Länderinformationen

Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor und genießen Sie die Vorfreude! An dieser Stelle finden Sie ausführliche Informationen zu Ihrem Reiseziel, wichtige Hinweise zur reisemedizinischen Vorsorge sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Armenien

Steckbrief

Armenien - Fakten

Ländername Republik Armenien (armenisch: Hajastani Hanrapetutiun)
Klima unterschiedliche Lokalklimata aufgrund des Gebirgsreliefs: in Tälern und im Gebirgsvorland (u.a. Eriwan) trockenes Kontinentalklima mit heißen Sommern bis zu +45 Grad, im Nordwesten winterliche Tiefstwerte bis zu -40 Grad
Lage Südlicher Kaukasus, 39-41 Grad nördlicher Breite, 44-47 Grad östlicher Länge, zwischen Georgien im Norden, Aserbaidschan im Osten, Iran im Süden, Nachitschewan (autonomes Gebiet zu Aserbaidschan) im Südwesten und Türkei im Westen
Fläche 29.800 qkm (vergleichbar Belgien)
Hauptstadt Eriwan mit 1,07 Mio. Einwohnern (Stand: 2016)
Bevölkerung 2016: offiziell etwa 2,8 Mio., ca. 98% Armenier sowie Russen, Kurden, Jesiden, Assyrer.Diaspora: ca. 7 Mio. Personen (davon 2 Mio. in RUS, 1,5 Mio. inUSAund 0,6 Mio. in FRA, ca. 50.000 in DEU, ca. 50.000 in TUR).
Sprache Armenisch (eigenständige indoeuropäische Sprache mit eigenen Schriftzeichen) als Amtssprache, Russisch existiert als Kommunikationssprache fort
Religion Armenisch-Apostolisch
Nationaltag 21. September
Unabhängigkeit seit 21.09.1991
Staats-/Regierungsform Republik
Staatsoberhaupt Armen Sarkissian, Präsident der Republik Armenien (gewählt am 2. März 2018, Amtsantritt am 9. April 20188 für 7Jahre); gemäß Verfassung ist nur eine Amtszeit möglich
Vertreter des Staatsoberhaupts Ara Babloyan, Präsident der Nationalversammlung der Republik Armenien
Regierungschef Karen Karapetyan (seit 13.09.2016)
Außenminister Edward Nalbandian (seit 15.04.2008)
Parlament Nationalversammlung: eine Kammer mit 105 Sitzen. Letzte Parlamentswahlen am 02.04.2017.
Währung 1 Euro = etwa 593 Dram (AMD) - Stand Februar 2018
Zeitzone UTC +4
Stromnetz 220 V/ 50 Hz
Reiseadapter Nicht notwendig
Kfz-Länderkennzeichen AM
ISO-3166 AM, ARM
Internet-TLD .am
Landesvorwahl +374
Website http://www.gov.am/en/

Geographie

Armenien hat Anteil an den Gebirgsketten des Kleinen Kaukasus (Malyj Kavkaz) und am Ararathochland (Ararat, gora Aragac, 4090 m). Wegen der trockenen Sommer und der schneearmen Winter überwiegen Halbwüsten- und Steppenvegetation; nur ein Siebtel der Staatsfläche Armeniens bedecken lichte Wälder. Der Gebirgscharakter erschwert die landwirtschaftliche Erschließung.

Politik und Bevölkerung

Bis 1991 war die heutige Präsidialrepublik ein Teil der Sowjetunion. Die neue Verfassung vom Juli 1995 erweitert die Machtposition des Staatsoberhauptes beträchtlich. Über 90 % der Bevölkerung sind Armenier, die mehrheitlich der armenischen christlichen Kirche angehören.

Geschichte

Aus Südosteuropa kommend, ließen sich die Armenier im 7. Jh. v. Chr. im Westen Kleinasiens nieder. Schon im 4. Jh. breitete sich das Christentum aus. Ab dem 7. Jh. war der Raum zwischen Turkmenen und Persern umkämpft. Aufstände der Armenier gegen die Türken (18./19. Jh.), Eroberungsversuche durch Russland (1828, 1878), Massaker der Türken und Kurden an den Armeniern (1895–97, 1914/15) und Deportationen führten zu einer starken Dezimierung des armenischen Volkes. 1922 wurde ein Teil Armeniens der UdSSR zugeschlagen, der andere Teil verblieb bei der Türkei. Seit 1988 streitet Armenien mit seinem islamischen Nachbarn Aserbaidschan um Nagorno-Karabahskaja (Nagorny-Karabach), das auf aserbaidschanischem Gebiet liegt, aber zum größten Teil von christlichen Armeniern bewohnt ist.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger

Im Nordosten Armeniens verläuft die Landstraße M16 (über Noyemberyan in Richtung des armenisch-georgischen Grenzübergangs Bagratashen/ Sadakhlo) in der Nähe der Landesgrenze Armeniens zu Aserbaidschan. Da es an diesem Teil der Landesgrenze in der Vergangenheit immer wieder zu Schusswechseln gekommen ist, sollte die Lage genau beobachtet werden und - soweit möglich - Ausweichrouten zur armenisch-georgischen Grenze genutzt werden. Die westlich davon gelegene Straße über Vanadzor und Alaverdi ist allerdings wegen Ausbesserungsarbeiten auf unbestimmte Zeit nicht nutzbar.

