Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


China

Steckbrief

China - Fakten

Ländername Volksrepublik China (Zhonghua Renmin Gongheguo)
Klima Im Norden kontinental, im Süden subtropisch
Beste Reisezeit Mai, Oktober
Lage Ostasien, 18° bis 53° nördlicher Breite, 73° bis 135° östlicher Länge
Fläche 9.596.961 km2
Hauptstadt Peking (Beijing), Großraum: ca. 21,5 Mio. Einwohner, darunter ca. 8 Mio. Wanderarbeiter
Bevölkerung ca. 1,382 Mrd. (Quelle:IWF), davon ca. 92% Han-Chinesen, sowie 55 Minoritäten (Zhuang, Mandschu, Hui, Miao, Uighuren, Yi, Mongolen, Tibeter, Buyi, Koreaner u. a)
Sprache Standard-Hochchinesisch ("Putonghua"), Dialekte des Chinesischen; verschiedene Minderheitensprachen (Mongolisch, Tibetisch, Uigurisch, Turksprachen, Koreanisch)
Religion Taoismus, Buddhismus, Christentum 3 % - 4 %, Islam 1 % - 2 %,
Nationaltag 1. Oktober
Unabhängigkeit Gründung der Volksrepublik China am 01.10.1949
Staats-/Regierungsform Volksrepublik
Staatsoberhaupt Präsident Xi Jinping (seit dem 14. März 2013 für fünf Jahre ernannt)
Regierungschef Ministerpräsident des Staatsrats Li Keqiang (seit dem 15. März 2013 für fünf Jahre ernannt)
Außenminister Wang Yi, seit 16. März 2013, Mitglied des ZK der KPCh
Parlament Nationaler Volkskongress (NVK): 1 Kammer, rund 3.000 Abgeordnete, zuletzt im März 2013 von den Volkskongressen der Provinzen für 5 Jahre gewählt; NVK wählt den Staatspräsidenten, Vizepräsidenten und Ministerpräsidenten
Währung Renminbi ¥uan (RMB.¥)
Zeitzone UTC +8
Stromnetz 220V/ 50Hz, A/I/teilw. G
Reiseadapter A, C, I, (G)
Kfz-Länderkennzeichen RC*
ISO-3166 CN, CHN
Internet-TLD .cn
Landesvorwahl +86
Website http://www.gov.cn/
Reisepass & Visum Notwendig
Geeignet für Kultur, Shopping, Outdoor, Meer, See

Geographie

Wie eine riesige Treppe fällt das Land in „Stufen“ von den zentralasiatischen Gebirgen nach Osten zum Meer hin ab. Über die Hälfte der Landesfläche Chinas liegt höher als 1000 m. Das zentralasiatische China ist geprägt durch abflusslose Becken wie das nahezu menschenleere Qinghai-Tibet-Plateau (2,2 Mio. km²). Das Kun-Lun-Gebirge und die Qin-Lin-Ketten (Qinling) trennen Nord- von Südchina. Auf der Nordseite mit ihren lössreichen Böden liegt der ursprüngliche Kernraum der Chinesen. Dort sind die Sommer heiß und die Winter kalt, auch fallen zu allen Jahreszeiten Niederschläge. In manchen Jahren kommt es jedoch durch Trockenheit zu Missernten. Der Süden hat wiederum mit den tropischen Wirbelstürmen und den damit einhergehenden katastrophalen Überschwemmungen (1998 Chang Jiang) zu kämpfen. Die großen abflusslosen Trockenräume Zentralasiens bieten nur in spärlich gesäten Oasen dem Menschen Lebensraum. Die wichtigsten Flüsse Chinas, der Huang He (Hwangho) und der Chang Jiang (Jangtse), entwässern das Land nach Osten. Im Zentralasiatischen Hochland und der Mandschurei ist das Klima kühlgemäßigt, der Süden dagegen ist subtropisch bis tropisch warm und feucht, der Sommermonsun bringt hier reichlich Niederschläge. Heftige Niederschläge und Wirbelstürme führen zu katastrophalen Überflutungen in der Mitte und im Süden des Landes, im Norden verursachen Dürren große Schäden in der Landwirtschaft.

Politik

In der Verfassung der Volksrepublik von 1982 wurde 1993 das Ziel der „sozialistischen Marktwirtschaft“ verankert. Alle Sitze im Nationalen Volkskongress nimmt die von der Kommunistischen Partei Chinas beherrschte Nationale Front ein. Das Staatsgebiet ist in 22 Provinzen, vier „unmittelbare“ Städte und fünf autonome Gebiete gegliedert; als 23. Provinz wird Taiwan (Republik China) von der VR China angesehen. Der Nationalitätenstaat weist neben den fünf autonomen Gebieten weitere 147 autonome Einheiten mit mehr als 6 Mio. km² und 120 Mio. Einwohnern aus, von denen über 70 Mio. den nationalen Minderheiten angehören. Die Führung Chinas betreibt seit 1978 eine Politik der wirtschaftlichen Öffnung. Hongkong, das ab 1898 unter britischer Verwaltung stand, fiel am 1. Juli 1997 an China zurück. Das kapitalistische System soll allerdings nur noch bis 2047 gelten. Am 20. Dezember 1999 wurde auch die ehemalige portugiesische Exklave Macao an China zurückgegeben.

Bevölkerung

92 % der Bevölkerung Chinas gehören der Han-Nationalität an, die übrigen 8 % sind auf 55 Nationalitäten verteilt, unter ihnen die Tibeter. Da China die Souveränität Tibets bestreitet, das 1950 besetzt und 1951 in den chinesischen Staatsverband eingegliedert worden ist, kommt es immer wieder zu Unruhen, die gewaltsam unterdrückt werden. Trotz jahrzehntelanger kommunistischer Umerziehung sind in der chinesischen Bevölkerung die Lehren des Konfuzius lebendig. Rund 100 Mio. Buddhisten, 30 Mio. Taoisten, 20 Mio. Muslime (Hui und Turkvölker im Westen), mehrere Millionen Christen und Anhänger des Lamaismus in Tibet werden in Statistiken aufgeführt. Trotz eines gut funktionierenden Schulsystems sind rund 10 % der Bevölkerung Analphabeten. Durch eine rigorose Politik ist die Geburtenrate auf etwa 0,5 % gesenkt worden (Ein-Kind-Familie). Mitte 2000 lockerte die chinesische Regierung ihre restriktive Ein-Kind-Politik. Chinesische Demografen äußerten die Befürchtung, dass die Bevölkerungszahl in spätestens 40 Jahren dramatisch sinken könne. Hinzu kommt vielerorts ein weit überproportionaler Anteil von Jungen an den Geburten.

Geschichte und Kultur

Seit nahezu fünf Jahrtausenden währt die ungebrochene historische Entwicklung des „Reichs der Mitte“. Mehrere Perioden der Vereinigung des Reiches und des Zerfalls folgten aufeinander. Als Erster einigte Qin Shi Huangdi (259–210 v. Chr.) das Reich. In der Zeit der Tang-Dynastie (618–907) erlebte China eine kulturelle Blüte. Mehrmals gelang es fremden Mächten, China zu erobern, so z. B. im 13. Jh. der unbesiegbaren mongolischen Reiterei und im 17. Jh. den Mandschu, die die Dynastie der Qing errichteten (1644–1911). Nach kriegerischen Konflikten mit europäischen Mächten und Japan siegte 1912 die republikanische Revolution unter Sun Yixian (Sun Yat-Sen). Aus dem Kampf zwischen der Kuomintang unter Jiang Jieshi (Tschiang Kai-schek) und den Kommunisten unter Führung von Mao Zedong gingen Letztere siegreich hervor. Die Nationalisten wurden vom Festland vertrieben und sammelten sich auf Taiwan. 1949 rief Mao Zedong die Volksrepublik China aus. Die Volksregierung kollektivierte die Landwirtschaft und richtete Volkskommunen ein. Die „Große Proletarische Kulturrevolution“ (1966–76) brachte der Wirtschaft gewaltige Rückschläge. Nach dem Tod Maos (1976) begann unter Deng Xiaoping eine Politik der wirtschaftlichen Reformen und der Öffnung nach außen, die durch das Massaker auf dem Tienanmen-Platz 1989 unterbrochen wurde. Zunehmend ist die Politik wieder an einer Öffnung orientiert. In seinem Selbstverständnis hat sich China jahrtausendelang als Reich der Mitte, als kultureller Mittelpunkt der Erde definiert. Seit über 5000 Jahren existiert die chinesische Schrift, eine der ältesten und am höchsten entwickelten Schriften (Bilderschrift). Chinesische Kulturdenkmäler haben Weltruhm erlangt, so z. B. die Tonkriegerarmee des ersten Kaisers, die bei Xi’an freigelegt worden ist, die Große Mauer, der symbolträchtige Himmelstempel oder die Verbotene Stadt in Beijing (Kaiserpalast).

China - Geschichte

17. Jh.–11. Jh. Shang-Dynastie
Um 1025–249 Zhou-Dynastie
221 v. Chr. Reichseinigung unter Qin Shi Huangdi
206 v. Chr.–9 n. Chr. Westliche Han-Dynastie
25–220 Östliche Han-Dynastie
221–263 Drei Reiche
304–589 Reichsteilung: Nördliche und Südliche Dynastien
581–618 Sui-Dynastie
618–907 Tang-Dynastie. Blütezeit der Lyrik (8. Jh.)
947–1125 Liao-Reich der Kitan
960–1279 Song-Dynastie (ab 1127: Südliche Song)
1126–1234 Jin-Reich der Dschurdschen (Nordchina)
1271–1367 Yuan-Dynastie der Mongolen
1368–1644 Ming-Dynastie
1644–1912 Qing-Dynastie der Mandschuren
1722 China unterstellt Tibet seiner Oberherrschaft
1839–1842, 1858–1860 Opiumkriege
1911/12 Revolution und Gründung der Republik China
1919 4.-Mai-Bewegung für Wissenschaft und Demokratie
1931–1945 Besetzung großer Landesteile durch Japan
1949 Gründung der VR China
1958–61 „Großer Sprung nach vorn“: Kollektivierung führt zu Hungersnot mit mehr als 20 Mio. Toten
1965–1969 Kulturrevolution
1976 Tod Mao Zedongs
1978 Beginn der wirtschaftlichen Liberalisierung
1989 Niederschlagung der Demokratiebewegung
2008 Olympische Spiele in Peking
2010 China ist zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt; Expo in Shanghai
Kommunikation & Adressen

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Dongzhimenwai Dajie 17 | Peking | Tel. 010 85329000 | www.peking.diplo.de

Österreichische Botschaft

Xiushui Nanjie 5 | Tel. 010 65329869 | www.aussenministerium.at/peking

Schweizer Botschaft

Sanlitun Dongwu Jie 3 | Tel. 010 85328888 | www.eda.admin.ch/beijing

Deutsche, österreichische und Schweizer Generalkonsulate gibt es jeweils in Hongkong, Kanton und Shanghai, ein weiteres deutsches in Chengdu. Über alle Daten informieren folgende Internetadressen:

– Deutschland: www.auswaertiges-amt.de

– Österreich: www.bmaa.gv.at

– Schweiz: www.eda.admin.ch

Internetzugang

Den einfachsten Zugang ins Internet erhalten Sie in den Businesscentern der Hotels. Preiswerter sind externe Anbieter, die recht häufig sind – und häufig wechseln. Computer in China verwenden meist eine chinesische Benutzeroberfläche, zudem verweigert die Zensur den Zugriff auf viele ausländische Seiten.

Am besten, Sie haben einen tragbaren Computer oder Ihr internetfähiges Telefon dabei, dann können Sie in zahlreichen Cafés, Bars und Restaurants die WLAN-Netze nutzen, meistens sogar gratis. China ist in dem Punkt inzwischen besser entwickelt als Europa.

Post

Eine Postkarte nach Deutschland kostet 4,50 Yuan, der billigste Luftpostbrief 6 Yuan. Die Laufzeit beträgt ein bis zwei Wochen, von abgelegenen Orten aus kann die Post mehr als einen Monat unterwegs sein. Briefmarken erhalten Sie im Hotel. Pakete müssen offen ins Postamt gebracht und dort kontrolliert werden.

Telefon & Handy

Alle Hotels in China verfügen über internationale Direktwahl, die meisten auch über Telefax.

Ihr Mobiltelefon wählt sich in China automatisch in das Netz eines Partners Ihres Mobilfunkanbieters ein. Die Gebühren für einen Anruf nach Hause sind unterschiedlich; pro Minute können über 2 Euro fällig werden. Wichtig zu wissen: Als Angerufener muss man die Auslandsverbindung z. B. ab Deutschland bezahlen. Im Normalfall ist es günstiger, vom Hotel aus zu telefonieren. Außerdem gibt es öffentliche Telefonkioske, von denen aus man per Telefonkarte preisgünstig Auslandsgespräche führen kann. Bleiben Sie länger, wird sich der Kauf einer chinesischen Simkarte rasch amortisieren.

Chinesische Mobilfunknummern beginnen mit einer 1, Ortsnetzkennzahlen mit einer 0. Wie in Europa wählen Sie die Vorwahl mit, wenn Sie ein Mobiltelefon benutzen, bei Ortsgesprächen auf dem Festnetz kann sie entfallen. Rufen Sie in China aus dem Ausland an, so entfällt die einleitende 0 der Ortsvorwahl.

Vorwahl nach Deutschland: Tel. 0049, nach Österreich: Tel. 0043, in die Schweiz: Tel. 0041. Vorwahl für China: Tel. 0086.

Zeitungen

Mit der freien Berichterstattung ist es in China so eine Sache. Nur in den Großstädten ist eine begrenzte Zahl englisch- oder deutschsprachiger Zeitungen aus dem Ausland zu haben. Die offiziöse „China Daily“ mit ihrem Gemisch aus Politik, internationalen Nachrichten und Tourismus erhält man dagegen in vielen Hotels – kostenlos. Provinzstädte erreicht das Blatt aber erst nach Tagen.

Feiertage, Feste & Veranstaltungen

Traditionelle Feste

Frühlingsfest (Chunjie)

Das chinesische Neujahrsfest ist ein Familienfest, für das es eine Woche frei gibt. Geschäfte und Restaurants bleiben geschlossen, Taxistände leer. Wenn Sie nirgendwo eingeladen sind: eine eher langweilige Angelegenheit. Vor und nach dem Fest sind die Verkehrsmittel noch voller als sonst. (1. Tag des 1. Monats)

Laternenfest (Yuanxiaojie)

Zwei Wochen nach dem Frühlingsfest werden Parks und Gärten mit farbenfrohen Laternen aller Größen und Formen geschmückt und bieten einen prächtigen Anblick. (15. Tag des 1. Monats)

Totengedenktag (Qingmingjie)

An diesem Tag besucht man die Gräber der Verstorbenen, fegt und reinigt die Grabstätten und bringt Opfergaben dar. (In Schaltjahren und dem Jahr danach am 4., sonst am 5. April)

Drachenbootfest (Duanwujie)

Auf den Seen und Flüssen Südchinas finden zur Erinnerung an den ertrunkenen Dichter und Nationalhelden Qu Yuan (332–296 v. Chr.), der aus Protest gegen soziale Missstände ins Wasser ging, Rennen mit bunt bemalten Drachenbooten statt. Traditionelles Essen an diesem Feiertag sind zongzi, gedämpfte Bambusblätterwickel mit Klebreisfüllung. (5. Tag des 5. Monats)

Mittherbstfest (Zhongqiujie)

Auch Mondfest genannt, weil man den Tag am liebsten mit einem Picknick im Mondlicht begeht. Dazu gibt es gehaltvolle, runde Mondkuchen (yuebing). (15. Tag des 8. Monats)

Doppel-Neun-Fest (Chongyangjie)

Am 9. Tag des 9. Monats werden Ahnenopfer an den Gräbern dargebracht. Auch steigt man auf Anhöhen und trinkt Wein.

