| Beste Reisezeit | April, Mai, Juni, September, Oktober |
| Fläche | 163.610 km2 |
| Hauptstadt | Tunis |
| Bevölkerung | 11.972.169 |
| Sprache | Arabisch |
| Staats-/Regierungsform | Präsidentielle Republik |
| Staatsoberhaupt | Kais Saied, Präsident der Tunesischen Republik, Amtsantritt 2. Amtszeit:21.10.2024, parteilos |
| Regierungschef | Premierministerin Sarra Zaafrani Zenzri, seit dem 20. März 2025 |
| Außenminister | Mohamed Ali Nafti, seit dem 25. August 2024 |
| Währung | tunesischer Dinar |
| Zeitzone | UTC+2, Mitteleuropäische Zeit, UTC+1 |
| Reiseadapter | C, E |
| Kfz-Länderkennzeichen | TN |
| ISO-3166 | TN, TUN |
| Internet-TLD | .tn |
| Landesvorwahl | +216 |
| Reisepass & Visum | Nicht notwendig |
| Geeignet für | Kultur, Shopping, Meer, Feiern |
| 814 v. Chr. | Phönizier gründen die Stadt Quart Haddash (Karthago) |
| 270–146 v. Chr. | Die Punischen Kriege besiegeln Karthagos Ende |
| bis 200 n. Chr. | Die Provinz „Africa“ wird eine der reichsten Provinzen Roms |
| 670 | Der Araber Oqba ibn Nafi erobert Nordafrika und gründet Kairouan |
| 1574 | Tunesien wird dem Osmanischen Reich einverleibt |
| 1881 | Vertrag von Bardo und französisches Protektorat |
| 1956 | Tunesien wird unabhängig |
| 1987 | Ben Ali putscht sich zur Macht |
| 2011 | Arabischer Frühling: Diktator Ben Ali flieht nach Massenprotesten aus dem Land |
| 2015 | Friedensnobelpreis für das „Quartett für den nationalen Dialog“, das den Übergang zur Demokratie begleitet hat |
| 2023 | Proteste gegen die Regierung wegen hoher Lebenshaltungskosten |
| 2024 | Präsident Kais Saied wird wiedergewählt – aber nur wenige gehen zur Wahl |
Impasse du Lac Windermere 1 | Les Berges du Lac | Tunis | Tel. 71 1 4 32 00 | tunis.diplo.de)
(Les Jardins de Toumana | Zone Touristique | Midoun | Djerba | Tel. 50 51 15 56)
7, Rue de la santé | Houmt Souk | 4180 Djerba | Tel. 75 65 06 66
16, Rue Ibn Hamdis | El Menzah | Tunis | Tel. 71 23 90 38 | bmeia.gv.at/oeb-tunis
22, Rue Platon | Le Kram | Tunis | Tel. 71 19 19 97 | short.travel/tun18
Ambulanz: Tel. 190; Feuerwehr: Tel. 198; Polizei: Tel. 197; Touring Club de Tunisie (Pannenhilfe): Tel. 71 32 31 14
Öffentliches WLAN gibt es in immer mehr Cafés und Restaurants, aber längst nicht flächendeckend. Selbst in einigen Hotels ist WLAN nur in der Lobby verfügbar. Wenn du Ausflüge planst und für Routenplanungen nicht aufs Internet verzichten willst, lohnt sich eine tunesische SIM-Karte (s.Telefon & Handy).
Häufig wirst du direkt nach der Passkontrolle im Flughafen von Mitarbeitern der Mobilfunkanbieter (etwa Orange oder Ooreedoo) angesprochen, die dir eine SIM-Karte fürs Handy verkaufen wollen. Das ist gerade für mobiles Internet sinnvoll. Die Karten gibt es kostenlos oder für ein paar Dinar inklusive Guthaben. Vorwahlen: für Deutschland 0049, für Österreich 0043, für die Schweiz 0041, für Tunesien 00216. Tunesische Nummern im Festnetz beginnen mit einer 7, Handynummern mit 98, 25 oder 22.
Festival der Ksour (Tataouine): berberische Folklore
Queeres Filmfestival Mawjoudin (Tunis), queerfilmfestival.mawjoudin.org
Festival der Blüten (Nabeul): rund um die Orangen- und Jasminblüte
Festival de la Medina (Tunis): Konzerte, Theater, Lesungen im Ramadan
Wallfahrt zur Ghriba-Synagoge (Djerba): buntes Spektakel
Falkenfestival (El-Haouaria/Cap Bon)
Festival de la Medina (Mahdia): mit Folklore und Musik
Internationales Jazzfestival (Tabarka), tabarkajazzfestival.com
Festival d’Aoussou (Sousse): malerische religiöse Prozession
Klassik-Festival (El-Djem): Orchestertöne im Amphitheater | festivaleljem.tn
Internationales Festival (Hammamet): Musik von Folklore bis zu internationalen Stars | festivaldehammamet.com
Festival de Carthage: Konzerte, Theater und mehr im römischen Theater von Karthago | festivaldecarthage.tn
Mariä Himmelfahrt (La Goulette): religiöse Prozession mit Marienstatue, inoffizielles Ende der Badesaison
Interference (Tunis): Lichtkünstler aus aller Welt setzen die Altstadt in Szene.
Internationales Filmfestival Carthage (Tunis, Vororte): Wettbewerb der besten arabischen Regisseure | jcctunisie.org
Dattelfestival (Tozeur und Kebili): mit viel Folklore
Dunes Electroniques (Nefta): Techno in der Sahara | dunes-electroniques.com
Saharafestival (Douz): von Kamel- und Pferderennen bis Berberhochzeit
| 1. Januar | Neujahr |
| 14. Januar | Tag der Revolution und der Jugend |
| 20. März | Unabhängigkeitstag |
| 9. April | Tag der Märtyrer |
| 1. Mai | Tag der Arbeit |
| 3. Mai 2022, 22. April 2023 | Aïd es-Seghir (Fastenbrechen) |
| 9.–13. Juli 2022, 28. Juni–2. Juli 2023 | Aïd el-Kebir (Opferfest) |
| 25. Juli | Tag der Republik |
| 30. Juli 2022, 19. Juli 2022 | Rass e-Aim (Islamisches Neujahr) |
| 13. August | Tag der Frau |
| 8. Okt. 2022, 27. Sept. 2023 | Mouloud (Geburtstag des Propheten Mohammed) |
| 15. Oktober | Tag der Evakuierung von Bizerte |
Rote Ampeln und Fahrstreifen sind für viele Fahrer eher Richtlinien als Vorschrift. Gerade im Großraum Tunis kann Autofahren recht anstrengend sein. Auch wenn sich viele Tunesier nicht an die Regeln halten, sollte man selbst die Anschnallpflicht und Stoppschilder beachten – die Polizei kontrolliert streng. Das Tempolimit beträgt in geschlossenen Ortschaften 50 km/h, auf Regionalstraßen 90 km/h, auf Autobahnen 110 km/h. Promillegrenze: 0,3. Der normale EU-Führerschein reicht aus. Für die Autobahnen zwischen Tunis und Sfax oder Bizerte wird eine Maut erhoben, die an Zahlstellen bar zu bezahlen ist.
In ländlichen Regionen ist erhöhte Vorsicht geboten, weil hier oft auch Radfahrer, Fußgänger oder Eselkarren unterwegs sind. In der Dämmerung und nachts musst du besonders aufpassen, da viele Autos nicht beleuchtet sind. Dann passieren oft schwere Unfälle.
Vor allem in den größeren Städten solltest du stets Parkscheine ziehen oder ein Parkhaus nutzen und nicht „wild“ parken. Drei Minuten können reichen, und schon wird der Wagen abgeschleppt oder hat eine Parkkralle. Ein Knöllchen ist nicht teuer, aber es dauert oft lange, herauszufinden, wo du bezahlen musst.
Tunesien lässt sich zwischen den großen Städten gut mit Bahn und Bus bereisen. Das Streckennetz führt im Norden von Tunis bis Bizerte, im Osten über Hammamet, Sousse und Sfax bis Gabès und im Landesinneren über Gafsa bis Tozeur. Schnellzüge heißen Grandes Lignes, sind komfortabel und klimatisiert; von Tunis nach Sousse brauchst du ca. zwei Stunden. Reservier besser rechtzeitig vorher (sncft.com.tn). Mit der Carte Bleue kannst du zum Preis von 45 TND eine Woche lang in der Komfortklasse durchs Land fahren. Die meist klimatisierten Busse der nationalen SNTRI (sntri.com.tn) fahren alle größeren Orte an. Auch hier ist Reservieren notwendig.
