Das Gold der Ostsee – auf den Spuren der Hanse

Die Reise

Die Hanse war mehr als nur eine wirtschaftliche Interessengemeinschaft. Auf unserer Reise von Danzig durch die baltischen Länder bis nach St. Petersburg werden wir schnell lernen, was Globalisierung im Mittelalter bedeutete. Auch heute noch ist die Zeit der Hanse im Ostseeraum identitätsstiftend. Begleiten wir unsere Studienreiseleitung auf eine faszinierende Reise durch eine gemeinsame Vergangenheit und Gegenwart.

Fünfhundert Jahre lang beherrschten die deutschen Kaufleute der Hanse den Handel auf Ost- und Nordsee. Warenströme und politische Entscheidungen wurden in ihren Kontoren getroffen. Es ging um Geld. Und um Macht. Um städtisches Selbstbewusstsein. Aber auch um Nachrichten, um Wissen und Ideen. Es waren diese Kaufleute, aber auch Ordensritter, Handwerker und Steuermänner, die schon im Mittelalter Europa enger zusammen rücken ließen.

Das Salz in der Suppe

Rund sechs Gramm am Tag decken den täglichen Bedarf eines Menschen. Salz ist ein lebenswichtiges Mineral. Vor der Industrialisierung war das heutige Alltagsprodukt als „weißes Gold“ sogar ein begehrtes Luxusgut. Schon die Ägypter nutzten es als Gewürz und für die Konservierung. Durch das sogenannte Sieden von Sole konnten die Menschen im Mittelalter Salz künstlich herstellen. Die Salzgewinnung und vor allem der Salzhandel waren ein florierendes Geschäft für den Adel, für Klerus und Kaufl eute und brachte ganzen Städten Reichtum und Ansehen. Im Hanseraum florierte der Handel mit Salinensalz, zum Beispiel aus Lüneburg, das zu dieser Zeit mehr als 20.000 Tonnen Salz im Jahr produzierte. Auch Lübeck profitierte: Das wertvolle Gut wurde über die Salzstraße nach Lübeck in die Salzspeicher transportiert und von dort aus mit Schiffen bis nach Skandinavien und ins Baltikum gebracht.




Zur Dr. Tigges Studienreise

Zurück zur Übersicht