Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Ghana

Steckbrief

Ghana - Fakten

Ländername Republik Ghana (Republic of Ghana)
Klima tropisch feuchtheiß
Lage zwischen 5 Grad West und 1 Grad Ost und zwischen 5 und 12 Grad Nord
Fläche 238.537 qkm
Hauptstadt Accra (ca. 2,3 Millionen Einwohner; im Großraum Accra und Tema: ca. 4 Millionen Einwohner)
Bevölkerung rund 28 Millionen; verschiedene Ethnien; ca. 2,5 Prozent jährliches Wachstum
Sprache Amtssprache: Englisch; daneben Akan-Sprachen (u.a. Twi, Fanti, Akuapim, Ashanti und Akyem), Ewe, Ga, Haussa und rund 40 weitere Sprachen und Dialekte
Religion Christen 63 %, Muslime 16 %, Naturreligionen 21 %
Nationaltag 6. März (Unabhängigkeit)
Unabhängigkeit 6. März 1957
Staats-/Regierungsform Präsidialrepublik
Staatsoberhaupt und Regierungschef: Präsident Nana Addo Dankwa Akufo-Addo (Amtsantritt: 7. Januar 2017)
Regierungschef Nana Addo Dankwa Akufo-Addo
Außenminister Shirley Ayorkor Botchwey (Amtsantritt Januar 2017)
Parlament Parliament of Ghana; Einkammerparlament; 275 Sitze; Vorsitzender (Speaker): Prof. Aaron Mike Oquaye; letzte Parlamentswahl im Dezember 2016
Währung Cedi (GHC)
Zeitzone MEZ - 1h
Stromnetz 230 V, 50 Hz (Typ G)
Reiseadapter D, G
Kfz-Länderkennzeichen GH
ISO-3166 GH, GHA
Internet-TLD .gh
Landesvorwahl +233

Geographie

Der Ostteil des Landes wird durch den Voltafluss bestimmt, der im Unterlauf zu einem der größten Seen Afrikas (8700 km²) aufgestaut worden ist. Im Westen steigt das Hochland von Ashanti bis über 700 m an. Nur vereinzelt überragen Berge und Hügelketten die Plateaulandschaft.

Politik und Bevölkerung

Ghana erlangte als erste der britischen Kolonien in Schwarzafrika 1957 die Unabhängigkeit. 1981 putschte sich Jerry John Rawlings an die Macht. Seit 1979 ist Ghana Präsidialrepublik. Seit 1993 werden Parlament und Staatsoberhaupt alle vier Jahre gewählt. Die über 70 Ethnien setzen sich fast ausschließlich aus Kwa-Gruppen zusammen. Unter ihnen sind die Akan (Ashanti) und Fanti (zusammen 52 %) am bedeutendsten. Die Einwohner bekennen sich überwiegend zum Christentum.

Geschichte

Bereits im Mittelalter gründeten die Ashanti im heutigen Ghana ein großes Reich. Das für seine Goldarbeiten berühmte Volk unterwarf die Nachbarstämme und dehnte seinen Einflussbereich bis an die Küste aus. Dort ließen sich nacheinander Portugiesen (1479), Dänen, Engländer, Holländer und Schweden nieder und trieben regen Sklavenhandel. Nach der Unterwerfung der Ashanti errichteten die Briten 1850 die Kolonie „Goldküste“.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

In der Provinz Northern Region, Upper West and East, wird die Sicherheitslage durch gelegentliche gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen lokalen Bevölkerungsgruppen beeinträchtigt. Dadurch kann es auch zu einer Verschlechterung der örtlichen Versorgungslage durch Schließung von Geschäften kommen. Insgesamt hat sich die Lage gebessert, jedoch ist eine baldige Lösung dieser Konflikte nicht zu erwarten. Vor Reisen in diese Regionen sollten daher aktuelle Informationen zur Lage eingeholt werden.
Bei Reisen in die Grenzregionen und in die Nachbarländer wird dringend empfohlen, die dort geltenden Reise- und Sicherheitshinweise sorgfältig zu studieren.

Kriminalität

Ghana ist im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern ein relativ sicheres Reiseland. Gleichwohl besteht die Gefahr, Opfer von Kleinkriminalität und Raubüberfällen mit Waffengewalt zu werden. Es ist daher Vorsicht geboten. Am Flughafen Kotoka, im Geschäftsviertel Osu, in den wohlhabenden Wohnbezirken Cantonments, Labone und Airport Residential Area werden Diebstahls- und Gewaltdelikte vermehrt in den frühen Abendstunden und nachts registriert. Die Opfer werden dabei häufig mit einer Waffe bedroht. Widerstand gegen die Täter erhöht die Gefahr angegriffen und verletzt zu werden. Die Täter nutzen für diese Überfälle und die Flucht zumeist Motorräder.
Von Überlandfahrten bei Dunkelheit wird wegen der schlechten Straßen- und Verkehrsverhältnisse (unbeleuchtete und havarierte Fahrzeuge auf den Fahrbahnen) dringend abgeraten. Darüber hinaus besteht in dieser Zeit vor allem in den Regionen Upper West Region, Upper East Region und northern Region die Gefahr von Überfällen auf den Kraftfahrstraßen.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Mögliche Betrugsversuche (Internet-Scamming)

Einer Kontaktaufnahme über Internet-Kontaktbörsen und soziale Netzwerke durch unbekannte Personen aus Ghana sollte grundsätzlich mit Misstrauen begegnet werden. Sehr häufig handelt es sich hierbei um Betrugsversuche. Häufig werden Liebesbeziehungen oder Heiratsabsichten vorgetäuscht, die nach einer Phase des Vertrauensaufbaus in Geldforderungen münden. Auch bei lukrativen Geschäftsangeboten, Bitten um geschäftliche Einladungen, Erbschaftsankündigungen, Warenmusteranforderungen und Arbeitsplatzangeboten aus Ghana sollten mögliche betrügerische Absichten des Kontakts in Ghana genau geprüft werden.
Es wird eindringlich davon abgeraten, in Zweifelsfällen selbst nach Ghana zu reisen. Bei persönlichem Kontakt mit Betrügerbanden besteht die konkrete Gefahr körperlicher Übergriffe sowie von Entführungen.
Die deutsche Botschaft in Accra hat ein Merkblatt zum Thema erstellt.