Die offiziellen Taxis in Tunesien sind gelb und haben eine leuchtende Nummer auf dem Dach, wenn sie im Dienst sind. Ist die Leuchte in der Frontscheibe grün, ist das Taxi nicht frei; Fahrgäste können in Taxis mit roter Lampe einsteigen. Gerade die Taxis, die vor Hotels warten, verlangen oft spezielle Touristenpreise. Dabei gibt es einen festgelegten Tag- und Nachttarif, und die Benutzung eines Taxameters (compteur) ist Pflicht. Große Koffer kosten 1–2 TND extra. „Vergisst“ der Fahrer, das Taxameter einzuschalten, weis ihn freundlich darauf hin, sonst kann es beim Aussteigen Diskussionen geben. Es sind mehrere Anbieter am Markt, die mit transparenten Tarifen und Bezahlung per App werben: Du kannst Bolt (bolt.eu) oder E-Taxi (etaxi.tn) nutzen.
Ein typisches Verkehrsmittel sind die louages, die Sammeltaxis. Diese Kleinbusse sind für neun bis zehn Personen ausgelegt, nehmen aber durchaus auch mehr mit. Sie fahren feste Routen, die – meist nur auf Arabisch – angeschrieben sind. Am besten fragst du dich durch und nennst dein Fahrtziel. Es gibt zwei Arten von louages: Die gelben sind innerhalb der Städte und der Vororte unterwegs, die weißen fahren Strecken über Land. Feste Haltestellen gibt es nur an Start und Ziel, ansonsten steigt man zwischendurch ein und aus. Los geht es meist erst, wenn die Fahrzeuge voll sind.
Nicht nur in der Kultur zeigt sich, wie international Tunesien ist und was für eine bewegte Geschichte das kleine nordafrikanische Land hat. Auch in der Küche wird schnell dieser spezielle Mix deutlich. Gerade die unterschiedlichen Einflüsse – von den Arabern über die Türken und Berber bis hin zu den Italienern und Franzosen – machen das Essen in Tunesien aus. Für das Besondere sorgen vor allem die Gewürze: Kurkuma, Koriander, Kümmel, Safran, roter Pfeffer und Minze bringen wahre Geschmacksexplosionen. Oliven geben vielen Gerichten eine besondere aromatische Note, und fast immer gehören auch Knoblauch, Paprika und Tomaten dazu.
Besonders stolz sind die Tunesier auf die kulinarische Spezialität ihres Landes: Harissa. Ohne die unscheinbare rote Paste kommt kaum eine Mahlzeit aus. Sie bringt Würze in Salate oder Nudelgerichte, wird beim Straßenhändler auf leckere Sandwiches geschmiert u. v. m. Aber Vorsicht, die aus Chili (je schärfer, desto besser), Olivenöl, Knoblauch und Gewürzen hergestellte Harissa hat es in sich! Wer es nicht so scharf möchte, sagt lieber: „Mish harr!“ (Nicht scharf!). Das leichte Lächeln des Verkäufers gibt’s dann gratis dazu.
Neben zahlreichen Salatvariationen bilden Geflügel-, Lammfleisch und in den Küstenregionen auch Fisch den Kern einer Mahlzeit. Schweinefleisch gibt es den Touristen zuliebe in wenigen Hotels. Auf der typischen Speisekarte spielt es aber keine Rolle. Ausnahme ist die Region im Norden um Tabarka, wo du hervorragende Wildschweingerichte essen kannst.
Im Süden des Landes kann auch einmal Dromedarfleisch auf der Karte stehen – es ist durchaus schmackhaft. Hähnchen oder Pute gibt es vor allem an den unzähligen Straßenständen, wenn man einen kleinen Snack sucht. Außerdem bei den Tunesiern für den Hunger zwischendurch beliebt: An so ziemlich jeder Ecke wirst du einen kleinen Laden finden, in dem du für ein paar Dinar eine kross gebackene Pizza mit Gemüse, Thunfisch – und natürlich Harissa – bekommst.
Ebenfalls als Snack oder als Vorspeise kommst du an brik nicht vorbei. Diese dünnen Teigtaschen sind mit Fleisch, Thunfisch oder Kartoffeln gefüllt. Das mit eingeschlagene rohe Ei zerläuft beim Reinbeißen. Du kannst aber – ähnlich wie bei Steaks – ansagen, dass du es gerne ganz durch (bien cuit) hättest.
Groß ist das Angebot an Fisch, wobei thon, Thunfisch, an erster Stelle steht. Die in Tunesien heimische Goldbrasse (daurade) und Seewolf (loup de mer) bereiten besonders die Restaurants an der Küste ebenfalls zu.
Überhaupt ist das Angebot in den tunesischen Restaurants sehr regional ausgerichtet und orientiert sich in der Regel auch am saisonalen Angebot. Daher wirst du vor allem Tomaten, Gurken, Karotten, Oliven finden und nur sehr selten Gemüse wie Rosenkohl oder Brokkoli. Das gilt auch für Obst: Im Sommer kannst du an vielen Straßenständen für wenige Dinar unheimlich leckere Wassermelonen kaufen, im Winter/Frühjahr Orangen, ab Herbst frische Datteln.
Von Muscheln solltest du, gerade bei unklarer Herkunft am Hotelbüfett, lieber die Finger lassen. Auch einfacher grüner Salat kann schnell zu Magenverstimmungen führen, weil er oft nicht richtig gewaschen wird bzw. das benutzte Leitungswasser für Europäer ungewohnte Keime enthält. Trink lieber Mineralwasser aus der Flasche und verzichte am besten auch auf Eiswürfel in deinen Getränken. Lass die Finger von anderen ungekochten oder rohen Speisen, mit der Hygiene ist es gerade bei der Hitze im Sommer oft so eine Sache. Zum Glück bietet die tunesische Küche hier Alternativen und kennt z. B. den salade mechouia, der aus gebratenem Gemüse besteht.
Als Sättigungsbeilagen sind vor allem Pommes und Pasta, seltener auch Reis, bestimmt. Und natürlich das kulinarische Nationalheiligtum: Couscous. Jeder Tunesier schwört, dass nur die eigene Mutter das beste Couscous macht. Die Zubereitung ist aufwendig und eine Sache für sich. Oft wird der Hartweizengrieß über Stunden zusammen mit Gemüse und Fleisch/ Fisch gedämpft. Deswegen kann es gut sein, dass man das Couscous im Restaurant vorbestellen muss. Das schmeckt man dann aber auch! Auf jeden Fall lohnt es sich, mal das All- inclusive- Hotelbüfett auszulassen und in einem echten tunesischen Restaurant zu essen.
Ein Fest für die Sinne ist die Dessertkarte bzw. das Nachspeisenbüfett im Hotel. Neben frischem Obst holen die Köche hier gern auch die Zucker- und Kalorienbomben raus – baklava, makroudh und mit Pistazien gefüllte Datteln. Ein Hinweis für Allergiker: So gut wie alle tunesischen Desserts enthalten Nüsse (fruits secs).
Zum Abschluss einer großen Abendmahlzeit gibt es eigentlich immer frischen, stark gesüßten Minztee (thé à la menthe), der pur oder mit Pinienkernen serviert wird.
Noch eine süße Köstlichkeit darf im Tunesienurlaub nicht fehlen, egal ob beim Frühstück, als Snack zwischendurch oder zum Dessert: Die großen Teigringe bambalouini, die nach dem Ausbacken in Zucker oder Honig gewälzt werden. Auf jeden Fall warm essen!
Trotz der islamischen Prägung des Landes (wonach Alkohol verboten ist) kannst du eigentlich überall Bier und Wein kaufen. Das lokal gebraute Bier Celtia ist süffig und gerade bei Hitze gut trinkbar. In den Hotels und Supermärkten bekommst du aber auch europäische Marken – zu entsprechend höheren Preisen. Die tunesischen Weine können sich wirklich sehen lassen und haben eine hohe Qualität, z. B. die weißen Muscat de Kélibia und Ugni Blanc, die roten Châteaux Mornag und Magon Rouge oder der Roséwein Gris d’Hammamet. Als Absacker nach einem üppigen Essen kannst du einen Feigenschnaps (Boukha) oder den von Mönchen hergestellten Kräuterlikör Thibarine trinken.
Wenn du essen gehst, frag aber besser vorher nach, denn nicht jedes Restaurant schenkt Alkohol aus.
Kellner, Kofferträger, Fahrer erwarten ein Trinkgeld (ca. zehn Prozent bzw. 1 TND pro Gepäckstück). Auch das Housekeeping erhofft sich etwas. Trinkgeld ist hier ein wichtiger Einkommensbestandteil.
Die tunesische Damenwelt nutzt Eisenkraut, Henna, Arganöl und andere Naturprodukte bereits seit Jahrhunderten; mittlerweile gibt es die alten Schönheitsmittelchen auch als Seifen, Lotionen und Cremes zu kaufen. Tunesische Unternehmen wie Cerina Beauté oder Maison de Senteurs mischen den Kosmetikmarkt richtig auf.