Lokale Festivals

Januar/Februar

Eisfest in Harbin. In den Parks der Stadt werden kunstvolle Eisskulpturen von riesigen Ausmaßen errichtet – phantastisch in farbiger Beleuchtung bei Dunkelheit. (5. Jan. bis Mitte Feb.)

April

Drachenfest in Weifang (Provinz Shandong). Zum Fest gehört ein internationaler Wettbewerb im Drachensteigenlassen. (Monatsbeginn)

Poshuijie (Wasserspritzfest): Fest der Dai in ganz Xishuangbanna mit Drachenbootrennen und Tanz. Nach dem „Waschen des Buddha“ endet die Festlichkeit mit einer vergnügten Wasserschlacht. (13. bis 15. April)

15. Tag des 3. Monats

Sanyuejie (Fest des 3. Monats) in Dali. Zahlreiche Volksgruppen aus Yunnan und Umgebung treffen sich zu attraktiven Tanz- und Gesangswettbewerben, Drachenboot- und Pferderennen.

Gesetzliche Feiertage

1. Januar Neujahr
Frühlingsfest: Chinesisch-Neujahr sowie der Tag davor und der Tag danach
am 4. bzw. 5. April Qingming-Fest (Totengedenktag)
1. Mai Tag der Arbeit
Juni Drachenbootfest
September/Oktober Mittherbstfest
1. Oktober Nationalfeiertag (im Gedenken an die Staatsgründung 1949) sowie zwei Tage danach
Mobilität vor Ort

Bahn

In Expresszügen (Zugnummern C…, D... oder G…) gibt es Sitzwagen der 1. und 2. Klasse. In anderen Zügen unterscheidet man Hartsitzer (hard seater, yingzuo; heute immer gepolstert), Weichsitzer (soft seater, ruanzuo; nur bei Tageszügen), Liegewagen (hard sleeper, yingwo; ohne abgeschlossene Abteile) und Schlafwagen (soft sleeper, ruanwo; 4-Bett-Abteile).

Außer für Hardseater ist Sitz- bzw. Bettplatzreservierung nötig – daher ist es wichtig, zeitig Fahrkarten zu kaufen. Meist geht dies über das Businesscenter des Hotels. An Bahnhöfen muss man oft lange Schlange stehen, und das Personal versteht kein Englisch. Das Buchungssystem erfasst nicht alle Sitzplätze landesweit. Wer also in A keinen Fahrschein für die Fahrt von B nach C erhält, kann es in B noch mal versuchen. Bettplätze erhält man auch im Zug.

Bus

Busfahren ist auf Langstrecken oft strapaziös, doch viele interessante Ziele sind nicht anders zu erreichen. Auf viel befahrenen Strecken gibt es Kleinbusse, die losfahren, wenn alle Plätze belegt sind. Fahrkarten bekommen Sie am Busbahnhof (am Vortag besorgen) oder bei kürzeren Strecken im Bus selbst.

Innerstädtische Buslinien sind überall zahlreich und billig, man sollte sich jedoch genau die Route erklären lassen, ehe man sich für diese Alternative entscheidet. Schriftliche Infos an den Haltestellen gibt es praktisch nur auf Chinesisch.

Fahrräder

Mieträder gibt es in vielen Hotels, manchmal auch am Bahnhof. Als Regel gilt: Langsam fahren, fleißig klingeln und immer nach vorn sehen! Motorfahrzeuge haben Vorfahrt, aber es gilt auch: Wer zuerst kommt, fährt zuerst. Und prüfen Sie vor der Fahrt unbedingt die Bremsen!

Taxi

Die meisten Großstädte sind mit Taxis recht gut versorgt, aber die Fahrer sprechen selten Englisch. Deshalb sollten Sie Ihre Zieladresse immer in chinesischen Schriftzeichen mit sich führen; lassen Sie sie z. B. im Hotel aufschreiben.

Meist haben Taxis ein Taxameter und einen festgelegten Kilometerpreis (etwa 1,50 bis 2,50 Yuan), der im Seitenfenster angebracht sein muss. Der Grundtarif liegt bei etwa 10 Yuan, er hängt wie auch der Kilometerpreis von der Wagenklasse ab. Handeln Sie für Ausflüge ins Umland einen Pauschalpreis aus.

Taxis außerhalb von Metropolen haben meist keine Lizenz für die Metropole selbst. Sollte man Sie bei der Rückfahrt daher am Stadtrand absetzen, ist dies kein böser Wille; Sie müssen dann mit einem städtischen Taxi weiterfahren.

In kleinen Orten stehen zuweilen nur Dreiradrikschas oder Motorradtaxis zur Verfügung. Hier heißt es: Erst feilschen, dann einsteigen.

Freizeit & Genießen

Essen und Trinken

Wenn Chinesen essen gehen, tun sie das selten allein: Je mehr Leute, desto größer die Auswahl der Gerichte, von denen sich jeder bedienen kann. Man lässt sich Zeit, plaudert und raucht. Die Etikette unterwirft sich der Behaglichkeit, Schmatzen und Schlürfen sind gestattet (nur sich zu schneuzen gilt als unfein). In der feinen Küche gibt es Reis erst zum Schluss – wenn überhaupt.

Die berühmteste Spezialität ist natürlich die Pekingente, die nach einem komplizierten Verfahren aufgepumpt, getrocknet, mariniert und über dem offenen Feuer gegart wird. Alle Teile können verzehrt werden, doch was die Ente zur Pekingente macht, ist die knusprige Haut, die man sich stückchenweise in hauchdünne Fladen rollt.

Dies ist jedoch erst der Anfang einer schier unerschöpflichen Speisekarte mit vielen regionalen Spezialitäten. Lammfleisch wird vor allem im Norden gegessen. Kleine scharfe Lammfleischspieße, oft am Straßenrand gegrillt, sind ein Produkt der moslemischen Küche, im Süden werden die Nester von Höhlenschwalben zu einer Dessertsuppe verarbeitet.

An der Küste stehen Fisch und Meeresfrüchte ganz oben auf dem Speiseplan. In Shanghai dominiert die mild-salzige Yangzhou-Küche, Spezialitäten sind Krebse, Aal und changyu, eine Plattfischart. Suzhou ist für süße Leckereien bekannt, wie roten Klebreis mit Lotoskernen. „Drachenbrunnen-Krabben“ aus Hangzhou dünstet man in grünem Tee.

Kantonesische Köche sind weltberühmt, ihre kulinarische Phantasie ist grenzenlos. Eine „Drachen-Tiger-Phönix-Suppe“ besteht zum Beispiel aus Schlange, Katze und Huhn. Hundefleisch ist als Aufbaunahrung beliebt, doch keine Angst: Niemand denkt daran, diese Köstlichkeit ungefragt an einen Ausländer zu verschwenden.

Eine besondere Annehmlichkeit Kantons sind die vormittags servierten Snacks (kantonesisch dim sum). Setzen Sie sich in ein Dimsum-Restaurant, lassen Sie sich Tee servieren und verbringen Sie Ihre Zeit damit, aus den auf Servierwagen herumgereichten Tellerchen mit bunten Reisteigkugeln und herzhaften Teigtaschen Ihre Lieblingssorten herauszufinden. Kosten Sie in aller Ruhe: Anders als im übrigen China frühstückt man hier gern den ganzen Vormittag.

Das chinesische Frühstück begeistert sonst nicht jeden. Man kann wässrigen Reisbrei mit Erdnüssen und eingelegtem Gemüse am frühen Morgen schätzen, viele Touristen bleiben aber doch lieber bei Toast und Marmelade im Hotelrestaurant. Dimsum bieten da eine erfreuliche Abwechslung.

Ebenso renommiert wie die Kanton-Küche ist die der Provinz Sichuan. Hier zaubern die Köche mit Sichuanpfeffer und scharfen Saucen. Hühnerfleischwürfel mit Erdnüssen, süßscharfe Fleischstreifen „mit Fischgewürz“ und der wunderbare Doufu „nach Art der pockennarbigen Alten“ lassen Gourmets das Wasser im Mund zusammenlaufen. Was die Kunstfertigkeit im Umgang mit Zutaten angeht, gebührt die Krone womöglich den buddhistisch-vegetarischen Kochtraditionen mit ihren oft verblüffenden Fleisch- und Fischimitaten. Um das zu erleben, muss man nicht ins Kloster gehen. Gute vegetarische Restaurants gibt es auch außerhalb.

Doch es muss nicht immer die „große Küche“ sein. Warme Hefeklöße in hoch aufgetürmten Dämpfkörben, Nudeln aus dem Wok, die frisch per Hand gezogen wurden, kalte Reisnudeln, vom glänzenden Teigblock geschabt: Köstliche Kleinigkeiten gibt es für wenig Geld an jeder Straßenecke.

Der Wok, eine tiefe Eisenpfanne, dient zum Kochen, Dünsten, Dämpfen, Frittieren und Braten. Beim kurzen Garen auf hoher Flamme bleibt das Fleisch zart, und Gemüse behält seine Nährstoffe.

Zu trinken gibt es von morgens bis abends grünen Tee (lücha), stets aufgebrüht mit heißem (nicht kochendem) Wasser. Die Blätter bleiben im Teegefäß und können noch mehrmals aufgegossen werden. Der Espresso unter den chinesischen Tees ist der „braune“, halbfermentierte Oolong, wie er in der Küstenregion Fujian getrunken wird. Kleine Kännchen werden zur Hälfte mit Teeblättern gefüllt, die nur etwa 30 Sekunden lang ziehen dürfen. Dann nippt man den starken Aufguss genießerisch aus fingerhutgroßen Schalen. Zum Essen schätzt man Bier (pijiu), Limonade und Hochprozentiges. Und auch Weinliebhaber müssen nicht verzichten: Eine Probe der meist roten Tropfen aus Chinas Westen kann angenehm überraschen. Zu den führenden Marken zählen Grace Vineyard aus Shanxi und Lou Lan aus Xinjiang.

Leider sind viele Restaurants nicht auf ausländische Gäste eingestellt. Sehr verbreitet sind jedoch schön bebilderte Speisekarten; ansonsten schaut man einfach, was die anderen essen, und verständigt sich mit dem Kellner notfalls per Fingerzeig.

Trinkgeld

In Restaurants gibt man generell kein Trinkgeld. Gleiches gilt beim Taxifahren, allerdings macht sich lächerlich, wer sich auf den Zehntel Yuan genau herausgeben lässt.

Bei Pauschalreisen sind die Reiseleiter und Busfahrer jedoch auf Trinkgelder angewiesen (Richtwert: 10 Yuan pro Tag von jedem Reisenden für beide zusammen). Extraleistung sollte zusätzlich honoriert werden.

Einkaufen und Shoppen

China ist ein Paradies für Andenkenjäger. Ob Lack, Jade, Email, Fächer, Stickereien, Schnitzarbeiten, Porzellan, Teppiche, Seide, Mineralien: Jedes Material ist gut für Traditionelles und Modernes, Hochwertiges und Erschwingliches. Aber Vorsicht: An Straßenständen ist Feilschen Pflicht! Oft sind die Preise um das Fünffache oder mehr überhöht. Prüfen Sie auch genau Material und Qualität, ehe Sie den Preis aushandeln. Und glauben Sie nie einem Straßenhändler, irgendetwas sei echt antik. Ziehen Sie qualitätvolles Kunsthandwerk aus neuer Produktion vor.

Antikes

Der seriöse Antiquitätenhandel verlangt hohe Preise, aber selbst der ehrlichste Händler ist beim Einkauf nicht hundertprozentig vor Fälschungen geschützt, ein Risiko ist daher immer vorhanden. Kaufen Sie nur, was Sie legal exportieren dürfen; zu erkennen ist dies an einem roten Siegel. Was älter ist als 200 Jahre, ist nicht exportfähig. Tuschbilder in traditionellem Stil werden serienweise hergestellt. Wenn’s etwas Klassisches sein soll, gilt auch hier: Die werkgetreue Reproduktion aus dem Museumsladen ist meist die bessere Wahl.

Ästhetisch spannende und handwerklich perfekte moderne Kunst findet sich in Galerien, vor allem in Peking und Shanghai. Für renommierte Künstler werden freilich Weltmarktpreise verlangt.

Mode

Nicht nur Seide und Kaschmirwolle sind attraktiv. Auf Billigmärkten müssen Sie feilschen und sich die Stücke auf Mängel ansehen. Tipp: Mode junger chinesischer Designer, wie man sie in Boutiquen in Peking, Shanghai oder Kanton, womöglich aber auch in gehobenen Kaufhäusern findet. Auch qualitätvolle Schuhe (vor allem Sportschuhe) werden angeboten.

Kunsthandwerk & Design

Cloisonné: Diese farbenprächtige Emailkunst wurde zwar nicht in China erfunden, aber dort zu handwerklicher Perfektion gebracht.

Fächer: Preisgünstig, leicht, schön zu sammeln. Künstlerische Fächer sind handbemalt und teurer. Ein Faltfächer sollte auch aufgeklappt steif sein und nicht klappern.

Holzschnitzereien: Dekorative Schnitzereien wie Fensterornamente, Bettzierrat etc. werden nach alten Vorlagen auch neu gefertigt und vergoldet.

Jade: Ein Sammelbegriff für Nephrit und das sehr harte und teure Jadeit. Die Farben sind Weiß bis grünlich, das Material soll durchscheinend sein; zuweilen machen Verfärbungen den besonderen Reiz eines Stückes aus. Achten Sie auf die Feinheit der Schleifarbeit und kaufen Sie möglichst in den Läden der Manufakturen, wo die Qualität stimmt.

Kristallkugeln: Belasten das Gepäck, aber nicht die Geldbörse.

Lackwaren: Chinesen ziehen bemalten Lack vor; schlichte Stücke sind seltener. Daneben gibt es Lack mit Perlmutteinlage sowie Schnitzlack, dessen Herstellung viel Zeit erfordert.

Pinsel, Tusche, Reibsteine: Die Tusche kommt in Blöcken und wird auf Reibsteinen, die je nach Größe und Verzierung sehr teuer sein können, mit Wasser angerieben. Pinsel gibt es in verschiedenen Stärken. Dazu gehören ein Pinselbänkchen und echtes Tuschpapier (xuanzhi).

Teppiche: Chinateppiche haben einen eigenen Stil mit Ornamenten, deren Ränder eingeschnitten werden.

Siegelstempel: Lassen Sie sich einen chinesischen Namen geben und in Stein schneiden! Der Preis hängt vom Material ab. Dazu gehört ein Porzellandöschen mit roter Stempelfarbe.

Volkskunst: Achten Sie auf Scherenschnitte und Stickarbeiten. Jede Region hat ihren eigenen Stil.

