haben kürzere Öffnungszeiten. Teils Sa 09.00-13.00 Uhr.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Mexiko eingeführt werden:

10 Zigarettenschachteln oder 25 Zigarren oder 200 g Tabak (Personen ab 18 J.);
3 l Spirituosen und 6 l Wein (Personen ab 18 J.);
Parfüm/Eau de Toilette/Hygieneartikel/ Kleidung, Bücher, 5 Spielsachen für den persönlichen Bedarf;
2 Fotoapparate/Filmkameras/Videokameras sowie bis zu 1o Filme/DVDs/Videokassetten etc.
Sonstige Waren im Gesamtwert von bis zu 500 US$ (Einreise mit dem Flugzeug oder Schiff) bzw. 300 US$ (Einreise auf dem Landweg), jedoch kein Alkohol und keine Tabakwaren.

Verbotene Importe

Drogen, Lebensmittel, die nicht in Dosen konserviert sind, in Dosen konserviertes Schweinefleisch, Früchte, Pflanzen und Schnittblumen.
Anmerkung: Für die Einfuhr von Waffen und Munition wird eine Sondergenehmigung vom Secretaria de la Defensa (Estado Mayor 6a. Sección, Lomas de Soleto, México) benötigt.

Verbotene Exporte

Es ist verboten, Gold (außer Goldschmuck), Antiquitäten, archäologische Fundstücke, Kakteen, Korallen und andere geschützte Tiere auszuführen. 

Quellenangaben
  • Marco Polo - Mexiko, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2013-15, 2008-13
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Mexiko - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 09.03.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 09.03.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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