Einmal in einem richtigen Teppichladen gewesen zu sein, ist an sich schon ein Erlebnis in Tunesien. Du setzt dich, bekommst einen Tee und plötzlich fliegen aus allen Ecken des Ladens die unterschiedlichsten Teppiche vor dich auf den Boden. Die tunesischen Stücke sind wirklich besonders. Sie haben nichts mit den dicken, schweren Teppichen des Mittleren Ostens zu tun. Die Teppichhauptstadt des Landes ist Kairouan. Um die Große Moschee findest du unzählige Läden. Der Staat prüft jeden Teppich, vergibt ein Zertifikat und einen empfohlenen Verkaufspreis. Der ist durchaus noch verhandelbar, mehr als zehn Prozent Nachlass sind aber meist nicht drin. Die meisten Händler bieten den Versand nach Mitteleuropa an.
Die Knüpfteppiche haben eine gröbere Knotenstruktur als klassische Perser; gute Qualität beginnt bei 40 000 Knoten/ m2 und reicht bis 160 000. Aus Südtunesien kommen eher die gewebten Kilims, die auch als Wandteppiche dienen, oder du findest in den Berberdörfern bunt gemusterte – und spottbillige – Teppiche aus Altkleiderfetzen.
Viele Tunesierinnen tragen aufwendigen Silberschmuck, um den bösen Blick, Unheil oder Krankheiten abzuwehren. Die Hand der Fatima, ein Anhänger in Form eines Fischs oder ein stilisiertes Auge – sie alle haben eine schützende Funktion und sehen sehr dekorativ aus. Tunesischer Goldschmuck wirkt dagegen eher konventionell und altmodisch. In den Souks haben die Schmuckhändler eigene Viertel, in die auch die Einheimischen gehen.
Gewürze oder Duftessenzen sind leicht mitzunehmen: Im Gewürzsouk warten Kurkuma, Paprika, Kardamom, Minze, Orangen- und Rosenwasser auf Käufer. Und Harissa, die scharfe Würzpaste, gibt es in jedem Lebensmittelladen zu kaufen. Nur besser Finger weg von Safran! Der ist in den meisten Fällen nicht echt.
Ist dir schon aufgefallen, dass unglaublich viele Tunesier alte deutsche Fußballtrikots tragen? Das liegt daran, dass sich einige Firmen darauf spezialisiert haben, Secondhandkleidung von Deutschland nach Tunesien zu bringen und diese im fripe zu verkaufen, einer Art Secondhandshop. Die Altkleidermärkte und -läden führen aber nicht nur gebrauchte Klamotten. In den Fripe-deluxe-Geschäften findest du ungetragene Ausschussware, darunter teils sogar Markenteile für wenige Euro. Stöbern lohnt sich.
Auch in Europa liegen immer öfter die tunesischen Foutas in den Läden – zu europäischen Preisen. Die bunten Tücher gibt’s in Tunesien an jeder Ecke für ein paar Dinar. Das Gute ist: Sie sind universell einsetzbar – als Strandtuch, Badelaken, Tischdecke oder Gardine.
Die Läden in den Souks haben von morgens bis abends auf; die meisten bleiben freitagnachmittags sowie sonntags geschlossen. Restaurants öffnen in den Touristengebieten oft bis spätabends. Ruhetage oder feste Öffnungszeiten haben die wenigsten. Die angegebenen Zeiten für Sehenswürdigkeiten können variieren, da sie spontan den Gegebenheiten angepasst werden. Im Ramadan öffnen Ämter und Läden nur vormittags, Lokale erst abends zum Fastenbrechen.
Leider sind die öffentlichen Strände oft stark vermüllt und im Sommer total überlaufen. Viele Urlauber bevorzugen daher den Hotelstrand. An öffentlichen Stränden kannst du in der Regel Sonnenschirme oder kleinere Hütten mieten. FKK ist überall tabu; als Frau solltest du an öffentlichen Orten darauf achten, nicht zu freizügig am Strand zu liegen.
Nimm Rücksicht: Sehr religiöse Menschen wollen wegen des Bilderverbots im Islam nicht fotografiert werden. In Museen und an Ausgrabungsstätten ist oft eine Fotogebühr von 1–2 TND zu zahlen. Polizisten und militärische Einrichtungen darfst du nicht fotografieren.
| Chorba | Kräftig gewürzte Suppe mit Lammfleisch und Weizenschrot-Einlage |
| Brik | Mit Thunfisch, Zwiebeln, Petersilie, Kapern und rohem Ei gefüllte, frittierte Teigtaschen |
| Lablabi | Kichererbsensuppe mit Brotstückchen |
| Omek Houria | Süßes Karottenpüree |
| Doigts de Fatima | Frittierte Blätterteigstangen mit einer Füllung aus Hühnchen und Ei |
| Méchouia | Salat mit gegrillter Paprika, Tomaten und Zwiebeln |
| Salade tunisienne | Salat aus Gurken, Tomaten, Zwiebeln, Paprika und Oliven |
| Ojja merguez | Scharfe Lammwürstchen in Paprika-Gemüse-Sauce, überzogen mit einem rohen Ei, dazu Baguette |
| Chakchouka | Pochierte Eier auf einer Tomaten-Paprika-Sauce |
| Tajine | Auflauf aus gekochtem Fleisch, hart gekochten Eiern und Kartoffeln |
| Couscous à l'agneau | Gedämpfter Hartweizengrieß mit viel Gemüse und Lammfleisch |
| Méchoui | Über Holzkohle gegrillte Lammspieße |
| Mosli | Geschmorte Lammkeule mit Gemüse |
| Escalope dinde pannée | Paniertes Truthahnschnitzel mit Pommes frites, Reis und Salat |
| Makroudh | Frittierte, mit Datteln gefüllte Grießplätzchen |
| Baklava | Mit Rosinen und gemahlenen Nüssen gefüllte Blätterteigschnitten |
| Bambalouni | In Fett ausgebackene Hefeteigkringel, in Honig gewendet |
Die Wirtschaft Tunesiens ist vom Export nach Europa geprägt. Vor allem Olivenöl, Datteln, Textilien, Elektro- und Autoteile werden hier produziert. Viele Unternehmen schätzen die Nähe zu Europa und die geringen Herstellungskosten. Auch immer mehr deutsche Firmen produzieren im Land. Der Steiff-Teddy mit dem Knopf im Ohr? Ein echter Tunesier.
Allerdings gibt es eine hohe Arbeitslosenquote (um die 15 Prozent) und sogar fast jeder Dritte Hochschulabsolvent findet keinen passenden Job. Dementsprechend hoch ist derzeit die Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Die Pandemie verschärfte die Situation vor allem für die Arbeiter im Tourismus – einer der wichtigsten Branchen des Landes. Erst langsam erholt sich das Land wieder.
Tunesien gilt als das Mutterland des sogenannten Arabischen Frühlings. Die öffentliche Selbstverbrennung des Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi am 17. Dezember 2010 führte zu Massenprotesten und schließlich knapp vier Wochen später zur Flucht des langjährigen Diktators Ben Ali. Viele Straßen und Plätze erinnern noch an diesen 14. Januar 2011. Anschließend gab es auch in den Nachbarländern ähnliche Entwicklungen. Die Menschen forderten vor allem „Würde“, aber auch wirtschaftlichen Fortschritt. Nach der Revolution hat Tunesien den Übergang zu einer Demokratie nach westlichem Vorbild geschafft: mit zahlreichen Parteien, Parlament und Gewaltenteilung. Die Entmachtung des Parlaments durch Präsident Saied angesichts der massiven Wirtschaftskrise im Sommer 2021 zeigt jedoch, wie zerbrechlich die junge Demokratie noch ist.
Habib Bourguiba (1904–2000) war der führende Widerstandskämpfer gegen die französische Kolonialherrschaft. Nach der Unabhängigkeit Tunesiens wurde er der erste Staatspräsident und blieb es 31 Jahre lang, bis er von Ben Ali abgesetzt wurde. Der moderne Politiker verordnete dem stark in seinen Traditionen verwurzelten Land eine Radikalkur, indem er die Frauenrechte stärkte und demonstrativ im Ramadan in der Öffentlichkeit aß. Obwohl er sich im Alter zum Tyrannen wandelte, wird er bis heute hochverehrt. Gerade angesichts der aktuellen Lage wünschen sich viele eine starke Figur wie Bourguiba zurück.
Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklungen gibt es leider um die Touristenhotels einen unschönen Trend: Beznes (angelehnt an Business) beschreibt den Versuch vor allem von – jungen – Männern, Frauen aller Altersklassen zu umgarnen und dadurch Geschenke, Einladungen oder auch Visa für Europa zu bekommen. Im Netz findet man inzwischen mehrere Websites, die vor den Tricks warnen. Es gibt sogar das sogenannte Amiga-Syndrom – Frauen, die meinen: „Aber meiner ist ganz anders.“ Teilweise tauchen die Probleme auch erst nach einer Heirat auf oder nach einigen Jahren.