Bei einem Aufenthalt in Eriwan wird zudem empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen zu meiden, insbesondere Protestaktionen vor Regierungsgebäuden.

Reisen in die Konfliktregion Bergkarabach (einschließlich der besetzten Gebiete)

Von Reisen in die Region Bergkarabach sowie die im Südwesten gelegenen, armenisch besetzten Bezirke Agdam, Füsuli, Dschabrayil, Sangilan, Kubadli, Ladschin und Kalbadschar wird dringend abgeraten.
Anfang April 2016 kam es zu Kampfhandlungen in der Region Bergkarabach. Die Bundesregierung erkennt die sogenannte "Republik Bergkarabach" völkerrechtlich nicht an. Reisenden, die sich nach Bergkarabach oder in die umliegenden von armenischen Streitkräften besetzten Gebiete der Republik Aserbaidschan begeben, kann weder durch die Botschaft Eriwan, noch durch die Botschaft Baku konsularische Hilfe oder Beistand gewährt werden. An der Waffenstillstandslinie kommt es immer wieder zu Schusswechseln, außerdem besteht Minengefahr. Die Einreise nach Bergkarabach ohne eine entsprechende aserbaidschanische Erlaubnis stellt nach aserbaidschanischem Recht einen Straftatbestand dar. Reisenden, deren Pässe Visa und/oder Einreisestempel der sogenannten "Republik Bergkarabach" enthalten, wird kein Visum für die Einreise nach Aserbaidschan erteilt. Diese Regelung wird grundsätzlich auch angewandt, wenn aserbaidschanische Behörden auf anderen Wegen Kenntnis von Reisen nach Bergkarabach oder in die umliegenden von armenischen Streitkräften besetzten aserbaidschanischen Gebiete erhalten. Bei Zuwiderhandlungen gegen das Verbot der Einreise nach Bergkarabach drohen außerdem Geld- und Haftstrafen, die unter Umständen von den aserbaidschanischen Sicherheitsbehörden auch im Wege von an dritte Staaten gerichteten Auslieferungsersuchen durchgesetzt werden können.

Kriminalität

Armenien zeichnet sich als ein Land mit vergleichsweise gering ausgeprägter Gewaltkriminalität aus.

Naturkatastrophen

Armenien liegt in einer seismisch aktiven Zone, es kann jederzeit zu Erdbeben kommen. Hinweise zum Verhalten bei Erdbeben gibt es beim Geoforschungszentrum Potsdam.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um eine schnelle Kontaktaufnahme im Notfall zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Kommunikation

Die armenischen Mobilfunkanbieter Beeline und Vivacell haben laut den Angaben auf ihren Internetseiten www.beeline.am/ und www.vivacell.am/ Roamingabkommen mit den folgenden deutschen Anbietern abgeschlossen: E-plus, O2, O2-3G, T-Mobile und Vodafone (Beeline); E-plus, T-Mobile und Vodafone (Vivacell). Ob Sie die Roamingfunktionalität mit Ihrem Handy in Armenien nutzen können, erfahren Sie von Ihrem deutschen Mobilfunkanbieter; Roaming muss evtl. erst freigeschaltet werden.

Für längere Aufenthalte kann für wenige Euro eine armenische Prepaid-SIM-Karte gekauft werden, die allerdings registriert werden muss. Darüber hinaus ist es möglich, von Postämtern oder Internetcafés aus Auslandsgespräche zu führen.

Geld, Kreditkarten

US-Dollar-Noten neueren Datums und Euro können getauscht werden. Beim Rücktausch von Landeswährung in Euro sollten die Euro-Noten sorgfältig geprüft werden, da Fälschungen im Umlauf sein sollen. Hinweise zur Erkennung von gefälschten Euro-Noten finden sich bei der Deutschen Bundesbank und der Europäischen Zentralbank.
Die Annahme ausländischer Währungen ist Geschäften und Dienstleistern offiziell nicht gestattet, so dass die Bezahlung in der armenischen Landeswährung "Dram" (AMD) zu erfolgen hat.
Die meisten Restaurants, Geschäfte und Hotels für gehobene Ansprüche akzeptieren gängige Kreditkarten, zunehmend auch außerhalb der Hauptstadt Eriwan.
In der Eriwaner Innenstadt gibt es zahlreiche Geldautomaten. Die Geldversorgung - auch über Bankkarte - ist möglich.
Außerhalb Eriwans ist die Bargeldversorgung über Geldautomaten nicht flächendeckend möglich, in den Provinzhauptstädten sind Geldautomaten vorhanden. Es wird daher empfohlen, Reisen außerhalb der Hauptstadt nur mit ausreichenden Bargeldreserven anzutreten.

