Auf den Handelswegen der Inka

Die Reise

30.000 Kilometer lang und kunstvoll gewoben war das Straßen- und Handelswegsystem der Inka, das oft bis in den letzten Winkel des Reiches führte. Was gibt es Spannenderes, als auf diesen alten Straßen zu reisen und zu lernen, wie Ideen, Güter und Innovationen zwischen Quito und La Paz Eingang in die Gesellschaften fanden? Eingerahmt wird unser Reiseerlebnis durch die großartige Kulisse der Anden.

Unsterbliche Lebensader - Der königliche Inkaweg bildet ein Straßen-, Handels- und Austauschsystem von mehr als 30.000 Kilometern Länge. Das Fundament wurde bereits in frühen vorchristlichen Zeiten gelegt. In seiner Bedeutung ist der Qhapaq Ñan mit den alten Römerstraßen und der orientalischen Seidenstraße vergleichbar. Auf dieser Reise lernen wir die transversale Verbindung von Quito über Cuzco bis La Paz kennen. Wir besuchen bedeutende Stellen, Stätten und Projekte entlang des Weges, den die Unesco im Jahr 2014 in seiner Gesamtheit zum Weltkulturerbe erklärt hat.

Colcas, Tambos und Pucáras

Das Inkareich umfasste Teile der Gebiete sechs moderner Staaten, es erstreckte sich über 4.000 Kilometer Länge und 500 Kilometer Breite von Kolumbien über Ecuador, Peru, Bolivien und Argentinien bis nach Zentralchile. Bis zu 10 Millionen Menschen lebten in diesem Territorium. Ein mehr als 30.000 Kilometer langes weitverzweigtes Straßensystem, das fortschrittlichste Transportsystem des präkolumbianischen Südamerikas, machte die zum Teil abgelegenen Regionen zugänglich. Entlang der Inkastraßen fand sich ein dichtes Netz von Versorgungsstationen. In „Qullqas“, auch „colcas“ genannt, wurde an strategischen Punkten Korn aufbewahrt, Tribute der Provinzen und Verpflegung der durchziehenden Truppen. Im peruanischen Mantaro- Tal finden sich heute noch mehr als 2.500 dieser Silos. „Tampos“ – nach dem Wort für Herberge in Quechua – befanden sich alle 15 bis 25 Kilometer entlang der Hauptstraßen. Hier ruhten sich Reisende, Soldaten und Karawanen nach einer anstrengenden Etappe aus. Militärische Festungen hießen „Pucáras“, sie sicherten die Straßen vor inneren wie äußeren Feinden.





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