Tunesien ist ein extrem junges Land. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 30 Jahre. Dazu kommt, dass die meisten studieren und auf einen Job im sicheren Staatssektor schielen (die tunesische Bürokratie ist komplett aufgebläht). Das führt zu einer hohen Jugendarbeitslosigkeit, weswegen man auch schon vormittags viele junge Männer in den Cafés sitzen und Shisha rauchen sieht. Viele sind sehr frustriert – was man auch immer wieder zu hören bekommt. Es gibt allerdings einige junge Menschen, die selbst aktiv werden. Sie gründen Start-ups oder Galerien und versuchen so, ihr Land mitzugestalten.
Jeder Ort in Tunesien hat eine Straße, die sich „Boulevard d’environnement“ nennt – Umweltboulevard. Umwelterziehung wurde früher großgeschrieben. Immer noch triffst du in den Stadtzentren häufig auf Labib, einen überdimensionalen Wüstenfuchs im blauen Overall mit riesigen Ohren. Labib war von 1992 bis 2012 das Umweltmaskottchen und Teil einer Werbekampagne, mit dem Ziel, auch Kindern ökologisches Verhalten beizubringen. Der Fuchs steht zwar noch, aber vom Umweltbewusstsein ist nicht viel geblieben. Müll wird oft einfach auf die Straße geworfen, in den Sträuchern rascheln Plastiktüten und die öffentlichen Strände sind oft schon zu Beginn der Sommersaison vermüllt.
Tunesien war schon immer das fortschrittlichste Land der Region, wenn es um Frauenrechte ging. Wundere dich nicht, wenn am Strand junge Frauen im knappen Bikini neben Muttis im vollverschleiernden Burkini planschen. Allzu offenherzig solltest du zwar nicht herumlaufen, weil das auch als Einladung zum Anbaggern verstanden werden kann, grundsätzlich sind die Tunesierinnen aber sehr modebewusst. Gleichzeitig gibt es den Trend, dass immer mehr junge Frauen Kopftuch tragen. Ob freiwillig oder aufgezwungen, ist dabei nicht immer klar
„Es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Prophet“ – fünfmal am Tag hörst du diesen Ruf zum Gebet von den Minaretten der Moscheen. Meist recht schräg, denn die tunesischen Muezzins sind keine guten Sänger. Der Islam ist per Verfassung Staatsreligion, trotzdem gibt es auch mehrere christliche Kirchen im Land und das Zusammenleben der Religionen funktioniert relativ problemlos. Allerdings dürfen Nicht-Muslime die Gebetsräume nicht betreten und nur in einige Innenhöfe von berühmten Moscheen. Frauen sollten ihre Haare und Schultern dabei mit einem Schal bedecken.
Die Tunesier hören Musik nur, wenn sie laut ist – und das überall. Selbst auf dem entlegensten Berggipfel sitzen bestimmt ein paar Jugendliche, die laut Hip-Hop auf dem Handy hören. Aber auch die klassische tunesische Musik spielt im Alltag eine große Rolle. Wichtigstes Instrument ist die oud, eine Laute, die meist mit dem Rhythmus von Handtrommeln untermalt wird. Lust, ein Konzert zu hören? Tunesische Künstler wie Zaza oder Sami Lajmi füllen riesige römische Theater und schon nach den ersten Takten tanzen alle wild mit.
Gefeiert wird so laut, dass auch noch der entfernteste Nachbar, der ausnahmsweise nicht eingeladen worden ist, etwas von der Party mitbekommt. Gerade im Sommer dröhnt fast jeden Abend aus einem anderen Garten laute Musik, und die tunesischen Frauen trillern laut mit ihren Zungen. Autound Kutschenkorsos ziehen durch die Straßen – man darf gerne mitjubeln und die Feiernden beglückwünschen. Weil Hochzeiten aber teuer sind, heiraten viele Tunesier immer später und wohnen länger bei ihren Eltern.
Das Jahr 2015 war für Tunesien ein trauriger Wendepunkt. Terroristen verübten zwei Anschläge auf wichtige Touristenorte: das Bardo-Museum in Tunis und einen Strand in Sousse. Mehr als 70 Menschen wurden getötet. Viele junge Tunesier haben sich außerdem der Terrorgruppe IS angeschlossen, wie auch der Berliner Weihnachtsmarktattentäter Anis Amri. Inzwischen geht das Land vermehrt gegen Islamisten vor. Die Sicherheitslage hat sich deutlich verbessert. Das führt aber dazu, dass du im Hotel durch Metalldetektoren gehen musst und überall in den Straßen Polizei mit Maschinengewehren siehst, was sich seltsam anfühlt. Es gibt noch Islamisten im Land, die halten sich in der Regel aber im Grenzgebiet zu Algerien und zu Libyen auf.
Vor allem in Südtunesien und auf Djerba leben heute noch einige Berber – sozusagen die Urbevölkerung Nordafrikas. Sie waren schon vor den arabischen Stämmen in der Gegend beheimatet und grenzen sich auch gerne von diesen ab. Besonders in ihrer Kunst und im Handwerk findet man einige spezielle vorislamische Glaubensvorstellungen und Symbole wider, etwa die Angst vor dem bösen Blick.
Ein bisschen Sprachkurs muss sein, damit du im Wirrwarr der Altstädte, pardon: der Medinas, den Überblick behältst. Sowohl Ribat als auch Kasbah bezeichnen kleine Burgen oder Festungen innerhalb der Städte. Im ländlichen Süden heißen die kleinen befestigten Orte Ksar (Mehrzahl: Ksour). Hier fanden früher oft die Märkte und auch Gerichtsverhandlungen statt.
Feste Märkte, die Souks, gibt es heute noch mit kleinen Gassen zum Schlendern und Shoppen in den großen Städten. Dort kannst auch die chéchia kaufen, die traditionelle rote Filzkappe, die früher vor allem von Männern getragen wurde.
Die weißen Blüten der tunesischen Nationalblume sind gerade im Sommer nicht aus den Straßen wegzudenken. Überall duftet es dann nach Jasmin, die Blüten werden zu Sträußchen gebunden und von Straßenverkäufern für ein oder zwei Dinar angeboten. Die Männer tragen diese Minibouquets beim Bummeln kokett hinters Ohr gesteckt. Einem Gerücht nach bedeutet linkes Ohr: „Ich bin vergeben und will das zeigen“, rechtes Ohr heißt: „Ich bin auf der Suche.“
Nicht nur in persönlichen Gesprächen, sondern auch in den Zeitungen fallen immer wieder allerlei Gründe, warum es im Land gerade nicht vorangeht. Mal sind die Islamisten schuld, dann die Anhänger des alten Ben-Ali-Regimes oder hinter allem stecken die Amerikaner und Israelis. Seit der Revolution grassieren die Verschwörungstheorien, wenn es um Korruption, Streiks, Wirtschaft oder politische Morde geht. Am besten ist es, Themen wie Politik und Religion in Gesprächen auszuklammern.
Das Hamam ist vor allem für traditionell lebende Frauen ein wichtiger Treffpunkt. Hier plaudern sie mit Nachbarinnen und Freundinnen, tauschen Neuigkeiten aus und knüpfen Kontakte. Traditionelle Hamams sind meist recht einfach, nicht sehr sauber und nicht auf europäische Gäste eingestellt. Es gibt mittlerweile aber auch Dampfbäder für Touristen, etwa in den Hotels, die etwas teurer sind.
Ein tunesisches Hamam betritt man niemals unbekleidet. Entweder liegen Badetücher, fouta genannt, bereit, in die man sich wickelt, oder man lässt Badeanzug bzw. -hose an.
Tunesien wirbt mit den schönsten Stränden am Mittelmeer. Grundsätzlich stimmt das auch – es gibt unzählige felsige Buchten zum Schnorcheln im Norden und herrliche Sandstrände zum Faulenzen um Hammamet, Sousse und auf Djerba. Leider sind die öffentlichen Strände inzwischen stark vermüllt und im Sommer total überlaufen. Die einsame Bucht sucht man vergeblich. Viele Urlauber bevorzugen deswegen den Hotelstrand.
An öffentlichen Stränden kannst du in der Regel Sonnenschirme oder kleinere Hütten mieten. FKK ist überall tabu und als Frau solltest du an öffentlichen Orten darauf achten, nicht zu freizügig am Strand zu liegen.
Im Fastenmonat Ramadan tickt das Leben anders: Tagsüber essen die meisten Tunesier nichts, sobald aber die Muezzins nach Sonnenuntergang das Fastenbrechen verkünden, wird das Verpasste nachgeholt und richtig geschlemmt. Die Menschen gehen essen, kaufen ein oder besuchen Freunde. In den Altstädten gibt es große Feste, etwa in der Medina von Tunis.