Ziersteine sind ein typisches Mitbringsel, wenn auch nicht das leichteste. Die natürliche Maserung geschliffener Platten zeigt Bäume oder Landschaften.

Souvenirs

Tee & Teegeschirr

Die besten Teesorten erhält man nur in den Anbaugebieten. Sie sind sehr teuer, aber ergiebig und geschmacklich ein Erlebnis. Hübsches Teegeschirr (aus Porzellan oder Yixing-Ton) führen alle Teegeschäfte. Qualitätsmerkmal: Der Kannendeckel muss genau passen.

Fotografieren

Generell sind keine besonderen Regeln zu beachten. Sie sollten allerdings um Erlaubnis bitten, wenn Sie Personen fotografieren (außer an Stellen, wo auch Chinesen viel fotografieren).

Beachten Sie die Fotografierverbote in Tempelhallen. Fotografieren auf öffentlichem Privatgelände, beispielsweise in Kaufhäusern, wird oft vom Sicherheitspersonal unterbunden. Dies kann auch für Schaufensterauslagen gelten. Militärische Anlagen dürfen nicht fotografiert werden.

Speisen aus der GarkücheSpeisen im Restaurant

baozi große gedämpfte Hefeklöße, gefüllt mit Hackfleisch, Gemüse oder süßer Bohnenpaste (dousha)
jiaozi halbmondförmige Teigtaschen, zumeist mit Schweinefleisch gefüllt, die gekocht (shuijiao), gedämpft (zhengjiao) oder knusprig gebraten (guotie, „Pfannenkleber“) angeboten werden
miantiao dünne Nudeln, meist in der Brühe und mit Fleisch, Huhn oder Gemüse serviert; in Sojasauce gebraten heißen sie chaomian
xiaolong bao die Miniaturvariante der baozi, besonders köstlich mit Krabbenfleisch
beijing kaoya Pekingente; besonders lecker: die knusprige Haut
gongbao jiding Hühnchenwürfel „auf Palast-Art“ mit Erdnüssen und Chilischoten
gulaorou frittiertes Schweinefleisch, süßsauer
guoba knusprige Reiskrusten, mit einer aromatischen Sauce übergossen
huiguorou zweimal gebratenes Schweinefleisch
huoguo Feuertopf, ein Fondue mit Fleisch und Gemüse, mit hauchdünn geschnittenem Lammfleisch eine nordchinesisch-mongolische Winterspezialität (auch shuan yangrou genannt), als Sichuan-Feuertopf oft höllisch scharf
jiaohuazi ji „Bettlerhuhn“, zart in Lehm oder Folie gebacken
luohan zhai buddhistische Fastenspeise aus verschiedenen Gemüsen
mapo doufu scharfer „Tofu nach Art der pockennarbigen Alten“ mit Hackfleisch, Bohnenpaste und Chilischoten
shizitou „Löwenköpfe“: Hackfleischklöße mit Kohl in dunkler Sauce
Stichworte

Architektur und Städtebau

Chinas alte Baukunst war nur wenig von Stilwechseln geprägt. Vielmehr beruht sie, ebenso wie der Städtebau, auf gleichbleibenden Konventionen und Prinzipien, die Ausdruck eines Weltbildes sind. Besonders klar wird dies in Nordchina: Vom Bauernhaus bis zum Buddhakloster öffnen sich die Hauptbauten nach Süden, zum „größten Yang“, der Sonne, hin, um möglichst viel von dessen positivem Einfluss einzufangen. Auch die schachbrettartigen Stadtgrundrisse entstanden aus dieser Südorientierung. Diese ist eng verknüpft mit dem Prinzip der Symmetrie, das dem Vorbild des Himmels folgt, wo Mond und Sonne ostwestlich symmetrische Bahnen beschreiben. Die Hauptgebäude größerer Wohn- oder Tempelkomplexe stehen darum auf einer Nord-Süd-Achse. Auch Berg und Wasser, das Erhabene (yang) und das Tiefe (yin), werden in Entsprechung gesetzt. Im gebirgigen Süden bestimmen professionelle Wahrsager (Geomanten) das fengshui („Wind und Wasser“) von Bauten und Gräbern, das heißt: deren ideale Lage und Ausrichtung, sodass sich die günstigen Einflüsse sammeln und die unheilvollen, die Armut, Krankheit und Kinderlosigkeit bringen, fernbleiben. Der Kontrast von Berg und Wasser prägt auch die Gartenarchitektur. Der Mensch, so die Idee, soll durch seine Bauten der Harmonie des Kosmos teilhaftig werden.

Die Mitte, wo Ost und West, Yin und Yang, in segensreichem Einklang stehen, ist innerhalb der Gebäude ein Ort von weihevoller Qualität. Hier steht der Thron oder der Altar. Daher sind die Bauten auch Ausdruck einer geistigen wie einer gesellschaftlichen Hierarchie.

Zu einer großen Halle gehören stets Seitengebäude und ein Tor oder eine zweite Halle. Gemeinsam umschließen sie einen Hof. Haupt- und Nebenhallen sind in Holzskelettbauweise errichtet; die Balken, Dachsparren usw. werden ohne Nägel miteinander verzapft. Die Anzahl der Säulen an der Schauseite ist stets gerade, sodass ein Mittelfeld als Haupteingang entsteht.

Je bedeutsamer ein Gebäude, desto höher ist der Steinsockel, auf dem es steht, desto größer ist die Zahl der Säulen und desto prächtiger ist das geschwungene Dach, das mehr als alles andere das allgemeine Bild chinesischer Baukunst bestimmt hat. Gelb glasierte Ziegel decken ein kaiserliches oder vom Kaiser privilegiertes Gebäude. Tierfiguren auf den Dachgraten halten Unheil vom Bau fern.

Pagoden sind ein mit dem Buddhismus aus Indien gekommener Bautyp. Zur feuersicheren Verwahrung von Reliquien und heiligen Schriften wurden sie meist aus Stein errichtet; als „Kirchturm“ machen sie den heiligen Bezirk weithin sichtbar.

Chinesische Wohnbauten sind regional sehr verschieden. Das Spektrum reicht von den Lösshöhlen des Nordens bis zu kreisrunden Wohnburgen und schmucken Natursteinhäusern in Fujian. Nimmt man die Architektur der nichtchinesischen Volksgruppen hinzu, so ergibt sich eine noch größere Bandbreite, in der sich islamische Traditionen ebenso wiederfinden wie die mächtigen steinernen Tempelbauten Tibets.

Nachdem fast alle historischen Altstädte abgerissen wurden, beherrschten zunächst gesichtslose Neubauten mit Kachelfassaden die Stadtbilder, ehe man internationale Architekten ins Land holte, die für mehr Abwechslung sorgten und teils spektakuläre Projekte realisierten. Dabei wurden sich die von Hochhäusern geprägten Innenstädte immer ähnlicher, auch wenn prestigebewusste Stadtoberhäupter inzwischen international viel beachtete Hinguckerarchitektur ermöglicht haben. Gleich zwei Shanghaier Satellitenstädte (Lingang und Anting) wurden von deutschen Architekturbüros entworfen.

Bevölkerungspolitik

1,3 Mrd. Einwohner machen China zum bevölkerungsreichsten Land der Erde. Die seit 1979 geltende Ein-Kind-Politik vermochte das Wachstum stark zu bremsen. Heute trägt auch die zunehmende Verstädterung dazu bei, dass weniger Kinder geboren werden und manche Paare im Interesse ihrer Karriere gleich ganz auf Kinder verzichten. Bauern dürfen ein zweites Kind bekommen, wenn das erste ein Mädchen ist – mangels eines Rentensystems sind Jungen die einzige Altersversorgung. Wer mehr Kinder bekommt, hat wirtschaftliche Sanktionen zu erwarten.

Buddhismus

Chinas wichtigste Religion. Die Lehre gelangte vor 2000 Jahren ins Land und erlebte ihre Blütezeit im 7./8. Jh. Wie in Japan und Korea wird in China der Mahayana-Buddhismus gelehrt, der auch dem Laien die Möglichkeit zugesteht, dem Kreislauf der Wiedergeburten in einer als leidvoll empfundenen Welt zu entkommen. Dabei helfen ihm der Erlöserbuddha Amitabha und die Bodhisattvas, erleuchtete Wesen, die auf ihren eigenen Eintritt ins Nirwana verzichten, um die Menschen zu retten. Populärster Bodhisattva ist die Guanyin, die als „Göttin der Barmherzigkeit“ besonders von Frauen verehrt wird.

Die wichtigste Institution des Buddhismus ist das Tempelkloster. Alle Tempelklöster unterstehen dem Staat, der die Religion dadurch kontrolliert. Mönche und Nonnen sind (auch in Tibet) dessen Angestellte. Ein typisches Tempelkloster hat mindestens drei Hallen, die entlang einer Symmetrieachse aufeinanderfolgen. Hinter einem äußeren Tor folgt der Vorhof mit Glocken- und Trommelturm.

Die erste Halle ist die der Himmelskönige. In ihrer Mitte sitzt der lachende Dickbauchbuddha, Sinnbild von Lebensenergie und Weisheit. An den Seiten zürnen die vier gewaltigen Himmelskönige, mit Panzern bewehrt, allem Bösen, das sich in Gestalt von Dämonen meist schon unter ihren Füßen windet. Auf der Rückseite wacht Weituo, des Glaubens General, über das Tempelinnere.

Im nächsten Hof steht das Hauptweihrauchgefäß, dahinter folgt die Haupthalle, in der auf stilisierten Lotosblüten meist drei Buddhas thronen. In ihren schlichten Mönchsgewändern verkörpern sie die höchste und reinste Form der Existenz, die ein Mensch erreichen kann. Die häufigsten Altarfiguren sind die Buddhas der drei Zeitalter: in der Mitte Shakyamuni, der historische Buddha Gautama, der für die Gegenwart steht, links Dipamkara, der Buddha der Vergangenheit, und rechts Maitreya, der Buddha der Zukunft. Die dritte Halle ist die Lehrhalle, in der sich die Mönche versammeln. Zuweilen bergen auch die Seitenhallen bedeutende Bildwerke.

Große Mauer

Was verkörpert „China“ besser als dieser Grenzwall? Aber so berühmt er ist, so irrige Vorstellungen herrschen über ihn. Ähnliche Grenzbefestigungen bauten Chinesen zwar schon vor über 2300 Jahren, aber die bestanden nicht aus gebrannten Ziegeln, sondern aus Stampflehm, und wo es praktischer war, aus Naturstein. Ihre Funktion war mehr die eines stabilen Grenzzauns als eines Bollwerks. Hauptsache, sie hielten berittene Nomaden und ihr Vieh vom Ackerland fern. Die heutige Große Mauer entstand erst im 16./17. Jh. Es gibt auch nicht nur eine Große Mauer. Jede Dynastie, die überhaupt eine baute, musste sich nach dem jeweiligen Grenzverlauf richten. Die meisten älteren Mauern sind bis auf grasüberwachsene oder von Sandstürmen zernagte Reste verschwunden.

Konfuzianismus und Staatskult

Von der Staats- und Gesellschaftslehre des alten China hat das 20. Jh. wenig Relevantes übrig gelassen. Die Opferstätten des Staatskults – die Pekinger Altäre, die Konfuziustempel und andere – sind Zeugen einer Tradition, die bis in vorkonfuzianische Zeit zurückreicht. Sie diente dazu, Mensch und „Himmel“ (Natur und Kosmos) in ein harmonisches Verhältnis zu setzen sowie die Verehrung des Menschen für Höheres – darunter für den Lehrer Konfuzius – auszudrücken. Diese Riten werden seit etwa 100 Jahren nicht mehr praktiziert. Zwei Elemente der konfuzianischen Philosophie, zu der nach Konfuzius (bis 479 v. Chr.) auch andere Philosophen maßgeblich beitrugen, prägen China jedoch bis heute: die Wertschätzung des Lernens und der Bildung – ein Schlüssel zu Chinas atemberaubendem Wandlungstempo – sowie eine starke Diesseitsorientierung. Konfuzius soll dazu gesagt haben: „Wenn du noch nicht den Lebenden dienen kannst, wie dann den Geistern?“

Malerei und Kalligrafie

Kalligrafie ist in China nicht nur Schönschreibkunst, sondern eine eigenständige Kunstform. Die Namen der berühmtesten Meister zählen bis heute zum allgemeinen Bildungsgut. Ihren persönlichen Stil versuchte man nachzuahmen. Professionelle Kalligrafen beherrschen verschiedene Schriftstile von der altertümlichen Kanzleischrift (oder gar der archaischen Siegelschrift) bis zur sehr persönlichen „Grasschrift“, bei der die Zeichen ineinanderfließen und nicht mehr je ein imaginäres Quadrat ausfüllen. Chinesische Kalligrafie erfordert jahrelange Übung, wobei die Kenntnis der Schriftzeichen vorausgesetzt wird.

Wie die Kalligrafie wurde auch die Tuschmalerei einst weniger von professionellen Künstlern als vielmehr von den Literaten praktiziert, die ihr Einkommen als Beamte oder Rentiers bezogen und ihre Werke nicht verkauften, sondern verschenkten. Aus westlicher Sicht sind schon die Formate ungewöhnlich: Querrollen, Hängerollen, Albumblätter, Fächer. Vielfach wurde nur mit schwarzer Tusche, also monochrom, gemalt. Ölfarben und Grundierungen waren unbekannt. Weißes – Wolken, Wasser – ergibt sich durch Freilassen des Untergrunds aus Papier oder Seide.

In der Landschaftsmalerei verkörpert sich eine daoistisch inspirierte Weltsicht: winzig der Mensch, überwältigend groß die Natur, in der sich Gegensätze harmonisch miteinander verbinden. Beim Ab- und Aufwickeln meterlanger Querrollen vollzieht der Betrachter virtuelle Reisen. Andere Motive zeigen Pflanzen und Blumen, Vögel, Fische, Insekten und Steine. Kalligrafierte Widmungen, Verse und Reminiszenzen sind oft integraler Bestandteil. Stets tragen die Bilder einen roten Künstlerstempel und oft auch Sammlerstempel. Der professionelle Porträt- und Genremaler dagegen galt als Handwerker. Die besten Stücke dieser Richtung sind manchmal im Palastmuseum ausgestellt.

Sehr aufregend ist die moderne Kunstszene, die sich teils mit der Tradition auseinandersetzt, teils sich schroff von ihr abwendet und die individuelle Kreativität betont.

Plastik und Skulptur

Chinas frühe Bildhauerkunst steht in enger Verbindung zum Jenseitsglauben. Schon in der Jungsteinzeit wurden den Toten stilisierte Tierfiguren mit ins Grab gegeben. Von der Zhou- bis zur Tang-Zeit begleiten Keramikfiguren von Dienern, Wagenlenkern und anderem Personal hochrangige Verstorbene ins Totenreich. Die meisten dieser Figuren sind lebensecht gestaltet, jedoch kaum einen Meter hoch; als bedeutendste Ausnahme, was die Dimensionen angeht, wurde die unterirdische Streitmacht des „Ersten Kaisers“ Qin Shi Huangdi bekannt. Nur wenig jünger ist die Tradition der „Geisteralleen“, an denen überlebensgroße Steinfiguren dem Toten die letzte Ehre auf dem Weg ins Grab erweisen.

