Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Spanien

Steckbrief

Spanien - Fakten

Ländername Königreich Spanien/Reino de España
Klima Madrid: Hochlandklima (kastilische Meseta, 680 Meter ü.M.): trocken, kalte Winter, heiße Sommer (bis 40°C); Küste: Mittelmeer- bzw. Atlantikklima
Beste Reisezeit Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember
Lage 36 bis 43,5 Grad nördliche Breite; 9 Grad westliche bis 3 Grad östliche Länge (iberische Halbinsel; ohne Balearen, Kanaren, Ceuta und Melilla)
Fläche 505.990 Quadratkilometer
Hauptstadt 01.01.2016: 3,16 Millionen Einwohner (Ausländeranteil 12,2%)
Bevölkerung 01.01.2016: 46,3 Millionen Einwohner (Ausländeranteil 9,5%)
Sprache Spanisch (Castellano) ist in ganz Spanien Amtssprache. In den Autonomen Gemeinschaften Baskenland, Galicien, Katalonien Valencia, Navarra und den Balearen gelten daneben die jeweiligen regionalen Sprachen qua Autonomiestatut als zweite Amtssprache.
Religion Römisch-Katholisch 94 %
Nationaltag 12. Oktober
Staats-/Regierungsform Parlamentarische Monarchie
Staatsoberhaupt König Felipe VI, seit 19.06.2014
Regierungschef Mariano Rajoy (seit 21.12.2011; vom 20.12.2015 - 29.10.2016 geschäftsführend)
Außenminister Alfonso María Dastis Quecedo (seit dem 04.11.2016)
Parlament Zwei-Kammer-System (Abgeordnetenhaus und Senat), beide für 4 Jahre gewählt. Abgeordnetenhaus (350 Sitze), Präsidentin: Ana Pastor (seit 19.06.2016); Senat (265 Sitze), Präsident: Pío García Escudero (seit 13.01.2016).Parteien: Nach den Ergebnissen der Parlamentswahlen vom 26.06.2016: PP (konservativ, Partido Popular): 137 Sitze, 33%; PSOE (sozialdemokratisch): 85 Sitze, 22,6%; Unidos Podemos: 71 Sitze (linkes Parteienbündnis), 21,1%; Ciudadanos (bürgerlich-liberal): 32 Sitze, 13%; ERC (katalanische republikanische Linke): 9 Sitze, 2,4%; Convergència Democràtica de Catalunya (katalanisch-bürgerlich): 8 Sitze, 2,0%; Baskische Nationalpartei PNV: 5 Sitze, 1,2%; EH Bildu (baskisch-nationalistisch): 2 Sitze, 0,8%; Kanarische CC (Coalición Canaria): 1 Sitz, 0,3%. Die Zahl der Sitze wird auf der Ebene der 52 Wahlbezirke ermittelt; deshalb sind die großen Parteien und solche, die in einzelnen Wahlbezirken bzw. regional dominierend sind, stärker repräsentiert als es dem nationalen Stimmenanteil entspräche.
Währung Euro (EUR)
Zeitzone ME(S)Z
Stromnetz 230 V / 50 Hz
Reiseadapter C, F, L
Kfz-Länderkennzeichen E
ISO-3166 ES, ESP
Internet-TLD .es
Landesvorwahl +34
Website http://www.spain.info/
Reisepass & Visum Nicht notwendig
Geeignet für Kultur, Shopping, Outdoor, Meer, Wintersport, Feiern

Geographie

Spanien ist vorwiegend gebirgig. Den Kern der Iberischen Halbinsel bilden zwei markante Hochflächen, Mesetas genannt: die Meseta von Altkastilien/León (800 m hoch) und die Meseta von Neukastilien mit Extremadura und La Mancha (200 m hoch). Das Kastilische Scheidegebirge teilt die Hochebene, die von zahlreichen Gebirgen umgeben wird: dem Kantabrischen Gebirge und den Pyrenäen im Norden, der Sierra Morena im Süden. Im äußersten Süden erstreckt sich die andalusische Tiefebene. Spanien war ursprünglich ein waldreiches Land. Heute sind nur noch rund ein Viertel der Landesfläche bewaldet. Buchen, Eichen und Edelkastanien kennzeichnen die Vegetation des eher feuchten Nordens. Sonst findet man immergrüne Gewächse wie Korkeiche, Ölbaum und Macchie.

Politik und Bevölkerung

Nach der im Dezember 1978 verabschiedeten Verfassung ist Spanien eine Monarchie auf parlamentarisch-demokratischer Grundlage. Staatsoberhaupt ist der König. Das gewählte Parlament besteht aus Abgeordnetenhaus und Senat. Die Parteienlandschaft Spaniens ist weit gefächert. Im Abgeordnetenhaus sitzen allein elf Parteien. In den ländlichen Gebieten Zentralspaniens leben weitaus weniger Menschen als in den industrialisierten Regionen und Ballungszentren entlang der Küste. Den größten Anteil der Einwohner, 73 %, stellen die kastilischsprachigen Spanier, 17 % sind Katalanen, 7 % Galicier und 2 % Basken. Die meisten Bewohner bekennen sich zum katholischen Glauben. Von den 17 autonomen Gemeinschaften kämpften manche jahrelang gewaltsam um diesen Status (Baskenland), andere streben völlige Unabhängigkeit an (Katalonien).

Geschichte und Kultur

Die Phönizier gründeten um 1100 v. Chr. erste Handelsniederlassungen an der Küste. Ab 200 v. Chr. fiel das Land an die Römer, die es 600 Jahre in ihrem Besitz hielten. 711 zogen Araber über die Meerenge von Gibraltar und eroberten die Halbinsel. 756 wurde das Emirat von Córdoba gegründet. Erst 1492 gelang die vollständige Reconquista, die Rückeroberung durch die christlichen Heere. Im selben Jahr entdeckte Christoph Kolumbus Amerika und begründete die spanische Vorherrschaft zur See. Mit Beginn des 19. Jh. lösten sich die lateinamerikanischen Kolonien vom Mutterland. 1936 putschte sich der faschistische General Franco an die Macht. Mit dem Tod Francos 1975 wurde König Juan Carlos Staatsoberhaupt, zwei Jahre später erfolgten die ersten freien Wahlen seit mehr als vier Jahrzehnten. 2004 erschütterte ein islamistischer Anschlag mit fast 200 Toten die Hauptstadt Madrid. Die spanische Kultur wurzelt fest im Katholizismus. Einflüsse der Zigeunerkultur sind noch im Flamenco (Musik, Tanz) spürbar, das maurische Erbe zeigt sich vor allem in der Architektur (Alhambra). Künstler wie El Greco, Goya und Picasso haben Weltrang.

Spanien - Geschichte

3. Jh. v.-5. Jh. n. Chr. Römische Herrschaft
ab 711 Maurische Heere fallen über Südspanien ein und dehnen ihren Herrschaftsbereich bis an die Pyrenäen aus; von Norden her beginnt bald die christliche Rückeroberung ("Reconquista")
9. Jh. Mit der Entdeckung des (vermeintlichen) Apostelgrabs von Jakobus d. Ä. in Santiago Beginn der Pilgerzüge auf dem Jakobsweg
1492 Fall des letzten maurischen Königreichs auf der Iberischen Halbinsel, Eroberung Granadas durch die "Katholischen Könige" Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragonien. Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus
16./17. Jh. Spanien auf politischem und kulturellem Höhepunkt: Weltmacht und "Goldenes Zeitalter"
1936-1939 Bürgerkrieg, Beginn der Diktatur von General Francisco Franco
1975 Tod Francos, Wiedereinführung der Monarchie mit König Juan Carlos I.
2011 Bei den Parlamentswahlen gewinnt die konservative Volkspartei Partido Popular. Die Terroristen der baskischen Eta geben das vorläufige Ende ihrer Waffengewalt bekannt, was bis heute anhält
2014 Felipe VI wird neuer spanischer König. Die schwere Wirtschaftskrise hält an, die Arbeitslosigkeit erreicht 26, die Jugendarbeitslosigkeit 55 Prozent. Fortgesetzte Zwangsräumungen von Wohneigentum, Korruptionsskandale sowie Demonstrationen gegen Einschnitte im Bildungs- und Gesundheitswesen bestimmen die innenpolitische Debatte
2016 San Sebastián ist Kulturhauptstadt Europas
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft Madrid

Fortuny 8 | Tel. 915579000 | www.spanien.diplo.de

Österreichische Botschaft Madrid

Paseo de la Castellana 91 | Tel. 915565315 | www.bmeia.gv.at/botschaft/madrid

Schweizer Botschaft Madrid

Núñez de Balboa 35 a | Edificio Goya | Tel. 914363960 | www.eda.admin.ch/madrid

Notruf

Landesweit Tel. 112

Internetzugang & Wlan

Internetcafés kosten meist 1 bis 2 Euro pro 30 Minuten. In öffentlichen Bibliotheken ist der Zugang im Normalfall kostenlos (Ausweis nicht vergessen!), doch die Geräte können alt und die Wartezeiten lang sein. WLAN heißt auf Spanisch wifi und wird in vielen Hotels angeboten, zum Teil allerdings gebührenpflichtig. Ansonsten gibt es mancherorts kostenfreie wifi-Zonen.