Geld-/-Kreditkarten

Landeswährung ist der Cedi (GHS). Cedis können bei den staatlich zugelassenen FOREX-Büros getauscht werden. Die aktuellen Kurse sind dort zu erfragen. Auch die größeren Hotels sind autorisiert, Geldwechsel vorzunehmen; die Kurse sind jedoch mitunter geringfügig schlechter als bei den FOREX-Büros. Die günstigsten Kurse sind gegen Bargeld zu erzielen.
Kreditkarten werden nur in größeren Hotels und Restaurants akzeptiert und sollten wegen der Missbrauchsgefahr nur ausnahmsweise benutzt werden.
Mit einer Bankkarte (Maestro) kann an Geldautomaten z. B. der Stanbic Bank oder GT-Bank Bargeld abgehoben werden. Es empfiehlt sich jedoch grundsätzlich nicht, mit Kreditkarten an Geldautomaten Bargeld zu ziehen Regelmäßig werden Daten sowie PIN der Kreditkarte beim Abhebevorgang mitgelesen, es wird eine Kopie der Kreditkarte angefertigt, die dann missbräuchlich verwendet wird. Für finanzielle Notfälle besteht die Möglichkeit des Geldtransfers über Finanztransaktionsdienstleister wie z.B. "Western Union" (Information innerhalb Deutschlands: 0800 181 1797 (8:00 Uhr bis 23:00 Uhr), außerhalb Deutschlands: +32-(0)2 639 7107 und von jeder deutschen Verkehrsbank, die in der Regel in Bahnhöfen und Flughäfen angesiedelt sind.

Reisen über Land / Straßenverkehr

Ghana verfügt über ein wachsendes Netz ausgebauter Überlandstraßen. Dennoch ist stets mit erheblichen Straßenschäden (tiefen Löchern) und unbefestigten Teilabschnitten zu rechnen. Die Unfallgefahr im Straßenverkehr ist sehr hoch. Nachtfahrten über Land sollten wegen des schlechten Straßenzustands und häufig unzureichender Beleuchtung der Straßen und anderer Fahrzeuge vermieden werden.
Reisende in Ghana werden routinemäßig von Verkehrs- oder Schutzpolizisten angehalten. Sie müssen darauf vorbereitet sein, sich bei diesen Gelegenheiten mit Führerschein, Pass und Aufenthaltsgenehmigung (Visum) auszuweisen.
Auch im laufenden Straßenverkehr werden Autofahrer regelmäßig angehalten. Da diese Stopps häufig auf Verletzungen der Straßenverkehrsordnung folgen (Telefonieren beim Fahren, fehlender Anschnallgurt, Kehrtwenden trotz Verbot o. ä.), wird allen Selbstfahrern dringend angeraten, sich über die in Ghana geltenden Verkehrsregeln zu informieren und diese stets zu befolgen. So kann unter Umständen manche unangenehme Begegnung mit der Polizei vermieden werden.
In den Städten stehen Taxis zur Verfügung, die entweder als Sammeltaxi oder vom Fahrgast alleine benutzt werden (in diesem Fall ist der Fahrpreis, der erheblich unter deutschem Preisniveau liegt, für vier Plätze zu entrichten). Es gibt keine Taxameter, so dass dringend empfohlen wird, den Preis vorher mit dem Fahrer auszuhandeln. Insbesondere bei Taxifahrten vom Flughafen in die Stadt versuchen Taxifahrer, unerfahrene Besucher des Landes zu übervorteilen. Halten Sie genügend kleine Scheine zum Wechseln bereit. Vereinzelt verlangen Taxifahrer von Ausländern eine Bezahlung des Fahrpreises in Devisen, was grundsätzlich abgelehnt werden sollte.
Straßennamen werden in Ghana zwar staatlich vergeben, sind aber in der Bevölkerung und auch unter den Taxifahrern kaum bekannt. Zur Orientierung dienen bekannte Gebäude (z.B. National Theater oder die großen Hotels) sowie markante Kreuzungen. Im Gegensatz zu Europa muss der Fahrgast den Weg zum Fahrtziel kennen und den Taxifahrer instruieren. Für erste Fahrten vom Flughafen empfiehlt es sich, die bekannten großen Hotels anzusteuern und sich dann ggf. weiterleiten zu lassen.

Mietwagen

Mietwagen sind zumeist in den Hotels erhältlich. Taxis können auch tage- oder stundenweise angemietet werden (ca. 100,- US$ pro Tag). Vorab sollte unbedingt geklärt werden, ob das Benzin im Mietpreis bereits enthalten ist.

Öffentlicher Nah- und Fernverkehr
Ein öffentlicher Nah- und Fernverkehr ist in Ghana vorhanden, jedoch nur mühsam zu durchschauen, da es zwar feste Abfahrtspunkte und Fahrtrouten, aber keine festen Abfahrtszeiten gibt. Überlandfahrten per Bus sollten mit den klimatisierten Bussen der staatlichen Gesellschaft STC oder des privaten Anbieters VIP durchgeführt werden. Das halbstaatliche Unternehmen Metro Mass Transit dehnt sein Angebot mit nicht klimatisierten Bussen in den Ballungsräumen des Landes derzeit aus. Kostengünstige Kleinbusse (Tro-Tros) sind oft technisch nur bedingt straßentauglich und somit extrem unfallgefährdet.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch

Medizinische Versorgung.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein.
Erforderlich bei Einreise ist neben dem Reisedokument mit Visum auch ein internationaler Impfpass mit Eintrag einer gültigen Gelbfieberimpfung.

Visum

Deutsche Staatsangehörige unterliegen der Visumpflicht; für alle Aufenthaltszwecke (Besuch, Arbeit, Freiwilligendienst u.a.) ist die Botschaft der Republik Ghana in Berlin zuständig.
Die Visumantragstellung erfolgt in einem ersten Schritt online über einen auf der Website der Botschaft von Ghana.
In einem zweiten Schritt müssen die Gebühren durch Überweisung bezahlt und die vollständigen Antragsunterlagen (einschließlich des Reisepasses) an die Botschaft von Ghana in Berlin per Post oder persönlich übermittelt werden.
Die Botschaft von Ghana bearbeitet grundsätzlich nur solche Visumanträge, die dort vollständig (Antragsunterlagen einschließlich Original des Reisepasses) eingegangen sind und wenn die Visumgebühren vollständig bezahlt wurden. Ausschlaggebend für die Visumgebühren sind die Angaben, die während der elektronischen Beantragung angezeigt werden. Auf der Website der Botschaft von Ghana finden sich teilweise veraltete oder unvollständige Gebührensätze. Antragsteller erhalten in der Regel keine weitere Nachricht, wenn die Unterlagen in Papierform unvollständig eingereicht wurden oder die Gebühren unvollständig beglichen wurden.
Für die Dauer der Antragsbearbeitung veranschlagt die Botschaft von Ghana grundsätzlich zehn Arbeitstage. Die Bearbeitungszeit von zehn Arbeitstagen zur Ausstellung eines Visums beginnt aber erst, wenn der vollständige Eingang der Antragsunterlagen in Papierform (einschließlich Original-Reisepass) und der vollständigen Gebühren von der Botschaft von Ghana festgestellt wird. Gleiches gilt für die Bearbeitungszeit von drei Arbeitstagen bei sogenannten "Express-Visa". Dies ist bei der Terminierung der Antragstellung zu berücksichtigen. Es wird empfohlen, sich frühzeitig vor dem Reisetermin um ein Visum zu bemühen.
Bitte beachten Sie, dass trotz einer von den ghanaischen Vertretungen im Ausland erteilten mehr als zweimonatigen Gültigkeit des Visums dieses bei der Einreise nach Ghana automatisch auf eine Gültigkeit von 60 Tagen beschränkt wird. Eine Verlängerung ist bei Bedarf rechtzeitig beim Immigration Service zu beantragen. Sie benötigen zurzeit hierfür zwei Passfotos, ein ausgefülltes Antragsformular und bezahlen eine Gebühr von GHS 80,- je Verlängerungsmonat.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthalts noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumsverlängerung bzw. ein sog. Re-Entry-Visum benötigt. Beides ist in Accra beim Immigration Service nahe des Ako Adjei Interchange (Stadtteil North-Ridge; Tel: +233 302 258249, +233 302 258250) erhältlich. Es empfiehlt sich hierbei eine frühzeitige Planung, da mit einer Bearbeitungszeit von mindestens 14 Tagen gerechnet werden muss.
Ein illegaler Aufenthalt (über die Gültigkeit des Visums hinaus) wird mit empfindlicher Geldstrafe sanktioniert. Es erfolgt die Aufnahme in die Visaversagungsdatei, so dass ein neues Visum nur nach Zustimmung des Ghana Immigration Service erteilt werden darf.
Für die Ausreise aus Ghana muss das ghanaische Visum noch gültig sein.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Einfuhr

