Handelswege zwischen Indien und Arabien

Die Reise

Indien und Arabien sind schon seit Jahrhunderten miteinander verbunden. Nicht nur durch die legendäre Gewürzroute, sondern auch durch Handelsgüter wie kunstvoll gewebte Stoff e oder feinen Tee. Auf dieser Reise folgen wir den Spuren der Händler in Indien und Oman, werden duftende Gewürzgärten besuchen, Tempel und Festungen bestaunen und die Naturparadiese beider Länder erleben.

Am Anfang waren die Gewürze und ihre Handelswege. Diesen Satz hat sich keine kreative Werbeagentur oder kein einfallsreicher Händler einfallen lassen. Er stammt aus Stephan Zweigs Buch „Magellan: Der Mann und seine Tat“, in dem er das Leben des portugiesischen Seefahrers Fernando de Magellan beschreibt. Jahrhundertelang beherrschten Araber und die Bewohner von Muziris in Südindien den Handel der Region und etablierten gar eine spezielle „Gewürz-Route“ zwischen Indien, Ägypten und dem Nahen Osten. Diese Händler waren die ersten „global player“. Ihre Handelsstraßen führten zumeist über die Meere. Wir folgen den Spuren dieser Händler, besuchen Anbaugebiete, Produktionsstätten und Handelsstädte in Südindien und erleben im Märchenland Oman, wie der Handel die Kultur im Süden der Arabischen Halbinsel prägte.

Der Weg der Gewürze

Heute ein gängiges Gewürz in jeder Küche, war Pfeffer einst ein wertvolles Handelsgut und wurde sogar mit Gold aufgewogen. Alles begann im Anbaugebiet in Südwest-Indien. Aufgrund der Schärfe, seiner unterschiedlichen Aromen und vor allem seiner langen Haltbarkeit, war Pfeffer ein ideales Handelsgut. Der Weg über die Seidenstraße mit ihren uralten Karawanenstraßen führte von Oase zu Oase und war weit und beschwerlich. Bereits die Römer entdeckten Pfeffer als ihr Lieblingsgewürz und errichteten Pfefferspeicher. Das scharfe Korn brachte dann auch Venedig und Genua Wohlstand. Vasco da Gama war dann 1498 der Erste, der den direkten Seeweg der sogenannten Gewürzroute nach Indien fand und neben Pfeffer auch Nelken und Zimt nach Portugal brachte. Für die normale Bevölkerung waren diese exotischen Gewürze allerdings unerschwinglich. Trotzdem begann ein blühender Gewürzhandel, den die Portugiesen rund 100 Jahre durch den direkten Zugang erfolgreich betrieben.




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