Post

Die Postgebühren für internationale Briefe bis 20 g und Postkarten sind gleich und erhöhen sich in der Regel zu Jahresbeginn. Briefmarken gibt es auch in Tabakwarenläden (estancos).

Telefon & Handy

Für Auslandsgespräche 00 und die Landeskennzahl wählen (Deutschland 49, Österreich 43, Schweiz 41), die Ortsvorwahl ohne die erste Null und dann die Telefonnummer. Vorwahl nach Spanien: 0034, dann direkt die komplette Rufnummer. Das eigene Handy lässt sich problemlos benutzen, wählt aber automatisch den frequenzstärksten Netzbetreiber aus. Telefonläden verkaufen spanische Prepaidkarten. Gebührenpflichtige Nummern beginnen in Spanien mit 807, 901 oder 902.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Feste & Veranstaltungen

Januar

Reyes Magos: am 5. Jan., Vorabend des Dreikönigstags, vielerorts bunte Umzüge

Am 20. Jan. Stadtfest in San Sebastián mit der 24-stündigen Trommelparade tamborrada

Februar/März

Einer der Festpole des Karnevals ist Cádiz, wo man besonders ausgelassen feiert. Eine weitere Karnevalshochburg ist Águilas in der südspanischen Region Murcia.

19. März

Bei den Fallas de València gehen Hunderte Kolossalfiguren aus Holz und Pappmaché in Flammen auf.

Ostern

Semana Santa (Karwoche): Bei zahlreichen Prozessionen sind Laienbruderschaften in gespenstischen Aufzügen unterwegs und schleppen Aufbauten mit tonnenschweren Standbildern durch die Straßen. In Sevilla, Málaga, Granada, Cuenca, Valladolid und León erlebt man die Karwoche besonders ergreifend. In Calanda in Aragonien, in Hellín und in Tobarra (beide in der Provinz Albacete) kommt es zu gigantischen Trommelparaden (tamborradas). In San Vicente de la Sonsierra (La Rioja) sind Geißler unterwegs.

April

Ganz Sevilla steht im Zeichen der Feria de Abril auf einem riesigen Festgelände.

Historienspektakel Moros y Cristianos ("Mauren und Christen") in Alcoi in der Provinz Alicante

Mai

Mitte Mai Pferde-Feria in Jerez de la Frontera

Pfingsten

Massenwallfahrt mit geschmückten Karren und Traktoren ins andalusische El Rocío

Juni

24. Juni: San Juan, das Mittsommerfest, geht vielerorts mit großen Feuern einher, die man in der Nacht zuvor entzündet. Besonders beeindrucken die "Feuerläufer" von San Pedro Manrique (Kastilien-León), die barfuß über einen Glutteppich laufen.

29. Juni: Die "Weinschlacht" Batalla del Vino bei Haro (La Rioja) verläuft nicht kriegerisch, sondern als Massengaudi mit einigen Zehntausend Litern Munition.

Juli

6.-14. Juli: Fiesta de San Fermín in Pamplona; ab 7. Juli jeden Morgen Stiertreiben durch die Altstadt

Beim Stelzentanz von Anguiano um den 22. Juli stürzen sich waghalsige Männer auf Stelzen zu Musik und in bauschigen Röcken eine Dorfgasse hinunter.

Stadtfest mit Konzerten und Feuerwerk in Santiago de Compostela um den Gedenktag des hl. Jakobus (25. Juli)

Ende des Monats musikalisches Low-Cost-Festival in Benidorm u. a. mit Indie, Pop und Rock

August

Flamencofestival Cante de las Minas in La Unión in der Region Murcia

Mysterienspiel Misterio de Elche der Stadt Elx am 14./15. Aug.

September

Um den 20. Sept. Weinfest in Logroño (La Rioja)

Silvester

Jahreswechselfiesta in Madrid: Zu jedem der von der Puerta del Sol im Fernsehen übertragenen zwölf Glockenschläge isst man eine Weintraube - das soll Glück bringen!

Nationale Feiertage

1. Jan. Año Nuevo
6. Jan. Reyes Magos
März/April Karfreitag (Viernes Santo)
1. Mai Fiesta del Trabajo
15. Aug. Asunción de la Virgen
12. Okt. Día de la Hispanidad
1. Nov. Todos los Santos
6. Dez. Día de la Constitución
8. Dez. Inmaculada Concepción
25. Dez. Navidad
Allgemein Regional unterschiedlich kommen zusätzliche Feiertage wie Gründonnerstag, Ostermontag und der Jakobustag 25. Juli dazu. Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, wird er häufig am Montag nachgeholt.
Mobilität vor Ort

Auto

Höchstgeschwindigkeit 50, auf Landstraßen 90, teilweise 100 km/h, auf Schnellstraßen und Autobahnen 120 km/h, vereinzelt 130 km/h; die Promillegrenze liegt bei 0,5, für Fahranfänger bei 0,3. Vorgeschrieben ist das Mitführen von zwei Warndreiecken und einer Warnweste. Privates Abschleppen ist verboten, es muss immer ein Abschleppdienst (servicio de grúa) gerufen werden. Die Strafen selbst für kleinere Verfehlungen sind drakonisch. Wer seinen Wohnsitz nicht in Spanien hat, muss die Geldstrafe direkt vor Ort begleichen, anderenfalls kann das Fahrzeug von der oftmals harsch agierenden Polizei stillgelegt werden.

Öffentliche Verkehrsmittel

Fortbewegungsmittel Nummer eins ist der Bus - zuverlässig und recht günstig. Jede Stadt verfügt im Normalfall über einen Busbahnhof (estación de autobuses). In Ferienzeiten empfiehlt sich der Vorabkauf des Tickets. Gleiches gilt für die Bahn. Der Superschnellzug AVE (www.renfe.com) garantiert gute Langstreckenverbindungen zwischen den Metropolen (von Madrid nach Barcelona weniger als drei, nach Sevilla zweieinhalb Stunden), ansonsten müssen Sie mit zuweilen langwierigen Umsteigeverbindungen rechnen. Im Norden verkehren neben den Renfe-Züge die Schmalspurbahnen der Feve (www.feve.es). In Madrid und Barcelona geht es sehr gut mit der Metro voran.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Da der spanische Rhythmus nach hinten ausgelegt ist, beginnt man den Tag relativ spät mit einem bescheidenen Frühstück (desayuno) gegen 8 oder 8.30 Uhr (wobei manche Spanier auch ganz ohne Frühstück zur Arbeit gehen). Der Tagesauftakt mit starkem Milchkaffee (café con leche) und einem süßen Brötchen (bollo suizo) oder einem Croissant ist eher karg, aber umso mehr weiß man sich zu steigern.

Um die Mittagszeit, ab etwa 12/12.30 Uhr, schlägt in den Bars die erste große Stunde der Tapas, Appetithäppchen jedweder Art, die im Baskenland pintxos bzw. pinchos genannt werden. Mit einem Gläschen Rot- (vino tinto) bzw. Weißwein (vino blanco), einem trockenen Sherry (fino) oder einem frisch gezapften Bier (caña) genießt man die variantenreichen Minikunstwerke aus der Küche. Viele Bars sind kleine Schlaraffenländer für Tapas, deren Spannbreite von eingelegten Sardellen (boquerones) über Fleischbällchen (albóndigas) bis zu einem russischen Salat (ensaladilla rusa) aus Kartoffeln, Ei und Mayonnaise reicht. Die Tapas werden meist in glasgeschützten Auslagen präsentiert und stehen verführerisch auf dem Tresen, was Sprachfremdlingen zugute kommt - man braucht einfach nur auf das Gewünschte zu deuten. Und wen der Hunger übermannt, der bestellt gleich eine ganze ración, eine große Portion. Eine gute Wahl für zwischendurch ist ein gemischter Salat (ensalada mixta) oder ein Gemüsetopf (menestra).

