Usbekistan – Zauber der Seidenstraße

Die Reise

Der usbekische Teil der Seidenstraße ist einer der großartigsten Abschnitte dieses legendären Handelsweges überhaupt. Ein schier unendlicher Warenstrom bescherte den Herrschern sagenhaften Reichtum, ließ blühende Handelsplätze und Städte entstehen. Wir bestaunen auf dieser Reise architektonische Zeugnisse der Vergangenheit und tauchen in das bunte Leben des Heute ein, somit sind Begegnungen mit meinen Landsleuten garantiert.

Die Große Seidenstraße verband nicht nur Völker und Kontinente, sorgte nicht nur für den Austausch von Kulturen – sie war schon vor Jahrhunderten gelebte Globalisierung. Kein Handelsweg in der Geschichte der Menschheit hat mehr zu Veränderungen beigetragen. Sagenhafter Reichtum entstand, Kunst und Kultur wurden gefördert, Orient und Okzident befruchteten sich gegenseitig. Das Reisen auf dem usbekischen Teil der Seidenstraße gehört heute fraglos zu den nachhaltigsten Erlebnissen des Reisens. Nicht zuletzt auch wegen der zahlreichen Begegnungen mit der usbekischen Gastfreundschaft.

Der Weg der Religionen

Auch wenn es die vorrangige Bestimmung der Seidenstraße war Waren zu transportieren, war sie ebenfalls ein Ort des intellektuellen und kulturellen Transfers. So verwundert es nicht, dass auch Prediger und Mönche in den Karawanen der Kaufleute Schutz suchten, um das Wort unterschiedlichster Propheten, bzw. Götter in die Welt zu bringen. Eine der ältesten Religionen der Seidenstraße, ist der Zoroastrismus. Seine Bauwerke, die berühmten turmartigen Feuertempel, kann man noch heute in der Oase Yazd bewundern. Auch der Buddhismus fand früh seinen Weg nach Zentralasien und in das heutige China. Die christliche Lehre, in der Ausprägung des Nestorianismus, fand, wie jüngste Funde zeigen, schon im fünften Jahrhundert über die Seidenstraße nach China. Heute ist Zentralasien fester Bestandteil des „Dar al Islam“, des Hauses des Islam. Im frühen siebten Jahrhundert breitete sich die neue Lehre von ihrer arabischen Heimat schnell in alle Himmelsrichtungen aus und traf in den zentralasiatischen Weiten auf eine neuen Einflüssen offene Bevölkerung und sich verzweifelt wehrende Herrscher. Heute zeugen vor allem Moscheen und Medresen von der künstlerischen Inspiration durch das Wort Allahs.


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