Geldversorgung im Notfall

Sie können sich auf folgenden Wegen Geld aus Deutschland überweisen lassen:

  • Seit Ende August 2008 nehmen armenische Banken nicht mehr am "Western Union" Geldtransfersystem teil. Alternativen sind unter anderem: "MoneyGram" "Anelik", "Unistream" und "Private Money".
  • per SWIFT-Überweisung an eine armenische Bank (Dauer ca. 2-3 Tage)
    Fast alle Banken in Armenien sind an das SWIFT-Netzwerk angeschlossen. Sie sollten sich vorher bei der empfangenden Bank informieren, ob Ihnen dorthin Geld überwiesen werden kann und welche Angaben (u. a. SWIFT-Adresse, auch BIC genannt) erforderlich sind.

Straßenverkehr

Verkehrsregeln werden in Armenien oft nicht beachtet, das Unfallrisiko ist erheblich höher als in Deutschland. Die armenische Kfz-Haftpflichtversicherung verfügt nur über eine Deckungssumme von ca. 3.000,-- € für Sachschäden, so dass Unfallopfer in der Regel nicht damit rechnen können, angemessenen Schadenersatz zu erhalten. Reisende sollten daher darauf achten, selbst über ausreichenden Versicherungsschutz (Unfall-, Kaskoversicherung) zu verfügen. Außerdem empfiehlt es sich, äußerst vorsichtig und defensiv zu fahren.

Obwohl der Zustand der Straßen vor allem in Eriwan langsam besser wird, gibt es im ganzen Land nach wie vor viele Gefahrenquellen. Hierzu gehören u. a. defekte Ampeln, fehlende Kanaldeckel, unzureichende Beschilderung, fehlende Leitplanken, sowie Erdrutsche, die besonders in den Wintermonaten nach Regenfällen auftreten können, da Straßengräben bzw. Kanalisation insbesondere auf Bergstraßen meist fehlen. Steinschlag-Warnschilder sollten ernst genommen werden.
Die landesweite Notrufnummer lautet 911.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen: Ausweisdokumente müssen fünf Monate über die Reise hinaus gültig sein.

Visum

-Staatsangehörige können visumfrei nach Armenien einreisen und sich in Armenien bis zu 180 Tage pro Kalenderjahr aufhalten. Die Visafreiheit gilt für sämtliche Reisezwecke. Die Einreise muss unbedingt mit einem gültigen Reisepass erfolgen, die Vorlage eines Personalausweises ist nicht ausreichend.

Reisende, die sich länger als 180 Tage in Armenien aufhalten oder eine Erwerbstätigkeit aufnehmen wollen, müssen - unbedingt vor Ablauf der 180-Tage-Frist - bei der Behörde für Pass- und Meldewesen in Eriwan (Zentrale Pass- und Visastelle, Davtashen, 4. Bezirk, Haus 17/10, Tel.: +374 10 370253, Antragsformular) eine Verlängerung beantragen. Der Prozess ist zeitaufwendig; armenische oder russische Sprachkenntnisse sind hilfreich. Erfolgt keine Verlängerung, so müssen die Betroffenen vor Ablauf der Frist das Land verlassen. Ausländer, die sich über 180 Tage in Armenien aufhalten ohne die erforderliche Genehmigung erhalten zu haben, müssen mit Schwierigkeiten bei der Ausreise, einer Geldstrafe (von 50.000,- bis 100.000,- AMD), sowie einer auf ein Jahr befristeten Einreisesperre rechnen.
Informationen zu armenischen Visa in englischer Sprache sind beim Außenministerium der Republik Armenien zu finden.

Hinweise zur Einreise von Minderjährigen

Reisen Kinder in Begleitung nur eines Elternteils, so können die Grenzbehörden bei Ein- und Ausreise die Vorlage einer schriftlichen, notariell beglaubigten Einwilligungserklärung des anderen Elternteils verlangen, bei alleinreisenden Minderjährigen die schriftliche, notariell beglaubigte Einwilligungserklärung beider Elternteile. Bei der Ausreise Minderjähriger wird die Vorlage einer Fotokopie der Personalienseite des Passes verlangt. Es empfiehlt sich, diese vorab anzufertigen, um längere Wartezeiten beim Check-In zu vermeiden.