Gegenstände für den persönlichen Gebrauch sowie Gegenstände zum beruflichen Gebrauch dürfen zollfrei eingeführt werden. Zum eigenen Gebrauch dürfen 2 Liter Wein und 1 Liter Spirituosen, 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 gr. Tabak sowie 250 ml Eau de Toilette und 60 ml Parfum eingeführt werden. Unbegleitetes Reisegepäck muss direkt bei Ankunft am Flughafen angemeldet werden, um zollfrei eingeführt werden zu können. Aktuelle Listen der Waren, die unter das Importverbot fallen oder eine Importerlaubnis benötigen, sind beim Ghana Customs, Excise and Preventive Service erhältlich.
Aktuelle Listen der Zolltarife (Current Tariff Schedules) für Gegenstände, die nicht zollfrei eingeführt werden können, sind ebenfalls in den Büros des CEPS erhältlich.
Fremdwährungen dürfen in unbegrenzter Höhe eingeführt werden.

Ausfuhr

Sollen Fremdwährungen bei Ausreise wieder ausgeführt werden, so muss dies bei Einreise deklariert werden.
Ghanaische Währung darf nur bis zu einem Betrag von 5,- GHS ausgeführt werden. Exportgenehmigungen sind u.a. für Antiquitäten und Edelmetalle erforderlich. Nähere Auskunft erteilt CEPS.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Mindeststrafe in Ghana für Drogenbesitz bzw. -konsum, auch bei kleinsten Mengen, bei fünf Jahren Gefängnis liegt. Der Handel mit Drogen wird mit mindestens zehn Jahren Gefängnis bestraft.

Auch für die Förderung von Prostitution werden Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren verhängt. Das ghanaische Strafrecht sieht für homosexuelle Handlungen ebenfalls bis zu drei Jahren Haft vor.

Die 1982 eingeführten Beschränkungen beim Fotografieren sind in jüngster Zeit erheblich gelockert worden. Allerdings empfiehlt es sich nach wie vor nicht, militärische Anlagen, Truppen, Ministerien und öffentliche Gebäude, Züge und Eisenbahnanlagen, Häfen, Flughäfen, Flugzeuge, Brücken, Stauwerke oder größere Umspannanlagen der Elektrizitätswerke zu fotografieren. Ein striktes Fotografierverbot besteht vor allem im Umkreis des "Castle" in Accra, dem Amtssitz des Staatsoberhaupts und des Verteidigungsministeriums ("Burmacamp")

Da auch Personen sich nicht immer gern fotografieren lassen, empfiehlt sich eine vorherige Bitte um Erlaubnis.

Aktuelle medizinische Hinweise
Lassa-Fieber
Der bereits im Dezember 2017 begonnene Lassafieber-Ausbruch in einigen Ländern Westafrikas hat jetzt sein erstes Todesopfer in Ghana gefordert. Der letzte größere Ausbruch dieses hämorrhagischen (Blutungen verursachende) Fiebers ereignete sich 2011 in der Ashanti- und Eastern Region.
Die Virusinfektion wird durch Kontakt mit Ausscheidungen von infizierten Nagetieren (einer bestimmten Spezies von Feldratten), hauptsächlich zerstäubter Rattenurin im Bereich der Rattenbiotope über die verletzte Haut, die intakte Schleimhaut oder als Aerosol über die Atemwege übertragen. Eine Ansteckung kann auch über die Nahrungszubereitung (die Ratte wird lokal gegessen) und durch kontaminierte Nahrungsmittel erfolgen.
Erkrankte Personen sind über alle Körperflüssigkeiten (Rachensekret, Speichel, Urin, Blut, Sperma) infektiös. Bei engem Krankenkontakt ist eine Ansteckung auch auf aerogenem Wege möglich, weshalb Erkrankte in Spezialeinheiten von Krankenhäusern isoliert werden sollen. Der größte Teil der Infektionen verläuft jedoch ohne klinische Symptome (asymptomatisch).
Eine Behandlung kann in der frühen Phase der Erkrankung mit speziellen antiviralen, lokal aber meist nicht verfügbaren Medikamenten erfolgen. Eine Impfung existiert nicht.
Vorsicht ist bei Reisen unter einfachen Bedingungen in den Ausbruchsgebieten geboten. Es sollte insbesondere der Kontakt zu medizinischen Einrichtungen gemieden und besonders Unterkunfts- und Nahrungsmittelhygiene beachtet werden.

Impfschutz

Ghana ist Gelbfieberendemiegebiet.
Das Gesundheitsministerium Ghanas hat zwölf Gelbfieberfälle mit drei Totesfällen seit Ende 2015 bestätigt. Betroffen sind vor allem die Distrikte Tain (Brong-Ahafo Region) und West Gonja (Northern Region).
Eine Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden älter als 9 Monate vorgeschrieben, siehe auch www.who.int.
Eine einmalig durchgeführte Gelbfieberimpfung wird bei der Einreise akzeptiert. Das Gesundheitsministerium Ghanas hat zwölf Gelbfieberfälle mit drei Toten seit Ende 2015 bestätigt. Betroffen sind vor allem die Distrikte Tain (Brong-Ahafo Region) und West Gonja (Northern Region).
Das Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe www.rki.de). Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. Polio, Masern, Mumps, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.