Schon im 2. Jahrtausend v. Chr. tritt die Bronzeplastik mit außerordentlich kunstreichen Ritualgefäßen hervor. Oft sind sie mit stilisierten Tierfiguren verziert und zuweilen als Ganzes in Tierform gestaltet.

Von besonderer Bedeutung ist die Jadeschnitzerei. Das Material – zunächst nur Nephrit, später auch Jadeit – übte von Anbeginn der chinesischen Kultur an eine große Faszination aus. Daraus gefertigt wurden anfangs vorwiegend Herrschaftsinsignien, später allerlei Schmuck und dekorative Figürchen.

Die plastische Darstellung des Menschen erreichte ihre Blütezeit etwa ab dem 5. Jh. durch den Buddhismus. Er brachte über die Seidenstraße nicht nur die Monumentalskulptur und den Grottentempelbau, sondern auch klassisch-griechische Einflüsse ins Land. Auch später blieb der Buddhismus ein Quell künstlerischer Inspiration, wie die Bildwerke in vielen Tempeln bezeugen.

Trotz aller Meisterschaft errangen Plastik und Skulptur in China nie das Ansehen von Malerei, Kalligrafie und Dichtkunst. Gründe waren die religiöse Bindung der Bildhauerei sowie der Umstand, dass künstlerisches Schaffen auf diesem Sektor schweißtreibende Arbeit bedeutete.

Sprache und Schrift

Die chinesische Sprache hat den Vorteil einer simplen Grammatik ohne Konjugation und Deklination. Vergangenheit oder Zukunft, Singular oder Plural, Wirklichkeit oder Möglichkeit ergeben sich teils aus dem Kontext oder werden durch angehängte Partikeln ausgedrückt. Satzbau und Wortbildung ähneln dem Deutschen. So ergibt sich aus huo, „Feuer“, und che, „Wagen“, der Feuerwagen, nämlich die Eisenbahn.

Als sehr exotisch gelten die Tonakzente, von denen es im Hochchinesischen vier gibt: gleichbleibend, steigend, fallend-steigend, fallend. Doch nicht immer sind sie für das rechte Verständnis von Belang. Was dem Chinesischen aber seine eigentliche Faszination verleiht, ist die Schrift. Etwa 2500 Zeichen sollte man lernen, um beispielsweise eine Zeitung zu lesen. Jedes Zeichen ist eine Silbe, meist bilden zwei oder mehr Zeichen (bzw. Silben) ein Wort. Die meisten Zeichen setzen sich aus zwei Elementen zusammen, von denen eins den Sinn klassifiziert (z. B. Hand für Handlungen, Holz für Geräte und Bäume), während das zweite die ungefähre Aussprache andeutet. Eine Bilderschrift ist das Chinesische schon seit 3000 Jahren nicht mehr.

Theater

Chinas Bühnenkunst ist das Singspiel, sei es mit lebendigen Darstellern wie bei der Pekingoper, sei es beim Puppen- oder beim Schattenspiel. Sprechtheater war im alten China unbekannt und kam erst im 20. Jh. auf.

Die Pekingoper – die Theaterform, die Ausländer am ehesten zu Gesicht bekommen – entstand erst um 1800. Die Mitwirkenden sind oftmals Sänger, Sprecher, Tänzer, Pantomimen und Akrobaten in einer Person. Das fehlende Bühnenbild fordert die Phantasie der Zuschauer heraus, auch werden nur wenige Requisiten verwendet. Und tastet sich jemand zum Beispiel bei hell erleuchteter Bühne mit ausgestreckten Armen voran, so weiß man: In Wahrheit herrscht gerade finstere Nacht. Arien, reich an Koloraturen, wechseln mit gesprochenen Dialogen und Monologen ab. Beachten Sie die Rollentypen: positive männliche Helden mit leichter Schminke (sheng), Frauenrollen (dan, zuweilen mit prunkvollem Kopfputz), Clowns und Narren (chou), die schon durch die weiße Nase lustig wirken, und die prachtvollen Schminkmaskenrollen (jing) für starke, aktive Temperamente (stets Männer, z. B. Generäle), die auch negativ sein können. Während das Optische jedem Theaterliebhaber spontan gefällt, haben westliche Zuhörer oftmals wenig Zugang zur Bühnenmusik. Doch das ist eine Frage der Hörgewohnheiten.

In der Provinz Guangdong wird nach wie vor die Kantonoper gepflegt. Puppentheater, einst die Bühnenkunst für die Dörfer, ist heute akut vom Aussterben bedroht. Jedoch haben alle traditionellen Theaterformen heute einen schweren Stand. Die Jugend geht nicht mehr hin, die Theater müssen ohne staatliche Subventionen auskommen. Oft wird das Programm auf ausländische Touristen zugeschnitten – mit viel Akrobatik und wenigen Dialogen, sodass ein recht einseitiges Bild der Bühnenkunst entsteht.

Bloss nicht!

An Feiertagen verreisen

Zum Chinesischen Neujahr sowie in der ersten Mai- und Oktoberwoche machen ein paar Hundert Millionen Chinesen Urlaub. Dann sind alle Transportmittel hoffnungslos überfüllt, Tickets kaum zu bekommen, und die Touristenorte bersten vor Reisenden – besonders prekär bei geringer Bettenzahl. Auch eine Tour auf einen der heiligen Berge sollte man dann lieber nicht unternehmen.

Beim Essen die Hygieneregeln missachten

Essen Sie am Straßenrand keine Speisen, die lange warm gehalten werden, der Krankheitserreger wegen. Eine Hepatitisimpfung, Magen-Darm-Tabletten und Einweg-Essstäbchen an den Imbissbuden sollten Sie vor dem Gröbsten bewahren. Und: Hände weg von lebendem oder frisch geschlachtetem Federvieh!

Tiger, Panda und Co. gefährden

Geschützte Tiere sollen auch geschützt bleiben. Tragen Sie bitte dazu bei, indem Sie auf Elfenbeinsouvenirs, Felle und Leder geschützter Tierarten sowie auf dubiose Stärkungsmittel aus Tigerknochen verzichten.

Reisen im Eiltempo

Wir lächeln gern über asiatische Touristen, die in wenigen Tagen quer durch ganz Europa jetten, aber wie sieht es umgekehrt aus? China hat die Ausmaße Europas, da ist Reisestress vorprogrammiert. Beschränken Sie sich auf eine bestimmte Region – oder wählen Sie moderne Verkehrsmittel wie die Hochgeschwindigkeitszüge.

Zu viel fürs Taxi zahlen

Sollte ein Taxifahrer „vergessen“, das Taxameter einzuschalten, sollten Sie nach dem Fahrpreis fragen. Der korrekte Preis wird nicht mehr als die Hälfte betragen – der Rest ist Verhandlungssache. Wenn Sie eine Landpartie machen und nicht im Reisfeld übernachten wollen, vereinbaren Sie eine Tagespauschale.

Sich einen Schnupfen holen

Gerade im Sommer kommt mancher Chinareisende mit einer üblen Erkältung nach Hause. Kein Wunder: Wenn unter freiem Himmel der Schweiß in Strömen fließt, wird in chinesischen Hotels, Restaurants und Zugabteilen die Klimaanlage bis zum Anschlag aufgedreht. Ein leichter Pullover gehört deshalb unbedingt ins Handgepäck.

Zwei und acht verwechseln

Wenn Sie von irgendetwas zwei Exemplare möchten, halten Sie niemals Daumen und Zeigefinger hoch – denn das bedeutet acht, da es der chinesischen Ziffer 8 ähnelt! Richtig ist: Zeigefinger und Mittelfinger.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Nach einem schweren Erdbeben am 8. August 2017 in der südwestlichen chinesischen Provinz Sichuan ist das Landschaftsschutzgebiet Jiuzhaigou weiterhin auf unbestimmte Zeit geschlossen.
Reisende werden gebeten, die Hinweise lokaler Behörden zu beachten.

Region Xinjiang

Bei Reisen in die Autonome Region der Uiguren Xinjiang ist weiterhin besondere Vorsicht geboten. Es wird nachdrücklich empfohlen Menschenansammlungen zu meiden und die Nachrichten aufmerksam zu verfolgen. Anweisungen der Polizei und der Sicherheitskräfte sollten unbedingt befolgt werden.

Die Region Xinjiang erlebt seit 2013 eine Häufung gewaltsamer Zusammenstöße mit vielen Toten und Verletzten. Die chinesische Regierung hat die Sicherheitsmaßnamen in der Region im Rahmen einer Anti-Terror-Kampagne seit Frühjahr 2014 deutlich verschärft. So gelten bei der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln (Bussen, Zügen) grundsätzlich die gleichen Sicherheitsvorschriften wie an Flughäfen. Die Mitnahme von Flüssigkeiten (auch Trinkwasser, Speiseöl, Joghurt) sowie Feuerzeugen und Feuerwerkskörpern ist untersagt.

Verschärfte Kontrollen finden insbesondere in der Stadt Urumqi bzw. an den Zugangspunkten nach Urumqi statt. Trotz der Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen sind weiterhin Angriffe zu verzeichnen, bei denen sowohl Uiguren wie auch chinesische Sicherheitskräfte verletzt oder gar getötet wurden.

Die weiterhin angespannte Sicherheitslage stellt auch eine potentielle Gefahr für Ausländer dar. Bei Reisen in die Region Xinjiang ist deshalb besondere Vorsicht geboten. Es wird nachdrücklich empfohlen Menschenansammlungen zu meiden und die Nachrichten aufmerksam zu verfolgen. Anweisungen der Polizei und der Sicherheitskräfte ist unbedingt Folge zu leisten.

Reisen über Land, Kriminalität

Die Sicherheitslage in der VR China kann generell als gut eingestuft werden. Dennoch sollten sich Reisende stets mit der gebotenen Aufmerksamkeit bewegen. Dies gilt insbesondere in Touristenzentren, auf größeren Bahnhöfen, Busbahnhöfen sowie an den Flughäfen, wo aufdringliche, mitunter aggressive Schlepper und Schwarzmarkthändler allerhand Dienstleistungen, insbesondere Taxi-Dienste im Ankunftsbereich, auch sexuelle Leistungen, (siehe dazu Kapitel "Besondere strafrechtliche Vorschriften" unten) und Waren (oft gefälscht oder funktionsuntüchtig) zu unrealistischen Konditionen anbieten. Reisende sollten solche Angebote konsequent ablehnen oder ignorieren und die ausgeschilderten Taxi-Stände oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

Ausländer über 16 Jahren müssen sich zu jeder Zeit mit einem Reisepass mit gültigem chinesischem Visum ausweisen können. Polizeiliche Kontrollen sind, insbesondere im Zuge erhöhter Sicherheitsmaßnahmen im Umfeld von Großereignissen oder Gedenktagen, jederzeit möglich. Es wird empfohlen, Passkopien und Flugtickets im Hotel sicher zu deponieren und den Pass mit gültigem Visum stets mitzuführen, um sich bei Polizeikontrollen ausweisen zu können.

Mit der Visitenkarte des Hotels kann der Taxifahrer für den sicheren Rücktransport sorgen, auch wenn man über keine chinesischen Sprachkenntnisse verfügt. Personenansammlungen und jede Art von Gedränge sind wegen der Gefahr von Taschendiebstählen zu meiden. Überfälle auf Ausländer werden selten bekannt, sind aber auch an gut bewachten Plätzen nicht auszuschließen.

Es kommt, insbesondere in Shanghai, immer wieder vor, dass Touristen von meist jüngeren Chinesen/Chinesinnen, die in der Regel sehr gut Englisch sprechen, auf der Straße, meist in Touristengebieten, nahe Restaurants, Kneipen und Diskotheken, ein gemeinsamer Besuch von Sehenswürdigkeiten, Teehäusern, Karaokebars, und insbesondere Massagesalons (siehe auch Kapitel "Besondere strafrechtliche Vorschriften" unten) und ähnlichem angeboten wird. In Einzelfällen wurden die Angesprochenen sogar nur in ein Gespräch verwickelt und dann von mehreren Tätern in ein nahegelegenes Gebäude abgedrängt und festgehalten. Das Opfer erhält am Ende eine überhöhte Rechnung oder wird unmittelbar bei Betreten der Lokalität unter Androhung von Gewalt um hohe Geldbeträge (bar oder - per Kreditkarte) erpresst. Opfern derartiger Delikte wird empfohlen, sich möglichst unverzüglich an die nächste Polizeistation zu wenden. Mit Unterstützung der Polizei kann in vielen Fällen eine (Teil-)Rückerstattung des erpressten Betrages erreicht werden. Eine nachträgliche Geltendmachung ist schwierig und in der Regel erfolglos.

Bei Online-Geschäften im Internet mit chinesischen Geschäftspartnern ist besondere Vorsicht geboten, da es hier in letzter Zeit zu betrügerischen Vorfällen gekommen ist.
In Bars und Nachtclubs in Peking kommt es zunehmend zu Zwischenfällen mit Beteiligung von Ausländern. In einigen Fällen wurden ausländischen Besuchern Betäubungsmittel in ihr Getränk gemischt und sie anschließend beraubt, in anderen waren Ausländer in (z.T. provozierte) Auseinandersetzungen mit Verletzungsfolgen involviert.

Meldepflicht

Für Ausländer besteht eine Meldepflicht bei der lokalen Polizei bei Aufenthalten über 24 Stunden an einem Ort, die Meldung muss innerhalb von 24 Stunden erfolgen. Bei Übernachtung in einem Hotel übernimmt dieses die Meldung automatisch; ist man privat bei Freunden untergebracht, müssen diese die Meldung vornehmen.
Ausländer, die dauerhaft in China leben, müssen stets einen Nachweis über ihre Meldebescheinigung bei sich führen.

Naturkatastrophen

Weite Teile Chinas liegen in einer seismisch aktiven Zone, so dass es zu Erdbeben kommen kann. In den letzten Jahren ereigneten sich im Südwesten Chinas (insbesondere Provinz Sichuan) mehrere starke Erdbeben
Informationen zum Verhalten bei Erdbeben gibt es im Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam.

Heftige Regenfälle, wie sie in der Regenzeit von Juni bis Oktober die Regel sind, verursachen zudem in den Berglagen dieser Gegend regelmäßig Erdrutsche, bei denen Todesopfer zu beklagen sind. Bei geplanten Reisen insbesondere in Berglagen dieser Region wird dringend empfohlen, sich in den lokalen Medien (z.B. ChinaDaily englischsprachig) vorab über die Wetterlage und etwaige wetterbedingte Gefahrensituationen zu informieren.

Der Süden und Südosten Chinas wird von Juni bis Oktober regelmäßig von Taifunen getroffen, die Überschwemmungen und gefährliche Erdrutsche verursachen können. Reisende in dieser Zeit werden gebeten, die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland zu beachten.

Auf der Homepage des chinesischen Wetterdienstes können sich Reisende über die aktuellen Wetterverhältnisse und aktuelle Taifunwarnungen informieren. Den Sicherheitshinweisen und Empfehlungen der örtlichen Behörden ist unbedingt Folge zu leisten.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um in einem Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Derzeit dürfen sich Ausländer in China bis auf die Autonome Region Tibet ohne besondere Erlaubnis bewegen. Örtlich verhängte Sperren sind jedoch jederzeit und überall möglich, insbesondere in Tibet und in den angrenzenden Regionen mit tibetischer Bevölkerung sowie in der Autonomen Region Xinjiang (siehe Landesspezifische Sicherheitshinweise).