Hinweise zur Einreise mit eigenem Fahrzeug

Bei Einreise mit eigenem Fahrzeug sind Gebühren für dessen Einfuhr, Straßennutzung und Ökosteuer an der Grenze zu entrichten. Auch bei Bestehen internationalen Haftpflichtversicherungsschutzes kann der Abschluss einer zusätzlichen für Armenien gültigen Versicherung verlangt werden. Dabei ist zwecks korrekter Berechnung anzugeben, wie viele Tage das Fahrzeug in Armenien verbleiben soll. Bei Überschreitung der deklarierten Aufenthaltsdauer muss mit einer erheblichen Strafzahlung gerechnet werden, die in der Regel nicht bei Ausreise, sondern nur beim Zollamt in Armenien beglichen werden kann.

Hinweise für die Ausreise

Die Ausreise auf dem Landweg nach Georgien und Iran ist möglich. Das armenische Visum berechtigt jedoch nicht zu Transitaufenthalten in anderen GUS-Staaten. Reisende, die beabsichtigen, auch Nachbarländer Armeniens zu besuchen, sollten bereits vor Reiseantritt über die erforderlichen Visa für diese Länder verfügen (siehe Reisehinweise für diese Länder).

Ein Grenzübertritt zwischen Armenien und Aserbaidschan sowie zwischen Armenien und der Türkei ist nicht möglich. Es ist ein Umweg über ein anderes Land, z. B. Georgien, erforderlich.

Der Besuch sogenannter "grenznaher Regionen" (militärisches Sperrgebiet) unterliegt Einschränkungen und ist genehmigungspflichtig. Sollte aus beruflichen/dienstlichen Gründen der Besuch von Grenzbezirken unumgänglich sein, wird um rechtzeitige vorherige Kontaktaufnahme mit der Botschaft gebeten.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Die Ausfuhr von Antiquitäten und Kunstgegenständen (z. B. Teppiche, Bilder) unterliegt Beschränkungen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen über nationales Kulturgut Armeniens. Exportgenehmigungen sind einfach zu erhalten. Verstöße gegen die Ausfuhrbestimmungen können zu Gefängnisstrafen führen.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Die Grenze für Alkohol am Steuer liegt bei 0,4 ‰.

Waffen- und Drogenbesitz sowie Prostitution stehen unter Strafe. Fotografieren sowie Anfertigung von Videoaufnahmen militärischer, polizeilicher und Infrastruktureinrichtungen (z. B. der Grenzübergänge und der Anlagen der Eriwaner U-Bahn) sollten unterbleiben.

Impfschutz

Impfvorschriften bei Einreise aus Deutschland bestehen nicht.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (http://www.rki.de). Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza. Als Reiseimpfung werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Malaria

Sehr geringes Risiko herdförmig von Juni bis Oktober im westlichen Tiefland (Ararat-Tal, Masis-Distrikt). Ausschließlich Malaria tertiana (Plasmodium vivax). Da Malaria durch den Stich blutsaugender Mücken (Anopheles) übertragen wird, sollten bei Aufenthalten in Endemiegebieten Mückenstiche vermieden werden (Anwendung von Repellentien, angepasster Kleidung, Moskitonetze). Malaria tertiana ist meist nicht tödlich, kann aber noch Monate nach der Infektion auftreten. Bei hohem Fieber nach einem Aufenthalt in Malariagebieten sollte auch an diese dort sehr seltene Erkrankung gedacht werden.

Durchfallerkrankungen

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist grundsätzlich gewährleistet, entspricht jedoch nicht immer europäischem Standard. Die Notfallversorgung ist in der Regel gegeben. Bei Behandlungen wird Barzahlung verlangt.

Einige Apotheken haben rund um die Uhr geöffnet. Bestimmte Medikamente aus den, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Russland, der Türkei und Osteuropa sind in Armenien erhältlich. Es sind jedoch auch gefälschte, minderwertige bzw. wirkungslose Medikamente im Umlauf. Es empfiehlt sich daher, ärztlich verordnete Medikamente im Rahmen des persönlichen Bedarfs mitzubringen. Im Normalfall dürfen bis zu zehn verschiedene Medikamente für den Eigenbedarf eingeführt werden, und zwar in einer Menge, die für den geplanten Aufenthalt in Armenien, höchstens aber für 6 Wochen, ausreicht. Eine ärztliche Bescheinigung in russischer oder armenischer Sprache mit Angabe der Gründe für die Verschreibung der Medikamente muss den Zollbehörden vorgezeigt werden. Bestehen Zweifel, dass ein Medikament nach Armenien eingeführt werden darf (z. B. bei Medikamenten, die in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen), so wird die Kontaktaufnahme mit der Botschaft der Republik Armenien in Berlin (Anschrift siehe oben unter Einreisebestimmungen) empfohlen.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Versorgung ist grundsätzlich gewährleistet, entspricht jedoch nicht immer europäischem Standard. Notfallversorgung ist in der Regel gegeben. Bei Behandlungen wird Barzahlung verlangt. Es gibt nicht immer feste Tarife für Ausländer. Ein großzügiges Trinkgeld verbessert die Versorgungslage im Krankenhaus erheblich, Quittungen für solche zusätzlichen Leistungen sind jedoch kaum zu erhalten.