Während der Trockenzeit (Dezember - April) kommt es in den Ländern des "Afri-kanischen Meningitisgürtels" regelmäßig zu Meningitis-Epidemien. Als Erreger werden überwiegend Pneumokokken und Meningokokken identifiziert. Eine tetravalente Menin-gokokken-Impfung kann bei besonderer Exposition oder Langzeitaufenthalt sinnvoll sein.Eine Pneumokokken-Impfung wird als Reiseimpfung nicht empfohlen, da die zirkulierenden Serotypen in Westafrika nicht bekannt sind und die verfügbaren Impfstoffe nur wenige Serotypen abdecken.

Dengue-Fieber

Dengue kann landesweit durch tagaktive Mücken übertragen werden (unklare Dunkelziffer). Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten. Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen, s.u.,

Malaria

Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko (fast 100 % Malaria tropica durch Plasmodium falciparum) im gesamten Land. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin und Mefloquin auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,

  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber (Dengue!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) bei Aufenthalt im Freien Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
  • ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen

HIV/AIDS

Ca. 2% der erwachsenen Bevölkerung ist mit HIV infiziert. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Blutkontakt, z.B. Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Gastrointestinale Infektionen sind neben der Malaria die häufigsten Erkrankungen, v.a. durch Salmonellen verursacht. Cholerafälle treten oft sporadisch auf und betreffen ein Umfeld mit einfachen Lebensbedingungen. In Greater Accra ist es 2014 zu einem Choleraausbruch mit mehr als 28.000 Erkrankungen gekommen.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden.
Bei relevanter Exposition (z. B. Arbeit in Krankenhäusern, Flüchtlingslagern, u. a.) kann eine Cholera-Schluckimpfung sinnvoll sein.
Nähere Informationen zur Erkrankung, Übertragung und Vorbeugung der Cholera finden sich im entsprechenden Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts.

Andere Infektionskrankheiten

Schistosomiasis (Bilharziose)

Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. Volta-See und Volta-Fluss bei Ada, Boti Wasserfälle). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich vermieden werden.

Tollwut

Wird durch Biss und Speichel infizierter Tiere (meist Hunde, aber auch Affen oder andere Wildtiere) übertragen. Nach 2015 wurde erneut im August 2017 ein Todesfall bei einem Kind aus der Western Region gemeldet. Einziger möglicher Schutz ist die Impfung bzw. Tierkontakt zu meiden. Eine passive Impfung nach Biss oder Kontakt ist im Regelfall nicht erhältlich.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Außerhalb der großen Zentren Kumasi und Accra fehlen vielerorts ausgebildete Fachärzte. Die ärztliche Versorgung in Accra ist zufriedenstellend. Die Stadt ist Sitz einer Regionalärztin des Auswärtigen Amtes und verfügt auch über einige deutsch sprechende Ärzte. Außerdem sind überall englisch sprechende Ärzte fast aller Fachrichtungen in den großen Krankenhäusern und im privaten Sektor vorhanden.

Planbare Operationen sollten in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen einzelne Privatkliniken, in schweren Fällen das 37, Military Hospital (auch intensivmedizinische Betreuung) und die Herz-Thorax-Chirurgische Abteilung der Universitätsklinik Korle-Bu in Accra (auch intensivmedizinische Betreuung) in Betracht.

Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Accra haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, z.T. britischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.

Touristen, die nach Ghana kommen, sollten einen ausreichenden auch fürs Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung haben. Bei Langzeitaufenthalt kann zudem lokal eine Mitgliedschaft beim deutsch geführten WEST AFRICAN RESCUE Ambulanzservice empfehlenswert sein.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (siehe z.B.: www.dtg.org oder www.frm-web.de).

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland nach Ghana, insbes. für längere Aufenthalte vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Die Informationen können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch qualifizierte Ärzte. Die ärztliche Versorgung in Accra ist ausreichend. Die Stadt ist Sitz eines Regionalarztes des Auswärtigen Amtes und verfügt auch über einige deutsch sprechende Ärzte. Außerdem sind englisch sprechende Fachärzte fast aller Fachrichtungen vorhanden. Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen einzelne Privatkliniken, in schweren Fällen die Herz-Thoraxchirurgische Abteilung der Universitätsklinik Korle-Bu in Accra oder bei Unfallverletzungen das 37 Military Hospital in Betracht.

Ein ausreichender, in Ghana gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Rückholversicherung werden dringend empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke unter Beratung eines Arztes sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Essen und Trinken

Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor dem Trinken, Zähneputzen und vor der Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte man darauf achten, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden.

Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Von dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird abgeraten. 

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Essen & Trinken - -
Malaria 3 -
Typhus & Polio Ja -
Cholera 2 -
Gelbfieber 1 -

Anmerkungen Impfungen

[1] Ghana gilt laut WHO als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten (Upper West Region, Upper East Region). Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt. Ausgenommen sind Kinder unter 1 Jahr und Transitpassagiere, die in Ghana den Flughafen nicht verlassen.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion ist gering, jedoch zurzeit steigend. Betroffen sind der Upper-East-District (Grenzgebiet zu Burkina Faso), Accra sowie Kumasi. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

[3] Malariaschutz ganzjährig in allen Landesteilen erforderlich. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum (85 %) soll chloroquin- und sulfadoxin-pyrimethamin-resistent sein.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Bilharziose-Erreger kommen landesweit in Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. 

Landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Hepatitis A ist weit verbreitet, Hepatitis B ist endemisch. Eine Schutzimpfung gegen Hepatitis A wird generell, gegen Hepatitis B für Langzeitaufenthalte und bei besonderer Exposition empfohlen.

HIV/Aids ist eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Das durch Kleinnager übertragene Lassa-Fieber kommt vereinzelt vor, kann jedoch durch sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygriene vermieden werden.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen v.a. im Norden vermehrt zwischen Dezember und April vor. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden. 

Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Zeckenbissfieber tritt landesweit auf. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Reisewarnung

Überblick

Stand - Wed, 13 Jun 2018 13:30:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Mon, 09 Jul 2018 14:51:47 +0200)

Letzte Änderungen:
Redaktionelle Änderungen

Landesspezifische Sicherheitshinweise

In der Provinz Northern Region, Upper West and East, wird die Sicherheitslage durch gelegentliche gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen lokalen Bevölkerungsgruppen beeinträchtigt. Dadurch kann es auch zu einer Verschlechterung der örtlichen Versorgungslage durch Schließung von Geschäften kommen. Insgesamt hat sich die Lage gebessert, jedoch ist eine baldige Lösung dieser Konflikte nicht zu erwarten. Vor Reisen in diese Regionen sollten daher aktuelle Informationen zur Lage eingeholt werden.
Bei Reisen in die Grenzregionen und in die Nachbarländer wird dringend empfohlen, die dort geltenden Reise- und Sicherheitshinweise sorgfältig zu studieren.