Das üppige Mittagessen (comida) steht ab 14/14.30 Uhr an. Zu später Stunde folgt ab etwa 21/21.30, oft auch erst gegen 22 Uhr das Abendessen (cena), das man ebenfalls gerne mit Tapas einläutet. Alternativ dazu lässt sich ein komplettes Abendessen durch eine ausgiebige Tapatour ersetzen. Dabei sollten Sie den Spaniern nacheifern, die von Bar zu Bar ziehen und immer Neues ausprobieren; in einer einzigen Kneipe hängen zu bleiben, ist ganz und gar unüblich. Zur Beruhigung ausländischer Gäste, die an derart späte Zeiten von Mittag- und Abendessen nicht gewohnt sind, sei angemerkt, dass in Ferienorten viele Restaurants weitaus früher ihre Gerichte auftischen. Wenn dann die Nichtspanier gehen, kommen erst die Einheimischen - frühestens ...

Mittags wie abends setzt sich im Restaurant die klassische Speisefolge aus drei Gängen zusammen: Vorspeise (primer plato bzw. entrante), Hauptgericht (segundo plato oder plato principal) und Nachtisch (postre). Typische Desserts sind Karamellpudding (flan), Milchreis (arroz con leche) oder die sahnige Cremespeise natillas. Den Schlusspunkt setzt man gerne mit einem Espresso (café solo). Wer ein wenig Milch hineinhaben will, ordert einen cortado, mit einem Schuss Schnaps hingegen heißt er carajillo. Ein kräftiger Absacker ist ein Tresterbranntwein (orujo), etwas sanfter ein Brandy (coñac). Gut gekühlt getrunken wird an der Mittelmeerküste die alkoholfreie Erdmandelmilch horchata de chufa, die süß bis sehr süß daherkommt.

In Spanien ist ein Abend- meist teurer als ein Mittagessen. Preisbewusste sind gut beraten, mittags ein Tagesmenü (menú del día) zu ordern, so wie es Spanier selber gern während ihrer Mittagspause tun. Ein solches Menü, das es schon ab 9 oder 10 Euro gibt, bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Meist kann man unter mehreren Vor- und Hauptspeisen und Desserts wählen und Brot, Wasser und Wein sind im Preis enthalten. Wasser kommt oft aus der Leitung und ist stark gechlort. Empfindliche bestellen ein Mineralwasser (agua mineral) mit Kohlensäure (con gas) oder ohne (sin gas). Beim Wein darf man zu einem Tagesmenü einen soliden Tafelwein (vino de mesa) erwarten.

Doch auch wer in puncto Wein Ansprüche stellt, ist bestens aufgehoben. Gute Weine tragen in Spanien stets eine geschützte Herkunftsbezeichnung (denominación de origen). Die Rioja hat sich als Rotweinregion weltweit einen Namen gemacht. Sie profitiert vom sonnigen Klima und den fruchtbaren Böden im Becken des Río Ebro. Nach der Lese im Herbst reifen die Spitzenweine in zahlreichen Kellereien (bodegas) in Fässern aus französischer oder amerikanischer Eiche. Kenner schätzen die Kombination aus vollem Fruchtaroma und jenem Vanilleton, den die Eichenfässer (barricas) abgeben. Die edleren Tropfen beginnen mit den crianzas und steigern sich über die reservas bis hin zu den gran reservas. Sie unterliegen vorgeschriebenen Reife- und Lagerzeiten: Crianzas müssen mindestens zwei, reservas drei, gran reservas fünf Jahre lang gelagert werden.

Weitere wichtige Anbauregionen von Qualitätsweinen sind Navarra, Katalonien, Kastilien-León, Kastilien-La Mancha und Andalusien. Auch Weine aus dem Duerogebiet sind international salonfähig. Spanischer Sekt (cava), der überwiegend im método tradicional genannten Champagnerverfahren hergestellt wird, kommt mehrheitlich aus Katalonien.

Landesweit genießen Spitzenrestaurants einen exzellenten Ruf. In dieser Hinsicht hat sich Spanien - nicht nur mit dem zum Kultkoch avancierten Ferran Adrià - nach ganz oben katapultiert und zahlreiche Sterneköche hervorgebracht, vor allem aus den kulinarischen Hochburgen Baskenland und Katalonien. In Mode gekommen ist das menú de degustación, das durchaus sieben bis acht kleinere, erlesene Gänge umfassen kann und ab 50 Euro aufwärts kostet. Was jedoch all die preisgekrönten Köche mit den Küchenmeistern noch der kleinsten Tavernen verbindet, ist die Verwendung von ernte-, fang- und jagdfrischen Zutaten - und natürlich von Knoblauch und Olivenöl.

Trinkgeld

In Restaurants sind fünf Prozent angebracht, wenn Sie zufrieden waren. Spanier geben wenig Trinkgeld. In Bars lässt man allenfalls etwas Wechselgeld liegen. Trinkgeld für Taxifahrer ist nicht üblich.

Einkaufen und Shoppen

Flamencopüppchen, komplette Jakobspilgersets mit Filzhut und wallendem Umhang, die Gottesmutter Maria als verschnörkelte Porzellanfigur - wer in Spanien Kitsch und Nippes will, bekommt ihn. Einen genaueren Blick hingegen verdient all jenes Kunsthandwerk, das authentisch vor Ort gefertigte Handarbeit ist.

Kulinarisches

Im Vergleich zu daheim sind Delikatessen wie der luftgetrocknete Serranoschinken und der lange gereifte Manchegokäse wirkliche Preisknüller. Gegen einen kleinen Aufpreis (mitunter ist es sogar inklusive) lässt sich ein Stück Käse oder der Schinken für den Transport nach Hause luftdicht verpacken (envasar al vacío). Weitere Spezialitäten sind Pasteten (patés) in Gläsern, eingelegte Paprika (pimientos) und Oliven (aceitunas); für seine eingelegten Kapern (alcaparras) ist Águilas in der Region von Murcia bekannt. Ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet das kalt gepresste Olivenöl (aceite de oliva virgen extra), das in Hartplastikflaschen oder kleinen Kanistern erhältlich ist. Und in manchen Klöstern wird hauseigenes Gebäck verkauft.

Kunsthandwerk

Dank touristischer Nachfrage ist echtes Kunsthandwerk wie das Töpfern nicht untergegangen bzw. mancherorts zu neuem Aufschwung gelangt. Andalusien ist mit Städten wie Granada und Sevilla bei den Töpferwaren führend, doch auch kleinere Orte wie La Bisbal in der katalanischen Provinz Girona haben einen klangvollen Namen. Gute Angebote findet man im Hinterland der Costa Blanca, an der Costa del Azahar (z. B. in Peñíscola), in Toledo, Guadix und sogar in Madrid. Beliebt sind Keramikwaren in allen Farben und Größen: Teller, Untersetzer, Kerzenhalter, Becher, Salatschüsseln. Wer Gebrauchskeramik kauft, sollte bedenken, dass sich gute Stücke in den seltensten Fällen für die Spülmaschine eignen.

Toledo ist für seine geschmiedeten Klingen bekannt. In Galicien sind Klöppelspitzenarbeiten (encajes) von hervorragender Qualität u. a. in der Altstadt von Santiago de Compostela erhältlich. Granada hat mit Intarsienarbeiten ein Erbe aus der maurischen Zeit bewahrt; dekorativ sind z. B. Schachbretter und Schmuckkästchen. Bunte Flickenteppiche (jarapas) sind zu günstigen Preisen in Dörfern der andalusischen Gebirgslandschaft La Alpujarra erhältlich. In Andalusien gibt es auch reichlich Silberschmuck.

Märkte

Die stimmungsvollen Markthallen von Barcelona, València und Santiago de Compostela sind ein Erlebnis. Auch auf anderen Märkten (mercados) kann man sich gut mit typischen Regionalprodukten eindecken. Die meisten Märkte öffnen montags bis samstags von etwa 8 bis 14 Uhr; montags haben die Fischabteilungen geschlossen. Straßen- und Trödelmärkte (rastros, mercadillos) konzentrieren sich vor allem an der Mittelmeerküste.

Mode

Designerstadt Nummer eins ist Barcelona, was sich nicht zuletzt in der Angebotsfülle widerspiegelt. In Barcelona finden sich erlesene Boutiquen im Stadtteil Eixample, das Pendant in Madrid ist das Viertel Salamanca. Große Modeabteilungen bietet die Kaufhauskette El Corte Inglés.

Musikinstrumente

Granada und Madrid gelten als wichtigste Zentren für Instrumentenbauer in Spanien. Über zwei Dutzend Gitarrenbauer sind noch heute in der Provinz Granada tätig. Sie stellen klassische Konzert- wie auch Flamencogitarren her und nehmen gerne Bestellungen entgegen.

Wein & Spirituosen

Mit seinen Weinen bietet Spanien Auswahl in Hülle und Fülle. Beim Einkauf sollten Sie auf die geschützte Herkunftsbezeichnung denominación de origen achten. Der Einkauf von Brandy, cava und Sherry lohnt dagegen weniger, da das Preisniveau etwa dem heimischen entspricht.