Einige Apotheken haben 24 Std. geöffnet. Medikamente aus den Herkunftsländern USA, GB, F, D, RUS, TUR und Osteuropa sind zum größten Teil erhältlich. Dennoch sollten ärztlich verordnete Medikamente im Rahmen des persönlichen Bedarfs, am besten mit ärztlichem Attest (in armenischer oder russischer Sprache) nachgewiesen, mitgebracht werden. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Notfallrückführung wird dringend empfohlen.

Impfungen

Titel Besondere Vorsichtsmaßnahmen Gesundheitszeugnis erforderlich
Essen & Trinken 2 -
Malaria 1 -
Typhus & Polio Ja -
Cholera Nein -
Gelbfieber Nein -

Anmerkungen Impfungen

[1] Geringes Malariarisiko der weniger gefährlichen Malariaart Plasmodium vivax von Juni bis Oktober im westlichen Tiefland (Ararat-Tal), vorwiegend im Masis-Distrikt. In den touristischen Gegenden besteht kein Risiko. Empfehlung: Mückenschutz

[2]
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen), die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden. Leitungswasser ist normalerweise gechlort und relativ sauber, es können jedoch u. U. leichte Magenverstimmungen auftreten. Für die ersten Wochen des Aufenthalts empfiehlt es sich daher, abgefülltes Wasser zu trinken, welches überall erhältlich ist. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist pasteurisiert, Milchprodukte sind im Allgemeinen unbedenklich. Da das Nutzvieh jedoch nicht regelmäßig geimpft wird, empfiehlt es sich, im Zweifelsfall die Milch abzukochen. Außerhalb der Städte sollte Trinkwasser vorsichtshalber abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden.

Fisch- und Fleischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Obst sollte geschält und Gemüse gekocht werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

Gesundheitszeugnis

Für Aufenthalte über 3 Monate wird ein negativer HIV-Test in englischer Sprache verlangt. Der Test kann auch innerhalb des 1. Aufenthaltsmonats im Land durchgeführt werden.

Andere Risiken

Die Borreliose wird durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz übertragen und tritt landesweit zwischen April und Oktober auf. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für Hepatitis A. Hepatitis B ist endemisch. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell, eine Impfung gegen Hepatitis B bei Langzeitaufenthalten über 4 Wochen und bei besonderer Exposition empfohlen.

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Reisewarnung

Überblick

Armenien

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 29.09.2016
Unverändert gültig seit: 26.09.2016

Aktuelle Hinweise

Anfang April 2016 kam es zu Kampfhandlungen in der Region Bergkarabach. Es wird nach wie vor von Reisen in die Konfliktregion Bergkarabach sowie die im Südwesten gelegenen, armenisch besetzten Bezirke Agdam, Füsuli, Dschabrayil, Sangilan, Kubadli, Ladschin und Kalbadschar dringend abgeraten.

Seit Januar 2016 ist in Armenien eine Zunahme der Aktivität der Grippeviren, insbesondere vom Typ H1N1 (sog. Schweinegrippe) zu beobachten. Besonders für Reisende mit chronischen Erkrankungen, ggf. auch für gesunde Personen, kann es sinnvoll sein, den Impfschutz gegen Grippe überprüfen- und auffrischen zu lassen. Der aktuelle Grippeimpfstoff schützt auch gegen H1N1. Darüber hinaus sind die allgemeinen Hygieneregeln zu beachten (siehe auch: Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.rki.de).

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Im Nordosten Armeniens verläuft die Landstraße M16 (über Noyemberyan in Richtung des armenisch-georgischen Grenzübergangs Bagratashen/ Sadakhlo) in der Nähe der Landesgrenze Armeniens zu Aserbaidschan. Da es an diesem Teil der Landesgrenze in der Vergangenheit immer wieder  zu Schusswechseln gekommen ist, sollte die Lage genau beobachtet werden und – soweit möglich - Ausweichrouten zur armenisch-georgischen Grenze genutzt werden. Die westlich davon gelegene Straße über Vanadzor und Alaverdi ist allerdings wegen Ausbesserungsarbeiten auf unbestimmte Zeit nicht nutzbar.