Die Behörden der Provinz Guangdong haben folgende Vorsorgemaßnahmen wegen der Ebola-Epidemie in Westafrika und des Middle East Respiratory Syndrom (MERS-Südkorea) angeordnet: Bei Einreise (insbesondere über den Flughafen Baiyun in Kanton/Guangzhou) müssen Reisende, die unmittelbar aus den Epidemiegebieten kommen, Angaben zu ihrem Gesundheitszustand und ihren Kontaktdaten machen. Die Körpertemperatur von Passagieren wird überwacht. Im Verdachtsfall können Gesundheitsuntersuchungen und Quarantäne angeordnet werden. Personen, die von einem beruflichen Einsatz im Epidemiegebiet zurückkehren, unterliegen noch einem 21-tägigen Gesundheitsmonitoring. Reisende, die innerhalb der letzten Wochen in Westafrika waren, sollten sich ferner darauf einstellen, dass die chinesischen Auslandsvertretungen auch im Rahmen des Visumverfahrens Gesundheitszeugnisse anfordern können.

Tibet

Reisen nach Tibet sind grundsätzlich möglich, es kommt jedoch immer wieder zu zeitweisen Einschränkungen oder Reisesperren, die in der Regel nicht öffentlich bekannt gegeben werden.

Grundsätzlich gilt für Reisen nach Tibet:
Ausländer benötigen eine Spezialgenehmigung, um die Autonome Region Tibet touristisch zu bereisen. Diese Spezialgenehmigung für Touristen (auch als Tibet Travel Permit bzw. Tibet Entry Permit bekannt) wird vom tibetischen Fremdenverkehrsamt in Lhasa erteilt.
Die Spezialgenehmigung kann ausschließlich über ein vom tibetischen Fremdenverkehrsamt akkreditiertes Reisebüro beantragt werden. Für einzelreisende Touristen wird keine Reiseerlaubnis erteilt, der Anschluss an eine Reisegruppe (mind. fünf Personen) eines akkreditierten Reisebüros ist erforderlich.
Für die Einholung der Spezialgenehmigung sind (Scan-)Kopie des Passes und des chinesischen Visums sowie Angaben zur Berufstätigkeit erforderlich. Die Bearbeitungsdauer liegt nach Auskunft des tibetischen Fremdenverkehrsamts in der Regel bei fünf bis sieben Arbeitstagen.
Das vom tibetischen Fremdenverkehrsamt akkreditierte Reisebüro muss für die gesamte Reiseroute Transport und Reiseführer stellen.
Bergsteiger, Journalisten, Geschäftsreisende und Familienbesucher unterliegen besonderen Bestimmungen, die im Einzelfall bei den zuständigen chinesischen Behörden zu erfragen sind.

Flugreisen im Land

Die Mitnahme von Flüssigkeiten jeder Art im Handgepäck ist sowohl auf innerchinesischen als auch auf ausgehenden internationalen Flügen verboten. Ausgenommen sind kleine Mengen für kosmetische Zwecke (100 ml pro Sorte), die in einem wiederverschließbaren Kunststoffbehälter (durchsichtig) transportiert werden müssen. Sie werden vom Sicherheitspersonal geprüft. Batterien und Akkus (etwa für Fotoapparate) dürfen ausschließlich im Handgepäck transportiert werden. Steuerfreie Alkoholartikel, die in internationalen Flugzeugen oder Flughäfen gekauft wurden, müssen in einem versiegelten, transparenten Beutel transportiert werden. Zur Kontrolle sind die Kaufbelege bereitzuhalten. Die mengenmäßige Grenze ergibt sich aus den Zollvorschriften (max. 1.500 ml pro Person). Flüssige Arzneimittel dürfen nach Überprüfung mit an Bord genommen werden.
Die Mitnahme von Feuerzeugen und Streichhölzern ist sowohl auf innerchinesischen als auch auf ausgehenden internationalen Flügen verboten - dies gilt sowohl für das Handgepäck wie auch aufzugebendes Gepäck.
Ansonsten gelten die üblichen Beschränkungen hinsichtlich der Mitnahme von waffenähnlichen Gegenständen (Messern, Scheren etc.) im Handgepäck.

Straßenverkehr

Der Straßenverkehr birgt ein relativ hohes Gefahrenpotenzial. Die Zahl der Verkehrstoten steigt stetig: 2016 lag die Zahl der Verkehrstoten in China bei 40.824 (Quelle: Ministry of Public Security). Gründe dafür sind eine oftmals rücksichtslose Fahrweise, die steigende Anzahl der Verkehrsteilnehmer sowie die Unerfahrenheit vieler Autofahrer. In der VR China gilt die 0-Promille-Grenze, d.h. Alkohol am Steuer ist strafbar. Es wird daher zu größtmöglicher Vorsicht im Straßenverkehr geraten und nachdrücklich davor gewarnt, während des Urlaubaufenthaltes angemietete Pkw oder Mopeds eigenhändig in dem ungewohnten Verkehr zu steuern.

Führerschein

Ausländische bzw. internationale Führerscheine werden in China nicht anerkannt. Informationen zum Führerscheinverfahren mit Kontaktdaten der zuständigen chinesischen Behörden für die Anerkennung der deutschen Fahrerlaubnis stehen auf der Webseite der deutschen Auslandsvertretungen in China bereit.

Geldversorgung

Das Abheben von Bargeld an Bankautomaten ist mit allen gängigen Kreditkarten, zumindest in größeren Städten, mit deutschen EC-Karten nur sehr eingeschränkt möglich. Reisende nach China sollten daher in jedem Fall Kreditkarte und/oder Bargeld vorhalten.

Internetzugang

Der Zugang zum Internet wird staatlich kontrolliert. Der Zugriff auf verschiedene Online-Angebote ist blockiert, darunter die von Google, Facebook, Twitter, Whatsapp und weiteren. Die Nutzung von VPN-Diensten zur Umgehung der staatlichen Internetzensur in China ist seit Inkrafttreten des neuen Cybersicherheitsgesetzes 2017 verboten, siehe auch Besondere strafrechtliche Vorschriften.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen im Zeitpunkt der Visumsbeantragung noch 6 Monate gültig sein und mindestens zwei visierbare Seiten enthalten.

Visum

Für die Einreise in die Volksrepublik China ist ein Visum erforderlich, das zwingend vor der Reise bei der zuständigen chinesischen Auslandsvertretung bzw. bei einem der "Visa Application Service Center" eingeholt werden muss.
Hierbei ist zu beachten, dass nach geltendem chinesischen Einreiserecht der Visumantrag im Land der Staatsangehörigkeit oder des gewöhnlichen Aufenthalts (der im Visumverfahren nachgewiesen werden muss) eingereicht werden muss. Dies bedeutet, dass ein Ausweichen in Drittländer (auch Hongkong) nur dann möglich ist, wenn dort ein dauerhafter, legaler Aufenthalt besteht.
Nach hiesiger Kenntnis stellen die chinesischen Auslandsvertretungen Visa für deutsche Staatsangehörige nicht mehr im Expressverfahren aus.

Von Antragstellern, deren Reisepässe nach dem 1. Januar 2014 ausgestellt wurden, wird teilweise für den Visumantrag die Vorlage auch des vorherigen, abgelaufenen Reisepasses zusammen mit dem jetzigen Reisepass verlangt. Sollte der alte Pass eingezogen worden sein, ist eine unterschriebene Erklärung über den Zeitpunkt und den Ort des Verbleibs vorzulegen.
Weiterhin ist in die Erklärung aufzunehmen, welche Länder in den letzten drei Jahren, also ab dem 1. Januar 2014, besucht wurden sowie die Dauer des jeweiligen Aufenthaltes. Es ist noch nicht absehbar, wie lange diese strengere Praxis Bestand hat.

An chinesischen Flughäfen werden für Personen, die keine gültigen Einreisevisa für die VR China besitzen, grundsätzlich keine Visa ausgestellt. Personen ohne gültiges Visum für die VR China wird regelmäßig die Einreise verweigert.

Flughafentransit

Für den Flughafentransit bis zu 24 Stunden wird kein Visum benötigt. Ein Verlassen der Transitzone des Flughafens ist ohne Visum jedoch nicht möglich.

Visumfreier 72-Stunden-Transit

Deutsche Staatsangehörige, die über die Flughäfen Changcha, Chengdu, Chongqing, Dalian, Guilin, Harbin, Kunming, Qingdao, Shenyang, Wuhan, Xi'an oder Xiamen als Transit in die VR China einreisen und innerhalb von 72 Stunden in ein Drittland weiterfliegen, können sich visumfrei am Einreiseort und - nur dort - aufhalten.
Eine Weiterreise mit einem Anschlussflug innerhalb Chinas (z.B. Einreise in Chongqing mit 144h-Transit und Weiterreise über Peking in ein Drittland) ist deshalb nicht möglich.
Voraussetzung ist, dass der Anschlussflug und ein evtl. für das Drittland erforderliches Visum nachgewiesen werden können.
Ein Transitaufenthalt auf einem anderen chinesischen Flughafen ist nicht zulässig und gilt als illegale Einreise.

Visumfreier 144-Stunden-Transit
- Yangtze-Delta-Region
Deutsche Staatsangehörige, die über die Flughäfen Shanghai Pudong International Airport, Shanghai Hongqiao International Airport, Nanjing Lukou International Airport, Hangzhou Xiaoshan International Airport und die Häfen Shanghai Port International Cruise Terminal und Shanghai Wusongkou International Cruise Terminal sowie über die Bahnstation Shanghai (Shanghai-Hongkong-Züge) einreisen und innerhalb von 144 Stunden in ein Drittland (das nicht das Land des Reiseantritts ist) weiterreisen, können sich visumfrei in den Verwaltungsgebieten der Stadt Shanghai und der Provinzen Jiangsu und Zhejiang bewegen (sog. Yangtze-Delta-Region). Eine Weiterreise mit einem Anschlussflug innerhalb Chinas (z.B. Einreise in Shanghai mit 144h-Transit und Weiterreise über Peking in ein Drittland) ist deshalb nicht möglich.

- Region Peking-Tianjin-Hebei
Deutsche Staatsangehörige, die über den Pekinger Westbahnhof, die Flughäfen Beijing Capital International Airport, Tianjin Binhai, Shijiazhuang Zhengding oder die Häfen Tianjin International Cruise Home Port oder Qinhuangdao Port einreisen und innerhalb von 144 Stunden in ein Drittland (das nicht das Land des Reiseantritts ist) weiterreisen, können sich visumfrei im Verwaltungsgebiet des Großraums Peking-Tianjin-Hebei bewegen. Eine Weiterreise mit einem Anschlussflug innerhalb Chinas (z.B. Einreise in Peking mit 144h-Transit und Weiterreise über Shanghai in ein Drittland) ist deshalb nicht möglich.

- Provinz Guangdong
Deutsche Staatsangehörige, die über die Flughäfen Guangzhou Baiyun, Shenzhen Bao'an oder Jieyang Chaoshan einreisen und innerhalb von 144 Stunden in ein Drittland (das nicht das Land des Reiseantritts ist) weiterreisen, können sich visumfrei in der Provinz aufhalten und über jeden Flughafen der Provinz wieder ausreisenDas Verlassen der jeweiligen Region ist dabei nicht erlaubt. Eine Weiterreise mit einem Anschlussflug innerhalb Chinas (z.B. Einreise in Guangzhou mit 144h-Transit und Weiterreise über Peking in ein Drittland) ist deshalb nicht möglich.
Voraussetzung ist, dass die fest gebuchte und bestätigte Anschlussreise und ein evtl. für das Drittland erforderliches Visum nachgewiesen werden kann. Ein- und Ausreiseort müssen nicht identisch sein. Es ist möglich, am Flughafen einzureisen und per Schiff auszureisen bzw. umgekehrt.

Hinweis zu allen Transitaufenthalten

Diese Ausnahmen von der Visumpflicht gelten nur für Transitaufenthalte; ein direkter Hin- und Rückflug kann nur mit gültigem Visum erfolgen.

Die Entscheidung über den visumfreien Transitaufenthalt wird bei der Einreise getroffen. Selbst wenn alle oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind, kann es zu einer Zurückweisung an der Grenze kommen. Dies ist in jüngster Zeit in einigen wenigen Fällen passiert. Die chinesischen Behörden haben in keinem der Fälle, die dem Auswärtigen Amt bekannt sind, eine Begründung für die Zurückweisung mitgeteilt.
Auch für den visumfreien Transitaufenthalt gilt, dass der/die Reisende sich innerhalb von 24 Stunden bei der nächsten Polizeistation registrieren muss; bei Unterkunft in einem Hotel übernimmt dieses die Anmeldung. Für Transitreisende gelten ebenfalls die regulären Zollvorschriften.

Gruppenreisen

Deutsche Staatsangehörige, die mit einer Reisegruppe (mindestens 2 Teilnehmer) über die Kreuzfahrthäfen in Shanghai einreisen, können sich bis zu 15 Tage (gerechnet vom Tag nach der Ankunft) ohne Visum in bestimmten Gebieten Chinas aufhalten, sofern die Reisegruppe von einer in der VR China registrierten Reisegesellschaft organisiert und während des Aufenthaltes betreut wird. Sie sind berechtigt zum Aufenthalt in den Verwaltungsgebieten der Städte Peking und Shanghai, sowie in der Verwaltungsregion der jeweiligen Hafenstädte und angrenzender Städte in den Provinzen Liaoning, Hebei, Tianjin, Shandong, Jiangsu, Zhejiang, Fujian, Guandong, Hainan sowie der autonomen Region Guangxi Zhuang.

Erwerbstätigkeiten

Seit Anfang 2015 gelten "Vorläufige Anwendungshinweise betreffend die kurzfristige Arbeitsaufnahme von Ausländern in China". Die Regelungen weiten die Pflicht zur Einholung einer Arbeitserlaubnis / eines Arbeitsvisums erheblich aus. Viele kurzfristige Tätigkeiten, die bisher mit Geschäftsreisevisum (Typ M) ausgeübt werden konnten, sind jetzt nur noch mit Arbeitsvisum (Typ Z) nach Einholung einer Arbeitserlaubnis möglich.
Hierunter fallen z.B.
- Forschungstätigkeiten, sportliche Trainingsaufenthalte, Teilnahme an Modeschauen / Modeling sowie Dreharbeiten / Filmaufnahmen - selbst wenn der Aufenthalt weniger als 90 Tage dauert - sowie
- Montage- und Servicearbeiten an abgenommenen Anlagen, Baustellenaufsicht, Entsendung von Mitarbeitern zu Tochterunternehmen / Repräsentanzen sowie Freiwilligenarbeit oder unentgeltliche Tätigkeiten ab einer Aufenthaltsdauer von 90 Tagen.
Es wird empfohlen, Rücksprache mit dem Arbeitgeber / Ansprechpartner in China zu halten, um die korrekte Visumkategorie zu beantragen.