Öffnungszeiten

Es gibt keine geregelten Ladenschlusszeiten. Überwiegend sind die Geschäfte montags bis freitags von 9.30 oder 10 bis 13.30 oder 14 und von 16.30 oder 17 bis 20 Uhr geöffnet, samstags mitunter nur vormittags. Manche Geschäfte in Touristenorten und generell Großsupermärkte haben durchgehende Öffnungszeiten. Museen und Monumente ändern bis zu sechsmal jährlich ihre saisonalen Öffnungszeiten; montags und sonntagnachmittags haben viele geschlossen.

Spezialitäten

botifarra katalanische Schweinswurst, kalt oder heiß serviert
chipirones en su tinta Tintenfische in der eigenen Tinte gekocht
chorizo landesweit verbreitete Paprikasalami (mit Knoblauch)
churros frittierte Teigkringel, die man gern in dickflüssigen Kakao (chocolate) tunkt
cocido madrileño Eintopf nach Madrider Art mit Wurst, Kichererbsen, Kartoffeln, Speck und Gemüse
fabada asturischer Bohneneintopf mit Speck und Blutwurst
gazpacho kalte andalusische Suppe mit einem pürierten Allerlei aus Weißbrot, Tomaten, Gurke, Knoblauch, Zwiebeln, Paprika, Öl und Essig
jamón serrano luftgetrockneter Schinken, besonders gut aus den andalusischen Bergorten Jabugo und Trevélez
langostinos große Garnelen, entweder frisch gegrillt oder - als vorgekochte Variante - kalt serviert
mariscada Meeresfrüchteplatte
marmitako baskischer Fischeintopf mit frischem Thunfisch, Kartoffeln, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Chili
pa amb tomàquet katalanisches Tomatenweißbrot, beträufelt mit Olivenöl
paella ursprünglich aus València stammende Reisplatte, die in zahlreichen Varianten auf den Tisch kommt; die Basis besteht stets aus Safranreis und Gemüse
queso de Cabrales geruchs- und geschmacksstarker Blauschimmelkäse aus den Picos de Europa
queso manchego Schafsmilch-Hartkäse aus der Mancha
suquet de peix katalanische Fischsuppe
tortilla de patata Kartoffelomelett, ein Klassiker der einfachen (Tapa-)Küche
trucha a la navarra Forelle, belegt mit einer Scheibe jamón serrano
vieira Jakobsmuschel mit festem Fleisch, beliebt in Galicien
Stichworte

Bevölkerung

Mit seinen 506000 km2 ist Spanien mehr als zwölfmal so groß wie die Schweiz, wird dabei aber nur von etwa 47 Mio. Menschen bewohnt. Im internationalen Vergleich nimmt sich die Bevölkerungsdichte mit knapp 93 Ew. pro Quadratkilometer damit recht gering aus. An der Spitze der Besiedlung steht die Hauptstadt Madrid mit 3,2 Mio. im Kernbereich und über 6 Mio. Menschen im Großraum. Allerdings wohnen in Spanien nicht nur Spanier: Angelockt durch den Wirtschaftsaufschwung und den Arbeitskräftebedarf in den ersten Jahren des 21. Jhs., strömten Immigranten aus Südamerika, speziell Ecuador und Kolumbien, doch auch aus Afrika und Südosteuropa in großer Zahl ins Land. Die nicht enden wollende Wirtschaftskrise in Spanien hat mittlerweile einen Teil der Immigranten wieder abwandern lassen. Andere versuchen noch immer ihr Glück eines Neuanfangs - illegal, als "Boat People", die auf kaum seetauglichen Booten von Nordafrika her die Küsten Andalusiens erreichen. Problematisch ist auch die Überalterung der Gesellschaft; dass die Geburtenraten tief im Keller stecken, ist kein Wunder: Kindergeld gibt es nicht - Kinderhaben steht so auf derselben Stufe wie Kindermachen: Privatvergnügen.

Blindenlotterie

Blinde und schwer Sehbehinderte haben seit Jahrzehnten einen Rettungsanker der Hoffnung: die spanische Blindenorganisation ONCE (Organización Nacional de Ciegos Españoles). Diese gemeinnützige Einrichtung unterhält landesweit Ausbildungszentren, vergibt Stipendien und hilft bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Die dazu notwendigen Gelder werden in erster Linie durch den Verkauf von Losen rekrutiert. Diese bekommt man an winzigen ONCE-Kiosken oder bei Straßenverkäufern, die oft mit einem lautstarken, lang gezogenen Para hooooyyyy ("Für heute") auf die Ziehung am selben Abend aufmerksam machen.

Familiennamen

Spanier können die Kette ihrer Ahnen mühelos zurückverfolgen, denn in manchen Dokumenten reihen sich die übernommenen Familiennamen (apellidos) über Generationen hinweg aneinander. Im Alltag werden jedoch nur die beiden aktuellsten benutzt: der erste Nachname vom Vater, gefolgt vom ersten Nachnamen der Mutter (laut jetzigem Namensrecht kann die Reihenfolge auch umgekehrt sein). Dabei bleibt es das ganze Leben. Nehmen wir eine fiktive Carolina Pérez López als Beispiel, so hieß Carolinas Vater (oder Mutter) mit erstem Zunamen Pérez und die Mutter bzw. der Vater mit erstem Zunamen López. Für Auswärtige verwirrend ist, dass traditionelle Eheleute ihren kompletten Namen immer behalten und auf dem Papier durch nichts ersichtlich ist, dass sie miteinander verheiratet sind.

Flamenco

Echter Flamenco ist alles andere als folkloristische Show, er ist ein Ausdruck tiefen, inneren Gefühls. Und so ist es kein Zufall, dass der Flamenco im heißen und heißblütigen Andalusien zur Perfektion reifte, entwickelt durch die einst aus Asien zugewanderten Zigeuner (gitanos). Tanz (baile), Gesang (cante) und Gitarrenspiel (toque) sind die drei Säulen des Flamencos, dessen Traditionen sich bis heute ständig weiterentwickeln. Mitunter fließen Strömungen aus Pop, Rock, Jazz und sogar Punk ein. Kommerzielle Flamencolokale (tablaos) in den andalusischen Zentren Granada, Córdoba, Jerez de la Frontera und Sevilla bieten mitunter beachtliche Qualität. Ansonsten bekommen Sie aktuelle Querschnitte bei diversen Flamencofestivals geboten.

Gitanos

Die sogenannten Zigeuner, auf Spanisch gitanos, sollen vor Jahrhunderten aus dem mittelasiatischen Raum zugewandert sein und wurden schon zu Zeiten der Inquisition verfolgt. Allzu leicht wird eine gewisse "Zigeunerromantik" mit temperamentvollen Schönheiten und Flamenco verklärt. In der Realität fristen viele gitanos ein Dasein im sozialen Abseits. Das hängt zum einen mit ihrer selbst gewählten Abschottung und der Pflege ihrer Traditionen zusammen, andererseits werden sie von der spanischen Gesellschaft nicht gerade mit offenen Armen aufgenommen.

Königshaus

2014 begann eine neue Zeitrechnung in Spanien: König Juan Carlos I dankte nach Jahren der Skandale (Elefantenjäger auf Luxustour, Seitensprünge etc.) und zunehmender gesundheitlicher Schwächung zugunsten seines Sohnes ab, der als Felipe VI die Nachfolge antrat. Dies war und ist kein leichtes Amt in turbulenten Zeiten. Wird Felipe den Ansehensverlust des spanischen Königshauses überspielen oder gar kitten können? Schließlich hatte nicht nur Juan Carlos die Royals nachhaltig in Misskredit gebracht, sondern auch Felipes Schwester Cristina und deren Mann Iñaki Urdangarin; Hintergrund waren Anklagen wegen Steuerbetrugs und Veruntreuung öffentlicher Gelder in Millionenhöhe. Felipe zur Seite steht Gemahlin Letizia; für sie ist es die zweite Ehe. Beim Volk ist sie nicht besonders beliebt - nicht nur, weil sie erkleckliche Summen in die Verschönerung des eigenen Gesichts gesteckt hat. Auf den ersten Plätzen der spanischen Thronfolge rangieren heute Felipes und Letizias gemeinsame Töchter, die 2005 und 2007 geborenen Infantinnen Leonor und Sofía. In Spanien steht die Bevölkerungsmehrheit nach wie vor hinter der Monarchie, doch mehren sich die Stimmen und Protestkundgebungen dagegen.