Bei einem Aufenthalt in Eriwan wird zudem empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen zu meiden, insbesondere Protestaktionen vor Regierungsgebäuden.

Reisen in die Konfliktregion Bergkarabach (einschließlich der besetzten Gebiete)

Von Reisen in die Region Bergkarabach wird dringend abgeraten. Die Bundesregierung erkennt die sogenannte „Republik Bergkarabach" völkerrechtlich nicht an. Reisenden, die sich nach Bergkarabach oder in die umliegenden von Armenien besetzten Gebiete der Republik Aserbaidschan begeben, kann weder durch die Botschaft Eriwan, noch durch die Botschaft Baku konsularische Hilfe oder Beistand gewährt werden. An der Waffenstillstandslinie kommt es immer wieder zu Schusswechseln, außerdem besteht Minengefahr. Reisenden, deren Pässe Visa und/oder Einreisestempel der sogenannten „Republik Bergkarabach" enthalten, wird kein Visum für die Einreise nach Aserbaidschan erteilt. Diese Regelung wird grundsätzlich auch angewandt, wenn aserbaidschanische Behörden auf anderen Wegen Kenntnis von Reisen nach Bergkarabach oder in die umliegenden von Armenien besetzten aserbaidschanischen Gebiete erhalten.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Kommunikation

Die armenischen Mobilfunkanbieter Beeline und Vivacell haben laut den Angaben auf ihren Internetseiten  Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.beeline.am/ und Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.vivacell.am/ Roamingabkommen mit den folgenden deutschen Anbietern abgeschlossen: E-plus, O2, O2-3G, T-Mobile und Vodafone (Beeline); E-plus, T-Mobile und Vodafone (Vivacell). Ob Sie die Roamingfunktionalität mit Ihrem Handy in Armenien nutzen können, erfahren Sie von Ihrem deutschen Mobilfunkanbieter; Roaming muss evtl. erst freigeschaltet werden.

Für längere Aufenthalte kann für wenige Euro eine armenische Prepaid-SIM-Karte gekauft werden, die allerdings registriert werden muss. Darüber hinaus ist es möglich, von Postämtern oder Internetcafés aus Auslandsgespräche zu führen.

Geld, Kreditkarten

US$-Noten neueren Datums und Euro können getauscht werden. Beim Rücktausch von Landeswährung in Euro sollten die Euro-Noten sorgfältig geprüft werden, da Fälschungen im Umlauf sein sollen. Hinweise zur Erkennung von gefälschten Euro-Noten finden Sie hier:

Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.bundesbank.de

Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.ecb.int

Die Annahme ausländischer Währungen ist Geschäften und Dienstleistern offiziell nicht gestattet, so dass die Bezahlung in der armenischen Landeswährung „Dram" (AMD) zu erfolgen hat. Manche Geschäfte, die hochwertige Waren anbieten, haben eigene Wechselstuben und akzeptieren Kreditkarten (i. d. R. Master-/Visa-Card).

In der Eriwaner Innenstadt gibt es zahlreiche Geldautomaten. Die Geldversorgung – auch über EC/Maestro-Karte - ist möglich.

Außerhalb Eriwans ist die Bargeldversorgung über Geldautomaten nicht flächendeckend möglich, in den Provinzhauptstädten sind Geldautomaten vorhanden. Es wird daher empfohlen, Reisen außerhalb der Hauptstadt nur mit ausreichenden Bargeldreserven anzutreten. Standorte von Geldautomaten des Visa- und des MasterCard/Maestro-Netzwerks können folgenden Webseiten entnommen werden:

Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.mastercard.com www.visa.com

Einige Restaurants, Geschäfte und Hotels für gehobene Ansprüche akzeptieren gängige Kreditkarten. Es kommt jedoch – besonders außerhalb der Hauptstadt – gelegentlich zu technischen Schwierigkeiten; in diesen Fällen ist nur Barzahlung möglich.

Geldversorgung im Notfall

Sie können sich auf folgenden Wegen Geld aus Deutschland überweisen lassen:

  • Seit Ende August 2008 nehmen armenische Banken nicht mehr am "Western Union" Geldtransfersystem teil. Alternativen sind unter anderem: "MoneyGram" "Anelik", "Unistream" und "Private Money".
  • per SWIFT-Überweisung an eine armenische Bank (Dauer ca. 2-3 Tage) Fast alle Banken in Armenien sind an das SWIFT-Netzwerk angeschlossen. Sie sollten sich vorher bei der empfangenden Bank informieren, ob Ihnen dorthin Geld überwiesen werden kann und welche Angaben (u. a. SWIFT-Adresse, auch BIC genannt) erforderlich sind.