Reisen nach Hongkong und Macau

Obwohl Hongkong und Macau Teil der VR China sind, genießen beide als sogenannte Sonderverwaltungsregionen in vielen Bereichen weitgehende Autonomie. So können deutsche Staatsangehörige visumfrei nach Hongkong und Macau einreisen. Die visumfreie Einreise für deutsche Staatsangehörige gilt ebenso für Taiwan.
Dabei ist zu beachten, dass Hongkong, Macau und Taiwan gem. Art. 89 des chinesischen Ein- und Ausreisegesetzes als "Ausland" gelten. Sofern die Einreise von Festlandchina aus erfolgt, bedeutet dies visumtechnisch eine Ausreise aus der VR China. Eine Wiedereinreise nach Festlandchina ist daher nur möglich, wenn das chinesische Visum für zwei- bzw. mehrfache Einreisen ausgestellt ist. Hierauf muss bei entsprechender Reiseplanung bereits bei Beantragung des Visums für die VR China geachtet werden.

Visumbeantragung

Teilnehmer von Gruppenreisen können das Visum über den Veranstalter besorgen lassen. Einzelreisende können ihr Visum direkt bei einer der chinesischen Auslandsvertretungen in Deutschland bzw. bei einem der ("Visa Application Service Center" einholen, siehe auch Internetseite der Botschaft der Volksrepublik China. Informationen sind auch beim Fremdenverkehrsamt der VR China (Ilkenhanstr. 6, 60433 Frankfurt/Main, Tel.: 069-520135) erhältlich.

Bei einem Gruppenvisum besteht eine aufenthaltsrechtliche Bindung an die Reisegruppe. Sollten sich im Einzelfall Gründe ergeben, die eine eigenständige Weiterreise ohne die Reisegruppe erforderlich machen (z. B. bei medizinischen Notfällen), ist eine Umschreibung des Visums zwingend erforderlich, bevor sich die Gruppe aufteilt. Eine solche Umschreibung des Visums ist zeitaufwändig und problematisch und kann nicht überall in China vorgenommen werden. Es wird daher empfohlen, möglichst mit Einzelvisum in die VR China einzureisen.

Für einen Aufenthalt über 180 Tage hinaus muss nach Einreise in die VR China eine Aufenthaltserlaubnis beantragt werden, was nur dann möglich ist, wenn das Visum bereits für solch einen langen Aufenthalt und Zweck beantragt und ausgestellt wurde.
Aufenthaltserlaubnisse für Familienangehörige werden seit Gesetzesänderung im Sommer 2013 grundsätzlich nur noch aufgrund legalisierter Personenstandsurkunden als Verwandtschaftsnachweis erteilt. Es wird daher empfohlen, bereits vor der Ausreise nach China deutsche Personenstandsurkunden von der chinesischen Auslandsvertretung legalisieren zu lassen (siehe auch Merkblatt der chinesischen Botschaft Berlin).

Die Überziehung des Visums zieht ein empfindliches Bußgeld nach sich, dessen Höhe sich nach der Anzahl der überzogenen Tage berechnet. Ohne Begleichung des Bußgeldes und Einholung eines neuen Visums ist eine Ausreise aus der VR China nicht möglich. Bei Zahlungsverweigerung droht die Umwandlung der Geld- in eine Haftstrafe.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Einfuhr

400 Zigaretten, zwei Flaschen Spirituosen (je 750 ml); Devisen: Bis 5.000,- US-$ (oder Gegenwert in anderen Devisen) für nicht-chinesische Staatsangehörige. Ansonsten muss eine Einfuhrerklärung abgegeben werden. Ferner dürfen bis zu 20.000,- RMB eingeführt werden.

Ausfuhr

Die Ausfuhr von Antiquitäten ist strengen Regelungen unterworfen, unterteilt nach Art und Bedeutung der Kunstgegenstände. So dürfen Münzen aus der Zeit vor 1949 überhaupt nicht mehr ausgeführt werden, die meisten Antiquitäten nur, wenn sie das rote Siegel des chinesischen Kulturamtes tragen. Devisen: Bis 5.000,- US-$ (oder Gegenwert in anderen Devisen) für nicht-chinesische Staatsangehörige. Diese Grenzen übersteigende Beträge nur bis zur Höhe der vorhergegangenen Einfuhrerklärung. Ferner dürfen bis zu 20.000 RMB ausgeführt werden.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Die Einfuhr oder der Besitz schon relativ geringer Mengen von Drogen kann zu hohen Freiheitsstrafen oder sogar zur Todesstrafe führen (z. B. Besitz von bis zu 50g Heroin oder 1kg Opium: Freiheitsstrafe ab sieben Jahre, Todesstrafe bei Überschreiten dieser Grenze und allgemein bei Herstellung, Handel und Transport von Drogen, "wenn die Umstände schwerwiegend sind"). Mit Wirkung vom 01.01.2014 wird auch Khat als Droge qualifiziert; die Einfuhr nach China ist verboten, der Besitz unter Strafe gestellt. Reisende werden deshalb vor der Mitnahme von Gegenständen unbekannten Inhalts für Dritte dringend gewarnt.

Gemäß dem Gesetz der VR China zur Ein- und Ausreiseverwaltung (Art. 28) kann gegen Ausländer u.a. dann eine Ausreisesperre verhängt und der Reisepass von der Polizei einbehalten werden, wenn sie in einem Strafprozess angeklagt oder verdächtigt werden oder wenn Ausländer in einem laufenden Zivilprozess involviert sind und dies von einem Gericht angeordnet wurde. In den vergangenen Jahren wurden Ausreisesperren auch bei Handelsstreitigkeiten verhängt. Auf ihrer Homepage informieren die deutschen Auslandsvertretungen über die Rechtsverfolgung in zivil- und handelsrechtlichen Streitigkeiten in China.

Seit 1. März 2006 erlaubt das "Gesetz über Strafen für Vergehen gegen die öffentliche Ordnung" den Polizeidienststellen, bei 238 Tatbeständen wie Störung der öffentlichen Ordnung, sittenwidrigem Verhalten, Prostitution (strafbar sind sowohl Prostituierte wie auch Freier), Drogenkonsum, illegaler Aufenthalt usw. nicht nur Bußgelder bis zu 5.000,- RMB, sondern ohne richterliches Urteil auch bis 15 Tage Arrest anzuordnen. Das Gesetz wird auch gegen Ausländer angewandt.

Fotografieren ist - von Ausnahmen wie z. B. militärischen Objekten abgesehen - nicht beschränkt. Bei Aufnahmen von Personen sollte erst um Erlaubnis gefragt werden. In Zweifelsfällen sollte man sich an die Reisebegleitung wenden. Video- und Schmalfilmkameras sind ohne besondere Genehmigung erlaubt, sollten jedoch in der Zollerklärung angegeben werden.

Die Nutzung von VPN-Diensten zur Umgehung der staatlichen Internetzensur in China ist seit In-Krafttreten des neuen Cybersicherheitsgesetztes 2017 verboten. Eine dauerhafte Sperrung der kommerziellen, auch nicht-chinesischen VPN-Anbieter zur Umgehung der Zensur ist bisher nicht erfolgt. Ein konkretes Datum, zu dem eine solche Sperre in Kraft treten soll, ist bisher nicht kommuniziert worden.
Es sind bislang keine Fälle bekannt, in denen Ausländer wegen der Nutzung von VPN-Diensten strafrechtlich verfolgt wurden.

Impfschutz

Bei Einreise aus einem Gelbfieberinfektionsgebiet (z.B. aus Afrika oder Südamerika, nicht aus Europa) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung Pflicht (www.who.int).
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu prüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de).
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio, ggfs. auch gegen Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Influenza (Risikogruppen) und Pneumokokken (über 60-Jährige).
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut Japanische Enzephalitis und Typhus empfohlen.

Infektionskrankheiten

Dengue-Fieber

Dengue wird in den südlichen Küstenregionen und Landesteilen (Fujian, Guangdong, Guangxi, Hainan, Yunnan) durch tag- und nachtaktive Mücken besonders im Sommer (während und nach dem Monsun April bis Oktober) übertragen. Beste Vorsorge ist der Schutz vor Mückenstichen.

Malaria

Nur im Süden Chinas gibt es ein sehr geringes Malariarisiko, z.B. in ländlichen Gebieten unter 1500 m in den Provinzen Yunnan, Guangxi, Guangdong und Hainan. Erreger: fast ausschließlich P. vivax, selten P. knowlesi (an der Grenze zu Myanmar) oder P.falciparum (Erreger der malaria Tropica nur in Guangxi und Yunnan im Grenzgebiet zu Vietnam). In städtischen Gebieten besteht kein Malariarisiko.

Vogelgrippe (aviäre Influenza)

Besonders in den Wintermonaten steigen die menschlichen Infektionen an Vogelgrippe (zuletzt 2016/2017 Influenza A/H7N9) deutlich an. In der Regel kann ein direkter Kontakt mit infiziertem Geflügel nachgewiesen werden.
Bei Reisen nach China muss deshalb vor dem Besuch von Geflügelmärkten, dem Kontakt zu lebendem Geflügel und deren Ausscheidungen und der eigenen Zubereitung von frischen Geflügelprodukten gewarnt werden. Entsprechende Produkte sollten nur gut durchgegart gegessen werden. Reisende aus betroffenen Gebieten, die innerhalb von 10 Tagen nach Rückkehr Atemwegsbeschwerden und Fieber entwickeln, sollten dringend einen Arzt/eine Ärztin aufsuchen und auf den Besuch hinweisen.

HIV/

AIDS

Das Vorkommen von HIV/AIDS in der chinesischen Bevölkerung ist noch relativ gering, allerdings ist es die Infektionskrankheit, die landesweit jährlich die höchste Anzahl an Todesopfern fordert. Betroffen sind in erster Linie die bekannten Risikogruppen. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften und Verkehr mit Prostituierten empfohlen.

Durchfallerkrankungen

Als häufige Ursache von Durchfall bei Säuglingen und Kleinkindern werden Rotavirusinfektionen angesehen; eine Schluckimpfung bis zum 2. Lebensjahr ist möglich. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.

Japanische Enzephalitis

Die meisten Fälle dieser durch Mücken übertragenden Virusinfektion des Gehirns treten endemisch während der warmen Jahreszeit (April - Oktober) bzw. den Regenzeiten auf. Betroffen sind überwiegend ländliche und suburbane Gebiete mit Ausnahme der Provinzen Xinjiang, Qinghai und Tibet. In den letzten 10 Jahren ging die Zahl der erfassten Erkrankungen deutlich zurück (Kinder werden routinemäßig geimpft). Die höchsten Raten wiesen die Provinzen Shaanxi, Sichuan, Guizhou, Yunnan und die Stadt Chongqing auf. Einzelerkrankungen unter Ausländern in Peking, Shanghai, Hongkong und Kanton sind nachgewiesen. Mückenschutz (siehe Malaria) und Impfung sind wirksame Prophylaxemaßnahmen.

Tollwut

Jährlich werden immer noch über 1.000 Todesfälle an Tollwuterkrankten gezählt, es ist die Infektionskrankheit, die landesweit die dritthöchste Zahl an Toten verzeichnet.. Die Fallzahlen sind besonders in ländlichen und südlichen Landesteilen (Guangxi, Guizhou, Guangdong, Sichuan und Hunan) häufiger.

Hand-, Fuß- und Mundkrankheit (HFMD)

HFMD ist endemisch mit wiederkehrenden Ausbrüchen vor allem in ländlichen Regionen. Die Krankheit ist hoch ansteckend, betroffen sind vorwiegend Kleinkinder (Ausbrüche in Kindergärten) und Personen aus sozial schwachen Schichten. Erreger sind Enteroviren, in der Regel Enterovirus 71 oder Coxsackie A16.

Schistosomiasis (Bilharziose)

Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis (S. japonicum) besteht beim Baden in Süßwassergewässern vor allem in den zentralen und östlichen Landesteilen, vor allem entlang des Yangtze, regional im mittleren Südwesten (Anhui, Hubei, Hunan, Jiangxi, Sichuan, Yunnan, Zhejiang). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.

Weitere Gesundheitsrisiken

Höhenkrankheit

Bei Reisen in große Höhen (schon ab 2.500m) kann Höhenkrankheit einsetzen. Ein langsamer Aufstieg in die Höhe (nicht mehr als 500 Höhenmeter pro Tag) und Pausen in der Höhe können der Erkrankung vorbeugen. Unter Umständen kann der schnelle Abstieg auf Höhen unter 2000 m lebensrettend sein.

Luftverschmutzung

In den Ballungszentren Chinas sind hohe bis sehr hohe Luftverschmutzungen besonders in den Wintermonaten häufig. Die Behörden haben in den letzten Jahren allerdings ganz erhebliche Maßnahmen ergolgreich eingesetzt, um die Luftbelastung zu verbessern.
Aktuelle Luftwerte können im Internet eingesehen werden www.aqicn.org (Mess-Stationen des chinesischen Umweltministeriums chinaweit) oder www.stateair.net (Mess-Stationen der US-amerikanischen Vertretungen in den Städten Peking, Shanghai, Kanton/Guangzhou, Chengdu und Shenyang).

Medizinische Versorgung

In China gibt es kein System niedergelassener Ärzte. Die Krankenversorgung konzentriert sich daher auf die Krankenhäuser. In den großen Städten finden sich sehr große Klinikzentren mit modernster Ausstattung, wohingegen auf dem Land die Versorgung noch sehr einfach sein kann. Die Hygiene mag nicht europäischen Vorstellungen entsprechen.
Das Hauptproblem der medizinischen Versorgung stellt für Ausländer die Sprachbarriere und die andere medizinische Kultur dar. Eine Verständigung ohne chinesische Sprachkenntnisse kann sich mangels Englisch sprechenden medizinischen Personals sehr schwierig gestalten. Ein ausreichender, auch für China gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke ist empfehlenswert.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropen-/Reiseerfahrung haben (siehe z. B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de/).
Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Ausreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Versorgung ist preiswert, entspricht insbesondere außerhalb der großen Städte jedoch nicht westlichem Standard. Heilmethoden der traditionellen chinesischen Medizin (z. B. Akupunktur) sind weit verbreitet. Zahlreiche westliche Medikamente sind allerdings nicht erhältlich und die Verständigung kann ohne chinesische Sprachkenntnisse sehr problematisch sein. Eine Reiseapotheke sollte vor allem Mittel gegen Darm- und Erkältungskrankheiten und Einwegspritzen enthalten.

Arzt- und Krankenhausrechnungen müssen in der Regel sofort nach der Behandlung in bar bezahlt werden. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit zuverlässiger Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.

Essen und Trinken

Wegen der Gefahr möglicher Infektionen sollte man auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene achten. Wasser sollte generell vor dem Trinken, Zähneputzen und vor der Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. 

Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Gelbfieber 1 -
Cholera 2 -
Typhus & Polio 3 -
Malaria 4 -
Essen & Trinken - -

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von sechs Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiet ein- oder durchreisen wollen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.

[3] Impfschutz gegen Poliomyelitis und Typhus ist sinnvoll.

[4] Ein Malaria-Risiko durch die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax besteht in Anhui, Fujian, Guangdong, Guangxi, Guizhou, Hainan, Hubei, Henan, Jiangsu, Jiangxi, Sezchuan, Shandong, Xizang und Yunnan. Die gefährlichere Form Plasmodium falciparum nimmt Richtung Süden hin zu und tritt in Hainan und Yunnan auf. In den Regionen nördlich 33° nördlicher Breite besteht das Übertragungsrisiko von Juli bis November, zwischen 33° und 25° nördlicher Breite von Mai bis Dezember und in den Regionen südlich 25° nördlicher Breite das ganze Jahr über.