Krise

Spaniens Krisenzeiten nehmen seit Jahren kein Ende, Prognosen für die Zukunft sehen nicht allzu rosig aus. Immer wieder fordern Volksvertreter von ihrem Volk, den Gürtel enger zu schnallen, und setzen die Bürger neuen Belastungen aus, während die Politiker selber weiter in der First Class fliegen und Sitzungsgelder kassieren, die für einfache Leute einem Monatsgehalt gleichkommen. Und genau dagegen - die Selbstbedienungsmentalität, die Korruption und Vetternwirtschaft unter Politikern und Beamten - formiert sich massiver Widerstand. Jedes Jahr gibt es mehrere Zehntausend Protestveranstaltungen, initiiert auch von denen, die durch Arbeitslosigkeit in Not geraten sind und ihre Wohnung oder ihr Haus durch Zwangsräumungen verloren haben. Wie ein Fels in der Brandung trotzt zumindest der Tourismus in Spanien dem Niedergang und ist ein elementarer Wirtschaftsfaktor geblieben.

Mauren

Zwischen 711 und 1492 waren die Mauren knapp 800 Jahre auf der Iberischen Halbinsel präsent - und ihre Spuren sind keineswegs verweht. Die Alhambra in Granada, die Giralda in Sevilla und die Mezquita in Córdoba zählen zu Spaniens Besuchermagneten schlechthin. Noch im heutigen Spanisch zeugen zahlreiche Wörter von den vielen fruchtbaren Neuerungen, die Spanien der maurischislamischen Kultur verdankt - in Kunst und Wissenschaft wie in Alltag und Küche. Auch die sommerkühlen Innenhöfe (patios) mit ihrem Wandschmuck aus bunten Kacheln (azulejos) gehen auf die Mauren zurück. Im Spanien unserer Tage ist das morgenländische Erbe außerdem ganz wörtlich in aller Munde: Süßsaure Marinaden, escabeches, sind ebenso arabischen Ursprungs wie zuckersüßes Gebäck und der ajo blanco, eine herzhafte Kaltschale aus zerstoßenen Mandeln, Knoblauch und Olivenöl.

Medien

Spanier sind begeisterte Zeitungsleser und Fernseher; zur Zeitungslektüre geht man gern ins Café oder in die Bar. Dort lassen sich die kostenlos ausliegenden Blätter bei Kaffee oder Wein studieren. Vergebens wird man aber Magazine wie Spiegel oder Focus suchen - entsprechende Zeitschriften gibt es in Spanien einfach nicht. Hier findet man keine kritische, sondern eine von Kirchen-, Macht- und Politikinteressen beeinflusste und manipulierte Medienlandschaft. Die höchste Auflage erzielt die täglich erscheinende Sportgazette Marca. Dazu passt, dass TV-Übertragungen von Fußballspielen die höchsten Einschaltquoten erreichen. Ebenfalls beliebt sind Soap-Operas, Kochsendungen und tertulias, stundenlange Gesprächsrunden über dies und das, die vor allem vormittags über den Bildschirm flimmern. Auch im Radio finden tertulias hohen Anklang. Zum festen TV-Tagesrhythmus gehören die Nachmittagsnachrichten des ersten Programms (TVE 1) um 15 Uhr und die Abendnachrichten um 21 Uhr. Jede Sendung dauert etwa 40-45 Minuten und wetteifert bei Blutbadszenen um die Gunst der Zuschauer - denn die Senderkonkurrenz der Privaten, Antena 3 und Tele 5, schläft nicht und fährt ebenfalls pietätlose Bilder auf.

Mentalität

Zwischen Klischee und Wirklichkeit pendeln die Vorstellungen von mangelndem Organisationstalent und fehlender Pünktlichkeit der Spanier. Ist es wirklich das ewige Morgen (mañana), auf das sie gerne alles verschieben und stattdessen in den Tag hineinleben? Ja und nein. In Spanien herrscht eine Art Nord-Süd-Gefälle. Im Norden und Nordosten zeichnen sich Basken und Katalanen durch hohe Zuverlässigkeit aus, während die Andalusier im Süden das Leben deutlich lockerer und schicksalsergebener nehmen. Allen gemein ist ein positives Grundgefühl. Man lässt sich die Laune durch die neuesten Preiserhöhungen oder Bestimmungen des Beamtenstaats nicht nachhaltig verderben. Dann heißt es im Zweifelsfall: Jetzt erst recht! Geselligkeit ist ein wichtiger Faktor, wobei das offene Wesen seine Grenzen hat - Einladungen nach Hause sind unüblich. Plätze, Promenaden und Kneipen: Das sind die großen Wohnzimmer.

Mode & Outfit

Spanier lieben es nicht gerne salopp. Man hält sich eher bedeckt und bewahrt ein gewisses Maß an Grundeleganz. Im Stadtbild sieht man die meisten Männer auch an Hochsommertagen in langen Hosen. Ein wenig gewagter geht es bei der Wahl der Haarfarben zu. Manche Damen lassen sich im Frisiersalon ein paar Töne Grün oder Lila setzen, ansonsten fällt die Wahl zumeist auf Blond. Regen Zulauf verzeichnen auch in Spanien die Tattoo- und Piercingstudios.

Politische Gliederung

Spanien ist eine Monarchie mit einem parlamentarisch-demokratischen Regierungssystem. Der König als Staatsoberhaupt ist gleichzeitig Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Das Land setzt sich aus insgesamt 17 Autonomen Gemeinschaften (Comunidades Autónomas) zusammen, vergleichbar mit den deutschen Bundesländern: Andalusien, Aragonien, Asturien, Balearen, Baskenland, Extremadura, Galicien, Kanarische Inseln, Kantabrien, Kastilien-La Mancha, Kastilien und León, Katalonien, Madrid, Murcia, Navarra, La Rioja und València. Mit Ceuta und Melilla gibt es noch zwei kleine Exklaven in Marokko. Flächenmäßig größte Autonome Gemeinschaft ist Kastilien und León (94224 km2), die kleinste sind die Balearen mit 4992 km2. In der Politik bestimmen zwei große Parteien das Bild: die Sozialistische Arbeiterpartei PSOE und die konservative Volkspartei PP. Neuen Wind in die Politlandschaft hat die Partei Podemos ("Wir können") gebracht. Sie ist aus der Protestbewegung Movimiento 15 M der Jahre 2011/2012 hervorgegangen und holte bei der Europawahl 2014 auf Anhieb fünf Parlamentssitze in Brüssel.

Sexuelle Gleichberechtigung

Im einstmals erzkatholischen Spanien sind die Krusten aufgebrochen, der öffentliche Umgang mit Sexualität hat sich normalisiert. Paare leben wie selbstverständlich "wild" zusammen und schiffen sich - wenn überhaupt - erst jenseits der Dreißig in den Hafen der Ehe ein. Und das ist auch für Personen desselben Geschlechts möglich: Gays und Lesben können zu "Mann und Mann" bzw. "Frau und Frau" getraut werden. Damit geht in Spanien auch das Recht gleichgeschlechtlicher Paare auf Adoption einher.

Siesta

Die Siesta, jene legendäre Mittagsruhe, die sich an das Mittagessen anschließt und bis in den Nachmittag (16.30/17 Uhr) dauert, darf nicht als Ausgeburt spanischer Faulheit missverstanden werden. Sie hängt vielmehr mit den klimatischen Gegebenheiten zusammen: Man umgeht so die heißesten Arbeitsstunden, nimmt sich ausgiebig Zeit für die Hauptmahlzeit des Tages und ist im Gegenzug bis in den späten - kühleren - Abend hinein aktiv. Heute ist die Siesta nicht mehr so verbreitet wie früher und wird in der Praxis unterschiedlich gehandhabt, in Unternehmen mit Schichtbetrieb etwa wird längst normal durchgearbeitet. Andere, vor allem ältere Menschen, lassen sich die Auszeit hingegen nicht nehmen. Tradition bleibt Tradition …

Stierkampf

Für viele Spanier sind Stierkämpfe (corridas de toros) aus der Volkskultur nicht wegzudenken, während sich die meisten Auswärtigen an dem ebenso blutigen wie unfairen Spektakel stoßen und die begeisterten Schilderungen Ernest Hemingways ("Fiesta", "Tod am Nachmittag") nicht nachvollziehen können. Das stärkste Argument der Stierkampfbefürworter lautet, dass ohne die corridas die Zucht der Kampfstiere (toros bravos) schon längst erloschen wäre. Und noch ein Argument schieben die Befürworter hinterher: besser vier oder fünf Jahre frei auf der Weide und ein kurzes, schlechtes Ende als ein Leben in der Enge des Stalls mit Endziel Schlachthof.