Kriminalität
Ghana ist im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern ein relativ sicheres Reiseland. Gleichwohl besteht die Gefahr, Opfer von Kleinkriminalität und Raubüberfällen mit Waffengewalt zu werden. Es ist daher Vorsicht geboten. Am Flughafen Kotoka, im Geschäftsviertel Osu, in den wohlhabenden Wohnbezirken Cantonments, Labone und Airport Residential Area werden Diebstahls- und Gewaltdelikte vermehrt in den frühen Abendstunden und nachts registriert. Die Opfer werden dabei häufig mit einer Waffe bedroht. Widerstand gegen die Täter erhöht die Gefahr angegriffen und verletzt zu werden. Die Täter nutzen für diese Überfälle und die Flucht zumeist Motorräder.
Von Überlandfahrten bei Dunkelheit wird wegen der schlechten Straßen- und Verkehrsverhältnisse (unbeleuchtete und havarierte Fahrzeuge auf den Fahrbahnen) dringend abgeraten. Darüber hinaus besteht in dieser Zeit vor allem in den Regionen Upper West Region, Upper East Region und northern Region die Gefahr von Überfällen auf den Kraftfahrstraßen.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Mögliche Betrugsversuche (Internet-Scamming)
Einer Kontaktaufnahme über Internet-Kontaktbörsen und soziale Netzwerke durch unbekannte Personen aus Ghana sollte grundsätzlich mit Misstrauen begegnet werden. Sehr häufig handelt es sich hierbei um Betrugsversuche. Häufig werden Liebesbeziehungen oder Heiratsabsichten vorgetäuscht, die nach einer Phase des Vertrauensaufbaus in Geldforderungen münden. Auch bei lukrativen Geschäftsangeboten, Bitten um geschäftliche Einladungen, Erbschaftsankündigungen, Warenmusteranforderungen und Arbeitsplatzangeboten aus Ghana sollten mögliche betrügerische Absichten des Kontakts in Ghana genau geprüft werden.
Es wird eindringlich davon abgeraten, in Zweifelsfällen selbst nach Ghana zu reisen. Bei persönlichem Kontakt mit Betrügerbanden besteht die konkrete Gefahr körperlicher Übergriffe sowie von Entführungen.
Die deutsche Botschaft in Accra hat auf ihrer Webseite ausführliche Informationen bereit gestellt.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der Cedi (GHS). Cedis können bei den staatlich zugelassenen FOREX-Büros getauscht werden. Die aktuellen Kurse sind dort zu erfragen. Auch die größeren Hotels sind autorisiert, Geldwechsel vorzunehmen; die Kurse sind jedoch mitunter geringfügig schlechter als bei den FOREX-Büros. Die günstigsten Kurse sind gegen Bargeld zu erzielen.
Kreditkarten werden nur in größeren Hotels und Restaurants akzeptiert und sollten wegen der Missbrauchsgefahr nur ausnahmsweise benutzt werden.
Mit einer Bankkarte (Maestro) kann an Geldautomaten z. B. der Stanbic Bank oder GT-Bank Bargeld abgehoben werden. Es empfiehlt sich jedoch grundsätzlich nicht, mit Kreditkarten an Geldautomaten Bargeld zu ziehen Regelmäßig werden Daten sowie PIN der Kreditkarte beim Abhebevorgang mitgelesen, es wird eine Kopie der Kreditkarte angefertigt, die dann missbräuchlich verwendet wird. Für finanzielle Notfälle besteht die Möglichkeit des Geldtransfers über Finanztransaktionsdienstleister wie z.B. "Western Union" (Information innerhalb Deutschlands: 0800 181 1797 (8:00 Uhr bis 23:00 Uhr), außerhalb Deutschlands: +32-(0)2 639 7107 und von jeder deutschen Verkehrsbank, die in der Regel in Bahnhöfen und Flughäfen angesiedelt sind.

Reisen über Land / Straßenverkehr
Ghana verfügt über ein wachsendes Netz ausgebauter Überlandstraßen. Dennoch ist stets mit erheblichen Straßenschäden (tiefen Löchern) und unbefestigten Teilabschnitten zu rechnen. Die Unfallgefahr im Straßenverkehr ist sehr hoch. Nachtfahrten über Land sollten wegen des schlechten Straßenzustands und häufig unzureichender Beleuchtung der Straßen und anderer Fahrzeuge vermieden werden.
Reisende in Ghana werden routinemäßig von Verkehrs- oder Schutzpolizisten angehalten. Sie müssen darauf vorbereitet sein, sich bei diesen Gelegenheiten mit Führerschein, Pass und Aufenthaltsgenehmigung (Visum) auszuweisen.
Auch im laufenden Straßenverkehr werden Autofahrer regelmäßig angehalten. Da diese Stopps häufig auf Verletzungen der Straßenverkehrsordnung folgen (Telefonieren beim Fahren, fehlender Anschnallgurt, Kehrtwenden trotz Verbot o. ä.), wird allen Selbstfahrern dringend angeraten, sich über die in Ghana geltenden Verkehrsregeln zu informieren und diese stets zu befolgen. So kann unter Umständen manche unangenehme Begegnung mit der Polizei vermieden werden.
In den Städten stehen Taxis zur Verfügung, die entweder als Sammeltaxi oder vom Fahrgast alleine benutzt werden (in diesem Fall ist der Fahrpreis, der erheblich unter deutschem Preisniveau liegt, für vier Plätze zu entrichten). Es gibt keine Taxameter, so dass dringend empfohlen wird, den Preis vorher mit dem Fahrer auszuhandeln. Insbesondere bei Taxifahrten vom Flughafen in die Stadt versuchen Taxifahrer, unerfahrene Besucher des Landes zu übervorteilen. Halten Sie genügend kleine Scheine zum Wechseln bereit. Vereinzelt verlangen Taxifahrer von Ausländern eine Bezahlung des Fahrpreises in Devisen, was grundsätzlich abgelehnt werden sollte.
Straßennamen werden in Ghana zwar staatlich vergeben, sind aber in der Bevölkerung und auch unter den Taxifahrern kaum bekannt. Zur Orientierung dienen bekannte Gebäude (z.B. National Theater oder die großen Hotels) sowie markante Kreuzungen. Im Gegensatz zu Europa muss der Fahrgast den Weg zum Fahrtziel kennen und den Taxifahrer instruieren. Für erste Fahrten vom Flughafen empfiehlt es sich, die bekannten großen Hotels anzusteuern und sich dann ggf. weiterleiten zu lassen.

Mietwagen
Mietwagen sind zumeist in den Hotels erhältlich. Taxis können auch tage- oder stundenweise angemietet werden (ca. 100,- US-Dollar pro Tag). Vorab sollte unbedingt geklärt werden, ob das Benzin im Mietpreis bereits enthalten ist.