Straßenverkehr

Verkehrsregeln werden in Armenien oft nicht beachtet, das Unfallrisiko ist erheblich höher als in Deutschland. Die armenische Kfz-Haftpflichtversicherung verfügt nur über eine Deckungssumme von ca. 3.000,-- € für Sachschäden, so dass Unfallopfer in der Regel nicht damit rechnen können, angemessenen Schadenersatz zu erhalten. Reisende sollten daher darauf achten, selbst über ausreichenden Versicherungsschutz (Unfall-, Kaskoversicherung) zu verfügen. Außerdem empfiehlt es sich, äußerst vorsichtig und defensiv zu fahren.

Obwohl der Zustand der Straßen vor allem in Eriwan langsam besser wird, gibt es im ganzen Land nach wie vor viele Gefahrenquellen. Hierzu gehören u. a. defekte Ampeln, fehlende Kanaldeckel, unzureichende Beschilderung, fehlende Leitplanken, sowie Erdrutsche, die besonders in den Wintermonaten nach Regenfällen auftreten können, da Straßengräben bzw. Kanalisation insbesondere auf Bergstraßen meist fehlen. Steinschlag-Warnschilder sollten ernst genommen werden. Die landesweite Notrufnummer lautet 911.

Kriminalität

Armenien zeichnet sich bislang als ein Land mit vergleichsweise gering ausgeprägter Gewaltkriminalität aus.

Naturkatastrophen

Armenien liegt in einer seismisch aktiven Zone, es kann jederzeit zu Erdbeben kommen. Hinweise zum Verhalten bei Erdbeben finden Sie z. B. im Internetangebot des Geoforschungszentrums Potsdam unter:

Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.gfz-potsdam.de

Pass- und Visabestimmungen

Notwendige Einreisedokumente

Titel Pass erforderlich Visum erforderlich Rückflugticket erforderlich
Türkei Ja Ja Nein
Andere EU-Länder Ja Nein Nein
Schweiz Ja Nein Nein
Österreich Ja Nein Nein
Deutschland Ja Nein Nein

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Ausreise noch mindestens 5 Monate gültig sein.

Anmerkung zum Reisepass

Die Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern, deshalb ist es ratsam, sich rechtzeitig direkt bei den konsularischen Vertretungen zu erkundigen.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für Aufenthalte von bis zu 180 Tagen und für alle Reisezwecke:

EU-Länder und Schweiz.

 

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Reisen Kinder nur mit einem Elternteil, müssen sie die schriftliche notariell beglaubigte Einwilligungserklärung des anderen Elternteils mit sich zu führen. Allein reisende Minderjährige benötigen die schriftliche notariell beglaubigte Einwilligungserklärung beider Elternteile. Ausreisende Minderjährige müssen eine Kopie ihres Reisepasses vorlegen. 

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Bearbeitungsdauer

Mindestens 1 Woche plus ca. 4 Tage Postweg.

Das Visum sollte möglichst frühzeitig beantragt werden, weil mit einer langen Bearbeitungszeit zu rechnen ist. Allerdings sollten alle Unterlagen nicht früher als einen Monat vor der Einreise bei der Botschaft eingegangen sein. Eine Expressbearbeitung ist nur in Notfällen möglich und dauert 2-3 Tage.

 

Gültigkeit

Touristenvisum zur einmaligen Einreise: 21 bzw. 120 Tage.
Geschäftsvisum: gültig für die Dauer der Einladung, maximal 3 Monate.
Transitvisum: bis 72 Stunden.
Über die genehmigte Aufenthaltsdauer entscheidet im Einzelfall jedoch immer die zuständige konsularische Vertretung.

Aufenthaltsverlängerung

Verlängerungen des Visums sind bei der Behörde für bei der Behörde für Pass- und Meldewesen in Eriwan (OVIR, Davtashen, 4. Bezirk, Haus 17/10, Tel. +374-10 370253, Internet: www.passportvisa.am) möglich. Der Prozess ist sehr zeitaufwändig und erfordert armenische oder russische Sprachkenntnisse (hohe Gebühren).

Visaarten und Kosten

Touristenvisum, Besuchervisum (Privatreisen), Geschäftsvisum, Transitvisum, keine Gruppenvisa.

Kosten

Deutschland

Besuchervisum:
Einmalige Einreise: 5 € (bis zu 21 Tage Aufenthalt); 27 € (bis zu 120 Tage Aufenthalt).

Mehrmalige Einreise: 36 € (bis zu 60 Tage Aufenthalt); 72 € (bis zu 120 Tage Aufenthalt)
 

Transitvisum: 18 € (einmalig), 33 € (mehrmalig).