Gesundheitszeugnis

Ausländer, die länger als 1 Jahr in China bleiben, müssen u.U. bei der Einreise eine Gesundheitserklärung abgeben und einen negativen HIV-Test nachweisen.
Für Arbeitsaufenthalte wird ein Gesundheitszeugnis ("Health Certificate") mit Befunden von Röntgenaufnahme des Thorax, EKG und Labor (inklusive Syphillis-Test) sowie ein HIV-Test in chinesischer und englischer Sprache verlangt (Formular auf Anfrage über die Botschaft).

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Bilharziose-Erreger kommen landesweit in manchen Teichen und Flüssen (entlang des Yangtze) vor, besonders in den zentralen und östlichen Landesteilen Anhui, Honan, Hubei, Jiangsu und Jiangxi. Das Schwimmen oder Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind ungefährlich.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt vor allem im Süden des Landes vor. Während des Monsuns (Juni bis Oktober) ist das Übertragungsrisiko besonders hoch. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz und hautbedeckende Kleidung.

Vereinzelt tritt im Süden die durch Insekten verursachte Filariose auf. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. 

Fleckfieber tritt im Buschland im Süden des Landes auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

Hepatitis A, B und E (im Norden des Landes) kommen vor. Impfschutz ist gegen Hepatitis A und bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch gegen Hepatitis B sinnvoll.

HIV/Aids ist eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Ein erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht von April bis Oktober vor allem in den zentralen und östlichen Provinzen (Ausnahmen: Xizang in Tibet, Xinjiang und Quinghai).

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt vereinzelt im Süden und in zentralen Landesteilen vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Pest-Fälle wurden vereinzelt aus Qinghai und Xizang gemeldet. Das Infektionsrisiko ist gering. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufiges Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflicher Tätigkeit in Pestgebieten empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.

Tollwut kommt landesweit vor, die südlichen Provinzen sind besonders betroffen. Überträger sind u.a. Hunde (Hauptüberträger), Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Eine Impfung wird empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

In ländlichen Gebieten kommt es immer wieder zu Ausbrüchen der Hand-, Fuß- und Mundkrankheit (HFMD). Symptome sind Bläschen an Händen, Füßen und im Mundbereich, veeinzelt mit Fieber. Meist sind Kinder betroffen und hochansteckend, der Krankheitsverlauf ist jedoch in der Regel harmlos. Eine sorgfältige Händehygiene und die Vermeidung von Kontakten zu kranken Personen kann das Infektionsrisiko stark einschränken.

Bei Reisen in Lagen über 2500 Meter kann es durch zu schnellen Aufstieg in die Höhe zur Höhenkrankheit kommen. Klingen Symptome wie schlechter Schlaf, Kopfschmerz, Schwindel, Erbrechen und zunehmende Atemnot durch eine Pause nicht ab, sollte auf eine Höhe von unter 2000 Meter abgestiegen werden.  

Durch die teilweise hohe Luftverschmutzung in den Ballungszentren des Landes können sich chronische Atemwegserkrankungen weiter verschlechtern. Über die aktuellen Luftwerte kann man sich beim chinesischen Umweltministerium (Internet: www.aqicn.org) informieren.

Reisewarnung

Überblick

China

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 02.02.2017
Unverändert gültig seit: 30.01.2017

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Region Xinjiang

Bei Reisen in die Autonome Region der Uiguren Xinjiang ist weiterhin besondere Vorsicht geboten. Es wird nachdrücklich empfohlen Menschenansammlungen zu meiden und die Nachrichten aufmerksam zu verfolgen. Anweisungen der Polizei und der Sicherheitskräfte sollten unbedingt befolgt werden.

Die Region Xinjiang erlebt seit 2013 eine Häufung gewaltsamer Zusammenstöße mit vielen Toten und Verletzten. Die chinesische Regierung hat die Sicherheitsmaßnamen in der Region im Rahmen einer Anti-Terror-Kampagne seit Frühjahr 2014 deutlich verschärft. So gelten bei der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln (Bussen, Zügen) grundsätzlich die gleichen Sicherheitsvorschriften wie an Flughäfen. Die Mitnahme von Flüssigkeiten (auch Trinkwasser, Speiseöl, Joghurt) sowie Feuerzeugen und Feuerwerkskörpern ist untersagt.  

Verschärfte Kontrollen finden insbesondere in der Stadt Urumqi bzw. an den Zugangspunkten nach Urumqi statt. Trotz der Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen sind weiterhin Angriffe zu verzeichnen, bei denen sowohl Uiguren wie auch chinesische Sicherheitskräfte verletzt oder gar getötet wurden. 

Die weiterhin angespannte Sicherheitslage stellt auch eine potentielle Gefahr für Ausländer dar. Bei Reisen in die Region Xinjiang ist deshalb besondere Vorsicht geboten. Es wird nachdrücklich empfohlen Menschenansammlungen zu meiden und die Nachrichten aufmerksam zu verfolgen. Anweisungen der Polizei und der Sicherheitskräfte ist unbedingt Folge zu leisten.  

Reisen über Land, Kriminalität

Die Sicherheitslage in der VR China kann generell als gut eingestuft werden. Dennoch sollten sich Reisende stets mit der gebotenen Aufmerksamkeit bewegen. Dies gilt insbesondere in Touristenzentren, auf größeren Bahnhöfen, Busbahnhöfen sowie an den Flughäfen, wo aufdringliche, mitunter aggressive Schlepper und Schwarzmarkthändler allerhand Dienstleistungen, insbesondere Taxi-Dienste im Ankunftsbereich, auch sexuelle Leistungen, (siehe dazu Kapitel „Besondere strafrechtliche Vorschriften" unten) und Waren (oft gefälscht oder funktionsuntüchtig) zu unrealistischen Konditionen anbieten. Reisende sollten solche Angebote konsequent ablehnen oder ignorieren und die ausgeschilderten Taxi-Stände oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

Ausländer über 16 Jahren müssen sich zu jeder Zeit mit einem Reisepass mit gültigem chinesischem Visum ausweisen können. Polizeiliche Kontrollen sind, insbesondere im Zuge erhöhter Sicherheitsmaßnahmen im Umfeld von Großereignissen oder Gedenktagen, jederzeit möglich. Es wird empfohlen, Passkopien und Flugtickets im Hotel sicher zu deponieren und den Pass mit gültigem Visum stets mitzuführen, um sich bei Polizeikontrollen ausweisen zu können.

Mit der Visitenkarte des Hotels kann der Taxifahrer für den sicheren Rücktransport sorgen, auch wenn man über keine chinesischen Sprachkenntnisse verfügt. Personenansammlungen und jede Art von Gedränge sind wegen der Gefahr von Taschendiebstählen zu meiden. Überfälle auf Ausländer werden selten bekannt, sind aber auch an gut bewachten Plätzen nicht auszuschließen. Es kommt, insbesondere in Shanghai, immer wieder vor, dass Touristen von meist jüngeren Chinesen/Chinesinnen, die in der Regel sehr gut Englisch sprechen, auf der Straße, meist in Touristengebieten, nahe Restaurants, Kneipen und Diskotheken, ein gemeinsamer Besuch von Sehenswürdigkeiten, Teehäusern, Karaokebars, und insbesondere Massagesalons (siehe auch Kapitel „Besondere strafrechtliche Vorschriften" unten) und ähnlichem angeboten wird. In Einzelfällen wurden die Angesprochenen sogar nur in ein Gespräch verwickelt und dann von mehreren Tätern in ein nahegelegenes Gebäude abgedrängt und festgehalten. Das Opfer erhält am Ende eine überhöhte Rechnung oder wird unmittelbar bei Betreten der Lokalität unter Androhung von Gewalt um hohe Geldbeträge (bar oder - per Kreditkarte) erpresst. Opfern derartiger Delikte wird empfohlen, sich möglichst unverzüglich an die nächste Polizeistation zu wenden. Mit Unterstützung der Polizei kann in vielen Fällen eine (Teil-)Rückerstattung des erpressten Betrages erreicht werden. Eine nachträgliche Geltendmachung ist schwierig und in der Regel erfolglos.

Bei Online-Geschäften im Internet mit chinesischen Geschäftspartnern ist besondere Vorsicht geboten, da es hier in letzter Zeit zu betrügerischen Vorfällen gekommen ist. In Bars und Nachtclubs in Peking kommt es zunehmend zu Zwischenfällen mit Beteiligung von Ausländern. In einigen Fällen wurden ausländischen Besuchern Betäubungsmittel in ihr Getränk gemischt und sie anschließend beraubt, in anderen waren Ausländer in (z.T. provozierte) Auseinandersetzungen mit Verletzungsfolgen involviert.

Meldepflicht

Für Ausländer besteht eine Meldepflicht bei der lokalen Polizei bei Aufenthalten über 24 Stunden an einem Ort (die Meldung muss innerhalb von 24 Stunden erfolgen). Übernachtet man in einem Hotel, übernimmt das Hotel diese Meldung automatisch; ist man privat bei Freunden untergebracht, müssen diese die Meldung vornehmen.

Naturkatastrophen

Das starke Erdbeben im Kathmandu-Tal vom 25.04.2015 hat auch im südlichen Tibet erhebliche Zerstörungen verursacht. 25 Menschen starben, über 50.000 Menschen verloren ihr Zuhause. Die Aufräumarbeiten im südlichen Tibet, insbesondere in den Grenzgebieten zu Nepal (Nyalam und Gyirong) werden voraussichtlich längere Zeit andauern.

In den letzten Jahren ereigneten sich im Südwesten Chinas (insbesondere Provinz Sichuan) mehrere starke Erdbeben. Heftige Regenfälle, wie sie in der Regenzeit von Juni bis September die Regel sind, verursachen zudem in den Berglagen dieser Gegend regelmäßig Erdrutsche, bei denen Todesopfer zu beklagen sind. Bei geplanten Reisen insbesondere in Berglagen dieser Region wird dringend empfohlen, sich in den lokalen Medien (z. B. Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://www.chinadaily.com.cn/china/, englischsprachig) vorab über die Wetterlage und etwaige wetterbedingte Gefahrensituationen zu informieren.

Der Süden und Südosten Chinas wird von Juni bis Oktober regelmäßig von Taifunen getroffen, die Überschwemmungen und gefährliche Erdrutsche verursachen können. Es kann wegen Taifunen immer wieder zu unvorhergesehenen und gefährlichen Situationen kommen. Auf der Homepage des Chinesischen Wetterdienstes (Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://www.cma.gov.cn/en/) können sich Reisende über die aktuellen Wetterverhältnisse und aktuelle Taifunwarnungen informieren. Den Sicherheitshinweisen und Empfehlungen der örtlichen Behörden ist unbedingt Folge zu leisten.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Deutschland Ja Ja Ja
Österreich Ja Ja Ja
Schweiz Ja Ja Ja
Andere EU-Länder Ja Ja Ja
Türkei Ja Ja Ja

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein, bei zwei- oder mehrmaliger Einreise mindestens 9 Monate.

Anmerkung zum Reisepass

a) Die meisten Reisen werden von der offiziellen staatlichen Reiseagentur China International Travel Service CITS (www.cits.net) organisiert. Normalerweise übernimmt der Reiseveranstalter die Abwicklung der Formalitäten, Individualreisende können dies jedoch auch selbst übernehmen. Grundsätzlich müssen Reisende im Besitz von Rück- oder Weiterreisetickets sein. Nähere Auskünfte erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen und Fremdenverkehrsämter.

(b) Die Einreise mit eigenem Fahrzeug ist nur im Rahmen einer Gruppenreise und mit schriftlicher Sondergenehmigung möglich.

(c) Advanced Passenger Information System (Apis):
Das System der vorab erfassten Passagierdaten, Advanced Passenger Information System (Apis) genannt, verlangt die Registrierung der folgenden personenbezogenen Daten der Passagiere durch die transportierende Fluggesellschaft:
Name, Vorname, Geburtsdatum, Nationalität, Passnummer, Land des Wohnsitzes, Destination, Art des Reisedokuments und Geschlecht.
Die Daten werden beim Check-in erfasst.

Visainformationen

Erforderlich für alle Staatsbürger der in der obigen Tabelle genannten Länder.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Vögel dürfen nicht nach China eingeführt werden.
Für Katzen und Hunde (max. 1 Tier pro Passagier) werden ein Gesundheitszeugnis und ein Tollwutimpfzertifikat, die vom Amtstierarzt des Herkunftlands ausgestellt wurden, benötigt. Das Tollwutimpfzertifikat ist mindestens 30 Tage und maximal 12 Monate vor der Einreise gültig. Für Katzen und Hunde besteht eine Quarantänepflicht von mindestens 7 Tagen (Pudong Airport) bzw. 30 Tagen (alle anderen Flughäfen). Die Kosten trägt der Tierhalter.
Anmerkung: Katzen, Hunde und andere Haustiere sind in chinesischen Hotels verboten.

Bearbeitungsdauer

Visa sollten so früh wie möglich, jedoch frühestens 50 Tage in Deutschland und frühestens 90 Tage in der Schweiz vor der geplanten Abreise beantragt werden. Da alle Visa von den Behörden ausgestellt und je nach Wichtigkeitsgrad bearbeitet werden, kann es unter Umständen einige Zeit dauern, bis einem Antrag stattgegeben wird. In der Regel dauert die Visabearbeitung in allen Konsulaten bei persönlicher Beantragung mindestens 4 Arbeitstage und bei postalischer Beantragung mindestens 2 Wochen.

Die Beantragung eines Geschäftsvisum dauert für deutsche Antragsteller in Berlin, Frankfurt und München in der Regel 3 Werktage. Gegen einen Aufpreis ist auch eine Same-Day-Bearbeitung möglich. 

Expressbearbeitung innerhalb von zwei Konsulararbeitstagen ist zurzeit in Berlin möglich.

 

Gültigkeit

Touristenvisum: 3 Monate (ein-, zwei- und mehrmalige Einreise).
Geschäftsvisum: 6 Monate (mehrmalige Einreise), 12 Monate (mehrmalige Einreise).
Transitvisa: maximal 7 Tage.

Hinweis: Touristenvisa für 3 Monate mit mehrmaliger Einreise werden nur an Kreuzfahrtpassagiere vergeben und nur dann, wenn nachweisbar ist, dass die mehrmalige Einreise im Laufe der Kreuzfahrt tatsächlich notwendig ist. Mit Verzögerungen bei der Antragsbearbeitung ist zu rechnen.

Transit

Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluss innerhalb von 24 Std. weiterfliegen und über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen, benötigen kein Visum. Der Transitraum darf verlassen werden, jedoch nicht der Flughafen.