Öffentlicher Nah- und Fernverkehr
Ein öffentlicher Nah- und Fernverkehr ist in Ghana vorhanden, jedoch nur mühsam zu durchschauen, da es zwar feste Abfahrtspunkte und Fahrtrouten, aber keine festen Abfahrtszeiten gibt. Überlandfahrten per Bus sollten mit den klimatisierten Bussen der staatlichen Gesellschaft STC oder des privaten Anbieters VIP durchgeführt werden. Das halbstaatliche Unternehmen Metro Mass Transit dehnt sein Angebot mit nicht klimatisierten Bussen in den Ballungsräumen des Landes derzeit aus. Kostengünstige Kleinbusse (Tro-Tros) sind oft technisch nur bedingt straßentauglich und somit extrem unfallgefährdet.

Versorgung im Notfall
Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein.
Erforderlich bei Einreise ist neben dem Reisedokument mit Visum auch ein internationaler Impfpass mit Eintrag einer gültigen Gelbfieberimpfung.

Visum
Deutsche Staatsangehörige unterliegen der Visumpflicht; für alle Aufenthaltszwecke (Besuch, Arbeit, Freiwilligendienst u.a.) ist die Botschaft der Republik Ghana in Berlin zuständig.
Die Visumantragstellung erfolgt in einem ersten Schritt online über einen auf der Website der Botschaft von Ghana.
In einem zweiten Schritt müssen die Gebühren durch Überweisung bezahlt und die vollständigen Antragsunterlagen (einschließlich des Reisepasses) an die Botschaft von Ghana in Berlin per Post oder persönlich übermittelt werden.
Die Botschaft von Ghana bearbeitet grundsätzlich nur solche Visumanträge, die dort vollständig (Antragsunterlagen einschließlich Original des Reisepasses) eingegangen sind und wenn die Visumgebühren vollständig bezahlt wurden. Ausschlaggebend für die Visumgebühren sind die Angaben, die während der elektronischen Beantragung angezeigt werden. Auf der Website der Botschaft von Ghana finden sich teilweise veraltete oder unvollständige Gebührensätze. Antragsteller erhalten in der Regel keine weitere Nachricht, wenn die Unterlagen in Papierform unvollständig eingereicht wurden oder die Gebühren unvollständig beglichen wurden.
Für die Dauer der Antragsbearbeitung veranschlagt die Botschaft von Ghana grundsätzlich zehn Arbeitstage. Die Bearbeitungszeit von zehn Arbeitstagen zur Ausstellung eines Visums beginnt aber erst, wenn der vollständige Eingang der Antragsunterlagen in Papierform (einschließlich Original-Reisepass) und der vollständigen Gebühren von der Botschaft von Ghana festgestellt wird. Gleiches gilt für die Bearbeitungszeit von drei Arbeitstagen bei sogenannten „Express-Visa". Dies ist bei der Terminierung der Antragstellung zu berücksichtigen. Es wird empfohlen, sich frühzeitig vor dem Reisetermin um ein Visum zu bemühen.
Trotz einer von den ghanaischen Vertretungen im Ausland erteilten mehr als zweimonatigen Gültigkeit des Visums wird dieses bei der Einreise nach Ghana automatisch auf eine Gültigkeit von 60 Tagen beschränkt. Eine Verlängerung ist bei Bedarf rechtzeitig beim Immigration Service zu beantragen. Sie benötigen zurzeit hierfür zwei Passfotos, ein ausgefülltes Antragsformular und bezahlen eine Gebühr von GHS 80,- je Verlängerungsmonat.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthalts noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumsverlängerung bzw. ein sog. Re-Entry-Visum benötigt. Beides ist in Accra beim Immigration Service nahe des Ako Adjei Interchange (Stadtteil North-Ridge; Tel: +233 302 258249, +233 302 258250) erhältlich. Es empfiehlt sich hierbei eine frühzeitige Planung, da mit einer Bearbeitungszeit von mindestens 14 Tagen gerechnet werden muss.
Ein illegaler Aufenthalt (über die Gültigkeit des Visums hinaus) wird mit empfindlicher Geldstrafe sanktioniert. Es erfolgt die Aufnahme in die Visaversagungsdatei, so dass ein neues Visum nur nach Zustimmung des Ghana Immigration Service erteilt werden darf.
Für die Ausreise aus Ghana muss das ghanaische Visum noch gültig sein.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Einfuhr
Gegenstände für den persönlichen Gebrauch sowie Gegenstände zum beruflichen Gebrauch dürfen zollfrei eingeführt werden. Zum eigenen Gebrauch dürfen 2 Liter Wein und 1 Liter Spirituosen, 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 gr. Tabak sowie 250 ml Eau de Toilette und 60 ml Parfum eingeführt werden. Unbegleitetes Reisegepäck muss direkt bei Ankunft am Flughafen angemeldet werden, um zollfrei eingeführt werden zu können. Aktuelle Listen der Waren, die unter das Importverbot fallen oder eine Importerlaubnis benötigen, sind beim Ghana Customs, Excise and Preventive Service erhältlich. Aktuelle Listen der Zolltarife (Current Tariff Schedules) für Gegenstände, die nicht zollfrei eingeführt werden können, sind ebenfalls in den Büros des CEPS erhältlich.
Fremdwährungen dürfen in unbegrenzter Höhe eingeführt werden.

Ausfuhr
Sollen Fremdwährungen bei Ausreise wieder ausgeführt werden, so muss dies bei Einreise deklariert werden.
Ghanaische Währung darf nur bis zu einem Betrag von 5,- GHS ausgeführt werden. Exportgenehmigungen sind u.a. für Antiquitäten und Edelmetalle erforderlich. Nähere Auskunft erteilt CEPS.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Es wird darauf hingewiesen, dass die Mindeststrafe in Ghana für Drogenbesitz bzw. -konsum, auch bei kleinsten Mengen, bei fünf Jahren Gefängnis liegt. Der Handel mit Drogen wird mit mindestens zehn Jahren Gefängnis bestraft.

Auch für die Förderung von Prostitution werden Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren verhängt. Das ghanaische Strafrecht sieht für homosexuelle Handlungen ebenfalls bis zu drei Jahren Haft vor.

Die 1982 eingeführten Beschränkungen beim Fotografieren sind in jüngster Zeit erheblich gelockert worden. Allerdings empfiehlt es sich nach wie vor nicht, militärische Anlagen, Truppen, Ministerien und öffentliche Gebäude, Züge und Eisenbahnanlagen, Häfen, Flughäfen, Flugzeuge, Brücken, Stauwerke oder größere Umspannanlagen der Elektrizitätswerke zu fotografieren. Ein striktes Fotografierverbot besteht vor allem im Umkreis des „Castle" in Accra, dem Amtssitz des Staatsoberhaupts und des Verteidigungsministeriums („Burmacamp")

Da auch Personen sich nicht immer gern fotografieren lassen, empfiehlt sich eine vorherige Bitte um Erlaubnis.