Viele Kampfstiere wachsen auf den weiten Weiden Andalusiens heran; während der Zucht testet man ihren Kampfesmut. Stiere sind alles andere als Leichtgewichte, bei mannshoher Größe bringen sie 600 kg auf die Waage. Kleinere, jüngere Stiere, die novillos, werden bei novilladas eingesetzt: Kämpfe, bei denen sich Nachwuchstoreros behaupten müssen. Oft enden novilladas in einem blutigen Gestochere, bei dem nur den wenigsten der Todesstoß auf Anhieb gelingt. Natürlich bewegen corridas Unmengen an Geld, von denen sowohl die professionellen Stierzüchter als auch die Toreros und ihre Teams (cuadrillas) profitieren. Viele Toreros werden in Spanien wie Fußballstars verehrt und fürstlich entlohnt. Ausgebildet werden sie in speziellen Schulen, in denen sie die sogenannte Stierfechterkunst (tauromaquia) erlernen. Der Stierkampf ist ohne Zweifel eine der letzten Domänen des machismo, Frauen haben sich in den Arenen (plazas de toros) auf Dauer nicht durchsetzen können. Doch das Blatt hat sich zu wenden begonnen. Katalonien hat die aficionados nachhaltig ernüchtert: Dort ist der Stierkampf in öffentlichen Arenen mittlerweile gesetzlich verboten. An heiligen Stätten des Stierkampfs wie Madrid mit der Arena Las Ventas oder Sevilla mit der Arena La Maestranza interessiert das jedoch wenig. Und auch in Provinzarenen geht das Töten munter weiter. Ein persönliches Nein gegen den Stierkampf ist zunächst einmal, ihn nicht mit seinem (oft maßlos überzogenen) Eintrittsgeld zu unterstützen. Es gibt auch Protestplattformen im Internet.

Wer sich dennoch eine corrida ansehen will, hat die Auswahl zwischen den teuren Plätzen im Schatten (sombra) und den preiswerteren in der Sonne (sol); im preislichen Mittelfeld liegen Sonne und Schatten (sol y sombra). Eine corrida beginnt meist am späten Nachmittag oder frühen Abend und besteht aus sechs einzelnen Kämpfen, bei denen drei Toreros zum Einsatz kommen. Stierkampfsaison ist von Ostern bis Oktober.

Unabhängigkeit der Regionen

Im krisengebeutelten Spanien brennt es nicht nur wirtschaftlich an allen Fronten. Die Bestrebungen der Katalanen, die Unabhängigkeit von Spanien zu erlangen, sind seit Jahren ein Thema, das an Schärfe gewinnt. Ein ums andere Mal verlangen Kataloniens Regionalpolitiker nach einem Referendum zur Loslösung von Spanien, das von allen großen spanischen Parteien jedoch als verfassungswidrig abgelehnt wird. Man sei eine Nation ohne Staat, unterstreichen sie. Rufe nach Unabhängigkeit werden auch im Baskenland laut, dort allerdings nicht mehr so vehement wie noch vor Jahren.

Beim Blick in die Geschichte zeigt sich, dass es in Katalonien bereits im Mittelalter Eigenständigkeiten gab, darunter diverse Grafschaften. Die vorübergehende Vereinigung mit Aragonien sorgte für einen großen Machtbereich. Das Baskenland hingegen ist als solches niemals unabhängig gewesen. Der moderne baskische Nationalismus keimte erst mit Sabino Arana Goiri (1865-1903) auf, dem Begründer der Baskischen Nationalistischen Partei. Kritisch am baskischen Unabhängigkeitsstreben ist, dass nach dem Willen der Radikalsten auch Teile von Südwestfrankreich eingegliedert werden sollen. Problematisch sowieso: Nicht jeder Einheimische identifiziert sich mit den Unabhängigkeitsgedanken, zumal in Katalonien nicht nur Katalanen und im Baskenland nicht nur Basken leben.

Wirtschaft

Einst ein Land der Fischer und Bauern, dann Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft mit wellenförmiger Entwicklung im Sog der EU - so in Kurzform der Wandel Spaniens, wo die Gehälter im internationalen Vergleich deutlich geringer sind. Von der globalen Wirtschafts- und Bankenkrise wurde das Land weitaus schwerer getroffen als andere Staaten; in den maroden Bankensektor flossen zig Euromillionen aus Brüssel. Hunderttausende Spanier sind seit Ausbruch der Krise von der Zwangsräumung ihrer Wohnungen und Häuser betroffen, weil sie die Kredite nicht mehr bedienen können. Zwischenzeitlich hat die Arbeitslosigkeit die 26-Prozent-Marke erreicht, was jedoch nicht bedeutet, dass ein Viertel der arbeitsfähigen Bevölkerung keiner Beschäftigung nachgeht: Die Schwarzarbeit blüht und am Fiskus vorbei verzichten vor allem Selbstständige sowie kleine und mittlere Firmen auf die Ausstellung von Rechnungen.

Bloss nicht!

Lärmempfindlich sein

Typisch südländisch, dass es in Spanien laut zugeht. Armadas an Mofas knattern durch die Gassen, in den Kneipen dröhnen die Fernseher, Plätze erbeben unter fröhlichem Palaver, Open-Air-Konzerte beginnen kurz vor Mitternacht - später dröhnen Reinigungsfahrzeuge durch die Altstädte. Unter den Einheimischen stört das kaum jemanden. Wer als Auswärtiger Ruhe sucht, sollte mit Bedacht sein Hotelzimmer auswählen. Faustregel: weit oben und nach hinten heraus.

Auf Verkehrsregeln verlassen

Regeln sind eine Sache, ihre Einhaltung eine andere. Wer als Fußgänger bei Grün oder über den Zebrastreifen geht, sollte sich vergewissern, dass wirklich kein Fahrzeug kommt bzw. dass die Fahrer willig sind anzuhalten. Spanische Steuerhalter, speziell Taxi- und Busfahrer, zeigen sich vielfach respektlos und scheren sich wenig um Zebrastreifen. Seien Sie stets auf der Hut und fordern Sie nicht unter Lebensgefahr Ihr Recht ein!

Auf Profibettler hereinfallen

In größeren Städten sitzen vor Kirchenportalen oft ärmliche Gestalten, Straßenmusiker sehen bedauernswert aus - doch das ist oft nur Show. Nach "Dienstschluss" zieht man das Handy hervor und setzt sich ins nahebei geparkte Auto.

Das Kleingedruckte übersehen

Auf Speisekarten in Restaurants und in Preisaushängen von Hotels steht oft ganz klein zu lesen "IVA no incluido". Will heißen: IVA, die Abkürzung der spanischen Mehrwertsteuer, ist hier nicht inbegriffen. Dies passiert in Spanien häufig. In Restaurants und Hotels bezahlt man zehn Prozent IVA zusätzlich, ansonsten 21 Prozent. Gelegentlich ist die Steuer jedoch eingeschlossen, dann heißt es "IVA incluido". Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie am besten vorher.

Heikle Themen diskutieren

Vermeiden Sie im Gespräch mit Einheimischen, gewisse Aspekte des Landes zu diskutieren: Im Süden ist das der Stierkampf, in Katalonien und im Baskenland eine mögliche Loslösung von Spanien. Dies sind problembehaftete Themenfelder, aus denen man sich als Auswärtiger besser heraushalten sollten. Offener hingegen lassen sich die allgegenwärtige Krise und Korruption ansprechen.

Den Tisch teilen

Freie Plätze an einem halb belegten Tisch im Pub oder Restaurant: Da denkt man gleich an die Frage "Darf ich mich dazusetzen?" Auf keinen Fall in Spanien! Diese Sitte ist nicht nur unbekannt, sondern würde die anderen verstören oder sogar zum baldigen Abmarsch bewegen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Die politische Situation in Katalonien hat sich wieder zugespitzt. Es kann jederzeit zu größeren Demonstrationen und Protestaktionen kommen, bei denen auch weitere Zusammenstöße mit der Polizei nicht ausgeschlossen werden können. Es kann dabei zu Unterbrechungen der Verkehrsverbindungen kommen.
Reisenden wird geraten, sich über die lokalen Medien informiert zu halten, Demonstrationen und größere Menschenansammlungen zu meiden und den Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten.

Terrorismus

Das Anschlagsrisiko in Spanien ist mit dem in anderen -Mitgliedstaaten vergleichbar. Zuletzt wurden am 17. August 2017 in Katalonien - Barcelona und Cambrils - bei zwei terroristischen Anschlägen mehrere Menschen getötet und über 100 verletzt. Es waren die ersten islamistischen Anschläge in Spanien seit 2004.
Das spanische Innenministerium hat Sicherheitsmaßnahmen an belebten Orten und wichtigen Infrastruktureinrichtungen ergriffen, es gilt weiterhin landesweit die zweithöchste Terrorwarnstufe.