Unter anderem deutsche, österreichische und schweizer Transitreisende sowie alle EU-Bürger können sich unter den oben genannten Bedingungen max. 72 Stunden an den folgenden Einreiseorten aufhalten, vorausgesetzt sie verfügen über ein gültiges Flugticket zur Ausreise aus China (VR). Die Ein- und Ausreise muss an den folgenden sowie für den jeweiligen Aufenthaltsort vorgesehenen Flughafen / Kanton erfolgen:

Changsha Huanghua International Airport
Chengdu Shuangliu International Airport
Chongqing Jiangbei International Airport
Dalian Zhoushuizi International Airport
Guangzhou Baiyun International Airport
Guilin Liangjiang International Airport
Guangzhou/Kanton
Harbin Taiping International Airport
Kunming Changshui International Airport
Qingdao Liuting International Airport
Shenyang Taoxian International Airport
Tianjin Binhai International Airport
Wuhan Tianhe International Airport
Xi'an Xianyang International Airport
Xiamen Gaoqi International Airport 

 

Ein visumfreier Transit von max. 144 Stunden ist möglich in Peking, in Shanghai und in den Provinzen Jiangsu und Zhejiang bei Einreise über die folgenden für den jeweiligen Aufenthaltsort vorgesehen Flughäfen / Häfen/ Bahnhöfe:

Beijing Capital International Airport

Hangzhou Xiaoshan International Airport

Nanjing Lukou International Airport

Shanghai Pudong International Airport
 
Shanghai Hongqiao International Airport
 
Shanghai Port International Cruise Terminal und 
 
Shanghai Wusongkou International Cruise Terminal.
 

Außerdem ist ein gültiger Reisepass notwendig, sowie ein gültiges Flugticket für das Drittland, das die Ausreise aus den oben genannten Orten in das Drittland innerhalb von 72/144 Stunden nachweist. Der Kurzbesucher darf die oben genannten Orte nicht verlassen bzw. über Landweg ein- und ausreisen. Die Reisenden müssen sich innerhalb von 24 Stunden bei der nächsten Polizeistation registrieren lassen. Weitere Informationen über das Transit ohne Visum erhalten Sie über das Auswärtige Amt bzw. über die chinesische Botschaft in Berlin. 

 

Kreuzfahrtpassagiere, die in Gruppen reisen und in Shanghai von Board gehen, können sich bis zu 15 Tagen visumfrei in Shanghai bzw. in Peking und Küstenprovinzen wie Liaoning, Hebei, Tianjin, Shandong, Jiangsu, Zhejiang, Fujian, Guangdong, Guangxi und Hainan aufhalten, wenn die Reise von einer Reisegesellschaft organisiert und durchgeführt wird, die in der VR China registriert ist.

Visaarten und Kosten

Kategorien: Visa für kommerzielle Besuche, nicht-kommerzielle Besuche, touristische Aufenthalte, lange Aufenthalte, hochrangige Personen, Besuche von nicht-chinesischen Staatsbürgern, Besuche von chinesischen Staatsbürgen und Visa für Flugzeug-Crews. Dazu kommen Studentenvisa, Journalistenvisa, kurzfristige Arbeitsvisa, Transitvisa, Gruppen-, sowie Visa für Familienbesuche.

Touristen- und Gruppenvisa werden normalerweise für Pauschalreisende ausgestellt. Touristenvisa werden jedoch auch für Individualreisende ausgestellt.

Kosten

Deutschland:
Die folgenden Visumgebühren gelten für deutsche Staatsbürger und für Staatsbürger von Schengen-Staaten:

Touristen- und Geschäftsvisum (3 Monate gültig für Aufenthalte von jeweils max. 30 Tagen): 60 €; (einmalige Einreise), 60 €; (zweimalige Einreise); 60 €; (mehrmalige Einreise).
Geschäftsvisum (6 Monate gültig): 60 €; (mehrmalige Einreise)
Geschäftsvisum (12 Monate gültig): 60 €; (mehrmalige Einreise).

Für türkische Staatsbürger mit Aufenthaltserlaubnis für Deutschland gelten folgende Visumgegühren:
Touristen- und Geschäftsvisum (3 Monate gültig für Aufenthalte von jeweils max. 30 Tagen): 30 €; (einmalige Einreise), 50 €; (zweimalige Einreise); 70 €; (mehrmalige Einreise).
Geschäftsvisum (6 Monate gültig): 70 €; (mehrmalige Einreise)
Geschäftsvisum (12 Monate gültig): 100 €; (mehrmalige Einreise).


Die Verlängerung des Visums ist unter bestimmten Umständen in China möglich.

Hinzu kommt die Bearbeitungsgebühr der Konsularprovider: 65,45 € (Standard), 161,15 € (Gesamtbetrag bei Zustellung per Post).

Österreich:
Die folgenden Visumgebühren gelten für österreichische Staatsbürger und für Staatsangehörige von Schengen-Staaten:

einmaliges Einreisevisum (bis zu 3 Monate gültig): 60 €;,
zweimaliges Einreisevisum (bis zu 6 Monate gültig): 60 €;
mehrmaliges Einreisevisum (bis zu 6 Monate gültig): 60 €;
mehrmaliges Einreisevisum (bis zu einem Jahr gültig): 60 €;

Für türkische Staatsbürger mit Aufenthaltserlaubnis für Österreich gelten folgende Visumgegühren:
einmaliges Einreisevisum (bis zu 3 Monate gültig): 30 €;
zweimaliges Einreisevisum (bis zu 6 Monate gültig): 50 €;
mehrmaliges Einreisevisum (bis zu 6 Monate gültig): 70 €;
mehrmaliges Einreisevisum (bis zu einem Jahr gültig): 100 €;

Zuschlag für eine bevorzugte Bearbeitung:
am gleichen Tag (Annahme bis 10.00 Uhr): 33 €; innerhalb von 3 Arbeitstagen: 23 €;

Die Verlängerung des Visums ist unter bestimmten Umständen in China möglich.

Schweiz:
Die folgenden Visumgebühren gelten für Schweizer Staatsbürger und Staatsangehörige von Schengenstaaten:

Touristen- und Geschäftsvisum: 70 CHF (einmalige Einreise, 3 Monate gültig), 70 CHF (zweimalige Einreise, 6 Monate gültig), 70 CHF (mehrmalige Einreise, 6 Monate gültig), 70 CHF (mehrmalige Einreise, 1 Jahr gültig).
Gruppenvisum: 80% der Gebühr des Einzelvisums.


Expressbearbeitung:

Am selben Tag: 40 CHF

Innerhalb von 2 Tagen: 30 CHF

Die Visumgebühren für ausländische Staatsbürger mit Aufenthaltserlaubnis für die Schweiz sind im Einzelnen bei der konsularischen Vertretung zu erfragen.

Die Verlängerung des Visums ist unter best. Umständen in China möglich.

Achtung: Touristenvisa mit mehrmaliger Einreise werden nur Kreuzfahrtpassagieren gewährt (s. Gültigkeitsdauer).

Antrag erforderlich

Touristenvisum:
(a) 1 Antragsformular.
(b) 1 aktuelles (nicht älter als 6 Monate), biometrisches Passfoto (3,5 x 4,5 cm) mit weißem Hintergrund.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist und mindestens zwei freie und gegenüberliegende Seiten enthält. Sowie Kopie der relevanten Seiten des Reisepasses. Außerdem zusätzlich den alten Reisepass, insofern dieser noch gültig ist und der aktuelle Pass nach dem 1. Januar 2014 ausgestellt wurde, sowie eine Erklärung welche Länder man seit dem 1. Januar 2014 wie lange besucht hat.
(d) Nachweis ausreichender Geldmittel.
(e) Kopie aller bezahlten Hotelreservierungen mit Angaben zur An- und Abreise, Adressen und Telefonnummern der Hotels für den gesamten Aufenthalt (bzw. Nachweis des abgebuchten Betrages vom Konto).
(f) Kopie des bezahlten Flugtickets (bzw. Nachweis des abgebuchten Betrages vom Konto). Visum für zwei- und mehrmalige Einreise nur mit entsprechender Buchungsbestätigung.
(g) Gebühr (per Kreditkarte, in bar bei Antragstellung in Zürich).
(h) ggf. Original und Kopie der Aufenthaltsgenehmigung/Arbeitsbewilligung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz. Ansonsten muss der Visumantrag im Heimatland gestellt werden.

(i) detaillierter Reiseplan (genaue Auflistung aller Orte, die besucht werden).

(j) Staatsangehörige der Türkei: Lebenslauf.

Zusätzliche Anforderungen der chinesichen Konsulate in Hamburg und Frankfurt:

- Inhaber von Reisepässen, die nach dem 1. Januar 2015 ausgestellt wurden, müssen zusätzlich ihren alten Reisepass im Orginial vorlegen, wenn sie zwischen 16 und 55 Jahre alt (Männer) sind bzw. zwischen 18 und 40 Jahre alt (Frauen) sind.

Geschäftsreisevisum:

(a) - (j) und

(i) Arbeitsgenehmigung (Employment License) (für die Beantragung einer Arbeitsgenehmigung wird eventuell ein polizeiliches Führungszeugnis benötigt);
(j) Offizielles Einladungsschreiben im Original eines zuständigen Ministeriums, Provinzregierung, einer ermächtigten Firma (und ein Certificate of Registration) oder einer offiziellen chinesischen Organisation (bitte im Einzelfall genau erfragen). Türkische Staatsangehörige müssen beim chinesichen Konsulat in Berlin das offizielle behördliche Einladungsschreiben sowie ein Schreiben der einladenden chinesischen Firma vorlegen. Visum für 12 Monate: Kopie des abgelaufenen Visums der gleichen Kategorie, das nicht älter als 6 Monate sein darf, oder offizielle Einladung chinesischer Behörden für die gewünschte Visumkategorie.

Für die folgenden Tätigkeiten wird jedoch ein Arbeitsvisum/eine Arbeitserlaubnis verlangt:

Forschungstätigkeiten, sportliche Trainingsaufenthalte, Teilnahme an Modeschauen/Modeling sowie Dreharbeiten/Filmaufnahmen (auch unter 90 Tagen Aufenthaltsdauer), Montage- und Servicearbeiten an abgenommenen Anlagen, Baustellenaufsicht, Entsendung von Mitarbeitern zu Tochterunternehmen/Repräsentanzen sowie Freiwilligenarbeit oder unentgeltliche Tätigkeiten ab einer Aufenthaltsdauer von 90 Tagen.
 

Gruppenvisum:
(j) zusätzlich Bestätigung (Brief oder Fax) des chinesischen Reiseveranstalters, nummerierte Passkopien aller Reiseteilnehmer sowie eine Liste der Reiseteilnehmer in dreifacher Ausfertigung.

Visum für private Besuche:
(k) Einladungsbrief mit Kopie des Reisepasses und der chinesischen Aufenthaltsgenehmigung der zu besuchenden nicht-chinesischen Person bzw. Kopie der chinesischen Identitätskarte des zu besuchenden chinesischen Staatsbürgers. (Chinesisches Konsulat in München: Mit Ausstellungsdatum sowie mit Name und Telefonnummer der Kontaktperson in China, die Einladung darf nicht älter als sechs Monate sein.)
(l) Visum, das zur mehrmaligen Einreise berechtigt: Einladungsschreiben von einem zuständigen chinesischen Ministerium.

Tibet-Reisende benötigen neben dem Visum für die VR China auch eine Sondergenehmigung des tibetischen Fremdenverkehrsamtes.

Hinweis: Es ist in jedem Fall dringend ratsam, sich zum genauen Umfang der Antragsunterlagen im Einzelfall bei der chinesischen Botschaft zu erkundigen.

Geld

Geldwechsel

Ausländische Währungen und Reisechecks können in internationalen Banken und Hotels gewechselt werden. In den Hotels und den so genannten Friendship Stores kann man die für Besucher importierten Luxusartikel (wie Spirituosen) in Devisen bezahlen. Wechselschalter der Banken befinden sich bereits am Flughafen, hier können alle gängigen Währungen getauscht werden.

Währung

1 Renminbi Yuan = 10 Jiao = 100 Fen. Währungskürzel: RMB¥, CNY (ISO-Code). 

Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10, 5, 2 und 1 ¥ sowie 5, 2 und 1 Jiao sowie 5, 2 und 1 Fen. 

Münzen sind in Nennbeträgen von 1 ¥ sowie in 5 und 1 Jiao sowie 5, 2 und 1 Fen im Umlauf. 

Fen-Scheine und -Münzen sind inzwischen sehr selten geworden.

Devisenbestimmungen

Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt und ab einem Gegenwert von 5.000 US$ deklarationspflichtig. Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist nur bis 20.000 RMB ¥ gestattet. Die Ausfuhr von Fremdwährungen ist bis in Höhe der deklarierten Beträge, abzüglich der Umtauschbeträge, erlaubt.

Kreditkarten

Mastercard, Visa, Diners Club und American Express werden in manchen, jedoch nicht in allen internationalen Hotels und größeren, vor allem touristischen Geschäften angenommen. Unproblematisch ist die Kartennutzung in Peking und Shanghai. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

 

Reiseschecks

Sollten in US-Dollar ausgestellt sein, beim Eintausch werden teilweise hohe Gebühren fällig.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr, 13.00/14.00-16.00/17.00 Uhr. Teilweise auch Sa 08.00-11.30 Uhr.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Reisende können folgende Artikel zollfrei nach China einführen:

200 Zigaretten; 100 Zigarren und 500 g Tabak.
2 Flaschen alkoholische Getränke (je bis 0,75 l) mit einem Alkoholgehalt von mehr als 12 %;

Persönliche Wertgegenstände bis zu einem Wert von 2000 RMB.

Bei der Einreise müssen alle Wertgegenstände (Kameras, Uhren, Schmuck, Antiquitäten usw.) deklariert werden. Die Kopie dieser Deklaration muss bei der Ausreise vorgelegt werden. Drogenbesitz wird mit hohen Freiheitsstrafen geahndet, auf Drogenhandel steht die Todesstrafe. Zollbeamte können CDs, Zeitschriften und Bücher beschlagnahmen und auf politisches, religiöses oder pornographisches Material hin untersuchen.

Verbotene Importe

Waffen, Munition, Drogen und Betäubungsmittel, belichtetes, nicht entwickeltes Filmmaterial, Pornographie (manche Fotos in westlichen Zeitschriften können als pornographisch eingestuft werden), Rundfunk-Sendegeräte, politisches oder religiöses gedrucktes Material, Obst und bestimmte Gemüsearten (z.B. Tomaten) sowie andere frische Lebensmittel (Eier, Fleisch und Fleischprodukte).
Anmerkung: Waffen und Munition für die Jagd können mit einer Genehmigung, die vor der Abreise über das Reisebüro eingeholt wurde, eingeführt werden.

Verbotene Exporte

Antiquitäten dürfen nur ausgeführt werden, wenn sie ein Exportsiegel vom Amt für kulturelle Artefakte tragen. Beim Kauf von Schmuck, Jadeartikeln, Kunstgegenständen, Gemälden, Kalligraphien und Antiquitäten muss die Quittung aufbewahrt werden, um bei der Ausreise ein Exportzertifikat zu erhalten. Ohne dieses Zertifikat dürfen die genannten Artikel nicht ausgeführt werden.
Anmerkung: Nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen dürfen kein Elfenbein und keine Elfenbeinprodukte, Schildkrötenpanzer und daraus hergestelltes Schildpatt sowie bestimmte traditionelle Arzneimittel (z.B. aus der Galle von Bären) nach Europa eingeführt werden.

Quellenangaben
  • Marco Polo - China, MAIRDUMONT GmbH & Co. KG, 2012-13
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • China - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 27.03.2018 (Unverändert gültig seit: 27.03.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 27.03.2018 (Unverändert gültig seit: 27.03.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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