Medizinische Hinweise

Aktuelle medizinische Hinweise
Lassa-Fieber

Der bereits im Dezember 2017 begonnene Lassafieber-Ausbruch in einigen Ländern Westafrikas hat jetzt sein erstes Todesopfer in Ghana gefordert. Der letzte größere Ausbruch dieses hämorrhagischen (Blutungen verursachende) Fiebers ereignete sich 2011 in der Ashanti- und Eastern Region.
Die Virusinfektion wird durch Kontakt mit Ausscheidungen von infizierten Nagetieren (einer bestimmten Spezies von Feldratten), hauptsächlich zerstäubter Rattenurin im Bereich der Rattenbiotope über die verletzte Haut, die intakte Schleimhaut oder als Aerosol über die Atemwege übertragen. Eine Ansteckung kann auch über die Nahrungszubereitung (die Ratte wird lokal gegessen) und durch kontaminierte Nahrungsmittel erfolgen.
Erkrankte Personen sind über alle Körperflüssigkeiten (Rachensekret, Speichel, Urin, Blut, Sperma) infektiös. Bei engem Krankenkontakt ist eine Ansteckung auch auf aerogenem Wege möglich, weshalb Erkrankte in Spezialeinheiten von Krankenhäusern isoliert werden sollen. Der größte Teil der Infektionen verläuft jedoch ohne klinische Symptome (asymptomatisch).
Eine Behandlung kann in der frühen Phase der Erkrankung mit speziellen antiviralen, lokal aber meist nicht verfügbaren Medikamenten erfolgen. Eine Impfung existiert nicht.
Vorsicht ist bei Reisen unter einfachen Bedingungen in den Ausbruchsgebieten geboten. Es sollte insbesondere der Kontakt zu medizinischen Einrichtungen gemieden und besonders Unterkunfts- und Nahrungsmittelhygiene beachtet werden.

Impfschutz
Ghana ist Gelbfieberendemiegebiet.
Das Gesundheitsministerium Ghanas hat zwölf Gelbfieberfälle mit drei Totesfällen seit Ende 2015 bestätigt. Betroffen sind vor allem die Distrikte Tain (Brong-Ahafo Region) und West Gonja (Northern Region).
Eine Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden älter als 9 Monate vorgeschrieben, siehe auch www.who.int.
Eine einmalig durchgeführte Gelbfieberimpfung wird bei der Einreise akzeptiert. Das Gesundheitsministerium Ghanas hat zwölf Gelbfieberfälle mit drei Toten seit Ende 2015 bestätigt. Betroffen sind vor allem die Distrikte Tain (Brong-Ahafo Region) und West Gonja (Northern Region).
Das Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe www.rki.de). Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. Polio, Masern, Mumps, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.

Während der Trockenzeit (Dezember – April) kommt es in den Ländern des „Afri­kanischen Meningitisgürtels" regelmäßig zu Meningitis-Epidemien. Als Erreger werden überwiegend Pneumokokken und Meningokokken identifiziert. Eine tetravalente Menin­gokokken-Impfung kann bei besonderer Exposition oder Langzeitaufenthalt sinnvoll sein.Eine Pneumokokken-Impfung wird als Reiseimpfung nicht empfohlen, da die zirkulierenden Serotypen in Westafrika nicht bekannt sind und die verfügbaren Impfstoffe nur wenige Serotypen abdecken.

Dengue-Fieber
Dengue kann landesweit durch tagaktive Mücken übertragen werden (unklare Dunkelziffer). Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten. Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen, s.u.,

Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko (fast 100 % Malaria tropica durch Plasmodium falciparum) im gesamten Land. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin und Mefloquin auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,

  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber (Dengue!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) bei Aufenthalt im Freien Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
  • ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen

HIV/AIDS
Ca. 2% der erwachsenen Bevölkerung ist mit HIV infiziert. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Blutkontakt, z.B. Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Gastrointestinale Infektionen sind neben der Malaria die häufigsten Erkrankungen, v.a. durch Salmonellen verursacht. Cholerafälle treten oft sporadisch auf und betreffen ein Umfeld mit einfachen Lebensbedingungen. In Greater Accra ist es 2014 zu einem Choleraausbruch mit mehr als 28.000 Erkrankungen gekommen.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden.
Bei relevanter Exposition (z. B. Arbeit in Krankenhäusern, Flüchtlingslagern, u. a.) kann eine Cholera-Schluckimpfung sinnvoll sein.
Nähere Informationen zur Erkrankung, Übertragung und Vorbeugung der Cholera finden sich im entsprechenden Merkblatt Cholera.

Andere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. Volta-See und Volta-Fluss bei Ada, Boti Wasserfälle). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich vermieden werden.

Tollwut
Wird durch Biss und Speichel infizierter Tiere (meist Hunde, aber auch Affen oder andere Wildtiere) übertragen. Nach 2015 wurde erneut im August 2017 ein Todesfall bei einem Kind aus der Western Region gemeldet. Einziger möglicher Schutz ist die Impfung bzw. Tierkontakt zu meiden. Eine passive Impfung nach Biss oder Kontakt ist im Regelfall nicht erhältlich.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Außerhalb der großen Zentren Kumasi und Accra fehlen vielerorts ausgebildete Fachärzte. Die ärztliche Versorgung in Accra ist zufriedenstellend. Die Stadt ist Sitz einer Regionalärztin des Auswärtigen Amtes und verfügt auch über einige deutsch sprechende Ärzte. Außerdem sind überall englisch sprechende Ärzte fast aller Fachrichtungen in den großen Krankenhäusern und im privaten Sektor vorhanden.

Planbare Operationen sollten in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen einzelne Privatkliniken, in schweren Fällen das 37, Military Hospital (auch intensivmedizinische Betreuung) und die Herz-Thorax-Chirurgische Abteilung der Universitätsklinik Korle-Bu in Accra (auch intensivmedizinische Betreuung) in Betracht.

Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Accra haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, z.T. britischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.

Touristen, die nach Ghana kommen, sollten einen ausreichenden auch fürs Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung haben. Bei Langzeitaufenthalt kann zudem lokal eine Mitgliedschaft beim deutsch geführten WEST AFRICAN RESCUE Ambulanzservice empfehlenswert sein.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (siehe z.B.: www.dtg.org oder www.frm-web.de ).