Minderjährige erhalten ihr Visum kostenlos.

Antrag erforderlich

(a) 1 Antragsformular (downloadbar auf der Internetseite der zuständigen diplomatischen Vertretung).
(b) 1 Passfoto.
(c) Reisepass, der bei der Ausreise noch mindestens 5 Monate gültig ist und über eine freie Seite verfügt, sowie eine Kopie der Lichtbildseite
(d) Abgestempelter Originaleinzahlungsbeleg des Überweisungsformulars, Kontoauszug mit Überweisungsbuchung oder Scheck.
(e) Ggf. Kopie der gültigen Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
(f) Geschäfts- und Mehrfachvisum: Einladungsschreiben von einer staatlichen Stelle oder vom armenischen Geschäftspartner, das vom Ministerium für auswärtige Angelegenheiten der Republik Armenien bestätigt wurde.

Bei postalischer Beantragung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizulegen. Bei Erteilung eines Einreisevisums per Post wird zusätzlich eine Gebühr von 7 € erhoben.

Geld

Geldwechsel

US$-Noten neueren Datums und Euro können an Flughäfen, in Banken und in den meisten Hotels und Geschäften getauscht werden. Beim Rücktausch von Landeswährung in Euro, sollte man die Euro-Noten sorgfältig prüfen. Es sollen falsche Euro-Noten im Umlauf sein. Beim Bezahlen in der nationalen Währung wird Besuchern empfohlen, viel Kleingeld mit sich zu führen, da in einigen Läden und besonders auf Märkten größere Banknoten nicht gewechselt werden können. Die Annahme von US-Dollar ist offiziell verboten. Preise werden oft in US-Dollar notiert und zum Tageskurs in Dram angenommen. Bezahlen in ausländischer Währung ist offiziell verboten.

Währung

1 Armenischer Dram = 100 Luma. Währungskürzel: dr., AMD (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 100.000, 50.000, 20.000, 10.000, 5.000 und 1.000 Dram im Umlauf. Münzen gibt es im Wert von 500, 200, 100, 50, 20 und 10 Dram.

Devisenbestimmungen

Die Einfuhr von Landes- und Fremdwährung ist unbeschränkt, Fremdwährung ab einem Wert von 10.000 US$ ist deklarationspflichtig. Die Ausfuhr der Landeswährung ist unbeschränkt möglich, die Ausfuhr von Fremdwährung nur in Höhe der deklarierten Einfuhrbeträge abzüglich der Umtauschbeträge (Nachweis).

Kreditkarten

Kreditkarten werden in einigen größeren Hotels, gehobenen Restaurants und besseren Geschäften angenommen. Gelegentlich kommt es jedoch zu technischen Schwierigkeiten, weshalb dann nur Barzahlung möglich ist. Einige bessere Geschäfte verfügen zudem über eigene Wechselstuben. In Eriwan gibt es zahlreiche Bankautomaten, an denen mit Kreditkarte, z. T. auch mit ec-Karte Bargeld in der Landeswährung abgehoben werden kann.

Außerhalb von Eriwan kann nicht überall Bargeld an Geldautomaten abgehoben werden.
 

Reiseschecks

Werden in einigen Hotels und Geschäften akzeptiert und können in Eriwan an der Armimpexbank und der HSBC Armenia Bank eingelöst werden. Reiseschecks sollten in US-Dollar ausgestellt sein.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr und 13.00-18.00 Uhr (z. T. auch nur 09.00-12.30 Uhr). Wechselstuben sind bis 00.00 Uhr geöffnet, auch an Sonn- und Feiertagen.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei im Handgepäck nach Armenien eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

400 Zigaretten, 400 Zigarillos und 10 Zigarren;
2 l Spirituosen;
Parfüm für den persönlichen Gebrauch;
Persönliche Gegenstände (bis zu einem Wert von 500 US$).
Bei der Einreise müssen wertvolle Gegenstände (Computer, Kameras, Schmuck, etc.) 
deklariert werden, damit es bei der Ausfuhr nicht zu Problemen kommt. Das Deklarationsformular sollte gut aufbewahrt werden.

Verbotene Importe

Pornographisches Material und Narkotika.

Quellenangaben
  • DuMont Die Welt - Atlas mit Länderlexikon, DuMont Reiseverlag, 2015-04
  • Armenien - Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 09.02.2018)
    Haftungsausschluss: Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.
  • Der Reiseführer, Columbus Travel Media Ltd., Stand - 26.03.2018 (Unverändert gültig seit: 09.02.2018)
    Information: Einreisebestimmungen für deutsche, schweizerische und österreichische Staatsbürger werden mit freundlicher Genehmigung von Columbus Travel Media veröffentlicht. Alle Angaben ohne Gewähr.
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