Tagsüber heißt das aber auch, dass eigentlich kein Restaurant außerhalb der Touristenzonen geöffnet ist. Viele Menschen sind angespannt (gerade im Straßenverkehr), man sollte deswegen auch nicht unbedingt öffentlich trinken und essen.
Übrigens richtet sich der islamische Kalender nach dem Mond, die Feiertage „wandern“ somit durchs Jahr. Der Ramadan hat also keinen festen Termin.
Sandige Böden, unregelmäßige und geringe Niederschläge – für den knorrigen Olivenbaum sind das ideale Bedingungen. Deshalb wurden die Böden des tunesischen Sahel bereits in römischer Zeit mit Oliven bepflanzt. Was für hohe Erträge die grüne Frucht brachte, spiegelt sich in den prunkvollen Bauten des 2./ 3. Jhs wider. Eine neue Hochzeit der Olive brach im 19. Jh. an: Unter französischem Protektorat entstanden riesige Staatsgüter wie z. B. die Domaine d’Enfida zwischen Sousse und Hammamet. Tunesien zählt heute zu den Top 5 der Olivenölexportländer. Produzenten von Bioolivenöl sind im Land noch in der Minderheit.
Dass Tunesien seine Verwaltung von Frankreich hat, merkst du auch daran, dass gern mal gestreikt wird. Die Gewerkschaften sind sehr stark. Es kann also immer passieren, dass Taxi-, Busfahrer oder die Bäcker streiken. Außerdem muss die Regierung mehr und mehr Subventionen streichen, etwa für Brot und Benzin. Die Menschen sind weiterhin unzufrieden, sodass es immer wieder zu Demonstrationen kommen kann. Zusätzlich gibt es innenpolitische Spannungen: Zehntausende Migranten sind im Land gestrandet.
So eine Überraschung! Plötzlich spricht dich mitten im Souk jemand an: „Wir kennen uns! Ich bin Kellner in Ihrem Hotel!“ Aller Wahrscheinlichkeit nach ist er genau das aber nicht, sondern will dich einfach in den nächsten Laden schleppen.
Tunesien hat zum Teil wunderschöne Moscheen. Betreten dürfen sie nur Muslime, Touristen müssen draußen bleiben. Ausgewählte Moscheen wie die Großen Moscheen in Kairouan und Tunis haben Besuchszeiten für den Innenhof.
Für normale Taxifahrten sind die Fahrer verpflichtet, das Taxameter zu benutzen. Alles andere gibt nur unschöne Diskussionen.
Klar kann es sein, dass man sich im Urlaub verliebt. Nur leider haben sich in den letzten Jahren im Tourismus zahlreiche – vor allem jüngere – Männer darauf spezialisiert, ausländische Urlauberinnen zu umgarnen, um Geschenke oder Visa zu bekommen. Websites mit Erfahrungsberichten warnen davor, auf die typischen Maschen reinzufallen.
Am Hotelstrand ist es in der Regel kein Problem, im Bikini baden zu gehen. Aber an öffentlichen Stränden solltest du zurückhaltender sein; auf der Straße und in den Souks haben tiefe Ausschnitte und zu kurze Hosen oder Unterhemden (bei Männern) nichts zu suchen.
Tunesien verfügt in den größeren Städten und bei Überlandverbindungen über eine gute Verkehrsinfrastruktur mit Inlandsflügen, teilweise Bahnverbindungen und vor allem Überlandbussen.
Reisen auf dem Landweg, insbesondere im Landesinneren, sollten aus Sicherheitsgründen so geplant werden, dass das Ziel vor Einbruch der Dunkelheit erreicht wird.
Im Straßenverkehr besteht eine erhöhte Unfallgefahr. Autofahrer wie Fußgänger können sich nicht auf gegenseitige Rücksichtnahme sowie auf die Beachtung von Verkehrsregeln verlassen. Selbst Ampeln werden nicht immer beachtet. Auch auf Autobahnen ist mit Fußgängern und Tieren zu rechnen.
Die Promillegrenze beträgt 0,3. Für Fahranfänger und Fahrer in der Tourismusbranche besteht absolutes Alkoholverbot. Die Benutzung der Autobahn ist mautpflichtig und wird in bar entrichtet.
Der deutsche Führerschein wird bei touristischen Aufenthalten anerkannt.
Die Mehrheit der Bevölkerung ist muslimisch. Auch wenn viele Tunesierinnen berufstätig sind, bleibt das Rollenverständnis insbesondere in ländlichen Gebieten von traditionellen Mustern bestimmt. Frauen sollten sich außerhalb der Touristenzentren daher zurückhaltend verhalten und gesundes Misstrauen zeigen.
Alkohol kann in bestimmten Geschäften gekauft werden. Er wird in Städten auch in einigen Hotels und Restaurants serviert. Allerdings ist es nicht erlaubt, Alkohol auf der Straße oder an anderen Orten als in einem zugelassenen Restaurant oder in einer Bar zu trinken.
Während des Fastenmonats Ramadan ist außerhalb der Touristenzentren mit Einschränkungen im Alltag wie Schließung von Restaurants tagsüber, reduzierten Arbeitszeiten bei Behörden und mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie der Beachtung islamischer Traditionen zu rechnen.
Gleichgeschlechtliche Sexualbeziehungen sind verboten und können in Tunesien strafverfolgt werden.
Der Besitz schon kleinster Mengen Rauschgifts bzw. der Konsum von Marihuana/Haschisch wird in Tunesien mit mindestens einem Jahr Haft und Geldstrafe geahndet. Das Strafmaß für Drogendelikte kann sich auf bis zu 20 Jahre Freiheitsstrafe belaufen.
Der Besitz von Waffen (Feuerwaffen, Hieb- und Stichwaffen) und pornographischem Material ist untersagt.
Das Fotografieren militärischer oder polizeilicher Anlagen, öffentlicher Gebäude oder sicherheitssensibler Bereiche (auch der Wagenkolonne einer öffentlichen Person) und der Einsatz von Drohnen sind nicht erlaubt und können zu Inhaftierung wegen Terrorismusverdachts führen. Ferngläser o.ä. können konfisziert werden.
Auch die Einfuhr von Drohnen, Funkgeräten und anderen Gegenständen kann einen Terrorismus- oder Spionageverdacht begründen.Öffentliche Zuneigung, insbesondere zwischen unverheirateten Paaren, kann je nach Art und Ausmaß wegen Unzucht oder Erregung öffentlichen Ärgernisses strafrechtlich verfolgt werden. Ehebruch und homosexuelle Handlungen sind in Tunesien strafbar und können eine Haftstrafe nach sich ziehen, siehe auch Reiseinfos -.
Prostitution ist mit äußerst wenigen Ausnahmen in Tunesien verboten. Wer entsprechende Dienstleistungen ohne Genehmigung anbietet, aber auch wer sie in Anspruch nimmt, kann zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt werden.
Gerichtsverfahren und damit verbundene Untersuchungshaftzeiten können lang andauern. Tunesische Haftbedingungen sind nicht mit den deutschen vergleichbar. In diesem Zusammenhang verhängte Ausreisesperren können zu jahrelangen Zwangsaufenthalten in Tunesien führen - mit weitreichenden Konsequenzen für die berufliche, familiäre und gesundheitliche Lage der Betroffenen.
Landeswährung ist der Tunesische Dinar (TND). Es ist eine Tausenderwährung, 1 TND entspricht 1.000 Millimes.
Geld kann bei jeder größeren Bank während der üblichen Geschäftszeiten montags bis freitags umgetauscht werden. Weitere Umtauschmöglichkeiten gibt es in größeren Hotels. Geldumtausch auf der Straße ist verboten. Geldabhebungen am Automaten sind mit gängigen internationalen Kreditkarten (Mastercard, VISA) und auch mit einer Debitkarte (Girocard) möglich (nicht jedoch V-Pay).
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Impfungen vorgeschrieben.
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.
Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:
Derzeit werden vermehrt Fälle von mit Tollwut infizierten Tieren gemeldet - insbesondere in Nordtunesien. Eine Ansteckung durch Tollwut erfolgt vorwiegend über Hunde, Katzen, Affen und Flughunde und spielt aufgrund der Nähe dieser Tiere zu Menschen eine besondere Rolle.
Es finden sich einige durch Mücken oder Zecken übertragene Infektionskrankheiten, diese sind insgesamt aber selten (Leishmaniose, West-Nil-Fieber, Phlebotomus Fieber). Insektenschutz beachten (Repellentien, Moskitonetz, langärmlige Kleidung).
Die Gefahr der Übertragung einer Bilharziose besteht herdförmig in Gafsa und Schott Djerit beim Baden im Süßwasser.
Gefahren durch Schlangen und Skorpione.