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland nach Ghana, insbes. für längere Aufenthalte vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Die Informationen können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

Mehr

Weitere Hinweise für Ihre Reise

Akkordeon

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Türkei Ja Ja Ja
Andere EU-Länder Ja Ja Ja
Schweiz Ja Ja Ja
Österreich Ja Ja Ja
Deutschland Ja Ja Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Erforderlich u.a. für Staatsbürger der in der obigen Tabelle genannten Länder.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass. Der Kinderausweis nach altem Muster wird nicht akzeptiert.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Achtung: Minderjährige, die allein nach Ghana reisen, benötigen eine beglaubigte Erlaubnis der Eltern bzw. Sorgeberechtigten sowie die Kopien der Reisepässe und ggf. Kopien der Aufenthaltserlaubnis der Eltern bzw. Sorgeberechtigten,

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Bearbeitungsdauer

Ca 1-2 Wochen (Expressausstellung: 1-4 Tage), Sameday-Visas werden nicht mehr ausgestellt;
24 Std. bei persönlicher und 2 Wochen bei postalischer Beantragung in Wien;
mindestens 3 Werktage bei Beantragung in Bern.

Gültigkeit

Visum für eine einmalige Einreise: 3 Monate vom Ausstellungsdatum an. Die Dauer des Aufenthalts wird an der Grenze bestimmt, sie wird bei der Einreise auf maximal 60 Tage festgesetzt. Eine Verlängerung muss rechtzeitig vor Ablauf der 60-Tage-Frist beim Immigration Service beantragt werden (s. Verlängerung des Aufenthalts).

Transitvisum: 48 Std. in einem Zeitraum von 3 Monaten (ein- und mehrmalige Durchreise).

Aufenthaltsverlängerung

Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthalts noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumsverlängerung bzw. ein sog. Re-Entry-Visum benötigt (Immigration Service nahe des Ako Adjei Interchange, Stadtteil North-Ridge, Accra. Tel: (21) 25 82 49/25 82 50). Die Bearbeitungszeit beträgt mindestens 14 Tage. Notwendig sind zwei Passfotos, ein Antragsformular und eine Gebühr von 80 GHS pro Verlängerungsmonat.

 

Visaarten und Kosten

U.a. Touristen-, Transit- und Geschäftsvisum (für ein- oder mehrmalige Einreise).

Kosten

Deutschland
Touristen- und Geschäftsvisum:
110 € (einmalige Einreise, gültig für bis zu 60 Tagen innerhalb von 3 Monaten),
180 € (mehrmalige Einreise, gültig für 60 Tage innerhalb von 3 Monaten)
260 € (mehrmalige Einreise, gültig für 60 Tage innerhalb von 6 Monaten),
360 € (mehrmalige Einreise, gültig für 60 Tage innerhalb von 12 Monaten). 

Transitvisum:
90 € (einmalige Einreise),
120 € (zweimalige Einreise).

Eine Expressausstellung kostet zusätzlich 50 €.

Österreich, Schweiz
Touristen- und Geschäftsvisum:
100 CHF (einmalige Einreise, gültig für 30 Tage innerhalb von 3 Monaten);
180 CHF (mehrmalige Einreise, gültig für 60 Tage innerhalb von 6 Monaten).
240 CHF (mehrmalige Einreise, gültig für 60 Tage innerhalb von 12 Monaten).

Antrag erforderlich

Deutsche Antragsteller: Upload der Dokumente auf: berlin.ghanagovernmentmission.com/index.portal.php

Touristenvisum:
(a) Reisepass, der bei der Ausreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(b) 1 Antragsformular.
(c) 4 Passfotos.
(d) 2 Kontaktadressen in Ghana (z.B. Hotel, Privatperson/Geschäftspartner) und Einladungsschreiben sowie Kopie des Reisepasses des Einladenden.
(e) Gebühr (per kreditkarte).
(f) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
(g) Nachweis einer Gelbfieberimpfung (Kopie des internationalen Impfpasses).
(h) Buchungsbestätigung des Hin- und Rückflugtickets.
(i) Hotelbuchungsbestätigung.

(j) Minderjährige: Reiseerlaubnis der Eltern, Kopien der Reisepässe und ggf. der Aufenthaltserlaubnis der Eltern.

Geschäftsvisum:
(a)-(h) und
(i) Einführungsschreiben des Arbeitgebers auf Englisch mit Besuchsanlass und Bestätigung der Kostenübernahme.

(j) Einladungsschreiben der Firma in Ghana.

Alle Dokumente müssen in die englische Sprache übersetzt sein.

Geld

Geldwechsel

Der neue Cedi ist an den US-Dollar gebunden, wird jedoch häufig abgewertet. Die Mitnahme von Bargeld in Euro, US-Dollar oder Britischem Pfund wird empfohlen. Devisen können in Banken, Forex-Büros oder an der Rezeption von großen Hotels getauscht werden. Die Forex-Büros haben meist die günstigsten Kurse. Der Wechselkurs für Bargeld ist besser als für Reiseschecks.

Währung

1 Ghana-Cedi = 100 Pesewas. Währungskürzel: GHc, GHS (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 50, 20, 10, 5, 2 und 1 GHc; Münzen im Wert von 1, 5, 10, 20 und 50 Pesewas sowie 1 Cedi.

Devisenbestimmungen

Die Einfuhr und Ausfuhr der Landeswährung ist nicht gestattet. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt, Deklarationspflicht (besonderer Vordruck). Die Ausfuhr von Fremdwährungen bis in Höhe der deklarierten Beträge, abzüglich der Umtauschbeträge (Nachweis und Vermerk über Umtausch auf dem bei der Einreise erhaltenen Deklarationsbeleg erforderlich).

Kreditkarten

Alle größeren Kreditkarten, vor allem Visa, werden von führenden Hotels, Banken und in wenigen Geschäften akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. Da es vermehrt zu Missbrauch / kopieren von Kreditkarten kommt, ist der Geldtransfer via Western Union Bank eine sichere Alternative.
 

Reiseschecks

Sollten in US-Dollar ausgestellt sein. Gern akzeptiert werden Schecks von Thomas Cook und American Express.

Öffnungszeiten der Bank

I. Allg. Mo-Fro 08.00-16.00, Sa 08.00-15.00 Uhr (Abweichungen sind möglich).

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel dürfen zollfrei nach Ghana eingeführt werden:

200 Zigaretten und 50 Zigarren und bis zu 250 g Tabakwaren (ab 18 J.);
1 l Spirituosen und 2 l Wein (ab 18 J.);
250 ml Eau de Toilette und 50 ml Parfüm.
Geschenke müssen verzollt werden.
Quellenangaben
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Ghana - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 23.05.2018 (Unverändert gültig seit: 02.03.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 23.05.2018 (Unverändert gültig seit: 02.03.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
s

Copyright und Haftungsausschluss

© 2018 MD Travel Guide - MAIRDUMONT GmbH & Co. KG. Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Seite darf ohne eine schriftliche Erlaubnis vervielfältigt werden.