Kriminalität

Insbesondere in den größeren Touristenzentren ist Vorsicht vor Taschendiebstahl und Kleinkriminalität angebracht. In den kleineren Touristenzentren geschehen auch Einbrüche in Ferienwohnungen oder -häuser.
Reisende sollten ihren Bargeldbestand klein halten, mit der Kreditkarte oder Bankkarte zahlen oder Bankgebühren für Geldabhebung in Kauf nehmen.
Es wird empfohlen, Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher (zum Beispiel im Hotel Safe) zu deponieren, und nur das für den Tag benötigte Bargeld und die Bank- oder Kreditkarte mitzuführen.
Reisende sollten Menschenansammlungen möglichst fernbleiben und an von Touristen besuchten Orten, Flughäfen (auch im Sicherheitsbereich), Bahnhöfen, U-Bahn, Bus etc. auf ihre Wertsachen achten.

In der Urlaubszeit kommt es häufig zu Überfällen auf Touristen entlang der spanischen Autobahnen (insbesondere auf der A 7 zwischen der französisch-spanischen Grenzstation La Jonquera und Barcelona, aber auch danach). Die Betroffenen werden dabei von einem oder zwei auf gleicher Höhe fahrenden Fahrzeugen, häufig auch mit einem deutschen oder einem anderen ausländischen Kennzeichen, durch Hupen oder durch Werfen von Steinen auf vermeintliche Schäden an ihrem Fahrzeug (z. B. Reifenpanne) hingewiesen und es wird "Hilfeleistung" angeboten.
In diesen Fällen sollten Reisende auf keinen Fall auf dem Seitenstreifen anhalten, sondern bis zur nächsten Tankstelle oder belebten Raststätten weiterfahren, gleichzeitig die Notrufnummer 112 anrufen und den Vorfall schildern. Zudem wird empfohlen, beim Aufsuchen der nächsten Tankstelle, Raststätte oder Parkplatz keine offen sichtbaren (Wert-)Gegenstände im Fahrzeug liegen zu lassen und das Fahrzeug abzuschließen - auch wenn Sie zu zweit sind. Vergewissern Sie sich, dass im Fall einer Panne der zu Hilfe gerufene Abschleppwagen das Symbol von "Autopistas" oder das Symbol des von Ihnen angeforderten Pannendienstes trägt..

Naturkatastrophen

Vor allem in den Sommermonaten kommt es in Spanien aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen immer wieder zu Busch- und Waldbränden. Mit einer Beeinträchtigung der Infrastruktur auch in Tourismusgebieten muss in diesen Fällen gerechnet werden. Reisende sollten auf entsprechende Meldungen in den Medien und ggf. Hinweise der lokalen Behörden achten.

Am Ende des Sommers kommt es auf spanischem Festland (oder Kernland) häufig zu wolkenbruchartigen Regenfällen, die die im Sommer ausgetrocknete Erde nicht aufnehmen kann. Die überall an der Küste vorzufindenden "ramblas" (span: Flussbett) können sich dann unter Umständen in kürzester Zeit zu reißenden Flüssen entwickeln.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalurlauber werden in der Regel über ihre Reiseveranstalter mit aktuellen Informationen versorgt.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Straßenverkehr

An Kreuzungen gibt es häufig eigene, zusätzliche Ampeln vor Zebrastreifen, die ein zweites Halten erforderlich machen.
Zweiradfahrer gelten in Spanien als privilegierte Verkehrsteilnehmer.
Die Promillegrenze beträgt 0,5, für Fahranfänger in den ersten zwei Jahren und Berufsfahrer 0,3.
Gelbe Markierungen am Fahrbahnrand bedeuten absolutes Parkverbot, blaue eine Gebührenpflicht, grüne sind für Anwohner oder mit Parkschein.

Führerschein

Der deutsche Führerschein ist ausreichend.

Ausweispflicht

Flugreisen nach Deutschland können nur mit einem gültigen Reisepass/Personalausweis bzw. einem von den deutschen konsularischen Vertretungen in Spanien ausgestellten Passersatzdokument angetreten werden. Reisende, die über ihren Reisepass und den Personalausweis verfügen, sollten daher eines dieser beiden Dokumente oder sonst Kopien der Reisedokumente sicher (z.B. im Hotelsafe) hinterlegen.

Bei Verlust des Ausweisdokuments können Ersatzdokumente von den deutschen Auslandsvertretungen ausgestellt werden. Vor Ausstellung muss jedoch über die zuständige Gemeinde-/Stadtverwaltung in Deutschland eine Identitätsüberprüfung durchgeführt werden. An Wochenenden/Feiertagen entfällt daher diese Möglichkeit in der Regel wegen fehlender Erreichbarkeit der vorgenannten Behörden. Ein Reiseausweis als Passersatz zur Rückkehr nach Deutschland kann dann frühestens am darauf folgenden Werktag ausgestellt werden. Ein Rückflug, der möglicherweise dadurch verloren geht, oder zusätzliche Ausgaben für den verlängerten Aufenthalt rechtfertigen keine Schadenersatzansprüche gegen die Auslandsvertretung oder die Bundesrepublik Deutschland.

Vertragsabschlüsse

Zu Vertragsabschlüssen aller Art in Urlaubsgebieten, vor allem auf den Kanarischen Inseln, informiert das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland in Kiel.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Ja

Vorläufiger Personalausweis: Ja, muss gültig sein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen: -

Spanien ist Vertragspartei des Europäischen Übereinkommens über die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates vom 13.12.1957.
Reisedokumente außer dem vorläufigen Personalausweis dürfen seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein.

Zu beachten ist jedoch, dass die Ausreise aus Spanien auf dem Luftweg aufgrund der dort geltenden Luftsicherheitsbestimmungen grundsätzlich nur mit einem gültigen Ausweisdokument möglich ist. In der Praxis wird dies jedoch von den einzelnen Luftgesellschaften unterschiedlich gehandhabt.

Reisende auf Kreuzfahrtschiffen, deren Reise auf den Kanarischen Inseln und den Balearen beginnt, sollten sich vor Antritt der Reise unbedingt über die vom Veranstalter vorgeschriebenen Bestimmungen zur Ausweispflicht informieren.

Für Reisen mit bestimmten Heimtieren beachten Sie bitte die stets aktuellen Informationen ("Reisen mit Heimtieren") des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft unter www.bmel.de.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Ceuta und Melilla gehören nicht zum Zollgebiet der. Die Kanarischen Inseln gehören nicht zum Steuergebiet der für Verbrauchs- und Mehrwertsteuer. Aus diesem Grund unterliegt die Einfuhr von Waren aus diesen Gebieten nach Deutschland den zollrechtlichen Beschränkungen einer Einfuhr aus Nicht--Staaten.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Dem Auswärtigen Amt liegen keine Hinweise auf besondere strafrechtliche Vorschriften vor.

Impfschutz

Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt darüber hinaus bei besonderer Exposition (z.B. aktuellen Ausbrüchen, einfachen Reisebedingungen, Hygienemängeln, Einsätzen, unzureichender medizinischer Versorgung, besonderen beruflichen/sozialen Kontakten) eine Impfung gegen Hepatitis A und B. Lassen Sie sich hierbei von einem Reise-/Tropenmediziner beraten.

Aviäre Influenza ("Vogelgrippe")

Auch in Spanien ist die klassische Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza, Vogelgrippe) aufgetreten. Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Information "Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe" unter www.bmelv.de.
Weitere Informationen des Auswärtigen Amts zum Thema "Vogelgrippe" finden Sie hier.

Medizinische Versorgung

Es besteht in Spanien für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf Behandlung - soweit dringend erforderlich - bei Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern usw., die vom ausländischen gesetzlichen Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Als Nachweis ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), bzw. Ersatzbescheinigung (beide Dokumente erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse) vorzulegen. Unabhängig davon wird dringend empfohlen, für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden (z. B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall, Behandlung bei Privatärzten oder in Privatkliniken). Weitere Einzelheiten enthält die Internetseite www.dvka.de der Deutschen Verbindungsstelle für Krankenversicherung Ausland unter der Rubrik "Urlaub im Ausland". Ansonsten erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse Auskünfte über die aktuellen Regelungen.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger. Die Behandlung erfolgt in öffentlichen Gesundheitsstellen (Centro Sanitario de la Seguridad Social) wie Beratungsstellen (consultorio), Ambulanzen (ambulatorio), Gesundheitszentren (centro de salud) und Krankenhäusern (hospital). Anschriften der Gesundheitsstellen sind bei der örtlichen Provinzialdirektion des Instituto Nacional de la Seguridad Social (INSS) erhältlich. Für Arzneimittel muss ein Kostenanteil bezahlt werden. Zahnärztliche Behandlungen sind kostenpflichtig.