Das Versorgungsniveau ist zumindest in Tunis gut. Viele gut ausgestattete Privatkliniken (Clinique International Hannibal, Polyclinique Les Berges du Lac, Clinique de la Soukra) sind auch Ziel von Patienten aus benachbarten afrikanischen Ländern. Außerhalb der Hauptstadt ist mit einigen Einschränkungen zu rechnen, vor allem in staatlichen Krankenhäusern (lediglich Basisversorgung, keine Pflegeleistungen, auch nicht für Touristen).
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
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Von Reisen
wird abgeraten.
Im Juli 2022 wurde per Referendum eine neue Verfassung angenommen, die nahezu alle Macht in die Hände des Staatspräsidenten legt und die Kompetenzen des Parlaments stark einschränkt.
Aufgrund der politischen und sozialen Lage finden gelegentlich angemeldete Demonstrationen und Protestkundgebungen statt, meist am Wochenende im Stadtzentrum von Tunis. Zudem kommt es immer wieder zu spontanen, lokal begrenzten Demonstrationen in Tunis und anderen Landesteilen, insbesondere als Solidaritätskundgebungen für Palästina und im Kontext von Industrie-Umweltschäden. Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften können dabei nicht ausgeschlossen werden.
Das „Gesetzesdekret 54" sieht Haftstrafen von bis zu zehn Jahren für die Verbreitung von „Falschinformationen und Gerüchten" im Internet vor. Dies kann auch politische Einlassungen betreffen. Die tunesische Regierung führt außerdem verschärfte Kontrollen gegen „unmoralische Inhalte" in den sozialen Medien, insbesondere auf TikTok und Instagram, durch.
Der Ausnahmezustand mit erweiterten Befugnissen für Sicherheitskräfte gilt landesweit fort. Mit vermehrten Polizeikontrollen ist landesweit weiterhin zu rechnen.
Teile des südlichen Grenzgebietes zu Algerien sowie ein ca. 20 km breiter Streifen entlang der gesamten Grenze zu Libyen sind militärisches Sperrgebiet und daher nicht zugänglich. Diese Gebiete können nur nach Einholung einer Genehmigung des zuständigen Gouvernorats betreten werden.
In Tunesien besteht weiterhin ein erhöhtes Risiko terroristischer Anschläge. 2015 wurden zwei schwere terroristische Anschläge an einem Hotelstrand in einem Vorort von Sousse und im Bardo-Museum in der Innenstadt von Tunis verübt, bei denen zahlreiche ausländische Reisende unter den Opfern waren. Im Mai 2023 kam es auf der Insel Djerba an der Synagoge La Ghriba zu einem Anschlag.
Insgesamt hat sich die Sicherheitslage stabilisiert. Die tunesischen Sicherheitskräfte verstärken ihre Präsenz saisonbedingt in den Touristengebieten. Das tunesische Innenministerium hat mobile Sicherheitsposten eingerichtet, die in den Sommermonaten an touristischen Anlaufpunkten, Stränden und öffentlichen Plätzen im Einsatz sind.
In den Gebirgsregionen entlang der algerischen Grenze im Bereich von Ain Draham bis Kasserine westlich der Nationalstraße N17, besonders in den Bergen des Jebel Chaambi, Jebel Selloum und Jebel Mghila in der Provinz Kasserine sind bewaffnete Auseinandersetzungen mit dort operierenden Terrorgruppen möglich. Gebiete sind dort teilweise vermint.
Die Sicherheitslage ist in der Stadt Ben Guerdane und in der umliegenden Region nahe der libyschen Grenze besonders angespannt.
Mit verstärkter Militär- und Polizeipräsenz in diesen Regionen ist zu rechnen.
Südlich bzw. südöstlich der Linie, die von der Grenze zu Algerien über Tozeur/Nafta - Douz – Ksar Ghilane – Tataouine bis Zarzis führt, sowie abseits der Touristenzentren am Rande der Sahara und insbesondere in Grenzgebieten besteht ein erhöhtes Entführungsrisiko.
Es kann u.a. zu Einbruchs- und Diebstahldelikten kommen, z.B. Taschendiebstahl und Kreditkartenkriminalität.
In Hotels bieten häufig neben den offiziellen Vertragspartnern von Reiseveranstaltern auch private Agenturen Ausflüge und Aktivitäten an, die oft keine ausreichende rechtliche Absicherung bieten und keiner Qualitätskontrolle unterliegen.
Das Klima ist im Norden mediterran; im Süden herrscht Wüstenklima.
Die Sahara kann sehr heiß werden. Staub- und Sandstürme sind möglich.
Insbesondere in den Wintermonaten können landesweit Überflutungen auftreten.
Tunesien liegt in einer seismisch leicht aktiven Zone, sodass es zu Erdbeben und ggf. Tsunamis kommen kann.
Tunesien verfügt in den größeren Städten und bei Überlandverbindungen über eine gute Verkehrsinfrastruktur mit Inlandsflügen, teilweise Bahnverbindungen und vor allem Überlandbussen.
Reisen auf dem Landweg, insbesondere im Landesinneren, sollten aus Sicherheitsgründen so geplant werden, dass das Ziel vor Einbruch der Dunkelheit erreicht wird.
Im Straßenverkehr besteht eine erhöhte Unfallgefahr. Autofahrer wie Fußgänger können sich nicht auf gegenseitige Rücksichtnahme sowie auf die Beachtung von Verkehrsregeln verlassen. Selbst Ampeln werden nicht immer beachtet. Auch auf Autobahnen ist mit Fußgängern und Tieren zu rechnen.
Die Promillegrenze beträgt 0,3. Für Fahranfänger und Fahrer in der Tourismusbranche besteht absolutes Alkoholverbot. Die Benutzung der Autobahn ist mautpflichtig und wird in bar entrichtet.
Der deutsche Führerschein wird bei touristischen Aufenthalten anerkannt.
Die Mehrheit der Bevölkerung ist muslimisch. Auch wenn viele Tunesierinnen berufstätig sind, bleibt das Rollenverständnis insbesondere in ländlichen Gebieten von traditionellen Mustern bestimmt. Frauen sollten sich außerhalb der Touristenzentren daher zurückhaltend verhalten und gesundes Misstrauen zeigen.
Alkohol kann in bestimmten Geschäften gekauft werden. Er wird in Städten auch in einigen Hotels und Restaurants serviert. Allerdings ist es nicht erlaubt, Alkohol auf der Straße oder an anderen Orten als in einem zugelassenen Restaurant oder in einer Bar zu trinken.
Während des Fastenmonats Ramadan ist außerhalb der Touristenzentren mit Einschränkungen im Alltag wie z.B. Schließung von Restaurants tagsüber, reduzierten Arbeitszeiten bei Behörden und mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie der Beachtung islamischer Traditionen zu rechnen.
Gleichgeschlechtliche Sexualbeziehungen sind verboten und können in Tunesien strafverfolgt werden.
Der Besitz schon kleinster Mengen Rauschgifts bzw. der Konsum von Marihuana/Haschisch wird in Tunesien mit mindestens einem Jahr Haft und Geldstrafe geahndet. Das Strafmaß für Drogendelikte kann sich auf bis zu 20 Jahre Freiheitsstrafe belaufen.
Der Besitz von Waffen (Feuerwaffen, Hieb- und Stichwaffen) und pornographischem Material ist untersagt.
Das Fotografieren militärischer oder polizeilicher Anlagen, öffentlicher Gebäude oder sicherheitssensibler Bereiche (z.B. auch der Wagenkolonne einer öffentlichen Person) und der Einsatz von Drohnen sind nicht erlaubt und können zu Inhaftierung wegen Terrorismusverdachts führen. Ferngläser o.ä. können konfisziert werden.
Auch die Einfuhr von Drohnen, Funkgeräten und anderen Gegenständen kann einen Terrorismus- oder Spionageverdacht begründen.Öffentliche Zuneigung, insbesondere zwischen unverheirateten Paaren, kann je nach Art und Ausmaß wegen Unzucht oder Erregung öffentlichen Ärgernisses strafrechtlich verfolgt werden. Ehebruch und homosexuelle Handlungen sind in Tunesien strafbar und können eine Haftstrafe nach sich ziehen, siehe auch Reiseinfos - LGBTIQ.
Prostitution ist mit äußerst wenigen Ausnahmen in Tunesien verboten. Wer entsprechende Dienstleistungen ohne Genehmigung anbietet, aber auch wer sie in Anspruch nimmt, kann zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt werden.
Gerichtsverfahren und damit verbundene Untersuchungshaftzeiten können lang andauern. Tunesische Haftbedingungen sind nicht mit den deutschen vergleichbar. In diesem Zusammenhang verhängte Ausreisesperren können zu jahrelangen Zwangsaufenthalten in Tunesien führen - mit weitreichenden Konsequenzen für die berufliche, familiäre und gesundheitliche Lage der Betroffenen.
Landeswährung ist der Tunesische Dinar (TND). Es ist eine Tausenderwährung, d.h. 1 TND entspricht 1.000 Millimes.