In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Gelbfieber Nein -
Cholera Nein -
Typhus & Polio Nein -
Malaria Nein -
Essen & Trinken Nein -

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Landesweit besteht von April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Die Leishmaniose kommt vor allem an der Mittelmeerküste (insbesondere in den Provinzen Alicante und Murcia), auf den Balearen (Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera) und im Süden des Landes vor. Die Übertragung geschieht durch Schmetterlingsmücken. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. 

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden. Besonders Kinder und Jugendliche sollten einen Impfschutz haben. Nach aktuellen Empfehlungen gilt die Impfung bei Langzeitaufenthalten als Reise-Impfung für bestimmte Personengruppen (Jugendliche bzw. Schüler, Studenten). Reisende sollten mit dem Arzt unter Berücksichtigung der Empfehlungen im Reiseland die Notwendigkeit der Impfung klären.

Reisewarnung

Überblick

Spanien

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 30.09.2016
Unverändert gültig seit: 27.09.2016

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Deutschland Nein Nein Nein
Österreich Nein Nein Nein
Schweiz Nein Nein Nein
Andere EU-Länder Nein Nein Nein
Türkei Ja 1 Ja

Personalausweise/Identitätskarten

U.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können mit gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen:

EU-Länder und Schweiz. (Ausnahme: Staatsangehörige von Großbritannien und Irland (Rep.) benötigen einen Reisepass.)

Achtung: Für Reisen auf Kreuzfahrtschiffen, die auf den Kanarischen Inseln beginnen, ist jedoch für alle Nationalitäten immer ein Reisepass erforderlich.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Reisepässe dürfen nicht älter als zehn Jahre sein. Reisepässe von EU-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 

Anmerkung zum Reisepass

Advanced Passenger Information System (Apis):
Das System der vorab erfassten Passagierdaten, Advanced Passenger Information System (Apis) genannt, verlangt die Registrierung der folgenden personenbezogenen Daten der Passagiere durch die transportierende Fluggesellschaft:
Name, Vorname, Geburtsdatum, Nationalität, Passnummer, Land des Wohnsitzes, Destination, Art des Reisedokuments und Geschlecht.
Die Daten werden beim Check-in erfasst.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen:


(a) EU-Länder und Schweiz;
(b) [1] Türkische Staatsangehörige, die eine Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengen-Land oder Monaco besitzen.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Personalausweis, maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Personalausweis oder eigener Reisepass.

Schweizer: Identitätskarte oder eigener Reisepass.

Türken: Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Alleinreisende Minderjährige, die mit einem Personalausweis / Identitätskarte einreisen, müssen eine beglaubigte Reiserlaubnis der Eltern/ Erziehungsberechtigten (möglichst mit spanischer Übersetzung) mit sich führen.
Hinweis: Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen z.T. von den staatlichen Regelungen ab.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern und aus nicht tollwutfreien Drittstaaten benötigen einen EU-Heimtierausweis (pet pass) bzw. einen nationalen Heimtierausweis, der nur von dazu ermächtigten Tierärzten ausgestellt werden kann, und müssen als Kennung einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass bei dem Tier eine gültige Tollwutimpfung, ggf. eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, vorgenommen wurde. Die Einfuhr ist auf 5 Tiere beschränkt. Heimtiere unter 4 Monate sind von der Impfpflicht gegen Tollwut ausgenommen. 
 
Für Hunde, Katzen und Frettchen sowie für Vögel und Kleintiere aus nicht tollwutfreien Drittstaaten gilt die folgende zusätzliche Vorschrift:
Für jedes Tier wird ein Gesundheitszeugnis benötigt. Für den Eintritt in das EU-Gebiet muss bei den Haustieren 3 Monate vor der Einreise eine Untersuchung auf Anwesenheit von vakzinalen Antikörpern durchgeführt werden. Ausnahme: Die 3-Monatsfrist gilt nicht für Heimtiere aus dessen EU-Heimtierausweis hervorgeht, dass die Blutentnahme durchgeführt wurde bevor dieses Tier das Gebiet der Gemeinschaft verlassen hat und dass bei der Blutanalyse genügend Antikörper auf Tollwut nachgewiesen worden sind.
 
Für Hunde, Katzen und Frettchen aus tollwutfreien Drittstaaten (z.B. Schweiz, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Vatikanstadt) kann ebenfalls der Heimtierausweis, der eine gültige Tollwutimpfung bestätigt, für die Einfuhr benutzt werden.


Über die regionalen Regelungen zu Leinenpflicht, Maulkorbpflicht und gefährlichen Hunderassen sollte man sich bei der zuständigen konsularischen Vertretung informieren (s. Kontaktadressen).

Für Vögel wird ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis benötigt. Die Einfuhr von Papageien ist auf 2 und von anderen Vögeln auf 10 beschränkt.

Bearbeitungsdauer

Kurzfristiger Aufenthalt: Zwischen 2 und 10 Arbeitstagen.
Längerfristiger Aufenthalt: Mehrere Monate.

Gültigkeit

Kurzzeitvisum: 6 Monate ab Ausstellungsdatum für 90 Tage Aufenthalt. Transitvisum: 5 Tage Aufenthalt pro Einreise.

Aufenthaltsverlängerung

EU-Bürger, die sich länger als 3 Monate in Spanien aufhalten wollen, müssen sich ihr Aufenthaltsrecht nicht mehr von der zuständigen Verwaltungsbehörde bescheinigen lassen. EU-Bürger sind dazu berechtigt, in Spanien für eine unbegrenzte Dauer zu arbeiten. Sie benötigen dafür keine Arbeitserlaubnis. 

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die über gültige Weiterreisepapiere verfügen und aus einem Nicht-Schengen-Land in ein anderes Nicht-Schengen-Land weiterreisen, ohne den Transitraum zu verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Visaarten und Kosten

Einreise-, Transitvisum.

Kosten

Anfragen an die Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen. (s. Kontaktadressen).

Schengen-Visum:
(a) Reisedokument (z. B. Reisepass), das mindestens drei Monate über den Aufenthalt hinaus gültig ist und innerhalb der letzten 10 Jahre ausgestellt wurde, sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses.

(b) Ggf. alle Dokumente im Original, die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus) und die Bedingungen des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen.

(c) Dokumente, die beweisen, dass der (eingeladene) Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung. Visumpflichtige Ausländer müssen mindestens über eine Summe im Gegenwert von 583,74 € und über mindestens 64,86 € pro Tag verfügen. 

(d) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung deckenden gültigen Auslandsreisekrankenversicherung ist. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten. Die Versicherung muss eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen.

(e) Visumgebühr.

(f) 1 biometrisches Passbild.

(g) 1 ausgefülltes Antragsformular.

Geld

Geldwechsel

Geld kann in allen Bankfilialen und in den Wechselstuben der größeren Städte gewechselt werden. Auch viele Hotels und Reisebüros bieten diesen Service an.

Währung

1 Euro = 100 Cents. Währungskürzel: €, EUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro, Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Euro, sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cents.

Devisenbestimmungen

Für Reisende innerhalb und von außerhalb der EU bestehen keine Beschränkungen für die Einfuhr oder Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen, aber es besteht Deklarationspflicht von Barmitteln ab einem Gegenwert von 10.000 € (auch Reiseschecks, anderen Währungen oder auf Dritte ausgestellte Schecks).

Kreditkarten

American Express, Diners Club, MasterCard und Visa werden fast überall akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Reiseschecks werden bei Vorlage des Reisepasses ebenfalls in den meisten Hotels, Restaurants und Geschäften angenommen. Euro-Reiseschecks werden auf Gran-Canaria von lokalen Banken jedoch nur eingeschränkt angenommen.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.30-14.00/14.30 Uhr, Sa 08.30-13.00 Uhr (von Mai bis September: samstags geschlossen).

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei eingeführt werden:

200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak;
1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt über 22 % oder 2 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22 % oder Schaumwein;
4 l Tafelwein;
16 l Bier;
Geschenke/sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 € (Flug- und Seereisen) bzw. 300 € (Reisen mit der Bahn/dem Auto); Kinder unter 15 Jahren generell 150 €.
Anmerkung: Tabakwaren und alkoholische Getränke dürfen nur von Personen ab 17 Jahren eingeführt werden.

Verbotene Importe

Für lebendes Geflügel, Fleisch und Fleischerzeugnisse besteht im Reiseverkehr ein generelles Einfuhrverbot aus Drittländern (ausgenommen aus den Färöer, Grönland, Island, Liechtenstein und der Schweiz).

Quellenangaben
  • Marco Polo - Spanien, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2015-15, 2008-12
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Spanien - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 26.03.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 26.03.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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