Geld kann bei jeder größeren Bank während der üblichen Geschäftszeiten montags bis freitags umgetauscht werden. Weitere Umtauschmöglichkeiten gibt es in größeren Hotels. Geldumtausch auf der Straße ist verboten. Geldabhebungen am Automaten sind mit gängigen internationalen Kreditkarten (Mastercard, VISA) und auch mit einer Debitkarte (Girocard) möglich (nicht jedoch V-Pay).
Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Bei Einreise ohne Buchungsbestätigung einer Pauschalreise mit regulärem Reisepass können tunesische Grenzbeamte Nachweise über ausreichende finanzielle Mittel zur Deckung der Reise- und Lebenshaltungskosten während des Aufenthaltes der Reisenden erfragen.
Einreisen mit einem deutschen Personalausweis sind nicht möglich.
Einreisen mit einem gültigen deutschen vorläufigen Reisepass nach Tunesien sind nach Mitteilung der tunesischen Behörden nur möglich, wenn ein Hin- und Rückflugticket und ausreichende finanzielle Mittel zur Deckung der Reise- und Lebenshaltungskosten während des Aufenthalts nachgewiesen werden können.
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise zu touristischen, privaten oder geschäftlichen Zwecken bei einem Aufenthalt bis zu 120 Tagen kein Visum.
Der von den tunesischen Grenzbehörden an manchen Flughäfen ausgegebene Einreisenachweis "Carte de visiteur non-résident" muss aufbewahrt und bei Wiederausreise vorgelegt werden. Bei Überschreiten des 120-tägigen Aufenthalts wird eine Strafgebühr von 20 TND pro Fünf-Tages-Zeitraum erhoben, die bei Ausreise (mittels Wertmarken) beglichen werden muss; ansonsten wird die Ausreise nicht gestattet.
Bei Einreise auf dem Seeweg – z.B. von Individualreisenden – kann es aufgrund mangelnder einschlägiger Vorschriften von tunesischer Seite zu Schwierigkeiten (beispielsweise zur Verweigerung der Einreise bei fehlender Hotelbuchung und/oder Rückfahrticket) kommen.
Von Reisenden, die neben der deutschen auch die tunesische Staatsangehörigkeit besitzen, verlangen die tunesischen Behörden, dass sie sich mit einem tunesischen Reisepass ausweisen können (Achtung: Die Rückgabe des tunesischen Passes an eine tunesische Auslandsvertretung aus Anlass der Einbürgerung in den deutschen Staatsverband führt nicht zum Verlust der tunesischen Staatsangehörigkeit). Deutsch-tunesische Doppelstaater werden entsprechend der internationalen Praxis in Tunesien ausschließlich als Tunesier behandelt und unterliegen uneingeschränkt den tunesischen Gesetzen.
Die früher erforderliche elterliche Genehmigung „autorisation parentale" (beglaubigt durch das Gouvernorat in Tunesien oder einer tunesischen Vertretung in Deutschland), die bei Ausreisen minderjährige Tunesier oder Doppelstaater, die nicht vom tunesischen Elternteil begleitet wurden, erforderlich war, ist offiziell nicht mehr notwendig. In der Praxis kommt es gelegentlich vor, dass diese Bescheinigung bei der Ausreise trotzdem noch verlangt wird.
In Tunesien gelten sehr strenge Devisenbestimmungen. TND dürfen weder ein- noch ausgeführt werden.
Die Ein- und Ausfuhr von Devisen, Gold o.Ä. ist ohne Begrenzung möglich, ab einem Gegenwert von 10.000 TND (ca. 3.000 EUR) muss jedoch eine Einfuhr- bzw. Ausfuhrdeklaration beim Zoll erfolgen. Eine Nichtbeachtung der Einfuhrbestimmungen kann die Beschlagnahme und ggf. strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Verbindliche Informationen stellt der tunesische Zoll auf Französisch zur Verfügung.
Reisende ohne permanenten Aufenthalt in Tunesien, die die Absicht haben, eine Restsumme der Devisen im Wert von 5.000 TND (ca. 1.500 EUR) oder mehr wieder auszuführen, müssen bereits bei der Einfuhr den Wert der mitgeführten Devisen deklarieren. Die Einfuhrerklärung muss sorgfältig aufbewahrt werden, da sonst die Gefahr besteht, dass bei der Wiederausreise diese Mittel beschlagnahmt werden und eine Strafe verhängt wird. Bei der Ausreise müssen Devisen mündlich angegeben werden. Devisengeschäfte sind nach tunesischem Recht nicht zulässig.
Beim Erwerb teurerer Souvenirs wie Teppichen, aber auch bei tierischen und pflanzlichen Produkten, sollten Reisende besonders vorsichtig sein. Solche Käufe sollten nur bei vertrauensvollen oder vom Tourismusbüro (Office National du Tourisme Tunisien) bzw. bei von Reiseleitern empfohlenen Geschäften und Händlern getätigt werden. Zusätzlich sollte man sich stets der Zollbestimmungen vergewissern.
Bei der Einreise mit einem Kfz wird dafür eine Verkehrserlaubnis von drei Monaten erteilt. Die Fahrzeugdaten werden in den Reisepass des Halters eingetragen, da ein Verkauf des Fahrzeugs in Tunesien nicht ohne Zollentrichtung stattfinden darf. Bei der Ausreise mit dem Fahrzeug wird der Eintrag wieder gelöscht.
Vor der Einfuhr eines Kfz für mehr als drei Monate sollte unbedingt vorab Kontakt mit den zuständigen tunesischen Auslandsvertretungen in Deutschland aufgenommen werden.
Um Schwierigkeiten bei den Grenzübergängen zu vermeiden, wird im Fall eines Gebrauchtwagenkaufs empfohlen, beim zuständigen Straßenverkehrsamt die aktuellen Angaben zum Halter in den Fahrzeugpapieren nachtragen zu lassen.
Sollte das Fahrzeug bei einem Unfall Totalschaden erleiden, muss von der örtlichen Polizei- oder Zollbehörde eine entsprechende Bescheinigung ausgestellt und das Fahrzeug zolltechnisch abgewickelt/verzollt werden, damit das Land ohne das Fahrzeug verlassen werden kann. Bei einer evtl. notwendigen Verschrottung des Fahrzeugs ist mit hohen Zollgebühren zu rechnen. Auch im Falle eines Fahrzeugdiebstahls sind grundsätzlich erhebliche Zollgebühren zu entrichten.
Der Verlust oder Diebstahl der Kfz-Papiere oder des Führerscheins ist umgehend bei der örtlich zuständigen tunesischen Polizeibehörde anzuzeigen. Für die Ausstellung und Übersendung von Zweitschriften durch die ausstellende Behörde in Deutschland ist mit einer Wartezeit von ca. zwei Monaten zu rechnen. Sollte das Kfz wegen falschen Parkens abgeschleppt worden sein, kann es gegen Entrichtung einer Gebühr bei der "Fourrière" ausgelöst werden.
Für Reisen mit bestimmten Haustieren (Hunde, Katzen, Frettchen) ist eine Tollwutimpfung erforderlich, die z.B. mittels EU-Heimtierausweis nachgewiesen werden kann.
Einen Musterausweis sowie weitergehende Informationen bietet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Impfungen vorgeschrieben.
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.
Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:
Derzeit werden vermehrt Fälle von mit Tollwut infizierten Tieren gemeldet – insbesondere in Nordtunesien. Eine Ansteckung durch Tollwut erfolgt vorwiegend über Hunde, Katzen, Affen und Flughunde und spielt aufgrund der Nähe dieser Tiere zu Menschen eine besondere Rolle.
Es finden sich einige durch Mücken oder Zecken übertragene Infektionskrankheiten, diese sind insgesamt aber selten (z.B. Leishmaniose, West-Nil-Fieber, Phlebotomus Fieber). Insektenschutz beachten (z.B. Repellentien, Moskitonetz, langärmlige Kleidung).
Die Gefahr der Übertragung einer Bilharziose besteht herdförmig in Gafsa und Schott Djerit beim Baden im Süßwasser.
Gefahren durch Schlangen und Skorpione.
Das Versorgungsniveau ist zumindest in Tunis gut. Viele gut ausgestattete Privatkliniken (Clinique International Hannibal, Polyclinique Les Berges du Lac, Clinique de la Soukra u.a.) sind auch Ziel von Patienten aus benachbarten afrikanischen Ländern. Außerhalb der Hauptstadt ist mit einigen Einschränkungen zu rechnen, vor allem in staatlichen Krankenhäusern (lediglich Basisversorgung, keine Pflegeleistungen, auch nicht für Touristen).
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.
Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise
Die medizinische Versorgung ist zumindest in Tunis gut, z. T. sehr gut. Außerhalb der Hauptstadt ist mit einigen Einschränkungen zu rechnen. Gelegentlich fehlen auch europäisch ausgebildete, Englisch oder Französisch sprechende Ärzte in der Peripherie.
Vor Reiseantritt sollte man sich bei seiner Krankenkasse den Urlaubskrankenschein TN/A 11 besorgen. Im Krankheitsfall wendet man sich an das nächstgelegene Regional- oder örtliche Büro der Caisse Nationale de Sécurité Sociale (CNSS). In allen Krankenhäusern und bei Ärzten erfolgt die Behandlung nur gegen Barzahlung.
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sowie einer Reiserückholversicherung wird empfohlen.
Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden. Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll. Nachtapotheken sowie die am Sonntag geöffneten Apotheken sind in den Tageszeitungen aufgeführt.
Leitungswasser ist gechlort und normalerweise unbedenklich, kann allerdings u. U. in der Umgewöhnungszeit leichte Magenbeschwerden hervorrufen, weshalb für die ersten Urlaubstage abgefülltes Wasser empfohlen wird. Trinkwasser außerhalb größerer Städte ist nicht immer keimfrei und sollte abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.
Milch ist pasteurisiert. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
Darminfektionen kommen landesweit vor, daher ist es ratsam auf eine sorgfältige Lebensmittelhygiene zu achten.
| Titel | Besondere Vorsichtsmaßnahmen | Gesundheitszeugnis erforderlich |
|---|---|---|
| Tollwut | 2 | - |
| Hepatitis A und B | 1 | - |
[1] Landesweit besteht ein Infektionsrisiko für Hepatitis A und ein mittleres Infektionsrisiko für Hepatitis B. Ein Impfschutz gegen Hepatitis A wird empfohlen. Hepatitis B ist endemisch. Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B-Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen.
[2] Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. streunernde Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Reisende, die sich länger als 30 Tage in Tunesien aufhalten möchten, müssen u.U. einen negativen HIV-Test vorlegen. Alle Personen, die ein Arbeits- oder Studentenvisum beantragen, müssen einen negativen HIV-Test vorweisen können.
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
Bilharziose-Erreger können in manchen Teichen und Flüssen vor allem in Gafsa und Schott Djerit vorkommen, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
HIV/Aids ist eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit selten vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
| Titel | Pass erforderlich | Visum erforderlich | Rückflugticket erforderlich |
|---|---|---|---|
| Schweiz | Ja | Nein | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja | 1 | Ja |
| Türkei | Ja | Nein | Ja |
| Deutschland | Ja | Nein | Ja |
| Österreich | Ja | Nein | Ja |
Ein Reisepass ist allgemein erforderlich, er muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Für Reisen außerhalb der Hauptstadt sind für alle Präfekturen Genehmigungen (Authorisation de circuler) vom Innenministerium des Tschad erforderlich, die am besten zusammen mit dem Visum beantragt werden sollten (Ausstellung im Land nicht garantiert). Bei Einreise auf dem Landweg muss die Genehmigung bereits zusammen mit dem Visum beantragt werden.
Ein Visum ist allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für Aufenthalte von bis zu 3 Monaten (sofern nicht anders angegeben):
(a) Deutschland (Aufenthalt von bis zu 4 Monaten), Bulgarien (2 Monate), Griechenland (1 Monat), übrige EU-Länder ([1] Ausnahmen: Visumpflicht besteht für Staatsangehörige von Zypern;).
(b) Schweiz;
(c) Türkei.
Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren.
Österreicher: Eigener Reisepass.
Schweizer: Reisepass.
Türken: Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Allein reisende Minderjährige (auch Doppelstaatler) müssen keine beglaubigte Vollmacht der/des Sorgeberechtigten mehr mit sich führen. Diese Bestimmung wurde offiziell abgeschafft. Trotzdem kann es vorkommen, dass Minderjährige eine beglaubigte Vollmacht vorzeigen müssen.
Für Haustiere wird ein amtliches Gesundheitszeugnis des Herkunftslandes benötigt, das maximal 6 Wochen alt ist und bescheinigt, dass am Herkunftsort innerhalb der letzten 6 Wochen vor der Abreise keine ansteckenden Tierkrankheiten vorkamen.
Katzen und Hunde benötigen zusätzlich ein Tollwutimpfzertifikat (Hunde auch eine Staupe-Impfung). Die Tollwutimpfung muss mindestens 1 Monat und maximal 6 Monate vor der Abreise erfolgt sein.
Mindestens 4 Wochen.
Touristenvisum: Bis zu 3 Monate. Transitvisum: 2 Tage.
Transitreisende, die innerhalb von 48 Std. weiterreisen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. Ausgenommen sind Staatsangehörige einiger, jedoch nicht in der obigen Tabelle erwähnten Länder, die immer ein Transitvisum benötigen. Weitere Auskünfte erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen.
Touristen- und Transitvisum.
Weitere Auskünfte erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen.
Deutschland
Visum
einmalige Einreise (bis zu 90 Tage): 75 €
mehrmalige Einreise (bis zu 90 Tage): 150 €
Transitvisum (max. 7 Tage Aufenthalt): 25 €
1 Dinar = 1000 Millimes. Währungskürzel: DT, TND (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten von 50, 30 (nicht im normalen Umlauf), 20, 10 und 5 TD. Münzen gibt es in den Werten von 5, 2, 1 und 1/2 TD sowie 200, 100, 50, 20, 10, 5, 2 und 1 Millimes.
Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten.
Fremdwährungen können in unbeschränkter Menge eingeführt werden; Deklarationspflicht ab einem Gegenwert von 20.000 TD. Die Ausfuhr von Fremdwährungen ist auf die Einfuhrmenge bzw. auf den deklarierten Betrag beschränkt (Alle Formulare und Umtauschbelege gut aufbewahren). Achtung: Ausländer ohne Wohnsitz in Tunesien dürfen eine Summe ab einem Gegenwert von 5.000 TD nur dann ausführen, wenn sie über einen Einfuhrbeleg verfügen. Die Ausfuhr von einer Summe ab einem Gegenwert von 30.000 TD, über die ein Einfuhrbeleg vorliegt, ist nur möglich, wenn sie über autorisierte Bank- und Finanzinstitute durchgeführt wird. Die Einfuhrerklärung für Fremdwährungen ist jeweils drei Monate gültig und kann auch online abgegeben werden.
Gängige Kreditkarten wie American Express, Mastercard, Diners Club und Visa werden in größeren Städten und in Touristenzentren akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. In Dutyfreeshops werden nur Kreditkarten oder Devisen akzeptiert.
Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich. Reiseschecks werden in Tunesien in den größeren Städten von wenigen Banken akzeptiert.
Winter: meist Mo-Fr 08.00-12.00 und 14.00-16.00. Sommer: meist 7.30-13.00 Uhr. Während des Ramadan gelten kürzere Öffnungszeiten der Banken.
Die Freimengen für zollfreie Waren können sich ändern, manchmal auch kurzfristig, zum Beispiel durch neue Vorschriften oder äußere Umstände. Die Angaben sind immer so aktuell wie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Reisende sollten vor ihrer Reise die aktuellen Freimengen bei den zuständigen Zollbehörden überprüfen. Wir übernehmen keine Verantwortung für Probleme oder Verluste, die durch Änderungen dieser Regeln entstehen.
Einfuhrverbot besteht für den tunesischen Dinar, andere Waffen als zugelassene Jagdwaffen, Sprengstoff, Betäubungsmittel und andere psychotrope Substanzen, Fälschungen, Palmen, Palmzweige und ihre Derivate, Henna sowie für gefährliche Hunde oder Kampfhunde (Pitbull etc.). Außerdem für jedes Produkt, das die Moral, die Gesundheit und die öffentliche Sicherheit untergraben könnte, und jedes Produkt, das geeignet ist, die Sicherheit des Staates zu gefährden.
Diese Liste ist nicht vollständig. Reisende sollten die offizielle Zoll-Website konsultieren oder die Botschaft beziehungsweise das Konsulat in ihrer Nähe kontaktieren, um die aktuellsten Informationen zu erhalten.
Für die folgenden Produkte sind Ausfuhrgenehmigungen erforderlich:
Ausfuhrverbot besteht für den tunesischen Dinar, Kunstwerke und Antiquitäten, andere Waffen als zugelassene Jagdwaffen, Sprengstoff, Drogen, Fälschungen und für vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen (nach der „CITES“-Konvention) wie die Meeresschildkröte, das Chamäleon usw. Außerdem besteht Ausfuhrverbot für jedes Produkt, das die Moral, die öffentliche Gesundheit und die Sicherheit untergraben könnte sowie für jedes Produkt, das geeignet ist, die Sicherheit des Staates zu gefährden.
Diese Liste ist nicht vollständig. Reisende sollten die offizielle Zoll-Website konsultieren oder die Botschaft beziehungsweise das Konsulat in ihrer Nähe kontaktieren, um die aktuellsten Informationen zu erhalten.
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